Jenny & the Mexicats feierten ihr 10jähriges Jubiläum am 02.10.2018 im Nachtleben Frankfurt mit lateinamerikanischer Rockmusik

Wieder war es Zeit für ein etwas anderes Konzert, das ich besuchen wollte. Rockmusik, die mit lateinamerikanischen Rhythmen und Melodien angehaucht ist, das war das Ziel des Abends und es führte mich in das Nachtleben in Frankfurt, das bei meiner Ankunft kurz vor 21 Uhr recht gut gefüllt war.

Wenn es auch sonst eher früher als später losgeht im Nachtleben, war der Konzertbeginn dieses Mal etwas verspätet. Aber das lag mitunter auch daran, dass noch Gäste den Weg in den Keller fanden.

Was die Gäste betraf, war es bunt gemischt und eher der mittlere Altersbereich, der sich zu diesem Konzert einfand. Aber ich erkannte auch viele Menschen mit dem passenden lateinamerikanischen Aussehen für diesen Abend und es wurde auch viel geredet, vor allem spanisch wurde gesprochen.

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Es war irgendwie abzusehen, dass ich die Texte der meisten Songs nicht verstehen werden würde, aber ist das bei Musik so wichtig? Ich finde nicht, denn die Emotionen, die durch die Instrumente und den Gesang an sich übertragen werden, kann man trotzdem erkennen und spüren, gar fühlen.

So genoss ich zumindest die Musik und den schönen Gesang, wenngleich ich keine Ahnung hatte, was da eigentlich gesungen wird. Aber so traurig konnte es nicht gewesen sein, denn die Art der Musik war schon mehr in Richtung „Spaß und Freude am Leben haben“.

Den Spaß an der Musik und am Auftritt hatte insbesondere Jenny, die sehr häufig tanzte und lachte; ja sogar wenn das Mikro vor dem Mund war, sodass man ihr Lachen hören konnte. Sowas ist einfach sehr authentisch und zeigt auch, dass die Musiker ihre Musik leben und nicht nur zum Zweck spielen.

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Aber auch die anderen Musiker an ihren Instrumenten zeigten sich sehr lebhaft und auch während den Songs versuchten sie mit dem Publikum zu interagieren, zu reden, lustige Anekdoten aus ihrer Bandgeschichte zu erzählen. Leider meistens auf Spanisch und nur sehr wenig auf Englisch, weswegen ich eher weniger verstanden habe.

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Wobei Rock wohl nicht ganz so passend ist als Genre. Dieses wird nämlich als Flamenco, Indie Folk und Cumbia angegeben. Okay, gut, ich fand es rockig mit lateinamerikanischen Einflüssen. Und Jenny kann nicht nur tanzen und singen, sondern auch Trompete und Gitarre spielen. Ein Multitalent auf der Bühne mit sehr viel Charme. Ob lauter und energischer, oder etwas leiser und gefühlvoller, auf Englisch oder auf Spanisch.

Mich hat der gesamte Auftritt sehr beeindruckt, denn ich hätte nicht erwartet, dass mir diese Art der Musik doch so gut gefällt. Ich bräuchte nur noch Spanischkenntnisse und ein kleines Feuerchen der Tanzbewegungen wegen. Aber ansonsten war es wirklich ein toller Abend, der den Zuschauern gefallen und Spaß gemacht hat. Gute Musik und Unterhaltung, genau das wünscht man sich und bei Jenny mit ihren Mexicats bekommt man dies auch.

Flash Forward und Blood Command ließen die Gäste am 20.09.2018 im Frankfurter Nachtleben zu gutem alternativen Rock schwitzen

Nachdem ich eher gemütlich als eilig im Frankfurter Nachtleben ankam, hörte ich um zehn Minuten vor 21 Uhr bereits, dass Musik aus dem Keller kommt. Moment! Es sollte doch erst um 21 Uhr beginnen.

Kurz gefragt, wie lange denn schon gespielt wird und als Antwort hieß es dann, dass sie gerade angefangen hatten. Also nichts wie runter und feststellen, dass die Norweger „Blood Command“ bereits auf der Bühne Vollgas gaben.

Direkt zu den Bildern von Flash Forward & Blood Command im Nachtleben Frankfurt

BloodCommand200918-11Die Band hatte definitiv ein wenig Platznot auf der kleinen Bühne. Ihr Equipment war doch reichhaltig, aber das störte sie nicht im Geringsten ihre Show zu liefern. Wenn mal ein bisschen mehr Platz benötigt wurde, kamen die Musiker der Band einfach von der Bühne herunter und mischten sich unter die vielen Gäste des Abends, welche das auch sichtlich begrüßten und gut fanden.

Einer der Gitarristen stand auf einmal vor mir und wir wären fast beim Headbangen / Kopfnicken zusammengestoßen; aber das war schon genial, muss ich sagen.

Die Band spielt eine Mischung aus Hardcore, Punkrock und Deathpop. Ich hätte da so meine Schwierigkeiten dem Sound ein bestimmtes Genre zuzuweisen, aber es rockt schon sehr gut. Dazu kommt, dass die Künstler wirklich großen Spaß dabei haben ihre Musik zu präsentieren und auch die Nähe zu den Fans und Zuschauern zu suchen und zu finden.

BloodCommand200918-10Der Blickfang der Band ist definitiv die 24jährige Sängerin Karina Ljone, die aber nicht nur optisch auf sich aufmerksam macht, sondern auch mit ihrer energiegeladenen Stimme. Diese klingt live übrigens noch besser als auf CD. Nach dem Auftritt kam ich nicht umher, mir von der Band das aktuelle Album zuzulegen und es einige Momente später auch von allen signieren zu lassen.

Zwischen 30 und 40 Minuten standen sie auf der Bühne und gaben alles. Was mir persönlich besonders gut gefiel, war der Kontrast von Karinas Stimme zur musikalischen Gangart. Wobei man auch dazu sagen muss, dass sie sowohl laut und sehr kraftvoll als auch etwas ruhiger singen kann. Die passende Stimme und Gesangslage dafür hat sie allemal. Des Öfteren gibt es aber auch Hintergrundgesang von den Herren, was das ganze Bild und den Klang dieser Band sehr gut umschließt und in der Form zu einem Ganzen macht, das ich so eher noch nicht gesehen und gehört hatte. Ähnliches mit Sicherheit. Das hier so aber noch nicht.

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Die Temperaturen stiegen im Kellerclub bereits an und die Lüftung kam einfach nicht nach. So war es eine angenehme Sache, während der Pause nach Blood Command frische Luft schnappen gehen zu können.

Nachdem auf der Bühne ab- und aufgebaut wurde, kamen die Jungs von Flash Forward auf die Bühne und da waren Applaus und Jubel schon groß. Sinngemäß hieß es nun bei jedem Song ausrasten und Party machen. So zumindest würde ich das von außen betrachtet beschreiben, denn es wurde viel mitgesungen, mitgeklatscht, getanzt – sofern Platz dafür war – und vor allem geschwitzt.FlashForward200918-5

Die Musiker waren von Beginn an auf einer Wellenlänge mit ihren Fans und den Gästen im Nachtleben. Ihr alternativer Rock zeigt sich durch einprägsame Riffs und Melodie, die manchmal etwas härter und schneller ausfällt. Der Stil an sich ist jedoch stets erkennbar und bewegt sich auf, bzw. um eine Linie herum. Mal etwas schneller und lauter und manchmal etwas langsamer, ruhiger und gefühlvoller.

FlashForward200918-4Auch wenn sie leicht gesundheitlich angeschlagen waren, hinderte sie das keineswegs daran, 100% und mehr zu auf der Bühne zu zeigen. Passend dazu erwähnten sie, dass die Temperaturen im Kellerclub absolut dafür geeignet sind, um die Viren loszuwerden. In gewisser Weise hatte es auch etwas von einem Saunaclub. Es stand die Frage im Raum, wer den nächsten Aufguss machen würde.

Es sind diese kleinen Anekdoten zwischen den Songs, die sehr gut zeigen, dass es die Mitglieder der Band durchaus sehr gut verstehen mit dem Publikum umzugehen und dabei sowohl lustig als auch ernst sein können. So machte nicht nur die Musik Spaß, sondern auch das Miteinander an diesem Abend.

Ein wirkliches Highlight war ein Akustiksong, der unplugged von Stefan zwischen den sitzenden Fans gespielt wurde. Das Animieren zum Mitsingen der Gäste funktionierte auch hier tadellos. Teilweise wurden einige Textpassagen nur von den Fans gesungen. Anfangs noch etwas leise und wie Stefan anmerkte, noch zu schüchtern. Aber je weiter der Song fortschritt umso lauter wurde der Gesang der Menschen um Stefan herum. Es hat nur ein Lagerfeuer gefehlt. Dann wäre die Situation wie gemalt gewesen.FlashForward200918-8

Die Zeit lief schnell davon, aber es machte auch Spaß dem ganzen Treiben auf und vor der Bühne zuzusehen. Und am Ende wurde die band auch nicht einfach so gehen gelassen. Nein, die Zugabe wurde gefordert und auch von der Band mit zwei weiteren Songs erfüllt. Und beim obligatorischen Bild der band von der Bühne aus stand erneut die Frage im Raum, wer den nächsten Aufguss macht. Saunafeeling im Kellerclub Nachtleben.

Nach dem Auftritt waren beide Bands noch am Fanartikelstand und unterhielten sich angeregt mit den Gästen und Fans. Ob nun aus Norwegen, wie Blood Command, oder aus dem Ruhrgebiet; die Musiker beider Bands zeigten sich auf eine sehr sympathische Art ihren Gästen und Fans gegenüber. So klang der Abend langsam mit Gesprächen zwischen Künstlern und ihren Fans aus und es schien als wären alle mit dem Abend zufrieden gewesen.

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Pictures of you – eine The Cure Tribute Band beim STOFFEL – Stalburg Theater offen Luft. So stelle ich mir The Cure live vor – Bericht vom 10.08.2018

Erneut war ich beim STOFFEL – Stalburg Theater offen Luft im Günthersburgpark in Frankfurt um einen weiteren musikalischen Act zu sehen. Was das STOFFEL ist habe ich bereits vor einigen Tagen beschrieben, als ich Fee dort live sah, deswegen kürze ich das in diesem Bericht ein bisschen ab.

Das STOFFEL (Stalburg Theater OFFEn Luft) ist in seinem 15. Jahr und für alle Besucher kostenlos. Es gibt Essen und Getränke, einige Sitzplätze, die unter einem gespannten Dach sind und natürlich tolle Acts auf der Bühne. Lesungen, Theateraufführungen und selbstverständlich auch Musik.

Zu den Bildern des Auftritts:

Pictures of you – STOFFEL FFM 10.08.2018

Früh war ich da und habe aus der Ferne bereits gehört, dass Musik von der Bühne kommt. Das war glücklicherweise erst der Soundcheck der Band. Es klang aber schon mal gut und es waren auch schon viele Menschen da, die sich entweder sonnten oder einen Platz im Schatten für sich beanspruchten.

Während die Musiker der Band noch hier und da ein bisschen herumliefen, ihre Bekannten und Freunde begrüßten, hatte auch ich kurz die Gelegenheit Hallo zu sagen und freute mich schon auf den Auftritt, der um 18 Uhr begann.

PoYStoffel100818-3Eine Coverband von The Cure. Vielleicht sollte man an dieser Stelle kurz erwähnen, wer The Cure eigentlich sind, obwohl sie doch einen sehr hohen Bekanntheitsgrad haben. Jedenfalls sind The Cure in den frühen 80er Jahren zum Vorreiter des Genres Gothic Rock geworden. Einer ihrer bekanntesten Songs ist „Boys don’t cry“. Vielleicht geht spätestens hier bei der ein oder anderen Person ein Lichtlein auf.

The Cure kenne ich persönlich nur von den YouTube Videos, daher war es für mich durchaus spannend zu erleben, wie nah die Coverband an dieses Original herankommen würde. Und bereits von Anfang an war es musikalisch als auch gesanglich sehr nah an dem, was ich von den YouTube Videos kannte. Diese Coverband war also nicht schlecht, sogar echt gut. Das ist bei Coverbands immer so eine Sache, aber Pictures of you haben einen sehr guten Weg gefunden sehr nah am Original zu sein. Klar kann ich nicht sagen, dass The Cure live auch so klingen, dafür fehlt mir die Expertise die Band mal live gesehen zu haben, aber so in etwa stelle ich mir das schon vor. Abgesehen von der Bühnenshow, die bei der originalband gewiss vorhanden sein wird. Aber das ist nicht ausschlaggebend. Es muss klingen und das tat es.

PoYStoffel100818-40Auch bei der Optik ist der Sänger nahe am Original dran. Es fehlt vielleicht noch ein wenig der Lippenstift, um auszusehen wie Robert James Smith, aber das ist nur ein kleines Detail. Singen kann er jedenfalls sehr gut. Er bringt meines Erachtens das Melancholische in den Liedern auch sehr gut rüber, kann aber auch die kraftvolleren Varianten sehr gut.

Zur Musik an sich und zum Musikalischen muss ich nicht viel sagen, denn die Herren auf der Bühne setzen diesen Part sehr gut um. Es wird nicht irgendwie gecovert, sondern (ich wiederhole mich) sehr nahe am Original.

Zu Beginn wurden einige Songs gespielt, die ich persönlich nicht so gut kannte. Vielleicht habe ich diese mal gehört, aber die bekannteren Songs waren, wie üblich, für später vorgesehen.

Was ich sehr schön fand, war, dass die Musiker Spaß an ihrer Arbeit haben. Manch einer sogar so viel, dass er seine Rolle so gut interpretierte und mit Leidenschaft beim Gitarrenspiel zu erkennen war. Sowas sieht immer schön aus. Auch der Bassist hatte keine eingefrorene Miene und lächelte hier und da ein wenig.

PoYStoffel100818-33Vorurteile der Goth-Szene sind bekanntermaßen, dass ein permanent depressiv melancholischer Gesichtsausdruck vorhanden ist und Witze eher selten auf der Tagesordnung stehen. Vorurteile eben, die mit der Realität wenig zu tun haben; auch wenn es sicherlich Menschen gibt, die das 1 zu 1 umsetzen können.

Dennoch verging die Zeit sehr schnell, denn mir gefiel, was ich hören und sehen durfte. Die Band musste auch, der Anwohner wegen, eine Zwischenpause einlegen. In dieser wurde ich von der Band eingeladen, nach hinten zu kommen. Also in den Bereich „hinter“ der Bühne sozusagen. Das nahm ich natürlich an, war aber gleichermaßen sehr überrascht deswegen.

Dort hatte ich in der Pause die Gelegenheit mit den einzelnen Mitgliedern der Band zu sprechen und muss sagen, dass es sehr sympathische und freundliche, und keinesfalls traurig depressive, Menschen sind. Eine wirklich sehr offene Gruppe, das gefällt mir.

Einige Minuten später ging ihr Auftritt weiter und ich hatte nun die Gelegenheit diesen aus einer mir völlig neuen Position auf Bild festzuhalten. Dafür bedanke ich mich wirklich sehr bei der Gruppe, denn das war, ob STOFFEL oder nicht – völlig egal, ein sehr interessantes und tolles Erlebnis. Das wird mir wohl definitiv in Erinnerung bleiben, so als kleine Premiere für mich.PoYStoffel100818-44

So konnte ich in der Folge auch drei meiner Lieblingssongs von The Cure als Cover mitverfolgen und auch diese klangen fast wie die Originale, die ich von YouTube kenne. Die Songs sind übrigens „Pictures of you“, „Friday, I’m in love“ und natürlich „Boys don’t cry“. Der letztgenannte Song war auch gleichermaßen der Abschluss ihres Auftritts, der sich zeitlich etwas in die Länge zog. Ungewollt natürlich, denn zwischendurch passierte etwas, das sich kein Musiker, insbesondere kein Gitarrist bei einem Auftritt wünscht: eine Saite seiner Gitarre riss und bis das wiederhergerichtet war, vergingen ein paar Minuten. Die Ersatzgitarre war für ihn auch nicht das Wahre. Es klappte mit der fixen Reparatur, da die Menschen hinter der Bühne fleißig operierten.

Eine Zugabe durften, bzw. mussten sie noch spielen, ehe sie sich von den vielen Zuschauern verabschiedeten. Wieder ist es schwierig gewesen zu schätzen, wie viele Menschen dort waren, aber ich denke mit der Zahl 400 kann man sehr gut leben.

Nachdem ich mich von der Band verabschiedete, erfreute ich mich noch an einem T-Shirt der Band, das sich wunderbar in meine Band T-Shirt Sammlung einreihen und beim nächsten Auftritt der Band getragen wird – versprochen!

Facebook Seite der Band: Pictures of You

Fee. mit Band beim STOFFEL – Stalburg Theater offen Luft – im Günthersburgpark Frankfurt am Main. Konzertbericht vom 01.08.2018

Sommer, Sonne, ein kleines Festival in Frankfurt und dazu eine wundervolle Musikerin mit Band: Fee.

Wem lesen zu anstrengend ist, gelangt mit einem Klick zu den Bildern:

Fee beim STOFFEL Stalburg Theater offen Luft am 01.08.2018 in Frankfurt

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Was genau ist nun dieses STOFFEL eigentlich?

Der Name ist schnell erklärt, denn dieser setzt sich wie folgt zusammen „Stalburg Theater OFFEn Luft“ – die Großbuchstaben zusammengefügt ergeben STOFFEL.

Auf der Bühne finden nicht nur feine musikalische Acts statt, sondern auch Kabarett, Lesungen, sowie Theaterstücke, die auch für Kinder sind. Ein abwechslungsreiches kulturelles Programm für Jung und Alt, das es dort gibt. Jeder kann hin, jeder kommt rein, denn der Eintritt ist völlig kostenlos.

Abgesehen von einer schicken kleinen Bühne, auf der die Künstler ihr Können unter Beweis stellen, gibt es natürlich auch Speis und Trank, sowie Dixi WCs. Viele Tische und Bänke sind aufgestellt und diese sind sogar überdacht. Aber man kann sich auch einfach irgendwo auf der Wiese breitmachen und sich von der Sonne kross braten lassen.

Während der künstlerischen Darbietungen laufen auch Personen mit roten Eimern durch die Gegend. Nein, keine neue unnötige „Ice Bucket Challenge“, sondern Spendentöpfe, besser gesagt Spendeneimer. Da kann jeder Besucher seinen Obolus (nicht Obelix) einwerfen und damit zur Erhaltung des schönen kleinen Festivals beitragen.

Fee Stoffel FFM 01.08.2018-5Dann war es auch schon 20 Uhr und die Band um Fee, als auch sie selbst, kamen auf die Bühne und das unter dem Applaus der vielen Gäste, die sich vor der Bühne versammelt hatten. Wie viele es waren? Gute Frage, nächste Frage. Ich würde durchaus auf 500 Menschen tippen, die standen, saßen oder lagen.

Kann man Fee in wenigen Worten beschreiben? Aber natürlich kann man das: talentiert, charismatisch, engagiert, bodenständig, sympathisch und bildhübsch.

Bereits von Beginn an hatte sie, zumindest von den vorderen Reihen, die volle Aufmerksamkeit. Aber während der ersten beiden Songs schaffte sie es mit ihrer natürlichen und, wie ich finde, charmanten ehrlichen Art noch mehr Menschen für sich zu begeistern und in gewisser Weise um den Finger zu wickeln. Dies lag aber auch an ihrem Gesang, der Musik und an ihrem Lächeln, das der Sonne durchaus Konkurrenz machen kann.

Fee Stoffel FFM 01.08.2018-20Während dem zweiten Song begann es leicht von oben zu tröpfeln, aber ein richtiger Schauer entwickelte sich nicht. Es passte irgendwie dazu, dass dieser leichte Wetterumschwung für ein kleines Missgeschick sorgte, denn auf einmal waren Text und Akkorde direkt zu Beginn des dritten Songs weg. Einfach nur menschlich und passieren kann das jedem. Auf die Frage in die Zuschauer, ob jemand den Text oder die Akkorde spontan kennen würde, konnte auch keiner antworten. Sie hat es aber wundervoll rübergebracht, sodass man ihr deswegen gar nicht mal böse sein konnte oder irgendetwas Anderes in der Form. Nun gut, ihre Band hatte ein klein wenig Schadenfreude. Siehe Bild.

Also was macht man, wenn gerade ein kleiens Textproblem besteht? Man macht einfach weiter und erfreut sich an dem schönen Regenbogen, den das Tröpfeln hervorgebracht hat.

Was man insgesamt während ihres Auftritts sehen und bemerken konnte, war ihre offene Art mit dem Publikum umzuegehen und natürlich auch das musikalische und gesangliche Talent, das sie hat.

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Ganzheitlich betrachtet ist ihre Musik ruhig und in Kombination mit der Band durchaus rockig. Es bleibt aber überwiegend bei einem eher softeren Rock, der insbesondere durch seine schönen Texte hervorsticht. Die Texte beziehen sich auf das Leben und sind manchmal fröhlicher, aber manchmal eben auch melancholischer und etwas traurig. Diese Emotionen überträgt sie auch sehr gut in die Songs, sodass melancholische Lieder auch von der Stimmlage her eher mit ruhigerer und etwas leiserer Stimme gesungen werden.

Ich persönlich finde, dass ihre Musik durchaus Alt und Jung erreicht. Sie ist sogar eine sehr schöne Abwechslung für Menschen wie mich, die sich zumeist im Bereich des Schwermetalls (Heavy Metal) befinden. Die deutschen Texte sind natürlich eine ideale Unterlegung zur Musik.

Während des Auftritts hat sich insbesondere der Bassist als Stimmungsmacher hervorgehoben, der einige Male das Mitklatschen angestimmt hatte und nebenbei sein Haar durch die Gegend warf. Fee Stoffel FFM 01.08.2018-37

Musik, eine Sängerin, sowie eine Band, die Musik lieben und leben und damit begeistern. Das ist Fee.

Augen schließen und genießen funktioniert bei den Liedern auch wunderbar, doch dann könnte man die Mimik von Fee verpassen, bei der man ihr den emotionalen Anteil der Musik und Texte ansieht. Auch sie schließt gelegentlich die Augen, schaut verträumt in die Ferne oder legt Energie und Kraft in die Stimme. So wird es auch nicht langweilig und wenn man sich darauf einlässt, vergeht die Zeit leider viel zu schnell.

Fee Stoffel FFM 01.08.2018-31Kurz stand die Gute auch mal für einige rein akustische Songs alleine auf der Bühne, ehe die Band während eines Songs dazukam und aus einem ruhigen Akustikstück ein rockiges machte. Dieser Moment war so genial, dass man auch sagen könnte, er hatte die Zuschauer wieder aufgeweckt.

Ja, wie?! Auftritt vorbei? Nein, das wollten die Zuschauer nicht und bestellten sozusagen gleich zwei Zugabesongs. Ergo kamen die Musiker auch zwei Mal zurück auf die Bühne. Bei dem vielen Applaus hatten sie auch keine andere Möglichkeit – der Applaus war übrigens wohl verdient.

Dann war aber wirklich Schicht im Schacht, aber auf der Bühne wurden von Fee noch Fanartikel und CDs verkauft, die auch signiert wurden. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen und nahm auch gleich ein Album mit. So kann ich die schöne Musik zur Entspannung auch zu Hause oder unterwegs hören und signierte Alben sind sowieso unbezahlbar.

Fannähe zeigte sie damit und so fand sie sich in in Unterhaltungen mit ihren Fans wieder. Eine sehr sympathische Sache, gerade in der heutigen Zeit. Ich finde, dass dies ihre Bodenständigkeit sehr gut gezeigt hat. Eine junge Frau mit Charme und Talent, die das wichtigste Element in ihrem Künstlerleben nicht vergisst: die Fans.

 

Endlich wieder American Football bei der Universe in Frankfurt. Eurobowl Spiel gegen Paris Flash am 28.04.2018

In den letzten Wochen und Tagen gab es wenig Ruhe um die Universe. Seit dem Insolvenzantrag Ende März ist das Mitzittern der Fans um dieses Team absolut spürbar. Die Nachrichten, ob die Mannschaft nun vor dem Aus ist, oder ob es doch noch weitergeht, haben sich insbesondere in den letzten Tagen vor dem ersten Heimspiel überschlagen. Dabei sind aber auch Falschinformationen in Umlauf gekommen, bei denen den Fans das Herz in die Hose gerutscht sein müsste. So auch bei mir.

Als es dann hieß, dass im bekannten Stadion zumindest das Eurobowl Spiel stattfinden wird, habe ich mich sehr gefreut. Denn was auch immer kommen mag, so würde ich wenigstens ein Heimspiel meiner lieb gewonnenen lila Mannschaft sehen dürfen.

Aufgrund dessen, habe ich sehr viele Bilder gemacht und diese auch online gestellt.

Zu den Cheerleader Bildern -> hier klicken

Zu den Bildern vom Spiel -> hier klicken

Samstag, endlich wieder Gameday bei der Universe. Das letzte Heimspiel im „Wohnzimmer“ lag nun auch schon über ein halbes Jahr zurück. Damals gegen die Dresden Monarchs am 17.09.2017 im GFL Viertelfinale.

Kaum kam ich am Stadion an, war schon zu sehen, dass sich im Vergleich zu den letzten Spielen einiges verändert hatte. Dies lag gewiss an mehreren Punkten, wie dem finanziellen Aspekt und auch der spontanen Ansetzung des Spiels durch das OK von mehreren Stellen.

Auch ich als Fan möchte mich an dieser Stelle bei Herrn Rittmeister (vorläufiger Insolvenzverwalter), Herrn Frank (Sportdezernent Frankfurt am Main), dem FSV Frankfurt und natürlich auch der Firma Samsung dafür bedanken, dass dieses Spiel stattfinden konnte.

Ein Rahmenprogramm gab es nicht, aber das war zu erwarten und ist meines Erachtens auch nicht weiter schlimm. Essen und Getränke, ein paar Fanartikel, Cheerleader, zwei Mannschaften, Fans. Alles da, was da sein muss.

SFUPF28042018 (1 von 229)So schlenderte ich ein wenig umher, sah mir alles in Ruhe an und traf auch den Wrestler in Spe, Randie Agnew. Immer noch ein sympathischer Kerl und definitiv muskulöser geworden als noch im letzten Jahr.SFUPF28042018 (14 von 229)

Hier und da ein bisschen schwätzen, dort und drüben ein wenig umschauen und schon sieht man die Mannen in lila beim Aufwärmen. Von außen beobachtet, schien alles normal abzulaufen. Aber wo haben sich die Gäste aufgewärmt? Waren sie bereits fertig, oder habe ich sie nicht gesehen oder einfach übersehen oder gar auf dem Hauptfeld? Ich weiß es wirklich nicht.

Die Zeit lief, wie gewohnt, schnell davon und so ging es für mich auf die Tribüne an meinen Platz, von dem aus ich fotografierte und das Spiel sehen konnte. Aber zunächst gab es eine Aufführung unserer Cheerleader, die so zahlreich, wie noch nie, auf dem Feld standen. Was wurde durchgesagt? Sage und schreibe 36 junge Damen sollen es gewesen sein (wenn nicht sogar mehr, wenn man die Stunt Cheerleader dazu nimmt), die eine tolle Choreographie zeigten und anschließend für die Spieler der Universe Spalier standen.

Unterdessen kamen die Spieler aus Paris auf den Platz und dies selbstverständlich unter dem Beifall des Frankfurter Publikums. Übrigens waren um die 2.000 Zuschauer anwesend, was für die kurze Zeit und der Querelen der letzten Wochen wirklich eine gute Zahl ist.

Nachdem schließlich beide Mannschaften auf dem Platz standen und sich in freundlicher Manier begrüßten, gab es aufgrund des internationalen Spiels beide Nationalhymnen, ehe das Spiel startete; endlich startete.

SFUPF28042018 (25 von 229)Dass es weniger Zuschauer waren, als der Schnitt in der letzten Saison, hat man eigentlich nicht gemerkt. Optisch sicherlich gesehen, aber von der Laustärke her empfand ich es nicht leiser.

Vor dem Spiel bin ich davon ausgegangen, dass mit Paris Flash eine sehr starke Mannschaft auflaufen würde, die es der Universe schwermachen könnte. Schließlich haben sie nur knapp gegen Braunschweig verloren am ersten Spieltag. Und das möchte doch schon etwas heißen.

Ein langes Abtasten gab es bei diesem Spiel nicht und die Frankfurter brannten förmlich darauf, zu zeigen was sie können. Lange dauerte es nicht, bis die ersten drei Punkte für die Universe auf die Anzeigetafel kamen. Aber da dachte ich noch, dass die Defensivabteilung der Franzosen häufiger Mittel gegen die Frankfurter Offensive finden würde.

Doch dem war nicht so, denn der erste Touchdown des Spiels ließ auch nicht lange auf sich warten. Aber was für eine komische Situation war das denn bitte? Laufspiel der Frankfurter durch Joe Bergeron. Dieser wurde zwar getackelt und fiel auch, aber der Spielzug war noch nicht vorüber. Das schienen aber nur Joe Bergeron (Nummer 4) selbst und die Referees zu wissen, denn alle anderen stellten das Spielen ein. So kam Joe ungehindert zum ersten Touchdown. Der Grund dafür, dass der Spielzug noch weiterlebte, war wohl, dass er auf einem Gegenspieler und nicht auf dem Spielfeld landete. Erst war auch der Jubel auf der Tribüne noch etwas verhalten, aber nachdem es keine Flaggen gab und die Schiedsrichter auch Touchdown signalisierten war der Jubel groß.SFUPF28042018 (92 von 229)

Nun war die Offensive aus Paris an der Reihe, die aber keinen Stich setzen konnte. Vielmehr war es die Frankfurter Defensive, die so viel Druck ausüben konnte, dass ein Fumble entstand, den Cedric Udegbe (Nummer 94) zu einem weiteren Touchdown nutzen konnte. Es war übrigens Max Siemssen (Nummer 15), der das Field Goal und die beiden Extrapunkte verwandelte.SFUPF28042018 (101 von 229)

So stand es nach einem schnellen ersten Viertel bereits 17:0 für die Universe. Das zweite Viertel begann dann genau so, wie das erste endete: mit einem Touchdown für die Universe. Erneut war es das Laufspiel, mit dem die Hauptstädter Frankreichs nicht zurechtkamen. Diesmal war es Andreas Betza (Nummer 25), der mit einem Lauf, der mehr als die Hälfte des Spielfelds überbrückte, für die nächsten Punkte sorgen konnte. Der Extrapunkt war, wie sollte es auch anders sein, zwischen den Stangen.

In diesem Viertel gab es mehr Unterbrechungen und auch die ersten Nicklichkeiten hielten Einzug in das Spiel. War bereits die erste Frustration bei den Gästen aus Paris zu vernehmen? Möglicherweise. Durch die Unterbrechungen verlor das Spiel an Fluss und die Zeit lief herunter, während die Frankfurter Defensive weiterhin die Null hielt. Und so ging es auch in die Halbzeitpause. 24:0 – mit so einem Zwischenstand hatte ich nicht gerechnet.

SFUPF28042018 (108 von 229)Apropos Andreas Betza. Habt ihr schon das Interview mit ihm gelesen? -> hier klicken

Während der Halbzeitpause wurde mit Herrn Frank und Herrn Rittmeister gesprochen, die Informationen zur aktuellen Situation der Universe geben konnten. Ich erwähnte zu Beginn des Artikels Falschmeldungen, denn die Firma Samsung ist auch weiterhin Hauptsponsor der Mannschaft und hat die Zusammenarbeit nicht beendet. Alles in Allem klangen die Aussagen aber durchaus positiver, als die Situation vermuten lässt. Doch wirklich sicher ist nur, dass aktuell noch nichts sicher ist. Das Interview ist auf der Seite meinsportradio.de in voller Länge zu hören.

Hier der Link -> hier klicken

Weiter ging das Spiel und zum ersten Mal kamen auch die Franzosen in der Offensive zum Zug. Ein angetäuschtes Laufspiel ließ die Frankfurter Defense komplett aussteigen, während der Pass zum einsamen Receiver flog und ankam. Touchdown und die ersten Punkte für die Gäste aus Paris. Doch der Extrapunkt wurde geblockt. Selten gesehen aber sehr gut in den Schuss geworfen.SFUPF28042018 (148 von 229)

Zwischenzeitlich hatte es übrigens zu regnen begonnen und den Fans auf der Stehtribüne wurde per Stadiondurchsage angeboten, dass sie sich auch auf die Gegentribüne begeben dürfen, damit sie ein Dach über dem Kopf haben. Einige nutzten diese Offerte aber Hartgesottene blieben einfach dort, wo sie waren.

Und was sie im direkten Gegenzug sehen konnten, war fantastisch, denn die Universe zeigte sich durch die gegnerischen Punkte unbeeindruckt und konnten in Form von Joe Bergeron erneut im Laufspiel punkten. Mit ihm hatte die Defense aus Paris wahrlich ihre Probleme, denn das Kraftpaket tankte sich erneut durch die Mitte. Der Extrapunkt wurde auch hier verwandelt.SFUPF28042018 (152 von 229)

Kurze Zeit später ließ Randie Agnew (Nummer 30) seinen Gegenspieler nicht vorbei und verhalf ihm zu einer ungewollten Flugeinlage.

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Der weitere Angriffsversuch der Pariser (nun habe ich es doch geschrieben „Pariser“) wurde erfolgreich unterbunden und der folgende Field Goal Versuch geblockt.

Nun wechselten sich die Offensivseiten ab, bis jene der Frankfurter ganz überraschend mit einem Pass durch Quarterback Sonny Weishaupt (Nummer 11) zu einem weiteren Touchdown kam. Receiver war Max Siemssen (Nummer 15), der auch gleich den Extrapunkt verwandelte.

Im Rest des Spiels blieb die Frankfurter Defensive auf der Höhe und ließ nichts mehr zu. Die Offensive hingegen punktete nochmals erneut durch Joe Bergeron und mit einem weiteren Field Goal. Dies schraubte das Endergebnis auf 48:6 in die Höhe.

Das Laufspiel der Frankfurter überzeugte an diesem Abend. Insbesondere durch Joe Bergeron, der für mich der Mann des Spiels war und ist. Seine schier unaufhaltsamen Läufe sorgten für Punkte. Aber auch Andreas Betza zeigte, dass auch er diese Rolle und dieses Laufspiel sehr gut ausüben kann.

Die Defensive zeigte sich gewohnt stark und machte das, was von ihr erwartet wurde. Summa Summarum ein verdienter Sieg für die „Men in purple“, der überraschend höher ausgefallen ist, als man es noch vor dem Spiel hätte erwarten können.

Händeschütteln nach dem Spiel zwischen beiden Teams, so wie es sich gehört. Auch den Franzosen wurde applaudiert, die sich beim Frankfurter Publikum ihrerseits mit Applaus bedankten. SFUPF28042018 (228 von 229)

War es das? War es das gewesen? Ich hoffe nicht, dass dies das letzte Heimspiel der Universe gewesen sein soll. Die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt und nach dem, was so zu hören war, könnte die Geschichte doch noch mit einem Happy End ausgehen. Nicht nur ich, sondern auch viele Fans und Spieler wünschen sich dies.

Und wer sich aktiv an der Rettung der Universe beteiligen möchte, der kann dies auch tun. Es gibt nämlich eine Spendenaktion, die von Andrea Biermann ins Leben gerufen wurde und schon die ersten Spenden verzeichnen konnte.

Um zu der Spendenaktion zu kommen -> hier klicken

Ich hoffe sehr, dass die kommenden Berichte auch weiterhin die Universe aus Frankfurt beinhalten werden. Bis dahin

Euer Pat

Massendefekt und Killerpilze sorgen für Partystimmung in der Frankfurter Batschkapp. Konzertbericht vom 20.04.2018

So langsam wird es wieder Sommer und die möglichen Aktivitäten im Freien kann man nach Belieben wählen. Aber da gibt es noch die Konzerte, die Drinnen stattfinden. So auch an diesem Freitag in der gut klimatisierten Batschkapp.

Noch vor 19 Uhr begann der Spaß und da war die halbe Batschkapp bereits gut gefüllt, als die Killerpilze den Abend eröffneten. Killerpilze? Ja, Killerpilze! Mir war gar nicht bewusst, dass diese Band noch existiert, wobei sie über die Jahre hinweg nie wirklich inaktiv gewesen sind und sogar einen Kinofilm mit dem Titel „Wir sind immer noch jung“ gedreht und herausgebracht haben.IMAG1139

Was bei jedem Song und damit ununterbrochen zu erkennen war, war, dass die Band absolut Lust und Bock auf Musik haben und sich auch so präsentieren. Dabei haben sie die Interaktionen mit den Fans fast durchgehend aufrecht halten können. Es wurde viel geklatscht, applaudiert, getanzt und auch eine Pit und Pogo waren zu sehen. Das Mitsingen wurde auch angestimmt, wobei es auch häufig der Fall war, dass die Gäste von sich aus mitgesungen haben. Was bei deutschen Texten auch nicht besonders schwer fällt. Zumal insbesondere die Refrains schnell aufzugreifen sind.IMAG1147

Das war definitiv ein sehr guter Einstieg in den Abend, der etwas schnell vorbei war, da mir die Band durchaus gut gefallen hat. Auf der Bühne und mit der Stimmung, die sie in die Batschkapp brachten.

Kurze Informationen zu den Killerpilzen:

Genre(s):  Rock, Punkrock

Herkunft:  Dillingen an der Donau, Deutschland

Gründung:  2002

Aktuelle Besetzung:

Gitarre, Gesang:   Johannes ‚Jo‘ Halbig

Gitarre, Gesang:  Maximilian ‚Mäx‘ Schlichter

Schlagzeug, Gesang:  Fabian ‚Fabi‘ Halbig

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Nach einer Pause, die mir nicht besonders lange vorkam, vielleicht rund 20 Minuten, ging es auch schon mit Massendefekt weiter. Und da war die gut klimatisierte Batschkapp auch schon deutlich voller geworden.

Aufgrund der Tatsache, dass an diesem Abend noch eine andere Veranstaltung in der Batschkapp stattfand, hatte es die Band durchaus „eilig“, aber in einem gesunden Maß. Eilig insbesondere dabei, die gute Stimmung fortzuführen und von Beginn an zu toppen. Meiner Meinung nach ist das auch gelungen und die Partystimmung hielt sich von Beginn an bis zum Ende des Auftritts von Massendefekt.

Bereits beim zweiten Song von Massendefekt hieß es hinknien. Das ist eher ungewöhnlich, aber ungewöhnlich war auch die frühe Konzertzeit, also warum nicht mal ein bisschen anders? Bei den Fans kam es dennoch sehr gut an und sorgte dadurch bereits für ein Stimmungshoch. Auch hier wurde mitgeklatscht, applaudiert, gejubelt und auch mitgesungen. Die Fans hatten also durchweg ihren Spaß an diesem Konzert und so soll es doch auch sein.IMAG1152

Die Musik ist eingehend und hat ein gutes Tempo, sowie eine klare durchgängige Linie und Art. Ich persönlich finde das sehr gut, auch wenn es nicht zwingend das Genre ist, was im meisten höre. Dafür sind die Texte gut durchdacht und ebenfalls einfach einzuprägen.

Der Stimmung und der Musik tat auch eine ungestimmte Gitarre keinen Abbruch, dies wurde eher noch mit einem Lachen überspielt. Und ganz nebenbei hatte Schlagzeuger Alexander Wolfart an diesem Tag Geburtstag und die Gäste in der Batschkapp sangen ein Geburtstagsständchen für ihn.

Ein Song, der mir sehr gut gefiel und auch insgesamt sehr gut ankam war „Schlechter Optimist“. Bei diesem kommt die klare temporeiche musikalische Linie der Band sehr gut zum Vorschein. Auch eine etwas ruhigere Passage ist in diesem Song vorhanden. Gepaart mit der sehr guten Akustik und Tonmischung an diesem Abend und den partywütigen Fans in der Batschkapp war dieser Song ein kleines Fest und der ganze Abend eine Party.IMAG1154

Es gab Definitiv keinen Platz für Depressionen und schlechte Laune an diesem Abend in der Batschkapp, der sehr früh begann und etwas zu früh endete. Dafür aber zwei Bands aufbot, die sich das Wort „Partystimmung“ auf die Stirn schreiben können.

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Kurze Informationen zu Massendefekt:

Genre(s):  Rock, Punkrock

Herkunft: Meerbusch / Düsseldorf, Deutschland

Gründung:  2001

Aktuelle Besetzung:

Gitarre, Gesang:  Sebastian Beyer

Gitarre, Gesang:  Claus Pütz

Bass:  Mike Duda

Schlagzeug:  Alexander „Alex“ Wolfart

Konzertbericht zu Otis vom 09.03.2018 aus dem Nachtleben Frankfurt. Der Geheimtipp in Sachen Southern Rock und Blues Rock, der eigentlich nicht so geheim sein sollte

Es war schon ein befremdlicher Freitagabend im Frankfurter Nachtleben. Gerade einmal 11 (das ist kein Tippfehler) Gäste fanden sich ein, um die Band aus Kentucky zu sehen und zu hören. Wie kann so etwas sein, so etwas passieren? Liegt es an der Band, oder der Promotion oder an ganz was Anderem? Es sind vermutlich viele Gründe, die hier zusammenspielen, und leider so ein Ergebnis geliefert haben.

Zur Bildergalerie des Abends –hier klicken– | Just click -here– for the picture gallery.

Bevor ich zum Konzertabend komme, möchte ich meine eigene Erfahrung schildern, denn es ist vielleicht nicht unwichtig, das Ganze im Zusammenhang zu sehen.

Vor einigen Wochen sah ich in den Terminen der Batschkapp, dass am 09. März 2018 eine Band mit dem Namen „Otis“ auftreten wird. Aber viel mehr als ein Bild gab es nicht an Informationen. Das ist schon unvorteilhaft. Also suchte ich nach weiteren Informationen und wurde auf die Schnelle nicht direkt fündig. Auch bei unserem größten Ticketanbieter gab es nur die Informationen über Ort, Datum und Zeit. Keine Bilder, keine Informationen, was die Band spielt. Okay dann mal YouTube. Aber auch hier ist es nicht so einfach, wenn man nur mit dem Begriff „Otis“ sucht. Aber man kann fündig werden und es gibt sogar ein offizielles Video:

Und wenn man weitersucht, findet man sogar noch eines:

Diese Verlinkungen zu Videos fanden sich aber in keiner der Veranstaltungen, nicht nur nicht bei der in Frankfurt. Wenn schon mit Informationen gegeizt wird, hätten sich wenigstens diese Verlinkungen angeboten, damit dem potentiellen Besucher ein Eindruck vermittelt werden kann.

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Ferner fand ich über eine Suchmaschine dann die Website der Band, welche aber auch nicht mit dem Begriff „Otis“ zu finden war, sondern erst mit dem Zusatz „Otis Band“. Dort gibt es dann endlich die ersehnten schriftlichen Informationen, wenn auch auf Englisch und weiterführende Links zu sozialen Netzwerken wie Facebook etc. (Linkliste am Ende des Beitrags)

Ich bin mir nicht im Klaren darüber, wo man hier das größte Versäumnis suchen und finden kann, denn so schwer ist es eigentlich gar nicht, diese Informationen bereit zu stellen.

Sei es die Promotion, das Management oder die Band selbst, wobei sich die Band im hiesigen Frankfurt bereits am Nachmittag in einem großen Laden für Musikequipment präsentierte und darüber noch ein oder zwei Gäste für das abendliche Konzert anlocken konnten.

Otis09032018 (51 von 58)Nun gut, sei es drum, das Vergangene kann man nicht rückgängig aber für die Zukunft besser machen, das steht fest. Ich war nun also tatsächlich der erste Gast des Abends im Kellerclub und war erschrocken über diese Tatsache. Da ich aber schon die musikalische Richtung kannte, und auch diese Art der Musik gut finde, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, direkt eine CD zu kaufen, die anschließend von den Bandmitgliedern auch signiert wurde.

Aber nicht nur das, ich wurde von allen Vier begrüßt und mir wurde gedankt, dass ich gekommen war. Eine persönliche Begrüßung, wow, aber in Anbetracht der Situation verständlich.

Mir bot sich die Möglichkeit mit der Band zu sprechen und wir sprachen auch darüber, dass es wirklich schwierig war an Informationen zu kommen. Also im Vergleich zu anderen Konzerten etc. zu denen es direkt auf der Eventseite usw. Informationen zur Band und deren Musik gibt. Sie entschuldigten sich dafür und waren ob dessen auch selbst sehr unzufrieden. Das kann ich durchaus verstehen.

Otis09032018 (20 von 58)Wir sprachen noch über die Musik, die sie spielen, welchen Einflüssen sie sich bedienen und dass es am Ende eine Mischung aus Southern und Blues Rock ist, die mal mehr in die eine, mal mehr in die andere Richtung tendiert. Sie wirkten auf mich sehr sympathisch und machten einen aufgeschlossenen und freundlichen Eindruck.

So wurde es langsam 20 Uhr und insgesamt fanden sich immerhin 11 Gäste zum Auftritt von Otis. Es waren also mit band und Personal 20 Menschen im Nachtleben, welches bekanntlich auch gut 250 Menschen, mit Personal und Band auch mehr als das, aufnehmen kann.

Die Band legte los und das mit voller Energie. Es begann schön rockig im Stil der Südstaaten, also Southern Rock. Zuerst etwas ruhiger und im Anschluss mit mehr Pepp. Diese Mischung aus zwei Gitarren, die den typischen Klang und das Flair des Southern Rock übertragen war da und gesanglich war es absolut passend.

Otis09032018 (26 von 58)Genauso wird auch der Blues Rock interpretiert. Kraftvoll, mit Energie und dem energischen Gesang mit lauteren und leiseren Parts, die vom Sänger Boone Froggett beherrscht werden. Auch seien Stimmlage passt sehr gut in den Stil des Southern und des Blues Rock.

Hinzu kommen immer wieder längere instrumentale Parts in den Songs vor, die insbesondere durch längere und wirklich schön melodische Parts bestechen. Untermalt werden diese immer wieder durch den kräftigen Bass, der sich insbesondere beim Blues bemerkbar macht und dem Ganzen einen raueren Unterton verschafft.

Es sind wirklich eingängige Melodien und Songs, die die Band spielt und diese laden auch gerne mal dazu ein, dass man die Augen schließt und sich dem Flair des Blues hingibt und ins Träumen verfällt. So ging es mir jedenfalls sehr häufig. Aber ich konnte auch sehen, dass andere Gäste gelegentlich ihre Augen schlossen und sich von der Musik tragen ließen.

Otis09032018 (37 von 58)Wer jetzt glaubt, dass die Stimmung zum Einschlafen gewesen wäre, der irrt. Auch wenn es nur 11 Gäste waren, so zeigten sie sich, vielleicht auch bedingt durch die geringere Anzahl an Besuchern, durchaus lautstark und honorierten die wunderschön melodisch gespielten Songs mit langem Applaus und Jubel.

Apropos Jubel: den gab es auch für den Drummer, als er ein flottes Solo aufs Parkett legte, das sich durchaus hören lassen konnte und durchaus zum Southern und Blues Rock passte.

 

Zwischendurch Steve Jewell Jr. Was er auf Deutsch sagen kann. Relativ wenig, aber darunter waren „Dankeschon“, „Ich liebe Dich“ und ganz wichtig „Schnitzel“. Das brachte nicht nur ihn selbst zum Lachen, sondern auch die Gäste und auch der Rest der Band konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Otis09032018 (12 von 58)Die Mitglieder der Band haben jedenfalls Spaß an der Musik und haben sich auch nicht durch die geringe Besucheranzahl unterkriegen lassen. Sie haben definitiv nicht einfach nur ihr Programm runtergespielt, sondern wirklich großen Einsatz gezeigt. Das machte sie für mich noch sympathischer als ohnehin schon und so verging die Zeit durchaus schneller als erwartet. Sie spielten viele Songs, mal mehr Southern und mal mehr Blues Rock, aber schön zusammenpassend. Es gab auch ein Van Halen Cover. Nach ungefähr 75 Minuten war dann auch schon Schluss.

Nein, nicht wirklich. Nun kommt das absolute Highlight, womit sich die Band gewiss in die Herzen der Gäste gebracht hat. Es wurde nämlich von fast allen gerufen „One more song“ anstelle von „Zugabe“. Und die Band erfüllte diesen Wunsch und spielte auch einen schönen langen Extrasong.

Damit konnte man wirklich nicht rechnen. Ich hätte es auch verstanden, wenn sie dies nicht gemacht hätten. Keiner wäre ihnen an diesem Abend böse deswegen gewesen.

Mir hat es so gut gefallen, dass sehr darauf hoffe, dass sie beim nächsten Mal in Deutschland mit deutlich mehr Besuchern rechnen können. Ein ausverkauftes ist also die Mission für das nächste Mal. „Mission Sold Out @ Frankfurt“ – ich hoffe, dass sich dann so viele wie nur möglich beteiligen werden. #otisbandmissionsoldout

Zur Bildergalerie des Abends –hier klicken– | Just click -here– for the picture gallery.

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Linkliste:

Website: https://theotisband.com/

Facebook: https://www.facebook.com/otisheavyblues/

Twitter: https://twitter.com/OtisBand

Instagram: https://www.instagram.com/otisband/

Kurze Informationen zu Otis:

Genre(s):  Southern Rock, Blues Rock

Herkunft:  Glasgow (Kentucky), USA

Gründung:  nicht eindeutig zu ermitteln

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Gitarre:  Boone Froggett

Gitarre:  Steve Jewell

Bass:  John Seeley

Schlagzeug:  Andrew Gilpin