Ein langes Set und viele Songs von Lord of the Lost beim Thornstar Tourauftakt in der Frankfurter Batschkapp am 04.10.2018 – supported by Scarlet Dorn

Einen Abend in der Batschkapp bei guter Musik zu verbringen, war das Ziel an diesem Abend, denn das ist auch schon ein Weilchen her, als ich das letzte Mal vor Ort war.

Zwar kannte ich Lord of the Lost nicht wirklich, eher nur zwei Songs, aber die gefielen mir. Und wenn sie schon mal in Frankfurt sind, dann kann ich auch mal eben mit dem Bus hin und mir die Band auch live ansehen. So mein Gedanke und genau das habe ich an diesem Abend auch getan.

Es war zwar nur die halbe Batschkapp geöffnet, aber dafür war es doch gut gefüllt gegen halb 8, als ich ankam. Natürlich war es vorne an der Bühne enger und voller, als es weiter hinten der Fall war, aber das ist einfach normal.

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Nachdem ich ein paar Bekannte getroffen habe, darunter Jan Heesch vom Rock Genuine Magazin, warteten wir auf den Beginn des Abends, der von der Band Scarlet Dorn eingeläutet wurde.

Wirklich bekannt war mir diese im Jahr 2016 gegründete Band nicht, dafür machten sie optisch auf der Bühne schon sehr viel her. Etwas dunkler angehaucht und mit emotionalen Liedern brachten sie die erste angenehme und gute Stimmung in die Batschkapp hinein.

Dass die Frontfrau „Scarlet Dorn“ die Blicke auf sich zog, ließ sich kaum vermeiden, schließlich gibt sie ihre Stimme zu der Musik, die sich im Bereich Dark Pop / Dark Rock ansiedeln lässt. Gefühl- und kraftvoll, klar und emotional brachte sie die Stimmung zur Musik mit ein. Natürlich war sei auch aufgrund ihres Outfits ein absoluter Hingucker, das möchte ich nicht unter den Tisch kehren.

Man sah den Musikern auf der Bühne an, dass sie sich auf diesen Auftritt freuten, denn sie hatten auch ein neues Bandmitglied dabei. Mir persönlich fiel das im musikalischen Sinne nicht auf, also ist die Integration wunderbar gelungen.

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So war es der angenehme Auftakt in einen Abend interessanter Musik und die Band aus Hamburg, Scarlet Dorn, hat ihre Aufgabe gemeistert. Nicht zu soft, nicht zu hart und an den richtigen Stellen emotional – das hat gefallen.

Nach der Umbaupause, die ungefähr 15 bis 20 Minuten dauerte, ging es auch schon weiter mit dem Hauptakt des Abends. Lord of the Lost kamen und der Jubel, als auch der Applaus kannten fast keine Grenzen. Ereignisreiche zwei Stunden konnten also beginnen.

Tatsächlich waren es zwei Stunden, in der die Band ihre Fans mit Klassikern und neuen Songs versorgte. Ein typischer Tour Start also, bei dem die Künstler noch voller Energie sind und durchaus auch mal länger machen, als eigentlich vorgesehen.

Es gab ganze 23 Songs zu sehen und zu hören und es begann mit „On This Rock I Will Build My Church“ – ein sehr guter, energiegeladener und eingehender Song der Band, der mir übrigens beim wiederholten Anhören immer noch gefällt.

Chris Harms verstand es von Anfang an das Publikum mitzunehmen. Sei es durch Gesten, Expressionen oder dem Auffordern des Mitklatschens gewesen. Die Fans waren jedenfalls von Beginn an – und auch über die gesamte Zeit hinweg – voll bei der Sache.

Anfangs stand ich noch sehr weit vorne, aber da es zunehmend enger wurde, habe ich mich in der Nähe des Fanartikelstands aufgehalten. Dort war Platz und Luft zum Atmen und die Sicht auf der Bühne immer noch gut. Der Platz wurde aber auch von anderen Gästen ausgenutzt, insbesondere um zu tanzen. Eine junge Dame vor mir war immer wieder dabei einen sehr expressionistischen Tanz aufzuführen. Sie hatte sichtlich Spaß und brachte das dadurch zum Ausdruck – sympathisch, nicht? Und nein, davon gibt es kein Bild; ich sage nur: DSGVO.  

Jedenfalls wurde auch viel mitgesungen. Größtenteils unaufgefordert, aber wenn dazu aufgefordert wurde, dann war es schon eine recht ordentliche Laustärke, die die Fans da rausbrachten. Mitsingen konnte ich jetzt nicht wirklich, denn wie erwähnt, kannte ich kaum Songs. Bei „Blood for Blood“, was relativ spät gespielt wurde, war es mir zumindest möglich ein paar Textbrocken herauszubekommen.

Dafür war aber auf der Bühne deutlich mehr los. Viel Rauch und Nebel, Lichteffekte, bei denen ich Epileptikern empfehle doch lieber zu Hause zu bleiben, Bewegung und Interaktionen.

Man kann also von einer sehr guten Bühnenperformance und Show sprechen, bei der sich die Musiker mit Lust auf das Spielen und Singen zeigten. Diese Kombination aus der Show, der Musik (Dark, bzw. Goth Rock) war sehr gut und kam an; selbst bei mir, der eher weniger aus dieser Richtung hört.

Wenngleich ich diese Art der Musik im Privaten eher seltener höre, darf ich nicht unerwähnt lassen, dass mir dieses Gesamtpaket, was Lord oft he Lost auf der Bühne anbieten, sehr gefallen hat und ich mir vorstellen kann, dieses auch noch einige weitere Male bei zukünftigen Shows anzusehen. Auch wenn ich weder tanze noch mitsinge, so hat dieser Stil bei einem Liveauftritt schon seinen Reiz und seinen Charme.

Auch das Akustiksolo von Chris beim Song „Cut me out“ ging sprichwörtlich unter die Haut. Seine kraftvolle und klare Stimme, gepaart mit Emotionen untermalten sein Können am Mikrofon sehr gut.

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Die Zeit verflog bei diesem Konzert ziemlich schnell und zum Abschluss passierte etwas eher Unübliches: für Gewöhnlich verlassen die Künstler die Bühne, lassen sich noch einmal ordentlich abfeiern, kommen wieder zurück und spielen die Extrasongs.

Nicht bei Lord oft he Lost. Warum von der Bühne gehen und nochmal zurückkommen? Das wäre doch unnötig, schließlich sind die Fans wegen der Band und die band wegen der Fans da. Dann doch lieber gemeinsam abfeiern und genau das passierte auch. Es gab viel Applaus und Jubel und die Band blieb da. Es gab als Zugabe noch drei weitere Songs: „La Bomba“, Forevermore und „Lighthouse“. Letzterer Song war übrigens ein sehr toller und gelungener Abschluss für den Abend, da dieser eher etwas langsamer und ruhiger ist. Eine tolle Wahl.

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Ally the Fiddle & Canterra im Nachtleben Frankfurt. Zwei Bands mit interessantem Kontrast. Konzertbericht vom 30.08.2018

Es wurde mal wieder Zeit für Live Musik und der Kellerclub Nachtleben in der Frankfurter City eignet sich für den Einstieg in die neue Clubkonzertesaison hervorragend.

Gegen 20:30 angekommen hatte ich erstmal das Vergnügen mit Bekannten zu sprechen und so verstrich die Zeit bis zum Konzertbeginn doch recht schnell. Voll war es gegen 21 Uhr nicht, als Canterra aus Leipzig den Abend einläuteten.

Bilder: Ally the Fiddle & Canterra am 30.08.2018 – Nachtleben Frankfurt

Obwohl die Band bereits im Jahr 2006 gegründet wurde und schon zwei Mal zu Gast in Frankfurt war, kannte ich sie bisher nicht. So ließ ich mich also überraschen, was mich musikalisch erwarten würde.

Eine ganze Stunde durften sich Canterra auf der Bühne austoben. Sie spielen Symphonic Gothic Metal und haben mit Korinna eine Sängerin, die die harten Riffs und Klänge der Musik etwas entkräftet und teilweise eine vergleichsweise sanfte Art in die Musik hineinbringt. Dies wurde insbesondere beim Song „My Heart“ sehr eindrucksvoll präsentiert. Dieser ist insgesamt etwas ruhiger und eher eine Ballade.Canterra30082018-4

Ihr Stil hat mich durchaus an das frühere Nightwish erinnert. Zu den harten Riffs und Solos wirkt ihr Gesang beinahe operngleich. Der Kontrast ist also gegeben und macht Canterra, meines Erachtens nach, zu einer sehr guten Band in diesem Genre, denn man kann die Lead Guitar und auch Korinnas Stimme gut wiedererkennen.

Auch wenn es nicht voll war im Nachtleben, war es zu Beginn gut gefüllt mit knapp 100 Menschen. Die Bandmitglieder haben durchaus Vollgas gegeben. Man konnte ihnen das insbesondere daran ansehen, dass sie häufig ihre Positionen wechselten, die Nähe zum Publikum suchten und einfach mal auf der Bühne an ihren Instrumenten abgingen.

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Für mich persönlich ist die Musik von Canterra genau mein Fall. Sehr guter und harter Metal mit schönen Riffs und gelungenen Solo Einlagen, sehr gutem Gesang, der den Symphostil unterstreicht und Kontrast hineinbringt. Dazu kommt, dass es sehr melodisch ist, was für mich ein sehr wichtiger Faktor im Metal allgemein ist. Canterra bringen genau das mit und so kam ich nicht drum rum mir ihr Album „First Escape“ zu kaufen.

Die Stunde verging übrigens recht schnell und ich war auch überrascht, dass sie so lange spielen durften. Aber umso besser, so gab es den Abend mehr Live Musik – sehr gut.

Eine wirkliche Umbaupause war es im Anschluss nicht, da die meisten Sachen auf der Bühne geblieben sind. So war die Unterbrechung auch nicht besonders lange. Es war aber schon abzusehen, dass die angekündigte Eventdauer, die bis 23 Uhr vorgesehen war, definitiv überschritten werden würde.

AllytheFiddle30082018-1So dauerte es nicht lange, vielleicht 15 Minuten, ehe die fünf Herren und die bezaubernde Dame mit den endlos langen Haaren auf die Bühne kamen. Die Länge der Haare von Ally ist wirklich beeindruckend. Gedanklich hatte ich direkt hunderte von Fragen parat, wie man mit solch langen Haaren… aber das ist nicht das Thema.

Zu Beginn gab es ein paar kleine technische Schwierigkeiten, die aber ausgemerzt werden konnten. Die Besonderheit bei dieser Gruppe sind nicht im Speziellen die langen Haare, sondern die Art, wie die Violine in den progressiven Metal eingepflegt wird. Das habe ich so auch noch nicht gesehen und gehört.

Überwiegend ist es melodisch und von wenig Gesang geprägt, was Ally the Fiddle mit ihrer Band präsentiert. Aber ihre Einsätze an der Violine ersetzen diesen fast, denn der Fokus beim Zuhören bewegt sich sehr schnell auf den Klang dieses Instruments. Sie kann aber auch singen und das wirklich nicht schlecht.

AllytheFiddle30082018-10Ein anderes Instrument, das ich auch immer wieder bestaunte, war der Chapman Stick, den Rouven spielte. Dieses habe ich zum ersten Mal gesehen und gehört und auch das klingt sehr interessant. Rouven durfte auch ein kurzes Solo präsentieren, ehe es zu einem sehr späten Zeitpunkt an diesem Abend zu einem Duett mit ihm und Ally kam, die bei der Ballade überwiegend gesungen hat und einen sehr guten Abschluss dabei fand, da sie die Violine zum Einsatz brachte.

Viele Stücke waren vom neuen Album „Up“, das am 14. September erscheinen wird. Doch auch auf ältere Lieder wurde zurückgegriffen und dabei gab es auch ein wundervolles ausgedehntes Gitarrensolo.

Die gespielten Songs wirkten generell relativ lang – oder kam es mir nur so vor? Sie werden jedenfalls mal kräftiger und energischer, aber auch mal ruhiger und einfühlsamer gespielt. Somit kann ich aus meiner subjektiven Sicht durchaus sagen, dass die Musik sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Natürlich zeichnet sich progressive Metal ohnehin durch die entsprechend längeren Gitarrenriffs aus, die aber bei Ally the Fiddle häufige Unterstützung durch die Violine erhalten.

Durch diese Kombination erfährt man praktisch eine ganz eigene und sehr individuelle Interpretation dieses Musikstils. Dies gefiel den anwesenden Zuschauern und Fans sehr gut. Die Zeit verflog dabei abermals schneller als man hören und sehen konnte.

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Wann endete der ausgeschweifte Abend eigentlich? Irgendwann gegen Mitternacht war es wohl – ich habe da nicht auf die Uhr gesehen. So endete ein langer Abend mit zwei sympathischen Bands, die musikalisch einiges anzubieten und ganz unterschiedliche Interpretationen ihrer Musik haben.

Pictures of you – eine The Cure Tribute Band beim STOFFEL – Stalburg Theater offen Luft. So stelle ich mir The Cure live vor – Bericht vom 10.08.2018

Erneut war ich beim STOFFEL – Stalburg Theater offen Luft im Günthersburgpark in Frankfurt um einen weiteren musikalischen Act zu sehen. Was das STOFFEL ist habe ich bereits vor einigen Tagen beschrieben, als ich Fee dort live sah, deswegen kürze ich das in diesem Bericht ein bisschen ab.

Das STOFFEL (Stalburg Theater OFFEn Luft) ist in seinem 15. Jahr und für alle Besucher kostenlos. Es gibt Essen und Getränke, einige Sitzplätze, die unter einem gespannten Dach sind und natürlich tolle Acts auf der Bühne. Lesungen, Theateraufführungen und selbstverständlich auch Musik.

Zu den Bildern des Auftritts:

Pictures of you – STOFFEL FFM 10.08.2018

Früh war ich da und habe aus der Ferne bereits gehört, dass Musik von der Bühne kommt. Das war glücklicherweise erst der Soundcheck der Band. Es klang aber schon mal gut und es waren auch schon viele Menschen da, die sich entweder sonnten oder einen Platz im Schatten für sich beanspruchten.

Während die Musiker der Band noch hier und da ein bisschen herumliefen, ihre Bekannten und Freunde begrüßten, hatte auch ich kurz die Gelegenheit Hallo zu sagen und freute mich schon auf den Auftritt, der um 18 Uhr begann.

PoYStoffel100818-3Eine Coverband von The Cure. Vielleicht sollte man an dieser Stelle kurz erwähnen, wer The Cure eigentlich sind, obwohl sie doch einen sehr hohen Bekanntheitsgrad haben. Jedenfalls sind The Cure in den frühen 80er Jahren zum Vorreiter des Genres Gothic Rock geworden. Einer ihrer bekanntesten Songs ist „Boys don’t cry“. Vielleicht geht spätestens hier bei der ein oder anderen Person ein Lichtlein auf.

The Cure kenne ich persönlich nur von den YouTube Videos, daher war es für mich durchaus spannend zu erleben, wie nah die Coverband an dieses Original herankommen würde. Und bereits von Anfang an war es musikalisch als auch gesanglich sehr nah an dem, was ich von den YouTube Videos kannte. Diese Coverband war also nicht schlecht, sogar echt gut. Das ist bei Coverbands immer so eine Sache, aber Pictures of you haben einen sehr guten Weg gefunden sehr nah am Original zu sein. Klar kann ich nicht sagen, dass The Cure live auch so klingen, dafür fehlt mir die Expertise die Band mal live gesehen zu haben, aber so in etwa stelle ich mir das schon vor. Abgesehen von der Bühnenshow, die bei der originalband gewiss vorhanden sein wird. Aber das ist nicht ausschlaggebend. Es muss klingen und das tat es.

PoYStoffel100818-40Auch bei der Optik ist der Sänger nahe am Original dran. Es fehlt vielleicht noch ein wenig der Lippenstift, um auszusehen wie Robert James Smith, aber das ist nur ein kleines Detail. Singen kann er jedenfalls sehr gut. Er bringt meines Erachtens das Melancholische in den Liedern auch sehr gut rüber, kann aber auch die kraftvolleren Varianten sehr gut.

Zur Musik an sich und zum Musikalischen muss ich nicht viel sagen, denn die Herren auf der Bühne setzen diesen Part sehr gut um. Es wird nicht irgendwie gecovert, sondern (ich wiederhole mich) sehr nahe am Original.

Zu Beginn wurden einige Songs gespielt, die ich persönlich nicht so gut kannte. Vielleicht habe ich diese mal gehört, aber die bekannteren Songs waren, wie üblich, für später vorgesehen.

Was ich sehr schön fand, war, dass die Musiker Spaß an ihrer Arbeit haben. Manch einer sogar so viel, dass er seine Rolle so gut interpretierte und mit Leidenschaft beim Gitarrenspiel zu erkennen war. Sowas sieht immer schön aus. Auch der Bassist hatte keine eingefrorene Miene und lächelte hier und da ein wenig.

PoYStoffel100818-33Vorurteile der Goth-Szene sind bekanntermaßen, dass ein permanent depressiv melancholischer Gesichtsausdruck vorhanden ist und Witze eher selten auf der Tagesordnung stehen. Vorurteile eben, die mit der Realität wenig zu tun haben; auch wenn es sicherlich Menschen gibt, die das 1 zu 1 umsetzen können.

Dennoch verging die Zeit sehr schnell, denn mir gefiel, was ich hören und sehen durfte. Die Band musste auch, der Anwohner wegen, eine Zwischenpause einlegen. In dieser wurde ich von der Band eingeladen, nach hinten zu kommen. Also in den Bereich „hinter“ der Bühne sozusagen. Das nahm ich natürlich an, war aber gleichermaßen sehr überrascht deswegen.

Dort hatte ich in der Pause die Gelegenheit mit den einzelnen Mitgliedern der Band zu sprechen und muss sagen, dass es sehr sympathische und freundliche, und keinesfalls traurig depressive, Menschen sind. Eine wirklich sehr offene Gruppe, das gefällt mir.

Einige Minuten später ging ihr Auftritt weiter und ich hatte nun die Gelegenheit diesen aus einer mir völlig neuen Position auf Bild festzuhalten. Dafür bedanke ich mich wirklich sehr bei der Gruppe, denn das war, ob STOFFEL oder nicht – völlig egal, ein sehr interessantes und tolles Erlebnis. Das wird mir wohl definitiv in Erinnerung bleiben, so als kleine Premiere für mich.PoYStoffel100818-44

So konnte ich in der Folge auch drei meiner Lieblingssongs von The Cure als Cover mitverfolgen und auch diese klangen fast wie die Originale, die ich von YouTube kenne. Die Songs sind übrigens „Pictures of you“, „Friday, I’m in love“ und natürlich „Boys don’t cry“. Der letztgenannte Song war auch gleichermaßen der Abschluss ihres Auftritts, der sich zeitlich etwas in die Länge zog. Ungewollt natürlich, denn zwischendurch passierte etwas, das sich kein Musiker, insbesondere kein Gitarrist bei einem Auftritt wünscht: eine Saite seiner Gitarre riss und bis das wiederhergerichtet war, vergingen ein paar Minuten. Die Ersatzgitarre war für ihn auch nicht das Wahre. Es klappte mit der fixen Reparatur, da die Menschen hinter der Bühne fleißig operierten.

Eine Zugabe durften, bzw. mussten sie noch spielen, ehe sie sich von den vielen Zuschauern verabschiedeten. Wieder ist es schwierig gewesen zu schätzen, wie viele Menschen dort waren, aber ich denke mit der Zahl 400 kann man sehr gut leben.

Nachdem ich mich von der Band verabschiedete, erfreute ich mich noch an einem T-Shirt der Band, das sich wunderbar in meine Band T-Shirt Sammlung einreihen und beim nächsten Auftritt der Band getragen wird – versprochen!

Facebook Seite der Band: Pictures of You

Konzertbericht zu Megaherz aus der Batschkapp Frankfurt vom 08.03.2018 – ein kometenhafter Auftritt lässt Fans der Neuen Deutschen Härte feiern

Völlig durchnässt kam ich kurz nach halb acht an der Batschkapp an. Wo kam eigentlich dieser Sturm mit dem ganzen Regen so spontan her? Hatte es vielleicht etwas mit dem Kometen zu tun, der an diesem Abend in der Batschkapp gelandet war? Wer weiß das schon. Jedenfalls war ich sehr froh im Trockenen zu sein, wo eine hübsche junge Dame meine trocken gebliebene Eintrittskarte prüfte und mich hereinließ. Raus der nassen Jacke und hinein in halbe Batschkapp.

Irgendwie muss ich das Timing bei der Batschkapp wieder besser hinbekommen, denn bei den letzten Malen war bereits etwas los auf der Bühne, so auch an diesem Abend. Ich folgte der schönen Stimme und sucht mir einen Weg nahe an die Bühne um das Trio mit dem Namen „AnnA Lux“ anzusehen.AnnALux08032018 (1 von 3)

Das Trio zählt zwar auch zum Genre Neue Deutsche Härte, aber überwiegend ist es doch mehr Dark Rock, was sie spielen. Dabei finden immer wieder Elemente des New Wave in den Liedern. Dazu kommen aber immer wieder schöne Gitarrenriffs, die durchaus auch hart sein können und fast gar nicht zu der Optik der Gitarristin Lara Lumière passen. Der Gesang von Anna ist sehr klar und deutlich, so wie die Texte durchdacht und durchaus einprägsam sind. Ihre Stimme ist dazu weiblich sanft aber mit der nötigen Energie unterlegt, so dass sich das Gesamte sehr melodisch anhört.

Es ist meines Erachtens weniger der Musikstil um Party machen zu können, dafür eignet sie sich wunderbar um auch mal die Augen zu schließen und mit der Musik und dem Gesang der Welt für einen Moment zu entsagen. Dementsprechend gab es eher wenige Momente, bei denen das Publikum mitklatschte, aber das hätte auch nicht so wirklich gepasst, finde ich. Dafür gab es den Applaus nach jedem Song und den haben sich die drei auch wahrlich verdient.AnnALux08032018 (2 von 3)

Zu den beiden noch folgenden Bands war das schon ein ziemlicher Kontrast und dennoch ein schöner Start in den Abend. Es gab auch einen ruhigen Song, der nur von der Akustikgitarre begleitet wurde. Fragt mich bitte nicht nach dem Titel des Songs, ich weiß nur noch, dass dieser etwas mit Lichtern zu tun hatte, denn der Wunsch von Anna war, dass sie einige Lichter von den Gästen sehen möchte und einige erfüllten ihr diesen Wunsch auch.

Kurz darauf war der Auftritt auch leider zu Ende und ich muss gestehen, dass mir dieses Trio und ihre Musik sehr gut gefallen. Es mag wohl die besagte Mischung aus schönem Gesang und dem melodischen Konzept gewesen sein, das mich eingenommen hat. So nutzte ich auch die kurze Umbaupause auf der Bühne um mich mal am Merchstand der Band umzusehen und sicherte mir spontan eine von den beiden Damen signierte CD mit dem Titel „Luxus“ auf der sich auch die kürzlich erschienene Single „Zuhause“ befindet. Hach schön, signiert von Lara und Anna…

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Kurze Informationen zu AnnA Lux:

Genre(s):  Dark Rock, Neue Deutsche Härte

Gründung:  2016

Herkunft:  Schweiz

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Anna Lux

Gitarre:  Lara Lumière

Schlagzeug:  Rico H

Das Päuschen ging zügig vorbei und dann kamen sie aus dem Schatten auf die Bühne und ließen das Schwarzlicht für sich sprechen. Schattenmann standen nun in voller Montur auf der Bühne und zeigten von Beginn an wohin es für den restlichen Abend musikalisch gehen sollte: Neue Deutsche Härte und zwar die deutlich härtere Variante. Teilweise war es sogar der Fall, dass die Stimmung insgesamt besser zu sein schien als später bei Megaherz.Schattenmann08032018 (1 von 2)

Auffallend war bei Schattenmann vor allem die Show auf der Bühne, die immer wieder vom Schwarzlicht untermalt wurde. Aber nicht nur das, denn die Band zeigte sich sehr einfallsreich. Mit einem Mal standen sie alle mit Guy Fawkes Masken auf der Bühne, welche ebenfalls vom Schwarzlicht angestrahlt wurden und einen besonderen Lichteffekt erzeugten. Nein, das war noch nicht alles, denn bei diesem Song durfte eine Dame aus dem Publikum die Bühne betreten und erhielt ebenfalls eine Maske, welche ihr schon fast zeremoniell aufgesetzt wurde. Diese durfte sie übrigens behalten, soweit ich das richtig erkennen konnte. Später gab es dann noch mein persönliches Highlight: beim Song Amok würde eine Motorsäge überreicht, wohl ohne Sägeblatt, aber der Effekt war schon wirklich genial.

Insgesamt war auch wirklich viel Leben auf der Bühne neben diesen zusätzlichen Darbietungen. Die Musiker liefen viel herum, spornten das Publikum zusätzlich an und forderten häufig zum Mitklatschen auf und gelegentlich auch zum allseits bekannten „Hey“ mit Fauststoß. Teilweise war es gar nicht nötig die Fans dazu aufzufordern, denn häufig machten sie schon von sich aus mit und machten aus dem Auftritt von Schattenmann schon eine richtige Party. Insbesondere in den vorderen Reihen war dies der Fall.

Schattenmann08032018 (2 von 2)Die Bühnenshow ist schon mal sehr gut, keine Frage, aber musikalisch haben Schattenmann natürlich auch einiges zu bieten. Es finden sich mehrere Elemente wieder, die natürlich dem Überbegriff der Neuen Deutschen Härte unterliegen. Darunter fällt Industrial, Gothic und Metal. Mit dieser Mischung sind sie stilistisch schon nahe an Megaherz und dennoch ein Stück weit anders. Das mag an eben diesen Einflüssen liegen, die sich in unterschiedlicher Gewichtung bei den Bands vermischen. Es finden sich immer wiederharte Gitarrenklänge und melodische Einlagen, die vom typischen Gesang dieses Genres unterlegt werden. Es gab auch das ein oder andere schöne, wenn auch kurze, Gitarrensolo. Ja, das ist was für mich.

Mein Eindruck war an dem Abend, dass die Texte weniger politisch geprägt sind, als es bei Megaherz häufig der Fall ist. Vielleicht war mitunter deswegen das Feiern und Party machen so hoch im Kurs. Aber das könnte auch getäuscht haben, schließlich bin ich in diesem Genre kein Experte und werde es vermutlich auch nie sein.

Von dieser Art der Bühnenshow mit den Interaktionen des Publikums sollte es durchaus mehr geben.

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Kurze Informationen zu Schattenmann:

Genre(s):  NDH, Industrial, Gothic, Metal

Gründung:  2016

Herkunft:  Nürnberg, Deutschland (Info auf https://www.schattenmann.net/)

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Frank Herzig

Gitarre:  Jan Suk

Bass:  Luke Shook

Schlagzeug:  Nils Kinzig

Nun gab es selbstverständlich eine etwas längere Pause, damit für den Hauptakt des Abends alles vorbereitet werden konnte. Wie gewohnt nutzte ich die Zeit, um ein wenig an meiner E-Zigarette zu nuckeln (selbstverständlich Draußen) und mir ein wenig die Beine zu vertreten. Wieder hinein, ein bisschen warten und um 21:20 Uhr betraten Megaherz und großem Applaus und Jubel die Bühne.

Megaherz08032018 (1 von 4)Die Fans zeigten sich auch hier, besonders in den vorderen Reihen, sehr feierfreudig und mit guter Laune. Der Auftritt von Megaherz selbst trug seinen Teil dazu bei, denn es wurde schon recht schnell zum Mitklatschen aufgefordert. Und das immer wieder. Aber die Fans waren manchmal schneller und stimmten schon das Mitklatschen an, ehe die Songs richtig begannen. Ein schöner Anblick und das hat auch die Band sichtlich erfreut. Insbesondere Alexander Wohnhaas, dem Sänger, fiel das sehr gut zu gefallen, denn er honorierte dies.

Von den ersten Songs haben sich die meisten mitreißen lassen und auch für mich vergingen die ersten Lieder und damit die Zeit ziemlich schnell. Ein kleines Malheur von Alexander beim Song Horrorclown brachte ihn nicht aus dem Konzept. Was war passiert? Er hatte zu diesem Song eine USA Flagge bei sich, die irgendwann vor dem Schlagzeug landete. Als er sich dann über die Bühne bewegte, sah er sie wohl nicht so ganz und rutschte auf ihr weg. Zum Glück ist ihm nichts passiert und witzelte nach dem Song über das Geschehene. Das war durchaus sympathisch, schließlich wird er kaum der erste gewesen sein, dem das passiert ist.Megaherz08032018 (2 von 4)

Es ging dann auch direkt weiter mit dem Titelsong des gleichnamigen Albums „Komet“. Etwas später gab es noch einen speziellen Song, der sich inhaltlich gegen Rassismus widmet. Das kam bei den Gästen und Fans sehr gut an. Dafür gab es sozusagen Sonderapplaus. Bei diesem Song fiel mir erst so richtig auf, dass die Bildschirme auf der Bühne wohl das entsprechende Musikvideo dazu zeigten. Zwar konnte ich vorher schon etwas Derartiges erahnen, aber da stand ich noch sehr weit links und habe das weniger beachtet. Später stand ich etwas weiter hinten mittig, und so konnte ich das Geschehen auf der Bühne in ganzer Breite besser bewundern, auch die besagten Bildschirme.

Insgesamt konnte man auch sehen, dass die Band Spaß an ihren Live Auftritten hat. Nicht nur, dass sie musikalisch die harte Gangart der Neuen Deutschen Härte pflegen und mit dem kraftvollen Gesang von Alex eine sehr markante Marke haben, nein sie mögen es auch das Publikum anzusprechen und sich ebenfalls bei ihnen zu bedanken.

Megaherz08032018 (3 von 4)Das Stimmungshoch erreichte die Band beim Song „Miststück“. Wohl einer der bekanntesten Songs der Band und wenn das Mitsingen bisher noch eher leiser gewesen war, so konnte man die ganze Batschkapp immer wieder „Miststück“ rufen, gar grölen hören. Passend dazu forderten die Fans natürlich eine Zugabe, denn das eigentliche Set mit 16 Songs war nun vorbei. Aber die Stimmung blieb erhalten und fachte nochmal neu auf und es wurden vier weitere Songs gespielt. Glückliche Gesichter konnte ich sehen. Und so schlich ich langsam hinaus, um noch meinen Bus zu bekommen.

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Kurze Informationen zu Megaherz:

Genre(s):  NDH

Gründung:  1993

Herkunft:  München, Deutschland

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Alexander „Lex“ Wohnhaas

Gitarre:  Christian „X-ti“ Bystron

Gitarre:  Christoph „Chris“ Klinke

Bass:  Werner „Wenz“ Weninger

Schlagzeug:  Tobias Derer

Konzertbericht zu Cradle of Filth und Moonspell – 07.02.2018 – Batschkapp Frankfurt

An diesem Abend war die Batschkapp leider nur zur Hälfte geöffnet und es waren zwischen 600 und 700 Gäste zum Auftritt der beiden Bands gekommen. Dabei wurde auch viel portugiesisch unter den Gästen gesprochen. Warum portugiesisch? Nun, Moonspell kommen aus der Nähe von Lissabon und haben durchaus sehr viele Songs im Repertoire, die in Landessprache gesungen werden.

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Und mit Moonspell ging es auch pünktlich um 20 Uhr los. Die Bezeichnung „Vorband“ lassen wir bei dieser Gruppe weg, denn sie haben durchaus das Zeug und den Bekanntheitsgrad in der „dunklen Szene“, um selbst als Headliner touren zu können. Sie sind einfach schon seit Jahren mit Cradle of Filth befreundet und touren nicht das erste Mal gemeinsam.

Moonspell070218 (22 von 26)So kamen sie unter Applaus und Jubel auf die Bühne und eröffneten den harten Abend mit den ersten Songs des aktuellen Albums „1755“, was durchaus sofort zu einer dunklen Atmosphäre führte. Bereits zu Beginn mit einer Mischung aus orchestrischem Gesang, der düsteren Atmosphäre und der kraftvollen, sehr starken Stimme von Fernando Ribeiro, gingen dieser Bühnenauftritt und die Musik sofort durch Mark und Bein.

Auch das Bühnenoutfit, mit dem die Musiker selbige betraten, erinnerte mich an etwas sehr Düsteres. Dies untermalte die mitgebrachte Laterne, die Fernando mitbrachte. Irgendwie ein bisschen Undertaker (Wrestling Legende) – mit dem Outfit und seinem Gesang, der häufig gutturaler Natur ist, hat er mich und viele andere Gäste in den Bann von Moonspell gezogen.

Moonspell070218 (21 von 26)Die Mischung aus Dark und Gothic Metal kommt bei Moonspell sehr gut durch und rüber. Auch die Gitarrenriffs setzen sich schnell im Gehörgang fest. Zudem haben die Songs schnelle und langsam gespielte Passagen, die sich aber stets in das düstere, atmosphärische Konzept einfügen. Dabei verlieren sie ihre eigene Note zu keinem Zeitpunkt. Insbesondere die Songs vom Album „1755“ wirken mit den klassischen Zügen und einem leichten Hauch von Folklore sehr angenehm. Zwar habe ich kein Wort, von dem was gesungen wurde, verstanden, aber das ist wirklich relativ zu betrachten, denn die Energie, die mit dem kraftvollen Gesang einhergeht, überträgt sich auch so auf die Gäste. Teilweise hatte ich das Gefühl zu verstehen, auch wenn das wohl mehr durch das Einlassen auf diese interessante musikalische Mischung zurückzuführen ist.

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Wichtig war natürlich auch, dass Ton und Sound gut aufeinander abgestimmt waren, sodass Gesang und Instrumente recht gut zu unterscheiden waren. Das ist bei einer Band, wie Moonspell nicht unwichtig, da immer wieder langsamere Passagen mit sehr markanten Riffs eingespielt werden. Ebenfalls kommt auch der Bass sehr gut zur Geltung bei manchen Liedern und da ist es sehr hilfreich, wenn man eben diesen gut heraushören kann.Moonspell070218 (13 von 26)

Der Auftritt auf der Bühne war sehr lebhaft und es wurde sehr häufig zum Mitklatschen und zum „Hey“ mit Fauststoß aufgefordert, was auch jedes Mal sehr gerne angenommen wurde. Die Fans waren ohnehin sehr angetan und haben sich mit Headbangen schon die Zeit vertrieben. Mitgeklatscht wurde auch, wenngleich es manchmal eher schwierig war. Doch da half die Anleitung von Fernando und schon machten viele mit. So hat sich der lebendige Auftritt von der Bühne auf die Fans übertragen, die es ihrerseits aktiv zurückgeben konnten.

Wen wundert es da, dass eine knappe Stunde so schnell vergeht, dass man sich verwundert umsieht, wo die Zeit schon wieder geblieben ist.

Kurze Informationen zu Moonspell:

Genre(s):  Dark Metal, Black Metal, Gothic Metal

Herkunft:  Brandoa (bei Lissabon), Portugal

Gründung:  1989 als Morbid God – 1992 Umbenennung in Moonspell

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Fernando Ribeiro

E-Gitarre:  Ricardo Amorim

E-Gitarre / Keyboard: Pedro Paixão

Bass:  Aires Pereira

Schlagzeug:  Miguel Gaspar

Nachdem Moonspell mit gebührendem Applaus verabschiedet wurden, begann der Umbau bzw. das Abräumen auf der Bühne und meine Wenigkeit ging ein wenig frische kalte Luft schnappen, bzw. etwas E-Zigarette im Zelt dampfen. Ich hätte mir ruhig etwas mehr Zeit lassen können, denn der Umbau dauerte gut 30 Minuten, ehe es mit dem Betreten der Bühne von Cradle of Filth noch ein Stück weit härter zugehen sollte. Musikalisch natürlich.

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CradleOfFilth070218 (11 von 47)Die erste Überraschung, die mir, abgesehen vom wirklich harten musikalischen Einstand, auffiel, war, dass Sänger Dani Filth kleiner war als ich dachte. Das macht für seine Gesangskünste jedoch keinen Unterschied. Von diesen war ich ohnehin stark beeindruckt, denn er beherrscht viele unterschiedliche Facetten und Gesangslagen. Wobei es auch manchmal mehr schreien ist. Aber er schafft auch sehr schnelle Wechsel zwischen tiefem gutturalen Gesang und dem sehr hohen Schreien, sowie normalem Gesang. Das fand ich über den Abend hinweg sehr beeindruckend. Vor allem deswegen, weil er auch nach über eineinhalb Stunden immer noch Stimme hatte.

Aber nicht nur die unterschiedlichen Gesangslagen, sondern auch der Umgang mit dem Mikrofon dabei waren sehr interessant zu beobachten. Je nach dem, welche Stimm- und Gesangslage er gerade darbietet, wechselt er die Position des Mikrofons. Beim gutturalen Gesang ist es teilweise neben dem Mund und bei den hohen Schreieinlagen eher etwas weiter weg und in Höhe der Nase.

CradleOfFilth070218 (29 von 47)Als deutlich sanfteren Ausgleich zu Danis harter und kraftvollen Stimme, gab es immer wieder Songs, in denen die Keyboarderin Lindsay Schoolcraft, Gesangsparts hatte. Diese waren beinahe etwas zu leise aber gut hörbar und stellten einen sehr angenehmen Gegensatz zu Dani dar.

Gut, dass ich bereits durch Moonspell wusste, dass die Tonanlage gut abgestimmt ist, denn es ist schwierig bei einer Band, wie Cradle of Filth, einzelne Instrumente, abgesehen vom Schlagzeug, wirklich gut herauszuhören. Insbesondere dann, wenn härtere und schnellere Songs und Passagen gespielt werden. Es ist zwar kein wildes Draufhauen, wie es bei Thrash Metal öfter mal der Fall ist, aber dennoch kaum eine Chance das eine Instrument wirklich herauszuhören. Dafür sind sie aber bei den langsameren Passagen in längeren Songs wirklich sehr gut hörbar und sogar sehr melodisch. Da erkennt man sogar, wie gut der Umgang mit den Instrumenten wirklich ist.

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Aber auch die Bühnenoutfits und Show an sich waren sehr passend für diese Band. Viele wechselnde Lichter, aber immer wieder rötlich und ganz viel Nebel waren schon an der Tagesordnung.CradleOfFilth070218 (26 von 47)

Was das Mitmachen der Gäste und Fans betraf, kann ich nicht wirklich viel sagen. Selbstverständlich wurde nach den Liedern applaudiert und gejubelt, aber Mitklatschen und Mitsingen waren kaum möglich. Auch für den Fauststoß mit „Hey“ dazu, war die Art der Musik einfach etwas zu schnell. Dafür habe ich aber viele Haare herumfliegen sehen, wodurch ich schließen kann, dass sehr viele dem Headbangen verfallen waren.

Ja, man muss dieses Genre „Dark Metal“ schon mögen, sonst hat man bei solchen Bands kaum einen Zugang. Aber wenn man ihn hat, dann kann man sich durchaus beeindrucken lassen und Spaß an dieser härteren musikalischen Gangart haben.

Kurze Informationen zu Cradle of Filth:

Genre(s):  Dark Metal, Extreme Metal

Herkunft:  Suffolk, England

Gründung:  1991

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Dani Filth (Daniel Lloyd Davey)

Gitarre:  Richard Shaw

Gitarre:  Ashok

Bass:  Daniel Firth

Keyboard / Gesang:  Lindsay Schoolcraft

Schlagzeug:  Martin Skaroupka

Konzertbericht zu L’Ame Immortelle vom 20.01.2018 in Das Bett Frankfurt

Für mich als Hard Rock und Metal Liebhaber war der Besuch eines solchen Konzerts schon eine große Ausnahme. Abgesehen davon, dass ich an diesem Samstagabend ohnehin nichts Anderes vorhatte, und in der Batschkapp die Bühne und Elektronik missbraucht wurden, war dies die bessere Alternative. Mir wurde im Vorfeld auch gesagt, dass die Band gar nicht mal so schlecht sei und insbesondere vom Gesang etwas für mich sein könnte, trotz des vollkommen anderen Genres.

Nun kam ich also kurz nach 20 Uhr im Bett (ja, ich weiß wie das klingt) an und trat in den mir nicht mehr so ganz fremden Club hinein. Dort war bereits Action auf der Bühne. Es befanden sich zwei Schweizer Herren auf selbiger, die mit Industrial, EBM bzw. Synth-Pop den Abend einläuteten. Ich muss gestehen, dass mir dies als sehr selten gelegentliche Abwechslung durchaus gefällt. Hierbei gefiel mir jedoch der Gesangspart, den mein Namensvetter Patrick übernahm, am besten. Meiner Meinung nach hat er mit seinem Gesang und der Stimme durchaus auch andere Möglichkeiten. Die Kombination war aus meiner Sicht aber wirklich in Ordnung.LAI200118 (2 von 7)

Was mir bei Dunkelsucht, aber auch den meisten anderen Gruppen in diesen Genres, sehr positiv auffällt, sind die durchdachten Texte, die zumeist einen traurigen Beigeschmack haben.

In Sachen Stimmung war, von außen betrachtet, noch viel Luft nach oben. Zwar hatten sich schon einige zur Musik bewegt, aber das waren doch relativ wenige. Den standesgemäßen Applaus nach den vorgetragenen Stücken gab es aber selbstverständlich. Gut, was nicht ist, kann ja noch werden, dachte ich mir und habe die ersten musikalischen Eindrücke des Abends noch auf mich wirken lassen.

Kurze Informationen zu Dunkelsucht:

Genre(s):  Industrial, EBM, Synth-Pop, Gothic

Herkunft:  Zürich, Schweiz

Gründung:  2016

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Patrick Näf

Live Synths:  Tim Lindner

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Elektronisch ging es natürlich weiter. Und als sich die Band Versus vorstellte und dabei erwähnt wurde, dass nun „Ahoi-Pop“ ansteht, war mein erster Gedanke „Bitte, was? Wie Matrosen seht ihr nicht aus…“ Dass es sich dabei um größtenteils EBM und Darkwave handelte, war mir nach einiger Zeit dann schon klar. Aber zur genauen Beschreibung, was Ahoi-Pop eigentlich ist, greife ich auf die Beschreibung der Gruppe zurück, die sich auf ihrer Webseite befindet (http://www.versus-music.de): „AhoiPop steht für eingängige Melodien, epische Hymnen, fesselnde Balladen und intelligente Clubhits. AhoiPop steht für ehrliche, ergreifende und tiefgründige Texte. AhoiPop steht einfach formuliert für elektronische Popmusik.LAI200118 (3 von 7)

Mir gefiel durchaus was die Gruppe auf der Bühne präsentierte. Insbesondere André, der Sänger, war mit vollem Einsatz und großer Energie dabei. Nach einiger Zeit habe ich mich gefragt, ob vielleicht eine Duracell-Batterie irgendwo bei ihm eingebaut wurde, denn Stillstehen konnte oder wollte er beinahe überhaupt nicht. Zudem versuchte er immer wieder Stimmung unter die Gäste zu bringen, was nur sporadisch funktionierte.

Mal ein Beispiel hierfür, was noch recht zu Beginn des Auftritts gewesen war: Ich stand halblinks hinten und es wurde zum Mitklatschen aufgefordert. Da habe ich doch glatt mitgemacht – warum auch nicht? Soll doch Spaß machen der Abend. Einige andere Gäste haben ebenfalls mitgemacht; aber viele Personen um mich herum überhaupt nicht. Das Mitklatschen verstummte leider auch sehr schnell wieder und das fiel auch André auf der Bühne auf, der sofort eingriff und das Mitklatschen wieder aufleben lassen wollte.

Sicher kann ich nicht behaupten, dass es alle Gäste und Zuschauer betraf, aber so war es aus meiner Sicht – ganz subjektiv betrachtet. Ich fand es schade, denn Versus waren melodisch und gesanglich ganz gut – und das sage ich als Metalhead. Es war dann doch etwas ungewohnt, wenn ich das mit den Konzerten vergleiche, auf denen ich sonst bin. So habe ich anschließend weniger auf andere geachtet und mich der Melodie und dem Gesang einfach hingegeben und siehe da, auch ein Metalhead kann dieses Genre durchaus (begrenzt) genießen. Auch hier waren es insbesondere die Texte, die mir sehr gut gefallen haben.LAI200118 (4 von 7)

Eine kleine Anekdote am Rande, die so typisch für mich ist, dass ich sie einfach loswerden muss: Als ich gegangen bin, stand ich draußen an einem Rauchertisch, um meine E-Zigarette aufzufüllen. Da standen noch ein paar Personen, denen ich zunächst keine allzu große Beachtung schenkte, schließlich wollte ich meine E-Zigarette auffüllen. Aber dann dämmerte es mir; die Gesichter kamen mir doch bekannt vor. Ich brauchte ein paar Momente um zu erkennen, dass ich da mit den Herrschaften von Versus stand. Zugegeben, mit Jacke und Kapuze, dazu im Dunkeln, war es nicht ganz so einfach sie zu erkennen.

Kurze Informationen zu Versus:

Genre(s):  Ahoi-Pop, Darkwave, EBM, Synth-Pop, Gothic

Herkunft:  Dresden, Deutschland

Gründung:  2001

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  André

Keyboard, Hintergrundgesang:  Roman

Synths, Hintergrundgesang:  Daniel

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Eine lange Pause gab es nicht, bis der Hauptakt des Abends begann. Und schließlich kamen sie auf die Bühne: L’Âme Immortelle. Applaus und Jubel begleitete die Künstler beim Gang auf die Bühne. Da dachte ich mir doch, dass endlich auch bei den Gästen die Stimmung aufkommt, die ich so lange vermisst hatte. Tatsächlich wurde es insgesamt gesehen besser. Viel mehr Gäste bewegten sich zur Musik und auch beim Mitklatschen zeigten viele, dass sie doch gerne mitmachten. Wenngleich es hier und da noch etwas verhalten aussah.

Auch bei dieser Gruppe waren es mehr Gesang und Texte, die ich durchaus sehr gut fand; während es bei der zum Großteil elektrolastigen Musik weniger der Fall war. Aber nun, das ist insgesamt betrachtet Geschmackssache. Darauf war ich aber eingestellt, obgleich ich festhalten muss, dass es für mich wesentlich elektronischer war als erwartet.LAI200118 (6 von 7)

Was aber wirklich gut rüberkam, war der Gesang von beiden. Dieser ist, wie ich finde, live sogar noch um einiges besser, als man dies auf YouTube Videos erahnen kann. Sonjas Stimme ist hell und sie bringt damit trotz der traurig düster wirkenden Texte durchaus Licht in die Melodien. Mit diesem Licht scheinen die Texte ihre Wirkung nicht zu verfehlen, da ihr Gesang durchdringend ist. Thomas hingegeben bringt die eher düstere kraftvolle Stimme, die bei anderen Liedern genauso wirkungsvoll ist, wie Sonjas Stimme. Es kam mir so vor, dass die beiden in einer gewissen Form Licht und Schatten bilden.LAI200118 (5 von 7)

Ich konnte mich auch bei ihnen auf das angebotene einlassen und vergaß die Zeit, was mir beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Leider musste ich früher gehen, da der Heimweg lang und die Nacht von kurzer Dauer sein sollten.

Dennoch war es recht interessant und wirklich etwas ganz Anderes für mich. Ich denke aber, dass dieser Abend meine Lust auf etwas komplett Anderes auf lange Sicht gestillt hat.

Kurze Informationen zu L’Âme Immortelle:

Genre(s):  Elektro-Rock, Elektro-Pop, Darkwave, Industrial

Herkunft:  Wien, Österreich

Gründung:  1996

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Keyboard:  Thomas Rainer

Gesang:  Sonja Kraushofer

Schlagzeug:  Chris Fox

Keyboard:  Gregor Beyerle

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