Football in Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Phantome sichern sich in einem spannenden Spiel den Klassenerhalt. Bericht zum Spiel der Wiesbaden Phantoms gegen die Straubing Spiders vom 11.08.2018

Wenn man footballverrückt ist, dann kommt man viel herum. An diesem Samstag führten mich meine Wege nach Wiesbaden in das Europaviertel zu den Wiesbaden Phantoms. Doch nicht alleine, denn Christian Roth (https://american-sports.info/) war mit dabei. Da er genauso footballverrückt ist und sozusagen „Football Daddy“ ist, hatte er auch eine Idee für ein neues Hashtag, den wir alle durchaus nutzen und verbreiten können. #footballkrank – darf genutzt und verbreitet werden. Muss sogar verbreitet werden!

Wiesbaden Umgebung und Einlauf 11.08.2018

Wiesbaden Cheerleader „Phantastics“ 11.08.2018

Wiesbaden Phantoms vs. Straubing Spiders 11.08.2018

Aber zurück zum Eigentlichen, denn Wiesbaden ist aus Frankfurt recht gut zu erreichen und wir waren auch schnell vor Ort. An und für sich etwas zu früh, aber das hatte auch seinen Vorteil, denn wir konnten uns knappe drei Viertel des U17 Spiels zwischen den Wiesbadenern und den Rodgau Pioneers ansehen.

Das war durchaus schon ein sehr ansehnliches und gutes Spiel, bei dem die Gäste aus Rodgau bis zur Pause mit 20:7 in Führung gingen. Nach der Pause schafften es die Phantome sogar das Spiel zu drehen und lagen zwischenzeitlich mit 21:20 in Front. Doch die Mannschaft, die erst seit wenigen Wochen aufgestellt ist, musste sich am Ende dennoch geschlagen geben. Und zwar mit 21:32. Die Gäste, die von ihren Cheerleadern unterstützt wurden, hatten am Ende doch das erfahrenere Händchen, das ihnen in diesem Spiel zum Sieg verhalf. Dennoch zeigten die Wiesbadener eine gute Leistung, auf der man aufbauen kann.

Abgesehen davon, dass wir direkt mit Football empfangen wurden, ist es in Wiesbaden, wie auch an anderen Orten ein familiäres und freundliches Miteinander. Man wird offen empfangen und ist im Prinzip direkt mittendrin und dabei. So langsam sollte mich das eigentlich nicht mehr überraschen, aber das passiert dann doch immer wieder. Dafür ist es jedes Mal umso schöner und, so geht es zumindest mir, man fühlt sich auch in einer fremden Umgebung ganz wohl. Das ist nicht unwichtig, wie ich finde.

WIUmgebEinl110818-4Auch in Wiesbaden wird man mit Leckereien versorgt. Sei es mit Burgern, die man sich selbst belegen kann, Würsten, Kuchen, Eis, Süßigkeiten oder auch Backwaren. Verhungern und verdursten wird keiner und die schicke kleine Tribüne ist für die derzeitige Liga auch in Ordnung. Fanartikel der Phantoms, aber auch viele der NFL Teams, sind vorhanden. Der Footballfan wird also rundum versorgt.

Aber viel Zeit für Exkursionen durch das eigentlich für Baseball vorgesehene Stadiönchen war nicht, denn das Spiel zwischen der GFL 2 Mannschaft der Phantoms und den Straubing Spiders war, mehr oder weniger, direkt im Anschluss an das Spiel der Junioren. Von den Junioren mussten sich dann noch ganz schnell umziehen, denn sie waren als Chaincrew vorgesehen. Der Beginn des Spiels verschob sich dadurch um, wie lange eigentlich genau? Auf die Uhr habe ich nicht geschaut, aber der Einlauf der Heimmannschaft begann ca. um 17:20 Uhr.WIUmgebEinl110818-12

Irgendwann waren dann auch mal alle vervollständigt und das Spiel konnte beginnen. Es begann vor allem für die Gäste sehr gut, denn sie konnten mit dem ersten Drive des Spiels direkt für Punkte sorgen und einen Touchdown generieren. Zwar ohne den Extrapunkt, aber die erste Führung ging an die Gäste aus Straubing mit 6:0.

Bereits mit dem Gegenzug war zu erkennen, dass sich beide Teams fortwährend egalisieren konnten und die Angriffsrechte immer wiederabgegeben werden mussten. Beide Mannschaften waren gut aufeinander eingestellt und so war es nicht verwunderlich, dass es dauern sollte, bis die nächsten Punkte auf die Anzeigetafel kommen konnten. Es war schon das zweite Viertel, als die Hausherren die Endzone für einen Touchdown und die ersten eigenen Punkte erreichten. Aber den Extrapunkt konnten sie machen und damit nicht nur ausgleichen, sondern mit 7:6 in Führung gehen.

Das Spiel blieb auch über die Halbzeit hinaus recht eng. Lauf- und Passspiele wurden auf beiden Seiten gemischt, doch häufig endete der Drive ohne große Raumgewinne, aber dafür mit der Ballabgabe an den Gegner. Selten war es hierbei ein Punt, denn sehr oft wurde auch der vierte Versuch ausgespielt.WPStSp11082018-29

Im dritten Viertel konnten die Gäste aufgrund mehrerer Strafen gegen Wiesbaden und einem guten Laufspiel sehr nahe an die Endzone herankommen und dies auch ausnutzen. Erneut gingen die Gäste in Führung und konnten dieses Mal den Extrapunkt auch mitnehmen. 7:13 hieß es, als es in das letzte Viertel ging.WPStSp11082018-43

Es blieb auch weiterhin ein enges Spiel mit schönen Aktionen auf beiden Seiten. Ob es nun ein Quarterback selbst war, der gelaufen ist, oder ein schöner Pass in die Tiefe, es war alles dabei. Die Wiesbadener zeigten durchaus, dass sie unbedingt nochmal punkten wollen. Die Körpersprache war eindeutig. Es folgte ein schöner Pass auf #86 (dieser Spieler ist leider in keinem Roster aufgeführt – ein Phantom?) und dieser ließ sich nicht aufhalten und fiel zum nächsten Touchdown für die Wiesbadener in die Endzone. Erneut konnte auch der Extrapunkt mitgenommen werden. So waren nun die Gäste wieder im Zugzwang, die mit 13:14 zurücklagen.WPStSp11082018-53

Aber der Drive, der aufgrund eines neben das Spielfeld beförderten Kicks etwas weiter vorne beginnen konnte, verebbte erneut. Die Verteidigung der Hausherren blieb auf der Höhe und konnte dafür sorgen, dass sie selbst ihre Offensive aufs Feld brachten.

Diese hatte nun alles selbst in der Hand. Es wurde fast nur noch gelaufen und Yard um Yard gut gemacht. Es reichte stets für neue First Downs, was die Zeit gnadenlos runterlaufen ließ. In diesem Moment dachte ich, dass sich die Wiesbadener auf das Zeitmanagement konzentrieren und vielleicht kurz vor Ende nochmals punkten würden. Aber wenn man die Chance bekommt in die Endzone zu laufen, dann läuft man eben dort hin. Nochmal weitere sieben Punkte für die Hausherren, die nun mit 21:13 führten.

Die Gäste hatten nun nochmal ihrerseits die Gelegenheit einen Drive zu spielen und zu punkten. Aber es dauerte etwas zu lang und kurz vor Schluss war die Feldposition auch nicht die beste. Ein Touchdown und eine 2pt-Conversion? Durchaus möglich, aber der letzte Lauf wurde von der Verteidigung aufgehalten und so gab es keine Punkte mehr für die Gäste. Das Spiel war vorbei und Wiesbaden konnte jubeln. Der Klassenerhalt war mit diesem Sieg gesichert. Die Spieler ließen ihrer Freude freien Lauf und feierten gemeinsam was das Zeug hielt. Auch auf den Rängen gab es Applaus und Jubel.

Es ist immer wieder schön ein Spiel zu sehen, dass nicht unter den Begriff „Einbahnstraßenfootball“ fällt. Da bin ich lieber weiter #footballkrank und danke beiden Mannschaften für ein tolles Spiel und den Phantoms für die sympathische offene Art.WICheers110818-5

Zurück ging es übrigens nicht mit Bus und Bahn, sondern mit einem weiteren Footballverrückten, seiner Kamera und seinem City Flitzer. Zurückgeflitzt nach Frankfurt. Danke auch hierfür.

Football in der Einflugschneise in der Landesliga Hessen mit Gästen, denen man Respekt erweisen muss. Bericht zum Spiel der Rüsselsheim Crusaders gegen die Gießen Golden Dragons 2 vom 14.07.2018

Da brauchte es also erst Football, damit ich mal in die Opel-Stadt komme. Immerhin ein sehr lohnenswerter Grund, würde ich mal sagen, denn die Crusaders aus Rüsselsheim wollen aufsteigen, zumindest, wenn man die bisherigen Ergebnisse der Saison so sieht.

Aber zunächst hieß es erstmal das Stadion finden. Schwierig war dies aber nicht, denn gleich mehrere Buslinien fahren zur Haltestelle „Schillerstraße“, die praktisch nur einen Steinwurf vom Stadion am Sommerdamm entfernt liegt. Kurz Google Maps angeschmissen, damit ich mich nicht verlaufe und nur wenige Momente später war ich auch da.

Zu den Bildern des Spiels

Zu den Bildern vom Umfeld, Aufwärmen und Flugzeugen

Freundlich begrüßt wurde ich von Herrn Belger, der mich auch direkt einwies. So konnte ich eine gute Stunde vor Spielbeginn die Umgebung auf mich wirken lassen, denn diese ist für Football wirklich gut. Eine schicke überdachte Tribüne, einige Stehplätze auf der Haupt- und Gegenseite. Das kann sich sehen lassen.

Und wie fast überall in der Gegend um Frankfurt finde ich die üblichen Verdächtigen, die zu Footballspielen kommen, nicht wahr Steffi, Olli, Franky und Michael? Sie hatten es während des Spiels wirklich gut, denn auf der Tribüne saßen sie im Schatten, den ich auch gerne auf dem Spielfeld gehabt hätte.

Während des Aufwärmens beider Mannschaften fiel auf, dass recht wenige Spieler aus Gießen da waren. Wenn ich mich im Laufe des Spiels nicht verzählt hatte, waren es ganze 18 Mann. Nicht gerade beneidenswert bei diesen Temperaturen, wenn man bedenkt, dass einige von ihnen gewiss fast permanent auf dem Feld stehen mussten. Bei den Hausherren sah die Lage anders aus: eine gefühlte Hundertschaft war bereit für das letzte Heimspiel in dieser Saison.

RCGGDAUF-6Für das leibliche Wohl war gesorgt und es gab auch einen Stand von 1A-Football. Passendes Schuhwerk, Fanartikel und alles, was man so als Footballer oder eben als Fan benötigt, gab es dort. Aber auch einen kleinen Fanartikelstand der Crusaders gab es. Zwar nur mit T-Shirts in der Teamfarbe, aber immerhin. Und damit den Kleinen nicht langweilig wird, konnten sie sich bemalen lassen. Kinderschminken heißt das. Oder heißt dies, dass Kinder andere Menschen schminken? Ich bin mir da nicht sicher. Jedenfalls hatte es etwas von einer familiären Grillfeier, bei der ein freundlicher Umgang miteinander gegeben war. So wünscht man sich das.

Langsam wurde es dann Zeit für die Mannschaften. Leider musste man an diesem Tag auf Cheerleader verzichten, da viele aufgrund der Sommerferien nicht vor Ort sein konnten. Irgendwie war ich recht einsam auf dem Feld beim Einlauf der Crusaders. Sonst sind meistens ein paar Fotografen mehr da. Aber okay, Hauptsache nicht umgerannt werden von den Herren, die mit Tempo aus der Mitte der Tribüne angerannt kamen. Das hatte schon mal geklappt, den Einlauf schadlos überstanden. Mir ist übrigens nach Auswertung der Bilder aufgefallen, dass manch ein Spieler verwundert schaute, während andere mit der Sonne um die Wette strahlten. Das hatte schon etwas Sympathisches, muss ich sagen.

Kurz noch das Gruppenbild mit den Schiedsrichtern gemacht und dann konnte es auch schon losgehen.RCGGD2-11

Die heimischen Crusaders schienen von Beginn an hoch motiviert zu sein, denn den ersten Drive (also den kompletten Angriffsversuch) konnten sie mit einem Laufspiel zum ersten Touchdown verwandeln. Der Extrapunkt ging dann aber rechts an der Stimmgabel vorbei, sodass es für längere Zeit 6:0 stehen sollte. Die Gießener versuchten ihr Bestes, kamen aber nicht weit, während die Crusaders ihrerseits schon von Beginn an ihre Kadertiefe zu nutzen schienen. Viele Wechsel und das Angriffsspiel funktionierte soweit auch recht gut. Aber die Gäste konnten sich gegen weitere Punkte stemmen.RCGGD2-17

Ein möglicher weiterer Touchdown wurde aber nicht gegeben, da der Rüsselsheimer Spieler wohl schon im Aus gewesen sein sollte. Diese Szene passierte auf der Seite der Rüsselsheimer, die von dieser Entscheidung nicht gerade begeistert schienen. Dennoch gelang ihnen wenige Momente später der zweite Touchdown per Quarterback Sneak, denn es galt nur noch 1 Yard zu überwinden. Und dieses Mal saß der Extrapunkt zum 13:0. Das geschah schon Mitte des zweiten Viertels.

Die Stimmung auf der Tribüne war unterdessen sehr gut und immer wieder hörte ich den Michael laut lachen (ja, das muss mal gesagt sein). Die Truppe hatte Spaß. Aber auch viele Fans unterstützten die Mannschaft, insbesondere, wenn die Defense auf dem Platz stand. Aber kurz vor Ende des zweiten Viertels half diese Unterstützung nicht, als ein guter Pass einen freien Receiver fand, der bis in die Endzone zu den ersten Punkten für die Gäste durchlaufen konnte. Doch den Extrapunkt konnten sie nicht verwandeln. Er war etwas zu tief angesetzt und konnte geblockt werden. 13:6 stand es und das war auch der Halbzeitstand.RCGGD2-47

Während der Pause fragte ich mich, wie lange die Gießener mit ihrem kleinen Kader dem Druck der Hausherren standhalten würden. Denn mit nur 18 Mann ist dies keine leichte Aufgabe auf ein ganzes Spiel gesehen.

Das Spiel ging weiter und die Gießener schafften es im dritten Viertel tatsächlich sehr gut zu verteidigen. Es gab in diesem Viertel keinen einzigen Punkt. Aber bei den Gästen bemerkte man schon einige Konzentrationsschwächen. Viel zu oft fielen sie auf die die Kommandos des gegnerischen Quarterbacks herein und produzierten Frühstarts.

RCGGD2-41Doch im letzten Viertel konnten die Rüsselsheimer ihre numerische Überlegenheit auch in Punkte umsetzen. Ganze 19 Punkte in Folge konnten sie erzielen, während man den Gießenern anmerkte, dass ihnen die Kraft ausging. Kurz vor Ende hieß es also 32:6 für die Crusaders. Das Spiel war damit entschieden. Aber die Gäste zeigten Moral und konnten trotzdem noch einmal zu Punkten kommen und änderten den Spielstand auf 32:12. Extrapunkte gab es nicht mehr. Dafür eine verbale Auseinandersetzung zwischen einigen Spielern, die beinahe in einer Schlägerei endete. Aber eben nur beinahe. Es blieb gesittet und die letzten Sekunden liefen herunter.RCGGD2-71

Die Gäste haben meinen Respekt, denn mit dem kleinen Kader anzutreten, war gewiss keine leichte Übung. Man hätte das Spiel auch absagen können, aber das wurde nicht gemacht. Ich finde dies wirklich löblich, auch wenn man sicherlich mit einer Niederlage rechnen musste.RCGGD2-57

Die Rüsselsheimer hingegen bleiben also ungeschlagen und haben noch zwei Spiele vor sich, um Platz 1 zu festigen. Das wichtigere Spiel dabei ist am kommenden Samstag bei den Fulda Saints. Der direkte Konkurrent um Platz 1, den man im Hinspiel mit 17 zu 7 schlagen konnte. Bei einem eigenen Sieg ist alles klar, bei einer Niederlage könnte die Punktedifferenz eine wichtige Rolle spielen.

Leider musste ich nach dem Spiel relativ zügig gehen, damit ich meine Bahnverbindung noch erreichen konnte. Aber wenn es mit dem Aufstieg klappt, dann könnte es passieren, dass ich die Crusaders auf diesem oder einem anderen Weg wiedersehen werde.

Football mit Verbesserungspotenzial. Bericht zum Spiel der Rhein-Main Rockets gegen die Hanau Hornets vom 21.05.2018

Ein verlängertes Wochenende war es und so kam es dazu, dass ich mir ein drittes Spiel am dritten Wochenendtag ansehen konnte. Dieses Mal war ich zu Gast bei den Rhein-Main Rockets aus Offenbach. Der SANA-Sportpark ist für mich die zweit nächste Spielstätte für mich nach der PSD Bank Arena in Frankfurt, in der auch die Frankfurt Universe spielt.  Aber zum Glück musste ich nicht laufen, denn der Fahrservice von Marc Junge (all-about-football.de) brachte mich, ihn und unseren Kollegen Dennis, direkt dorthin.

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Der SANA-Sportpark ist ein schöner kleiner Sportpark, bei dem es sogar eine kleine Tribüne gibt, die durchaus gut gefüllt war. Es gab aber auch für die ganz kleinen Zuschauer eine Hüpfburg. Wäre diese nicht bereits belegt gewesen, glaubt mir, man hätte mich dort rauszerren müssen. Aber auch Getränke und leckeres günstiges Essen waren zu erwerben.RMRHH21052018 (1 von 68)

Es hatte durchaus ein bisschen was von einer großen Familiengrillfeier. Und Familie ist wahrlich nicht weit hergeholt, denn so einige bekannte Gesichter waren auch hier zu finden. Wie auch einige Universe Fans, denn diese hatten, sofern sie eine ungültige Dauerkarte nachweisen konnten, freien Eintritt. Schnell kam es zu Gesprächen untereinander und auch dieses durchaus positive Ambiente zu der Veranstaltung war definitiv vorhanden. Insgesamt fanden sich um die 500 Zuschauer für das Spiel der Offenbacher gegen die Hanau Hornets ein.

Wo die Schiedsrichter herkamen, war mir ein kleines Rätsel, aber sie schienen sehr guter Dinge zu sein und ein Gesicht kam mir auch sehr bekannt vor unter den Gestreiften. Erst wusste ich gar nicht woher, aber als wir Presseheinis und Fotofutzis auf dem Platz standen, um Bilder der einlaufenden Mannschaft zu machen, fragte ich den Herrn einfach und Tatsache: es war ein Spieler der Frankfurt Pirates. Andere Klamotten, aber doch erkannt.RMRHH21052018 (5 von 68)

Nun war es also fast angerichtet. Die Mannschaft aus Hanau wurde vorgestellt und die Raketen starteten, kamen mit hohem Tempo aus dem Wald heraus und wurden mit zaghaftem Applaus empfangen. Anschließend kamen die Kapitäne zusammen, damit der Münzwurf stattfinden konnte. Die Schiedsrichter stellten sich vor und dann kam er auch: der Münzwurf. Dieser wurde von einem Ehrengast durchgeführt. Doch wer war dieser Ehrengast? Nun, für jemanden wie mich eine sehr bekannte Person, denn er ist der Schlagzeuger der Gladbecker Metal Band „Grave Digger“. Namentlich: Stefan Arnold.

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Stefan Arnold beim Münzwurf

Kurze Zeit später ging das Spiel auch los und ich muss leider festhalten, dass es ein insgesamt sehr schwaches Footballspiel gewesen ist. Man konnte insbesondere den Rockets ansehen, dass der Zwangsaufstieg durch die Umstrukturierungen der Ligen nicht gut bekam und bekommt.

Die Rockets konnten sich lange recht gut wehren, aber die Defensive der Hornets ließ keine großen Raumgewinne zu und kamen ihrerseits stets näher an die Endzone der Offenbacher, was auch mitunter daran lag, dass die Punts auch nicht sehr weit über das Spielfeld gingen. Gegen Ende des ersten Viertels war es dann so weit: die Hornissen stachen zu und konnten mit einem wunderbaren Pass in die Endzone für die ersten Punkte sorgen. RMRHH21052018 (30 von 68)

Der Extrapunkt wurde ebenfalls verwandelt und nur wenige Momente später kamen sie erneut zu einer guten Offensivaktion, nachdem der Ball abgefangen wurde. Die Punkte wurden aber erst mit Beginn des zweiten Viertels per Field Goal gemacht. Anschließend gab es insbesondere von Hanauer Seite viel Diskussionsbedarf, da etliche Flaggen und Strafen ausgesprochen wurden. Aber der Hauptschiedsrichter mit der kleidsamen weißen Kappe blieb cool und ließ sich auf keine Spielchen ein. RMRHH21052018 (40 von 68)

Durch die vielen Unterbrechungen wurde auch das Spiel zunehmend schwächer. Dennoch versuchten die Rockets ihrerseits zu kämpfen, konnten aber einen weiteren Touchdown nicht verhindern. Somit stand es zur Pause 0:16 aus der Sicht der Rockets.

Im folgenden Quarter gaben die Rockets noch einmal alles und kamen auch dank einer Interception und einem tollen Lauf in Richtung Endzone zu einer sehr guten Möglichkeit Punkte zu erzielen. Doch die Defensive der Hanauer zeigte keine Blöße und verhinderte alle Versuche der Rockets einen Touchdown zu erzielen und dabei waren sie so kurz davor. Schade an dieser Stelle, dass es zu keinen Punkten, auch nicht per Field Goal gereicht hat. Das wäre sicherlich schön für die Moral der Mannschaft gewesen.RMRHH21052018 (52 von 68)

Punkte gab es in diesem Viertel aber keine, denn auch die Hornets hatten so ihre Schwierigkeiten und nahmen indes weitere Strafen, wobei eine von den zu stark reklamierenden Trainern der Gäste gezogen wurde.

Die nächsten Punkte wurden im letzten Viertel gemacht, als die Hanauer einen Return bis in die Endzone zurücktragen konnten. Schier ungehindert lief der Returner gut 60 Yards ohne, dass ihn jemand dabei hindern konnte. Dafür wurde der Extrapunkt elegant rechts an den Stangen vorbeigeschossen. Man konnte nun aber auch sehen, dass die Spieler der Rockets konditionell bereits an ihrer Grenze waren. So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Hornissen noch ein weiteres Mal zu Punkten kamen und anstatt des Kicks für einen Punkt, eine 2 Point Conversion ausspielten, die erfolgreich war. Mit diesen acht Punkten stellten sie auch den Endstand von 0:30 her. RMRHH21052018 (59 von 68)

Wie bereits zu Beginn des Artikels beschrieben, sind die Offenbacher eine Liga zu hoch eingestuft worden und das zeigt sich in den Leistungen und Ergebnissen. Das ist sehr schade für eine Mannschaft, die noch viel zu lernen hat und in den letzten Spielen wahrlich viele Lehrstunden sammeln musste.

Die Hanau Hornets hingegen waren gewiss stärker und hatten auch, meines Erachtens, nach ein besseres Spielverständnis, was auch in vielen Spielzügen zu erkennen war. Der Sieg war demnach also auch gerechtfertigt und verdient. Aber auch sie werden gegen den Primus der Liga aus Bad Homburg mit Pauken und Trompeten untergehen.

Für beide Mannschaften gab es nach dem Händeschütteln noch Applaus und den haben sich gewiss beide Mannschaften verdient. Die einen für den Sieg, die anderen dafür, dass sie gekämpft haben.

Ich bin sicherlich kein Footballexperte, dafür bin ich definitiv noch zu frisch. Aber dennoch empfehle ich dem ein oder anderen Spieler der Rockets das Spiel „Madden NFL 18“. Die Trainings, die das Spiel erklären, sind so ausführlich und tiefgehend gemacht, dass selbst ein Anfänger wie ich das Spiel verstehen lernen konnte.

Und hey, wenn ihr einen Kicker braucht oder was weiß ich was… ich bin dabei Rockets!

Noch etwas Schönes zum Schluss: RMRHH21052018 (68 von 68)

Kleinstadt Football. Nauheim Wildboys gegen die Fulda Saints vom 19.05.2018. Spiel- und Erlebnisbericht

Wochenende und Sonnenschein. Wieder war es perfektes Wetter für einen schönen Footballnachmittag. Und dieses Mal machte ich mich auf den Weg nach Nauheim. Nicht Bad Nauheim, sondern Nauheim bei Groß-Gerau. Man kann auch sagen, dass dieses beschauliche Örtchen in einem Dreieck zwischen Frankfurt, Mainz und Darmstadt liegt.

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Kaum war ich dort gegen 14 Uhr angekommen, lief ich durch das Örtchen in Richtung des Sportplatzes, auf dem das Spiel stattfinden sollte. Irgendwie typisch für eine Kleinstadt, dass es sich auch schon zu dieser Uhrzeit so anfühlt, als wären die Bürgersteige schon hochgeklappt. Also immer der Lautstärke nach, denn dort wo am lautesten gebrüllt wird, muss Football sein. Und so war es auch. Die Mannschaften waren schon dabei sich aufzuwärmen.

Ein typischer kleiner Sportplatz mit Aschenbahn und einer kleinen Tribüne, die schattige Plätzchen anbot, waren vorhanden. Die Fußballtore wurden einfach umfunktioniert und so war schon alles angerichtet für den Footballnachmittag. So habe ich mich ein wenig umgesehen und bin einmal um den Platz gelaufen, um alles auf mich wirken zu lassen.NWBFSvdS19052018 (8 von 26)

Angerichtet war übrigens nicht nur der Platz, sondern auch die Verpflegung in Form von leckeren Burgern und Würstchen, dampften schon genüsslich auf einem kleinen Grill.

Schnell fanden sich auch Gesprächspartner und das Gefühl eines Familiennachmittags stellte sich recht zügig ein. In Nauheim wird man willkommen geheißen. Das war ein erneut schönes Erlebnis und Gefühl. Es bestätigte einmal mehr, dass Football eine große Familie ist.NWBFSvdS19052018 (12 von 26)

Bis zum Spielbeginn füllte sich die Tribüne mit Zuschauern und es waren definitiv mehr als 100 gekommen, um das Spiel an diesem schönen Nachmittag anzusehen. Für Football in der fünften Liga in einer Kleinstadt keine schlechte Kulisse, wie ich finde.

Langsam wurde es auch ernst und der Kickoff stand bevor. Einen Einlauf, wie es andernorts gemacht wird, gab es nicht. Aber die Nauheimer haben da so ihren eigenen Weg gefunden, sich auf das Spiel einzustimmen. Den üblichen Münzwurf kurz darauf, gab es selbstverständlich auch und die Gäste aus Fulda eröffneten anschließend das Spiel mit dem Kickoff.NWBFSvdS19052018 (17 von 26)

Eigentlich hätte Nauheim in der Offensive sein sollen, aber durch eine Strafe gegen Nauheim, den Grund habe ich nicht genau mitbekommen, durften die Saints auch gleich ihrerseits versuchen, die ersten Punkte zu erzielen. Aber das gelang nicht, vielmehr wechselte der Ballbesitz durch eine Interception an die Nauheimer.

In der Folge wechselte der Ballbesitz mehrmals durch erfolglose Angriffsversuche mit anschließenden Punts und Interceptions auf beiden Seiten. Die Mannschaften schenkten sich nichts und es wirkte auf dem Feld relativ ausgeglichen. Die ersten Punkte konnten dann die Gäste für sich verbuchen. Die Wildboys waren in der Offensive, mussten aber aufgrund einer Strafe sehr nahe an die eigene Endzone zurück. In dieser hatte Nauheims Quarterback keine Chance gegen den blitzschnellen Gegenspieler, der ihn in der Endzone samt Ball zu Boden brachte und damit eine Safety verursachte. Die ersten zwei Punkte für den Gast aus Fulda.

An dieser Stelle muss man dazu erwähnen, dass der Stamm Quarterback der Nauheimer verletzt ausgefallen ist und sein Ersatzmann erst seit gerade einmal zwei Wochen die Position des Quarterbacks spielt. Das konnte man nicht nur in dieser Spielsituation erkennen, sondern auch über das ganze Spiel. Es soll kein Vorwurf von meiner Seite sein, denn gerade diese Position kann man nicht einfach mal eben so erlernen und perfekt spielen.

Weiter ging es nach der Safety mit Ballbesitz für Fulda, die in Höhe der Mittellinie ihre Angriffsversuche starten konnten. Mit einer Ballübergabe, sowie einem Lauf, konnten die Saints die Nauheimer komplett aus dem Spiel nehmen und die nächsten Punkte mit einem erlaufenen Touchdown auf die Anzeigetafel bringen. Fuldas Nummer 15 schaltete den Raketenmodus ein und war nicht mehr einzuholen. Der folgende Extrapunkt war ebenfalls gut, sodass die Gäste aus Fulda mit 9:0 in Nauheim führten. Kurz darauf war auch das erste Viertel zu Ende.NWBFS19052018 (26 von 64)

Das zweite Viertel ist schnell erzählt, denn die Mannschaften begannen erneut sich gegenseitig zu egalisieren und mit weiteren Punts und Interceptions das Spiel größtenteils im Mittelfeld zu halten. Somit gab es auch keine weiteren Punkte und der Halbzeitstand hieß 0:9 aus Sicht der Wildboys.

Während der Pause begab ich mich auf die Tribüne und genoss für einige Momente ein schattiges Plätzchen. Einfach auch ein bisschen den angenehmen Wind genießen und in nicht allzu weiter Entfernung die startenden Flugzeuge des Frankfurter Flughafens beobachten.

Auch in der zweiten Hälfte im dritten Viertel änderte sich nicht viel am Bild des Spiels. Viele erfolglose Angriffsversuche auf beiden Seiten, die mit einem Punt oder aber einer Interception endeten. Aber die Nauheimer schafften es bis ganz kurz vor die Endzone der Gäste, nachdem sie einen Pass der Gäste abfangen konnten. Gefühlt war es doch schon ein Touchdown gewesen, aber knappe zwei Yards vor der Endzone konnten die Gäste diesen noch verhindern.NWBFS19052018 (49 von 64)

Die folgenden vier Versuche brachten nicht den gewünschten Erfolg und ich fragte mich, warum man im vierten Versuch nicht wenigstens die drei Punkte für das Field Goal mitnimmt, da die Defensive der Gäste erfolgreich für Raumverlust bei den Nauheimern sorgte. So wechselte der Ballbesitz erneut und Fulda stand kurz vor der eigenen Endzone und durfte nun offensiv werden.

Während der Angriffsversuche Fuldas endete auch das dritte Viertel und sie standen auch schon relativ nah an der Endzone, um weitere Punkte machen zu können. Diese machten sie dann auch direkt zu Beginn des vierten Viertels mit einem Field Goal. Nun stand es 0:12 anstatt 3:9.

Die Wildboys stachelten sich gegenseitig an und sie versuchten weiterhin bei ihren Angriffen nach vorne zukommen. Doch die Ballwechsel durch Punts und Interceptions blieben auch bis zum Schluss an der Tagesordnung, so dass das Spiel mit 0:12 zu Ende ging.NWBFS19052018 (28 von 64)

Selbstverständlich gab es kurz darauf das Händeschütteln zwischen beiden Mannschaften und auch das faire Nauheimer Publikum applaudierte für beide Mannschaften, wenngleich natürlich der Applaus für die eigenen Mannen größer ausfiel.

Insgesamt zeigten die Nauheimer eine gute Leistung in der Defensive während man ihnen ansieht, dass die Offensive mit dem Ausfall des Quarterbacks deutlich geschwächt ist. Die Gäste aus Fulda waren weder dominant, noch hatten sie deutlich mehr Spielanteile. Aber sie hatten in den entscheidenden Szenen die Nase etwas vorne und brachten die Punkte auf die Anzeigetafel und konnten somit die Punkte für den Sieg aus Nauheim entführen.NWBFS19052018 (64 von 64)

Nach dem Spiel hatte ich noch ein wenig Zeit für Gespräche, bevor ich mich in Richtung des Bahnhofs aufmachte, um meine Heimreise anzutreten. Diese aber mit einem guten und freudigen Gefühl, wieder einmal unter Freunden beim Football gewesen zu sein.

Nun aber noch etwas in eigener Sache: ich dachte immer, dass das Kicken, bzw. die Position des Kickers, beim Football doch gar nicht so schwer sein kann. Mich hat es ohnehin schon gewundert, dass bei den letzten Spielen, die ich besucht habe, lieber die vierten Versuche ausgespielt wurden, statt auf drei Punkte für ein Field Goal zu gehen.

Ist es wirklich derart schwierig das Ei zu kicken? Es muss wohl der Fall sein. Ich habe dies gewiss noch nie gemacht und mag wohl eine falsche Vorstellung davon haben, so wie es aussieht. Vielleicht sollte ich Kicker beim Football werden?! Machen würde ich es, selbst dann, wenn es bedeutet, dass ich in Trainings stundenlang kicke und kicke und….

Football, wo es am schönsten ist. Bericht zum Spiel der Frankfurt Universe gegen die Marburg Mercenaries vom 13.05.2018

Sonntag. Heimspiel der Samsung Frankfurt Universe. Die Vorfreude auf Football und die Menschen, die ich mit der Zeit kennenlernen durfte, war schon groß. Marc Junge (all-about-football) und ich machten uns auf den Weg zur PSD Bank Arena. Es ist schön, dass die Heimspiele weiterhin an altbekannter und gewohnter Spielstätte stattfinden können, auch wenn es verständlicherweise ein paar Abstriche gibt. Keine Power-Party mit Bühne und Gästen zum Beispiel. Schön war dies natürlich, aber gebraucht wird es nicht. Essen und Getränke gibt es aber selbstverständlich. Auch das Feuerwerk nach jedem Touchdown entfällt. Das braucht es auch nicht unbedingt. Dafür könnte man doch nun auch diesen Stehplatzbereich für den Kartenverkauf freigeben, oder nicht?

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Apropos Zuschauer: es fällt schon sehr auf, dass weniger Menschen auf dem Vorplatz zu finden sind, wenn ich das mit den Spielen der letzten Saison vergleiche. Das spiegelte auch die gestrige Besucherzahl wieder, die mit 1.672 für Frankfurter Verhältnisse eher gering ausfiel. Aber ich kann die Besitzer einer ungültigen Dauerkarte verstehen. Manche wollen und manche können nicht nochmals bezahlen. Ich hoffe sehr, dass es für jene Menschen noch eine adäquate Lösung geben wird, denn jeder Zuschauer, jeder Fan ist wichtig bei einem Heimspiel und das Catering freut sich bestimmt auch über mehr potentielle Einnahmen.

Ich bin zufällig auf die Seite eines Fußballvereins gestoßen, der vor Jahren auch mal in Insolvenz war. Dort gab es das gleiche Problem mit den Dauerkarten, die ihre Gültigkeit verloren haben. Die Lösung des Vereins war so simpel wie einfach. […] Um den Schaden der Fans gering zu halten, dürfen Dauerkarten-Inhaber selber bestimmen, wieviel sie für eine neue Dauerkarte zahlen möchten. […] Die Quelle ist die Webseite von Alemannia Aachen. Die Nachricht vom 12.12.2012. Ob so eine Vorgehensweise auch bei der Universe möglich ist und rechtlich überhauptumgesetzt werden darf, wird wohl der Insolvenzverwalter noch am besten wissen.

Jedenfalls habe ich an diesem Tag auf Bilder vom Umfeld und vom Aufwärmen verzichtet, denn ich hatte etwas vor, das mit Randie Agnew zu tun hatte. Ihr kennt ihn schon aus vorherigen Berichten von mir und da hatte ich auch erwähnt, dass er Xavier Woods, einem Wrestler der WWE, doch etwas ähnlichsieht. Da er schon beim Aufwärmen war, begrüßte ich viele andere lila Menschen, einige Spieler und Fotografen. Mit Gesprächen verging die Zeit sehr schnell und zwischendurch sah ich mir das Aufwärmprogramm beider Teams an, bis dieses vorbei war. Nun hieß es Randie abfangen und ihm die Kleinigkeit übergeben, die ich für ihn dabeihatte.

Randie und Pat mit Xavier Woods Actionfigur
Randie Agnew und PadmanPL (Pat) mit der Xavier Woods Actionfigur. Fotocredits by Chris Haas von C-Sportpics

Natürlich eine Actionfigur von Xavier Woods. Dieses kleine Geschenk kam gut an und Randie hatte sich durchaus darüber gefreut. Und wie man sehen kann, habe auch mich darüber gefreut, dass er sich darüber gefreut hat. Ein bisschen Spaß darf und muss eben auch sein. Das war für mich schon ein toller Moment an diesem Tag und Randie verschwand mit einem Lächeln in die Mannschaftskabine.

Cheerleader13052018 (12 von 24)

Nun hieß es auch für mich langsam auf die Tribüne zu gehen und dort meinen Platz mit Tischchen einzunehmen. Schließlich waren schon die Cheerleader in Formation, um ihre Choreographie vorzuführen. Wieder einmal waren die jungen Damen schick gekleidet und zeigten bei sonnigem Wetter eine schön einstudierte Choreographie, ehe sie sich zum Einlauf der Frankfurter Spieler aufstellten. Doch wie gewohnt, kam die Gastmannschaft zuerst auf den Platz und ebenfalls sehr gewohnt, unter dem Applaus der Zuschauer.

Wenige Momente später begann das Spiel mit Marburg im Angriff und von Unwetter war weit und breit keine Spur. Nun, okay, aus Marburger Sicht könnte man vielleicht sagen, dass das Unwetter in Lila auf dem Platz stand, aber das meinte ich jetzt nicht. Wobei sich das gesamte Spiel in vier wichtigen Punkten zusammenfassen lässt:

  1. Frankfurts Offensive funktionierte tadellos und beinahe jeder Angriff sorgte für Punkte
  2. Die Frankfurter Defensive räumte Gegenspieler sehr schnell ab, so dass es kaum nennenswerte Offensivaktionen der Gäste gab
  3. Marburgs Offensive war abgemeldet. Ihr bester Mann, der noch am meisten versuchte, war der Ex-Frankfurter Silas Nacita, der im Verlauf des Spiels fast jede Position spielte.
  4. Die Marburger Defensive war zu langsam und zu unaufmerksam und ließ Gegenspieler freistehen oder lief nur hinterher.

SFUMM13052018 (48 von 82)Ob Pass- oder Laufspiel, Frankfurts Offensive kam stets vorwärts und machte im gesamten Spiel sage und schreibe 9 Touchdowns. Dabei war das Angriffsspiel sehr variabel. Würfe in die Endzone, Läufe in die Endzone – es funktionierte so einfach, wie im Training.

Das allergrößte Highlight im Spiel war der Lauf von Andreas Betza über das gesamte Feld zu einem Touchdown. Zuvor missglückte das Anspiel, der Snap, weil dieser zu hoch geworfen wurde. Nur wenige Yards vor der eigenen Endzone konnte der Ball aber noch gesichert werden. Beim nächsten Anspiel stand Frankfurts Quarterback schon in der eigenen Endzone, in welcher er Andreas Betza den Ball für einen Lauf übergab. Dieser fand einen Weg durch die Marburger Verteidigung und lief und lief und war gar nicht mehr aufzuhalten. Erst in der gegnerischen Endzone machte er Halt und ließ sich für den grandiosen Touchdownlauf feiern.SFUMM13052018 (77 von 82)

Kurz vor Schluss erlief Andreas Betza noch einen weiteren Touchdown und stellte damit den Endstand von 63:7 her. Oh, ach ja: Marburg fand tatsächlich einmal den Weg in die Frankfurter Endzone. Dies war im dritten Viertel. Da gelang mal ein Pass auf einen freistehenden Spieler, der erst kurz vor der Endzone aufgehalten werden konnte. Der folgende Touchdown war reine Formsache, wenngleich die Defensive von Frankfurt auch nicht mehr auf Teufel komm raus verteidigte.

So endete das Spiel im leichten Regen mit einem Ergebnis, das ich in dieser Höhe nicht erwartet hatte. Aber fertig war der Tag damit noch nicht, denn ich hatte die Gelegenheit an der Pressekonferenz nach dem Spiel teilzunehmen. Mit kurzen Gesprächen ließ sich die Wartezeit vertreiben und dann begann auch schon die kurz gehaltene Pressekonferenz mit beiden Trainern.

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Der Trainer der Gäste, Dale Heffron, begann und fand lobende Worte für seinen Kollegen aus Frankfurt. Für ihn seien Frankfurt und Schwäbisch Hall in einer anderen Liga, dann irgendwann käme der Rest. Zudem sei er beeindruckt von dem, was die Frankfurter geleistet haben und leisten. Dass er mit seiner Mannschaft viel aufzuarbeiten hat und hierbei einigen Spielern auf die Füße treten wird, klang nachvollziehbar.

Brian Caler, Trainer der Frankfurter, hatte deutlich weniger zu sagen. Er bedankte sich vor allem bei seinen Spielern und dem Umfeld der Universe mit seinen Mitarbeitern für das sehr gute Arbeitsklima und dem was hier geleistet wird. Mit seiner Mannschaft war er ebenfalls äußerst zufrieden und war sogar vom Zusammenspiel seiner Mannschaft sehr beeindruckt.

Das war gewiss nicht nur er. Auch ich war beeindruckt und bin durchaus sehr guter Dinge, dass Spiele gegen Schwäbisch Hall und auch Braunschweig enger gestaltet werden und möglicherweise auch gewonnen werden können. Die Zeit wird kommen, dies unter Beweis zu stellen und darauf freue ich mich schon sehr.

Rückblick zum DEL 2 Viertelfinale der Löwen Frankfurt gegen die Kassel Huskies – Spannung, Stimmung und mehr und das in sechs Spielen

Anstelle einzelner Spielberichte hatte ich mich bereits vor Beginn dieser Serie dazu entschieden einen gesamten Rückblick zu schreiben. Als Fan mit den entsprechenden Emotionen könnte es nämlich passieren, dass die Berichte während der Serie vielleicht doch nicht so neutral (wie es einem Fan möglich ist) zu betrachten. Ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn man seine Objektivität als Berichterstatter verliert, ist der Artikel der HNA vom 17.03.2018 zum zweiten Spiel der Serie. Man muss einen Spieler der gegnerischen Mannschaft nicht unbedingt als „widerlichsten Provokateur“ bezeichnen. Meine Meinung.

Es war also die dritte Auflage dieser Begegnung in den DEL 2 Play-Offs. Die erste Serie gewann Kassel mit 4:0 und wurde in der Folge Meister. Die zweite gewann Frankfurt 4:0 und wurde in der Folge ebenfalls Meister. Dieses Duell bot also genügend Spielraum für Omen und Vorhersagen.

Spiel 1: Zu diesem Spiel an einem Dienstagabend kamen über 5.000 Zuschauer in die Halle, um sich den Auftakt dieser Serie anzusehen. Beide Mannschaften zeigten sich geordnet offensiv und waren auf Sicherheit bedacht. Der Führung in Überzahl folgte das 2:0 für die Löwen. Doch im zweiten Drittel boten die Offensivreihen beider Mannschaften ein kleines Spektakel und wechselten sich brav beim Tore schießen ab. Kassel, Frankfurt, Kassel, Frankfurt und nochmal Kassel. Doch im letzten Drittel war nur noch die Offensive der Gäste aus Kassel erfolgreich, welche ausglichen, in Führung gingen und kurz vor Schluss mit dem Treffer ins leere Tor das erste Spiel für sich entschieden. Die Defensive der Löwen und auch der Goalie waren in dieser Phase leider nicht immer auf der Höhe und das wussten die Stürmer der Huskies auszunutzen.

Serienstand Frankfurt – Kassel 0:1

 

Vor dem zweiten Spiel tauchte ein Artikel in einer Tageszeitung auf, die von Unzufriedenheit in der Frankfurter Mannschaft berichtete. Zudem auch davon, dass Trainer Gardner gehen und durch den neuen Sportdirektor Fritzmeier als Trainer ersetzt werden sollte. Gerüchte? Wahrheiten? Jedenfalls ein ziemlich ungünstiger Zeitpunkt für solche Dinge.

Spiel 2: Das Spiel in Kassel war lange Zeit recht ausgeglichen. Nach den ersten beiden Dritteln stand es 5:4 für Kassel. Die Offensivreihen zeigten erneut ihre Stärken und ließen die Netze zappeln. Man konnte aber erkennen, dass die Körpersprache der Spieler beider Teams nicht unterschiedlicher hätte sein können. Während man den Huskies ansah, dass sie das Spiel gewinnen wollten, fragte man sich bei den Löwen, insbesondere im letzten Drittel, ob sie sich bereits abgeschrieben hatten. Dazu passten die beiden weiteren Treffer Kassels, die das Ergebnis auf 7:4 schraubten. Gegenwehr? Kaum noch vorhanden. In den letzten Minuten waren auch die Reihen experimentell aufgestellt und nur der eingewechselte Goalie, Brett Jäger, konnte ein noch größeres Debakel verhindern. Kassel gewann auch das zweite Spiel verdient.

Serienstand Frankfurt – Kassel 0:2

Dass es direkt nach diesem Spiel enttäuschte und auch wütende Kommentare zu diesem Spiel von Löwenfans gab, war nicht weiter verwunderlich, eher sogar verständlich. Und noch in derselben Nacht nach dem Spiel wurde Gardner entlassen und durch Fritzmeier, dem Sportdirektor, auf der Trainerbank ersetzt. Wie würde sich das auf die Mannschaft und auf das Spiel, die Serie, auswirken?

 

Spiel 3: Oder Spiel 1 unter Fritzmeier. Eine volle Eissporthalle erwartete eine Reaktion der Löwen oder den unsäglichen Untergang. Doch was die Zuschauer zu Beginn sehen konnten, waren defensiv eingestellte Löwen. Kein kopfloser Sturmlauf, keine Konter des Gegners. Zumindest nicht mehr in der Häufigkeit der Hauptrunde. Auch der Gegner aus Kassel musste sich an diese taktisch neu auf und eingestellten Löwen gewöhnen. Das frühe Löwen Tor durch Bindels machte es für den Gegner aus Kassel sicher nicht leichter, die sich immer wieder mit der neuen Defensiveinstellung der Frankfurter auseinandersetzen mussten. Doch der Ausgleich gelang ihnen dann doch, ehe die Frankfurter kurz vor Ende des ersten Drittels in Überzahl mit 2:1 erneut in Führung gingen. Dass dies auch der Endstand des Spiels sein sollte, konnte man eigentlich nicht erwarten nach den ersten beiden Spielen, doch war es tatsächlich nach zwei torlosen Dritteln, in denen sich beide Torhüter auszeichnen konnten, das Ergebnis des Spiels Nummer 3.

Serienstand Frankfurt – Kassel 1:2

 

Spiel 4: Die Huskies schienen immer noch so ihre Probleme mit den neuen Defensivlöwen zu haben, welche sich auf fremden Eis mit einer sehr soliden (neuen) Defensivstärke zeigten und Schüsse auf das Tor zu verhindern wussten. Chancen gab es im ersten Drittel dieses Spiels aber kaum, sodass auch das dritte Drittel in Folge (spielübergreifend) torlos blieb. Moment?! Ein ganzes Spiel ohne Tor zwischen diesen beiden Mannschaften? Tatsächlich war es so. Im zweiten Drittel gelang den heimischen Huskies aber die Führung, welche kurz vor Ende des Drittels egalisiert wurde. Die doppelte Überzahl der Löwen war in diesem Fall ausschlaggebend. Insgesamt gab es nun mehr Schüsse auf beide Tore, wenngleich es nicht unbedingt Großchancen waren. Doch im letzten Drittel wurde es wieder defensiver, obwohl fünf Tore fielen. Frankfurt x2, Kassel und erneut Frankfurt x2 sorgten für den 2:5 Endstand und den Ausgleich in der Serie.

Serienstand Frankfurt – Kassel 2:2

 

Spiel 5: Erneut ein volles Haus in Frankfurt. Nun waren die Frankfurter Fans euphorisiert und die Serie begann wieder bei Null. Nun war es ein Best of Three. Die taktische Grundordnung der Löwen wurde beibehalten und so standen sie, wie zuletzt, solide in der Defensive und setzten mit Nadelstichen in der Offensive ihre Zeichen, die sie zur 2:0 Führung im ersten Drittel nutzen konnten. Kassel fand aber besser ins Spiel und konnte im zweiten Drittel erst den Anschluss und kurz vor Ende in Überzahl sogar den Ausgleich erzielen. So war das letzte Drittel an Spannung, trotz der defensiven Einstellung der Hausherren, nicht zu überbieten. Derbyfeeling pur und als dann das 3:2 direkt nach einem Bully fiel, stand die Eissporthalle Kopf. Kurz vor Ende des Spiels dufte man kein schwaches Herz haben, als die Gäste aus Kassel mit Großchancen an das Tor der Löwen anklopften, welche aber vom immer stärker werdenden Löwen Goalie Karjalainen vereitelt wurden. Das 4:2 eine Sekunde vor Ende sorgte nicht nur für Erleichterung, sondern auch für großen Jubel. Nicht nur das Spiel wurde gewonnen, auch waren die Löwen erstmalig in der Serie in Führung.

Serienstand Frankfurt – Kassel 3:2

 

Spiel 6: Do or die. So war das Motto für die Huskies in diesem Spiel. Oder zu Deutsch: siegen oder fliegen. Aber noch eine kleine Randnotiz zu den Schiedsrichtern bei diesem Spiel: mit Nicole Hertrich war eine Frau dabei, die bereits bei den diesjährigen olympischen Winterspielen Spiele bei den Damen geleitet hatte. Sie und ihr Kollege Marcus Brill spielten aber keine entscheidende Rolle in diesem Spiel, in welchem die Huskies einen richtigen Sturmlauf im ersten Drittel hinlegten. Chancen satt, aber nur ein Tor stand nach dem ersten Drittel auf der Anzeigetafel. Das lag nicht nur an den sehr defensiv eingestellten Löwen, sondern auch am überragenden Torwart, der Schuss um Schuss halten konnte. Aber im zweiten Drittel schalteten die Löwen auf Angriff und schnürten die Hausherren in der Defensive ein, was den Ausgleich zur Folge hatte. Weiterhin auf die Defensive bedacht, nutzten die Frankfurter eine Überzahl zur Führung und gingen mit dieser in den letzten Spielabschnitt. Ein weiterer Sturmlauf der Hausherren blieb aus. Dabei stand die solide Frankfurter Defensive mit ihrem starken Goalie weiterhin sicher und ließ nicht viel zu. Bei eigenen Angriffen waren sie sogar zielstrebiger. Die Zeit verstrich und lief gegen die Huskies, welche das dritte Tor hinnehmen mussten, als dieses bereits verwaist war. Das 1:3 war die Entscheidung in diesem Spiel und dieser Serie.

Serienstand Frankfurt – Kassel 4:2 | Serienstand „Fritzmeier“ Löwen – Kassel 4:0

Der Begriff „Fritzmeier-Sweep“ macht aktuell die Runde. Auf wen die Löwen im Halbfinale treffen werden ist noch offen. Das wird sich erst am späten Dienstagabend entscheiden, wenn der Sieger der Serie SC Riessersee gegen die Eispiraten Crimmitschau feststeht.

Hessenderby in der DEL2 zwischen den Löwen Frankfurt und den Kassel Huskies vom 19.01.2018

Vor diesem Derby war nicht klar, was die Zuschauer sehen werden würden, denn beide Teams hatten eine Negativphase in den letzten Wochen und siegten zuletzt vergangenen Sonntag. Die Formkurve zeigte bei beiden also nach oben, zumindest, wenn man die reinen Ergebnisse betrachtet.

Dennoch fanden sich 6.706 Zuschauer in der Eissporthalle ein, um sich dieses Spiel nicht entgehen zu lassen. Dabei war zu sehen, dass weniger Fans aus Kassel angereist waren, als sonst üblich.

Zum ersten Drittel:

Die Löwen begannen druckvoll und generierten mit ihrer Offensive, die zielstrebiger und wacher erschien als in den letzten Wochen, einige gute Chancen. Doch das erste Tor an diesem Abend machten die Gäste aus Kassel nach einem schönen Konter, dessen Abschluss von halblinker Position im Tor einschlug.LFKH190118 (11 von 51)

Anscheinend haben die Huskies die letzten Löwenspiele sehr gut analysiert, denn solche Gegentore sind viel zu oft gefallen.

Die kurz darauffolgende Überzahl der Löwen sah zwar gut aus, ergab Chancen, blieb aber ohne Erfolg. Bis zur Mitte des ersten Drittels kam es mir gefühlt so vor, als würden die Löwen einen Sturmlauf auf das Gästetor ausüben, sich Chance um Chance erspielen, aber das Tor nicht machten während die Schlittenhunde eine Chance hatten und diese eiskalt nutzten. Die Crux ist, dass es nicht nur gefühlt so war, denn die Schussstatistik des ersten Drittels steht mit einem Schussverhältnis 16 zu 5 für Frankfurt.

Die folgende Überzahl für Frankfurt sah gar nicht aus wie eine überzahl für Frankfurt. Das hat selbst die Linienrichter irritiert, die einfach mal auf Icing entschieden haben, als Kassel eine lange Befreiung aus dem eigenen Drittel schoss. Die Situation war irgendwie amüsant, schien der Linienrichter doch selbst irritiert.

Was folgte war zunächst aus Frankfurter Sicht nicht so amüsant. Die überzahl lief nicht. Dafür funktionierte Kassels Unterzahl in der Offensive so gut, dass das 0:2 ohne Bedrängnis fiel.

LFKH190118 (21 von 51)Immer noch in der gleichen Phase des Spiels, in derselben Überzahlsituation. Jetzt funktionierte sie besser und der Druck nahm auch zu, welcher mit dem 1:2 aus Frankfurter Sicht (endlich) belohnt wurde. Bis zum Ende des Drittels wirkte Frankfurt überlegen und ließ auch in der Defensive nicht mehr viel zu. Aber der Ausgleich fiel nicht und so ging es mit dem 1:2 in die Drittelpause.

Zum zweiten Drittel:

Es waren keine zwei Minuten in diesem Drittel gespielt, als sich Frankfurts Torwart vor Schmerzen auf dem Eis wandte. Es gab hierbei kein vorangehendes Foul, gänzlich keine Fremdeinwirkung. Dieser Anblick war nicht schön. Brett Jaeger, der in dieser Saison bereits eine lange Verletzungspause überstanden hatte, brauchte lange, bis er wieder auf den Beinen stand und weiterspielen konnte. Er wäre aktuell der dritte Torwart der Löwen, der mit einer Verletzung ausfallen würde. Vorsichtshalber machte sich der Ersatztorhüter, der 18jährige Jascha Strobel, neben dem Eis warm.LFKH190118 (30 von 51)

Apropos junges Gemüse. Auch neu auf dem Eis, mit der Rückennummer 77, war Dani Bindels. Der gebürtige Niederländer mit deutschen Pass spielte zuletzt für die DNL Mannschaft der Kölner Haie. Mit seinem Geburtsdatum hatte er eigentlich auch keine andere Wahl als bei den Kölner Haien unterzukommen. (11.11.1998).

Es dauerte nur wenige Sekunden ehe Kassel aus der sich bietenden Chance Kapital schlug und das 1:3 erzielte. Frankfurts Goalie sah nicht gut bei dem Gegentreffer aus und wirkte auch nicht so beweglich wie sonst. Man sah ihm an, dass er noch Schmerzen hatte. Doch er hat auf die Zähne gebissen und blieb im Tor, zeigte im späteren Verlauf sogar tolle Paraden und Saves. Den Schmerz schluckte er scheinbar herunter.

Es dauerte lange bis sich die Löwen aus ihrer Verunsicherung lösten, aber dann richtig. Es waren 34:22 Minuten gespielt als das 2:3 fiel und die Halle jubelte. Die Zuschauer bejubelten noch diesen Treffer, als nur wenige Sekunden, genauer gesagt 38 Sekunden, der Ausgleich erarbeitet wurde und fiel. Die Mannschaft der Löwen zeigte nun ein Feuer, das sie lange Zeit vermissen ließen. Kassel hingegen mühte sich in Defensivarbeit und kam nur noch selten aus dem eigenen Drittel.LFKH190118 (37 von 51)

Kurz vor Ende des Drittels nahmen sich die Huskies gleich zwei Strafzeiten, die zweite davon bei einer kleinen Meinungsverschiedenheit vor dem Tor. Die Zeit reichte aber nicht aus für Frankfurt um daraus noch in diesem Drittel Kapital zu schlagen. So ging es mit dem 3:3 in die zweite Pause.LFKH190118 (41 von 51)

Zum dritten Drittel:

Kassel verteidigte zu dritt mit Herz und sehr aufopferungsvoll. Den Löwen gelang es nicht aus den vielen sehr guten Chancen ein Tor zu erzielen. So verstrich die doppelte Überzahl ohne Torerfolge.

Ansonsten blieb dieses Drittel sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften waren darauf bedacht keinen Fehler zu machen und ich hatte den Eindruck, dass auch das nächste Tor das Spiel entscheiden würde. Es gab jeweils eine weitere Überzahlsituation für beide Mannschaften, doch auch diese wurden sehr gut verteidigt, sodass es mit dem 3:3 in die Overtime gehen musste. Immerhin der erste Punkt auf heimischem Eis in diesem Kalenderjahr.

Zur Overtime:

Die Löwen kamen in dieser Overtime nicht wirklich zum Zug. Dafür aber Kassel. Und die Huskies nutzten auch den zweiten Schuss auf das Löwentor und beendeten das Spiel mit 3:4 nach Verlängerung.  LFKH190118 (51 von 51)

Löwen Frankfurt – Kassel Huskies 3:4 n.V. (1:2 2:1 0:0 0:1)

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