Die alte Heimat: Football in Köln bei den Crocodiles, die von den Gästen aus Dresden zu Schuhen und Handtaschen verarbeitet wurden. Bericht zum GFL Nord Spiel der Cologne Crocodiles gegen die Dresden Monarchs vom 01.07.2018

Das war mal ein Football-Wochenende gewesen. Am Samstag noch von Frankfurt nach Schwäbisch Hall und wieder zurück, um am Sonntag nach Köln zu fahren. Natürlich auch wieder mit Rückfahrt nach Frankfurt. Oder anders gesagt: ca. 800 Kilometer und zwei Footballspiele. Aber gelohnt hatte sich diese Strecke allemal.

Zu den Bildern des Spiels

Zu den Bildern der Cheerleader

Auch am Sonntag war es sonnig und heiß und Wolken gab es irgendwie überhaupt nicht am Himmel. Nach gut zwei Stunden Fahrt kamen wir am Stadion an und schon ging es auch durch die Tore hinein. Die große Haupttribüne warf einen leichten Schatten auf den Rand des Spielfelds und direkt am Eingang kam schon ein leckerer Duft entgegen, denn genau dort gibt es das leckere Essen. Aber auch Getränke und noch andere Kleinigkeiten lassen sich finden. Gefallen haben mir auch die beiden Fanartikelstände. Bei einem gab es Trikots und mehr und bei dem anderen eher kleinere Sachen, wie Kappen, T-Shirts, Schlüsselbänder usw. Nun, ich mag Kappen, also schaute ich mal, ob ich da eine finden kann. Und tatsächlich gab es da eine schicke für gerade einmal neun Euro. Na das ist mal ein Schni- Schna- Schnäppchen. (Na, wer versteht diese Anspielung? Hehe)

Nun hatte ich etwas Grünes auf dem Kopf, das mich vor einem möglichen Hitzschlag schützen konnte und mit Football zu tun hat. Perfekt. Währenddessen füllte sich die große Tribüne auch und sah dadurch sehr voll aus. Es waren 1.535 Zuschauer im Stadion, doch es wirkte nach mehr. Eine Trommlergruppe von Fans der Crocodiles machte schon lautstark Stimmung, aber es waren auch viele Fans aus Dresden mit angereist. Das ist nicht nur erwähnenswert, sondern auch lobenswert. Schließlich ist das nicht gerade ein Kurztrip.

KCCDM010718-1Ich fühlte mich schnell wohl in Köln und in diesem Stadion, zumal Köln durchaus meine zweite Heimat sein könnte, wen ich dort öfter wäre. Jedenfalls zeigten die Cheerleader zunächst ihr Können auf dem Feld ehe wenige Momente später beide Mannschaften einliefen. Die Dresdner kamen aus der Mitte der Haupttribüne heraus und die Kölner durch eine Ecke aus einem Helm. Genauso wie die Frankfurter, nur in anderen Farben.KCCDM010718-4

Nach dem Einlauf beider Mannschaften wurde eine Deutschlandflagge auf den Platz gebracht. Nanu? Und was passiert nun? Oh, die Nationalhymne wird gesungen. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, aber sehr interessant, dass das in Köln so gehandhabt wird.

KCCDM010718-6Das hatte irgendwie was, aber ich war dann doch auch froh, als die Mannschaften den Platz betraten, damit das Spiel losgehen konnte. Und das ging auch ziemlich schnell los. Die Dresdner bekamen den Ball und peilten schnurstracks die Endzone der Kölner an. Es war gerade einmal eine Spielminute vorbei, als der erste Touchdown für die Gäste auf der Anzeigetafel stand. Das ging schnell. Immerhin wurde der Versuch eines Extrapunktes geblockt, sodass es nur 0 zu 6 stand. Aber offensiv waren die Krokodile recht zahnlos und bissen sich ohne Zähne an der Defensive der Gäste aus, die ein ums andere Mal jegliche angriffsversuche unterbinden konnte.

Diese Dominanz der Gäste zeigte sich insbesondere im Laufspiel, gegen das die Kölner nur sehr selten ein Mittel fanden. So zog sich das erste Viertel mit der Dominanz Dresdens bis zu einem Punktestand von 0 zu 20. Und so, wie das Spiel auf dem Feld aussah, musste man schon besorgt um die Kölner sein, dass dies am Ende keine wolkenkratzerhohe Niederlage werden würde.KCCDM010718-11

Im zweiten Viertel wechselte der Ballbesitz zunächst nur zwei Mal, da sich die Angriffsreihen mühsam mit Yards ernährten. Die heimischen Krokodile wollten gewiss nicht sang- und klanglos untergehen und stemmten sich gegen die Offensive der Gäste aus Dresden. Es gelang den Kölnern schließlich die Offensive auf den Platz zu bekommen und die ersten Punkte zu erzielen. Knapp drei Minuten vor der Halbzeitpause konnten sie auf 7 zu 20 verkürzen. Doch was in der Folge geschah, ließ die Kölner Fans bis zur Halbzeitpause verstummen und die Gästefans euphorisch jubeln.

Was passierte denn? Nun, die Gäste aus Dresden schafften es tatsächlich binnen dieser kurzen Zeit drei Touchdowns zu erzielen. Jedes Mal mit dem Extrapunkt und sie eilten damit auf 41 zu 7 davon. Das war schon eine überragende Darbietung aller Spieler der Monarchs, wogegen man sich fragen musste, wo die Spieler Kölns in diesen drei Spielminuten gedanklich waren.

CheersCC010718-17Zwischendurch gab es immer wieder mal eine Auszeit und damit die Gelegenheit, sich die hübschen Damen von Cologne Cheerdance anzusehen, die selbst schon feststellten, dass es an diesem Tag nicht viel zu lachen gab. Zumindest nicht für die Fans der Heimmannschaft. Während einer Auszeit tanzten sie ausnahmsweise Mal nicht und da rief schon ein Dresdner Fan, dass es doch die Zeit für die Cheerleader sei. Es half leider nicht, die Mädels erholten sich noch etwas.

KCCDM010718-26Auch half das Kölner Maskottchen noch nicht, auch wenn das Krokodil immer wieder versuchte die Stimmung trotz des trüben Spielstandes bei heiterem Sonnenschein zu verbessern. Immerhin versuchte er sein Bestes.

Die Pause verging sehr schnell und ich fragte mich, ob es noch eine Reaktion von den Kölnern geben würde. Noch einmal rankommen, das Spiel in die Hand nehmen und zeigen, dass auch ihre Offensive punkten kann. Und genau das passierte erstmal auch. Die Kölner bekamen den Ball und brauchten drei Minuten für die nächsten sieben Punkte. Der Punkteabstand war zwar noch groß, aber der Start in die zweite Halbzeit schien gelungen. 14 zu 41.

Aber auch die Defensive zeigte sich besonnen und ließ die Dresdner nicht weit kommen. Dafür war der anschließende Punt nahe an der Endzone, wo die Kölner ihren Drive starten mussten. Das machte aber nichts, denn sie brauchten nur exakt einen Spielzug, einen Pass und einen Lauf über 97 Yards für die nächsten sieben Punkte. Da hatte auch die Defensive der Gäste absolut nicht damit gerechnet. 21 zu 41 stand es dadurch. Sollte sich da etwa etwas anbahnen?KCCDM010718-52

Erstmal nicht, denn die Dresdner zeigten mit ihrer mittlerweile zweiten Garnitur auf den Schlüsselpositionen, dass auch diese Spieler durchaus für einen schnellen Drive auf dem Platz gut sind und Punkte machen können. 21 zu 48, doch ans Aufgeben dachten die Kölner noch nicht. Die Kölner spielten den nächsten Angriff sehr gut aus und kamen direkt zu Beginn des letzten Viertels zu weiteren Punkten, aber ließen mögliche Extrapunkte liegen.

Nach dem Free Kick durch Köln konnte der Return nicht gestoppt werden. So passierte es tatsächlich, dass der direkte Gegenzug ebenfalls zu Punkten führte und binnen weniger Sekunden die gute Arbeit in der Offensive wieder zunichtegemacht wurde. 27 zu 55 stand es da und das Spiel war spätestens mit diesem Touchdown entschieden.

In der Folge ließen es die Dresdner auch etwas ruhiger angehen, kamen aber noch zu einem Field Goal, das den Endstand von 27 zu 58 auf die Anzeigetafel brachte.KCCDM010718-36

Auffallend war, dass dieses Spiel von beiden Mannschaften durchaus schneller war, als die meisten Spiele in der GFL Süd. Ist die GFL im Norden immer noch stärker einzuschätzen als der Süden? Schade irgendwie, dass es keine Quervergleiche unter der Saison gibt. Das könnte durchaus für die Top Teams in beiden Gruppen zu Stolpersteinen werden. Das wäre vermutlich eine Überlegung wert, aber ob das finanziell und organisatorisch realisierbar wäre steht auf einem anderen Papier.

Aber in Köln ist es schön. Das Stadion ist gut erreichbar, die Stadt immer wieder sehenswert und auch der Football macht Spaß. Und beim nächsten Mal ist die Tribüne hoffentlich bis zum letzten Platz gefüllt. Ich werde wiederkommen und vielleicht erneut im Anschluss an das Spiel einen Kurzbesuch bei Verwandten unternehmen.

Ach ja, wenn man Zeit hat und mit der bahn in Richtung Frankfurt fahren muss, dann nehmt bei gutem Wetter doch eine, die am Rhein entlangfährt. Die Ausblicke, die man auf der Rheinseite genießen kann, sind immer wieder schön.

Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen – 22.12.2017

Freitagabend, kurz vor Weihnachten. Was gibt es Schöneres, als in der Eissporthalle zu sein und sich ein Eishockeyspiel anzusehen? Viele andere Menschen, um genau zu sein 4.772 (mit mir dann 4.773), dachten das gleiche und besuchten das Spiel zwischen den (Land)Löwen und den Eislöwen.

LFDE221217 (1 von 21)Dass nur wenige Tage vorher bei den Frankfurtern Rich Chernomaz bis zum Ende der Saison, und somit bis zum Auslaufen seines Vertrages, beurlaubt und für ihn Franz-David Fritzmeier mit sofortiger Wirkung eingestellt wurde, kam für Außenstehende überraschend. Letzterer übernimmt das Amt des Sportdirektors und soll zukünftig auch die Jugendförderung in Frankfurt nach vorne bringen. Ob sich dies schon auf die Mannschaft ausgewirkt hatte?

Zum ersten Drittel:

Frankfurt startete gut in dieses Spiel und wollte schnell ein Tor erzielen. Die Chancen dafür gab es. Doch diese wurden vergeben oder nicht gut ausgespielt. Selbst bei einer doppelten Überzahl gelang es ihnen nicht den Puck über die Torlinie zu befördern. Zu verspielt und zu inkonsequent wurden die Schüsse auf das Tor abgegeben. Der Dresdner Schlussmann hatte es meist mit leichter Beute zu tun.

Dresden hingegen agierte ruhig und eher zurückhaltend, konnten jedoch ihrerseits ebenfalls gute Tormöglichkeiten herausspielen und zeigten den Frankfurtern, wie einfach ein Überzahltor erzielt werden kann. Okay bei diesem Tor hat der Torpfosten seinen Teil dazu beigetragen, aber der Puck war drin und das war entscheidend.

LFDE221217 (12 von 21)In der Folge bot sich auf dem Eis dasselbe Bild wie zuvor auch: Frankfurt agiert und vergibt Chance um Chance, und Dresden spielt bedacht und konnte sogar fast das zweite Tor erzielen. Aber erneut war es an diesem Abend der sehr gut aufgelegte Frankfurter Schlussmann, der ein weiteres Gegentor verhindern konnte. Mi dem Spielstand von 0:1 ging es in die erste Pause.

 

Zum zweiten Drittel:

Außer, dass die Mannschaften die Seiten gewechselt haben, blieb alles gleich. Wobei sich die Dresdner etwas mehr zurückzogen aber dennoch Großchancen kreieren konnte. Wie häufig Frankfurts Torwart Gegentore mit seinen großartigen Reflexen verhindern konnte, hatte ich nicht mitgezählt. Aber es waren viele.

Aber auch auf der anderen Seite zeigte der Mann im Tor der Dresdner tolle Saves und Paraden und brachte die Frankfurter Offensive langsam zum Verzweifeln. Wieder schossen sie aus allen möglichen Lagen auf das Tor, doch der Puck wollte einfach nicht den Weg in selbiges finden.

Das Spiel an sich war recht ruhig und fair, es gab wenige Unterbrechungen. Beide Mannschaften zeigten auch gesunde körperliche Härte. Dennoch kam nur wenig Spannung auf. Zwar wirkten die Frankfurter auf dem Eis überlegen, aber was sie aus den Chancen machten, war schon sehr fahrlässig.LFDE221217 (14 von 21)

Zur Hälfte des Drittels durfte Frankfurt in Überzahl spielen und kam auch hier zu Chancen. Dann endlich war es soweit: Tor für Frankfurt und der 1:1 Ausgleich stand auf der Uhr. Aber dieses Tor änderte nicht viel am Spiel beider Mannschaften. Es blieb bei den drückenden Frankfurtern und auch die Dresdner spielten weiter konzentriert ihren Stiefel und scheiterten zumeist am Frankfurter Torwart, der sich anscheinend fest vorgenommen hatte, seinen Kasten sauber zu halten.

So lief das Spiel weiter, bis es in die zweite Pause ging. Der Spielstand 1:1

 

Zum dritten Drittel:

Dasselbe Spiel, das gleiche Bild. Es mag schon komisch klingen, dass die Mannschaft mit den meisten Toren in der Liga ein Problem mit der Chancenverwertung hat, aber es war wirklich so. Die Schüsse der Frankfurter kamen viel zu häufig aus Positionen, aus der ein Torwart die Pucks herunterpflücken und sichern konnte. Zwar gab es auch hier und da richtig gute Chancen, aber dann wurde das Tor gänzlich verfehlt.

Die Dresdner machten ihre Sache gut und hatten auch Chancen. Vermutlich hätten sie auch getroffen, wenn Hannibal Weitzmann nicht in einer derart bestechenden Form wäre.

An besseren Tagen hätten die Frankfurter bereits mindestens fünf Tore geschossen; an schlechteren wahrscheinlich mindestens fünf kassiert.

So endete auch dieses Drittel mit dem gleichen Bild, aber torlos. Zur Entscheidungsfindung brauchte es die Overtime.

 

Zur Overtime:

Wie jedes Mal wird diese von beiden Teams bedacht und vorsichtig angegangen. Absicherung; nicht den entscheidenden Fehler machen. Und dann passiert dieser doch. Aus dem eigenen Drittel heraus starten die Frankfurter eine schnelle Offensive, während die Dresdner ihre Mühe haben hinterher zu kommen. Der erste Schuss geht noch knapp am Tor vorbei; aber im Stile eines Bauerntricks gelingt es dem Angreifer der Heimmannschaft den Puck zum 2:1 Sieg im Tor unterzubringen.LFDE221217 (21 von 21)

So viele vergebene Chancen; so unspektakulär und dennoch ein interessantes Spiel.

Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen 2:1 n.V. (0:1 1:0 0:0 1:0)

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Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen – 22.09.2017

Vor dem Spiel waren die Rollen verteilt: die Löwen aus Frankfurt gingen als Favorit mit zwei Siegen aus zwei Spielen und 5 Punkten in den 3. Spieltag, während die Dresdner mit einer Auswärtsniederlage in Nordhessen und einem Heimsieg in die Saison gestartet sind. Aber am Anfang der Saison kann man gewiss noch nicht von „dem“ Favorit in so einem Spiel sprechen.

Die Frankfurter haben mit Sicherheit ihre Stärken in der Offensive, was bereits 11 geschossene Tore in zwei Spielen belegen. Die Defensive hingegen scheint jedoch noch nicht sehr stabil zu sein, worauf die bereits kassierten sieben Gegentore hindeuteten.

Bei den Dresdnern sind Offensive und Defensive, zumindest den Zahlen nach, ausgeglichen bei fünf geschossenen und fünf kassierten Toren.

Nun denn, auf ging es zur und in die Eissporthalle um zu sehen, ob meine grobe Einschätzung am heutigen Abend zutreffen würde. (Diashow am Ende des Beitrags)

Zum 1. Drittel:

Vor 3.810 Zuschauern ging es also los: Löwen gegen Löwen, oder anders gesagt; Frankfurt gegen Dresden.

Das Spiel war gerade einmal 22 Sekunden alt, da gab es schon die erste Strafe gegen Frankfurt. So etwas gab es doch schon letzte Woche gegen Bietigheim. Jedoch konnten die Dresdner aus der frühen Überzahlmöglichkeit kein Kapital schlagen. Im Anschluss, nach der Strafe, machte Frankfurt das Spiel. Streckenweise sah es dabei so aus, als hätten sie in Überzahl gespielt, da der Puck ungehindert gepasst werden konnte und die Dresdner Spieler nur hinterherliefen. Es ergaben sich gute Chancen, jedoch war oftmals der letzte Pass unpräzise. Die größte Chance war ein Schuss von der linken Seite, welcher kurz vor der Torlinie geklärt werden konnte. Aber auch Frankfurt konnte aus dem Offensivdrang nichts Zählbares auf die Anzeigetafel bringen und drosselte ein wenig das Tempo.

20170922-20170922_194032Während die Dresdner nun etwas besser ins Spiel kamen und nicht mehr nur auf den Konter warteten, ergaben sich mehrere gute Chancen und tatsächlich auch das 0:1 aus Frankfurter Sicht. Der Spielverlauf war bis hier hin praktisch auf den Kopf gestellt mit diesem Zwischenstand. Kurz darauf waren die Frankfurter aber in Überzahl und dieses lief sehr gut. Schnelle Pässe, freie Räume und ein Schuss aufs Tor, bei dem der Puck dieses Mal die Linie überquerte. Ausgleich 1:1 und die Zuschauer erwachten wieder zum Leben. Im Anschluss schien das Spiel insgesamt ausgeglichener mit Chancen auf beiden Seiten. Circa 2einhalb Minuten vor Ende des ersten Drittels verletzte sich ein Dresdner Spieler und blieb im eigenen Drittel liegen. Während fast jeder dachte, dass das Spiel durch die Schiedsrichter unterbrochen werden würde, spielten die Dresdner den Angriff zu Ende. Der Abpfiff zur Unterbrechung des Spiels erfolgte nicht, dafür landete der Puck im Tor der Frankfurter, die in dieser Situation irritiert schienen und es stand 1:2. Zwar bemühten sich die Frankfurter bis zum Ende des Drittels noch um den erneuten Ausgleich, dieser wollte aber nicht fallen. Somit blieb es beim 1:2 aus Frankfurter Sicht zur ersten Drittelpause.

Zum 2. Drittel:

Im zweiten Drittel bot sich ein ähnliches Bild wie bereits im ersten Drittel. Frankfurt erzeugte Druck und bestimmte das Spiel während Dresden auf Kontermöglichkeiten warteten. Es fehlte jedoch die zwingende Chance. In die Frankfurter Angriffsbemühungen kam eine Strafe gegen sie, die in der Folge von den Dresdnern aber nicht ausgenutzt werden konnte. Im Gegenzug gab es gleich zwei aufeinanderfolgende Strafen gegen Dresden, die Frankfurt zu einer 5 gegen 3 Überzahlmöglichkeit einlud. Doch diese konnte ebenfalls nicht genutzt werden, da die drei Dresdner Verteidiger ihre Arbeit sehr gut machten und direkte Schusswege zustellten. Stattdessen bekam Frankfurt eine Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis und so nahmen sie sich selbst den Vorteil. Weiter ging es mit 4 gegen 3, dann vier gegen vier bis schlussendlich Dresden in Überzahl spielen konnte. Aber das Spiel war nun von beiden Seiten eher zerfahren und beide Mannschaften konnten keine zwingenden Chancen herausarbeiten. Zwar war zu erkennen, dass die Spieler Frankfurts gewillt waren, jedoch an ihrer eigenen Komplexität im Spiel scheiterten. Somit blieb dieses Drittel torlos und der Spielstand von 1:2 hatte weiterhin Bestand.

Zum 3. Drittel:

Die Pausenansprache in der Frankfurter Kabine hatte anscheinend gewirkt. In den ersten Minuten des Drittels machten sie noch mehr Druck und strahlten bei ihren Angriffsbemühungen noch mehr Dominanz aus als vorher. Jedoch wollte der ersehnte Ausgleichstreffer noch nicht fallen. Viele gute Chancen und Schüsse verfehlten das Tor nur knapp. Dresden war zu diesem Zeitpunkt in die Defensive gedrängt. Dies führte zu einer weiteren Überzahl der Frankfurter, das sie sehr gut spielten, aber nicht mit einem Tor krönten. Die Spielweise des Überzahlspiels konnten sie auch dann noch weiter ausüben, als Dresden bereits wieder komplett war. Und auf einmal war der Puck im Tor. Großer Jubel in der Eissporthalle, welcher aber verebbte, als klar war, dass die Schiedsrichter den Videobeweis für diesen möglichen Treffer konsultieren wollten. Bange Momente im Hallenrund, die sich in Freude auflösten, als der Schiedsrichter wieder aufs Eis kam und das Tor anerkannte. Ausgleich zum 2:2.

Das Spiel lief nun genauso weiter. Frankfurt hatte mehr Spielanteile und Dresden wartete auf eine Kontermöglichkeit. 20170922-20170922_212310(0)Doch dann gab es für Dresden ein Überzahlspiel, das sie dieses Mal deutlich besser spielten und sich dabei gute Chancen erarbeiteten. Doch der Torerfolg blieb aus. Kurz nachdem die Frankfurter wieder vollzählig waren, machte sich einer von ihnen an der linken Bande entlang auf den Weg zum Dresdner Tor und packte einen satten Schuss aus, der auch im Gehäuse zappelte. Das überraschende 3:2 in dieser Situation. Nun musste Dresden mehr machen als nur auf einen Konter zu warten. Und die Frankfurter Defensive half tatkräftig bei den Offensivbemühungen der Dresdner mit. Häufig wurde sorglos und teilweise auch grob fahrlässig gespielt. Dies führte zu mehreren Chancen für Dresden und auch zu einem Alleingang auf das Tor der Frankfurter, welcher nur durch ein regelwidriges Eingreifen verhindert wurde. Der folgende Penalty wurde jedoch vom starken Torhüter der Frankfurter abgewehrt.

Weiter gab es Chancen auf beiden Seiten, die aber keine Erfolge brachten. Im Zuge der letzten Sekunden des Spiels wechselten die Dresdner ihren Torhüter für einen weiteren Feldspieler aus. Aber auch das half in der Folge nicht weiter. Frankfurt machte zwei Sekunden vor Schluss den Sack endgültig mit einem Treffer in das leere Tor zu. Somit stand es 4:2. Dies war dann auch der Endstand.

Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen 4:2 (1:2 0:0 3:0)

 

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Die Offensive der Frankfurter scheint stark aber noch nicht konstant zu sein. Weiterhin fehlt, wie auch schon im ersten Spiel angemerkt, eine Art Knipser vor dem Tor. Es wird zudem auch wichtig sein, den Fokus auf eine gefestigte Verteidigung zu legen, da diese bei einem nominell stärkeren Gegner, solche Sorglosigkeiten nicht zeigen sollte. Dresden hingegen wird es schwer haben bei den Top Teams der Liga mitzuhalten, wenn sie nicht gerade zum Toreschießen eingeladen werden. Ein Platz im Mittelfeld sollte aber realistisch sein.

Playoffs und das letzte Heimspiel des Jahres

Dieses Mal eine Mischung aus Erlebnis- und Spielbericht.

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Anspannung, Aufregung, Nervosität und der Wermutstropfen, dass das kommende Spiel der Frankfurt Universe gegen die Dresden Monarchs das letzte Heimspiel der Saison sein sollte. Also hieß es für mich ganz klar: das Beste aus diesem Tag machen.

Trikot angezogen, Kamera eingepackt und dieses Mal den Haaren einen feinen Ton lila untergemischt. Perfekt! Leider hat sich bei der Hinfahrt zum Stadiongelände mit der Straßenbahn herausgestellt, dass sich nicht alle Umstände beeinflussen lassen. Einen Anschluss verpasst und dann eine halbe Stunde auf den nächsten warten müssen. So kam ich natürlich viel zu spät für den Hauptteil der Power-Party an, die im Prinzip, was das Bühnenprogramm betraf, schon so gut wie vorbei war. Sehr schade, da ich gerne vorab schon ein paar Eindrücke vom Bühnenprogramm aufgenommen hätte. Also gut, positiv sehen, denn zum Spiel war ich selbstverständlich noch überpünktlich. Zunächst hieß es Bekannte begrüßen, also Marc, Christian und Peter und das dieses Mal im Presseraum.

Richtig gelesen: im Presseraum. An dieser Stelle ist als aller Erstes mein Dank an Herrn Uwe Lange gerichtet, der mich bei diesem Spiel in den Pressebereich eingeladen hat. Aber nicht nur den Pressebereich durfte ich mir ansehen, nein, ich hatte auch die Möglichkeit das Spiel von einem der Presseplätze aus zu verfolgen. Dazu gleich mehr.

So ein Presseraum ist schon gemütlich. Für das leibliche Wohl der Fotografen wird gesorgt. Schon mal sehr vorbildlich. Und was gab es da noch großartig zu sehen? Menschen mit Kameras, Fotoequipment, Laptops und auch eine Art Podium, auf dem nach dem Spiel die Pressekonferenz abgehalten wird.

Aber bevor einem noch langweilig wurde in diesem Raum, haben wir uns noch ein wenig unter das Volk gemischt und siehe da, wen haben wir getroffen? Randie Agnew! Sofort gegenseitig erkannt, gegrüßt und leider festgestellt, dass er gar nicht spielen wird können. Eine Verletzung hinderte ihn daran. Wirklich sehr schade für den sehr sympathischen Spieler der Universe. Nachdem wir uns kurz unterhalten haben, musste er auch schon zur moralischen Unterstützung zur Mannschaft. Wir nahmen ebenfalls den gleichen Weg, wenn auch etwas langsamer, und ich sah mir das Aufwärmprogramm beider Teams an. Aber auf einem Nebenplatz war noch etwas zu sehen: die Gäste haben nicht nur Spieler, sondern auch ein paar ihrer eigenen hübschen Cheerleader mitgebracht. Hier und da war auch ein Fan der Monarchs zu sehen, aber die größere Gruppe, die sich angekündigt hatte, konnte ich nicht finden. Wahrscheinlich war ich dafür tatsächlich insgesamt etwas zu spät, wie sich auf der Tribüne bestätigen sollte. Apropos Tribüne und Presseplatz: anstatt ganz unten im Block C, befinden sich diese Plätze im Block D am oberen Rand der Tribüne. Zwar ist der Platz nicht ganz so luxuriös wie im Block C, dafür gibt es aber ein kleines Tischlein, auf dem man seine Utensilien ablegen kann. Zu meiner Rechten saßen anscheinend die Herren vom GFL Radio. Oder doch vom eigenen Livestream? Jedenfalls hatten sie einiges zu erzählen.

Ich muss sagen, dass man von diesem Platz aus eine sehr gute Übersicht auf das Spielfeld hat, sogar deutlich besser als auf einem der Plätze ganz unten. Darf ich diesen Platz für die kommende Saison abonnieren, Herr Lange?20170917-IMG_5594

Immerhin konnte ich mir an diesem Tag die Aufführung der Cheerleader von Beginn an ansehen. Durch den Besuch am davorliegenden Mittwoch beim Training der jungen Damen, wusste ich schon welche Choreographie auf der Tagesordnung stand, aber in ihrer Arbeitskleidung und mit dem dazugehörigen Equipment sah das noch um einiges besser aus. Zu den Cheerleadern gesellte sich noch eine Stepptanzgruppe aus Nürnberg, die wirklich eine laute Sohle auf ihr mitgebrachtes Parkett gelegt haben. Wirklich eine sehr schöne Darbietung von allen. Ach ja, an diesem Spieltag habe ich besonders viele Bilder der Cheerleader gemacht. Eine eigene Galerie gibt es auch als kleine Wiedergutmachung für die eher schwachen Bilder vom Trainingstag. (Anfänger hinter der Kamera)

Zur Galerie der Cheerleader bitte >>HIER<< klicken.

20170917-IMG_5530Nach den hübschen Ladies gab es noch ein paar Takte schöne Punkrockmusik von der Gruppe elfmorgen. Das ging schon mal in die Richtung meines Musikgeschmacks, sehr schön – mehr davon bitte! Den drei Jungs an den Instrumenten hat es ziemlich viel Spaß gemacht vor der gut gefüllten Haupttribüne zu spielen.

Nur noch wenige Minuten, dann sollte es losgehen. Da war sie auch wieder, die Aufregung, die wieder größer wurde. Also ein bisschen ablenken und durch das Stadionrund schauen. Siehe da, quer gegenüber waren sie, die vielen Dresdner Fans. Es waren doch mehr da, als ich dachte. Wenn man bedenkt, dass sie für das Spiel eine Anreise von 5 Stunden oder gar mehr in Kauf genommen haben, gibt es von mir großen Respekt dafür. Das würden nicht viele machen. Schön euch zumindest aus der Ferne gesehen und natürlich auch gehört zu haben.20170917-IMG_5543

Das Einlaufen der Gäste wurde mit einem euphorischen Jubel vom Gästeblock zelebriert. Selbstverständlich gab es auch von den Rängen der Frankfurter Applaus, wenngleich etwas weniger euphorisch. Aber dann wurde es auch hier laut, denn die Spieler der Universe liefen geschlossen aufs Feld. Es ging also los. „Do or die“ – gewinnen oder Saison vorbei. Das galt nun für beide Mannschaften und auch der Takt meines Pulses war höher.

An dieser Stelle überspringe ich mal meine Eindrücke vom Spiel selbst. Schließlich möchte ich dem Presseplatz gerecht werden und so dachte ich mir: „Versuch doch mal einen eigenen, individuell subjektiven Spielbericht zu schreiben.“ Und genau das gibt es weiter unten zu lesen.

Nach dem Spiel stand ich vor dem Presseraum und habe die Spieler beider Teams in die Kabinengänge verschwinden sehen. Einige von ihnen mit enttäuschten Gesichtsausdrücken und andere trugen ihren Schnauzbart mit Stolz. Wobei Letzteres auf so ziemlich alle Spieler der Frankfurter zutraf. Eine kleine Abwandlung des allseits beliebten Playoffbarts in Form eines Schnurrbarts. Steht übrigens nicht jedem. Aber der Zweck heiligt die Mittel, nicht wahr? Und wer weiß wie lang diese Bärtchen noch werden.

20170917-IMG_5939Im Anschluss habe ich mir noch die Pressekonferenz angesehen, in welcher es um das Spiel des Tages ging aber auch schon eine Vorschau auf das nächste Spiel der Frankfurter in Braunschweig gemacht wurde. Einigkeit herrschte bei der Aussage, dass Frankfurt im Spiel gegen Braunschweig nichts zu verlieren hat und das Spiel natürlich gewinnen will, auch wenn es ungemein schwierig wird. An dieser Stelle mal ein kleines Wortspiel für Braunschweig: es wird lila-laut am Samstag – versprochen. (Hoffentlich reiße ich meine schriftliche Klappe nun nicht zu weit auf) Aber ich freue mich schon auf das Spiel in Braunschweig und natürlich auch auf die Veranstaltung und das Drumherum an sich. Drückt mir die Daumen, dass meine Gesundheit mitspielt und ich dort auch ankomme, damit der erste Bericht aus einer anderen Spielstätte geschrieben werden kann.

Zum Abschluss des Tages gab es noch ein weiteres Gespräch mit Randie Agnew, dem ich auf diesem Weg die besten Wünsche zur Genesung ausrichte, damit er vielleicht doch am Samstag einsatzbereit ist. In Braunschweig wird jeder gebraucht.

Mit einem Glücksgefühl ging es dann für mich nach Hause. Nun muss ich herausfinden, wie ich am besten nach Braunschweig und vor Allem wieder zurück von dort nach Hause komme.

 

Mein Spielbericht zum Spiel der Frankfurt Universe gegen die Dresden Monarchs:

Vor dem Spiel war für Dresden die Favoritenrolle schnell geklärt, denn diese wurde nach Frankfurt geschoben, wenngleich die Statistiken durchaus ein recht ausgeglichenes Spiel zweier spielstarker Mannschaften versprach.

Erstes Viertel:

20170917-IMG_5619Dresden durfte den ersten Drive (Bezeichnung für das Angriffsspiel) fahren. Dieser dauerte recht lange und kam nur schleppend voran, da die Defensive der Frankfurter auf der Höhe war und keine großen Raumgewinne zuließ. Die Angriffsbemühungen der Dresdner wurden bei diesem Versuch gänzlich gestoppt, so dass der Ball an die Frankfurter abgegeben werden musste, welche nun ihrerseits den ersten Angriff des Spiels ausführen durften. Die ersten zwei Versuche waren erfolglos. Hatte Jaleel Awini, Quarterback (Bezeichnung des Spielmachers einer Mannschaft) der Frankfurter einen schlechten Tag erwischt? Anscheinend doch nicht, denn im dritten Versuch gelang der Frankfurter Offensive der benötigte Raumgewinn zu einem neuen ersten Versuch. Insgesamt dauerte auch dieser Angriffszug sehr lange, da auch die Defensivabteilung der Dresdner nicht besonders viel zulassen wollte. Dennoch gelang der Frankfurter Offensive der Touchdown in diesem Drive und den Extrapunkt mit dem Schuss durch die „Stimmgabel“ ließ man sich auch nicht nehmen. Somit 7:0 für Frankfurt durch David Giron (Touchdown) und André Feuerherdt (Extrapunkt) und nur noch weniger als zwei Minuten verbleibend in diesem Viertel. Nun bekam natürlich Dresden den Ball und der Return (Ball wird von einem Spieler gefangen, der in Richtung Endzone des Gegners läuft) war hervorragend und brachte die Dresdner Offensive schon recht nah an die Frankfurter Endzone heran. Eine Strafe gegen Frankfurt, die Dresden noch näher an die Endzone brachte, konnte die Dresdner Offensive ausnutzen und ihrerseits mit dem Lauf in die Endzone (Touchdown), sowie dem Extrapunkt abschließen. Da stand es nun 7:7 durch Mike Schallo (Touchdown) und Florian Finke (Extrapunkt) – das erwartet ausgeglichene Spiel war zu diesem Zeitpunkt eingetreten. Da es nur noch wenige Sekunden waren, bekam Frankfurt den Ball für den Return und schon waren die ersten 12 Spielminuten vorüber.

 

Zweites Viertel:

20170917-IMG_5710Mit einem Angriff der Frankfurter Offensive begann dieses Viertel. Dieser lief wesentlich besser als der erste Drive und konnte recht zügig mit einem Touchdown abgeschlossen werden. 14:7 für Frankfurt durch Silas Nacita (Touchdown) und André Feuerherdt (Extrapunkt). Nun konnten die Dresdner ihrerseits den Angriff starten um den Rückstand zu egalisieren. Und dieser Angriff lief gut, sehr gut, viel zu gut aus Sicht der Frankfurter, die den Offensivdrang der Gäste nicht eindämmen konnten. So gab es die Auszeit der Frankfurter. Neue taktische Anweisungen oder Umstellungen? Jedenfalls half dies nicht und beinahe wäre Dresden auch der Touchdown gelungen. Nur wenige Zentimeter vor der Endzone konnte der angreifende Spieler Dresdens gestoppt werden. Aber jetzt zeigte sich die Stärke der Frankfurter Defensive, die nicht nur den möglichen Touchdown verhinderten, sondern im zweiten Versuch Dresdens sogar deren Quarterback Garrett Safron am Pass oder Lauf hinderten und ihn zu Boden brachten. (Quarterback Sack). Raumverlust für Dresden und der dritte Versuch bei diesem Angriffsversuch blieb ebenfalls erfolglos. So entschieden sich die Dresdner für ein Field Goal Versuch (3 mögliche Punkte) durch die „Stimmgabel“ und waren damit auch erfolgreich. Spielstand 14:10 durch Florian Finke. Erneut durfte sich die Frankfurter Offensivabteilung beweisen. Aber dieser Drive stotterte ganz schön, denn es gab viele Unterbrechungen und Strafen gegen Frankfurt, die unnötiger nicht hätten sein können. Viele Raumverluste, die den Weg zu einem neuen ersten Versuch nach Raumgewinn erschwerten. Aber auch die Dresdner zogen Strafen, wie zum Beispiel durch Abseits (Spieler startet zu früh in seiner Bewegung). Dadurch gab es wiederum Raumgewinne für Frankfurt. Jedoch gab es mehr Strafen gegen Frankfurt als gegen Dresden. Dennoch konnte Jaleel Awini, der Quarterback Frankfurts, mit seinen Läufen sehr häufig große Raumgewinne erzielen. Dennoch machten es die Strafen für Frankfurt nicht leicht und sogar ein schön herausgelaufener Touchdown wurde durch eine solche unnötige Strafe zu Nichte gemacht. Keine weiteren Punkte und nur noch wenige Sekunden auf der Uhr. Passend zu dieser Situation war auch der Field Goal Versuch erfolglos. Somit stand es zur Halbzeit 14:10 für Frankfurt.

 

Zum dritten Viertel:

In diesem Viertel waren beide Defensivreihen sehr stark und ließen nur sehr wenig zu. Das Spiel fand überwiegend im mittleren Bereich des Spielfelds statt. Während der erste Angriff der Frankfurter bereits an der Mittellinie zum Erliegen kam, endete der gute Angriff der Dresdner mit einer Interception (Der Ball wird vom Gegenspieler gefangen und nicht vom eigenen Spieler) an der 21 Yard Linie der Frankfurter. Diese konnten jedoch abermals ihren Angriff nicht erfolgreich ausspielen. Die Verteidigung der Dresdner ließ wenig zu und die unnötigen Strafen gegen Frankfurt halfen der eigenen Offensive ebenfalls nicht weiter. Dieses Viertel ging schnell vorbei und brachte keinem Team Punkte ein. Somit hielt sich der Halbzeitstand von 14:10 für Frankfurt weiter.

 

Zum vierten Viertel:

20170917-IMG_5782Die letzten 12 Minuten des Spiels. In diesem Viertel sollte sich nun entscheiden, wer ins Halbfinale nach Braunschweig fahren darf (oder muss). Die Frankfurter haben sich wohl einiges vorgenommen und konnten in Form von Jaleel Awini durch einen grandiosen langen Lauf große Raumgewinne erzielen. Da sah die Verteidigung der Dresdner nicht besonders gut aus. Mit diesem Drive holten sich die Frankfurter ihre nächsten Punkte, obgleich die Verteidigung Dresdens alles versuchte dies zu verhindern. Zwar war es fraglich gewesen, ob es überhaupt ein Touchdown war, da die Situation unübersichtlich wurde. Die Schiedsrichter hatten viel zu besprechen wo sich nun Spieler und Ball unter dem Haufen Menschen befanden. Hauptschiedsrichter Sauer bestätigte aber das, was die Spieler Frankfurts schon gesehen haben wollen: Touchdown und ein neuer Spielstand von 21:10 für Frankfurt durch Jaleel Awini (Touchdwon) und André Feuerherdt (Extrapunkt). Jetzt hieß es für Dresden unbedingt punkten, da sonst Gegner und Spielzeit davonlaufen würden. Aber die Offensive der Dresdner schien ob des Drucks punkten zu müssen gehemmt und der Angriff lief in die falsche Richtung, die eigene Endzone. Die Defensive der Frankfurter war ein Bollwerk, dass die Dresdner bis kurz vor die eigene Endzone drängte. Es gelang sogar den ballträger der Dresdner in ihrer Endzone samt Ball zu Boden zu bringen. Dies war eine hervorragende Safety und brachte Frankfurt zwei weitere Punkte und den nächsten Angriffsversuch ein. Spielstand 23:10 für Frankfurt durch die Safety von Tyler Stoddard. Der Druck auf Dresden wurde nun knapp acht Minuten vor Ende größer während sich die Frankfurter bei ihren eigenen Angriffsbemühungen recht viel Zeit ließen um die Uhr runterlaufen zu lassen. Aber die Dresdner Verteidigung stemmte sich leidenschaftlich gegen weitere mögliche Punkte Frankfurts und drängte die sehr weit Offensive zurück. 20170917-IMG_5904Aber eine unglückliche Aktion, die vielleicht durch fehlende Konzentration oder Frust zu erklären ist, brachte Frankfurt zurück ins Spiel und durch die Strafe gegen Dresden für das zu späte Angehen des Quarterbacks zu einem neuen ersten Versuch. Kurz darauf wurden der Frankfurter Offensive weitere Yards und Raumgewinne geschenkt. Straftatbestand: unsportliches Verhalten. Hier war nun definitiv Frust im Spiel. Weitere Zeit verstrich und Frankfurt entschied sich dafür ein Field Goal zu erzielen um weitere drei Punkte auf die Anzeigetafel zu bringen. Dieser Versuch war erfolgreich und erhöhte den Spielstand auf 26:10 durch André Feuerherdt. Lediglich vier Minuten und elf Sekunden blieben den Dresdnern um das Spiel zu drehen. Eine kolossale Aufgabe bei der Frankfurter Defensive. Diese lud die Dresdner aber geradezu zum Punkten ein und zog erneut mehrere unnötige Strafen. Den Touchdown zum 26:16 erzielte Joseph Bergeron. Aber mehr war nicht drin. Nun durfte Frankfurt wieder und hatte erneut alle Zeit der Welt bei gerade einmal noch 1:31 zu spielen. Ball halten, Uhr runterlaufen lassen und selbst nichts mehr zulassen. So lief die Uhr auf Null runter und Frankfurt steht das erste Mal in seiner Vereinsgeschichte im Halbfinale und trifft dort auf Braunschweig in Braunschweig.