Wrestling in der Batschkapp Frankfurt: die wXw (westside Xtreme Wrestling) war am 21.04.2018 zu Gast mit der „We love Wrestling Tour“

Es ist nun schon über ein halbes Jahr her, als die wXw das letzte Mal zu Gast in Frankfurt war. Es war der 30.09.2017, und auch dort war ich vor Ort und habe davon berichtet. Hier geht es zum Artikel -> wXw Batschkapp 30.09.2017

Schon damals war ich begeistert und freute mich umso mehr auf diesen Abend, der mich auch nicht enttäuschen sollte. Die Batschkapp war ausverkauft und mein Sitzplatz in der ersten Reihe war ein klein wenig suboptimal, aber immer noch sehr gut. Ausverkauft bedeutet übrigens 450 Zuschauer.

Es gibt 72 Bilder von mir zu diesem Event – Klicke –>> H I E R <<–

Der Event aus Frankfurt wird ab dem 24.04.2018 auf dem offiziellen Videoportal der wXw zu sehen sein. Hier gelangt ihr dahin: Offizielle Video-Website: wXw now

IMAG1159Vielen ist die wXw vielleicht noch kein Begriff und ich erwähne es, so wie in meinem damaligen Bericht, gerne erneut: die deutsche Organisation „wXw“ also Westside Xtreme Wrestling, mit ihrem Sitz in Essen, ist die größte dieser Art Deutschlands. Aus dieser sind sogar bereits einige Wrestler hervorgetreten, die nun in der WWE ihre Brötchen und Hamburger verdienen.

Auch das hier erwähne ich sicherheitshalber auch nochmal: die Sitzreihen sind nicht durch eine Barriere vom Ringbereich getrennt. Dadurch ist man sehr nahe am Geschehen und wenn es passiert, auch Teil davon. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Wrestler in die Zuschauer geschubst wird oder vor ihnen liegt. Deswegen sollte man immer ein Auge auf das Geschehen haben, damit man weder sich noch einen Wrestler verletzten könnte.

Dann ging der Abend auch schon los und das mit einem sehr interessanten Match sogar. Gleich vier Wrestler durften sich in einem „Fatal4-Way“ Match messen. Gut, okay, in der wXw wird diese Matchart anders genannt, aber der Begriff aus der WWE dürfte hier gängiger sein. Eigentlich sollte es erst ein „Triple Threat Match“ sein, aber dies wurde kurzfristig geändert.

Der Erfurter Marius Al-Ani, besser bekannt als „Ninja Warrior“, Ivan Kiev und David Starr waren ohnehin für dieses Match angekündigt. Der vierte Mann im Ring wurde niemand Geringeres als Emil Sitoci, der dienstälteste Wrestler in der wXw.

IMAG1170Während zu Beginn noch alle im Ring standen und sich unkoordiniert prügelten, dauerte es auch nicht lange, bis die ersten aus dem Ring geworfen wurden. So ergaben sich sehr ansehnliche und technisch versierte Kämpfe, die oftmals von einem Rückkehrer unterbrochen wurden. Zwischenzeitlich gab es sogar eine „Headlock-Kette“ – ein sehr interessanter Anblick. Dieses Match der Vier kam sehr gut beim Frankfurter Publikum an. Die Wechsel der Ringhoheit waren schneller passiert, als man schauen konnte, bis ein weiteres Mal zwei der vier Akteure außerhalb des Rings waren. Es standen sich nun Ninja Warrior und Ivan Kiev gegenüber. Ein paar schöne Moves von beiden, doch dann packte Ninja einen Aufgabegriff aus, dem Ivan in der Mitte des Rings nichts entgegenzusetzen hatte und aufgeben musste. So gewann der Erfurter dieses aufregende erste Match und das Publikum jubelte.

Das war mal ein Auftakt nach Maß. Sehr wünschenswert. Das Publikum war da und wurde mitgerissen. So konnte und sollte es auch weitergehen.

Es folgte ein Match, das eine gewisse Ungleichheit in sich trug. „Dirty Dragan“ musste gegen den Adler der wXw „Absolute Andy“ antreten. Letzterer wird, bzw. wurde von Samoa Joe trainiert. Der Name kommt euch bekannt vor? Zurecht, er ist derzeit aktiver Wrestler der WWE.

IMAG1175Bevor dieses Match so richtig losging, war schon allein durch die Optik der beiden zu erkennen, wer die Vorteile auf seiner Seite haben sollte. So war es auch nicht verwunderlich, dass Andy in seiner dominanten Art und Weise Dragan aufforderte sich einfach hinzulegen und sich pinnen zu lassen. So käme dieser schmerzfrei davon. Doch weder Dragan noch das Publikum wollten das. Wenn auch Dragan so aussah, als wüsste er nicht so richtig, ob er nicht vielleicht doch darauf eingehen sollte. Letztlich begann dieses Match dann doch und Dragan musste sehr viel einstecken. Sowohl im Ring als auch außerhalb des Rings. Dabei bewies er aber Nehmerqualitäten und wehrte sich mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln. Nur hatten diese gegen die dominante Art von Andy kaum Wirkung. Dafür hatte er den Zuspruch und die Fans in Frankfurt hinter sich, die ihm zujubelten. Die Sympathien konnten nicht klarer verteilt sein. Doch am Ende musste er sich geschlagen geben und Andy gewann das Match nach einer Serie von kraftvollen Moves. Das Match war entschieden, aber Andy noch nicht fertig. Es gab somit also noch einen „Nachschlag“ für Dragan; im wahrsten Sinne des Wortes. Aber Emil Sitoci eilte seinem Zögling(?) zur Hilfe und musste selbst noch einstecken. Letztlich änderte dies aber nichts daran, dass es für Dragan vom Frankfurter Publikum Sonderapplaus gab.

Die Stimmung hielt sich also und das Publikum war weiterhin dabei. Der Spaß ging auch direkt weiter mit dem Match einer Veteranin gegen eine Dame, die von ihr als „Rookie“ betitelt wird. Melanie Gray gegen „Killer“ Kelly aus Portugal. Kelly ist erst rund ein halbes Jahr in der wXw, mischt aber schon gut auf.

IMAG1192War es vor rund einem halben Jahr noch mehr ein eher lustiges und spaßiges Match zwischen Melanie Gray und Session Moth Martina, wurde dieses Duell auf einem ganz anderen Level und Niveau ausgetragen. Beide Damen scheuten nicht davor, sich im Ring und außerhalb des Rings zu profilieren. Dabei war es insbesondere Melanie, die das Heft wutentbrannt in die Hand nahm und Kelly aufzeigen wollte, wer Chefin im Ring ist. Aber Kelly wusste sich zur Wehr zu setzen und es entwickelte sich ein sehr ansehnliches Match, das sehr viele technische und kraftvolle Elemente enthielt. Das Momentum wechselte sogar, aber Kelly hatte am Ende nicht das Glück auf ihrer Seite und musste sich Melanie an diesem Abend geschlagen geben.

Respekt an beide Damen, da ziehe ich meinen Hut vor der Leistung, die gezeigt wurde. Bitte zukünftig mehr davon.

IMAG1212Danach wurde es mal Zeit für einen Titelkampf an diesem Abend in Frankfurt. Es ging um die wXw Shotgun Championship. Titelverteidiger Bobby Gunns, der sogar dort raucht, wo es verboten ist, stellte sich seinem Herausforderer „Dunkzilla“ Mark Davis. Dieses Match hatte nicht so ganz das Flair der vorhergehenden gehabt. Das lag auch mitunter daran, dass Bobby so seine Schwierigkeiten mit dem bulligen Mark Davis hatte. Mehrere Clotheslines hintereinander weg und Dunkzilla stand immer noch recht unbeeindruckt auf den Beinen. Die körperlichen Vorteile machte sich Mark Davis des Öfteren zu Nutze und demonstrierte sie häufig. Um dem zu entgehen änderte Bobby seine Taktik und begann den linken Arm Dunkzillas zu bearbeiten. Vorwiegend mit Armbars und Aufgabegriffen. Diese zeigten auch Wirkung. Dennoch schien das Match lange offen, bis es Bobby gelang einen Superplex vom zweiten Ringseil zu zeigen, der dem Kampf das Ende setzte. So blieb und bleibt Bobby weiterhin der wXw Shotgun Champion.

Anschließend kam Alexander James in den Ring und redete, erzählte und sprach von der großen Gelegenheit, die ihm zustünde, gegen Ilja Dragunov um den wXw Unified World Wrestling Championship anzutreten. Dabei verhöhnte er Ilja mehrere Male und sagte, dass Ilja Angst vor ihm habe und deswegen nicht antreten kann oder will und aufgrund dessen eine „Verletzung“ vortäuscht. Dabei muss man sagen, dass Ilja anscheinend tatsächlich mit einer Verletzung zu tun hat, denn die wXw erlaubt es ihm nicht mit dieser Verletzung ein Match zu bestreiten.

IMAG1234Aber Ilja wäre nicht Ilja, wenn er das einfach auf sich sitzen lassen würde. Selbstverständlich kam er unter großem Jubel heraus und stellte sich Alexander. Dabei mussten ihn aber zwei Offizielle zurückhalten, denn wie erwähnt, wrestlen darf er nicht. Während ihn also zwei Offizielle zurückhielten, machte Alexander mit seinen Sticheleien weiter und kratzte an der Ehre des Russen. Dieser hatte schwer damit zu kämpfen, sich unter Kontrolle zu halten. Aber sein Temperament ging mit ihm durch, er schoss so schnell aus der Ringecke hervor, dass nicht nur die beiden Offiziellen, sondern auch Alexander überrascht waren und machte seinen bekannten „Torpedo“ – einen Shoulder block, der Alexander zu Boden warf. Dies feierten die Fans lautstark.

IMAG1259Ein weiterer Titelkampf stand an und da ging es um die wXw World Tag Team Championship. Die Titelträger „Monster Consulting“ bestehend aus Avalanche und Julian Nero trafen dabei auf die Arrows of Hungary. Beide Teams arbeiteten jeweils gut zusammen und hatten dadurch jeweils ihre Momente. Zu Beginn waren es Monster Consulting, die Oberwasser hatten. Nachdem außerhalb des Rings Avalanche gegen die Ringtreppe gedonnert worden war, konnten die Pfeile aus Ungarn Julian Nero bearbeiten und waren dem Titelgewinn schon sehr nahe. Aber Julian Nero wehrte sich, so gut er konnte. Doch die Tag Team Moves der Ungarn haben schon ihre Wirkung gezeigt. Nur gut, dass sich Avalanche wieder aufrappeln konnte und dann seinem Namen alle Ehre machte. Wie eine Lawine kam er über die Ungarn und begrub sie unter sich. Das war der Beginn vom Ende der Titelträume für die Ungarn, die sich im Anschluss an die Naturgewalt geschlagen geben mussten. Auch hier blieb der Titel bei seinen Besitzern und wechselte nicht.

Kurz vor dem Hauptkampf des Abends rief Pete Bouncer im Ring Da Mack aus, der sich weder zeigte, noch anderweitig darauf reagierte. Wer weiß, was da im Busch ist.

IMAG1288Jedenfalls kamen nun Zack Sabre Jr., der sein Comeback feierte, und Lucky Kid in den Ring, um das Hauptmatch zu bestreiten. Es war ein sehr technisch versierter Kampf zwischen beiden, der von den Fans auch entsprechend honoriert wurde. Kraftaktionen gab es wenige zu sehen, dafür interessante und lustige Einlagen von Lucky Kid, der damit seinem Gimmick und seiner Rolle absolut gerecht wurde und einigen abwechselnden Schlägen auf die Brust, bei dem einer so laut Klatschte, dass die Fans „Holy Shit“ riefen. Zu all diesen Spielereien und anderen technischen Aktionen wurden auch etliche Submissions gezeigt. Einige sahen irgendwie so aus, als würde es sich um eine Verknotung der beiden Kontrahenten handeln. In dieser Form schenkten sich beide wenig und ein normaler Pin schien unmöglich, da sich keiner die Blöße geben wollte. So war es am Ende ein Aufgabegriff von Zack, bei dem Lucky Kid nicht abklatschte, sondern so langsam verblasste; also drohte ohnmächtig zu werden. Das sah der Ringrichter und beendete das Match, welches Zack Sabre Jr. Somit für sich entschied.

Es war ein großartiger Wrestlingabend. Es wurde viel geboten und die Fans honorierten dies mit Jubel und Applaus. Es wird wohl keine Frage sein, dass ich das nächste Mal am 02.09.2018 wieder vor Ort sein werde.

Offizielle Website: wXw-Wrestling

Offizielle Video-Website: wXw now

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Konzertbericht zu Cradle of Filth und Moonspell – 07.02.2018 – Batschkapp Frankfurt

An diesem Abend war die Batschkapp leider nur zur Hälfte geöffnet und es waren zwischen 600 und 700 Gäste zum Auftritt der beiden Bands gekommen. Dabei wurde auch viel portugiesisch unter den Gästen gesprochen. Warum portugiesisch? Nun, Moonspell kommen aus der Nähe von Lissabon und haben durchaus sehr viele Songs im Repertoire, die in Landessprache gesungen werden.

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Und mit Moonspell ging es auch pünktlich um 20 Uhr los. Die Bezeichnung „Vorband“ lassen wir bei dieser Gruppe weg, denn sie haben durchaus das Zeug und den Bekanntheitsgrad in der „dunklen Szene“, um selbst als Headliner touren zu können. Sie sind einfach schon seit Jahren mit Cradle of Filth befreundet und touren nicht das erste Mal gemeinsam.

Moonspell070218 (22 von 26)So kamen sie unter Applaus und Jubel auf die Bühne und eröffneten den harten Abend mit den ersten Songs des aktuellen Albums „1755“, was durchaus sofort zu einer dunklen Atmosphäre führte. Bereits zu Beginn mit einer Mischung aus orchestrischem Gesang, der düsteren Atmosphäre und der kraftvollen, sehr starken Stimme von Fernando Ribeiro, gingen dieser Bühnenauftritt und die Musik sofort durch Mark und Bein.

Auch das Bühnenoutfit, mit dem die Musiker selbige betraten, erinnerte mich an etwas sehr Düsteres. Dies untermalte die mitgebrachte Laterne, die Fernando mitbrachte. Irgendwie ein bisschen Undertaker (Wrestling Legende) – mit dem Outfit und seinem Gesang, der häufig gutturaler Natur ist, hat er mich und viele andere Gäste in den Bann von Moonspell gezogen.

Moonspell070218 (21 von 26)Die Mischung aus Dark und Gothic Metal kommt bei Moonspell sehr gut durch und rüber. Auch die Gitarrenriffs setzen sich schnell im Gehörgang fest. Zudem haben die Songs schnelle und langsam gespielte Passagen, die sich aber stets in das düstere, atmosphärische Konzept einfügen. Dabei verlieren sie ihre eigene Note zu keinem Zeitpunkt. Insbesondere die Songs vom Album „1755“ wirken mit den klassischen Zügen und einem leichten Hauch von Folklore sehr angenehm. Zwar habe ich kein Wort, von dem was gesungen wurde, verstanden, aber das ist wirklich relativ zu betrachten, denn die Energie, die mit dem kraftvollen Gesang einhergeht, überträgt sich auch so auf die Gäste. Teilweise hatte ich das Gefühl zu verstehen, auch wenn das wohl mehr durch das Einlassen auf diese interessante musikalische Mischung zurückzuführen ist.

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Wichtig war natürlich auch, dass Ton und Sound gut aufeinander abgestimmt waren, sodass Gesang und Instrumente recht gut zu unterscheiden waren. Das ist bei einer Band, wie Moonspell nicht unwichtig, da immer wieder langsamere Passagen mit sehr markanten Riffs eingespielt werden. Ebenfalls kommt auch der Bass sehr gut zur Geltung bei manchen Liedern und da ist es sehr hilfreich, wenn man eben diesen gut heraushören kann.Moonspell070218 (13 von 26)

Der Auftritt auf der Bühne war sehr lebhaft und es wurde sehr häufig zum Mitklatschen und zum „Hey“ mit Fauststoß aufgefordert, was auch jedes Mal sehr gerne angenommen wurde. Die Fans waren ohnehin sehr angetan und haben sich mit Headbangen schon die Zeit vertrieben. Mitgeklatscht wurde auch, wenngleich es manchmal eher schwierig war. Doch da half die Anleitung von Fernando und schon machten viele mit. So hat sich der lebendige Auftritt von der Bühne auf die Fans übertragen, die es ihrerseits aktiv zurückgeben konnten.

Wen wundert es da, dass eine knappe Stunde so schnell vergeht, dass man sich verwundert umsieht, wo die Zeit schon wieder geblieben ist.

Kurze Informationen zu Moonspell:

Genre(s):  Dark Metal, Black Metal, Gothic Metal

Herkunft:  Brandoa (bei Lissabon), Portugal

Gründung:  1989 als Morbid God – 1992 Umbenennung in Moonspell

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Fernando Ribeiro

E-Gitarre:  Ricardo Amorim

E-Gitarre / Keyboard: Pedro Paixão

Bass:  Aires Pereira

Schlagzeug:  Miguel Gaspar

Nachdem Moonspell mit gebührendem Applaus verabschiedet wurden, begann der Umbau bzw. das Abräumen auf der Bühne und meine Wenigkeit ging ein wenig frische kalte Luft schnappen, bzw. etwas E-Zigarette im Zelt dampfen. Ich hätte mir ruhig etwas mehr Zeit lassen können, denn der Umbau dauerte gut 30 Minuten, ehe es mit dem Betreten der Bühne von Cradle of Filth noch ein Stück weit härter zugehen sollte. Musikalisch natürlich.

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CradleOfFilth070218 (11 von 47)Die erste Überraschung, die mir, abgesehen vom wirklich harten musikalischen Einstand, auffiel, war, dass Sänger Dani Filth kleiner war als ich dachte. Das macht für seine Gesangskünste jedoch keinen Unterschied. Von diesen war ich ohnehin stark beeindruckt, denn er beherrscht viele unterschiedliche Facetten und Gesangslagen. Wobei es auch manchmal mehr schreien ist. Aber er schafft auch sehr schnelle Wechsel zwischen tiefem gutturalen Gesang und dem sehr hohen Schreien, sowie normalem Gesang. Das fand ich über den Abend hinweg sehr beeindruckend. Vor allem deswegen, weil er auch nach über eineinhalb Stunden immer noch Stimme hatte.

Aber nicht nur die unterschiedlichen Gesangslagen, sondern auch der Umgang mit dem Mikrofon dabei waren sehr interessant zu beobachten. Je nach dem, welche Stimm- und Gesangslage er gerade darbietet, wechselt er die Position des Mikrofons. Beim gutturalen Gesang ist es teilweise neben dem Mund und bei den hohen Schreieinlagen eher etwas weiter weg und in Höhe der Nase.

CradleOfFilth070218 (29 von 47)Als deutlich sanfteren Ausgleich zu Danis harter und kraftvollen Stimme, gab es immer wieder Songs, in denen die Keyboarderin Lindsay Schoolcraft, Gesangsparts hatte. Diese waren beinahe etwas zu leise aber gut hörbar und stellten einen sehr angenehmen Gegensatz zu Dani dar.

Gut, dass ich bereits durch Moonspell wusste, dass die Tonanlage gut abgestimmt ist, denn es ist schwierig bei einer Band, wie Cradle of Filth, einzelne Instrumente, abgesehen vom Schlagzeug, wirklich gut herauszuhören. Insbesondere dann, wenn härtere und schnellere Songs und Passagen gespielt werden. Es ist zwar kein wildes Draufhauen, wie es bei Thrash Metal öfter mal der Fall ist, aber dennoch kaum eine Chance das eine Instrument wirklich herauszuhören. Dafür sind sie aber bei den langsameren Passagen in längeren Songs wirklich sehr gut hörbar und sogar sehr melodisch. Da erkennt man sogar, wie gut der Umgang mit den Instrumenten wirklich ist.

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Aber auch die Bühnenoutfits und Show an sich waren sehr passend für diese Band. Viele wechselnde Lichter, aber immer wieder rötlich und ganz viel Nebel waren schon an der Tagesordnung.CradleOfFilth070218 (26 von 47)

Was das Mitmachen der Gäste und Fans betraf, kann ich nicht wirklich viel sagen. Selbstverständlich wurde nach den Liedern applaudiert und gejubelt, aber Mitklatschen und Mitsingen waren kaum möglich. Auch für den Fauststoß mit „Hey“ dazu, war die Art der Musik einfach etwas zu schnell. Dafür habe ich aber viele Haare herumfliegen sehen, wodurch ich schließen kann, dass sehr viele dem Headbangen verfallen waren.

Ja, man muss dieses Genre „Dark Metal“ schon mögen, sonst hat man bei solchen Bands kaum einen Zugang. Aber wenn man ihn hat, dann kann man sich durchaus beeindrucken lassen und Spaß an dieser härteren musikalischen Gangart haben.

Kurze Informationen zu Cradle of Filth:

Genre(s):  Dark Metal, Extreme Metal

Herkunft:  Suffolk, England

Gründung:  1991

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Dani Filth (Daniel Lloyd Davey)

Gitarre:  Richard Shaw

Gitarre:  Ashok

Bass:  Daniel Firth

Keyboard / Gesang:  Lindsay Schoolcraft

Schlagzeug:  Martin Skaroupka

Extreme – 04.12.2017 – Batschkapp Frankfurt

Mal wieder gute Musik; mal wieder in der Batschkapp. Wie häufig war ich denn in den letzten Monaten hier gewesen? Okay, ich habe nachgezählt: inklusive diesem Konzert das 13te Mal. Davon auch einmal beim Wrestling – für jene, die auch nachzählen möchten und nur auf 12 kommen. So viel dazu.

Diesmal ging es pünktlich um 20 Uhr los. Die Vorband „The New Black“ war nicht spontan erkrankt und konnte demnach ihr musikalisches Talent auf der Bühne unter Beweis stellen.BaKa041217 (1 von 11)

Warum ich diese Gruppe aus Würzburg bisher nicht kannte, ist mir im Nachhinein schon ein kleines Rätsel gewesen, denn sie spielen guten und kraftvollen Hard Rock. Die Musik, die sie in den rund 35 Minuten auf der Bühne präsentierten, war dem Genre entsprechend und stellenweise härter als gedacht. Eventuell lag das aber auch an der Tonabmischung, die zwar gut, aber nicht perfekt war. Es fiel mir persönlich zum Beispiel schwer die beiden E-Gitarren rauszuhören, wenn diese gleichzeitig gespielt wurden. Ob das nun an der Band an sich, der Tonabmischung oder meinem Platz in der Batschkapp lag, kann ich nur schwer beurteilen. Vielleicht war es auch eine Mischung aus Allem davon.

Um mir persönlich einen besseren Eindruck der Musik zu verschaffen, habe ich während des Schreibens ein paar Songs auf YouTube gehört und angesehen. Dabei stellte ich dann fest, dass es durchaus eine leichte Übersteuerung beim Live-Auftritt in der Batschkapp gegeben haben muss. Mir gefällt der Stil, den diese Band spielt und auch das Video zum Song „Soon“. Ist zwar schon etwas älter, aber nun. Warum mir ausgerechnet dieses Video gefällt? Männer werden es beim Ansehen verstehen und Frauen die Augen verdrehen. Aber zurück zum Auftritt in der Batschkapp.BaKa041217 (3 von 11)

Sänger Markus Hammer versuchte immer wieder mal Stimmung unter die Gäste zu bringen und diese zum Mitmachen zu animieren. Mitsingen war etwas schwierig, da allem Anschein nach, nur wenige die Band kannten. Dementsprechend zurückhaltend reagierten die Anwesenden auf die Aufforderungen zum Mitklatschen und zum Fauststoß. Ich selbst kam mir auch etwas verloren vor, als ich bemerkte, dass um mich herum auch keiner so wirklich mitmachen wollte. Das war mir aber gleich, und so habe ich mitgemacht und siehe da, Mitklatschen konnten sie dann doch um mich herum – sehr schön.

Insgesamt war der Auftritt aber okay, auch wenn ich während des Auftritts nicht wusste, wer diese Band eigentlich war. Das hat sich erst mit den Schlussworten des Sängers herauskristallisiert, als er den Namen der Band nochmal erwähnte.

Kurze Informationen zu The New Black:

Genre(s):  Hard Rock

Herkunft:  Würzburg, Deutschland

Gründung:  2007

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Markus Hammer

Gitarre:  Christof Leim

Gitarre:  Fabian Schwarz

Bass:  Günter Auschrat

Schlagzeug:  Philipp Klinger

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Circa um 21:20 gingen die Lichter komplett aus und der Klang einer Gitarre auf der Bühne, der nicht zur Feineinstellung erklang, hallte durch die Batschkapp. Als dann endlich die Lichter die Bühne ausleuchteten, standen sie in voller Größe und Montur auf der Bühne: Extreme – die Funk Rocker aus Boston.

Es mag zwar sein, dass der bekannteste Song von Extreme eine Ballade mit dem Titel „More than Words“ ist, dennoch kann die Band ganz anders. Und das sogar sehr gut. Rockig, melodisch und mit gutem Gesang kombiniert, zeigten sie sich bereits während ihrer ersten Songs. Jubel und Applaus des buntgemischten Publikums gab es direkt dazu.

Bunt gemischt war das Publikum, denn ich habe von Kindern im Grundschulalter bis zum Rocker-Urgestein wirklich alle möglichen Menschen gesehen.BaKa041217 (10 von 11)

Sänger Gary Cherone versprühte, mit seinen mittlerweile 56 Jahren, die pure Lebensfreude und Energie auf der Bühne. Dass nicht nur er, sondern auch der Rest der Band, Spaß an ihrer Musik haben, war mehr als deutlich zu erkennen. Das sind sie die eingefleischten Rocker. So kamen die Lieder, die sie spielten, sehr gut beim Publikum an, welche von sich aus oftmals das Mitklatschen bei bestimmten Passagen anstimmten. Aber auch, wenn die Musiker zum Mitklatschen, zum Fauststoß und zum Mitsingen aufforderten, war das Publikum voll da.

Die Zeit rannte förmlich davon während des Auftritts, schließlich war bei Extreme die Tonabmischung, meiner Meinung nach, nahezu perfekt. Die Instrumente und der Gesang ließen sich wunderbar heraushören. Oftmals habe ich einfach nur die Augen geschlossen und die Musik genossen. Insbesondere die Solos, ob nun Gitarre oder Schlagzeug, waren hervorragend.BaKa041217 (6 von 11)

Bei den Songs haben sich die Musiker ihrem ganzen Repertoire bedient, so dass es mal schnellere und kraftvollere Songs gab, aber auch etwas ruhigere und melodischere Stücke wurden präsentiert. Dieser abwechslungsreiche Auftritt hat mir sehr gefallen und ich war doch überrascht, wie schnell die Zeit verflog. Es war wahrlich ein Abend zum Genießen und durch den Zeitflug weiß ich gar nicht mehr, wie lange Extreme auf der Bühne standen, wobei ich von rund 90 Minuten ausgehe.

Hier und da scherzte der Sänger auch mal zwischen den Songs und merkte mehrere Male an, dass an diesem Abend Lieder gespielt werden, die sie schon sehr lange nicht mehr gespielt haben. Aber auch ohne die eingeschobenen Scherze und besonderen Grüße an die auf den Schultern getragenen Kinder im Publikum war die Stimmung von Anfang bis Ende vorhanden und wirklich gut.BaKa041217 (8 von 11)

Kurze Informationen zu Extreme:

Genre(s):  Hard Rock, Funk Rock

Herkunft:  Boston, USA

Gründung:  1985 und 2008 (nach der Auflösung 1995)

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Gary Cherone

Gitarre:  Nuno Bettencourt

Bass:  Pat Badger

Schlagzeug:  Kevin Figueiredo

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