Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren – 13.10.2017

Vor dem Spiel hatte ich keine Zeit mir irgendwelche Statistiken anzusehen um herauszufinden, ob es ein eher spannenderes oder vielleicht langweiligeres Spiel werden könnte. Und nachdem ich das letzte Heimspiel gegen Crimmitschau krankheitsbedingt ausfallen lassen musste, war ich einfach nur froh wieder in der Eissporthalle zu sein. Auch wenn ich sagen muss, dass ich an diesem Spieltag lieber einen Sitzplatz gehabt hätte. Warum? Vermutlich habe ich bald eine Marathonstrecke auf der Buchmesse zurückgelegt. Aber das ist ein anderes Thema.

Pünktlich zum Einlauf der Spieler kam ich in der Halle an. Zum Glück verpasste ich somit keine Spielminute und konnte mir noch ein Plätzchen mit guter Aussicht sichern.

 

Erstes Drittel:

Zu Beginn wirkte das Spiel ruhig und ausgeglichen und es gab auf beiden Seiten die ersten Chancen. Es dauerte aber nicht lange, bis die Frankfurter eine der Chancen innerhalb der ersten drei Spielminuten zur 1:0 Führung verwandelten. Dieses Tor war schön herausgespielt und wurde durch gute Passwege vorbereitet. Danach blieb es bei dem ausgeglichenen Spiel bis eine kleine Flut an Strafzeiten über mehrere Minuten hinweg auf beiden Seiten den Spielfluss zu Nichte machte. In dieser Zeit konnte sich keine der beiden Mannschaften so richtig profilieren. Kurze Überzahl oder Unterzahl, gleiche Spieleranzahl und das immer schön im Wechsel, bis dieser Reigen ein Ende fand und Kaufbeuren eine Überzahlsituation bekam. Diese wurde solide gespielt und wurde auch zum 1:1 Ausgleich verwertet.

Das Drittel blieb in der Folge eher ruhig und recht ausgeglichen. Zwar versuchten die Frankfurter das Spiel zu machen, wurden aber von der guten Kaufbeurer Verteidigung häufig gestört, so dass gute Chancen eher Mangelware waren. Dementsprechend ging es mit dem 1:1 in die erste Pause.LFESVK131017 (4 von 30)

 

Zweites Drittel:

Eigentlich war auch dieses Drittel eher ruhig mit vielen Angriffsbemühungen der Frankfurter Offensive, die weiterhin ihre liebe Müh und Not mit den stark verteidigenden Kaufbeurern hatte. Doch irgendwie wurde die Verteidigung sträflich vernachlässigt und da stand es auf einmal 1:3. Kaufbeuren konnte zwei grob fahrlässige Fehler der Frankfurter Verteidigung ausnutzen. Das passte auch zu ihrer sehr soliden Spielweise, die ein sicheres Stehen in der Verteidigung mit schnellen Kontern beinhaltete.

LFESVK131017 (11 von 30)Nach diesen zwei Geschenken für Kaufbeuren, zogen sich diese noch stärker in die Defensive zurück und machten den Offensivbemühungen der Frankfurter erneut große Schwierigkeiten. Es war immer wieder ein Schläger oder ein Spieler der Gäste dazwischen. Und war der Puck dann doch einmal durchgekommen, so gab es noch den Torwart, der die Schüsse entschärfen konnte. Dennoch gelang es den Frankfurtern das 2:3 zu erzielen, welches scheinbar neue Kräfte weckte. Doch auch diese reichten in diesem Drittel nicht mehr aus um den Ausgleich zu erzielen. Mit dem Spielstand von 2:3 ging es in die nächste Pause.

 

Drittes Drittel:

Es dauerte recht lange bis sich die Frankfurter festigen konnten, da sie abermals Schwächen in der Defensive offenbarten und ihre Fehlpassquote in die Höhe trieben. Sehr zum Ärgernis der Fans. Vermutlich bereitete dies auch der Trainerbank in Folge Kopfzerbrechen. Die Fehler, die gemacht wurden, konnten die Verteidiger jedoch mit hartem Kampf und Willen wieder korrigieren. Es fehlte bis dahin jedoch der unbedingte Wille das Spiel wieder zu drehen. So schien es zumindest. Aber gegen Hälfte des Drittels wurden die Angriffsbemühungen wieder effizienter und auch die Fehlpässe wurden weniger. So kam es dazu, dass zuerst der Ausgleich und kurze Zeit später die 4:3 Führung für die Hausherren fiel. Das vierte Tor war die Folge eines Kraftaktes, der am Ende belohnt wurde.LFESVK131017 (17 von 30)

Während nun die Kaufbeurer ihrerseits wieder mehr taten, hielt die Defensive Frankfurts diesen Angriffen stand und konnte selbst Angriffe ausspielen, die aber ohne Torerfolg blieben. Auch in Unterzahl stand die Formation der Frankfurter sicher und fest, ließ nur wenig zu und überstand auch diese Situation. So lief die Zeit herunter und knapp eine Minute vor Spielende nahmen die Kaufbeurer eine Auszeit und tauschten ihren Torwart für einen weiteren Feldspieler aus. Das Offensivbully gewannen sie und spielten dieses schnell aus. Ein, zwei schnelle Pässe, ein Schuss und das 4:4. Doch dieses Tor wurde heiß von den Frankfurtern mit den Schiedsrichtern diskutiert. Es gab vermutlich einen hohen Stock, der das Tor ermöglichte. Die Schiedsrichter blieben bei ihrer Entscheidung und sahen auch keinen Grund den Videobeweis hinzuzuziehen.

In den wenigen verbliebenen Sekunden wollte Frankfurt den Sieg und warf nochmal fast alles nach vorne. Nur fünf Sekunden vor Schluss wurde Frankfurts Stürmer regelwidrig gestoppt und es gab einen Penalty. Das war die Chance um das Spiel in regulärer Spielzeit zu entscheiden. Doch der Schütze vergab und es ging mit dem 4:4 in die Overtime.LFESVK131017 (27 von 30)

 

Overtime:

Fünf Minuten Zeit für beide Mannschaften bei 3 gegen 3. Frankfurt gewann das Bully und konnte die ersten Akzente und Chancen kreieren. Aber nicht nur die erste Chance, sondern auch die erste Strafe ging an Frankfurt. Ein wichtiger Moment für Kaufbeuren, die das Spiel nun in Überzahl entscheiden konnten.

Jedoch passierte es, dass bei einem Neuaufbau aus der eigenen Zone heraus, der Puck an den pressenden Frankfurter Spieler verloren wurde, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und den Puck im Netz zum 5:4 versenkte.

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 5:4 in OT (1:1 1:2 2:1 1:0)

 

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Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse – 29.09.2017

Vor diesem Spiel war die Favoritenrolle nicht wirklich klar. Während Frankfurt zwar mit 4 Siegen aus 4 Spielen, davon 2 in Verlängerung, aufwarten kann, haben die Füchse bereits gezeigt, dass sie mit Top Teams durchaus mithalten können, wie zum Beispiel bei den Niederlagen in Kassel und gegen den derzeitigen Tabellenführer aus Crimmitschau, in der Verlängerung. Zumindest von den letzten Ergebnissen her sollte dies ein spannendes Spiel werden und wenn ich ein Ergebnis vor dem Spiel hätte tippen müssen, würde ich sagen, dass die Frankfurter das Spiel in der Verlängerung für sich entscheiden. Und wie es sich mit Tipps so verhält, sollte es ganz anders kommen.

Ich war an diesem Abend sehr spät dran. Im Prinzip wäre ich pünktlich zu Spielbeginn in der Halle gewesen, aber der Spielbeginn wurde um 10 Minuten nach hinten verschoben, da die Gastmannschaft aus der Lausitz auch im Stau gestanden hatte. Noch einmal Glück gehabt. So konnte ich mir nach der Hektik erst einmal etwas zu trinken besorgen und mich zu den Stehplätzen begeben.

Zum 1. Drittel:

Ganz positiv für die Frankfurter war, dass sie mal keine Strafe in den ersten Sekunden hinnehmen mussten. So konnten sie direkt das Heft in die Hand nehmen und als Heimmannschaft auch dementsprechend agieren. Es ergaben sich viele gute Chancen zu Beginn für Frankfurt, die aber ungenutzt blieben. Während die Füchse aus der Lausitz noch irgendwie nach einem Weg in das Spiel suchten, half eine Strafe gegen Frankfurt dabei. Doch die erste Überzahl der Füchse blieb ungenutzt und wäre sogar fast nach hinten losgegangen. Ein Alleingang eines Frankfurters nach einem Fehlpass in der Offensivzone konnte aber nicht in ein Tor umgewandelt werden.

Während bei numerischer Gleichzahl auf dem Eis wieder Frankfurt mit mehr Dominanz agierte, wurde ein weiterer Alleingang nur mit einem Foul unterbunden. Penalty für Frankfurt; jedoch ging der Schuss am Tor vorbei. In der Folge hatten die Füchse ein paar sehr gute Chancen, die aber der Goalie und die hart arbeitende Verteidigung der Löwen abwehren konnten. Doch eine weitere Unterzahl der Frankfurter führte zum 0:1 für die Füchse, die ihre Überzahl dieses Mal besser ausspielen konnten.LFLF290917 (6 von 38)

Aber diese Führung änderte am Spielablauf nicht wirklich etwas. Weiterhin waren es die Frankfurter, die den Ton angaben und Angriff um Angriff fuhren. Dabei führte ein Fehlpass der Frankfurter vor dem Tor der Füchse zu einer riesen Chance, da der Puck über Umwege wieder zurückkam. Diese Chance ließen sie sich nicht nehmen und netzten zum 1:1 Ausgleich ein. Kurz darauf durfte nun auch Frankfurt in Überzahl agieren und diese wurde schnell ausgespielt und erfolgreich zum 2:1 kurz vor der Drittelpause genutzt. Und mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Drittelpause.

 

Zum 2. Drittel:

Dieses Drittel sollte sehr unterhaltsam werden. Weiter ging es genauso, wie es auch im ersten Drittel endete. Frankfurt im Dauerangriff, womit die Füchse ihre Probleme hatten. Die Probleme wurden deutlicher, als sie kurz hintereinander gleich zwei Strafen gegen sich bekamen. Frankfurt hatte nun die Chance in doppelter Überzahl, die sie auch sehr schnell zum 3:1 nutzen konnten. Kurz darauf fiel auch das 4:1 bei einfacher Überzahl. Ein Start nach Maß für die Löwen in das 2. Drittel. Direkt nach diesem Tor nahmen die Füchse eine Auszeit um sich neu zu sortieren. Aber geholfen hatte dies leider nicht viel. Es blieb dabei, dass die Frankfurter das Spiel machten und die Füchse immer mehr überforderte. Nach einer kleinen Rangelei an der Bande durften insgesamt 4 Spieler eine kurze Pause auf der Strafbank verbringen, während es weiter mit 5 gegen 5 auf dem Eis ging.

Die Überforderung machten sich die Löwen erneut zu Nutze und stellten den Spielstand auf 5:1. Da war noch nicht einmal die Hälfte des Spiels gespielt. Die Löwen nahmen nun sichtbar das Tempo ein wenig raus; jedoch wurde das Spiel dadurch nicht ausgeglichener. Zwar kamen die Lausitzer nun öfter in das Angriffsdrittel aber Chancen ergaben sich nicht wirklich, da auch die Defensive Frankfurts dagegenhielt.

Mehrere Minuten waren bereits vergangen, als die Schiedsrichter den Videobeweis konsultierten. Vorausgegangen war eine mögliche Torsituation für die Füchse, welche aber nicht eindeutig war, da der Puck von der Maske des Torwarts runtersprang, aber die Torlinie doch nicht überquerte. So entschieden die Referees auf kein Tor. Das anschließende Bully gewannen die Füchse, welche nicht zögerten und mit einem schönen Schuss das 5:2 erzielten. Da war auch der Torhüter machtlos. Wer rechnet denn mit sowas?

LFLF290917 (19 von 38)In der Folge wurden die Füchse mutiger und spielten mehr nach vorne. Dabei profitierten sie auch von einer Strafe gegen Frankfurt, durch welche sie in Überzahl spielen konnten. Doch beim Spielaufbau aus dem eigenen Drittel heraus wurde der Puck vertändelt und ein weiterer Alleingang eines Frankfurters auf das Tor der Füchse wurde abermals mit einem Foulspiel unterbunden. Erneut gab es einen Penalty für Frankfurt, der dieses Mal im Netz zappelte. Den Torhunger der Löwen war an diesem Abend nicht viel entgegen zu setzen.

Kurze Zeit später nutzten die Frankfurter eine weitere Überzahlsituation zum 7:2 aus. Schnell gespielt und eiskalt abgeschlossen. Die Fans der Löwen jubelten sogar noch ein weiteres Mal, als der Puck zum vermeintlichen 8:2 im Tor war. Aber die Schiedsrichter waren sich ob der unübersichtlichen Situation vor dem Tor nicht sicher und sahen sich das Geschehen nochmals per Videobeweis an und entschieden erneut, dass auch hier das Tor nicht gegeben werden kann. Das schien die Frankfurter nicht zu stören, die bei einem Konter dann doch das 8:2 erzielen konnten. Im Anschluss war dieses Drittel zu Ende.

 

Zum 3. Drittel:

In diesem Spielabschnitt ging es eher ruhiger zu. Während sich die Löwen darauf konzentrierten das Spiel mit weniger Tempo zu kontrollieren, wollten die Füchse nicht noch mehr eingeschenkt bekommen und verteidigten überwiegend. Man konnte ihnen sogar ansehen, dass sämtliche Motivation für mehr als das nicht vorhanden war. Chancen gab es aber noch für beide und eine davon nutzten die Frankfurter zum 9:2 aus. Das Spiel wurde körperloser und Frankfurt kontrollierte nach Belieben. Das 10. Tor wollte aber nicht mehr fallen und so lief die Zeit herunter bis dieses Spiel dann auch vorbei war.

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 9:2 (2:1 6:1 1:0)

 

 

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Die torhungrige Offensive der Frankfurter traf auf eine Mannschaft aus Weißwasser, die einen gebrauchten Tag erwischt haben. Mehr muss man dazu nicht sagen. Für die Füchse gilt nun: Haken dran und weiter gehts.

Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen – 22.09.2017

Vor dem Spiel waren die Rollen verteilt: die Löwen aus Frankfurt gingen als Favorit mit zwei Siegen aus zwei Spielen und 5 Punkten in den 3. Spieltag, während die Dresdner mit einer Auswärtsniederlage in Nordhessen und einem Heimsieg in die Saison gestartet sind. Aber am Anfang der Saison kann man gewiss noch nicht von „dem“ Favorit in so einem Spiel sprechen.

Die Frankfurter haben mit Sicherheit ihre Stärken in der Offensive, was bereits 11 geschossene Tore in zwei Spielen belegen. Die Defensive hingegen scheint jedoch noch nicht sehr stabil zu sein, worauf die bereits kassierten sieben Gegentore hindeuteten.

Bei den Dresdnern sind Offensive und Defensive, zumindest den Zahlen nach, ausgeglichen bei fünf geschossenen und fünf kassierten Toren.

Nun denn, auf ging es zur und in die Eissporthalle um zu sehen, ob meine grobe Einschätzung am heutigen Abend zutreffen würde. (Diashow am Ende des Beitrags)

Zum 1. Drittel:

Vor 3.810 Zuschauern ging es also los: Löwen gegen Löwen, oder anders gesagt; Frankfurt gegen Dresden.

Das Spiel war gerade einmal 22 Sekunden alt, da gab es schon die erste Strafe gegen Frankfurt. So etwas gab es doch schon letzte Woche gegen Bietigheim. Jedoch konnten die Dresdner aus der frühen Überzahlmöglichkeit kein Kapital schlagen. Im Anschluss, nach der Strafe, machte Frankfurt das Spiel. Streckenweise sah es dabei so aus, als hätten sie in Überzahl gespielt, da der Puck ungehindert gepasst werden konnte und die Dresdner Spieler nur hinterherliefen. Es ergaben sich gute Chancen, jedoch war oftmals der letzte Pass unpräzise. Die größte Chance war ein Schuss von der linken Seite, welcher kurz vor der Torlinie geklärt werden konnte. Aber auch Frankfurt konnte aus dem Offensivdrang nichts Zählbares auf die Anzeigetafel bringen und drosselte ein wenig das Tempo.

20170922-20170922_194032Während die Dresdner nun etwas besser ins Spiel kamen und nicht mehr nur auf den Konter warteten, ergaben sich mehrere gute Chancen und tatsächlich auch das 0:1 aus Frankfurter Sicht. Der Spielverlauf war bis hier hin praktisch auf den Kopf gestellt mit diesem Zwischenstand. Kurz darauf waren die Frankfurter aber in Überzahl und dieses lief sehr gut. Schnelle Pässe, freie Räume und ein Schuss aufs Tor, bei dem der Puck dieses Mal die Linie überquerte. Ausgleich 1:1 und die Zuschauer erwachten wieder zum Leben. Im Anschluss schien das Spiel insgesamt ausgeglichener mit Chancen auf beiden Seiten. Circa 2einhalb Minuten vor Ende des ersten Drittels verletzte sich ein Dresdner Spieler und blieb im eigenen Drittel liegen. Während fast jeder dachte, dass das Spiel durch die Schiedsrichter unterbrochen werden würde, spielten die Dresdner den Angriff zu Ende. Der Abpfiff zur Unterbrechung des Spiels erfolgte nicht, dafür landete der Puck im Tor der Frankfurter, die in dieser Situation irritiert schienen und es stand 1:2. Zwar bemühten sich die Frankfurter bis zum Ende des Drittels noch um den erneuten Ausgleich, dieser wollte aber nicht fallen. Somit blieb es beim 1:2 aus Frankfurter Sicht zur ersten Drittelpause.

Zum 2. Drittel:

Im zweiten Drittel bot sich ein ähnliches Bild wie bereits im ersten Drittel. Frankfurt erzeugte Druck und bestimmte das Spiel während Dresden auf Kontermöglichkeiten warteten. Es fehlte jedoch die zwingende Chance. In die Frankfurter Angriffsbemühungen kam eine Strafe gegen sie, die in der Folge von den Dresdnern aber nicht ausgenutzt werden konnte. Im Gegenzug gab es gleich zwei aufeinanderfolgende Strafen gegen Dresden, die Frankfurt zu einer 5 gegen 3 Überzahlmöglichkeit einlud. Doch diese konnte ebenfalls nicht genutzt werden, da die drei Dresdner Verteidiger ihre Arbeit sehr gut machten und direkte Schusswege zustellten. Stattdessen bekam Frankfurt eine Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis und so nahmen sie sich selbst den Vorteil. Weiter ging es mit 4 gegen 3, dann vier gegen vier bis schlussendlich Dresden in Überzahl spielen konnte. Aber das Spiel war nun von beiden Seiten eher zerfahren und beide Mannschaften konnten keine zwingenden Chancen herausarbeiten. Zwar war zu erkennen, dass die Spieler Frankfurts gewillt waren, jedoch an ihrer eigenen Komplexität im Spiel scheiterten. Somit blieb dieses Drittel torlos und der Spielstand von 1:2 hatte weiterhin Bestand.

Zum 3. Drittel:

Die Pausenansprache in der Frankfurter Kabine hatte anscheinend gewirkt. In den ersten Minuten des Drittels machten sie noch mehr Druck und strahlten bei ihren Angriffsbemühungen noch mehr Dominanz aus als vorher. Jedoch wollte der ersehnte Ausgleichstreffer noch nicht fallen. Viele gute Chancen und Schüsse verfehlten das Tor nur knapp. Dresden war zu diesem Zeitpunkt in die Defensive gedrängt. Dies führte zu einer weiteren Überzahl der Frankfurter, das sie sehr gut spielten, aber nicht mit einem Tor krönten. Die Spielweise des Überzahlspiels konnten sie auch dann noch weiter ausüben, als Dresden bereits wieder komplett war. Und auf einmal war der Puck im Tor. Großer Jubel in der Eissporthalle, welcher aber verebbte, als klar war, dass die Schiedsrichter den Videobeweis für diesen möglichen Treffer konsultieren wollten. Bange Momente im Hallenrund, die sich in Freude auflösten, als der Schiedsrichter wieder aufs Eis kam und das Tor anerkannte. Ausgleich zum 2:2.

Das Spiel lief nun genauso weiter. Frankfurt hatte mehr Spielanteile und Dresden wartete auf eine Kontermöglichkeit. 20170922-20170922_212310(0)Doch dann gab es für Dresden ein Überzahlspiel, das sie dieses Mal deutlich besser spielten und sich dabei gute Chancen erarbeiteten. Doch der Torerfolg blieb aus. Kurz nachdem die Frankfurter wieder vollzählig waren, machte sich einer von ihnen an der linken Bande entlang auf den Weg zum Dresdner Tor und packte einen satten Schuss aus, der auch im Gehäuse zappelte. Das überraschende 3:2 in dieser Situation. Nun musste Dresden mehr machen als nur auf einen Konter zu warten. Und die Frankfurter Defensive half tatkräftig bei den Offensivbemühungen der Dresdner mit. Häufig wurde sorglos und teilweise auch grob fahrlässig gespielt. Dies führte zu mehreren Chancen für Dresden und auch zu einem Alleingang auf das Tor der Frankfurter, welcher nur durch ein regelwidriges Eingreifen verhindert wurde. Der folgende Penalty wurde jedoch vom starken Torhüter der Frankfurter abgewehrt.

Weiter gab es Chancen auf beiden Seiten, die aber keine Erfolge brachten. Im Zuge der letzten Sekunden des Spiels wechselten die Dresdner ihren Torhüter für einen weiteren Feldspieler aus. Aber auch das half in der Folge nicht weiter. Frankfurt machte zwei Sekunden vor Schluss den Sack endgültig mit einem Treffer in das leere Tor zu. Somit stand es 4:2. Dies war dann auch der Endstand.

Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen 4:2 (1:2 0:0 3:0)

 

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Die Offensive der Frankfurter scheint stark aber noch nicht konstant zu sein. Weiterhin fehlt, wie auch schon im ersten Spiel angemerkt, eine Art Knipser vor dem Tor. Es wird zudem auch wichtig sein, den Fokus auf eine gefestigte Verteidigung zu legen, da diese bei einem nominell stärkeren Gegner, solche Sorglosigkeiten nicht zeigen sollte. Dresden hingegen wird es schwer haben bei den Top Teams der Liga mitzuhalten, wenn sie nicht gerade zum Toreschießen eingeladen werden. Ein Platz im Mittelfeld sollte aber realistisch sein.

Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers – 15.09.2017

Was habe ich es vermisst: Eishockey! Nicht als IMG-20170915-WA0014Vorbereitungsspiel, sondern ein Punktspiel in der DEL2. Toller Sport, gute Stimmung, sympathische Menschen um einen herum und alles zusammengepackt in der Eissporthalle zu Frankfurt.

 

IMG-20170915-WA0016Ich war etwas spät an diesem Abend, was aber gar nicht so schlimm war, denn ich konnte eine Plätzchen auf der Stehtribüne neben meinen Bekannten finden und hatte eine tolle Sicht auf die Eisfläche. Was will ich mehr?

Nachdem die Mannschaft zum ersten Mal in der Saison mit der Unterstützung der Fans eingelaufen war, IMG-20170915-WA0018hieß es erstmal den schönen Meisterpokal der DEL2 wieder zurückgeben. Keine Sorge, dieser kommt wieder. Daran glaube ich als Löwen-Fan absolut.

Viel mehr war gar nicht vor dem Spiel, jedenfalls nicht für mich, da ich recht spät angekommen war. Also direkt zum Spiel:

Zum 1. Drittel:

IMG-20170915-WA0026Insgesamt betrachtet spielten beide Mannschaften recht ausgeglichen. Keine der beiden Teams schien größere Spielanteile über die ersten 20 Minuten gehabt zu haben. Es war deutlich zu erkennen, dass jeder noch nach seiner Bestform suchte. Nun gut, im ersten Spiel kann man das auch noch nicht erwarten, das sollte schon klar sein. Ihre Bestform, beziehungsweise überhaupt eine Form und eine klare Linie suchte man bei den Schiedsrichtern dieser Partie vergebens. Ebenfalls auf die ersten 20 Minuten gesehen wurden Dinge auf beiden Seiten gepfiffen, die mehr fragwürdig als glasklar waren. Davon profitierten die Bietigheimer zu Beginn des Spiels, denn es hagelte gleich drei Strafen kurz hintereinander auf die Frankfurter ein, die so eine recht lange Zeit mit nur drei Mann auf dem Eis spielen mussten. Dies konnte Bietigheim innerhalb der ersten zwei Minuten zu zwei Toren ausnutzen. Die Frankfurter hingegen konnten aus den Strafen gegen Bietigheim nichts zählbares auf die Anzeigetafel bringen. Zu oft wurde der Puck leichtfertig dem Gegner überlassen oder die Angriffsbemühungen wurden durch schwache Pässe unterbunden. Mehrere Überzahlspiele als auch ein Penalty wurden so erfolglos vergeben. So endete das Drittel mit dem Spielstand 0:2. IMG-20170915-WA0028

Zum 2. Drittel:

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts bot sich das gleiche Bild wie über weite Strecken im ersten Drittel. Aber nach nur wenigen Minuten brachte ein Fehlpass der Bietigheimer hinter dem eigenen Tor den Anschlusstreffer für die Löwen aus Frankfurt. Zum ersten Mal an diesem Abend wurde es laut in der Eissporthalle. Die insgesamt 5.369 Zuschauer bejubelten diesen Treffer lautstark. Während das Publikum in der Folge nun einen Gang höher schaltete, fanden die Frankfurter ihrerseits einen Schalter, den sie umlegen konnten, und übten nun deutlich mehr Druck auf das Tor der Gäste aus als noch im ersten Drittel. Dem Druck erlagen die Gäste in der 28. Spielminute, als der viel umjubelte Ausgleich für die Frankfurter fiel. Somit alles auf Anfang.

Leider wurde der „Reset-Knopf“ auch bei den Schiedsrichtern betätigt, welche bis dahin zumindest, keine fragwürdigen Entscheidungen von sich gaben. Aber das sollte sich in der restlichen Zeit dieses Spielabschnitts ändern. Ein Paradabeispiel für das lustige Gepfeife war, als eine Strafe gegen Bietigheim angezeigt wurde. Die Gäste befanden sich dabei selbst im Angriff und im Puckbesitz, was eigentlich bedeuten müsste, dass das Spiel unterbrochen werden sollte. Dies passierte jedoch nicht; weswegen die meisten dachten, die Strafe sei doch gegen Frankfurt angezeigt. Während die Bietigheimer ihrerseits den Angriff fortsetzten und sogar das 2:3 erzielten, war die Verwunderung groß als es hieß: „Strafe gegen Bietigheim“ und nicht „Tor für Bietigheim“. Da wurde natürlich viel mit den Schiedsrichtern diskutiert. Vergebens. Doch die neuerliche Überzahl für die Frankfurter verstrich ohne nennenswerte Akzente. Kurz vor Ende des zweiten Drittels gelang den Bietigheimern dann doch die 3:2 Führung, wenngleich man sagen muss, dass diese auch fragwürdig war. Hintergrund dabei war, dass der Frankfurter Torwart in seinem Torbereich recht hart angegeangen wurde, wobei dieser seine Kelle verlor und sich zunächst ohne diese in sein Tor begab. Er versuchte einen Schuss festzuhalten, während ein erneuter Schubser dazu führte, dass er den Puck verlor und dieser ins Tor rutschte. Das Tor wurde gegeben und auch hier gab es eine Menge Diskussionsbedarf. Dieser Spielabschnitt endete mit dem Zwischenstand 2:3.

Zum 3. Drittel:

Eine aus dem zweiten Drittel mitgenommene Strafe gegen Bietigheim führte zu Beginn des letzten Drittels zu mehreren guten Chancen für die Frankfurter, welche aber ungenutzt blieben. Erneut zogen sie das Tempo an und brachten mehr Druck auf das Tor der Gäste. Es sollte nur drei Minuten in diesem Spielabschnitt dauern bis dieser zum erneuten Ausgleich zum 3:3 führte. In der Folge war das Spiel zunächst ausgeglichen auf beiden Seiten. Es gab Chancen auf beiden Seiten, die ungenutzt blieben. Während das Spiel auf die Zielgerade ging und sich die Schiedsrichter mit weiteren lustigen Entscheidungen zurückhielten erhöhten die Frankfurter erneut die Angriffsbemühungen auf das Bietigheimer Tor, welche ihrerseits auf den goldenen Konter auswaren. Doch bei all den Chancen, die die Frankfurter hatten, blieb das Tor aus. Es fehlte eindeutig ein Knipser, der den Puck dann auch mal in das Tor bringt. Die Zuschauer jedenfalls erhoben sich von ihren Plätzen und standen in den letzten Spielminuten um ihren Löwen die nötige Unterstützung zu liefern. Doch das half auch nicht mehr in der regulären Spielzeit, die mit einem leistungsgerechten 3:3 Unentschieden endete. Auf das ganze Spiel gesehen geht das Ergebnis durchaus in Ordnung.

Zur Overtime (Verlängerung):

In der 5-minütigen Verlängerung hieß es dann 3 gegen 3 und wer ein Tor erzielt gewinnt. Dass die Verlängerung gerade einmal  39 Sekunden dauerte, ist der Entschlossenheit und dem Willen der Frankfurter geschuldet, die im Angriffsdrittel den Puck nicht mehr hergeben wollten. Ein Pass vor das Tor, der nicht geklärt werden konnte, brachte den Frankfurter Stürmer Nils Liesegang in aussichtsreiche Position, aus welcher er mit einem satten Schuss einnetzte.

Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers 4:3 n.V. (0:2 2:1 1:0 1:0)

IMG-20170915-WA0034Es gilt fetzuhalten, dass beide Mannschaften ihr Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft haben und noch Luft nach oben zur Bestform ist. Ich bin mir jedoch sicher, dass beide Mannschaften eine wichtige Rolle im Kampf um den DEL2-Titel spielen werden. Wer weiß, vielleicht stehen sich beide Teams in den Play-Offs erneut gegenüber. Genügend Feuer gibt es zwischen beiden Teams.