Konzertbericht zu Cradle of Filth und Moonspell – 07.02.2018 – Batschkapp Frankfurt

An diesem Abend war die Batschkapp leider nur zur Hälfte geöffnet und es waren zwischen 600 und 700 Gäste zum Auftritt der beiden Bands gekommen. Dabei wurde auch viel portugiesisch unter den Gästen gesprochen. Warum portugiesisch? Nun, Moonspell kommen aus der Nähe von Lissabon und haben durchaus sehr viele Songs im Repertoire, die in Landessprache gesungen werden.

Zur Bildergalerie geht es -hier- | Just click -here- for the picture gallery.

Und mit Moonspell ging es auch pünktlich um 20 Uhr los. Die Bezeichnung „Vorband“ lassen wir bei dieser Gruppe weg, denn sie haben durchaus das Zeug und den Bekanntheitsgrad in der „dunklen Szene“, um selbst als Headliner touren zu können. Sie sind einfach schon seit Jahren mit Cradle of Filth befreundet und touren nicht das erste Mal gemeinsam.

Moonspell070218 (22 von 26)So kamen sie unter Applaus und Jubel auf die Bühne und eröffneten den harten Abend mit den ersten Songs des aktuellen Albums „1755“, was durchaus sofort zu einer dunklen Atmosphäre führte. Bereits zu Beginn mit einer Mischung aus orchestrischem Gesang, der düsteren Atmosphäre und der kraftvollen, sehr starken Stimme von Fernando Ribeiro, gingen dieser Bühnenauftritt und die Musik sofort durch Mark und Bein.

Auch das Bühnenoutfit, mit dem die Musiker selbige betraten, erinnerte mich an etwas sehr Düsteres. Dies untermalte die mitgebrachte Laterne, die Fernando mitbrachte. Irgendwie ein bisschen Undertaker (Wrestling Legende) – mit dem Outfit und seinem Gesang, der häufig gutturaler Natur ist, hat er mich und viele andere Gäste in den Bann von Moonspell gezogen.

Moonspell070218 (21 von 26)Die Mischung aus Dark und Gothic Metal kommt bei Moonspell sehr gut durch und rüber. Auch die Gitarrenriffs setzen sich schnell im Gehörgang fest. Zudem haben die Songs schnelle und langsam gespielte Passagen, die sich aber stets in das düstere, atmosphärische Konzept einfügen. Dabei verlieren sie ihre eigene Note zu keinem Zeitpunkt. Insbesondere die Songs vom Album „1755“ wirken mit den klassischen Zügen und einem leichten Hauch von Folklore sehr angenehm. Zwar habe ich kein Wort, von dem was gesungen wurde, verstanden, aber das ist wirklich relativ zu betrachten, denn die Energie, die mit dem kraftvollen Gesang einhergeht, überträgt sich auch so auf die Gäste. Teilweise hatte ich das Gefühl zu verstehen, auch wenn das wohl mehr durch das Einlassen auf diese interessante musikalische Mischung zurückzuführen ist.

[amazon_link asins=’B075H4HRW3,B00QLAIUO6,B004JNDZ8S‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’3b55928f-0cf3-11e8-b105-959b27b64eb3′]

Wichtig war natürlich auch, dass Ton und Sound gut aufeinander abgestimmt waren, sodass Gesang und Instrumente recht gut zu unterscheiden waren. Das ist bei einer Band, wie Moonspell nicht unwichtig, da immer wieder langsamere Passagen mit sehr markanten Riffs eingespielt werden. Ebenfalls kommt auch der Bass sehr gut zur Geltung bei manchen Liedern und da ist es sehr hilfreich, wenn man eben diesen gut heraushören kann.Moonspell070218 (13 von 26)

Der Auftritt auf der Bühne war sehr lebhaft und es wurde sehr häufig zum Mitklatschen und zum „Hey“ mit Fauststoß aufgefordert, was auch jedes Mal sehr gerne angenommen wurde. Die Fans waren ohnehin sehr angetan und haben sich mit Headbangen schon die Zeit vertrieben. Mitgeklatscht wurde auch, wenngleich es manchmal eher schwierig war. Doch da half die Anleitung von Fernando und schon machten viele mit. So hat sich der lebendige Auftritt von der Bühne auf die Fans übertragen, die es ihrerseits aktiv zurückgeben konnten.

Wen wundert es da, dass eine knappe Stunde so schnell vergeht, dass man sich verwundert umsieht, wo die Zeit schon wieder geblieben ist.

Kurze Informationen zu Moonspell:

Genre(s):  Dark Metal, Black Metal, Gothic Metal

Herkunft:  Brandoa (bei Lissabon), Portugal

Gründung:  1989 als Morbid God – 1992 Umbenennung in Moonspell

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Fernando Ribeiro

E-Gitarre:  Ricardo Amorim

E-Gitarre / Keyboard: Pedro Paixão

Bass:  Aires Pereira

Schlagzeug:  Miguel Gaspar

Nachdem Moonspell mit gebührendem Applaus verabschiedet wurden, begann der Umbau bzw. das Abräumen auf der Bühne und meine Wenigkeit ging ein wenig frische kalte Luft schnappen, bzw. etwas E-Zigarette im Zelt dampfen. Ich hätte mir ruhig etwas mehr Zeit lassen können, denn der Umbau dauerte gut 30 Minuten, ehe es mit dem Betreten der Bühne von Cradle of Filth noch ein Stück weit härter zugehen sollte. Musikalisch natürlich.

Zur Bildergalerie geht es -hier- | Just click -here- for the picture gallery.

CradleOfFilth070218 (11 von 47)Die erste Überraschung, die mir, abgesehen vom wirklich harten musikalischen Einstand, auffiel, war, dass Sänger Dani Filth kleiner war als ich dachte. Das macht für seine Gesangskünste jedoch keinen Unterschied. Von diesen war ich ohnehin stark beeindruckt, denn er beherrscht viele unterschiedliche Facetten und Gesangslagen. Wobei es auch manchmal mehr schreien ist. Aber er schafft auch sehr schnelle Wechsel zwischen tiefem gutturalen Gesang und dem sehr hohen Schreien, sowie normalem Gesang. Das fand ich über den Abend hinweg sehr beeindruckend. Vor allem deswegen, weil er auch nach über eineinhalb Stunden immer noch Stimme hatte.

Aber nicht nur die unterschiedlichen Gesangslagen, sondern auch der Umgang mit dem Mikrofon dabei waren sehr interessant zu beobachten. Je nach dem, welche Stimm- und Gesangslage er gerade darbietet, wechselt er die Position des Mikrofons. Beim gutturalen Gesang ist es teilweise neben dem Mund und bei den hohen Schreieinlagen eher etwas weiter weg und in Höhe der Nase.

CradleOfFilth070218 (29 von 47)Als deutlich sanfteren Ausgleich zu Danis harter und kraftvollen Stimme, gab es immer wieder Songs, in denen die Keyboarderin Lindsay Schoolcraft, Gesangsparts hatte. Diese waren beinahe etwas zu leise aber gut hörbar und stellten einen sehr angenehmen Gegensatz zu Dani dar.

Gut, dass ich bereits durch Moonspell wusste, dass die Tonanlage gut abgestimmt ist, denn es ist schwierig bei einer Band, wie Cradle of Filth, einzelne Instrumente, abgesehen vom Schlagzeug, wirklich gut herauszuhören. Insbesondere dann, wenn härtere und schnellere Songs und Passagen gespielt werden. Es ist zwar kein wildes Draufhauen, wie es bei Thrash Metal öfter mal der Fall ist, aber dennoch kaum eine Chance das eine Instrument wirklich herauszuhören. Dafür sind sie aber bei den langsameren Passagen in längeren Songs wirklich sehr gut hörbar und sogar sehr melodisch. Da erkennt man sogar, wie gut der Umgang mit den Instrumenten wirklich ist.

[amazon_link asins=’B073LF8BWX,B010BOQS3C,B01HSFH7KK‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’aa63237d-0cf3-11e8-abb6-4788b5e9deca‘]

Aber auch die Bühnenoutfits und Show an sich waren sehr passend für diese Band. Viele wechselnde Lichter, aber immer wieder rötlich und ganz viel Nebel waren schon an der Tagesordnung.CradleOfFilth070218 (26 von 47)

Was das Mitmachen der Gäste und Fans betraf, kann ich nicht wirklich viel sagen. Selbstverständlich wurde nach den Liedern applaudiert und gejubelt, aber Mitklatschen und Mitsingen waren kaum möglich. Auch für den Fauststoß mit „Hey“ dazu, war die Art der Musik einfach etwas zu schnell. Dafür habe ich aber viele Haare herumfliegen sehen, wodurch ich schließen kann, dass sehr viele dem Headbangen verfallen waren.

Ja, man muss dieses Genre „Dark Metal“ schon mögen, sonst hat man bei solchen Bands kaum einen Zugang. Aber wenn man ihn hat, dann kann man sich durchaus beeindrucken lassen und Spaß an dieser härteren musikalischen Gangart haben.

Kurze Informationen zu Cradle of Filth:

Genre(s):  Dark Metal, Extreme Metal

Herkunft:  Suffolk, England

Gründung:  1991

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Dani Filth (Daniel Lloyd Davey)

Gitarre:  Richard Shaw

Gitarre:  Ashok

Bass:  Daniel Firth

Keyboard / Gesang:  Lindsay Schoolcraft

Schlagzeug:  Martin Skaroupka

Werbeanzeigen

Legenden auf der Bühne: mein Konzertbericht zu Accept vom 04.02.2018 aus der Frankfurter Batschkapp – Heavy Metal as its best

Wer Rock und Metal hört, kommt an dieser Band aus Solingen einfach nicht vorbei. Sie sind eine feste Größe im internationalen Geschäft und auch nach fast 50 Jahren Bandgeschichte nicht von Bühnen und Festivals wegzudenken.

Zu diesem Abend gibt es auch eine eigene Bildergalerie: hier klicken.

Begonnen hatte der Abend jedoch zunächst mit der Vorband „Night Demon“ aus den USA. Pünktlich um 19:30 an diesem Sonntag kamen die drei Bandmitglieder auf die Bühne und legten direkt fulminant los.

Melodisch und mit starken Riffs glänzte Armand John Anthony, E-Gitarrist der Band, schon von Beginn an und bewies sofort, dass er das Gitarrenspiel, ob bei schnelleren oder langsameren Passagen, absolut beherrscht. Dazu passte natürlich, dass die Abstimmung der Tonanlage perfekt passte. Weder war es zu laut noch zu leise und die Instrumente, als auch der Gesang, ließen sich wunderbar heraushören.

In über 45 Minuten präsentierten sich die Jungs aus dem Sonnenstaat Kalifornien von ihrer kraftvollen und energiegeladenen Seite. Kaum ein Song wurde ohne entsprechende Solo-Einlagen präsentiert und auch Sänger und Bassist Jarvis Leatherby, konnte mit seiner kräftigen Stimme durchaus Stimmung in die bereits sehr gut gefüllte Batschkapp bringen.

[amazon_link asins=’B00P08LF2O,B0777GCNF1,B06ZXV9SL3′ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’e34ce348-0ab7-11e8-94cb-49e7bda7071b‘]Es ließ sich beobachten, dass die Gäste bereits bei dieser Vorband und dem Stil, den diese Band spielte, absolut Spaß hatten. Mitklatschen und Fauststoß ergaben sich durch Eigendynamik und wurden auch angestimmt und angenommen. Kaum wer, der bei den tollen melodisch rhythmischen Songs stillstand. Da aber der Platz nach und nach weniger wurde, beschränkte sich das Mitbewegen irgendwann vor Allem nur noch auf das Headbangen, aber auch das verbreitete sich schnell im Saal.

Den Stil, den sie spielen, erinnert richtig an „Old-School-Metal“ aus der Zeit des New Wave of British Heavy Metal, an deren Einflüssen sich die Band auch bedient und Parallelen zu Diamond Head, Metallica, Iron Maiden und weiteren Bands aufweist.

Es war also eine sehr passende Vorband an diesem Abend, die ganze 45 Minuten auf der Bühne verweilen und sich präsentieren durften. Wie schnell die Zeit dabei davonrannte, war schon beinahe beängstigend. Aber so ist das, wenn einem etwas gefällt. Auch die Gäste und Fans honorierten den sehr guten Auftritt mit Jubel und Applaus.

Kurze Informationen zu Night Demon:

Genre(s):  Heavy Metal

Herkunft:  Venture (Kalifornien), USA

Gründung:  2011

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Bass:  Jarvis Leatherby

E-Gitarre:  Armand John Anthony

Schlagzeug:  Dusty Squires

Die Umbaupause auf der Bühne dauerte ein wenig, ca. 35 Minuten ehe die Legenden die Bühne betraten. Zwischenzeitlich füllte sich die Batschkapp immer weiter, sodass ich vermute, dass diese so gut wie ausverkauft gewesen sein musste, denn es wurde eng und kuschelig. Doch als die Lichter ausgingen und Jubel, sowie Applaus aufkam, waren die Blicke auf die Bühne gerichtet und das Zwangskuscheln vergessen: Zeit für Accept!

Accept04122018p (31 von 46)Begonnen haben sie mit einem ihrer neueren Songs „Die by the Sword“, doch war ihr Auftritt eine Mischung aus neueren und etwas älteren Songs, aber auch Klassikern, wie zum Beispiel „Restless and Wild“ und „Princess oft he dawn“. Sie spielten überhaupt eine bunte Palette aus ihrem Repertoire und davon, inklusive der Zugaben, ganze 22 Titel. Somit hatte man das Vergnügen, die Legenden rund zwei Stunden auf der Bühne zu bewundern.

Bereits von Beginn an waren Euphorie, gute Stimmung und eine beeindruckende Atmosphäre auf und vor der Bühne zu erleben. Die Eigendynamik der Fans, die bereits bei Night Demon zu erleben war, führte sich auch bei Accept fort und kaum jemand wurde dabei müde, denn die Stimmung hielt sich tatsächlich von Anfang bis zum Schluss.

Accept04122018p (28 von 46)Auch bei Accept war die Zeit ein Sprinter, denn so schnell, wie sie verging, konnte man gar nicht schauen. Natürlich lag es insbesondere daran, dass Accept zu begeistern wissen und wie mit dem Publikum umgegangen werden muss, damit die Stimmung zu keinem Zeitpunkt abflachen kann. Sie haben eindeutig Spaß bei ihrer Arbeit auf der Bühne und lieben es zu entertainen. Ob dies nun durch Gesten passiert, oder durch die Aufforderungen zum Mitklatschen, oder durch wundervolle Solo-Einlagen an der Gitarre, es ist stets für Abwechslung gesorgt.

[amazon_link asins=’B071FRSBF4,B00LRFTD2I,B072K19PR2′ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’15ab7b43-0ab8-11e8-af73-d57416cff0f0′]Die Gäste honorierten den gelungenen Auftritt stets mit Applaus und sehr lautem Jubel. Häufig wurde mitgesungen, was gerade bei den älteren Songs sehr deutlich zu hören war. Je länger der Auftritt dauerte, desto wärmer wurde es in der Batschkapp, so kann man getrost sagen, dass die Zugaben das „heiße Finale“ des Abends gewesen sind. Es waren zwar rund zwei Stunden, doch irgendwie war alles so schnell vorbei, dass es einem nicht danach vorkam.

Accept04122018p (42 von 46)Es gibt einfach Bands, und Accept gehören definitiv dazu, bei denen man nicht mehr als nötig sagen muss. Bzw. reicht es eigentlich aus, wenn man nur „Accept“ sagt und schon weiß jeder, der aus der Szene kommt, was Sache ist.

Kurze Informationen zu Accept:

Genre(s):  Metal, Heavy Metal, Power Metal

Herkunft:  Solingen, Deutschland

Gründung:  1971

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Mark Tornillo

Gitarre:  Wolf Hoffmann

Gitarre:  Uwe Lulis

Bass:  Peter Baltes

Schlagzeug:  Christopher Williams

Konzertbericht zu Sweet Alibi mit Jadea Kelly in der Brotfabrik in Frankfurt vom 23.01.2018 – kanadisch rockige Klänge und toller Gesang

Ein weiterer Club in Frankfurt, den ich nun das erste Mal aufgesucht habe. Etwas abseits vom Schuss im Stadtteil Hausen, aber gut erreichbar und ein interessantes Ambiente. Mir wurde gesagt, dass im großen Saal durchaus 400 Menschen Platz finden können, wenn keine Bestuhlung im Raum ist. Geschätzt waren an diesem Abend jedoch nur ca. 100 Gäste anwesend, die sich großzügig im Raum verteilten und ihn so etwas voller aussehen ließen.

Der musikalische Abend begann pünktlich um 20 Uhr als Jadea Kelly aus Toronto mit ihrem E-Gitarristen Ryan O‘Reilly die Bühne betrat. Nicht nur, dass sie das Gitarrenspiel beherrscht, nein, sie hat auch eine vorzügliche Gesangsstimme, mit der sie nicht nur laute und leise Töne einschlagen, sondern auch sehr viel Gefühl hineinlegen kann. Ihre Songs sind eine ruhige Mischung aus Gefühl und Emotion, die aus dem Leben genommen sind.

SABF230118-2 (6 von 47)So kann sie einen mit dem Klang ihrer Gitarre, der Begleitung durch die E-Gitarre und insbesondere durch den Gesang gefühlvoll abholen und zum Träumen einladen. Es war für mich tatsächlich so, dass ich in den Momenten, als ich die Augen schloss, ein Gefühl von Zeitlosigkeit hatte. Die Zeit blieb sprichwörtlich unter ihrem Gesang stehen.

Was mir persönlich auch sehr sympathisch auffiel, war die Tatsache, dass Jadea durchaus noch etwas schüchtern wirkt. Insbesondere nach dem großen Applaus, den die Gäste ihr zukommen ließen, leuchteten ihre Augen sehr und das Bedanken fiel deutlich leiser aus als ihr Gesang. Die Schüchternheit verfliegt jedoch, sobald sie mit dem Singen beginnt. Dann ist sie voll in ihrem Element.

Insgesamt ist ihre Musik sehr gefühlvoll und mit der Begleitung durch Ryan O’Reilly kam es mir durchaus so vor, als wäre die Brotfabrik, der große Saal, in eine andere Atmosphäre gewandert. Und zwar in eine wunderschöne, emotionale Atmosphäre, die jeden berührt, der sich in ihr befindet. Ihr 30minütiger Auftritt war jedenfalls eine Spur zu kurz.SABF230118-2 (5 von 47)

Kurze Informationen zu Jadea Kelly:

Genre(s):  Folk, Country, Rock, Pop

Herkunft:  Toronto, Kanada

Aktiv seit:  2005 (Gesang bei der Band „Protest the hero“)

[amazon_link asins=’B01EMQGFC4,B00BY8DJZA,B00435JH3Y‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’c0383ef4-0146-11e8-87fd-13a73bdb3c8e‘]

Die Pause war relativ kurz, denn Umbauarbeiten gab es auf der Bühne nicht wirklich zu machen; es stand bereits alles dort, was dort sein musste.

Und da kamen sie schon auf die Bühne, die drei jungen Damen aus Winnipeg, Kanada. Nacheiner kurzen Begrüßung mit einem strahlenden Lächeln der drei jungen hübschen Damen ging es auch schon musikalisch los. Dabei ist es nicht ganz so einfach den abwechslungsreichen und variablen Musikstil einer bestimmten Kategorie zuzuordnen.SABF230118-2 (36 von 47)

So gibt es rockige Balladen, sehr ruhige Balladen aber auch richtig schöne Rocksongs, die stets melodisch sind. Immer wieder kommt dabei auch ein gewisser Country Teil zum Vorschein, der sich gerne mit Folk vermischt. Aber nicht nur musikalisch sind die drei Damen auf einem sehr hohen Niveau, schließlich kann jede von ihnen auch sehr gut singen.

SABF230118-2 (27 von 47)
Jess Rae Ayre

Ihre Songs sind ebenfalls sehr emotional und gefühlvoll und können einen sehr schnell in ihren Bann ziehen. Schon allein deswegen war die Kombination dieser Band mit Jadea Kelly wirklich sehr gelungen, denn sie ergänzen sich wundervoll. Während man als Gast bei Jadea in eine andere Atmosphäre getragen wurde, so kann man definitiv sagen, dass Sweet Alibi durch mehrere Gefühlswelten führen. Es ist mal etwas trauriger und ruhiger, aber dafür auch mal schnelllebiger und fröhlicher.

Das spiegelt nicht nur die Musik wieder, die passend zu den Songs komponiert wurde, sondern natürlich auch die Texte, die mehr als nur das Leben beschreiben.

 

 

SABF230118-2 (31 von 47)
Amber Rose

Dass die Musik die Herrschaften auch zum Mitbewegen und gemeinsamen Tanzen einlud, war im Saal nicht zu übersehen. Ich darf ruhig dazu sagen, dass das Durchschnittsalter wohl 45+ gewesen sein dürfte. Ich persönlich finde es an dieser Stelle, wo ich das nun erwähne, sehr schade, dass sich so wenige Jugendliche, bzw. jüngere Menschen, für diese ehrliche Art der Musik begeistern können. Gewiss sind Sweet Alibi, oder auch Jadea Kelly, eher etwas für Insider, wenn man das so sagen darf, da keine große Promotion zu ihrer Tour erfolgte. Dennoch sollten Menschen, die ehrliche gefühlvolle Musik mögen, mal in die Lieder reinhören, denn ich bin mir sicher, dass es sehr vielen gefallen wird.

 

 

SABF230118-2 (30 von 47)
Michelle Anderson

Man konnte den Damen auf der Bühne wirklich ansehen, dass sie Freude und Spaß an ihrer Musik haben. Und so ließ ich mich auch von dieser durchdringen Musik, die den ganzen Abend vorherrschte, anstecken und versuchte mich – so unauffällig und „grazil“ wie möglich – mitzubewegen.

Die Stunde verging viel zu schnell und da war der Auftritt schon vorbei. Doch nein, nicht ganz: es gab noch eine wundervolle Zugabe, die den Abend abrunden konnte. Vermutlich konnte jeder mit einem Lächeln die Heimreise antreten.

 

 


Aber bevor auch ich dies tat, habe ich mir dann noch die aktuelle CD von Jadea Kelly gegönnt, die sie mir auch signierte. Eine sehr sympathische junge Frau, muss ich sagen. Von Sweet Alibi hätte ich dem Grunde nach auch gerne eine CD gekauft, aber ihre CDs hatte ich schon über Amazon geordert und als MP3 vorliegen. Diese Art Künstler/innen unterstütze ich von Herzen gern, denn was sie den Zuhörern geben können, ist kaum zu beschreiben.SABF230118-2 (25 von 47)

Es bleibt zu hoffen, dass sie bald mal wieder durch Deutschland touren werden und dann eine etwas größere Resonanz erleben können.

[amazon_link asins=’B01867RMN6,B00G5NOKPM,B00A50PEQ0′ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’e1567bcb-0146-11e8-a1b3-afe32a770c79′]

Kurze Informationen zu Sweet Alibi:

Genre(s):  Rock, Folk, Country, Soul, Roots

Herkunft:  Winnipeg, Kanada

Gründung:  2009

Aktuelle Besetzung:

Jess Rae Ayre:  Gesang, Gitarre, Mundharmonika

Michelle Anderson:  Gesang, E-Gitarre, Banjo

Amber Rose:  Gesang, Gitarre, Ukulele

Konzertbericht zu L’Ame Immortelle vom 20.01.2018 in Das Bett Frankfurt

Für mich als Hard Rock und Metal Liebhaber war der Besuch eines solchen Konzerts schon eine große Ausnahme. Abgesehen davon, dass ich an diesem Samstagabend ohnehin nichts Anderes vorhatte, und in der Batschkapp die Bühne und Elektronik missbraucht wurden, war dies die bessere Alternative. Mir wurde im Vorfeld auch gesagt, dass die Band gar nicht mal so schlecht sei und insbesondere vom Gesang etwas für mich sein könnte, trotz des vollkommen anderen Genres.

Nun kam ich also kurz nach 20 Uhr im Bett (ja, ich weiß wie das klingt) an und trat in den mir nicht mehr so ganz fremden Club hinein. Dort war bereits Action auf der Bühne. Es befanden sich zwei Schweizer Herren auf selbiger, die mit Industrial, EBM bzw. Synth-Pop den Abend einläuteten. Ich muss gestehen, dass mir dies als sehr selten gelegentliche Abwechslung durchaus gefällt. Hierbei gefiel mir jedoch der Gesangspart, den mein Namensvetter Patrick übernahm, am besten. Meiner Meinung nach hat er mit seinem Gesang und der Stimme durchaus auch andere Möglichkeiten. Die Kombination war aus meiner Sicht aber wirklich in Ordnung.LAI200118 (2 von 7)

Was mir bei Dunkelsucht, aber auch den meisten anderen Gruppen in diesen Genres, sehr positiv auffällt, sind die durchdachten Texte, die zumeist einen traurigen Beigeschmack haben.

In Sachen Stimmung war, von außen betrachtet, noch viel Luft nach oben. Zwar hatten sich schon einige zur Musik bewegt, aber das waren doch relativ wenige. Den standesgemäßen Applaus nach den vorgetragenen Stücken gab es aber selbstverständlich. Gut, was nicht ist, kann ja noch werden, dachte ich mir und habe die ersten musikalischen Eindrücke des Abends noch auf mich wirken lassen.

Kurze Informationen zu Dunkelsucht:

Genre(s):  Industrial, EBM, Synth-Pop, Gothic

Herkunft:  Zürich, Schweiz

Gründung:  2016

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Patrick Näf

Live Synths:  Tim Lindner

[amazon_link asins=’B071GFWJNJ,B071WPCKZD‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’96560e16-ffa8-11e7-8d21-f3a179883953′]

Elektronisch ging es natürlich weiter. Und als sich die Band Versus vorstellte und dabei erwähnt wurde, dass nun „Ahoi-Pop“ ansteht, war mein erster Gedanke „Bitte, was? Wie Matrosen seht ihr nicht aus…“ Dass es sich dabei um größtenteils EBM und Darkwave handelte, war mir nach einiger Zeit dann schon klar. Aber zur genauen Beschreibung, was Ahoi-Pop eigentlich ist, greife ich auf die Beschreibung der Gruppe zurück, die sich auf ihrer Webseite befindet (http://www.versus-music.de): „AhoiPop steht für eingängige Melodien, epische Hymnen, fesselnde Balladen und intelligente Clubhits. AhoiPop steht für ehrliche, ergreifende und tiefgründige Texte. AhoiPop steht einfach formuliert für elektronische Popmusik.LAI200118 (3 von 7)

Mir gefiel durchaus was die Gruppe auf der Bühne präsentierte. Insbesondere André, der Sänger, war mit vollem Einsatz und großer Energie dabei. Nach einiger Zeit habe ich mich gefragt, ob vielleicht eine Duracell-Batterie irgendwo bei ihm eingebaut wurde, denn Stillstehen konnte oder wollte er beinahe überhaupt nicht. Zudem versuchte er immer wieder Stimmung unter die Gäste zu bringen, was nur sporadisch funktionierte.

Mal ein Beispiel hierfür, was noch recht zu Beginn des Auftritts gewesen war: Ich stand halblinks hinten und es wurde zum Mitklatschen aufgefordert. Da habe ich doch glatt mitgemacht – warum auch nicht? Soll doch Spaß machen der Abend. Einige andere Gäste haben ebenfalls mitgemacht; aber viele Personen um mich herum überhaupt nicht. Das Mitklatschen verstummte leider auch sehr schnell wieder und das fiel auch André auf der Bühne auf, der sofort eingriff und das Mitklatschen wieder aufleben lassen wollte.

Sicher kann ich nicht behaupten, dass es alle Gäste und Zuschauer betraf, aber so war es aus meiner Sicht – ganz subjektiv betrachtet. Ich fand es schade, denn Versus waren melodisch und gesanglich ganz gut – und das sage ich als Metalhead. Es war dann doch etwas ungewohnt, wenn ich das mit den Konzerten vergleiche, auf denen ich sonst bin. So habe ich anschließend weniger auf andere geachtet und mich der Melodie und dem Gesang einfach hingegeben und siehe da, auch ein Metalhead kann dieses Genre durchaus (begrenzt) genießen. Auch hier waren es insbesondere die Texte, die mir sehr gut gefallen haben.LAI200118 (4 von 7)

Eine kleine Anekdote am Rande, die so typisch für mich ist, dass ich sie einfach loswerden muss: Als ich gegangen bin, stand ich draußen an einem Rauchertisch, um meine E-Zigarette aufzufüllen. Da standen noch ein paar Personen, denen ich zunächst keine allzu große Beachtung schenkte, schließlich wollte ich meine E-Zigarette auffüllen. Aber dann dämmerte es mir; die Gesichter kamen mir doch bekannt vor. Ich brauchte ein paar Momente um zu erkennen, dass ich da mit den Herrschaften von Versus stand. Zugegeben, mit Jacke und Kapuze, dazu im Dunkeln, war es nicht ganz so einfach sie zu erkennen.

Kurze Informationen zu Versus:

Genre(s):  Ahoi-Pop, Darkwave, EBM, Synth-Pop, Gothic

Herkunft:  Dresden, Deutschland

Gründung:  2001

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  André

Keyboard, Hintergrundgesang:  Roman

Synths, Hintergrundgesang:  Daniel

[amazon_link asins=’B06WGVLBL1,B06VXVLPM9′ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’c198e259-ffa8-11e7-bfe7-b37ec986e825′]

Eine lange Pause gab es nicht, bis der Hauptakt des Abends begann. Und schließlich kamen sie auf die Bühne: L’Âme Immortelle. Applaus und Jubel begleitete die Künstler beim Gang auf die Bühne. Da dachte ich mir doch, dass endlich auch bei den Gästen die Stimmung aufkommt, die ich so lange vermisst hatte. Tatsächlich wurde es insgesamt gesehen besser. Viel mehr Gäste bewegten sich zur Musik und auch beim Mitklatschen zeigten viele, dass sie doch gerne mitmachten. Wenngleich es hier und da noch etwas verhalten aussah.

Auch bei dieser Gruppe waren es mehr Gesang und Texte, die ich durchaus sehr gut fand; während es bei der zum Großteil elektrolastigen Musik weniger der Fall war. Aber nun, das ist insgesamt betrachtet Geschmackssache. Darauf war ich aber eingestellt, obgleich ich festhalten muss, dass es für mich wesentlich elektronischer war als erwartet.LAI200118 (6 von 7)

Was aber wirklich gut rüberkam, war der Gesang von beiden. Dieser ist, wie ich finde, live sogar noch um einiges besser, als man dies auf YouTube Videos erahnen kann. Sonjas Stimme ist hell und sie bringt damit trotz der traurig düster wirkenden Texte durchaus Licht in die Melodien. Mit diesem Licht scheinen die Texte ihre Wirkung nicht zu verfehlen, da ihr Gesang durchdringend ist. Thomas hingegeben bringt die eher düstere kraftvolle Stimme, die bei anderen Liedern genauso wirkungsvoll ist, wie Sonjas Stimme. Es kam mir so vor, dass die beiden in einer gewissen Form Licht und Schatten bilden.LAI200118 (5 von 7)

Ich konnte mich auch bei ihnen auf das angebotene einlassen und vergaß die Zeit, was mir beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Leider musste ich früher gehen, da der Heimweg lang und die Nacht von kurzer Dauer sein sollten.

Dennoch war es recht interessant und wirklich etwas ganz Anderes für mich. Ich denke aber, dass dieser Abend meine Lust auf etwas komplett Anderes auf lange Sicht gestillt hat.

Kurze Informationen zu L’Âme Immortelle:

Genre(s):  Elektro-Rock, Elektro-Pop, Darkwave, Industrial

Herkunft:  Wien, Österreich

Gründung:  1996

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Keyboard:  Thomas Rainer

Gesang:  Sonja Kraushofer

Schlagzeug:  Chris Fox

Keyboard:  Gregor Beyerle

[amazon_link asins=’B077GVV2GG,B01863ROV0,B00070Q606′ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’dbdf1be7-ffa8-11e7-afc2-b7511ac04519′]

Jaya The Cat – Nachtleben Frankfurt – 10.01.2018

Nach etwas längerer Zeit, etwas über zwei Monate, war ich mal wieder in meinem vierten Wohnzimmer: dem kleinen Kellerclub Nachtleben in der Frankfurter Innenstadt. Der Auftritt von „Jaya The Cat“ war für 21 Uhr angesetzt und dieses Mal war ich so früh da, dass ich selbst bei einem früheren Beginn, wie es zuletzt der Fall war, von Anfang an dabei sein konnte.

Aber die Band ließ sich entspannt Zeit und begann circa 15 Minuten später. Das störte jedoch niemanden im sehr gut besuchten Nachtleben, in welchem sich an diesem Abend rund 180 Gäste befanden. Das Nachtleben ist übrigens für bis zu 250 Personen ausgelegt, aber dann wird es wirklich sehr kuschelig.

JayaTheCatFFM (3 von 8)Unter Applaus und Jubel betraten die fünf US-Amerikaner, welche ihre Wahlheimat in Amsterdam gefunden haben, die Bühne und ließen ihre Fans auch nicht lange auf die Musik warten. Die Band spielt eine sehr interessante Mischung aus Reggae, Ska und Punkrock, die sehr melodisch ist und zum Mitbewegen zur Melodie animiert. Auch die Tonabmischung war an diesem Abend perfekt eingestellt, so dass von Beginn an Gesang und Instrumente sehr gut zu hören und zu unterscheiden waren.

Die gute Stimmung unter den Gästen war sofort zu sehen und sie entwickelten eine sehr ansehnliche Eigendynamik, die von Mitklatschen über Springen und Mitsingen bis hin Zum Pogen alles beinhaltete. Diese gute Laune übertrug sich ebenfalls auf die Band und man sah ihnen an, dass sie Gefallen an ihrem Auftritt hatten. Sie brauchten selbst nicht viel mehr tun als ihre Musik zu spielen, damit die positive Stimmung anhielt. Gelegentlich haben sie dann noch zu speziellen Songpassagen das Klatschen und Mitsingen angestimmt.

JayaTheCatFFM (4 von 8)Die Songs, die sie spielten, waren nicht ausschließlich vom im November erschienen Album „A good day for the damned“, sondern waren eine Mischung aus neuen und altbekannten Songs, was den Abend auch für mich, der bisher nur ein paar Songs von YouTube kannte, sehr unterhaltsam machte.

Der Sound und die Rhythmen, als auch der Gesang, sind sehr stimmig und passen wahrlich sehr gut zusammen. Nicht nur bei eingefleischten Fans, sondern auch bei mir, ging der Rhythmus unter die Haut und so machte es richtig Spaß Teil des Abends zu sein. Je länger der Auftritt dauerte umso ungehemmter schien es zu werden. Das Pogen unter den Gästen nahm zu und auch auf der Bühne schien sich eine gewisse Entspanntheit breit zu machen. (Die Worte sind sehr bewusst gewählt – ja, es ist eine Andeutung) Ein Highlight war, als die Band dazu aufforderte, dass sich alle hinknien und auf Kommando zum Song aufspringen sollten. Das hat nicht nur funktioniert, sondern sah auch super aus.

Jedenfalls waren die Songs mal mehr in Richtung Reggae und mal mehr in Richtung Punkrock. Die eingeschobenen Elemente des Reggaes beim Punkrock machten die schnelleren Songs durchaus noch interessanter. Mal war die Gitarre das Hauptelement und mal war es der Bass, die die Grundelemente ihrer Songs darstellten.

Während ihrer rund 75 Minuten auf der Bühne boten sie so einen durchaus abwechslungsreichen und interessanten Auftritt. Zum Abschluss des Abends gab es noch zwei Zugaben und den Abschluss bildete der Song „Here come the drums“, welcher über die normale Spielzeit hinaus zelebriert wurde. Aber nicht nur das, nein auch einige Fans durften zur Band auf die Bühne und feierten den Abschluss des Auftritts mit der Band.JayaTheCatFFM (8 von 8)

Kurze Informationen zu Jaya The Cat:

Genre(s):  Reggae, Ska, Punkrock

Herkunft:  Boston, USA

Gründung:   1998

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Gitarre:  Geoff Lagadec

Gitarre, Gesang:  Karl Smith

Bass, Gesang:  Jan Jaap „Jay“ Onverwagt

Schlagzeug:  David „The Germ“ Germain

Keyboard:  Christian Greevink

[amazon_link asins=’B075B7Z8BK,B00HWQ2G34,B00A501UXG‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’7a68c4af-f6b1-11e7-88a3-09106fa8372a‘]

Extreme – 04.12.2017 – Batschkapp Frankfurt

Mal wieder gute Musik; mal wieder in der Batschkapp. Wie häufig war ich denn in den letzten Monaten hier gewesen? Okay, ich habe nachgezählt: inklusive diesem Konzert das 13te Mal. Davon auch einmal beim Wrestling – für jene, die auch nachzählen möchten und nur auf 12 kommen. So viel dazu.

Diesmal ging es pünktlich um 20 Uhr los. Die Vorband „The New Black“ war nicht spontan erkrankt und konnte demnach ihr musikalisches Talent auf der Bühne unter Beweis stellen.BaKa041217 (1 von 11)

Warum ich diese Gruppe aus Würzburg bisher nicht kannte, ist mir im Nachhinein schon ein kleines Rätsel gewesen, denn sie spielen guten und kraftvollen Hard Rock. Die Musik, die sie in den rund 35 Minuten auf der Bühne präsentierten, war dem Genre entsprechend und stellenweise härter als gedacht. Eventuell lag das aber auch an der Tonabmischung, die zwar gut, aber nicht perfekt war. Es fiel mir persönlich zum Beispiel schwer die beiden E-Gitarren rauszuhören, wenn diese gleichzeitig gespielt wurden. Ob das nun an der Band an sich, der Tonabmischung oder meinem Platz in der Batschkapp lag, kann ich nur schwer beurteilen. Vielleicht war es auch eine Mischung aus Allem davon.

Um mir persönlich einen besseren Eindruck der Musik zu verschaffen, habe ich während des Schreibens ein paar Songs auf YouTube gehört und angesehen. Dabei stellte ich dann fest, dass es durchaus eine leichte Übersteuerung beim Live-Auftritt in der Batschkapp gegeben haben muss. Mir gefällt der Stil, den diese Band spielt und auch das Video zum Song „Soon“. Ist zwar schon etwas älter, aber nun. Warum mir ausgerechnet dieses Video gefällt? Männer werden es beim Ansehen verstehen und Frauen die Augen verdrehen. Aber zurück zum Auftritt in der Batschkapp.BaKa041217 (3 von 11)

Sänger Markus Hammer versuchte immer wieder mal Stimmung unter die Gäste zu bringen und diese zum Mitmachen zu animieren. Mitsingen war etwas schwierig, da allem Anschein nach, nur wenige die Band kannten. Dementsprechend zurückhaltend reagierten die Anwesenden auf die Aufforderungen zum Mitklatschen und zum Fauststoß. Ich selbst kam mir auch etwas verloren vor, als ich bemerkte, dass um mich herum auch keiner so wirklich mitmachen wollte. Das war mir aber gleich, und so habe ich mitgemacht und siehe da, Mitklatschen konnten sie dann doch um mich herum – sehr schön.

Insgesamt war der Auftritt aber okay, auch wenn ich während des Auftritts nicht wusste, wer diese Band eigentlich war. Das hat sich erst mit den Schlussworten des Sängers herauskristallisiert, als er den Namen der Band nochmal erwähnte.

Kurze Informationen zu The New Black:

Genre(s):  Hard Rock

Herkunft:  Würzburg, Deutschland

Gründung:  2007

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Markus Hammer

Gitarre:  Christof Leim

Gitarre:  Fabian Schwarz

Bass:  Günter Auschrat

Schlagzeug:  Philipp Klinger

[amazon_link asins=’B018RPI0D8,B00PU00EVA,B004DFJJPU‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’d6533a47-d9c6-11e7-99fc-91ca5dead63a‘]Die Umbaupause dauerte ganze 45 Minuten, was unerwartet Lange war. In der Zwischenzeit ging ich hinaus in ein beheiztes Zelt und dampfte genüsslich vor mich hin. Einen Maracujasaft habe ich mir anschließend auch gegönnt. Übrigens sehr lecker und mal eine Abwechslung zu Cola; auch wesentlich gesünder.

Circa um 21:20 gingen die Lichter komplett aus und der Klang einer Gitarre auf der Bühne, der nicht zur Feineinstellung erklang, hallte durch die Batschkapp. Als dann endlich die Lichter die Bühne ausleuchteten, standen sie in voller Größe und Montur auf der Bühne: Extreme – die Funk Rocker aus Boston.

Es mag zwar sein, dass der bekannteste Song von Extreme eine Ballade mit dem Titel „More than Words“ ist, dennoch kann die Band ganz anders. Und das sogar sehr gut. Rockig, melodisch und mit gutem Gesang kombiniert, zeigten sie sich bereits während ihrer ersten Songs. Jubel und Applaus des buntgemischten Publikums gab es direkt dazu.

Bunt gemischt war das Publikum, denn ich habe von Kindern im Grundschulalter bis zum Rocker-Urgestein wirklich alle möglichen Menschen gesehen.BaKa041217 (10 von 11)

Sänger Gary Cherone versprühte, mit seinen mittlerweile 56 Jahren, die pure Lebensfreude und Energie auf der Bühne. Dass nicht nur er, sondern auch der Rest der Band, Spaß an ihrer Musik haben, war mehr als deutlich zu erkennen. Das sind sie die eingefleischten Rocker. So kamen die Lieder, die sie spielten, sehr gut beim Publikum an, welche von sich aus oftmals das Mitklatschen bei bestimmten Passagen anstimmten. Aber auch, wenn die Musiker zum Mitklatschen, zum Fauststoß und zum Mitsingen aufforderten, war das Publikum voll da.

Die Zeit rannte förmlich davon während des Auftritts, schließlich war bei Extreme die Tonabmischung, meiner Meinung nach, nahezu perfekt. Die Instrumente und der Gesang ließen sich wunderbar heraushören. Oftmals habe ich einfach nur die Augen geschlossen und die Musik genossen. Insbesondere die Solos, ob nun Gitarre oder Schlagzeug, waren hervorragend.BaKa041217 (6 von 11)

Bei den Songs haben sich die Musiker ihrem ganzen Repertoire bedient, so dass es mal schnellere und kraftvollere Songs gab, aber auch etwas ruhigere und melodischere Stücke wurden präsentiert. Dieser abwechslungsreiche Auftritt hat mir sehr gefallen und ich war doch überrascht, wie schnell die Zeit verflog. Es war wahrlich ein Abend zum Genießen und durch den Zeitflug weiß ich gar nicht mehr, wie lange Extreme auf der Bühne standen, wobei ich von rund 90 Minuten ausgehe.

Hier und da scherzte der Sänger auch mal zwischen den Songs und merkte mehrere Male an, dass an diesem Abend Lieder gespielt werden, die sie schon sehr lange nicht mehr gespielt haben. Aber auch ohne die eingeschobenen Scherze und besonderen Grüße an die auf den Schultern getragenen Kinder im Publikum war die Stimmung von Anfang bis Ende vorhanden und wirklich gut.BaKa041217 (8 von 11)

Kurze Informationen zu Extreme:

Genre(s):  Hard Rock, Funk Rock

Herkunft:  Boston, USA

Gründung:  1985 und 2008 (nach der Auflösung 1995)

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Gary Cherone

Gitarre:  Nuno Bettencourt

Bass:  Pat Badger

Schlagzeug:  Kevin Figueiredo

[amazon_link asins=’B01J9Z2XWE,B000002GIE‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’3ef9ff66-d9c7-11e7-be96-bfbc08db1527′]

Russkaja – 30.11.2017 – Batschkapp Frankfurt

Es war pünktlich um 20 Uhr, als… noch nichts losging. Die Lichter blieben an und es herrschte noch ein reges Treiben auf der Bühne. Was war da los? Nun, die eigentliche Vorband, von der ich leider nicht weiß, welche es gewesen wäre, war im Kollektiv erkrankt und konnte deswegen nicht als Vorband vor Russkaja fungieren.

Aber die Batschkapp wäre nicht die Batschkapp, wenn sie nicht eine Lösung parat hätte. Die Organisatoren riefen spontan jemanden an, der, bzw. die, auch tatsächlich ganz spontan Zeit hatten. Es handelte sich dabei um „Rumbacoustic“. Eine Coverband, die im spanischen Stil entweder bekannte Songs covern oder eben spanische Songs interpretieren.RBKF30112017 (4 von 24)

Die beiden Herren, die also spontan Zeit hatten, kamen wohl erst gegen 20 Uhr in der Batschkapp an. Schneller Aufbau und ein klein wenig Tonabmischung herrichten und schon ging es auch los. Zwar rund zehn Minuten später als angedacht, aber das war in Ordnung.

Die beiden Herren vom – ich glaube Quintett – Rumbacoustic passten perfekt in diesen Abend hinein. Sie sorgten für Stimmung. Und genau das war nun auch bei den rund 600 Gästen in der Batschkapp nötig, die sich schon wunderten, warum der Abend erst so spät begonnen hatte.

Während ihrer 30 Minuten brachten die beiden angenehm spanisch klingende Musik unter die Leute und animierten zum Mitklatschen und sogar zum Mitsingen. Die Beiden verstanden es sehr gut mit ihrer lustig charmanten Art einen schönen Auftritt abzuliefern. Die Gäste in der Batschkapp hatten definitiv ihren Spaß mit den beiden Herren und der Musik. Auch wenn sie nicht jeden Wunsch erfüllen konnten (oder wollten) sorgten sie für Erheiterung und ein gutes Aufwärmprogramm an diesem Abend.RBKF30112017 (1 von 24)

Ich selbst kannte die beiden Herren noch nicht, obwohl sie aus Frankfurt kommen. Sie sind jedoch definitiv ein super Act, wenn es darum geht, Partystimmung und gute Laune unter die Leute zu bringen. Irgendwie war es dann doch schade, dass sie nur 30 Minuten Auftritt hatten. Gerne hätte ich vielleicht noch den ein oder anderen Song gehört, denn die Melodien und der Rhythmus gingen definitiv unter die Haut.

Eine tolle Wahl der Organisatoren der Batschkapp für diesen Abend, so meine Meinung dazu. Mit hat es gefallen und es dürfte ruhig öfter so schöne Melodien geben. Da wäre ich total dafür.

Leider gibt es zu Rumbacoustic nicht besonders viele Informationen zu finden, sodass ich nur auf ihre Website und Facebook-Seite verweisen kann.

Website: Rumbacoustic

Facebook: Rumbacoustic

Die Pause zwischen den Bands dauerte gerade einmal 15 bis 20 Minuten. Und dann kamen sie schon auf die Bühne: Russkaja! Zwischen Applaus und Jubel betraten sie die Bühne und spielten ihr Intro, bis alle Mitglieder der Band da waren.

Russkaja mischen traditionelle russische Musik mit Polkabeats, Ska, Punk und Rock. Was dabei entsteht ist eine schnelle Melodie, die zwangsläufig und ganz automatisch zum Mitmachen bewegt, gar zwingt.

Ob man die Texte nun versteht oder nicht, spielt dabei keine wirkliche Rolle, denn der Rhythmus geht durch und ist bei jedem Song, so habe ich es zumindest erlebt, einzigartig. Zwar sind die Polkabeats doch sehr dominant, aber die vielen anderen Instrumente, welche mal mehr oder mal weniger eingesetzt werden, verändern den melodischen Klang auf ihre spezielle Weise. Dabei wird auch häufig auf Soli zurückgegriffen. Ob es nun ein Gitarren- oder Violinensolo oder auch ein Trompetensolo war, es passte jedes Mal sehr gut in den Takt. Zudem variieren Russkaja mit den verschiedenen Elementen, so dass auch mal der ein oder andere ruhigere Song dabei ist.

Dass die Musiker und insbesondere der Sänger, Georgij Alexandrowitsch Makazaria, Spaß an ihrem Tun haben, merkte man sofort. Es wird nicht nur auf der Bühne gestanden, sondern auch animiert. Und nicht nur zum Mitklatschen, Mitsingen und Mitspringen, sondern auch – und das war eine ganz lustige Aktion – zu einem Lauf im Kreis um eine vorher bestimmte Person. Der passende Song war „Psycho Traktor“ – und die Gäste in der Batschkapp hatten ihren Heidenspaß an dem Spiel, das dirigiert wurde. Aber auch bei allem Anderen hatten die Gäste definitiv Spaß.

RBKF30112017 (22 von 24)Manchmal muss aber auch der Sänger dem Folge leisten, was die Fans fordern und skandieren. Denn diese riefen im Chor „ausziehen, ausziehen“ – es dauerte ein wenig bis sich Georgij dazu überreden ließ einen Song oberkörperfrei zu singen; doch vorher mussten ein paar Gäste auch blankziehen, ehe er es ihnen gleichtat. Definitiv sehr sympathisch, dass er sich dafür nicht zu schade war.

Kurze Zeit später gab Mia Nova an der Violine noch ein Solo, welches dann aber von der Gitarre und dem Schlagzeug begleitet wurde. Es hörte sich nach einem Medley aus mehreren Stücken an und zeigte auf beeindruckende Art und Weise, wie gut sie dieses Instrument beherrscht.RBKF30112017 (15 von 24)

Alles in Allem waren die gut 90 Minuten des Auftritts so schnell verflogen, dass ich mich bei der Zugabe wunderte, dass es schon Zeit dafür war. Die Zugabe ließen sich die Künstler aber nicht nehmen und so klang der Abend genauso spaßig und laut aus, wie er begonnen hatte.

Kurze Informationen zu Russkaja

Genr(s):  Ska, Punk, Rock, Crossover, traditionelle russische Musik

Herkunft:  Wien, Österreich

Gründung:  2005

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Georgij Alexandrowitsch Makazaria

E-Gitarre:  Engel Mayr

Bass:  Dimitrij Miller

Potete:  Hans-Georg „H-G“ Gutternigg

Trompete:  Rainer Gutternigg

Violine:  Mia Nova

Schlagzeug:  Mario Stübler

[amazon_link asins=’B072KT667V,B0045OJ1UC,B00XB6UWHQ‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’deedeaf2-d6dd-11e7-a245-79c8234195ba‘]