Assassins Creed Odyssey – mein Test und Bericht: Story und Aufgaben in einer offenen Welt zur Zeit des antiken Griechenlands als episches Abenteuer

Zu Beginn in Kürze: eine offene Welt, viele Möglichkeiten diese zu erkunden, Aufgaben und eine spannende Hauptgeschichte. Söldner, Verfolgung, Kämpfe und Seeschlachten, sowie ein ominöser geheimer Kult.

Nicht ganz so ominös geheim ist das Gewinnspiel, welches mit der Unterstützung von Elbenwald von mir bis zum 24.10.2018 veranstaltet wird. Mehr Infos dazu gibt es hier -> klick <- auf meinem Blog oder auch auf meiner Facebook Seite „PadmanPL“, denn nur dort kann man daran teilnehmen.

Übrigens gibt es tolle Merchandise Artikel zu Assassins Creed bei Elbenwald.

Was ich persönlich sehr faszinierend finde, ist die Tatsache, dass das Spiel so viel Inhalt anbietet, dass man durchaus über mehrere Wochen Spielspaß erleben und haben kann und das ohne Add-Ons, Erweiterung oder zusätzlichen Inhalten. Das, was Ubisoft hier liefert, ist sehr umfangreich.

Meine Erwartungen wurden daher nicht nur erfüllt, sondern durchaus übertroffen.

Das Rollenspiel bietet einem die Möglichkeit zwischen einem männlichen und einem weiblichen Charakter zu wählen, mit welchem man die Geschichte und das Spiel in Angriff nehmen möchte. Entweder spielt man, wie gewohnt, mit einem männlichen Charakter, der in dieser Ausgabe „Alexios“ heißt. Oder aber man entscheidet sich für das weibliche Pendant mit dem Namen „Kassandra“. Ich selbst habe mich für Kassandra entschieden, denn es ist, soweit ich weiß, eher die Ausnahme, als die Regel, dass ein weiblicher Charakter die Hauptrolle spielen kann.

Tatsächlich ist es so, dass sich die Story mit der Auswahl des Charakters leicht verändert. Das kann man im Verlauf des Spiels durchaus erkennen und sehen. Nicht, weil ich das Spiel ein weiteres Mal begonnen habe. Es ergibt sich aus der Hauptstory selbst.

Ganze sieben Stunden habe ich im Startgebiet verbracht

Mehr Assassins Creed Videos von mir auf meinem Youtube Kanal „PadmanPL.blog

Da es sich um ein RPG handelt ist klar, dass man Erfahrung sammeln, Aufgaben erledigen, seine Ausrüstung verbessern, usw. machen muss. Das ist gewiss nicht neu, aber in Verbindung mit der Geschichte und der Art und Weise, wie man durch die Welt und die Aufgaben geführt wird, ist es gar nicht so anstrengend, wie es in anderen Spielen der Fall sein kann.

Zu schnell verliere ich mich voll und ganz in der virtuellen Welt und vergesse die Zeit, die beim Spielen verfliegt. Dabei ist die Grafik auf einem konstant hohen Niveau und hat sich im Verhältnis zu Origins nicht nennenswert verändert. Die Vertonung der Gespräche, also sämtlicher Gespräche, ist sehr genial. Wer mich kennt, der weiß ohnehin, dass ich diese Art der Story in dieser Form sehr schätze und nicht genug davon bekommen kann. Positiv ist natürlich, dass die Gespräche in einer separaten Kameraperspektive stattfinden. So hat es durchaus Filmcharakter.

In den Gesprächen selbst hat man unter anderem auch Entscheidungsmöglichkeiten. Dadurch können sich Aufgaben und deren Folgeaufgaben verändern. Somit nimmt man Einfluss auf den Verlauf von Quests. Zwar etwas weniger von der Hauptquest, aber auch hier genießt man gewisse Freiheiten.

Diese Freiheiten sind aber insbesondere in der freien Welt zu finden. Man ist nicht zwingend an die Hauptquest und die Storyline gebunden. Ich persönlich erkunde gerne alle Orte, die mit einem Fragezeichen markiert sind, mache alle möglichen und auffindbaren Nebenaufgaben, hebe Banditennester aus und lege mich mit Kopfgeldjägern an.

Auch an Aussichtspunkten fehlt es nicht, denn mit diesen kann man die Schnellreise freischalten. Ikaros, der treue Adler, begleitet einen auch dieses Mal und hilft dabei die Ziele zu finden und darüber hinaus findet er auch Schätze und antike Tafeln.

Vieles, wie auch die Steuerung, ist bekannt und hat sich nicht geändert. Aber die Liebe zum Detail und zur umfangreichen Aufgabengestaltung und der Entwicklung einer spannenden und interessanten Hauptgeschichte ist absolut gelungen.

Auch die Nebenaufgaben führen zu interessanten Situationen, denn man kann darüber auch Personal für das eigene Schiff anwerben. Tatsächlich hat man die Kontrolle über ein eigenes Schiff, das man verbessern kann und mit dem man von Insel zu Insel kommt. Schließlich sind zu Beginn kaum Schnellreisepunkte freigeschaltet. Aber Schlachten und Kämpfe auf hoher See sind genauso aufregend, wie der Nahkampf mit unserem Charakter.

Apropos Charakter. Man kann sich an drei Talentbäumen bedienen, wovon man aber schon einen intensiv mit seinen verfügbaren Fähigkeitspunkten behandeln sollte Das macht durchaus Sinn. Dabei können die Geschmäcker natürlich verschieden sein. Ich habe mich für den kriegerbaum entschieden und beziehe nützliche Nebenfähigkeiten aus dem Jäger und dem Attentatsbaum. Das kann man aber durchaus auch anders variieren, wenn man möchte.

Hier ist das Spiel schon in einem fortgeschritteneren Status

Ich kann gar nicht abschätzen, wie lange ich brauchen werde, um die Hauptgeschichte mit der großen Nebengeschichte, den Kultisten, durchzuspielen. Mittlerweile habe ich schon so viele Stunden vor und mit dem Spiel verbracht und bin immer noch neugierig darauf, wie es weitergeht und auch neugierig auf die ganzen Nebenaufgaben und Orte, die man entdecken kann. Es lohnt sich übrigens, denn Erfahrung und Drachmen gibt es fast überall zu verdienen.

Ich hoffe, dass ich damit einen kleinen Eindruck in das umfassende Spiel geben konnte. Es ist nämlich schwierig so ein umfangreiches Spielerlebnis in einer Kürze wiederzugeben, die für den Leser noch lesbar ist.

Aber im Endeffekt muss ich sagen, dass es sich um einen tollen weiteren Teil der Assassin’s Creed Reihe handelt, der es absolut wert ist gespielt zu werden.

 

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Durchgespielt und noch immer begeistert! Detroit: Become Human für die PS4 glänzt in jeder Hinsicht mit Story, Charakteren, Sound, Gameplay und mehr

Ich habe seit Ewigkeiten kein Spiel mehr gehabt, das mich so sehr in den Bann gezogen hat, wie es „Detroit: Become Human“ geschafft hat. Mittlerweile habe ich es bereits in kürzester Zeit zwei Mal durchgespielt und brenne auf weitere Male. Dabei bin ich normalerweise kein „Wiederholungstäter“. Doch bei diesem Spiel ist es anders; vieles ist anders.

Zwar gibt es das Spiel schon seit dem 25.05.2018, aber Zeit und Geld sind Faktoren, die es einem nicht immer ermöglichen alle neuen Spiele – sind sie auch noch so interessant – kaufen, spielen und bewerten zu können. Ich würde wirklich sehr gerne viel mehr machen; insbesondere für die Leser dieser Reviews.

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Ein kurzes Zwischenwort: die technische Entwicklung wird immer rasanter und es gibt bereits die ersten Roboter, die sich menschlich verhalten können. Es fehlt noch an den Bewegungsabläufen und an einer vergleichbaren Technik, wie jene, die im Spiel gezeigt wird. Aber utopisch ist das Jahr 2038 in Bezug auf Androiden tatsächlich nicht.

Das Thema ist also schon sehr interessant gewählt. Im Spiel selbst haben wir die Kontrolle über drei verschiedene Androiden, die ihre Wege gehen. Sie sind sehr unterschiedlich und im Verlauf der Story kreuzen sich die Wege zwangsläufig. Alle drei entwickeln sich über ihre technischen Komponenten hinaus weiter und entwickeln einen freien Willen, was durchaus Probleme mit sich führen kann. Wie diese gelöst werden, das entscheidet der Spieler und dabei stehen mehrere Wege und Entscheidungen zur Auswahl, die sich auch auf den weiteren Spielverlauf auswirken.

Kara: eine Androidin, die insbesondere für Haushaltstätigkeiten und Kinderbetreuung gemacht wurde. Ihr freier Wille erwacht, als das Kind des Hauses vom jähzornigen Vater verprügelt wird. Es gelingt ihr anschließend mit dem Kind zu fliehen und ab diesem Geschehnis beginnt das Abenteuer von ihnen, denn sie sind auf der Flucht.

Markus: er erledigt für seinen Besitzer Carl Einkäufe und pflegt ihn auch, da dieser schon im hohen Alter und im Rollstuhl ist. Der bekannte Maler sieht jedoch mehr in Markus als nur eine Maschine und versucht ihm freies Handeln und Denken beizubringen.

Connor: er stellt das neueste Modell des Androidenherstellers „CyberLife“ dar und dient als Ermittler bei der Polizei. Mit ihm steigt man auch in das Spiel ein und muss direkt ein kleines Mädchen retten, das von einem verrücktspielenden Androiden als Geisel genommen wurde. Seine Mission ist es jene Androiden zu „bekämpfen“, die nicht mehr funktionieren. Dieser Auffassung nach sind Androiden gemeint, die ihren freien Willen entdeckt haben und ihr Leben mit den neugewonnenen und entdeckten Emotionen leben wollen.

 

[amazon_link asins=’B07F1WRG91′ template=’ProductAd‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’87f50ddb-c5fa-11e8-b61d-e30a55d18257′]Es gibt innerhalb der drei Storys zu den drei Charakteren so viele Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten in den 30 Episoden / Folgen / Szenen, dass das einfache Durchspielen gar nicht ausreicht, um alle möglichen Enden und Ereignisse sehen zu können. Selbst zwei oder drei Male reichen in manchen der Szenen nicht aus, um jede einzelne Wendung, bzw. den Ablauf, sehen zu können.

Die Storys sind also sehr detailliert ausgearbeitet und durchdacht. Jede Entscheidung hat eine direkte oder weiterführende Folge. Da kann ich kaum selbst ins Detail gehen, weil dies einfach nicht möglich ist. Was ich aber sagen kann ist, dass die Aufmachung des Spiels und der Ablauf der Geschichte sehr an eine Serie oder an einen Film erinnert, sodass auch ich teilweise vergessen habe, dass ich mich in einem Spiel befinde und somit in den fantastischen Kampfszenen das Drücken der richtigen Taste völlig verpasst hatte. Und durch die vielen Möglichkeiten, die einem durch die detailreichen Entscheidungsketten gegeben sind, ist jedes neue Durchspielen wie eine andere Geschichte.

Auch grafisch ist das Spiel sehr gelungen. Hier wurde auch sehr detailreich gearbeitet. Die Charaktere sehen echten Menschen sehr ähnlich und ihre Bewegungen sind dank der Motion-Capture Technologie fließend. Die Umgebungen sind im Allgemeinen sehr ansehnlich und durchaus sehr realitätsnah mit futuristischen Einflüssen, die nicht zu extrem ausfallen.

Die Hauptfiguren, also die drei Hauptcharaktere und deren wichtigste Bezugspersonen, sind individuell in ihrem Charakter, ihren Ansichten und im Verhalten. Es gibt viele Punkte bei jedem Einzelnen, mit denen man sich identifizieren kann und somit noch tiefer in das Spiel eintaucht.

Gelungen sind auch der Soundtrack und die Melodien, die zu jedem Charakter gestaltet worden sind. Diese erscheinen individuell und emotional. Gerade bei Kara führt dies in Verbindung mit der Story häufig zu Momenten, die zu Tränen rühren können. Bei mir war es jedenfalls so.

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Letztlich bleibt mir als abschließendes Fazit nur zu sagen, dass Detroit: Become Human definitiv DAS Spiel des Jahres 2018 sein muss. Es ist mehr als nur ein Spiel, es ist ein Meisterstück aus mehreren Bereichen, zusammengefasst in einer fiktiven Zukunftsgeschichte, die durchaus aufzeigt was und Menschen in einer relativ nahen Zukunft erwarten könnte. Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich meine eigene Haushaltsandroidin die Hausarbeit erledigen lassen kann. Stets werde ich dann an dieses Spiel zurückdenken und mir immer wieder bewusstmachen, dass sich ein eigenes Bewusstsein in dieser Maschine entwickeln könnte…

Wer sich einmal alle 30 Folgen und somit die ganze Geschichte einmal ansehen möchte, hat hier unten die Gelegenheit dazu. Wobei „ganze“ nicht korrekt ist, es ist eine Möglichkeit das Spiel in dieser gezeigten Form durchzuspielen. Es beginnt natürlich mit Folge 1:

Folge 2Folge 3Folge 4Folge 5Folge 6Folge 7Folge 8Folge 9Folge 10Folge 11Folge 12Folge 13Folge 14Folge 15Folge 16Folge 17Folge 18Folge 19Folge 20Folge 21Folge 22Folge 23Folge 24Folge 25Folge 26Folge 27Folge 28Folge 29Folge 30

10 Jahre World of Warcraft. Wie man einfach nicht ganz davon loskommt. Meine kleine (Charakter)Geschichte aus 10 Jahren

Vor ungefähr 10 Jahren begann meine Reise durch Azeroth. Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen:

Krank zu Hause und vor der Glotze sitzend, kam da diese Werbung mit einem gewissen Mr. T, der seine Rede mit der Frage beendete „Und was spielst Du?!“. Nun, ich hatte darauf keine Antwort und aufgrund meines Krankheitszustands fantasierte ich mir zusammen, dass der gute Mr. T aus dem Fernseher heraussteigen könnte…

Soweit wollte ich es dann nicht kommen lassen und hab mir dann mal das Spiel zugelegt. Ohne Plan und Ahnung saß ich dann nach der Installation vor der ersten wichtigen Entscheidung: Welche Fraktion, welches Volk, welche Klasse?

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Mir hätte da aber schon jemand sagen müssen, dass man als M A G I E R den Stock in der Hand nicht unbedingt zum permanenten Verprügeln seiner Gegner zu benutzen hat. Das war tatsächlich so. Außer dem Kloppen mit dem Stock hatte ich ja nichts Anderes in der Aktionsleiste. Es war also nicht weiter verwunderlich, dass mir das nach kurzer Zeit zu öde wurde und ich das Spiel wieder habe links liegen lassen.

Einige Wochen später kam das Thema „WoW“ dann woanders auf und da gab es dann die pure Entrüstung als ich sagte, dass ich ja auch einen Magier, so einen Untoten, habe. Nein, um Gottes Willen, Du MUSST für die Allianz spielen; dort wo wir auch sind. Auf Nozdormu.

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Größtenteils war ich dann in dieser Welt auch wieder alleine unterwegs, aber eben nicht permanent. Überfordert war ich trotzdem immer noch von dem Ganzen. Schutz, Furor, Waffen, Talente, Werte?! Was bitte will das Spiel von mir? Ich lief tatsächlich herum wie ein bunter Vogel, was die Attribute betraf. Ja, ein Krieger mit Manareg und Intelligenz. Natürlich kann man nun sagen „ja, das brauchen Krieger auch“ – so gesehen nicht ganz falsch, was?

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Irgendwann, bei Level 40 ungefähr, brach ich erneut ab, da mir das ein weiteres Mal zu undurchsichtig wurde. Aber kurz vorher gab es noch ein Erlebnis, das ich bis heute noch weiß. Es war wohl relativ zum Ende des AddOns „Burning Crusade“. Okay, ich traf auf eine Spielerin, die mir ein wenig erklärt hatte. Dies und das und jenes. An einem Tag meinte sie aber, dass sie unbedingt irgendwohin muss, da es dort eine neue Tasche gibt. Tasche? Handtasche womöglich? Bitte was? Heute weiß ich, dass es sich um die Dolche und Giganta handelt. Shattrath.

Irgendwann kam dann auch das nächste AddOn heraus, das den Titel „Wrath oft he Lich King“ trug. Joa, also der Kerl da auf dem Titelbild war schon richtig Metal. Vielleicht einer der Gründe, warum ich dann doch weitergemacht habe.

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„Du musst Inis laufen, Du brauchst diese Teile.“ Aha okay – der Chef dieser Gilde hat mehr Plan als ich gehabt und mir wirklich sehr viel erklärt. Es ging also für mich los. Als Tank. Gleich so eine wichtige Rolle. Das lief anfangs eher schlecht als recht, aber mit der Zeit habe ich es dann hinbekommen.

Ich hatte also Blut geleckt, viel davon, sehr viel. So begann dann meine aktivere Zeit. Der Gildenchef, der seiner Zeit als Hexenmeisterin Finala in der Gilde „Ancient“ unterwegs war, hatte leider nicht immer die Zeit. Verständlich, da er sich in einer Progress Raidgilde aughielt. So passierte der erste Gildenwechsel mit gleich mehreren Leuten.

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Apropos Cheffe. Ganz amüsant war, dass er aus derselben Stadt kam. Wir wurden mit der Zeit auch außerhalb des Spiels sehr gute Freunde und das hat bis heute bestand, auch wenn er mittlerweile woanders ist.

Das Raiden begann. Oh Naxxramas. Der „Haigan Dance“ – na, wer kennt ihn noch? Anfangs habe ich diesen Boss gehasst, wie die Pest. Aber irgendwann hat man die Routine drin und kann die Abfolge auswendig. Es hatte tatsächlich mit den Leuten sehr viel Spaß gemacht. Keine Progress Raidgilde, aber man konnte etwas erreichen, was ich damals natürlich sehr toll fand.

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Nachdem sich meine Schamanin, mit dem Namen „Talesca“ (das wird später noch wichtig), als wahrer Glückspilz erwiesen hatte, war es tatsächlich auch so, dass ich mit diesem Charakter mit der Spezialisierung „Heilung“ meine ersten heroischen Bosse zerlegt hatte. Das war schon spaßig.

Zum Cataclysm Wechsel hatte ich eine erzwungene Auszeit und im Nachgang keine Lust auf meinen Krieger. Das Schurkengerät hatte mir zuletzt so gut gefallen, dass ich für eine Weile genau dieses als meinen Hauptcharakter spielte. Aber wirklich nicht lange. Das Experiment der eigenen Gilde schlug fehl. „In Vino Veritas“ verabschiedete sich schneller, als ich schauen konnte.

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Aber ich wollte dann doch wieder zum Krieger zurück. Aber definitiv nicht als Mensch. Die Draenei, insbesondere die weiblichen, hatten auf mich eine magische Anziehungskraft. Also war mir klar, was bei dem Volkswechsel herauskommen sollte: Draenei, weiblich.

Auf der einen Seite wollte ich einen Teil des alten Namens jedoch behalten. Es blieb das „Mel“ übrig. Aber die ersten Namen, die mir so einfielen, waren schon vergeben. Nun kam Talesca ins Spiel. Ich probierte einfach die Endung „esca“ aus und siehe da, das klappte. Nun hatte ich eine Talesca und eine Melesca.

In der Folgezeit führte es dazu, dass ich sämtliche Charaktere, die Draenei werden können, auch zu Draenei gemacht habe. Selbstverständlich weiblich. Man(n) möchte ja etwas zum Gucken haben, wenn man schon so lange vor der Kiste sitzt.

Für euch mal eine Auflistung mit Link zum Arsenal:

Melesca – Kriegerin

Talesca – Schamanin

Hellesca – Todesritterin

Kalesca – Jägerin

Selesca – Magierin

Silesca – Paladin

Sulesca – Priesterin

Chilesca – Mönch

Weitere Charaktere, die keine Draenei sind:

Haeredes – Dämonenjägerin

Mîreille – Schurkin

Fiovilia – Druidin

Talyndra – Hexenmeisterin

Nach einem kurzen Ausflug in die Gilde „natus iterum“ ging es ein weiteres Mal mit dem guten Kollegen in eine Gilde zusammen. „enProgresso“ und der Name war größtenteils Programm. Aber gegen Ende des AddOns verlief es sich erneut und auch ich nahm mir eine Auszeit von diesem Spiel.

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Erst kurz vor Pandaria kam ich wieder zurück, hatte noch ein paar Raids und zu Pandaria eine neue Gilde „Service not available“. Gute acht Monate lief es sehr gut und auch die Qualität der Spieler war so gut, dass wir zügig durch die Raids kamen. Zwar mit ein paar Startschwierigkeiten, aber der Kader nahm Formen an. Es kam aber mit der Zeit zu Spannungen innerhalb der Gemeinschaft, weshalb ein sehr großer Teil, darunter auch ich, kehrtmachten und mit „Rebirth“ neu starteten. Da wir fast den kompletten alten Kader zur Verfügung hatten, lief es auch sehr gut. Qualitativ konnten wir sogar noch zulegen.

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Es war in beiden Gilden lustig und zugleich ernsthaft. Eine tolle Mischung, die in meiner Rebirth Zeit zur besten Zeit meiner WoW Laufbahn wurde. Menschen, mit denen man richtig viel Spaß haben und auch noch etwas erreichen konnte. Gespräche, die zumeist mitten in der Nacht erst endeten. Wir hatten die Raids in Pandaria gut im Griff und fanden uns immer wieder auf den guten Gildenrängen wieder. Ja gut, dass Server, wie Nozdormu, mit der Zeit ausstarben, dafür konnten wir nun wirklich nichts. Aber bis heute blieb mir auch von hier eine Person erhalten, mit der ich mich gut verstehe. Legolas (die Sonderzeichen lasse ich mal weg) – oder aber Mister Jäger Worg. Es ist gut, wenn man auch andere Themen hat, über die man so sprechen kann.

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Häufig habe ich mich, ob dieser Tatsache, durch die Raids gezwungen und irgendwann war es dann zu Ende. Das war so Anfang bis Mitte 2015. Seither schaue ich regelmäßig ins Spiel hinein, habe aber nicht mehr vor so viel wie früher zu spielen.

Das aktuelle AddOn „Battle for Azeroth“ hatte ich mir schon im Vorfeld zugelegt. Dabei noch ein wenig in Draenor für den ein oder anderen Erfolg gearbeitet aber nicht mehr zwingend auf das Raiden geschaut. Zudem bin ich zu einer aktiven Gilde, in der sich noch ein paar Bekannte befinden, gewechselt. „Lux Aeterna“

Dort bin ich zumindest nicht alleine und bin auch nicht unbedingt gezwungen zu raiden usw. Denn ich habe für mich festgestellt, dass mir doch schnell langweilig wird im Spiel, obwohl die Story mal wieder sehr interessant gestaltet ist.

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Meine Interessen haben sich jedoch völlig verlagert. Was man an meinem Blog unschwer erkennen kann. Ich möchte einfach keine Verpflichtung eingehen, sondern viel mehr einfach nur ein bisschen spielen, wann mir danach ist. Dass dazwischen immer wieder größere Pausen liegen, ist dabei völlig in Ordnung. Ein „Casual“ zu sein reicht auch völlig aus, bei dem was die Entwickler an Möglichkeiten anbieten, die Raids trotzdem sehen zu können. Wenngleich man da kaum Expertisen benötigt und sich häufig mit einem Hammer auf den Kopf schlagen könnte, wenn man sieht, was da andere Mitspieler so kurioses treiben.

Aber wozu aufregen? Dann lieber ausschalten und sich an anderen Dingen des Lebens erfreuen.

Special thanks to: Finala, Tabeea, Haiihappen, Bsuff, Ciona, Elanis, Casimier, Aciderus, Légólás, Eyefinder, Yaani, Tamuil, Darinus, Apalachin, Krait, Zalvador, Chivera, Suleyka, uvm.

 

Getestet und gespielt: Assassin’s Creed – Origins für die Playstation 4 (PS4) – Leveln, Aufgaben und eine spannende Storyline im alten Ägypten mit Kleopatra

Dieses Spiel hatte ich lange nicht auf dem Radar, denn bisher war ich nicht so sehr im Assassin’s Creed Universum zu Hause. Aber nachdem ich in den letzten Wochen und Tagen immer wieder auf dieses Spiel gestoßen bin, Berichte, Videos und Kommentare gesehen und gelesen habe, war mein Interesse geweckt. So musste ich mir das Spiel, welches bereits am 27. Oktober 2017 erschien, nun auch zulegen. Ich war dabei doch sehr überrascht, dass die normale Version des Spiels bereits für 39,99 € zu haben ist. Das hat mich in meiner Entscheidung, das Spiel zu kaufen, bestärkt und so nahm ich es mir aus dem Regal und zahlte dem Laden, der so heißt wie ein Planet, meinen Tribut, ging nach Hause und habe in wenigen Tagen bereits mehr als 18 Stunden Spielzeit hinter mich gebracht.

Spielstart mit unserer Hauptfigur „Bayek“ im Dorf Siwa

Bereits von Beginn an ist die Grafik des Spiels auf meiner PS4 Pro atemberaubend. Nicht nur die Einspieler und Videosequenzen sind hervorragend umgesetzt, auch die Spielwelt an sich ist detailliert und sehr liebevoll gestaltet. Gräser, Pfeile und auch die Kleidung wirken authentisch. Ebenso die Häuser und Tiere, denen man stets begegnet. Aber auch bei den Menschen sind die unterschiedlichsten Staturen und auch Gesichtszüge zu erkennen. Hier und da gibt es mal einen Sandsturm, der auch die Sicht einschränkt, was auch sehr gut gemacht und umgesetzt wurde. Insgesamt wirkt die ganze grafische Umsetzung und Spielwelt auf mich, wie ich mir das alte Ägypten vorstelle. Es ist also nicht nur ein grafisch hohes Niveau, sondern auch historisch wundervoll nachgearbeitet worden.

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Nur bei Elbenwald gibt es eine große Auswahl an Assassins Creed Fanartikeln. Schau rein.

Die komplette musikalische Umsetzung passt ideal zum ganzen Spielgeschehen und untermalt dieses zusätzlich. Sie wirkt manchmal entspannt aber auch gespannt, wenn man sich in Kämpfen oder besonderen Gegenden befindet. Es ist auch nicht so, dass störend oder zu laut ist, wenn man von den Grundeinstellungen ausgeht.

Von Siwa geht es weiter in Richtung Alexandria

Zur Steuerung kann ich sagen, dass sie sich nach einiger Zeit gut einprägt und umsetzen lässt. Mit den Sticks erfolgt die Steuerung als auch die Kamerapositionierung, während L1 und R1 für den Nahkampf hinterlegt sind. Sollte man sich doch eher auf den Fernkampf konzentrieren, dann sind die Tasten L2 und R2 die wichtigen. Mit X springt und klettert man, während die Kreistaste für das Absteigen von Reittieren und das Herunterklettern gedacht sind. Mit Dreieck kann man Attentate vollziehen und auch mit Gegenständen und anderen Personen interagieren. Da ich sehr viele verschiedene Spiele habe und diese meistens eine andere Steuerung beinhalten, kann ich da schon mal durcheinanderkommen. Aber wie erwähnt, kann man sich die Steuerung gut einprägen.

Assassin’s Creed – Origins ist ein RPG, also ein Rollenspiel. Passend dazu sammelt man mit der Hauptfigur, die man spielt, Erfahrungspunkte und levelt. Dazu gehört auch das Erlernen von Fähigkeiten, die einem das Leben einfacher und den Charakter stärker machen. Im Talentbaum stehen einem dafür auch drei mögliche Richtungen zur Verfügung, in die man seine Fähigkeitenpunkte investieren kann. Hierbei kann man sich entweder dem Nahkampf, dem Fernkampf oder dem heimlichen Kampf mit Attentaten etc. widmen. Für mich ist hierbei der Nahkampf das wesentliche Element, da ich nicht besonders gut im Zielen bin auf der Playstation 4, was einer Ausbildung als Jäger im Wege steht. So kann sich aber jeder seine eigenen Vorlieben auswählen und sich auch bei den anderen Talenten und Fähigkeiten bedienen. Für mich ist dies durchaus ein sehr interessantes Spielelement, das zum Nachdenken und Planen der Fähigkeiten auffordert. Ein wildes Verteilen der Punkte ist nämlich nicht unbedingt förderlich.

Willkommen in Alexandria

Zur Geschichte und Story möchte ich nur sagen, dass diese absolut durchdacht und mit historischen Elementen gespickt ist. Spoilern möchte ich einfach nicht im Text, da diese so gut ist, dass man sie einfach selbst erleben muss.

Wichtig ist aber, dass die Hauptaufgaben immer wieder mit interessanten Videosequenzen unterlegt werden. Es werden Gespräche zwischen den Charakteren gezeigt, die informativ für die Aufgaben sind, aber gleichermaßen auch das Hintergrundwissen um die Hauptfigur erweitern. Doch nicht nur die Hauptquestreihe ist sehr schön gestaltet, auch die Nebenaufgaben, die sich immer wieder finden lassen, haben ebenfalls ihre interessanten Elemente und sehr häufig auch ihre Videosequenzen.

Es ist übrigens genau diese Story, die mich an das Spiel bindet und fesselt. Überspringen möchte ich wirklich nichts, denn es ist derart interessant und spannend gestaltet, dass ich nicht anders kann, als alles in mich aufzusaugen. Dabei sind die Nebenaufgaben keineswegs nur Lückenfüller, denn sie ergänzen das Wissen um die Städte, die Menschen und auch um das historische Ägypten. Hier haben sich die Entwickler wirklich gut informiert und eine Umsetzung vollzogen, die mit den Hauptaufgaben in Einklang steht.

Von Alexandria geht es weiter gen Osten / Südosten

Ich gehe einfach mal davon aus, dass Fans von Assassin’s Creed dieses Spiel bereits schon lange haben, aber ich denke, dass dieses Spiel nicht nur für die hartgesottenen Fans interessant ist. Für jemanden wie mich, der ausgiebige Storylines mag, ist es ebenfalls ein tolles Spiel. Und für Menschen, die sich gerne mit Geschichte beschäftigen, insbesondere der Geschichte des alten Ägyptens, kann auch dieses Spiel eine schöne Ergänzung sein. Es ist einfach schön in eine teils fiktive und teils historisch reale Welt eintauchen zu können.

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All das macht dieses Spiel für mich zu einem fantastischen RPG, das so viel mehr anzubieten hat, als nur ein schönes Kampfsystem. Es sind die durchdachten Elemente, die grafischen Feinheiten und die Mischung aus Fiktion mit Historie, die es einmalig besonders machen. Wer es nicht hat, verpasst definitiv etwas Tolles. Ich bin froh, dass ich mich doch noch zu einem Kauf entscheiden konnte.

Das fünfte Video, in dem zwei weitere Hauptaufgaben erfüllt werden.

 

Rezension zum Buch „American Football – Alles, was man wissen muss“ von Adrian Franke aus dem Meyer & Meyer Verlag. Das beste und informativste Buch zu dieser in Deutschland aufstrebenden Sportart

Vielen Dank zunächst an den Meyer & Meyer Verlag für das Rezensionsexemplar.AFAWMWM4

American Football – Alles, was man wissen muss“ von Adrian Franke aus dem Meyer & Meyer Verlag.

Genre: Sport und Sachbuch

Dieses Buch, das einem den Sport „American Football“ beschreibt und verständlich näherbringt, ist seit dem 22.01.2018 im Handel. Es hat insgesamt 200 Seiten, wovon ganze 37 Seiten ein Glossar mit Begriffserklärungen der Sportart sind.

Klappentext:

Jedes Jahr schauen mehr und mehr Zuschauer auch in Deutschland den Super Bowl. Aber seien wir mal ehrlich, ein Footballspiel zu verstehen, ist nicht so einfach! Oder wissen Sie, was eine „Shotgun“ oder die „Pistol“ mit Football zu tun haben?

Ziel des Buches ist es, diese und viele weitere Fragen zu beantworten und die Spielregeln zu begreifen. Erzählungen und Geschichten von Spielern gewähren zudem einen Blick hinter die Kulissen und rund um das Spiel.

Adrian Franke ist Redakteur beim online-Portal SPOX.com. Sein Kernressort ist die NFL; in den letzten drei Jahren hat er dort erfolgreich eine der größten deutschsprachigen NFL-Seiten mit einer sehr aktiven Community aufgebaut. Aktiv ist er außerdem in mehreren deutschen NFL-Podcasts genau wie auf Twitter.

Gewonnen hat mich der Autor des Buches bereits mit den ersten Sätzen der Einleitung, die genau das wiederspiegeln, was ich über Jahre gedacht habe und somit kein großes Interesse für diesen Sport aufbringen konnte.

Zitat: „Football? Nein danke. Das hat für meinen Geschmack viel zu viele Unterbrechungen, das dauert doch viel zu lange. Und überhaupt: Warum spielt nicht jeder Angriff und Verteidigung?

Wie gesagt sind es exakt diese Dinge, die auch mich über Jahre hinweg von diesem Sport ferngehalten haben. Zumindest bis August 2017.

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Adrian Franke beschreibt den Sport in diesem Buch sehr ausführlich und sehr bildlich. Damit meine ich nicht die Schaubilder der Aufstellungen, sondern tatsächlich seine Wortgewandtheit, die einem die vielen Begriffe erklärt.

Auch die Vorgehensweise das Spiel zu erklären ist sehr durchdacht. Von Grundsätzlichem, der Geschichte des Sports und seinen Ursprüngen, bis hin zur Erklärung der einzelnen Positionen und Aufstellungen als auch Taktiken in der Offensive und Defensive ist wirklich alles dabei, was das Spiel beinhaltet.

Gerade die Verbindung mit der historischen Entwicklung des Sports und anschaulichen Beispielen, sowie Zitaten von Trainern und Spielern, ist mehr als interessant.

Hinzu kommt, dass immer wieder aktuelle Beispiele für Positionen benannt werden. Damit meine ich, dass aktive Spieler, die diese Position spielen, benannt werden. Das führt sehr häufig (zumindest bei mir) zu einem „Aha!-Effekt“. Schließlich sind bestimmte Namen doch sehr geläufig. Cam Newton und Julian Edelman sind dabei nur zwei Beispiele. Beinahe für jede genauer beschriebene Position wird ein aktiver Spieler benannt – und genau das ist klasse. So bekommt man ein Bild vor Augen, das einen Spieler beinhaltet, den man bereits aus dem Fernsehen kennt.

Im Prinzip ist dieses Buch also eine Verbindung von mir (auf der Couch sitzend) und dem Fernseher, auf den ich blicke. Sozusagen die bisher noch fehlende Verbindung, um das, was im TV passiert und erzählt wird, verständlicher zu machen.

Auch der taktische Bereich, der viele Spielzüge und Formationen beinhaltet, ist sehr anschaulich und verständlich erklärt. Es sind dabei viele Dinge, die ich bereits mal gehört habe und nur schwer in Verbindung bringen konnte mit dem was ich vor mir sah.

Zwar habe ich bereits durch Madden NFL die meisten Lerneffekte zu Beginn gehabt, aber das hier ist ein Buch, das ich sicherlich noch sehr oft in den Händen halten werde. Und wenn es auch nur die hinteren Seiten des Glossars sind, das ich lesen und nachschlagen werde.

Es ist definitiv DAS Handbuch für American Football in deutscher Sprache.

Von A wie Abseits bis Z wie Zonenverteidigung ist wahrlich alles dabei, das häufig an Begrifflichkeiten fällt. Daher kann ich dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der sich gerne einen ersten oder aber auch einen tieferen Einblick in die Materie des American Football verschaffen möchte.

Rezension zum Buch „Warriors of the Underground – Rebellion“ von Aleks G. – spannende Dystopie mit Panem Elementen

Facebook Gruppen sind durchaus auch ein Weg um auf Bücher aufmerksam zu werden. Insbesondere dann, wenn diese im Selbstverlag erscheinen und kaum beworben werden können. So kam ich zu dieser interessanten Dystopie einer finsteren Zukunftsversion unserer Welt, welche mit vielen Elementen, bzw. Parallelen aus den Tributen von Panem aufwartet.

Warriors oft he Underground – Rebellion“ von Aleks G. im Selbstverlag.

Genre: Dystopie, Fantasy

Das Buch erstreckt sich über 442 Seiten und behandelt eine nicht undenkbare Version der menschlichen Zivilisation nach dem nächsten großen Weltkrieg. Es erschien bereits am 27.08.2017 im Selbstverlag. Meine Lesedauer betrug ca. 9,5 Stunden.

Der volle Name der Autorin ist Aleksandra Gvozdenovic. Für mich persönlich ist dieser jetzt nicht so schwierig, aber „Aleks G.“ dürfte für jedermann einprägsamer sein.

Klappentext:

Wenn sie Dir alles nehmen, was Du hast, kämpfe bis zum bitteren Ende – kämpfe für die Freiheit!

Rose lebt mit ihrer kleinen Schwester im Untergrund, einer Welt voller Dunkelheit und Angst, Schmerz und Leid, Kälte und Hass. Wie jeder Dreier schuftet sie hart im Untergrund, um den Einsern und Zweiern an der Oberfläche ein luxuriöses Leben zu bescheren. Doch dann geschieht etwas, was ihr Leben aufrührt, und sie entscheidet sich dazu sich den Rebellen anzuschließen, einer Gruppe von Widerstandskämpfern, die sich gegen die brutale Herrschaft der Einser auflehnen. Rose bleibt nicht mehr viel Zeit, denn die Einser verfolgen bereits einen mörderischen Plan, um ihre Untergeordneten zu noch größeren Sklaven zu machen…

Bevor ich mich der eigentlichen Thematik in diesem Buch zuwende, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Autorin in diesem Buch auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitet und niederschreibt.

Die vielen Parallelen, die an die Tribute von Panem erinnern, sind deutlich, aber passen sehr gut zu dieser Geschichte, die keinen Abklatsch darstellt, sondern eine eigene Geschichte ist. Parallelen heißen schließlich nicht, dass eine 1 zu 1 Übernahme erfolgt.

Einige dieser Parallelen sind unter anderem, dass die neue Weltordnung die Menschen in drei Bevölkerungsgruppen unterteilt. Wobei die „Einser“ alle Rechte und allen Reichtum haben, den man sich vorstellen kann, während die „Dreier“ unter der Erde leben und niedere Arbeiten gegen einen Hungerlohn verrichten müssen. Eine weitere Parallele ist die weibliche Protagonistin, die eine jüngere Schwester hat, sowie auch das Zeichen der Rebellion, welche einen weißen Vogel darstellt, den man schnell mit dem Spotttölpel assoziieren kann und natürlich die Rebellion selbst.

Die Autorin hat einen sehr normalen und einfachen Schreibstil und lässt, in Form ihrer Protagonistin, auch gerne einmal Kraftwörter im Text auftauchen. Das entspannt den engen Blocktext, der anfangs ein wenig erdrückend wirken kann. Außerdem scheint die Autorin sehr viel Wert darauf zu legen die Umwelt als auch die Emotionen ihrer Hauptfigur bestmöglich zu beschreiben. Das gelingt ihr auch sehr gut und hat mich damit auch immer wieder in meiner eigenen Gefühlswelt erreichen können. Ob es nun mitfühlen, trauern oder hassen ist, immer wieder habe ich mich genau bei diesen Gefühlen ertappt.

Die Geschichte baut sich langsam auf und man wird von Beginn an in die erdrückende und durchaus auch sehr traurige Welt der „Dreier“ eingeführt, in welcher sich Rose Dalton, unsere Hauptfigur, zurechtfinden muss. Es mag während des Lesens zwar wenig spannend wirken, erfüllt aber den Zweck ein sehr gutes Bild vom Leben der Untergrundmenschen zu bekommen. Diese sind der forschen Unterdrückung und Willkür der Übergeordneten „Einser“ ausgesetzt, welche sich immer wieder neue Regeln und Gesetze einfallen lassen, um das niedere Volk malträtieren zu können. Selbst von spontaner Folter und auch Hinrichtungen wird Gebrauch gemacht, damit die armen Menschen, die das Tageslicht nur vom Hörensagen kennen, unterjocht werden.

Nachdem Rose zu allem Unglück auch beide Elternteile verloren hat, muss sie nicht nur für sich, sondern auch für ihre jüngere Schwester sorgen. Häufig muss sie dabei alles in den Hintergrund stellen und unter widrigen Umständen arbeiten, damit sie die brüchige Hütte erhalten und ein wenig Nahrung bekommen kann.

Über einen Zufall, der ihr das Leben rettet, kommt sie in Kontakt mit den Rebellen, denen sie sich nach langer Überlegung und viel Zweifel, anschließt.

Nun hat man als Leser einen sehr genauen Eindruck über die Lebensumstände der Menschen, die im Untergrund leben müssen und kann – so ging es zumindest mir – verstehen, was die Gründe für den Aufstand, die Rebellion, sind. Ab diesem Moment beginnt auch das Spannungslevel der Geschichte immer wieder anzusteigen und abzuflachen.

Während die Rebellen ihre Pläne schmieden und diese versuchen umzusetzen, erleben sie und Rose Erfolge, Rückschläge, aber auch Verluste. Insbesondere die Gefühlswelt, die die junge Rose umgibt, wird häufig beschrieben, was meines Erachtens nach, eine sehr bildhafte Darstellung der Situationen und Emotionen bietet.

Auch das Ende dieser Geschichte ist geschickt geschrieben, denn die Situation ist gewiss noch lange nicht abgeschlossen. So muss der Leser, ob er will oder nicht, auf den zweiten Teil warten. Bis dahin darf sich der Leser durchaus darüber Gedanken machen, ob diese beschriebene Welt, nicht vielleicht schon jetzt begonnen hat.

Auf jeden Fall eine tolle Dystopie, die mir Freude bereitet hat. Ich warte nun ungeduldig auf die Fortsetzung, denn schließlich habe ich Rose in mein Herz geschlossen und möchte ihr, wenn auch nur als Leser, bei ihrem weiteren Werdegang beistehen.

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Buch-Rezension zu „Neanderthal“

Ich hatte mich auf dieses Buch gefreut, weil es ein Thriller sein sollte und mir der Heyne Verlag dieses Rezensionsexemplar zukommen ließ. Vielen Dank hierfür an dieser Stelle. Doch dieser Thriller stellte sich für mich doch sehr ernüchternd dar.

Neanderthal“ von Jens Lubbadeh aus dem Heyne Verlag der Random House Verlagsgruppe.

Genre: Thriller, Roman

Dieses Büchlein, mit seinen insgesamt 526 Seiten, erschien am 13.11.2017. Meine Lesezeit muss tatsächlich mehr als 20 Stunden betragen haben. Warum und wieso erkläre ich noch. Dieser Thriller aka Roman ist kein einfaches Buch mit tiefgründiger Thematik.

Klappentext:

Waren sie die besseren Menschen?

Deutschland in naher Zukunft. Krankheiten, Schönheitsfehler und Suchtprobleme sind abgeschafft. Gesundheit ist das höchste Ideal, wofür sogar in das menschliche Erbgut eingegriffen wird. Eine Welt, in der sich Kommissar Nix nur schwer zurechtfindet. Als er eines Tages auf eine merkwürdig aussehende Leiche stößt, steht er vor einem Rätsel. Die Ähnlichkeiten des Toten mit Neandertalern sind einfach zu groß – diese aber sind seit Zentausenden Jahren ausgestorben. Oder doch nicht? Schon bald machen Nix und seine Kollegen eine grausige Entdeckung: Kann es sein, dass man Neandertaler geklont hat, um damit den Menschen zu optimieren? Und dass alle, die davon wissen, beseitigt werden sollen?

Die Jagd ist eröffnet.

Ich muss gestehen, dass mich dieser Klappentext sehr angesprochen hat und insbesondere die letzten vier Wörter, die sich auch auf dem Cover befinden: „Die Jagd ist eröffnet“. An diesen Worten hatte ich mich sozusagen aufgehangen und eine rasante Geschichte in Manier eines Thrillers erwartet. Doch das war dann nicht wirklich der Fall.

Zunächst ist der Leser mit Kommissar Nix unterwegs. Zum einen wegen der Leiche, die sich nach und nach als Neandertaler entpuppt, zum anderen um die utopische nahe Zukunft in Deutschland kennen zu lernen. Der gesellschaftliche Wandel mit dem Fokus, der bereits im Klappentext Erwähnung findet, der Genetik und Erbguteingriffe zur Optimierung der Menschen, wird einem sehr ausführlich erklärt.

Dieser Part ist natürlich nicht besonders spannend, aber dient natürlich dem Zweck diese nahe Zukunft verstehen zu können. Doch je weiter sich die Geschichte zieht, umso mehr begegnen einem Fremdwörter und Fachbegriffe aus der Genetik und Anthropologie. Für jemanden wie mich, der sich nur sporadisch mit den Themen auskennt und nur dadurch in Kontakt kam, dass es solche Serien wie „Autopsie – Mysteriöse Todesfälle“ und Dokumentationen über Knochenfunde gibt, ein schwerer Stoff. Es gab tatsächlich Wörter, die ich nachschlagen musste, da mir deren Bedeutung nicht auf Anhieb geläufig war.

Das spricht aber für die sehr gute Recherche des Autors Jens Lubbadeh, der seines Zeichens Wissenschaftsjournalist ist, was man durchaus sehr gut in diesem Buch erkennen kann. Für mich war es jedoch schon zu viel des Guten an Fachbegriffen.

Diese Komplexität in der Geschichte ist daher von Anfang bis zum Schluss gegeben. Denn neben dem Kommissar dürfen auch Wissenschaftler und – nennen wir sie mal Geheimdienstmitarbeiter, sowie Politiker vor.

Ich glaube, dass dieses Buch eine Nische füllt und gerade für jene Personen interessant ist, die sich für Genetik, Anthropologie und Urmenschen, wie den Neandertaler, interessieren. Für jeden anderen wird es schwierig, denn einen Thriller konnte ich über sehr lange Strecken nicht erkennen. Die Bezeichnung „Roman“ wäre deutlich angebrachter. Die erste richtige Spannung schleicht sich Seite 400 und folgende ein, was doch reichlich spät für ein Buch mit dem Genre „Thriller“ ist.

Die „Jagd“ erscheint mir mehr als eine Aufklärung dessen, was unter dem Projektnamen „Neanderthal“ passiert ist. Dort wurden tatsächlich Neandertaler geklont und erforscht. Eine Hetzjagd, wie ich es mir dachte, auf die Klone und Forscher, gab es zu keinem Zeitpunkt.

Auch das sind Gründe, warum ich sehr lange für dieses Buch brauchte, denn ich konnte nicht wirklich am Stück lesen. Es war mir einfach zu trocken und auch sehr langwierig. Sicher, die Story ist in sich interessant, jedoch wenn man einen Thriller erwartet und eigentlich nur eine längere Erzählung zu der gesellschaftlichen Entwicklung der nahen Zukunft in Deutschland erhält, doch eher schwere Kost. Unabhängig davon, dass dieses Gesellschaftsgebilde, in welcher jedes Laster wie Alkohol trinken und Rauchen zum Beispiel, verpönt ist und die genetische Struktur der Menschen schon vor der Geburt abgeändert wird um Krankheiten auszumerzen, dann erinnert mich das an eine dunkle Zeit der deutschen Geschichte, die in den 1930er Jahren begann. Interessant war dann zu lesen, dass dieser Vergleich auch durch Politik und Presse innerhalb des Buches aufgegriffen wird.

Eine andere Sache, die mich sehr enttäuscht hatte war, als eine Hauptfigur in der Geschichte ums Leben gekommen ist. Ich frage mich, wie man auf die Idee kommt, einen Absatz zu beginnen, in dem direkt steht, dass diese Person sterben wird und danach der Absatz fortgeführt wird, um die Geschichte bis zu dem Ereignis zu beschreiben. Das ist für mich übrigens das beste Beispiel dafür, wie man aus einer möglichen spannenden Passage eine doch sehr enttäuschende machen kann. Das entzieht sich meinem Verständnis von einem Thriller.

Wie dem auch sei, mein Fazit zu diesem Buch zusammengefasst:

Es ist eine interessante Geschichte mit einer nicht ganz unwahrscheinlichen Idee der nahen Zukunft in Deutschland. Dieses Gesellschaftskonstrukt, das sich um Gesundheit und Genetik, sowie deren Anpassungen dreht, ist eine makabre aber durchaus realistische Utopie.

Ein Thriller ist es für Normalsterbliche wohl eher weniger. Wissenschaftler oder Anthropologen, sowie Hobbywissenschaftler usw. werden sich hier in dieser Geschichte sicher sehr zu Hause fühlen. Jeder andere dürfte sich wahrscheinlich mit einigen Schwierigkeiten bis zum Ende durchkämpfen müssen, wobei es sich dann aber wieder lohnt.

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