Poets of the Fall – Batschkapp Frankfurt – 24.10.2018

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Wenn das Greifen nach dem letzten Strohhalm funktioniert. Bericht zum Spiel der Marburg Mercenaries gegen die Stuttgart Scorpions vom 26.08.2018

Nach dem tollen Erlebnis am Samstag in Solingen ging es für Marc und mich weiter nach Marburg. Sonnenschein und bestes Footballwetter erwarteten uns nach der gut 2,5 stündigen Anreise.

Oft und gerne sind wir in Marburg, denn die Stadt, die Umgebung, die Mannschaft und eigentlich alles ist dort sehr sympathisch. Der Spielort hat eine sehr angenehme Tribüne, der für die Verhältnisse einer Erstligamannschaft in einer Randsportart sehr passend ist. Ich persönlich hoffe, dass die Sportart über die Jahre ihr Nischen Dasein etwas verlieren und noch mehr Zuschauer anlocken wird.

Bilder: Marburg Mercenaries – Stuttgart Scorpions 26.08.2018

Bilder: Marburg Mascots Cheerleader 26.08.2018

Auch Christian war schon dort und so verging sich die Zeit bis zum Einlauf beider Mannschaften recht schnell. Die Gäste aus Stuttgart schienen dabei hochmotiviert und stellten sich, wahrscheinlich eher der Motivation geschuldet als gewollt, viel zu nah an der Mitte auf, als sie es sollten. Oder wollten sie sich doch einmal in groß und nah zeigen? Selbst wir Fotografen, die schon wussten, wie die Mercenaries einlaufen und wo sie sich aufstellen würden, hatten ein wenig Platznot.

MMStSc26082018-6Zwischendurch haben noch die Cheerleader eine kleine Aufführung gezeigt, aber nur vor der Tribüne, ehe es zum Einlauf der Mercenaries kam. Mittlerweile haben die Stuttgarter dann doch etwas mehr Platz gelassen und so konnte der Einlauf der Marburger problemlos funktionieren. Für einen kurzen Moment dachte ich, dass mich Stefan Conrad (Marburgs 78) einfach mal dezent umrennen würde. Doch er sprang dann doch noch zur Seite. Auch wenn ich in dieser Situation ein wenig das Verlangen hatte, selbst zur Seite zu gehen, wurde mir schon vor Monaten gesagt: einfach stehenbleiben. Nicht bewegen, die Spieler sehen Dich und werden schon an Dir vorbeilaufen.

Nachdem ich also das Einlaufen beider Mannschaften verletzungsfrei überlebt hatte, ging es an den angestammten Platz, die Sideline, um von Dort das Spiel zu beobachten und zu fotografieren.

Die Voraussetzungen für dieses Spiel waren klar: Marburg brauchte den Sieg um im Playoff Rennen weiter ein Wörtchen mit zu reden während die Stuttgarter nach dem letzten Strohhalm greifen wollten um nicht in die Abstiegsrelegation zu müssen.

Das Spiel begann dann aber für die Hausherren mit großen Schwierigkeiten. In der Offensive wollte nicht viel zusammenlaufen. Pässe kamen nicht an und auch Raumgewinne im Laufspiel waren Mangelware. Auch die Defensive, die noch immer seit dem Spiel gegen Frankfurt auf wichtige Spieler verzichten musste, hatte Müh und Not die Angriffs Bemühungen der Gäste aufzuhalten. In der Konsequenz überraschte es nicht, dass die Gäste mit 0:7 in Front gehen konnten. Das aber tatsächlich erst mit Beginn des zweiten Viertels.

Mit dem nächsten eigenen Drive der Marburger, der relativ lange dauerte, konnte aber der Ausgleich erzielt werden. Die Freude darüber hielt nicht sehr lange, denn gegen das Passspiel hatte die Verteidigung Marburgs nicht gut ausgesehen. Es fehlte insbesondere der Körperkontakt zum gegnerischen Receiver. Fast wirkte es so, als wollte keiner einen Tackle ansetzen. So war es ein schöner Pass, der die erneute Führung der Gäste einbrachte. Doch den Extrapunkt, den haben sie genial ausgespielt. Der Holder bekommt den Ball und wirft ihn mit einer leichten Handbewegung einem Spieler zu, der fast ungehindert in die Endzone spazieren konnte. Das war sehr unerwartet und brachte den gewünschten Erfolg mit zwei weiteren Punkten zum 7:15.MMStSc26082018-30

MMStSc26082018-33Nun mussten sich die Marburger schon etwas einfallen lassen und eine Idee hatten sie mit dem Namen Hendrik Schwarz #82. Seines Zeichens Wide Receiver. Ein Pass auf ihn und ein sehr großer Raumgewinn war das Ergebnis. Ein weiterer Pass auf ihn und schon hieß es Touchdown. Er weiß, wie man Bälle vernünftig fängt und Silas Nacita weiß, wie man in die Endzone läuft. Somit kam auch Marburg zu acht Punkten und dem Ausgleich zum 15:15.

Eigentlich ein gutes Ergebnis, mit dem man in die Halbzeitpause hätte gehen können, doch die Gäste nutzten die wenig verbleibende Zeit, kamen Yard um Yard nach vorne und verwandelten ein Field Goal aus 44 Yards Entfernung. 15:18 war dann der Halbzeitstand.

Ach ja, die Stimmgabeln waren mal kerzengerade. Ein interessant ungewohntes Bild irgendwie. Abgesehen davon bestätigte sich zu diesem Zeitpunkt bereits, dass Spiele in Marburg immer spannend sind. Ich erinnere mich nur an das Spiel gegen München.

Die zweite Halbzeit begann für Marburg sehr positiv, denn zum ersten Mal konnten sie in Führung gehen. Erneut war es Hendrik Schwarz, der in der Endzone sträflich vergessen wurde und den Ball zur erstmaligen Führung festhielt.

Immer wieder schaute ich auch bei den Cheerleadern vorbei, die für Unterhaltung sorgten und schicke Hebefiguren zeigten. Ihnen kann man jedenfalls nicht den Vorwurf machen, nicht für die nötige Unterstützung zu sorgen. Leider waren sie manchmal tatsächlich die lautesten, denn häufig folgten die Zuschauer und Fans den Anfeuerungen nur sehr sporadisch.MarburgMascots260818-26

In der Folge lief beinahe gar nichts mehr für Marburg auf dem Feld zusammen. Noch im dritten Viertel stellten die Gäste ihre Führung wieder her und konnten auch das letzte Viertel einigermaßen dominieren und mit einem weiteren Touchdown und einem Field Goal auf 22:35 erhöhen. Dass sich die gezeigte schwache Defensivleistung nun auch ganz auf die Mannschaft auswirkte, zeigten die verbalen Reibereien, die es in der Marburger Teamzone gab. Unzufriedenheit machte sich vier Minuten vor Spielende breit.MMStSc26082018-45

Aber manchmal braucht es genau solche Dinge, um diese angestaute Wut und Energie erfolgreich auf das Feld zu bringen. Ein gefangener Pass und ein wunderbarer langer Lauf über das halbe Spielfeld von Andrecus Lindley #5 und da stand es nur noch 29:35. Bei noch knapp drei Minuten bis zum Ende war schon halbwegs klar, was passieren würde, und der On-Side-Kick erfolgte auch und wurde, nachdem der Ball ein leichtes Eigenleben entwickelte, von den Marburgern gesichert. Das wurde natürlich bejubelt. Für einen Moment fragte ich mich, wie man in Solingen auf diese Spielsituation reagiert hätte. Vermutlich würde das Stadion aufgrund der Stimmung einsturzgefährdet.

Marburg hatte also den Ball und musste nur noch die Uhr vernünftig managen und am Ende punkten. Nun, die Punkte wurden gemacht und die Führung übernommen. 36:35. Aber wenn man weiß, dass die eigene Defensive nicht gerade einen Sahnetag hat, dann sollte die restliche Spielzeit nicht noch rund zwei Minuten betragen.MMStSc26082018-54

Die Stuttgarter, die nun nochmal den Ball bekamen, mussten also gar nicht mehr so weit nach vorne, denn ein Field Goal hätte schon zum Sieg gereicht. Und so rächte sich das Missmanagement der Uhr für die Marburger mit einem weiteren Touchdown der Gäste, bei dem die Passverteidigung wieder nicht besonders gut aussah.MMStSc26082018-56

Den letzten Angriff des Spiels konnten die Mercenaries nicht mehr erfolgreich gestalten und mussten sich den Gästen aus Stuttgart geschlagen geben. Diese feierten das Festhalten des letzten Strohhalms so, als hätten sie den German Bowl gewonnen. Aber wer kann es ihnen verübeln?

Es wird schwer für Marburg in den letzten beiden verbleibenden spielen noch die Kurve zu kriegen und sich die Teilnahme an den Playoffs zu sichern. Zunächst kommt der schwerste Brocken der Liga nach Marburg, die Unicorns aus Schwäbisch Hall. Anschließend geht es noch nach Ingolstadt, die unter Umständen an diesem Tag noch eine theoretische Chance auf die Playoffs haben. Dies aber nur, wenn Marburg das Spiel gegen Hall und München seine beiden letzten Spiele gegen die Allgäu Comets und die Stuttgart Scorpions verliert.

Es könnte also einen sehr interessanten Showdown am letzten Spieltag um den letzten Playoff Platz geben.

Football in der Einflugschneise in der Landesliga Hessen mit Gästen, denen man Respekt erweisen muss. Bericht zum Spiel der Rüsselsheim Crusaders gegen die Gießen Golden Dragons 2 vom 14.07.2018

Da brauchte es also erst Football, damit ich mal in die Opel-Stadt komme. Immerhin ein sehr lohnenswerter Grund, würde ich mal sagen, denn die Crusaders aus Rüsselsheim wollen aufsteigen, zumindest, wenn man die bisherigen Ergebnisse der Saison so sieht.

Aber zunächst hieß es erstmal das Stadion finden. Schwierig war dies aber nicht, denn gleich mehrere Buslinien fahren zur Haltestelle „Schillerstraße“, die praktisch nur einen Steinwurf vom Stadion am Sommerdamm entfernt liegt. Kurz Google Maps angeschmissen, damit ich mich nicht verlaufe und nur wenige Momente später war ich auch da.

Zu den Bildern des Spiels

Zu den Bildern vom Umfeld, Aufwärmen und Flugzeugen

Freundlich begrüßt wurde ich von Herrn Belger, der mich auch direkt einwies. So konnte ich eine gute Stunde vor Spielbeginn die Umgebung auf mich wirken lassen, denn diese ist für Football wirklich gut. Eine schicke überdachte Tribüne, einige Stehplätze auf der Haupt- und Gegenseite. Das kann sich sehen lassen.

Und wie fast überall in der Gegend um Frankfurt finde ich die üblichen Verdächtigen, die zu Footballspielen kommen, nicht wahr Steffi, Olli, Franky und Michael? Sie hatten es während des Spiels wirklich gut, denn auf der Tribüne saßen sie im Schatten, den ich auch gerne auf dem Spielfeld gehabt hätte.

Während des Aufwärmens beider Mannschaften fiel auf, dass recht wenige Spieler aus Gießen da waren. Wenn ich mich im Laufe des Spiels nicht verzählt hatte, waren es ganze 18 Mann. Nicht gerade beneidenswert bei diesen Temperaturen, wenn man bedenkt, dass einige von ihnen gewiss fast permanent auf dem Feld stehen mussten. Bei den Hausherren sah die Lage anders aus: eine gefühlte Hundertschaft war bereit für das letzte Heimspiel in dieser Saison.

RCGGDAUF-6Für das leibliche Wohl war gesorgt und es gab auch einen Stand von 1A-Football. Passendes Schuhwerk, Fanartikel und alles, was man so als Footballer oder eben als Fan benötigt, gab es dort. Aber auch einen kleinen Fanartikelstand der Crusaders gab es. Zwar nur mit T-Shirts in der Teamfarbe, aber immerhin. Und damit den Kleinen nicht langweilig wird, konnten sie sich bemalen lassen. Kinderschminken heißt das. Oder heißt dies, dass Kinder andere Menschen schminken? Ich bin mir da nicht sicher. Jedenfalls hatte es etwas von einer familiären Grillfeier, bei der ein freundlicher Umgang miteinander gegeben war. So wünscht man sich das.

Langsam wurde es dann Zeit für die Mannschaften. Leider musste man an diesem Tag auf Cheerleader verzichten, da viele aufgrund der Sommerferien nicht vor Ort sein konnten. Irgendwie war ich recht einsam auf dem Feld beim Einlauf der Crusaders. Sonst sind meistens ein paar Fotografen mehr da. Aber okay, Hauptsache nicht umgerannt werden von den Herren, die mit Tempo aus der Mitte der Tribüne angerannt kamen. Das hatte schon mal geklappt, den Einlauf schadlos überstanden. Mir ist übrigens nach Auswertung der Bilder aufgefallen, dass manch ein Spieler verwundert schaute, während andere mit der Sonne um die Wette strahlten. Das hatte schon etwas Sympathisches, muss ich sagen.

Kurz noch das Gruppenbild mit den Schiedsrichtern gemacht und dann konnte es auch schon losgehen.RCGGD2-11

Die heimischen Crusaders schienen von Beginn an hoch motiviert zu sein, denn den ersten Drive (also den kompletten Angriffsversuch) konnten sie mit einem Laufspiel zum ersten Touchdown verwandeln. Der Extrapunkt ging dann aber rechts an der Stimmgabel vorbei, sodass es für längere Zeit 6:0 stehen sollte. Die Gießener versuchten ihr Bestes, kamen aber nicht weit, während die Crusaders ihrerseits schon von Beginn an ihre Kadertiefe zu nutzen schienen. Viele Wechsel und das Angriffsspiel funktionierte soweit auch recht gut. Aber die Gäste konnten sich gegen weitere Punkte stemmen.RCGGD2-17

Ein möglicher weiterer Touchdown wurde aber nicht gegeben, da der Rüsselsheimer Spieler wohl schon im Aus gewesen sein sollte. Diese Szene passierte auf der Seite der Rüsselsheimer, die von dieser Entscheidung nicht gerade begeistert schienen. Dennoch gelang ihnen wenige Momente später der zweite Touchdown per Quarterback Sneak, denn es galt nur noch 1 Yard zu überwinden. Und dieses Mal saß der Extrapunkt zum 13:0. Das geschah schon Mitte des zweiten Viertels.

Die Stimmung auf der Tribüne war unterdessen sehr gut und immer wieder hörte ich den Michael laut lachen (ja, das muss mal gesagt sein). Die Truppe hatte Spaß. Aber auch viele Fans unterstützten die Mannschaft, insbesondere, wenn die Defense auf dem Platz stand. Aber kurz vor Ende des zweiten Viertels half diese Unterstützung nicht, als ein guter Pass einen freien Receiver fand, der bis in die Endzone zu den ersten Punkten für die Gäste durchlaufen konnte. Doch den Extrapunkt konnten sie nicht verwandeln. Er war etwas zu tief angesetzt und konnte geblockt werden. 13:6 stand es und das war auch der Halbzeitstand.RCGGD2-47

Während der Pause fragte ich mich, wie lange die Gießener mit ihrem kleinen Kader dem Druck der Hausherren standhalten würden. Denn mit nur 18 Mann ist dies keine leichte Aufgabe auf ein ganzes Spiel gesehen.

Das Spiel ging weiter und die Gießener schafften es im dritten Viertel tatsächlich sehr gut zu verteidigen. Es gab in diesem Viertel keinen einzigen Punkt. Aber bei den Gästen bemerkte man schon einige Konzentrationsschwächen. Viel zu oft fielen sie auf die die Kommandos des gegnerischen Quarterbacks herein und produzierten Frühstarts.

RCGGD2-41Doch im letzten Viertel konnten die Rüsselsheimer ihre numerische Überlegenheit auch in Punkte umsetzen. Ganze 19 Punkte in Folge konnten sie erzielen, während man den Gießenern anmerkte, dass ihnen die Kraft ausging. Kurz vor Ende hieß es also 32:6 für die Crusaders. Das Spiel war damit entschieden. Aber die Gäste zeigten Moral und konnten trotzdem noch einmal zu Punkten kommen und änderten den Spielstand auf 32:12. Extrapunkte gab es nicht mehr. Dafür eine verbale Auseinandersetzung zwischen einigen Spielern, die beinahe in einer Schlägerei endete. Aber eben nur beinahe. Es blieb gesittet und die letzten Sekunden liefen herunter.RCGGD2-71

Die Gäste haben meinen Respekt, denn mit dem kleinen Kader anzutreten, war gewiss keine leichte Übung. Man hätte das Spiel auch absagen können, aber das wurde nicht gemacht. Ich finde dies wirklich löblich, auch wenn man sicherlich mit einer Niederlage rechnen musste.RCGGD2-57

Die Rüsselsheimer hingegen bleiben also ungeschlagen und haben noch zwei Spiele vor sich, um Platz 1 zu festigen. Das wichtigere Spiel dabei ist am kommenden Samstag bei den Fulda Saints. Der direkte Konkurrent um Platz 1, den man im Hinspiel mit 17 zu 7 schlagen konnte. Bei einem eigenen Sieg ist alles klar, bei einer Niederlage könnte die Punktedifferenz eine wichtige Rolle spielen.

Leider musste ich nach dem Spiel relativ zügig gehen, damit ich meine Bahnverbindung noch erreichen konnte. Aber wenn es mit dem Aufstieg klappt, dann könnte es passieren, dass ich die Crusaders auf diesem oder einem anderen Weg wiedersehen werde.

Viele Flaggen und ein schwieriges Spiel in Darmstadt bei dem die Cheerleader für die nötige Unterhaltung sorgten. Bericht zum Spiel der Darmstadt Diamonds gegen die Mainz Golden Eagles vom 08.07.2018

Dieser sonnige Tag hätte so schön beginnen können, hat er aber nicht. Das lag daran, dass ich aus dem Frankfurter Stadtteil Fechenheim einfach nicht rauskam. Die Öffentlichen fuhren für eine gewisse Zeit einfach nicht; nicht mal teilweise und dabei hat das Internet eigentlich etwas Anderes gesagt. Sehr ärgerlich. Und woran lag das? Größtenteils lag es wohl an dem Event, der an diesem Tag stattfand. Es war der Ironman Frankfurt. Ein gewisser anderer Teil lag am hiesigen RMV, dessen Informationspolitik zu den Fahrplänen alles andere als gut funktionierte. Also hieß es laufen und am Ende den Zug verpassen, den ich nehmen wollte. Aber gut, ich hatte Zeit und konnte mir die halbe Stunde des zusätzlichen Wartens auf die nächste Bahn erlauben. Am Ende waren es dann zwei Umstiege mehr und eine gute Stunde später, als ich eigentlich da sein wollte, aber immer noch rechtzeitig vor dem Spiel.

Zu den Bildern des Spiels

Zu den Bildern der Cheerleader

Dort angekommen war ich also zum zweiten Mal bei den Diamonds, aber zum ersten Mal auf dem Spielfeld der TSG 1846. Bei meinem ersten Besuch fand das Spiel im Bürgerpark Nord statt. Dieser Spielort, also der Bürgerpark, gefällt mir persönlich besser, da sich dort zumindest eine schicke größere Tribüne befindet. Aber die Zuschauer fanden auch bei diesem Sportplatz genügend Sitzmöglichkeiten; und wenn diese selbst mitgebracht wurden.

Die gute Stunde bis zum Spielbeginn verbrachte ich insbesondere mit einer Unterhaltung mit Christian Roth (https://american-sports.info/). Sein Spitzname, zumindest jener, den er von mir bekommen hat, ist „Football Daddy“. Ich sage mal nicht weswegen, da dürfen die Leser gerne spekulieren. Er erzählte mir voller Begeisterung, wie gut und lecker der Burger bei den Diamonds schmeckte. Bei der Berichterstattung über das leckere Essen streichelte er seinen Bauch und meinte, dass er durchaus noch einen essen könnte, aber dies wohl des Guten zu viel sei.

Burger Diamonds
Copyrights by Christian Roth

Auf dem Nebenplatz fand ein Fußballspiel statt und auf dem Hauptfeld machten sich beide Mannschaften warm.  Die Zeit verflog und auch für uns ging es langsam mit Kameras bewaffnet auf das Feld. Dabei bat uns der Mainzer Trainer doch bitte nur Bilder der „handsome guys“ zu machen. Ja okay, zur Not haben wir auch noch Möglichkeiten in der Bildbearbeitung aber letztlich tragen die Spieler Helme und da sollte das doch kein Problem werden. Auch die Schiedsrichter waren kontaktfreudig und meinten, dass sie gerne im Hintergrund des Spielgeschehens sein wollten. Das klappte in diesem Spiel dann nicht so sehr. Jedenfalls liefen die Spieler der Darmstadt Diamonds nun ein und nur wenige Momente später konnte das Spiel dann auch beginnen.

Irgendetwas lag bei diesem Spiel in der Luft. Ich kann nicht genau sagen, was es eigentlich war und ob es aus dem Hinspiel kam, oder andere Gründe hatte. Jedenfalls hatte es durchaus einen Derbycharakter, denn von Beginn an schenkten sich beide Mannschaften nichts und zeigten auch eine recht stark körperbetonte Partie. Zurückstecken gab es nicht und so kam es immer wieder zu versteckten Fouls, etwas späten Tackles und auch mündlichen Auseinandersetzungen. Dadurch hatte das Spiel selten einen Fluss und war von Unterbrechungen geprägt.

DDMGE08072018-12Beide Mannschaften favorisierten an diesem Tag das Laufspiel und waren dem Anschein nach auch auf dieses eingestellt. Meistens neutralisierten sie sich dabei aber es gab immer wieder die Momente, in denen der Läufer auch durchbrechen und Yards gutmachen konnte. Es gab daher im ersten Viertel nur einen erlaufenen Touchdown, dem ein Extrapunkt folgte und somit die 7:0 Führung für die Diamanten auf die Anzeigetafel brachte. In Sachen Punkte war es auch schon alles, was die erste Halbzeit zu bieten hatte. Dafür gab es aber im zweiten Viertel einen Moment, bei dem sich viele Spieler auf einem Haufen befanden und sich dieser in einem Tumult auflöste. Dabei flogen insgesamt fünf Flaggen auf das Spielfeld und ich wusste nicht wirklich warum. Es dauerte seine Zeit bis die Schiedsrichter diese Situation auflösten. Was sie gesehen hatten, war das zweifache unsportliche Verhalten eines Darmstädter Spielers, der in Folge dessen „ejected“, also vom Spiel ausgeschlossen, wurde.DDMGE08072018-31

Dieser verließ wild gestikulierend und fluchend das Spielfeld. Ein gewisses F-Wort wurde dabei am häufigsten benutzt. Nun, in diesem Moment dachte ich mir nichts dabei und machte von ihm währenddessen ein paar Bilder. Hiervon war er genauso begeistert, wie von seiner Herausstellung und setzte mich ebenfalls auf seine F-Liste. Das F steht in dem Fall gewiss nicht für „Freundes“. Verübeln kann ich ihm dies jedenfalls nicht, er war schließlich gerade in höchster Rage, vergleichbar mit dem bekannten HB Männchen nur ohne gänzlich abzuheben. Einige Momente später hat er mich dann noch lächelnd veralbert. Quitt würde ich sagen.

Bis zur Halbzeitpause passierte auf dem Feld, außer weiteren kleinen Unterbrechungen, nicht besonders viel. Dafür waren die hübschen Cheerleader Darmstadts immer wieder dabei die Zuschauer zu unterhalten. Bei den ganzen Unterbrechungen eine willkommene Abwechslung, nicht nur für das Auge. Das mündete in einer schönen Halbzeitdarbietung der Mädels, in welcher man sehen konnte, dass sie ein gut eingespieltes Team sind, sehr synchron zusammenarbeiten und Spaß am Tanzen haben.DDCheers-44

So ließ sich das schwierige Spiel, aufgrund der vielen Unterbrechungen durchaus noch ertragen. Das Ergebnis davon war sogar, dass ich an diesem Tag so viele Bilder, wie noch nie, bei einem Footballspiel von den Cheerleadern gemacht habe. Bei der Auswahl im Nachhinein fiel es mir wirklich schwer, Bilder auszusortieren.

Die Bilder der Darmstadt Diamonds Cheerleader gbt es hier

Die Halbzeitpause war dann auch mal vorbei und weiter ging das Spiel. Selbstverständlich mit weiteren Unterbrechungen und Flaggen, die überwiegend gegen Darmstadt geworfen wurden und Strafen nach sich zogen. Bezeichnend hierbei waren zwei Flaggen, die gegen die Teamzone bzw. den Trainer Darmstadts gingen. Völlig unnötig, genau wie die Strafe wegen Spielverzögerung, die nur deswegen zustande kam, weil der vom Spiel ausgeschlossene Spieler Darmstadts noch am Spielfeldrand zu finden war und sich sehr viel Zeit beim Verlassen selbiges ließ.

Zwischendurch wurde dann aber doch nochmal gespielt und auch wenn es sich die Darmstädter durch die Strafen selbst schwermachten, zogen sie mit einem weiteren Touchdown auf 14:0 davon. Doch die Mainzer zeigten Moral und erarbeiteten sich noch im dritten Viertel die ersten sechs Punkte. Der mögliche Extrapunkt wurde jedoch geblockt und wäre da nicht eine Flagge gewesen, hätten die Darmstädter ihrerseits zwei weitere Punkte durch das Zurücktragen des Balls bis in die gegnerische Endzone erbeuten können.DDMGE08072018-51

Im letzten Viertel wurde es dann auch bei den Punkten turbulenter. Spannung war weniger wegen des Spiels an sich vorhanden, sondern vielmehr ob des Ergebnisses, das die Mainzer weiterhin knapp gestalten konnten. Sie waren nämlich mit einem weiteren Touchdown nahe am Ausgleich, doch die benötigte 2 Point Conversion gelang nicht, weshalb sie mit 12:14 zurücklagen. Aber die Darmstädter wollten nun den Sieg nach Hause fahren und zeigten, dass sie nicht nur bei den Strafen große Sprünge (wenn auch in die falsche Richtung) machen konnten, sondern auch dann für Punkte sorgen konnten, wenn es nötig war. Und genau das passierte. Ein weiterer Touchdown mit Extrapunkt kam auf die Anzeigetafel und da stand es 21:12. Nun wurde es für die Mainzer wieder schwer, aber ein verlorener Ball brachte sie zurück ins Spiel und erneut konnten sie verkürzen. Wieder aber nur mit den sechs Punkten für den Touchdown zum 21 zu 18.DDMGE08072018-54

Die Diamonds ließen es nun vorsichtiger angehen und ließen gegen Ende auch die Uhr gut herunterlaufen, wenngleich die Gäste ihre Auszeiten gut nutzten, um genau das zu verhindern. Letztlich konnten sie sich aber einem weiteren Touchdown zum 28:18 nicht mehr entgegenstellen. Mit diesem Spielstand endete es auch und belässt die Darmstädter weiterhin ungeschlagen in der Regionalliga Mitte.

Ich kann nun behaupten, dass ich alle fünf Teams dieser Liga mindestens einmal gesehen habe, was aufgrund der Teilnehmeranzahl auch nicht besonders schwierig war. Ob es ein weiteres Spiel in Darmstadt geben wird, hängt davon ab, ob Darmstadt erster bleibt und wie die möglichen Aufstiegsspiele für die GFL 2 aussehen werden. Hierzu gibt es leider noch keine weiteren Informationen.

Sollten die Darmstädter also erster bleiben, und davon gehe ich aus, dann sollten sie unbedingt noch daran arbeiten, dass die Anzahl der Strafen gegen sie weniger wird. In entscheidenden Spielen, wenn es um den Aufstieg geht, könnte ihnen genau dieser Punkt das Genick brechen.

Zumal man sich in Darmstadt bewusst sein sollte, dass in der kommenden Saison, egal wie die Regionalliga Mitte aufgestellt sein wird, eine Mannschaft dazubekommt, die nur einen Zwischenhalt in dieser Liga einlegen will. Damit sind die Sentinels aus Bad Homburg gemeint, die in der vierten Liga alles überrollt haben und vermutlich damit weitermachen wollen.

Ich würde mich jedenfalls noch über ein weiteres Spiel in Darmstadt in dieser Saison freuen. Nicht nur wegen der tollen Cheerleader.DDCheers-33

Konzertbericht zu Otis vom 09.03.2018 aus dem Nachtleben Frankfurt. Der Geheimtipp in Sachen Southern Rock und Blues Rock, der eigentlich nicht so geheim sein sollte

Es war schon ein befremdlicher Freitagabend im Frankfurter Nachtleben. Gerade einmal 11 (das ist kein Tippfehler) Gäste fanden sich ein, um die Band aus Kentucky zu sehen und zu hören. Wie kann so etwas sein, so etwas passieren? Liegt es an der Band, oder der Promotion oder an ganz was Anderem? Es sind vermutlich viele Gründe, die hier zusammenspielen, und leider so ein Ergebnis geliefert haben.

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Bevor ich zum Konzertabend komme, möchte ich meine eigene Erfahrung schildern, denn es ist vielleicht nicht unwichtig, das Ganze im Zusammenhang zu sehen.

Vor einigen Wochen sah ich in den Terminen der Batschkapp, dass am 09. März 2018 eine Band mit dem Namen „Otis“ auftreten wird. Aber viel mehr als ein Bild gab es nicht an Informationen. Das ist schon unvorteilhaft. Also suchte ich nach weiteren Informationen und wurde auf die Schnelle nicht direkt fündig. Auch bei unserem größten Ticketanbieter gab es nur die Informationen über Ort, Datum und Zeit. Keine Bilder, keine Informationen, was die Band spielt. Okay dann mal YouTube. Aber auch hier ist es nicht so einfach, wenn man nur mit dem Begriff „Otis“ sucht. Aber man kann fündig werden und es gibt sogar ein offizielles Video:

Und wenn man weitersucht, findet man sogar noch eines:

Diese Verlinkungen zu Videos fanden sich aber in keiner der Veranstaltungen, nicht nur nicht bei der in Frankfurt. Wenn schon mit Informationen gegeizt wird, hätten sich wenigstens diese Verlinkungen angeboten, damit dem potentiellen Besucher ein Eindruck vermittelt werden kann.

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Ferner fand ich über eine Suchmaschine dann die Website der Band, welche aber auch nicht mit dem Begriff „Otis“ zu finden war, sondern erst mit dem Zusatz „Otis Band“. Dort gibt es dann endlich die ersehnten schriftlichen Informationen, wenn auch auf Englisch und weiterführende Links zu sozialen Netzwerken wie Facebook etc. (Linkliste am Ende des Beitrags)

Ich bin mir nicht im Klaren darüber, wo man hier das größte Versäumnis suchen und finden kann, denn so schwer ist es eigentlich gar nicht, diese Informationen bereit zu stellen.

Sei es die Promotion, das Management oder die Band selbst, wobei sich die Band im hiesigen Frankfurt bereits am Nachmittag in einem großen Laden für Musikequipment präsentierte und darüber noch ein oder zwei Gäste für das abendliche Konzert anlocken konnten.

Otis09032018 (51 von 58)Nun gut, sei es drum, das Vergangene kann man nicht rückgängig aber für die Zukunft besser machen, das steht fest. Ich war nun also tatsächlich der erste Gast des Abends im Kellerclub und war erschrocken über diese Tatsache. Da ich aber schon die musikalische Richtung kannte, und auch diese Art der Musik gut finde, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, direkt eine CD zu kaufen, die anschließend von den Bandmitgliedern auch signiert wurde.

Aber nicht nur das, ich wurde von allen Vier begrüßt und mir wurde gedankt, dass ich gekommen war. Eine persönliche Begrüßung, wow, aber in Anbetracht der Situation verständlich.

Mir bot sich die Möglichkeit mit der Band zu sprechen und wir sprachen auch darüber, dass es wirklich schwierig war an Informationen zu kommen. Also im Vergleich zu anderen Konzerten etc. zu denen es direkt auf der Eventseite usw. Informationen zur Band und deren Musik gibt. Sie entschuldigten sich dafür und waren ob dessen auch selbst sehr unzufrieden. Das kann ich durchaus verstehen.

Otis09032018 (20 von 58)Wir sprachen noch über die Musik, die sie spielen, welchen Einflüssen sie sich bedienen und dass es am Ende eine Mischung aus Southern und Blues Rock ist, die mal mehr in die eine, mal mehr in die andere Richtung tendiert. Sie wirkten auf mich sehr sympathisch und machten einen aufgeschlossenen und freundlichen Eindruck.

So wurde es langsam 20 Uhr und insgesamt fanden sich immerhin 11 Gäste zum Auftritt von Otis. Es waren also mit band und Personal 20 Menschen im Nachtleben, welches bekanntlich auch gut 250 Menschen, mit Personal und Band auch mehr als das, aufnehmen kann.

Die Band legte los und das mit voller Energie. Es begann schön rockig im Stil der Südstaaten, also Southern Rock. Zuerst etwas ruhiger und im Anschluss mit mehr Pepp. Diese Mischung aus zwei Gitarren, die den typischen Klang und das Flair des Southern Rock übertragen war da und gesanglich war es absolut passend.

Otis09032018 (26 von 58)Genauso wird auch der Blues Rock interpretiert. Kraftvoll, mit Energie und dem energischen Gesang mit lauteren und leiseren Parts, die vom Sänger Boone Froggett beherrscht werden. Auch seien Stimmlage passt sehr gut in den Stil des Southern und des Blues Rock.

Hinzu kommen immer wieder längere instrumentale Parts in den Songs vor, die insbesondere durch längere und wirklich schön melodische Parts bestechen. Untermalt werden diese immer wieder durch den kräftigen Bass, der sich insbesondere beim Blues bemerkbar macht und dem Ganzen einen raueren Unterton verschafft.

Es sind wirklich eingängige Melodien und Songs, die die Band spielt und diese laden auch gerne mal dazu ein, dass man die Augen schließt und sich dem Flair des Blues hingibt und ins Träumen verfällt. So ging es mir jedenfalls sehr häufig. Aber ich konnte auch sehen, dass andere Gäste gelegentlich ihre Augen schlossen und sich von der Musik tragen ließen.

Otis09032018 (37 von 58)Wer jetzt glaubt, dass die Stimmung zum Einschlafen gewesen wäre, der irrt. Auch wenn es nur 11 Gäste waren, so zeigten sie sich, vielleicht auch bedingt durch die geringere Anzahl an Besuchern, durchaus lautstark und honorierten die wunderschön melodisch gespielten Songs mit langem Applaus und Jubel.

Apropos Jubel: den gab es auch für den Drummer, als er ein flottes Solo aufs Parkett legte, das sich durchaus hören lassen konnte und durchaus zum Southern und Blues Rock passte.

 

Zwischendurch Steve Jewell Jr. Was er auf Deutsch sagen kann. Relativ wenig, aber darunter waren „Dankeschon“, „Ich liebe Dich“ und ganz wichtig „Schnitzel“. Das brachte nicht nur ihn selbst zum Lachen, sondern auch die Gäste und auch der Rest der Band konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Otis09032018 (12 von 58)Die Mitglieder der Band haben jedenfalls Spaß an der Musik und haben sich auch nicht durch die geringe Besucheranzahl unterkriegen lassen. Sie haben definitiv nicht einfach nur ihr Programm runtergespielt, sondern wirklich großen Einsatz gezeigt. Das machte sie für mich noch sympathischer als ohnehin schon und so verging die Zeit durchaus schneller als erwartet. Sie spielten viele Songs, mal mehr Southern und mal mehr Blues Rock, aber schön zusammenpassend. Es gab auch ein Van Halen Cover. Nach ungefähr 75 Minuten war dann auch schon Schluss.

Nein, nicht wirklich. Nun kommt das absolute Highlight, womit sich die Band gewiss in die Herzen der Gäste gebracht hat. Es wurde nämlich von fast allen gerufen „One more song“ anstelle von „Zugabe“. Und die Band erfüllte diesen Wunsch und spielte auch einen schönen langen Extrasong.

Damit konnte man wirklich nicht rechnen. Ich hätte es auch verstanden, wenn sie dies nicht gemacht hätten. Keiner wäre ihnen an diesem Abend böse deswegen gewesen.

Mir hat es so gut gefallen, dass sehr darauf hoffe, dass sie beim nächsten Mal in Deutschland mit deutlich mehr Besuchern rechnen können. Ein ausverkauftes ist also die Mission für das nächste Mal. „Mission Sold Out @ Frankfurt“ – ich hoffe, dass sich dann so viele wie nur möglich beteiligen werden. #otisbandmissionsoldout

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Linkliste:

Website: https://theotisband.com/

Facebook: https://www.facebook.com/otisheavyblues/

Twitter: https://twitter.com/OtisBand

Instagram: https://www.instagram.com/otisband/

Kurze Informationen zu Otis:

Genre(s):  Southern Rock, Blues Rock

Herkunft:  Glasgow (Kentucky), USA

Gründung:  nicht eindeutig zu ermitteln

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Gitarre:  Boone Froggett

Gitarre:  Steve Jewell

Bass:  John Seeley

Schlagzeug:  Andrew Gilpin

Konzertbericht zu Dinosaur Pile-Up und der Frankfurter Band Flood vom 08.02.2018 – Nachtleben Frankfurt – Punkrock, Metal oder einfach nur Grunge

Der kleine aber feine Kellerclub in der Frankfurter Innenstadt, der genau an der Konstablerwache gelegen ist, war das Ziel an jenem Donnerstagabend. Dort bin ich mittlerweile wirklich gerne, denn es ist gemütlich, nicht zu klein oder zu groß und die besondere Nähe zu den Musikern ist etwas sehr Schönes.

Zur Bildergalerie des Abends –hier klicken– | Just click -here– for the picture gallery.

Kurz vor 21 Uhr begann der musikalische Abend mit einer für mich bis dato unbekannten Band aus Frankfurt mit dem Namen „Flood“. Was sie genau spielten und ob sich das auch gut anhört, war mir zunächst nicht so ganz klar. Woher denn auch?

FloodFFM080218 (11 von 15)
Ken Young

Die ersten Songs gefielen mir melodisch als auch vom Gesang her und hatten durchaus den Klang von Hard Rock bzw. Metal. Genau meine Welt. Im Nachhinein stellte sich bei der Informationsfindung zu dieser Band heraus, dass sie „Nu Grunge“ bzw. „Post Grunge“ spielen. Grunge ist ohnehin eine Mischung aus Punkrock und Heavy Metal und die bekannteste Band, die diesen Stil prägte war niemand geringeres als Nirvana.

Der Stil von Flood ist meiner Meinung nach näher am Metal, wobei der Gesang von Ken Young in seiner Art etwas mehr an den Hard Rock Bereich kommt. Vielleicht kann man den Stil auch irgendwo zwischen Alice in Chains und Teilen von Disturbed einordnen, was gerade beim Gitarrenspiel von Axel Klein recht deutlich wird. Ken und Axel sind auch jene beiden Mitglieder der vierköpfigen Band, die den Stil prägen. zumindest aus meiner subjektiven Sicht.

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Axel Klein

Die Songs sind durchaus schnell aber haben auch ihre ruhigeren Passagen, in denen auch die Riffs von Axel und der Bass von Alexander Schaefer gut zur Geltung kommen. Auch das ein oder andere Solo war zu hören und zu sehen und dabei war festzustellen, dass Axel seine Arbeit an der Gitarre wirklich überzeugend beherrscht.

Auch wenn an diesem Abend vielleicht nur um die 70 Gäste da waren, hatten sie sichtlich Spaß an ihrem Bühnenauftritt und spielten voller Energie und Lust auf Musik. Auch einen besonderen „Privatfan“ hatten sie, der sich als Arbeitskollege des Drummers H.J. Neumert herausstellte.

Gerne hätte auch ich mehr als nur das übliche Kopfnicken aka Headbangen betrieben, aber eine Blessur am Fuß ließ das nicht wirklich zu.

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Alexander Schaefer

Dafür läuft ihre CD „Birth“, die in Eigenproduktion entstanden ist, bei mir auf dem Rechner rauf und runter. Die Songs auf der CD und die Live-Performance unterscheiden sich in der Qualität kaum voneinander, was ich sehr gut finde. Hilfreich war natürlich, dass der Sound auf der Bühne gut abgestimmt war. So habe ich selbst beim Hören der CD das Gefühl, als würden die Vier auf einer imaginären Bühne in meinem Wohnzimmer stehen.

Vielen Dank auch an die Mitglieder von Flood für die schönen Gespräche nach dem Auftritt – es sind wirklich sehr nette und sympathische Jungs, die in der Musikwelt definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hätten, wie ich finde. Aber vielleicht wird das noch. Ich drücke die Daumen dafür.

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Von links: Ken Young, H.J. Neumert, Axel Klein, Alexander Schaefer

Kurze Informationen zu Flood:

Genre(s):  Nu Grunge, Post Grunge, Metal

Herkunft:  Frankfurt, Deutschland

Gründung: 2013

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Ken Young

Gitarre, Hintergrundgesang:  Axel Klein

Bass:  Alexander „Ali“ Schaefer

Schlagzeug:  H.J. Neumert

Facebook:  https://www.facebook.com/FLOOD.Band.Frankfurt/

Homepage:  https://www.flood-rocks.com/

DinosaurPileUp080218 (1 von 11)Nach den gut 40 Minuten guter Musik von Flood gab es eine kleine Pause mit Umbau- und Aufräumarbeiten auf der Bühne. Ich nutzte die Zeit auch dafür, um meiner Sucht zu frönen und hinaus zum E-Zigarette dampfen zu gehen. Dabei stellte ich fest, dass Treppen ein natürlicher Feind für Menschen mit Blessuren und Fußschmerzen sind. Was nimmt man nicht alles auf sich, um ein bisschen zu qualmen.

Nachdem ich also den beschwerlichen Weg zurück hinunter in den Keller hinter mich brachte (ja okay, ich übertreibe ein wenig 😀 ), dauerte es auch nicht mehr lange bis der Hauptakt des Abends die Bühne betrat. Dinosaur Pile-Up aus dem schönen Leeds in England machten dort weiter, wo Flood aufgehört hatten: mit starker Musik. DinosaurPileUp080218 (10 von 11)Ihr Stil ist aber näher am Punkrock und deutlich näher an Nirvana angelegt, was auch sehr schnell herauszuhören ist.

Aber nicht nur der musikalische Stil ist nahe an Nirvana, auch die Optik des Gitarristen erinnerte mich ein bisschen an Kurt Cobain. Beim Gesang ist es aber nicht mehr ganz so nahe, was mitunter an der höheren Gesangsstimme liegen dürfte.

Die stilistische Mischung aus schnellem Punkrock und etwas langsameren Elementen aus dem Überbegriff alternativem Rock münden bei Dinosaur Pile-Up in einem sehr guten Grunge, der sich aber melodisch vom klassischen Grunge etwas DinosaurPileUp080218 (9 von 11)abhebt und dadurch zum „Post Grunge“ wird.

Sie waren eine gute Stunde auf der Bühne und haben sich durchaus energiegeladen präsentiert, wenngleich es in Sachen Bewegung auf der Bühne eher überschaubar Zuging. Was aber auf der Bühne so ein bisschen fehlte, wurde durch die Fans wettgemacht, denn diese hatten sichtlich Spaß an der Musik und das zeigten sie durch Herumspringen, Mitklatschen, teilweisem Mitsingen und sogar beim Pogen. Ich hatte mich da schön herausgehalten, ein Fuß mit Blessur reicht auch vollkommen.

 

Insbesondere mochte ich das Gitarrenspiel, welches einen angenehmen, relativ tiefen Klang mit sich brachte. Zudem war es melodisch und auch der bass ist durchaus ein Hauptelement in den meistens Songs, der sehr gut herauszuhören ist.DinosaurPileUp080218 (11 von 11)

Wenn man Gefallen am Grunge oder auch an Punkrock hat, dann ist diese Band definitiv ein guter Tipp zumindest einmal in den musikalischen Stil hineinzuhören.

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Kurze Informationen zu Dinosaur Pile-Up:

Genre(s):  Grunge, Post-Grunge, Punkrock

Herkunft:  Leeds, England

Gründung:  2007

Aktuelle Besetzung:

Matt Bigland

Michael Sheils

Jim Cratchley