Special Teams ausschlaggebend für den 5:1 Erfolg der Löwen Frankfurt gegen die Lausitzer Füchse

Ein weiteres Mal hatten die Löwen die Tabellenführung inne und dieses Mal war es kein Kellerkind, sondern eine Spitzenmannschaft, die zum Gastspiel in Frankfurt antrat.

Mit den Lausitzer Füchsen aus Weißwasser kam ein Gegner in die Mainmetropole, der sich, zumindest nach Tabellenplatzierung, als ebenbürtig erweisen sollte. Zumindest in Teilen des Spiels war dem auch so.

Das Spiel verfolgte auch ein altbekannter Gast in der Eissporthalle zwischen den 5.228 Zuschauern: Pat Lebeau. Mehr als den Namen muss man doch nicht sagen, oder?!

Hier geht es zu den Bildern des Spiels

Zu sehen war, dass die Hausherren das Spiel, wie immer, offensiv gestalteten, aber im Abschluss noch erfolglos blieben. Das hätte sich in der ersten Überzahlsituation ändern können, aber eine unglückliche Strafe beendete diese frühzeitig. Bei 4 gegen 4 schienen die Gäste etwas effektiver zu sein und spielten ihre kurze Überzahl auch gut aus. Sogar so gut, dass mit Ende der Löwen-Strafzeit auch das Tor zum 0:1 fiel.

Frankfurt blieb dennoch spielbestimmend, fand aber im ersten Drittel noch keine Antwort und hätten beinahe im zweiten Drittel das nächste Gegentor hinnehmen müssen, doch Ilya Andryukhov rettete zwei Mal kurz hintereinander mit tollen Reaktionen und beließ es bei dem einen Tor Rückstand.

Dieser Rückstand wurde kurz darauf egalisiert. Mick Köhler ließ Franzreb im Tor der Gäste keine Chance bei seinem Schuss links vor dem Tor.

Das Spiel war nun offener, beide Seiten kamen zu Chancen. Während die Löwen bei eigener Unterzahl fast den Führungstreffer erzielten, hatten die Gäste in ihrer Überzahlsituation Schwierigkeiten eine gute Schussposition zu finden. Hier zeigten die Löwen ein sehr gutes Unterzahlspiel, das aggressiv, aber nicht übermotiviert aussah.

Gut eine Minute vor Ende des zweiten Drittels nutzte Tim Schüle die Spielertraube vor dem Tor, um einen seiner starken Direktschüsse von der blauen Linie abzufeuern. Mit Erfolg. Der Puck landete zur 2:1 Führung im Netz und diese wurde in das letzte Drittel mitgenommen. Ebenso eine Strafzeit von Daniel Spang.

Aber die Unterzahl wurde zu Beginn des letzten Drittels überstanden. Dafür zeigten die Löwen einige Minuten später, wie ein erfolgreiches Überzahlspiel aussieht. Mit Druck und guten Pässen landete der Puck bei Tim Schüle, der ein weiteres Mal von der blauen Linie einnetzen konnte.

Nur eine knappe Minute später fiel das 4:1 dem eine kleine Boxeinlage zwischen Frankfurts Meisinger und Weißwassers Adam folgte. Der Punktsieg ging wohl an Meisinger, denn er bekam zwei Minuten weniger aufgebrummt, was in eine weitere Überzahlsituation für die Löwen mündete.

Auch dieses konnte erfolgreich gestalten werden, so dass die Löwen binnen 2 Minuten und 11 Sekunden drei Treffer erzielten, die das Spiel entschieden.

Zwischendurch gab es noch einen Pfostenkracher und weitere gute Chancen auf Frankfurter Seite, während sich die Gäste im Verlauf des letzten Drittels immer mehr abmeldeten und keine eigenen Akzente mehr setzen konnten.

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 5:1 (0:1 2:0 3:0)

0:1 Jordan George ( Vincent Hessler , Anders Eriksson ) EQ 11:23
1:1 Mick Köhler ( Dalton Yorke , Tim Schüle ) EQ 30:53
2:1 Tim Schüle ( Dávid Skokan , Antti Kerälä ) EQ 38:58
3:1 Tim Schüle ( Brett Breitkreuz , Dávid Skokan ) PP1 48:40
4:1 Maximilian Eisenmenger ( Kevin Maginot , Eduard Lewandowski ) EQ 49:43
5:1 Matthew Pistilli ( Dávid Skokan , Tim Schüle ) PP1 50:51

Zuschauer: 5.228

Werbeanzeigen

Wichtiger 4:1 Erfolg für die Löwen Frankfurt gegen den EHC Freiburg

Vor diesem Spiel fragten sich viele, auch ich, wie sich die Löwen präsentieren würden, denn in dieser Saison hat die Mannschaft so ihre Probleme mit den Teams aus dem unterem Tabellendrittel.

Direkt zu den Bildern des Spiels

Natürlich begannen die Löwen offensiv, wie immer. Aber es fehlte die letzte Konsequenz und so konnten die Gäste, die durchaus in der Lage waren mitzuspielen, den Führungstreffer für sich verbuchen. Der Puck wurde von der blauen Linie einfach mal aufs Tor gebracht, dort stand auch jemand etwas links versetzt vor dem Tor, ein Schuss und dieser war zum 0:1 drin.

Damit schienen die Bedenken, die viele vor dem Spiel hatten, bestätigt. Aber Frankfurts Spiel wurde besser. Einsatz und Kampf waren da und die Zuspiele funktionierten auch. So war der Ausgleich zum 1:1 nur gute drei Minuten später keine Überraschung.

Ab diesem Zeitpunkt nahmen die Hausherren mehr und mehr das Heft in die Hand und erspielten sich Chance um Chance. Doch das taten sie auch schon in vorherigen Spielen gegen die Kellerkinder. Im restlichen ersten Drittel fielen zwar keine weiteren Tore, obwohl sich die Frankfurter genügend große Chancen erspielten, aber dafür zeigten sie ein durchaus körperbetontes Spiel. Die Gäste versuchten hierbei mitzumachen, zogen aber häufiger den Kürzeren.

Im zweiten Drittel wurde das Tempo durch die Löwen angezogen und das führte auch schon nach wenigen Minuten zum 2:1. Die Pässe waren für die Gäste einfach zu schnell und direkt.

War es zuvor noch das Heft, hatten die Löwen nun einen Aktenordner in der Hand und nahmen Nemec im Tor der Gäste unter Beschuss. Dass da irgendwann ein Tor fallen musste, war abzusehen und das passierte auch. Ein Abstauber, bei dem der Goalie keine Sicht hatte, ließ Spieler und Fans jubeln.

Die Chance für die Gäste wieder heranzukommen war durch zwei aufeinanderfolgende Strafen gegen die Löwen gegeben. Doch selbige verteidigten sehr aggressiv, so dass die Freiburger gar nicht zum Zuge kamen und wenn doch, waren die Schüsse leichte Beute.

Das 3:1 hielt lange Bestand. Erst kurz vor Ende, als die Freiburger eigentlich den Torwart für einen weiteren Feldspieler rausnehmen wollten, gerieten die Gäste nochmals unter großem Druck. Anstatt mit einem Mann mehr zu agieren, zogen sie zwei Strafen und waren stattdessen mit zwei Mann in Unterzahl. Diesen Vorteil ließen sich die Löwen nicht nehmen und setzten den Schlusspunkt mit dem 4:1 durch Tim Schüle.

Dieser Sieg war sehr wichtig, denn an der Tabellenspitze bewegt sich viel. Nach diesem Spiel liegen zwischen dem Ersten und dem Sechsten gerade einmal sieben Punkte. Es kann sich also noch viel nach oben und nach unten bewegen in den letzten Spielen vor den Playoffs.

Löwen Frankfurt – EHC Freiburg 4:1 (1:1 2:0 1:0)

0:1 Josef Mikyska ( Sergej Stas , Brad McGowan ) EQ 04:56
1:1 Daniel Spang ( Mick Köhler , Mathieu Tousignant ) EQ 07:25
2:1 Antti Kerälä ( Mathieu Tousignant , Maximilian Faber ) EQ 23:17
3:1 Maximilian Eisenmenger ( Magnus Eisenmenger , Tim Schüle ) EQ 34:23
4:1 Tim Schüle ( Maximilian Faber , Adam Mitchell ) PP2 59:44

Zuschauer: 4.762

Befreiungsschlag aus der Krise (?) – Löwen Frankfurt schicken Gäste aus Crimmitschau mit 9:1 nach Hause

Ein Familientag in der Eissporthalle Frankfurt. Spielbeginn um 16 Uhr. Wie erwartet kamen viele Zuschauer, um sich das Spiel anzusehen. Doch was würde man sehen? Das war vor dem Spiel so offen, dass man eine Prognose auch mit einer Wahrsagerkugel hätte versuchen können.

Hier geht es zu den Bildern des Spiels

Auf die Frage vom Indianerhäuptling (ein Bekannter aus der Eissporthalle, seines Zeichens Fotograf. Man kennt ihn als „Mapache“ – zu finden hier: https://eishockey.mapache-photo.de/) meinte ich nur, dass das Ergebnis sozusagen in alle Richtungen offen ist.

Nach den letzten Ergebnissen und Eindrücken, von einem 8:1 gegen Ravensburg bis hin zu völlig glanzlosen und unmotivierten Auftritten, war wirklich rein gar nichts vorherzusehen.

Die über 5.000 Zuschauer sahen zu Beginn des Spiels eine Frankfurter Mannschaft, die zwar offensiv agierte, aber sichtlich verunsichert schien. Es passte, wie zuletzt, noch nicht alles; dennoch suchten sie ihr Heil im Angriffsdrittel. Dabei machten es ihnen die Gäste aus Crimmitschau aber auch relativ einfach, waren sie selbst auch nicht besonders gefährlich.

Nach knapp 11 Minuten landete ein Schuss vom linken Bullypunkt zur 1:0 Führung im Kasten der Gäste. Dan Spang, eigentlich Verteidiger, suchte den Schuss aufs Tor, fand ihn und hatte gewiss auch ein bisschen Glück bei diesem Tor. Dieses gab den Löwen merklich Sicherheit und so spielten sie offensiv weiter.

Wenige Minuten später fiel sogleich auch das zweite Tor für die Hausherren. Der Jubel von Kerälä belegte, wie gut das Tor tat. Als wäre eine schwere Last von den Schultern genommen.

Doch kurz vor Ende des ersten Drittels konnten die Gäste einen Break in Unterzahl fahren, der wohl die beste Chance im ganzen Spiel für die Gäste war. Aber der Treffer fiel nicht, denn Ilya Andryukhov im Frankfurter Tor konnte sich mit einer guten Reaktion auszeichnen. So ging es mit dem 2:0 in die Pause.

Kaum hatte das Mitteldrittel begonnen, klingelte es erneut. 3:0 in Überzahl. Die Erleichterung über erfolgreiche Offensivaktionen und Tore machte sich immer weiter bemerkbar. Und bei einer weiteren Überzahl konnte erneut getroffen werden. Lukas Koziol hatte das leere Tor vor sich, nachdem eine kleine Passstafette Verteidigung und Torwart verlud.

Nur Momente später hätte es 5:0 gestanden, aber die Schiedsrichter hatten eine Torwartbehinderung gesehen, welche stattdessen mit einer Zeitstrafe belegt wurde. Also hieß es weiter 4:0, jedoch mit Unterzahl für die Löwen. Diese spielten sie aber konsequent und großem Einsatz, so dass die Gäste fast gar nicht zum Zug kamen, vielmehr sogar aufpassen mussten, dass den Löwen nicht noch ein Treffer in Unterzahl gelang.

Aber aufgeschoben war nicht aufgehoben. Das fünfte Tor fiel dann doch, wenngleich sich die Schiedsrichter dem Videobeweis bedienen mussten. Wirklich gesehen hatte ich den Treffer auch nicht. Aber ein Hoch auf SpradeTV und LöwenTV für den Zusammenschnitt, denn da wurde ersichtlich, dass die harte Arbeit von Breitkreuz, beinahe schon fast im Tor, regelkonform war.

Der Drops war damit schon nach dem zweiten Drittel ausgelutscht und so sah das Spiel der Gäste im letzten Drittel dann auch aus. Sie fanden nicht mehr statt. So gesehen ein passender Aufbaugegner, an dem sich die Löwen auch im letzten Drittel austoben wollten. Es schien so, als spielten sie sich nochmal in einen kleinen Rausch, um die letzten Ergebnisse und den daraus entstandenen Frust mit Toren loszuwerden.

Bei doppelter Überzahl traf Koziol, kurz danach gelang Breitkreuz ein weiterer Treffer mit einem emotionslosen Schuss ins Netz und dem folgte ein weiterer Überzahltreffer von Adam Mitchell.

Beim Stand von 8:0 kann man den Gegner auch mal laufen lassen. Der Ehrentreffer gelang ihnen damit und die vielen mitgereisten Gästefans bejubelten diesen lautstark. Doch nur 24 Sekunden später stellte erneut Lukas Koziol den alten Abstand wieder her.

Es gab also Tore für die ganze Familie an diesem Tag. Doch wie dieses Ergebnis zu bewerten sein wird, zeigt sich wohl erst in den kommenden Spielen. Der letzte Kantersieg führte zu eher nicht so schönen Spielen und Ergebnissen.

Wir müssen uns überraschen lassen, aber werden auf das Beste hoffen.

Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau 9:1 (2:0 3:0 4:1)

1:0 Daniel Spang ( Adam Mitchell , Antti Kerälä ) EQ 10:45
2:0 Antti Kerälä ( Adam Mitchell ) EQ 13:39
3:0 Maximilian Faber ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 21:05
4:0 Lukas Koziol ( Matthew Pistilli , Antti Kerälä ) PP1 27:34
5:0 Brett Breitkreuz ( Matthew Pistilli ) EQ 31:32
6:0 Lukas Koziol ( Matthew Pistilli , Daniel Spang ) PP2 47:28
7:0 Brett Breitkreuz ( Matthew Pistilli , Leon Hüttl ) EQ 50:05
8:0 Adam Mitchell ( Maximilian Faber , Eduard Lewandowski ) PP1 53:38
8:1 Patrick McNally ( Rob Flick , Patrick Klöpper ) EQ 57:23
9:1 Lukas Koziol ( Eduard Lewandowski , Dalton Yorke ) EQ 57:47

Zuschauer: 5.122

Überraschende 3:4 Niederlage der Löwen Frankfurt gegen Bayreuth

Nach dem grandiosen Sieg am vergangenen Spieltag gegen Ravensburg, konnten die Löwen nun als Tabellenführer die Gäste aus Bayreuth empfangen. Aber das Spiel verlief anders, als von den meisten erwartet, denn die Gäste hatten eindeutig nicht vor, sich wie beim letzten Aufeinandertreffen in der Eissporthalle, abschießen zu lassen.

Meien Bilder zum Spiel gibt es hier

Das Spiel begann zunächst, wie es fast immer bei den Löwen beginnt: mit Offensive und den ersten Chancen für die Hausherren, die aber erfolglos blieben. Die Gäste hatten nämlich von Beginn an eine gute Verteidigungsstrategie, um den Löwen nur die einfachen Chancen anzubieten, die im Endeffekt leichte Beute für den ehemaligen Frankfurter Torhüter Brett Jaeger waren.

So lauerten sie auf Fehler der Frankfurter und konnten nach gut sechs Minuten auch einen für sich ausnutzen. Die Zuordnung passte nicht und schon stand Benjamin Kronawitter allein vor dem Gehäuse der Löwen und konnte ungehindert einnetzen.

Nach dem Gegentreffer ergab sich wieder das vorherige Bild des Spiels, bei dem die Löwen aber deutliche Konzentrationsschwächen offenbarten, die sich in schwachen und ungenauen Zuspielen zeigten. Aber sie versuchten es weiter, konnten jedoch im ersten Drittel kein Tor erzielen und hatten auch im zweiten Drittel zunächst das Nachsehen bei ihren Chancen.

Während sich die Löwen also mit ihren Chancen äußerst schwertaten, zeigten die Gäste ein weiteres Mal mit dem 0:2, wie einfach Tore schießen sein kann. Wieder ein kleiner Fehler, wieder ein Konter, wieder ein Schuss in die lange Ecke des Tores und drin das Ding.

Jedoch hätte nur kurz darauf der Anschluss für die Löwen fallen können, dich es blieb zunächst beim 0:2. Dafür zeigten die Fans ihre lautstarke Unterstützung und das wiederum peitschte das Team so richtig an.

Es zeigte sich ein kleines Feuerwerk an Chancen, das nach 32 Minuten auch endlich zum Erfolg führte, als Dalton Yorke mit einer satten Rakete vom rechten Bullypunkt unhaltbar einnetzen konnte. Für mehr reichte es in diesem Drittel aber nicht und so begann im letzten Drittel der Sturmlauf der Löwen.

Dieser schnürte die Gäste häufig ein, brachte aber keine Erfolgserlebnisse mit sich. Schlimmer noch: in Unterzahl verteidigten die Löwen recht gut, bis ein Pass den freistehenden Rajala fand, der ungehindert zum 1:3 einschieben konnte.

Erneut standen die Fans hinter ihrer Mannschaft und nur zwei Minuten später gelang bei eigener Überzahl der erneute Anschluss zum 2:3 durch Kerälä, der mit seinem Schuss ebenfalls keine Gefangenen machte.

Bitter war hingegen das 2:4 rund drei Minuten vor Schluss. Ein langer und hoher Pass, oder mehr eine Befreiung, führte zu einem 3 auf 1 Konter, bei dem die Löwen-Verteidiger völlig übertölpelt wurden und zu weit von den Gegnern standen, als dass man den nächsten Treffer hätte verhindern können. Dazu muss man aber auch sagen, dass die Gäste ihre Aufgabe wirklich sehr gut machten und mit einfachen Spielzügen als auch Schüssen zu Erfolgen kamen.

Die ersten Zuschauer verließen bereits die Eissporthalle, als die Hausherren ein weiteres Mal in Überzahl und ohne Torwart, verkürzen konnten.

Aber dabei sollte es auch bleiben, denn die Gäste verteidigten weiterhin sehr gut und solide und ließen nur das zu, was Brett Jaeger auch entschärfen konnte.

Selbiger zeigte jedoch nach der Schlusssirene, wie schnell man seine gewonnenen Sympathien binnen nur weniger Sekunden wegwerfen kann. Dass sich ein Torwart nach einem Sieg freut, ist das Eine, zusätzlich noch verhöhnende Gesten in Richtung des Frankfurter Publikums zu machen, das ihn noch zu Beginn mit Applaus willkommen hieß, eine gänzlich andere. Nötig hatte er das gewiss nicht und ich befürchte, dass er bei seinem nächsten Gastspiel nicht mehr ganz so viel Applaus erhalten wird.

Löwen Frankfurt – Bayreuth Tigers 3:4 (0:1 1:1 2:2)

0:1 Benjamin Kronawitter ( Juuso Rajala ) EQ 05:51
0:2 Nicklas Mannes ( Ville Järveläinen , Mark Heatley ) EQ 27:02
1:2 Dalton Yorke ( Eduard Lewandowski , Carter Proft ) EQ 32:35
1:3 Juuso Rajala ( Simon Karlsson , Sebastian Busch ) PP1 50:02
2:3 Antti Kerälä ( Lukas Koziol , Tim Schüle ) PP1 52:13
2:4 Mark Heatley ( Juuso Rajala , Martin Heider ) EQ 56:47
3:4 Carter Proft ( Antti Kerälä , Tim Schüle ) PP1 57:59

Zuschauer: 4.528

Spiel gedreht und in der Verlängerung gewonnen. Die Löwen Frankfurt siegen 3:2 gegen Kaufbeuren

So positiv die Überschrift auch klingt, so verschenkt ist der eine Punkt, den man durch die Verlängerung an Kaufbeuren abgegeben hat. Ein weiteres Mal ist es das Thema Chancenverwertung. Obwohl die Statistik sagt, dass Kaufbeuren in diesem Spiel öfter aufs Tor schoss, schien mir die Qualität der Chancen, die die Löwen im gesamten Spiel generierten, die deutlich höhere zu sein.

Aber der Reihe nach, denn vor dem Spiel wurde der Frankfurter Torwart Bastian Kucis als Spieler des Monats November vorgestellt. Seine gute Fangquote hat die Experten wohl überzeugt.

Direkt zu den Bildern des Spiels

Dass Frankfurt und Kaufbeuren Tabellennachbarn sind, konnte man auch auf dem Eis erkennen, wobei die Gäste den besseren Start erwischten und in der 4. Spielminute in Führung gingen. Ich konnte zunächst gar nicht wirklich erkennen, wie der Puck ins Tor gegangen war, aber es schien auch für die Schiedsrichter nicht ganz eindeutig gewesen zu sein, die sich kurzer Hand dazu entschieden, sich das ganze nochmal beim Videobeweis anzusehen. Relativ schnell schien entschieden, dass das Tor gegeben werden konnte, da der Puck von der Kufe des Goalies ins Tor ging, somit regulär war.

Etwas kurios wurde es etwas später auf der anderen Seite, als der Puck zwar im Tor der Kaufbeurer landete, aber von einem der Hauptschiedsrichter in selbiges abgelenkt wurde. Es sollte eigentlich ein Schuss in die Rundung werden, dem der Schiedsrichter so nicht ausweichen konnte und damit ein Tor für die Refs erzielte. Selbstverständlich kann das kein Tor sein und das Regelwerk sieht dies auch so vor. (Regel 73 Absatz 2)

In den nächsten Minuten spielten die Löwen eine recht aggressive Unterzahl, bei der sie sogar den Konter versuchten. Jedoch ging der Puck verloren und es ergab sich eine 2 auf 1 Situation, die mit einem weiteren Treffer für die Gäste vollendet wurde.

Die Antwort darauf folgte in nur 14 Sekunden. Da feierten die Spieler aus Kaufbeuren noch das 2:0 aus ihrer Sicht und einmal nicht aufgepasst, netzte Carter Proft für die Löwen zum Anschluss ein.

Das Spiel verlief im ersten Drittel weiterhin auf Augenhöhe, aber weitere Treffer blieben aus.

Dafür brannten die Frankfurter zu Beginn des zweiten Drittels ein Chancenfeuerwerk ab, das so viele hochkarätige Möglichkeiten mit sich brachte, welche jedoch ein ums andere Mal vergeben wurden. Erst eigene Strafzeiten machten der Chancenproduktion ein Ende. Danach ging es aber munter weiter, doch zunächst ohne Torerfolg.

Glücklich war für die Löwen, dass der Gast aus Kaufbeuren in dieser Phase selbst kein Tor erzielte und somit das Auslassen der Chancen Frankfurts folgenlos blieb.

Erst kurz vor Ende des Drittels, als man schon fast nicht mehr damit rechnete, fiel der Ausgleich zum 2:2 in Überzahl. Es sah so aus, als könnte Kaufbeuren klären, doch blieb der Puck hängen und landete per schönem Pass bei Tousignant, der noch mutterseelenallein im Slot stand und den Puck gekonnt im Tor unterbrachte.

Bei all den qualitativ hochwertigen Chancen hätte es für Frankfurt durchaus zu einer Führung reichen können, mit der man den Sieg praktisch buchen hätte können. Häufig zeigten aber auch die Spieler ihre Unzufriedenheit und Frustration darüber, in dem sie fragende oder ungläubige Blicke schweifen ließen oder den Schläger gegen die Bande oder auf das Eis hämmerten.

Das letzte Drittel war indes spannend, weil beide Mannschaften ein offenes Spiel machten. Es gab Chancen für beide und je näher das Ende der regulären Spielzeit kam, umso gravierender war es, dass keiner das Tor treffen konnte. Auch hier ließen die Löwen wieder viel liegen.

So ging es in die Verlängerung, welche die Löwen aufgrund ihres guten Offensivdrucks für sich entscheiden konnten. Kaufbeurens Torwart wollte den Puck von hinter dem Tor über die Rundung spielen. Dieser landete jedoch bei einem Löwen, der schnell in den Slot spielen konnte, von wo der Siegtreffer nur noch Formsache war.

Das Spiel war gedreht, der Sieg eingefahren, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der eine Punkt, den sich Kaufbeuren erkämpfen konnte, doch ein Verlust für die Löwen darstellt.

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 3:2 n.V. (1:2 1:0 0:0 1:0)

0:1 Jere Laaksonen ( Florin Ketterer , Alexander Thiel ) EQ 03:35
0:2 Jere Laaksonen ( Julian Eichinger ) PP1 09:02
1:2 Carter Proft ( Adam Mitchell , Mathieu Tousignant ) EQ 09:16
2:2 Mathieu Tousignant ( Maximilian Faber , Eduard Lewandowski ) PP1 39:31
3:2 Lukas Koziol ( Matthew Pistilli ) EQ 63:02

Zuschauer: 4.874