Buch-Rezension zu „The Wild Hunt“

Das Lesefieber, das mich seit der Frankfurter Buchmesse begleitet, führte mich am 31.10.2017 zu einem Buch, das nicht passender zu Halloween sein konnte, als dieses.

The Wild Hunt“ von Mario H. Steinmetz aus dem Papierverzierer Verlag in Essen.

Genres:  Horror, Fantasy, Paranormal

Auch dieses Buch enthält eine abgeschlossene Handlung auf 262 Seiten. Es erschien bereits am 27.10.2016 und meine Lesedauer betrug ca. 6 Stunden.

Klappentext:

Ein Serienkiller treibt in Louisiana sein Unwesen. Er überfällt Reisende und verschleppt sie in das Sumpfland des Atchafalaya Wildlife Refuge.
Als Sues Familie in die Fänge des Killers gerät, muss sie mit ansehen, wie ihre Familie brutal ermordet wird. Sie selbst kann in ihrer Not gerade noch in die Sümpfe entkommen.
Die Jagd auf den Serienkiller beginnt, dessen Morde mit einer Blutfehde zusammenhängen, die bis in die Zeit der amerikanischen Revolution zurückreicht.
Doch in den Sümpfen lauert noch etwas weitaus gefährlicheres als der Killer. Es ist kompromisslos, tödlich und absolut böse!

Es ist definitiv keine Geschichte für zart besaitete Personen, denn im Verlauf der Geschichte wird es durchaus auch mal blutig und die Beschreibung der Verletzungen usw. könnte in Verbindung mit einer lebhaften Fantasie recht ungesund sein.

Zum Glück gehöre ich nicht zu diesem Personenkreis und konnte diese Geschichte in vollen Zügen genießen.

Der Klappentext, um die junge Sue, beschreibt den Anfang des Buches auf den ersten 20 Seiten. Dass innerhalb dieser Anfangsseiten bereits ein recht hohes Spannungslevel erreicht wird, ist schon bemerkenswert: Verfolgungsjagd, Morde und die Flucht von Sue.

Mir fiel unweigerlich eine Aussage von Stephen King ein, der sinngemäß sagte, dass die Hauptfiguren einer Geschichte zuerst kennengelernt werden, ein Bezug zu ihnen aufgebaut wird und sobald sich der Leser an die Personen gewöhnt hat, wäre es eine noch größere Freude, diese in den Horrorgeschichten so richtig ranzunehmen.

Ja, Pustekuchen. Hier geht es direkt zur Sache. Danach darf man diese Aufregung verdauen und zu Luft kommen. Es entwickeln sich zwei Geschichten mit unterschiedlichen Charakteren, die parallel zu einander verlaufen.

In der einen haben wir den jungen Journalisten Mason, der sich für das Geschehen in dem kleinen Ort interessiert und sich durch die Mordserie eine Titelstory erhofft.

In der anderen finden sich Eric und Nina, die eigentlich nur auf der Durchreise nach New Orleans sind. Sie sind kein Paar, sondern Arbeitskollegen.

Während Mason durch sein journalistisches Interesse beinahe zwangsläufig in die Fänge einer Gruppe professioneller Jäger gerät, welche er als potentielle Verursacher der Morde ausfindig machte, geraten Eric und Nina eher zufällig zur Lafayette Familie und deren Anwesen in den Wäldern des Ortes.

Alle drei werden jedoch in etwas hineingezogen, das sie weder vorausahnen, noch sich jemals hätten vorstellen können. Diese Gruppe aus Jägern und die Familie der Lafayettes sind nämlich Erzfeinde und bereiten sich auf eine spezielle Mondnacht vor, in welcher sie ihrer Blutsfehde ein Ende setzen wollen.

Für Eric und Nina beginnt das ganze eigentlich noch recht angenehm. Es entwickeln sich im Lauf der Geschichte aber immer kuriosere Gegebenheiten. Durch Erzählungen der Familie, dass es Monster, sogenannte Rougarous (oder auch Rugaru geschrieben), gäbe, wird es noch viel undurchsichtiger. Die beiden sind durch diese Erzählungen und das merkwürdige Verhalten der Familie sehr irritiert und wollen eigentlich nur so schnell wie möglich weg. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen und so müssen sie bleiben und sich dem verrückten Wahnsinn, der sie erwartet, notgedrungen stellen. Und dabei stoßen sie auf Dinge, auf die sie lieber nie gestoßen wären.

Bei Mason verhält sich das, wie bereits erwähnt, ein wenig anders. Zunächst findet er seine Verdächtigen in der Gruppe der Jäger und stellt ihnen nach, um an Beweismaterial zu kommen. Seine Neugierde wird ihm aber zum Verhängnis und so muss er sich irgendwann in den Fängen dieser Jäger als potentielles, nächstes Opfer wiederfinden. Durch einen gewagten Deal gelingt es ihm vorerst am Leben zu bleiben. Doch auch diese Jägergruppe erzählt von diesen Monstern, was für Mason genauso verstörend ist.

Auch bei diesem Buch ist es vorteilhaft ein Supernatural Fan zu sein, denn dann weiß man, worum es sich bei diesen Rugarus handelt. Aber selbst wenn nicht, wird dies ausführlich in den parallel verlaufenden Geschichten der Hauptfiguren erklärt.

Ach ja, auch Sue kommt, wenn auch sehr selten, nochmal in der Geschichte vor. Sie ist schließlich währenddessen noch auf der Flucht.

Während sich das Spannungslevel also nach der knallharten Eröffnung des Buches immer wieder ein wenig zeigt und wieder abflacht, steigt es im letzten Drittel des Buches sehr hoch an und flacht fast gar nicht mehr ab. Da beginnt nämlich das blutige Aufeinandertreffen beider Erzfeinde und die parallel verlaufenden Geschichten finden zusammen.

Auch das Ende dieser Geschichte ist doch etwas, womit ich jedenfalls nicht gerechnet habe.

Fakt ist, dass der Autor diese drei Genres sehr gut in Szene setzt und mit diesen parallelen Handlungen eine Geschichte erschaffen hat, die sehr angenehm zu lesen ist. Der Schreibstil ist rund und ermöglicht es die Geschichte sehr fließend zu lesen.

Dieses Buch war übrigens ein Spontankauf. Mich hatte dieses Cover angesprochen. Die Augen blicken einen geradezu bedrohlich an. Aber auch der Klappentext war ebenfalls ansprechend, obwohl mir dieser Klappentext durchaus eine etwas andere Geschichte suggerierte, als ich im Endeffekt gelesen habe.

Dieser Spontankauf entpuppte sich als Glücksgriff, muss ich sagen. Paranormaler Fantasyhorror, der das Thema trifft und Menschen, die es gerne etwas härter und blutiger mögen, erfreuen wird.

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Buch-Rezension zu „Knochenjob!“

Nach der Frankfurter Buchmesse habe ich immer noch so viele tolle Bücher, dass mir die Wahl sehr schwer fiel, zu welchem Buch ich nun greifen sollte.

Da stand ich vor meinem Schrank und siehe da, dieses Buch hat mich an jenem Abend am meisten angesprochen und so nahm ich es in die Hand.

Knochenjob!“ von Sarah Adler aus dem Drachenmond Verlag in Leverkusen.

Genre: Roman / Fantasy

Das Buch erschien bereits am 08.10.2016 mit 267 Seiten. Meine Lesedauer betrug ca. 6 Stunden. Es ist eine in sich abgeschlossene Geschichte, die dadurch interessant wird, da sie anders ist.

Klappentext:

Drei wissenswerte Tatsachen

1. Dies ist eine Geschichte über den Tod.
2. Dies ist eine Geschichte über den Tod, der das Nasenbein gestrichen voll hat von rostigen Sensen und kratzigen Umhängen.
3. Dies ist eine Geschichte über den Tod, die folgende Dinge beinhaltet:
Das Leben
Das Schicksal
Eine Reise zur Zeit
Den todesmutigen Versuch, ein paar Menschen zu retten
Und ein zufällig gelüftetes Geheimnis, das alles über den Haufen wirft.

Aber lest selbst.

Vorweg möchte ich erklären, warum diese Geschichte „anders“ ist. Sie behandelt nämlich Themen, die in der heutigen Zeit ein ziemliches Tabu geworden sind, obwohl sie täglich überall auf der Welt zugegen sind. Die Themen sind Tod und Sterben. Aber in einer Art und Weise, die spannend und interessant zu lesen ist.

Wichtig ist auch zu sagen, dass die Geschichte voll von schwarzem Humor, Sarkasmus, Ironie und Selbstironie ist. Wer sowas mag, so wie ich, wird oft und viel zu lachen haben.

Die Tatsache, dass der Tod personifiziert wurde und dieses Buch von seinen Erlebnissen im Laufe der Jahrmilliarden „selbst“ geschrieben worden ist, stellt sich wahrlich als grandios heraus.

In der Geschichte selbst erfährt man viel über die Arbeit und das Leben von Tod und wie er nach und nach genug davon hat. Durch die Erzählung lässt Tod viel in seine Gedanken blicken und sozusagen auch hinter seine Kulissen. Diese Seite vom Tod ist eine, die eher nur sehr selten betrachtet wird. Mit der Zeit wird auch verständlich, warum er nicht mehr der Tod in dieser Form sein möchte. Sein Ruf ist einfach nicht der beste und daran möchte er unbedingt etwas ändern.

Seine Versuche sind herzallerliebst aber leider nicht mit Erfolg versehen. Diese sind sogar gut beschrieben, denn er versucht sich in Erster Hilfe. Man kann ihm jedenfalls nicht vorwerfen, dass er es nicht versucht hätte.

So muss er sich stets neue Dinge einfallen lassen und probiert diese auch aus. Irgendwann beschließt er eine Reise zur Zeit zu unternehmen um seinen Unmut zu äußern.

Seine Erzählung ist dabei jedoch nicht geradlinig, da häufig ein Rückblick oder Erklärungen zu Situationen mit unter Anderem weiteren Personifizierungen, wie zum Beispiel Leben, Zufall, Glück und weiteren, eingeschoben werden. Diese eingeschobenen Anekdoten bieten Abwechslung und machen meiner Meinung nach die Gesamtgeschichte verständlicher.

Man merkt insgesamt in diesem Buch, dass sich die Autorin ausführlich mit dieser Thematik beschäftigt hat. Schließlich werden auch die kulturell unterschiedlichen Vorstellungen beschrieben, welche Erscheinung der Tod hat. Denn er tritt nicht überall auf der Welt als der bekannte „Sensenmann“ auf. Zudem ist die Idee, wie es sich mit dem Sammeln der Seelen verhält, schön durchdacht.

Die Vorstellung, dass Tod ein ganz angenehmer Zeitgenosse ist und wie er die Seelen der Verstorbenen abholt und diese sich ihm gegenüber verhalten, bieten eine neue, recht positive Sichtweise zum Tod und Sterben. Darüber muss man erstmal nachdenken, finde ich.

Der Charakter von Tod ist in diesem Buch sehr gut getroffen. Genau so stellt man ihn sich vor, wenn es um Charaktereigenschaften geht. Auch der Schreibstil passt und ist nicht zu kompliziert, so dass sich diese Geschichte sehr gut lesen lässt.

Die Idee und die Umsetzung, sowie die Darstellung vom Tod als Person, haben mich an dieses Buch gefesselt. Obwohl es kein spezielles Spannungshoch gibt, wollte ich dranbleiben um diese Geschichte weiterzulesen. Das ist wirklich nicht die Norm bei mir. Aber es machte Spaß zu lesen und der besondere Humor, der passend zum Tod ist, sind das entsprechende Tüpfelchen auf dem „i“.

Kurzum kann ich das Buch insbesondere jenen empfehlen, die sich ohnehin mit dem Tod als solchen beschäftigen und / oder eine Affinität zum schwarzen Humor besitzen. Für diese Menschen ist das Buch geradezu perfekt.

Bildquelle: https://www.drachenmond.de/

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Buch-Rezension zu „Absolution“

Meine erste Buchrezension überhaupt. Ich gebe zu, dass ich mich absolut nicht darüber informiert habe, wie sowas aussehen soll. Aber vielleicht ist es auch einfach besser, wenn ich das schreibe, was ich denke und mir nicht unbedingt irgendwo etwas abschaue.

Nach der Buchmesse musste ich einfach anfangen mit dem Lesen der Bücher und so entschied ich mich für das erste Buch, das mir auf selbiger ins Auge fiel.

Absolution – Wie man eine Sünde überlebt“ von Jasmin Romana Welsch aus dem Sternensand Verlag in der Schweiz.

Genre: Fantasy / Urban Fantasy / Paranormal

Es ist eine in sich abgeschlossene Geschichte, was meine Wahl zum Lesestart vereinfachte.

Erschienen ist es bereits am 22.03.2016 mit 224 Seiten. Meine Lesedauer betrug hierfür ca. 4,5 Stunden. Die Geschichte ist spannend und es fiel mir schwer das Buch wegzulegen.

Doch zuerst der Klappentext, sprich die Information, die man auf der Rückseite finden kann:

Mein Name ist Sixten. Ich denke, ich war ein durchschnittlicher Absteiger: unterbezahlt, launisch und auf das Leben und die ach so verkommene Welt schlecht zu sprechen. Da war mein kleines Drogenproblem, diese nervenaufreibenden Sitzungen bei Doktor Mattson und mein Kumpel Nils, der seit der Grundschule nicht gelernt hat, länger als zehn Stunden sauer auf mich zu sein. Summa summarum war mein Leben Mist, aber unkompliziert genug, um den Pessimismus in die tägliche Routine einfließen zu lassen. Ich hätte genau so weitergemacht, wäre nicht alles plötzlich unwirklich geworden. Auf einmal soll ich ein Todsünder sein und der Sklave eines Dämons werden das behauptet zumindest die sprechende Katze, die will, dass ich sie Meisterin nenne. Vielleicht habe ich auch einfach Wahnvorstellungen von der Kokserei bekommen. So oder so, mein Leben braucht eine Kehrtwende. Dann muss ich mich eben damit abfinden, dass es Himmel und Hölle gibt, auch wenn ich bisher Atheist war. Ich war ja auch ein gefühlskaltes Arschloch und finde mich jetzt damit ab, dass ich die Dämonen-Katze, die meine Seele verschachern will, irgendwie mag. Einer von uns wird trotzdem verlieren. Am Ende bin ich vielleicht tot, verrückt oder clean, aber das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Allein diese Dämonen-Katze hat mich sehr neugierig gemacht. Vielleicht liegt es daran, dass ich Katzenbesitzer bin und ich meine kleine Mieze im Verlauf des Lesens mit anderen Augen gesehen habe.

Zu Beginn erfährt man recht viel über die aktuellen Lebensumstände der Hauptfigur Sixten. Ein Drogenabhängiger durch und durch. Jedoch mit Sympathiewerten, was mich durchaus überrascht. Während er sich immer wieder zudröhnt und von seiner Weltanschauung berichtet, dauert es einige Zeit bis ein spezielles Erlebnis dem anderen folgt. Eines davon ist natürlich das Auftauchen der Dämonen-Katze.

Irgendwie scheint eine Hassliebe zwischen beiden zu bestehen, obwohl stets an den Punkt gedacht werden muss, dass diese Katze die Seele von Sixten verkaufen möchte, bzw. unbedingt will um sich daraus ihren eigenen Vorteil verschaffen zu können. Diese sarkastisch ironische Beziehung zwischen beiden setzt sich fort und als ihnen dann noch eine weitere – nennen wir sie einfach mal paranormale Person – erscheint, beginnt das Abenteuer von beiden erst so richtig. Es bleibt übrigens nicht bei einer paranormalen Person.

So viel zum Inhalt an sich. Würde ich mehr darüber schreiben, dann bräuchte man sich das Buch kaum noch kaufen und das ist nicht Sinn dieser Übung.

Mich persönlich hat der Schreibstil beim Lesen gehalten. Auch die Wortwahl ist interessant und erfrischend umgangssprachlich. Da diese Geschichte in der Gegenwart geschrieben wurde, ist es mir sehr leicht gefallen mit meiner Fantasie, wie in einem Film, in das Buch hinein zu tauchen.

Zwar mag diese Story relativ trist und grau beginnen, wie es zu einem Drogenabhängigen passt, jedoch wird das Spannungslevel und die Intensität der Geschichte, je länger sie dauert, höher. Immer wieder musste ich lachen oder zumindest grinsen. Und das trotz des recht heiklen Themas für den Protagonisten Sixten.

Und das Ende, meine Lieben, das Ende ist raffiniert und genial. Dafür gibt es einen ausgestreckten Daumen nach oben. Also nicht nur für das Ende, sondern für die Geschichte, den Schreibstil, den Aufbau und die Wahl der Charaktere.

Es ist definitiv eine spannende und fesselnde Geschichte, die ich Fans der urbanen Fantasy guten Gewissens ans Herz legen kann. Doch auch wer sich für Paranormales interessiert, oder zum Beispiel Fan der Serie „Supernatural“ ist, wird sich hier sehr gut aufgehoben fühlen.

Mein Gefühl beim Kauf hat mich also nicht getäuscht. Nach dem Lesen war ich belustigt, zufrieden und entspannt. Mit einem Grinsen konnte ich das Buch wieder zurück ins Regal stellen. Klare Kaufempfehlung von mir.

Übrigens stammt das Titelbild von der Internetseite des Sternensand Verlags. (ich hoffe ihr habt nichts dagegen)

Bildquelle: www.sternensand-verlag.ch

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