10:4! Torhungrige Löwen Frankfurt zeigen den Gästen aus Bayreuth die spielerischen Grenzen auf

Man kann schon von einem deutlichen Klassenunterschied sprechen, wenn die eine Mannschaft die andere zweistellig aus dem eigenen Stadion fegt. Dabei sag es zunächst gar nicht nach so einem Torreigen aus, den die 4.144 Zuschauer am Family Day erwarten würde.

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Zum ersten Drittel:

Noch vor Spielbeginn wurde Gästetorwart Jaeger mit großem Applaus in Frankfurt empfangen. Man erinnert sich hier gerne an seine tollen Leistungen, die seinerzeit zum Titelgewinn in der DEL2 geführt haben. Sein Tag sollte es dennoch nicht werden.

Wie bereits in den letzten Spielen, ging die Gastmannschaft in Führung. Und das wieder einmal sehr früh. Nach einer Minute und acht Sekunden, es war ein Bully von der rechten Seite, klingelte es im Kasten von Bick, der von dem Abschluss überrascht wurde und den Puck durch die Beine rutschen ließ.

Die Gäste versuchten im weiteren Verlauf ruhig und sicher aus der eigenen Verteidigung heraus zu spielen, was ihnen häufig gelang. Doch sie fanden sich mehr in der Defensive, als ihnen lieb sein durfte. Aber es dauerte lange bis die Löwen ausgleichen konnten und nochmal sehr lange, bis die 2:1 Führung auf der Anzeigetafel stand. Diese fiel in Überzahl. Doch zuvor wurde ein Tor nach Videobeweis nicht gegeben. Warum ist mir auch nach Sichtung der Bilder nicht wirklich klar. Im Nachhinein war es aber recht unbedeutend.

Zum zweiten Drittel:

Es spielte nur eine Mannschaft und das waren die Löwen. Lange Sequenzen ohne Unterbrechungen machten das Spiel schnell. Es dauerte aber fast zehn Minuten ehe Tousignant alleine vor dem Tor zwei Gegenspieler und auch den Torwart austanzte und das dritte Tor erzielte.

Max Eisenmenger erhöhte nur eine Minute später und kurz darauf folgten zwei Überzahlspiele, in denen jeweils auch getroffen wurde. Die Gäste hingegen fanden keine Lösung selbst zu guten Chancen zu kommen. Zwar wurden Angriffe gefahren, aber diese verebbten zumeist oder konnten aufgrund der guten Defensive Frankfurts nicht zu Ende gespielt werden.

Zum dritten Drittel:

Man könnte auch sagen es war das Drittel der offenen Tore. Es dauerte gerade einmal etwas mehr als zwei Minuten, in denen die Löwen erneut zwei Tore erzielten und den ehemaligen Löwen im Tor, Brett Jaeger einfach nur alt aussehen ließen.

Folglich war zu erkennen, dass die Frankfurter an diesem Tag gerne zweistellig gewinnen wollten und die Defensive nicht mehr so genau nahmen. Dies führte zu zwei Toren der Gäste, welche durchaus gut herausgespielt waren; das darf man ruhig auch mal erwähnen. Sie wehrten sich also erfolgreich gegen weitere Treffer der Löwen, doch diese sollten noch fallen.

Dani Bindels machte das neunte und Mister Torgarantie, Eduard Lewandowski, sorgte für das 10. Tor der Löwen an diesem Abend. Doch den Schlusspunkt in diesem fairen Spiel, bei dem die Löwen nur eine einzige Strafe erhielten, setzten die Gäste mit dem 10:4.

Löwen Frankfurt – Bayreuth Tigers 10:4 (2:1 4:0 4:3)

0:1 Mark Heatley ( Juuso Rajala ) EQ 01:08
1:1 Kevin Maginot ( Carter Proft , Eduard Lewandowski ) EQ 09:56
2:1 Maximilian Faber ( Adam Mitchell , Mathieu Tousignant ) PP1 18:46
3:1 Mathieu Tousignant ( Brett Breitkreuz , Kevin Maginot ) EQ 29:03
4:1 Maximilian Eisenmenger ( Carter Proft , Eduard Lewandowski ) EQ 30:02
5:1 Brett Breitkreuz ( Carter Proft , Lukas Koziol ) PP1 33:42
6:1 Adam Mitchell ( Maximilian Faber , Daniel Spang ) PP1 34:37
7:1 Adam Mitchell ( Mike Fischer , Eduard Lewandowski ) EQ 41:16
8:1 Maximilian Eisenmenger ( Dani Bindels , Carter Proft ) EQ 42:25
8:2 Timo Gams ( Tobias Kirchhofer ) EQ 45:41
8:3 Luca Gläser ( Benjamin Kronawitter , Sebastian Busch ) EQ 51:57
9:3 Dani Bindels ( Carter Proft , Leon Hüttl ) EQ 56:35
10:3 Eduard Lewandowski ( Daniel Spang , Maximilian Faber ) EQ 57:16
10:4 Tim Richter ( Ville Järveläinen , Simon Mayr ) EQ 58:13

Zuschauer: 4.144

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Löwen Frankfurt verlieren das DEL2 Spitzenspiel gegen Ravensburg und die Schiedsrichter mit 4:7

Was hätte das für ein schönes Spitzenspiel werden können. Zwei Mannschaften, die derzeit auf einem Niveau spielen und offensiv, als auch defensiv überzeugen können.

Leider passten die Schiedsrichter absolut nicht zu dieser Spielansetzung, was sich im Fortlauf des Spiels leider sehr deutlich zeigte.

Dabei schlief ich erst noch eine Nacht darüber, um es trotz meines Fan Daseins neutraler zu betrachten, jedoch geht das einfach nicht, wenn Schiedsrichter so deutlich in das Spiel eingreifen und auf gewisse Dinge permanent hereinfallen. Dabei sah es anfangs noch gar nicht so sehr danach aus.

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Zum ersten Drittel:

Von Beginn an spielten beide Teams offensiv und das war auch über das gesamte erste Drittel hinweg schön anzusehen. Niemand, der sich nur hinten reinstellt und auf Konterspiel setzt. Nein, die Gäste haben ihrerseits den Hebel nach vorne gelegt und konnten aus einem schnell ausgespielten Konter das 0:1 erzielen. Da gab es nichts zu halten für Kucis im Tor der Löwen.

Aber es dauerte nicht lange, bis die Hausherren zurückschlugen. Nach nicht einmal fünf Minuten stand es 1:1 in diesem schnellen Spiel. Köhler war frei im Slot und zog einfach mit voller Wucht ab, nachdem der vorhergehende Schuss von der blauen Linie an einem Verteidiger hängen geblieben war.

Das Spiel war nicht nur schnell und offensiv, sondern auch in einem gesunden Rahmen für Eishockey körperlich. Das war insoweit okay und wurde auch von beiden Mannschaften so ausgeführt und angenommen.

Ähnlich war die Situation bei der erneuten Führung der Gäste, die in Überzahl zustande gekommen war. Ein Schuss von der blauen Linie blieb an einem eigenen Spieler hängen, der gedankenschnell handelte und den Puck ins Netz hämmerte. Das war schnell reagiert und gut umgesetzt.

Die Löwen waren kurz geschockt. So hatte es den Anschein und das bot den Gästen weitere Chancen und auch ein weiteres Tor zum 1:3. Sie blieben hartnäckig im Drittel der Löwen und beim Anspiel von hinter dem Tor war auf der linken Seite Pawel Dronia frei, der den Puck ins linke obere Eck drosch.

Während die Gäste etwas zurückschalteten und die Löwen kommen ließen, dabei jedoch gut verteidigten, wäre ihnen fast per Konter das vierte Tor gelungen. Doch Kucis bekam die Beine schnell genug zusammen, so dass der Puck nicht durch selbige hindurch rutschen konnte.

Nur wenige Momente später waren die Frankfurter in der Überzahl und trafen zunächst nur den Pfosten. Der Puck blieb aber im Drittel und bei den Löwen. Schüle durfte ein weiteres Mal Maß nehmen und dieses Mal traf er zum 2:3. Das war dann auch der Stand nach dem ersten Drittel. Und bis hierhin sah alles nach einem recht guten Eishockeyspiel aus, an dem beide Teams teilnahmen.

 

Zum zweiten Drittel:

Der Sturmlauf der Löwen war eröffnet und sie waren nicht nur optisch überlegen. Schuss um Schuss ging auf das Ravensburger Tor und sie wurden in ihrem Drittel festgenagelt. Aber den Löwen gelang der Treffer einfach nicht. Entweder hielt der Torhüter ganz gut, oder es wurde zu genau gezielt und der Puck traf erneut nur den Pfosten.

Es zeigte sich aber hierbei auch schon, dass die Gäste nun auch andere Mittel nutzten, um irgendwie wieder ins Spiel zu kommen. Schubsen, Cross-Checks, und noch andere Dinge vor dem Tor, die nach Abpfiff geschahen. Gute Schiedsrichter hätten an dieser Stelle schon vorgesorgt und irgendetwas davon mal geahndet. Häufig war es nämlich so, dass der Frankfurter Spieler nicht mal daran zu denken schien nach dem Abschluss auf den Torwart zu gehen.

Aber nun, die guten Schiedsrichter waren ausverkauft und so musste die Frankfurter Mannschaft damit leben.

Kurios und wirklich unverständlich wurde es ab der Mitte des Spiels. Frankfurt war bereits in Unterzahl. Die Strafe wegen Beinstellens kann man geben aber es sah auch sehr danach aus, dass der Ravensburger Spieler zu einfach das Gleichgewicht verlor.

Die Löwen spielten eine gute Unterzahl und kamen auch zu einem Konter, der aber deutlich behindert wurde, denn der Schläger des Frankfurter Spielers wurde sichtbar festgehalten. Es blieb ungeahndet. Jedoch nur wenige Sekunden später gab es die gleiche Szene, nur andersrum. Das wurde geahndet und so waren die Löwen nur noch zu dritt. Die doppelte Unterzahl überstanden sie, jedoch brachte diese Ungleichbehandlung die Gäste wieder ins Spiel, die aus der einfachen Überzahl Kapital schlagen konnten. So stand es 2:4.

Warum ein Ravensburger auf die Strafbank musste, war recht unklar. Es wurde Zeitspiel angezeigt, wobei ich ehrlich gesagt kein solches erkennen konnte. Natürlich ließ er sich ein wenig Zeit beim Wechsel in der Unterbrechung. Aber gleich eine Strafzeit? Das sah schon nach einer Art Konzessionsentscheidung aus.

Die Ärgernisse auf Seiten der Frankfurter wirkten sich sehr auf ihr Spiel aus. Trotz Überzahl lief einfach nichts mehr zusammen. Der Rhythmus war weg. Pässe klappten nicht mehr, die Zuordnung bei Puckverlust stimmte nicht und schon stand es per Konter 2:5.

Und im Anschluss wurde es wieder lustig in Schwarz-Weiß, denn es gab Strafen gegen die Löwen, die nicht nur mein Unverständnis hervorriefen. Zwei Zweikämpfe, zwei Ravensburger, die dabei an Altersschwäche oder Müdigkeit umfielen und zwei Mal wurde es geahndet. Erfahrene Schiedsrichter würden bei diesen Szenen ob der Versuche, eine Strafe zu schinden, eher nur Grinsen, aber mit diesem Schiedsrichterduo hatten die Ravensburger für ihre Fallobsttaktik Freunde gefunden. Auch ein erfahrener Spieler, wie Lewandowski, hatte davon irgendwann genug und gab seinem Gegenspieler einen richtigen Grund liegen zu bleiben. Ganz ehrlich? Richtig so.

Dennoch mehr als ärgerlich, dass aufgrund von Unerfahrenheit und fehlendem Blick für das Spiel, Seitens der Schiedsrichter, solche Strafen überhaupt erst entstehen können.

Die Strafen wurden ins letzte Drittel mitgenommen.

 

Zum dritten Drittel:

Die mitgenommenen Strafen führten zu einer langen Unterzahlsequenz, aus der die Gäste erneut ein Tor machen konnten. 2:6 stand es und bei dieser Gegner-Schiedsrichter-Kombination war an einen Umschwung aus meiner Sicht gewiss nicht zu denken.

Aber aufgeben kommt für Löwen nicht in Frage und so spielten sie weiter und kamen knapp eine Minute später zurück und erzielten das 3:6. In der folgenden Überzahlsituation waren die Löwen zwar druckvoll aber ohne weiteren Torerfolg. Dafür gab es nur etwas später Strafen gegen Frankfurt und auch eine gegen die Gäste. Letztere wurde schon fast höhnisch von den Fans beklatscht.

Der Versuch der Frankfurter Trainer, frühzeitig ohne Torwart mit mehr Angriffsdruck zu spielen, sah auch längere Zeit gut aus, jedoch konnten die Gäste einmal vernünftig kontern und das siebte Tor erzielen.

Und damit die Frankfurter auf keinen Fall noch eine Chance bekommen konnten, wurde ein Open-Ice-Check mit einer 5 Minuten Spieldauerdisziplinarstrafe belegt, da dieser angeblich gegen Kopf oder Nacken ging. Ich habe mir den Check mehrere Male auf Video angesehen und kam zum Schluss, dass der Check gegen die Schulter ging. Denn bei dem Tempo hätte der Ravensburger bei einem Kopftreffer nicht sofort wieder aufstehen können. Vielleicht mag ich mich da auch irren, aber es passt einfach zur unterdurchschnittlichen Leistung der Schiedsrichter, dass dieses Detail nicht beachtet wurde. (Ich sah mir das Video übrigens stark verlangsamt an, kann jeder, YouTube bietet diese Möglichkeiten an)

Interessanter war vielmehr, was danach passierte, denn die Frankfurter checkten ihre Gegner nun deutlich aggressiver und bei der Linie der Schiedsrichter bis hierhin, wäre das jedes Mal ein Vergehen gewesen, schließlich lagen Ravensburger auf dem Eis. Wie auch immer.

Die Löwen bewiesen jedenfalls, trotz Unterzahl, Kampfgeist und kamen sogar zum vierten Treffer, aber mehr wurde es auch nicht mehr. Den Schlusspunkt setzte Brett Breitkreuz mit einer Kampfeinlage gegen Pawel Dronia.

Und zum Abschluss:

Es wäre übrigens angebracht die „Divingliste“, welche zur letzten Saison in der DEL eingeführt wurde, auch in der DEL2 einzuführen. Ich habe in diesem Spiel so einige „Dives“ gesehen und musste leider feststellen, dass den Schiedsrichtern in diesem Spiel „Schwalben“ nicht bekannt zu sein scheinen. Ich sehe hier sehr großen Nachholbedarf beim DEB, dass auch solche Situationen gezeigt, geschult und umgesetzt werden. Es handelt sich schließlich um ein unsportliches Verhalten, auf die die Schiedsrichtergruppe in diesem Spiel sehr häufig reingefallen ist.

Oh und vielleicht mag mir ein Ravensburger diese Frage noch beantworten: Wie viele Schwalben machen eigentlich einen Winter?

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 4:7 (2:3 0:2 2:2)

0:1 Mathieu Pompei ( Andreas Driendl , Sören Sturm ) EQ 01:15
1:1 Mick Köhler ( Maximilian Faber , Daniel Spang ) EQ 04:42
1:2 David Zucker ( Sören Sturm , Robin Just ) PP1 08:34
1:3 Pawel Dronia ( Daniel Pfaffengut , Daniel Schwamberger ) EQ 09:46
2:3 Tim Schüle ( Adam Mitchell , Maximilian Faber ) PP1 19:32
2:4 Mathieu Pompei ( David Zucker , Ondrej Pozivil ) PP1 35:15
2:5 Robbie Czarnik ( Thomas Supis , Olivier Hinse ) SH1 36:24
2:6 Sören Sturm ( Robin Just , Andreas Driendl ) – PP1 42:34
3:6 Matthew Pistilli ( Mathieu Tousignant , Lukas Koziol ) EQ 43:26
3:7 Sören Sturm ( Robin Just , Andreas Driendl )EQ EN 53:13
4:7 Lukas Koziol SH1 55:15

Zuschauer: 4.564

Zu spät zur Form gefunden. Die Löwen Frankfurt verlieren das Derby gegen Bad Nauheim mit 3:4

Bei keinem anderen Spiel sind so viele Einsatzkräfte von der Polizei anwesend, wie bei den Derbys gegen Bad Nauheim. Aber bislang ist meines Wissens nach noch nichts Schlimmeres passiert, abgesehen davon, dass vor einigen Jahren mal das Auto eines Löwen Spielers, der in Bad Nauheim wohnte, demoliert wurde. Lange her und hat mit diesem Spiel wenig zu tun.

Voll war es in der Eissporthalle mit 6.015 Zuschauern. Und sie sollten auch ein interessantes Spiel zu sehen bekommen, das mit einem Paukenschlag begann.

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Zum ersten Drittel:

Das Spiel hatte gerade erst begonnen und war noch keine Minute alt, nicht mal eine halbe, nicht mal 20 Sekunden und da hatte es bereits zum ersten Mal im Gehäuse der Löwen geklingelt.

Der Puck wurde in die Rundung gespielt und Felix Bick ging hinter das Tor um den Puck aufzuhalten, was aber nicht gelang. Dieser erreichte einen Nauheimer, der den Puck vor das Tor spielte und dort von Dustin Sylvester im Tor untergebracht werden konnte. Man muss auch dazu sagen, dass er es sehr einfach hatte, denn so behäbig, wie Bick in seinen Kasten zurückschlenderte, hatte er sozusagen das ganze Tor für seine alten Teamkollegen offengelassen.

Die Löwen wollten natürlich zurückschlagen, doch es gelang ihnen überraschend wenig und so kamen die Gäste stets besser ins Spiel und bestimmten dieses auch. In einer Überzahlsituation markierten sie zudem noch den zweiten Treffer in der neunten Spielminute. Diesmal war es Cody Sylvester, der aus mittlerer Position im Slot treffen konnte.

Das Frankfurter Spiel wirkte zerfahren, als hätte man die Spieler nach dem Sieg gegen Bad Tölz einmal ausgetauscht. Zwar war ein gewisser Offensivdrang zu sehen, aber die Vielzahl an Fehlpässen und generellen Ungenauigkeiten war erschreckend hoch.

Dies hatte auch den dritten Treffer für die Gäste in der 13. Spielminute zur Folge. Ein leicht abgefälschter Pass erreichte Marvin Ratmann im Zentrum, der nur noch in den Slot ziehen und einnetzen musste, während drei Löwen keine Anstalten machten ihn daran zu hindern.

Für Felix Bick war dies gleichzeitig das Ende seines Arbeitstages. Er machte eine unglückliche Figur in diesem Spiel und war maßgebend am 0:1 beteiligt. Für ihn war ab diesem Zeitpunkt Bastian Kucis im Tor, der bereits eine ordentliche Leistung gegen Bad Tölz zeigte.

Zwar versuchten es die Löwen immer wieder ihrerseits Akzente zu setzen, doch die Zerfahren- und Unentschlossenheit machte sich in den schwachen Abschlüssen weiterhin bemerkbar, mit denen Hendrik Hane im Gästetor keine Mühen hatte.

Zum zweiten Drittel:

Während sich die Gäste aus Bad Nauheim nun etwas zurückzogen und auf Konterspiel setzten, versuchten die Löwen weiterhin ihr Glück in der Offensive. Chancen für Tore gab es durchaus und bei einer doppelten Überzahl war die Möglichkeit da, selbst auf die Anzeigetafel zu kommen, doch zu der komplizierten Spielweise kam erstmals auch Pech dazu, ein guter Schuss von der blauen Linie knallte an die Latte. Insgesamt blieb das Überzahlspiel aber weitgehend ungefährlich.

Überzahlspiele gab es auf beiden Seiten. Auch die Gäste durften mal ran, wurden aber insbesondere vom guten Kucis von weiteren Treffern abgehalten.

Es schlich sich dann bei den Schiedsrichtern eine Phase ein, in der sie offensichtliche Vergehen einfach nicht ahndeten. Übrigens gilt dies für beide Seiten. Dass das irgendwann zu einer Eskalation führen musste, war irgendwie abzusehen. Frankfurts Erk hatte die Faxen dicke und revanchierte sich bei Nauheims Brandl für etwas. Dies in einer Form, die ich so auch noch nicht gesehen habe: er kam von hinten angerast, sprang fast auf den Rücken seines Gegenspielers und machte deutlich, dass er sich diese Sperenzchen nicht gefallen lässt.

So schnell, wie ein Linienrichter mit von der Partie war, hätte man meinen können, dass er mitmischen wollte. Jedenfalls hatte er große Probleme die beiden im Zaun zu halten. Eigentlich gelang es ihm gar nicht, erst als er Unterstützung bekam, konnten beide Spieler voneinander getrennt werden.

Wenige Minuten später hatten die Löwen ein erneutes Überzahlspiel, erst doppelt, dann einfach und schließlich fiel auch mal das Tor. Daniel Spang brach den Bann.

Doch mehr wollte in diesem Drittel nicht passieren.

Zum dritten Drittel:

Der Wille bei den Löwen war vorhanden, doch waren es weiter schlechte Abspiele, Fehlpässe und schwache Abschlüsse, die die Offensivbemühungen einschränkten.

Es dauerte bis zur 50. Spielminute, in der der extrem schmale Grat zwischen einem möglichen Jubel und Verdrossenheit erkennbar war: ein guter Schuss aus der Halbdistanz knallte abermals an die Latte. Der Puck sprang nach rechts und wurde auf die linke Seite gepasst. Dort an der Bande versprang der Puck aufgrund einer Unebenheit und wurde damit zum Spielstück eines Konters der Gäste, der zum 1:4 führte. Zwischen dem Lattenknaller und dem Tor lagen wahrlich nur wenige Sekunden.

Zwar sahen sich die Schiedsrichter die Szene nochmal auf Video an, aber sie entschieden korrekt und das 1:4 blieb auch so bestehen.

Kurz darauf waren beide Mannschaften mit jeweils einer Strafe belegt. Die Löwen nahmen eine Auszeit und nahmen sogar beim nächsten Angriff schon den Torwart heraus und konnten daraus Kapital schlagen und das 2:4 erzielen.

Nun klappte auch wieder mehr und es wurde einfacher gespielt, was sich gleich bezahlt machte.

Zu diesem Zeitpunkt war auch das Feuer bei den Fans entfacht, die nun stetig lautstärker wurden.

Die Löwen blieben offensiv und rannten weiter das Tor der Gäste an. Diese verteidigten so gut sie konnten und auch ihr Torwart hatte einen sehr guten Tag erwischt und konnte viele der guten Chancen, die mittlerweile besser herausgespielt wurden, entschärfen.

Es waren noch mehr als vier Minuten zu spielen, als Frankfurts Torhüter ein weiteres Mal das Eis verließ und die Löwen mit sechs Mann agierten. Der Druck auf Hane im Tor der Gäste wurde größer. Knapp zwei Minuten vor Ende war es Max Faber, der zum 3:4 einschob und die große Hoffnung auf eine unerwartete Wendung in diesem Spiel herbeiführte.

Aber bei dem Spielstand sollte es auch bleiben, denn zum Schluss verteidigten die Gäste so gut, dass ein geordneter Angriff für die Löwen nicht mehr zustande kam.

So gewannen die Gäste an diesem Abend verdient mit 4:3 und entführten die drei Punkte aus der Eissporthalle.

Löwen Frankfurt – EC Bad Nauheim 3:4 (0:3 1:0 2:1)

0:1 Dustin Sylvester ( James Livingston , Nicklas Mannes ) EQ 00:18
0:2 Cody Sylvester ( Dustin Sylvester , Radek Krestan ) PP1 08:04
0:3 Marvin Ratmann ( Steve Slaton , Garret Pruden ) EQ 12:07
1:3 Daniel Spang ( Eduard Lewandowski , Adam Mitchell ) PP1 36:39
1:4 Dennis Reimer EQ 49:31
2:4 Eduard Lewandowski ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) EQ 50:53
3:4 Maximilian Faber ( Eduard Lewandowski , Matthew Pistilli ) EQ 58:13

Zuschauer: 6.015

Eine solide Leistung der Löwen Frankfurt bringt den 5:3 Sieg gegen die kämpferisch aufgetretenen Falken aus Heilbronn

Nach der ersten Saisonniederlage am vorangegangenen Freitag in Freiburg, bei der die Löwen erstmals in dieser Saison keine fünf Tore schossen, war es interessant zu sehen, wie die Mannen des finnischen Trainers Matti Tiilikainen darauf reagieren würden.

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Zum ersten Drittel:

Das Spiel begann auf beiden Seiten recht körperbetont, was auch schnell dazu führte, dass es zu den ersten Strafzeiten kam. Die Gäste aus Heilbronn wollte kampfbetont in diese Partie gehen und waren bereits nach einer halben Minute in Unterzahl und überstanden diese schadlos, da nur eine Minute später ein Löwe ebenfalls zum Nachsitzen musste.

Beide Seiten konnten nicht davon profitieren. Doch die nächsten Strafen ließen nicht lange auf sich warten und da standen die Gäste auf einmal nur noch zu dritt auf dem Eis und mussten sich der Situation stellen.

Dass die Löwen Überzahl sehr gut können, zeigten sie auch in dieser Situation, denn es dauerte keine zehn Sekunden ehe ein Schuss von halblinker Position im Netz zappelte. Da wurde Heilbronns Torwart auf dem Falschen Schlittschuh erwischt.

Die folgende einfache Überzahl wurde ebenfalls gut gespielt. Die Gäste hielten dagegen und verteidigten recht gut, konnten aber den nächsten Einschlag im Kasten nicht verhindern, der die 2:0 Führung in der 6. Spielminute bedeutete. Leon Hüttl durfte sich feiern lassen.

Tore fielen im ersten Drittel keine mehr, doch gab es noch reichlich Strafen, insbesondere gegen Frankfurt, von denen die Gäste nicht profitieren konnten, da entweder die Schusswege blockiert oder der stark aufspielende Bick im Tor der Löwen, Zählbares verhinderte.

 

Zum zweiten Drittel:

Dieses Drittel begann zunächst eher ruhiger und von den Seiten der Löwen her etwas abwartend, bis sie die ersten Chancen bei einer erneuten Überzahl kreieren durften. Aber auch hier erwies sich die Defensive der Gäste als durchaus effektiv und konnte einen höheren Rückstand vermeiden.

Die Gäste waren es aber, die nur wenige Minuten später bei eigener Überzahl zum Torerfolg und Anschluss kamen. Der Jubel war groß, doch die Ernüchterung folgte bereits in der nächsten Spielminute, als die Löwen einen schönen Angriff mit dem 3:1 beendeten und somit den Zwei-Tore-Abstand wiederherstellten.

Auffällig war in diesem zweiten Drittel ein Linienrichter, dem das Spiel an diesem Abend an manchen Stellen vielleicht doch etwas zu schnell war. Abseitsentscheidungen waren nicht seine Stärke. Möglicherweise hatte er einen Knick in der Optik, verursacht durch das Visier. Oder es war einfach nicht sein Tag. Kann ja mal vorkommen. Es betraf übrigens beide Mannschaften, daher war das nicht wirklich entscheidend für den Ausgang des Spiels.

Beide Mannschaften zeigten sich in diesem Drittel eher ruhiger, wenn es auch die Löwen versäumten die Führung auszubauen.

Erst in einer Überzahl kurz vor Ende des Drittels konnten sie die Eissporthalle ein weiteres Mal zum Jubeln bringen. Eddie Lewandowski, der Mann mit dem Nachnamen, der Torgarantie verspricht, netzte aus kürzester Distanz ein. Dem zuvor war eine Strafe gegen die Gäste vorausgegangen, weshalb die Löwen ein weiteres Mal in Überzahl agierten.

 

Zum dritten Drittel:

Nachdem beide Mannschaften zunächst im Strafenkatalog eine Bestellung aufgaben, waren es die Löwen in Form von Matthew Pistilli, die sich bei vier gegen vier auf dem Eis gedankenschneller zeigten und konterten. Dieser Konter endete mit dem fünften Tor des Abends für die Löwen, da Pistilli nur den Torwart gegen sich hatte, welchen er mit einer sauberen Bewegung verladen konnte.

Der Käse schien gegessen. Der Drops ausgelutscht. Die Löwen schossen fünf Tore, was bisher stets für den Sieg reichte. Was also sollte noch passieren? Die Falken passierten.

In der 52. Minute, bis dahin passierte nicht mehr sonderlich viel Erwähnenswertes, breiteten die Falken ihre Schwingen aus und kamen binnen 13 Sekunden zu zwei Toren. Ein Doppelschlag bei dem die Verteidigung der Löwen alles andere als gut aussah.

Nun war es wieder ein Eishockeyspiel, das von der Spannung lebte, denn zunächst wirkten die Löwen etwas konsterniert. Aber sie besannen sich sehr schnell und zeigten wieder ihre Offensivqualitäten, die weitere Bemühungen der Gäste auf ein Minimum reduzieren konnten. Nur ein weiterer Treffer wollte nicht fallen, weshalb die Heilbronner kurz vor Schluss auch nochmal den Torwart vom Eis nahmen, um in Überzahl agieren zu können.

Letztlich reichte es aber nicht für weitere Tore, da auch Bick im Tor der Löwen etwas dagegen hatte. Und so endete das Spiel mit dem Sieg für die Löwen, bei dem sie zum fünften Mal in sechs Spielen fünf Tore erzielten.

Löwen Frankfurt – Heilbronner Falken 5:3 (2:0 2:1 1:2)

1:0 Tim Schüle ( Matthew Pistilli , Carter Proft ) PP2 03:57
2:0 Leon Hüttl ( Lukas Koziol , Kevin Maginot ) PP1 05:36
2:1 Roope Ranta ( Greg Gibson , Brock Maschmeyer ) PP1 27:18
3:1 Lukas Koziol ( Kevin Maginot , Mathieu Tousignant ) EQ 28:26
4:1 Eduard Lewandowski ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 39:28
5:1 Matthew Pistilli ( Lukas Koziol ) EQ 45:36
5:2 Kevin Lavallée ( Kyle Helms ) EQ 51:20
5:3 Roope Ranta ( Corey Mapes , Markus Eberhardt ) EQ 51:33

Zuschauer: 3.576

Defensiv-, Wind-, Regen- und Wasserschlacht. Frankfurt Universe gewinnt das GFL Playoff Viertelfinale gegen die Berlin Rebels in letzter Minute

Was war das nur für ein denkwürdiger Tag?! Und das meine ich in vielerlei Hinsicht, denn so extrem früh, wie an diesem Tag, war ich auch noch nicht an einem Spieltag vor Ort gewesen. Gute drei Stunden vor Spielbeginn waren Marc Junge und ich schon an der PSD Bank Arena.

Es gab viele Leute zu begrüßen und Hände zu schütteln. Schon erstaunlich, wie viele Menschen mir mittlerweile bekannt sind. Nicht unbedingt immer mit vollem Namen, aber in der Großfamilie „Universe“ kennt man sich, bzw. lernt man sich mit der Zeit eben kennen.

Viertelfinale also und nach den Ergebnissen des Vortags, an dem es absolut keine Überraschung gab, stand auch fest, dass es das letzte Heimspiel in dieser Saison sein würde.

Zu den Bildern der Cheerleader

Zu den Bildern des Spiels

Möglicherweise waren deshalb so viele Wolken am Himmel, die immer wieder tränen weinten. Oder hatte das Unternehmen „Rosbacher“ schon seine Finger im Spiel? Mit ihrer tollen Aktion, die geprellten Dauerkartenbesitzer zu diesem Spiel kostenfrei einzuladen, war es ohnehin das Playoff Spiel von Rosbacher, wenn man so will. Nun ja, wenn man weiß, dass Rosbacher überwiegend für den Verkauf von Mineralwasser bekannt ist, dann könnte man wohl sagen, dass das Wasser von oben auch irgendwie passend dazu war.

Während sich der Vorplatz auch so langsam füllte und die ersten Gästefans ebenfalls eintrafen, gab es auf der LKW Bühne neben der Musik auch schon die ersten Interviews. Eine Cheerleaderin von den Stunt Cheers, Fernando Lowery und der Präsident der Berlin Rebels beantworteten die ihnen gestellten Fragen.

Nach einem kleinen Snack, einer Currywurst, liefen auch schon einige Spieler der Universe auf dem Vorplatz herum und auch ein lange Verschollener war dabei. Niemand geringeres als der zukünftige Profi-Wrestler (hehe) Randie! Einmal vorsichtig herzen, man möchte ihn schließlich nicht vor so einem wichtigen Spiel kaputtmachen, und darüber freuen, dass er zu seinem letzten Heimspiel für die Universe dabei sein konnte. Wohin seine Reise führen wird ist wohl noch offen. Aber ich vermute, dass er dem Football nicht fernbleiben wird.

SFUCheers230918-10Kurz darauf wurde es auch schon Zeit für die erste Darbietung der Cheerleader. Wieder einmal waren ganz viele da, die sich zunächst vor und dann teilweise auf der Ladefläche des LKW aufreihten, um ihre einstudierten Choreographien vorzuführen. Fast wäre ich den Damen noch im Weg gestanden, als sie sich auf ihre Positionen machten. Schnell weg, dachte ich mir, bevor mich noch eine von ihnen umrennt. Nun gut, auf der anderen Seite hätte ich dann wohl sagen können, dass ich von einer Cheerleaderin „flachgelegt“ wurde – kann auch nicht jeder behaupten – aber nein, das ist nicht passiert und ich konnte anschließend auch schon die ersten schönen Bilder des Tages machen.

SFUCheers230918-15Es gab sogar eine Tanzeinlage der Trainerin mit Wolf, die sich wirklich sehen lassen konnte. Wäre jemand so nett die beiden für „Let’s Dance“ anzumelden? Wäre mal ein Grund sich das anzusehen.

Während die Zeit schneller verstrich, als man vermuten konnte, wurde es auch allmählich ernst. Zum letzten Spiel der Saison durfte ich noch einmal Bilder am Spielfeldrand machen. Dafür musste ich natürlich ein schickes und total modisches Presseleibchen ausleihen und anziehen.

Bei weiteren Gesprächen rannte die Zeit weiter und der Wind machte sich deutlich bemerkbar, als dieser die Werbebanner von Rosbacher herumschob. Vermutlich würde jemand aus dem Norden sagen, dass es nur ein leichtes Lüftchen war, aber für die hiesigen geografischen Verhältnisse wurde es dann doch stets stürmischer.

Hatte ich übrigens schon erwähnt, wie toll die Aktion von Rosbacher war, den geprellten Dauerkartenbesitzern freien Eintritt zu diesem Spiel zu ermöglichen? Wirklich eine tolle Aktion!

Nach dem ersten Auftritt der Cheerleader vor der LKW Ladefläche haben sie sich bestimmt mit einem Glas frischem Mineralwasser von (natürlich) Rosbacher gestärkt und sich auch umgezogen. Im Militärlook kamen sie aufs Feld und haben im Anschluss mit dem Stadionsprecher Christian, der ebenfalls als Elite-Soldat gekleidet war und gleichzeitig den „Drill Instructor“ spielte, eine erneut sehr schöne und fein säuberlich einstudierte Pre Game Show.SFUCheers230918-42

Das übliche Prozedere ging von Statten und die Gäste aus Berlin rebellierten auf das Feld. Anschließend die lila Mannen. Anspannung stand in der stark wehenden Luft und es waren die Berliner, die zuerst den Ball bekamen.

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Aber vor dem Kickoff hatte ich noch eine Entdeckung auf der Tribüne gemacht. Ein Banner mit einem Slogan, der in den letzten Wochen immer öfter in den Sozialen Medien zu lesen war. #backtothefansSFUBR230918-4

Ich habe mir sagen lassen, dass eigentlich viele davon und andere, die auch als Danksagung für den Trainer Brian Caler gelten sollten, hochgehalten werden würden. Das wäre sicherlich eine schöne und sichtbare Geste für die Arbeit des Trainers und des Trainerteams gewesen. So beim letzten Saisonheimspiel. Aber es war wohl unnötigerweise gänzlich verboten worden. Warum auch immer. Persönlich finde ich es einfach nur schade, dass den Fans diese Möglichkeit rigoros genommen wurde.

Wie dem auch sei. Die Berliner hatten den Ball und nicht nur sprichwörtlich Rückenwind. Und der erste Drive der Gäste sah auch richtig gut aus, wenngleich die Defensive der Universe kurz vor der eigenen Endzone den Riegel zumachte und das Erzielen von Punkten verhinderte. Im Gegenzug zeigten aber die Gäste, dass auch sie verteidigen können und sehr gut auf das Spiel der Frankfurter eingestellt waren.SFUBR230918-15

Bei ihrem erneuten Angriffsversuch entschieden sich die Rebellen ein Field Goal zu erzielen, was auch gelang. Erneut verhinderte die Frankfurter Defensivabteilung ein besseres Ergebnis, dennoch lag Frankfurt zunächst 0:3 zurück. Kurz nach dem Field Goal war auch schon das erste Viertel vorbei. Das war mal flott, aber auch nicht besonders verwunderlich, denn beide Mannschaften versuchten überwiegend das Laufspiel in Gang zu bringen, denn Passwürfe waren ein kleines Lotteriespiel bei den Windstößen, die immer wieder ganz plötzlich in großer Stärke aufkamen.SFUBR230918-17

Ein paar Strafen hier, ein paar Strafen da. Dies auf beiden Seiten und in einem Rahmen, den man durchaus noch als normal bezeichnen konnte. Auch im zweiten Viertel änderte sich das Spiel nicht großartig. Doch in diesem waren es die Hausherren, die ein Field Goal erzielen konnten. Dieser Ausgleich wurde selbstverständlich gefeiert. Nur wenige Momente später war auch schon Halbzeit. Bei einem Spielstand von 3:3 klang es irgendwie mehr nach einem Fußball Ergebnis, als nach einem Football Halbzeitstand.

In der Halbzeitpause konnte man erkennen, dass es neben dem starken Wind auch immer dunklere Wolken am Himmel waren, die es Minute um Minute dunkler werden ließen. Eine Wetter App versprach ein nahendes Unwetter, das auch pünktlich, kurz nach Wiederbeginn ankam.

Das Spiel hatte kaum fortgesetzt, da öffnete der dunkle Wolkenhimmel seine Pforten und es kamen Wassermengen hinunter, die aus dem kompletten Spielfeld beinahe eine Seenlandschaft machten.SFUBR230918-36

Für mich war es dann mit der Fotografie vorbei gewesen. Mit meiner Anfängerkamera kann man da kaum mehr als Regenfäden fotografieren. Außerdem hatte ich keine Taucherausrüstung für Unterwasserfotografie dabei, die man zu diesem Zeitpunkt durchaus gut hätte gebrauchen können.

Irgendwo musste ich mich unterstellen und da entschied ich mich, die aufgestellten Zelte von Rosbacher zu nutzen. Immerhin war es dort nicht ganz so nass, aber dafür wurde es schon fast kuschlig, denn viele suchten ein Dach über dem Kopf. Abgesehen von dem medizinischen Personal, das dort untergebracht war, fanden sich viele Fotografen und auch Spieler unter diesem Notdach.

Das machte es ein wenig schwierig das Spiel zu verfolgen, aber viel passierte auch im dritten Viertel nicht. Dies war natürlich den Platzverhältnissen zuzuschreiben, die im Prinzip jede Sekunde schlechter wurden.

Vor allem sah man hochspritzendes Wasser und Spielertrauben, die gemeinsam badeten, wenn man so will. Geworfen wurde indes kaum noch und wenn, dann wurde nur selten mal ein Ball gefangen. Häufig flutschte das Bällchen durch die Hände oder wieder heraus. Es fehlte nur noch, dass der Ball dann jedes Mal sowas wie „Ätsch“ gesagt hätte.

Ein qualitativ hochwertiges Footballspiel, bei dem beide Mannschaften hätten brillieren können, war einfach nicht mehr möglich. Es gab nur noch Kampf, Wille und Schwimm- sowie Rutschkünste. Da war auch klar, dass jeder noch so kleine Fehler oder Ausrutscher entscheidend sein konnte.

Während das dritte Viertel ohne Punkte zu Ende ging, wuchs die Spannung im letzten Viertel. Wer würde den entscheidenden Fehler machen? Wer hat noch einen Geistesblitz in der Hinterhand?

Der Regen ließ allmählich nach, aber der Boden war nicht mehr zu retten. Es fühlte sich so an als würde man im Boden einsinken. Ob dies auch der Grund dafür war, dass ein Punt der Frankfurter völlig in die Hose ging und den Berlinern die Möglichkeit gab, kurz vor Frankfurts Endzone zu starten und punkten, kann man nicht so genau sagen.

Aber Frankfurts Verteidigung blieb standfest. Ein Pass wurde sogar abgefangen. Die Gefahr war also zunächst abgewendet. Doch im Gegenzug, als die Offensivabteilung Frankfurts an der Reihe war, funktionierte nicht viel. Überhaupt kein Raumgewinn und ein aus der Ferne betrachtetes klares Foulspiel durch die Berliner blieb ungeahndet. Letztlich musste gepuntet werden und das ging mal wieder nach hinten los. Der Snap zu hoch, der Ball flutscht über die Fingerspitzen und verlässt das Spielfeld. Da waren sie, die möglicherweise spielentscheidenden Punkte. Aber für die Gäste aus Berlin, die mit den zwei Punkten für die Safety kurz vor Schluss mit 5:3 in Führung gingen. Ganz bitter und sehr vermeidbar.

Wer nun dachte, dass die Spieler vielleicht die Köpfe hängen lassen würden, lag falsch. In der Teamzone wurde sich gegenseitig motiviert, die Defense wieder aufgebaut. Und vielleicht kam es auch bei einigen automatisiert in Köpfe, dass Playoffs sind. Nochmal alles geben. Nochmal die letzten Reserven aktivieren und aufs Feld bringen. Was es auch war, es funktionierte.

Während sich die Berliner bei ihrem Drive Zeit ließen und diese runterlaufen ließen, schienen sie in einem recht abgeklärten Modus zu spielen. Doch das, was sie brauchten, konnten sie nicht erreichen. Nämlich ein neues First Down. Das gewährte ihnen Frankfurts Defensive nicht. Dass die Rebellen den Punt auch gründlich vermasselten ließ die Fans im Stadion lautstark jubeln. Auch den Spielern Frankfurts konnte man den erhöhten Adrenalinpegel ansehen.SFUBR230918-38

Eine gute Feldposition nahe der Berliner Endzone und gute zwei Minuten Zeit für die Entscheidung. Um bloß nicht den Ball zu verlieren wurde nur gelaufen. Jedes Yard näher an der Endzone war wichtig. Ebenso wichtig, dass die Spielzeit so weit wie möglich herunterlief.

Einen Touchdown gab es nicht. Dafür war die Berliner Defensive zu gut auf das Laufspiel Frankfurts eingestellt. Es gab also nur magere Raumgewinne und so musste der junge Kicker Marius Duis aufs Feld und versuchen das benötigte Field Goal für drei Punkte zu erzielen.

Nervenflattern? Nervosität? Vielleicht innerlich, aber nach außen machte er einen ruhigen Eindruck. Anspannung pur vor diesem Schuss. Sie ließen sich Zeit, dann lief er an, der Snap war gut, der Ball stand senkrecht, wurde in Richtung der Stimmgabel gekickt. Exakt in diesem Moment hätte man auf der Haupttribüne eine Stecknadel fallen hören, die Fans hielten den Atem an. Nur ganz wenige Sekundenbruchteile später brach riesiger Jubel aus. Jeder konnte sehen, dass der Ball zwischen die Stangen ging und der Universe drei Punkte zur 6:5 Führung einbrachte. Und das 26 Sekunden vor Schluss.SFUBR230918-41

Aber noch war es nicht vorbei. Berlin durfte nochmal, auch wenn sie keine Auszeiten mehr übrighatten. Aber es lief nicht mehr viel zusammen. Zu einem Return kam es nicht, denn der Returner ließ den glitschigen Ballfallen und wurde umgenietet. So blieben den Berlinern nur 12 Sekunden um vom einen bis ans andere Ende des Spielfelds zu kommen. Der erste Passversuch war nicht komplett und so standen für das Vorhaben nur noch vier Sekunden auf der Uhr.

SFUBR230918-48Diese letzten vier Sekunden wurden von den Schiedsrichtern aber nochmal so richtig zelebriert. Zuerst wurde ein False Start für die Offense gegeben. Also wurde es nochmal wiederholt. Direkt im Anschluss gab es Gesprächsbedarf unter den Schiedsrichtern und die Berliner standen mit 12 Mann auf dem Platz und das änderte sich auch nicht. Anscheinend wurde die Uhr auf Ballfreigabe gestartet, das hat aber auch keiner so wirklich mitbekommen. Dann nahm der Hauptschiedsrichter den Ball in die Hand und zeigte das Spielende an. Und mit dieser Aussage brachen Jubelstürme los. Auf dem Spielfeld bei den Universe Spielern und natürlich auch auf den Rängen.

Diese letzten Sekunden seit dem Field Goal Kick zogen sich gefühlt Ewigkeiten in die Länge und ich muss gestehen, dass ich bei den Versuchen Bilder zu machen gezittert habe. Nervosität und Anspannung. Alles war da und fiel mit dem Spielende auch ab. Puh, meine Güte. Ich glaube ich bin am Ende ganz schnell gealtert.

Respekt und Lob an Marius Duis von meiner Seite, der mit seinen zwei sicheren Kicks den Sieg eingefahren hat.

Damit hat genau das funktioniert, was in anderen entscheidenden Spielen nicht so gut funktionierte, gerade wenn man an das Spiel gegen Braunschweig und Extrapunkte oder Field Goals denkt.

Doch an diesem Nachmittag klappte es und die Frankfurt Universe konnte den zweifachen Braunschweigbesieger besiegen. Apropos Braunschweig. Durch den Sieg sind die Frankfurter im Halbfinale und treffen am kommenden Samstag auf Braunschweig. Es wird Zeit für die Revanche und ob diese gelingt, wird sich ab 18 Uhr im Braunschweiger Eintrachtstadion zeigen.

Frankfurts Überzahlspiel maßgebend für den 5:2 Erfolg im ersten Derby der Löwen im Spiel gegen die Kassel Huskies

Die Saison ist gerade erst ein paar Tage jung, da stand schon das erste Derby auf dem Plan. Für Kassel sogar schon das zweite Hessenderby in Folge.

Dementsprechend war die Stimmung auf den Rängen bereits vor dem Spiel sehr gut. Auch die Gästefans waren zahlreich erschienen, um ihre Farben zu unterstützen.

Es war also alles für ein Derby angerichtet. Die insgesamt 5.675 Zuschauer konnten das Eröffnungsbully kaum abwarten.

Einige Bilder zum Spiel gibt es hier

Zum ersten Drittel:

Das Spiel begann mit zwei Mannschaften auf einem Level, bei dem die heimischen Löwen erste Akzente setzen konnten. Doch auf beiden Seiten endeten jegliche Offensivaktionen bei den Defensivreihen oder spätestens bei den Torhütern. Es dauerte etwas mehr als 11 Minuten, ehe ein Fehler im Spielaufbau der Löwen zu einem Fehlpass führte, der mit einem Konter Kassels aus dem eigenen Drittel heraus, zum ersten Tor und der Führung für die Gäste aus Nordhessen führte.

Bis dahin vermieden es beide Teams auch Strafen zu ziehen, jedoch war es kurz nach dem Führungstreffer der Gäste auch damit vorbei. Aber noch war das Überzahlspiel der Löwen nicht zwingend genug und Kassel konnte sich mehrmals befreien.

Das Drittel war auch schon fast vorbei, ehe Lukas Koziol den Ausgleich für die Löwen erzielen konnte. 11 Sekunden waren noch zu spielen, als die Frankfurter ein Bully links vor dem Kasseler Tor gewannen und Lukas Koziol einfach mal abzog und den Puck ins Tor hämmerte. Das sogar bei eigener Unterzahl. Mit dem Unentschieden ging es auch in die erste Pause.

 

Zum zweiten Drittel:

Druckvoll und mit viel Offensivdrang begannen die Löwen das zweite Drittel, doch erneut waren es die Gäste, die das Tor machten. Die zweite Führung an diesem Abend für die Schlittenhunde, die mit einem schönen Pass auf die linke Seite vor dem Tor aufgelegt und vollendet wurde.

Aber keine Minute nach dieser Führung fand sich Kassel in einer 5minütigen Unterzahl wieder. Was war passiert?

Andre Reiß (Kassel) zeigte sich völlig übermotiviert und checkte Frankfurts Cornett zu Boden. Dieser konnte gar nicht sehen, was da auf ihn zugekommen war und folgerichtig gaben die Schiedsrichter hierfür die Spieldauerdisziplinarstrafe. Diese Aktion brachte die Eissporthalle zum Kochen. Emotionen auf und neben dem Eis. Dass es dabei ebenfalls zu einer größeren Rangelei kam, bei der einige fauststarke Argumente verteilt wurden, blieb nicht aus. Damit war aus dem eher ruhigen Spiel ein Derby geworden und hätte Reiß gewusst, dass er mit dieser Aktion einen Bärendienst für seine Farben erweist, hätte er sich womöglich zurückgehalten.

Die anschließende lange Überzahlsituation war für die Löwen wichtig und wurde spielentscheidend. Sie ließen den Gegnern wenig Freiräume und übten großen Druck auf das Gästetor aus. Zu großen, wie es aus Sicht der Gäste schien, denn innerhalb dieser fünf Minuten kassierten sie drei Tore, bei denen sich Frankfurts Überzahlspieler nicht zwei Mal bitten ließen. Zwei Mal netzte Lewandowski ein und einmal legte er auf. Der Name Lewandowski steht also nicht nur im Fußball für Tore.

So machten die Hausherren unter dem immer lauter werden Jubel der Fans aus einem 1:2 ein 4:2.

Nach dieser Unterzahlsituation der Gäste, konnten sie sich nur kurz an ihrer Vollzähligkeit erfreuen, ehe erneut ein Spieler seine Zeit auf der Strafbank absitzen musste. Wieder Überzahl für die Löwen und wieder ein Tor. Tousignant wollte vor dem Tor noch einen Querpass spielen, der aber von einem Verteidiger unhaltbar ins Tor abgefälscht wurde.

Nun brannte die Eissporthalle förmlich ob dieser starken Offensivleistung und Tore im Überzahlspiel.

Die Stimmung war nun am Siedepunkt und Kassel stehend KO. Ob es die Ermüdung oder Kopfsache war, kann man nur mutmaßen. Es lief in diesem Drittel bei Kassel nichts mehr zusammen. In der Offensive waren sie förmlich abgemeldet und da half selbst ein eigenes Überzahlspiel nicht. Hier zeigte auch die Defensive der Löwen, dass auch sie ihre Qualität hat.

Es waren vielmehr die Löwen, die den Spielstand noch weiter nach oben hätten schrauben können. So ging es aber mit dem 5.2 in die zweite Pause.

 

Zum dritten Drittel:

Die Gäste kamen mit dem Willen auf das Eis, das Ergebnis zu verbessern, doch wenn es nicht die gute Defensivarbeit der Hausherren war, dann hatte Torwart Bick etwas dagegen. Er hielt die Schlittenhunde ein ums andere Mal davon ab jubeln zu dürfen.

Insgesamt wirkte das Spiel um einige Gänge zurückgefahren. Zwar gab es Chancen auf beiden Seiten, doch nach dem zweiten Drittel schien das Spiel bereits entschieden gewesen zu sein.

Viel passierte also nicht, abgesehen von einer kleinen Rauferei nach Spielende, bei der sich der Frust der Gäste nochmal entlud.

Löwen Frankfurt – Kassel Huskies 5:2 (1:1 4:1 0:0)

0:1  Adriano Carciola ( Richard Mueller , Marco Müller ) – EQ 11:24
1:1 Lukas Koziol – SH1 19:51
1:2 Matthew Neal ( Nick Walters , Richard Mueller ) – EQ 23:56
2:2 Eduard Lewandowski ( Adam Mitchell , Mathieu Tousignant ) – PP1 25:28
3:2 Eduard Lewandowski ( Maximilian Faber , Adam Mitchell ) – PP1 26.12
4:2 Maximilian Faber ( Eduard Lewandowski , Mathieu Tousignant ) – PP1 29:04
5:2 Mathieu Tousignant ( Adam Mitchell , Daniel Spang ) – PP1 31:13

Zuschauer: 5.675

Endlich wieder Eishockey! Die Löwen Frankfurt siegen zum Saisonauftakt in der heimischen Eissporthalle gegen den ESV Kaufbeuren mit 5:2

Die lange Zeit ohne Action auf dem Eis ist endlich vorbei. Die Testspiele waren das Warmlaufen und an diesem Freitag ging es endlich wieder um Punkte. Zwar wird in dieser Saison auch noch kein Aufsteiger ausgespielt, aber die Vereine können sich auf dieses Szenario schon vorbereiten und ebenfalls für die erste Saison, in der es möglich sein wird, die Weichen stellen.

Für mich war es insbesondere interessant zu sehen, wie die neu formierte Frankfurter Mannschaft das erste Punktspiel unter den ebenfalls neuen Trainern angehen würde. Schaffen es die Löwen in diesem Jahr wieder in die Playoffs? Und wenn ja, wohin geht die Reise in der Tabelle? Wird das Überzahlspiel wieder sehr stark sein? Findet man die Löwen wieder ganz oben in der Hitliste der meisten Strafzeiten? All dies wird sich zeigen.

Doch zunächst erfreute ich mich am Einlauf der Mannschaft, der ohne das gewohnte Flammenmeer stattfand. Die Pyrotechnik wurde wohl aus Sicherheitsgründen abgeschafft. So meine Vermutung. Nebel gab es dafür aber schon noch. So viele neue Namen und Gesichter und kurz nachdem auch die Gäste das Eis betraten, wurde es Zeit für den ersten Faceoff in dieser Saison.

Meine Kamera hatte ich dieses Mal übrigens parat, so dass es auch einige Bilder zum Spiel gibt. Hier kann man sie sich ansehen: Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren

Zum ersten Drittel:

Wenn man in der letzten Saison stets die Löwen in den Anfangsminuten anstürmen sah, war es in diesem ersten Spiel der neuen Saison anders: die Gäste kamen sehr gut ins Spiel und konnten sofort mehrere Chancen für sich verbuchen. Durch die, für mich sehr überraschende, Offensivstärke bekamen sie auch schnell eine Möglichkeit in Überzahl, die sie auch direkt nutzen konnten. Nach etwas mehr als drei gespielten Minuten stand es 0:1. Doch auch die Löwen konnten innerhalb der nächsten Minuten von einer Überzahlsituation profitieren und den Puck zum Ausgleich einnetzen.

Die Folgezeit hielt sich das Spiel recht ausgeglichen, doch nach knapp 15 Spielminuten reihten sich Strafzeiten auf beiden Seiten aneinander. Es wirkte dadurch etwas zerfahren und die Schiedsrichter ab diesem Moment etwas überfordert. Die klare Linie fehlte und dies führte zu Strafzeiten, die man wohl nicht unbedingt geben muss. Da dies aber auf beiden Seiten der Fall war, wurde es jedenfalls nicht spielentscheiden.

LFESVK140918-21Durch die ständig wechselnde Anzahl an aktiven Feldspielern auf dem Eis, war es natürlich kein Wunder, dass Tore fallen mussten. Erneut waren es die Gäste, die sich in Überzahl in der 17. Spielminute die erneute Führung holten, ehe diese nur zweieinhalb Minuten später, wie hätte es auch anders sein sollen, in Überzahl durch die Löwen egalisiert wurde. Mit dem Zwischenstand von 2:2 ging es in die erste Pause und auch die Statistik besagt, dass dies das passende Ergebnis war, denn beide Seiten verbuchten jeweils 12 Torschüsse.LFESVK140918-10

Zum zweiten Drittel:

Das Spiel fand in diesem Drittel ziemlich lange auf Augenhöhe statt. Beide Angriffs- und Defensivreihen, sowie die Torhüter zeigten sich von ihrer sehr guten Seite. Die spielanlagen ähnelten sich und es war zu erkennen, dass die beherzte Defensivarbeit der Gäste durchaus Wirkung zeigte. Doch auch die Löwen zeigten, dass sie durchaus in der Lage sind sehr gut zu verteidigen.

Zu Beginn hatten die Kaufbeurer zwei Möglichkeiten in Überzahl, die sie nicht nutzen konnten. Später in diesem Drittel hatten die Löwen sogar drei. Aber auf beiden Seiten führte das nicht zum Erfolg. Zwar waren die Strafen insoweit in Ordnung und nicht mehr in konfuser Abfolge, dafür erneut auf beiden Seiten eher unnötig.LFESVK140918-32

Aber kurz vor Ende des Drittel passierte dann doch noch etwas: Maximilian Eisenmenger dachte sich bei einem Vorstoß „warum nicht?!“ und gab einen Schuss bei freier Sicht für den Torwart aus der Mitteldistanz, also circa in Höhe der blauen Linie, ab und auf einmal jubelten die Fans hinter dem Tor. Der Puck war drin! Aus meiner Sicht sah das schon irgendwie kurios aus, denn die Bewegung des Torwarts deutete eher daraufhin, dass er den Puck ganz lässig gefangen hätte. Doch anscheinend hatte er ihn eben nicht und dieser sprang über den Handschuh ins Tor hinein. Mit dem 3:2 und damit der allerersten Führung für die Löwen in dieser Saison, ging es auch in die zweite Pause.

Zum dritten Drittel:

Dieses Tor kurz vor der zweiten Pause gab den Löwen anscheinend so richtig auftrieb. Durch eigene Angriffe, die fast immer mit einer Chance endeten, konnten die Löwen nicht nur ihr Spiel aufziehen, sondern auch die Gäste sehr gut vom eigenen Tor fernhalten. Mit der ersten Überzahl, nach rund neun Minuten in diesem Drittel, konnten sie zum 4:2 nutzen. Dieses Tor brachte noch mehr Sicherheit in das Spiel der Hausherren und die gleichzeitig den Gästen noch mehr Sorgen, denn zu diesem Zeitpunkt sah es nicht mehr so aus, als hätten sie die nötigen Ideen und Mittel dieses Spiel noch einmal zu drehen.

Zweieinhalb Minuten vor Ende war es dann ein weiteres Mal der Maximilian Eisenschläger, äh nein, Eisenmenger, der den Gästetorwart völlig verladen und den Puck durch seine Beine ins Netz schieben konnte. Spätestens mit diesem Treffer war das Spiel endgültig entschieden. Mit diesem zweiten Tor avancierte er auch zum Spieler des Tages bei den Löwen. Völlig zurecht.LFESVK140918-43

Mehr passierte auch nicht bis zum Ende und so konnten sich die neu formierten Löwen den ersten Sieg im ersten Spiel holen. Diesen Rückenwind wollen sie gleich am Sonntag in Deggendorf nutzen, wenn sie zu Gast beim Aufsteiger sind.

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 5:2 (2:2 1:0 2:0)

0:1 Branden Gracel ( Ossi Saarinen , Joseph Lewis ) – PP1 03:18
1:1 Maximilian Faber ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) – PP1 06:33
1:2 Sami Blomqvist ( Ossi Saarinen , Jere Laaksonen ) – PP1 16:25
2:2 Tim Schüle ( Carter Proft , Matthew Pistilli ) – PP1 19:04
3:2 Maximilian Eisenmenger ( Mike Fischer , Nicolas Cornett ) – EQ 39:11
4:2 Adam Mitchell ( Mathieu Tousignant , Eduard Lewandowski ) – PP1 49:23
5:2 Maximilian Eisenmenger ( Daniel Spang , Maximilian Faber ) – EQ 57:36

Zuschauer: 4.538