Konzertbericht zu L’Ame Immortelle vom 20.01.2018 in Das Bett Frankfurt

Für mich als Hard Rock und Metal Liebhaber war der Besuch eines solchen Konzerts schon eine große Ausnahme. Abgesehen davon, dass ich an diesem Samstagabend ohnehin nichts Anderes vorhatte, und in der Batschkapp die Bühne und Elektronik missbraucht wurden, war dies die bessere Alternative. Mir wurde im Vorfeld auch gesagt, dass die Band gar nicht mal so schlecht sei und insbesondere vom Gesang etwas für mich sein könnte, trotz des vollkommen anderen Genres.

Nun kam ich also kurz nach 20 Uhr im Bett (ja, ich weiß wie das klingt) an und trat in den mir nicht mehr so ganz fremden Club hinein. Dort war bereits Action auf der Bühne. Es befanden sich zwei Schweizer Herren auf selbiger, die mit Industrial, EBM bzw. Synth-Pop den Abend einläuteten. Ich muss gestehen, dass mir dies als sehr selten gelegentliche Abwechslung durchaus gefällt. Hierbei gefiel mir jedoch der Gesangspart, den mein Namensvetter Patrick übernahm, am besten. Meiner Meinung nach hat er mit seinem Gesang und der Stimme durchaus auch andere Möglichkeiten. Die Kombination war aus meiner Sicht aber wirklich in Ordnung.LAI200118 (2 von 7)

Was mir bei Dunkelsucht, aber auch den meisten anderen Gruppen in diesen Genres, sehr positiv auffällt, sind die durchdachten Texte, die zumeist einen traurigen Beigeschmack haben.

In Sachen Stimmung war, von außen betrachtet, noch viel Luft nach oben. Zwar hatten sich schon einige zur Musik bewegt, aber das waren doch relativ wenige. Den standesgemäßen Applaus nach den vorgetragenen Stücken gab es aber selbstverständlich. Gut, was nicht ist, kann ja noch werden, dachte ich mir und habe die ersten musikalischen Eindrücke des Abends noch auf mich wirken lassen.

Kurze Informationen zu Dunkelsucht:

Genre(s):  Industrial, EBM, Synth-Pop, Gothic

Herkunft:  Zürich, Schweiz

Gründung:  2016

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Patrick Näf

Live Synths:  Tim Lindner

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Elektronisch ging es natürlich weiter. Und als sich die Band Versus vorstellte und dabei erwähnt wurde, dass nun „Ahoi-Pop“ ansteht, war mein erster Gedanke „Bitte, was? Wie Matrosen seht ihr nicht aus…“ Dass es sich dabei um größtenteils EBM und Darkwave handelte, war mir nach einiger Zeit dann schon klar. Aber zur genauen Beschreibung, was Ahoi-Pop eigentlich ist, greife ich auf die Beschreibung der Gruppe zurück, die sich auf ihrer Webseite befindet (http://www.versus-music.de): „AhoiPop steht für eingängige Melodien, epische Hymnen, fesselnde Balladen und intelligente Clubhits. AhoiPop steht für ehrliche, ergreifende und tiefgründige Texte. AhoiPop steht einfach formuliert für elektronische Popmusik.LAI200118 (3 von 7)

Mir gefiel durchaus was die Gruppe auf der Bühne präsentierte. Insbesondere André, der Sänger, war mit vollem Einsatz und großer Energie dabei. Nach einiger Zeit habe ich mich gefragt, ob vielleicht eine Duracell-Batterie irgendwo bei ihm eingebaut wurde, denn Stillstehen konnte oder wollte er beinahe überhaupt nicht. Zudem versuchte er immer wieder Stimmung unter die Gäste zu bringen, was nur sporadisch funktionierte.

Mal ein Beispiel hierfür, was noch recht zu Beginn des Auftritts gewesen war: Ich stand halblinks hinten und es wurde zum Mitklatschen aufgefordert. Da habe ich doch glatt mitgemacht – warum auch nicht? Soll doch Spaß machen der Abend. Einige andere Gäste haben ebenfalls mitgemacht; aber viele Personen um mich herum überhaupt nicht. Das Mitklatschen verstummte leider auch sehr schnell wieder und das fiel auch André auf der Bühne auf, der sofort eingriff und das Mitklatschen wieder aufleben lassen wollte.

Sicher kann ich nicht behaupten, dass es alle Gäste und Zuschauer betraf, aber so war es aus meiner Sicht – ganz subjektiv betrachtet. Ich fand es schade, denn Versus waren melodisch und gesanglich ganz gut – und das sage ich als Metalhead. Es war dann doch etwas ungewohnt, wenn ich das mit den Konzerten vergleiche, auf denen ich sonst bin. So habe ich anschließend weniger auf andere geachtet und mich der Melodie und dem Gesang einfach hingegeben und siehe da, auch ein Metalhead kann dieses Genre durchaus (begrenzt) genießen. Auch hier waren es insbesondere die Texte, die mir sehr gut gefallen haben.LAI200118 (4 von 7)

Eine kleine Anekdote am Rande, die so typisch für mich ist, dass ich sie einfach loswerden muss: Als ich gegangen bin, stand ich draußen an einem Rauchertisch, um meine E-Zigarette aufzufüllen. Da standen noch ein paar Personen, denen ich zunächst keine allzu große Beachtung schenkte, schließlich wollte ich meine E-Zigarette auffüllen. Aber dann dämmerte es mir; die Gesichter kamen mir doch bekannt vor. Ich brauchte ein paar Momente um zu erkennen, dass ich da mit den Herrschaften von Versus stand. Zugegeben, mit Jacke und Kapuze, dazu im Dunkeln, war es nicht ganz so einfach sie zu erkennen.

Kurze Informationen zu Versus:

Genre(s):  Ahoi-Pop, Darkwave, EBM, Synth-Pop, Gothic

Herkunft:  Dresden, Deutschland

Gründung:  2001

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  André

Keyboard, Hintergrundgesang:  Roman

Synths, Hintergrundgesang:  Daniel

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Eine lange Pause gab es nicht, bis der Hauptakt des Abends begann. Und schließlich kamen sie auf die Bühne: L’Âme Immortelle. Applaus und Jubel begleitete die Künstler beim Gang auf die Bühne. Da dachte ich mir doch, dass endlich auch bei den Gästen die Stimmung aufkommt, die ich so lange vermisst hatte. Tatsächlich wurde es insgesamt gesehen besser. Viel mehr Gäste bewegten sich zur Musik und auch beim Mitklatschen zeigten viele, dass sie doch gerne mitmachten. Wenngleich es hier und da noch etwas verhalten aussah.

Auch bei dieser Gruppe waren es mehr Gesang und Texte, die ich durchaus sehr gut fand; während es bei der zum Großteil elektrolastigen Musik weniger der Fall war. Aber nun, das ist insgesamt betrachtet Geschmackssache. Darauf war ich aber eingestellt, obgleich ich festhalten muss, dass es für mich wesentlich elektronischer war als erwartet.LAI200118 (6 von 7)

Was aber wirklich gut rüberkam, war der Gesang von beiden. Dieser ist, wie ich finde, live sogar noch um einiges besser, als man dies auf YouTube Videos erahnen kann. Sonjas Stimme ist hell und sie bringt damit trotz der traurig düster wirkenden Texte durchaus Licht in die Melodien. Mit diesem Licht scheinen die Texte ihre Wirkung nicht zu verfehlen, da ihr Gesang durchdringend ist. Thomas hingegeben bringt die eher düstere kraftvolle Stimme, die bei anderen Liedern genauso wirkungsvoll ist, wie Sonjas Stimme. Es kam mir so vor, dass die beiden in einer gewissen Form Licht und Schatten bilden.LAI200118 (5 von 7)

Ich konnte mich auch bei ihnen auf das angebotene einlassen und vergaß die Zeit, was mir beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Leider musste ich früher gehen, da der Heimweg lang und die Nacht von kurzer Dauer sein sollten.

Dennoch war es recht interessant und wirklich etwas ganz Anderes für mich. Ich denke aber, dass dieser Abend meine Lust auf etwas komplett Anderes auf lange Sicht gestillt hat.

Kurze Informationen zu L’Âme Immortelle:

Genre(s):  Elektro-Rock, Elektro-Pop, Darkwave, Industrial

Herkunft:  Wien, Österreich

Gründung:  1996

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Keyboard:  Thomas Rainer

Gesang:  Sonja Kraushofer

Schlagzeug:  Chris Fox

Keyboard:  Gregor Beyerle

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Frankfurter Buchmesse – (M)eine Zusammenfassung

Einmal noch die Frankfurter Buchmesse revue passieren lassen. Das Erlebte und die erworbenen Bücher ebenfalls sortieren. Das ist nun etwas einfacher, da ich endlich auch mal wieder länger als vier oder fünf Stunden schlafen konnte. Hallo Energie, da bist Du ja wieder.

Natürlich verweise ich auch heute auf die Bildergalerie – bitte >>HIER<< klicken.

Da dies meine erste Buchmesse war, hatte ich ehrlich gesagt noch keine Vorstellung davon wie groß diese tatsächlich ist. Sicher hat der Hallenplan, den die Veranstalter der Buchmesse bereitstellen, schon eine Idee hinterlassen, jedoch sieht die Realität dann doch noch ganz anders und viel größer aus.

Deswegen bin ich im Nachhinein wirklich sehr froh darüber, dass ich an allen der fünf Tage dort sein konnte, um auch wirklich mal alles zu erkunden. Die Zeit braucht man dafür tatsächlich. Es war schließlich nicht so, dass ich nur an den Ständen der Aussteller vorbeigelaufen bin und mir „Aha“ dachte, sondern auch immer wieder gerne stehenblieb um mir die Bücher und Informationen anzusehen.

Ohne genau nachzurechnen, was auch schwierig wäre, habe ich wohl ungefähr 24 Stunden, also einen ganzen Tag, als Besucher auf der Buchmesse verbracht. Das mag schon viel klingen, ich bin mir aber sicher, dass die Aussteller natürlich noch mehr Zeit dort verbracht haben.

Apropos Aussteller. Die internationale Vielfalt an Ausstellern und Verlagen ist beeindruckend. Mit dieser Menge an Ausstellern und dementsprechend auch Ständen habe ich wirklich nicht gerechnet. Dafür ist es umso schöner, dass dies so ist.

Neben einer Vielzahl an Büchern aus allen denkbaren Genres gab es auch viele interessante Vorträge, Lesungen, Podiumsdiskussionen und auch Fernsehinterviews mit Prominenten. Aber selbst wenn man jeden Tag vor Ort sein kann ist es kaum möglich an all diesen Veranstaltungen teilzunehmen.

Schön waren für mich natürlich auch die vielen Gespräche, die ich mit Autoren, Verlagsmitarbeitern und noch anderen Menschen geführt habe. So vergeht natürlich die Zeit wie im Fluge. Oder noch schneller. So viele sympathische freundliche Menschen, die trotz all dem Messestress immer noch ein Lächeln auf den Lippen tragen. Aller Ehren wert.

Dass es am Wochenende noch voller und bunter wurde, gerade durch die vielen tollen Kostüme und Verkleidungen der Cosplayer, gab der Buchmesse noch einen zusätzlichen Charme. Auf der einen Seite wirkt es so, als würden zwei Welten aufeinanderprallen. Auf der anderen Seite sind diese beiden Welten doch miteinander verknüpft. Insbesondere das tolle Cosplay von Cira Las Vegas zum Buch Nevernight zeigte dies sehr gut.

Und das aller Wichtigste natürlich waren und sind die Bücher. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich zuletzt eine größere Menge an Büchern erworben habe. Wobei sich die Bezeichnung „größere Menge“ auf maximal fünf Bücher begrenzen würde. Doch während der Buchmesse kamen insgesamt 38 zusammen. Lesestoff für die nächsten Monate. Ich freue mich wirklich über jedes einzelne Buch und noch ein klein wenig mehr über jene, die eine Widmung oder zumindest eine Signierung des Autors haben.

Übrigens hat diese Vielzahl an Büchern dazu geführt, dass ich meine Schränke seit längerer Zeit mal wieder auf- und umgeräumt habe. Ein netter Nebeneffekt, denn nun sehen die Schränke, bzw. die Regale, viel interessanter und schöner aus.

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Frankfurter Buchmesse – 15.10.2017 (Halle 3, 6 und die Deutsche Cosplay Meisterschaft)

Der letzte Tag der Frankfurter Buchmesse 2017. Es war voll, sehr voll. Viele Besucher und Cosplayer waren an diesem Tag zur Buchmesse gekommen. Wenn ich mich nicht täusche, dann war es der Tag mit den meisten Besuchern auf der Messe.

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Ziemlich müde und auf Reserve laufend machte ich mich ein letztes Mal auf den Weg zur Buchmesse. Der Andrang war groß. Insbesondere an der Sicherheitskontrolle des Haupteingangs war die Warteschlange sehr lang. Als ich diese schließlich passiert habe, ging ich schnellen Schrittes in Richtung Halle 3. Auf meinem Weg sah ich viele Cosplayer und ein paar davon habe ich auch fotografiert. Ein klasse Mercy Kostüm war der erste Blickfang, den ich auf Bild festgehalten habe.

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Mercy – Spiel: Overwatch

Allmählich verschwand auch meine Müdigkeit und so fand ich auch den Weg in meine Lieblingsmessehalle. Dort war es sehr voll. An den Ständen war überall etwas los und voran kam man nur im Schneckentempo. Aber meine Ziele an diesem Tag waren klar definiert. Ich hatte übrigens meinen kleinen Einkaufswagen mit dabei, weil ich wusste, dass ich noch ein paar Bücher erwerben wollte. Ausserdem hatte ich keine große Lust die Bücher den ganzen Tag zu tragen. Jedenfalls erreichte ich den Stand des Sternensand Verlags und war erfreut darüber, dass die Dame mit den knallroten Haaren auch wieder am Stand war. Vielleicht erinnert ihr euch? Über Facebook stellte sich nämlich heraus, dass die junge Dame ebenfalls Autorin ist. Es handelte sich um Fanny Bechert, die ebenfalls mehrere Bücher geschrieben hat, welche selbstverständlich auch zu kaufen waren.

Nachdem ich auch schon von ihr erkannt wurde, ergab sich erneut ein sehr freundliches Gespräch mit Fanny Bechert. Gespräche mit ihr sind stets freundlich und sympathisch und sie lächelt sehr viel. Und das trotz der stressigen Umgebung. Wir kamen beide zu dem Schluss, dass es gar nicht so verkehrt wäre, wenn Bilder mit Namen der Autoren ebenfalls am Stand hängen würden. So hätte ich zum Beispiel auch gewusst, dass sie Autorin ist. Nichts desto trotz nahm ich gleich ganze vier Bücher von ihr mit, die sie auch gleich signierte. Merci an die Dame mit den knallroten Haaren.

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Fanny Bechert

Die Bücher „Countdown to Noah“ Band 1 und Band 2 (Band 2 im exklusiven Vorverkauf auf der Frankfurter Buchmesse)

Die Bücher „Elesztrah“ ebenfalls Band 1 und Band 2

Der einzige kleine Wehrmutstropfen am Stand des Sternensand Verlags war, dass Jasmin Romana Welsch gerade nicht vor Ort gewesen ist. Da hatte ich doch extra noch das Buch „Absolution“ von ihr dabei, um es signieren lassen zu können. Aber sie sollte nochmal an den Stand kommen.

Also später noch einmal den Stand ansteuern und hoffen, dass das Timing passt. Ich ging also weiter in Richtung des Standes von Greenlight Press. Ja, mein zweiter Lieblingsstand dieser Messe. Aber genau am Stand davor blieb ich stehen, denn mir fiel etwas ins Auge. Ein Buch mit schwarzem Cover, zwei orange leuchtenden Augen und dem Titel „The wild Hunt“. Es handelt sich um den Verlag „Papierverzierer“ aus Essen. Zwar ist mir dieser Stand vorher schon durch die sehr einschlägigen Slogans aufgefallen, zog mich aber bis dahin nicht so sehr an. Zum Glück änderte sich das spontan. Ach ja, ein Slogan ist „Wir haben den besten Stoff“. Wenn das mal nicht zu Frankfurt passt. Ehm ok, falsches Thema. Jedenfalls las ich mir durch, um was es in diesem Buch geht. Praktisch im selben Moment wurde ich von einer jungen Dame angesprochen, die nach den Genres fragte, die mich interessieren. Nun, diese sind Fantasy, Psychothriller und durchaus auch Horror. Da meinte sie nur, dass ich dann schon das richtige Buch in der Hand hielt. Wie passend, dass auch gerade der Autor des Buches M.H. Steinmetz zurück an den Stand kam. Auch er skizzierte kurz den Inhalt des Buches und nun, ein Spontankauf. Aber ich denke, dass sich dieser lohnen wird. Vielen Dank Herr Steinmetz für die Signatur des Buches.

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M.H. Steinmetz

Das Buch „The Wild Hunt

Nach dem Spontankauf, der noch meine Nerven kitzeln wird, begab ich mich einen Stand weiter. Da war ich nun bei Greenlight Press und konnte mich, wenn auch nur kurz, mit Farina De Waard unterhalten. Ich hatte mir nämlich vorgenommen an diesem Stand ein weiteres Buch zu kaufen. Aber auf Empfehlung. Nun hatte ich in den letzten Tagen bereits alle vier vorhanden Bücher von Farina De Waard erworben, so dass sie mich an ihre Autorenkollegin Luzia Pfyl verwies. Da sie bereits wusste, dass ich weder Liebes- noch Romantikromane favorisiere, gab sie mir ihr Buch mit dem Titel „Frost & Payne“ in die Hand. Eine Geschichte mit Steampunk Hintergrund. Zum Glück weiß ich was das ist, sonst hätten sich über meinem Kopf sehr viele Fragezeichen gebildet. Ich hätte durchaus das Buch aufschlagen und reinlesen können, aber mir genügte die Information, die sich auf der Rückseite befand. Sie erzählte noch kurz über den Inhalt des Buches, so wie der angedachten Fortsetzung. Also nur grob, was es mit den beiden Hauptcharakteren auf sich hat. Dies genügte mir absolut um auch dieses Buch zu kaufen. Es wurde von ihr ebenfalls signiert. Vielen lieben Dank hierfür.

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Luzia Pfyl

Das Buch „Frost & Payne – die Jagd beginnt

Schon zu diesem Zeitpunkt erwies sich die Entscheidung, dass ich das Einkaufswägelchen mitnehme, als weise Wahl. Da waren es deren Bücher schon sechs. So ging das Wandern durch Halle 3 zum nächsten Stand weiter. Auch ein eher kleinerer Stand. Aber klein heißt nicht schlecht. Am Vortag hatte ich bereits zwei interessante Bücher entdeckt, die ich an diesem Sonntag ebenfalls erwerben wollte. Es dauerte trotz des kurzen Weges einige Zeit bis ich den Stand des Frankfurter Mantikore-Verlages erreichte. Auch dort kam ich mit einer sehr freundlichen jungen Dame ins Gespräch, welches am Ende recht ausgedehnt war. Ganz beiläufig wurden auch die Bücher mit den Titeln „Opfermond“ und „Das Relikt der Fladrea“ gekauft. Wie wunderbar, dass auch beide Autoren am Stand waren und die Bücher signieren konnten. Also eigentlich war zuerst nur Dominik Schmeller am Stand, aber durch das lange Gespräch verging genügend Zeit, dass auch Elea Brandt zurück an den Stand kam. Perfekt, denn so konnte ich mir einen Weg sparen. Vielen Dank an beide Autoren für die Signatur ihrer Bücher.

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Dominik Schmeller
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Elea Brandt

Das Buch „Das Relikt der Fladrea“ von Dominik Schmeller

Das Buch „Opfermond“ von Elea Brandt

Mein nächster Weg führte mich in Halle 6 und mir ist klar, dass das, was jetzt kommt, für gespaltene Meinungen und Ansichten führt. Aber das ist auch in Ordnung. Am Stand des Verlages von L. Ron Hubbard kaufte ich die Bücher „Dianetik“ und „Dianetik – die Entwicklung einer Wissenschaft“. Mir ist seit der Buchmesse bewusst, wer dieser Mann war und dass er der Gründer von Scientology ist. Gewiss bin ich dieser Organisation eher skeptisch als offen eingestellt, aber vielleicht sind die Bücher aus wissenschaftlicher Sicht und nicht aus religiöser interessant. Zumindest wollte ich diesen beiden Büchern eine Chance einräumen.

Von Halle 6 bis zum Congress Center war es nun auch nicht mehr weit. Dort fand das Finale der Deutschen Cosplay Meisterschaft statt. Ich machte mich also mit meinem Wägelchen auf den Weg und kam auch kurz vor halb zwei im Saal Harmonie an. Sehr praktisch, denn genau zu dieser Zeit sollte es auch losgehen. Weil ich mit meinem Wägelchen nicht sonderlich weit nach unten gehen wollte, blieb ich relativ weit oben und nahm Platz.

Wenige Minuten später ging es auch tatsächlich los. Die ersten verkleideten jungen Menschen waren auf der Bühne und präsentierten die Jury als auch die beiden Moderatoren. Einer von beiden war als Luigi verkleidet während der andere entweder nicht verkleidet war oder sich dafür entschieden hatte ein Cosplay als Moderator zu machen.FFMBM201715 (13 von 43)

Es wurde erklärt, dass insgesamt 20 Starter um den Sieg und damit um den Titel „Deutscher Cosplay Meister“ 2017 antreten würden. Leider waren zwei der Startet nicht anwesend, weswegen lediglich 18 Starter, bzw. 36 Teilnehmer, am Start waren.

In diesem Jahr war es so, dass die Meisterschaft ein „Paarwettbewerb“ war, was nicht bedeutet, dass die Paare aus Männlein und Weiblein bestehen mussten.

Zwei Stunden lang hatte ich mir Zeit genommen um mir den Wettbewerb anzusehen. Der Saal war auch sehr gut mit Zuschauern gefüllt, was die Cosplayer sicherlich sehr gefreut hat.

Ich hatte keine spezielle Vorstellung davon, wie dieser Wettbewerb ablaufen würde. Irgendwie hatte ich mir vorgestellt, dass es wie bei einem Modelwettbewerb ablaufen könnte. Nach der Reihe präsentiert jeder sich, sein Kostüm und seinen gewählten Charakter und wird bewertet.

So war es dann aber nicht. Selbstverständlich kamen die Teilnehmer in ihren Kostümen heraus aber sie machten auch eine Präsentation. Ob es nun in Form eines Musicals mit Tanz oder eine kinoreife Inszenierung einer Szene aus dem Spiel / Film usw. war, konnte man sehr gut erkennen, dass sich die Paare ausgiebig auf dieses Finale vorbereitet haben. Das Nähen und Erstellen der Kleidung / Kostüme und das Einstudieren der Aufführung, so dass auch der Charakter zur Geltung kommt, ist sicherlich ein großer Zeitaufwand. Davor ziehe ich meinen Hut. Es war wirklich sehr spannend und schön, sich die Aufführungen und Interpretationen der Charaktere anzusehen. Obwohl ich gestehen muss, dass ich eigentlich keine der dargestellten Charaktere, Filme oder Spiele kannte. Abgesehen von der allerersten Aufführung, bei der es um Heidi ging. Nein, nicht Heidi Klum, sondern Heidi, Deine Welt sind die Berge…

Wirklich schade war, dass ich mir nicht die ganze Entscheidung ansehen konnte. Ich hätte schon gerne vor Ort gewusst, welcher der schönen Auftritte den Titel für sich entschieden hat. Diese Information musste ich mir dann zu Hause im Internet holen:

  1. Platz: Deutsche Cosplaymeister 2017: Linda C. und Miriam S. als Sarah und Graf von Krolock aus Tanz der Vampire
  2. Platz: Deutsche Vizemeister 2017: Sabrina G. und Christina F. als Ciel und Madame Red auf Black Butler
  3. Platz: Maria D. und Sharina K. als Pazu und Sheeta aus Das Schloss im Himmel
  4. Platz: Nadine B. und Daniel B. als Grougaloragran und Nox aus Wakfu
  5. Platz: Michella M. und Annemarie M. als Chizuru Yukimura und Toshizou Hijikata aus Hakouki Shinsengumi Kitan

Bestimmt befinden sich in meiner Galerie (hier klicken) auch Bilder von den Cosplays. Wenn auch aus der Ferne, jedoch kann man die Bilder durch Anklicken vergrößern.

Warum hatte ich nicht die Zeit, mir den Entscheid anzusehen? Nun, es war so, dass am Stand der Fischer Verlagsgruppe ein Cosplay zum Buch „Nevernight“ stattfand, welcher von 14 bis 16 Uhr auf dem Programm stand. Auch das wollte ich keinesfalls verpassen, da ich dieses Buch ebenfalls mitnehmen wollte. Nun eilte ich also vom einen Cosplay zum nächsten und war froh, dass ich die junge Dame, die das Cosplay machte, noch da war.

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Cosplayerin / Model: Cira Las Vegas

Wirklich ein tolles Outfit, das dem Buchcover sehr ähnelte. Genau deswegen finde ich die Arbeit von professionellen Cosplayern so toll. Sie versuchen wirklich exakt so auszusehen, wie die Vorlage. Cira Las Vegas hat es jedenfalls sehr gut getroffen. Respekt hierfür.

Abgesehen vom Cosplay an diesem Stand, bzw. in diesem Bereich, war es sehr voll, da auch gleichzeitig noch eine Signierstunde abgehalten wurde. Dennoch schaffte ich es eines der letzten Bücher von Nevernight zu ergattern. Doch noch ein weiteres hatte bereits Tage zuvor mein Interesse geweckt. Das Buch mit dem Titel „Scythe“. Wie ich darauf kam, möchte ich auch mal erzählen, denn es ist doch etwas ungewöhnlich gewesen.

Irgendwann in den letzten Tagen war ich auch mal auf der Toilette und habe mir, so wie es sich gehört, auch die Hände gründlich gewaschen. Zwischen den beiden Spiegeln an den Waschbecken hing ein Poster des Covers von Scythe. Dieses Cover mit dem Sensenmann darauf ist natürlich durchaus etwas, das mich anspricht. An dem Tag hatte ich dann meine Planziele etwas verworfen und mir das Buch angesehen. Nun, wie auch bei anderen Büchern, war die Rückseite mit den Inhaltsinformationen so interessant, dass dies auf meine Einkaufsliste kam.

Das Buch „Nevernight – die Prüfung“ von Jay Kristoff

Das Buch „Scythe – die Hüter des Todes“ von Neal Schusterman

Nach dem Kauf der Bücher 11 und 12 an diesem Tag, erinnerte ich mich daran, dass ich nochmal an den Stand des Sternensand Verlags gehen wollte. Vielleicht war ja nun Jasmin Romana Welsch dort.

Also wieder hinein ins Gedränge und nach ein paar Minuten schaffte ich es dann auch zum gewünschten Stand. Und tatsächlich war sie da die gue Frau Welsch. Mittlerweile war insgesamt sehr viel los an diesem Stand und ich wurde, wen wundert es nch, abermals erkannt. Für ein kurzes Gespräch hatte sie aber Zeit, was mich sehr gefreut hat. Und das Signieren des Buches „Absolution“ war natürlich nur noch Formsache. Vielen lieben Dank Frau Welsch.

So endete die Buchmesse für mich mit sehr vielen Büchern, einem wunderbaren Erlebnis und der totalen Erschöpfung. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht so viel Neues und Interessantes zu sehen. Übrigens war „Absolution“ das erste Buch, das ich auf der Buchmesse entdeckte.

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The Crüxshadows – 20.09.2017 – Das Bett Frankfurt

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Das Bett in Frankfurt, welches nicht weit von der Galluswarte entfernt ist, zählt eher zu den kleineren Musikclubs in Frankfurt. Rein von der mir gebotenen Optik hätte ich die Kapazität dem Nachtleben gleichgesetzt. Aber tatsächlich können hier bis zu 450 Menschen Platz finden. Demnach passen hier 200 mehr hinein als in das Nachtleben. Bislang war mir aber auch dieser Club nicht von innen bekannt. Das sollte sich aber ändern.

Zu Beginn, als ich an den Menschen vorbeiging, die vor dem Eingang standen, dachte ich mir, dass ich womöglich nicht ganz zu diesem Klientel, das sich mir optisch darbot, dazupasse. Auch bei der Kartenkontrolle und dem Blick hinein fühlte es sich erst Recht so an. Aber nach und nach gesellten sich auch Menschen in das Bett, die Alltagskleidung, wie Jeans und Hemd, trugen, die nicht die Farbe schwarz hatten. Aber direkt vorweg sei gesagt, dass ich positiv überrascht war, wie freundlich und auch durchaus höflich die am stärksten gekleideten Goths waren.

So gesellte ich mich unter das „dunkle“ Volk nah an die Bühne und durfte ab 20 Uhr die Vorband des Abends hautnah erleben, hören und sehen. Bekannt war mir die Band mit dem Namen „Godex“ nicht. Dies ist aber nicht wirklich verwunderlich, da Goth Rock eher weniger mein Genre ist, das ich höre. Jedoch ist Abwechslung immer etwas Gutes; ständig das Gleiche auf Dauer ist auch nicht unbedingt schön.IMG-20170920-WA0021

Bemerkenswert fand ich persönlich, dass die Sprech- und Gesangsstimme von Tommy Tom wirklich sehr unterschiedlich war. Er mag zwar etwas mager wirken, aber seine Gesangsstimme ist dunkel und durchaus kraftvoll. Die Songs schienen mir durchaus basslastig, haben aber ebenfalls sehr schöne Passagen, in welchen die E-Gitarre zum Tragen kommt.

IMG-20170920-WA0023Lange musste ich überlegen an wen mich die Band vom Stil her erinnerte. Das war natürlich etwas schwierig für mich, da ich, wie bereits erwähnt, eher weniger aus der Szene kenne. Aber nach und nach hatte ich den Eindruck, dass die Melodie und auch Teile des Gesangs in die Richtung von „The 69 Eyes“ gehen. Nur sicher war ich mir da absolut nicht. Interessanterweise ergab sich in einem spontanen Gespräch nach dem Auftritt von Godex mit einem anderen Gast, dass auch er den Eindruck hatte, die Band sei nahe an „The 69 Eyes“. Okay, also so falsch lag ich dann doch nicht mit meinem Eindruck. Sicherheitshalber habe ich eine Bekannte von mir gebeten, sich die Band einmal anzuhören und ihre Vergleichsmeinung zu erfahren. Corinna meinte, dass es eine Mischung aus HIM, The 69 Eyes aber vor Allem Type O‘ Negative sei, die sie da raushört. Dazu muss ich sagen, dass Corinna eine deutlich größere Tiefe zu dieser Szene und Musikrichtung hat, als ich sie habe.

IMG-20170920-WA0026In ihren 30 Minuten haben Godex sehr schöne melodische Stücke gespielt, bei denen die Tiefe des Gesangs von Tommy sehr gut passte. Leider schien mir, dass insbesondere das Mikro mit der Zeit immer schwächer wurde. So war es gegen Ende des 30minütigen Auftritts für mich eher schwieriger ihn deutlich zu hören. Die anderen Instrumente waren hingegen gut abgestimmt, sodass ich nicht behaupten möchte, die Tontechnik hätte hier fehlerhaft gearbeitet. Für mich war es jedenfalls ein sehr angenehmes Aufwärmprogramm. Ausserdem bin ich der Überzeugung, dass Fans des Goth Rock und insbesondere solcher Bands wie „HIM“, „Type O‘ Negative“ und „The 69 Eyes“ mit Godex eine weitere auf ihre Liste hinzufügen können, wenn noch nicht geschehen.

Kurze Informationen zu Godex:

Genre(s):  Alternative, Gothic, Rock

Herkunft:  Bochum, Deutschland

Gründung:  2009

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Tommy Tom

Bass:  Ingo Hey

Gitarre:  Alexander Leu

Schlagzeug:  Dirk Hartel

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Während der Umräumphase auf der Bühne, die ebenfalls ca. 30 Minuten dauerte, ging ich hinaus um frische Luft zu schnappen. Dort traf ich auf jemanden, der ebenfalls eine E-Zigarette hatte und wir kamen ins Gespräch. Themen wie die E-Zigarette, die Vorband Godex und ein kleiner Erfahrungsaustausch ließen die Wartezeit kürzer erscheinen. Rund 10 Minuten, bevor sich die Crüxshadows auf die Bühne begeben würden, war ich wieder drinnen und sucht mir ein nettes Plätzchen. Aber es war schon ein wenig los auf der Bühne: die weiblichen Mitglieder der Crüxshadows waren bereits eifrig dran ihren Instrumente den letzten Feineinstellungsschliff zu geben und verschwanden dann auch wieder hinter der Bühne.

Licht aus – Spot ähm, okay, noch nicht an. Aber man sah die Bandmitglieder schon auf die Bühne spazieren. Sie nahmen ihre Positionen ein und dann kam auch endlich das Licht hinzu. Flackerndes rotes Licht; aber da fehlte noch jemand. Der Sänger selbst war noch nicht auf der Bühne. Dennoch erklangen die ersten Töne des Songs „Helios“ und siehe da, Rogue ist nun auch auf der Bühne und hat in seinen halben Handschuhen auch zwei Lampen eingearbeitet. Großer Applaus und ganz viel Jubel waren zu hören.

Die ersten Songs kamen definitiv vom neuen Album „Astromythology“ und wurden hintereinander weg von der Band performt. Nur wenige Sekunden trennten die Songs, welche vom Beifall und Jubel begleitet wurden. 20170920-20170920_212515

Während des ganzen Auftritts war permanent Leben auf der Bühne. Bis auf die beiden Damen, die am Keyboard und den Perkussions war, wanderten die anderen vier immer hin und her und stellten sich auch einmal auf eine kleine Empore. Während Johanna Moresco (E-Violine) sehr verführerische Blicke in Richtung Kameras machte, war Rogue ständig unterwegs. Von links nach rechts, auf die kleine Empore und wieder runter. Aber er kletterte auch am Bühnengerüst nach oben. Zwar nicht sehr hoch, aber er machte es einfach. Genauso sah man ihn auch von der Bühne hinunterspringen und einmal quer durch das Publikum laufen während er weitergesungen hat. Das machte er übrigens öfter. Wirklich genial war dabei, dass er zwischen zwei Songs einfach mal hinter die Bar gegangen ist und sich einen Hocker geholt hat. Diesen stellte er recht mittig zwischen die Gäste, sprang hinauf und verbrachte den kompletten nächsten Song singend auf dem Barhocker. 20170920-20170920_214309

Es besteht jedenfalls kein Zweifel daran, dass er und die Band sehr großen Spaß daran haben auf der Bühne zu stehen und ihre Musik live zu performen. Bis dahin fehlte mir aber ein wenig die Aufforderung durch die Band zumindest mitzuklatschen. Bewegung war bei den Fans ohnehin schon da. Jedoch war ich es bisher von den anderen Konzerten gewohnt, dass diese Aufforderungen schon recht früh kamen. Das änderte sich aber nachdem Rogue eine Pause zwischen den Liedern ausnutzte um die Band vorzustellen und etwas über sie und das neue Album zu erzählen. Er machte das sogar auf deutsch und erntete dafür sehr viel Applaus der Zuschauer.

Rogue hat eine sehr sympathisch charismatische Art. Ob dies beim Reden oder während der Songs ist, bei welchen er sich durch das Publikum drängelt. So sprach er davon, dass das aktuelle Album das beste sei, das sie gemacht haben. Natürlich verwies er auch auf all das schöne Merchandise und sagte zum Abschluss „…alles kaufen heute“. Insgesamt war sein nicht ganz perfektes Deutsch und die Art und Weise wie er sich, die Band und das Drumherum präsentierte, sympathisch und lustig.

Nach dieser Ansage ging es auch musikalisch weiter. Sogar meine Lieblingssongs, die mich damls überhaupt auf diese Band gebracht haben, welche eigentlich so gar nicht mein Genre ist, wurden gespielt. Und ab dieser Zeit wurde auch häufig von mehreren Bandmitgliedern das Mitklatschen angestimmt. Die Zeit verflog wirklich sehr schnell bei diesem Konzert. Rogue kam noch einige Male hinunter ins Publikum und auf der Bühne war immer noch sehr viel Bewegung. Und auf einmal war Schluss. Da gehen sie einfach hinter die Bühne. Sollte es das wirklich gewesen sein? Die Gäste im Bett applaudierten nun ununterbrochen, gefühlt über mehrere Minuten und da kann die Band doch nicht anders, als wieder hervorkommen und noch zwei weitere ihrer Stücke zum Besten geben. 20170920-20170920_220858

Den Stimmungshöhepunkt setzte die Band beim letzten Song selbst, als sie die Zuschauer aus den vorderen Reihen nach und nach auf die Bühne holten, die dort mit der Band zusammen tanzten. Nach Abschluss des Songs, der auch das Ende des Konzerts nach gut 80 Minuten darstellte, gab es auf der Bühne noch viele Umarmungen mit der Band, Selfies und kurze Gespräche.

Im Übrigen war die Tontechnik so genial eingestellt gewesen, dass man durchaus hätte denken können, dass da auf der Bühne Playback stattfindet. Es war weder zu laut noch zu leise und jedes Instrument war deutlich und gut hörbar; ebenso der Gesang. Großes Lob von mir an die Tontechnik – das wurde super gemacht.

Das ganze Paket, das die Crüxshadows geliefert haben, hat mich sehr beeindruckt, mir sehr gefallen und sehr viel Spaß gemacht, sodass ich definitiv sagen kann, dass ich diese Band mit Sicherheit nicht das letzte Mal live gesehen habe und dass mir diese Band noch besser gefällt als vorher.

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Kurze Informationen zu The Crüxshadows:

Genre(s):  Synth-Rock, Electro-Pop, Dark-Wave

Herkunft:  Florida, USA

Gründung:  1992

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Rogue

Keyboard, Gesang:  Jen Jawidzik

Gitarre, Hintergrundgesang:  Victoria Whitford

E-Violine:  Johanna Moresco

E-Violine:  David Russell Wood

Perkussion, Hintergrundgesang:  Jessica Lackey