Die Klingenstädter und das Derby zum letzten Heimspieltag. Bericht zum GFL 2 Nord Spiel zwischen den Solingen Paladins und den Langenfeld Longhorns vom 25.08.2018.

Was hat mich denn nach Solingen getrieben? Nun natürlich war es Football, aber auch die Heavenly Force Cheerleader haben ihren Teil dazu beigetragen, dass mich der Ort doppelt interessiert hatte.

Also war es mal an der Zeit einen weiteren Weg auf mich zu nehmen und nach Solingen zu fahren. Und ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht worden bin. Aber eins nach dem anderen.

Bilder: Umgebung, Aufwärmen, EinlaufSolingen Paladins vs. Langenfeld Longhorns

Bilder: Heavenly Force Cheerleader Solingen

Die erste Aufgabe war nämlich das Ankommen in Solingen, was die Bahn mit Verspätung erledigte. Dort aber erwartete mich bereits Marc und gemeinsam ging es zur Jahnkampfbahn, dem Spielort der Paladine. Kaum dort angekommen erwartete uns eine schmucke Sportstätte, in welcher sich bereits die ersten Zuschauer versammelten.

SolingenLangenfeld-vds-1Wir sahen uns ein wenig um und fühlten uns von Beginn an sehr wohl. Das war schon ein gutes Zeichen. Direkt am Eingang war auch der Fanartikelstand, bei dem es „Ritterbrause“ in der Dose gab. Ein isotonisches Getränk mit Grapefruit und Zitronengeschmack. Auf der Dose selbst das Logo der Paladine. Sieht gut aus und schmeckt auch noch. Was es nicht alles gibt.

Den Fanartikelstand steuerte ich etwas später erneut an, denn da wurde es Zeit auch mal die Umgebung zu fotografieren. Ich kam nicht umher mir eine Kappe der Paladine zuzulegen, da diese lediglich 15 € kostete und durchaus eine solide Qualität aufwies. Aber es gab nicht nur das Getränk und die Kappe, sondern viel mehr. Praktisch alles, was das Fanherz begehrt: Vom Trikot bis hin zu einer Einkaufstasche ist alles dabei. Und die Preise sind sehr fair. Dafür mal ein Lob an dieser Stelle.

Ich unterhielt mich auch mit einem sehr freundlichen und sympathischen Verkäufer, der sich um die Fanartikel kümmerte. Er berichtete davon, dass gerade die günstigen und kleinen Fanartikel am häufigsten über die Ladentheke wanderten. Das Gespräch handelte aber nicht nur von Fanartikeln, sondern allgemein vom Football im Norden und Süden und von der Fankultur. Ein tolles Gespräch.

SolingenLangenfeld-vds-5Aber nicht nur schöne Fanartikel gab es, nein auch gutes und leckeres Essen. Selbstverständlich Burger, wie es sich bei dieser Sportart nun mal gehört. Wie gut, dass bereits jemand einen Burger hatte und eindeutig zeigte, dass sie ebenfalls von guter Qualität sind.

Langsam wärmten sich beide Mannschaften auf, während es einen kurzen Schauer gab, der keinen so wirklich zu stören schien. Die Tribüne füllte sich und auch auf der Gegenseite wurden es immer mehr Gästefans. Man konnte sehr gut erkennen, dass es ein Spiel zweier nicht weit auseinander liegenden Mannschaften war. Es werden gut und gerne, nach meinem Schätzungsgefühl und der Aussage eines langjährigen Fans, um die 1.500 Menschen da gewesen sein, die sich das Spiel ansehen wollten.

Während sich so langsam wieder die Sonne zeigte, kamen auch die Ladys auf das Spielfeld, die eine kleine Pre-Game Show zeigten, die sich wirklich sehen lassen konnte. Oder war die Sonne extra für sie wieder hervorgekommen? Fliegende Haare, ganz viele strahlend lächelnde Gesichter und viele Tanzbewegungen, die von den Zuschauern mit dem verdienten Applaus honoriert wurden.HeavenlyForce250818-8

Zeit für die Hauptakteure des Tages: die Spieler. Zunächst durften Gäste auf das Feld laufen. Natürlich jubelten die Fans aus Langenfeld ihrer Mannschaft zu, doch im Vergleich zum Einlauf der heimischen Paladine, war das ein zartes Pflänzchen, das noch wachsen muss. -> Solingen Paladins Umgebung, Aufwärmen, Einlauf 25.08.2018

Nach dem Münzwurf konnte es auch schon losgehen.

Zunächst bekamen die Solinger auch gleich den Ball. Aber beide Seiten konnten sich nicht so wirklich entscheiden, wer nun den Vorteil für sich beanspruchen wollte und so ging zu Beginn erstmal das muntere Punten auf beiden Seiten los.

So wie der Ballbesitz wechselte, wechselten sich auch die Fanlager auf beiden Seiten ab. Und das sehr lautstark. An Unterstützung von den Rängen fehlte es also auf beiden Seiten nicht.

Die Zeit verstrich daher zunächst ohne besondere Vorkommnisse. Doch dann gelang den Gästen ein sehenswerter Angriff, der beinahe zum Erfolg geführt hätte. Doch der Abwehrchef der Paladine wusste dies zu verhindern. Aber in einem weiteren Versuch war es dann doch der gewünschte Erfolg, also ein Touchdown, den die Gäste verbuchen konnten. Den Extrapunkt ließen sie sich nicht nehmen.SolingenLangenfeld25082018-13

Nun verstrich die Zeit erstmal wieder, bis das erste Viertel zu Ende war. Kurz vorher konnten sich jedoch die Paladine das Angriffsrecht sichern. Dieses nahmen sie in das zweite Viertel mit und starteten fulminant mit den ersten eigenen Punkten und dem Ausgleich zum 7:7.

Nun kamen die Klingenstädter besser in das Spiel hinein, zeigten sich defensiv und offensiv von einer hervorragenden Seite. Sie ließen erstmal keine weiteren Punkte zu und stoppten die Angriffsversuche der Gäste recht schnell. Dafür konnten sie selbst in der Offensive glänzen und sogar mit einem weiteren Touchdown nach einem schönen Pass auf 13:7 erhöhen. Den Extrapunkt konnten sie in der Situation nicht mitnehmen.SolingenLangenfeld25082018-27

Den Offensivdrang der Hausherren konnten die Gäste aus Langenfeld in dieser Phase des Spiels nicht aufhalten. Sie hatten sogar ein weiteres Mal das Nachsehen, als die Paladine auf 20:7 erhöhten. Nun schienen sich die Klingenstädter ihrer Sache sicher zu sein, aber für den Moment wohl ein wenig zu sicher, denn es dauerte nicht lange, ehe sich die Gäste wieder auf der Punktetafel eintragen konnten und auf 20:14 verkürzten.

Währenddessen machte ich von beiden Seiten des Spielfelds meine Bilder und hörte auf jeder davon die Unterstützung der jeweiligen Fans. Insbesondere vor der vollen Haupttribüne war es relativ laut, denn von dort gab es Anfeuerungen ohne Unterbrechung. Selbst die Cheerdamen tanzten nicht nur, sie sahen sich auch das Spiel an und fieberten absolut mit. Das konnte man an ihren Gesten und Gesichtsausdrücken immer wieder gut erkennen.HeavenlyForce250818-28

Ich habe aber auch in einem Gespräch mit einem langjährigen Paladin Fan erfahren, dass die Stimmung nicht nur bei einem Derby so gut ist. Bei jedem Spiel wird die Mannschaft euphorisch unterstützt und die Spieler dankten es häufig mit Applaus in Richtung der Fans. Ein tolles Bild, eine tolle Stimmung. In Solingen weiß man also sehr gut, wie man American Football zelebriert.

Im dritten Viertel waren es die Solinger, die ihre Punktzahl erneut erhöhen konnten. Leider ein weiteres Mal ohne den Zusatzpunkt, denn der Football knallte an den Pfosten der Stimmgabel. 26:14

SolingenLangenfeld25082018-40Aber in einem Derby lässt man sich auch davon nicht unterkriegen und so erkämpften sich die Gäste aus Langenfeld im letzten Viertel die nächsten Punkte und es stand 26:21.

Mittlerweile wurde es dunkler und erneut begann es zu regnen. Die Lichtverhältnisse eigneten sich kaum noch zum Fotografieren und so suchten Marc und ich einen Platz auf der Tribüne um nicht durchgenässt zu werden.

Kurz zuvor hatte ich aber noch das Vergnügen mit dem bereits angesprochenen langjährigen Fan der Solinger zu sprechen. Es ging dabei um die NFL, die GFL Nord und ein bisschen auch um die GFL Süd. Unter anderem auch um die Situation in Frankfurt und ich war froh, dass ich ein bisschen Licht ins Dunkel bringen konnte. Aber was nun genau in Frankfurt mit der Universe los ist, möchte ich so im Detail gar nicht sagen. Das obliegt den Verantwortlichen des Vereins. Ich möchte einfach nur zu bedenken geben, dass die Stadt Frankfurt und der FSV Frankfurt auch darin involviert sind und eigentlich alles nur im Trio funktionieren kann. So viel dazu.

Es war ein tolles Gespräch, muss ich sagen, denn die Offenheit und auch die Einfachheit des Gesprächs führten zu einer weiteren Sympathiestufe und auch dem Bewusstsein, dass Football auch in Solingen eine Familie ist, die sich über Neuzugänge freut.

Das Gespräch wurde aber immer wieder kurzfristig unterbrochen, denn die Solinger Fans wurden lauter und lauter. Eine Interception wurde so euphorisch bejubelt, dass man es durchaus mit einem Tor bei einem Fussballspiel vergleichen kann von der Lautstärke.HeavenlyForce250818-36

Liebe Solinger: es ist absolut beeindruckend gewesen, wie sehr ihr mit dem Herzen und eurer Stimme dabei seid. Ich war in diesem Jahr bei sehr vielen Footballspielen und von der Stimmung her, die ihr bei einem Spiel macht, seid ihr absolut GFL 1(!) tauglich.

Das kam natürlich auch bei der Mannschaft an, die die letzten Minuten zur Entscheidung nutzen wollte und dies auch mit einem weiteren Touchdown und einer gelungenen 2-Point-Conversion tat. 34:21 hieß es und im leichten Regen des Solinger abends konnten sich die Klingenstädter auch den zweiten Derbysieg in dieser Saison holen.

Paladine, bleibt eurer Mannschaft weiterhin so treu und ergeben und ich bin überzeugt, dass euch der Weg in die GFL 1 auch sportlich gelingen kann und wird.

Schade, dass diese Saison kein weiteres Heimspiel mehr bei euch stattfindet. Aber wir sehen uns nächste Saison ganz bestimmt wieder, denn bei euch hat es Spaß gemacht. Das Spiel war klasse und qualitativ (von beiden Seiten) auf einem hohen Niveau geführt. Dazu die sympathische Umgebung und die tolle Stimmung. Was will man mehr? Nun, vielleicht eines: dass sich andere Mannschaften und insbesondere Zuschauer / Fanlager an eurem Herzblut ein Beispiel nehmen.

Unerwartete Spannung beim hessischen Duell in der GFL Süd. Bericht zum Spiel der Marburg Mercenaries gegen die Frankfurt Universe vom 12.08.2018

Nach Marburg mit der Bahn. So hatte ich es vor. Dass dies eine Tour wird, die deutlich länger dauern sollte, als erwartet, hatte ich nicht gedacht. Aber an manchen Tagen ist man, wenn man sich auf die Bahn verlassen will, verlassen. Da sitzt man schön in einer Bahn, die Fahrt bis zum Hauptbahnhof sollte knapp 15 Minuten dauern, dauert dann aber gute 40 Minuten und man fragt sich, ob laufen nicht eine Alternative an diesem Tag gewesen wäre. So musste ich eine Bahn später nehmen und kam dadurch leider erst ungefähr 20 Minuten nach Spielbeginn im Stadion in Marburg an. Das erste Viertel lief aber noch.

Auf dem Weg zum Stadion konnte ich durch die Bäume leichte Blicke auf das Spiel erhaschen. Doch viel interessanter war aus der Ferne die Lautstärke der heimischen Fans. Diese jubelten nicht nur einmal. Da dachte ich mir schon, dass irgendetwas Positives aus Marburger Sicht passiert sein musste. Doch was genau, das konnte ich natürlich so nicht mitbekommen.

Bilder: Marburg Mascots und Universe Cheerleader 12.08.2018

Bilder: Marburg Mercenaries vs. Frankfurt Universe 12.08.2018

Dass es tatsächlich sogar Punkte waren, die Marburg gemacht hatte, sah ich dann auf der Anzeigetafel, nachdem ich endlich im Stadion war. Nanu? 9:0 die Führung für die heimischen Mercenaries? Okay?! Ich habe also doch etwas Interessantes verpasst.

Wenn man sich an das erste Spiel in Frankfurt zurückerinnert, bei dem die Marburger chancenlos waren und dominiert wurden, war das schon eine erste Überraschung. Das erste Viertel war dann auch schon so gut wie vorbei, nachdem ich mich platzieren und die üblichen Verdächtigen, ehm ich meine Bekannten, begrüßt hatte. Außerdem konnte ich sehen, dass sehr viele Fans der Universe angereist waren, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Doch nicht nur Fans waren da, nein, auch eine kleine Gruppe der Universe Cheerleader war vor Ort und tanzte auf der Gegenseite vor und für die Frankfurter Fans.

MMCuUC12082018-20Unter ihnen, an diesem Tag aber als Betreuerin für die tanzenden Mädels, auch eine recht neue junge Dame, die seit kurzem zum Cheerleaderteam dazugehört. Ich spreche hier von Julia, die einen ungewöhnlichen, bzw. interessanten Werdegang zur Cheerleaderin gemacht hat. Sie hat zuvor schon Sport betrieben, aber nicht Tanzsport. Bodybuilding war ihr Gebiet und das erkennt man teilweise auch noch. Zwar hatte ich ein wenig Angst ihr die Hand zu geben und nach dem Händeschütteln eine zerdrückte Hand zu haben, aber ich habe mich dann doch getraut. (Ja, ich übertreibe ein bisschen) Nur noch hierzu kurz: ihr Händedruck ist durchaus kräftig, aber dafür hat sie durchaus weiche Hände.

Sie ist freundlich, sympathisch und offen. Im Prinzip auch so, wie die anderen Damen der Universe Cheerleader. Sie war übrigens auch beim letzten Heimspiel im Cheerleader Outfit und hat getanzt. Mir ist sie erst auf den Bildern aufgefallen. Oh, ein neues Gesicht. Tänzerisch scheint sie schon sehr gut integriert zu sein. Zumindest stach sie, so mein Eindruck, nicht negativ aus der Gruppe hervor – und das ist gut. Weiter so Julia.

Das Spiel ging natürlich weiter in das zweite Viertel hinein und nun mussten sich die Frankfurter etwas einfallen lassen, denn der Rückstand musste schließlich irgendwie aufgeholt werden. Und daran arbeiteten sie auch.

Die Marburger, die in dieser Saison durchaus heimstark sind, hielten aber sehr gut dagegen. So dauerte es etwas, bis sich die Mannen von Brian Caler in die Endzone durchtanken und für Punkte sorgen konnten. Durchtanken passt wirklich sehr gut, denn Andreas Betza wäre wahrscheinlich auch durch meterdicke Wände gesprungen, um diese Punkte zu machen.MMSFU120818-5

Den Extrapunkt ließ man sich nicht nehmen und kam damit auf 9:7 heran. So langsam fand auch die Frankfurter Defensive besser ins Spiel und konnte sich in der Folge auszeichnen. Aber auch auf der Gegenseite blieb die Defensive der Hausherren durchaus standhaft und hielt die Offensive der Frankfurter sehr gut fern von der eigenen Endzone. So durfte Frankfurts Kicker, Marius Duis, den Versuch wagen ein Field Goal aus gut 50 Yards zu erzielen. Ein gewagter Versuch, aber das Ding war drin! Wow, meinen Respekt dafür. Und damit lag die Universe mit 9:10 in Front.MMSFU120818-32

Das war dann auch der Halbzeitstand, denn die Defensivreihen zeigten wieder gute Arbeit auf beiden Seiten.

Ein ähnliches Bild zeigte sich auch zu Beginn des dritten Viertels, denn die Marburger konnten sich zurecht Chancen in diesem Spiel ausrechnen und das zeigten sie auch auf dem Feld. Zwar kamen sie selbst nicht zu weiteren Punkten, ließen aber wiederum kaum Raumgewinne für die Frankfurter zu, die erneut in Form von Marius Duis ein weiteres Field Goal erzielen mussten. Auch dieses aus knapp 35 Yards war gut gekickt, so dass der Spielstand auf 9:13 erhöht wurde.

Das Ende des dritten Viertels war nicht mehr weit, aber es wurde nochmal sehr interessant. Zunächst konnte Frankfurts Defensive einen Pass abfangen und einen Touchdown dadurch erzielen. Kweishi Brown hatte abermals in einem Spiel mit seinem Gespür und seiner Aufmerksamkeit dafür sorgen können. Die angepeilten weiteren zwei Punkte gab es aber nicht. 9:19 und nun sah es eigentlich etwas sicherer für Frankfurt aus.MMSFU120818-36

MMSFU120818-41Doch im direkten Gegenzug hatten alle Frankfurter das Nachsehen, als Silas Nacita den Turbo anschmiss, die Frankfurter Verteidiger um kurvte und ungehindert, fast aus der eigenen Endzone heraus, für einen Touchdown auf der anderen Seite sorgen konnte. Da auch der Extrapunkt genutzt wurde, stand es nur wenige Momente später 16:19.

Zwischendurch bin ich immer wieder auch mal an den Cheerleadern Marburgs vorbeigeschlendert. Nicht nur, um das ein oder andere schöne Bildchen der jungen Damen zu machen, nein ich wollte auch mal schauen, ob ich diese Text vor dem „Defense go“ mal besser verstehen kann. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere Leser daran, dass mir dies bereits bei einem der vorherigen Spiele aufgefallen ist, dass da etwas von den Mädels angesagt wird, ich aber nicht verstehen konnte. Was ich heraushören und mir merken konnte ist, dass es definitiv ein ganzer Satz ist, der wie folgt zu Ende geht: „stand up, shout it out: Defense Go – Defense Go“ Und genau das ist Cheerleading. Gefällt mir durchaus.MMCuUC12082018-4

Nun wurde es aber auf dem Feld nochmal spannend im letzten Viertel. Ein knapper Spielstand, eine Marburger Mannschaft, die ihre Chance wittert und eine Mannschaft aus Frankfurt, die nicht den allerbesten Tag erwischt hat. Ja, das versprach Spannung; wenn auch unerwartet (das Ergebnis des Hinspiels noch im Kopf).

MMSFU120818-45Zunächst konnte aber Frankfurt glänzen und zwar mit einem wundervollen langen Pass in die Endzone, den George Robinson fing und in einen Touchdown verwandeln konnte. Der Extrapunkt war Formsache für Marius Duis. Also ich meine ja nur; wer aus 50 Yards treffen kann, der macht so einen Extrapunkt mit geschlossenen Augen auf einem Bein rückwärts – mit Salto. Damit stand es 16:26 und für den Moment schien es wieder etwas sicherer für die Men in Pu…, nein, in Orange.

In der Folge zeigten sich aber wieder die Defensivreihen in sehr guter Form und so wechselte der Ballbesitz einige Male, ohne, dass Punkte gemacht werden konnten. Erst ein Field Goal Marburgs beendete die punktlose Zeit und damit konnten sie auf 19:26 verkürzen.

Die letzten Minuten waren also nochmal spannend. Ich hätte den Mercenaries durchaus zugetraut, dass sie ein Touchdown und eine 2pt-Conversion versuchen würden, wenn es denn dazu käme. Das würde zu ihnen passen, ein Spiel so zu gewinnen. Gegen München, da waren es nur wenige Sekunden auf der Uhr, als sie das Spiel zu ihren Gunsten gedreht haben. Warum also nicht auch gegen Frankfurt? Die Chance war jedenfalls da.

Und sie war auch deswegen da, weil die Frankfurter bei ihrer eigenen Offensive nicht weit kamen. Vielleicht die Sensation vor Augen; vielleicht noch einmal etwas Überraschendes; aber das sollet nicht passieren, denn ein eigentlich gut geworfener Passversuch des Marburger Quarterbacks landete in den Händen von Joshua Poznanski, der diesen festhielt und die Interception kurz vor Schluss machte. Dadurch war der Kuchen gegessen, der Drops gelutscht. Erleichterung bei den Fans und der Universe selbst. Das hätte auch schiefgehen können.MMSFU120818-58

Die Mercenaries haben ihrerseits gezeigt, dass mit ihnen vor allem in Marburg zu rechnen ist. Respekt und Lob von mir für diese sehr starke Leistung.