Torwart Aulbach der Garant für den 2:1 Sieg des FSV Frankfurt gegen Wormatia Worms am 08.09.2018

Samstag 14 Uhr und ein fast wolkenloser Himmel über Frankfurt. Nicht zu heiß und nicht zu kalt. Das war perfektes Fussballwetter für diesen Regionalliga-Südwest Spieltag.

An den Startformationen konnte ich erkennen, dass beim FSV leider nicht der Spieler mit der Nummer 34, der beim Testspiel gegen den FC Sankt Pauli wirklich eine gute Leistung zeigte, gar nicht im Aufgebot stand. Schade eigentlich, denn ich hätte es ihm durchaus gegönnt.

Es blieb abzuwarten, ob sich die gezeigte Verbesserung im Spiel vom Donnerstag nun auch an diesem Samstag zeigen würde.

Die Gäste eröffneten mit dem Anstoss das Spiel. Beide Fanlager machten auf ihren Seiten Stimmung.

Frankfurts Defensive zeigte sich aber noch nicht von der sichersten Seite in den Anfangsminuten. Fehl- und Risikopässe waren also noch nicht ausgemerzt worden. Aber beide Mannschaften versuchten offensive Akzente zu setzen, ohne dabei zwingend zu werden.

Die erste größere Chance gab es in der 10. Spielminute für den FSV Frankfurt durch einen Konter, dessen Flanke von rechts zwar einen Abnehmer fand, der den Ball aber über das Tor schickte.

In der 14. Minute gab es einen schwachen Abschluss aus 18 Metern durch den FSV. Noch in der gleichen Minute ebenfalls eine Chance für Worms aber Abwehr und Torwart konnten entschärfen.

Insgesamt schien sich das Abwehrverhalten mit Nähe zum Gegner und Körpereinsatz sichtlich gebessert zu haben. Die Frankfurter suchten die Zweikämpfe und nahmen sie auch in der Defensive an. Das war eine klare und sichtbare Verbesserung zu den letzten Spielen.

23. Minute: 0:1 – nach einem Eckball wurde der Ball zwar geklärt, kam aber wieder von links herein in den Strafraum. Dieser ging an einigen Spielern vorbei und erreichte rechts vor dem Tor den freistehenden Wormser Burgio, der den Ball unhaltbar ins Tor schoss.FSVFFMVfRWW080918-12

Dies war etwas bitter für den FSV, da sie bis hierhin eine gute Leistung zeigten, selbst hätten in Führung gehen können, aber erneut durch eine fehlende defensive Zuordnung ein Gegentor zuließen.

Kurz darauf hatte der FSV die Chance zum Ausgleich, aber den Schuss aus zentraler Lage, ca. 17 Meter vor dem Tor, konnte Keilmann abwehren.

Dass es in der Abwehr des FSV noch immer nicht ganz stimmte, zeigte sich in der 31. Spielminute als Sabah unnötigerweise vor Aulbach klärte, obwohl dieser hätte den Ball aufnehmen können. Glücklicherweise landete der Ball nicht beim Gegner.

In der 34. Minute fiel ein Tor für den FSV nach einer Ecke. Alles jubelte, während die Fahne des Linienrichters unten blieb. Es dauerte bis der Linienrichter die Fahne hob. An sich eine richtige Entscheidung, aber es gab viele Diskussionen. Am Ende entschied Schiedsrichter Zorn auf Tor für den FSV durch Plut.

34. Minute: Gelbe Karte für den Torschützen. Wirklich zu erkennen wofür es diese gab, war es für mich nicht. Aber auch um mich herum gab es fragende Gesichter zu dieser Entscheidung. Unterdessen waren die Gästefans natürlich nicht mit der Entscheidung des Tores einverstanden und machten dies in entsprechenden Sprechchören lautstark bekannt.

35. Minute: 2:1 für den FSV Frankfurt. Eine tolle Einzelaktion im Strafraum von Soultani, der sich zunächst gegen Mimbala durchsetzen konnte und den schnellen Torabschluss aus knapp vier Metern suchte und den Ball im langen Eck unterbringen konnte. Keine Chance für Keilmann im Tor der Gäste aus dieser kurzen Distanz.

Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Weiter ging es mit dem Anstoss durch den FSV Frankfurt. Die erste Chance hatte jedoch der Gast aus Worms in der 47. Minute, dessen Abschluss aber deutlich über das Tor ging.

50. Minute: Gelbe Karte für den Wormser Burgio für das Wegschlagen des Balles nach Schiedsrichterpfiff.

In der 53. Minute vergab der FSV eine große Chance zum 3:1. Auf der linken Seite im Strafraum freistehend vergibt der Spieler und haut den Ball unbedrängt über das Tor.

Es war in der Folgezeit deutlich zu erkennen, dass die Frankfurter mehr wollten, was sie in Offensivaktionen zeigten, die sie aber nicht zu Ende spielen konnten.

  1. Minute Wechsel beim FSV – Rose raus und Güclü rein.
  2. Minute Wechsel bei Worms Volz raus, Graciotti rein.
  3. Minute Wechsel bei Worms Glockner raus, Demir rein.
  4. Minute Gelbe Karte FSV: Mangafic für gefährliches Spiel.
  5. Minute Wechsel beim FSV Koch raus, Aschauer rein.

Frankfurts Offensivbemühungen endeten häufig mit einem ungenauen Pass in die Spitze, während sich die Gäste stetig steigerten und die meiste Zeit im Ballbesitz waren. Doch auch sie konnten lange keine eigenen zwingenden Chancen entwickeln. Es war der Frankfurter Mangafic, der in der 72. Minute seinen eigenen Torwart prüfte. Zum Glück bestand dieser die Prüfung aus kurzer Distanz. Bis dahin übrigens die beste Chance der Gäste in der zweiten Halbzeit.

  1. Minute Wechsel beim FSV Soultani raus, Becker rein.

79. Minute: gleich zwei große Chancen der Gäste werden von Aulbach zur Ecke abgewehrt. Bei der zweiten kam der Ball aufs Tor und konnte ebenfalls abgewehrt werden. Der folgende Distanzschuss ging über das Tor.FSVFFMVfRWW080918-20

Die Gäste hatten in dieser Phase den größeren Zug zum Tor, während der FSV größtenteils damit beschäftigt war die Führung zu verteidigen, ohne selbst in die Offensive zu kommen.

  1. Minute Wechsel bei Worms Mimbala raus, Jourdan rein.

Aulbach zeichnete sich immer wieder mit Paraden aus und verhinderte mehrmals den Ausgleich der angriffsstarken Gäste aus Worms.

  1. Minute: Gelbe Karte für Worms – Graciotti.

Spielende.

Tore: 0:1 Burgio (23.), 1:1 Plut (35.), 2:1 Soultani (44.)

Zuschauer: 1.057

Schiedsrichter: Justus Zorn

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Der FSV Frankfurt unterliegt im Testspiel gegen den FC St. Pauli mit 1:2

Nach dem letzten Punktspiel des FSV Frankfurt war es an diesem Tag spannend zu sehen, ob sich das Team nun von einer besseren Seite zeigen würde. Sicherlich konnte man gegen den namhaften Gegner aus Hamburg keine Wunder erwarten, aber Einsatz, Einstellung und Körpereinsatz sollten wieder eine Rolle spielen.

Doch zunächst sah es überhaupt nicht danach aus, als hätte sich in der Kürze der Zeit etwas verändert. Das 0:1, welches nach einer Flanke von rechts per Kopf verwandelt wurde, fiel nach noch nicht einmal zwei gespielten Minuten.FSVFFMFCSP060918-4

Schon skandierten die vielen St. Pauli Fans „nur noch neun“. Sie machten offensichtlich den Großteil der 498 Zuschauer an diesem Abend aus. Wenn es mal zu Fangesängen und Stimmung kam, waren es eigentlich immer die Fans des FCSP. Ansonsten war es aber in dieser Hinsicht ein eher sehr ruhiger Abend.

Gerade in der Anfangsphase wirken die Gäste deutlich ballsicherer und hatten dementsprechend auch mehr Spielanteile. Schnelle Pässe und einfache Kombinationen brachten sie häufig hinter die Abwehrreihe der Frankfurter, was in der 16 Minute auch zum 0:2 führte.

Nach dem zweiten Gegentor sah man, dass sich die Spieler des FSV nun nicht in ihr neuerliches Schicksal ergeben wollten. Sie waren nun näher am Mann, eroberten sich Bälle und gewannen auch Zweikämpfe. Auch die Offensivabteilung kam zur Geltung und konnte nach einem Fehler in der Verteidigung der Gäste auf 1:2 verkürzen.FSVFFMFCSP060918-13

Dieses Tor in der 27. Minute erweckte interessanterweise die Gästefans.

Wenige Augenblicke später, in der 30. Minute, erfolgte ein dreifacher Wechsel beim FSV. Nicht unwichtig seine möglichen Auswechslungen auch zu nutzen und auch mehr Jugendspielern insgesamt mehr Spielpraxis zu genehmigen. Doch ging es dabei sicherlich nicht nur ums Schonen, denn am kommenden Samstag steht bereits das nächste Punktspiel an.

Das Highlight geschah nur knapp eine Minute nach diesen Wechseln, ehe es ohne weitere größeren Ereignisse in die Halbzeitpause ging. In dieser 31. Minute liefen die Spieler Diamantakos (St. Pauli) und Schick (FSV Frankfurt) aufeinander auf. Eigentlich nichts Besonderes, wäre die anschließende Reiberei nicht gewesen, die beinahe in einem Boxkampf geendet hätte. Schick hatte schon die Fäuste für einen Kampf erhoben, während sein Gegenspieler mehr staunend als gleichgesinnt zu ihm schaute. Beide erhielten hierfür die rote Karte. Diamantakos nahm das einfach mal so hin, während sich Schick noch einige Zeit darüber echauffierte.

So viel zu einem Freundschaftsspiel, das nun über 60 Minuten mit 10 gegen 10 fortgesetzt wurde.

Die zweite Halbzeit wirkte ausgeglichener. Die Gäste schalteten etwas zurück, aber verloren die eigene Offensive dennoch nicht aus dem Auge, auch wenn sie nicht unbedingt zwingend aussah. So scheiterten sie in der 53. Minute am gut aufgelegten Torwart im Gehäuse der Frankfurter, ehe im direkten Gegenangriff ein Lattenkracher den Ausgleich verhinderte.FSVFFMFCSP060918-19

Chancen gab es also auf beiden Seiten, wenngleich die qualitativ höherwertigen bei den Gästen lagen, die es aber versäumten ihre Angriffe mit einem Tor zu beenden. So kamen auch sie in der 73. Minute zu einem Lattenkracher an diesem Abend.

Der Ausgleich wäre kurz vor Schluss noch gefallen, aber auch hier zeigte der Torwart ein gutes Stellungsspiel und gab mit der leichten Berührung des Balles die entscheidende Rotation dafür, dass der Ball knapp am Tor vorbeiging.

Am Ende wurde das Spiel gegen die höherklassigen Gäste mit 1:2 verloren. Dafür schienen Einsatz und Körperspiel wieder zurückgekehrt zu sein. Gewiss noch nicht in einem überdurchschnittlichen Maß, aber das muss es auch erst in einem Punktspiel.

Sehr auffallend war der Spieler mit der Nummer 34 beim FSV Frankfurt. Laut Spielerliste Marcus Weinhardt, der mit hohem Einsatz, Spiel- und Lauffreude und gesundem Offensivdrang Leben in der Frankfurter Spiel brachte. Ein Stürmer aus der Jugend, der sowohl auf der Außenposition, als auch im Zentrum eine gute Figur machte.

Meiner Meinung nach sollte man ihn mit einem Startplatz im nächsten Punktspiel belohnen, denn das war bisher der beste Offensivspieler, den ich bei Spielen mit meiner Anwesenheit sehen durfte.

Wichtiger wären aber dennoch Abwehrspieler, die diese Spielfreude und diesen Einsatz an den Tag legen würden.

Tore: 0:1 Sahin (2.) – 0:2 Miyaichi (16.) – 1:2 Crnomut (27.)

Rote Karten: Schick/Diamantakos (34., Rangelei)

Schiedsrichter: Julius Martenstein

Zuschauer: 498

Mehr Bilder zum Spiel gibt es hier: FSV Frankfurt – FC St. Pauli 06.09.2018

Diese Playstation 4 Spiele erwarten uns in den nächsten Wochen und Monaten

Man merkt, dass es langsam wieder in Richtung Herbst und Winter geht, denn die Release Termine von vielen Spielen rücken näher und werden mehr.

So viele Spiele, die es zu spielen lohnt, erwarten uns auch dieses Jahr:

Madden NFL 19 – 10.08.2018:

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F1 2018 Headline Edition – 24.08.2018:

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PES 2019 – 30.08.2018:

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Marvel’s Spider-Man – 07.09.2018

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NBA 2K19 – 11.09.2018:

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NHL 19 – 14.09.2018:

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Shadow of the Tomb Raider – 14.09.2018:

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Life is strange 2 – 27.09.2018:

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FIFA 19 – 28.09.2018:

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WWE 2K19 – 05.10.2018:

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Assassin’s Creed Odyssey – 05.10.2018:

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Red Dead Redemption 2 – 26.10.2018:

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Hitman 2 – 13.11.2018:

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Battlefield V – 20.11.2018:

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Ein deutlich sichtbarer Klassenunterschied – Bericht zum Spiel des FSV Frankfurt gegen den SV Waldhof Mannheim (1:5) vom 13.08.2018

Bereits vor dem Spiel war viel vor dem Stadion los. Ob es daran lag, dass ich etwas später da war als beim letzten Mal, oder war es, weil der Gegner aus Mannheim deutlich attraktiver ist, als es zuvor die Stadtallendorfer waren?

Jedenfalls hatten die Gäste eine große Menge Fans mit dabei. Sie bevölkerten auf der Nordseite des Stadions mehr als nur einen Stehblock, was gut und gerne 500 Menschen gewesen sein dürften. Dahingegen sah die Südseite nicht so dicht besetzt aus und dort standen die Fans des FSV Frankfurt. Vielleicht sollten sie sich auch mal mehr zusammenstellen und so einen stimmgewaltigen Block bilden. Die Mannheimer waren schon vor Beginn sehr laut. Wie sich das auf das Spiel auswirken würde, sollte sich zeigen.

Anstoß und der erste Ballbesitz war bei den Gästen. Die erste Chance entstand aber erst nach gut zwei Minuten. Ein Freistoß für die Gäste, der aber gut geklärt wurde. Bei der Kläraktion blieben zwei Frankfurter, darunter der Torwart, kurz liegen. Es sah nach einem leichten Zusammenprall aus, von dem sich beide einen kurzen Moment erholen mussten.

Zu Beginn des Spiels zeigten sich die Gäste bei eigenem Ballbesitz mit einem gesunden Drang nach vorne und ohne Ball mit Ansätzen von Offensivpressing. Dieses hatte in der 7. Spielminute zur Folge, dass die FSV Abwehr unter Druck geriet und den Ball kurz vor dem eigenen Strafraum verlor. Es folgte ein Pass auf die rechte Seite und ein schöner Abschluss in die linke obere Torecke. Der Ball war im Kasten. Vielleicht nicht unhaltbar, aber eben im Tor. Die Fans auf der Nordseite des Stadions jubelten lautstark. 0:1, der SV Waldhof lag in Front.FSVSVWM130818-4

Kurz darauf zeigte sich auch der FSV offensiv, aber richtige Chancen kamen da noch nicht zustande. Aber der Druck wurde größer und die Frankfurter wollten sich nicht unterkriegen lassen. Dafür waren die Nadelstiche der Gäste aus Mannheim etwas ausgereifter im Zusammenspiel. Eine halbe Flanke, bzw. ein halber Schuss, streifte das Aluminium des Mannheimer Tores sanft.

Wie im letzten Heimspiel gab es viele Ecken für die Frankfurter und erneut schafften sie es dabei, sich bei der kurzen Variante, selbst ins Abseits zu stellen. Das möchte noch geübt werden.

In der 22. Minute gab es einen Freistoß für die Gäste. Als dieser hereingebracht wurde, ertönte die Pfeife des Schiedsrichters und es gab Elfmeter und die gelbe Karte für Frankfurts N. Djengoue. Was da genau passiert war, hatte ich nicht gesehen. Der Elfmeter wurde locker getreten, der Torwart damit verladen, 0:2.FSVSVWM130818-10

Nun wirkte der FSV etwas verunsichert und nervös. Einfache Ballverluste. Aber bei der nächsten Offensivaktion gab es einen Freistoß für sie und die gelbe Karte wegen einem taktischen Foul für Mannheims Michael Schultz. Doch der folgende Freistoß landete in den Armen des Gästetorwarts.

Nun passte sich auch das Wetter dem Ergebnis an. Aus Frankfurter Sich zumindest. Es begann zu schütten.

Ein unnötiges Foul im Mittelfeld brachte Frankfurts Denis Mangafic eine gelbe Karte ein, die zu einem Freistoß und einer Chance für die Gäste führte. Doch es gab nur Eckball. Dieser brachte zwar nichts ein, aber das Offensivpressing zeigte weiter eine gewisse Verunsicherung bei den Frankfurtern, die zu einem schnellen Spiel gezwungen waren.

Für eine Weile fand das Spiel vor allem im Mittelfeld statt. Dabei war durchaus erkennbar, dass beide Seiten mit dem nassen Spielfeld und dem glitschigen Ball so ihre Problemchen hatten.

In der 37. Spielminute zeigte sich erneut das erfolgreiche Offensivpressing der Gäste, die einen Fehler beim Pass der Frankfurter ausnutzen konnten. Der Pass von halbrechter Seite in die Mitte des Strafraums fand einen Abnehmer und der hatte praktisch freie Platzwahl zum 0:3.

Fast dasselbe Spiel beim 0:4 in der 39. Spielminute: Die Hintermannschaft des FSV wirkte verunsichert und grob fahrlässig. Während die Mannheimer weiter ihr Offensivpressing spielten, fingen sie einen Pass ab, der erneut zu einem Tor führte. Dieses Mal ganz lässig in die untere linke Ecke des Tores.

FSVSVWM130818-11Langsam fing auch ich an mit Marco Aulbach im Tor der Hausherren Mitleid zu bekommen, denn er konnte bisher keine Bälle halten und wurde von seiner Abwehr mehr als nur im Stich gelassen.

Marco Koch kam für Denis Magafic bei Frankfurt in der 45. Minute. Ob eine Verletzung vorlag, oder sich Mangafic bereits nahe an einer weiteren Verwarnung befand, konnte ich nicht beurteilen. Kurz darauf wurde von den Frankfurtern ein Foulspiel im Strafraum gesehen, das aber nicht geahndet wurde. Meines Erachtens, mit dem Blick von der Tribüne aus, lag auch kein elfmeterwürdiges Foulspiel vor.

Wenige Sekunden später war dann auch Halbzeitpause und man musste feststellen, dass der FSV Frankfurt in dieser Partie deutlich unterlegen war und in der zweiten Halbzeit nur Schadensbegrenzung betreiben konnte. Spielerisch und auch auf taktischer Ebene waren die Gäste deutlich überlegen und profitierten vor allem von ihrem eigenen Offensivpressing, das die Frankfurter Hintermannschaft regelmäßig zu groben Fehlern zwang, welche gnadenlos ausgenutzt wurden.

In der Halbzeit wurde auch Jesse Sierck für Alban Sabah auf Frankfurter Seite eingwechselt.

Kurz nach Wiederbeginn ging es so weiter, wie es aufgehört hatte und wäre es keine Abseitsposition gewesen, hätte es erneut im Frankfurter Gehäuse geklingelt. Die Gäste wollten sich nicht auf dem großen Vorsprung ausruhen, das war direkt zu sehen.

Das Offensivpressing der Gäste war nicht mehr ganz so drängend, aber immer noch vorhanden. Frankfurt selbst fand aber keine Mittel eigene Chancen zu kreieren. Die Gäste warteten auf ihre Gelegenheiten mit schnellen Konterspielzügen für weitere mögliche Tore zu sorgen.

Die drei Punkte schienen für sie in der 57. Spielminute bereits gesichert zu sein, denn da fiel das 5. Tor für sie. Ein Pass in die zentrale Schnittstelle der Abwehr sorgte für einen Alleingang mit Torabschluss, den der arme Marco Aulbach erneut nicht verhindern konnte.

Kurz darauf wechselte Frankfurt bereits das dritte Mal und brachte einen Spieler, den ich nicht finden kann – oder mir die falsche Nummer notiert hatte. Jedenfalls wurde n. Djengoue ausgewechselt. Für ihn kam der Spieler mit der Nummer 20(?) aufs Feld.

In der letzten halben Stunde konnte es für den FSV nur noch heißen, ein größeres Debakel zu verhindern, während die Partystimmung im Gästeblock größer und größer wurde.

Der Ehrentreffer für den FSV fiel in der 62. Minute, als schon keiner mehr mit einem positiven Ereignis für die Frankfurter gerechnet hatte. Eine kurze Unachtsamkeit in der Hintermannschaft der Gäste und schon konnte Soultani auf der rechten Seite im Strafraum das rechte untere Eck anvisieren und zumindest den Treffer für die Ehre erzielen.

Nun wechselten auch die Mannheimer. Für Mete Celik kam Marco Meyerhofer in der 71. Minute.

Zu diesem Zeitpunkt verwalteten die Mannheimer das Ergebnis schon und suchten dabei immer wieder mal den Weg nach vorne. Defensiv mussten sie nicht viel machen, da sich der FSV häufig selbst im Weg stand oder einfach keine Idee mehr hatte den Weg in den Strafraum und vor das Tor zu finden. Gewiss war das bei dem Spielstand auch schon eine Kopfsache. Es wurde sogar in der 74. Minute eine Chance für das zweite Tor vergeben und das aus kürzester Distanz nach einer Hereingabe von der linken Seite.FSVSVWM130818-13

Ein weiterer Wechsel der Gäste wurde vollzogen. Für Valmir Sulejmani kam Gian-Luca Korte (75. Minute)

Gelbe Karte für Mannheims Kevin Conrad. Das Foul passierte auf halbrechter Position vor dem Mannheimer Strafraum. Aber auch der Freistoß war nicht präzise genug für den Stürmer Frankfurts.

Die Mannheimer hingegen hatten noch weitere Chancen, vergaben diese aber mustergültig. Es hätte gut und gerne auch 1:8 stehen können. Einmal rettete der Querbalken für die Frankfurter, damit diese Niederlage nicht zu noch einer höheren Blamage führte.

Auch den dritten Wechsel nutzten die Mannheimer und brachten für die letzten Sekunden M. nag für den Doppeltorschützen Jannik Sommer in der 89. Minute.

Der Schiedsrichter pfiff das Spiel auf die Sekunde genau pünktlich ab. Die letzten Minuten verliefen ohnehin ereignislos, da die Gäste aus Mannheim nicht mehr zwingend waren und gefühlt mehrere Gänge zurückschalteten und Frankfurt nicht konnte.

Der Klassenunterschied war definitiv sichtbar und Frankfurt konnte mit dem Ergebnis noch froh sein, da die Mannheimer Chancen für zwei Spiele hatten und durchaus mehr als fünf Tore hätten erzielen können.

Doch muss man auch sagen, dass der SV Waldhof Mannheim nicht das Maß ist, mit dem sich die Frankfurter vergleichen sollten. Sie haben andere Ziele, die es zu erreichen gilt.

Tore: 0:1 Sulejmani (7.), 0:2 Sommer (23./FE), 0:3 Sommer (36.), 0:4 Kern (39.), 0:5 Deville (58.), 1:5 Soultani (62.)

Zuschauer: 2.249

Spielbericht FSV Frankfurt – Eintracht Stadtallendorf 03.08.2018 – Das Spitzenspiel am zweiten Spieltag in der Regionalliga Südwest

Wer ein paar Bilder vom Spiel sehen möchte, klickt am besten gleich hier:

FSV Frankfurt – TSV Stadtallendorf 03.08.2018

Wie viele Jahre war ich eigentlich nicht mehr bei einem Fußballspiel im Stadion? Ob selbst als Spieler oder als Zuschauer. Als Spieler weiß ich es noch, denn das war beim VfR Würzberg im Odenwald. Das müsste im Jahr 2004 gewesen sein. Davor spielte ich für die SpVgg. Kickers 1916 Frankfurt und einmal sogar gegen den FSV Frankfurt im Hessenpokal. Wir haben, glaube ich, 0:8 verloren gegen den FSV, was damals aber zu erwarten war. Kreisliga gegen (was war das damals?) 4. Oder 5. Liga. Fast genauso lange war ich auch nicht mehr im Stadion bei einem Fußballspiel. Dank des Ergebnisarchivs der Eintracht aus Frankfurt, kann ich sogar das Spiel, das Ergebnis und auch das Datum nennen: 16.02.2007 – Eintracht Frankfurt – VfB Stuttgart 0:4.

So viel zu meiner persönlichen Vergangenheit. Nun 11,5 Jahre später finde ich mich im anderen Frankfurter Stadion wieder, das ich mittlerweile sehr gut kenne durch die Universe.

Gegenwart heißt auch, dass nach dem ersten Spieltag in der Regionalliga Südwest der Tabellenführer (FSV Frankfurt) den Zweiten aus Stadtallendorf empfängt. Man könnte es Topspiel nennen, aber nach einem Spiel und den Abschlussplatzierungen der letzten Saison, Frankfurt 14. Und Stadtallendorf 12., lassen wir das lieber mit dem Topspiel.

Auch wenn man auf die Schnelle keine direkten Aussagen bei beiden Mannschaften findet, welches Saisonziel genau auf dem Plan steht, geht es für beide Kontrahenten um die frühe Sicherstellung der Klasse. Je früher dies klargemacht werden kann, umso besser. Und genau daran werden beide arbeiten.

Vor dem Spiel ist es im Verhältnis zum Football bei der Universe eine ganz andere Atmosphäre. Natürlich kann man das so nicht vergleichen, da ein ganz anderes Umfeld mit Aktionen stattfindet. Es ist eher ruhiger, aber nicht zu voll. Ein kleiner Rahmen, ohne große Aufregung. Dass man bei der Security und beim Catering ganz bekannte Gesichter sah, hat mich doch schon gefreut, so war ich dann doch nicht ganz so fremd in der vertrauten Umgebung.

Das Wetter war natürlich sonnig und heiß. Da wollte ich auch in den schattigen Bereichen des Spielfelds nicht unbedingt stehen wollen. Da alles eher ruhiger und geruhsamer ablief, fand ich auch meinen Platz recht stressfrei und breitete mich dort aus.

Dann war es auch schon so weit und der Stadionsprecher stellte die Mannschaft aus Stadtallendorf vor. Es waren auch einige Gästefans da, was sonst beim Football nun eher weniger der Fall ist. Grob geschätzt würde ich sagen, dass es zwischen 60 und 80 Mitgereiste waren.

Während die Mannschaft des FSV vorgestellt wurde, liefen beide Teams ein und es gab das übliche Händeschütteln untereinander.FSVFFMTSVSAD-3

Dann ging es auch los, zwar mit ein paar Minuten Verspätung aber die Hitzeschlacht im Spitzenspiel konnte nun voranschreiten.

Zunächst passierte nicht viel, dafür waren aber die Gästefans sehr laut und feuerten ihre Mannschaft aus Stadtallendorf lautstark an. Vielleicht war meine Wahrnehmung hierbei auch etwas subjektiv, denn ich saß wesentlich näher an den Gästefans als an den lauten Fans des FSV.

Ich hatte das Gefühl, dass beide Mannschaften erstmal schauen wollten, wie der Gegner eingestellt ist. Die ersten kleineren Chancen hatten die Gäste. Aber Marco Aulbach im Tor des FSV hatte keine Probleme mit den unplatzierten und harmlosen Bällen, die auf sein Tor kamen.

Mit Ballsicherheit und Kurzpassspiel ging es der FSV etwas langsamer an und kam auch vor das Gästetor, aber ohne nennenswerte Chancen zu erspielen. Mehrere Eckbälle konnten nicht zu Torchancen genutzt werden. Und so vergingen die ersten 15 Minuten recht ausgeglichen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich besonders auszeichnen bis hier hin.

Während das Spiel weiterhin von beiden Seiten eher vorsichtig geführt wurde, schienen sich die Fans der Gäste entweder zu vermehren oder deutlich lauter zu werden. Müde wirkten sie nach gut 20 Minuten des permanenten Anfeuerns nicht.

Zwar hatte der FSV zur Mitte der ersten Halbzeit ein Eckenverhältnis von 6:1, aber diese wurden durch Abseitsstellungen und fragwürdige Pässe ins Niemandsland vergeben. Aufgrund der Temperaturen gab es auch die wichtige Trinkpause für die Spieler. Einmal auftanken bitte!

Kurz danach schien der FSV doch den Zug zum Tor zu finden. Die Strafraumszenen in Form von Pässen und Flanken wurden mehr, aber der Abschluss fehlte noch. Doch die Fans des FSV wurden von diesen Offensivbemühungen wach und auch die Haupttribüne honorierte die Versuche mit Applaus.

Auf der Seite der Haupttribüne kam es dann sogar zu einer kleinen Rudelbildung nachdem mit etwas mehr Körpereinsatz um den Ball gekämpft wurde. Nachdem sich diese auflöste, bekam Frankfurts Spieler mit der Nummer 15, Robert Schick, die gelbe Karte. Was er genau gemacht hat, konnte ich nicht beurteilen.FSVFFMTSVSAD-13

Es folgte die erste größere Chance des FSV, der ein misslungener Klärversuch vorausgegangen war. Zwar musste Allendorfs Torwart Hrvoje Vincek nicht eingreifen, aber knapp war es, denn der Ball ging nur wenige Zentimeter über das Tor.

Auf der anderen Seite gab es beinahe postwendend ebenfalls eine gute Chance durch einen Freistoß, dessen Abnahme aber unkontrolliert links am Tor vorbeiging. Da waren bereits 38 Minuten gespielt.

Großer Aufschrei der FSV Fans in der 42 Spielminute. Was war passiert? Im Strafraum kreuzen sich die Wege zweier Spieler. Vielleicht lag eine Berührung vor, das konnte ich nicht hundertprozentig erkennen, aber am Ende lag Frankfurts Spieler auf dem Boden. Fans und Spieler forderten natürlich einen Strafstoß und es gab erneut eine kleine Rudelbildung. Doch einen Elfmeter gab es keinen. Von der Tribüne aus gesehen hatte Marc Philip Eckermann eine gute Sicht auf die Situation, so dass ich denke, er hat alles richtig entschieden.FSVFFMTSVSAD-20

Kurz darauf erneut eine gute Chance für den FSV. Der Ball kam über links, doch der Abschluss ging links am Tor vorbei. Eine knappe Sache, bei der sich Gästetorhüter Vincek lang machen musste.

Kurz vor der Pause war der FSV deutlich besser im Spiel und wollte sich auch für die eigenen Offensivbemühungen belohnen. Doch in den gut drei Minuten Nachspielzeit passierte nicht mehr viel, sodass es mit dem 0:0 in die Pause ging.

Bis hierhin ein gerechtes Ergebnis, wobei ein 1:0 für Frankfurt auch okay gewesen wäre.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Spieler des FSV genau da weiter, wo sie aufgehört hatten: mit einer guten Torchance, bei der eine schöne Flanke vorausging. Doch der Abschluss war noch ausbaufähig. Sie blieben weiterhin offensiv und hatten nur wenige Momente später einen Freistoß aus ca. 30 Metern. Dieser wurde zwar von der Mauer geblockt, doch der nächste Freistoß folgte direkt, denn beim Kampf um den Ball wurde ein Frankfurter Spieler gefoult. Es gab auch die gelbe Karte – für wen war leider nicht ersichtlich für mich. Freistoß aus 17 Metern, halbrechte Position. Den flachen Schuss konnte Vincek parieren, aber der Ball sprang vor die Füße eines zu überraschten Frankfurters, der den Ball nicht mehr ganz kontrollieren konnte und ihn so rechts am Tor vorbeischob.FSVFFMTSVSAD-27

Aber auch die Gäste suchten ihr Heil in der Vorwärtsbewegung, denn diese war nun über längere Zeit eingeschlafen. Dabei kam eine gute Chance von halblinker Position heraus, die aber über das Tor ging.

In der 54. Minute wechselten die Gäste dann gleich doppelt. Passend zum Eckball frisches Personal. Aber auch diese Möglichkeit blieb ungenutzt.

Aber der FSV ließ sich davon nicht zu sehr beeindrucken, kreierte eine weitere Chance und hätte Vincek einmal nicht aufgepasst, wäre ein Frankfurter alleine auf sein Tor zugestürmt. Doch er konnte den verunglückten Ball wegschlagen, ehe es zum Alleingang kam.

Man konnte nach 60 gespielten Minuten durchaus sagen, dass das Spiel nicht langweilig war. Zwar definitiv kein Topspiel, aber beide Mannschaften waren hier für ein Tor gut, es musste nur noch fallen.

In Minute 62 fiel dann auch ein Tor und zwar für die Gäste. Doch Abseits! Die Verteidigung des FSV hat entweder gut aufgepasst oder Glück gehabt, dass die Gäste einen Tick zu früh in den Strafraum gestartet waren beim Freistoß.FSVFFMTSVSAD-30

Im Anschluss flachte das Spiel erstmal ein wenig ab. Beide Mannschaften schienen sich zu sortieren. Wer sich nicht sortieren musste, waren die Gästefans, die wieder mit lauten Gesängen dabei waren.

In der 67. Minute gab es dann auch zwei frische Kräfte beim FSV. Diese sollten den Offensivdrang wieder in Schwung bringen. 24 – > 7 und 26 -> 10

1.673 Zuschauer waren an diesem ersten Heimspieltag des FSV gekommen und sahen in der 71. Minute eine Konterchance des FSV, die aber etwas verschleppt wurde. Am Ende kam der Ball auf die linke Seite, doch der Abschluss war erneut sehr schwach und der Ball ging langsam in einem hohen Bogen rechts am Tor vorbei.

Mittlerweile hätten sich die Gäste über einen Rückstand nicht beschweren dürfen. Sie profitierten von der Abschlussschwäche, die die Offensivabteilung des FSV an den Tag legte.

In der 77. Minute sah Andreas Pollasch vom FSV Frankfurt die gelbe Karte für ein unvorsichtiges Einsteigen gegen seinen Gegenspieler. Nichts Wildes aber ein gefährliches Spiel.

Ein mit Wohlwollen gegebener Freistoß für die Gäste ging sehr weit links am Tor vorbei. Es passierte zu dieser Zeit nicht mehr besonders viel. Die Ruhe vor dem letzten Sturm?

Es war schon die 86. Minute als die Gäste das dritte Mal wechselten. Nur scheinbar wusste der auszuwechselnde Spieler erstmal nichts von seinem Glück. Vom Platz hat er es trotzdem geschafft. 30 -> 26

Für mich sah es so aus, als wären die Akkus auf beiden Seiten schon relativ leer. Die Hitze hatte viel Kraft gefordert. Schnell wurde und konnte kaum noch gespielt werden. Unkonzentriertheiten schlichen sich nun auch auf beiden Seiten ein. So verlief sich das Spiel im Mittelfeld ohne weitere Offensivaktionen, als bereits die Nachspielzeit lief. In dieser holte sich N. Djengoue vom FSV Frankfurt noch eine gelbe Karte ab, die er berechtigt bekam. Der daraus resultierende Freistoß aus halblinker, fast mittiger Position, ging knapp links am Tor vorbei.

Kurz darauf gab es noch eine Chance für den FSV: eine halbhohe Flanke erreichte fast den Angreifer in der Mitte, doch dieser wurde entscheidend gestört. Wechsel beim FSV: 18 ->19 und wenige Sekunden später ertönte auch schon der Schlusspfiff.

Der FSV hatte es mehrmals selbst in der Hand, bzw. am Fuß, das Spiel positiv für sich zu gestalten. Es lief zwar alles andere als optimal vor dem Tor, doch auch hinten bliebdie Null stehen. So trennten sich beide Mannschaften mit 0:0.

Das bedeutet für beide Mannschaften jeweils einen Zähler im Kampf gegen den Abstieg.

Saisoneröffnung beim FSV Frankfurt

Wie bin ich denn da gelandet? Fußball und ich gehören doch nicht mehr zusammen; also eigentlich nicht mehr so wirklich. Seit ich American Football für mich entdeckt habe, rutscht diese Sportart doch stets immer weiter nach hinten in meiner Liste der Sportarten, die ich toll finde.

Aber der FSV Frankfurt ist ein kleiner Verein; steht seit Jahren im Schatten der Eintracht. Da kann man sich doch mal gerne ansehen, wie sich der Verein nach den negativen Jahren nun entwickelt.

Wir erinnern uns, dass der Verein acht Jahre in der 2. Bundesliga verweilen konnte. Zwar eher im unteren Mittelfeld und stets gegen den Abstieg, bis auf eine Ausnahme, aber irgendwann kam der Knackpunkt und im achten Jahr der Abstieg in die 3. Liga. Das war wohl die schwierigste Saison, denn es lief sportlich auch nicht gerade rosig. Zudem musste Insolvenz angemeldet werden und schlussendlich stieg der FSV Frankfurt auch aus der 3. Liga in die Regionalliga Südwest ab. Dort reichte es im letzten Jahr für Platz 14. Bei bis dahin noch 19 Mannschaften und 5 Absteigern in dieser Liga, reichte es gerade noch, um die Klasse zu halten.

In dieser Saison sind es nur noch 18 Mannschaften, aber weiterhin 5 Abstiegsplätze. Das minimalziel ist also Platz 13, möchte man den negativen Trend nun umkehren.

Die Worte der Spieler, die interviewt wurden, klangen dementsprechend. Viele freuen sich auf die anstehende Saison und möchten zunächst die nötigen Punkte gegen den Abstieg sammeln. Alles Weitere sieht man dann. Das zeigt, dass Verein und Spieler ihre Situation wohl sehr realistisch betrachten.

Abgesehen von den Interviews mit den Spielern gab es noch das Mannschaftsfoto für die kommende Saison, welches auch um Fans ergänzt wurde, sowie Einzelbilder mit den Spielern.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie viele Fans der FSV Frankfurt hat, dafür stehe ich zu weit Abseits, wenn ich das mal so formulieren kann. Aber es waren viele Menschen gekommen, um zu sehen, welche Gesichter dieses Jahr auf dem Feld stehen werden.

Dazu gab es Verpflegung und auch einen Fanartikelstand, bei dem man durchaus das ein oder andere Schnäppchen machen konnte.

Im Anschluss zeigte die Mannschaft noch ein Schautraining für die gekommenen Fans. Dass sie dabei ihre schwarzen Trikots tragen mussten, war gewiss nicht beneidenswert bei der knallenden Sonne.

Viel mehr gab es nicht oder ich habe es verpasst, aber interessant war es dann doch irgendwie. Schließlich hoffe ich persönlich, dass sich der Verein zumindest halten kann und nicht in der Unbedeutsamkeit verschwinden wird.

Weil ich aber auch keine Ahnung hatte, wer da so im Kader steht, dachte ich mir, dass ich den Kader doch auch mal hier zum Nachlesen niederschreibe. Gefunden habe ich den natürlich auf der Seite des FSV Frankfurt.

Kader des FSV Frankfurt – Saison 2018 / 2019

Torhüter

1 Matay Birol D 16.08.1997 1,88m
21 Niklas Schwaar D 19.04.2000 1,88m
33 Marco Aulbach D 25.07.1993 1,91m

Abwehr

4 Jesse Sierck D 29.10.1997 1,85m
5 Alban Sabah TGO/D 22.06.1992 1,89m
20 Andrej Markovic D 14.06.1998 1,79m
22 Patrick Huckle D 04.11.1983 1,71m
26 Christoph Becker D 05.08.1994 1,81m

Mittelfeld

7 Ahmed Azaouagh D/MAR 20.06.1994 1,82m
8 Andreas Pollasch D 04.03.1993 1,84m
10 Ilias Soultani D 24.05.1996 1,76m
11 Marco Koch D 27.10.1995 1,78m
15 Robert Schick D 26.08.1993 1,88m
17 Steffen Straub D 14.06.1994 1,67m
24 Kamil Tyminski D 10.11.1999 1,82m
30 Denis Mangafic D 12.12.1989 1,75m

Sturm

9 Maziar Namavizadeh IRN 28.10.1993 1,87m
14 Alexander Aschauer AUT 14.03.1992 1,90m
18 Vito Plut SVN 08.07.1988 1,85m
19 Benedict Rose D 07.03.1999 1,81m

Ausgeschieden in der Gruppenphase. Mein unnötiger und unfachmännischer Kommentar zum Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der FIFA WM in Russland

Nicht, dass ich das nun tun müsste, oder es von mir erwartet wird, dies zu tun. Nein, ich möchte einfach meine Gedanken aus dem Kopf rausbekommen, mich beim Schreiben ein bisschen künstlich aufregen, diese Gedanken mitteilen und dann ist auch gut. Das Bild kommt übrigens von Stefan Claus. Passt irgendwie und danke, dass ich es nutzen durfte.

Der Punkt ist, dass Dinge, die ich mir aus dem Kopf schreibe, auch so gut wie dauerhaft daraus verschwinden. Der Satz klingt seltsam, ich weiß.

Mal wieder Fußball, mal wieder eine Weltmeisterschaft, mal wieder Euphorie und mal wieder eine ganze Nation voller potentieller Bundestrainer.

Ich muss tatsächlich sagen, dass mich Fußball, seit ich American Football für mich entdeckt habe, nur noch eher beiläufig interessiert. Manchmal frage ich mich, ob da Männer oder Mimosen (kurz: Mösen) auf dem Platz stehen. Es werden wohl zunehmend immer mehr Mösen (oder auch Pussys), die sich regelmäßig bei sanft-zärtlichen Berührungen des Gegenspielers in Todesangst und mit brachialen Schmerzen; ach guck mal, der kann ja wieder laufen und hüpfen, als wäre nie etwas gewesen.

Vor vielen Jahren, in einer längst vergangenen Zeit, spielte ich sogar auch mal Vereinsfußball. Irgendwann machte es aber in den unteren Kreisligen einfach keinen Spaß mehr. Nur meine Fitness und Kondition hätte ich von damals gerne wieder zurück.

Moment, ich wollte eigentlich über dieses historische deutsche Fußballereignis schreiben, das Geschichte schrieb! Irgendwann ist bekanntlich immer das erste Mal und so nun auch bei der deutschen Nationalmannschaft, die sich als Gruppenletzter aus dem Turnier verabschiedet hat. Und das völlig zurecht.

Wenn ich dieses entscheidende Spiel mit den Footballspielen der Frankfurt Universe gegen die Lions aus Braunschweig vergleiche, dann wäre ich beim Spiel gegen Südkorea beinahe vor Langeweile ins Koma gefallen. Da kam so viel von diesen Spielern, dass ich den Spieler im grünen Trikot mit der Nummer 10 als Prinz Valium bezeichnen möchte.

So oft, wie bei diesem Spiel, habe ich lange nicht mehr gegähnt und mich gefragt, wann diese Qual ein Ende finden würde.

Aber woran lag es? Nun, „Die Mannschaft“ war definitiv keine Mannschaft. Die Herren Gündogan und Özil haben sich ohnehin schon im Vorfeld mit ihrer Aktion, sich mit einer gewissen Person auf eine absurde Art und Weise zu zeigen, davon entfernt. Ich bin mir sicher, dass sich dies auf die gesammelte Truppe ausgewirkt hat und nicht nur auf diese beiden.

Es wäre besser gewesen, diese beiden nicht mitgenommen zu haben. Verstehen konnte ich es nicht; wie so viele andere Menschen. Vermutlich wäre das besser gewesen. Wäre, hätte, könnte… Hallo Fahrradkette!

Bereits vor dem Turnier in den Testspielen konnte man erkennen, dass es sehr viele Defizite gab. Bzw. immer noch gibt. Die Verteidigung war mal das Prunkstück. In den letzten Spielen aber mehr ein Hühnerhaufen als alles andere.

Nur Manuel Neuer war einigermaßen auf der Höhe, was aufgrund seiner langen Auszeit schon sehr positiv war.

Den Rest kann man getrost zusammenfassend benennen:

  • Kein Teamgeist
  • Keine Körpersprache
  • Kein Wille zu gewinnen
  • Zu wenig Einsatz
  • Keine Leidenschaft
  • Keine Lust und
  • Kein Interesse

Bisher war es eigentlich nie von Nöten, dass die deutsche Mannschaft einen supertollen Superstar gebraucht hat. Dafür gab es jeden einzelnen Spieler, der sich für seine Nebenleute den Allerwertesten aufgerissen hat. Aber es gab auch bislang immer eine Führungsfigur. Sei es ein Effenberg, Ballack oder zuletzt Schweinsteiger. So ein Typ fehlt einfach. Boateng könnte es sein, Kroos hätte es sein können. Der Rest? Hatte sich abgemeldet.

Mich hat auch stets die taktische Ausrichtung gewundert. Nun gut, ich kann dem 4-2-3-1 System ohnehin nichts abgewinnen. Ist dieses nicht bereits überholt? 4-3-3 oder 4-5-1 sogar ein klassisches 4-4-2 mit Raute wäre ansprechender. Aber was sage ich da. Ohne Trainerschein und nur die Expertise aus den früheren Fussball Manager Spielen von EA befähigt mich doch überhaupt nicht für solche Aussagen. Was denken die anderen 82 Millionen Bundestrainer darüber?

Doch nicht nur die Formation wirft Fragen auf. Auch über die aufgestellten Spieler konnte man sich im dritten Spiel nur verwundert die Augen reiben. Und Augen sind ein gutes Stichwort. Mit was genau hat der türkische Diktator Herrn Löw bedroht, dass er die Nummer 10 hat durchspielen lassen? Herr Löw hat Vertrauen in Spieler gesetzt, deren Vertrauenswert seit den Vorbereitungsspielen und spätestens seit dem ersten Gruppenspiel gegen Mexiko eher gen Untergeschoss gesunken ist. Junge, frische und hungrige Spieler saßen auf der Bank, während die lustlosen Alibispieler ihren Marktwert um ein Vielfaches reduziert haben.

Einzelkritiken kann ich auch, glaube ich:

Manuel Neuer: Für ihn normale Leistungen, trotz langer Verletzungspause. Bei den Gegentoren von der Abwehr im Stich gelassen. Aussetzer im letzten Gruppenspiel Note: 3

Marc-André ter Stegen: machte eine gute Figur auf dem Trainingsplatz. Note: –

Kevin Trapp: ergänzte ter Stegens Figur. Note: –

Jérôme Boateng: Lange nicht mehr so unsicher gesehen und einen unnötigen Platzverweis abgeholt. Darf er als gesperrter Spieler nicht mit in den Teambereich? (Ich weiß es nicht). Erster Eindruck dadurch: Distanz zur Truppe. Note: 4

Matthias Ginter: Hat ihn jemand spielen sehen? Note: –

Jonas Hector: Man kann ihm nicht viel vorwerfen. Erkrankt, angeschlagen und sicher auch nicht bei 100%. War aber okay. Note: 3

Mats Hummels: Weltklasse sieht anders aus. Sicherheit und Ruhe konnte er kaum ins Spiel bringen. Im dritten Spiel war er für Südkorea ein guter Verteidiger mit seinen Kopfbällen über das Tor. Note: 4

Joshua Kimmich: Gerade im ersten Spiel zu viel vorne zu finden und seine Defensivkollegen unter Druck gebracht. Einer von wenigen, der wollte, aber von anderen Spielern daran gehindert wurde. Note: 3

Marvin Plattenhardt: Hatte nicht schlecht gespielt. Die Herausnahme nicht ganz nachvollziehbar. Von den Kameraden im ersten Spiel häufig ignoriert und das trotz Platz auf seiner Seite. Das Kollektiv zieht seine Bewertung herunter. Note: 3-

Antonio Rüdiger: Auch bei ihm ein roter Faden der Unsicherheit, welcher aber nach und nach verschwand. Zeigte an sich eine solide Leistung bei seinem Einsatz. Note: 3

Niklas Süle: Auch er zeigte bei seinem Einsatz nicht die beste Leistung. Konnte aber einige Konter unterbinden, wenn auch in letzter Not. Note: 3+

Julian Brandt: Der beste Spieler im Mittelfeld. Unbekümmert und frech. Einfallsreich und unbekümmert (ja, er war so unbekümmert, dass es für zwei Mal reicht). Pech bei seinen Abschlüssen. Er hätte einen Startplatz und das Vertrauen des Trainers schon nach dem ersten Spiel verdient gehabt und kam trotzdem nicht über die Einwechslerrolle hinaus. Note: 2

Julian Draxler: Mal gut, mal abgetaucht. Keine konstante Leistung zu sehen. Dennoch einer der besseren in dieser Truppe. Note: 3

Mario Gomez: Kann auch nicht mehr machen, als gezeigt. Wenn die Spieler dahinter ihre Leistung nicht abrufen können oder wollen, dann wird es für einen Stürmer sehr schwer. Die wenigen Abschlüsse waren unplatziert und schwach für seine Verhältnisse. Note: 4

Leon Goretzka: Mit Vertrauen und mehr Einsatzzeit kann er auch mehr abliefern. Note: 4

İlkay Gündoğan: Wirkte verunsichert und traute sich nicht aus sich herauszugehen. Falsche Zurückhaltung und hätte aufgrund der Vorgeschichte nicht mitgenommen werden dürfen. Note: 5

Sami Khedira: Nur sein Name ist noch übriggeblieben. Die Leistung war irgendwo in der Kabine. Kein Auftreten, das einem Weltmeister oder Spieler seiner (angeblichen) Klasse würdig ist. Note: 5

Toni Kroos: Redet viel und beschönigt die Missstände. Bereitete zwei Gegentore vor. Wunderschönes Freistoßtor und etwas Engagement im dritten Spiel. Vier Champions League Titel sieht man ihm nicht an. Ein Spieler seiner Klasse sollte präsenter auf dem Feld sein. Note: 4-

Thomas Müller: Diese WM war nicht sein Tag. Glücklos und Pech hing an seinen Schuhen. Aber auch ansonsten sah man sein Spiel, das die Gegner verwirrt, so gar nicht. Dafür zeigte er Emotionen und damit war er einer der wenigsten Spieler in dieser Truppe. Note: 4-

Mesut Özil: Der lustloseste und unmotivierteste Spieler von allen. Keine Leistung, keine Körpersprache. Er hätte nicht zur WM mitgenommen werden dürfen nach der Vorgeschichte. Ob er das Trikot mit Stolz getragen hat, wage ich zu bezweifeln. Meine Empfehlung: Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft. Note: 6

Marco Reus: Sehr auffällig und wurde mit einem Tor belohnt. Leider auch für ihn zu wenig. Auch seine Leistung wurde zum Ende hin schwächer. Dennoch jemand, der Lust auf mehr hatte. Leider mit den falschen Mitspielern. Note: 3

Sebastian Rudy: Er hatte Bock und zwar so richtig. Dass er mit einem Nasenbeinbruch nicht mehr weiterspielen konnte und auch keinen weiteren Einsatz hatte, ist sehr schade. Er wollte, er zeigte sich und lieferte. Zwar ist seine Einsatzzeit nur sehr kurz gewesen, aber die Bewertung fällt für ihn positiv aus. Note: 2

Timo Werner: Seine beste Leistung zeigte er im zweiten Spiel. Warum es ihm der Trainer mit der Aufstellung schwermacht, ist nicht nachzuvollziehen. Aber auch seine Abschlüsse waren eher glücklos. Für einen Angreifer insgesamt aber zu wenig. Positiv für ihn, dass er daraus seine Erfahrung ziehen und besser werden kann. Note: 4

 

Ob ich mit alledem richtig liege oder daneben, das weiß ich nicht. Ich bin das subjektiv angegangen – hoffe ich zumindest. Wie dem auch sei, es ist nur Fußball und auch das wird weitergehen. Immerhin waren die Deutschen dabei. Das ist mehr als die Niederländer und Italiener in diesem Jahr von sich behaupten können. Nun können wir uns mit unseren Leidensgenossen zusammentun und ein paar gemeinsame Runden auf der Konsole spielen.