Ein langes Set und viele Songs von Lord of the Lost beim Thornstar Tourauftakt in der Frankfurter Batschkapp am 04.10.2018 – supported by Scarlet Dorn

Einen Abend in der Batschkapp bei guter Musik zu verbringen, war das Ziel an diesem Abend, denn das ist auch schon ein Weilchen her, als ich das letzte Mal vor Ort war.

Zwar kannte ich Lord of the Lost nicht wirklich, eher nur zwei Songs, aber die gefielen mir. Und wenn sie schon mal in Frankfurt sind, dann kann ich auch mal eben mit dem Bus hin und mir die Band auch live ansehen. So mein Gedanke und genau das habe ich an diesem Abend auch getan.

Es war zwar nur die halbe Batschkapp geöffnet, aber dafür war es doch gut gefüllt gegen halb 8, als ich ankam. Natürlich war es vorne an der Bühne enger und voller, als es weiter hinten der Fall war, aber das ist einfach normal.

Zur Bildergalerie des Abends

Nachdem ich ein paar Bekannte getroffen habe, darunter Jan Heesch vom Rock Genuine Magazin, warteten wir auf den Beginn des Abends, der von der Band Scarlet Dorn eingeläutet wurde.

Wirklich bekannt war mir diese im Jahr 2016 gegründete Band nicht, dafür machten sie optisch auf der Bühne schon sehr viel her. Etwas dunkler angehaucht und mit emotionalen Liedern brachten sie die erste angenehme und gute Stimmung in die Batschkapp hinein.

Dass die Frontfrau „Scarlet Dorn“ die Blicke auf sich zog, ließ sich kaum vermeiden, schließlich gibt sie ihre Stimme zu der Musik, die sich im Bereich Dark Pop / Dark Rock ansiedeln lässt. Gefühl- und kraftvoll, klar und emotional brachte sie die Stimmung zur Musik mit ein. Natürlich war sei auch aufgrund ihres Outfits ein absoluter Hingucker, das möchte ich nicht unter den Tisch kehren.

Man sah den Musikern auf der Bühne an, dass sie sich auf diesen Auftritt freuten, denn sie hatten auch ein neues Bandmitglied dabei. Mir persönlich fiel das im musikalischen Sinne nicht auf, also ist die Integration wunderbar gelungen.

[amazon_link asins=’B079NDJL6T‘ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’6d5dfce7-c8b2-11e8-8334-e97193765661′]Mir selbst gefällt es ohnehin, wenn Gitarren und die Musik, die präsentiert wird, melodisch sind und das war bei Scarlet Dorn definitiv der Fall. Auch der Umgang mit dem Publikum funktionierte: es gab Applaus nach jedem Song und das Mitklatschen, welches dann und wann angestimmt worden ist, wurde gerne angenommen.

So war es der angenehme Auftakt in einen Abend interessanter Musik und die Band aus Hamburg, Scarlet Dorn, hat ihre Aufgabe gemeistert. Nicht zu soft, nicht zu hart und an den richtigen Stellen emotional – das hat gefallen.

Nach der Umbaupause, die ungefähr 15 bis 20 Minuten dauerte, ging es auch schon weiter mit dem Hauptakt des Abends. Lord of the Lost kamen und der Jubel, als auch der Applaus kannten fast keine Grenzen. Ereignisreiche zwei Stunden konnten also beginnen.

Tatsächlich waren es zwei Stunden, in der die Band ihre Fans mit Klassikern und neuen Songs versorgte. Ein typischer Tour Start also, bei dem die Künstler noch voller Energie sind und durchaus auch mal länger machen, als eigentlich vorgesehen.

Es gab ganze 23 Songs zu sehen und zu hören und es begann mit „On This Rock I Will Build My Church“ – ein sehr guter, energiegeladener und eingehender Song der Band, der mir übrigens beim wiederholten Anhören immer noch gefällt.

Chris Harms verstand es von Anfang an das Publikum mitzunehmen. Sei es durch Gesten, Expressionen oder dem Auffordern des Mitklatschens gewesen. Die Fans waren jedenfalls von Beginn an – und auch über die gesamte Zeit hinweg – voll bei der Sache.

Anfangs stand ich noch sehr weit vorne, aber da es zunehmend enger wurde, habe ich mich in der Nähe des Fanartikelstands aufgehalten. Dort war Platz und Luft zum Atmen und die Sicht auf der Bühne immer noch gut. Der Platz wurde aber auch von anderen Gästen ausgenutzt, insbesondere um zu tanzen. Eine junge Dame vor mir war immer wieder dabei einen sehr expressionistischen Tanz aufzuführen. Sie hatte sichtlich Spaß und brachte das dadurch zum Ausdruck – sympathisch, nicht? Und nein, davon gibt es kein Bild; ich sage nur: DSGVO.  

Jedenfalls wurde auch viel mitgesungen. Größtenteils unaufgefordert, aber wenn dazu aufgefordert wurde, dann war es schon eine recht ordentliche Laustärke, die die Fans da rausbrachten. Mitsingen konnte ich jetzt nicht wirklich, denn wie erwähnt, kannte ich kaum Songs. Bei „Blood for Blood“, was relativ spät gespielt wurde, war es mir zumindest möglich ein paar Textbrocken herauszubekommen.

Dafür war aber auf der Bühne deutlich mehr los. Viel Rauch und Nebel, Lichteffekte, bei denen ich Epileptikern empfehle doch lieber zu Hause zu bleiben, Bewegung und Interaktionen.

Man kann also von einer sehr guten Bühnenperformance und Show sprechen, bei der sich die Musiker mit Lust auf das Spielen und Singen zeigten. Diese Kombination aus der Show, der Musik (Dark, bzw. Goth Rock) war sehr gut und kam an; selbst bei mir, der eher weniger aus dieser Richtung hört.

Wenngleich ich diese Art der Musik im Privaten eher seltener höre, darf ich nicht unerwähnt lassen, dass mir dieses Gesamtpaket, was Lord oft he Lost auf der Bühne anbieten, sehr gefallen hat und ich mir vorstellen kann, dieses auch noch einige weitere Male bei zukünftigen Shows anzusehen. Auch wenn ich weder tanze noch mitsinge, so hat dieser Stil bei einem Liveauftritt schon seinen Reiz und seinen Charme.

Auch das Akustiksolo von Chris beim Song „Cut me out“ ging sprichwörtlich unter die Haut. Seine kraftvolle und klare Stimme, gepaart mit Emotionen untermalten sein Können am Mikrofon sehr gut.

[amazon_link asins=’B07CY46NZS‘ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’7a18ce8c-c8b2-11e8-be0c-efab827d7bd1′]Ein anderer Song kam mir irgendwie bekannt vor, obwohl ich den von dieser band definitiv nicht kannte. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es sich um ein Cover von Lady Gagas „Bad Romance“ handelte. Warum ich das überhaupt kenne? An manchen Orten läuft nun mal Radio, leider. Aber dieses Cover ist natürlich – aus meiner Sicht betrachtet – die deutlich bessere Version des Songs.

Die Zeit verflog bei diesem Konzert ziemlich schnell und zum Abschluss passierte etwas eher Unübliches: für Gewöhnlich verlassen die Künstler die Bühne, lassen sich noch einmal ordentlich abfeiern, kommen wieder zurück und spielen die Extrasongs.

Nicht bei Lord oft he Lost. Warum von der Bühne gehen und nochmal zurückkommen? Das wäre doch unnötig, schließlich sind die Fans wegen der Band und die band wegen der Fans da. Dann doch lieber gemeinsam abfeiern und genau das passierte auch. Es gab viel Applaus und Jubel und die Band blieb da. Es gab als Zugabe noch drei weitere Songs: „La Bomba“, Forevermore und „Lighthouse“. Letzterer Song war übrigens ein sehr toller und gelungener Abschluss für den Abend, da dieser eher etwas langsamer und ruhiger ist. Eine tolle Wahl.

Konzertbericht zu Megaherz aus der Batschkapp Frankfurt vom 08.03.2018 – ein kometenhafter Auftritt lässt Fans der Neuen Deutschen Härte feiern

Völlig durchnässt kam ich kurz nach halb acht an der Batschkapp an. Wo kam eigentlich dieser Sturm mit dem ganzen Regen so spontan her? Hatte es vielleicht etwas mit dem Kometen zu tun, der an diesem Abend in der Batschkapp gelandet war? Wer weiß das schon. Jedenfalls war ich sehr froh im Trockenen zu sein, wo eine hübsche junge Dame meine trocken gebliebene Eintrittskarte prüfte und mich hereinließ. Raus der nassen Jacke und hinein in halbe Batschkapp.

Irgendwie muss ich das Timing bei der Batschkapp wieder besser hinbekommen, denn bei den letzten Malen war bereits etwas los auf der Bühne, so auch an diesem Abend. Ich folgte der schönen Stimme und sucht mir einen Weg nahe an die Bühne um das Trio mit dem Namen „AnnA Lux“ anzusehen.AnnALux08032018 (1 von 3)

Das Trio zählt zwar auch zum Genre Neue Deutsche Härte, aber überwiegend ist es doch mehr Dark Rock, was sie spielen. Dabei finden immer wieder Elemente des New Wave in den Liedern. Dazu kommen aber immer wieder schöne Gitarrenriffs, die durchaus auch hart sein können und fast gar nicht zu der Optik der Gitarristin Lara Lumière passen. Der Gesang von Anna ist sehr klar und deutlich, so wie die Texte durchdacht und durchaus einprägsam sind. Ihre Stimme ist dazu weiblich sanft aber mit der nötigen Energie unterlegt, so dass sich das Gesamte sehr melodisch anhört.

Es ist meines Erachtens weniger der Musikstil um Party machen zu können, dafür eignet sie sich wunderbar um auch mal die Augen zu schließen und mit der Musik und dem Gesang der Welt für einen Moment zu entsagen. Dementsprechend gab es eher wenige Momente, bei denen das Publikum mitklatschte, aber das hätte auch nicht so wirklich gepasst, finde ich. Dafür gab es den Applaus nach jedem Song und den haben sich die drei auch wahrlich verdient.AnnALux08032018 (2 von 3)

Zu den beiden noch folgenden Bands war das schon ein ziemlicher Kontrast und dennoch ein schöner Start in den Abend. Es gab auch einen ruhigen Song, der nur von der Akustikgitarre begleitet wurde. Fragt mich bitte nicht nach dem Titel des Songs, ich weiß nur noch, dass dieser etwas mit Lichtern zu tun hatte, denn der Wunsch von Anna war, dass sie einige Lichter von den Gästen sehen möchte und einige erfüllten ihr diesen Wunsch auch.

Kurz darauf war der Auftritt auch leider zu Ende und ich muss gestehen, dass mir dieses Trio und ihre Musik sehr gut gefallen. Es mag wohl die besagte Mischung aus schönem Gesang und dem melodischen Konzept gewesen sein, das mich eingenommen hat. So nutzte ich auch die kurze Umbaupause auf der Bühne um mich mal am Merchstand der Band umzusehen und sicherte mir spontan eine von den beiden Damen signierte CD mit dem Titel „Luxus“ auf der sich auch die kürzlich erschienene Single „Zuhause“ befindet. Hach schön, signiert von Lara und Anna…

[amazon_link asins=’B07B16NSC3,B079TX7YYZ‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’8123c641-23b8-11e8-b348-6fe2a5aa77b2′]

Kurze Informationen zu AnnA Lux:

Genre(s):  Dark Rock, Neue Deutsche Härte

Gründung:  2016

Herkunft:  Schweiz

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Anna Lux

Gitarre:  Lara Lumière

Schlagzeug:  Rico H

Das Päuschen ging zügig vorbei und dann kamen sie aus dem Schatten auf die Bühne und ließen das Schwarzlicht für sich sprechen. Schattenmann standen nun in voller Montur auf der Bühne und zeigten von Beginn an wohin es für den restlichen Abend musikalisch gehen sollte: Neue Deutsche Härte und zwar die deutlich härtere Variante. Teilweise war es sogar der Fall, dass die Stimmung insgesamt besser zu sein schien als später bei Megaherz.Schattenmann08032018 (1 von 2)

Auffallend war bei Schattenmann vor allem die Show auf der Bühne, die immer wieder vom Schwarzlicht untermalt wurde. Aber nicht nur das, denn die Band zeigte sich sehr einfallsreich. Mit einem Mal standen sie alle mit Guy Fawkes Masken auf der Bühne, welche ebenfalls vom Schwarzlicht angestrahlt wurden und einen besonderen Lichteffekt erzeugten. Nein, das war noch nicht alles, denn bei diesem Song durfte eine Dame aus dem Publikum die Bühne betreten und erhielt ebenfalls eine Maske, welche ihr schon fast zeremoniell aufgesetzt wurde. Diese durfte sie übrigens behalten, soweit ich das richtig erkennen konnte. Später gab es dann noch mein persönliches Highlight: beim Song Amok würde eine Motorsäge überreicht, wohl ohne Sägeblatt, aber der Effekt war schon wirklich genial.

Insgesamt war auch wirklich viel Leben auf der Bühne neben diesen zusätzlichen Darbietungen. Die Musiker liefen viel herum, spornten das Publikum zusätzlich an und forderten häufig zum Mitklatschen auf und gelegentlich auch zum allseits bekannten „Hey“ mit Fauststoß. Teilweise war es gar nicht nötig die Fans dazu aufzufordern, denn häufig machten sie schon von sich aus mit und machten aus dem Auftritt von Schattenmann schon eine richtige Party. Insbesondere in den vorderen Reihen war dies der Fall.

Schattenmann08032018 (2 von 2)Die Bühnenshow ist schon mal sehr gut, keine Frage, aber musikalisch haben Schattenmann natürlich auch einiges zu bieten. Es finden sich mehrere Elemente wieder, die natürlich dem Überbegriff der Neuen Deutschen Härte unterliegen. Darunter fällt Industrial, Gothic und Metal. Mit dieser Mischung sind sie stilistisch schon nahe an Megaherz und dennoch ein Stück weit anders. Das mag an eben diesen Einflüssen liegen, die sich in unterschiedlicher Gewichtung bei den Bands vermischen. Es finden sich immer wiederharte Gitarrenklänge und melodische Einlagen, die vom typischen Gesang dieses Genres unterlegt werden. Es gab auch das ein oder andere schöne, wenn auch kurze, Gitarrensolo. Ja, das ist was für mich.

Mein Eindruck war an dem Abend, dass die Texte weniger politisch geprägt sind, als es bei Megaherz häufig der Fall ist. Vielleicht war mitunter deswegen das Feiern und Party machen so hoch im Kurs. Aber das könnte auch getäuscht haben, schließlich bin ich in diesem Genre kein Experte und werde es vermutlich auch nie sein.

Von dieser Art der Bühnenshow mit den Interaktionen des Publikums sollte es durchaus mehr geben.

[amazon_link asins=’B078F9KHSB,B07885CY46,B077YVHF2T‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’9174b79a-23b8-11e8-8d38-0d6e8d1299cf‘]

Kurze Informationen zu Schattenmann:

Genre(s):  NDH, Industrial, Gothic, Metal

Gründung:  2016

Herkunft:  Nürnberg, Deutschland (Info auf https://www.schattenmann.net/)

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Frank Herzig

Gitarre:  Jan Suk

Bass:  Luke Shook

Schlagzeug:  Nils Kinzig

Nun gab es selbstverständlich eine etwas längere Pause, damit für den Hauptakt des Abends alles vorbereitet werden konnte. Wie gewohnt nutzte ich die Zeit, um ein wenig an meiner E-Zigarette zu nuckeln (selbstverständlich Draußen) und mir ein wenig die Beine zu vertreten. Wieder hinein, ein bisschen warten und um 21:20 Uhr betraten Megaherz und großem Applaus und Jubel die Bühne.

Megaherz08032018 (1 von 4)Die Fans zeigten sich auch hier, besonders in den vorderen Reihen, sehr feierfreudig und mit guter Laune. Der Auftritt von Megaherz selbst trug seinen Teil dazu bei, denn es wurde schon recht schnell zum Mitklatschen aufgefordert. Und das immer wieder. Aber die Fans waren manchmal schneller und stimmten schon das Mitklatschen an, ehe die Songs richtig begannen. Ein schöner Anblick und das hat auch die Band sichtlich erfreut. Insbesondere Alexander Wohnhaas, dem Sänger, fiel das sehr gut zu gefallen, denn er honorierte dies.

Von den ersten Songs haben sich die meisten mitreißen lassen und auch für mich vergingen die ersten Lieder und damit die Zeit ziemlich schnell. Ein kleines Malheur von Alexander beim Song Horrorclown brachte ihn nicht aus dem Konzept. Was war passiert? Er hatte zu diesem Song eine USA Flagge bei sich, die irgendwann vor dem Schlagzeug landete. Als er sich dann über die Bühne bewegte, sah er sie wohl nicht so ganz und rutschte auf ihr weg. Zum Glück ist ihm nichts passiert und witzelte nach dem Song über das Geschehene. Das war durchaus sympathisch, schließlich wird er kaum der erste gewesen sein, dem das passiert ist.Megaherz08032018 (2 von 4)

Es ging dann auch direkt weiter mit dem Titelsong des gleichnamigen Albums „Komet“. Etwas später gab es noch einen speziellen Song, der sich inhaltlich gegen Rassismus widmet. Das kam bei den Gästen und Fans sehr gut an. Dafür gab es sozusagen Sonderapplaus. Bei diesem Song fiel mir erst so richtig auf, dass die Bildschirme auf der Bühne wohl das entsprechende Musikvideo dazu zeigten. Zwar konnte ich vorher schon etwas Derartiges erahnen, aber da stand ich noch sehr weit links und habe das weniger beachtet. Später stand ich etwas weiter hinten mittig, und so konnte ich das Geschehen auf der Bühne in ganzer Breite besser bewundern, auch die besagten Bildschirme.

Insgesamt konnte man auch sehen, dass die Band Spaß an ihren Live Auftritten hat. Nicht nur, dass sie musikalisch die harte Gangart der Neuen Deutschen Härte pflegen und mit dem kraftvollen Gesang von Alex eine sehr markante Marke haben, nein sie mögen es auch das Publikum anzusprechen und sich ebenfalls bei ihnen zu bedanken.

Megaherz08032018 (3 von 4)Das Stimmungshoch erreichte die Band beim Song „Miststück“. Wohl einer der bekanntesten Songs der Band und wenn das Mitsingen bisher noch eher leiser gewesen war, so konnte man die ganze Batschkapp immer wieder „Miststück“ rufen, gar grölen hören. Passend dazu forderten die Fans natürlich eine Zugabe, denn das eigentliche Set mit 16 Songs war nun vorbei. Aber die Stimmung blieb erhalten und fachte nochmal neu auf und es wurden vier weitere Songs gespielt. Glückliche Gesichter konnte ich sehen. Und so schlich ich langsam hinaus, um noch meinen Bus zu bekommen.

[amazon_link asins=’B0788WV23F,B00N9JC9BW,B002CAOVGU‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’a9ca44b1-23b8-11e8-a089-2b4f0a9e6124′]

Kurze Informationen zu Megaherz:

Genre(s):  NDH

Gründung:  1993

Herkunft:  München, Deutschland

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Alexander „Lex“ Wohnhaas

Gitarre:  Christian „X-ti“ Bystron

Gitarre:  Christoph „Chris“ Klinke

Bass:  Werner „Wenz“ Weninger

Schlagzeug:  Tobias Derer

Konzertbericht zu Enemy Inside und Concept Insomnia vom 17.02.2018 aus dem Nachtleben Frankfurt – das erste Konzert von Enemy Inside im vollen Frankfurter Kellerclub

Schon wieder im Nachtleben und erneut gab es wunderbare Musik für die zahlreichen Ohren, die sich an diesem Samstagabend dort versammelt hatten. Es war so voll, wie lange nicht mehr. Aber das war auch verständlich, denn den allerersten Live-Auftritt in der Bandgeschichte von Enemy Inside aus Aschaffenburg, wollten sich viele nicht entgehen lassen. Auch ich nicht, schließlich klang die Beschreibung der Band und deren Musik sehr interessant.

Zur Bildergalerie des Abends –hier klicken– | Just click -here– for the picture gallery.

Doch begonnen hatte der Abend mit einer einheimischen Band aus Frankfurt, die es schon seit 2005 gibt. Bei ihnen ist der Name „Concept Insomnia“ wirklich Programm, denn bei dem Musikstil, den sie spielen, ist schlafen wohl kaum möglich. ConceptInsomnia170218 (6 von 9)Sie spielen Modern Progressive Metal, der sehr melodisch aber auch hart klingt. Starke Riffs, ein tiefer Bass, Solos und guter Gesang mit teils wechselnder Stimmlage sind bei ihnen an der Tagesordnung.

Die gut 40 Minuten ihres Auftritts waren durchaus sehens- und hörenswert. Ein leichter Nebel lag permanent in der Luft und auch das Spiel mit den Lichtern wirkte gut und passend zur Musik, auch wenn es das Fotografieren etwas erschwerte. Spaß hatten die vier Herren jedenfalls und Sänger Luke war auch zwischen den Songs für den ein oder anderen lustigen Kommentar aufgelegt. Ob er wirklich einen Kanal auf YouP**n hat, müsst ihr selbst herausfinden.

Besonders auffallend war für mich Gitarrist Dave, der mit schnellen und gut gespielten Solos an seinem Arbeitsgerät aufwarten konnte. Sowohl er als auch Bassist Phil unterstützen mit gutturalem Gesang bei den Songs, um die Härte, die sie präsentierten, in die Songs mit einzubauen. ConceptInsomnia170218 (5 von 9)Dazu passend ist Drummer Tobi mit seinen Rhythmuswechseln am Schlagzeug immer auf der Höhe.

Die Songs sind eher selten langsamer oder ruhiger, sondern spiegeln den Progressive Metal sehr gut wieder. Dass man dies doch recht gut erkennen, bzw. raushören konnte, lag an der guten Tonabstimmung. Man konnte den Gesang sehr gut hören, was meiner Ansicht nach viel ausmachen kann. Ebenfalls war der Klang der Gitarre schön und mir machte es Spaß zuzuhören. Doch auch anderen Gästen, sogar vielen, machte es sichtlich Spaß und so wurde brav applaudiert, mitgeklatscht und auch das „Hey“ mit Fauststoß war schon zu sehen.

Kurze Informationen zu Concept Insomnia:

Genre(s):  Progressive Metal, Modern Progressive Metal, Melodic Death Metal

Herkunft:  Frankfurt am Main / Altenstadt – Hessen, Deutschland

Gründung:  2005

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Luke

Gitarre:  Dave

Bass:  Phil

Schlagzeug:  Tobi

 

Schnell musste der Umbau auf der Bühne gehen, denn kaum waren Concept Insomnia von der Bühne, schwirrten die Bühnenarbeiter aus, um alles für den allerersten Live-Auftritt von Enemy Inside herzurichten. Es wurde währenddessen sogar noch ein wenig voller im Keller des Nachtlebens, weswegen ich gut und gerne von mehr als 200 Gästen an diesem Abend ausgehen kann. Damit hatte ich nicht gerechnet, muss aber sagen, dass die Resonanz, ob es nun Freunde, Familie, Bekannte oder Interessierte waren, sehr hoch war. Gruppenkuscheln war also inklusive, sozusagen.

EnemyInside170218 (17 von 21)Es dauerte nicht lange, bis die Aschaffenburger auf die Bühne kamen und loslegten. Von Nervosität oder Lampenfieber keine Spur. Oder es wurde gut kaschiert. Von Beginn an fiel Sängerin Nastassja Giulia deutlich auf. Sie ist kleiner als ihre männlichen Bandkollegen, aber bringt ihre Energie durch den Gesang hervorragend unter das Volk. Auch das gewählte Outfit und ihre Optik im Generellen lassen Vergleiche zu einer jungen Doro Pesch durchaus zu. Sie weiß sehr genau, wie sie mit dem Publikum umgehen muss, damit diese ihren Aufforderungen zum Mitklatschen, oder auch zum „Hey“ mit Fauststoß nachkommen.

EnemyInside170218 (10 von 21)Vielleicht war bei allen doch noch ein bisschen Aufregung zu bemerken, doch je länger die Musiker auf der Bühne standen, umso routinierter und befreiter wirkten alle. Das kann aber auch ein rein subjektiver Eindruck von mir sein, der nicht unbedingt stimmen muss, aber die Körpersprache könnte so zu deuten sein.

An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich für gewöhnlich die Songs einer Band nebenbei höre, wenn ich diese Berichte schreibe; doch das geht hier leider nicht. Eine CD ist zwar in Arbeit, aber noch nicht veröffentlicht und YouTube Videos gibt es leider auch noch nicht.

Der musikalische Stil bewegt sich zwischen Hard Rock und Modern Metal. EnemyInside170218 (5 von 21)Wobei die Band ihren Stil als Dark Rock bezeichnet. Ich finde, dass durchaus mehrere Elemente Einfluss nehmen und eine Kategorisierung in ein ganz spezifisches Genre schwerfällt, gar unmöglich ist. Aber es ist gut, wenn sich eine Gruppe aus mehreren Genres und Elementen bedient, denn dadurch wird, je nach Stärke der Einflüsse, ein eigener Stil geprägt. Dadurch fällt es mir schwer, Vergleiche zu anderen Bands zu ziehen. Was nicht negativ ist.

In erster Linie ist es natürlich der Gesang der Frontfrau Nastassja, die mit ihrer kraftvollen und zugleich weiblich sanften Stimme eine ganz besondere Note in die Lieder bringt. Sie kann sowohl weichen als auch harten Gesang abrufen und schafft dies auch im schnellen Wechsel.

EnemyInside170218 (12 von 21)Melodisch ist das Konzept von Enemy Inside durch und durch. Es gab keinen Song, der nicht mit sehr gutem Gitarrenspiel, Riffs und Solos, sowie schönem, dazu passendem Gesang, glänzen konnte.

Was an dem Auftritt der Aschaffenburger nur sehr schade gewesen ist, war, dass dieser aus organisatorischen Gründen, ebenfalls nur 40 bis 45 Minuten dauerte. Doch der Stimmung unter den Gästen tat dies keinen Abbruch, denn sie waren stets mit Stimme, Händen und Haaren da. Wieder einmal musste ich aufpassen, dass ich nicht aus irgendeiner Richtung von wehenden Haaren erschlagen werde. Aber so soll es doch sein. Es hat den Anwesenden so viel Spaß gemacht, dass die Band wenigstens noch eine Zugabe spielen konnte. Das war dann sogar ein Cover, das fast jeder kennen durfte. Und mit „Summer Son“ brachten sie noch einmal so richtig Stimmung in den Keller.

EnemyInside170218 (13 von 21)Es ist wirklich sehr schade, dass sie nicht länger spielen konnten, denn es machte wirklich Freude und Spaß zuzuhören und zuzusehen und, sofern man ein bisschen Platz hatte, mitzumachen.

Ich hoffe sehr, dass die Band bald erneut auftreten wird. Vielleicht in Aschaffenburg? Vielleicht eine CD Release Party? Da möchte ich doch dann bitte sehr früh Bescheid wissen, dass ich dabei sein kann. Enemy Inside haben an diesem Abend gewiss nicht nur mich als neuen Fan hinzugewonnen. Und das T-Shirt, das ich mir gekauft habe, werde ich selbstverständlich mit stolz geschwellter Brust zum nächsten Auftritt von Enemy Inside tragen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Foto by Eric van Reem

Kurze Informationen zu Enemy Inside:

Genre(s):  Hard Rock, Dark Rock, Metal, Modern Metal

Herkunft:  Aschaffenburg, Deutschland

Gründung:  2017

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Nastassja Giulia

Gitarre:  Evan K

Gitarre:  Dave Hadarik

Bass:  Dominik Stotzem

Schlagzeug:  Erik Frischkorn

Zur Bildergalerie des Abends –hier klicken– | Just click -here– for the picture gallery.