Special Teams ausschlaggebend für den 5:1 Erfolg der Löwen Frankfurt gegen die Lausitzer Füchse

Ein weiteres Mal hatten die Löwen die Tabellenführung inne und dieses Mal war es kein Kellerkind, sondern eine Spitzenmannschaft, die zum Gastspiel in Frankfurt antrat.

Mit den Lausitzer Füchsen aus Weißwasser kam ein Gegner in die Mainmetropole, der sich, zumindest nach Tabellenplatzierung, als ebenbürtig erweisen sollte. Zumindest in Teilen des Spiels war dem auch so.

Das Spiel verfolgte auch ein altbekannter Gast in der Eissporthalle zwischen den 5.228 Zuschauern: Pat Lebeau. Mehr als den Namen muss man doch nicht sagen, oder?!

Hier geht es zu den Bildern des Spiels

Zu sehen war, dass die Hausherren das Spiel, wie immer, offensiv gestalteten, aber im Abschluss noch erfolglos blieben. Das hätte sich in der ersten Überzahlsituation ändern können, aber eine unglückliche Strafe beendete diese frühzeitig. Bei 4 gegen 4 schienen die Gäste etwas effektiver zu sein und spielten ihre kurze Überzahl auch gut aus. Sogar so gut, dass mit Ende der Löwen-Strafzeit auch das Tor zum 0:1 fiel.

Frankfurt blieb dennoch spielbestimmend, fand aber im ersten Drittel noch keine Antwort und hätten beinahe im zweiten Drittel das nächste Gegentor hinnehmen müssen, doch Ilya Andryukhov rettete zwei Mal kurz hintereinander mit tollen Reaktionen und beließ es bei dem einen Tor Rückstand.

Dieser Rückstand wurde kurz darauf egalisiert. Mick Köhler ließ Franzreb im Tor der Gäste keine Chance bei seinem Schuss links vor dem Tor.

Das Spiel war nun offener, beide Seiten kamen zu Chancen. Während die Löwen bei eigener Unterzahl fast den Führungstreffer erzielten, hatten die Gäste in ihrer Überzahlsituation Schwierigkeiten eine gute Schussposition zu finden. Hier zeigten die Löwen ein sehr gutes Unterzahlspiel, das aggressiv, aber nicht übermotiviert aussah.

Gut eine Minute vor Ende des zweiten Drittels nutzte Tim Schüle die Spielertraube vor dem Tor, um einen seiner starken Direktschüsse von der blauen Linie abzufeuern. Mit Erfolg. Der Puck landete zur 2:1 Führung im Netz und diese wurde in das letzte Drittel mitgenommen. Ebenso eine Strafzeit von Daniel Spang.

Aber die Unterzahl wurde zu Beginn des letzten Drittels überstanden. Dafür zeigten die Löwen einige Minuten später, wie ein erfolgreiches Überzahlspiel aussieht. Mit Druck und guten Pässen landete der Puck bei Tim Schüle, der ein weiteres Mal von der blauen Linie einnetzen konnte.

Nur eine knappe Minute später fiel das 4:1 dem eine kleine Boxeinlage zwischen Frankfurts Meisinger und Weißwassers Adam folgte. Der Punktsieg ging wohl an Meisinger, denn er bekam zwei Minuten weniger aufgebrummt, was in eine weitere Überzahlsituation für die Löwen mündete.

Auch dieses konnte erfolgreich gestalten werden, so dass die Löwen binnen 2 Minuten und 11 Sekunden drei Treffer erzielten, die das Spiel entschieden.

Zwischendurch gab es noch einen Pfostenkracher und weitere gute Chancen auf Frankfurter Seite, während sich die Gäste im Verlauf des letzten Drittels immer mehr abmeldeten und keine eigenen Akzente mehr setzen konnten.

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 5:1 (0:1 2:0 3:0)

0:1 Jordan George ( Vincent Hessler , Anders Eriksson ) EQ 11:23
1:1 Mick Köhler ( Dalton Yorke , Tim Schüle ) EQ 30:53
2:1 Tim Schüle ( Dávid Skokan , Antti Kerälä ) EQ 38:58
3:1 Tim Schüle ( Brett Breitkreuz , Dávid Skokan ) PP1 48:40
4:1 Maximilian Eisenmenger ( Kevin Maginot , Eduard Lewandowski ) EQ 49:43
5:1 Matthew Pistilli ( Dávid Skokan , Tim Schüle ) PP1 50:51

Zuschauer: 5.228

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Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse – 28.12.2017

Nach diesem Spiel brauchte ich eine Weile um etwas Abstand von den Emotionen zu bekommen, die sich an diesem Abend auftaten. Einmal drüber schlafen und den Kopf mit anderen Dingen füllen, ehe ich mich diesem Bericht annehmen konnte.

Gut gefüllt war es in der Eissporthalle mit 5.434 Zuschauern, die sich dieses Spiel gegen die Mannschaft aus Weißwasser ansehen wollten. Auch zahlreiche Gästefans waren vor Ort. Übrigens liegt der Zuschauerschnitt in Frankfurt pro Spiel bei 4.636 Zuschauern. Das ist der Spitzenwert in der DEL 2 – mit 1.350 Zuschauern im Schnitt mehr vor den Kassel Huskies, die Rang 2 in dieser Statistik belegen.

Noch ein interessanter Fakt zu dem Zuschauerschnitt: Mit 4.636 Zuschauern pro Spiel würde man in der DEL auf Rang 7 stehen und damit folgende Mannschaften hinter sich lassen: Iserlohn, Bremerhaven, Krefeld, München(!), Schwenningen, Straubing, Ingolstadt und Wolfsburg.

So viel zu den Zuschauern, aber noch eine ganz andere Statistik, die ich mal an dieser Stelle zu den Löwen aufführen möchte. Es geht dabei um die Strafzeiten. Das ist ebenfalls eine Statistik, die die Löwen mit Abstand zum 2. anführen. (Das Spiel gegen die Lausitzer Füchse ist schon mit eingerechnet)

Mit 597 Strafminuten nach 30 Spielen spielt Frankfurt durchschnittlich ein ganzes Drittel pro Spiel in Unterzahl. Die Heilbronner Falken, welche den zweiten Rang belegen, haben „nur“ 455 Strafminuten auf der Uhr nach ebenfalls 30 Spielen.

Aber nun mal langsam zum Spiel und zum ersten Drittel:

Es war ein schönes Spiel, ein schnelles Spiel, mit vielen Chancen auf beiden Seiten und wenigen Unterbrechungen. So möchte ich Eishockey sehen. Ein Spiel, in dem sich beide Mannschaften wenig schenken und die Schiedsrichter nur eine Nebenrolle bekleiden.

In Sachen Chancenverwertung waren aber beide Mannschaften nicht besonders gut. Wenn die Schüsse nicht durch beide Defensiven aufgehalten und geblockt wurden, entschärften sie die Torhüter.

Auch bei den Überzahlsituationen zeigten beide Mannschaften in diesem Drittel starke Abwehrarbeit. Aber kurz vor Ende des Drittels, nach einer Unterzahlsituation, die die Frankfurter überstanden, kamen diese nochmal zu einer Konterchance. Links vor dem Tor der Füchse sollte ein Querpass kommen, der jedoch abgefälscht wurde und den Weg ins Tor fand. Da war auch der Torhüter machtlos und musste hinter sich greifen.LFLF281217 (12 von 47)

Dieses durchaus interessante Spiel, bis zu diesem Zeitpunkt, ging mit einer 1:0 Führung für die Löwen in die erste Drittelpause.

Zum zweiten Drittel:

Das schöne Spiel aus dem ersten Drittel wurde nun mehr und mehr langsamer und der Spielfluss wurde auf beiden Seiten gehemmt. Das lag nun weniger an beiden Teams selbst, eher mehr an den Schiedsrichtern, die mit ihren Entscheidungen für Unmut sorgten. Das aber auf beiden Seiten. Problematisch wird sowas meistens dann, wenn kleinlich gepfiffen wird, aber keine glasklare Linie in der Spielführung zu erkennen ist.

Das sorgte natürlich für deutlich mehr Unterbrechungen und Strafzeiten und die Defensivabteilungen sahen in diesem Drittel auch nicht mehr so gut aus. In einer Überzahlsituation der Füchse kamen sie auch zum 1:1 Ausgleich, wobei das Tor mehr einem Konter glich, der mit einem Schuss aus dem linken Bullykreis zum Torerfolg führte.

Zwar versuchten sich die Löwen von diesem Rückschlag schnell zu erholen und fuhren ihrerseits Angriffe, wurden aber mit der nächsten Unterzahlsituation konfrontiert, in der auch das 1:2 und somit die Führung für die Füchse fiel.LFLF281217 (19 von 47)

Nur kurze Zeit später durften die Löwen ihrerseits in Überzahl antreten und waren ebenfalls erfolgreich. Ein schnelles 2:2 stand somit auf der Anzeigetafel, doch es gab den Videobeweis, welcher aber nach kurzer Zeit das Tor bestätigte.LFLF281217 (27 von 47)

So begann das Spiel sozusagen wieder von vorne. Die Schnelligkeit aus dem ersten Drittel erreichte es aber nicht mehr, zu verunsichert wirkten beide Seiten ob der unklaren Linie der Schiedsrichter, die langsam immer mehr in den Fokus rückten und mit ihren Entscheidungen immer wieder für fragende Gesichter sorgten.

Viele Chancen gab es in dieser Phase nicht, und die, die es gab, versiebten zumeist. Dafür gab es gegen Drittelende die nächste Strafzeit gegen die Füchse. Und auch diese Überzahlsituation wurde von den Löwen mit einem Tor erfolgreich ausgespielt. Zwar war das Tor verschoben und es gab erneut einen Videobeweis, aber auch dieses Tor blieb auf der Anzeigetafel.

Wie erwähnt, war das Tor verschoben und musste wieder in die Verankerung gebracht werden. Da das ein wenig dauerte, entschieden die Schiedsrichter, dass die Drittelpause etwas früher beginnt. So blieben noch 1:40 im zweiten Drittel übrig, die nach der Pause fertig gespielt wurden.LFLF281217 (29 von 47)

Noch eine kleine Anekdote zum zweiten Drittel, in welchem sich die Schiedsrichter den Unmut der Zuschauer stellen mussten. Es flog ein Gummihuhn auf das Eis, aber die Schiedsrichter waren sich zu fein bei dieser spaßigen Tradition mitzumachen und sich als „Hühnerdieb“ titulieren zu lassen. Verständlich, dass dadurch der Unmut der Frankfurter Zuschauer noch größer wurde.

Dafür dachte sich der Füchse-Spieler mit der Rückennummer 10 (Maximilian Adam): „dann räume ich das Huhn eben auf und werfe es hinter unsere Spielerbank“. Das machte er auch. Dass es eine Unsitte in Frankfurt ist, wusste er wohl nicht. Und so musste er in der Folge damit leben, dass er ausgepfiffen wurde, sobald er in Puckbesitz war. Vermutlich wusste er nicht einmal, was er falsch gemacht hatte um diese Reaktionen des Publikums zu erhalten. Immerhin ist sein Bekanntheitsgrad in Frankfurt spontan durch die Decke gegangen.

Zum dritten Drittel:

Dieses Drittel begann mit einer Strafe gegen die Füchse, wenngleich man diese meines Erachtens gar nicht hätte geben müssen. Aber wenn sich die Schiedsrichter nicht schlüssig sind, bei einem eingeklemmten Puck an der Bande, das Spiel zu unterbrechen und mit einem Bully weiterzuführen, dann kommt eine Spielverzögerung dabei raus.

Diese Überzahl wurde nicht genutzt und so ging es in diesem Drittel weiter. Viele Nicklichkeiten blieben ungeahndet und Strafzeiten wurden nach, sagen wir, Eigenermessen ausgesprochen. Dass diese Art der Spielführung bei keinem so wirklich, und insbesondere bei den Frankfurter, Anklang fand, war auch auf dem Eis zu sehen. Häufige Diskussionen mit den Schiedsrichtern und Hinweise auf Szenen, die ignoriert wurden, waren eine Folge der schwachen Schiedsrichterleistung.

Dennoch gelang den Frankfurtern das 4:2 fünf Minuten vor Spielende. Natürlich in Überzahl. Und was nach diesem Tor passierte entzog sich meinem Verständnis. Dass ein Löwenspieler ungeschickt in den Zweikampf geht und somit eine unnötige Strafzeit gegen sich heraufbeschwört ist eine Sache. Dass sich ein weiterer Spieler dazu hinreißen lässt die Schiedsrichter auf ihre schwache Leistung hinzuweisen eine andere. Jedoch muss das in einem Ton passiert sein, der dazu führte, dass dieser mit einer Disziplinarstrafe belegt wurde und somit Feierabend hatte. Grund hierfür war eine weitere Strafzeit gegen Frankfurt, zu der ich nicht viel sagen kann, denn die Szene passierte auf der mir gegenüberliegenden Seite. Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass beide Spieler eine Meinungsverschiedenheit hatten oder einen robusten Zweikampf führten, wovon aber nur einer letztendlich mit einer Strafe belegt wurde.

Diese Vorlage, die die Löwen mit den Schiedsrichtern zusammen lieferten, wurde auch umgehend doppelt bestraft. Bei doppelter überzahl fiel das 4:3 und bei einfacher Überzahl das 4:4.LFLF281217 (41 von 47)

Nun war so ziemlich alles von der Rolle, was von der Rolle sein kann. Die Löwen mit ordentlich Wut im Bauch und die Schiedsrichter kopflos. Es war doch so ein schönes Spiel zu Beginn. Jedenfalls gab es kurz vor Schluss eine Szene, die klarer nicht hätte sein können, aber ungeahndet blieb.

Dabei ist mir aufgefallen, dass ein Schiedsrichter gerade damit beschäftigt war die Teile eines zerbrochenen Schlägers aufzusammeln – während das Spiel lief(!) und somit diese Szene gar nicht sehen konnte. Ein Spieler der Löwen setzte zum Kontern an und wurde daran mit einem Beinstellen gehindert. Wenigstens der zweite Schiedsrichter hätte das sehen müssen. Blieb aber regungslos. Dafür wurde das Revanche Foul mit einer Strafzeit geahndet. Ob es nun so clever war, sich kurz vor Schluss zu so einer Tat hinreißen zu lassen, sei mal dahingestellt. Wobei, nein, eigentlich war es nicht sonderlich clever. Gerade, wenn man weiß, dass die Schiedsrichter kleinlich und nach ihrem Ermessen pfeifen, wäre es besser gewesen, sich zu beherrschen. Und wenn man das nicht kann, dann bitte Handschuhe aus und dem Gegenspieler zeigen, dass man die Faxen dicke hat. Dann lohnen sich diese zwei Strafminuten wenigstens noch.

Dass diese Szene erneut für Zündstoff, Diskussionen und mehr sorgte, war zu erwarten und so kam es auch. Selbst auf der Trainerbank Frankfurts wurde es laut, sogar so laut, dass man den Trainer Frankfurts durch das Stadion hören konnte. Das will mal was heißen. Leider gab es dafür direkt die nächste Strafzeit, welche dazu führte, dass die Löwen in doppelter Unterzahl spielen mussten. Zwar gelang es ihnen das 4:4 noch über die Zeit zu retten, aber in der Overtime passierte, was passieren musste: Weißwasser machte das entscheidende Tor und gewann dieses Spiel mit 4:5 nach Verlängerung.LFLF281217 (47 von 47)

Wenn damit auch das ganze Theater vorbei gewesen wäre, wäre es schön gewesen, aber der Ablauf der Geschehnisse ließ dies einfach nicht zu. Erneut wurden Diskussionen mit den Schiedsrichtern geführt, woraufhin ein weiterer Löwenspieler nach dem Spiel eine Disziplinarstrafe erhielt – wegen Beschimpfung von Offiziellen.

Aber auch von den Rängen kamen Pfiffe und Buh-Rufe und das in einer Laustärke, die ich so noch nicht erlebt habe. In all den Jahren nicht. Ganz laut wurde es dann noch, als die Schiedsrichter zuletzt das Eis verließen.

Nun gut, die Schiedsrichterleistung an diesem Abend war unterdurchschnittlich und für Profisport nicht zumutbar. Das gilt für das gesamte Spiel, also für beide Mannschaften.

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 4:5 n.V. (1:0 2:2 1:2 0:1)

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Beide Trainer haben sich in der Pressekonferenz nach dem Spiel einheitlich dazu entschieden nichts zu der Schiedsrichterleistung zu sagen, da dies ohnehin von Seiten der DEL2 nicht gewünscht wird. Aber das ist schon Aussage genug.

Da ich aber kein Offizieller bin, richte ich nun ein paar Worte an einen der beiden Schiedsrichter:

Werter Herr Ulrich Hatz, bitte geben Sie das Karnevalskostüm, das Sie fälschlicherweise zum Eishockeyschiedsrichter macht, wieder zurück an den Kostümverleih. Falls es doch Ihnen gehört, verbrennen Sie es bitte, legen es dann in eine Urne, verbrennen auch diese, verstreuen die Asche im Wald und gehen bitte Ihrer Tätigkeit als Architekt nach, welche Sie (hoffentlich) besser beherrschen. Bitte hören Sie auf, den Sport, den wir so sehr lieben, weiterhin zu malträtieren. Sehr viele Menschen wären Ihnen sehr dankbar dafür. Sie standen nun schon so oft in der Kritik und wenn man Ihren Namen googelt, dann finden sich zahlreiche Beiträge mit den Titeln „Skandalspiel“ usw. Das sollte Ihnen doch mittlerweile zu denken geben. Ich bitte Sie also im Namen sehr vieler Geschädigter die Finger vom Eishockey zu lassen. Recht herzlichen Dank.

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse – 29.09.2017

Vor diesem Spiel war die Favoritenrolle nicht wirklich klar. Während Frankfurt zwar mit 4 Siegen aus 4 Spielen, davon 2 in Verlängerung, aufwarten kann, haben die Füchse bereits gezeigt, dass sie mit Top Teams durchaus mithalten können, wie zum Beispiel bei den Niederlagen in Kassel und gegen den derzeitigen Tabellenführer aus Crimmitschau, in der Verlängerung. Zumindest von den letzten Ergebnissen her sollte dies ein spannendes Spiel werden und wenn ich ein Ergebnis vor dem Spiel hätte tippen müssen, würde ich sagen, dass die Frankfurter das Spiel in der Verlängerung für sich entscheiden. Und wie es sich mit Tipps so verhält, sollte es ganz anders kommen.

Ich war an diesem Abend sehr spät dran. Im Prinzip wäre ich pünktlich zu Spielbeginn in der Halle gewesen, aber der Spielbeginn wurde um 10 Minuten nach hinten verschoben, da die Gastmannschaft aus der Lausitz auch im Stau gestanden hatte. Noch einmal Glück gehabt. So konnte ich mir nach der Hektik erst einmal etwas zu trinken besorgen und mich zu den Stehplätzen begeben.

Zum 1. Drittel:

Ganz positiv für die Frankfurter war, dass sie mal keine Strafe in den ersten Sekunden hinnehmen mussten. So konnten sie direkt das Heft in die Hand nehmen und als Heimmannschaft auch dementsprechend agieren. Es ergaben sich viele gute Chancen zu Beginn für Frankfurt, die aber ungenutzt blieben. Während die Füchse aus der Lausitz noch irgendwie nach einem Weg in das Spiel suchten, half eine Strafe gegen Frankfurt dabei. Doch die erste Überzahl der Füchse blieb ungenutzt und wäre sogar fast nach hinten losgegangen. Ein Alleingang eines Frankfurters nach einem Fehlpass in der Offensivzone konnte aber nicht in ein Tor umgewandelt werden.

Während bei numerischer Gleichzahl auf dem Eis wieder Frankfurt mit mehr Dominanz agierte, wurde ein weiterer Alleingang nur mit einem Foul unterbunden. Penalty für Frankfurt; jedoch ging der Schuss am Tor vorbei. In der Folge hatten die Füchse ein paar sehr gute Chancen, die aber der Goalie und die hart arbeitende Verteidigung der Löwen abwehren konnten. Doch eine weitere Unterzahl der Frankfurter führte zum 0:1 für die Füchse, die ihre Überzahl dieses Mal besser ausspielen konnten.LFLF290917 (6 von 38)

Aber diese Führung änderte am Spielablauf nicht wirklich etwas. Weiterhin waren es die Frankfurter, die den Ton angaben und Angriff um Angriff fuhren. Dabei führte ein Fehlpass der Frankfurter vor dem Tor der Füchse zu einer riesen Chance, da der Puck über Umwege wieder zurückkam. Diese Chance ließen sie sich nicht nehmen und netzten zum 1:1 Ausgleich ein. Kurz darauf durfte nun auch Frankfurt in Überzahl agieren und diese wurde schnell ausgespielt und erfolgreich zum 2:1 kurz vor der Drittelpause genutzt. Und mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Drittelpause.

 

Zum 2. Drittel:

Dieses Drittel sollte sehr unterhaltsam werden. Weiter ging es genauso, wie es auch im ersten Drittel endete. Frankfurt im Dauerangriff, womit die Füchse ihre Probleme hatten. Die Probleme wurden deutlicher, als sie kurz hintereinander gleich zwei Strafen gegen sich bekamen. Frankfurt hatte nun die Chance in doppelter Überzahl, die sie auch sehr schnell zum 3:1 nutzen konnten. Kurz darauf fiel auch das 4:1 bei einfacher Überzahl. Ein Start nach Maß für die Löwen in das 2. Drittel. Direkt nach diesem Tor nahmen die Füchse eine Auszeit um sich neu zu sortieren. Aber geholfen hatte dies leider nicht viel. Es blieb dabei, dass die Frankfurter das Spiel machten und die Füchse immer mehr überforderte. Nach einer kleinen Rangelei an der Bande durften insgesamt 4 Spieler eine kurze Pause auf der Strafbank verbringen, während es weiter mit 5 gegen 5 auf dem Eis ging.

Die Überforderung machten sich die Löwen erneut zu Nutze und stellten den Spielstand auf 5:1. Da war noch nicht einmal die Hälfte des Spiels gespielt. Die Löwen nahmen nun sichtbar das Tempo ein wenig raus; jedoch wurde das Spiel dadurch nicht ausgeglichener. Zwar kamen die Lausitzer nun öfter in das Angriffsdrittel aber Chancen ergaben sich nicht wirklich, da auch die Defensive Frankfurts dagegenhielt.

Mehrere Minuten waren bereits vergangen, als die Schiedsrichter den Videobeweis konsultierten. Vorausgegangen war eine mögliche Torsituation für die Füchse, welche aber nicht eindeutig war, da der Puck von der Maske des Torwarts runtersprang, aber die Torlinie doch nicht überquerte. So entschieden die Referees auf kein Tor. Das anschließende Bully gewannen die Füchse, welche nicht zögerten und mit einem schönen Schuss das 5:2 erzielten. Da war auch der Torhüter machtlos. Wer rechnet denn mit sowas?

LFLF290917 (19 von 38)In der Folge wurden die Füchse mutiger und spielten mehr nach vorne. Dabei profitierten sie auch von einer Strafe gegen Frankfurt, durch welche sie in Überzahl spielen konnten. Doch beim Spielaufbau aus dem eigenen Drittel heraus wurde der Puck vertändelt und ein weiterer Alleingang eines Frankfurters auf das Tor der Füchse wurde abermals mit einem Foulspiel unterbunden. Erneut gab es einen Penalty für Frankfurt, der dieses Mal im Netz zappelte. Den Torhunger der Löwen war an diesem Abend nicht viel entgegen zu setzen.

Kurze Zeit später nutzten die Frankfurter eine weitere Überzahlsituation zum 7:2 aus. Schnell gespielt und eiskalt abgeschlossen. Die Fans der Löwen jubelten sogar noch ein weiteres Mal, als der Puck zum vermeintlichen 8:2 im Tor war. Aber die Schiedsrichter waren sich ob der unübersichtlichen Situation vor dem Tor nicht sicher und sahen sich das Geschehen nochmals per Videobeweis an und entschieden erneut, dass auch hier das Tor nicht gegeben werden kann. Das schien die Frankfurter nicht zu stören, die bei einem Konter dann doch das 8:2 erzielen konnten. Im Anschluss war dieses Drittel zu Ende.

 

Zum 3. Drittel:

In diesem Spielabschnitt ging es eher ruhiger zu. Während sich die Löwen darauf konzentrierten das Spiel mit weniger Tempo zu kontrollieren, wollten die Füchse nicht noch mehr eingeschenkt bekommen und verteidigten überwiegend. Man konnte ihnen sogar ansehen, dass sämtliche Motivation für mehr als das nicht vorhanden war. Chancen gab es aber noch für beide und eine davon nutzten die Frankfurter zum 9:2 aus. Das Spiel wurde körperloser und Frankfurt kontrollierte nach Belieben. Das 10. Tor wollte aber nicht mehr fallen und so lief die Zeit herunter bis dieses Spiel dann auch vorbei war.

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 9:2 (2:1 6:1 1:0)

 

 

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Die torhungrige Offensive der Frankfurter traf auf eine Mannschaft aus Weißwasser, die einen gebrauchten Tag erwischt haben. Mehr muss man dazu nicht sagen. Für die Füchse gilt nun: Haken dran und weiter gehts.