Mr. Big und Fozzy machen aus dem ausverkauften Colos-Saal einen gut gelaunten Sauna Club bei hervorragender Musik. Konzertbericht vom 07.08.2018

Vielen Dank an Jan Heesch und das Rock Genuine Magazin für die Erlaubnis der Bildernutzung

Eigentlich meide ich an den heißen tagen Clubbesuche aber bei Fozzy und Mr. Big kann auch ich mal eine Ausnahme machen. Schließlich ist das eine Kombination, die definitiv etwas für die Ohren ist. So ging es nach vorheriger Stärkung ab zum Colos-Saal in Aschaffenburg und nach kurzer Wartezeit auch hinein.

Drinnen war es zunächst noch recht angenehm und kühl, aber das sollte nicht von langer Dauer sein. Nach und nach strömten die Menschen hinein und ich genoss mein erstes kühles Malz an diesem Abend. Da aber noch genügend Zeit war, sah ich mir den Merchandise Stand im Nebenraum an und wurde auch fündig. Was auch sonst, als eine Kappe der Band Fozzy hätte ich mir nehmen sollen? So las Kappensammler, meine ich.

Nachdem der erste Andrang vorbei war, ging ich nochmal vor die Tür um ein wenig zu dampfen und habe dort auch ein kurzes Fachgespräch über E-Zigaretten geführt. Die Zeit verging und bald hieß es auch schon Bühne frei für Fozzy.

Es ist gar nicht so lange her, als ich Fozzy das erste Mal im Colos-Saal gesehen habe. Es war am 08.11.2017 und auch von diesem Konzert habe ich bereits berichtet. Hardcore Superstar + Fozzy – 08.11.2017 – Colos-Saal Aschaffenburg

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Singen kann er immer noch hervorragend und er zeigte sich häufig sehr nahe an den Fans. Doch sein Gitarrist machte es direkt beim zweiten Song noch etwas besser und sprang einfach mal hinab in die Zuschauer. Dort spielte er weiter, drehte sich im Kreis, lehnte am ein oder anderen Fan und genoss das Bad in der Menge.

Kaum war er wieder oben, wurde der Spieß umgedreht und ein paar Fans auf die Bühne geholt, die ihr Glück kaum fassen konnten – so sah es zumindest aus. Eine Dame hatte besonderen Spaß dabei, denn sie stand auf einmal Arm in Arm mit Chris auf der Bühne. Das Strahlen hättet ihr mal sehen sollen.

Fozzy

Musikalisch war der Auftritt aber so ziemlich exakt derselbe, wie im November. Es waren nur weniger Songs, die Fozzy spielen durften. Ich meine es waren lediglich neun, die die Band präsentierte. Ob es auch noch die gleiche Reihenfolge war, kann ich so nicht sagen. Aber im Endeffekt spielte das für mich auch keine Rolle, denn die Band hatte Spaß an der Musik, Spaß am Entertainen und gute Laune verbreiten. Das machte den Fans natürlich besonders Spaß und auch die Aktion mit einem. Selbstverständlich gab es erneut den kühlen Dampf, der in die Menge geblasen wurde. Eine kurze Wohltat, denn so langsam wurde es wärmer und wärmer im Colos-Saal.

Kurz darauf war aber leider schon Schluss mit Fozzy und ich stelle erneut fest, dass die Band live wirklich sehr gut ist und demnächst mal eine eigene Headliner Tour machen sollte.

Eine halbe Stunde Pause gab es im Anschluss an Fozzy. So konnte sich jeder mit frischer Luft und Getränken versorgen. Das wurde auch immer nötiger, denn die Wärme im Saal wurde spürbar mehr.

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Dabei blieben jedoch die klangvollen Riffs der Gitarre und die einprägsame Stimme des Sängers in den Ohren hängen. Doch auch die ein oder andere Ballade war im Set dieses abends und kam genauso gut bei den Fans an, wie auch die rockigeren Songs.

Die Wechsel zwischen schnelleren und kraftvolleren Songs und den eher ruhigeren fand ich sehr gelungen. Nicht nur deswegen sind Mr. Big durchaus ein Klassiker in ihrem Genre und darüber hinaus. Man muss dabei auch bedenken, dass sie – mit einer kleinen Auszeit – nun gut knapp 30 Jahre Bandbestehen hinter sich haben.

Doch davon merkt man bei ihrem Auftritt nicht viel. Sie spielen mit dem Publikum, haben Spaß an ihrer Musik und lieben es förmlich zu unterhalten. Dabei ließen sie es sich auch nicht nehmen sowohl ein ausführliches Gitarren- als auch Bass Solo zu spielen.

Mr. Big

Dass es dabei schon saunaähnliche Zustände im Colos-Saal hatte, war schlichtweg Nebensache. Die Zeit rannte einfach nur dahin und das angesprochene Bass Solo läutete die letzten drei Lieder des Sets an diesem Abend ein.

Mit Addicted to that Rush, To be with you und Colorado Bulldog präsentierten sie nochmals Klassiker, die kraft- und gefühlvoll waren und den Fans in der Sauna wohlbekannt waren und euphorisch mitgesungen wurden.

Dass insgesamt 90 Minuten des heißen Auftritts vergangen waren, konnte ich fast gar nicht glauben, aber es war tatsächlich der Fall. Es war ein toller Auftritt einer Band, die genau meinem Geschmack in Sachen Hard-Rock entspricht.

Wieder einmal Legenden in der Batschkapp Frankfurt. Konzertbericht zu Saxon. Sie begeistern nicht nur die ältere Generation.

Vorweg: leider war es mir nicht möglich eigene Bilder zu machen, bzw. diese sind völlig misslungen. Danke an Jan Heesch vom Rock Genuine Magazin, dass ich ein paar seiner Bilder für meinen Beitrag verwenden durfte.

Als ich gegen 19:30 ankam und durch die Pforten der Batschkapp schritt, war schon musikalische Action zu hören. Nanu? Hatte ich da etwa den Konzertbeginn verschlafen? Um ein paar Minuten, wie es aussah. Aber das war nicht so sehr dramatisch. Schnell die Jacke in die wachsamen Hände des Garderobenpersonals übergeben und hinein in den schon sehr vollen Konzertsaal.

Und tatsächlich standen da schon „Armored Dawn“ aus Brasilien auf der Bühne und eröffneten den Abend mit schönem Heavy Metal. Wie lange sie da schon auf der Bühne waren, kann ich nicht sagen, aber ich durfte noch einige Songs ansehen und anhören. Die Band um Eduardo Parras, dem Sänger, spielt modernen melodischen Heavy Metal mit einer guten Kombination aus starken Riffs, Gitarrensolos und einem markanten Gesang.

Armored Dawn Jan Heesch 01
Foto: Jan Heesch | https://www.rock-genuine.com/

Auch die Bühnenperformance der Band kann sich sehen lassen. Es ist immer wieder Bewegung zu sehen und auch die ersten Versuche dem Publikum einzuheizen waren da.

Armored Dawn Jan Heesch 02
Foto: Jan Heesch | https://www.rock-genuine.com/

Es war zwar noch etwas verhalten, aber die ersten Gäste machten schon beim „Hey“ mit Fauststoß mit. Den Applaus nach jedem Song haben sich die Brasilianer gewiss redlich verdient.

Auch wenn sie aus Brasilien kommen, konnte ich persönlich keine lateinamerikanischen Einflüsse bei der Musik heraushören. Dafür sind sie sehr geradlinig und spielen sowohl schnellere als auch etwas langsamere Songs. Dabei scheinen sich die Texte um Kampf, Tapferkeit und teilweise auch um Sehnsüchte zu drehen. Zumindest bei dem, was ich so heraushören konnte.

Jedenfalls passen sie genau in die musikalische Richtung, die mir persönlich am meisten gefällt. Von der Musik und den Texten her bringen sie ein sehr hörbares Gesamtpaket aus Brasilien mit.

Es war natürlich auch sehr gut, dass die Soundanlage bereits zu diesem frühen Zeitpunkt perfekt funktionierte. Ich konnte die Instrumente und den Gesang deutlich heraushören und genießen.

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Kurze Informationen zu Armored Dawn:

Genre(s):  Heavy Metal

Herkunft:  Sao Paulo, Brasilien

Gründung:  2011

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Eduardo Parras

Gitarre:  Timo Kaarkoski

Gitarre: Tiago de Moura

Bass:  Fernando Giovannetti

Keyboard:  Rafael Agostino

Schlagzeug:  Rodrigo Oliveira

Nach einer kurzen Umbaupause ging es auch schon weiter. Die Band „Diamond Head“, die man durchaus auch schon zu Legenden zählen kann, betraten die Bühne und legten stark nach. Das Einheizen des Publikums klappte besser und die mittlerweile sehr gut gefüllte Batschkapp wurde, insbesondere in den Reihen weiter vorne, zu einer Sauna. An der Tür gab es wenigstens noch etwas kühle Luft und weiter hinten drängten immer wieder Menschen, die eine Abkühlung in flüssiger Form brauchten.

Mir persönlich wurde es in der ausverkauften Batschkapp schon etwas eng. Ich stehe ungern so gequetscht herum. Der Nachteil als eher kleine Person ist dann noch, dass man außer Köpfen nicht viel mehr sehen kann. So bin ich immer hin und her gewandert, damit ich nicht nur hören, sondern auch etwas sehen kann. Abgesehen davon ist es auch interessant zu bemerken, wem man immer wieder begegnet.

Diamond Head Jan Heesch 01
Foto: Jan Heesch | https://www.rock-genuine.com/

Auf die Uhr habe ich wohl nicht geschaut, aber das war auch recht egal, denn die Musik war klasse. Diamond Head, die es auch schon seit über 40 Jahren gibt, waren zu seiner Zeit Vorreiter der „New Wave of British Heavy Metal“ (NWoBHM). Sie dienten auch vielen neueren Bands als Einfluss und so ist es kein Wunder, dass die Musik, die immer noch dem Genre entspricht, auch heutzutage noch sehr gut ankommt.

Diamond Head Jan Heesch 02
Foto: Jan Heesch | https://www.rock-genuine.com/

War die Stimmung bei Armored Dawn noch etwas verhalten, legte sie ab diesem Zeitpunkt zu. Viel mehr Applaus, viel mehr mitklatschen und auch mitsingen gab es. Das wurde zum Teil auch von der Band eingefordert und zum anderen Teil selbst initiiert.

Es ist einfach der klassische Heavy Metal, den sie spielen und dazu eine großartige Bühnenshow hinlegen. Viel Bewegung, viel Interaktion und auch die Lichter bringen dem Auftritt von Diamond Head den entsprechenden Rahmen. Kraftvoller Gesang, rhythmische Melodien und ganze Songs, die einfach nur zum Mitmachen und Headbangen einladen.

Und wenn man auch bei fast allem mitmacht, Spaß an dem Auftritt und der Musik hat, dann wundert man sich, wie schnell die Zeit vergeht. Genau das ist mir bei Diamond Head passiert. Ja wie? Schon fertig? Leider ja. Und was hörte ich einen älteren Herrn neben mir sagen? „Die Alten können es einfach immer noch am besten“. Da mag er wohl Recht haben.

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Kurze Informationen zu Diamond Head:

Genre(s):  Metal, Heavy Metal, NWoBHM

Herkunft:  Stourbridge, England

Gründung:  1976

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Rasmus Bom Andersen

Gitarre:  Brian Tatler

Gitarre:  Andy „Abbz“ Abberley

Bass:  Dean Ashton

Schlagzeug:  Karl Wilcox

Pause. Abkühlung. Trinken. Selbst wenn man kaum mitmacht, bzw. mitmachen kann, weil es aus Platzgründen kaum möglich ist, dann wird es wärmer und wärmer. Draußen einmal abkühlen und an der E-Zigarette nuckeln, und im Anschluss die lange Warteschlange an der Getränkeausgabe zum Totschlagen der Zeit nutzen. Eine bildhübsche junge Dame bediente mich und gab mir den sehnlichst erwarteten Maracujasaft. Kühl und fruchtig. Genau was ich brauchte.

Kaum hatte ich das Getränk in den Händen, sah ich nach vorne und musste feststellen, dass die ausverkaufte Batschkapp nun fast aus allen Nähten zu platzen drohte. Daran zu denken von ganz hinten nach ganz vorne zu wollen, war schon gar nicht mehr möglich. Es hätte mit Sicherheit funktioniert, aber so schlecht war die Sicht nun auch nicht. Und ich war auch keine Sardine. Alles gut.

Saxon Jan Heesch 02
Foto: Jan Heesch | https://www.rock-genuine.com/

Nur Augenblicke später um 21:30 war es dann auch schon so weit: die Lichter gingen aus und in der Batschkapp wurde ganz laut „Saxon“ skandiert. Unter großem Jubel gingen die Lichter auf der Bühne an und da standen sie: Saxon! Passend zum Tournamen und zum neuen Album begannen sie mit dem Song „Thunderbolt“. Was für ein fulminanter Start. Die Massen waren sofort Feuer und Flamme. Viel Applaus, viel Headbangen, noch mehr Mitklatschen und der Fauststoß waren während und zwischen den Songs zu sehen.

Je länger der Auftritt dauerte, umso älter wurden auch die Songs, die die Band spielte. Es war schon beeindruckend, wie gut sie das Publikum über so eine lange Zeit im Griff hatten, denn die wirklich gute Stimmung hielt sich tatsächlich bis zum Schluss.

Man merkt ihnen wirklich an, dass sie immer noch richtig Lust haben Live zu spielen und die Bühnen dieser Welt bereisen wollen. Die Energie, die Lust, die Kraft und natürlich die Musik, die von der Bühne kommen, reißen Jung und Alt einfach mit. Standard gibt es bei ihnen wohl nicht. Die Bühnenshow aus Lichtern und Nebel, so wie Interaktionen mit dem Publikum ist einfach nur großartig. Da können sich gewiss viele Bands noch eine Scheibe von abschneiden. Aber das ist wohl auch die langjährige Erfahrung, die Saxon zweifelsohne haben.

Saxon Jan Heesch 03
Foto: Jan Heesch | https://www.rock-genuine.com/

Auch sie spielen Heavy Metal, sowie NWoBHM und waren, wie auch Diamond Head, ein Vorreiter dieses Genres seiner Zeit. Melodisch, kraftvoll und mit viel Energie, sowie genialem Gesang bilden Saxon auch heute noch musikalische Perfektion in diesem Genre. Saxon sollte man auf jeden Fall gehört haben. Noch besser ist aber, sie auch mal live gesehen zu haben.

Insgesamt gab es 21 Songs, wovon drei davon Zugaben waren, die die Band auch gerne gegeben hatte. Princess oft he Night war einer davon. Ein Klassiker. Der Abend endete aber mit Denim and Leather.

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Kurze Informationen zu Saxon:

Genre(s):  Heavy Metal, NWoBHM

Herkunft:  Barnsley, England

Gründung:  1979 (Erstgründung 1976 als „Son of a bitch“)

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Peter „Biff“ Byford

Gitarre:  Doug Scarratt

Gitarre:  Paul Quinn

Bass:  Tim „Nibbs“ Carter

Schlagzeug:  Nigel Glockler

Konzertbericht zu Ram, Portrait und Trial vom 14.02.2018 im Nachtleben Frankfurt – Drei Mal Metal aus Schweden im Frankfurter Kellerclub

Was macht man an einem Valentinstag, wenn man keine „Valentina“ hat und diejenige, die es hätte werden sollen, einem an diesem Tag eröffnet, dass sie einen nicht mal mehr mit den Hintern angucken wird? Korrekt! Man widmet sich der Liebe zur einzig wahren handgemachten Musik, dem Heavy Metal. Dieser würde mir wohl kaum sagen, dass ich kein Fan mehr davon sein soll.

Ich war wirklich sehr froh an diesem Abend im Frankfurter Nachtleben sein zu können. Zwischen all den vielen Gleichgesinnten, die Leder und Nieten tragen, mit langen Haaren wehen (die ich auch gerne wiederhätte) und damit der Liebe zu dieser Musik ihren Ausdruck verleihen. Dort fühle ich mich wohl, dort bin ich mittlerweile wie zu Hause.

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Was machen eigentlich Schweden, wenn sie nicht gerade neue Möbel entwerfen und dabei Knäckebrot essen? Sie gehen auf Tour und geben Metalkonzerte!

Trial140218 (11 von 11)Es dauerte auch nicht lange, bis die erste Band auf die Bühne kam. Trial eröffnete den Abend und sie spielten klassischen Heavy Metal. Die Soundeinstellungen waren auch ganz okay, nur das Mikrofon des Sängers schien zeitweise etwas zu leise zu sein.

Trial140218 (6 von 11)Schöne kräftige Melodien, energievolle Gitarrenriffs und ein, wenn man ihn gut hören konnte, guter Gesang. In ihren rund 40 Minuten auf der Bühne zeigten sie eine musikalische Geradlinigkeit, die insbesondere durch das Gitarrenspiel geprägt wurde. Der Gesang trägt seinen Teil dazu bei. Linus Johansson, der Sänger, schafft es seiner Stimme abwechslungsreiche Elemente zu geben, die die harten Riffs entweder untermalt oder auch etwas entkräftet.

Die besagte Geradlinigkeit spiegelt sich durch die klassische Heavy Metal Gangart wieder und es finden sich neben den Riffs auch schöne Gitarrensolos. Dabei kann es sogar auch mal etwas ruhiger, also für Heavy Metal Verhältnisse ruhiger, zugehen. Auch diesen Wechsel schaffen die Schweden von Trial140218 (9 von 11)Trial meines Erachtens sehr gut.

Man konnte aber merken, dass diese Band noch nicht so bekannt ist, wie es Portrait oder Ram sind. Dennoch waren sie ein sehr guter Einstieg in den Abend, der den Gästen schon viel Freude bereiten konnte. Viele haben sich angetan gezeigt und sind auch den Aufforderungen zum Fauststoß mit „Hey“ gefolgt und an mancher Stelle flogen schon die ersten langen Haare wirbelnd durch die Luft.

Die Musiker haben jedenfalls sichtlichen Spaß an ihrer Arbeit. Sie stehen nicht nur herum und spulen ihr Programm ab, nein, sie liefern eine kleine emotionale Show, die dem Gesang und der Musik noch zusätzlichen Ausdruck verleiht.

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Genre(s):  Metal, Heavy Metal

Herkunft:  Trollhättan (die Stadt heißt wirklich so), Schweden

Gründung:  2007

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Linus Johansson

Gitarre:  Alexander Ellström

Gitarre:  Andreas Johnsson

Bass:  Andréas Olsson

Schlagzeug:  Martin Svensson

 

Die kurze Pause war schnell vorüber und schon ging es auch weiter mit der nächsten Band aus Schweden. Nun wurde es etwas dunkler, zumindest musikalisch, denn Portrait spielen Dark Heavy Metal. Wobei es sich auch bei ihnen überwiegend um Heavy Metal handelt. Das Dunkle findet sich wohl noch am ehesten bei der etwas tieferen Tonlage einer Gitarre, sowie dem generellen etwas schnelleren Spielstil der Band. Vielleicht aber auch an den Themen, die sie mit ihrer Musik, bzw. den Texten interpretieren.

Portrait140218 (15 von 15)Auf den ersten Hör (anstelle von Blick) könnte man durchaus eine Ähnlichkeit zu Trial feststellen, jedoch hören geübte Ohren deutlich heraus, dass viele Passagen in den Songs von einem wechselnden Rhythmus begleitet werden, die den schnelleren Spielstil wiederspiegeln. Insbesondere macht sich dies bei der Art und Weise, wie das Schlagzeug genutzt wird, bemerkbar.

Portrait140218 (10 von 15)Trotz oder gerade deswegen bleiben die Songs abwechslungsreich, sehr melodisch und werden bei Portrait stärker durch den Gesang von Per Lengstedt geprägt. Dieser versteht es sogar noch besser mit Gesten und Mimik zu arbeiten. Damit kam er sehr gut bei den Gästen an, die zwischen den Songs immer wieder lautstark „Portrait“ skandierten. Dies gefiel den Künstlern auf der Bühne sichtlich.

Es gab wohl kleine Veränderung an der Soundeinstellung, denn ab Portrait waren Instrumente und Gesang deutlich besser und klarer zu hören. Gerade beim Gesang war es nun super, so dass man sich beim Hören der Songs nicht nur auf die starken Riffs und das Gitarren, oder Schlagzeugspiel konzentrieren konnte.

Portrait140218 (11 von 15)Die Musiker und auch Per verstehen es sehr gut die Energie, die sie in die Musik packen auch auf der Bühne wiederzugeben und an die Fans weiterzureichen. Mir persönlich hat der Auftritt von Portrait an diesem Abend sogar am besten gefallen. Vielleicht brauchte ich es einfach ein bisschen härter, aber trotzdem noch melodisch, an diesem Abend. In musikalischer Hinsicht – das versteht sich doch von selbst.

Mir persönlich hat der Gesamtauftritt sehr gut gefallen. Abwechslungsreiche Musik, ein Sänger, der es versteht das Publikum zu ainmieren und natürlich die Zuschauer und Fans, die sich in Eigendynamik zu den Songs übten.

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Genre(s):  Metal, Heavy Metal, Dark Heavy Metal

Herkunft:  Kristianstad, Schweden

Gründung:  2006

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Per Lengstedt

Gitarre:  Christian Lindell

Gitarre:  Robin Holmberg

Bass:  Fredrik Petersson

Schlagzeug:  Anders Persson

 

Erneut eine kurze Pause und wieder war sie kurzgehalten. Doch die Zeit rannte unentwegt davon, so dass man sich zu Beginn des Auftritts von Ram schon etwas über die fortgeschrittene Zeit wundern konnte. Sie betraten um 22:45 die Bühne und damit war das schwedische Heavy Metal Bandtrio komplett. Auch Ram spielen Heavy Metal. Dass sich alle drei Bands durchaus unterscheiden, obwohl sie in der Basis dem gleichen Genre angehören, ist schon sehr faszinierend.

Ram140218 (10 von 10)Es ist für definitiv die Art des Gesangs, die einen großen Unterschied ausmacht. Oscar Carlquist hat eine sehr kraftvolle Stimme, mit der er energievolle tiefe aber auch laute hohe Gesangslagen treffen kann. Gerade die Nutzung der tieferen Gesangslagen spiegelt auch seine Energie wieder, die er in den Gesang legt.

Ram140218 (6 von 10)Auch die grundlegenden Gitarrenriffs prägt sich durch einen meist sehr schnellen Basisriff und einen weiteren melodischeren Teil durch die zweite Gitarre schnell ein. Dabei wechseln sich diese Passagen auch durch den sehr klassischen Heavy Metal Stil ab, was eine interessante Mischung darstellt. Dieser Stil scheint durch fast alle Songs zu gehen, die sie spielten.

Ram140218 (7 von 10)Hierbei kommen auch sehr gut gespielte Solos heraus, die einfach zum Mitmachen verleiten. Und genau das haben die Fans und Gäste zu später Stunde auch getan. Man musste schon aufpassen, dass man ganz vorne nicht von umherfliegenden Haaren erschlagen wird. Ob diese nun von den Musikern oder von den Gästen kamen, spielte dabei keine Rolle. Wehende Haare aus allen Richtungen. Ein toller Anblick.

Ich habe mich vor allem vom Gitarrenspiel eines der beiden Gitarristen in den Bann ziehen lassen. Das war für mich einfach nur faszinierend und so verging die Zeit auch bei Ram schneller als erwartet. Leider musste ich aus zeitlichen Gründen bereits nach ca. 45 Minuten gehen, aber habe mir sagen lassen, dass Ram noch über 20 Minuten auf der Bühne standen; also praktisch den nächsten Tag mit Heavy Metal eingeläutet haben.

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Genre(s):  Metal, Heavy Metal

Herkunft:  Göteborg, Schweden

Gründung:  1999

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Oscar Carlquist

Gitarre:  Harry Granroth

Gitarre:  Martin Jonsson

Bass:  Tobias Petterson

Schlagzeug:  Morgan Pettersson

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Legenden auf der Bühne: mein Konzertbericht zu Accept vom 04.02.2018 aus der Frankfurter Batschkapp – Heavy Metal as its best

Wer Rock und Metal hört, kommt an dieser Band aus Solingen einfach nicht vorbei. Sie sind eine feste Größe im internationalen Geschäft und auch nach fast 50 Jahren Bandgeschichte nicht von Bühnen und Festivals wegzudenken.

Zu diesem Abend gibt es auch eine eigene Bildergalerie: hier klicken.

Begonnen hatte der Abend jedoch zunächst mit der Vorband „Night Demon“ aus den USA. Pünktlich um 19:30 an diesem Sonntag kamen die drei Bandmitglieder auf die Bühne und legten direkt fulminant los.

Melodisch und mit starken Riffs glänzte Armand John Anthony, E-Gitarrist der Band, schon von Beginn an und bewies sofort, dass er das Gitarrenspiel, ob bei schnelleren oder langsameren Passagen, absolut beherrscht. Dazu passte natürlich, dass die Abstimmung der Tonanlage perfekt passte. Weder war es zu laut noch zu leise und die Instrumente, als auch der Gesang, ließen sich wunderbar heraushören.

In über 45 Minuten präsentierten sich die Jungs aus dem Sonnenstaat Kalifornien von ihrer kraftvollen und energiegeladenen Seite. Kaum ein Song wurde ohne entsprechende Solo-Einlagen präsentiert und auch Sänger und Bassist Jarvis Leatherby, konnte mit seiner kräftigen Stimme durchaus Stimmung in die bereits sehr gut gefüllte Batschkapp bringen.

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Den Stil, den sie spielen, erinnert richtig an „Old-School-Metal“ aus der Zeit des New Wave of British Heavy Metal, an deren Einflüssen sich die Band auch bedient und Parallelen zu Diamond Head, Metallica, Iron Maiden und weiteren Bands aufweist.

Es war also eine sehr passende Vorband an diesem Abend, die ganze 45 Minuten auf der Bühne verweilen und sich präsentieren durften. Wie schnell die Zeit dabei davonrannte, war schon beinahe beängstigend. Aber so ist das, wenn einem etwas gefällt. Auch die Gäste und Fans honorierten den sehr guten Auftritt mit Jubel und Applaus.

Kurze Informationen zu Night Demon:

Genre(s):  Heavy Metal

Herkunft:  Venture (Kalifornien), USA

Gründung:  2011

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Bass:  Jarvis Leatherby

E-Gitarre:  Armand John Anthony

Schlagzeug:  Dusty Squires

Die Umbaupause auf der Bühne dauerte ein wenig, ca. 35 Minuten ehe die Legenden die Bühne betraten. Zwischenzeitlich füllte sich die Batschkapp immer weiter, sodass ich vermute, dass diese so gut wie ausverkauft gewesen sein musste, denn es wurde eng und kuschelig. Doch als die Lichter ausgingen und Jubel, sowie Applaus aufkam, waren die Blicke auf die Bühne gerichtet und das Zwangskuscheln vergessen: Zeit für Accept!

Accept04122018p (31 von 46)Begonnen haben sie mit einem ihrer neueren Songs „Die by the Sword“, doch war ihr Auftritt eine Mischung aus neueren und etwas älteren Songs, aber auch Klassikern, wie zum Beispiel „Restless and Wild“ und „Princess oft he dawn“. Sie spielten überhaupt eine bunte Palette aus ihrem Repertoire und davon, inklusive der Zugaben, ganze 22 Titel. Somit hatte man das Vergnügen, die Legenden rund zwei Stunden auf der Bühne zu bewundern.

Bereits von Beginn an waren Euphorie, gute Stimmung und eine beeindruckende Atmosphäre auf und vor der Bühne zu erleben. Die Eigendynamik der Fans, die bereits bei Night Demon zu erleben war, führte sich auch bei Accept fort und kaum jemand wurde dabei müde, denn die Stimmung hielt sich tatsächlich von Anfang bis zum Schluss.

Accept04122018p (28 von 46)Auch bei Accept war die Zeit ein Sprinter, denn so schnell, wie sie verging, konnte man gar nicht schauen. Natürlich lag es insbesondere daran, dass Accept zu begeistern wissen und wie mit dem Publikum umgegangen werden muss, damit die Stimmung zu keinem Zeitpunkt abflachen kann. Sie haben eindeutig Spaß bei ihrer Arbeit auf der Bühne und lieben es zu entertainen. Ob dies nun durch Gesten passiert, oder durch die Aufforderungen zum Mitklatschen, oder durch wundervolle Solo-Einlagen an der Gitarre, es ist stets für Abwechslung gesorgt.

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Accept04122018p (42 von 46)Es gibt einfach Bands, und Accept gehören definitiv dazu, bei denen man nicht mehr als nötig sagen muss. Bzw. reicht es eigentlich aus, wenn man nur „Accept“ sagt und schon weiß jeder, der aus der Szene kommt, was Sache ist.

Kurze Informationen zu Accept:

Genre(s):  Metal, Heavy Metal, Power Metal

Herkunft:  Solingen, Deutschland

Gründung:  1971

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Mark Tornillo

Gitarre:  Wolf Hoffmann

Gitarre:  Uwe Lulis

Bass:  Peter Baltes

Schlagzeug:  Christopher Williams

Five Finger Death Punch & In Flames – 06.12.2017 – Festhalle Frankfurt

Lange ist es her, als ich das letzte Mal zu einem Konzert in der Frankfurter Festhalle gewesen bin. Einige Jahre mittlerweile als Billy Talent die Festhalle rockten.

Auf dem Weg zur Festhalle strömten immer mehr Menschen zum südlichen Eingang der Festhalle. Es war kurz vor 19 Uhr, als ich mich dann in die lange und breite Schlange am Einlass stellen konnte. Der Einlass begann übrigens bereits um 17:45. Nach einem langsamen Vorwärtskommen und der abschließenden Sicherheitskontrolle, verzichtete ich darauf meine Jacke bei der Garderobe abzugeben und ging direkt in den Innenraum, denn man konnte schon hören, dass da etwas los ist.

Die Vorband an diesem Abend stand bereits auf der Bühne. Diese hatte wohl bereits um 19 Uhr begonnen und insgesamt etwas mehr als 30 Minuten auf der Bühne verbracht und ihre Musik präsentiert. Es waren „Of Mice & Men“, die bereits die ersten härteren Metalklänge unter die zahlreichen Gäste in der Festhalle brachten.

Während die Band also ihren Metalcore spielte, ging ich langsam durch die Halle und an Menschen vorbei, um eine bessere Sicht auf die Bühne zu bekommen. Also besser gesagt auf die Menschen, die Musiker, die sich auf der Bühne befanden. Die Bühne selbst konnte man auch von ganz hinten sehen, aber dann wirkten die Musiker doch mehr wie große Ameisen.FFDPIF061217 (1 von 28)

Jedenfalls waren die Akustik und der Ton sehr gut, so dass ich während meiner Wanderung durch die Halle die Songs und die Musik sehr gut hören könnte. Auch der Gesang war zu erkennen, wenngleich dieser zumeist in schreiender Form stattfand, was das Verstehen des Textes eher erschwerte. Die Musik an sich aber gefiel mir und war wirklich in der ganzen Festhalle gut zu hören.

Mitklatschen oder Anderes wurde von der Band nicht eingefordert und anhand des musikalischen Stils hätte ich mich sowieso gefragt, wie das überhaupt hätte funktionieren sollen. Aber insbesondere bei den Gästen im vorderen Bereich schien die Band gut anzukommen.FFDPIF061217 (2 von 28)

Viel konnte ich von der band leider nicht sehen und hören. Lediglich 15 Minuten blieben mir nach meiner Ankunft, so dass eine bessere Einschätzung des Live-Auftritts nicht möglich ist.

Kurze Informationen zu Of Mice & Men:

Genre(s):  Metalcore, Nu Metal, Post Hardcore

Herkunft:  Costa Mesa, USA

Gründung:  2009

Aktuelle Besetzung:

Schreigesang, Bass, Klargesang:  Aaron Pauley

E-Gitarre:  Alan Ashby

E-Gitarre:  Phil Manansala

Schlagzeug:   Valentino Arteaga

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Die erste Umbauphase der Bühne begann und dauerte gute 30 Minuten. In der Zwischenzeit habe ich mich noch ein wenig weiter in der Festhalle umgesehen und dabei entdeckt, dass niemand in dieser verhungern oder verdursten muss. Auch die Auswahl an Getränken und Essen ist groß, so dass wohl jeder sitt und satt werden kann.

Im mittleren Bereich der Festhalle wurde es voller. Immer mehr Menschen kamen herein und befüllten die Festhalle. Es gab sogar einen abgegrenzten Bereich vor der Bühne, der sich als „Golden Circle“ erwies. Die Karten hierfür waren etwas teurer und dementsprechend war dort noch einiges an Platz übrig. Ausverkauft hätte wohl anders ausgesehen. Der Vorteil für mich war dadurch, dass ich auf halblinker Position eine sehr gute Sicht hatte, da kaum Menschen direkt vor mir standen.

Und dann ging es auch schon los: Das Logo von In Flames erstrahlte rötlich, denn es war auf einem durchsichtigen Vorhang bedruckt. Der Effekt war jedenfalls genial. Den ersten Song spielten In Flames sozusagen hinter diesem Vorhang, ehe er zum zweiten Song fiel und die Sicht gänzlich frei machte auf die Band.FFDPIF061217 (5 von 28)

Der Jubel und Applaus waren nach jedem Song groß und laut. Immer wieder kamen auch gut hörbare Sprechchöre auf, die „In Flames“ skandierten. Bei ihren insgesamt 80 Minuten auf der Bühne konnte die Band mit ihrem Melodic Death Metal überzeugen und begeistern. Die Schweden boten aber nicht nur tolle, harte Songs, sondern auch eine Bühnenshow mit Lichteffekten, die Epileptiker wahrscheinlich nicht überstanden hätten. Aber nicht nur Lichter schmückten den auftritt aus, sondern auch die Leinwände, auf denen wohl die entsprechenden Musikvideos zu den Songs abgespielt wurden. Das war schon sehr beeindruckend.

Der Drummer saß auf einem Hochsitz und thronte mittig über dem Rest der Band. Etwas weiter neben ihm stand noch der Keyboarder, ebenfalls auf seiner eigenen Empore. Leider erkennt man das auf meinen Bildern nicht besonders gut; man kann es allenfalls erahnen. Dennoch war es sehr gut in Szene gesetzt.

Häufig wurde durch die Band zum Mitklatschen und zum Fauststoß mit „Hey!“ aufgefordert, was sehr viele auch umgesetzt haben. Die Sprechchöre kamen immer wieder von selbst auf und auch auf die Aufforderung Lärm zu machen, kamen die Anwesenden immer wieder gerne nach.

Die kraftvolle Musik mit dem vielen gutturalen Gesang war übrigens auch von meiner Position aus sehr gut zu hören. Zwar stand ich noch etwas unter der ersten Etage, aber da ich nicht die „volle Dröhnung“ abbekam, war es sogar recht angenehm von der Lautstärke. Von der Tonqualität konnte ich aber keinerlei Einbußen erkennen. Auch die unterschiedlichen Instrumente waren gut zu hören, so dass das ein oder andere Solo, ob Gitarre oder Drums, wirklich gut war.

Fans und Musiker hatten sichtlich Spaß während des ganzen Auftritts und auch ich schloss mich immer wieder dem Headbangen und Mitklatschen an. Nach ungefähr einer Stunde dachte ich mir, dass ich mir das Ganze mal aus einer anderen Perspektive ansehe und anhöre. So wanderte ich bis ans andere Ende der Festhalle und stellte fest, dass die Musik und die Tonqualität auch im hinteren Bereich wirklich optimal sind. Nur die Sicht ist natürlich eingeschränkt. Für mich war das jedenfalls nicht so dramatisch, da ich bereits lange Zeit von einer recht guten Sicht auf Bühne und Band profitieren konnte.

Kurze Informationen zu In Flames:

Genre(s):  Melodic Death Metal

Herkunft:  Göteborg, Schweden

Gründung:  1990

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Anders Friden

Gitarre:  Björn Gelotte

Gitarre:  Niclas Engelin

Bass:  Bryce Paul

Schlagzeug:  Joe Rickard

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Die folgende Umbauphase dauerte gute 40 Minuten und die geschätzt 5.000 Gäste verteilten sich an die Getränke- und Essensstände, Toiletten, Fanartikelstände und auch nach Draußen zum Rauchen.

Das Warten auf den Beginn von Five Finger Death Punch zog sich irgendwie in die Länge und machte die Spannung auf das, was kommen würde, ungemein größer.

Und schließlich war es dann so weit: die Band war auf der Bühne, der Vorhang fiel und erneut gab es großen Jubel und noch mehr Applaus. Es war sogar lauter als noch bei In Flames, woraus ich schließen konnte, dass mehr Fans wegen FFDP da waren, als für In Flames selbst. Wieder stand ich Linksaußen und hatte eine sehr gute Sicht auf die Bühne und die Musiker. Zwar hinter der Absperrung für den halbvollen Golden Circle, aber immer noch sehr gut.FFDPIF061217 (17 von 28)

Vor mir stand übrigens ein richtiger „Metalhead“. Mit langen Haaren und dem entsprechenden Outfit. Bei ihm hatte ich schon vorher die Sorge, dass er sich bei dem ganzen Headbangen nicht ein Schleudertrauma einfangen würde, aber er wirkte weiterhin fit und für das Headbangen bereit. Er schien wohl sehr viel Übung darin zu haben.

Jedenfalls präsentierten sich FFDP voller Energie und mit Lust auf ihren Auftritt. Schöner starker Heavy Metal ließ die Festhalle beinahe erbeben und auch sie hatten eine bemerkenswerte Lichtershow bei ihrem Auftritt. Allerspätestens hier wäre auch der letzte Epileptiker umgefallen. Die Lightshow beinhaltete übrigens auch Laserstrahlen, die bis ans andere Ende der Festhalle reichten; so als würden sie die Luft durchschneiden.FFDPIF061217 (22 von 28)

Der überdimensionierte Totenkopf, der mittig den Hintergrund der Bühne zierte, passte perfekt zu dieser Band. Wie auch bei der vorherigen Band war der Sound so klasse, dass ich mich insbesondere bei dieser Band richtig wohl fühlte. Genau meine musikalische Welt.

Der Auftritt war fesselnd; insbesondere dadurch, dass die Band ihre bekanntesten Songs zum Besten gab. Dies lud förmlich zum Mitklatschen und Mitsingen ein, was auch immer wieder eingefordert und angenommen wurde. Ein großes Highlight für einige Fans war wohl, dass sie vor dem Song Burn Mo…. Auf die Bühne geholt wurden und sich das Spektakel von dort aus ansehen konnten. Bei diesem Song hat sich der Festhallenchor beinahe überschlagen, als der Titel nur durch sie mitgegrölt wurde.FFDPIF061217 (28 von 28)

Bei einem der ersten Songs wurde auch der Sänger von Of Mice & Men mit auf die Bühne geholt um einige Parts mitzusingen. Das kam sehr gut an.

Die Qualität des Tons und der Musik im Allgemeinen war weiterhin sehr hoch, so dass auch bei FFDP alles wunderbar zu hören war. Was also die Tonanlage betraf, war dieser Abend wirklich perfekt.

Natürlich gab es auch die etwas ruhigeren Stücke zu hören, die aber genauso energiegeladen aufgeführt wurden wie der Rest. Die Zeit raste förmlich davon, und ich entschied mich, die letzten Songs des ca. 65minütigen Auftritts weiter hinten im offenen Bereich anzusehen, bzw. anzuhören, um mich von dem lauteren Sound nochmal richtig beschallen zu lassen.

Es war wirklich ein Fest, das leider viel zu schnell zu Ende war und gerade bei FFDP nach einer Wiederholung schreit.

Kurze Informationen zu Five Finger Death Punch:

Genre(s):  Heavy Metal, Nu Metal, Alternativer Metal, Groove Metal

Herkunft:  Sacramento, USA

Gründung:  2005

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Ivan Moody

Gitarre:  Zoltan Bathory

Gitarre:  Jason Hook

Bass:  Chris Kael

Schlagzeug:  Jeremy Spencer

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Hardcore Superstar + Fozzy – 08.11.2017 – Colos-Saal Aschaffenburg

Ich war zum ersten Mal im Colos-Saal in Aschaffenburg. Ein schöner, recht gemütlicher Club für Live-Konzerte, der nicht zu klein und nicht zu groß ist und eine angenehme Atmosphäre hat. Ich habe mir sagen lassen, dass bis zu 700 Menschen Platz finden können, aber dann wird es sehr kuschelig für alle Anwesenden.

An diesem Abend gab es im Colos-Saal gleich vier Bands zu hören und zu bestaunen und weil ich ungewohnter Weise in der ersten Reihe an der Bühne stand, gibt es auch sehr viele Bilder von diesem Abend und deshalb die erste Galerie von einem Konzert auf meinem Blog. Die Bilder kann man sich hier ansehen -> Galerie Colos-Saal 08.11.2017 (Madame Mayhem, The Last Band, Fozzy und Hardcore Superstar)

Begonnen hat der Abend um 18:45 mit der Band „Madame Mayhem“. Der Name dieser Band aus den USA ist gleichermaßen der Künstlername der Sängerin. Im Heimatland ist die Gruppe durchaus bekannt, aber in Europa ist der Durchbruch noch nicht gelungen. Noch nicht; ich bin mir aber sicher, dass das noch kommen wird, denn das musikalische Angebot, das die Band mitgebracht hat ist wundervoll und super.

Sie spielen eine Mischung aus Rock, Hard Rock und Alternative Rock. Die Musik ist geradlinig und sehr melodisch und vor Allem durch die zarte, hohe Stimme der Sängerin und kraftvollen Gitarrenriffs geprägt. Die Songs sind mal härter und schneller, aber es gibt auch langsamere und ruhigere, bei der die sanfte Stimme der Sängerin sehr besticht.

HSFTLBMM081117 (63 von 78)Zwar war die Lautstärke etwas zu hoch beim Auftritt eingestellt, jedoch war die Abmischung der Instrumente und Mikrofone sehr gut, so dass der Stil dieser Band hervorragend zu hören war.

Es war übrigens der erste Auftritt von Madame Mayhem in Deutschland und diese Premiere ist wirklich gelungen. Mir hat die Band sehr gut gefallen und es machte nicht nur Spaß zuzuhören, sondern auch zuzusehen. Gerade die Frontfrau überträgt Kraft und Energie in ihre Stimme und Bewegungen, dass man ihr ansehen kann, dass sie mit ihren 27 Jahren durchaus Bühnenerfahrung hat und weiß, wie man eine gute Show abliefert. Aber auch die Jungs an den Instrumenten stehen ihr in nichts nach.

HSFTLBMM081117 (65 von 78)Madame Mayhem ist eine Live-Band durch und durch. Die Musiker haben Spaß an ihrer Arbeit, was man ihnen auch ansehen kann und lieferten einen tollen Auftritt ab. Es mag durchaus mehrere Bands in diesem Genre geben die stilistisch ähnlich sind, jedoch finde ich persönlich, dass es gerade durch die Sängerin einen ganz besonderen und eigenen Charme mit Wiedererkennungswert hat. Die 30 Minuten waren leider etwas wenig, aber haben doch einen tollen Eindruck von dieser Band geschaffen. Ich hoffe, dass sie sehr bald erneut auf einer Tour in Deutschland sind – schon wieder eine Band, die ich unbedingt nochmal sehen möchte.

Fange ich gerade an zu schwärmen? Irgendwie schon, denn die Bandmitglieder machen nicht nur tolle Musik, sondern sind auch noch sehr sympathisch. Das habe ich am Merchandise-Stand feststellen dürfen. Gerade die Sängerin freut sich wirklich und ehrlich über jeden, der sich für die Gruppe und die angebotenen Artikel interessiert. Meine Güte, was sie lächeln und strahlen kann. Hinreißend. Jedenfalls habe ich mir ihr neuestes Album “Ready for more“ gekauft. Dieses kostet auf der Tour nur 10 €. Doch nicht nur der Preis für ein neues Album mit 13 Songs ist beinahe unschlagbar, noch viel besser ist es, dass das Heftchen der CD von ihr und zwei weiteren Bandmitgliedern signiert wurde. Diese CD ist für mich nun etwas Besonderes, da es die erste signierte CD überhaupt ist, die ich im Besitz habe.

Kurze Informationen zu Madame Mayhem:

Genre(s):  Rock, Hard Rock, Alternativ Rock

Herkunft:  New York, USA

Gründung:  2012 (?)

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Madame Mayhem (Bürgerlich: Natalie Ann Cohen)

E-Gitarre:  Clint Lowery

E-Gitarre:  Troy McLawhorn

E-Bass:  Corey Lowery

Schlagzeug:  Ryan Bennett oder Beavan Davies

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Die Pause dauerte gerade einmal 20 Minuten und wäre wohl noch etwas kürzer ausgefallen, wenn es nicht Schwierigkeiten mit der Feineinstellung einer Gitarre gegeben hätte. Zwei Zwischenrufe von einem Gast waren dabei doch sehr amüsant. Der erste war „Also, ich hör die Gitarre“. Ja, wir haben sie alle gehört, aber wenn die Einstellung nicht stimmt, dann ist es eben nicht perfekt. Der nächste war etwas später, wahrscheinlich von der gleichen Person „Sagt mal, kennt ihr euch überhaupt?!“. Das hatte zwar nichts mit der Gitarre direkt zu tun, aber die Vorstellung, dass sich wildfremde Menschen erst auf der Bühne zusammenfinden, ist schon recht lustig.

Es hatte dann aber doch geklappt die Gitarreneinstellung zu perfektionieren und schon konnte die Gruppe aus Schweden mit dem Namen „The Last Band“ auch mit ihrem Auftritt loslegen.HSFTLBMM081117 (12 von 78)

Was direkt zu hören war, war, dass die Soundeinstellung nicht mehr so laut war, wie noch bei Madame Mayhem. Selbstverständlich war es noch laut, aber nicht mehr so übertrieben. Weiterhin waren die Instrumente und der Gesang gut zu hören und zu unterscheiden, so dass es auch bei dieser Band Spaß machte zuzuhören und zuzusehen. Wenngleich man sich an den Stil dieser Band erstmal gewöhnen muss.

Die noch sehr unbekannte Gruppierung spielt eine Mischung aus Hard Rock, Hardcore und Punk. Ich muss sagen, dass ich diese Mischung bisher noch nicht gehört oder live in Aktion gesehen habe. Der Sänger hat einen Hang zum Schreigesang, der aber noch Vergleichsweise angenehm zum Hören ist.

HSFTLBMM081117 (15 von 78)Insgesamt wirken die Instrumente dabei sehr kraftvoll und dunkel. Tiefe Töne bestimmen den Sound überwiegend. So kam es mir zumindest vor. Es ist aber gleichermaßen festzustellen, dass die melodischen Parts und auch die Solos an der Gitarre hervorragend sind. Sowas mag ich sehr. Insbesondere der Gitarrist, vor dem ich stand, hatte sichtlich Spaß daran. Zudem sind die Gitarristen auch für die guturral gesungenen Hintergründe verantwortlich. Und das kommt in Verbindung mit der Musik ganz dazu ganz gut.

Das Publikum hat sich sichtlich schwer getan mit dieser Band auf eine Wellenlänge zu kommen. Zwar wurde versucht zum Mitklatschen zu animieren, aber das hat nur durchwachsen Anklang gefunden. Applaus gab es dennoch für die Jungs.

Mir persönlich hat insbesondere die Leistung des Gitarristen sehr gefallen, wenngleich ich mich an diese Art der Musik doch noch gewöhnen muss. Hardcore ist in dem Fall nicht wirklich meine Musikrichtung und insgesamt betrachtet war eine halbe Stunde Programm auch in Ordnung.

Kurze Informationen zu The Last Band:

Genre(s):  Hard Rock, Hardcore, Punk

Herkunft:  Göteborg, Schweden

Gründung:  2011

Aktuelle Besetzung:

Normalerweise würde ich gerne an dieser Stelle Namen auflisten, aber die einzige Information, die ich finden konnte, war folgende:

People with instruments (Leute mit Instrumenten)

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Die folgende Pause war dann eine etwas länge von knapp 30 Minuten. Die Vorbereitungen für den ersten Hauptakt des Abends liefen auf Hochtouren. Während ich mir ein weiteres Karamalz zum Trinken geholt und dafür mitleidige und verständnislose Blicke abgeholt habe (Willkommen in Bayern), freute ich mich schon sehr darauf Fozzy mit dem Frontmann Chris Jericho (bekannt aus der WWE als Wrestler) live zu sehen.

Und dann kamen sie auch auf die Bühne unter großem Jubel und Applaus. Als Letzter kam Chris jericho, der Sänger, auf die Bühne und der Applaus wurde noch ein Stück lauter. Dass gerade er zu entertainen weiß, dürfte Wrestlinginteressierten durchaus bekannt sein. Aber es ging nicht um Wrestling an diesem Abend, sondern um Musik. Und ich war doch sehr überrascht, wie gut Chris Jericho singen kann. Die Kombination aus starkem Entertainment und Gesang von seiner Seite zogen sich durch den ganzen Auftritt und machten daraus ein kleines Spektakel.HSFTLBMM081117 (20 von 78)

Wie man es von ihm kennt, trug er einen Schal und seine „Glitzer-Glitzer-Jacke“, die er im Verlauf des Abends aber ablegte. Die anderen Mitglieder der Band sahen im Vergleich dazu recht normal aus; bis auf den Drummer, der mit schwarzem Hemd und weißer Krawatte seiner Arbeit nachging.

Dass der Großteil der Gäste wegen Fozzy da war, machte sich doch sehr deutlich bemerkbar, denn der Applaus und Jubel nach jedem Song war großartig. Zudem wurde sehr häufig zum Mitklatschen und Mitsingen aufgefordert, was das begeisterte Publikum im Colos-Saal mehr als gerne angenommen hat.

HSFTLBMM081117 (70 von 78)Auch bei Fozzy waren die Toneinstellungen gelungen, sodass der Gesang und die Instrumente sehr gut zu unterscheiden und rauszuhören waren. Die musikalischen Aspekte und Parts waren sehr gelungen und auch das ein oder andere Solo an der Gitarre sah nicht nur hervorragend aus, sondern hörte sich genauso an.

Wie schnell die Zeit doch vergeht, wenn man bei allem, was gefordert wird, mitmacht und fast permanent am Headbangen ist, dass man sich im Anschluss fühlt, als hätte man ein Schleudertrauma. Aber es war nun mal großartig. Auch als eine Nebelkanone von Chris in die Luft gehalten wurde und er damit ein wenig Nebel frabrizierte, der schnell verflog, war es ein angenehmes Erlebnis. Das war ganz kühl und eine kleine Erfrischung, die sehr gut getan hat.

Toll war auch die Aktion eines Gitarristen, der sich spontan dazu entschied in die Menge der Fans hinunter zu springen und dort ein kleines Bad in der Menge zu nehmen und dabei weiter Gitarre zu spielen. Eine sehr sympathische Aktion und zum Glück ließ man ihm genug Platz um das zu tun und den Weg zur Bühne zurückzugehen.

HSFTLBMM081117 (71 von 78)Insgesamt war ich von Fozzy sehr positiv überrascht und begeistert. Ich hatte nicht erwartet, dass Musik und insbesondere der Gesang live auch so gut, wenn nicht sogar besser, als auf den CDs sind. Rock und Metal, weder zu soft noch zu hart. Der ideale Mittelweg mit Melodie und tollem Gesang. So kann ich das in Kürze beschreiben. Sie sind eine Band, die definitiv und absolut Hauptakt und Headliner-Charakter haben.

Es gab sogar noch eine Zugabe, da die Fans lautstark nach mehr von Fozzy skandierten. Während sich Chris jericho das Handtuch übers Gesicht legte, wartete er nur darauf, dass die Lautstärke noch ein wenig höher wird. Als das geschah nahm er es herunter und warf es in die Menge. Das war der Zeitpunk, als Jubel und Beifall am größten waren.

Die Extraportion Fozzy, die den Gesamtauftritt auf eine knappe Stunde erhöhte, hat noch einmal gut getan. Es war einfach viel zu schnell rum.

Kurze Informationen zu Fozzy:

Genre(s):  Rock, Metal, Heavy Metal

Herkunft:  Atlanta, USA

Gründung:  1999

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Chris Jericho

Gitarre:  Rich Ward

Gitarre:  Billy Grey

Bass:  Jeff Rouse

Schlagzeug:  Frank Fontsere

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Ein letztes Mal ein Päuschen und das war auch nötig. Ich bin hinaus und musste etwas dampfen und mir erneut ein Karamalz holen, bei dem mir abermals mitleidige und Blicke des vollsten Unverständnisses zugeworfen wurden. Leider verließen schon recht viele Menschen das Konzert, was ich nicht verstehen konnte, denn es gab noch eine weitere Band an diesem Abend. Die Pause war dieses Mal ca. 25 Minuten lang und währenddessen wurde die Bühne für Hardcore Superstar vorbereitet.

Wer jetzt vermutet, dass diese schwedische Band Hardcore spielt, der täuscht sich. Sie spielen nämlich eine Mischung aus Hard Rock und Sleaze Rock. Von der Optik der Musiker könnte man auch auf Glam Rock schließen, wenngleich natürlich Sleaze die eher ungepflegt wirkende Variante darstellt. Zerrissene Kleidung, lange unsortierte Haare usw.

HSFTLBMM081117 (53 von 78)Als die Schweden auf die Bühne kamen, gab es Applaus und vereinzelte laute Jubler. Auch das Publikum hatte sich etwas gewandelt. Von jungen, zumeist Damen, zu älteren Herren in Kutte, bzw. Weste.

Das entspricht dem musikalischen Stil der Band, der durchaus abwechslungsreich aber geradlinig ist. Ein wenig hat es mich auch an Rock’n roll erinnert.

HSFTLBMM081117 (68 von 78)Der Sänger Joakim Berg konnte keine Minute stillstehen. Er wanderte auf der Bühne stets von links nach rechts und zurück, vor die Fans und spulte bestimmt viele Kilometer während des Auftritts ab. Zudem versuchte er oft das Publikum vor allem zum Mitklatschen zu animieren, was auch recht gut funktionierte.

Gesang und Musik waren weiterhin sehr gut aufeinander abgestimmt, so dass man den Sänger gut verstehen und den Instrumenten lauschen konnte. Dieser musikalische Stil war irgendwie neu für mich und irgendwie auch nicht. Ich weiß, dass das komisch klingt, aber so war es nun mal.

Die Musik schien mir sehr basslastig, was mir durchaus gefiel. Auch der klang der Gitarre war sehr auf tiefe Töne ausgelegt und dennoch sehr einprägsam. Es war interessant und gut, lebhaft und meiner Meinung nach mal etwas Anderes. Melodie und Solos gefielen mir sehr gut. Auch auf das Publikum wurde eingegangen.

Was ich persönlich sehr schön fand, war, dass Sänger und Gitarrist die beiden kleinen Mädels, die mittlerweile mit ihrer Mutter ganz vorne standen, häufig einbezogen haben. Sei es, dass der Sänger mal zu ihnen kam, sie drückte oder als der Gitarrist den beiden jeweils eines seiner Plektren gegeben hatte. Die zwei waren wirklich happy zu der späten Stunde.

Apropos Plektren. Eines wurde in die erste Reihe geworfen und verschwand auf kuriose Art und Weise. Zwei Menschen haben danach gesucht, es aber nicht gefunden. Auf dem Boden war es nicht und ich hatte da eine Vermutung, die sich bestätigen sollte: es lag in einem meiner leeren Karamalzbecher. Tatsächlich hat es dann jemand bemerkt und gesehen und sich genommen. Ein zweites wurde einige Zeit später ebenfalls unter die Leute geworfen. Insbesondere die Gruppe neben mir war an einem interessiert. Und wo landete es? Auf meinem linken Arm. Ich stand nämlich für eine Weile mit verschränkten Armen da. Da ich diese Plektren aber nicht sammle, habe ich dieses meinem Kollegen gegeben, da er sowas sehr gerne sammelt.

So viel Energie hatte ich während dem Auftritt dieser Band leider nicht mehr. Fozzy hatte schon sehr viel davon für sich beansprucht. Dennoch waren das Mitklatschen und Headbangen noch drin. So verging eine weitere Stunde Live-Musik einer interessanten Band.

Kurze Informationen zu Hardcore Superstar

Genre(s):  Hard Rock, Sleaze Metal

Herkunft:  Göteborg, Schweden

Gründung:  1997

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Joakim „Jocke“ Berg

Gitarre:  Vic Zino

Bass:  Martin Sandvick

Schlagzeug:  Magnus „Adde“ Andreasson

Summa Summarum war ich von dem gesamten Abend sehr begeistert und sehr zufrieden, wenn auch erschöpft. Aber das ist okay, denn es hat sehr viel Spaß gemacht. Madame Mayhem und Fozzy kommen auf meine Wiedersehensliste. Das war großartig.

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