Silas Nacita macht den Unterschied. Bericht zum GFL Süd Spiel der Marburg Mercenaries gegen die Ingolstadt Dukes vom 24.06.2018

Es war ein regenfreier aber kühler Sonntag. Mittlerweile komme ich seit fast einem knappen Jahr nicht mehr um American Football herum. Sei es im Fernsehen, über einen Stream oder am liebsten vor Ort. Und vor Ort wollte ich dieses Mal bei den Marburg Mercenaries auch wieder sein. Das Spiel gegen die Dukes aus Ingolstadt versprach durchaus ein gleichwertiges Spiel mit offenem Ausgang.

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Tatsächlich muss ich mittlerweile gestehen, dass mir mehrere Mannschaften sympathisch geworden sind. Klar bin ich Fan der Frankfurter, das steht außer Frage und dieses Team unbedingt auf meinem persönlichen Platz 1. Aber auch die Braunschweiger haben meine Sympathien, genauso wie Marburg und auch Darmstadt. In anderen Sportarten wäre und ist sowas nahezu undenkbar. Heute eine Kappe der Universe und am nächsten Tag jene der Marburger auf dem Kopf. Oder den Rockets aus Offenbach, oder, oder, oder. Schon mal einen Bayern Fan mit Dortmund Kappe und Bayern Trikot (oder umgekehrt) gesehen? Noch krasser wäre die Vorstellung von einem Eintracht Frankfurt Fan, der freiwillig eine Kickers Offenbach Kappe… lassen wir das. Im American Football steht vor allem der Sport im Vordergrund und das soll auch so bleiben.

In Marburg ist so eine unbeschwerte Stimmung in der Luft und obwohl sichtbar weniger Zuschauer als beim letzten Mal da waren, gab es durchaus auch ein bisschen Stimmung auf den Rängen. Der Stadionsprecher musste da auch mal mithelfen, aber in erster Linie waren es die Cheerleader, die den Takt vorgaben.CheersMarburg240618-10

Im Übrigen sind die Cheerleaderinnen in Marburg durchaus noch sehr jung. Damit meine ich nicht den Nachwuchs, sondern die erste Garde. Das ist für mich immer wieder ein Punkt, an dem ich mich manchmal schwertue, Bilder der Cheerleader, die auch in Marburg sehr viel Einsatz zeigen, zu machen und sie dann auch online zu stellen. Das ist nicht nur in Marburg der Fall. Auf der anderen Seite gehören sie jedoch eindeutig zum American Football dazu und haben, so wie ich finde, definitiv ein Anrecht darauf, dass auch ihre Leistungen honoriert werden. Auch mit Bildern ihrer Arbeit, sozusagen. Daher: sollten Bilder dabei sein, die nicht erwünscht sind, bitte kurz via Mail oder Facebook melden.

Apropos Cheerleaderinnen in Marburg. Das bekannte „Defense Go“ wurde auch von ihnen angestimmt, aber sie schienen vorher noch etwas zu rufen. Ich habe nur nicht verstanden, was es genau war. Es klang wie eine Aufforderung an die Zuschauer, aber auf Englisch. Weiß da jemand mehr?

Jedenfalls waren die Zuschauer, es waren so zwischen 700 und 800, bereit für das Spiel, nachdem die Ingolstädter vorgestellt und die Mercenaries eingelaufen waren. Münzwurf, Seitenwahl und schon ging es auch los.

MMID24062018-9Aus Marburger Sicht ging es auch sehr gut los und die ersten Punkte, der erste Touchdown, war so schnell erledigt, dass sich die Dukes gewiss noch umgesehen haben, wie das passieren konnte. Der Versuch des Extrapunkts wurde zwei Mal wiederholt und war dann in Ordnung, aber ging nicht durch die Stimmgabel. Zu Beginn gab es einiges an Flaggen und ich befürchtete schon ein weiteres Flag Footballspiel, das es glücklicherweise nicht geben sollte.

In der Folge verspielten die Gäste aus Ingolstadt ihre Möglichkeiten und gaben den heimischen Söldnern mehrmals die Möglichkeit zu punkten. Im ersten Viertel reichte es aber nur zu einem Field Goal, dafür gab es direkt zum Auftakt des zweiten Viertels den nächsten Touchdown. Das war dann auch der zweite schöne Pass vom Ersatzquarterback Silas Nacita, der damit zum 16:0 Zwischenstand stellte. Der Extrapunkt war gut und das ist auf der Seite, rechts von der Haupttribüne, nicht ganz so einfach, denn diese Stimmgabel scheint mit dem schiefen Turm von Pisa in einem Verwandtschaftsverhältnis zu stehen.

Wie im Spiel gegen Frankfurt fingen die Ingolstädter erst nach diesem Rückstand an, das Spiel selbst zu gestalten und in Richtung Endzone zu gehen. Aber die Verteidigung der Marburger stand und erlaubte nicht mehr als ein Field Goal zum 16:3. Schnell wurden die Dukes aber auf den Boden der Tatsachen geholt, denn der nächste Touchdown Marburgs folgte. 23:3 war nun der Zwischenstand und es sah bis hierhin nicht so aus, als ob die Ingolstädter großartig etwas entgegenzusetzen hatten. Schließlich war es aber der eigene Quarterback, der den ersten Touchdown mit einem kurzen Lauf machen konnte und den Halbzeitstand von 23:10 setzen konnte. Diese Offensivaktion der Ingolstädter sah schon besser aus und machte den Gästen sicherlich noch Hoffnung für die zweite Halbzeit.MMID24062018-41

In dieser sollte sich zunächst die Hoffnung der Gäste bestätigen, denn sie kamen besser aus der Kabine, bzw. zurück aufs Feld, und konnten nach einem langen Angriff den nächsten Touchdown erzielen. Nur noch 23:17. Sollte sich da etwas anbahnen?

Zunächst sah es tatsächlich danach aus, denn Marburg kam nicht vorwärts. Durch Strafen ging es sogar nah an die eigene Endzone heran. Das hätte die Chance für Ingolstadt sein können, wäre da nicht zum einen Silas Nacita und zum anderen sein dazugehöriger Wide Receiver mit der Nummer 82 (Hendrik Schwarz), der sich aus der Bewachung und den Augen der Ingolstädter Verteidiger schlich und perfekt angespielt wurde. Den Spaziergang zum Touchdown über knapp die Hälfte des Spielfelds erledigte er problemlos und damit wurde der Zwischenstand auf ein etwas beruhigenderes 30:17 gestellt.

Zwar gaben sich die Ingolstädter nicht geschlagen, kamen aber nicht mehr heran. Die Marburger Verteidigung, aber auch die Offensivabteilung machten ihre Aufgaben gut, ließen nur noch einen Touchdown zu und am Ende die Uhr herunterlaufen. So endete das Spiel mit 30:24 Sieg für Marburg, die damit ihre Ambitionen auf den dritten Platz in der GFL Süd unterstrichen haben.

Der alles entscheidende Faktor in diesem Spiel hatte meines Erachtens nach einen Namen: Silas Nacita. Er spielt nicht nur Football; er lebt Football. Zwar ist er eigentlich kein hauptberuflicher Quarterback, aber seine Pässe, die zu den Touchdowns geführt haben, waren schon sehr genau gespielt und sprechen absolut für seine Übersicht auf dem Feld.MMID24062018-14

Aber nicht nur das. Nein, er läuft auch gerne und schnell und ist dabei nicht wirklich oft schnell aufzuhalten. Dazu kommt, dass er auch als Wide Receiver fungieren kann, der teilweise die unmöglichsten Pässe fängt.

Zwischendurch ist er auch „Holder“ für den Kicker der Extrapunkte oder Field Goals, sofern er das nicht auch selbst übernimmt. Kicken und Punten und selbige des Gegners zurücktragen macht er auch noch. Möglicherweise trainiert er auch die Mannschaft, man weiß es nicht genau. Auch angeschlagen spielt er noch und liefert.

Die Marburger sollten diesen Mann unbedingt in Watte einpacken, pflegen und jeden seiner Wünsche erfüllen. Einen besseren Allrounder dürfte es auf diesem Kontinent nicht geben. Man könnte sagen, dass er so wichtig für Marburg, wie Messi für Argentinien (wenn dieser mal funktioniert) oder Ronaldo für Portugal, ist.MMID24062018-36

Die Top Vereine aus Hall, Braunschweig und auch Frankfurt, dürften sich weiterhin die Finger nach ihm lecken. Aber auf der anderen Seite kann ich persönlich seine Entscheidung pro Marburg und gegen Frankfurt vor der Saison verstehen. Abgesehen von der finanziellen Situation zu dieser Zeit bei der Universe, kann Silas weder bei Hall, noch bei Braunschweig und Frankfurt so eine wichtige Rolle und viele Positionen spielen, da sich dort höherwertiges Spielermaterial tummelt.

Ob Silas Nacita läuft, wirft, passt, hält oder fängt; er kann einfach alles in diesem Sport und lebt diese Passion. Mich wundert nur, dass seine Ehefrau keine Ähnlichkeit mit einem Football hat, aber das ist auch schon das Einzige, was mich an ihm wundert. Es ist schließlich nicht nur so, dass er sportlich glänzt, sondern auch charakterlich ein ganz toller Mensch ist.

MVP der Saison 2018? Egal was noch kommen wird, es kann nur einen geben: Silas Nacita.

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Flag Football mal anders und aus einer anderen Perspektive. Bericht zum Spiel der Frankfurt Universe gegen die Ingolstadt Dukes vom 16.06.2018

Nein, es war natürlich kein wirkliches Flag-Football, aber da es so viele auf dem Feld gab im Verlauf des Spiels, habe ich den Einfall von Christian Roth als Beitragstitel dann doch übernommen. Die Idee kam schon im dritten Viertel, aber da es mit den Flaggen kaum ein Ende nahm, steht das also tatsächlich für das Universe Spiel vom Samstag.

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Doch bevor es an das Spiel selbst geht, war es gestern vor dem Spiel doch ein wenig anders als sonst. Auf den Trainingsplätzen am Stadion fand zuvor ein Amateur Cup der vermutlich falschen Sportart statt und dort wurde noch fleißig gearbeitet und abgebaut. Somit war der Zugang zu Teilen der Haupttribüne nicht erreichbar. Zudem gab es ein paar organisatorische Problemchen, die aber sehr gut gelöst wurden. Da darf und muss man auch mal den Mitarbeitern der Security und allen anderen, die dazugehören, sowie den Betreuern der Mannschaft, ein großes Lob aussprechen. Auch wenn manches durch den Abbau des Amateur Cups anders lief, war doch alles easy.

Ansonsten war bis dahin noch alles wie gewohnt. Menschen hier, Gespräche da, gutes Wetter und eine leckere Currywurst. Eigentlich alles, wie immer. Mit der Ausnahme, dass ich an diesem Tag nicht auf der Tribüne sitzen, sondern mit einem kleidsamen orangenen Leibchen und Kamera am Spielfeldrand mein Unwesen treiben durfte. Ein bisschen aufgeregt war ich ob dieser Tatsache schon. Man mag zwar nun denken, dass das kaum noch der Fall sein dürfte und schon gar nicht mehr so extrem, wie damals beim Halbfinale in Braunschweig, aber es ist doch schon etwas ganz anderes, das erste Mal bei seiner Lieblingsmannschaft mit auf dem, bzw. am Feld zu stehen.CheersSFU16062018-3

Es war schon ein merkwürdiges Gefühl die Heimstätte, das Stadion, von innen zu sehen, zu fühlen. Da wirken die Tribünen und das Spielfeld schon anders. Die Mannschaften waren gerade dabei ihr Aufwärmprogramm zu beenden. Dieses fand tatsächlich auf dem Spielfeld statt, denn die Außenflächen waren noch weiter belegt. Ein Spielgerät, ein Football, verirrte sich in meine Nähe. Grundsätzlich hatte ich aus früheren Tagen, als ich noch aktiv im Vereinsfußball war (lange her), das Bedürfnis, diesen aufzunehmen und weg zu kicken. Aber nein, lieber dem Spieler zurückgeben, der auf diesen wartet. Joa, so kam es, dass ich meinen allerersten Football geworfen habe. 32,5 Lebensjahre habe ich dafür gebraucht, Wahnsinn, oder? Der „Pass“ auf Johannes Rübsamen war sogar vollständig, auch wenn er sich ein bisschen strecken musste. Es hätte peinlicher enden können.

Nach dem Aufwärmen war noch ein wenig Zeit, bis die Cheerleader, die an diesem Tag ihre schönsten Dirndl aus dem Schrank geholt hatten, und wirklich hinreißend darin aussahen, von der Tribüne herunter auf das Spielfeld kamen, um ihre Choreographie vorzuführen. Diese war, wie immer, wirklich hervorragend. Auch ihnen darf und muss man ein Lob aussprechen. Es sind immer so viele von ihnen da, die vor und während des Spiels mit ihren Auftritten, Choreos und Anfeuerungen nicht nur etwas fürs Auge bieten. Dass das kein Gehopse ist, was sie machen, konnte ich bereits im letzten Jahr bestaunen, als ich mir ein Training der Cheerleader angesehen hatte. Konzentration, Kondition und Ausdauer, Beweglichkeit und vor allem immer das schönste Lächeln zu zeigen, das ist bemerkenswerter und toller Tanzsport. Ich persönlich finde, dass Moni, Tinchen, Anna, Verena, Vanessa, Bianca, Astrik und all die anderen Damen definitiv eine Bereicherung bei jedem Spiel sind. Schließlich gehören Cheerleader einfach zum Football dazu. Meinen Respekt haben die Damen absolut.CheersSFU16062018-28

Nach den Damen stieg bei mir die Anspannung und auch die Aufregung. Zunächst liefen die Ingolstädter ein. Auch das war ein ganz anderes Gefühl. Obwohl es für mich gar nicht mehr so fremd ist, die Spieler so aufzunehmen, während sie an einem vorbeirennen, nahm ich das schon bei den Spielern der Gäste ganz anders wahr, als es zum Beispiel in Gießen der Fall war.SFUID16062018-3 Und wer kommt nach den Gästen? Richtig! Die Heimmannschaft. Die Mannen in lila der Universe. Glaubt ihr mir, dass ich innerlich noch aufgeregter war? Glaubt ihr mir, dass die Kamera in meiner Hand zu Beginn des Einlaufs leicht wackelte? Das könnt ihr ruhig, denn es war tatsächlich so.  Diese Aufregung ebbte zwar nach und nach ab, hielt sich aber noch eine Zeit lang.SFUID16062018-5

Das waren die schönen Dinge, nun komme ich zum Spiel des Abends. Ich weiß, wie das klingt und das ist auch bewusst so gewählt. Es dauerte etwas, bis das Spiel in die Gänge kam. Zunächst verloren die Frankfurter den Ball, stoppten im Gegenzug aber die Ingolstädter und konnten, nachdem schon einige Zeit verstrichen war, den ersten Touchdown im Spiel setzen. David Giron stand frei, fing und punktete. Der Extrapunkt wurde vergeben. Gut, kann passieren.

SFUID16062018-32Die Ingolstädter wollten den folgenden Kickoff zurücktragen, aber dann kam Randie. Randie schnappte sich den Ballträger und ich dachte schon, dass er zu einem German Suplex ansetzt, die Bewegung war dafür jedenfalls da. Vielleicht ist ihm dann eingefallen, dass er sich seine Wrestlingmoves für den Ring aufheben sollte. Aber er stoppte seinen Gegenspieler sehr gut und damit konnte die Defense aufs Feld kommen. Frankfurts Defensive war auf der Höhe und ließ die Ingolstädter nicht gewähren, so dass bei einem weiteren Angriff der Universe Andreas Betza (ich nenne ihn Mr. Running Back to Back seit dem marburg Spiel) in die Endzone für einen weiteren Touchdown laufen konnte. Aber erneut gab es keine Extrapunkte für Frankfurt. Das wollte noch nicht laufen, ob Kick oder Passversuch.SFUID16062018-38

Dafür zeigte sich Frankfurts Verteidigung erneut sehr stark zu Beginn des zweiten Viertels und konnte die fehlenden Punkte mit einer Safety reinholen. Ingolstadts Quarterback hatte auf einmal zwei große lila Mannen vor sich, die ihn nicht mehr aus der Endzone herausließen.

Im Anschluss begann das Flaggenspektakel. Frankfurts Offensive zeigte einige Unkonzentriertheiten und nahm sich ein ums andere Mal die Möglichkeit eine gute Offensive zu spielen. So endete der Angriffsversuch mit einem Punt. Immerhin funktionierte das Punten an diesem Abend sehr gut. Insgesamt kamen dadurch aber die Gäste aus Ingolstadt besser in dieses Spiel. Sie wurden praktisch durch die Fehler der Frankfurter aufgebaut. So war es fast eine logische Konsequenz, dass die Dukes ihrerseits zu einem Touchdown und damit auch zu den ersten Punkten des Spiels kamen. Dass hierbei Anthony Mella einmal das halbe Feld ablaufen konnte, war schon bezeichnend. Im Gegensatz zu Frankfurt gelang ihnen aber der Extrapunkt zum 14:7, was auch gleichzeitig der Halbzeitstand war, denn viel Erwähnenswertes passierte in der Folge nicht mehr. Höchstens noch ein paar Flaggen oder so.SFUID16062018-51

Für das dritte und vierte Viertel habe ich mir das Spiel nochmal in der Wiederholung angesehen, denn den offiziellen Spielberichtsbogen gab es noch nicht, oder ich bin zu doof diesen zu finden. Normalerweise konnte ich diesen bei vorherigen Spielen direkt auf der GFL Seite aufrufen. Alles halb so wild, ich habe schließlich Zeit.

Deswegen sieht das nun so in meinem Bericht aus (so lässt sich am besten darstellen, wie sich das ganze Spiel mit den Strafen verhalten hat):

  1. Viertel:

Kickoff Ingolstadt

Flagge 9 Sekunden: 15 Yards

23 Yards bis Endzone

– Toochdown – Flagge

Flagge bei 1:28 – 10 Yards – illegaler Receiver Downfield

  1. und 10 an der 13

Flagge bei 2:24

Halten 10 Yards

Flagge bei 3:36

Frühstart Offensive 5 Yards

Flagge bei 3:53

Frühstart Offensive 5 Yards

Pass in die Endzone – kein Touchdown

laut TV Bild wäre es aber okay gewesen – hatte ich auch am Feld so gesehen

Field Goal verpasst rechts vorbei

Ingolstadt durch Turnover an der eigenen 21 Yard Linie

Flagge bei 5:16 (Ingolstadt)

Block in den Rücken 10 Yards

Sack an der 10 Yard Linie Ingolstadt

Punt Ingolstadt – Return Touchdown Giron – FlaggeSFUID16062018-59

Flagge bei 6:29 Block in den Rücken? 10 Yards

  1. und 10 eigene 42 Yard Linie

Punt bis an Ingolstadts 11 Yard Linie

Safety Frankfurt SuleymanovSFUID16062018-61

16:7

Free Kick Ingolstadt

Frankfurt 1. und 10 eigene 43 Yard Linie

  1. und 10 Ingolstadts 38 Yard Linie
  2. und 10 ingolstadts 22 Yard Linie

Sack Ingolstadt – 32 Yard Linie

Flagge bei 9:22

Halten 10 Yards – abgelehnt

  1. und 20

Punt bis an Ingolstadts 4 Yard Linie

10:24 Boom – Spear! Suleymanov haut Ingolstadts QB mustergültig aus den Latschen. Ich stand bei dieser Situation ziemlich nahe dran und hörte, wie zwei Mal aus dem armen Ingolstädter Quarterback die Luft aus den Lungen gepresst wurde. Einmal beim Tackle selbst und das zweite Mal beim Aufprall auf den Boden. Gewiss hat er Sternchen gesehen und war kurz weggetreten. Positiv war aber, dass er nach kurzer Zeit schon wieder auf den Beinen stand und selbst hinauslaufen konnte.

Flagge bei 10:32

Horse Collar Tackle 15 Yards Strafe

  1. und 10 an der eigenen 30 Yard Linie Ingolstadt

Flagge bei 10:55

Face Mask 15 Yards

  1. und 10 an der eigenen 45 Yard Linie Ingolstadt
  2. und 10 an der gegnerischen 43 Yard Linie Frankfurt

Flagge bei 11:33

Halten 10 Yards Strafe (Ingolstadt)

  1. und 20 eigene 47 Yard Linie Ingolstadt

Trickspielzug mit Touchdown Ingolstadt, welcher aber nicht hätte gegeben werden dürfen. Da war schon ein Ingolstädter, der den Ball hatte, mit dem Knie am Boden.

Flagge bei 11:59

Auswechselfehler – Halbe Distanz Goal Line (5 Yards)

Kick gut

16:14

Frankfurt 3 Touchdowns verschenkt – insgesamt 21 Punkte

Strafen:

Frankfurt – 60 Yards

Ingolstadt – 20 Yards

  1. Viertel:

Free Kick Ingolstadt

Flagge bei 00:10

Face Mask 15 Yards (Ingolstadt)

Frankfurt startet an eigener 42 Yard Linie

  1. und 10 an Ingolstadts 45 Yard Linie
  2. und 10 an Ingolstadts 28 Yard Linie

Flagge bei 1:48

Intentional Grounding? wird von den Refs aber zurückgenommen

  1. und 10 an Ingolstadts 16 Yard Linie

Touchdown und dieses Mal zählt der auch. Hatte schon beinahe Seltenheitswert.SFUID16062018-64

Flagge bei 2:57

Frühstart 5 Yards

Snap zu hoch und die 2 Punkte wurden auch nichts.

22:14

Free Kick Frankfurt und Return an Ingolstadts 13 Yard Linie gestoppt. Randie will wrestlen, die Griffe sitzen schon sehr gut.

  1. und 10 an der eigenen 36 Yard Linie

Flagge bei 4:25

Persönliches Foul 15 Yards

  1. und 10 an der eigenen 47 Yard Linie

Flagge bei 5:11

Halten 10 Yards (Ingolstadt)

  1. und 18

Punt und Start Frankfurt an eigener 29 Yard Linie

  1. und 10 eigene 40 Yard Linie
  2. und 10 gegnerische 40 Yard Linie

Flagge bei 8:20

Face Mask 15 Yards

  1. und 16

Punt Frankfurt bis an Ingolstadts 18 Yard LinieSFUID16062018-68

Flagge bei 9:05

Halten (Ingolstadt) – Strafe abgelehnt

Flagge bei 9:26

Halten (Ingolstadt) – angenommen -> Safety

24:14

Free Kick Ingolstadt

Frankfurt startet an eigener 30 Yard Linie

Punt bis an Ingolstadts 42 Yard Linie

Ingolstadt kam nochmal heran mit Trickspielzügen, aber am Ende reichte es nicht mehr für Punkte.SFUID16062018-69

Strafen:

Frankfurt – 35 Yards

Ingolstadt – 25 Yards

Somit endete das Spiel 24:14 für Frankfurt. Wenn man die Strafen aus der ersten Halbzeit noch dazunimmt, dann wird deutlich, wie viel Raumverlust die Frankfurter an diesem Abend durch Unkonzentriertheiten und den daraus resultierenden Strafen produziert hat. Zwar hat Ingolstadt relativ gut und konstant gespielt, konnte sich aber gegen Frankfurts Defensive nicht durchsetzen, ansonsten wären mehr als die erzielten 14 Punkte möglich gewesen.

Für die Frankfurter heißt es in der nun folgenden Zeit, dass viel gearbeitet werden muss. Jeder Mannschaftsteil kann sich noch verbessern, sowie jeder einzelne Spieler. Vielleicht war die ein oder andere Strafe Seitens der Schiedsrichter unnötig gewesen, aber bei derart vielen persönlichen Fouls, muss einfach hinterfragt werden, woher dieses übermotivierte Verhalten kommt, dass alles andere als mannschaftsdienlich ist.

Auch letzte Woche beim Spiel gegen Braunschweig waren es solche Situationen, die die Gäste zum Punktemachen eingeladen haben. Ein spielstarker Gegner weiß das dann eben zu nutzen. Die Mannschaft kann in diesem Jahr gewiss sehr weit kommen und sich auch ohne Weiteres mit den Großen messen. Doch hierfür wird jeder einzelne Spieler in Bestform benötigt. Doch nicht nur die Bestform, sondern auch eine innere Ruhe und Beherrschtheit sind von Nöten, damit die Mannschaft nicht an oder durch das Fehlverhalten einzelner Spieler im Spiel zerbricht.

 

Ein Spiel mit fadem Beigeschmack. Frankfurt Universe gegen die Stuttgart Scorpions vom 26.05.2018. Bericht zum Spiel

Am Samstag war es sonnig und heiß. Zwar erreichte das Thermometer nur knapp die 30 Grad, aber in der Sonne fühlte man sich förmlich wie auf einem Grill. Kühle Getränke waren an diesem Tag ein wahrer Kassenschlager. Aber nicht nur Getränke waren an diesem Tag gefragt, nein auch die neuen Fanartikel am Fanartikelstand zogen die Besucher an.

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Trotz der Hitze war es wieder sehr schön, nach diversen Ausflügen zu anderen Mannschaften, wieder an „heimischer“ Stätte zu sein. Es lag ein leichter Duft von gegrilltem Essen in der Luft. Auch für die Ohren gab es an diesem Tag etwas, da das Maskottchen „Franky“ und die Firma Moses eine kleine Power Party organisiert haben. Wirklich eine tolle Sache, die durchaus gut ankam.

Als wäre es an diesem Tag noch nicht heiß genug gewesen, kamen unzählige hübsche junge Damen des Weges lang, um Autogramme zu geben. Die Universe Cheerleader natürlich, die in ihren feinsten Outfits und schönsten Lächeln für noch mehr erwärmende Strahlung sorgten.

SMFSSVdS26052018-1Kurz darauf wurden auf dem bereitgestellten Truck, der die Bühne symbolisierte, Frankfurts Trainer zu einem kurzen Interview empfangen. Kurz zusammengefasst wurde gesagt, dass ein Sieg auf dem Plan steht und auch möglichst alle Spieler zum Einsatz kommen sollen.

Anschließend haben auch einige Cheerdamen auf ihrer improvisierten Bühne ihr Können zum Besten gegeben. Wie bereits erwähnt, war es sehr heiß, und aus diesem Grund habe ich mir das Aufwärmprogramm beider Mannschaften auch nur kurz angesehen. Schatten war mir lieber und da ließ es sich auch einfacher mit Bekannten sprechen.Cheers26052018-1

In einem etwas kühleren Raum war es deutlich angenehmer und so konnte auch die Zeit bei Gesprächen vergehen, ehe ich mich auf den Weg zu meinem Platz machte, der auf der Haupttribüne im Schatten lag. Ein dezenter Wind und ein kühles Getränk rundeten diese angenehme Sitzgelegenheit ab.

Ich möchte an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass viele Helfer mit bereits abgefüllten Getränken im Bauchladen herumliefen, um die Zuschauer mit Getränken zu versorgen. Danke an die jungen Herren, die das machen, schließlich ist das auch kein leichter Job bei solchen Temperaturen.

Cheers26052018-13Beneiden konnte ich die Cheerleader aber auch nicht, die in der prallen Sonne wieder einmal eine sehr schöne Choreographie zeigten., ehe sie sich für den Empfang der Spieler aufstellten. Doch zunächst und ganz selbstverständlich wurden die Gäste unter Applaus empfangen. Lauter war es natürlich, als die heimische Universe den Platz stürmte.SMFSSVdS26052018-7

Das Spiel begann und es war, wie zu erwarten, eine sehr einseitige Begegnung. Auch dieses Mal genügt eine grobe Zusammenfassung, um das Spielgeschehen wiederzugeben.

Die Frankfurter hatten ihre Vorteile im Laufspiel, gegen das die Stuttgarter zu keinem Zeitpunkt ein adäquates Gegenmittel gefunden haben. Joe Bergeron aber auch Andreas Betza und Justin Rodney konnten die Verteidigungslinie der Stuttgarter ein ums andere Mal durchbrechen und so Yards und Punkte sammeln. Aber auch das Passspiel funktionierte wieder einmal sehr gut.SFUStSc26052018-45

Weiterhin war es aber insbesondere die Defensive Frankfurts, die kaum Raumgewinne zuließ und aus Stuttgarter Sicht viel zu oft an den Quarterback rankam, um diesen entscheidend zu stören oder gleich zu Boden zu bringen.

Es war kein Punktefeuerwerk, wie zuletzt gegen Marburg. Vielleicht lag dies auch an den Temperaturen, dass teilweise nur das Nötigste gemacht wurde. Aber es gab auch ein paar Entscheidungen der Schiedsrichter, die ich, sagen wir mal, interessant fand. Der nichtgegebene Touchdown zum Beispiel. Vielleicht war der Ball tatsächlich zuvor auf dem Boden, vielleicht auch nicht. Letztlich spielte das für das Endresultat aber keine gewichtige Rolle.

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Nicht der angesprochene Touchdown, aber irgendwie hat das was

Gewichtiger ist leider eine andere Szene gewesen, bei der sich Frankfurts Quarterback Steve Cluley möglicherweise ernsthaft verletzt haben könnte. Er bekam während eines Laufs bei einem Tackle den Helm seines Gegenspielers an das Knie. Zwar konnte er noch selbst vom Spielfeld laufen, dies aber sehr langsam und in einer Art Schongang. Ich wünsche ihm alles Gute und eine schnelle Genesung, damit er schnell wieder auf dem Platz stehen kann.

Zwei Punkte habe ich aber noch, die ich einfach erwähnen muss.

Einer ist der Kicker Max Siemssen. In der letzten Woche habe ich in meinen Berichten häufiger dieses Thema in meinem Berichten aufgeführt. Erst mit etwas Verwunderung und dann mit etwas genauerer Betrachtung, dass nicht nur der Kicker selbst die Thematik bei möglichen Field Goal oder Extrapunkt-Versuchen darstellt. Vielmehr sind es Snapper, der Ballhalter und erst am Schluss der Kicker, der aus dem was Snapper und Halter anstellen, das Beste daraus machen muss. Für meine Begriffe haben die Frankfurter eine sehr gute Truppe, die das wirklich gut umsetzen kann. Es steckt doch mehr dahinter, als man auf den ersten Blick meint sehen zu können.

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Max Siemssen bei der Arbeit

Der zweite Punkt geht an die Ehrenrunde der Spieler mit dem Abklatschen der Fans. Nun, an sich ist das jetzt nicht weiter spektakulär, wäre da nicht Jean-Richard Wohi (Nummer 75) gewesen, der sich zu mir drehte und nicht abklatschte, sondern sagte „come on, gimme a hug“. Äh joa, gesagt, getan. Ja, das war so unerwartet wie überraschend aber wieder einmal ein Erlebnis, das sich eingebrannt hat. Selbstverständlich im positiven Sinn. Und so ging der Abend zu Ende und ich freue mich schon auf das nächste Heimspiel, das anders sein wird am 9. Juni. Eurobowl Finale gegen Braunschweig.

Bis dahin, euer Pat.

Ein Spiel auf Augenhöhe. Marburg Mercenaries gegen die Munich Cowboys vom 20.05.2018. Bericht zum Spiel.

Sonniges Pfingstwetter am Pfingstsonntag und wieder stand American Football auf dem Plan. Dieses Mal in Marburg. Mit Christian Roth von american-sports.info ging es vom Frankfurter Hauptbahnhof nach Marburg. Die Fahrt dauerte gerade etwas mehr als eine Stunde und wir sprachen selbstverständlich über Football. Unter Anderem natürlich auch über meine Feststellung vom Vortag in Sachen Kicker.

Er hat durchaus etwas eingeworfen, das mir gar nicht so sehr bewusst gewesen ist, denn es ist schließlich nicht alleine der Kicker, mit dem ein Field Goal stehen und fallen kann, sondern auch der Snapper und auch derjenige Spieler, der den Ball fangen und platzieren muss. Dieser Vorgang ist durchaus nicht einfach, denn da gehört schon ein höheres Maß an Koordination dazu. Wieder etwas bewusster gemacht, das man eigentlich immer vor den Augen hat.

Kaum in Marburg angekommen hieß es noch einen kleinen Spaziergang zum Stadion unternehmen. Es ist zum Glück gut ausgeschildert, so dass Christian den Weg im besten sächsischen Dialekt erklären konnte.

MarburgMünchen20052018 (2 von 88)Gutes Essen, Getränke und Fanartikel waren nach dem Einlass auf dem Vorplatz zu entdecken und viele Menschen es sich mit Speis und Trank gut gehen lassen. Das Aufwärmen beider Mannschaften war leider schon vorüber, so dass ich dies nicht mehr anschauen und festhalten konnte. Aber wir trafen noch Marc Junge (all-about-football.de) und Peter Koch (auch american-sports.info) und das war wieder einmal sehr erfreulich und schön. Das ist es eigentlich immer, wenn man mit Bekannten unterwegs ist. Schnell verquatschten wir uns und haben auch mehr oder weniger die Show der Cheerleader verpasst, obwohl wir in unmittelbarer Nähe zu ihnen standen.

Und wie das so mit der Zeit ist, war es ziemlich schnell so weit, dass die Mannschaften einliefen und sich aufstellten. Kurz darauf hieß es ab an die Sideline, Kamera zücken und Vitamin D in der Sonne tanken.

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Das Spiel begann mit den Münchenern in der Offensive, die sich Stück für Stück nach vorne arbeiten konnten und schließlich auch mit dem ersten Touchdown des Spiels die ersten schnellen Punkte erzielen konnten. Den Extrapunkt machten sie zwar auch, aber hierbei nahmen sie ein paar Strafen aber das hinderte sie nicht den Ball durch die schiefe Stimmgabel zu bekommen.MarburgMünchen20052018 (23 von 88)

Erstaunlich fand ich, dass in der Folgezeit überhaupt nicht gepuntet wurde. Die Angriffe gingen stets vorwärts und führten indes weiter zu neuen 1st Downs. So kamen auch die Marburger ihrerseits mit ihrem Angriff bis in die Endzone der Münchener und erzielten ebenfalls einen Touchdown und verwandelten auch den Extrapunk. Bis dahin ein ansehnliches und sehr ausgeglichenes Spiel. Man konnte nicht sagen, dass bis hierhin eine Mannschaft größere Vorteile hatte.

Beim Kick der Marburger fiel der Ball aufgrund des starken Windes um, sodass der Kick wiederholt werden musste. Das war schon irgendwie eine amüsante Situation, die ich so auch nicht gesehen habe. Aber am Ende hat es dann doch funktioniert und die Münchener konnten nun ihren nächsten Angriff starten. Aber dieses Mal hatte die Defensive der Marburger etwas dagegen, so dass es für die Münchener nur zu einem Field Goal reichte.

Nun kamen die Marburger besser ins Spiel und konnten mit Beginn des zweiten Viertels den nächsten Touchdown erzielen, den folgenden Münchener Angriff abwehren und ihrerseits den nächsten Angriff erneut in Punkte mit einem Touchdown erzielen. Die Münchener Defensive schien insbesondere mit dem Marburger Silas Nacita die größten Probleme zu haben, der immer wieder lange Läufe ansetzen und großartige Catches zeigen konnte.MarburgMünchen20052018 (45 von 88)

Nun aber wendete sich das Blatt und es folgte sozusagen die Spiegelung dessen, was Marburg gerade getan hatte. Die Cowboys aus München kamen zum Touchdown, wehrten den nächsten Angriff der Marburger ab, so dass diese punten mussten und konnten mit ihrem nächsten Angriff erneut weitere Punkte erzielen. Das Spiel wurde also bis zur Halbzeit ein weiteres Mal gedreht. So stand es zur Pause 21:24.MarburgMünchen20052018 (65 von 88)

Zu dem Zeitpunkt ein unerwartetes ausgeglichenes Spiel, bei dem sich beide Teams nichts schenken wollten. Im dritten Viertel kam keine Mannschaft zu Punkten, dafür wurde es etwas hektischer auf dem Platz, denn es flogen viele Flaggen und dementsprechend gab es auch Strafen auf beiden Seiten. Angriffsversuche endeten dadurch und wurden mit einem Punt beendet. Erst im vierten Quarter ging es mit den Punkten weiter und das Spiel wurde so richtig interessant und spannend.

Zunächst konnten die Münchener mit einem Angriff ein weiteres Field Goal erzielen, das den Spielstand auf 21:27 stellte. Aber die Marburger steckten nicht auf und kamen ihrerseits zu einem weiteren Touchdown ca. sieben Minuten vor Schluss. Doch der Extrapunkt war nicht gut, denn der Ball flog an den linken Pfosten und kam wieder zurück ins Feld. 27:27 stand es und nun waren die Cowboys wieder an der Reihe.MarburgMünchen20052018 (86 von 88)

Es wurde erneut hektischer auf dem Platz. München nahm Strafen und kam so nur schwer in Richtung der Marburger Endzone. Für einen Touchdown reichte es nicht, aber ein weiteres Field Goal konnten sie erzielen. 27:30. Nun waren nur noch 1:28 zu spielen, was im Football aber durchaus noch eine lange Zeit ist.

Die ersten Angriffsversuche der Marburger konnten die Münchener noch unterbinden, so dass die Marburger gezwungen waren den vierten Versuch auszuspielen. Das gelang sogar und wie das gelang! Aber die Zeit lief runter und so waren es nur noch 38 Sekunden, als die Marburger an der gegnerischen 16 Yard Linie standen.

Timeouts auf beiden Seiten, hektische Anweisungen des Münchener Trainers. Seine Defensive schien überfordert. Marburg schaffte es tatsächlich noch an die 3 Yard Linie. Die Spannung im Stadion war nahezu greifbar. Sowohl die heimischen Fans als auch die Gäste aus München waren nun gespannt und aufgeregt.

Ein Lauf der Marburger, der gestoppt werden konnte. Aber wo war der Ball? War er vor der Linie oder berührte er schon die Linie der Endzone. Die Spannung steigerte sich beinahe ins Unermessliche. Die Schiedsrichter diskutierten und zeigten schlussendlich Touchdown an. Marburg hat das Spiel erneut gedreht. 33:30. Der Wahnsinn und die Fans kamen aus dem Jubeln nicht mehr heraus, während die Münchener die Köpfe hängen ließen. Der anschließende Versuch der Marburger zwei weitere Punkte mit einem Lauf zu erzielen blieb erfolglos. 10 Sekunden Zeit für die Münchener und keine Auszeiten mehr übrig. Der letzte Angriffsversuch wurde gestoppt. Die Zeit war abgelaufen. Kurz diskutierten die Schiedsrichter noch eine Situation aber beendeten das Spiel mit dem Ergebnis 33:30.MarburgMünchen20052018 (87 von 88)

Marburg gewann ein Spiel, das auf Augenhöhe geführt wurde. Man könnte aber auch sagen, dass Silas Nacita gegen die Munich Cowboys 33:30 gewonnen hat. Er war der überragendste Mann auf dem Platz. Läufe, Catches, Punts und Kicks. Er macht wirklich alles und kann auch alles. Dieser Mann lebt Football. Selbst angeschlagen ist er eine Waffe, gegen die die Münchener an diesem Tag kein probates Mittel finden konnten.

Wow, also so ein Spiel wie dieses war schon sehr interessant. Gut, dass ich nicht Fan von einer dieser beiden Mannschaften bin, denn ansonsten wäre ich in den letzten Sekunden vor Aufregung und Anspannung in Ohnmacht gefallen. Eventuell wie diese Herren hier:MarburgMünchen20052018 (51 von 88)

Football, wo es am schönsten ist. Bericht zum Spiel der Frankfurt Universe gegen die Marburg Mercenaries vom 13.05.2018

Sonntag. Heimspiel der Samsung Frankfurt Universe. Die Vorfreude auf Football und die Menschen, die ich mit der Zeit kennenlernen durfte, war schon groß. Marc Junge (all-about-football) und ich machten uns auf den Weg zur PSD Bank Arena. Es ist schön, dass die Heimspiele weiterhin an altbekannter und gewohnter Spielstätte stattfinden können, auch wenn es verständlicherweise ein paar Abstriche gibt. Keine Power-Party mit Bühne und Gästen zum Beispiel. Schön war dies natürlich, aber gebraucht wird es nicht. Essen und Getränke gibt es aber selbstverständlich. Auch das Feuerwerk nach jedem Touchdown entfällt. Das braucht es auch nicht unbedingt. Dafür könnte man doch nun auch diesen Stehplatzbereich für den Kartenverkauf freigeben, oder nicht?

Hier geht es zu den Bildern des Spiels: -klick-

Hier geht es zu den Bildern der Cheerleader: -klick-

Apropos Zuschauer: es fällt schon sehr auf, dass weniger Menschen auf dem Vorplatz zu finden sind, wenn ich das mit den Spielen der letzten Saison vergleiche. Das spiegelte auch die gestrige Besucherzahl wieder, die mit 1.672 für Frankfurter Verhältnisse eher gering ausfiel. Aber ich kann die Besitzer einer ungültigen Dauerkarte verstehen. Manche wollen und manche können nicht nochmals bezahlen. Ich hoffe sehr, dass es für jene Menschen noch eine adäquate Lösung geben wird, denn jeder Zuschauer, jeder Fan ist wichtig bei einem Heimspiel und das Catering freut sich bestimmt auch über mehr potentielle Einnahmen.

Ich bin zufällig auf die Seite eines Fußballvereins gestoßen, der vor Jahren auch mal in Insolvenz war. Dort gab es das gleiche Problem mit den Dauerkarten, die ihre Gültigkeit verloren haben. Die Lösung des Vereins war so simpel wie einfach. […] Um den Schaden der Fans gering zu halten, dürfen Dauerkarten-Inhaber selber bestimmen, wieviel sie für eine neue Dauerkarte zahlen möchten. […] Die Quelle ist die Webseite von Alemannia Aachen. Die Nachricht vom 12.12.2012. Ob so eine Vorgehensweise auch bei der Universe möglich ist und rechtlich überhauptumgesetzt werden darf, wird wohl der Insolvenzverwalter noch am besten wissen.

Jedenfalls habe ich an diesem Tag auf Bilder vom Umfeld und vom Aufwärmen verzichtet, denn ich hatte etwas vor, das mit Randie Agnew zu tun hatte. Ihr kennt ihn schon aus vorherigen Berichten von mir und da hatte ich auch erwähnt, dass er Xavier Woods, einem Wrestler der WWE, doch etwas ähnlichsieht. Da er schon beim Aufwärmen war, begrüßte ich viele andere lila Menschen, einige Spieler und Fotografen. Mit Gesprächen verging die Zeit sehr schnell und zwischendurch sah ich mir das Aufwärmprogramm beider Teams an, bis dieses vorbei war. Nun hieß es Randie abfangen und ihm die Kleinigkeit übergeben, die ich für ihn dabeihatte.

Randie und Pat mit Xavier Woods Actionfigur
Randie Agnew und PadmanPL (Pat) mit der Xavier Woods Actionfigur. Fotocredits by Chris Haas von C-Sportpics

Natürlich eine Actionfigur von Xavier Woods. Dieses kleine Geschenk kam gut an und Randie hatte sich durchaus darüber gefreut. Und wie man sehen kann, habe auch mich darüber gefreut, dass er sich darüber gefreut hat. Ein bisschen Spaß darf und muss eben auch sein. Das war für mich schon ein toller Moment an diesem Tag und Randie verschwand mit einem Lächeln in die Mannschaftskabine.

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Nun hieß es auch für mich langsam auf die Tribüne zu gehen und dort meinen Platz mit Tischchen einzunehmen. Schließlich waren schon die Cheerleader in Formation, um ihre Choreographie vorzuführen. Wieder einmal waren die jungen Damen schick gekleidet und zeigten bei sonnigem Wetter eine schön einstudierte Choreographie, ehe sie sich zum Einlauf der Frankfurter Spieler aufstellten. Doch wie gewohnt, kam die Gastmannschaft zuerst auf den Platz und ebenfalls sehr gewohnt, unter dem Applaus der Zuschauer.

Wenige Momente später begann das Spiel mit Marburg im Angriff und von Unwetter war weit und breit keine Spur. Nun, okay, aus Marburger Sicht könnte man vielleicht sagen, dass das Unwetter in Lila auf dem Platz stand, aber das meinte ich jetzt nicht. Wobei sich das gesamte Spiel in vier wichtigen Punkten zusammenfassen lässt:

  1. Frankfurts Offensive funktionierte tadellos und beinahe jeder Angriff sorgte für Punkte
  2. Die Frankfurter Defensive räumte Gegenspieler sehr schnell ab, so dass es kaum nennenswerte Offensivaktionen der Gäste gab
  3. Marburgs Offensive war abgemeldet. Ihr bester Mann, der noch am meisten versuchte, war der Ex-Frankfurter Silas Nacita, der im Verlauf des Spiels fast jede Position spielte.
  4. Die Marburger Defensive war zu langsam und zu unaufmerksam und ließ Gegenspieler freistehen oder lief nur hinterher.

SFUMM13052018 (48 von 82)Ob Pass- oder Laufspiel, Frankfurts Offensive kam stets vorwärts und machte im gesamten Spiel sage und schreibe 9 Touchdowns. Dabei war das Angriffsspiel sehr variabel. Würfe in die Endzone, Läufe in die Endzone – es funktionierte so einfach, wie im Training.

Das allergrößte Highlight im Spiel war der Lauf von Andreas Betza über das gesamte Feld zu einem Touchdown. Zuvor missglückte das Anspiel, der Snap, weil dieser zu hoch geworfen wurde. Nur wenige Yards vor der eigenen Endzone konnte der Ball aber noch gesichert werden. Beim nächsten Anspiel stand Frankfurts Quarterback schon in der eigenen Endzone, in welcher er Andreas Betza den Ball für einen Lauf übergab. Dieser fand einen Weg durch die Marburger Verteidigung und lief und lief und war gar nicht mehr aufzuhalten. Erst in der gegnerischen Endzone machte er Halt und ließ sich für den grandiosen Touchdownlauf feiern.SFUMM13052018 (77 von 82)

Kurz vor Schluss erlief Andreas Betza noch einen weiteren Touchdown und stellte damit den Endstand von 63:7 her. Oh, ach ja: Marburg fand tatsächlich einmal den Weg in die Frankfurter Endzone. Dies war im dritten Viertel. Da gelang mal ein Pass auf einen freistehenden Spieler, der erst kurz vor der Endzone aufgehalten werden konnte. Der folgende Touchdown war reine Formsache, wenngleich die Defensive von Frankfurt auch nicht mehr auf Teufel komm raus verteidigte.

So endete das Spiel im leichten Regen mit einem Ergebnis, das ich in dieser Höhe nicht erwartet hatte. Aber fertig war der Tag damit noch nicht, denn ich hatte die Gelegenheit an der Pressekonferenz nach dem Spiel teilzunehmen. Mit kurzen Gesprächen ließ sich die Wartezeit vertreiben und dann begann auch schon die kurz gehaltene Pressekonferenz mit beiden Trainern.

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Der Trainer der Gäste, Dale Heffron, begann und fand lobende Worte für seinen Kollegen aus Frankfurt. Für ihn seien Frankfurt und Schwäbisch Hall in einer anderen Liga, dann irgendwann käme der Rest. Zudem sei er beeindruckt von dem, was die Frankfurter geleistet haben und leisten. Dass er mit seiner Mannschaft viel aufzuarbeiten hat und hierbei einigen Spielern auf die Füße treten wird, klang nachvollziehbar.

Brian Caler, Trainer der Frankfurter, hatte deutlich weniger zu sagen. Er bedankte sich vor allem bei seinen Spielern und dem Umfeld der Universe mit seinen Mitarbeitern für das sehr gute Arbeitsklima und dem was hier geleistet wird. Mit seiner Mannschaft war er ebenfalls äußerst zufrieden und war sogar vom Zusammenspiel seiner Mannschaft sehr beeindruckt.

Das war gewiss nicht nur er. Auch ich war beeindruckt und bin durchaus sehr guter Dinge, dass Spiele gegen Schwäbisch Hall und auch Braunschweig enger gestaltet werden und möglicherweise auch gewonnen werden können. Die Zeit wird kommen, dies unter Beweis zu stellen und darauf freue ich mich schon sehr.