Irish Folk Rock Abend im Frankfurter Nachtleben am 18.10.2018 mit den Paddyhats und den Scarlet Scallywags. Party- und Feierstimmung waren inklusive.

Bereits im Vorjahr war ich bei den Paddyhats im Nachtleben gewesen und da mir das, was sie machen so gut gefallen hat, wollte ich mir den neuerlichen Auftritt absolut nicht entgehen lassen.

Neues Album, neue Tour und immer noch sehr guter Irish Folk Rock. Dass sie damit erfolgreich sind, konnte auch durch die Besucherzahl an diesem Abend belegt werden, denn diese war deutlich größer, als noch vor einem Jahr. Hatte man noch relativ viel Platz im Kellerclub, so war es in diesem Jahr schon kuschliger.

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Doch es gab noch eine weitere Veränderung; besser gesagt Erweiterung, denn dieses Mal gab es eine Vorband. So wie ich mitbekommen hatte, war das sogar relativ spontan organisiert. So bekamen die Gäste im Nachtleben die Möglichkeit eine neue Band, die kurz vor ihrem ersten CD Release stand, also ihrer Debüt EP, zu sehen und zu hören.

Die Scarlet Scallywags eröffneten also den Abend mit etwas ruhigerem und emotionalem Irish Folk, der eine gute Einstimmung auf die Paddyhats darstellte. Und das nicht nur musikalisch. Die Vier, Benedikt, Patrick (der Bruder von John Schnee), Lea und Bianca, präsentierten sich mit ihrer Musik und sie hatten sichtlich Spaß und Freude dabei. Nach und nach tauten sie auch so richtig auf der Bühne auf und zwischen den Songs wurden die Interaktionen und Gespräche zu und mit den Gästen mehr.

Das sorgte hier und da für zusätzlichen Applaus und gemeinsames Lachen. Dabei zeigte sich insbesondere Patrick, als Spaßmacher, der nicht nur auf Kommentare aus dem Publikum einging, sondern auch ein Improvisationstalent ist. Text vergessen? Kein Problem! Einfach sagen und weitermachen. Menschlich, sympathisch, lustig und ehrlich.

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Ich bin froh, dass genau dieser Song auch auf der EP bei den fünf Titeln dabei ist, denn ich habe diesen tatsächlich schon einige Zeit in Schleife gehört. Ja, die EP gab es schon an dem Abend zu kaufen, obwohl sie erst zwei Tage später offiziell veröffentlicht wurde. Super Sache, dass sie die schon dabeihatten, denn so habe ich diese EP direkt mit den Autogrammen der Band bei mir.

Während der Pause hatte ich zudem noch die Möglichkeit kurz mit Benedikt zu sprechen. Leider nicht mit meinem Namensvetter Patrick, aka John Schnees Bruder. Schließlich haben wir Herbst, der Winter kommt also und da hat er bestimmt sehr viel zu tun. Nein, Spaß bei Seite. Benedikt sprach davon, dass sie sehr froh darüber sind, dass es so kurzfristig mit den Paddyhats geklappt hat, denn ein Auftritt wie dieser im Nachtleben Frankfurt wäre schon eine Nummer größer für sie gewesen. Die Band gibt es seit 2016 und sie haben auch schon in mehreren Clubs in NRW gespielt.

Wirklich sehr sympathische Menschen und ich bin froh, dass ich sie hören und sehen durfte. Wer weiß, vielleicht sieht man sich bald wieder mal. Schön wäre das bestimmt.

Viel Zeit blieb nicht, denn schon während des Gesprächs kamen die Paddyhats auf die Bühne und ich war wieder einmal erstaunt darüber, dass sieben Personen auf der kleinen Bühne Platz finden konnten.

Es ging direkt mit Vollgas, Rauch und Irland Flaggen los; keine Zeit für ein weiteres Aufwärmen. Direkt loslegen waren das Motto und die Devise. So war direkt Stimmung und Party auf und vor der Bühne zu sehen. Schnell wurde es dadurch den Musikern warm, aber auch der Kellerclub wurde wieder einmal langsam aber sicher zu einer wohltemperierten Sauna.

Auffällig war wieder einmal Ian Mc Flannigan, denn ich frage mich, wie viele Outfits er auf einer Tour so dabeihat. Bei einem der ersten Songs „Circus of Fools“ eilte er schnell von der Bühne und kam mit einem Mantel im Stil eines Zirkusdirektors, Hut, Gehstock und Megafon wieder zurück. Es gab noch weitere Songs, bei denen er sich ein entsprechendes sinngemäßes Outfit holte. Irgendwann macht er das bestimmt bei jedem Song.

Es wurde getanzt, gelacht, mitgesungen und wenn man nicht aufpasste, war man spontan Teil einer schunkelnden Reihe. So war es mir passiert. Häufig passierten diese Sachen in Eigendynamik bei den Gästen, aber auch die Aufforderungen Seitens der band funktionierten nach ein paar Übungen sehr gut. Arme hoch, mitsingen und den Donnerstagabend zu einem Samstagabend machen.

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Aber Mia durfte beim Song „Rockstar“ auch mal einen längeren Gesangspart einnehmen, bei dem die Herren nur den Refrain sangen. Mal eine schöne und sehr gut klingende Abwechslung.

Irgendwann später flogen auch einige aufgeblasene Wasserbälle durchs Nachtleben. Passend zum Song „Boys on the Green“. Dieser hat natürlich weniger mit Wasserball, dafür mehr mit Fussball zu tun. Irgendeiner der Gäste in meiner Nähe wollte schon „Will Grigg’s on fire“ anstimmen; kam aber nicht so wirklich durch damit. Die Bälle flogen immer wieder zurück auf die Bühne, aber das hatten die Musiker schon erwartet.

Die Zeit verging bei so viel Party und ausgelassener Stimmung, wie vor einem Jahr, viel zu schnell. Zum Abschluss gab es noch den wohl bekanntesten Song der Band „Barrels of Whiskey“, bei dem die Stimmung nochmals so richtig hochkochte und den Ruf nach einer Zugabe in der Folge laut werden ließ.

So gab es die Zugabe selbstverständlich und zwar mit den Songs „Green Blood“, dem Titelsong des aktuellen Albums, sowie einem der ältesten Songs mit „We are the O’reillys and the Paddyhats“. Wer da am Ende noch Energie hatte und nicht bester Stimmung war, hat gewiss irgendetwas falsch gemacht.

Wiederkommen nach Frankfurt ist Pflicht Paddyhats!

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Konzertbericht zum Folk Metal Quartett vom 27.02.2018 aus dem Colos-Saal Aschaffenburg. Korpiklaani, Arkona, Heidevolk und Trollfest gaben den Gästen ordentlich Grund zum Feiern

Es ist schon irgendwie kurios, dass ein Konzert an einem Dienstagabend um 18 Uhr beginnt. Ist das nicht viel zu früh, damit auch genügend Gäste kommen? Definitiv nicht, denn bereits zu Beginn war das Colos-Saal sehr gut gefüllt. Das überraschte nicht nur mich, sondern auch andere Gäste, Fotografen und sogar die Bands. Mich hat es gefreut, dass schon rund 300 Menschen den Weg zum Folk-Metal an diesem frühen Abend gefunden hatten.

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Kurz noch eine Randnotiz, die irgendwie amüsant war, denn zuvor war ich noch eine Kleinigkeit essen gewesen. Ein türkisches Restaurant hat in der Nähe durchaus leckeres Essen und da fielen mir zwei Gäste auf, die sich etwas mitgenommen haben. Sie sahen so gar nicht aus, wie der Standardgast in einer Dönerbude und mein Bekannter, als auch ich, lagen mit der Vermutung richtig, dass es sich um zwei Bandmitglieder von Korpiklaani gehandelt hat, wie wir später anhand der Kleidung und Haarprachten bestätigen konnten.  

Trollfest270218 (7 von 27)Aber zurück zum Geschehen im Colos-Saal, denn es ging pünktlich um 18 Uhr los. Die Norweger Trollfest läuteten den Abend auf der Bühne mit vielen bunten Luftballons und lustigen Hüten ein. Trollfest270218 (22 von 27)Dass es bei ihren Songs um Spaß, um Feiern und um Trinken geht, kann man nur erahnen, sofern man die bunt gemischte Trollsprache denn versteht. Es ist eine Mischung aus skandinavischen Sprachen und sogar Teilen der deutschen Sprache.

Sie versprühen auf der Bühne Lust und Freude an ihrer Musik und machen auch absolut nicht davor Halt direkt mit dem Publikum zu interagieren. Nicht nur das Mitklatschen, der Fauststoß und das einfache Mitsingen einiger Textpassagen wurde gefordert, nein es gab auch die frühe Aufforderung zu einem Circle / Moshpit, sowie zu einer Polonaise, die vom Bassisten angeführt wurde.

Trollfest270218 (5 von 27)Musikalisch bewegen sie sich im klassischen Folk Metal, gespickt mit Akkordeon und Saxophon, sowie einer zusätzlichen Trommel, die vom Sänger Jostein Austvik ausgiebig genutzt wurde. Dass diese Art der Musik in Verbindung mit den vielen Interaktionen mit den Fans richtig gut ankam, war deutlich bei den Anwesenden zu erkennen. Es wurde viel mitgemacht und ich sah sehr viele fröhliche Gesichter, denn die Art und Weise, wie zum Mitmachen aufgefordert wurde, war durchaus lustig.

So war es kein Wunder, dass die 45 Minuten des Auftritts von Trollfest einfach verflogen sind und man sich wundern musste, dass die Zeit dieser Band schon rum gewesen sein sollte. Aber so war es leider. Mit ihrem Auftritt haben sie die Messlatte noch vor 19 Uhr in Sachen Spaß und Party sehr hoch gelegt.

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Kurze Informationen zu Trollfest:

Genre(s):  Folk Metal

Herkunft:  Oslo, Norwegen

Gründung:  2003

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Jostein „Trollmannen“ Austvik

Gitarre:  John Espen „Mr.Seidel“ Sagstad

Gitarre:  Leif „Dr. Leif Kjønnsfleis“ Kjønnsfleis

Bass:  Øyvind Bolt Strönen „Lodd Bolt“ Johannesen

Akkordeon:  Øyvind „Manskow“ Manskow

Saxophon:  Dag „DrekkaDag“ Stiberg

Schlagzeug:  Eirik „TrollBank“ Renton

Die Pause war nicht besonders lang, was auch kaum verwunderlich ist bei vier Bands an einem Abend. Die Mitglieder der niederländischen Band Heidevolk kamen auch zügig auf die Bühne und mussten sich der Messlatte, die von Trollfest gesetzt wurde, stellen. Ihr Musikstil gehört zwar auch zum Folk Metal, beinhaltet aber große Einflüsse des Pagan Metals, welcher eine besondere Note in die Musik einbringt. Auch beim Gesang gibt es einen großen Unterschied zu Trollfest, denn Heidevolk haben gleich zwei Sänger. Man kann sie sehr gut voneinander unterscheiden, obwohl beide eine kraftvolle Stimme besitzen.

Heidevolk270218 (19 von 32)Dass der Pagan Metal im Vergleich zum klassischen Folk Metal eine etwas härtere musikalische Gangart hat, wird bei der Interpretation durch Heidevolk klar. An die Party- und Feierstimmung von Trollfest kamen sie zwar nicht heran, aber auch sie wissen, wie man mit dem Publikum umgehen muss, damit dieses mitmacht. Heidevolk270218 (8 von 32)Und genau das haben sie auch geschafft. Mitklatschen und den Fauststoß konnten sie sehr leicht aus den mitmachfreudigen Fans herauskitzeln. Aber es wurde auch gepogt und eine weitere Pit entstand in den Reihen der Gäste. Das Verlangen zum Headbangen war überall gegeben: ob auf der Bühne, oder bei den Gästen und Fans, überall waren sie zu sehen, die herumwirbelnden Haare. Im Colos-Saal muss ich wenigstens nicht so viel Sorge haben, dass ich hiervon erschlagen werden könnte.

Die Band hatte rund eine Stunde Zeit den Gästen weiter einzuheizen und ihre Lust an der Musik zu zeigen. Dabei war auffallend, dass die älteren Songs, welche eher gegen Ende ihres Sets gespielt wurden, für mehr Stimmung sorgten. Mit Saksenland und Vulgaris Magistralis ging der Stimmungspegel wieder nach oben und bescherte der Gruppe einen wirklich gelungenen Abschluss ihres Auftritts.

Wichtig ist auch zu sagen, dass über den ganzen Abend hinweg die Akustik und Tonabstimmung sehr gelungen war, was die Auftritte aller Bands um ein Vielfaches schöner machte. Daumen hoch hierfür!

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Kurze Informationen zu Heidevolk:

Genre(s):  Folk Metal, Pagan Metal

Herkunft:  Arnheim, Niederlande

Gründung:  2002

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Lars Nachtbraecker

Gesang:  Jacco de Wijs

Gitarre:  Kevin Storm

Gitarre:  Kevin Vruchtbaard

Bass:  Rowan Roodbaert

Schlagzeug:  Joost den Vellenknotscher

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Erneut eine kurze Pause, die mit schnellen Arbeiten auf der Bühne einherging. Für Arkona mussten ein paar Besonderheiten aufgebaut werden. Kaum war dies geschafft, dauerte es nicht lange, bis die russische Band auf die Bühne kam. Wobei das nicht ganz der Wahrheit entspricht, denn zuerst kam lediglich Sängerin Maria Archipova auf die Bühne, um den Auftritt ihrer Gruppe einzuläuten.Arkona270218 (1 von 25)

Es wurde nun anders mit Arkona. Zwar spielen auch sie Folk Metal, ebenfalls mit großen Einflüssen des Pagan Metals, aber durch den überwiegend gutturalen Gesang von Maria und der stellenweisen noch härteren musikalischen Gangart ist auch eine Anlehnung an den Black Metal gegeben. Mal ruhiger, mal schneller, mal härter und mal sanfter. So lässt sich der Auftritt der Band gut beschreiben. Maria beherrscht die unterschiedlichen Gesangslagen sehr gut und ich fand es sehr beeindruckend wie schnell sie zwischen sanftem Gesang in den gutturalen wechseln konnte.

Arkona270218 (13 von 25)Mir persönlich haben Arkona durchaus gut gefallen, kannte ich den Musikstil bereits vorher sehr gut. Es war aber zu bemerken, dass die gesamte Stimmung während des Auftritts unter den Gästen etwas verhaltener geworden war. Es ist natürlich die sprachliche Barriere, die zwischen der Band und den Gästen stand. Schließlich spricht nicht jeder fließend Russisch. Zugegeben, das gleiche gilt auch für niederländisch oder jede skandinavische Sprache. Jedoch ist die Musik, welche sich nun mal nahe am Black Metal aufhalten kann, eher nur schwierig als Party- bzw. Feiermusik zu verkaufen.

Dennoch war es interessant zu beobachten, dass bei Arkona auch sehr klassische Instrumente zu finden gewesen sind. Flöten, Dudelsack und auch eine Balaleika fehlten nicht. Arkona270218 (14 von 25)Diese Instrumente konnten die Härte der Musik, und des Gesangs, immer wieder etwas abfangen und entkräften.

Das wiederum schien beim Publikum gut anzukommen und es gab viel Applaus für die Band, schließlich war der Auftritt keineswegs schlecht, im Gegenteil. Nur eben weniger für Partystimmung geeignet. Dennoch gab es häufig das Mitklatschen und den Fauststoß mit „Hey“, der von Maria häufig eingefordert wurde. Das fand durchaus Anklang bei den Fans, die sichtlich froh darüber waren, dass sie aktiv mitmachen konnten. So vergingen die rund 75 Minuten des Auftritts ebenso schnell, wie bei den Bands zuvor.

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Kurze Informationen zu Arkona:

Genre(s):  Folk Metal, Pagan Metal, Black Metal

Herkunft:  Moskau, Russland

Gründung:  2002

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Maria („Mascha“) ‚Scream‘ Archipowa

Gitarre:  Sergei ‚Lazar‘

Bass:  Ruslan ‚Knjas‘

Flöten:  Wladimir ‚Volk‘

Schlagzeug:  Andrej Ischtschenko

 

Nach Arkona gab es eine etwas längere Pause, da nun auch das Schlagzeug, welches von allen drei Bands zuvor genutzt wurde, ausgewechselt wurde. Der Auftritt der Finnen stand nun auf dem Programm und die vielen Gäste freuten sich schon sehr darauf. Bereits am Einlass hatte ich ein paar Finnisch sprechende Menschen gesehen und gehört und natürlich nicht verstanden. Was soll‘s?! Geht es nicht darum Musik zu hören und Spaß zu haben? Genau darum geht es.

Korpiklaani270218 (19 von 26)Applaus und Jubel, denn der „Klan der Wildnis“, was „Korpiklaani“ sinngemäß übersetzt bedeutet, betraten die Bühne und begannen ihr spätabendliches Feierprogramm aufzuführen. Warum Feierprogramm? Nun, bei Korpiklaani ist es so, dass ihre Texte von der Natur, vom Feiern und auch vom Alkohol handeln. Deswegen gibt es manche Songs, die Vodka oder Tequila heißen.

Korpiklaani270218 (2 von 26)Die meisten Texte sind Finnisch, aber es gibt auch zahlreiche Songs auf Englisch, was das Mitsingen und Verstehen doch sehr vereinfacht. Wobei, ganz ehrlich, durch den musikalischen Stil, der vorwiegend dem klassischen Folk Metal gewidmet ist, braucht man meines Erachtens nach nicht wirklich etwas verstehen, um ausgelassen mitfeiern zu können. Die Band versprüht von der Bühne aus Spaß und Freude, was insbesondere durch Jonne Järvelä perfekt zur Geltung kommt.

Die Musik wird zum großen Teil auch vom Humppa beeinflusst, was auf den ersten Blick irritierend sein kann, denn viele Songs klingen ähnlich dadurch. Dennoch sind sie unterschiedlich und erwecken auch zu keinem Zeitpunkt Langeweile. Dafür sorgen die Musiker auf der Bühne, die zum Mitmachen und Mitsingen animieren, was bei den einfacheren Songs problemfrei funktioniert. Korpiklaani270218 (25 von 26)Insbesondere beim Song „Vodka“ war das Mitsingen bei exakt diesem Wort wirklich laut, aber auch bei „man with a plan“ zuvor, konnte man sehen, dass die Fans auf der Höhe waren.

So rannte die Zeit von Song zu Song davon. Die gute Stimmung vom Beginn des Abends war wieder ganz da und durchaus noch präsenter, da ausgelassener gefeiert wurde. Das mag mitunter auch an der späten Stunde und vielen Litern Bier gelegen haben, aber dennoch ging es ganz gesittet zu. Es wurde auch gepogt und eine Pit gab es auch wieder. Diese Dinge sind doch immer wieder schön anzusehen, auch wenn ich mich selbst nicht daran beteilige.

Fast 90 Minuten, inklusive der geforderten Zugabe, die Korpiklaani auch gaben, waren sie auf der Bühne und bildeten den absolut gelungenen Abschluss eines Abends, der mit Partystimmung begann und so auch wieder endete.

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Kurze Informationen zu Korpiklaani:

Genre(s):  Folk Metal, Humppa

Herkunft:  Lahti, Finnland

Gründung:  2003

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Jonne Järvelä

Gitarre:  Kalle „Cane“ Savijärvi

Bass:  Jarkko Aaltonen

Akkordeon: Sami Perttula

Violine:  Tuomas Rounakari

Schlagzeug:  Matti „Matson“ Johansson

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Konzertbericht zu Sweet Alibi mit Jadea Kelly in der Brotfabrik in Frankfurt vom 23.01.2018 – kanadisch rockige Klänge und toller Gesang

Ein weiterer Club in Frankfurt, den ich nun das erste Mal aufgesucht habe. Etwas abseits vom Schuss im Stadtteil Hausen, aber gut erreichbar und ein interessantes Ambiente. Mir wurde gesagt, dass im großen Saal durchaus 400 Menschen Platz finden können, wenn keine Bestuhlung im Raum ist. Geschätzt waren an diesem Abend jedoch nur ca. 100 Gäste anwesend, die sich großzügig im Raum verteilten und ihn so etwas voller aussehen ließen.

Der musikalische Abend begann pünktlich um 20 Uhr als Jadea Kelly aus Toronto mit ihrem E-Gitarristen Ryan O‘Reilly die Bühne betrat. Nicht nur, dass sie das Gitarrenspiel beherrscht, nein, sie hat auch eine vorzügliche Gesangsstimme, mit der sie nicht nur laute und leise Töne einschlagen, sondern auch sehr viel Gefühl hineinlegen kann. Ihre Songs sind eine ruhige Mischung aus Gefühl und Emotion, die aus dem Leben genommen sind.

SABF230118-2 (6 von 47)So kann sie einen mit dem Klang ihrer Gitarre, der Begleitung durch die E-Gitarre und insbesondere durch den Gesang gefühlvoll abholen und zum Träumen einladen. Es war für mich tatsächlich so, dass ich in den Momenten, als ich die Augen schloss, ein Gefühl von Zeitlosigkeit hatte. Die Zeit blieb sprichwörtlich unter ihrem Gesang stehen.

Was mir persönlich auch sehr sympathisch auffiel, war die Tatsache, dass Jadea durchaus noch etwas schüchtern wirkt. Insbesondere nach dem großen Applaus, den die Gäste ihr zukommen ließen, leuchteten ihre Augen sehr und das Bedanken fiel deutlich leiser aus als ihr Gesang. Die Schüchternheit verfliegt jedoch, sobald sie mit dem Singen beginnt. Dann ist sie voll in ihrem Element.

Insgesamt ist ihre Musik sehr gefühlvoll und mit der Begleitung durch Ryan O’Reilly kam es mir durchaus so vor, als wäre die Brotfabrik, der große Saal, in eine andere Atmosphäre gewandert. Und zwar in eine wunderschöne, emotionale Atmosphäre, die jeden berührt, der sich in ihr befindet. Ihr 30minütiger Auftritt war jedenfalls eine Spur zu kurz.SABF230118-2 (5 von 47)

Kurze Informationen zu Jadea Kelly:

Genre(s):  Folk, Country, Rock, Pop

Herkunft:  Toronto, Kanada

Aktiv seit:  2005 (Gesang bei der Band „Protest the hero“)

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Die Pause war relativ kurz, denn Umbauarbeiten gab es auf der Bühne nicht wirklich zu machen; es stand bereits alles dort, was dort sein musste.

Und da kamen sie schon auf die Bühne, die drei jungen Damen aus Winnipeg, Kanada. Nacheiner kurzen Begrüßung mit einem strahlenden Lächeln der drei jungen hübschen Damen ging es auch schon musikalisch los. Dabei ist es nicht ganz so einfach den abwechslungsreichen und variablen Musikstil einer bestimmten Kategorie zuzuordnen.SABF230118-2 (36 von 47)

So gibt es rockige Balladen, sehr ruhige Balladen aber auch richtig schöne Rocksongs, die stets melodisch sind. Immer wieder kommt dabei auch ein gewisser Country Teil zum Vorschein, der sich gerne mit Folk vermischt. Aber nicht nur musikalisch sind die drei Damen auf einem sehr hohen Niveau, schließlich kann jede von ihnen auch sehr gut singen.

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Jess Rae Ayre

Ihre Songs sind ebenfalls sehr emotional und gefühlvoll und können einen sehr schnell in ihren Bann ziehen. Schon allein deswegen war die Kombination dieser Band mit Jadea Kelly wirklich sehr gelungen, denn sie ergänzen sich wundervoll. Während man als Gast bei Jadea in eine andere Atmosphäre getragen wurde, so kann man definitiv sagen, dass Sweet Alibi durch mehrere Gefühlswelten führen. Es ist mal etwas trauriger und ruhiger, aber dafür auch mal schnelllebiger und fröhlicher.

Das spiegelt nicht nur die Musik wieder, die passend zu den Songs komponiert wurde, sondern natürlich auch die Texte, die mehr als nur das Leben beschreiben.

 

 

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Amber Rose

Dass die Musik die Herrschaften auch zum Mitbewegen und gemeinsamen Tanzen einlud, war im Saal nicht zu übersehen. Ich darf ruhig dazu sagen, dass das Durchschnittsalter wohl 45+ gewesen sein dürfte. Ich persönlich finde es an dieser Stelle, wo ich das nun erwähne, sehr schade, dass sich so wenige Jugendliche, bzw. jüngere Menschen, für diese ehrliche Art der Musik begeistern können. Gewiss sind Sweet Alibi, oder auch Jadea Kelly, eher etwas für Insider, wenn man das so sagen darf, da keine große Promotion zu ihrer Tour erfolgte. Dennoch sollten Menschen, die ehrliche gefühlvolle Musik mögen, mal in die Lieder reinhören, denn ich bin mir sicher, dass es sehr vielen gefallen wird.

 

 

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Michelle Anderson

Man konnte den Damen auf der Bühne wirklich ansehen, dass sie Freude und Spaß an ihrer Musik haben. Und so ließ ich mich auch von dieser durchdringen Musik, die den ganzen Abend vorherrschte, anstecken und versuchte mich – so unauffällig und „grazil“ wie möglich – mitzubewegen.

Die Stunde verging viel zu schnell und da war der Auftritt schon vorbei. Doch nein, nicht ganz: es gab noch eine wundervolle Zugabe, die den Abend abrunden konnte. Vermutlich konnte jeder mit einem Lächeln die Heimreise antreten.

 

 


Aber bevor auch ich dies tat, habe ich mir dann noch die aktuelle CD von Jadea Kelly gegönnt, die sie mir auch signierte. Eine sehr sympathische junge Frau, muss ich sagen. Von Sweet Alibi hätte ich dem Grunde nach auch gerne eine CD gekauft, aber ihre CDs hatte ich schon über Amazon geordert und als MP3 vorliegen. Diese Art Künstler/innen unterstütze ich von Herzen gern, denn was sie den Zuhörern geben können, ist kaum zu beschreiben.SABF230118-2 (25 von 47)

Es bleibt zu hoffen, dass sie bald mal wieder durch Deutschland touren werden und dann eine etwas größere Resonanz erleben können.

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Kurze Informationen zu Sweet Alibi:

Genre(s):  Rock, Folk, Country, Soul, Roots

Herkunft:  Winnipeg, Kanada

Gründung:  2009

Aktuelle Besetzung:

Jess Rae Ayre:  Gesang, Gitarre, Mundharmonika

Michelle Anderson:  Gesang, E-Gitarre, Banjo

Amber Rose:  Gesang, Gitarre, Ukulele

Lacuna Coil – 24.11.2017 – Colos-Saal Aschaffenburg

Direkt vorne weg: der Abend war super! Beide Bands haben die Aschaffenburger City richtig gerockt und auch das Publikum war begeistert. Aber der Reihe nach.

Um exakt 20 Uhr betrat die Vorband des Abends die Bühne. Cellar Darling aus der Schweiz waren, es die unter Applaus des Publikums, den musikalischen Abend eröffneten. Die Band mag zwar namentlich noch relativ unbekannt sein, dafür sind die Mitglieder aber durchaus bekannt.

Alle drei waren lange Zeit bei Eluveitie aktiv, ehe sie gemeinsam Eluveitie verließen und ein eigenes Projekt unter dem Namen „Cellar Darling“ starteten.

Mit ihrem eigenen Musikstil, der zwar immer noch in das Genre des Folk Rock einzuordnen, aber deutlich moderner und abwechslungsreicher ist, wussten sie das Publikum sehr zu begeistern. Nach jedem Song gab es lang anhaltenden Applaus und Jubel für die Musiker.

Eigentlich sollte man denken, dass sie so etwas durch ihre Zeit bei Eluveitie gewohnt sein müssten, doch Anna schien davon sehr gerührt und beeindruckt gewesen zu sein, dass das Aschaffenburger Publikum mit solchen Reaktionen auf die Musik reagierte.

Insgesamt waren es, aus meiner Sicht, beeindruckende 40 Minuten. Anna kann wundervoll singen. Mal lauter und kraftvoller aber auch leiser und gefühlvoller. Ich meine doch tatsächlich den ein oder anderen Jodler gehört zu haben?! Was mich auch sehr fasziniert hat, war die Tatsache, dass ich zum ersten Mal sehen konnte, wie eine Drehleier gespielt wird. Das ist schon etwas Besonderes.

Doch auch die Musik im Gesamten war sehr schön und ergänzte sich prima mit dem Gesang. Auch die Tonabstimmung war sehr gut, so dass die rund 500 begeisterten Zuschauer ihre Freude an diesem doch zu kurzen Auftritt hatten. Selten hört man das Publikum bei einer Vorband nach einer Zugabe rufen. Aber das war hier der Fall – und das zurecht!

Kurze Informationen zu Cellar Darling:

Genre(s): New Wave of Folk Rock

Herkunft: Schweiz

Gründung: 2016

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Drehleier:  Anna Murphy

Gitarre, Bass:  Ivo Henzi

Schlagzeug:  Merlin Sutter

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Die Umbaupause war lediglich 20 Minuten. Das reichte um ein wenig zu dampfen und mir ein Karamalz besorgen. Erstaunlicherweise erntete ich an diesem Abend keine fragenden, irritierten und mitleidigen Blicke. Dafür danke ich herzlichst.

Dann betraten auch schon Lacuna Coil die Bühne und viele überraschte Gesichter waren zu sehen, da das Bühnenoutfit der Italiener doch sehr mörderisch gut war.

Aber nicht nur diese Outfits waren großartig, sondern auch die Musik und der Gesang, den Lacuna Coil an diesem Abend präsentierte. Mitsingen und Mitklatschen waren durchaus Gang und Gebe, so wie es schon bei der Vorband der Fall war.

Es war schon sehr fantastisch zu beoachten wie Cristina Scabbia, die Sängerin, beim Gesang mit dem Mikrofon umgegangen ist, sodass bestimmte Nuancen noch deutlicher zur Geltung kamen. Auch der Kontrast zur gutturalen Gesangsstimme von Adrea Ferro (männlich) ist hervorragend.

Auch bei Lacuna Coil war die gesamte Tonabmischung perfekt, sodass es ohne Probleme möglich war, jedes Instrument zu hören und zu unterscheiden. Außerdem war es weder zu laut, noch zu leise. Es hat sehr viel Spaß gemacht den Musikern auf der Bühne zuzusehen. Ob es beide Sänger waren, oder der Bassist, der Drummer und der Gitarrist, alle hatten sichtlich Spaß und und das Publikum zahlte es ihnen mit großem Applaus und viel Jubel zurück.

Der musikalische Stil war insgesamt sehr abwechslungsreich gehalten. Neuere Songs, aber auch ältere Lieder der Band wurden aus dem Repertoire gezaubert. Zwischendurch wurde nicht unerwähnt gelassen, dass die band ein Buch veröffentlicht hat, das einen Blick auf die 20jährige Bandgeschichte wirft. Es trägt den Titel „Nothing stands in our way“ und enthält viele ungezeigte Bilder und Aufzeichnungen der Bandmitglieder. Für Fans bestimmt ein „Must-Have“.

Insgesamt ist der Abend so schnell vergangen, dass auch die ca. 80 Minuten des Auftritts von Lacuna Coil einfach verflogen sind. Nicht nur mir, sondern so ziemlich allen hat es sichtlich Spaß gemacht. Eine sehr tolle Kombination aus zwei Bands, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

Kurze Informationen zu Lacuna Coil:

Genre(s): Rock, Metal, Alternative Metal

Herkunft: Mailand, Italien

Gründung: 1994 als Sleep of Right, seit 1996 Lacuna Coil

Aktuelle Besetzung:

Gesang: Cristina Scabbia

Gesang:  Andrea Ferro

Bass:  ???

Gitarre: ???

Schlagzeug:  Ryan Blake Folden

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Eluveitie + Amaranthe – 06.11.2017 – Batschkapp Frankfurt

Ungewöhnlich früh begann der Montagabend in der Batschkapp, die bereits um 18:45 eine recht große Menschenmenge beherbergte, als die erste Band des Abends auf die Bühne kam.

Da es noch so früh war und auch die Dichte an Menschen vor der Bühne nicht all zu groß war, schlich ich mich Schritt für Schritt bis fast ganz nach vorne und hatte mal eine neue Perspektive auf das Geschehen vor mir. Für Gewöhnlich bin ich nicht so gerne in den vorderen Reihen, da es doch sehr beengend ist. Zwar habe ich keine Platzangst, aber meine kleine Wohlfühlzone möchte ich schon noch behalten. Ausserdem möchte ich mir die Partner zum Kuscheln noch gerne selbst aussuchen.

The Charm the Fury hatten eine halbe Stunde Zeit auf der Bühne um sich zu präsentieren. Ich war sehr neugierig darauf, was die Band spielen würde und ob es auch gut war. Die Niederländer mit der hübschen und sehr stimmkräftigen Sängerin Caroline Westendorp spielen eine Mischung aus Metalcore und Post-Hardcore, wobei sich immer wieder sehr melodische Passagen in die typische härtere Gangart des Metalcores einmischen.ELUAMA061117 (2 von 25)

Hierbei hilft es absolut, dass die Sängerin sowohl guttural als auch recht sanft singen kann. Aber sie kann nicht nur hervorragend singen, sondern auch animieren und entertainen. Ob sie nun das Publikum zum Mitsingen, Mitklatschen oder zum Zeigen der „Metalgabel“ aufforderte, es wurde angenommen und den Bandmitgliedern gefiel die Reaktion der Anwesenden.ELUAMA061117 (6 von 25)

Es machte mir sehr viel Spaß und Freude die Musiker zu sehen und zu hören. Die Tonqualität war super und so war die Mischung aus sehen und hören sehr gelungen. Leider sind 30 Minuten für eine Band, die selbst viel Freude beim Auftritt und deutlich mehr Energie aufbringen könnte als für 30 Minuten, einfach zu wenig. Gerne hätte ich sie noch ein wenig länger gesehen und gehört, denn die Kombination des Genres mit harten Gitarrenriffs, abwechslungsreichem Gesang und der Energie der Gruppe ist wunderbar. Ich finde auch, dass Carolines Gesang, der auch manchmal sanfter ausfällt, den grundsätzlich härteren Sound etwas mildert und insgesamt noch angenehmer zum Hören macht.

Kurze Informationen zu The Charm the Fury:

Genre(s):  Metalcore, Post-Hardcore

Herkunft:  Amsterdam, Niederlande

Gründung:  2010

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Caroline Westendorp

E-Gitarre:  Mathijs Parent

E-Gitarre:  Rolf Perdok

E-Bass:  Lucas Arnoldussen

Schlagzeug:  Mathijs Tieken

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Die Umbaupause auf der Bühne dauerte gerade einmal 20 Minuten. Da blieb keine Zeit um sich durch die größer gewordene Menge nach draußen zu quetschen. Den tollen Platz wollte ich auch nicht einfach hergeben, denn auf die nächste Band, Amaranthe, freute ich mich schon sehr. Endlich konnte ich auch sie einmal live sehen.

Und dann waren sie da: Amaranthe. Die sechs Mitglieder der Band kamen nach und nach auf die Bühne. Dabei hatte es der Bassist, Johan Andreassen, am schwersten, denn er kam mit zwei Krücken und einem Gips am rechten Bein auf die Bühne und konnte nur sitzend mitmachen. Aber er war da und das war was zählte. Hart im Nehmen – so muss das sein.

Jubel und Applaus waren groß bei den Gästen in der Batschkapp. Gewiss waren viele auch oder gerade wegen exakt dieser Band gekommen.

Da ging es auch schon direkt los mit der typischen Musik von Amaranthe. Insgesamt gibt es drei Sänger. Einer, der nur guttural singt, ein anderer für den normalen Gesang und die Augenweide Namens Elize Ryd, die durch ihren Gesang und ihre weiche Stimme ein interessantes und spannendes Gegenstück zum Hauptgenre, sowie zum gutturalen Gesang von Henrik Englund Wilhelmsson darstellt.ELUAMA061117 (8 von 25)

So abwechslungsreich wie der Gesang, ist auch die Musik, die von Amaranthe gespielt wird. Grundsätzlich bewegen sie sich im Bereich des Modern Melodic Metal, der durchaus mal härter und schneller aber auch mit balladenähnlichen Zügen geprägt sein kann. Manche Songs hingegen sind stark an Metalcore oder auch Melodic Death Metal angelegt, wenngleich die Übergänge hierbei recht fließend sind.

Auch bei Amaranthe war die Tonqualität super, so dass die Instrumente als auch die drei verschiedenen Sänger gut zu hören und zu unterscheiden waren. Die Technik funktionierte also. Aber wie es bei einem Live-Auftritt passieren kann, versagte für einen kurzen Moment die Stimme von Elize. Glücklicherweise aber nur in dem Moment, als sie sich während zwei Songs beim Frankfurter Publikum in der Batschkapp bedanken wollte. Das kann schon mal passieren und so machte sie es mit ihrem schönsten Lächeln in die Runde wett.

Übrigens hat die Dame meinen vollen Respekt, denn sie trug High Heels auf der Bühne, in denen sie herumlief, tanzte und sogar hüpfte. Darüber hinaus ist es sehr gut zu erkennen, dass sie Tänzerin war, bzw. es wohl immer noch ist. Sehr elegant sind ihre Bewegungen und dazu kamen ein paar Kleiderwechsel während des 70minütigen Auftritts der Band.

Häufig wurde zum Mitklatschen, Mitsingen, Springen und mehr aufgefordert, was das Frankfurter Publikum auch sehr gerne annahm und insbesondere von Elize mit einem Lächeln und dem Herzsymbol, das sie mit den Händen machte, honoriert wurde. Aber auch die Band zeigte, dass sich nicht zu schade sind selbst mitzumachen und so sprangen auch sie, tanzten und schüttelten ihre langen Haare auf der Bühne. Sie hatten also richtig Spaß.

Es wurde praktisch nach jedem Song applaudiert und gejubelt, teilweise sogar richtig gefeiert. Selbst ein Drumsolo wurde präsentiert und die Zugabe, vor der der Bassist erklärt hat, dass man ihn nicht so schnell loswerden könne, und trotz seines gebrochenen Beines immer noch Tritte in den Allerwertesten verteilen kann, beinhaltete vier weitere Songs.ELUAMA061117 (18 von 25)

Auch dieser Auftritt hat mir so viel Freude und Spaß bereitet, dass ich mich fragte, wo die Zeit nur geblieben sei. Amaranthe muss ich unbedingt mindestens noch ein weiteres Mal live sehen. So viel steht fest.

Kurze Informationen zu Amaranthe:

Genre(s):  Modern Melodic Metal, Metalcore, Melodic Death Metal

Herkunft:  Dänemark und Schweden

Gründung:  2008

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Elize Ryd

Gesang: Nils

Gutturaler Gesang:  Henrik Englund Wilhelmsson

E-Gitarre:  Olof Mörck

E-Bass:  Johan Andreassen

Schlagzeug:  Morten Løwe Sørensen

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Die nächste Umbauphase begann und auch diese dauerte lediglich 20 Minuten. In dieser Pause musste ich aber mal raus, denn drei Dinge waren nun wichtig: WC-Besuch, E-Zigarette dampfen und eine Cola trinken. Auch einen kurzen Besuch beim Merchandising Stand konnte ich mir nicht nehmen lassen. Dort habe ich mir dann ein paar sachen rausgeguckt, die ich nach dem Auftritt von Eluveitie kaufen wollte.

Apropos Eluveitie: kaum hatte ich mir die Sachen ausgesucht, schon wurde es dunkel in der Batschkapp und die Eidgenossen aus der Schweiz kamen auf die Bühne. Meinen guten Platz an fast vorderster Front war nun weg und wieder durch die Menge quetschen wollte ich  mich auch nicht. Also blieb ich praktisch in der Nähe des Merchandising Standes und habe mir den Auftritt von Eluveitie von etwas weiter hinten angesehen.

ELUAMA061117 (22 von 25)Leider sind die meisten meiner gemachten Handybilder nicht brauchbar und nicht so schön wie die vorherigen, daher gibt es leider nicht so viele Bilder. Dafür war aber die Tonqualität weiterhin hervorragend, so dass ich zwar etwas weniger gesehen, aber immer noch alles gehört habe.

Folk Metal aus der Schweiz mit vielen Bandmitgliedern, vielen verschiedenen Instrumenten und einem musikalischen Spektrum, das sich über mehrere Genres hinwegzieht. Und genau das haben sie auch in ihren ebenfalls 70 Minuten präsentiert. Es waren schnelle und sehr kraftvolle Songs dabei, die in die Richtung des Metalcores gingen, klassischer Folk Metal und auch ruhigere Songs und eine Ballade. ELUAMA061117 (24 von 25)

Auch bei Eluveitie ist die Abwechslung im Gesang und vor Allem die Vielzahl der eingesetzten Instrumente sehr wichtig, um der Band ihren Charakter zu verleihen und die härteren Genres, die angekratzt werden, etwas zu entkräften und zu entzerren.

Ich finde sogar, dass dies Live noch besser funktioniert als auf ihren CDs oder YouTube-Videos. Das kann nun sehr subjektiv von mir sein, aber so kam es mir vor. Und das hat mir sehr gefallen.

Auch sie haben häufig zum Mitklatschen animiert, wenngleich Mitsingen eher seltener der Fall war. Aber beim Lied „Call of the Mountains“ wurde aufgefordert und mitgemacht. ELUAMA061117 (23 von 25)

Bei dem ein oder anderen Song kann man sich durchaus so fühlen, als wäre man in enem Traumland, sobald man die Augen schließt. Sowas funktioniert aber nicht unbedingt bei einem Drumsolo, das es an diesem Abend ein zweites Mal gab.

Als Zugabe gab es anschließend noch zwei weitere Songs, die den Auftritt und den gesamten Abend zu einem perfekten Abschluss brachten.

Alles in Allem muss ich sagen, dass mir Eluveitie live sogar noch einen Tick besser gefallen als auf YouTube oder CD.

Kurze Informationen zu Eluveitie:

Genre(s):  Folk Metal, Metalcore, Melodic Death Metal

Herkunft:  Winterthur, Schweiz

Gründung:  2002

Aktuelle Besetzung:

Alain Ackermann – Drums

Chrigel Glanzmann – Vocals, Mandola & Mandolin, Tin & Low Whistles, Bagpipes, Bodhràn

Michalina Malisz -Session Hurdygurdy

Jonas Wolf – Guitars 

Rafael Salzmann – Guitars 

Matteo Sisti – Tin & Low Whistles, Bagpipe, Mandola 

Kay Brem – Bass

Nicole Anspenger- Fiddle 

Fabienne Erni – Vocals, Harp, Mandola

Wie fasse ich den Abend in wenigen Worten zusammen? Ich weiß es: bezaubernd schöne Frauen auf der Bühne, die wundervoll zu melodischem Metal gesungen haben. Kann man stehen lassen, oder?

Die Ausbeute am Merchandise Stand, an welchem ebenfalls eine hübsche Dame steht:

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Alestorm – 03.10.2017 – Batschkapp Frankfurt

Ein Feiertag, an dem das Fernsehprogramm eher langweilig als spannend ist und Shoppingtouren nur in einem Hauptbahnhof stattfinden können, ist der Besuch eines Konzerts die wohl beste Alternative. Also nichts wie ab in die Batschkapp und gute Musik sehen und hören.

Durch den Feiertag begann das Ganze auch etwas früher als gewohnt. Bereits um 19:20 Uhr gingen die Lichter aus und ehm Moment, was kommt da bitte auf die Bühne? Vier Gestalten in silbernen Outfits, die mir erstmal sehr suspekt erschienen.

Es handelte sich um die Band „Troldhaugen“ aus Australien. Rein vom Namen her hätte ich sie eher nach Skandinavien verlegt, aber das Internet belehrte mich eines Besseren. Aber mal zum Wesentlichen, zur Musik. Da liegt dann aber der Seelachs begraben. Diese Band kann man absolut keinem Genre zuordnen. In ihren gut 35 Minuten auf der Bühne spielten sie ein recht chaotisches aber irgendwie doch melodisches Set. Der Sänger wechselte oft zwischen Sprechgesang, Schreigesang und normalem Gesang hin und her. Und genauso sind auch die Songs, die sie spielen. An manchen Stellen gibt es musikalische Einspielungen, die das Musizieren kurz unterbrechen, dann wieder enden und schon geht es weiter. Die Genres, die sie in ihre jeweiligen Lieder einbringen, sind mit Elementen aus Power, Thrash, Black, Heavy und Folk Metal bestückt. Wahrscheinlich sind es sogar noch ganze andere Genres, die mit einfließen.

Der Sänger an sich schien zumindest so, als hätte er bei der ganzen Sache einen ziemlichen Spaß. Er machte sehr viele merkwürdige Gesichtsausdrücke, tanzte umher, machte einen Hüftschwung, der seinesgleichen sucht und hatte sogar mal eine Handpuppe als Co-Sänger angezogen. Er war jedenfalls sehr gut zu hören und zu sehen. Man merkte aber, dass die Batschkapp ob des musikalischen Chaos, das präsentiert wurde, zunächst irritiert wirkte. Anfänglich gab es wenig Applaus; wohl auch bedingt dadurch, dass keiner so recht wusste, ob ein Song nun vorbei ist oder nicht. Aber je länger es dauerte, desto mehr kam auch vom Publikum, die auch der einzigen Aufforderung zum Mitklatschen folgten. Wie viele Menschen genau bei einer vorherigen Aufforderung zum Bewegen des Hinterteils mitmachten, kann ich nur schwer beurteilen. Es war jedenfalls recht amüsant was auf der Bühne passierte, insbesondere durch das Tun des Sängers. Definitiv mal ganz was Anderes, das einem durchaus immer mehr gefällt, je länger es gehört wird.20171003_192301

Viel mehr kann ich zu diesem Stil nicht sagen, ausser, dass es am Besten ist, wenn man sich die Songs mal selbst anhört.

Kurze Informationen zu Troldhaugen:

Genre(s):  lt. Angaben der Band „Crab Slab Core“

Herkunft:  Wollongong, Australien

Gründung:  2008

Aktuelle Besetzung: (abgekupfert aus Facebook)

Reventüsk: Seafood Extender
Meldengar: Guitar
Grädenøk: Salt n Pepper Squidlips
Svarog: Fisherman’s Basket

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Nach diesem interessanten, lustigen und etwas verstörenden Auftritt dieser Band, gab es zunächst eine kurze Pause von ca. 15 bis 20 Minuten ehe die zweite Vorband des Abends ihr musikalisches Können auf der Bühne präsentierten.

Im Gegensatz zu Troldhaugen ist der Stil von Aether Realm deutlich geradliniger. Harte Riffs, schöne Solos und sehr viel gutturaler Gesang. Das passt auch zu einer Band, die Melodic Death / Folk Metal spielt. Der Stil ist jedoch teilweise so geradlinig, dass sich die Songs sehr ähneln. Abgesehen von einer Ballade, bei welcher der Sänger in Normalstimme gesungen hatte.

Mir fiel hier aber auf, dass das Mikrofon des Sängers nicht unbedingt gut eingestellt war, so war es für mich häufig sehr schwierig ihn überhaupt gut verstehen zu können, was bei gutturalem Gesang ohnehin schon etwas schwieriger ist. Das Mikro fiel sogar einmal herunter. Den Aufprall hörte man sehr gut. Aufheben und weitersingen als wäre nichts gewesen.20171003_202326

Immerhin gab es viele Interaktionen mit den Gästen in der Batschkapp, die vor Allem zum Fauststoß aufgefordert wurden. Aber auch das rhythmische Mitklatschen wurde nicht vergessen. Es schien vom Pegel her schon lauter geworden zu sein als es noch bei Troldhaugen der Fall war. Vielen gefiel das wohl ganz gut.

Ich persönlich höre zwar auch ab und an Melodic Death Metal, aber auch nur ausgewählte Songs. Für mich war das schon zu viel auf einmal, da auch die Tonabmischung für diese Band nicht optimal getroffen war.

Kurze Informationen zu Aether Realm:

Genre(s):  Melodic Death Metal / Folk Metal / Viking Metal

Herkunft:  Greenville, USA

Gründung:  2010

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Bass:  Vincent Jones

Gitarre, Gesang:  Heinrich Arnold

Gitarre:  Donny Burbage

Schlagzeug:  Tyler Gresham

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Nach der zweiten und letzten Umbauphase war die große Quietscheente schon bereit und nach einem kurzen Gespräch über E-Zigaretten draußen vor der Batschkapp, enterten die Herren von Alestorm kurz vor halb zehn die Bühne.

Bereits großer Applaus und viel Jubel kamen ihnen von den Zuschauern entgegen. Mit Keelhauled begann der Abend und es wurde bereits kräftig mitgesungen und mitgeklatscht. Der Sound war perfekt und auch die Lightshow war über die 90 Minuten des Auftritts von Alestorm genial.  Pirate Power Metal war angesagt und den Fans gefiel es wahrlich sofort. Die Band gab sich auch keine Blöße und hielt den Stimmungspegel permanent hoch.20171003_213022

Neue und alte Songs der schottischen Band wurden gespielt und bei den meisten brauchte weder mitsingen noch mitklatschen angestimmt werden, da das Publikum dies spontan selbst initiierte. Aber zum Springen wurde noch separat aufgefordert. Kein Problem, auch das wurde gerne angenommen und so sprangen sehr viele Gäste in der Batschkapp.

Eine richtig gute Power Metal Party entstand. Das lag wohl auch mitunter daran, dass die Texte durchaus häufiger mit Alkohol zu tun haben. Nichts desto weniger war die Qualität des Sounds wirklich perfekt, so dass die Keyboards und auch die Gitarren, gerade bei Solos, perfekt zu hören waren. Ebenso war es auch beim Gesang.

Schön war auch bei einem eher ruhigeren Song beinahe die ganze Batschkapp im Takt schunkeln zu sehen. Das müsste bei „Nancy the tavern wench“ gewesen sein. Zumindest beim Hören von Alestorm zu Hause, als ich diesen Bericht schrieb, sehe ich diese Menge an Menschen wieder vor mir, wie sie von links nach rechts schunkeln und zurück. Genauso ähnlich war es auch vor dem Song „Bar ünd Imbiss“. Da wurde ein Vorurteil, was uns Deutsche betrifft, mal so richtig ausgekostet. In dem Song geht es um Würste und Bier. Ja, Würste. Auf Englisch: „sausages“. Und das durften dann mal alle im Chor rufen. Aufgefordert und getan. Wie man also spaßig sein kann und solche Dinge für sich zu nutzen, wissen sie jedenfalls.20171003_221354

Auch das Teilen der Gäste nach links und rechts um zu einem Song die bekannte „Wall“ zu kreieren kam bei den Gästen sehr gut an. Ebenfalls waren viele Crowdsurfer zu sehen. Daran erkennt man den Partycharakter eines Konzerts von Alestorm.

Eine wirklich fantastische Live-Band, die genau wissen, wie sie mit dem Publikum umgehen müssen, so dass es eine Party wird. Ob es nun an der Songauswahl, den Interaktionen, dem klasse Sound und den genialen Lichteffekten ist. Für mich steht fest, dass ein weiterer Besuch von Alestorm definitiv Pflicht sein wird. Wenn bei einem Konzert die Zeit so schnell vergeht, dass bereits über eine Stunde vergangen ist, wenn man auf die Uhr schaut, dann macht es Spaß. Power Metal? Alestorm! Unbedingt.

Kurze Informationen zu Alestorm:

Genre(s):  Pirate Power Metal

Herkunft:  Perth, Schottland

Gründung:  2004 (als Battleheart)

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Keytar:  Christopher Bowes

E-Bass:  Gareth Murdock

E-Gitarre:  Máté Bodor

Keyboard:  Elliot Vernom

Schlagzeug: Peter Alcorn