F1 2018: am 24. August 2018 ist es so weit, denn an diesem Tag erscheint die aktuelle Version des Rennspiels auf mehreren Plattformen. Was bekannt ist und was man erwarten kann

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Lange wird es also nicht mehr dauern, bis wir Gamer das aktuelle Formel 1 Rennspiel von Codemasters in den Händen halten und damit auf den Rennstrecken dieser Welt unser virtuelles Können unter Beweis stellen dürfen.

Das Spiel erscheint also am 24. August, passend zum Rennwochenende in Belgien. Vermutlich wird dann die Werbetrommel auch gerührt werden, aber das ist nicht worüber ich mir Gedanken mache.

Die Entwickler haben mit der 2017er Version bereits gezeigt, dass sie das Spiel in die richtige Richtung gebracht haben. Ich habe darüber hier auf meinem Blog berichtet (https://padmanpl.blog/f1-2017-fuer-die-playstation-4/).

Grafisch war das Spiel, auf meiner PS4 Pro zumindest, schon überwältigend und sehr detailgetreu. Ein paar Abstriche musste man beim Sound machen, denn die Autos haben sich nicht wirklich so ganz angehört, wie in der Realität.

Auf der visuellen Ebene wurden weitere Fortschritte und Verbesserungen gemacht. Diese kann man auf den ersten offiziellen Videos von Codemasters auf YouTube sehen. Dort kann man aber auch hören, dass der Sound insgesamt und der Klang des Autos deutlich verbessert wurden. Hoffentlich ist das nicht nur ein Teil des Vorführens gewesen, sondern tatsächlich so im Spiel umgesetzt worden.

Hier das Video von Codemasters, das Rennfahrer Charles Leclerc beim Spielen von F1 2018 zeigt:

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Ein großes Hauptaugenmerk haben die Entwickler aber auf den Karrieremodus gelegt. Da gab es in der 2017er Version schon tiefgehende Veränderung, was insbesondere den technischen Bereich der Autos und der Weiterentwicklung betraf. Meiner Ansicht nach war das ein großer Schritt in die richtige Richtung, denn die technischen Feinheiten sind mittlerweile so komplex geworden, dass man an gefühlten hunderten Baustellen arbeiten kann.

Das entspricht einigermaßen der Realität und wurde schon im letzten Jahr gut umgesetzt. Was aber haben die Entwickler denn noch am Karrieremodus gedreht und geändert oder erweitert?

Vermutlich wurde der Bereich in der technischen Entwicklung des Fahrzeugs verfeinert und sicherlich an die aktuellen Reglements angepasst. Aber viel interessanter ist der Bereich der Interviews, die man in der Karriere nun geben muss. Hierfür haben die Entwickler einen neuen Charakter mit dem Namen „Claire“ geschaffen. Eine Dame, die dem Fahrer immer wieder Fragen zu allen möglichen Dingen stellen wird.

f1 2018 claire interview
(links Claire) Bild von Codemasters – Änderungen bis Release möglich

Der Haken dabei ist, dass man nur wenig Zeit hat, eine der vorgegebenen Antworten auszuwählen. Und diese Antworten haben dabei direkte Auswirkungen. Diese können unter anderem das Verhältnis zu anderen Fahrern oder Teams, sowie die eigenen Eigenschaften stärken oder eben schwächen. Man kann sich also um Kopf und Kragen reden oder eben zum Liebling der Medien avancieren.

Dies ist also schon eine sehr interessante Erweiterung in der Karriere, die mehr als nur Technik und fahren betrifft, sondern (endlich) auch richtig darüber hinausgeht. Dabei ist es Codemasters wirklich zu Gute zu halten, dass sie auf ihre Fans hören und Kritiken, Vorschläge usw. auch ernst nehmen.

Ein weiteres Feature mit dem Namen „Franchise“ soll nun auch wieder zurückkehren. Doch dazu lassen sich keine wirklichen Details finden. In diesem Punkt müssen wir uns wohl geduldig zeigen und warten, ob vor dem 24. August noch weitere Informationen kommen werden.

Apropos Erscheinungstermin. Was ich hierbei sehr gut finde, ist, dass das Cover von Land zu Land unterschiedlich aussehen wird. Während in Deutschland Sebastian Vettel in der Mitte steht, ist es in den Niederlanden Max Verstappen, in England Lewis Hamilton, in Australien Daniel Ricciardo, usw. Einfach nur ein kleines Detail, das aber durchaus seinen Charme hat. Mal abgesehen davon, dass es eine geniale Marketingidee ist.

Die Erstauflage des Spiels beinhaltet übrigens auch zwei Bonusautos. Einmal den Brawn GP-001 aus dem Jahr 2009, sowie den Williams FW25 aus dem Jahr 2003.

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Interview mit Football Spieler Andreas Betza – Einer der besten Running Backs Europas und Neuzugang der Frankfurt Universe aus der GFL Süd

Ob und wie die Saison für die „Men in purple“ aus der Mainmetropole ablaufen wird, is zwar noch nicht so ganz geklärt, aber gespielt wird in jedem Fall. Und dazu benötigt es Spieler. Ein Neuzugang der Frankfurter ist Andreas Betza. Der Franzose gilt als einer der besten, wenn nicht sogar der beste Running Back Europas.

Dieses Interview entstand in Zusammenarbeit mit der Partnerseite All-About-Football.de.

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AAF / padmanpl.blog: Wie kamst Du zum American Football?

Andreas Betza: Ich war schon immer ein Fan von japanischen Mangas. Einer meiner Favoriten ist „Eyeshield 21“.

AAF / padmanpl.blog: Welche position spielst Du und ist es tatsächlich Deine Lieblingsposition?

Andreas Betza: Ich spiele als Running Back und sehe mich auf keiner anderen Position spielen.

AAF / padmanpl.blog: Dein persönliches Saisonziel für 2018?

Andreas Betza: Ich hoffe, dass ich viel durch diese anstehende Erfahrung lernen kann und habe vor alles zu gewinnen.

AAF / padmanpl.blog: Deine Lieblingsmannschaft in der NFL?

Andreas Betza: Mein Lieblingsteam sind die Carolina Panthers.

AAF / padmanpl.blog: Dein Lieblingsspieler in der NFL?

Andreas Betza: Mein Lieblingsspieler ist Todd Gurley, Running Back der Los Angeles Rams.

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Fotorechte bei Miki Gerlasinsky

AAF / padmanpl.blog: Wie kam es dazu, dass Du in Serbien gespielt hast?

Andreas Betza: Während meiner ersten Saison in der 1. französischen Liga, hatten wir einen Importspieler aus Serbien bei uns. Sobald alles in Frankreich vorbei war, bot er mir an bei seinem Heimatverein zu spielen. Dies waren die Kragujevac Wild Boars.

AAF / padmanpl.blog: Was erwartest du von Frankfurt? (Stadt und Mannschaft)

Andreas Betza: Ich bin gespannt darauf, die Stadt zu entdecken, da ich schon einige großartige Sachen über sie gehört habe. Die Mannschaft verfolge ich seit einiger Zeit und bin davon überzeugt, dass ich in einer guten Position bin, um meine Kenntnisse und Fähigkeiten zu verbessern.

AAF / padmanpl.blog: Denkst Du, dass die deutsche Liga stärker ist als die französische?

Andreas Betza: Die GFL ist definitiv stärker als die französische Liga, deswegen wollte ich unbedingt dort spielen. Ich möchte gegen die Besten in Europa antreten.

AAF / padmanpl.blog: Du hattest bereits 2016 Kontakt mit Frankfurt. War es also nur eine Frage der Zeit, bis Du nach Frankfurt kommen wirst?

Andreas Betza: Ich wollte zunächst ein Ausrufezeichen während meiner zweiten Saison in der 1. französischen Liga setzen.

AAF / padmanpl.blog: Mit 17 hast Du angefangen Football zu spielen. Deine Entwicklung zu einem der besten Running Backs Europas ging sehr schnell. Was sind die Gründe für diese rasante Entwicklung?

Andreas Betza: Ich bin hungrig, liebe das Spiel und strebe nach Größe. Meine körperlichen Fähigkeiten erlauben es mir meine Ziele schnell zu erreichen, aber es ist mein Wille, der mich durch Widrigkeiten bringt, um Erfolg zu haben.

AAF / padmanpl.blog: Vielen Dank an Andreas Betza für die Zeit und Mühen unsere Fragen zu beantworten. Wir wünschen eine erfolgreiche und ganz besonders verletzungsfreie Saison.

 

Interview mit Football Spieler Eric Mühle von den Berlin Rebels aus der GFL Nord. Vom Try-Out in die Mannschaft

Dieses Interview entstand in Zusammenarbeit mit der Partnerseite All-About-Football.de. Die Fotorechte des Titelbilds liegen bei Mario Horto – Nutzungserlaubnis durch Eric Mühle.

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Mit Eric Mühle haben die Berlin Rebels für die kommende Saison einen Neuzugang, den sie im Try-Out entdeckt haben. Eric, der sich kurz vor knapp für die Teilnahme am Try-Out entschieden hatte, kann sein Glück kaum fassen. Wir haben mit ihm sprechen dürfen.

AAF / padmanpl.blog: Wie kamst Du zum American Football?

Eric: Football Fan bin ich schon seit meinem 7. Lebensjahr, aber angefangen zu spielen habe ich erst mit 15 Jahren. Ein Freund von mir hat mich mit zum Training genommen und meinte, ich solle es mal ausprobieren.

AAF / padmanpl.blog: Welche position spielst Du und ist es tatsächlich Deine Lieblingsposition?

Eric: Ich spiele Wide Receiver und es ist auch meine absolute Lieblingsposition.

AAF / padmanpl.blog: Dein persönliches Saisonziel für 2018?

Eric: Mein Ziel für 2018 ist es mich in der GFL zu etablieren, da es meine erste Saison in der Liga ist. Ich möchte natürlich dem Team, so gut es geht, helfen und unterstützen.

AAF / padmanpl.blog: Deine Lieblingsmannschaft in der NFL?

Eric: Die Seattle Seahawks, da meine Tante seit 22 Jahren dort lebt.

AAF / padmanpl.blog: Dein Lieblingsspieler in der NFL?

Eric: Russell Wilson

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Die Fotorechte liegen bei Christian Goßlar – Nutzungserlaubnis durch Eric Mühle

AAF / padmanpl.blog: Du hast am Tryout der Berlin Rebels teilgenommen und wurdest verpflichtet. War die Teilnahme an diesem Tryout spontaner Natur oder hattest Du es schon länger geplant?

Eric: Ich habe zufällig auf Facebook die Veranstaltung zum Tryout 2 Wochen bevor es stattfand gesehen und habe gedacht ich probiere es einfach, da ich in Berlin auf jeden Fall nicht aufhören wollte zu spielen.

AAF / padmanpl.blog: Wie hast Du erfahren, dass Dich die Rebels in den Kader aufnehmen möchten und wie war Deine Reaktion darauf?

Eric: Während des Tryouts kamen schon mehrere Coaches auf mich zu, hatten mir Ihre Begeisterung ausgesprochen, aber als dann Dogan Özdincer zu mir kam und mir den Platz angeboten hat, war ich aus dem Häuschen und habe nicht lange darüber nachgedacht und den Platz angenommen, da ich niemals damit gerechnet hätte, solche Reaktionen bei den Coaches hervorzurufen.

AAF / padmanpl.blog: Welche Qualitäten sind aus Deiner Sicht wichtig für die Position des Wide Receivers?

Eric: Für mich persönlich muss ein Wide Receiver immer fokussiert sein, darf nicht davor zurückschrecken auch mal einen harten Hit einstecken zu müssen. Athletisch und leichtfüßig sollte man auch sein. Eine gute Hand- Augenkoordination ist, denke ich, wichtig.

AAF / padmanpl.blog: Wurdest Du schon einmal so hart getacklet, dass Du Sterne gesehen hast und liegen bleiben musstest? Fürchtest Du so eine Situation?

Eric: Ich wurde schon des Öfteren so hart getacklet, dass ich liegen geblieben bin und auch schon Sterne gesehen habe. Ich fürchte solche Situationen nicht. Natürlich habe ich einen gesunden Respekt davor, aber das gehört natürlich bei diesem Sport dazu und gerade auf der Position des Wide Receivers passiert sowas natürlich das ein oder andere Mal.

AAF / padmanpl.blog: Auf was freust Du Dich in der GFL und bei den Berlin Rebels am meisten?

Eric: Ich freue mich auf die Herausforderung in der Liga zu spielen und möchte mir selbst beweisen, dass ich auf diesem Niveau mithalten kann. Ich habe schnell gemerkt, dass die Rebels eine Familie sind und jeder sehr schnell dort aufgenommen wird.

AAF / padmanpl.blog: Vielen Dank an Eric Mühle für die Zeit und Mühen unsere Fragen zu beantworten. Wir wünschen eine erfolgreiche und ganz besonders verletzungsfreie Saison.

Interview mit Football Spieler Christopher Cauvet; der Mann mit dem Ganzjahres Playoff Bart der New Yorker Lions Braunschweig aus der GFL Nord

Dieses Interview entstand in Zusammenarbeit mit der Partnerseite All-About-Football.de.

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Seit drei Jahren ist er bereits fester Bestandteil der Defensive in Braunschweig und hat zusammen mit der Mannschaft die Liga dominieren und Titel sammeln können. Auch in dieser Saison kann es um nichts anderes als den Titel der GFL gehen. Wir haben mit Christopher gesprochen und ihn zu seiner Rolle in dieser Saison befragen können.

AAF / padmanpl.blog: Wie kamst Du zum American Football?

Christopher: Das geschah 1997: ich versuchte mich damals hartnäckig im Fußball, allerdings blieben meine Talente eher ungesehen, weil nicht vorhanden und meine Skills dauerhaft erweiterungsfähig waren.
Ein Spieler meinte in einer ruhigen Minute, dass es da wohl einen Sport gibt, der meine „Talente“ besser integrieren könne und ich solle mal mit zum American Football in Münster kommen.
Meine ersten Erfahrungen in diesem Sport machte ich bei den Münster Mammuts, meine erste „Position“ war Wide Receiver. Die erste Saison war 1998.

AAF / padmanpl.blog: Welche position spielst Du und ist es tatsächlich Deine Lieblingsposition?

Christopher: Wie oben schon beschrieben, habe ich als Receiver angefangen. Durch akuten Personalmangel durfte ich dann bei den Mammuts in der D-Line aushelfen und hatte direkt meine positionstechnische Berufung gefunden.
Es ist meine absolute Lieblingsposition, das footballtechnische Ende der Nahrungskette! 😉 Mehr als ein Defense-Liner kann man nicht werden!

AAF / padmanpl.blog: Dein persönliches Saisonziel für 2018?

Christopher: Wenn ich kann und soll: den Jungs helfen, die korrekten Verhältnisse in Europa wiederherzustellen!
Spaß hat man sowieso immer mit den Lions!

AAF / padmanpl.blog: Deine Lieblingsmannschaft in der NFL?

Christopher: Nicht wirklich vorhanden.

AAF / padmanpl.blog: Dein Lieblingsspieler in der NFL?

Christopher: Dito.

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AAF / padmanpl.blog: Du bist jetzt 37 Jahre alt und wirst in der kommenden Saison nur noch für Notfälle zur Verfügung stehen. Machen es die alten Knochen nicht mehr mit oder gibt es andere Gründe?

Christopher: HAHA! Für die meisten Gegner reichen auch die alten Knochen noch!
Naja, es ist mehr der zeitliche Aspekt, das Pendeln zwischen Braunschweig und Münster, die Regeneration nach einem Spiel wird auch etwas länger.
Vielleicht wird es auch Zeit für neue Dinge, neue Ziele! 😉

AAF / padmanpl.blog: Du spielst jetzt seit 2010 (bis auf die Saison 2012) ununterbrochen in der GFL. Hat sich die Liga in der Zeit weiterentwickelt?

Christopher: Die Liga hat sich sehr verändert an vielen Stellen, fast überall zum Positiven. Und sie entwickelt sich sehr gut weiter. Das Spiel ist schneller und technischer geworden, das sogar in jeder Liga in Deutschland. Es entwickelt sich alles zum professionelleren Sport hin.
American Football erlebt gerade eine Hype in Deutschland, viele Leute begeistern sich für den Sport, als Spieler oder Zuschauer.

AAF / padmanpl.blog: Besonders als D-Line Spieler sind Knieverletzungen nicht selten. Bist du davon verschont geblieben?

Christopher: Ja, die Knie sind einwandfrei. Allgemein bin ich, bis auf kleinere Blessuren, verletzungsfrei geblieben.
„Stay low, keep those feet moving.“

AAF / padmanpl.blog: Du hast bisher in 6 Vereinen Football gespielt und auch einige Auszeichnungen und Titel gewonnen. Würdest du alles nochmal so machen?

Christopher: Ich würde es ähnlich machen.
Damals fehlte der Blick für professionelle Programme im Football bei mir.

AAF / padmanpl.blog: Bleibst du dem Football in Zukunft erhalten?

Christopher: Auf jeden Fall! Als Coach, als Spieler, als Zuschauer!
Je nach Liga und Team!

Es ist halt der GEILSTE Sport der Welt!

AAF / padmanpl.blog: Vielen Dank an Christopher Cauvet für die Zeit und Mühen unsere Fragen zu beantworten. Wir wünschen eine erfolgreiche und ganz besonders verletzungsfreie Saison und gutes Bartwachstum.

Links: New Yorker Lions Braunschweig

Interview mit Football Nationalspieler Lane Acheampong; Neuzugang der Potsdam Royals in der GFL Nord

Dieses Interview entstand in Zusammenarbeit mit der Partnerseite All-About-Football.de.

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Mit Lane Acheampong haben die Potsdam Royals einen gestandenen Spieler in den Norden geholt. Der Aufsteiger der GFL Nord verstärkt sich mit einem deutschen Nationalspieler, um sich im Norden etablieren und die Liga aufmischen zu können. Wir hatten die Gelegenheit mit Lane Acheampong ein kurzes Interview führen zu dürfen.

AAF / padmanpl.blog: Wie kamst Du zum American Football?

Lane: Ich wurde damals mit 12 Jahren in der Schule von einem älteren Schüler gefragt, ob ich nicht mal Lust hätte, zum Training der Langenfeld Longhorns Flag Mannschaft zu kommen. Das habe ich dann gemacht und irgendwie hat mich der Sport nie wieder los gelassen 🙂

AAF / padmanpl.blog: Welche position spielst Du und ist es tatsächlich Deine Lieblingsposition?

Lane: Ich Spiele in der Offensive Line und kann dort eigentlich jede Position spielen. Aber ich weiß jedoch, dass ich zu klein bin um Tackle zu spielen (haha).

In der O-Line spiele ich am liebsten Guard auf der rechten Seite. Mindestens genauso gerne spiele ich aber auch in der Defensive Line. Ich weiß aber, dass ich leider wesentlich besser in der Offensive aufgehoben bin.

AAF / padmanpl.blog: Dein persönliches Saisonziel für 2018?

Lane: Das Ziel des Jahres sollte es sein, sich als Aufsteiger in der Liga zu etablieren und die Klasse zu halten. Ich persönlich bin kein Fan von ,,wir schauen mal, wo wir stehen und was wir so erreichen können’’. Ich bin nach Potsdam gekommen um am Ende des Tages erfolgreich zu sein und ich möchte die EFL gewinnen.

AAF / padmanpl.blog: Deine Lieblingsmannschaft in der NFL?

Lane: Ich habe ein Lieblings Team in der NFC und eines in der AFC. In der NFC sind es die Philadelphia Eagles und in der AFC die Pittsburgh Steelers.

AAF / padmanpl.blog: Dein Lieblingsspieler in der NFL?

Lane: Ich habe mehrere NFL Spieler, die ich sehr gut finde. Meine Top 3 sind momentan alle bei den Steelers: Le’Veon Bell, Antonio Brown und Juju Smith – Schuster.

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AAF / padmanpl.blog: Du wechselst von Frankfurt nach Potsdam. Welche Gründe gab es dafür?

Lane: Es gab eine Menge verschiedene Faktoren die mich zu einem Wechsel gebracht haben. Zum einen wurde ich nun recht lange von Potsdam umworben und habe das Gefühl, dass ich in dem Team eine größere Rolle einnehmen werde, als ich es in Frankfurt getan habe. Zum anderen haben alle meine engen Bezugspersonen aus Frankfurt das Team verlassen (Illetschko, Beale, Awini, Stoddard etc.).

Außerdem hat mir einfach der Norden gefehlt. Ich habe 2014 bereits in Düsseldorf in der GFL Nord gespielt. Das Jahr war eines meiner Lieblingsjahre und das obwohl wir nicht ein Spiel gewonnen haben. Ich mag es einfach auf dem höchsten Niveau zu Spielen und meiner Meinung nach ist der Norden dem Süden immer noch überlegen.

Die Gamedays in Frankfurt werden mir jedoch sehr fehlen. Die Fans sind einzigartig und die Stimmung im Stadion ist in Deutschland einmalig.

AAF / padmanpl.blog: Ihr spielt die kommende Saison auch International. Was sind deine Ziele mit den Royals?

Lane: Gewinnen! Ich habe mit Frankfurt in der EFL gespielt und wir haben den Titel geholt. Das wird auch für dieses Jahr mein Ziel sein und ich bin zuversichtlich, dass wir gute Chancen haben.

AAF / padmanpl.blog: Kennst Du schon Spieler und Trainer deines neuen Teams?

Lane: Ich stehe mit David Saul in Kontakt – er regelt das Recruiting und ist nebenbei selbst Spieler bei den Royals.

Ich habe natürlich auch schon mit meinem neuen Headcoach gesprochen aber so wirklich kenne ich noch niemanden.

AAF / padmanpl.blog: Du bist besonders mit Deinem YouTube Channel „AKAPUKU VLOGS“ aktiv. Wird es den auch bei den Royals geben und was erwartet uns?

Lane: Ohja den wird es geben, da sich das Filmen und Schneiden von Videos zu einem riesen Hobby entwickelt hat. Ich habe mir vorgenommen, über die ganze Saison hinweg, jeden Tag mindestens ein Video hochzuladen.

Außerdem plane ich momentan auch wöchentliche Podcasts einzuführen – ob das nächste Saison schon was wird, weiß ich jedoch noch nicht. Das mit den täglichen Videos wird wahrscheinlich die größte Herausforderung im neuen Jahr sein.

Aber da bin ich zuversichtlich und freue mich sehr auf die Zeit und vor allem darüber die ganzen Erinnerungen auf diese Art und Weise festhalten zu können.

AAF / padmanpl.blog: Die EM 2018 wurde leider verschoben. Als Nationalspieler gibt es ohnehin wenige Möglichkeiten für sein Land zu spielen. Bist du sehr enttäuscht?

Lane: Ich sehe das Ganze mit einem weinenden und einem lachenden Auge:

Auf der einen Seite gibt es als Sportler nichts Schöneres als sein Land auf diese Art und Weise repräsentieren und sich mit den besten Athleten Europas messen zu können.

Auf der anderen Seite ist so eine Nationalmannschaftsmaßnahme aber auch immer eine enorme Extrabelastung.

2017 zum Beispiel hatten ich und einige weitere Spieler 16 GFL Ligaspiele, 3 Big6 Spiele und 2 Nationalspiele.

21 Spiele in einer Saison sind nicht gerade wenig und da wir diese Saison EFL Spielen, wären es dieses Jahr auch nicht weniger geworden.

Dementsprechend ist es natürlich schade, dass Die EM nicht stattfindet. Aber die Sommerpause wird sicher auch guttun und der Fokus kann komplett auf der Liga bleiben und man kommt ‚gesünder‘ durch die Saison.

Außerdem fällt eine Menge Stress ab, da man sich keine Gedanken machen muss, ob man es denn in den Kader schafft oder nicht.

AAF / padmanpl.blog: Vielen Dank an Lane Acheampong für die Zeit und Mühen unsere Fragen zu beantworten. Wir wünschen eine erfolgreiche und ganz besonders verletzungsfreie Saison.

Links: All-About-Football.de Potsdam Royals AKAPUKU VLOGS GFL

Interview mit Stefan Vogl – DEL 2 Schiedsrichter

Ein sehr besonderer Beitrag auf meinem Blog, für den ich mich herzlich bei Herrn Stefan Vogl und der DEL 2 bedanke.

Über Spieler und Vereine wird häufig berichtet, doch würden die Spiele gar nicht erst stattfinden, wenn wir sie nicht hätten: die Schiedsrichter. Man kann sie lieben, man kann sie hassen, doch können wir nicht ohne sie. Und letztlich sind auch sie nur Menschen, die, wie jeder andere von uns auch, nicht frei von Fehlern ist.

Umso schöner ist es, einen der erfahrensten Schiedsrichter unserer Landes, zu seiner Sicht und seinen Erfahrungen befragen zu können.

DEL 2 Schiedsrichter Stefan Vogl
Stefan Vogl – Bildquelle: citypress Berlin

padmanpl: Herr Vogl, wie kamen Sie grundsätzlich zum Eishockey?

Stefan Vogl: In der Gegend, in der ich meine Jugend verbracht habe, war ein Eisstadion in unmittelbarer Nähe, somit habe ich in jungen Jahren jede freie Minute auf dem Eis verbracht. Das Eishockeyspielen habe ich leider hierbei zu spät für mich entdeckt, so dass ich leider nur noch im Hobbybereich Eishockeyluft schnappen konnte. Das aber dann mit einer solchen Begeisterung, dass ich gleich in zwei Mannschaften mitspielen wollte.

padmanpl: Haben Sie auch selbst Eishockey gespielt? Wenn ja, welche Position?

Stefan Vogl: Ich war auf der Stürmerposition aufgehoben. Meine technischen Mängel am Stock musste ich mit meiner damaligen Schnelligkeit ausgleichen. 😉

padmanpl: Wie kam es zur Entscheidung, dass Sie Schiedsrichter werden möchten und wie wird man eigentlich Schiedsrichter? Was muss jemand dafür mitbringen?

Stefan Vogl: Ich gelang über einen Zufall in eine Hobbymannschaft, welche zum Großteil mal aus Spielern bestand, die auch Schiedsrichter waren. Der Teamchef war der Schiedsrichter Regionalobmann der Region 3 in Bayern. Bayern als Eishockey Bundesland ist so groß, dass es in fünf Regionen unterteilt ist. Ich hörte immer gespannt den Erlebnissen des Wochenendes zu und eines Tages wurde ich gefragt, ob ich nicht auch als Schiedsrichter agieren möchte. Die wichtigste Voraussetzung, Schlittschuhlaufen zu können, war gegeben. Ob man nun auch das nötige Selbstbewusstsein mitbringt, musste sich zeigen. Am Ende war es der große Traum ein Teil vom Profieishockey sein zu können, wobei nicht abzusehen war, dass meine Karriere mich in die größten Arenen Deutschlands führen wird.

padmanpl: Gibt es Altersgrenzen für Schiedsrichter? Sprich, könnte ein 20jähriger einen Platz im Profi-Bereich finden und Spiele leiten, wenn die Qualifikation stimmt? Sowie Ausstiegsalter.

Stefan Vogl: Als Einstiegsalter gilt das Alter von 16 Jahren, wobei man immer beachten muss, dass es für niemanden im professionellen Bereich des DEB los geht. Der Einstieg als Schiedsrichter findet im Landesverband statt. Hier beginnt man Spiele im Nachwuchsbereich, als auch im Seniorenbereich, bis zu den Klassen unterhalb der Oberliga zu leiten. Erst wenn man sich hier etabliert hat, kann man sich beim DEB beweisen. Das geht, je nach Qualifikation, für den einen Kandidaten schneller, für andere langsamer. Parallel eine Profi Eishockey Karriere und zugleich Schiedsrichter Karriere zu starten, gestaltet sich als sehr schwierig, aber ist für die Anfänge und ersten kleinen Schritte sicherlich denkbar. Junge gute Eisläufer, die den Sprung in eine Seniorenmannschaft nicht ganz schaffen oder geschafft haben, sollten sich definitiv mit der Möglichkeit beschäftigen, als Schiedsrichter dem Sport noch treu zu bleiben und mit dieser Aufgabe tolle Spiele zu erleben. So kann man dem Sport bis zu einem Alter von mindestens 45 Jahren nachgehen. Danach entscheidet der Schiedsrichter-Ausschuss des DEB, ob die Laufbahn des Schiedsrichters um ein weiteres Jahr verlängert wird. Mit spätestens 50 Jahren ist aber in aller Regel das Ende einer Schiedsrichter Karriere erreicht.

padmanpl: Seit welchem Jahr sind Sie Schiedsrichter? Und können Sie sich noch an das erste Spiel erinnern, dass Sie geleitet haben?

Stefan Vogl: Ich habe in der Saison 92/93 begonnen und befinde mich in meiner 26. Saison als Schiedsrichter. Meine ersten zwei Jahre hatte ich im Landesverband Bayern verbracht, danach ging es zum DEB als Linienrichter und seit der Saison 2001/2002 bin ich als Hauptschiedsrichter tätig. Ich glaube jeder Schiedsrichter erinnert sich an gewisse erste Spiele, so durfte ich im allerersten Spiel in Ottobrunn bei München ein Schülerspiel und als Hauptschiedsrichter als erstes ein Vorbereitungsspiel der DNL in Garmisch-Partenkirchen leiten. Dort gab es gegen den russischen Gegner dann gleich mal eine ordentliche Massenschlägerei zum Einstand.

padmanpl: Können Sie in etwa sagen, wie viele Spiele Sie in der DEL / DEL 2 / Oberliga bis heute geleitet haben?

Stefan Vogl: Bis heute habe ich etwa 1.450 Spiele insgesamt geleitet, davon knapp 1000 Spiele als Hauptschiedsrichter in den Ligen DEL (ca. 100) / DEL 2 und Oberliga mit Nachwuchsligen (ca. 900).

padmanpl: Bedeutet Profischiedsrichter in Deutschland zu sein gleichzeitig auch einen Vollzeitjob zu haben oder haben Sie noch eine normale Arbeit außerhalb des Eishockeysports?

Stefan Vogl: Wir haben in Deutschland aktuell drei Profischiedsrichter bei der DEL angestellt. Diese drei (Piechaczek Daniel, Schukies Gordon und Schrader Andre) sind ausschließlich in der DEL unterwegs und gehen keinem anderen Beruf mehr nach. Alle anderen Schiedsrichter müssen ihren Job und die Tätigkeit als Schiedsrichter unter einen Hut bringen. Das ist nicht immer leicht, jedoch mit einem tollen Arbeitgeber und viel Fleiß für die benötigten Überstunden machbar.

padmanpl: Wie sieht ein gewöhnlicher Arbeitstag als Schiedsrichter aus? (Anreise, vor dem Spiel, Spiel, nach dem Spiel)

Stefan Vogl: Die Schiedsrichter in der DEL und DEL II sind bundesweit unterwegs. Der DEL Schiedsrichter hat den Vorteil, dass ihm die Reise bezahlt wird und er daher optional auch mit dem Flugzeug oder der Bahn reisen kann. Der DEL II und Oberliga Schiedsrichter wird mit einer Pauschale für seine Aufwände bezahlt, somit muss er mit dieser, egal wie weit die Fahrt auch geht, die Reise finanzieren, der Rest ist das eigentliche Honorar. Ab einem einfachen Reiseweg von 300km steht dem Schiedsrichter in der DEL II auch eine Übernachtungsmöglichkeit zu. Um die Planung der Reise muss sich der Schiedsrichter selbst kümmern. Dann gilt es etwa 2 bis 1 ½ Stunden vor dem Spiel am Spielort zu sein und sich auf das Spiel vorzubereiten. Bei Sonntagsspieltagen geht es in aller Regel nach dem Spiel gleich wieder nach Hause, da am Montag auf einen die Arbeit wartet.

padmanpl: Wie viele Spiele leiten Sie an einem Wochenende?

Stefan Vogl: Dies ist von Schiedsrichter zu Schiedsrichter unterschiedlich, jedoch ein bis zwei Spiele pro Wochenende oder anders gesagt: im Monat etwa 6 Spiele im Schnitt.

padmanpl: Haben Sie auch internationale Begegnungen leiten dürfen, wie z.B. beim Deutschland-Cup, der WM oder Olympia?

Stefan Vogl: Ich durfte einige Finalspiele der österreichischen Liga EBEL leiten, sowie ein Finale in Slowenien als auch Spanien. 2014 habe ich meine internationale Karriere mit meinem persönlichen Highlight abgeschlossen, dem Deutschland Cup in München.

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padmanpl: Wie sehen Sie die Entwicklung des Schiedsrichterwesens in Deutschland seit Sie als Schiedsrichter begonnen haben?

Stefan Vogl: Seit meinem Beginn hat sich einiges geändert. War ich mit 30 damals der jüngste Hauptschiedsrichter und somit die Ausnahme, so ist etwas mehr als ein Viertel aller DEL Hauptschiedsrichter heute im Alter von um die 30 Jahre. Ebenso gibt es mit dem Trainee Programm seit etwa 10 Jahren ein Förderprogramm, bei dem unter anderem ehemalige Spieler schnell an das Thema Schiedsrichterwesen herangeführt werden. Als jüngstes Beispiel ist hier Lasse Kopitz zu nennen, der bereits nach kurzer Zeit seine Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse erhielt. Allgemein wird von den Schiedsrichtern mehr Athletik abverlangt, was nicht zuletzt der rasenden Entwicklung des Sports geschuldet ist. Die Einführung des 4 Mann Systems war deshalb auch ein zwingend notwendiger Schritt. Ein einziger Hauptschiedsrichter würde sich extrem schwer tun, dem Spiel noch auf Höhe des Pucks folgen zu können.

padmanpl: Wie schwierig ist es wirklich, sich binnen Sekundenbruchteilen bei einer Spielsituation für oder gegen das Aussprechen einer Strafe zu entscheiden?

Stefan Vogl: Hier spielt der Faktor Erfahrung eine große Rolle. Ertappt man sich dabei, dass man überlegt, ist es meistens zu spät. Man muss die Kunst erlernen einen guten Mittelweg zu finden, entweder schnelle Reaktion, mit dieser aber eventuell eine falsche Entscheidung zu treffen, oder eine zu langsame Reaktion und daher unglaubwürdig zu erscheinen. Letzteres würde gerade bei lautstarkem Publikum als solches wahrgenommen werden. Als Reaktion ein lautes „Heyyy“ zu rufen geht eben schneller und einfacher, als die Aktion richtig zu bewerten und den Arm zu heben. Ich denke, dass wir Schiedsrichter, neutral betrachtet, eine sehr gute Arbeit verrichten. Es geht ja nicht nur darum eine Strafe zu erkennen, sondern auch jede andere Situation auf dem Eis zu bewerten, die man als nicht strafwürdig hält. Hinzu kommen Dinge wie Anzahl der Spieler auf dem Eis, korrektes Ablaufen von Strafzeiten und so viel mehr. Unterm Strich ist es unser aller Bestreben und auch die Kunst, zwischen einem spielbehindernden Foul und einem vertretbaren Stören des Gegners richtig zu unterscheiden.

padmanpl: Ist es Ihnen schon mal passiert, dass Sie sich für eine Strafe entscheiden, den Arm heben und im selben Moment gedacht haben, dass diese Entscheidung vielleicht falsch war?

Stefan Vogl: Ich bin mir sicher dies ist jedem schon mal passiert. Ich habe auch schon mal auf Grund einer falschen Wahrnehmung eine Strafe zurückgenommen. Ich dachte, ich hatte den Stock als Schlag ins Gesicht gesehen, jedoch war der Puck der Grund der daraus resultierenden Verletzung. Somit habe ich die Strafe (nachvollziehbar) zurückgenommen.

padmanpl: Wenn ja: lässt man sich das anmerken oder muss man darüberstehen? Neigt man ggf. dazu eine Konzessionsentscheidung zu treffen?

Stefan Vogl: Sobald einem auf dem Eis schon klar wird, dass man eine falsche Entscheidung getroffen hat, muss man diese schnell wieder aus dem Kopf bringen. Hier hilft es gegenüber einem Team auch wesentlich weiter einen Fehler einzugestehen, als diesen mit allen Mitteln zu verteidigen. Was man auf keinen Fall machen darf, ist mit einer Konzessionsentscheidung, welche ja in der Regel auch wieder falsch wäre, den Fehler wieder gut machen zu wollen. Damit verliert man mit Sicherheit die nötige Akzeptanz bei Spielern und Trainern. Sollte also ein Fehler unterlaufen, gilt es cool zu bleiben, sich nicht verunsichern zu lassen und konzentriert weiter zu arbeiten.

padmanpl: Nehmen Sie als Schiedsrichter die Reaktionen auf Entscheidungen, insbesondere die der Zuschauer / Fans, überhaupt wahr oder wird / muss dies ausgeblendet werden?

Stefan Vogl: Für viele von uns gilt: je lauter, desto motivierter. Daher nehmen wir natürlich das Umfeld wahr, lassen uns aber so gut es geht davon nicht beeinflussen. Je weniger Zuschauer bei einem Spiel sind, desto mehr hört man vereinzelte Rufe. Da können so manche unter die Gürtellinie gehen, jedoch ist es unser Los damit entsprechend umzugehen.

padmanpl: Spezielle Frage für die Leser aus Frankfurt: Waren Sie schon einmal der „Hühnerdieb“ bei den Lions, bzw. den Löwen Frankfurt? Wenn ja, eher amüsierend oder schon beschämend?

Stefan Vogl: Wenn ein Huhn geflogen kommt, egal in welchem Stadion, dann sehen wir dies auch mit dem entsprechenden Humor. Jedoch sollte es bei einem Huhn bleiben. Jedes weitere ist es für den ordentlichen Spielablauf nervig, der Witz angekommen aber auch vorbei.

padmanpl: Gibt es Vereine oder Stadien, in denen sie gerne Schiedsrichter sind oder haben Sie da keine speziellen Präferenzen?

Stefan Vogl: Ich kann nur für mich sprechen. Es gibt Standorte bei denen man sich wohler fühlt als bei anderen. Oftmals hängt das schon mit dem gesamten Umfeld zusammen. Es gibt Spielorte, da ist man schon vor dem Spiel die Hassfigur, an anderen wird man als Teil des Spiels akzeptiert. Es ändert nicht, dass man seine Aufgabe gleich gut erledigen will; jedoch denke ich trägt ein positives Umfeld zu einer guten Arbeit bei.

padmanpl: Als sehr erfahrener Schiedsrichter werden Sie wahrscheinlich zu nominell schwierigen Spielen abgestellt (Derbys usw.) Mögen Sie das Leiten dieser Spiele oder würden Sie lieber eher „einfache“ Spiele leiten?

Stefan Vogl: Das Größte für einen Schiedsrichter ist es zu einem Derby eingeteilt zu werden. Da fiebert man schon mit Erhalt der Einteilung darauf hin. Ebenso möchte man am Ende in den Playoffs noch mit dabei sein. Hier gilt das gleiche wie für die Teams, über die ganze Saison hart arbeiten, um am Ende noch mit dabei zu sein. Für diese Einteilungsperiode wurde ich gleich zu vier heißen Derbys eingeteilt (Crimmitschau – Dresden, Rosenheim – Landshut, Frankfurt – Kassel und Crimmitschau – Weißwasser). Hier muss man die Spiele mit einem gewissen Gefühl leiten, damit diese eines Derbys entsprechend gewünscht, hart aber fair ablaufen.

padmanpl: Gehören Sie zu den Schiedsrichtern, die auch mal eine Boxeinlage zwischen zwei gegnerischen Spielern erlauben?

Stefan Vogl: Ich habe hierzu eine sehr persönliche Meinung. Eishockey ist der einzige Sport, bei dem Auseinandersetzungen mit einem Faustkampf „geduldet“ und vom Zuschauer sogar gerne gesehen werden. Die Regel lässt hier ein breit gefächertes Strafmaß zu: in der NHL darf man sogar nach einer großen Strafe im Anschluss wieder am Spiel teilnehmen. Ein Faustkampf wäre in Sportarten wie Fußball, Handball oder Basketball fast undenkbar und wird auch wesentlich härter bestraft. Wie wollen wir also viele Eltern dafür begeistern, dass diese ihre Kinder zum Eishockey schicken, wenn der Sport die Bilder hinterlässt, bei denen Spieler keine Zähne mehr haben oder man nur davon hört wie hart und gefährlich dieser Sport ist?

padmanpl: Welche Worte möchten Sie selbst noch an die Leser richten?

Stefan Vogl: Vergessen Sie nicht, dass wir Schiedsrichter auch nur Menschen sind, welche hart daran arbeiten möglichst keine Fehler zu begehen. Bei keinem Sport kann man zu 100% fehlerfrei sein, ansonsten würden alle Tore verhindert werden und im Umkehrschluss müsste jeder Schuss aufs Tor zum Torjubel führen. In Summe hat das Schiedsrichtergespann pro Spiel etwa 200 Entscheidungen zu treffen. Sei es Abseits, Icing, Straf- oder Torentscheide. Hierbei werden mit Sicherheit weniger Fehler als von so manchem Spieler gemacht. Informieren Sie sich auch über Regeln und unsere Tätigkeit auf unserer Homepage www.deb-schiedsrichter.de

Vielen Dank Herr Vogl, dass Sie sich die Zeit genommen haben, so viele Fragen zu beantworten. Eishockey aus der Sicht eines erfahrenen Schiedsrichters zu sehen ist etwas eher Seltenes und für mich persönlich sehr faszinierend und interessant. Ich werde jedenfalls an Ihre Worte denken, wenn der nächste Arm gehoben oder eben nicht gehoben wird. Nochmals vielen Dank.

Autoren im Interview: Nicole Schuhmacher

Das erste Interview auf meinem Blog, das ich schriftlich mit Debütautorin Nicole Schuhmacher geführt habe. Ihr Urban Fantasy Roman „Jägerseele“ wurde am 31.10.2017 veröffentlicht und ist eine tolle, etwas andere Geschichte. Da ich auch selbst ein paar Fragen hatte, nahm ich das zum Anlass, direkt ein Interview daraus zu machen.

Wer das Buch noch nicht kennt, kann sich auch die Rezension von mir dazu durchlesen. Einfach hier klicken.

jägerseele titel

Werte Nicole, würdest Du Dich kurz vorstellen, damit auch Menschen, die dich oder Dein Buch noch nicht kennen, etwas zu Dir erfahren?

Guten Tag! ^^
Mein Name ist Nicole, Freunde nennen mich Nie Kohle oder Rand (Ja, wie der Pizzarand) xDD, ich bin 30 (Oh mein Gooooott, mein Leben ist vorbei, VORBEI!!!) und lebe in einer kleinen Stadt in Ostsachen. Beruflich mache ich »irgendwas mit Medien« und habe Ende Oktober mein Debüt »Jägerseele«, einen Urban Fantasy Roman, im Selbstverlag herausgebracht.

Das Schreiben hast Du bereits relativ früh entdeckt, und einige Fanfiktionen hast Du auch geschrieben. Was hat Dich dazu veranlasst einen eigenen Roman zu schreiben?

Ich denke, das waren tatsächlich die unzähligen positiven Rückmeldungen im Laufe der Jahre zu meinen bereits angesprochenen Fanfiktions. Die Idee zu »Jägerseele« spukte mir bereits Ewigkeiten im Kopf herum und irgendwann dachte ich dann einfach, hey, warum eigentlich nicht?

Wie viel Zeit hast Du in Deinen ersten, aktuellen Roman „Jägerseele“ gesteckt, bzw. stecken müssen?

Richtig intensiv habe ich etwa ein halbes Jahr daran gearbeitet. Und davor habe ich etwa fünf Jahre (!!!) Pause gemacht. Bis dato hatte ich nur die ersten 1 1/2 Kapitel.

Blieb da noch Zeit für andere Freizeitaktivitäten? Schließlich machst Du das nicht hauptberuflich. Noch nicht.

Hehe, »noch nicht« xD
Aber das stimmt schon. Wenn man berufstätig ist und dann außerdem noch in einem Schreibprojekt steckt, muss man sich genaue Zeiten festlegen, wann man was machen möchte. Zumindest muss ich das so machen. Ich gehe außerdem täglich mit meiner vierbeinigen Mitbewohnerin spazieren, versuche immer ein paar Seiten meines aktuellen »currently read« zu lesen und suchte diverse Fernsehserien. Ich bin auch ein kleines Gamergirl, aber zum Zocken bin ich schon ewig nicht mehr gekommen, wäääh!!!

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Dass Du Fantasiefiguren magst, kann man in Deinem Autorenportrait lesen. Was war ausschlaggebend dafür, dass Du Dich nicht auf eine bestimmte Gruppe (Vampire, Werwölfe etc.) festgelegt hast?

Eine reine Geschichte über Vampire, Werwölfe etc. ist irgendwann so festgefahren, finde ich. Also… so ganz ohne Abwechslung… Und die hat man in einer Welt in der alle Fantasiegestalten ein Zuhause haben ja wohl umso mehr, oder? 😀

 

In „Jägerseele“ kommen die unterschiedlichsten Fantasiefiguren vor. Wer davon, außer Tess, ist dein persönlicher Liebling? Und warum?

Das ist einfach =) Danial ist mein Liebling. Ihn kann ich einfach alle unmöglichen Dinge machen lassen, weil er es aufgrund seiner… Herkunft eben einfach drauf hat ^^ Und das ist sooooo cool.

Du hast Dir sehr viel Mühe gegeben allen Figuren einen speziellen Charakter und eigene Wesenszüge zu geben. Wie viel Zeit hast Du damit im Durchschnitt pro Figur verbracht?

Ich muss gestehen, dass ich das nicht mehr richtig weiß, da diese Arbeit bereits die oben angesprochenen fünf Jahre zurückliegt. Aber ich kann mich erinnern, dass definitiv mehrere Tage ins Land gegangen sind, bis jede Figur in ihren Grundzügen existierte. Einiges fällt einem natürlich auch erst beim Schreiben direkt ein. Chris zum Beispiel… Vorsicht Spoiler! Er war anfangs gar nicht darauf ausgelegt »der Böse« zu sein. Erst als ich die Jahrmarkt-Szene schrieb, kam es so über mich, dass ich mich dazu entschloss, dass er der Kopf Rund um Gemma und Coral ist.

nicoleschuhmacher02Du und Tess – ein Herz und eine Seele? Wie viel Tess steckt in Dir und wie viel von Dir in Tess?

Ach ja… es ist schon nicht zu verleugnen. Ich wäre gern wie Tess ^//^ Und deswegen habe ich ihr viele Eigenschaften angedichtet, die ich sehr gern hätte, aber ich verrate nicht welche das sind xD Außerdem sind es so Kleinigkeiten die uns verbinden. Sie fährt (oder fuhr, dudumm…) einen Honda, ich fahre einen Honda. Tess liebt Lederjacken, ich liebe Lederjacken. Tess schießt gern mit Elektroschockern auf Ganoven, ich schieße gern – Nein, Quatsch! Spaß! 😀

Hast Du eine persönliche Lieblingsstelle im Buch, auf die Du besonders stolz bist?

Es gibt ein paar Szenen, die mir besonders gut gefallen, ja. Aber auch einfach deswegen, weil sie so abstrus und skurril sind. Die Szene mit Miller im Auto zum Beispiel. Ich mag auch die Beschwörung (zwinker, zwinker) und bin froh, dass die Szenen mit dem Schweinchen so gut angekommen sind. Das war mir irgendwie wichtig 🙂

War Dir von vornherein klar, dass Du den Weg des Selfpublishing gehst oder hattest Du doch Kontakte zu Verlagen? Und wenn ja, was sprach gegen eine Zusammenarbeit mit Verlagen?

Nein, ich hatte keinerlei Kontakt, habe ihn nicht einmal gesucht. Ich war mir einfach viel zu unsicher, ob aus »Jägerseele« etwas werden könnte, bzw. ob es auf dem Markt nicht total zerrissen wird etc. Jetzt rede ich mir ein, dass ich so viel mehr Freiheiten genießen kann, auch wenn alle Arbeit an mir selbst hängen bleibt xD

Gesetz dem Fall, ein Verlag käme jetzt, also nach der Veröffentlichung, auf Dich zu. Würdest Du Dich ggf., wenn alles passt, auf eine Zusammenarbeit einlassen oder steht das für Dich grundlegend außer Frage?

Oh, wow, das wäre natürlich ein Traum! Ich würde mich mega geehrt fühlen und sofort rufen: »Wo muss ich unterschreiben?« =)

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Du schreibst nicht nur, Du liest auch viel. Aber kamst Du in der letzten Zeit überhaupt dazu?

Nicht wirklich -.- In Schreibphasen sowieso nicht, und jetzt, da das Buch ja beworben werden möchte etc. nur sehr selten. Aber ich gebe mir wie gesagt Mühe, jeden Tag ein paar Seiten, meistens vor dem Schlafengehen, in andere Welten abzutauchen.

 

 

Welches war das letzte Buch, das Dich richtig fesseln konnte und warum?

Das war glaube ich »Abgeschnitten« von Sebastian Fitzek. Seine Thriller sind einfach die besten! So spannend, dass man gar nicht anders kann, als zu lesen und zu lesen und zu lesen und zu lesen und zu lesen und zu… ach ja… lesen!

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Du bist auch Cosplayerin. Welches war bisher Dein bestes Cosplay?

Ja, das stimmt, aber da müsste ich mich ja selber loben ^//^ Aber… die meisten positiven Rückmeldungen habe ich zu meiner Catwoman (Michelle Pfeiffer Version) und zu meiner Leeloo (Das fünfte Element) erhalten <3

 

 

Die Fortsetzung „Jägernacht“ hast Du bereits angekündigt. Schon eine Idee, wann das Buch veröffentlicht werden kann? (Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt darauf)

Definitiv 2018! Angepeilt ist Sommer… aber wir werden sehen xD

Bekommt eine weitere Figur, abgesehen von Tess natürlich, eine besondere Aufmerksamkeit in „Jägernacht“?

Das will ich ehrlich gesagt noch nicht verraten. Überraschung! 😉

Ist das Projekt um Tess Carlisle ein „Open-End-Projekt“ oder ist es nach drei, vier Büchern zu Ende?

Das steht tatsächlich noch in den Sternen ^//^

Hast Du schon einmal darüber nachgedacht auch ein „Spin-Off“ zu schreiben, das einen anderen Charakter in den Vordergrund rückt, um seine / ihre Geschichte zu vertiefen? Nehmen wir als Beispiel Fin oder Danial. Ich persönlich würde eines über Fin interessant finden.

Darüber habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht nachgedacht. Aber eine durchaus in Erwägung zu ziehende Idee! Vielleicht auch nur als kleiner Zusatz am Ende? Mal schauen.

Ein paar Worte von Dir an die Leser:

Hallöchen liebe Leser! *wink*
Ich freue mich wirklich, wirklich sehr, wenn  ihr jetzt ein bisschen neugierig auf »Jägerseele« geworden seid. Tess und ihre Freunde erwarten euch schon im magischen New Orleans! Schaut doch mal vorbei =) Und an alle, die das Abenteuer bereits bestritten haben: Ihr seid so lieb! <3 Ich freue mich, dass ich euch ein paar Stunden Freude, Spaß und Spannung bringen konnte! Schreibt mir doch auch weiterhin fleißig eure Meinungen, Anregungen, Wünsche, Nöte und trotzigen Kommentare xDD Ohne euch wäre »Jägerseele« nichts! DANKE! <3

Jägerseele breit

Liebe Nicole, vielen Dank für Deine Antworten und die Zeit, die Du Dir genommen hast.

Hier gehts zu meiner Rezension von „Jägerseele“: klick mich

Hier gehts zur Facebook-Seite von Nicole Schuhmacher: Nicole Schuhmacher – Autorin

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