Kleine Bühne, voller Club: Erdling und AnnA Lux boten den Gästen im Elfer Club Frankfurt Grund zum Feiern am 27.12.2018

Im Elfer Club, der sich im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen befindet, war ich bislang auch noch nicht gewesen. Jedoch gegenüber im Ponyhof. Der Elfer ist jedoch etwas größer und dazu geht es hinunter in den Keller. Dort findet sich ein Raum, der mit 100 Gästen gefüllt werden kann, eine Bar und natürlich die Bühne, auf der die Künstler kuscheln können.

Das Ambiente hat etwas. Schon aufgrund der Nähe zu den Musikern und dem Flair, den nur eine solche kleine Location bieten kann. Es war zwar nicht ganz ausverkauft aber ordentlich gefüllt, als AnnA Lux zur Bühne kamen und den musikalischen Abend starteten.

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Bereits vor neun Monaten hatte ich schon einmal das Vergnügen dieses Trio aus der Schweiz sehen und hören zu können. Damals noch im Vorprogramm von Megaherz. Damals gefiel mir ihr Stil schon und genau diesen haben sei auch erneut gezeigt.

In schwarzer Kleidung und kargem Licht war es schwierig die Gitarristin Lara überhaupt richtig zu erkennen, dafür stand Anna, die Dame für den schönen Gesang, sprichwörtlich im Rampenlicht während sie immer wieder ein paar Schritte auf der kleinen und vollgestellten Bühne umherging.

Wie schon damals in der Batschkapp empfand ich ihren Dark Rock Stil sehr angenehm. Absolut melodisch, gut gespielte Riffs, sehr gute Arbeit an den Drums und die Einflüsse aus dem Dark Wave in Verbindung mit dem klaren und gefühlvollen Gesang von Anna, welcher hin und wieder von Lara begleitet wird, runden das Konzept „AnnA Lux“ immer noch sehr gut ab.

Im Nachhinein und rückblickend betrachtet finde ich, dass die Drei ihr Niveau absolut gehalten und sogar verbessert haben. So eine Entwicklung ist wirklich schön zu sehen zumal bei den Songs auch Abwechslung vorhanden war. Zwischen relativ harten Klängen, gab es auch eine Ballade und ein Cover des Ärzte Songs „Wie es geht“. Das Cover hatte wirklich was, insbesondere dann, wenn man dies mit dem Original vergleichen kann. Letztlich hat Annas Stimme tatsächlich einen sehr guten Wiedererkennungswert.

Das Trio kam insgesamt gut an bei den Gästen, welche applaudierten und sich sichtbar über die Musik und den kleinen Interaktionen mit sich erfreuten. Leider gab es nur etwas mehr als eine gute halbe Stunde an Musik, aber für den Start in den Abend konnte es, aus meiner subjektiven Sicht, keine bessere Wahl als AnnA Lux gegeben haben.

Während der folgenden Pause nutzte ich die Zeit, um aus dem Keller zu gehen und meinem Dampfbedürfnis zu folgen, ehe ich mich einem kurzen und sehr angenehmen Gespräch mit Anna am kleinen Fanartikeltisch widmete. Übrigens spricht sie fast akzentfreies Deutsch, was doch sehr überraschend ist, wechselt aber genauso schnell ins Schweizerdeutsch oder in andere Sprachen. War es Französisch? Ich glaube schon, bin mir aber nicht ganz sicher. Bei Lara und auch Rico hingegen hört man sofort heraus: das sind Schweizer. Aber letztlich finde ich das doch sehr sympathisch, muss ich sagen. Selbstverständlich habe ich mir auch das aktuelle Album zugelegt, schließlich war die Gelegenheit da, dass sich das Trio auf selbigem mit Autogrammen verewigt. Sehr schön.

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Nach ein wenig Umbauzeit und dementsprechend noch einigen Minuten an Wartezeit kamen auch schon Erdling auf die Bühne. Sie kamen übrigens von der rechten Seite auf die Bühne. Dort stand ich auch und wäre beinahe von einer 8-saitigen schwarz-weißen Gitarre erschlagen worden. Es war knapp.

Aber nur wenige Momente später konnte es dann auch schon, ganz unfallfrei, losgehen. Den Fans war sofort anzumerken, dass sie absolut Lust darauf hatten, denn gejubelt wurde schon recht laut.

Die Münchener spielen ebenfalls Dark Rock und NDH, haben ihre zusätzlichen Einflüsse aus dem Industrial Bereich und einen Sänger, der stimmlich und vom Gesang her sehr gut zu dem Ganzen passt.

Mitklatschen, den Fauststoß mit „Hey“, sowie Arme ausbreiten und Flügelschläge imitieren waren häufig an der Tagesordnung, wurden mehrfach eingefordert und von den Gästen angenommen. Das Spiel zwischen Musikern und den Gästen funktionierte tadellos.

Hinzu kam der Einsatz von Nebel auf der Bühne, der selbige fast unsichtbar machte. Aber auch ein kleiner Schaumwerfer wurde eingesetzt und erfreute insbesondere eine schwarzhaarige Dame, die vorn an der Bühne stand und auf einmal eine recht wilde Frisur mit weißen Schaumsträhnen hatte.

Einige Songs vor Schluss wurden die Gäste gebeten sich zu setzen und auf Kommando hochzuspringen. Bis auf einige wenige Ausnahmen machten alle mit und zum Kommando flogen noch glitzernde Schnipsel durch die Luft, die dem Treiben noch das besondere Krönchen aufsetzte.

Die Show von Erdling hatte nebst der Musik absoluten Unterhaltungswert und kam dementsprechend in dieser Form sehr gut an. Es gab sogar, ungefähr zur Hälfte des Auftritts, noch ein Drum Solo, das sich durchaus hören und sehen lassen konnte. Das hatte ich nun so nicht erwartet, fand es aber sehr cool, dass auch so ein Part in der Show seinen Platz hat.

Ich muss gestehen, dass ich von der band selbst noch gar nicht viel kannte. Gerade einmal drei oder vier Songs, die ich auf YouTube gesehen und gehört habe. Dennoch war das Gesamtpaket auf musikalischer Ebene für dieses Genre sehr gut. Nicht zu extrem aber auch nicht zu wenig. Also nicht zu sehr in diesem dunklen Bereich angesiedelt, sodass auch Nicht-Goths ihre Freude an der Musik haben können. Es ist sicherlich nicht einfach diese Mitte zu finden, aber ich empfand, dass sich Erdling auf dieser Ebene befindet.

Es machte Spaß, die Zeit verging relativ schnell, irgendwo kreischten ein paar Mädels herum, die sich anscheinend ein paar Piccolos gönnten und Ups, da wurde ich auch einmal erwischt, als ich mit verschränkten Armen an der Wand lehnte und einfach nur genießen wollte. Da wollte ich einfach nur entspannt genießen und wurde also vom Gitarristen ertappt. Denn beim Song „Phoenix“ sollten die Gäste ihre Arme hochreißen und mit der Musik bewegen. Bei dem Blick, der mir zuteilwurde, blieb mir schon aus reinem Selbsterhaltungstrieb gar nichts anderes übrig, als mitzumachen.

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Ausgelassene Partystimmung am Samstagabend mit Serum 114 in der Batschkapp Frankfurt – Bericht vom 15.12.2018

Die Batschkapp war an diesem Samstagabend schon sehr gefüllt, als ich gegen 18:15 dort ankam. Eine etwas ungewohnte Zeit für ein Konzert, da es so früh beginnen sollte. Nur wenige Minuten später, nämlich um 18:30 begann der Konzertabend mit der Vorband „Zaunpfahl“.

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Die Gruppe, die eigentlich aus vier Personen besteht, an diesem Abend jedoch nur du dritt auf der Bühne stand (krankheitsbedingter Ausfall des Sängers), war mir bisher noch nicht bekannt.

Aber viele in der Batschkapp kannten sie. Das wurde in der guten halben Stunde des Auftritts auch ausgenutzt um bereits viel Stimmung in die Runde zu bringen. Mitklatschen und Textpassagen mitsingen wurde gefordert. Erst waren die Reaktionen etwas schüchtern, aber nach und nach wurde es lauter und man konnte merken, dass die Anwesenden Spaß hatten.

Mit gutem Punkrock konnten sie eindeutig punkten und obwohl ihnen ein Bandmitglied fehlte, konnten sie das wettmachen. An Energie fehlte es ihnen und insbesondere dem Bassisten, keineswegs. Reiner Punkrock ist zwar nicht ganz so meins, aber eine Abwechslung, die sich gut anhört, gefällt mir auch. Und das war mit Zaunpfahl eindeutig der Fall. Sie wirken sympathisch, beziehen das Publikum mit ein, haben Spaß und all diese Dinge sind zu sehen und zu hören und übertragen sich letztlich auch auf das Publikum. So muss es sein.

Nach ihrem Auftritt, der mit Applaus veredelt wurde, gab es selbstverständlich die Umbaupause, in der ich mir einen leckeren Bananennektar gönnte. Schmeckt übrigens wirklich sehr gut. Anschließend noch ein wenig dampfen in der Kälte und auf den Startschuss für Serum 114 warten.

Mittlerweile wurde es richtig voll in der Batschkapp, was ich tatsächlich so nicht erwartet hatte. Eine sehr positive Überraschung für mich, wie ich fand. Es dauerte auch nicht allzu lange, bis der Hauptakt des Abends die Bühne stürmte.

Lichter aus, Banner hochziehen lassen und mit dem Song „114“ ging es sehr passend los. Laut, kraftvoll und sozusagen die richtige Message für den Start in den Abend mit Serum 114. Laut war es aber auch von Seiten der Fans, die der Band zujubelten.

Alte Songs, neue Songs und stets wurde die band frenetisch bejubelt und beklatscht. Mitsingen, zujubeln, mitklatschen und auf Ansage springen funktionierten einwandfrei. Weiter hinten wurde sogar beinahe unentwegt getanzt. Die Stimmung war spürbar positiv und es glich einer wilden großen Party.

Die Jungs auf der Bühne hatten dabei sichtlich Spaß und Freude, nahmen das Publikum mit und glänzten bei ihrem Auftritt mit der härteren Variante des Punk Rock mit ihren einschlägigen Texten sehr. Einige Songs hätte ich wohl mitsingen können, weil ich sie seit längerer Zeit kenne und richtig gut finde. Wenn man manchmal ein bisschen zwischen den Zeilen liest, dann sind die Songs durchaus kritisch und politisch; so wie es oftmals beim Punkrock der Fall ist.

Während des ganzen Auftritts zeigten sich die Musiker sehr bewegungsfreudig. Insbesondere Esche schien ziemlich viel Energie und Lust auf Bewegung zu haben. Bereits während des ersten Songs sprang er von der Bühne, an uns Fotografen vorbei, stieg auf die Barrikaden und zeigte damit absolute Fannähe. Ich musste aufpassen, nicht von ihm umgerannt zu werden. Die Musiker haben Vorfahrt.

Es war wirklich ein cooler Partyabend mit einer Band, die es versteht Fans mitzunehmen und Party zu machen. Mit Musik und dem Auffordern zum Mitmachen. Ich war sehr angetan von dem Auftritt und habe mich richtig gefreut dabei gewesen sein zu dürfen.

Jeder braucht eine Injektion des Serums.

Ein legendärer Abend in der Batschkapp Frankfurt mit Bonfire und ihren Freunden am 05.11.2018

Es gibt Konzertabende, die unvergessen bleiben werden, und dieser gehört für mich definitiv dazu. Nicht nur, dass ich Bonfire sehen konnte, sondern auch weil Musiker und Sänger auftraten, die Musikgeschichte geschrieben haben und so auch nicht mehr zu sehen sind.

Ungefähr 400 Menschen hatten sich an diesem Abend versammelt, darunter einige VIPs, um sich Bonfire und die Rocklegenden anzusehen. Möglicherweise lag das wohl am Wochentag und dem veranschlagten Preis, dass es für mein Empfinden bei dieser Veranstaltung so wenige Menschen waren.

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Dies hinderte Bonfire jedoch nicht mit ihren Hits zu starten. Darunter mit der bekannten Ballade „You make me feel“. Sänger Alex schien manchmal etwas verwirrt, bzw. irritiert zu sein, da er Songs ankündigte, die nicht zu der aktuellen Setlist passten. Seine Erklärung hierfür war, dass sie diese so oft geändert haben, dass er einfach durcheinandergekommen ist. Einfach menschlich, kann vorkommen.

Lange dauerte es dann auch nicht, bis die erste Legende auf die Bühne kam und das war der Keyboarder Paul Morris, der trotz einer kürzlich vorgenommenen Operation dabei war. Er blieb auch den ganzen Abend an den Keys und bereicherte Bonfire um diese Komponente.

Mit James Christian von der Band „House of Lords“ ging es mit den Rocklegenden weiter. Die Band gibt es bereits seit 1988. Zwar kannte ich ihn von seiner Optik her nicht, aber die Stimme kam mir sehr bekannt vor. Sie hat eindeutig Wiedererkennungswert. Es war ein wirklich interessanter Beginn mit ihm und er versuchte auch schon das Publikum zu animieren, welches noch etwas verhalten reagierte.

Nach ihm folgte Dieter Hertrampf, der lange Zeit bei den Puhdys aktiv war. Wow, jemand von den Puhdys, dass ich das nochmal erleben durfte, war schon ein Knaller. Drei Songs lang war er mit auf der Bühne und beim Song „Alt wie ein Baum“ wurde sogar mitgesungen. Vermutlich bin ich für diese Songs dann doch etwas zu jung. Aber gerockt hat es und das gefiel auch mir.

Nach ihm durfte sich die einzige Dame die Ehre geben und es war Robin Beck, die man durchaus kennen kann, schließlich hat sie den bekannten Coca-Cola-Song Ende der 80er Jahre gesungen. Dieser hat übrigens den Titel „First Time“. Dass sie immer noch eine wirkungsvolle Bühnenpräsenz hat, zeigte sie sehr eindrucksvoll. Passend zu ihrem bekanntesten Song verschenkte sie auch eine Flasche Cola an eine Dame. Aber wo wäre der Spaß gewesen, wenn die Flasche nicht vor der Übergabe noch einmal richtig durchgeschüttelt würde? Genau das machte sie nämlich.

Es folgte ein weiterer Bonfire Song und eine kurze Pause, in der ich eine leckere Currywurst aß und anschließend etwas trinken wollte. Doch leider war an der Getränkeausgabe in der Batschkapp, im Konzertraum, nur eine Dame, die zu viele durstige Gäste bedienen musste. Vielleicht hätte man wenigstens in der Pause jemanden dazubeordern sollen, die Schlange war doch recht lang.

Schnell war die Pause auch wieder vorbei und bevor die nächste Legende auf die Bühne kam, wurde ein legendärer Song gecovert. „Child in Time“ von Deep Purple war der gewählte Titel und dieser war wirklich hervorragend gespielt. Ganze zehn Minuten wurde dieser klasse Song gespielt und dafür gab es auch den berechtigten Applaus. Ein kleiner Faux-Pas passierte Alex bei dem Song, als er einmal zu spät für seinen Part ansetzte, aber es fiel kaum auf.

Weiter ging es mit dem nächsten Großen aus der Rock und Metal-Szene und es kam mit ihm richtig Leben auf die Bühne. Johnny Gioeli, derzeit bei Axel Rudi Pell als Sänger aktiv, animierte mit seiner Art auch die Zuschauer zum Mitmachen, mitklatschen und auch zum Mitsingen. Nun waren die Gäste auch nicht mehr so zurückhaltend, wie noch zu Beginn. Auch er war für drei Songs auf der Bühne und das Highlight war das Cover von „Halleluja“, das er gemeinsam mit Alex sang und dabei, bestimmt nicht nur bei mir, Gänsehaut erzeugte.

Nach ihm wurde es mit Chris Boltendahl (Grave Digger) noch eine Spur härter und metallischer. Mit „The Clans are marching“ und „Heavy Metal Breakdown“ konnte er die Gäste erstmalig so richtig aus der Reserve locken. Party pur und mein Geschmack war das ohnehin. Typisch für ihn war natürlich das Tragen des Rocks und seine außergewöhnlich geniale Art zu singen. Fantastisch war es und die Zeit rannte förmlich davon. Aber das Ende war noch nicht in Sicht.

Auch Toto ist in der Musikwelt bis heute ein Begriff. Dass man mit Bobby Kimball den originalen Sänger von der Anfangszeit sehen und hören durfte war schon der Wahnsinn, schließlich ist er schon länger nicht mehr aktiver Sänger der Band. Mit Bonfire zusammen sang er natürlich den bis heute bekanntesten Song „Africa“, aber auch „Hold the line“. Erneut feierten die Gäste, klatschten, applaudierten und sangen mit. Bobby erzählte auch ein wenig von seiner Zeit in Deutschland, wie sehr sie im gefallen hat und hatte sichtlichen Spaß daran auf der Bühne zu sein.

Ihm folgte Geoff Tate auf die Bühne, der mit der Band „Queensryche“ bekannt wurde. Seine kraftvolle und zugleich gefühlvolle Stimme gaben der Musik eine besondere Note, die auch sehr gut bei den Zuschauern ankam. Von der guten Stimmung getragen war auch er mit Elan dabei und schenkte dem Publikum mehrere Male ein Lächeln, während er beim Singen hochkonzentriert in seiner Welt war.

Fast schon gegen 23 Uhr kam auch die letzte Legende des Abends auf die Bühne. Dave Bickler war es, der noch einige Survivor Songs, darunter „Eye oft he Tiger“, präsentieren konnte. Man sah ihm sein Alter schon an, aber textsicher und stilvoll mit seiner Mütze war er allemal. Ihn zu sehen war ein absolutes Highlight. Schließlich beherrscht er die Bühnenarbeit noch immer sehr gut und konnte damit zeigen, dass er dort zu Hause ist.

Nach ihm versammelten sich alle Legenden zum Abschlusssong auf der Bühne und verabschiedeten sich nach einem legendären Abend in die Nacht.

Taylor Davis berührte Herz und Seele ihres Publikums mit ihrem Violinen Spiel bei ihrem Auftritt am 02.11.2018 im Frankfurter Club „Das Bett“

Es war schon ein ausgesprochen schöner und interessanter Abend im Frankfurter Club „Das Bett“, als Taylor Davis für etwas mehr als eine Stunde ihr Können an der Violine präsentierte.

Doch bevor ich überhaupt dazu kam mir ihr Können an der Violine live anzusehen, hatte ich mir einige ihrer YouTube Videos angesehen, denn darüber wurde sie erst bekannt. Ihre Videos als auch ihr Violinen Spiel haben mir dabei so sehr gefallen, dass ich die Chance wahrnahm, um sie in Frankfurt zu sehen. Bereut habe ich diese Entscheidung definitiv nicht.

Einige Bilder von Taylor Davis bei ihrem Auftritt

Ich würde sagen, dass gut 200 oder mehr Menschen da waren, als Taylor mit einem strahlenden Lächeln auf die Bühne kam und ihr Publikum begrüßte. Das Publikum war übrigens sehr bunt gemischt. Von ganz jung bis ins hohe Alter, vom Anzugträger bis zum Freigeist waren sie alle versammelt und sahen gebannt auf Taylor, als sie zu spielen begann.

Was ich sehr toll fand, neben ihrem wirklich sehr guten Violinen Spiel war, dass im Hintergrund das entsprechende Video zur Musik lief. So hatte der Fan immer wieder die Möglichkeit ihr gesamtes Werk zu sehen. Also nicht nur wie sie spielt, sondern auch die gemachten Videos führ ihre Musikstücke. Mir fiel dabei immer wieder auf, dass sie absolut synchron mit sich selbst ist, sozusagen.

Immer wieder lächelte sie beim Spielen, sah zu den Fans, schloss die Augen wieder und spielte konzentriert weiter. Es waren immer mehrere Titel am Stück, die dann von einer kurzen Pause unterbrochen wurde, in der sie entweder trank oder sich vorstellte, etwas zu sich erzählte und sich vor allen Dingen hundertfach bei ihren Fans bedankte, die ihr diese Karriere überhaupt erst ermöglicht haben.

Bedankt hat sie sich wirklich sehr oft und gewiss aus tiefstem Herzen und nicht einfach nur daher gesagt. Das sah man ihr einfach an, wie sie sich freute. Bei den ersten Unterbrechungen, in denen sie redete, war sie wirklich sehr schnell im Sprechen. Geschuldet war das wohl ihrer Nervosität und Aufregung, die sie ebenfalls eingestand.

Musikalisch präsentierte sie viele ihrer tollen Cover und auch das ein oder andere aus ihrer eigenen Kreation wie „Starfire“, was mir sowohl musikalisch als auch von der Umsetzung auf dem Video sehr gefiel. Es war immer wieder ein hin und her sehen von der Leinwand hinter Taylor und zu ihr. Häufig bewegte sie sich sehr identisch zu den Bewegungsabläufen im gezeigten Video.

Ihre Cover kommen aus der Film- Serien- und Animewelt, wovon ein Titel „He’s a pirate“ (Fluch der Karibik) und ein anderer aus Naruto (Sadness and sorrow) kamen. Dabei kamen weitere Instrumente zu den Musikstücken vom Band. Darunter Klavier oder auch eine weitere Gitarre usw. Obwohl alles ohne Worte, kann man bei ihrem Violinen Spiel wahrlich mitfühlen. Sie beherrscht es absolut.

Dass die gute Stunde schnell vorbeiging, war irgendwie abzusehen und so passierte es auch. Den Abschluss ihres Auftritts war die Titelmusik von Star Wars. Das war ein richtig genial gewähltes Abschlussstück, das nochmal mit sehr viel Energie und ihren außerordentlichen Spielkünsten gespickt war.

Anschließend jubelten und applaudierten die Zuschauer ausgiebig und lange, sodass Taylor gar nicht anders konnte, als aus ihrem freudestrahlenden Lächeln und dem Jubel eine Zugabe zu spielen. Die Zugabe wurde ebenfalls mit einem fast noch lauteren Applaus gefeiert, doch leider war wirklich Schluss und nach einer kurzen Erfrischung zeigte sich Taylor sehr fannah und war für Gespräche und das ein oder andere Foto zu haben.

Ein wirklich toller Abend, der musikalisch berührte und eine gewisse Entspannung vom Stress des Alltags bot.

Poets of the Fall begeistern internationales Publikum in der Frankfurter Batschkapp am 24.10.2018

Es war schon erstaunlich, dass eine Band, wie die Poets, so ganz ohne Vorband anreisten und dementsprechend um 20:30 höchstpersönlich selbst in den Abend starteten.

Das hatte mich genauso überrascht, wie die Kontrolle am Einlass, die von zwei jungen gutaussehenden Damen vorgenommen wurde. Sonst ist es doch in political gender correctness getrennt. Ich glaube nicht, dass es deswegen Beschwerden gab. Wie dem auch sei, das vertiefen wir mal nicht.

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So gab es an diesem Abend also nur die Poets zu sehen und zu hören. Sie starteten mit einem älteren Song, gefolgt von einem aktuellen des Albums „Ultraviolet“. Diese Mischung hielten sie auch den Rest des Abends bei.

Vom Stil her war und ist es alternativer Rock mit einem ansprechenden Anteil des Keyboards, das auch Synth Einflüsse mitlieferte. Einen vergleichbaren Stil hatte ich zuletzt bei Sunrise Avenue gehört. Mir kam es aber so vor, dass die Anteile an Gitarrensolos bei den Poets deutlich größer sind. Dabei haben sich beide Gitarristen nichts geschenkt. Mir persönlich gefallen solche Einlagen wirklich sehr, weil sie nicht nur zeigen, dass die Künstler auf der Bühne ihre Musik spielen, sondern auch leben.

Die Wechsel zwischen den etwas schnelleren und etwas langsameren, gefühlvolleren Songs, verlief wie ein Faden, der nicht unterbrochen wurde; also sehr harmonisch.

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Später gab es auch Songs, bei denen die A-Gitarre ihre Einsätze fand. Dennoch zeigten die Musiker, dass sie ihre Musik leben und dementsprechend lebhaft zeigten sie sich fast durchgängig auf der Bühne. Dazu waren die Lichteffekte stets passend gewählt. Mal warm und hell, mal eher etwas dunkler und kälter und häufig schimmerte es Lila-Violett.

Auch die Interaktionen mit den Fans funktionierten. Sei es das Mitklatschen oder Mitsingen gewesen; beides klappte sehr gut und es gab von Marko auch Lob dafür. Eine besondere Erwähnung fanden jene Fans, die scheinbar während der Ultraviolet Tour auf ständiger Mitreise sind. Die Gruppe applaudierte und jubelte schon beinahe frenetisch, als sie erwähnt wurden.

So gab es dieses Gegenseitige im Prinzip den ganzen Abend, was sich schlussendlich auch bei der Zugabe zeigte. Es war rückblickend ein angenehmer Abend, der an den richtigen Stellen rockig und emotional von der Band geführt wurde.

Ein langes Set und viele Songs von Lord of the Lost beim Thornstar Tourauftakt in der Frankfurter Batschkapp am 04.10.2018 – supported by Scarlet Dorn

Einen Abend in der Batschkapp bei guter Musik zu verbringen, war das Ziel an diesem Abend, denn das ist auch schon ein Weilchen her, als ich das letzte Mal vor Ort war.

Zwar kannte ich Lord of the Lost nicht wirklich, eher nur zwei Songs, aber die gefielen mir. Und wenn sie schon mal in Frankfurt sind, dann kann ich auch mal eben mit dem Bus hin und mir die Band auch live ansehen. So mein Gedanke und genau das habe ich an diesem Abend auch getan.

Es war zwar nur die halbe Batschkapp geöffnet, aber dafür war es doch gut gefüllt gegen halb 8, als ich ankam. Natürlich war es vorne an der Bühne enger und voller, als es weiter hinten der Fall war, aber das ist einfach normal.

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Nachdem ich ein paar Bekannte getroffen habe, darunter Jan Heesch vom Rock Genuine Magazin, warteten wir auf den Beginn des Abends, der von der Band Scarlet Dorn eingeläutet wurde.

Wirklich bekannt war mir diese im Jahr 2016 gegründete Band nicht, dafür machten sie optisch auf der Bühne schon sehr viel her. Etwas dunkler angehaucht und mit emotionalen Liedern brachten sie die erste angenehme und gute Stimmung in die Batschkapp hinein.

Dass die Frontfrau „Scarlet Dorn“ die Blicke auf sich zog, ließ sich kaum vermeiden, schließlich gibt sie ihre Stimme zu der Musik, die sich im Bereich Dark Pop / Dark Rock ansiedeln lässt. Gefühl- und kraftvoll, klar und emotional brachte sie die Stimmung zur Musik mit ein. Natürlich war sei auch aufgrund ihres Outfits ein absoluter Hingucker, das möchte ich nicht unter den Tisch kehren.

Man sah den Musikern auf der Bühne an, dass sie sich auf diesen Auftritt freuten, denn sie hatten auch ein neues Bandmitglied dabei. Mir persönlich fiel das im musikalischen Sinne nicht auf, also ist die Integration wunderbar gelungen.

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So war es der angenehme Auftakt in einen Abend interessanter Musik und die Band aus Hamburg, Scarlet Dorn, hat ihre Aufgabe gemeistert. Nicht zu soft, nicht zu hart und an den richtigen Stellen emotional – das hat gefallen.

Nach der Umbaupause, die ungefähr 15 bis 20 Minuten dauerte, ging es auch schon weiter mit dem Hauptakt des Abends. Lord of the Lost kamen und der Jubel, als auch der Applaus kannten fast keine Grenzen. Ereignisreiche zwei Stunden konnten also beginnen.

Tatsächlich waren es zwei Stunden, in der die Band ihre Fans mit Klassikern und neuen Songs versorgte. Ein typischer Tour Start also, bei dem die Künstler noch voller Energie sind und durchaus auch mal länger machen, als eigentlich vorgesehen.

Es gab ganze 23 Songs zu sehen und zu hören und es begann mit „On This Rock I Will Build My Church“ – ein sehr guter, energiegeladener und eingehender Song der Band, der mir übrigens beim wiederholten Anhören immer noch gefällt.

Chris Harms verstand es von Anfang an das Publikum mitzunehmen. Sei es durch Gesten, Expressionen oder dem Auffordern des Mitklatschens gewesen. Die Fans waren jedenfalls von Beginn an – und auch über die gesamte Zeit hinweg – voll bei der Sache.

Anfangs stand ich noch sehr weit vorne, aber da es zunehmend enger wurde, habe ich mich in der Nähe des Fanartikelstands aufgehalten. Dort war Platz und Luft zum Atmen und die Sicht auf der Bühne immer noch gut. Der Platz wurde aber auch von anderen Gästen ausgenutzt, insbesondere um zu tanzen. Eine junge Dame vor mir war immer wieder dabei einen sehr expressionistischen Tanz aufzuführen. Sie hatte sichtlich Spaß und brachte das dadurch zum Ausdruck – sympathisch, nicht? Und nein, davon gibt es kein Bild; ich sage nur: DSGVO.  

Jedenfalls wurde auch viel mitgesungen. Größtenteils unaufgefordert, aber wenn dazu aufgefordert wurde, dann war es schon eine recht ordentliche Laustärke, die die Fans da rausbrachten. Mitsingen konnte ich jetzt nicht wirklich, denn wie erwähnt, kannte ich kaum Songs. Bei „Blood for Blood“, was relativ spät gespielt wurde, war es mir zumindest möglich ein paar Textbrocken herauszubekommen.

Dafür war aber auf der Bühne deutlich mehr los. Viel Rauch und Nebel, Lichteffekte, bei denen ich Epileptikern empfehle doch lieber zu Hause zu bleiben, Bewegung und Interaktionen.

Man kann also von einer sehr guten Bühnenperformance und Show sprechen, bei der sich die Musiker mit Lust auf das Spielen und Singen zeigten. Diese Kombination aus der Show, der Musik (Dark, bzw. Goth Rock) war sehr gut und kam an; selbst bei mir, der eher weniger aus dieser Richtung hört.

Wenngleich ich diese Art der Musik im Privaten eher seltener höre, darf ich nicht unerwähnt lassen, dass mir dieses Gesamtpaket, was Lord oft he Lost auf der Bühne anbieten, sehr gefallen hat und ich mir vorstellen kann, dieses auch noch einige weitere Male bei zukünftigen Shows anzusehen. Auch wenn ich weder tanze noch mitsinge, so hat dieser Stil bei einem Liveauftritt schon seinen Reiz und seinen Charme.

Auch das Akustiksolo von Chris beim Song „Cut me out“ ging sprichwörtlich unter die Haut. Seine kraftvolle und klare Stimme, gepaart mit Emotionen untermalten sein Können am Mikrofon sehr gut.

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Die Zeit verflog bei diesem Konzert ziemlich schnell und zum Abschluss passierte etwas eher Unübliches: für Gewöhnlich verlassen die Künstler die Bühne, lassen sich noch einmal ordentlich abfeiern, kommen wieder zurück und spielen die Extrasongs.

Nicht bei Lord oft he Lost. Warum von der Bühne gehen und nochmal zurückkommen? Das wäre doch unnötig, schließlich sind die Fans wegen der Band und die band wegen der Fans da. Dann doch lieber gemeinsam abfeiern und genau das passierte auch. Es gab viel Applaus und Jubel und die Band blieb da. Es gab als Zugabe noch drei weitere Songs: „La Bomba“, Forevermore und „Lighthouse“. Letzterer Song war übrigens ein sehr toller und gelungener Abschluss für den Abend, da dieser eher etwas langsamer und ruhiger ist. Eine tolle Wahl.

Jenny & the Mexicats feierten ihr 10jähriges Jubiläum am 02.10.2018 im Nachtleben Frankfurt mit lateinamerikanischer Rockmusik

Wieder war es Zeit für ein etwas anderes Konzert, das ich besuchen wollte. Rockmusik, die mit lateinamerikanischen Rhythmen und Melodien angehaucht ist, das war das Ziel des Abends und es führte mich in das Nachtleben in Frankfurt, das bei meiner Ankunft kurz vor 21 Uhr recht gut gefüllt war.

Wenn es auch sonst eher früher als später losgeht im Nachtleben, war der Konzertbeginn dieses Mal etwas verspätet. Aber das lag mitunter auch daran, dass noch Gäste den Weg in den Keller fanden.

Was die Gäste betraf, war es bunt gemischt und eher der mittlere Altersbereich, der sich zu diesem Konzert einfand. Aber ich erkannte auch viele Menschen mit dem passenden lateinamerikanischen Aussehen für diesen Abend und es wurde auch viel geredet, vor allem spanisch wurde gesprochen.

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Es war irgendwie abzusehen, dass ich die Texte der meisten Songs nicht verstehen werden würde, aber ist das bei Musik so wichtig? Ich finde nicht, denn die Emotionen, die durch die Instrumente und den Gesang an sich übertragen werden, kann man trotzdem erkennen und spüren, gar fühlen.

So genoss ich zumindest die Musik und den schönen Gesang, wenngleich ich keine Ahnung hatte, was da eigentlich gesungen wird. Aber so traurig konnte es nicht gewesen sein, denn die Art der Musik war schon mehr in Richtung „Spaß und Freude am Leben haben“.

Den Spaß an der Musik und am Auftritt hatte insbesondere Jenny, die sehr häufig tanzte und lachte; ja sogar wenn das Mikro vor dem Mund war, sodass man ihr Lachen hören konnte. Sowas ist einfach sehr authentisch und zeigt auch, dass die Musiker ihre Musik leben und nicht nur zum Zweck spielen.

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Aber auch die anderen Musiker an ihren Instrumenten zeigten sich sehr lebhaft und auch während den Songs versuchten sie mit dem Publikum zu interagieren, zu reden, lustige Anekdoten aus ihrer Bandgeschichte zu erzählen. Leider meistens auf Spanisch und nur sehr wenig auf Englisch, weswegen ich eher weniger verstanden habe.

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Wobei Rock wohl nicht ganz so passend ist als Genre. Dieses wird nämlich als Flamenco, Indie Folk und Cumbia angegeben. Okay, gut, ich fand es rockig mit lateinamerikanischen Einflüssen. Und Jenny kann nicht nur tanzen und singen, sondern auch Trompete und Gitarre spielen. Ein Multitalent auf der Bühne mit sehr viel Charme. Ob lauter und energischer, oder etwas leiser und gefühlvoller, auf Englisch oder auf Spanisch.

Mich hat der gesamte Auftritt sehr beeindruckt, denn ich hätte nicht erwartet, dass mir diese Art der Musik doch so gut gefällt. Ich bräuchte nur noch Spanischkenntnisse und ein kleines Feuerchen der Tanzbewegungen wegen. Aber ansonsten war es wirklich ein toller Abend, der den Zuschauern gefallen und Spaß gemacht hat. Gute Musik und Unterhaltung, genau das wünscht man sich und bei Jenny mit ihren Mexicats bekommt man dies auch.