Eine solide Leistung der Löwen Frankfurt bringt den 5:3 Sieg gegen die kämpferisch aufgetretenen Falken aus Heilbronn

Nach der ersten Saisonniederlage am vorangegangenen Freitag in Freiburg, bei der die Löwen erstmals in dieser Saison keine fünf Tore schossen, war es interessant zu sehen, wie die Mannen des finnischen Trainers Matti Tiilikainen darauf reagieren würden.

Direkt zu den Bildern des Spiels

Zum ersten Drittel:

Das Spiel begann auf beiden Seiten recht körperbetont, was auch schnell dazu führte, dass es zu den ersten Strafzeiten kam. Die Gäste aus Heilbronn wollte kampfbetont in diese Partie gehen und waren bereits nach einer halben Minute in Unterzahl und überstanden diese schadlos, da nur eine Minute später ein Löwe ebenfalls zum Nachsitzen musste.

Beide Seiten konnten nicht davon profitieren. Doch die nächsten Strafen ließen nicht lange auf sich warten und da standen die Gäste auf einmal nur noch zu dritt auf dem Eis und mussten sich der Situation stellen.

Dass die Löwen Überzahl sehr gut können, zeigten sie auch in dieser Situation, denn es dauerte keine zehn Sekunden ehe ein Schuss von halblinker Position im Netz zappelte. Da wurde Heilbronns Torwart auf dem Falschen Schlittschuh erwischt.

Die folgende einfache Überzahl wurde ebenfalls gut gespielt. Die Gäste hielten dagegen und verteidigten recht gut, konnten aber den nächsten Einschlag im Kasten nicht verhindern, der die 2:0 Führung in der 6. Spielminute bedeutete. Leon Hüttl durfte sich feiern lassen.

Tore fielen im ersten Drittel keine mehr, doch gab es noch reichlich Strafen, insbesondere gegen Frankfurt, von denen die Gäste nicht profitieren konnten, da entweder die Schusswege blockiert oder der stark aufspielende Bick im Tor der Löwen, Zählbares verhinderte.

 

Zum zweiten Drittel:

Dieses Drittel begann zunächst eher ruhiger und von den Seiten der Löwen her etwas abwartend, bis sie die ersten Chancen bei einer erneuten Überzahl kreieren durften. Aber auch hier erwies sich die Defensive der Gäste als durchaus effektiv und konnte einen höheren Rückstand vermeiden.

Die Gäste waren es aber, die nur wenige Minuten später bei eigener Überzahl zum Torerfolg und Anschluss kamen. Der Jubel war groß, doch die Ernüchterung folgte bereits in der nächsten Spielminute, als die Löwen einen schönen Angriff mit dem 3:1 beendeten und somit den Zwei-Tore-Abstand wiederherstellten.

Auffällig war in diesem zweiten Drittel ein Linienrichter, dem das Spiel an diesem Abend an manchen Stellen vielleicht doch etwas zu schnell war. Abseitsentscheidungen waren nicht seine Stärke. Möglicherweise hatte er einen Knick in der Optik, verursacht durch das Visier. Oder es war einfach nicht sein Tag. Kann ja mal vorkommen. Es betraf übrigens beide Mannschaften, daher war das nicht wirklich entscheidend für den Ausgang des Spiels.

Beide Mannschaften zeigten sich in diesem Drittel eher ruhiger, wenn es auch die Löwen versäumten die Führung auszubauen.

Erst in einer Überzahl kurz vor Ende des Drittels konnten sie die Eissporthalle ein weiteres Mal zum Jubeln bringen. Eddie Lewandowski, der Mann mit dem Nachnamen, der Torgarantie verspricht, netzte aus kürzester Distanz ein. Dem zuvor war eine Strafe gegen die Gäste vorausgegangen, weshalb die Löwen ein weiteres Mal in Überzahl agierten.

 

Zum dritten Drittel:

Nachdem beide Mannschaften zunächst im Strafenkatalog eine Bestellung aufgaben, waren es die Löwen in Form von Matthew Pistilli, die sich bei vier gegen vier auf dem Eis gedankenschneller zeigten und konterten. Dieser Konter endete mit dem fünften Tor des Abends für die Löwen, da Pistilli nur den Torwart gegen sich hatte, welchen er mit einer sauberen Bewegung verladen konnte.

Der Käse schien gegessen. Der Drops ausgelutscht. Die Löwen schossen fünf Tore, was bisher stets für den Sieg reichte. Was also sollte noch passieren? Die Falken passierten.

In der 52. Minute, bis dahin passierte nicht mehr sonderlich viel Erwähnenswertes, breiteten die Falken ihre Schwingen aus und kamen binnen 13 Sekunden zu zwei Toren. Ein Doppelschlag bei dem die Verteidigung der Löwen alles andere als gut aussah.

Nun war es wieder ein Eishockeyspiel, das von der Spannung lebte, denn zunächst wirkten die Löwen etwas konsterniert. Aber sie besannen sich sehr schnell und zeigten wieder ihre Offensivqualitäten, die weitere Bemühungen der Gäste auf ein Minimum reduzieren konnten. Nur ein weiterer Treffer wollte nicht fallen, weshalb die Heilbronner kurz vor Schluss auch nochmal den Torwart vom Eis nahmen, um in Überzahl agieren zu können.

Letztlich reichte es aber nicht für weitere Tore, da auch Bick im Tor der Löwen etwas dagegen hatte. Und so endete das Spiel mit dem Sieg für die Löwen, bei dem sie zum fünften Mal in sechs Spielen fünf Tore erzielten.

Löwen Frankfurt – Heilbronner Falken 5:3 (2:0 2:1 1:2)

1:0 Tim Schüle ( Matthew Pistilli , Carter Proft ) PP2 03:57
2:0 Leon Hüttl ( Lukas Koziol , Kevin Maginot ) PP1 05:36
2:1 Roope Ranta ( Greg Gibson , Brock Maschmeyer ) PP1 27:18
3:1 Lukas Koziol ( Kevin Maginot , Mathieu Tousignant ) EQ 28:26
4:1 Eduard Lewandowski ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 39:28
5:1 Matthew Pistilli ( Lukas Koziol ) EQ 45:36
5:2 Kevin Lavallée ( Kyle Helms ) EQ 51:20
5:3 Roope Ranta ( Corey Mapes , Markus Eberhardt ) EQ 51:33

Zuschauer: 3.576

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Spielbericht zum DEL2 Spiel der Löwen Frankfurt gegen die Heilbronner Falken vom 26.01.2018 – eine etwas andere Perspektive durch Sprade.TV

Dieses Spiel musste ich leider krankheitsbedingt von zu Hause aus verfolgen. Natürlich ist es sehr schade nicht in der Halle sein zu können, aber auf der anderen Seite ist es super, dass mit Sprade.tv ein Angebot da ist, welches die Spiele live zeigt. Die 5,50 € habe ich gerne gezahlt, um das Spiel sehen zu können. Letztlich gebe ich in der Eissporthalle auch einige Euros für Essen und Trinken aus, so dass es im Endeffekt kaum einen Unterschied macht.

Aufgrund der anderen Sicht auf das Spiel, war mir nicht so ganz klar, ob ich es so wahrnehme, wie die Zuschauer in der Halle. Dies würde sich aber nach diesem Bericht zeigen.

Erneut gab es bei den Löwen neue Personalien. Die wichtigere davon war die Verpflichtung von Antti Karjalainen. Der Torhüter wurde auf Leihbasis aus – wie könnte es anders sein – Finnland geholt. Damit ist er der sage und schreibe 6. Torwart, den die Löwen in ihrem Kader haben. Aber nach den Ausfällen auf dieser Position war es die logische Konsequenz hier für Sicherheit auf dieser Position zu sorgen.LFHF260118 (11 von 43)

Tyler Gron ist nun in Kassel, während Lukas Koziol für die Löwen stürmt.

Zum ersten Drittel:

Das Spiel begann und Frankfurt startete, wie fast jedes Mal, sehr druckvoll und offensiv. Die ersten guten Gelegenheiten und Chancen waren schon sehr ordentlich. Es war Tim Schüle, der das Tor mit einem fulminanten Schlagschuss traf und damit die frühe 1:0 Führung im Spiel herstellte.LFHF260118 (2 von 43)

Im Anschluss verpassten es die Löwen jedoch, den Spielstand zu erhöhen und so kamen auch die Gäste zu guten Chancen, die aber zunächst vom neuen Schlussmann vereitelt werden konnten. Es folgte eine Überzahlsituation für Heilbronn, die sie sehr schön spielten und auch konsequent zum 1:1 Ausgleich nutzen konnten.LFHF260118 (5 von 43)

Die Löwen ließen sich davon nicht beeindrucken und suchten ihr Heil, wie üblich, in der Offensive. Und auch dieses Mal dauerte es nicht lange, bis das nächste Tor zum 2:1 fiel. Eine schöne Offensivaktion und ein Abpraller, der eingenetzt werden konnte.LFHF260118 (6 von 43)

Im weiteren Verlauf des Drittels kamen die Heilbronner immer besser ins Spiel, sodass sich eine interessante und durchaus offene Partie entwickelte. Beide Seiten verpassten es aber aus ihren Chancen Kapital zu schlagen, weswegen es mit dem Zwischenstand von 2:1 in die Drittelpause ging.

Zum zweiten Drittel:

Es schien als wären die Frankfurter noch etwas länger in der Kabine geblieben, während die Gäste aus Heilbronn das Spiel an sich rissen. Sie hatten deutliches Überwasser und kreierten Chance um Chance. Dabei sah die Verteidigung der Löwen oftmals nicht besonders gut aus. Der zügige Ausgleich nach vier Minuten war die Folge des Offensivspiels der Gäste.LFHF260118 (12 von 43)

Nun drückten die Heilbronner auf das Tor der Löwen, die weiterhin kaum aus ihrem eigenen Drittel kamen. Erst eine Strafe gegen Heilbronn konnte etwas Luft verschaffen. Doch kaum waren beide Teams wieder vollzählig, machten die Falken weiter, wo sie aufgehört hatten. Zudem durften sie nun kurz hintereinander zwei Mal in Überzahl agieren, welche die Frankfurter aber gut verteidigten. Es wäre wirklich keine Überraschung gewesen, wenn die Gäste ein oder zwei Tore in dieser Phase gemacht hätten. Aber mehr als sehr gute Chancen sprangen in dieser Phase nicht heraus.

Um dem Ganzen noch irgendwie eine Wendung zu verschaffen, nahm der Trainer der Löwen, Paul Gardner, eine Auszeit, die durch eine Reparatur eines Tornetzes länger dauerte, als angedacht.LFHF260118 (19 von 43)

Wem bekam diese lange Unterbrechung besser? Zunächst schien es fast so, als bliebe alles wie bisher auch, denn ein eklatanter Fehlpass der Löwendefensive hätte fast zum 2:3 geführt. Doch praktisch im Gegenzug zu dieser Szene fiel das 3:2 für die Löwen. Einfach mal aufs Tor schießen und den Torhüter überraschen. So sah es aus und dies funktionierte.

Die Führung war nun etwas schmeichelhaft, was den Frankfurtern natürlich relativ gewesen war. Nun hatten sie das Überwasser und konnten ihrerseits eine Überzahlsituation ausspielen. Diese konnten sie sogar zum 4:2 nutzen. Irgendwie war dieses Drittel zu diesem Zeitpunkt auf den Kopf gestellt, denn es sah lange Zeit nicht danach aus, als würden die Hausherren das Spiel machen, sondern vielmehr die Gäste.LFHF260118 (27 von 43)

Selbige hatten kurz vor Ende des Drittels noch einmal selbst die Gelegenheit in Überzahl zum Torerfolg zu kommen, konnten aber erneut keinen Torerfolg verbuchen, weswegen es mit dem 4:2 in die nächste Pause ging.

Zum dritten Drittel:

Dieses Drittel begann, wie das letzte endete: mit einer Überzahl für die Gäste. Und diese wurde sehr schnell erfolgreich mit dem 4:3 abgeschlossen. LFHF260118 (33 von 43)

Das Spiel konnte jetzt noch einmal heiß werden und beide Mannschaften trugen ihren Teil dazu bei. Doch dauerte es nicht lange, bis die Löwen erneut zu guten Chancen kamen und ein weiteres Mal von der blauen Linie eingenetzt werden konnte. 5:3 stand es und ab diesem Zeitpunkt wurde das Spiel insgesamt auch etwas ruhiger. Zwar ergaben sich weitere Chancen auf beiden Seiten, aber Frankfurt begann das Spiel zu verwalten. Dies klappte auch recht gut, denn sie ließen keine größeren Chancen zu.

Die Zeit lief insbesondere den Gästen davon, die gut drei Minuten vor Ende noch eine Auszeit nahmen und direkt danach ohne Torwart weiterspielten. Die dadurch gewonnene Überzahl konnten sie auch optisch sehr gut umsetzen und sogar einen Löwenspieler dazu bringen, den Puck unnötig zu sperren und dadurch eine Strafzeit wegen Spielverzögerung zu bekommen. Das war die große Chance zu verkürzen. Aber die Löwen kämpften und ließen nicht viel zu und konnten sogar mit einem schnellen Konter das leere Tor treffen und den Spielstand auf 6:3 stellen. Dies war auch der Endstand.LFHF260118 (43 von 43)

Heilbronn zeigte in diesem Spiel, weswegen sie derzeit sehr gute Chancen haben, sich direkt für die Playoffs qualifizieren zu können. Aber sie haben, wie auch die Löwen derzeit, ihre Schwächen im Abschluss.

Löwen Frankfurt – Heilbronner Falken 6:3 (2:1 2:1 2:1)


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Weitere Ergebnisse:

Kassel – Ravensburg 5:7

Kaufbeuren – Bad Tölz 5:0

Freiburg – Dresden 7:5

Bad Nauheim – Weisswasser 4:1

Riessersee – Bietigheim 3:2 n.V.

Crimmitschau – Bayreuth 9:5

Löwen Frankfurt – Heilbronner Falken – 27.10.2017

Die Rollen des Favoriten und des Aussenseiters waren vor dem Spiel verteilt. Frankfurt als Tabellenzweiter und bisher noch ohne Niederlage nach 60 Minuten traf auf den Vorletzten aus Heilbronn.

Ich hatte mich nun auf ein Spiel eingestellt, das entsprechend dieser Vorzeichen ablaufen würde, aber, wie es nun einmal so ist, kommt es anders und als man denkt.LFHF271017 (1 von 54)

Zum ersten Drittel:

In diesem Spielabschnitt suchte man vergebens nach größeren Highlights. Insgesamt wirkte das Spiel über die ersten 20 Minuten nicht so, als würde der 2. gegen 13. spielen. Während Heilbronn die ersten Chancen herausspielte, schien die Frankfurter Mannschaft noch nach ihrer Form zu suchen. Diese hatten ihre erste richtig gute Chance bei eigener Unterzahl, als ein abgefangener Pass zu einem Alleingang auf das Tor der Heilbronner führte, aber ohne Erfolg blieb.LFHF271017 (6 von 54)

Die womöglich spektakulärste Szene im ersten Drittel haben die beiden Hauptschiedsrichter relativ schnell unterbunden, als es vor dem Frankfurter Tor zu einer kleinen Rauferei gekommen war, die bestimmt mit einer Boxeinlage geendet hätte. Schade, aber so ging es ohne weitere nennenswerte Szenen in die erste Drittelpause.

 

Zum zweiten Drittel:

Ab diesem Drittel sollte das Spiel ganz anders, nicht unbedingt schöner, aber anders, werden.

Gerade als Heilbronn wieder vollzählig war und die Frankfurter noch in der Offensive, gelang den Heilbronnern ein schöner Konterlauf, der mit dem ersten Tor des Abends abgeschlossen wurde. Es stand nun also aus Frankfurter Sicht 0:1. Dass diesem Spiel dieses Tor guttun sollte, wurde erst im späteren Verlauf des Spiels klar.LFHF271017 (16 von 54)

Zunächst verfiel das Spiel aber wieder in den Zustand des ersten Drittels. Frankfurt suchte nach der Form, zumindest nach einer guten und Heilbronn spielte das, was sie konnten. Dann kamen 47 (Spiel)Sekunden, in denen die Frankfurter einen totalen Blackout hatten.

Es begann mit dem 2:0 für Heilbronn. Zuvor hatten sie bereits eine gute Chance, die abgewehrt werden konnte. Jedoch hatte die Frankfurter Verteidigung ihre Schwierigkeiten den Puck zu klären und so arbeitete Heilbronn den Puck in das Tor.

Das 3:0 für Heilbronn fiel nur 9(!) Sekunden später. Nach Bullygewinn folgte ein Pass auf die linke Offensivseite der Heilbronner. Der Stürmer konnte in Höhe des Bullykreises schießen und der Schuss krachte in den Winkel. Ein Sonntagsschuss, der wohl nur einmal in der Saison in dieser Form erfolgreich ist; und das war an diesem Abend der Fall.

Die Trainerbank Frankfurts reagierte und erlöste den Goalie der Löwen an diesem Abend bereits nach diesem Tor. Er hatte keinen Sahnetag erwischt und sah bei den Gegentoren bis dahin auch unglücklich aus. Wobei man dazu sagen muss, dass die Verteidigung Frankfurts auch ihre Mitschuld an diesem Spielstand hatte.

Der Effekt, den die Frankfurter Trainer erreichen wollten, blieb aber zunächst aus. Nur weitere 38 Sekunden später durfte auch der eingewechselte Löwen-Torwart den Puck hinter sich aus dem Netz fischen. Da stand es plötzlich 0:4 aus Frankfurter Sicht. Die Heilbronner erarbeiteten sich erneut gute Chancen und eine davon rutschte durch die Beine des Torwarts hindurch in das Tor. Vielleicht war einfach noch nicht warm.LFHF271017 (21 von 54)

Zu diesem Zeitpunkt war die Führung für Heilbronn auch in dieser Höhe absolut verdient. Sie spielten nach ihren Möglichkeiten und erarbeiteten sich die Tore. Es blieb nur zu hoffen, dass sich die Frankfurter wieder besannen und ein schlimmeres Debakel verhindern können.

Mal so zwischendurch: es waren insgesamt 3.567 Zuschauer zu diesem Spiel gekommen, wovon sich nach dem 0:4 einige „Schönwetterfans“ bereits auf den Weg nach Hause machten. Apropos Fans: Vielerorts wird bei so einem Zwischenstand und der nicht vorhandenen Leistung gepfiffen und die eigene Mannschaft beschimpft. Das war nicht der Fall, wenngleich die Anfeuerungen eher verhalten waren.

Hatte die Mannschaft aus Frankfurt Charakter oder ergaben sie sich? Es dauerte jedenfalls nur eine Spielminute ehe auch die Heimmannschaft auf die Anzeigetafel durfte. Das bejubelte 1:4 war gefallen. Nicht schön, auch nicht wirklich gut herausgespielt. Aber der Puck war im Tor.LFHF271017 (29 von 54)

Besser, bzw. ansehnlicher, wurde das Spiel aber nicht. Es wies weiterhin Parallelen aus dem ersten Drittel auf, wenngleich die Frankfurter nun mehr kämpften und sich gegen weitere Gegentore stemmten, so gut sie nur konnten. So dauerte es knappe 8 Minuten, bis eine Überzahlsituation mit weiteren guten Chancen für Frankfurt entstand. Eher untypisch für eine Überzahlsituation wurde ein langer Pass an die blaue Linie gespielt, der einen ungehinderten Alleingang zum Tor ermöglichte und mit dem 2:4 abgeschlossen wurde. Dieses Tor wurde schon kräftiger bejubelt.

Exakt eine Minute später stand es auf einmal 3:4. Die Aufholjagd der Löwen hatte also begonnen und erfolgreiche Züge angenommen. Zwar war es erneut kein schönes Tor, aber so lange der Puck dort untergebracht wird, wo er rein muss, fragt keiner danach.

In den letzten Minuten dieses Drittels, auch begünstigt durch eine weitere Überzahlsituation ergaben sich nun weitere Chancen für Frankfurt, die aber nicht in ein Tor umgemünzt werden konnten. So ging es mit einem 3:4 in die Drittelpause.

 

Zum dritten Drittel:

Zwar rechnete man nicht unbedingt damit, dass die Optik des Spiels schöner werden würde, aber trotz vieler kleiner Fehler im Frankfurter Spiel kämpften sie tapfer weiter und zogen auch das Tempo an. Doch nach vier Minuten, in denen sich die Spieler Frankfurts abmühten, konterte Heilbronn und machte das 5:3.

Es wäre durchaus verständlich gewesen, wenn die Frankfurter nun die Köpfe hängen gelassen hätten. Aber das Gegenteil war der Fall. Aufopferungsvoll kämpften sie weiter. Eine erneute Überzahlsituation verschaffte ihnen die Möglichkeit wieder heranzukommen.

Und tatsächlich, das 4:5! Alles jubelte und selbst die Spieler aus Heilbronn nahmen es erstmal hin. Aber die Schiedsrichter hatten das Tor wohl nicht sehen können. Zugegeben, der Schuss ging wohl entweder an die Latte des Tores und durch irgendwelche, unerklärlichen Spiegelungen oder optische Täuschungen sah es für alle so aus, als wäre der Puck am hinteren Gestänge des Tores gewesen. (Ein bisschen Sarkasmus muss sein, denn ich bin überzeugt davon, dass der Puck IM Tor war; und da war ich nicht der Einzige).LFHF271017 (36 von 54)

Aber es dauerte lange, sehr lange, bis die Schiedsrichter vom Videobeweis zurückkamen und zum Erstaunen und Unmut der Frankfurter Spieler und Fans auf kein Tor entschieden. Ich möchte den Schiedsrichtern keine böse Absicht unterstellen, da ich die Kameraperspektiven nicht kenne, auf die sie Zugriff haben.  Und wenn sie sich nicht zu 100% sicher sind, dann können sie das mögliche Tor auch nicht geben.

Also weiter 3:5 und weiter in Überzahl. Die Frankfurter erhöhten den Druck und erspielten sich in dieser Überzahl auch weiter gute Chancen und dann war es passiert. Das 4:5, an dem auch die Schiedsrichter nichts auszusetzen hatten, war gefallen.

Nun wurden die Spieler Heilbronns sichtlich nervös und kamen kaum noch zu nennenswerten Offensivaktionen. Dafür aber die Löwen, welche zwar immer noch nicht so spielten, wie gewohnt, aber dies durch Kampf, Einsatz und Willen wettmachten.

Gerade einmal eine Spielminute nach dem 4:5 fiel auch das 5:5. Großer Jubel in der Halle und auf dem Eis. Damit hatte man nicht gerechnet. Vielleicht gehofft, aber gerechnet? Eher nicht. Umso schöner aus Frankfurter Sicht, dass es doch passierte. Die Angriffsbemühungen, die nun deutlich größer und zielgerichteter waren, als in beiden Dritteln zuvor, machten sich bezahlt.LFHF271017 (37 von 54)

Heilbronn hatte nun sichtlich Probleme mit diesem Tempo mitzuhalten und dem Druck, den die Löwen nun auf das Tor Heilbronns machten, entgegen zu treten. So konnten die Frankfurter nach ein paar Minuten erneut in Überzahl spielen. Diese spielten sie sehr konzentriert aus und nutzten diese auch zum 6:5. Man konnte es beinahe fühlen, wie ein riesengroßer Felsbrocken von den Spielern Frankfurts herunterfiel. Auch die Fans konnten es kaum fassen und so bebte die Eissporthalle im Jubel der Spieler und Fans.

Nun schien den Frankfurtern auch wieder alles zu gelingen. Die Offensive spielte druckvoll weiter und belohnte sich mit dem 7:5, das erneut schön herausgespielt war. Die Spieler Heilbronns waren meistens einen Schritt zu spät und wirkten auch ziemlich niedergeschlagen ob dessen, was insbesondere in diesem Drittel auf sie zugerollt kam. Man kann es ihnen aber auch nicht verübeln.

In einer weiteren Überzahlsituation konnten die Löwen den Spielstand sogar noch auf 8:5 stellen. Was für ein Fest, mit dem wirklich keiner mehr gerechnet hatte.

Zwar hatten die Heilbronner im Verlauf des Drittels noch ein paar Akzente in der Offensive gesetzt, aber mehr als Akzente konnten sie nicht herausspielen. Zudem ließ der Frankfurter Torwart auch nichts mehr zu, so dass es mit dem 8:5 endete und die Mannschaft aus Frankfurt zurecht von ihren Fans bejubelt und gefeiert wurde.LFHF271017 (51 von 54)

Löwen Frankfurt – Heilbronner Falken 8:5 (0:0 3:4 5:1)

Noch ein paar Worte an die Schönwetterfans, die das Spiel beim zwischenzeitlichen Stand von 0:4 verlassen haben: ihr dürft euch gepflegt in den Allerwertesten beißen, denn ihr habt etwas geniales verpasst. Getreu dem Motto: It ain’t over until the fat lady sings.

 

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