Interview mit Florian Hillenbrand – O-Liner beim GFL2 Aufsteiger der Darmstadt Diamonds

Wieder einmal ist in Zusammenarbeit mit All-About-Football ein weiteres Interview entstanden. Florian Hillenbrand ist ein junger O-Liner, der beim GFL2 Aufsteiger eine gute Saison gespielt hat. Er stand uns Rede und Antwort zu vielen Fragen.

Das Titelbild wurde uns gestellt und wurde von Duke Miles aufgenommen. Vielen Dank für die Nutzungserlaubnis.

Hallo und vielen Dank Florian, dass Du Dir die Zeit nimmst, auf einige Fragen von uns zu antworten.

Direkt als Erstes: Wie groß ist Deine Freude, dass ihr den Aufstieg in die GFL2 geschafft habt?

Riesig! Der Aufstieg in die GFL2 war seit Anfang der Season unser Ziel.

Es ist einfach super zu wissen, dass sich die ganze harte Arbeit und die Zeit, die jeder Einzelne von uns investierte, gelohnt hat.

War die Aufstiegsfeier ausschweifend und gab es „Verluste“?

Eine richtige Aufstiegsfeier gab es nicht. Das Spiel war ja an einem Sonntag, viele von uns mussten am Tag darauf wieder arbeiten gehen, Da bleibt leider keine Zeit für eine ausschweifende Party. Ein paar von uns haben sich in Darmstadt noch auf ein Bier getroffen. Aber die Busfahrt nach unserem Meisterschaftsspiel gegen die Trier Stampers hatte es in sich! Mehr möchte ich dazu auch nicht sagen. Was im Bus passiert, bleibt im Bus!

Ich glaube, dass wir gar nicht weiter ins Detail gehen möchten. Sprechen wir lieber über Dich.

Wie kamst Du überhaupt zum American Football?

Das ist eigentlich eine ziemlich langweilige Geschichte. Bevor ich mit American Football anfing, habe ich jahrelang eine andere Sportart ausgeübt, bis diese mir keinen Spaß mehr machte und ich etwas Neues ausprobieren wollte. Irgendwie bin ich auf American Football und die Darmstadt Diamonds gestoßen und habe dann im Winter 2016 direkt beim Strength & Conditioning Training mitgemacht. War eine gute Entscheidung!

Als Offenisve Lineman hast Du permanent Kontakt zu Deinen Gegenspielern. Wie ist das für Dich? Macht Dir das Spaß?

Auf jeden Fall! Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn wir als O-Line unsere Gegner dominieren können, den Running Backs große Gaps aufmachen und ein Spiel mit null eigenen QB Sacks beenden. Natürlich macht es auch Spaß, mal einen gegnerischen Linebacker „wegzuballern“!

Welche alternativen Positionen kannst Du spielen? Spielst Du sie auch?

Kurz und knapp: Keine.

Seit wie vielen Jahren bist Du Spieler bei den Diamonds?

Das war jetzt meine zweite Season, die ich bei den Diamonds spiele.

Schwierige Frage so kurz nach dem Aufstieg, aber wirst Du bleiben oder kannst Du Dir auch einen Wechsel innerhalb der GFL2 oder gar in die GFL vorstellen, wenn ein Team anfragt?

Ich bin nicht das Kaliber von Spieler, das durch besonders außerordentliche Leistungen heraussticht. Da gibt es andere bei uns im Team.

Hast Du irgendwelche Marotten vor einem Spiel oder einen Glücksbringer, auf den Du nicht verzichten kannst?

Ehrlich gesagt keins von beidem. Ich versuche einfach, die Gamedaystimmung aufzunehmen und nur noch Football zu denken, alles andere auszublenden.

Was machst Du, wenn Du nicht gerade Football spielst oder trainierst?

Neben American Football habe ich sonst nicht viele Hobbies. Ich habe eine Dauerkarte für den SV Darmstadt 98. Da gehe ich gerne mit einem Kumpel ins Stadion und schaue den Lilien zu.

Verfolgst Du die NFL und wenn ja, wer ist dort Dein Favorit?

Natürlich! Ich bin Fan von den Carolina Panthers. Hoffentlich kommen sie dieses Jahr in den Playoffs weiter und scheiden nicht wieder in der Wildcard-Runde aus.

Interessant ist nun auch die vergangene Saison.

Acht Spiele – Acht Siege. Wart Ihr konkurrenzlos in der Regionalliga Mitte?

Uns konnte in dieser Season keiner das Wasser reichen. Der einzige ernst zu nehmende Gegner waren manchmal wir selbst. Beim Auswärtsspiel gegen die Kassel Titans standen wir uns selbst im Weg und konnten nicht mit unserem Darmstadt Diamonds Football glänzen, wie es sonst der Fall war.

Welches war das schwierigste Spiel in der Regionalliga Mitte für Dich / Euch?

Wie schon erwähnt, das Spiel in Kassel war anders als die anderen. Aber wir wussten, was wir falsch gemacht haben und dementsprechend reagiert.

Hattest Du einen Lieblingsgegner? Eine Mannschaft oder einen speziellen Gegenspieler.

Mein Lieblingsgegner ist unsere eigene D-Line. Ich würde sagen, wir hatten die beste D-Line der Liga. Wenn einem die Besten schon im Training gegenüberstehen, ist die Herausforderung am Gameday nicht mehr ganz so groß.

Im Vergleich zu den anderen beiden Ligen im Süden hattet ihr deutlich weniger Spiele und wart knapp zwei Monate ohne Wettkampfspiel. War das ein Nachteil beim ersten Relegationsspiel in Biberach?

Ja, wir waren einfach noch nicht zu 100 % wieder in unserem Modus. Und mit den Beavers, die eine hervorragende Season gespielt haben, hatten wir einen Gegner auf Augenhöhe. Aber wir sehen uns 2019 wieder. Da bekommen wir unsere Revanche.

Wie hast Du das Spiel gegen die Fursty Razorbacks erlebt oder durchlebt (emotional)?

Das Spiel gegen Fursty war krass. Wenn man vor dem Spiel im Spielertunnel steht und weiß, es geht um alles oder nichts und sich gegenseitig aufhyped, dann auf das Feld aufläuft mit den Fans im Rücken – das ist ein geiles Gefühl! Als ich die letzten Minuten des vierten Quarters auf das Scoreboard geschaut habe, wusste ich, dass wir es geschafft haben. Dann wird das Spiel abgepfiffen und jeder freut sich einfach nur. Da musste ich auch die ein oder andere Träne verdrücken.

Das klingt doch alles sehr spannend und wir bedanken uns bei Dir für dieses Interview. Zum Abschluss darfst Du das Wort an die Leser richten und ihnen einfach etwas sagen – was auch immer Du möchtest.

Ich möchte Danke sagen! An die Coaches, die mir die Season über das Vertrauen geschenkt haben, an das Team und das Team hinter dem Team. Danke an alle freiwilligen Helfer, die einen Gameday überhaupt möglich machen – von der Organisation bis zum Catering. Sie machen alle einen super Job! Und natürlich an die Fans der Darmstadt Diamonds! Ich hoffe, dass das Stadion in der GFL2 wieder so voll sein wird und wir mit diesem Support rechnen können.

Ich freue mich auf die nächste Season!

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Die Klingenstädter und das Derby zum letzten Heimspieltag. Bericht zum GFL 2 Nord Spiel zwischen den Solingen Paladins und den Langenfeld Longhorns vom 25.08.2018.

Was hat mich denn nach Solingen getrieben? Nun natürlich war es Football, aber auch die Heavenly Force Cheerleader haben ihren Teil dazu beigetragen, dass mich der Ort doppelt interessiert hatte.

Also war es mal an der Zeit einen weiteren Weg auf mich zu nehmen und nach Solingen zu fahren. Und ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht worden bin. Aber eins nach dem anderen.

Bilder: Umgebung, Aufwärmen, EinlaufSolingen Paladins vs. Langenfeld Longhorns

Bilder: Heavenly Force Cheerleader Solingen

Die erste Aufgabe war nämlich das Ankommen in Solingen, was die Bahn mit Verspätung erledigte. Dort aber erwartete mich bereits Marc und gemeinsam ging es zur Jahnkampfbahn, dem Spielort der Paladine. Kaum dort angekommen erwartete uns eine schmucke Sportstätte, in welcher sich bereits die ersten Zuschauer versammelten.

SolingenLangenfeld-vds-1Wir sahen uns ein wenig um und fühlten uns von Beginn an sehr wohl. Das war schon ein gutes Zeichen. Direkt am Eingang war auch der Fanartikelstand, bei dem es „Ritterbrause“ in der Dose gab. Ein isotonisches Getränk mit Grapefruit und Zitronengeschmack. Auf der Dose selbst das Logo der Paladine. Sieht gut aus und schmeckt auch noch. Was es nicht alles gibt.

Den Fanartikelstand steuerte ich etwas später erneut an, denn da wurde es Zeit auch mal die Umgebung zu fotografieren. Ich kam nicht umher mir eine Kappe der Paladine zuzulegen, da diese lediglich 15 € kostete und durchaus eine solide Qualität aufwies. Aber es gab nicht nur das Getränk und die Kappe, sondern viel mehr. Praktisch alles, was das Fanherz begehrt: Vom Trikot bis hin zu einer Einkaufstasche ist alles dabei. Und die Preise sind sehr fair. Dafür mal ein Lob an dieser Stelle.

Ich unterhielt mich auch mit einem sehr freundlichen und sympathischen Verkäufer, der sich um die Fanartikel kümmerte. Er berichtete davon, dass gerade die günstigen und kleinen Fanartikel am häufigsten über die Ladentheke wanderten. Das Gespräch handelte aber nicht nur von Fanartikeln, sondern allgemein vom Football im Norden und Süden und von der Fankultur. Ein tolles Gespräch.

SolingenLangenfeld-vds-5Aber nicht nur schöne Fanartikel gab es, nein auch gutes und leckeres Essen. Selbstverständlich Burger, wie es sich bei dieser Sportart nun mal gehört. Wie gut, dass bereits jemand einen Burger hatte und eindeutig zeigte, dass sie ebenfalls von guter Qualität sind.

Langsam wärmten sich beide Mannschaften auf, während es einen kurzen Schauer gab, der keinen so wirklich zu stören schien. Die Tribüne füllte sich und auch auf der Gegenseite wurden es immer mehr Gästefans. Man konnte sehr gut erkennen, dass es ein Spiel zweier nicht weit auseinander liegenden Mannschaften war. Es werden gut und gerne, nach meinem Schätzungsgefühl und der Aussage eines langjährigen Fans, um die 1.500 Menschen da gewesen sein, die sich das Spiel ansehen wollten.

Während sich so langsam wieder die Sonne zeigte, kamen auch die Ladys auf das Spielfeld, die eine kleine Pre-Game Show zeigten, die sich wirklich sehen lassen konnte. Oder war die Sonne extra für sie wieder hervorgekommen? Fliegende Haare, ganz viele strahlend lächelnde Gesichter und viele Tanzbewegungen, die von den Zuschauern mit dem verdienten Applaus honoriert wurden.HeavenlyForce250818-8

Zeit für die Hauptakteure des Tages: die Spieler. Zunächst durften Gäste auf das Feld laufen. Natürlich jubelten die Fans aus Langenfeld ihrer Mannschaft zu, doch im Vergleich zum Einlauf der heimischen Paladine, war das ein zartes Pflänzchen, das noch wachsen muss. -> Solingen Paladins Umgebung, Aufwärmen, Einlauf 25.08.2018

Nach dem Münzwurf konnte es auch schon losgehen.

Zunächst bekamen die Solinger auch gleich den Ball. Aber beide Seiten konnten sich nicht so wirklich entscheiden, wer nun den Vorteil für sich beanspruchen wollte und so ging zu Beginn erstmal das muntere Punten auf beiden Seiten los.

So wie der Ballbesitz wechselte, wechselten sich auch die Fanlager auf beiden Seiten ab. Und das sehr lautstark. An Unterstützung von den Rängen fehlte es also auf beiden Seiten nicht.

Die Zeit verstrich daher zunächst ohne besondere Vorkommnisse. Doch dann gelang den Gästen ein sehenswerter Angriff, der beinahe zum Erfolg geführt hätte. Doch der Abwehrchef der Paladine wusste dies zu verhindern. Aber in einem weiteren Versuch war es dann doch der gewünschte Erfolg, also ein Touchdown, den die Gäste verbuchen konnten. Den Extrapunkt ließen sie sich nicht nehmen.SolingenLangenfeld25082018-13

Nun verstrich die Zeit erstmal wieder, bis das erste Viertel zu Ende war. Kurz vorher konnten sich jedoch die Paladine das Angriffsrecht sichern. Dieses nahmen sie in das zweite Viertel mit und starteten fulminant mit den ersten eigenen Punkten und dem Ausgleich zum 7:7.

Nun kamen die Klingenstädter besser in das Spiel hinein, zeigten sich defensiv und offensiv von einer hervorragenden Seite. Sie ließen erstmal keine weiteren Punkte zu und stoppten die Angriffsversuche der Gäste recht schnell. Dafür konnten sie selbst in der Offensive glänzen und sogar mit einem weiteren Touchdown nach einem schönen Pass auf 13:7 erhöhen. Den Extrapunkt konnten sie in der Situation nicht mitnehmen.SolingenLangenfeld25082018-27

Den Offensivdrang der Hausherren konnten die Gäste aus Langenfeld in dieser Phase des Spiels nicht aufhalten. Sie hatten sogar ein weiteres Mal das Nachsehen, als die Paladine auf 20:7 erhöhten. Nun schienen sich die Klingenstädter ihrer Sache sicher zu sein, aber für den Moment wohl ein wenig zu sicher, denn es dauerte nicht lange, ehe sich die Gäste wieder auf der Punktetafel eintragen konnten und auf 20:14 verkürzten.

Währenddessen machte ich von beiden Seiten des Spielfelds meine Bilder und hörte auf jeder davon die Unterstützung der jeweiligen Fans. Insbesondere vor der vollen Haupttribüne war es relativ laut, denn von dort gab es Anfeuerungen ohne Unterbrechung. Selbst die Cheerdamen tanzten nicht nur, sie sahen sich auch das Spiel an und fieberten absolut mit. Das konnte man an ihren Gesten und Gesichtsausdrücken immer wieder gut erkennen.HeavenlyForce250818-28

Ich habe aber auch in einem Gespräch mit einem langjährigen Paladin Fan erfahren, dass die Stimmung nicht nur bei einem Derby so gut ist. Bei jedem Spiel wird die Mannschaft euphorisch unterstützt und die Spieler dankten es häufig mit Applaus in Richtung der Fans. Ein tolles Bild, eine tolle Stimmung. In Solingen weiß man also sehr gut, wie man American Football zelebriert.

Im dritten Viertel waren es die Solinger, die ihre Punktzahl erneut erhöhen konnten. Leider ein weiteres Mal ohne den Zusatzpunkt, denn der Football knallte an den Pfosten der Stimmgabel. 26:14

SolingenLangenfeld25082018-40Aber in einem Derby lässt man sich auch davon nicht unterkriegen und so erkämpften sich die Gäste aus Langenfeld im letzten Viertel die nächsten Punkte und es stand 26:21.

Mittlerweile wurde es dunkler und erneut begann es zu regnen. Die Lichtverhältnisse eigneten sich kaum noch zum Fotografieren und so suchten Marc und ich einen Platz auf der Tribüne um nicht durchgenässt zu werden.

Kurz zuvor hatte ich aber noch das Vergnügen mit dem bereits angesprochenen langjährigen Fan der Solinger zu sprechen. Es ging dabei um die NFL, die GFL Nord und ein bisschen auch um die GFL Süd. Unter anderem auch um die Situation in Frankfurt und ich war froh, dass ich ein bisschen Licht ins Dunkel bringen konnte. Aber was nun genau in Frankfurt mit der Universe los ist, möchte ich so im Detail gar nicht sagen. Das obliegt den Verantwortlichen des Vereins. Ich möchte einfach nur zu bedenken geben, dass die Stadt Frankfurt und der FSV Frankfurt auch darin involviert sind und eigentlich alles nur im Trio funktionieren kann. So viel dazu.

Es war ein tolles Gespräch, muss ich sagen, denn die Offenheit und auch die Einfachheit des Gesprächs führten zu einer weiteren Sympathiestufe und auch dem Bewusstsein, dass Football auch in Solingen eine Familie ist, die sich über Neuzugänge freut.

Das Gespräch wurde aber immer wieder kurzfristig unterbrochen, denn die Solinger Fans wurden lauter und lauter. Eine Interception wurde so euphorisch bejubelt, dass man es durchaus mit einem Tor bei einem Fussballspiel vergleichen kann von der Lautstärke.HeavenlyForce250818-36

Liebe Solinger: es ist absolut beeindruckend gewesen, wie sehr ihr mit dem Herzen und eurer Stimme dabei seid. Ich war in diesem Jahr bei sehr vielen Footballspielen und von der Stimmung her, die ihr bei einem Spiel macht, seid ihr absolut GFL 1(!) tauglich.

Das kam natürlich auch bei der Mannschaft an, die die letzten Minuten zur Entscheidung nutzen wollte und dies auch mit einem weiteren Touchdown und einer gelungenen 2-Point-Conversion tat. 34:21 hieß es und im leichten Regen des Solinger abends konnten sich die Klingenstädter auch den zweiten Derbysieg in dieser Saison holen.

Paladine, bleibt eurer Mannschaft weiterhin so treu und ergeben und ich bin überzeugt, dass euch der Weg in die GFL 1 auch sportlich gelingen kann und wird.

Schade, dass diese Saison kein weiteres Heimspiel mehr bei euch stattfindet. Aber wir sehen uns nächste Saison ganz bestimmt wieder, denn bei euch hat es Spaß gemacht. Das Spiel war klasse und qualitativ (von beiden Seiten) auf einem hohen Niveau geführt. Dazu die sympathische Umgebung und die tolle Stimmung. Was will man mehr? Nun, vielleicht eines: dass sich andere Mannschaften und insbesondere Zuschauer / Fanlager an eurem Herzblut ein Beispiel nehmen.

Football in Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Phantome sichern sich in einem spannenden Spiel den Klassenerhalt. Bericht zum Spiel der Wiesbaden Phantoms gegen die Straubing Spiders vom 11.08.2018

Wenn man footballverrückt ist, dann kommt man viel herum. An diesem Samstag führten mich meine Wege nach Wiesbaden in das Europaviertel zu den Wiesbaden Phantoms. Doch nicht alleine, denn Christian Roth (https://american-sports.info/) war mit dabei. Da er genauso footballverrückt ist und sozusagen „Football Daddy“ ist, hatte er auch eine Idee für ein neues Hashtag, den wir alle durchaus nutzen und verbreiten können. #footballkrank – darf genutzt und verbreitet werden. Muss sogar verbreitet werden!

Wiesbaden Umgebung und Einlauf 11.08.2018

Wiesbaden Cheerleader „Phantastics“ 11.08.2018

Wiesbaden Phantoms vs. Straubing Spiders 11.08.2018

Aber zurück zum Eigentlichen, denn Wiesbaden ist aus Frankfurt recht gut zu erreichen und wir waren auch schnell vor Ort. An und für sich etwas zu früh, aber das hatte auch seinen Vorteil, denn wir konnten uns knappe drei Viertel des U17 Spiels zwischen den Wiesbadenern und den Rodgau Pioneers ansehen.

Das war durchaus schon ein sehr ansehnliches und gutes Spiel, bei dem die Gäste aus Rodgau bis zur Pause mit 20:7 in Führung gingen. Nach der Pause schafften es die Phantome sogar das Spiel zu drehen und lagen zwischenzeitlich mit 21:20 in Front. Doch die Mannschaft, die erst seit wenigen Wochen aufgestellt ist, musste sich am Ende dennoch geschlagen geben. Und zwar mit 21:32. Die Gäste, die von ihren Cheerleadern unterstützt wurden, hatten am Ende doch das erfahrenere Händchen, das ihnen in diesem Spiel zum Sieg verhalf. Dennoch zeigten die Wiesbadener eine gute Leistung, auf der man aufbauen kann.

Abgesehen davon, dass wir direkt mit Football empfangen wurden, ist es in Wiesbaden, wie auch an anderen Orten ein familiäres und freundliches Miteinander. Man wird offen empfangen und ist im Prinzip direkt mittendrin und dabei. So langsam sollte mich das eigentlich nicht mehr überraschen, aber das passiert dann doch immer wieder. Dafür ist es jedes Mal umso schöner und, so geht es zumindest mir, man fühlt sich auch in einer fremden Umgebung ganz wohl. Das ist nicht unwichtig, wie ich finde.

WIUmgebEinl110818-4Auch in Wiesbaden wird man mit Leckereien versorgt. Sei es mit Burgern, die man sich selbst belegen kann, Würsten, Kuchen, Eis, Süßigkeiten oder auch Backwaren. Verhungern und verdursten wird keiner und die schicke kleine Tribüne ist für die derzeitige Liga auch in Ordnung. Fanartikel der Phantoms, aber auch viele der NFL Teams, sind vorhanden. Der Footballfan wird also rundum versorgt.

Aber viel Zeit für Exkursionen durch das eigentlich für Baseball vorgesehene Stadiönchen war nicht, denn das Spiel zwischen der GFL 2 Mannschaft der Phantoms und den Straubing Spiders war, mehr oder weniger, direkt im Anschluss an das Spiel der Junioren. Von den Junioren mussten sich dann noch ganz schnell umziehen, denn sie waren als Chaincrew vorgesehen. Der Beginn des Spiels verschob sich dadurch um, wie lange eigentlich genau? Auf die Uhr habe ich nicht geschaut, aber der Einlauf der Heimmannschaft begann ca. um 17:20 Uhr.WIUmgebEinl110818-12

Irgendwann waren dann auch mal alle vervollständigt und das Spiel konnte beginnen. Es begann vor allem für die Gäste sehr gut, denn sie konnten mit dem ersten Drive des Spiels direkt für Punkte sorgen und einen Touchdown generieren. Zwar ohne den Extrapunkt, aber die erste Führung ging an die Gäste aus Straubing mit 6:0.

Bereits mit dem Gegenzug war zu erkennen, dass sich beide Teams fortwährend egalisieren konnten und die Angriffsrechte immer wiederabgegeben werden mussten. Beide Mannschaften waren gut aufeinander eingestellt und so war es nicht verwunderlich, dass es dauern sollte, bis die nächsten Punkte auf die Anzeigetafel kommen konnten. Es war schon das zweite Viertel, als die Hausherren die Endzone für einen Touchdown und die ersten eigenen Punkte erreichten. Aber den Extrapunkt konnten sie machen und damit nicht nur ausgleichen, sondern mit 7:6 in Führung gehen.

Das Spiel blieb auch über die Halbzeit hinaus recht eng. Lauf- und Passspiele wurden auf beiden Seiten gemischt, doch häufig endete der Drive ohne große Raumgewinne, aber dafür mit der Ballabgabe an den Gegner. Selten war es hierbei ein Punt, denn sehr oft wurde auch der vierte Versuch ausgespielt.WPStSp11082018-29

Im dritten Viertel konnten die Gäste aufgrund mehrerer Strafen gegen Wiesbaden und einem guten Laufspiel sehr nahe an die Endzone herankommen und dies auch ausnutzen. Erneut gingen die Gäste in Führung und konnten dieses Mal den Extrapunkt auch mitnehmen. 7:13 hieß es, als es in das letzte Viertel ging.WPStSp11082018-43

Es blieb auch weiterhin ein enges Spiel mit schönen Aktionen auf beiden Seiten. Ob es nun ein Quarterback selbst war, der gelaufen ist, oder ein schöner Pass in die Tiefe, es war alles dabei. Die Wiesbadener zeigten durchaus, dass sie unbedingt nochmal punkten wollen. Die Körpersprache war eindeutig. Es folgte ein schöner Pass auf #86 (dieser Spieler ist leider in keinem Roster aufgeführt – ein Phantom?) und dieser ließ sich nicht aufhalten und fiel zum nächsten Touchdown für die Wiesbadener in die Endzone. Erneut konnte auch der Extrapunkt mitgenommen werden. So waren nun die Gäste wieder im Zugzwang, die mit 13:14 zurücklagen.WPStSp11082018-53

Aber der Drive, der aufgrund eines neben das Spielfeld beförderten Kicks etwas weiter vorne beginnen konnte, verebbte erneut. Die Verteidigung der Hausherren blieb auf der Höhe und konnte dafür sorgen, dass sie selbst ihre Offensive aufs Feld brachten.

Diese hatte nun alles selbst in der Hand. Es wurde fast nur noch gelaufen und Yard um Yard gut gemacht. Es reichte stets für neue First Downs, was die Zeit gnadenlos runterlaufen ließ. In diesem Moment dachte ich, dass sich die Wiesbadener auf das Zeitmanagement konzentrieren und vielleicht kurz vor Ende nochmals punkten würden. Aber wenn man die Chance bekommt in die Endzone zu laufen, dann läuft man eben dort hin. Nochmal weitere sieben Punkte für die Hausherren, die nun mit 21:13 führten.

Die Gäste hatten nun nochmal ihrerseits die Gelegenheit einen Drive zu spielen und zu punkten. Aber es dauerte etwas zu lang und kurz vor Schluss war die Feldposition auch nicht die beste. Ein Touchdown und eine 2pt-Conversion? Durchaus möglich, aber der letzte Lauf wurde von der Verteidigung aufgehalten und so gab es keine Punkte mehr für die Gäste. Das Spiel war vorbei und Wiesbaden konnte jubeln. Der Klassenerhalt war mit diesem Sieg gesichert. Die Spieler ließen ihrer Freude freien Lauf und feierten gemeinsam was das Zeug hielt. Auch auf den Rängen gab es Applaus und Jubel.

Es ist immer wieder schön ein Spiel zu sehen, dass nicht unter den Begriff „Einbahnstraßenfootball“ fällt. Da bin ich lieber weiter #footballkrank und danke beiden Mannschaften für ein tolles Spiel und den Phantoms für die sympathische offene Art.WICheers110818-5

Zurück ging es übrigens nicht mit Bus und Bahn, sondern mit einem weiteren Footballverrückten, seiner Kamera und seinem City Flitzer. Zurückgeflitzt nach Frankfurt. Danke auch hierfür.

Eine Halbzeit in Gießen beim Spiel der Golden Dragons gegen die Nürnberg Rams am 27.05.2018

Es ist nicht die Regel, sondern eine Ausnahme, dass ich mir nur eine Halbzeit eines Footballspiels ansehe. Dies war aber bereits im Vorfeld so eingeplant gewesen. Mit Marc Junge, Peter Koch und Christian Roth – ja, wir sind des Öfteren im Quartett unterwegs – enterten wir, mit unseren Kameras bewaffnet, das Waldstadion in Gießen, in dem an diesem Tag ein schickes GFL 2 Spiel stattfinden sollte. Übrigens waren die Fahrtwege und die Arbeitszeiten des folgenden Montags der Grund für das frühere Abreisen vom Spiel.

Soweit mir bekannt ist, spielen die Golden Dragons eher unregelmäßig in diesem Stadion, das optisch wohl schon seine besten Zeiten lange hinter sich hat. Dafür passt die Tribüne aber sehr gut, denn dort scheint genügend Platz für die anwesenden Zuschauer zu sein. Dafür sind die sanitären Anlagen top, das muss man auch mal sagen.

Zu den Bildern vor dem Spiel in Gießen: hier klicken

Zu den Bildern vom Spiel (1. Halbzeit): hier klicken

GGDVdS27052018-1Für das Wohl der Gäste ist in Gießen ausreichend gesorgt. Ein Stand mit Kaffee und ganz viel Kuchen erreichte mein vom Pollenflug geplagtes Näschen (von mir aus auch Rüssel oder Zinken) als erstes und es sah auch wirklich überragend lecker aus. Und nur ein paar Schritte weiter gab es dann die nächsten Leckereien und den Getränkestand. Interessant fand ich den Stand mit Popcorn, Slush Getränken und solchen langen Gummischnuren. Selbstverständlich gab es auch den Stand für Bratwürste, Fritten und natürlich auch Burger. Letztere konnte man nach seinem Geschmack selbst belegen. Ob man sich daraus auch einen Salat zusammenstellen kann? Ich hätte mal fragen sollen. Jedenfalls erkennt man, dass die zur Verfügung stehenden Zutaten frisch sind.GGDVdS27052018-4

Selbst gegessen habe ich keinen Burger, da mir so eine saure Cola Gummischnur mehr zusagte, aber dafür hat sich C.R. daran bedient und war zunächst ganz zufrieden. Frisch und lecker, das Brötchen etwas weich aber ansonsten ganz okay. Später beklagte er sich nur darüber, dass ihm dieser Burger doch etwas schwer im Magen lag. Ein Fernurteil verbiete ich mir, denke aber, dass man schon selbst probieren muss, um ein Urteil fällen zu können. Ach ja, das Pattie war wohl aus gemischtem Hack. So viel zur Verpflegung.

Der Fanartikelstand der Dragons bietet wirklich viele Artikel an. Das ist schon sehr schick, aber die Kappe für einen Spontankauf doch etwas teuer. Auch wenn sie qualitativ echt gut aussah. Aber ganz ohne eine Kleinigkeit wollte ich nicht von Dannen ziehen und nahm zwei Trinkbecher mit, die das Logo der Dragons tragen. Hat auch was, auch wenn ich als alleinstehende Person so langsam nicht mehr weiß, warum ich jeweils mehr als 10 Tassen und mehr als 10 Becher bei mir im Schrank habe.

GGDVdS27052018-13In der prallen Sonne ging es dann auch mal so langsam auf das Feld, denn der Kickoff sollte in wenigen Minuten erfolgen. Und zuvor muss doch noch festgelegt werden, wer diesen überhaupt durchführen wird. Aber der Reihe nach, denn zuerst wurden die Gäste aus Nürnberg begrüßt, ehe die Heimmannschaft unter dem Applaus der Zuschauer auf das Feld lief und sich im Spielerkreis (Huddle) einschwor.

Ich weiß gar nicht, wer den Münzwurf gewonnen hat, aber am Ende führten die Gießener den Kick aus und Nürnberg war das erste Mal im Angriff. Doch dieser endete mit einem Fumble, also einem Ballverlust und schon war Gießen im Angriff. Aber auch hier ging der Versuch nach hinten los, denn der pass landete beim Gegenspieler. Also wieder Nürnberg dran, die aber an der gut verteidigenden Defensive der Gießener scheiterten und den Ball abgeben mussten mit einem Punt.GGDNR27052018-4

Der Beginn war also mehr ein Abtasten beider Seiten.

Die Dragons pirschten sich nach und nach an die Endzone der Nürnberger heran. Etwas mühsam aber am Ende stand der erste Tocuchdown des Spiels auf der Anzeigetafel, welche übrigens von einem jungen Mann per Hand „bedient“ wurde. Die Freude über die sieben Punkte sollte aber nicht von langer Dauer sein, denn ein langer Pass in die Endzone beim direkten Gegenangriff fand sein Ziel und so kamen die Nürnberger auch zu ihren ersten Punkten, verpassten es aber auszugleichen, da der Kick für den Extrapunkt rechts vorbeiging.

Kurz darauf war auch schon das erste Viertel vorbei und es war bis dahin ein eher schwaches Spiel beider Mannschaften, aber das sollte sich im kommenden Viertel ändern.

GGDNR27052018-25Kurz nach Wiederbeginn waren es die Gießener, die ihre Führung per Touchdown und Extrapunkt auf 14:6 ausweiten konnten. Erneut dauerte es nicht lange, bis auch die Gäste einen weiteren Touchdown erzielen konnten. Wenn ich mich recht entsinne, war das sogar im vierten Versuch. Wer braucht schon Field Goals?! Aber es gelang ihnen wieder nicht, den Zusatzpunkt, bzw. in dieser Situation die 2 Punkte für die 2pt Conversion zu erzielen.GGDNR27052018-29

Nun durfte Gießen wieder, kam aber nicht zu einem neuen ersten Versuch. Es folgte der Punt und was nun passierte, hätte ich in einer GFL 2 wirklich nicht erwartet. Der Punt war okay, recht weit und wurde von keinem Nürnberger Spieler berührt, dafür aber wollte ein Gießener den Ball einfrieren, nahm ihn auf und legte ihn wieder hin. Erstmal passierte nicht viel mehr als das, auch ich war gedanklich eigentlich schon bei der nächsten Offensivaktion der Nürnberger. Doch dann kamen laute Rufe aus der Nürnberger Teamzone. Zunächst Verwirrung, doch dann schaltete ein Spieler der Nürnberger ganz schnell und nahm den Ball auf, rannte damit relativ ungehindert bis in die Endzone und erzielte einen weiteren Touchdown. Wie war das passiert? Nun, ich habe jetzt nicht das genaue Regelwerk vor der Nase, aber den Ball wieder hinzulegen gleicht einem Fumble, also einem freien Ball. So zumindest das, was ich nach Rücksprache mit dem Expertentrio herausbekommen habe. Eine wirklich unnötige Situation, die dazu führte, dass die Gäste auf einmal mit 14:19 in Front lagen. Der Extrapunkt klappte im dritten Anlauf dann auch endlich mal.

Die Blicke und Gesten der Trainer in der Teamzone der Gießener sprachen Bände. Da musste man nicht einmal verstehen, über was sie sprachen. Aber noch war der Schlusspunkt in der ersten Halbzeit gar nicht gesetzt, schließlich wollten die heimischen Dragons diese Lappalie nicht auf sich sitzen lassen. Während des Angriffs wurde das Spiel durch mehrere Auszeiten unterbrochen, aber dann kam der lange Pass in Richtung der Endzone. Dieser kam auch an und die letzten Meter waren für Gießens Nummer 6 keine Hürde mehr. Den Extrapunkt machten sie auch, sodass sie das Spiel wieder mit 21:19 anführten. Viel passierte anschließend nicht mehr und der Zwischenstand war auch gleichzeitig der Pausenstand.GGDNR27052018-38

Ein Hochkaräter war das Spiel bis dahin immer noch nicht, aber durch den knappen Spielstand und die Führungswechsel hielt sich das Spiel sozusagen von selbst spannend.

Schade, dass ich den Rest des Spiels nicht erleben konnte, aber der Endstand war 27:34. Die Gäste aus Nürnberg wurden ihrer Favoritenrolle dann doch noch gerecht und das Team aus Gießen wartet auch nach dem vierten Saisonspiel weiter auf die ersten Punkte.

Football Deutschland – Willkommen zum Chaos

Da die Partnerseite All-About-Football.de seit heute mit einem neuen Logo und im neuen Look erstrahlt, gibt es auch zum Jahreseinstand den ersten Beitrag über Football.

Warum ist der Titel des Beitrages so, wie er ist?

Nun, in den letzten Wochen haben Marc Junge und ich versucht an Informationen zu kommen, die für die neue „AAF“ Seite wichtig sind. Dazu gehören insbesondere Ligeneinteilungen und Spielpläne der Ligen. Von der GFL bis in die unterste Liga möchten wir dort gerne informieren – zumindest mit Ergebnissen.

Man merkt bei der Suche nach diesen Informationen aber sehr schnell, dass American Football und deren Organisatoren (Verbände usw.) doch noch sehr amateurhaft gestaltet und besetzt ist.

Von der GFL gab es bereits schon vor Längerem einen Rahmenterminkalender, den jeder einsehen konnte. Wenngleich es gar nicht so einfach war diesen zu finden. Jedenfalls gab es vor einigen Tagen dann den tatsächlichen Plan für die GFL als auch für die GFL2. Wobei Plan vielleicht nicht das richtige Wort ist, denn die Spiele sind noch nicht zu 100% terminiert. Die Spielansetzungen sehen daher so aus:

25. / 26. 08. 2018 – Team A vs. Team B

Es ist zwar schön zu wissen, dass ein Team an besagtem Wochenende ein Heim- oder Auswärtsspiel hat; doch wann genau ist noch offen.

Es gibt aber Vereine, die dann recht schnell sind. So, wie die Ingolstadt Dukes, die praktisch wenige Minuten nach Veröffentlichung dieses Plans direkt ihren Spielplan für die Spielzeit 2018 öffentlich machten. Faszinierend dabei war, dass die Ingolstädter bereits feste Termine, Tage und Uhrzeiten für ihre Heimspiele aufführen konnten. Wie geht das? Und warum sind andere Mannschaften nicht genauso schnell?

War diese Planung bei den Vereinen schon vorher bekannt? Vermutlich ja. Anhand des Rahmenterminkalenders war es eigentlich nicht möglich Heimspiele fest zu planen. Es sei denn der Verein würde auf eigene Faust handeln und der GFL dann mitteilen, wann die eigenen Heimspiele stattfinden. Wenn das aber wiederum alle machen würden -> Willkommen im Chaos. Also was genau funktioniert und was funktioniert nicht? Weswegen kann eine Mannschaft so schnell mit festen Terminen glänzen, während andere anscheinend bis dahin noch gar nicht im Bilde waren. Zumindest ist das der Eindruck, der sich mir als Außenstehender bietet.

Selbstverständlich ist noch viel Zeit, bis die Saison 2018 beginnen wird, aber es erscheint mir doch irgendwie komisch, bzw. seltsam. Natürlich gibt es durchaus Gründe, warum manche Vereine noch keine Planung bei den Spielen machen konnten, aber das dürfte nicht die Regel sein. Oder haben so viele Vereine finanzielle oder anderweitige Sorgen, dass eine langfristige Planung gar nicht möglich ist?

Diese Frage wird wohl offenbleiben. Zumindest von der höchsten Spielklasse in diesem Land erwarte ich, dass ein veröffentlicher Spielplan zu 99% final ist. Oder ist diese Erwartung an die GFL bereits zu hoch?

Apropos Erwartung(en) an die GFL: Wurde schon mal darüber nachgedacht mit Pro7 / Pro7maxx in Verbindung zu treten, um vielleicht ein GFL Magazin auf den TV zu bringen? Es müssen keine Spiele live übertragen werden. Aber ein Magazin, das während der Saison Spielberichte und Zusammenfassungen zeigt, das wäre doch die perfekte Werbung für den Sport, denn das Zuschauerpotenzial ist vorhanden und definitiv größer, als die Zuschauerzahlen bei den Spielen in der GFL.

Ich nehme mich als Beispiel:

Bis vor Kurzem hatte ich mit American Football wenig am Hut. Aber ich wusste, dass es in Frankfurt eine Mannschaft gibt.

Mittlerweile weiß ich, dass es zwei Mannschaften gibt (warum gibt es eigentlich kein Frauenteam? Zieren sich die Cheerleader noch – oder woran liegt das?) und in meinem Umkreis derart viele Vereine, die im Ligabetrieb spielen, dass mich diese Masse beinahe erschlagen würde. Ich vermute, dass viele Menschen gar nicht wissen, dass sie praktisch einen American Football Verein vor der Haustür haben.

Dieses GFL-TV wird zwar eine schöne Sache sein, aber dafür muss man schon wissen, dass es die GFL überhaupt gibt. Es ist praktisch so, dass dieses Angebot nur an Insider gerichtet ist, was nicht wirklich viel an neuen Zuschauern und Fans einbringen wird.

Das bringt mich wieder zurück zu Pro7maxx. Die Zuschauerzahlen und Quoten sind dort ordentlich, warum also nicht im Sommer ebenfalls American Football an den Mann und die Frau bringen? Mich erinnert das an Politiker, die nicht über den Tellerrand hinaussehen können oder wollen. Der Blick auf das Wesentliche scheint manchmal ausgeblendet zu werden, was sehr schade ist.

 

Aber mal zurück zu Ligeneinteilungen und Spielplänen. Denn ab dieser Saison soll definitiv an den Ligeneinteilungen gearbeitet werden, damit diese angenehmer sind. so weit ich es verstanden hatte, soll es bis in die unterste Spielklasse im Optimalfall jeweils 8 Teams pro Liga geben. Ähnlich dem GFL-Modell. Zumindest aber eine gerade Anzahl an Mannschaften.

Das führt dann aber zu den nächsten chaotisch wirkenden Umständen, die von Landesverbänden verursacht werden. Okay, ich kann verstehen, dass das alles keine einfache Arbeit ist und viele Dinge berücksichtigt werden müssen. Ebenfalls kann ich nachvollziehen, dass viele – oder fast alle – Menschen, die diese Dinge bearbeiten, ehrenamtlich tätig sind. Wo soll auch das Geld herkommen?

Dennoch sollten sich so manche Verbände darüber Gedanken machen, ob ihr Webauftritt wirklich transparent und nachvollziehbar ist, denn eigentlich ist es keiner so wirklich. Wobei sich hier insbesondere der bayerische Verband (AFVB) positiv hervortut, denn dort kann man Tabellen, Spielpläne und damit auch Ergebnisse, recht einfach finden.

Jedenfalls sind Ligeneinteilungen oder Spielpläne Dinge, die man grundsätzlich nicht so einfach findet. nun kommt aber das Chaos und die Vorgehensweise, die ich nicht so ganz nachvollziehen kann:

Es gibt tatsächlich Verbände, die zumindest die Einteilungen schon fertig haben. Das ist super, das ist fantastisch. Damit kann man schon mal arbeiten. Natürlich fehlen noch die exakten Spieltermine, aber das ist okay. (Schöne Grüße in den Osten des Landes – ihr seid gemeint)

Dann wiederum gibt es Verbände, bei denen anscheinend auch schon so gut, wie alles fertig zu sein scheint, aber noch gar nichts veröffentlicht wurde. Woher ich das weiß? Nun, es gibt Vereine, die die Ligeneinteilungen und Spielansetzungen ihrer Liga bereits in einem Nachrichtenartikel oder auf Facebook veröffentlicht haben. Damit kann man auch schon etwas anfangen, selbstverständlich. Aber wenn auf Nachfrage der Verweis auf den Landesverband gegeben wird, dann schaut man wieder nur in die Röhre.

Ich persönlich kann diese Vorgehensweisen nicht wirklich nachvollziehen. Wenn schon alles halbwegs fertig ist, warum werden die Verbandsseiten nicht zuerst aktualisiert und die Saison 2017 ins Archiv verschoben? Mir ist durchaus bewusst, dass das Arbeit ist, die wahrscheinlich nich bezahlt wird, aber gemacht werden muss sie so oder so.

Ach und die Auf- und Abstiegsregelungen sind auch ein Rätsel. Wie genau läuft das eigentlich ab der 3. Liga ab? Wo bekommt man Informationen? Wie werden diese Spiele ausgetragen? Gibt es Gruppen? Gibt es direkte Spiele gegeneinander?

Fragen über Fragen und Umstände, die ich nicht wirklich verstehen kann. Vielleicht liegt es aber auch an meinem Perfektionismus, denn ich würde gerne schon vorplanen, wann ich wohin zu welchem Spiel gehe. Hoffentlich tauchen bald neue Informationen auf.

Und wer mich bei einem Spiel findet, darf mich – nein, nicht behalten – gerne grüßen und mit mir sprechen.

Bis dahin – Euer Pat

Kurzer Eindruck zu den unterklassigen Ligen (Football)

Heute möchte ich etwas über unterklassige Ligen erzählen, die mir Zeit und Nerven geraubt haben.

Es ist nämlich so, dass ich mich im Speziellen für die Landesliga Mitte und deren Aufstiegsrunde interessiert habe. Die Hauptrunde ist abgeschlossen und die Tabelle der Verbandsseite zeigt, dass ich diese auch schon nicht nachvollziehen kann. Warum hat Bad Homburg 9 Spiele, Offenbach nur 7 und der Rest 8? Zudem steht unter der Tabelle, dass dies nicht die offizielle Tabelle sei […] Da frage ich mich: „Wer außer dem Verband soll die offizielle Tabelle denn sonst haben?“ Es ist ja okay, dass die Tabelle erstmal automatisch erstellt wird. Aber wo, wenn nicht genau hier, soll man denn offizielle Informationen erhalten? Nichts desto trotz habe ich mich auf die Suche nach Informationen über die Aufstiegsrunde gemacht. Zwar existiert ein Spielplan, der aber nicht über die reguläre Saison hinausgeht. Nun, wer spielt gegen wen, warum und wieso und überhaupt?

Das war mal so überhaupt nicht klar. Erst nachdem ich den Ligaobmann der Landesliga Mitte angeschrieben habe, konnte ich etwas mehr erfahren: Koblenz hat sich zurückgezogen. Dadurch rückt Offenbach auf und spielt um den Aufstieg in die nächst höhere Klasse (Oberliga) gegen Bad Homburg. Eigentlich, so zu entnehmen auf der nicht wirklich aktuell gehaltenen Website der Offenbacher, müsste es dabei ein Hin- und ein Rückspiel geben. Aber auch dies korrigierte der Ligaobmann, denn Bad Homburg sei nicht gewillt zwei Spiele Start bei 0 zu spielen. (O-Ton) Also findet nur noch das „Rückspiel“ statt, was vermutlich am 17.09.2017 in Bad Homburg sein wird. Klingt alles in Allem doch sehr merkwürdig.

Jedenfalls ist dieser Termin auf der Seite des AFC Bad Homburg zu finden, während man sich fragen muss, ob diese Information auch bereits in Offenbach angekommen ist, denn dort vermisst man diese Information im News-Bereich der Seite.

Aber das ist nicht die einzige Seite, die an Aktualität vermissen lässt. Selbst die Seite des Verbandes geizt mit Informationen, so meine persönliche Meinung. Es ist ungemein schwierig über den regulären Saisonspielplan auch die weiteren Spiele zu finden, die sich mit der Auf- und Abstiegsthematik befassen. Man kann sich durch den Kalender klicken und wird teilweise fündig. Aber diese Art und Weise der Informationsbeschaffung finde ich etwas sehr umständlich.

Dies führt mich zu einer weiteren Beobachtung, die ich nicht nur bei den Teams der Landesliga Mitte gemacht habe: Es scheint sehr häufig der Fall zu sein, dass der eigene Webauftritt nicht auf dem aktuellsten Stand gehalten wird. Ebenso verhält es sich beim Facebook Account. Das finde ich persönlich sehr schade, denn wie man aus dem oberen Bereich meines heutigen Artikels entnehmen kann, führt dies deutlich zu Irritationen und Verwirrungen. Insbesondere dadurch, dass auch der Verband, bzw. Verbände an Aktualität zu wünschen übriglassen.

Bei den Vereinen kann ich das noch irgendwo nachvollziehen. (Es betrifft übrigens Vereine ab der GFL 2 abwärts) Die meisten Webmaster dürften dies in erster Linie ehrenamtlich machen und haben sicherlich nicht immer die Zeit dafür. Aber genau hier, an dieser Stelle, müsste es nach meinem Ermessen in den Händen des Verbandes liegen mit aktuellen Informationen zum Spielbetrieb mit Spielplänen etc. Abhilfe zu schaffen. Ich hoffe sehr, dass dies in Zukunft vielleicht besser wird. Bis dahin braucht man anscheinend jemanden aus dem Verein oder auch vom Verband, der mit Insiderinformationen dienen kann.