Endlich wieder Eishockey! Die Löwen Frankfurt siegen zum Saisonauftakt in der heimischen Eissporthalle gegen den ESV Kaufbeuren mit 5:2

Die lange Zeit ohne Action auf dem Eis ist endlich vorbei. Die Testspiele waren das Warmlaufen und an diesem Freitag ging es endlich wieder um Punkte. Zwar wird in dieser Saison auch noch kein Aufsteiger ausgespielt, aber die Vereine können sich auf dieses Szenario schon vorbereiten und ebenfalls für die erste Saison, in der es möglich sein wird, die Weichen stellen.

Für mich war es insbesondere interessant zu sehen, wie die neu formierte Frankfurter Mannschaft das erste Punktspiel unter den ebenfalls neuen Trainern angehen würde. Schaffen es die Löwen in diesem Jahr wieder in die Playoffs? Und wenn ja, wohin geht die Reise in der Tabelle? Wird das Überzahlspiel wieder sehr stark sein? Findet man die Löwen wieder ganz oben in der Hitliste der meisten Strafzeiten? All dies wird sich zeigen.

Doch zunächst erfreute ich mich am Einlauf der Mannschaft, der ohne das gewohnte Flammenmeer stattfand. Die Pyrotechnik wurde wohl aus Sicherheitsgründen abgeschafft. So meine Vermutung. Nebel gab es dafür aber schon noch. So viele neue Namen und Gesichter und kurz nachdem auch die Gäste das Eis betraten, wurde es Zeit für den ersten Faceoff in dieser Saison.

Meine Kamera hatte ich dieses Mal übrigens parat, so dass es auch einige Bilder zum Spiel gibt. Hier kann man sie sich ansehen: Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren

Zum ersten Drittel:

Wenn man in der letzten Saison stets die Löwen in den Anfangsminuten anstürmen sah, war es in diesem ersten Spiel der neuen Saison anders: die Gäste kamen sehr gut ins Spiel und konnten sofort mehrere Chancen für sich verbuchen. Durch die, für mich sehr überraschende, Offensivstärke bekamen sie auch schnell eine Möglichkeit in Überzahl, die sie auch direkt nutzen konnten. Nach etwas mehr als drei gespielten Minuten stand es 0:1. Doch auch die Löwen konnten innerhalb der nächsten Minuten von einer Überzahlsituation profitieren und den Puck zum Ausgleich einnetzen.

Die Folgezeit hielt sich das Spiel recht ausgeglichen, doch nach knapp 15 Spielminuten reihten sich Strafzeiten auf beiden Seiten aneinander. Es wirkte dadurch etwas zerfahren und die Schiedsrichter ab diesem Moment etwas überfordert. Die klare Linie fehlte und dies führte zu Strafzeiten, die man wohl nicht unbedingt geben muss. Da dies aber auf beiden Seiten der Fall war, wurde es jedenfalls nicht spielentscheiden.

LFESVK140918-21Durch die ständig wechselnde Anzahl an aktiven Feldspielern auf dem Eis, war es natürlich kein Wunder, dass Tore fallen mussten. Erneut waren es die Gäste, die sich in Überzahl in der 17. Spielminute die erneute Führung holten, ehe diese nur zweieinhalb Minuten später, wie hätte es auch anders sein sollen, in Überzahl durch die Löwen egalisiert wurde. Mit dem Zwischenstand von 2:2 ging es in die erste Pause und auch die Statistik besagt, dass dies das passende Ergebnis war, denn beide Seiten verbuchten jeweils 12 Torschüsse.LFESVK140918-10

Zum zweiten Drittel:

Das Spiel fand in diesem Drittel ziemlich lange auf Augenhöhe statt. Beide Angriffs- und Defensivreihen, sowie die Torhüter zeigten sich von ihrer sehr guten Seite. Die spielanlagen ähnelten sich und es war zu erkennen, dass die beherzte Defensivarbeit der Gäste durchaus Wirkung zeigte. Doch auch die Löwen zeigten, dass sie durchaus in der Lage sind sehr gut zu verteidigen.

Zu Beginn hatten die Kaufbeurer zwei Möglichkeiten in Überzahl, die sie nicht nutzen konnten. Später in diesem Drittel hatten die Löwen sogar drei. Aber auf beiden Seiten führte das nicht zum Erfolg. Zwar waren die Strafen insoweit in Ordnung und nicht mehr in konfuser Abfolge, dafür erneut auf beiden Seiten eher unnötig.LFESVK140918-32

Aber kurz vor Ende des Drittel passierte dann doch noch etwas: Maximilian Eisenmenger dachte sich bei einem Vorstoß „warum nicht?!“ und gab einen Schuss bei freier Sicht für den Torwart aus der Mitteldistanz, also circa in Höhe der blauen Linie, ab und auf einmal jubelten die Fans hinter dem Tor. Der Puck war drin! Aus meiner Sicht sah das schon irgendwie kurios aus, denn die Bewegung des Torwarts deutete eher daraufhin, dass er den Puck ganz lässig gefangen hätte. Doch anscheinend hatte er ihn eben nicht und dieser sprang über den Handschuh ins Tor hinein. Mit dem 3:2 und damit der allerersten Führung für die Löwen in dieser Saison, ging es auch in die zweite Pause.

Zum dritten Drittel:

Dieses Tor kurz vor der zweiten Pause gab den Löwen anscheinend so richtig auftrieb. Durch eigene Angriffe, die fast immer mit einer Chance endeten, konnten die Löwen nicht nur ihr Spiel aufziehen, sondern auch die Gäste sehr gut vom eigenen Tor fernhalten. Mit der ersten Überzahl, nach rund neun Minuten in diesem Drittel, konnten sie zum 4:2 nutzen. Dieses Tor brachte noch mehr Sicherheit in das Spiel der Hausherren und die gleichzeitig den Gästen noch mehr Sorgen, denn zu diesem Zeitpunkt sah es nicht mehr so aus, als hätten sie die nötigen Ideen und Mittel dieses Spiel noch einmal zu drehen.

Zweieinhalb Minuten vor Ende war es dann ein weiteres Mal der Maximilian Eisenschläger, äh nein, Eisenmenger, der den Gästetorwart völlig verladen und den Puck durch seine Beine ins Netz schieben konnte. Spätestens mit diesem Treffer war das Spiel endgültig entschieden. Mit diesem zweiten Tor avancierte er auch zum Spieler des Tages bei den Löwen. Völlig zurecht.LFESVK140918-43

Mehr passierte auch nicht bis zum Ende und so konnten sich die neu formierten Löwen den ersten Sieg im ersten Spiel holen. Diesen Rückenwind wollen sie gleich am Sonntag in Deggendorf nutzen, wenn sie zu Gast beim Aufsteiger sind.

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 5:2 (2:2 1:0 2:0)

0:1 Branden Gracel ( Ossi Saarinen , Joseph Lewis ) – PP1 03:18
1:1 Maximilian Faber ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) – PP1 06:33
1:2 Sami Blomqvist ( Ossi Saarinen , Jere Laaksonen ) – PP1 16:25
2:2 Tim Schüle ( Carter Proft , Matthew Pistilli ) – PP1 19:04
3:2 Maximilian Eisenmenger ( Mike Fischer , Nicolas Cornett ) – EQ 39:11
4:2 Adam Mitchell ( Mathieu Tousignant , Eduard Lewandowski ) – PP1 49:23
5:2 Maximilian Eisenmenger ( Daniel Spang , Maximilian Faber ) – EQ 57:36

Zuschauer: 4.538

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Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren – 12.01.2018

Bisher waren die Allgäuer aus Kaufbeuren ein Lieblingsgegner der Löwen. Zumindest, wenn man sich die Statistiken ansieht. Aber was sind schon Statistiken? Die derzeitige Form der Frankfurter ist ausbaufähig und seit der ehemalige Sportdirektor Rich Chernomaz freigestellt wurde, ist die Erfolgsspur in sehr weite Ferne gerückt.

Mit der Hoffnung auf ein gutes Spiel und vielleicht auch dem ersten Dreier im Kalenderjahr 2018 machte ich mich auf den Weg in die Eissporthalle, meinem zweiten zu Hause. (Die Stadt Frankfurt lehnte es übrigens ab die Eissporthalle als Nebenwohnsitz anzuerkennen. Natürlich war das damals nur ein Spaß, als ich diese Frage stellte; meinen Personalausweis musste ich dennoch verlängern.)

Zum ersten Drittel:

Das Spiel begann wenig spannend, wenig spektakulär und war insgesamt auch nicht besonders schnell geführt worden. Beide Mannschaften zeigten sich defensiv gut aufgestellt und so sah es zunächst nach einem recht ausgeglichenen Spiel aus. Chancen gab es auf beiden Seiten und optisch sah es zeitweise so aus, als könnten die Frankfurter mit ihrer leichten optischen Überlegenheit auch etwas anfangen. Doch wie zuletzt blieb der zählbare Erfolg auf der Anzeigetafel aus.

Dafür zeigten die Gäste wie einfach das Tore Schießen sein kann. Ein Konter, ein Schuss von der linken Seite und drin war der Puck. Die Löwen versuchten ihrerseits weiterhin auf ein Tor zu drängen. Doch das Spiel der Frankfurter war schon in diesem Drittel von Missverständnissen, Abseitspositionen, Fehlern in der Absprache und technischen Fehlern geprägt.

Auch die sonst starke Überzahl ließ zu wünschen übrig. Dafür konnten die Gäste direkt nach ihrer Unterzahl kontern und vier Sekunden vor Ende des Drittels auf 0:2 stellen. Erneut war es ein sehr einfaches Tor der Gäste, welche die halbherzige Verteidigung der Hausherren nicht verteidigen konnte oder gar wollte.

Zum zweiten Drittel:

Kaum hatte dieses Drittel begonnen, stand es auch schon 0:3. Erneut sehr sinnbildlich, denn die Verteidigung Frankfurts war einfach nicht vorhanden. Es begann ein Offenbarungseid der Frankfurter Mannschaft zu werden.  Zwar fiel nur wenige Momente das 1:3, welches laut bejubelt wurde, doch weitere Großchancen wurden nicht genutzt. Das Paradebeispiel hierfür war der Schuss, der an den Pfosten ging, obwohl das Tor leer war. LFESVK100118 (18 von 29)

Dafür konnten die Gäste weiterhin schier ungehindert ihre Angriffe fahren und profitierten hierbei immer wieder von groben Fehlern der Frankfurter. Dass das 1:4 erst in einer Überzahlsituation der Gäste, und nicht bereits früher fiel, war weniger einer guten Verteidigung, vielmehr der Ungenauigkeit bei den Torschüssen der Gäste, zu verdanken. Wenig später fiel auch noch das 1:5, welches wieder wunderbar herausgekontert und der Puck dieses Mal von der rechten Seite in das linke obere Toreck gedroschen wurde. Stimmung gab es nur noch im Gästeblock. Aber wer könnte den Gästefans das verübeln?LFESVK100118 (22 von 29)

Zum dritten Drittel:

Kaufbeuren verteidigte, setzte ein paar Konter und erzielte das 6:1. Wären sie konsequenter gewesen, hätte sich in Frankfurt auch keiner über ein 1:10 beschweren können. Selbst das heimische Publikum, das sonst hinter der Mannschaft steht, konnte sich in Sarkasmus nicht mehr zurückhalten. Es gab tatsächlich Applaus von den Rängen für das Tor der Allgäuer.

Die Löwen waren zahnlos, wirkten lustlos, planlos und ideenlos. Der Torhüter sogar hilflos. Der unbedingte Wille fehlte gänzlich. Von einer Mannschaft, bzw. einem Team, konnte man nicht mehr sprechen. Die Auflösungserscheinungen, vorne wie hinten, waren zu deutlich zu erkennen.

Das größte „Highlight“ in diesem Drittel für Frankfurt war der gewonnen Faustkampf von Clarke Breitkreuz, der damit ein vergebliches Zeichen setzte. Mehr als das Aufleuchten von ausglimmender kalter Asche, für wenige Momente, war es dann aber auch nicht.LFESVK100118 (24 von 29)

Die Zuschauer und Fans quittierten ihren Frust und ihren Unmut damit, dass sie dem Spieler des Tages der gegnerischen Mannschaft applaudierten, während der eigene Spieler gnadenlos ausgepfiffen wurde. Aber nicht nur dieser musste das gellende Pfeifkonzert hinnehmen. Beim Verlassen des Eises galten die Pfiffe für die gesamte Mannschaft, welche dennoch Andeutungen von Applaus in Richtung der Fans zeigten. Dies war definitiv kein höhnischer Applaus, aber man darf die Frage stellen, was derzeit eigentlich mit dieser Mannschaft los ist.

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 1:6 (0:2 1:3 0:1)

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Quo vadis, Löwen?

Dass die Spieler aus Frankfurt sehr wohl als Mannschaft mit großem Teamgeist auftreten können, haben sie in der ersten Hälfte der Saison eindrucksvoll bewiesen. Es wurden viele Tore geschossen und Spiele gedreht, die eigentlich schon verloren schienen. Wille und Einsatz, sich auch mal in Schüsse zu werfen, waren vorhanden. Davon hat man in den letzten Wochen immer weniger gesehen und bei diesem Spiel überhaupt nicht.

Auf der Facebook-Seite der Löwen Frankfurt hatte ich unter das Posting des Endergebnisses einen Kommentar geschrieben, den ich hier nun fast 1 zu 1 übernehme:

Ein schlimmer Abend, den man erstmal verdauen und sacken lassen muss.
Was wir gesehen haben war keine Mannschaft, kein Team mehr. Teilweise hat es gewirkt, als gäbe es keinerlei Absprachen innerhalb der Reihen, die auf dem Eis standen.
Wille? Vereinzelt ja, aber im Großen und Ganzen nicht vorhanden.
Lust? Zu Hause im Ehebett gelassen.

Die Mannschaft wird bejubelt, wenn sie erfolgreich ist, wenn sie siegen. Aber auch, wenn die Leistung, der Wille, Einsatz usw. stimmen, aber verloren wird.
Man kann verlieren, das ist völlig normal. Aber dann hat es mit Pech, mit unglücklichen Szenen oder ein paar entscheidenden Fehlern zu tun. Damit kann ich als Fan leben, das ist menschlich und normal.
Aber die Niederlagen in der letzten Zeit haben mit den Dingen wenig zu tun. Kollektives Schweigen wäre interessant gewesen. Das Auspfeifen kann man so oder so sehen. Der Frustration, die sich bei den Zuschauern und Fans breitmacht, muss auch irgendwie Luft gemacht werden. Ob die Spieler das wirklich verdient haben, lässt sich nur schwer beurteilen. Betrachtet man nur die Leistung auf dem Eis, dann durchaus. Wenn man aber das große Ganze betrachten könnte, wahrscheinlich nicht.

Was wir aber nicht wissen ist, was hinter den Kulissen abläuft. Was brodelt denn da so sehr, dass die Spieler nicht gewillt sind eine ehrgeizige Einstellung zu zeigen? Was läuft so sehr schief, dass sich ein Profisportler lieber in Alibiarbeit übt, statt Erfolg zu wollen?
Es fällt mir schwer zu glauben, dass die Spieler bewusst in Kauf nehmen, ihren Marktwert durch diese Auftritte massiv zu reduzieren. Es muss schon ziemlich gravierend sein, was sich im Hintergrund abspielt, dass eine solche Reaktion auf dem Eis erfolgt.

Falls sie wirklich gegen jemanden spielen, dann nicht gegen die Fans und Zuschauer, was das angedeutete Applaudieren von den Spielern in Richtung der Stehkurve belegen dürfte.

Für diesen Abend hätte ich mir gewiss Schöneres vorstellen können. Da bin ich sicherlich nicht alleine mit diesem Gedanken (wie ich schon lesen konnte). Mir blutet das Herz, wenn ich das sehe, was mir da auf dem Eis präsentiert wird. Nach dem 0:3 war ich frustriert, schöpfte kurz Hoffnung, welche sich beim 1:4 in Resignation umwandelte.

Aufregen hilft mir persönlich nicht viel. Das würde mir höchstens noch einen Herzinfarkt bescheren (in ein paar Jahren – nicht jetzt sofort). Es bleibt mir nur zu hoffen, dass sich das, was im Hintergrund abspielt, sehr bald auflöst und wir wieder vernünftige Spiele sehen können.

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren – 13.10.2017

Vor dem Spiel hatte ich keine Zeit mir irgendwelche Statistiken anzusehen um herauszufinden, ob es ein eher spannenderes oder vielleicht langweiligeres Spiel werden könnte. Und nachdem ich das letzte Heimspiel gegen Crimmitschau krankheitsbedingt ausfallen lassen musste, war ich einfach nur froh wieder in der Eissporthalle zu sein. Auch wenn ich sagen muss, dass ich an diesem Spieltag lieber einen Sitzplatz gehabt hätte. Warum? Vermutlich habe ich bald eine Marathonstrecke auf der Buchmesse zurückgelegt. Aber das ist ein anderes Thema.

Pünktlich zum Einlauf der Spieler kam ich in der Halle an. Zum Glück verpasste ich somit keine Spielminute und konnte mir noch ein Plätzchen mit guter Aussicht sichern.

 

Erstes Drittel:

Zu Beginn wirkte das Spiel ruhig und ausgeglichen und es gab auf beiden Seiten die ersten Chancen. Es dauerte aber nicht lange, bis die Frankfurter eine der Chancen innerhalb der ersten drei Spielminuten zur 1:0 Führung verwandelten. Dieses Tor war schön herausgespielt und wurde durch gute Passwege vorbereitet. Danach blieb es bei dem ausgeglichenen Spiel bis eine kleine Flut an Strafzeiten über mehrere Minuten hinweg auf beiden Seiten den Spielfluss zu Nichte machte. In dieser Zeit konnte sich keine der beiden Mannschaften so richtig profilieren. Kurze Überzahl oder Unterzahl, gleiche Spieleranzahl und das immer schön im Wechsel, bis dieser Reigen ein Ende fand und Kaufbeuren eine Überzahlsituation bekam. Diese wurde solide gespielt und wurde auch zum 1:1 Ausgleich verwertet.

Das Drittel blieb in der Folge eher ruhig und recht ausgeglichen. Zwar versuchten die Frankfurter das Spiel zu machen, wurden aber von der guten Kaufbeurer Verteidigung häufig gestört, so dass gute Chancen eher Mangelware waren. Dementsprechend ging es mit dem 1:1 in die erste Pause.LFESVK131017 (4 von 30)

 

Zweites Drittel:

Eigentlich war auch dieses Drittel eher ruhig mit vielen Angriffsbemühungen der Frankfurter Offensive, die weiterhin ihre liebe Müh und Not mit den stark verteidigenden Kaufbeurern hatte. Doch irgendwie wurde die Verteidigung sträflich vernachlässigt und da stand es auf einmal 1:3. Kaufbeuren konnte zwei grob fahrlässige Fehler der Frankfurter Verteidigung ausnutzen. Das passte auch zu ihrer sehr soliden Spielweise, die ein sicheres Stehen in der Verteidigung mit schnellen Kontern beinhaltete.

LFESVK131017 (11 von 30)Nach diesen zwei Geschenken für Kaufbeuren, zogen sich diese noch stärker in die Defensive zurück und machten den Offensivbemühungen der Frankfurter erneut große Schwierigkeiten. Es war immer wieder ein Schläger oder ein Spieler der Gäste dazwischen. Und war der Puck dann doch einmal durchgekommen, so gab es noch den Torwart, der die Schüsse entschärfen konnte. Dennoch gelang es den Frankfurtern das 2:3 zu erzielen, welches scheinbar neue Kräfte weckte. Doch auch diese reichten in diesem Drittel nicht mehr aus um den Ausgleich zu erzielen. Mit dem Spielstand von 2:3 ging es in die nächste Pause.

 

Drittes Drittel:

Es dauerte recht lange bis sich die Frankfurter festigen konnten, da sie abermals Schwächen in der Defensive offenbarten und ihre Fehlpassquote in die Höhe trieben. Sehr zum Ärgernis der Fans. Vermutlich bereitete dies auch der Trainerbank in Folge Kopfzerbrechen. Die Fehler, die gemacht wurden, konnten die Verteidiger jedoch mit hartem Kampf und Willen wieder korrigieren. Es fehlte bis dahin jedoch der unbedingte Wille das Spiel wieder zu drehen. So schien es zumindest. Aber gegen Hälfte des Drittels wurden die Angriffsbemühungen wieder effizienter und auch die Fehlpässe wurden weniger. So kam es dazu, dass zuerst der Ausgleich und kurze Zeit später die 4:3 Führung für die Hausherren fiel. Das vierte Tor war die Folge eines Kraftaktes, der am Ende belohnt wurde.LFESVK131017 (17 von 30)

Während nun die Kaufbeurer ihrerseits wieder mehr taten, hielt die Defensive Frankfurts diesen Angriffen stand und konnte selbst Angriffe ausspielen, die aber ohne Torerfolg blieben. Auch in Unterzahl stand die Formation der Frankfurter sicher und fest, ließ nur wenig zu und überstand auch diese Situation. So lief die Zeit herunter und knapp eine Minute vor Spielende nahmen die Kaufbeurer eine Auszeit und tauschten ihren Torwart für einen weiteren Feldspieler aus. Das Offensivbully gewannen sie und spielten dieses schnell aus. Ein, zwei schnelle Pässe, ein Schuss und das 4:4. Doch dieses Tor wurde heiß von den Frankfurtern mit den Schiedsrichtern diskutiert. Es gab vermutlich einen hohen Stock, der das Tor ermöglichte. Die Schiedsrichter blieben bei ihrer Entscheidung und sahen auch keinen Grund den Videobeweis hinzuzuziehen.

In den wenigen verbliebenen Sekunden wollte Frankfurt den Sieg und warf nochmal fast alles nach vorne. Nur fünf Sekunden vor Schluss wurde Frankfurts Stürmer regelwidrig gestoppt und es gab einen Penalty. Das war die Chance um das Spiel in regulärer Spielzeit zu entscheiden. Doch der Schütze vergab und es ging mit dem 4:4 in die Overtime.LFESVK131017 (27 von 30)

 

Overtime:

Fünf Minuten Zeit für beide Mannschaften bei 3 gegen 3. Frankfurt gewann das Bully und konnte die ersten Akzente und Chancen kreieren. Aber nicht nur die erste Chance, sondern auch die erste Strafe ging an Frankfurt. Ein wichtiger Moment für Kaufbeuren, die das Spiel nun in Überzahl entscheiden konnten.

Jedoch passierte es, dass bei einem Neuaufbau aus der eigenen Zone heraus, der Puck an den pressenden Frankfurter Spieler verloren wurde, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und den Puck im Netz zum 5:4 versenkte.

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 5:4 in OT (1:1 1:2 2:1 1:0)

 

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