Endlich wieder Eishockey! Die Löwen Frankfurt siegen zum Saisonauftakt in der heimischen Eissporthalle gegen den ESV Kaufbeuren mit 5:2

Die lange Zeit ohne Action auf dem Eis ist endlich vorbei. Die Testspiele waren das Warmlaufen und an diesem Freitag ging es endlich wieder um Punkte. Zwar wird in dieser Saison auch noch kein Aufsteiger ausgespielt, aber die Vereine können sich auf dieses Szenario schon vorbereiten und ebenfalls für die erste Saison, in der es möglich sein wird, die Weichen stellen.

Für mich war es insbesondere interessant zu sehen, wie die neu formierte Frankfurter Mannschaft das erste Punktspiel unter den ebenfalls neuen Trainern angehen würde. Schaffen es die Löwen in diesem Jahr wieder in die Playoffs? Und wenn ja, wohin geht die Reise in der Tabelle? Wird das Überzahlspiel wieder sehr stark sein? Findet man die Löwen wieder ganz oben in der Hitliste der meisten Strafzeiten? All dies wird sich zeigen.

Doch zunächst erfreute ich mich am Einlauf der Mannschaft, der ohne das gewohnte Flammenmeer stattfand. Die Pyrotechnik wurde wohl aus Sicherheitsgründen abgeschafft. So meine Vermutung. Nebel gab es dafür aber schon noch. So viele neue Namen und Gesichter und kurz nachdem auch die Gäste das Eis betraten, wurde es Zeit für den ersten Faceoff in dieser Saison.

Meine Kamera hatte ich dieses Mal übrigens parat, so dass es auch einige Bilder zum Spiel gibt. Hier kann man sie sich ansehen: Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren

Zum ersten Drittel:

Wenn man in der letzten Saison stets die Löwen in den Anfangsminuten anstürmen sah, war es in diesem ersten Spiel der neuen Saison anders: die Gäste kamen sehr gut ins Spiel und konnten sofort mehrere Chancen für sich verbuchen. Durch die, für mich sehr überraschende, Offensivstärke bekamen sie auch schnell eine Möglichkeit in Überzahl, die sie auch direkt nutzen konnten. Nach etwas mehr als drei gespielten Minuten stand es 0:1. Doch auch die Löwen konnten innerhalb der nächsten Minuten von einer Überzahlsituation profitieren und den Puck zum Ausgleich einnetzen.

Die Folgezeit hielt sich das Spiel recht ausgeglichen, doch nach knapp 15 Spielminuten reihten sich Strafzeiten auf beiden Seiten aneinander. Es wirkte dadurch etwas zerfahren und die Schiedsrichter ab diesem Moment etwas überfordert. Die klare Linie fehlte und dies führte zu Strafzeiten, die man wohl nicht unbedingt geben muss. Da dies aber auf beiden Seiten der Fall war, wurde es jedenfalls nicht spielentscheiden.

LFESVK140918-21Durch die ständig wechselnde Anzahl an aktiven Feldspielern auf dem Eis, war es natürlich kein Wunder, dass Tore fallen mussten. Erneut waren es die Gäste, die sich in Überzahl in der 17. Spielminute die erneute Führung holten, ehe diese nur zweieinhalb Minuten später, wie hätte es auch anders sein sollen, in Überzahl durch die Löwen egalisiert wurde. Mit dem Zwischenstand von 2:2 ging es in die erste Pause und auch die Statistik besagt, dass dies das passende Ergebnis war, denn beide Seiten verbuchten jeweils 12 Torschüsse.LFESVK140918-10

Zum zweiten Drittel:

Das Spiel fand in diesem Drittel ziemlich lange auf Augenhöhe statt. Beide Angriffs- und Defensivreihen, sowie die Torhüter zeigten sich von ihrer sehr guten Seite. Die spielanlagen ähnelten sich und es war zu erkennen, dass die beherzte Defensivarbeit der Gäste durchaus Wirkung zeigte. Doch auch die Löwen zeigten, dass sie durchaus in der Lage sind sehr gut zu verteidigen.

Zu Beginn hatten die Kaufbeurer zwei Möglichkeiten in Überzahl, die sie nicht nutzen konnten. Später in diesem Drittel hatten die Löwen sogar drei. Aber auf beiden Seiten führte das nicht zum Erfolg. Zwar waren die Strafen insoweit in Ordnung und nicht mehr in konfuser Abfolge, dafür erneut auf beiden Seiten eher unnötig.LFESVK140918-32

Aber kurz vor Ende des Drittel passierte dann doch noch etwas: Maximilian Eisenmenger dachte sich bei einem Vorstoß „warum nicht?!“ und gab einen Schuss bei freier Sicht für den Torwart aus der Mitteldistanz, also circa in Höhe der blauen Linie, ab und auf einmal jubelten die Fans hinter dem Tor. Der Puck war drin! Aus meiner Sicht sah das schon irgendwie kurios aus, denn die Bewegung des Torwarts deutete eher daraufhin, dass er den Puck ganz lässig gefangen hätte. Doch anscheinend hatte er ihn eben nicht und dieser sprang über den Handschuh ins Tor hinein. Mit dem 3:2 und damit der allerersten Führung für die Löwen in dieser Saison, ging es auch in die zweite Pause.

Zum dritten Drittel:

Dieses Tor kurz vor der zweiten Pause gab den Löwen anscheinend so richtig auftrieb. Durch eigene Angriffe, die fast immer mit einer Chance endeten, konnten die Löwen nicht nur ihr Spiel aufziehen, sondern auch die Gäste sehr gut vom eigenen Tor fernhalten. Mit der ersten Überzahl, nach rund neun Minuten in diesem Drittel, konnten sie zum 4:2 nutzen. Dieses Tor brachte noch mehr Sicherheit in das Spiel der Hausherren und die gleichzeitig den Gästen noch mehr Sorgen, denn zu diesem Zeitpunkt sah es nicht mehr so aus, als hätten sie die nötigen Ideen und Mittel dieses Spiel noch einmal zu drehen.

Zweieinhalb Minuten vor Ende war es dann ein weiteres Mal der Maximilian Eisenschläger, äh nein, Eisenmenger, der den Gästetorwart völlig verladen und den Puck durch seine Beine ins Netz schieben konnte. Spätestens mit diesem Treffer war das Spiel endgültig entschieden. Mit diesem zweiten Tor avancierte er auch zum Spieler des Tages bei den Löwen. Völlig zurecht.LFESVK140918-43

Mehr passierte auch nicht bis zum Ende und so konnten sich die neu formierten Löwen den ersten Sieg im ersten Spiel holen. Diesen Rückenwind wollen sie gleich am Sonntag in Deggendorf nutzen, wenn sie zu Gast beim Aufsteiger sind.

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 5:2 (2:2 1:0 2:0)

0:1 Branden Gracel ( Ossi Saarinen , Joseph Lewis ) – PP1 03:18
1:1 Maximilian Faber ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) – PP1 06:33
1:2 Sami Blomqvist ( Ossi Saarinen , Jere Laaksonen ) – PP1 16:25
2:2 Tim Schüle ( Carter Proft , Matthew Pistilli ) – PP1 19:04
3:2 Maximilian Eisenmenger ( Mike Fischer , Nicolas Cornett ) – EQ 39:11
4:2 Adam Mitchell ( Mathieu Tousignant , Eduard Lewandowski ) – PP1 49:23
5:2 Maximilian Eisenmenger ( Daniel Spang , Maximilian Faber ) – EQ 57:36

Zuschauer: 4.538

Löwen gegen Löwen. Frankfurt gegen Bad Tölz. Der letzte Spieltag der Hauptrunde. Ein Spiel ohne großen Wert. Spielbericht vom 04.03.2018

Der 52. Spieltag ist der letzte Spieltag in der Hauptrunde und war somit das letzte Heimspiel vor den PlayOffs. Da die Frankfurter fest auf dem dritten und die Gäste aus Bad Tölz fest auf dem 13. Platz waren, hatte das Spiel für beide Mannschaften keinen besonders großen Stellenwert mehr. Vielmehr ging es darum, die Weichen in Richtung der PlayOffs, bzw. der PlayDowns, zu stellen und mit einer guten Form in diese gehen zu können. Bestenfalls mit einem Sieg.

Frankfurt verlor zwar die letzten vier Spiele, doch der dritte Platz ist schon seit Längerem gesichert. So konnte man vom Spiel keine besondere Spannung erwarten. Viel interessanter waren dagegen die Zwischenstände und Ergebnisse aus anderen Stadien, denn der Gegner für das PlayOff Viertelfinale wurde noch gesucht. Und da boten sich noch viele Mannschaften an, die den sechsten Tabellenplatz einnehmen konnten.

Zum ersten Drittel:

Die heimischen Löwen dominierten von Beginn an das Spiel. Aber im Vergleich zu den meisten anderen Spielen in der Hauptrunde mit angezogener Handbremse. Aber dies genügte auch, denn keine der beiden Mannschaften schien heute auf 100% zu spielen, was aber durchaus verständlich war.

Das 1:0 für die heimischen Löwen fiel in einer frühen Überzahlsituation. Der erste Schuss und auch der erste Nachschuss konnten noch abgewehrt werden, aber aller guten Dinge sind deren drei und so ging der dritte Schuss in dieser Situation ins Tor.LFECT04032018 (12 von 42)

Danach plätscherte das Spiel so ein wenig vor sich hin, ohne dabei ganz große Chancen auf beiden Seiten zu haben. Zwar gab es Schüsse, aber die waren eher etwas für die Statistik. Dem 2:0 für Frankfurt ging ein Fehler der Tölzer Hintermannschaft voraus. Der Pass in Richtung eigener Spielerbank war unglücklich getimt, denn in diesem Moment wollte ein Spieler wechseln. Das hätte unter Umständen zu einer Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis geführt. Doch die Frankfurter schalteten schnell und nutzten dieses Fehler mit einem schönen Pass vor das Tor aus, welcher im zweiten Versuch ins Tor ging, nachdem der erste noch den Pfosten grüßte.

Beim 3:0, nur kurze Zeit später, wurde ein Frankfurter Spieler im Slot vor dem Tor einfach vergessen, der völlig frei nach einem Pass von der Seite einnetzen konnte. Man konnte so langsam erkennen, dass sich bei den Gästen Frustration breitmachte, denn schließlich waren gerade einmal zehn Minuten gespielt.LFECT04032018 (18 von 42)

Das merkte man sehr gut beim 4. Tor der Frankfurter, bei dem der Tölzer Verteidiger nicht besonders gut aussah. Wieder einmal konnte ein Tor aus dem Slot erzielt werden, bei dem der Frankfurter Stürmer deutlich hartnäckiger zu Werke ging und damit erfolgreich war.

Kurz vor Schluss des ersten Drittels, also wirklich sehr kurz vor Schluss, nämlich nur drei Sekunden, konnten die Gäste auf 4:1 verkürzen. Sie waren in Überzahl und zogen die Box der Frankfurter in Richtung Bande heraus, was den Slot freimachte. Dort wartete bereits ein Tölzer, der den Puck entgegennahm und sich die Ecke praktisch aussuchen konnte. Das war dann auch der Pausenstand.LFECT04032018 (21 von 42)

Interessanter waren aber, wie bereits erwähnt, die Ergebnisse aus den anderen Stadien. Und nach dem Stand zur ersten Pause wäre der Gegner Bad Nauheim gewesen.

Zum zweiten Drittel:

Das Drittel begann für die Gäste denkbar schlecht mit zwei kurz aufeinander gezogenen Strafzeiten. So mussten die Gäste mit 3 gegen 5 in Unterzahl spielen. Die Gastgeber wirkten aber noch nicht so ganz wach, denn das Überzahlspiel wirkte behäbig. Dennoch gelang das 5:1 bei dieser doppelten Überzahl.

Im Anschluss schienen die Gäste an ihrer Ehre gepackt worden zu sein und generierten gute Chancen. Viele davon unter Mithilfe der Hausherren, die das Verteidigungsspiel vernachlässigten. Das 5:2 war schon eine recht kuriose Szene, denn das Tor wurde bei dem Konter der Gäste unabsichtlich verschoben. Normalerweise dürfte das unter diesen Umständen zu keinem Tor führen, wobei es die Möglichkeit gibt, auf ein technisches Tor zu entscheiden, wenn der Puck theoretisch, wenn das Tor nicht verschoben worden wäre, in das Tor gegangen wäre. So viele Konjunktive. Das technische Tor dürfte aber auch nur dann gegeben werden, wenn es sich um ein absichtliches Verschieben des Tores gehandelt hätte. Noch mehr Konjunktive. Sagen wir es mal so: Der Puck wäre reingegangen, das steht fest, nachdem ich die Bilder von Sprade.TV gesehen hatte. Die Schiedsrichter haben das Tor gegeben, also muss es ein technisches Tor gewesen sein. Letztlich aber war das absolut nicht spielentscheidend, sodass man diese Szene als kurios abhaken kann.LFECT04032018 (32 von 42)

Das Spiel verlief recht normal weiter. Die Frankfurter machten keinen schockierten Eindruck, aber hatten anscheinend auch nicht unbedingt vor mehr Kräfte als nötig zu investieren. So kamen die Gäste immer wieder zu Chancen und in Überzahl sogar zum 5:3, welches im Nachschuss nach einem Abpraller gefallen war.

Aber auf der anderen Seite gab es dann auch ein weiteres Überzahlspiel, bei dem eine schöne Einzelaktion, nach einem abgefangenen Pass, das 6:3 einbrachte. Keine Minute später fiel dann auch das 7:3, das ebenfalls durch eine sehr schöne Einzelaktion gefallen ist. Und mit diesem Spielstand ging es in die zweite Pause.LFECT04032018 (35 von 42)

Viele Tore in Frankfurt, doch weiterhin war es in den anderen Stadien spannender. Ein einziges Tor konnte den möglichen Gegner verändern. Nach dem Stand zur zweiten Pause wäre es Kassel gewesen, die im Viertelfinale auf die Frankfurter treffen würden. Doch es waren noch weitere 20 Minuten, oder auch mehr, zu gehen.

Zum dritten Drittel:

Im letzten Drittel passierte nicht mehr besonders viel. Es gab noch zwei weitere Tore in Überzahl. Einmal zum 8:3 und das zweite zum 8:4. Deutlich schöner und ansehnlicher war die Fanwanderung aus dem Gästeblock durch die Eissporthalle. Mit Fahnen und Gesängen ging es durch die Halle. Mit einem größeren und längeren Zwischenstopp in der Stehkurve der Frankfurter wurde sogar einmal ein einfacher Fangesang angestimmt, der von fast allen Zuschauern in der Eissporthalle angenommen wurde. Ein sehr schöner Anblick, dass sich zwei Fanlager ohne Streit und Anfeindungen begegnen können. So soll es sein. Das ist unser Sport. Das ist Eishockey.LFECT04032018 (40 von 42)

Löwen Frankfurt – Tölzer Löwen 8:4 (4:1 3:2 1:1)

Oh ach ja, da waren noch die anderen Spiele, die den Gegner für das Viertelfinale ausspielten. Kaufbeuren, Bad Nauheim, Kassel und Ravensburg standen in der Verlosung. Den sechsten Platz machten die Kassel Huskies klar, sodass sie der Viertelfinalgegner der Löwen Frankfurt sind. Wie es in diesem Jahr wohl ausgeht? Wir werden es erfahren. Bald. In den PlayOffs!

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Nachbarschaftsduell aka Hessenderby zwischen den Löwen Frankfurt und dem EC Bad Nauheim. Spielbericht vom 25.02.2018

Ganze drei Heimspiele musste ich aufgrund einer Blessur am Fuß ausfallen lassen. Zum Glück gibt es da noch Sprade.tv, aber eine Fernsehübertragung ersetzt die Stadionatmosphäre nicht. So war ich froh, dass ich pünktlich zu einem weiteren Derby fit sein konnte. Zumindest so weit, dass ich den Fuß wieder belasten und etwas länger stehen konnte.LFECN250218 (4 von 52)

Die Hauptrunde neigt sich dem Ende entgegen und der dritte Platz ist schon vor dem Spiel so sicher gewesen, wie das Amen in der Kirche. Vielleicht könnte der zweite Platz noch erreicht werden, aber da müsste sich der SC Riessersee eine spielerische Auszeit genehmigen, von der nicht auszugehen ist.

Dagegen steht der EC Bad Nauheim als momentan stärkstes Team gegenüber, das sich mit vielen Siegen in den letzten Spielen auf einen Tabellenplatz eingereiht hat, der die direkte PlayOff-Teilnahme sichert. Nämlich Rang sechs und das würde ein Derby im Viertelfinale bedeuten.

Doch so weit waren wir noch nicht, denn der 50. Spieltag musste erst noch gespielt werden.

Zum ersten Drittel:

Eine ausverkaufte Eissporthalle mit 6.770 Zuschauern, wovon doch sehr viele aus der Kurstadt Bad Nauheim kamen, erwarteten ein spannendes Derby.

Von Beginn an waren es die Gäste, die mit großem Einsatz und Willen das Spiel bestimmten und auch die ersten guten Akzente in der Offensive setzten. Die Löwen wirkten überrascht und nahmen recht schnell eine Strafe gegen sich, welche die Gäste mit ihrem starken Auftritt direkt zum 0:1 für sich nutzen konnten. Ein paar schöne und schnelle Pässe, sowie der Abschluss von halbrechter Position brachten die frühe Führung und großen Jubel bei den Anhängern aus der Kurstadt.

Diese waren von diesem Treffer beflügelt und spielten nun, wie es eigentlich die Frankfurter zu Beginn eines Spiels machen. Es dauerte auch nicht lange, bis das 0:2 für die Gäste aus identischer Position fiel. Den ersten Schuss konnte Löwen Goalie Karjalainen noch nach vorne abwehren, aber gegen den Nachschuss war er machtlos. Es waren gerade einmal etwas mehr als vier Minuten im ersten Drittel gespielt und die Gäste führten bereits mit 2:0. Durchaus verdient zu diesem frühen Zeitpunkt. Sie machten das Spiel, schnürten die Löwen in der Verteidigung ein und nutzen ihre Chancen.LFECN250218 (14 von 52)

Die Löwen waren nun gefragt, aber zunächst schien es nicht so, als würden sie den Weg zurück ins Spiel finden. Doch dann ein Schuss von halblinker Position, der abgewehrt wurde. Es gab einen Nachschuss und dieser war – war er im Tor? Oder doch nicht? Es gab großen Jubel und einen Videobeweis. Ich muss gestehen, dass ich von meiner Stehplatzposition nicht wirklich gesehen habe, ob der Puck drin war oder nicht. Erst als ich die Wiederholung auf Sprade.tv gesehen habe, war klar, dass die Entscheidung der Schiedsrichter, kein Tor zu geben, absolut korrekt war. Der Puck ging von Pfosten zu Pfosten und befand sich zu keinem Zeitpunkt hinter der Torlinie. Dass das die heimischen Fans anders gesehen haben, ist nachvollziehbar. Der Mannschaft aus Frankfurt tat diese Entscheidung jedoch überhaupt nicht gut. Sie wirkten nun gänzlich von der Rolle. Abstimmungs- und Absprachenprobleme, so wie Fehlpässe und unvollendete Angriffsversuche prägten das Spiel der Löwen in den folgenden Minuten. Die Nauheimer waren eindeutig näher am dritten Treffer als die Frankfurter am Anschlusstor.LFECN250218 (17 von 52)

Dass der Anschlusstreffer dann doch fiel, war mehr ein Zufallsprodukt, das „aus dem Nichts“ kam. Ein einfacher Schuss auf das Tor der Gäste wurde abgefälscht und fand den Weg ins Tor. Nur noch 1:2. Dieser Treffer gab ein wenig Auftrieb und die Löwen spielten nun wieder etwas stärker. Wenngleich noch nicht auf Augenhöhe mit den Gästen, das muss man dazu sagen. Es gab bis zum Ende des Drittels Chancen auf beiden Seiten, die aber ohne Torerfolge blieben. So ging es auch mit dem 1:2 in die erste Drittelpause.LFECN250218 (26 von 52)

Zum zweiten Drittel:

Die Frankfurter durften mit einem Überzahlspiel starten, doch dieses war an diesem Abend schwach. Die gewohnte Stärke bei mehr Spielern auf dem Eis verblasste mit jeder weiteren Überzahl an diesem Abend. Passend dazu wirkte es nicht wie ein Derby. Weder auf dem Eis, noch auf den Rängen. Ist das die Ruhe vor dem Sturm der Playoffs? Möglicherweise.

Jedenfalls zeigten die Gäste weiterhin, dass sie eher gewillt sind, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Sie waren weiterhin die stärkere Mannschaft, verteidigten aufopferungsvoll, fuhren Checks zu Ende und kämpften um jeden Puck. Das schmeckte den Löwen überhaupt nicht. Durch das Forechecking der Gäste ließen sich die Frankfurter immer wieder zu Fehlpässen verleiten.

Zwar spielten die Nauheimer nicht mehr ganz so offensiv, wie noch zu Beginn des Spiels, dafür war die Verteidigung stabil und die Qualität der wenigen Chancen deutlich größer. Der Nachteil bei dieser Spielweise sind die Strafen, die sich die Gäste immer wieder nahmen. Aber da die Löwen nicht besonders kreativ waren, konnten sie sich die Unterzahlspiele durchaus leisten.

LFECN250218 (35 von 52)Einer der bereits angesprochenen Fehlpässe führte schlussendlich auch zum 1:3 für die Gäste aus Bad Nauheim. Der Pass in den Slot, in welchem ein Bad Nauheimer völlig frei war, wurde perfekt gespielt und zum dritten Tor eingenetzt. Das war das Ergebnis des guten Spiels der Gäste.  Aber der Anschluss fiel nicht mal eine Minute später. Erneut ein Schuss, der nach vorne abgewehrt worden ist, Verkehr vor dem Tor produzierte und ein Spieler der Löwen schaltete am schnellsten und brachte den Puck ins Tor. 2:3 nur noch. Die Chancen in der Folge waren aber wiederum schwächer, so dass der Ausgleich nicht fiel. Mit dem Zwischenstand von 2:3 ging es in die zweite Pause.LFECN250218 (37 von 52)

Zum dritten Drittel:

Es war fast nur noch ein Spiel auf das Tor der Gäste, bei dem die Löwen viele wirklich gute Chancen herausspielten. Das Glück bei den Abschlüssen vor dem Tor fehlte jedoch. Die Gäste konzentrierten sich darauf zu verteidigen und eventuell mit einem Konter die Entscheidung zu finden.

LFECN250218 (49 von 52)Es reichte aber für keine der beiden Mannschaften in diesem Drittel noch ein weiteres Tor zu erzielen, womit das Spiel auch 2:3 endete. Der Jubel bei den Fans aus der Kurstadt war natürlich groß an diesem Abend. Aber in den PlayOffs werden die Karten neu gemischt. Und noch steht nicht fest, wer der Gegner für die Löwen sein wird.

Löwen Frankfurt – EC Bad Nauheim 2:3 (1:2 1:1 0:0)

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Eine Sache hat mich aber nach dem Spiel noch interessiert. Welche der drei hessischen Teams ist eigentlich das erfolgreichste in den vielen Derbys gewesen?

Löwen Frankfurt – EC Bad Nauheim: 1:2 n.V – 4:5 n.P. – 6:2 – 2:3

Frankfurt: 13:12 Tore 5 Punkte

Bad Nauheim: 12:13 Tore 7 Punkte

Kassel Huskies – Löwen Frankfurt: 4:5 – 4:3 n.V. – 4:3 n.V. – 5:1

Kassel: 17:12 Tore 7 Punkte

Frankfurt: 12:17 Tore 5 Punkte

Bad Nauheim – Kassel Huskies: 5:3 – 1:6 – 4:3 n.V. – 2:5

Bad Nauheim: 12:17 Tore 5 Punkte

Kassel: 17:12 Tore 7 Punkte

  1. Kassel Huskies 34:24 Tore 14 Punkte
  2. EC Bad Nauheim 24:30 Tore 12 Punkte
  3. Löwen Frankfurt 25:29 Tore 10 Punkte

Hier besteht definitiv Verbesserungsbedarf in Frankfurt in der nächsten Saison.

Spielbericht zum DEL 2 Spiel der Löwen Frankfurt gegen die Ravensburg Towerstars vom 04.02.2018

Es war Familientag in der Frankfurter Eissporthalle, weswegen ein großer Teil der 5.311 Zuschauer aus Kindern bestand. Der bereits hohe Zuschauerschnitt wurde damit auf 4.757 nach oben gebracht. Es fehlen übrigens nur noch 111 Zuschauer, damit die Löwen die 100.000 Zuschauer Marke in dieser Saison knacken. Irgendwie passend zu der Zahl 111, dass das nächste Heimspiel am Faschingssonntag gegen den Tabellenzweiten SC Riessersee stattfindet.

Und wieder gab es neue Personalien in Frankfurt. Mit Maximilian Faber und Martin Schymainski sind ein Verteidiger und ein Stürmer von den Krefeld Pinguinen gekommen, die bereits schon am Freitag beim Auswärtsspiel in Dresden auf dem Eis standen.

Zum ersten Drittel:

Das erste Drittel wirkte insgesamt recht ausgeglichen, zumindest von der Optik auf dem Eis. Frankfurt begann, wie üblich offensiv, schien aber einige Abstimmungsprobleme zu haben. Über das ganze Drittel hinweg gab es Fehler beim Passspiel und des Öfteren auch Probleme bei der Zuordnung der Gegenspieler.

Es wurden in der Anfangsphase zwar Chancen erspielt, diese aber nicht genutzt. Das lag aber auch daran, dass sich die Ravensburger Defensive sehr gut auf die Löwen eingestellt hatte und somit die Räume für das gegnerische Offensivspiel verengte. Aber die Gäste zeigten nicht nur eine starke und disziplinierte Defensive, sondern fanden selbst auch Lücken in der Defensive der Frankfurter. Und diese Offensive begann, die sich bietenden Chancen zu nutzen, weshalb es zur Hälfte des ersten Drittels bereits 0:2 aus Frankfurter Sicht stand. Dieser Zwischenstand war durchaus verdient.LFRTS040218 (14 von 40)

Die Hausherren ließen sich nicht zu sehr davon beeindrucken und suchten, wie gewohnt, das Heil in der Offensive, benötigten aber viele Chancen und ebenso viele Anläufe um selbst zum ersten Torerfolg zu kommen. Erst viereinhalb Minuten vor Ende des Drittels gelang der Anschlusstreffer, der zwar etwas glücklich fiel, aber auch keinen Unterschied auf der Anzeigetafel machte. Das Drängen auf den Ausgleich konnte die starke Ravensburger Defensive in diesem Drittel noch abwehren. So ging es mit dem 1:2 in die erste Drittelpause.LFRTS040218 (19 von 40)

Zum zweiten Drittel:

Kaum waren beide Mannschaften wieder auf dem Eis, klingelte es auch schon nach nur 20 Sekunden im Netz der Ravensburger und das 2:2 stand auf der Uhr. Die Löwen agierten nach der Pause druckvoller und schienen wacheraus der Kabine gekommen zu sein und überrumpelten die gut aufgelegte Defensive.LFRTS040218 (20 von 40)

Die Rollen waren nun deutlicher verteilt: Frankfurt in der Offensive auf der Jagd nach Toren und Ravensburg sicher aus der Verteidigung herausspielend mit dem geduldigen Warten auf Konter.

Den Frankfurtern bot sich gegen Hälfte des Drittels die Gelegenheit ihr starkes Überzahlspiel auszuspielen. Doch dies war an diesem Abend nicht so stark, wie es sonst der Fall war. Es wirkte nicht zielgerichtet und viele Pässe fanden keinen Abnehmer. Ein Grund hierfür war aber auch die konsequent agierende Verteidigung Ravensburgs. In der Überzahl missglückte ein passversuch, der vom Schlittschuh eines Löwenspielers abprallte, und damit den Konter in Unterzahl für die Gäste ermöglichte, die diesen auch erfolgreich zur erneuten Führung nutzen konnten.LFRTS040218 (26 von 40)

In der Folge blieb es aber beim gewohnten Bild mit offensiven Löwen, die zwar viele Schüsse abgaben, aber kein weiteres Tor mehr in diesem Drittel erzielten. Ravensburg blieb weiterhin defensivstark und wartete auf weitere Kontersituationen.

Viel mehr passierte in diesem Drittel auch nicht mehr, sodass es mit dem 2:3 in die nächste Drittelpause ging.

Zum dritten Drittel:

Erneut waren es die Löwen, die wacher aus der Kabine kamen und nicht lange brauchten, um den 3:3 Ausgleichstreffer zu erzielen. Es war noch keine Minute in diesem Drittel vergangen, ehe die offensivstarken Löwen den Druck bereits hoch ansetzten und das Tor erzielen konnten.LFRTS040218 (31 von 40)

Zwar stand Ravensburgs Defensive weiterhin recht stabil, konnte sich in diesem Drittel aber nur selten befreien. Die Offensive der Ravensburger fand, wie auch schon im Drittel davor, nur sporadisch statt, da sich die Löwen auf Puckbesitz und das Kreieren von Chancen konzentrierten. Aber die vielen Chancen und selbst eine Überzahlsituation, brachten den gewünschten Erfolg im Offensivspiel noch nicht.

Beide Mannschaften spielten übrigens sehr fair und es gab nur wenige Strafzeiten. Am Ende hatten die Gäste sogar mehr Strafminuten auf der Uhr als die Löwen.  Das ist, gemessen an den 775 Strafminuten, die die Löwen bis hier hin in dieser Saison erhalten hatten, eher ungewöhnlich. Aber die Strafminuten 776 und – eine weitere Schnapszahl – 777 gab es noch in diesem Spiel und diese zwei Minuten wurden auch durch eine starke Löwenverteidigung unbeschadet überstanden.

Besser noch: mit Ablauf der Strafe konterten die Löwen und hatten nun den Spieler, der von der Strafbank kam, ebenfalls mit im Angriff, welcher sich mit einer Vorlage zum 4:3 auch auf der positiven Seite des Spielberichtbogens verewigen konnte. Die erste Führung der Löwen in diesem Spiel und diese sollte auch bis zum Ende Bestand haben, da keine weiteren Tore mehr fielen, obwohl Ravensburg mit Herausnahme des Torwarts nochmal alles versuchte – vergebens.LFRTS040218 (39 von 40)

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 4:3 (1:2 1:1 2:0)

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Spielbericht zum DEL2 Spiel der Löwen Frankfurt gegen die Heilbronner Falken vom 26.01.2018 – eine etwas andere Perspektive durch Sprade.TV

Dieses Spiel musste ich leider krankheitsbedingt von zu Hause aus verfolgen. Natürlich ist es sehr schade nicht in der Halle sein zu können, aber auf der anderen Seite ist es super, dass mit Sprade.tv ein Angebot da ist, welches die Spiele live zeigt. Die 5,50 € habe ich gerne gezahlt, um das Spiel sehen zu können. Letztlich gebe ich in der Eissporthalle auch einige Euros für Essen und Trinken aus, so dass es im Endeffekt kaum einen Unterschied macht.

Aufgrund der anderen Sicht auf das Spiel, war mir nicht so ganz klar, ob ich es so wahrnehme, wie die Zuschauer in der Halle. Dies würde sich aber nach diesem Bericht zeigen.

Erneut gab es bei den Löwen neue Personalien. Die wichtigere davon war die Verpflichtung von Antti Karjalainen. Der Torhüter wurde auf Leihbasis aus – wie könnte es anders sein – Finnland geholt. Damit ist er der sage und schreibe 6. Torwart, den die Löwen in ihrem Kader haben. Aber nach den Ausfällen auf dieser Position war es die logische Konsequenz hier für Sicherheit auf dieser Position zu sorgen.LFHF260118 (11 von 43)

Tyler Gron ist nun in Kassel, während Lukas Koziol für die Löwen stürmt.

Zum ersten Drittel:

Das Spiel begann und Frankfurt startete, wie fast jedes Mal, sehr druckvoll und offensiv. Die ersten guten Gelegenheiten und Chancen waren schon sehr ordentlich. Es war Tim Schüle, der das Tor mit einem fulminanten Schlagschuss traf und damit die frühe 1:0 Führung im Spiel herstellte.LFHF260118 (2 von 43)

Im Anschluss verpassten es die Löwen jedoch, den Spielstand zu erhöhen und so kamen auch die Gäste zu guten Chancen, die aber zunächst vom neuen Schlussmann vereitelt werden konnten. Es folgte eine Überzahlsituation für Heilbronn, die sie sehr schön spielten und auch konsequent zum 1:1 Ausgleich nutzen konnten.LFHF260118 (5 von 43)

Die Löwen ließen sich davon nicht beeindrucken und suchten ihr Heil, wie üblich, in der Offensive. Und auch dieses Mal dauerte es nicht lange, bis das nächste Tor zum 2:1 fiel. Eine schöne Offensivaktion und ein Abpraller, der eingenetzt werden konnte.LFHF260118 (6 von 43)

Im weiteren Verlauf des Drittels kamen die Heilbronner immer besser ins Spiel, sodass sich eine interessante und durchaus offene Partie entwickelte. Beide Seiten verpassten es aber aus ihren Chancen Kapital zu schlagen, weswegen es mit dem Zwischenstand von 2:1 in die Drittelpause ging.

Zum zweiten Drittel:

Es schien als wären die Frankfurter noch etwas länger in der Kabine geblieben, während die Gäste aus Heilbronn das Spiel an sich rissen. Sie hatten deutliches Überwasser und kreierten Chance um Chance. Dabei sah die Verteidigung der Löwen oftmals nicht besonders gut aus. Der zügige Ausgleich nach vier Minuten war die Folge des Offensivspiels der Gäste.LFHF260118 (12 von 43)

Nun drückten die Heilbronner auf das Tor der Löwen, die weiterhin kaum aus ihrem eigenen Drittel kamen. Erst eine Strafe gegen Heilbronn konnte etwas Luft verschaffen. Doch kaum waren beide Teams wieder vollzählig, machten die Falken weiter, wo sie aufgehört hatten. Zudem durften sie nun kurz hintereinander zwei Mal in Überzahl agieren, welche die Frankfurter aber gut verteidigten. Es wäre wirklich keine Überraschung gewesen, wenn die Gäste ein oder zwei Tore in dieser Phase gemacht hätten. Aber mehr als sehr gute Chancen sprangen in dieser Phase nicht heraus.

Um dem Ganzen noch irgendwie eine Wendung zu verschaffen, nahm der Trainer der Löwen, Paul Gardner, eine Auszeit, die durch eine Reparatur eines Tornetzes länger dauerte, als angedacht.LFHF260118 (19 von 43)

Wem bekam diese lange Unterbrechung besser? Zunächst schien es fast so, als bliebe alles wie bisher auch, denn ein eklatanter Fehlpass der Löwendefensive hätte fast zum 2:3 geführt. Doch praktisch im Gegenzug zu dieser Szene fiel das 3:2 für die Löwen. Einfach mal aufs Tor schießen und den Torhüter überraschen. So sah es aus und dies funktionierte.

Die Führung war nun etwas schmeichelhaft, was den Frankfurtern natürlich relativ gewesen war. Nun hatten sie das Überwasser und konnten ihrerseits eine Überzahlsituation ausspielen. Diese konnten sie sogar zum 4:2 nutzen. Irgendwie war dieses Drittel zu diesem Zeitpunkt auf den Kopf gestellt, denn es sah lange Zeit nicht danach aus, als würden die Hausherren das Spiel machen, sondern vielmehr die Gäste.LFHF260118 (27 von 43)

Selbige hatten kurz vor Ende des Drittels noch einmal selbst die Gelegenheit in Überzahl zum Torerfolg zu kommen, konnten aber erneut keinen Torerfolg verbuchen, weswegen es mit dem 4:2 in die nächste Pause ging.

Zum dritten Drittel:

Dieses Drittel begann, wie das letzte endete: mit einer Überzahl für die Gäste. Und diese wurde sehr schnell erfolgreich mit dem 4:3 abgeschlossen. LFHF260118 (33 von 43)

Das Spiel konnte jetzt noch einmal heiß werden und beide Mannschaften trugen ihren Teil dazu bei. Doch dauerte es nicht lange, bis die Löwen erneut zu guten Chancen kamen und ein weiteres Mal von der blauen Linie eingenetzt werden konnte. 5:3 stand es und ab diesem Zeitpunkt wurde das Spiel insgesamt auch etwas ruhiger. Zwar ergaben sich weitere Chancen auf beiden Seiten, aber Frankfurt begann das Spiel zu verwalten. Dies klappte auch recht gut, denn sie ließen keine größeren Chancen zu.

Die Zeit lief insbesondere den Gästen davon, die gut drei Minuten vor Ende noch eine Auszeit nahmen und direkt danach ohne Torwart weiterspielten. Die dadurch gewonnene Überzahl konnten sie auch optisch sehr gut umsetzen und sogar einen Löwenspieler dazu bringen, den Puck unnötig zu sperren und dadurch eine Strafzeit wegen Spielverzögerung zu bekommen. Das war die große Chance zu verkürzen. Aber die Löwen kämpften und ließen nicht viel zu und konnten sogar mit einem schnellen Konter das leere Tor treffen und den Spielstand auf 6:3 stellen. Dies war auch der Endstand.LFHF260118 (43 von 43)

Heilbronn zeigte in diesem Spiel, weswegen sie derzeit sehr gute Chancen haben, sich direkt für die Playoffs qualifizieren zu können. Aber sie haben, wie auch die Löwen derzeit, ihre Schwächen im Abschluss.

Löwen Frankfurt – Heilbronner Falken 6:3 (2:1 2:1 2:1)


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Weitere Ergebnisse:

Kassel – Ravensburg 5:7

Kaufbeuren – Bad Tölz 5:0

Freiburg – Dresden 7:5

Bad Nauheim – Weisswasser 4:1

Riessersee – Bietigheim 3:2 n.V.

Crimmitschau – Bayreuth 9:5

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren – 12.01.2018

Bisher waren die Allgäuer aus Kaufbeuren ein Lieblingsgegner der Löwen. Zumindest, wenn man sich die Statistiken ansieht. Aber was sind schon Statistiken? Die derzeitige Form der Frankfurter ist ausbaufähig und seit der ehemalige Sportdirektor Rich Chernomaz freigestellt wurde, ist die Erfolgsspur in sehr weite Ferne gerückt.

Mit der Hoffnung auf ein gutes Spiel und vielleicht auch dem ersten Dreier im Kalenderjahr 2018 machte ich mich auf den Weg in die Eissporthalle, meinem zweiten zu Hause. (Die Stadt Frankfurt lehnte es übrigens ab die Eissporthalle als Nebenwohnsitz anzuerkennen. Natürlich war das damals nur ein Spaß, als ich diese Frage stellte; meinen Personalausweis musste ich dennoch verlängern.)

Zum ersten Drittel:

Das Spiel begann wenig spannend, wenig spektakulär und war insgesamt auch nicht besonders schnell geführt worden. Beide Mannschaften zeigten sich defensiv gut aufgestellt und so sah es zunächst nach einem recht ausgeglichenen Spiel aus. Chancen gab es auf beiden Seiten und optisch sah es zeitweise so aus, als könnten die Frankfurter mit ihrer leichten optischen Überlegenheit auch etwas anfangen. Doch wie zuletzt blieb der zählbare Erfolg auf der Anzeigetafel aus.

Dafür zeigten die Gäste wie einfach das Tore Schießen sein kann. Ein Konter, ein Schuss von der linken Seite und drin war der Puck. Die Löwen versuchten ihrerseits weiterhin auf ein Tor zu drängen. Doch das Spiel der Frankfurter war schon in diesem Drittel von Missverständnissen, Abseitspositionen, Fehlern in der Absprache und technischen Fehlern geprägt.

Auch die sonst starke Überzahl ließ zu wünschen übrig. Dafür konnten die Gäste direkt nach ihrer Unterzahl kontern und vier Sekunden vor Ende des Drittels auf 0:2 stellen. Erneut war es ein sehr einfaches Tor der Gäste, welche die halbherzige Verteidigung der Hausherren nicht verteidigen konnte oder gar wollte.

Zum zweiten Drittel:

Kaum hatte dieses Drittel begonnen, stand es auch schon 0:3. Erneut sehr sinnbildlich, denn die Verteidigung Frankfurts war einfach nicht vorhanden. Es begann ein Offenbarungseid der Frankfurter Mannschaft zu werden.  Zwar fiel nur wenige Momente das 1:3, welches laut bejubelt wurde, doch weitere Großchancen wurden nicht genutzt. Das Paradebeispiel hierfür war der Schuss, der an den Pfosten ging, obwohl das Tor leer war. LFESVK100118 (18 von 29)

Dafür konnten die Gäste weiterhin schier ungehindert ihre Angriffe fahren und profitierten hierbei immer wieder von groben Fehlern der Frankfurter. Dass das 1:4 erst in einer Überzahlsituation der Gäste, und nicht bereits früher fiel, war weniger einer guten Verteidigung, vielmehr der Ungenauigkeit bei den Torschüssen der Gäste, zu verdanken. Wenig später fiel auch noch das 1:5, welches wieder wunderbar herausgekontert und der Puck dieses Mal von der rechten Seite in das linke obere Toreck gedroschen wurde. Stimmung gab es nur noch im Gästeblock. Aber wer könnte den Gästefans das verübeln?LFESVK100118 (22 von 29)

Zum dritten Drittel:

Kaufbeuren verteidigte, setzte ein paar Konter und erzielte das 6:1. Wären sie konsequenter gewesen, hätte sich in Frankfurt auch keiner über ein 1:10 beschweren können. Selbst das heimische Publikum, das sonst hinter der Mannschaft steht, konnte sich in Sarkasmus nicht mehr zurückhalten. Es gab tatsächlich Applaus von den Rängen für das Tor der Allgäuer.

Die Löwen waren zahnlos, wirkten lustlos, planlos und ideenlos. Der Torhüter sogar hilflos. Der unbedingte Wille fehlte gänzlich. Von einer Mannschaft, bzw. einem Team, konnte man nicht mehr sprechen. Die Auflösungserscheinungen, vorne wie hinten, waren zu deutlich zu erkennen.

Das größte „Highlight“ in diesem Drittel für Frankfurt war der gewonnen Faustkampf von Clarke Breitkreuz, der damit ein vergebliches Zeichen setzte. Mehr als das Aufleuchten von ausglimmender kalter Asche, für wenige Momente, war es dann aber auch nicht.LFESVK100118 (24 von 29)

Die Zuschauer und Fans quittierten ihren Frust und ihren Unmut damit, dass sie dem Spieler des Tages der gegnerischen Mannschaft applaudierten, während der eigene Spieler gnadenlos ausgepfiffen wurde. Aber nicht nur dieser musste das gellende Pfeifkonzert hinnehmen. Beim Verlassen des Eises galten die Pfiffe für die gesamte Mannschaft, welche dennoch Andeutungen von Applaus in Richtung der Fans zeigten. Dies war definitiv kein höhnischer Applaus, aber man darf die Frage stellen, was derzeit eigentlich mit dieser Mannschaft los ist.

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 1:6 (0:2 1:3 0:1)

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Quo vadis, Löwen?

Dass die Spieler aus Frankfurt sehr wohl als Mannschaft mit großem Teamgeist auftreten können, haben sie in der ersten Hälfte der Saison eindrucksvoll bewiesen. Es wurden viele Tore geschossen und Spiele gedreht, die eigentlich schon verloren schienen. Wille und Einsatz, sich auch mal in Schüsse zu werfen, waren vorhanden. Davon hat man in den letzten Wochen immer weniger gesehen und bei diesem Spiel überhaupt nicht.

Auf der Facebook-Seite der Löwen Frankfurt hatte ich unter das Posting des Endergebnisses einen Kommentar geschrieben, den ich hier nun fast 1 zu 1 übernehme:

Ein schlimmer Abend, den man erstmal verdauen und sacken lassen muss.
Was wir gesehen haben war keine Mannschaft, kein Team mehr. Teilweise hat es gewirkt, als gäbe es keinerlei Absprachen innerhalb der Reihen, die auf dem Eis standen.
Wille? Vereinzelt ja, aber im Großen und Ganzen nicht vorhanden.
Lust? Zu Hause im Ehebett gelassen.

Die Mannschaft wird bejubelt, wenn sie erfolgreich ist, wenn sie siegen. Aber auch, wenn die Leistung, der Wille, Einsatz usw. stimmen, aber verloren wird.
Man kann verlieren, das ist völlig normal. Aber dann hat es mit Pech, mit unglücklichen Szenen oder ein paar entscheidenden Fehlern zu tun. Damit kann ich als Fan leben, das ist menschlich und normal.
Aber die Niederlagen in der letzten Zeit haben mit den Dingen wenig zu tun. Kollektives Schweigen wäre interessant gewesen. Das Auspfeifen kann man so oder so sehen. Der Frustration, die sich bei den Zuschauern und Fans breitmacht, muss auch irgendwie Luft gemacht werden. Ob die Spieler das wirklich verdient haben, lässt sich nur schwer beurteilen. Betrachtet man nur die Leistung auf dem Eis, dann durchaus. Wenn man aber das große Ganze betrachten könnte, wahrscheinlich nicht.

Was wir aber nicht wissen ist, was hinter den Kulissen abläuft. Was brodelt denn da so sehr, dass die Spieler nicht gewillt sind eine ehrgeizige Einstellung zu zeigen? Was läuft so sehr schief, dass sich ein Profisportler lieber in Alibiarbeit übt, statt Erfolg zu wollen?
Es fällt mir schwer zu glauben, dass die Spieler bewusst in Kauf nehmen, ihren Marktwert durch diese Auftritte massiv zu reduzieren. Es muss schon ziemlich gravierend sein, was sich im Hintergrund abspielt, dass eine solche Reaktion auf dem Eis erfolgt.

Falls sie wirklich gegen jemanden spielen, dann nicht gegen die Fans und Zuschauer, was das angedeutete Applaudieren von den Spielern in Richtung der Stehkurve belegen dürfte.

Für diesen Abend hätte ich mir gewiss Schöneres vorstellen können. Da bin ich sicherlich nicht alleine mit diesem Gedanken (wie ich schon lesen konnte). Mir blutet das Herz, wenn ich das sehe, was mir da auf dem Eis präsentiert wird. Nach dem 0:3 war ich frustriert, schöpfte kurz Hoffnung, welche sich beim 1:4 in Resignation umwandelte.

Aufregen hilft mir persönlich nicht viel. Das würde mir höchstens noch einen Herzinfarkt bescheren (in ein paar Jahren – nicht jetzt sofort). Es bleibt mir nur zu hoffen, dass sich das, was im Hintergrund abspielt, sehr bald auflöst und wir wieder vernünftige Spiele sehen können.

Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau – 05.01.2018 + Führung durch die Eissporthalle

Kein Spiel, wie jedes andere. Jedenfalls nicht für mich und ein paar andere Menschen, die an der Führung durch die Eissporthalle, unter der Leitung von Herrn Matthias Scholze, teilgenommen haben.

Wer sich direkt die 80 Bilder des Abends ansehen möchte, kann das hier tun:

Anklicken, um zur Galerie zur gelangen

Lasst sie brüllen – Fans4Club Crowdfunding Aktion

Die Führung, zu der es eine Sitzplatzkarte im Block K gab, habe ich mir über die Aktion „Lasst sie brüllen“ des Löwen Frankfurt e.V. ergaunert. Nein, natürlich ordnungsgemäß gekauft. Es handelt sich um eine Crowdfunding Aktion, die noch bis zum 05.02.2018 läuft und als Ziel 25.000 € hat. Unter https://fans4club.com/de-loewen gibt es viele Prämien und Artikel, die auch für den kleinen Geldbeutel geeignet sind, welche man sich gönnen kann.

Das eingenommene Geld soll der Startschuss zur Verbesserung der Jugendeinrichtungen des Löwen Frankfurt e.V. sein. Kabinen für die Spieler und Besprechungsräume für die Trainer sollen errichtet werden.

Als Fan des Frankfurter Eishockeys hatte ich mich dazu entschlossen ein paar Sachen zu erwerben. Darunter die Führung durch die Eissporthalle. Übrigens ist diese für Fans, so wie mich, eine wundervolle Erfahrung. Derzeit sind 8.437 € eingenommen, was 33% vom Ziel 25.000 € entspricht. Details dazu findet ihr auf https://fans4club.com/de-loewen. Vielleicht gibt es noch einige von euch, die von dieser Aktion gar nicht wissen, oder sich bisher nicht näher informiert haben. Für jene möchte ich diese Aktion ans Herz legen, denn es geht schließlich um die jungen Menschen, die wir in ein paar Jahren als Eigengewächse auf dem Eis sehen könnten. Und wenn wir als Fans dazu etwas beitragen können, dass dies auch eintrifft, dann hilft jeder Beitrag und bei dieser Aktion erhält man sogar noch schöne Gegenleistungen.

 

Führung durch die Eissporthalle Frankfurt

So früh war ich schon lange nicht mehr an der Eissporthalle zu einem Saisonspiel. Kurz vor 18 Uhr kam ich an der Eissporthalle an und habe mein hinterlegtes Ticket, welches es zur Stadionführung dazu gab, abgeholt. Zwar hätte ich diese nicht wirklich gebraucht, da ich nun mal Stehplatz Dauerkartenbesitzer bin, aber ich habe dafür bezahlt, also her damit. Dass da „Ehrenkarte“ anstelle eines Preises draufstand, habe ich nicht erwartet. Diese Eintrittskarte werde ich definitiv in Ehren halten. Sie ist schließlich etwas Besonderes.

Pünktlich um 18 Uhr war auch Herr Scholze da, der die Führung leitete, hat sich vorgestellt und dann begann auch die Runde mit der Gruppe. Ich glaube es waren um die 20 Menschen, die daran teilnahmen. Nachgezählt hatte ich nicht.

LFRTC05012018 (2 von 80)Der erste Halt war beim VIP Zelt der Löwen. Dort berichtete Herr Scholze davon, dass dies eine Lösung, aber nicht die optimale Lösung ist. Viel lieber hätten die Löwen (und auch viele Fans) die neue Arena, die schon seit gefühlten Ewigkeiten im Gespräch ist. Die neueste Information ist, dass es zu den interessierten Mietern und auch Unternehmen, die die Halle bauen würden, erneut weitere Verzögerungen gibt. Es war von der Stadt angedacht die Ausschreibung Ende 2017 zu starten. Dies passierte nicht und soll nun im Sommer 2018 der Fall sein. Warum, wieso und weshalb, können sich die Beteiligten, bzw. Interessenten, nicht erklären.

Weiter ging es über den P1, auf welchem die Wagen der Spieler, Schiedsrichter und des Rettungsdienstes, als auch die Busse der Gästemannschaften, stehen. Es ist verständlich, dass dies ein Sicherheitsbereich ist, gerade wenn ich an das letzte Heimspiel und dann an Schiedsrichter denke.  Auf Nachfrage wurde auch ein kurzer Überblick zu den Gehältern und Leistungen gegeben, welche die Spieler von den Löwen erhalten. Eine Wohnung, ein Auto und ein Gehalt sind für jeden dabei. Das Gehaltsgefüge reicht von einem Lehrlingsgehalt bis zu einem Saisongehalt von bis zu 50.000 €. Dieser Betrag ist aber eher auf die DEL gemünzt. Jedenfalls kamen wir über den Parkplatz zu einem Eingang, den wir betraten und kurz auf den Hallenmeister, Herrn Henning, warteten. (Ich hoffe den Namen habe ich mir richtig gemerkt – wenn nein, bitte darauf hinweisen)

LFRTC05012018 (3 von 80)Er führte die Gruppe durch die Technikräume, in welchen es durchaus sehr warm werden kann und auch ziemlich warm gewesen ist. Es wurden Details zur Stromversorgung und zum Notstromaggregat gegeben. Letzterer reicht nicht dafür aus, dass ein Eishockeyspiel stattfinden kann, jedoch aber dafür, dass die Notbeleuchtung erhalten wird, damit die Gäste auf sicherem Weg aus der Eissporthalle hinauskönnen. Darüber hinaus wurde das Kühl- und Belüftungssystem erklärt und welche Kosten insgesamt dabei entstehen. Ein teurer Spaß kann ich da nur sagen. Auch ein genauer Blick auf eine der Eisbearbeitungsmaschinen, auch Zamboni genannt, durfte nicht fehlen. Zum Abschluss dieser technischen Führung konnten wir noch einen Blick in die Werkstatt werfen.

Im Anschluss ging es an der Spielerbank der Gäste entlang, vor der Stehkurve vorbei bis hin zum Kabinenausgang. Dort standen wir als Gruppe Spalier für die Spieler der Löwen, die sich zum Aufwärmen auf das Eis begaben. Definitiv ein absolutes Highlight. Das war schon fantastisch als die Spieler der Reihe nach an uns vorbei auf das Eis liefen und man sie dabei abklatschen konnte. Gut okay, das kann man zwar auch machen, wenn man nicht an so einer Führung teilnimmt, aber dann steht man auch nicht in diesem Gang, der auf das Eis führt.

Kaum waren die Spieler auf dem Eis, begaben wir uns dorthin, wo sie herkamen, in die Kabine der Spieler. Was da so alles auf engstem Raum herumsteht. Die Schläger der Spieler, die ganze Ausrüstung und auch Sportgeräte, die im Gang ihren Platz haben. Was mich überrascht hatte war, dass die Kabine an sich sehr klein und beengend wirkt, wenn man bedenkt, wie viel die Spieler an sich tragen.

Zum Abschluss der Blick ins Lager, das auch so aussieht. Dort gab es für jeden der Teilnehmer noch eine Tüte mit ein paar Goodies der Löwen Frankfurt. Darunter zum Beispiel ein Puck, Aufkleber usw. Diese Goodietasche habe ich aber später an den Vater eines kleinen Mädels weitergegeben, da ich mir sicher war, dass sie insgesamt mehr damit anfangen kann als ich.

Vielen Dank Herr Scholze für die interessante Führung und die noch interessanteren Einblicke hinter die Kulissen der Löwen Frankfurt und der Eissporthalle.

Bekanntermaßen soll man aufhören, wenn es am Schönsten ist. Nun, das müsste ich an dieser Stelle eigentlich tun, aber da gab es im Anschluss dann doch noch das Spiel gegen die Eispiraten aus Crimmitschau.

Zum ersten Drittel:

4.562 Zuschauer konnten sofort sehen, dass sich die Löwen aus Frankfurt etwas vorgenommen hatten. Die Löwen übernahmen den Puck, kamen in die Offensive und der erste Schuss aufs Tor wurde abgefälscht und war im Netz. Gerade einmal 32 Sekunden waren gespielt und da stand es schon 1:0.LFRTC05012018 (31 von 80)

Crimmitschau fand über weite Strecken im ersten Drittel einfach nicht statt. Selbst bei einer 5 auf 3 Situation wirkten sie eher harmlos. Die Frankfurter hatten das Spiel und den Gegner unter Kontrolle, versäumten es aber aus den vielen Chancen den Spielstand zu ihren Gunsten zu erhöhen. Das lag insbesondere am Torwart der Gäste, der im ersten Drittel zum besten Spieler Crimmitschaus avancierte. Man muss aber dazu sagen, dass ihm die Frankfurter dabei halfen, denn häufig endeten die Angriffe mit Schüssen neben das Tor oder auf den Torwart. Nur selten musste er eine starke Parade zeigen.

So ging es mit dem 1:0 in die Drittelpause.

Zum zweiten Drittel:

Während des zweiten Drittels saß ich im Block „K“ und habe mir das Spiel von dort angesehen, in der Hoffnung, dass ich mal Löwentore in diesem Drittel sehen könnte.

Was ich sah war zunächst das gleiche Spiel wie im ersten Drittel auch. Frankfurt hatte das Spiel im Griff, aber vor dem Tor klappte auch weiterhin nicht viel. Die besten Chancen wurden der Reihe nach vergeben. Am Tor vorbei, auf den Torwart oder zu gut gezielt und die Latte oder der Pfosten standen im Weg.

Man kann also sagen, dass die Frankfurter aus ganz viel ganz wenig gemacht haben. Anders die Eispiraten aus Crimmitschau, die nach und nach in das Spiel kamen. Vermutlich auch begünstigt durch verzweifelnde Frankfurter, die immer öfter den Puck verloren.

LFRTC05012018 (59 von 80)Crimmitschau machte aus relativ wenig sehr viel. Insgesamt sogar drei Tore und alle bei numerischer Gleichheit auf dem Eis. Sie zeigten wie einfach es sein kann Tore zu schießen.

So hatte ich mir mein Block K Sitzplatzerlebnis nicht vorgestellt und bin nach Drittelende wieder zurück zu meinem gewohnten Stehplatz gewandert. 1:3 stand es also nach dem 2. Drittel.

Zum dritten Drittel:

Die Löwen wirkten rat- und lustlos. Das 1:4 nach nur wenigen Minuten in diesem Drittel war die Folge. Es bedurfte einiger Minuten ehe die Löwen sich wieder fingen. Es bedurfte einer 5 auf 3 Überzahlsituation für die Frankfurter um das zweite Tor des Abends zu erzielen. Zwar stand es nun 2:4 und es war noch genügend Zeit das Spiel auszugleichen, aber die Problematik vor dem Tor bei den vielen sich bietenden Chancen blieb erhalten.

So wunderten sich viele Zuschauer um mich herum, als kurz vor Ende der Frankfurter Torwart für einen weiteren Feldspieler das Eis verlassen musste. Optimismus sieht anders aus und auch ich war skeptisch, ob es einen Unterschied macht, wenn die Chancenverwertung derzeit eher unterirdisch ist. Quittiert wurde diese Maßnahme von den Eispiraten, die ihr 5. Tor an diesem Abend erzielen und somit das Spiel für sich entscheiden konnten. Gratulation nach Crimmitschau.LFRTC05012018 (80 von 80)

Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau 2:5 (1:0 0:3 1:2)

Dass die Defensive der Löwen nicht erst seit diesem Spiel nicht das Prunkstück ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Der Unterschied war, insbesondere zu Saisonbeginn, dass die Offensive das sehr häufig mit vielen Toren ausgleichen konnte. Aber das ist derzeit auch nicht mehr der Fall. Was ist da passiert? Was ist da los? Fehlt ein Knipser vor dem Tor? Eigentlich nicht, denn die Stürmer können es an sich. Aber nur die Spieler selbst könnten die Fragen beantworten, sofern sie selbst eine Antwort darauf haben sollten.

Es sieht so aus als hätten wir in Frankfurt nun die Phase in der Saison, in der es nicht so gut läuft. Lieber jetzt als in der entscheidenden Phase der Saison. Also Kopf hoch und weitermachen.

Zur Erinnerung: Die Bilder des Spiels sind dieses Mal in einer eigenen Galerie zu finden. Bitte hier klicken.