Metal a capella mit Van Canto in der Batschkapp Frankfurt – gute Laune, viel Rakka-Takka und Partystimmung inklusive

Auf diesen Abend hatte ich mich schon länger gefreut, denn seit einigen Jahren höre ich die Musik von Van Canto doch sehr gerne. Sie ist schon allein deswegen anders, weil es bis auf das Schlagzeug keine anderen Instrumente gibt. Die werden von den Bandmitgliedern eingesungen, wenn man so will.

Zur Bildergalerie des Abends

Doch bevor es mit dem A Capella Hauptakt losging, durften sich zwei weitere Bands präsentieren. Die erste davon, ein Duo aus Kaiserslautern mit dem Namen „MoonSun“, waren auch gleich voll dabei.

Direkt mit dem Publikum interagieren, begrüßen und zum Mitmachen auffordern. Insbesondere die junge Dame, gleichzeitig die Stimme und Sängerin des Duos, schien einen ganz besonders großen Bewegungsdrang zu haben. Meine Güte was lief sie hin und her, hüpfte und tanzte förmlich über die Bühne, während sie auch das Singen nicht vernachlässigte. So kann man sich das Fitnessstudio auch sparen.

Anfangs fand ich es doch ein wenig irritierend, dass nur zwei Personen auf der Bühne standen, denn ich hatte zuvor auf dem YouTube Kanal der beiden Mal reingehört, kurz für ein einziges Video und dachte es wären mehr Personen. Doch im Nachhinein, bei genauerer Betrachtung, fällt auf, dass die Instrumente gänzlich von Thomas Kolbin eingespielt und wohl auch gemischt wurden.

Doch wie macht er das auf der Bühne? Schließlich kann er kaum an den Drums und der Gitarre und dem Keyboard usw. gleichzeitig sein?! Nun, er stand mit einer Akustik Gitarre auf der Bühne, hatte aber auch ein Gerät dabei, das Loops aufnimmt (ich komme nicht auf den Namen). So konnte er auf der Gitarre Drums nachahmen, diese aufnehmen und abspielen lassen. Dies machte er auch mit anderen musikalischen Passagen, so dass doch der Eindruck einer ganzen Band entstand.

Sie spielen eine Art Mischung aus den Elementen Pop / Rock und Metal. Haben dabei eigene Songs als auch Coversongs im Repertoire. Am ehesten passt ihr Stil vom Auftritt und auch vom Großteil der Musik an sich in den Symphonic Metal Bereich.

Susannes Stimme ist sehr angenehm aber hat meines Erachtens noch nicht dieses kleine gewisse Etwas, das sie unverkennbar einzigartig macht. Aber gesanglich ist sie sehr gut. Sie könnte bestimmt ohne Probleme den Platz der Sängerin bei den Bands einnehmen, die sie covern. Darunter Nightwish, Within Temptation oder Evanescence.

[amazon_link asins=’B075BGRZ9T‘ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’dc05e5ff-cab7-11e8-9665-1daefc5c0890′]Dafür ist sie, wie bereits erwähnt, sehr aktiv mit einem hohen Bewegungs-  und Tanzdrang. Das wiederum würde sie bei Live-Auftritten doch schon mit einem höheren Wiedererkennungswert auszeichnen, wenn das generell so ist.

Die beiden haben bei ihren 30 Minuten, die sie hatten, einen guten Start in den Abend geliefert, bei dem sie den Großteil des Publikums in der halben Batschkapp durchaus mitnehmen konnten.

Nach einer kurzen Pause, in der ich mir natürlich das Dampfen nicht verkneifen konnte, ging es auch relativ zügig weiter. Nun gut, viel zum Aufräumen gab es ohnehin nicht.

Mit Evertale kam eine Band auf die Bühne, die ich zwar vom Namen her nicht kannte oder es mir nicht bewusst war, dass sie zu den Songs gehören, die ich hin und wieder auf einem Internetstream eines Power Metal Radios höre.

Oh ja, Power Metal ist absolut mein Fall und genau diesen spielen die Offenburger auch sehr gut. Tolle Riffs an der Gitarre, feine Solos, klarer und starker Gesang, der energiegeladen wirkt und ein Bass, der mit den Drums einhergeht.

Auch sie hatten einen gewissen Unterhaltungswert zwischen den Songs. Es wurde zum Beispiel die Frage gestellt, wer denn Gamer sei und da haben sich ganz schön viele gemeldet und ich natürlich auch. Aber mit dem Spiel, worauf sie einen Song bezogen, habe ich persönlich nicht so viel am Hut. Ging es um Warhammer? Ich meine schon, denn das würde zumindest zu dem Song passen. „Chapter 666 (We are the Hammer)

Die Songs waren aber insgesamt lang und in gewisser Weise auch episch, möchte ich doch meinen. Gerade der Gesang von Matthias Graf passt wirklich perfekt. Nicht zu hoch, nicht zu tief, aber klar und mit Kraft. Genau, wie es im Power Metal meiner Meinung nach sein muss.

Die Bandmitglieder haben auch gerne posiert. Also ich meine jetzt nicht, dass es Poser sind, nein sicher nicht. Aber sie haben bestimmte Positionen, Stellungen, wie auch immer (ich kann mich gerade nur noch um Kopf und Kragen reden) eingenommen, die in gewisser Weise zu diesem Genre und der musikalisch mitgelieferten Kraft, sowie Energie, passten.

Waren es fünf oder sechs Songs, die sie spielen durften? Ich bin mir da nicht sicher, aber im Endeffekt waren es für mich persönlich ein paar zu wenig. Aber nun gut, sie waren nicht der Hauptakt des Abends. Vielleicht ändert sich das irgendwann einmal, dann gäbe es mehr von dem guten Power Metal auf die Ohren.

[amazon_link asins=’B0756SGKYF‘ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’2411ce33-cab8-11e8-8f92-576008b0b844′]Es war aus meiner Sicht übrigens eine gute Wahl zuerst mit MoonSun zu beginnen und dann mit Evertale das Tempo und die musikalische Härte etwas zu steigern. Erst die sanftere Sympho Stimme, im Anschluss die etwas rauere Power Stimme.

Das musikalische Level wurde dadurch gesteigert und damit konnte es nach der zweiten Pause auch zum Höhepunkt mit Van Canto selbst kommen.

Total blau kamen sie auf die Bühne. Blau als Lichtfarbe, nicht als Zustand. Jubel, lauter Applaus und auch hysterisches Kreischen waren zu hören, kaum, dass alle auf der Bühne waren.

Mit „If I die in battle“ machten sie exakt dort weiter, wo Evertale aufgehört hatten. Es war schon spannend für mich die Band live zu sehen und zu hören, denn durch das a capella, was die Gitarren ersetzt, hätte es auch durchaus schlimm werden können. Aber nun, die Wahrscheinlichkeit hierfür war eher gering. Schließlich ist die Band mit ihrem siebten Album auf der siebten Tour unterwegs und sie waren nun auch schon das siebte Mal in Frankfurt.

Wieso hat es eigentlich so lange gedauert, bis ich mir dann ein Konzert angesehen habe? Sehr merkwürdig, da ich die Band nun auch schon seit mehreren Jahren kenne und dies hätte eigentlich früher mitbekommen können. Wie dem auch sei, nun waren sie da und ich auch.

Irgendwie ist es sehr interessant und faszinierend – insbesondere live bei einem Konzert – sich das anzuhören und anzusehen, denn es fällt wirklich kaum auf, dass da keine Instrumente vorhanden sind; abgesehen vom Schlagzeug natürlich. Klar erkennt man, dass es sich nicht um E-Gitarren handelt oder einen Bass, aber andersrum gesehen fällt es wiederum nicht besonders ins Gewicht. Es gab sogar das ein oder andere „Gitarrensolo“ – oder wie soll man das nennen? Dafür waren diese aber so gut am Mikro eingesungen, dass es durchaus schwierig war, die Stimme vom Klang einer E-Gitarre zu unterscheiden. Da steckt viel Können dahinter.

Fast durchgehend haben die Musiker die Fans in miteinbezogen. Sei es durch das Auffordern zum Klatschen oder auch mitzusingen. Es war aber auch so, dass eigentlich nach jedem Song eine kurze Geschichte erzählt wurde, bzw. eine Mitmachstory erzählt wurde. Letzteres zog sich circa fünf Songs lang. Bei Rebellion ging es praktisch darum, dass die Schotten, also die Gäste der Batschkapp, die Engländer vertreiben sollten. Natürlich aus Offenbach und das ginge natürlich nur mit purer Lautstärke. Das Publikum hat geliefert. Im Anschluss ging es mit „To the Mountains“ zum Whiskey Sau… ich meine Trinken, in die Berge. Das half aber auch nicht so ganz bei der Selbstfindung, also blieb nichts anders übrig als den Bildungsweg einzuschlagen, nachdem man sich zwar gut, aber in Bezug auf die Selbstfindung eher mäßig beim Bardcall geschlagen hatte. Also Bücher lesen und den Drachen wecken gehen.

Dabei wurde wirklich viel gelacht und mitgemacht. Von der Stimmung her war es, wie ich fand, oberes Level. Immer wieder hat sich auch der Fanclub gemeldet, der ein „Rakka-Takka“ einstimmte, was dazu führte, dass sehr viele im Publikum mit dem folgenden Wort antworteten: Motherfu****

Unabhängig davon, dass es immer wieder angestimmt wurde, fand es immer seine Personen, die mitgemacht haben. Auch die Band hatte nichts dagegen und stimmte mit ein, dirigierte und fand es einfach toll. War es auch, schließlich hatte dieser Spaß seine ganz eigene Dynamik.

Auch als es kurze Zeit später schon Richtung Abschluss ging, war der Fanclub wieder hellwach. Es hieß, dass der Zettel, auf dem die Setliste stand, besagt, dass es kurz vor Ende ist. Da so etwas eher weniger populär ist, wurde spontan der „Lügenzettel“ eingestimmt. Und so gab es nach dem Song „Heading Home“ selbstverständlich noch eine Zugabe, die genauso frenetisch gefeiert wurde, wie der Hauptteil zuvor.

Zusammenfassend kann man durchaus sagen, dass der Abend für Musik, Unterhaltung und Spaß sorgte. Das ist ein großes Plus für die Band, die es zu jedem Zeitpunkt sehr gut verstanden hatte, die Fans zum Mitmachen zu bringen. Ich meine sehr viele erfreute und strahlende Gesichter gesehen zu haben, die in der Batschkapp einen tollen Abend erleben durften.

Ich wette, dass sich alle schon auf das achte Album mit der achten Tour freuen.

Werbeanzeigen

Ein langes Set und viele Songs von Lord of the Lost beim Thornstar Tourauftakt in der Frankfurter Batschkapp am 04.10.2018 – supported by Scarlet Dorn

Einen Abend in der Batschkapp bei guter Musik zu verbringen, war das Ziel an diesem Abend, denn das ist auch schon ein Weilchen her, als ich das letzte Mal vor Ort war.

Zwar kannte ich Lord of the Lost nicht wirklich, eher nur zwei Songs, aber die gefielen mir. Und wenn sie schon mal in Frankfurt sind, dann kann ich auch mal eben mit dem Bus hin und mir die Band auch live ansehen. So mein Gedanke und genau das habe ich an diesem Abend auch getan.

Es war zwar nur die halbe Batschkapp geöffnet, aber dafür war es doch gut gefüllt gegen halb 8, als ich ankam. Natürlich war es vorne an der Bühne enger und voller, als es weiter hinten der Fall war, aber das ist einfach normal.

Zur Bildergalerie des Abends

Nachdem ich ein paar Bekannte getroffen habe, darunter Jan Heesch vom Rock Genuine Magazin, warteten wir auf den Beginn des Abends, der von der Band Scarlet Dorn eingeläutet wurde.

Wirklich bekannt war mir diese im Jahr 2016 gegründete Band nicht, dafür machten sie optisch auf der Bühne schon sehr viel her. Etwas dunkler angehaucht und mit emotionalen Liedern brachten sie die erste angenehme und gute Stimmung in die Batschkapp hinein.

Dass die Frontfrau „Scarlet Dorn“ die Blicke auf sich zog, ließ sich kaum vermeiden, schließlich gibt sie ihre Stimme zu der Musik, die sich im Bereich Dark Pop / Dark Rock ansiedeln lässt. Gefühl- und kraftvoll, klar und emotional brachte sie die Stimmung zur Musik mit ein. Natürlich war sei auch aufgrund ihres Outfits ein absoluter Hingucker, das möchte ich nicht unter den Tisch kehren.

Man sah den Musikern auf der Bühne an, dass sie sich auf diesen Auftritt freuten, denn sie hatten auch ein neues Bandmitglied dabei. Mir persönlich fiel das im musikalischen Sinne nicht auf, also ist die Integration wunderbar gelungen.

[amazon_link asins=’B079NDJL6T‘ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’6d5dfce7-c8b2-11e8-8334-e97193765661′]Mir selbst gefällt es ohnehin, wenn Gitarren und die Musik, die präsentiert wird, melodisch sind und das war bei Scarlet Dorn definitiv der Fall. Auch der Umgang mit dem Publikum funktionierte: es gab Applaus nach jedem Song und das Mitklatschen, welches dann und wann angestimmt worden ist, wurde gerne angenommen.

So war es der angenehme Auftakt in einen Abend interessanter Musik und die Band aus Hamburg, Scarlet Dorn, hat ihre Aufgabe gemeistert. Nicht zu soft, nicht zu hart und an den richtigen Stellen emotional – das hat gefallen.

Nach der Umbaupause, die ungefähr 15 bis 20 Minuten dauerte, ging es auch schon weiter mit dem Hauptakt des Abends. Lord of the Lost kamen und der Jubel, als auch der Applaus kannten fast keine Grenzen. Ereignisreiche zwei Stunden konnten also beginnen.

Tatsächlich waren es zwei Stunden, in der die Band ihre Fans mit Klassikern und neuen Songs versorgte. Ein typischer Tour Start also, bei dem die Künstler noch voller Energie sind und durchaus auch mal länger machen, als eigentlich vorgesehen.

Es gab ganze 23 Songs zu sehen und zu hören und es begann mit „On This Rock I Will Build My Church“ – ein sehr guter, energiegeladener und eingehender Song der Band, der mir übrigens beim wiederholten Anhören immer noch gefällt.

Chris Harms verstand es von Anfang an das Publikum mitzunehmen. Sei es durch Gesten, Expressionen oder dem Auffordern des Mitklatschens gewesen. Die Fans waren jedenfalls von Beginn an – und auch über die gesamte Zeit hinweg – voll bei der Sache.

Anfangs stand ich noch sehr weit vorne, aber da es zunehmend enger wurde, habe ich mich in der Nähe des Fanartikelstands aufgehalten. Dort war Platz und Luft zum Atmen und die Sicht auf der Bühne immer noch gut. Der Platz wurde aber auch von anderen Gästen ausgenutzt, insbesondere um zu tanzen. Eine junge Dame vor mir war immer wieder dabei einen sehr expressionistischen Tanz aufzuführen. Sie hatte sichtlich Spaß und brachte das dadurch zum Ausdruck – sympathisch, nicht? Und nein, davon gibt es kein Bild; ich sage nur: DSGVO.  

Jedenfalls wurde auch viel mitgesungen. Größtenteils unaufgefordert, aber wenn dazu aufgefordert wurde, dann war es schon eine recht ordentliche Laustärke, die die Fans da rausbrachten. Mitsingen konnte ich jetzt nicht wirklich, denn wie erwähnt, kannte ich kaum Songs. Bei „Blood for Blood“, was relativ spät gespielt wurde, war es mir zumindest möglich ein paar Textbrocken herauszubekommen.

Dafür war aber auf der Bühne deutlich mehr los. Viel Rauch und Nebel, Lichteffekte, bei denen ich Epileptikern empfehle doch lieber zu Hause zu bleiben, Bewegung und Interaktionen.

Man kann also von einer sehr guten Bühnenperformance und Show sprechen, bei der sich die Musiker mit Lust auf das Spielen und Singen zeigten. Diese Kombination aus der Show, der Musik (Dark, bzw. Goth Rock) war sehr gut und kam an; selbst bei mir, der eher weniger aus dieser Richtung hört.

Wenngleich ich diese Art der Musik im Privaten eher seltener höre, darf ich nicht unerwähnt lassen, dass mir dieses Gesamtpaket, was Lord oft he Lost auf der Bühne anbieten, sehr gefallen hat und ich mir vorstellen kann, dieses auch noch einige weitere Male bei zukünftigen Shows anzusehen. Auch wenn ich weder tanze noch mitsinge, so hat dieser Stil bei einem Liveauftritt schon seinen Reiz und seinen Charme.

Auch das Akustiksolo von Chris beim Song „Cut me out“ ging sprichwörtlich unter die Haut. Seine kraftvolle und klare Stimme, gepaart mit Emotionen untermalten sein Können am Mikrofon sehr gut.

[amazon_link asins=’B07CY46NZS‘ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’7a18ce8c-c8b2-11e8-be0c-efab827d7bd1′]Ein anderer Song kam mir irgendwie bekannt vor, obwohl ich den von dieser band definitiv nicht kannte. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es sich um ein Cover von Lady Gagas „Bad Romance“ handelte. Warum ich das überhaupt kenne? An manchen Orten läuft nun mal Radio, leider. Aber dieses Cover ist natürlich – aus meiner Sicht betrachtet – die deutlich bessere Version des Songs.

Die Zeit verflog bei diesem Konzert ziemlich schnell und zum Abschluss passierte etwas eher Unübliches: für Gewöhnlich verlassen die Künstler die Bühne, lassen sich noch einmal ordentlich abfeiern, kommen wieder zurück und spielen die Extrasongs.

Nicht bei Lord oft he Lost. Warum von der Bühne gehen und nochmal zurückkommen? Das wäre doch unnötig, schließlich sind die Fans wegen der Band und die band wegen der Fans da. Dann doch lieber gemeinsam abfeiern und genau das passierte auch. Es gab viel Applaus und Jubel und die Band blieb da. Es gab als Zugabe noch drei weitere Songs: „La Bomba“, Forevermore und „Lighthouse“. Letzterer Song war übrigens ein sehr toller und gelungener Abschluss für den Abend, da dieser eher etwas langsamer und ruhiger ist. Eine tolle Wahl.

Jenny & the Mexicats feierten ihr 10jähriges Jubiläum am 02.10.2018 im Nachtleben Frankfurt mit lateinamerikanischer Rockmusik

Wieder war es Zeit für ein etwas anderes Konzert, das ich besuchen wollte. Rockmusik, die mit lateinamerikanischen Rhythmen und Melodien angehaucht ist, das war das Ziel des Abends und es führte mich in das Nachtleben in Frankfurt, das bei meiner Ankunft kurz vor 21 Uhr recht gut gefüllt war.

Wenn es auch sonst eher früher als später losgeht im Nachtleben, war der Konzertbeginn dieses Mal etwas verspätet. Aber das lag mitunter auch daran, dass noch Gäste den Weg in den Keller fanden.

Was die Gäste betraf, war es bunt gemischt und eher der mittlere Altersbereich, der sich zu diesem Konzert einfand. Aber ich erkannte auch viele Menschen mit dem passenden lateinamerikanischen Aussehen für diesen Abend und es wurde auch viel geredet, vor allem spanisch wurde gesprochen.

[amazon_link asins=’B07GW3QSDD‘ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’497033ab-c6cf-11e8-8cc4-c584c9ace4c8′]Nach einigen Momenten des Wartens kamen die Künstler auf die Bühne und die Gäste applaudierten, als es losging. Percussions, Drums, Gitarren, Keyboard und dann kam die Trompete mit ihrer Jenny auch auf die Bühne. Oder war es umgekehrt? Jedenfalls war von Anfang an dieser bestimmte Sound, dieses einnehmende Flair zu hören, zu sehen und zu fühlen.

Es war irgendwie abzusehen, dass ich die Texte der meisten Songs nicht verstehen werden würde, aber ist das bei Musik so wichtig? Ich finde nicht, denn die Emotionen, die durch die Instrumente und den Gesang an sich übertragen werden, kann man trotzdem erkennen und spüren, gar fühlen.

So genoss ich zumindest die Musik und den schönen Gesang, wenngleich ich keine Ahnung hatte, was da eigentlich gesungen wird. Aber so traurig konnte es nicht gewesen sein, denn die Art der Musik war schon mehr in Richtung „Spaß und Freude am Leben haben“.

Den Spaß an der Musik und am Auftritt hatte insbesondere Jenny, die sehr häufig tanzte und lachte; ja sogar wenn das Mikro vor dem Mund war, sodass man ihr Lachen hören konnte. Sowas ist einfach sehr authentisch und zeigt auch, dass die Musiker ihre Musik leben und nicht nur zum Zweck spielen.

[amazon_link asins=’B01NAYTBR4′ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’54114dc5-c6cf-11e8-a06a-bd53568580e6′]Gerade Jenny zeigte sich sehr häufig mit Tanzeinlagen, einem gekonnten Hüftschwung und weiteren sehr eleganten Bewegungen. Sie selbst ist eigentlich Britin, aber über ihre Vorgeschichte oder Eltern oder die Gründe warum und wieso und weshalb weiß ich nicht so viel. Es ist auch nicht besonders einfach hierzu etwas zu finden, wenn man nicht unbedingt Stunden damit verbringen möchte. Jedenfalls singt sie anscheinend im perfekten spanisch und ich denke schon, dass unter ihren Vorfahren Latinos gewesen sein mussten, denn die Bewegungen beim Tanz, also da muss absolut etwas lateinamerikanisches Feuer beigesteuert worden sein.

Aber auch die anderen Musiker an ihren Instrumenten zeigten sich sehr lebhaft und auch während den Songs versuchten sie mit dem Publikum zu interagieren, zu reden, lustige Anekdoten aus ihrer Bandgeschichte zu erzählen. Leider meistens auf Spanisch und nur sehr wenig auf Englisch, weswegen ich eher weniger verstanden habe.

[amazon_link asins=’B00DIJNPS4′ template=’ProductLink‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’5d25fae1-c6cf-11e8-999f-29b2f0cdaf98′]Aber die meisten Gäste im Nachtleben schienen zu verstehen und hatten sichtliche Freude daran. Doch nicht nur an den Anekdoten, sondern auch an der Musik und den Texten. Denn es wurde sich viel bewegt, getanzt und auch geklatscht, applaudiert; es war einfach alles da, was ein Konzert einer rockigen Band ausmacht.

Wobei Rock wohl nicht ganz so passend ist als Genre. Dieses wird nämlich als Flamenco, Indie Folk und Cumbia angegeben. Okay, gut, ich fand es rockig mit lateinamerikanischen Einflüssen. Und Jenny kann nicht nur tanzen und singen, sondern auch Trompete und Gitarre spielen. Ein Multitalent auf der Bühne mit sehr viel Charme. Ob lauter und energischer, oder etwas leiser und gefühlvoller, auf Englisch oder auf Spanisch.

Mich hat der gesamte Auftritt sehr beeindruckt, denn ich hätte nicht erwartet, dass mir diese Art der Musik doch so gut gefällt. Ich bräuchte nur noch Spanischkenntnisse und ein kleines Feuerchen der Tanzbewegungen wegen. Aber ansonsten war es wirklich ein toller Abend, der den Zuschauern gefallen und Spaß gemacht hat. Gute Musik und Unterhaltung, genau das wünscht man sich und bei Jenny mit ihren Mexicats bekommt man dies auch.

Flash Forward und Blood Command ließen die Gäste am 20.09.2018 im Frankfurter Nachtleben zu gutem alternativen Rock schwitzen

Nachdem ich eher gemütlich als eilig im Frankfurter Nachtleben ankam, hörte ich um zehn Minuten vor 21 Uhr bereits, dass Musik aus dem Keller kommt. Moment! Es sollte doch erst um 21 Uhr beginnen.

Kurz gefragt, wie lange denn schon gespielt wird und als Antwort hieß es dann, dass sie gerade angefangen hatten. Also nichts wie runter und feststellen, dass die Norweger „Blood Command“ bereits auf der Bühne Vollgas gaben.

Direkt zu den Bildern von Flash Forward & Blood Command im Nachtleben Frankfurt

BloodCommand200918-11Die Band hatte definitiv ein wenig Platznot auf der kleinen Bühne. Ihr Equipment war doch reichhaltig, aber das störte sie nicht im Geringsten ihre Show zu liefern. Wenn mal ein bisschen mehr Platz benötigt wurde, kamen die Musiker der Band einfach von der Bühne herunter und mischten sich unter die vielen Gäste des Abends, welche das auch sichtlich begrüßten und gut fanden.

Einer der Gitarristen stand auf einmal vor mir und wir wären fast beim Headbangen / Kopfnicken zusammengestoßen; aber das war schon genial, muss ich sagen.

Die Band spielt eine Mischung aus Hardcore, Punkrock und Deathpop. Ich hätte da so meine Schwierigkeiten dem Sound ein bestimmtes Genre zuzuweisen, aber es rockt schon sehr gut. Dazu kommt, dass die Künstler wirklich großen Spaß dabei haben ihre Musik zu präsentieren und auch die Nähe zu den Fans und Zuschauern zu suchen und zu finden.

BloodCommand200918-10Der Blickfang der Band ist definitiv die 24jährige Sängerin Karina Ljone, die aber nicht nur optisch auf sich aufmerksam macht, sondern auch mit ihrer energiegeladenen Stimme. Diese klingt live übrigens noch besser als auf CD. Nach dem Auftritt kam ich nicht umher, mir von der Band das aktuelle Album zuzulegen und es einige Momente später auch von allen signieren zu lassen.

Zwischen 30 und 40 Minuten standen sie auf der Bühne und gaben alles. Was mir persönlich besonders gut gefiel, war der Kontrast von Karinas Stimme zur musikalischen Gangart. Wobei man auch dazu sagen muss, dass sie sowohl laut und sehr kraftvoll als auch etwas ruhiger singen kann. Die passende Stimme und Gesangslage dafür hat sie allemal. Des Öfteren gibt es aber auch Hintergrundgesang von den Herren, was das ganze Bild und den Klang dieser Band sehr gut umschließt und in der Form zu einem Ganzen macht, das ich so eher noch nicht gesehen und gehört hatte. Ähnliches mit Sicherheit. Das hier so aber noch nicht.

[amazon_link asins=’B06X9CC4Z5,B003H9YNXQ‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’86738ecb-bdaa-11e8-ba32-458585e83d63′]

Die Temperaturen stiegen im Kellerclub bereits an und die Lüftung kam einfach nicht nach. So war es eine angenehme Sache, während der Pause nach Blood Command frische Luft schnappen gehen zu können.

Nachdem auf der Bühne ab- und aufgebaut wurde, kamen die Jungs von Flash Forward auf die Bühne und da waren Applaus und Jubel schon groß. Sinngemäß hieß es nun bei jedem Song ausrasten und Party machen. So zumindest würde ich das von außen betrachtet beschreiben, denn es wurde viel mitgesungen, mitgeklatscht, getanzt – sofern Platz dafür war – und vor allem geschwitzt.FlashForward200918-5

Die Musiker waren von Beginn an auf einer Wellenlänge mit ihren Fans und den Gästen im Nachtleben. Ihr alternativer Rock zeigt sich durch einprägsame Riffs und Melodie, die manchmal etwas härter und schneller ausfällt. Der Stil an sich ist jedoch stets erkennbar und bewegt sich auf, bzw. um eine Linie herum. Mal etwas schneller und lauter und manchmal etwas langsamer, ruhiger und gefühlvoller.

FlashForward200918-4Auch wenn sie leicht gesundheitlich angeschlagen waren, hinderte sie das keineswegs daran, 100% und mehr zu auf der Bühne zu zeigen. Passend dazu erwähnten sie, dass die Temperaturen im Kellerclub absolut dafür geeignet sind, um die Viren loszuwerden. In gewisser Weise hatte es auch etwas von einem Saunaclub. Es stand die Frage im Raum, wer den nächsten Aufguss machen würde.

Es sind diese kleinen Anekdoten zwischen den Songs, die sehr gut zeigen, dass es die Mitglieder der Band durchaus sehr gut verstehen mit dem Publikum umzugehen und dabei sowohl lustig als auch ernst sein können. So machte nicht nur die Musik Spaß, sondern auch das Miteinander an diesem Abend.

Ein wirkliches Highlight war ein Akustiksong, der unplugged von Stefan zwischen den sitzenden Fans gespielt wurde. Das Animieren zum Mitsingen der Gäste funktionierte auch hier tadellos. Teilweise wurden einige Textpassagen nur von den Fans gesungen. Anfangs noch etwas leise und wie Stefan anmerkte, noch zu schüchtern. Aber je weiter der Song fortschritt umso lauter wurde der Gesang der Menschen um Stefan herum. Es hat nur ein Lagerfeuer gefehlt. Dann wäre die Situation wie gemalt gewesen.FlashForward200918-8

Die Zeit lief schnell davon, aber es machte auch Spaß dem ganzen Treiben auf und vor der Bühne zuzusehen. Und am Ende wurde die band auch nicht einfach so gehen gelassen. Nein, die Zugabe wurde gefordert und auch von der Band mit zwei weiteren Songs erfüllt. Und beim obligatorischen Bild der band von der Bühne aus stand erneut die Frage im Raum, wer den nächsten Aufguss macht. Saunafeeling im Kellerclub Nachtleben.

Nach dem Auftritt waren beide Bands noch am Fanartikelstand und unterhielten sich angeregt mit den Gästen und Fans. Ob nun aus Norwegen, wie Blood Command, oder aus dem Ruhrgebiet; die Musiker beider Bands zeigten sich auf eine sehr sympathische Art ihren Gästen und Fans gegenüber. So klang der Abend langsam mit Gesprächen zwischen Künstlern und ihren Fans aus und es schien als wären alle mit dem Abend zufrieden gewesen.

[amazon_link asins=’B076DF1V4X,B00HHXXD98′ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’761be6b5-bdaa-11e8-bba3-938afe159e8c‘]

Ally the Fiddle & Canterra im Nachtleben Frankfurt. Zwei Bands mit interessantem Kontrast. Konzertbericht vom 30.08.2018

Es wurde mal wieder Zeit für Live Musik und der Kellerclub Nachtleben in der Frankfurter City eignet sich für den Einstieg in die neue Clubkonzertesaison hervorragend.

Gegen 20:30 angekommen hatte ich erstmal das Vergnügen mit Bekannten zu sprechen und so verstrich die Zeit bis zum Konzertbeginn doch recht schnell. Voll war es gegen 21 Uhr nicht, als Canterra aus Leipzig den Abend einläuteten.

Bilder: Ally the Fiddle & Canterra am 30.08.2018 – Nachtleben Frankfurt

Obwohl die Band bereits im Jahr 2006 gegründet wurde und schon zwei Mal zu Gast in Frankfurt war, kannte ich sie bisher nicht. So ließ ich mich also überraschen, was mich musikalisch erwarten würde.

Eine ganze Stunde durften sich Canterra auf der Bühne austoben. Sie spielen Symphonic Gothic Metal und haben mit Korinna eine Sängerin, die die harten Riffs und Klänge der Musik etwas entkräftet und teilweise eine vergleichsweise sanfte Art in die Musik hineinbringt. Dies wurde insbesondere beim Song „My Heart“ sehr eindrucksvoll präsentiert. Dieser ist insgesamt etwas ruhiger und eher eine Ballade.Canterra30082018-4

Ihr Stil hat mich durchaus an das frühere Nightwish erinnert. Zu den harten Riffs und Solos wirkt ihr Gesang beinahe operngleich. Der Kontrast ist also gegeben und macht Canterra, meines Erachtens nach, zu einer sehr guten Band in diesem Genre, denn man kann die Lead Guitar und auch Korinnas Stimme gut wiedererkennen.

Auch wenn es nicht voll war im Nachtleben, war es zu Beginn gut gefüllt mit knapp 100 Menschen. Die Bandmitglieder haben durchaus Vollgas gegeben. Man konnte ihnen das insbesondere daran ansehen, dass sie häufig ihre Positionen wechselten, die Nähe zum Publikum suchten und einfach mal auf der Bühne an ihren Instrumenten abgingen.

[amazon_link asins=’B01BKPHM8Q‘ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’47768df0-ad2f-11e8-a864-fdc262c2b0ab‘]Mitmachen war aber auch im Programm vorgesehen. Mitklatschen und die Arme in die Höhe werfen klappte doch ganz gut. Hin und wieder gibt es sogar ein paar „Worte“ zur Musik im gutturalem Stil. Da das eher selten ist, aber in den Musikstil gut hineinpasst, unterstreicht es den kontrastreichen Stil doch noch ein weiteres Mal.

Für mich persönlich ist die Musik von Canterra genau mein Fall. Sehr guter und harter Metal mit schönen Riffs und gelungenen Solo Einlagen, sehr gutem Gesang, der den Symphostil unterstreicht und Kontrast hineinbringt. Dazu kommt, dass es sehr melodisch ist, was für mich ein sehr wichtiger Faktor im Metal allgemein ist. Canterra bringen genau das mit und so kam ich nicht drum rum mir ihr Album „First Escape“ zu kaufen.

Die Stunde verging übrigens recht schnell und ich war auch überrascht, dass sie so lange spielen durften. Aber umso besser, so gab es den Abend mehr Live Musik – sehr gut.

Eine wirkliche Umbaupause war es im Anschluss nicht, da die meisten Sachen auf der Bühne geblieben sind. So war die Unterbrechung auch nicht besonders lange. Es war aber schon abzusehen, dass die angekündigte Eventdauer, die bis 23 Uhr vorgesehen war, definitiv überschritten werden würde.

AllytheFiddle30082018-1So dauerte es nicht lange, vielleicht 15 Minuten, ehe die fünf Herren und die bezaubernde Dame mit den endlos langen Haaren auf die Bühne kamen. Die Länge der Haare von Ally ist wirklich beeindruckend. Gedanklich hatte ich direkt hunderte von Fragen parat, wie man mit solch langen Haaren… aber das ist nicht das Thema.

Zu Beginn gab es ein paar kleine technische Schwierigkeiten, die aber ausgemerzt werden konnten. Die Besonderheit bei dieser Gruppe sind nicht im Speziellen die langen Haare, sondern die Art, wie die Violine in den progressiven Metal eingepflegt wird. Das habe ich so auch noch nicht gesehen und gehört.

Überwiegend ist es melodisch und von wenig Gesang geprägt, was Ally the Fiddle mit ihrer Band präsentiert. Aber ihre Einsätze an der Violine ersetzen diesen fast, denn der Fokus beim Zuhören bewegt sich sehr schnell auf den Klang dieses Instruments. Sie kann aber auch singen und das wirklich nicht schlecht.

AllytheFiddle30082018-10Ein anderes Instrument, das ich auch immer wieder bestaunte, war der Chapman Stick, den Rouven spielte. Dieses habe ich zum ersten Mal gesehen und gehört und auch das klingt sehr interessant. Rouven durfte auch ein kurzes Solo präsentieren, ehe es zu einem sehr späten Zeitpunkt an diesem Abend zu einem Duett mit ihm und Ally kam, die bei der Ballade überwiegend gesungen hat und einen sehr guten Abschluss dabei fand, da sie die Violine zum Einsatz brachte.

Viele Stücke waren vom neuen Album „Up“, das am 14. September erscheinen wird. Doch auch auf ältere Lieder wurde zurückgegriffen und dabei gab es auch ein wundervolles ausgedehntes Gitarrensolo.

Die gespielten Songs wirkten generell relativ lang – oder kam es mir nur so vor? Sie werden jedenfalls mal kräftiger und energischer, aber auch mal ruhiger und einfühlsamer gespielt. Somit kann ich aus meiner subjektiven Sicht durchaus sagen, dass die Musik sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Natürlich zeichnet sich progressive Metal ohnehin durch die entsprechend längeren Gitarrenriffs aus, die aber bei Ally the Fiddle häufige Unterstützung durch die Violine erhalten.

Durch diese Kombination erfährt man praktisch eine ganz eigene und sehr individuelle Interpretation dieses Musikstils. Dies gefiel den anwesenden Zuschauern und Fans sehr gut. Die Zeit verflog dabei abermals schneller als man hören und sehen konnte.

[amazon_link asins=’B07GFKKXX4′ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’6da0d9d9-ad35-11e8-8e52-8dd7b8e6d4ef‘]Zwischendurch wurde noch eine aktuelle CD verlost. In der Verlosung standen jene Gäste, die ihr Ticket auf Facebook gepostet hatten. Dem glücklichen Gewinner war es absolut zu gönnen.

Wann endete der ausgeschweifte Abend eigentlich? Irgendwann gegen Mitternacht war es wohl – ich habe da nicht auf die Uhr gesehen. So endete ein langer Abend mit zwei sympathischen Bands, die musikalisch einiges anzubieten und ganz unterschiedliche Interpretationen ihrer Musik haben.

Endlich wieder American Football bei der Universe in Frankfurt. Eurobowl Spiel gegen Paris Flash am 28.04.2018

In den letzten Wochen und Tagen gab es wenig Ruhe um die Universe. Seit dem Insolvenzantrag Ende März ist das Mitzittern der Fans um dieses Team absolut spürbar. Die Nachrichten, ob die Mannschaft nun vor dem Aus ist, oder ob es doch noch weitergeht, haben sich insbesondere in den letzten Tagen vor dem ersten Heimspiel überschlagen. Dabei sind aber auch Falschinformationen in Umlauf gekommen, bei denen den Fans das Herz in die Hose gerutscht sein müsste. So auch bei mir.

Als es dann hieß, dass im bekannten Stadion zumindest das Eurobowl Spiel stattfinden wird, habe ich mich sehr gefreut. Denn was auch immer kommen mag, so würde ich wenigstens ein Heimspiel meiner lieb gewonnenen lila Mannschaft sehen dürfen.

Aufgrund dessen, habe ich sehr viele Bilder gemacht und diese auch online gestellt.

Zu den Cheerleader Bildern -> hier klicken

Zu den Bildern vom Spiel -> hier klicken

Samstag, endlich wieder Gameday bei der Universe. Das letzte Heimspiel im „Wohnzimmer“ lag nun auch schon über ein halbes Jahr zurück. Damals gegen die Dresden Monarchs am 17.09.2017 im GFL Viertelfinale.

Kaum kam ich am Stadion an, war schon zu sehen, dass sich im Vergleich zu den letzten Spielen einiges verändert hatte. Dies lag gewiss an mehreren Punkten, wie dem finanziellen Aspekt und auch der spontanen Ansetzung des Spiels durch das OK von mehreren Stellen.

Auch ich als Fan möchte mich an dieser Stelle bei Herrn Rittmeister (vorläufiger Insolvenzverwalter), Herrn Frank (Sportdezernent Frankfurt am Main), dem FSV Frankfurt und natürlich auch der Firma Samsung dafür bedanken, dass dieses Spiel stattfinden konnte.

Ein Rahmenprogramm gab es nicht, aber das war zu erwarten und ist meines Erachtens auch nicht weiter schlimm. Essen und Getränke, ein paar Fanartikel, Cheerleader, zwei Mannschaften, Fans. Alles da, was da sein muss.

SFUPF28042018 (1 von 229)So schlenderte ich ein wenig umher, sah mir alles in Ruhe an und traf auch den Wrestler in Spe, Randie Agnew. Immer noch ein sympathischer Kerl und definitiv muskulöser geworden als noch im letzten Jahr.SFUPF28042018 (14 von 229)

Hier und da ein bisschen schwätzen, dort und drüben ein wenig umschauen und schon sieht man die Mannen in lila beim Aufwärmen. Von außen beobachtet, schien alles normal abzulaufen. Aber wo haben sich die Gäste aufgewärmt? Waren sie bereits fertig, oder habe ich sie nicht gesehen oder einfach übersehen oder gar auf dem Hauptfeld? Ich weiß es wirklich nicht.

Die Zeit lief, wie gewohnt, schnell davon und so ging es für mich auf die Tribüne an meinen Platz, von dem aus ich fotografierte und das Spiel sehen konnte. Aber zunächst gab es eine Aufführung unserer Cheerleader, die so zahlreich, wie noch nie, auf dem Feld standen. Was wurde durchgesagt? Sage und schreibe 36 junge Damen sollen es gewesen sein (wenn nicht sogar mehr, wenn man die Stunt Cheerleader dazu nimmt), die eine tolle Choreographie zeigten und anschließend für die Spieler der Universe Spalier standen.

Unterdessen kamen die Spieler aus Paris auf den Platz und dies selbstverständlich unter dem Beifall des Frankfurter Publikums. Übrigens waren um die 2.000 Zuschauer anwesend, was für die kurze Zeit und der Querelen der letzten Wochen wirklich eine gute Zahl ist.

Nachdem schließlich beide Mannschaften auf dem Platz standen und sich in freundlicher Manier begrüßten, gab es aufgrund des internationalen Spiels beide Nationalhymnen, ehe das Spiel startete; endlich startete.

SFUPF28042018 (25 von 229)Dass es weniger Zuschauer waren, als der Schnitt in der letzten Saison, hat man eigentlich nicht gemerkt. Optisch sicherlich gesehen, aber von der Laustärke her empfand ich es nicht leiser.

Vor dem Spiel bin ich davon ausgegangen, dass mit Paris Flash eine sehr starke Mannschaft auflaufen würde, die es der Universe schwermachen könnte. Schließlich haben sie nur knapp gegen Braunschweig verloren am ersten Spieltag. Und das möchte doch schon etwas heißen.

Ein langes Abtasten gab es bei diesem Spiel nicht und die Frankfurter brannten förmlich darauf, zu zeigen was sie können. Lange dauerte es nicht, bis die ersten drei Punkte für die Universe auf die Anzeigetafel kamen. Aber da dachte ich noch, dass die Defensivabteilung der Franzosen häufiger Mittel gegen die Frankfurter Offensive finden würde.

Doch dem war nicht so, denn der erste Touchdown des Spiels ließ auch nicht lange auf sich warten. Aber was für eine komische Situation war das denn bitte? Laufspiel der Frankfurter durch Joe Bergeron. Dieser wurde zwar getackelt und fiel auch, aber der Spielzug war noch nicht vorüber. Das schienen aber nur Joe Bergeron (Nummer 4) selbst und die Referees zu wissen, denn alle anderen stellten das Spielen ein. So kam Joe ungehindert zum ersten Touchdown. Der Grund dafür, dass der Spielzug noch weiterlebte, war wohl, dass er auf einem Gegenspieler und nicht auf dem Spielfeld landete. Erst war auch der Jubel auf der Tribüne noch etwas verhalten, aber nachdem es keine Flaggen gab und die Schiedsrichter auch Touchdown signalisierten war der Jubel groß.SFUPF28042018 (92 von 229)

Nun war die Offensive aus Paris an der Reihe, die aber keinen Stich setzen konnte. Vielmehr war es die Frankfurter Defensive, die so viel Druck ausüben konnte, dass ein Fumble entstand, den Cedric Udegbe (Nummer 94) zu einem weiteren Touchdown nutzen konnte. Es war übrigens Max Siemssen (Nummer 15), der das Field Goal und die beiden Extrapunkte verwandelte.SFUPF28042018 (101 von 229)

So stand es nach einem schnellen ersten Viertel bereits 17:0 für die Universe. Das zweite Viertel begann dann genau so, wie das erste endete: mit einem Touchdown für die Universe. Erneut war es das Laufspiel, mit dem die Hauptstädter Frankreichs nicht zurechtkamen. Diesmal war es Andreas Betza (Nummer 25), der mit einem Lauf, der mehr als die Hälfte des Spielfelds überbrückte, für die nächsten Punkte sorgen konnte. Der Extrapunkt war, wie sollte es auch anders sein, zwischen den Stangen.

In diesem Viertel gab es mehr Unterbrechungen und auch die ersten Nicklichkeiten hielten Einzug in das Spiel. War bereits die erste Frustration bei den Gästen aus Paris zu vernehmen? Möglicherweise. Durch die Unterbrechungen verlor das Spiel an Fluss und die Zeit lief herunter, während die Frankfurter Defensive weiterhin die Null hielt. Und so ging es auch in die Halbzeitpause. 24:0 – mit so einem Zwischenstand hatte ich nicht gerechnet.

SFUPF28042018 (108 von 229)Apropos Andreas Betza. Habt ihr schon das Interview mit ihm gelesen? -> hier klicken

Während der Halbzeitpause wurde mit Herrn Frank und Herrn Rittmeister gesprochen, die Informationen zur aktuellen Situation der Universe geben konnten. Ich erwähnte zu Beginn des Artikels Falschmeldungen, denn die Firma Samsung ist auch weiterhin Hauptsponsor der Mannschaft und hat die Zusammenarbeit nicht beendet. Alles in Allem klangen die Aussagen aber durchaus positiver, als die Situation vermuten lässt. Doch wirklich sicher ist nur, dass aktuell noch nichts sicher ist. Das Interview ist auf der Seite meinsportradio.de in voller Länge zu hören.

Hier der Link -> hier klicken

Weiter ging das Spiel und zum ersten Mal kamen auch die Franzosen in der Offensive zum Zug. Ein angetäuschtes Laufspiel ließ die Frankfurter Defense komplett aussteigen, während der Pass zum einsamen Receiver flog und ankam. Touchdown und die ersten Punkte für die Gäste aus Paris. Doch der Extrapunkt wurde geblockt. Selten gesehen aber sehr gut in den Schuss geworfen.SFUPF28042018 (148 von 229)

Zwischenzeitlich hatte es übrigens zu regnen begonnen und den Fans auf der Stehtribüne wurde per Stadiondurchsage angeboten, dass sie sich auch auf die Gegentribüne begeben dürfen, damit sie ein Dach über dem Kopf haben. Einige nutzten diese Offerte aber Hartgesottene blieben einfach dort, wo sie waren.

Und was sie im direkten Gegenzug sehen konnten, war fantastisch, denn die Universe zeigte sich durch die gegnerischen Punkte unbeeindruckt und konnten in Form von Joe Bergeron erneut im Laufspiel punkten. Mit ihm hatte die Defense aus Paris wahrlich ihre Probleme, denn das Kraftpaket tankte sich erneut durch die Mitte. Der Extrapunkt wurde auch hier verwandelt.SFUPF28042018 (152 von 229)

Kurze Zeit später ließ Randie Agnew (Nummer 30) seinen Gegenspieler nicht vorbei und verhalf ihm zu einer ungewollten Flugeinlage.

SFUPF28042018 (157 von 229)

Der weitere Angriffsversuch der Pariser (nun habe ich es doch geschrieben „Pariser“) wurde erfolgreich unterbunden und der folgende Field Goal Versuch geblockt.

Nun wechselten sich die Offensivseiten ab, bis jene der Frankfurter ganz überraschend mit einem Pass durch Quarterback Sonny Weishaupt (Nummer 11) zu einem weiteren Touchdown kam. Receiver war Max Siemssen (Nummer 15), der auch gleich den Extrapunkt verwandelte.

Im Rest des Spiels blieb die Frankfurter Defensive auf der Höhe und ließ nichts mehr zu. Die Offensive hingegen punktete nochmals erneut durch Joe Bergeron und mit einem weiteren Field Goal. Dies schraubte das Endergebnis auf 48:6 in die Höhe.

Das Laufspiel der Frankfurter überzeugte an diesem Abend. Insbesondere durch Joe Bergeron, der für mich der Mann des Spiels war und ist. Seine schier unaufhaltsamen Läufe sorgten für Punkte. Aber auch Andreas Betza zeigte, dass auch er diese Rolle und dieses Laufspiel sehr gut ausüben kann.

Die Defensive zeigte sich gewohnt stark und machte das, was von ihr erwartet wurde. Summa Summarum ein verdienter Sieg für die „Men in purple“, der überraschend höher ausgefallen ist, als man es noch vor dem Spiel hätte erwarten können.

Händeschütteln nach dem Spiel zwischen beiden Teams, so wie es sich gehört. Auch den Franzosen wurde applaudiert, die sich beim Frankfurter Publikum ihrerseits mit Applaus bedankten. SFUPF28042018 (228 von 229)

War es das? War es das gewesen? Ich hoffe nicht, dass dies das letzte Heimspiel der Universe gewesen sein soll. Die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt und nach dem, was so zu hören war, könnte die Geschichte doch noch mit einem Happy End ausgehen. Nicht nur ich, sondern auch viele Fans und Spieler wünschen sich dies.

Und wer sich aktiv an der Rettung der Universe beteiligen möchte, der kann dies auch tun. Es gibt nämlich eine Spendenaktion, die von Andrea Biermann ins Leben gerufen wurde und schon die ersten Spenden verzeichnen konnte.

Um zu der Spendenaktion zu kommen -> hier klicken

Ich hoffe sehr, dass die kommenden Berichte auch weiterhin die Universe aus Frankfurt beinhalten werden. Bis dahin

Euer Pat

Konzertbericht zu Otis vom 09.03.2018 aus dem Nachtleben Frankfurt. Der Geheimtipp in Sachen Southern Rock und Blues Rock, der eigentlich nicht so geheim sein sollte

Es war schon ein befremdlicher Freitagabend im Frankfurter Nachtleben. Gerade einmal 11 (das ist kein Tippfehler) Gäste fanden sich ein, um die Band aus Kentucky zu sehen und zu hören. Wie kann so etwas sein, so etwas passieren? Liegt es an der Band, oder der Promotion oder an ganz was Anderem? Es sind vermutlich viele Gründe, die hier zusammenspielen, und leider so ein Ergebnis geliefert haben.

Zur Bildergalerie des Abends –hier klicken– | Just click -here– for the picture gallery.

Bevor ich zum Konzertabend komme, möchte ich meine eigene Erfahrung schildern, denn es ist vielleicht nicht unwichtig, das Ganze im Zusammenhang zu sehen.

Vor einigen Wochen sah ich in den Terminen der Batschkapp, dass am 09. März 2018 eine Band mit dem Namen „Otis“ auftreten wird. Aber viel mehr als ein Bild gab es nicht an Informationen. Das ist schon unvorteilhaft. Also suchte ich nach weiteren Informationen und wurde auf die Schnelle nicht direkt fündig. Auch bei unserem größten Ticketanbieter gab es nur die Informationen über Ort, Datum und Zeit. Keine Bilder, keine Informationen, was die Band spielt. Okay dann mal YouTube. Aber auch hier ist es nicht so einfach, wenn man nur mit dem Begriff „Otis“ sucht. Aber man kann fündig werden und es gibt sogar ein offizielles Video:

Und wenn man weitersucht, findet man sogar noch eines:

Diese Verlinkungen zu Videos fanden sich aber in keiner der Veranstaltungen, nicht nur nicht bei der in Frankfurt. Wenn schon mit Informationen gegeizt wird, hätten sich wenigstens diese Verlinkungen angeboten, damit dem potentiellen Besucher ein Eindruck vermittelt werden kann.

[amazon_link asins=’B073W334CW‘ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’eebd997a-2495-11e8-9c13-89d8557f0aad‘]

Ferner fand ich über eine Suchmaschine dann die Website der Band, welche aber auch nicht mit dem Begriff „Otis“ zu finden war, sondern erst mit dem Zusatz „Otis Band“. Dort gibt es dann endlich die ersehnten schriftlichen Informationen, wenn auch auf Englisch und weiterführende Links zu sozialen Netzwerken wie Facebook etc. (Linkliste am Ende des Beitrags)

Ich bin mir nicht im Klaren darüber, wo man hier das größte Versäumnis suchen und finden kann, denn so schwer ist es eigentlich gar nicht, diese Informationen bereit zu stellen.

Sei es die Promotion, das Management oder die Band selbst, wobei sich die Band im hiesigen Frankfurt bereits am Nachmittag in einem großen Laden für Musikequipment präsentierte und darüber noch ein oder zwei Gäste für das abendliche Konzert anlocken konnten.

Otis09032018 (51 von 58)Nun gut, sei es drum, das Vergangene kann man nicht rückgängig aber für die Zukunft besser machen, das steht fest. Ich war nun also tatsächlich der erste Gast des Abends im Kellerclub und war erschrocken über diese Tatsache. Da ich aber schon die musikalische Richtung kannte, und auch diese Art der Musik gut finde, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, direkt eine CD zu kaufen, die anschließend von den Bandmitgliedern auch signiert wurde.

Aber nicht nur das, ich wurde von allen Vier begrüßt und mir wurde gedankt, dass ich gekommen war. Eine persönliche Begrüßung, wow, aber in Anbetracht der Situation verständlich.

Mir bot sich die Möglichkeit mit der Band zu sprechen und wir sprachen auch darüber, dass es wirklich schwierig war an Informationen zu kommen. Also im Vergleich zu anderen Konzerten etc. zu denen es direkt auf der Eventseite usw. Informationen zur Band und deren Musik gibt. Sie entschuldigten sich dafür und waren ob dessen auch selbst sehr unzufrieden. Das kann ich durchaus verstehen.

Otis09032018 (20 von 58)Wir sprachen noch über die Musik, die sie spielen, welchen Einflüssen sie sich bedienen und dass es am Ende eine Mischung aus Southern und Blues Rock ist, die mal mehr in die eine, mal mehr in die andere Richtung tendiert. Sie wirkten auf mich sehr sympathisch und machten einen aufgeschlossenen und freundlichen Eindruck.

So wurde es langsam 20 Uhr und insgesamt fanden sich immerhin 11 Gäste zum Auftritt von Otis. Es waren also mit band und Personal 20 Menschen im Nachtleben, welches bekanntlich auch gut 250 Menschen, mit Personal und Band auch mehr als das, aufnehmen kann.

Die Band legte los und das mit voller Energie. Es begann schön rockig im Stil der Südstaaten, also Southern Rock. Zuerst etwas ruhiger und im Anschluss mit mehr Pepp. Diese Mischung aus zwei Gitarren, die den typischen Klang und das Flair des Southern Rock übertragen war da und gesanglich war es absolut passend.

Otis09032018 (26 von 58)Genauso wird auch der Blues Rock interpretiert. Kraftvoll, mit Energie und dem energischen Gesang mit lauteren und leiseren Parts, die vom Sänger Boone Froggett beherrscht werden. Auch seien Stimmlage passt sehr gut in den Stil des Southern und des Blues Rock.

Hinzu kommen immer wieder längere instrumentale Parts in den Songs vor, die insbesondere durch längere und wirklich schön melodische Parts bestechen. Untermalt werden diese immer wieder durch den kräftigen Bass, der sich insbesondere beim Blues bemerkbar macht und dem Ganzen einen raueren Unterton verschafft.

Es sind wirklich eingängige Melodien und Songs, die die Band spielt und diese laden auch gerne mal dazu ein, dass man die Augen schließt und sich dem Flair des Blues hingibt und ins Träumen verfällt. So ging es mir jedenfalls sehr häufig. Aber ich konnte auch sehen, dass andere Gäste gelegentlich ihre Augen schlossen und sich von der Musik tragen ließen.

Otis09032018 (37 von 58)Wer jetzt glaubt, dass die Stimmung zum Einschlafen gewesen wäre, der irrt. Auch wenn es nur 11 Gäste waren, so zeigten sie sich, vielleicht auch bedingt durch die geringere Anzahl an Besuchern, durchaus lautstark und honorierten die wunderschön melodisch gespielten Songs mit langem Applaus und Jubel.

Apropos Jubel: den gab es auch für den Drummer, als er ein flottes Solo aufs Parkett legte, das sich durchaus hören lassen konnte und durchaus zum Southern und Blues Rock passte.

 

Zwischendurch Steve Jewell Jr. Was er auf Deutsch sagen kann. Relativ wenig, aber darunter waren „Dankeschon“, „Ich liebe Dich“ und ganz wichtig „Schnitzel“. Das brachte nicht nur ihn selbst zum Lachen, sondern auch die Gäste und auch der Rest der Band konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Otis09032018 (12 von 58)Die Mitglieder der Band haben jedenfalls Spaß an der Musik und haben sich auch nicht durch die geringe Besucheranzahl unterkriegen lassen. Sie haben definitiv nicht einfach nur ihr Programm runtergespielt, sondern wirklich großen Einsatz gezeigt. Das machte sie für mich noch sympathischer als ohnehin schon und so verging die Zeit durchaus schneller als erwartet. Sie spielten viele Songs, mal mehr Southern und mal mehr Blues Rock, aber schön zusammenpassend. Es gab auch ein Van Halen Cover. Nach ungefähr 75 Minuten war dann auch schon Schluss.

Nein, nicht wirklich. Nun kommt das absolute Highlight, womit sich die Band gewiss in die Herzen der Gäste gebracht hat. Es wurde nämlich von fast allen gerufen „One more song“ anstelle von „Zugabe“. Und die Band erfüllte diesen Wunsch und spielte auch einen schönen langen Extrasong.

Damit konnte man wirklich nicht rechnen. Ich hätte es auch verstanden, wenn sie dies nicht gemacht hätten. Keiner wäre ihnen an diesem Abend böse deswegen gewesen.

Mir hat es so gut gefallen, dass sehr darauf hoffe, dass sie beim nächsten Mal in Deutschland mit deutlich mehr Besuchern rechnen können. Ein ausverkauftes ist also die Mission für das nächste Mal. „Mission Sold Out @ Frankfurt“ – ich hoffe, dass sich dann so viele wie nur möglich beteiligen werden. #otisbandmissionsoldout

Zur Bildergalerie des Abends –hier klicken– | Just click -here– for the picture gallery.

[amazon_link asins=’B073W334CW‘ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’eebd997a-2495-11e8-9c13-89d8557f0aad‘]

Linkliste:

Website: https://theotisband.com/

Facebook: https://www.facebook.com/otisheavyblues/

Twitter: https://twitter.com/OtisBand

Instagram: https://www.instagram.com/otisband/

Kurze Informationen zu Otis:

Genre(s):  Southern Rock, Blues Rock

Herkunft:  Glasgow (Kentucky), USA

Gründung:  nicht eindeutig zu ermitteln

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Gitarre:  Boone Froggett

Gitarre:  Steve Jewell

Bass:  John Seeley

Schlagzeug:  Andrew Gilpin