Spiel gedreht und in der Verlängerung gewonnen. Die Löwen Frankfurt siegen 3:2 gegen Kaufbeuren

So positiv die Überschrift auch klingt, so verschenkt ist der eine Punkt, den man durch die Verlängerung an Kaufbeuren abgegeben hat. Ein weiteres Mal ist es das Thema Chancenverwertung. Obwohl die Statistik sagt, dass Kaufbeuren in diesem Spiel öfter aufs Tor schoss, schien mir die Qualität der Chancen, die die Löwen im gesamten Spiel generierten, die deutlich höhere zu sein.

Aber der Reihe nach, denn vor dem Spiel wurde der Frankfurter Torwart Bastian Kucis als Spieler des Monats November vorgestellt. Seine gute Fangquote hat die Experten wohl überzeugt.

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Dass Frankfurt und Kaufbeuren Tabellennachbarn sind, konnte man auch auf dem Eis erkennen, wobei die Gäste den besseren Start erwischten und in der 4. Spielminute in Führung gingen. Ich konnte zunächst gar nicht wirklich erkennen, wie der Puck ins Tor gegangen war, aber es schien auch für die Schiedsrichter nicht ganz eindeutig gewesen zu sein, die sich kurzer Hand dazu entschieden, sich das ganze nochmal beim Videobeweis anzusehen. Relativ schnell schien entschieden, dass das Tor gegeben werden konnte, da der Puck von der Kufe des Goalies ins Tor ging, somit regulär war.

Etwas kurios wurde es etwas später auf der anderen Seite, als der Puck zwar im Tor der Kaufbeurer landete, aber von einem der Hauptschiedsrichter in selbiges abgelenkt wurde. Es sollte eigentlich ein Schuss in die Rundung werden, dem der Schiedsrichter so nicht ausweichen konnte und damit ein Tor für die Refs erzielte. Selbstverständlich kann das kein Tor sein und das Regelwerk sieht dies auch so vor. (Regel 73 Absatz 2)

In den nächsten Minuten spielten die Löwen eine recht aggressive Unterzahl, bei der sie sogar den Konter versuchten. Jedoch ging der Puck verloren und es ergab sich eine 2 auf 1 Situation, die mit einem weiteren Treffer für die Gäste vollendet wurde.

Die Antwort darauf folgte in nur 14 Sekunden. Da feierten die Spieler aus Kaufbeuren noch das 2:0 aus ihrer Sicht und einmal nicht aufgepasst, netzte Carter Proft für die Löwen zum Anschluss ein.

Das Spiel verlief im ersten Drittel weiterhin auf Augenhöhe, aber weitere Treffer blieben aus.

Dafür brannten die Frankfurter zu Beginn des zweiten Drittels ein Chancenfeuerwerk ab, das so viele hochkarätige Möglichkeiten mit sich brachte, welche jedoch ein ums andere Mal vergeben wurden. Erst eigene Strafzeiten machten der Chancenproduktion ein Ende. Danach ging es aber munter weiter, doch zunächst ohne Torerfolg.

Glücklich war für die Löwen, dass der Gast aus Kaufbeuren in dieser Phase selbst kein Tor erzielte und somit das Auslassen der Chancen Frankfurts folgenlos blieb.

Erst kurz vor Ende des Drittels, als man schon fast nicht mehr damit rechnete, fiel der Ausgleich zum 2:2 in Überzahl. Es sah so aus, als könnte Kaufbeuren klären, doch blieb der Puck hängen und landete per schönem Pass bei Tousignant, der noch mutterseelenallein im Slot stand und den Puck gekonnt im Tor unterbrachte.

Bei all den qualitativ hochwertigen Chancen hätte es für Frankfurt durchaus zu einer Führung reichen können, mit der man den Sieg praktisch buchen hätte können. Häufig zeigten aber auch die Spieler ihre Unzufriedenheit und Frustration darüber, in dem sie fragende oder ungläubige Blicke schweifen ließen oder den Schläger gegen die Bande oder auf das Eis hämmerten.

Das letzte Drittel war indes spannend, weil beide Mannschaften ein offenes Spiel machten. Es gab Chancen für beide und je näher das Ende der regulären Spielzeit kam, umso gravierender war es, dass keiner das Tor treffen konnte. Auch hier ließen die Löwen wieder viel liegen.

So ging es in die Verlängerung, welche die Löwen aufgrund ihres guten Offensivdrucks für sich entscheiden konnten. Kaufbeurens Torwart wollte den Puck von hinter dem Tor über die Rundung spielen. Dieser landete jedoch bei einem Löwen, der schnell in den Slot spielen konnte, von wo der Siegtreffer nur noch Formsache war.

Das Spiel war gedreht, der Sieg eingefahren, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der eine Punkt, den sich Kaufbeuren erkämpfen konnte, doch ein Verlust für die Löwen darstellt.

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 3:2 n.V. (1:2 1:0 0:0 1:0)

0:1 Jere Laaksonen ( Florin Ketterer , Alexander Thiel ) EQ 03:35
0:2 Jere Laaksonen ( Julian Eichinger ) PP1 09:02
1:2 Carter Proft ( Adam Mitchell , Mathieu Tousignant ) EQ 09:16
2:2 Mathieu Tousignant ( Maximilian Faber , Eduard Lewandowski ) PP1 39:31
3:2 Lukas Koziol ( Matthew Pistilli ) EQ 63:02

Zuschauer: 4.874

Mangelhafte Chancenauswertung begünstigt 2:3 Niederlage der Löwen Frankfurt gegen die Bietigheim Steelers

Der Besuch des amtierenden 2. Liga Meisters aus Bietigheim zum Gastspiel in Frankfurt am vergangenen Freitag versprach ein spannendes und interessantes Spiel. Dies wurde auch geliefert und 4.873 Zuschauer sahen ein packendes Spiel, das von beiden Seiten mit Körpereinsatz und vielen Torchancen gespickt war.

Aber zunächst wurde Frankfurts neuer Goalie, Ilya Andryukhov, vorgestellt und begrüßt. Für ihn war es natürlich ein großartiger Einstand, direkt gegen eine Spitzenmannschaft starten zu dürfen. Er war es auch, der in der Anfangsphase des Spiels die Chancen und Schüsse auf sein Tor entschärfen konnte. Damit konnte er sich schnell die Gunst der Frankfurter Fans sichern.

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Auch auf der anderen Seite stand ebenfalls ein Ilya im Tor, Ilya Sharipov. Auch dieser hielt, was zu halten war im ersten Drittel. Dieses endete trotz zahlreicher und guter Torraumszenen auf beiden Seiten mit 0:0. Dabei zeigte sich, dass beide Mannschaften durchaus körperbetont agierten und damit offensiv als auch defensiv Akzente setzen konnten.

Tore und interessante Szenen gab es dann im zweiten Drittel. Wobei sich hier die Schiedsrichter auch nicht mit Ruhm bekleckert haben. Das eigentliche 1:0 für Frankfurt wurde zurückgenommen, da kurz zuvor abgepfiffen wurde. Dabei lag, meines Erachtens nach, kein Grund zur Spielunterbrechung vor. Das war sehr bitter, denn nur wenige Momente später konnten die Gäste aus Bietigheim bei angezeigter Strafe gegen Frankfurt die 1:0 Führung erzielen, wobei hier durchaus auch eine Strafe gegen Bietigheim ausgesprochen werden können. Diese Entwicklung innerhalb weniger Momente war natürlich bitter und anstatt einer Führung, stand nun der Rückstand auf der Anzeigetafel.

Ein Weltuntergang war dies gewiss nicht und die Löwen taten, was sie konnten, um den Rückstand zu egalisieren, was auch zur Mitte des Drittels funktionierte, ehe nur drei Minuten später Alexander Preibisch die erneute Bietigheimer Führung erzielte.

Zwischendurch ging es mit kleinen Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten weiter. Es passte alles wunderbar zusammen. Ein körperliches Spiel, viele Chancen auf beiden Seiten, guten Defensivaktionen, schnellem Umschaltspiel und zwei gut aufgelegten Ilyas in den Toren.

Kaum begann das letzte Drittel, konnten die Löwen ein weiteres Mal ausgleichen und gleichzeitig damit eine weitere Sturm und Drang Phase einläuten. Doch die Chancen wurden, wie schon zuvor, liegen gelassen.

Die Gäste verstanden sich auf eine gute Defensive zu setzen und mit Nadelstichen die nötigen Akzente in der Offensive zu zeigen. Bei einer Überzahl konnten sie zum dritten Mal die Führung übernehmen, die auch bis zum Ende Bestand haben sollte, da sich die Frankfurter trotz weiterer guter Chancen die Zähne ausbissen.

Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers 2:3 (0:0 1:2 1:1)

0:1 Shawn Weller ( Matt McKnight , Norman Hauner ) EQ 24:47
1:1 Antti Kerälä ( Brett Breitkreuz , Matthew Pistilli ) EQ 30:17
1:2 Alexander Preibisch ( Matt McKnight , René Schoofs ) EQ 33:01
2:2 Adam Mitchell ( Carter Proft , Dalton Yorke ) EQ 41:30
2:3 Norman Hauner ( Tyler McNeely , Benjamin Hüfner )  PP1 53:42

Zuschauer: 4.873

Glücklose Löwen Frankfurt verlieren mit 1:4 gegen Deggendorf

Nach zwei erfolgreichen Aufholjagden, die jeweils den Sieg in der Verlängerung einbrachten, stand am Dienstagabend bereits das nächste Heimspiel gegen die Gäste aus Deggendorf an.

Ganze 4.577 Zuschauer hatten sich in der Eissporthalle eingefunden. Viele von ihnen waren per „Kumpelkarte“, einer Aktion der Löwen Frankfurt für Dauerkartenbesitzer, dazugekommen.

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Die Zuschauer sahen eine Partie, in der die Löwen das Tor der Gäste Drittel für Drittel anrannten und sich Chance um Chance erspielten. Dabei blieben sie zumeist glücklos. Entweder sprang oder versprang der Puck im letzten Moment und konnte nicht über die Torlinie gedrückt werden, oder es standen eigene, als auch gegnerische Spieler im Weg und zu guter Letzt stand da noch mit Jason Bacashihua ein Goalie im Tor der Gäste, der einen Paradetag erwischt hatte. Insbesondere er ließ die Löwen im Angriff verzweifeln.

Die zumeist im eigenen Drittel eingeschnürten Gäste kamen nur selten zur Entfaltung, zeigten sich dann aber brandgefährlich. Doch zunächst verlief das erste Drittel torlos für beide Seiten.

Direkt zu Beginn des zweiten Drittel konnten die Gäste einen ihrer wenigen Angriffe mit etwas Glück, das ihnen nicht fehlte, früh den ersten Treffer erzielen. Diese Führung konnten sie sogar bis in die nächste Drittelpause mitnehmen, obwohl die Frankfurter weiter schöne und viele Angriffe auf das Gästegehäuse fuhren.

Erst im letzten Drittel in einer Überzahlsituation konnte Bacashihua zum 1:1 überwunden werden. Der Bann schien gebrochen. Doch schien er das nur, denn nach dem Ausgleich lief es wie zuvor und die Löwen bissen sich vergeblich die Zähne aus. Dafür sahen die Gäste ihre Chance die Punkte aus Frankfurt zu entführen und spielten deutlich offensiver als bisher. Insbesondere waren sie konterstark und kamen sechs Minuten vor Schluss bei einem solchen zum zweiten Tor an diesem Abend und zur erneuten Führung.

Die Entscheidung im Spiel fiel mit dem 3:1 für Deggendorf, welches durch einen Penalty erzielt wurde. Diesem ging ein Abräumer vor dem Tor bei eigener Unterzahl der Löwen voraus. Getroffen hatte Maximilian Gläßl.

Dass es die Löwen auch nochmal ohne Torwart mit mehr Druck versuchten war klar, führte aber zum Schluss nur noch zu einem weiteren Gegentreffer, der das Spiel endgültig zugunsten der Gäste entschied.

Im Nachhinein betrachtet, war es ein glückloses Spiel der Löwen, die auf einen überragenden Gästetorhüter trafen. An anderen Tagen können bei gleicher Leistung und mit etwas mehr Glück auch schon mal 10 Tore fallen.

Löwen Frankfurt – Deggendorfer SC 1:4 (0:0 0:1 1:3)

0:1 Andrew Schembri ( Dimitrij Litesov , Maximilian Gläßl ) EQ 21:17
1:1 Adam Mitchell ( Mathieu Tousignant , Eduard Lewandowski ) PP1 43:42
1:2 Andrew Schembri ( Josh Brittain , Alex Roach ) EQ 54:19
1:3 Maximilian Gläßl PS 58:05
1:4 Curtis Leinweber ( Kyle Gibbons , René Röthke ) EQ EN 59:39

Zuschauer: 4.577

Vorne solide – hinten sicher: die Löwen Frankfurt feiern einen 5:0 Erfolg gegen den EHC Freiburg

Nach den Ausflügen zum Basketball wurde es natürlich wieder Zeit für eine Sportart mit deutlich mehr Körperkontakt. Nämlich Eishockey. Mit mir verbrachten weitere 4.049 Zuschauer und natürlich Staff und Pressevertreter den Abend in der Eissporthalle. Auch „Blacky“ war mal wieder vor Ort und ein in Eile scheinender „Storch“ aka Stadionsprecher rannte zügig von A nach B über C. Aber er war pünktlich zur Mannschaftsvorstellung auf dem Eis.

Danach sahen die Zuschauer ein Spiel, das von der ersten bis zur letzten Minute optisch über alle drei Drittel hinweg gleich aussah: die Löwen bestimmten das Spiel, erarbeiteten sich Chancen und standen in der Defensive zumeist sehr sicher.

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Wurde der Puck verloren, so wurde diesem nachgegangen. Abgesichert wurde schnell, sodass der Gegner aus Freiburg nur selten in der Offensive stattfand. Größere Chancen hatten die Freiburger jedoch nicht und wenn es doch mal etwas brenzliger wurde, war Kucis mit der Fanghand zur Stelle, doch häufiger waren es die Defensivspieler, die Pucks abfingen und angreifende Freiburger von ihrem Vorhaben abhielten.

Jimmy Hertel muss mit einer Spieldauerstrafe vom Eis

Durch die aufgekommene Frustration bei den Gästen kam es hier und da zu einigen kleinen Handgemengen, welche aber schnell aufgelöst wurden. Das „Highlight“ hierbei gab es im zweiten Drittel, als sich mehrere Spieler vor Hertels Tor über einen Haufen legten und dieser, den aus seiner Sicht Schuldigen Tousignant, als Boxsack benutzte. Da er dies auch dann noch fortsetzte als Tousignant, der sich ohnehin nicht wehren konnte in dieser Situation, schon in Schutzhaltung war, gab es Folgerichtig die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen ihn.

Das war übrigens das erste Mal in all den Jahren, in denen ich Eishockey schaue, dass ein Torwart diese Strafe bekam. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 2:0 für die Löwen.

Apropos Tore, die fielen natürlich auch. Dabei dauerte es schon eine gute Viertelstunde ehe das erste Tor fiel. Es war in einer Überzahlsituation, in der es eine schöne Passstafette gab, welche von halblinker Position abgeschlossen wurde. Zuvor waren die Versuche knapp am Tor vorbeigegangen oder der zu dem Zeitpunkt noch im Tor stehende Hertel verhinderte den Einschlag.

Auch im zweiten Drittel erspielten sich die Löwen viele Chancen und ein strammer Schuss von halbrechter Position, der einem Strich glich, schlug wortwörtlich im Tor ein. Der wäre wahrscheinlich auch durch den Fanghandschuh gegangen.

Ebenfalls im zweiten Drittel, als die Löwen die 5minütige Überzahl spielten, konnten sie binnen 26 Sekunden von 2:0 auf 4:0 erhöhen. Da gab es für Matthias Nemec, der nun das Freiburger Tor hütete, nicht viel zu halten.

Im letzten Drittel wurde es etwas langsamer angegangen, doch auch in diesem war ein Angriff erfolgreich. Pistilli überwand Nemec nach gut sieben Minuten und stellte auf 5:0, gleichermaßen der Endstand in diesem Spiel.

Löwen Frankfurt – EHC Freiburg 5:0 (1:0 3:0 1:0)

1:0 Maximilian Faber ( Eduard Lewandowski , Daniel Spang ) PP1 14:37
2:0 Maximilian Eisenmenger ( Eduard Lewandowski , Daniel Spang ) EQ 26:16
3:0 Adam Mitchell ( Maximilian Faber , Eduard Lewandowski ) PP1 34:45
4:0 Maximilian Faber ( Eduard Lewandowski , Daniel Spang ) PP1 35:11
5:0 Matthew Pistilli ( Tim Schüle , Dalton Yorke ) EQ 47:08

Zuschauer: 4.049