8:1! Kantersieg der Löwen Frankfurt im Spitzenspiel gegen Ravensburg bringt Tabellenführung ein

Was war das für ein Spitzenspiel in der Frankfurter Eissporthalle zwischen den Löwen Frankfurt und den Ravensburger Towerstars, welche als Tabellenführer in die Mainmetropole reisten.

Mit über 5.209 Zuschauern war die Eissporthalle auch sehr gut gefüllt und das Spitzenspiel um die Tabellenführung konnte in den Abend starten.

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Die Löwen begannen sehr direkt, angriffslustig und hatten schnell die Kontrolle über das Spiel, welche sie über die gesamte Spielzeit auch nicht abgaben. Nur selten gelang es den Gästen sich aus der Umklammerung der Hausherren zu befreien. Sie bekamen einfach keinen Zugang in dieses Spiel und so fanden sie sich mehr in der Defensive wieder als selbst aktiv zu werden.

Mit dem aktiven Forecheckig gelang es den Löwen den Aufbau der Gäste oft zu stören und Pucks zu erobern. Das passierte auch vor der 1:0 Führung, als die Ravensburger den Puck verloren und die Löwen ganz kaltschnäuzig den Treffer erzielten.

Nur wenig später konnte der Spielstand in Überzahl auf 2:0 erhöht werden. Auch hier waren die Frankfurter gedankenschneller und nutzten dies zu ihrem Vorteil aus. Ein weiterer Beleg für diese Überlegenheit war das dritte Tor, welches aus meiner Sicht das schönste an diesem Abend war. Ein langer Pass fast über die gesamte Eisfläche, ein Querpass, ein Schuss und drin das Ding. Da liefen die Gäste erneut wieder nur hinterher.

Auch in den folgenden beiden Dritteln änderte sich nicht viel an der Überlegenheit Frankfurts. Sie wollten, kämpften, ackerten und behielten fast immer die Oberhand und trafen munter weiter. Michael Böhm im Tor der Gäste war definitiv nicht zu beneiden. Die beste Chance der Gäste war ein Pfosten / Lattentreffer kurz nach Wiederbeginn.

Das Spiel war nach dem 2. Drittel beim Zwischenstand von bereits 5:0 entschieden. Es war nach den gezeigten Leistungen beider Mannschaften nicht damit zu rechnen, dass sich die Gäste noch einmal herankämpfen konnten.

Dieser Eindruck bestätigte sich, als die Löwen bis zur 50. Minute mit 7:0 führten, ehe die Gäste zumindest den Ehrentreffer für sich verbuchen konnten. Doch den Schlusspunkt konnte Kevin Maginot mit einem Schuss von der blauen Linie zum Endstand von 8:1 setzen.

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 8:1 (3:0 2:0 3:1)

1:0 Antti Kerälä ( Adam Mitchell , Mathieu Tousignant ) EQ – 6:22
2:0 Maximilian Faber ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 – 10:31
3:0 Carter Proft ( Eduard Lewandowski , Leon Hüttl ) EQ – 11:55
4:0 Eduard Lewandowski ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 – 32:21
5:0 Mathieu Tousignant ( Antti Kerälä , Maximilian Faber ) EQ – 37:00
6:0 Maximilian Faber ( Adam Mitchell , Daniel Spang ) PP1 – 45:41
7:0 Eduard Lewandowski ( Kevin Maginot ) EQ – 47:45
7:1 Olivier Hinse ( Daniel Pfaffengut ) EQ – 50:27
8:1 Kevin Maginot ( Leon Hüttl , Antti Kerälä ) EQ – 55:17

Zuschauer: 5.209

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10:4! Torhungrige Löwen Frankfurt zeigen den Gästen aus Bayreuth die spielerischen Grenzen auf

Man kann schon von einem deutlichen Klassenunterschied sprechen, wenn die eine Mannschaft die andere zweistellig aus dem eigenen Stadion fegt. Dabei sag es zunächst gar nicht nach so einem Torreigen aus, den die 4.144 Zuschauer am Family Day erwarten würde.

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Zum ersten Drittel:

Noch vor Spielbeginn wurde Gästetorwart Jaeger mit großem Applaus in Frankfurt empfangen. Man erinnert sich hier gerne an seine tollen Leistungen, die seinerzeit zum Titelgewinn in der DEL2 geführt haben. Sein Tag sollte es dennoch nicht werden.

Wie bereits in den letzten Spielen, ging die Gastmannschaft in Führung. Und das wieder einmal sehr früh. Nach einer Minute und acht Sekunden, es war ein Bully von der rechten Seite, klingelte es im Kasten von Bick, der von dem Abschluss überrascht wurde und den Puck durch die Beine rutschen ließ.

Die Gäste versuchten im weiteren Verlauf ruhig und sicher aus der eigenen Verteidigung heraus zu spielen, was ihnen häufig gelang. Doch sie fanden sich mehr in der Defensive, als ihnen lieb sein durfte. Aber es dauerte lange bis die Löwen ausgleichen konnten und nochmal sehr lange, bis die 2:1 Führung auf der Anzeigetafel stand. Diese fiel in Überzahl. Doch zuvor wurde ein Tor nach Videobeweis nicht gegeben. Warum ist mir auch nach Sichtung der Bilder nicht wirklich klar. Im Nachhinein war es aber recht unbedeutend.

Zum zweiten Drittel:

Es spielte nur eine Mannschaft und das waren die Löwen. Lange Sequenzen ohne Unterbrechungen machten das Spiel schnell. Es dauerte aber fast zehn Minuten ehe Tousignant alleine vor dem Tor zwei Gegenspieler und auch den Torwart austanzte und das dritte Tor erzielte.

Max Eisenmenger erhöhte nur eine Minute später und kurz darauf folgten zwei Überzahlspiele, in denen jeweils auch getroffen wurde. Die Gäste hingegen fanden keine Lösung selbst zu guten Chancen zu kommen. Zwar wurden Angriffe gefahren, aber diese verebbten zumeist oder konnten aufgrund der guten Defensive Frankfurts nicht zu Ende gespielt werden.

Zum dritten Drittel:

Man könnte auch sagen es war das Drittel der offenen Tore. Es dauerte gerade einmal etwas mehr als zwei Minuten, in denen die Löwen erneut zwei Tore erzielten und den ehemaligen Löwen im Tor, Brett Jaeger einfach nur alt aussehen ließen.

Folglich war zu erkennen, dass die Frankfurter an diesem Tag gerne zweistellig gewinnen wollten und die Defensive nicht mehr so genau nahmen. Dies führte zu zwei Toren der Gäste, welche durchaus gut herausgespielt waren; das darf man ruhig auch mal erwähnen. Sie wehrten sich also erfolgreich gegen weitere Treffer der Löwen, doch diese sollten noch fallen.

Dani Bindels machte das neunte und Mister Torgarantie, Eduard Lewandowski, sorgte für das 10. Tor der Löwen an diesem Abend. Doch den Schlusspunkt in diesem fairen Spiel, bei dem die Löwen nur eine einzige Strafe erhielten, setzten die Gäste mit dem 10:4.

Löwen Frankfurt – Bayreuth Tigers 10:4 (2:1 4:0 4:3)

0:1 Mark Heatley ( Juuso Rajala ) EQ 01:08
1:1 Kevin Maginot ( Carter Proft , Eduard Lewandowski ) EQ 09:56
2:1 Maximilian Faber ( Adam Mitchell , Mathieu Tousignant ) PP1 18:46
3:1 Mathieu Tousignant ( Brett Breitkreuz , Kevin Maginot ) EQ 29:03
4:1 Maximilian Eisenmenger ( Carter Proft , Eduard Lewandowski ) EQ 30:02
5:1 Brett Breitkreuz ( Carter Proft , Lukas Koziol ) PP1 33:42
6:1 Adam Mitchell ( Maximilian Faber , Daniel Spang ) PP1 34:37
7:1 Adam Mitchell ( Mike Fischer , Eduard Lewandowski ) EQ 41:16
8:1 Maximilian Eisenmenger ( Dani Bindels , Carter Proft ) EQ 42:25
8:2 Timo Gams ( Tobias Kirchhofer ) EQ 45:41
8:3 Luca Gläser ( Benjamin Kronawitter , Sebastian Busch ) EQ 51:57
9:3 Dani Bindels ( Carter Proft , Leon Hüttl ) EQ 56:35
10:3 Eduard Lewandowski ( Daniel Spang , Maximilian Faber ) EQ 57:16
10:4 Tim Richter ( Ville Järveläinen , Simon Mayr ) EQ 58:13

Zuschauer: 4.144

Löwen Frankfurt verlieren das DEL2 Spitzenspiel gegen Ravensburg und die Schiedsrichter mit 4:7

Was hätte das für ein schönes Spitzenspiel werden können. Zwei Mannschaften, die derzeit auf einem Niveau spielen und offensiv, als auch defensiv überzeugen können.

Leider passten die Schiedsrichter absolut nicht zu dieser Spielansetzung, was sich im Fortlauf des Spiels leider sehr deutlich zeigte.

Dabei schlief ich erst noch eine Nacht darüber, um es trotz meines Fan Daseins neutraler zu betrachten, jedoch geht das einfach nicht, wenn Schiedsrichter so deutlich in das Spiel eingreifen und auf gewisse Dinge permanent hereinfallen. Dabei sah es anfangs noch gar nicht so sehr danach aus.

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Zum ersten Drittel:

Von Beginn an spielten beide Teams offensiv und das war auch über das gesamte erste Drittel hinweg schön anzusehen. Niemand, der sich nur hinten reinstellt und auf Konterspiel setzt. Nein, die Gäste haben ihrerseits den Hebel nach vorne gelegt und konnten aus einem schnell ausgespielten Konter das 0:1 erzielen. Da gab es nichts zu halten für Kucis im Tor der Löwen.

Aber es dauerte nicht lange, bis die Hausherren zurückschlugen. Nach nicht einmal fünf Minuten stand es 1:1 in diesem schnellen Spiel. Köhler war frei im Slot und zog einfach mit voller Wucht ab, nachdem der vorhergehende Schuss von der blauen Linie an einem Verteidiger hängen geblieben war.

Das Spiel war nicht nur schnell und offensiv, sondern auch in einem gesunden Rahmen für Eishockey körperlich. Das war insoweit okay und wurde auch von beiden Mannschaften so ausgeführt und angenommen.

Ähnlich war die Situation bei der erneuten Führung der Gäste, die in Überzahl zustande gekommen war. Ein Schuss von der blauen Linie blieb an einem eigenen Spieler hängen, der gedankenschnell handelte und den Puck ins Netz hämmerte. Das war schnell reagiert und gut umgesetzt.

Die Löwen waren kurz geschockt. So hatte es den Anschein und das bot den Gästen weitere Chancen und auch ein weiteres Tor zum 1:3. Sie blieben hartnäckig im Drittel der Löwen und beim Anspiel von hinter dem Tor war auf der linken Seite Pawel Dronia frei, der den Puck ins linke obere Eck drosch.

Während die Gäste etwas zurückschalteten und die Löwen kommen ließen, dabei jedoch gut verteidigten, wäre ihnen fast per Konter das vierte Tor gelungen. Doch Kucis bekam die Beine schnell genug zusammen, so dass der Puck nicht durch selbige hindurch rutschen konnte.

Nur wenige Momente später waren die Frankfurter in der Überzahl und trafen zunächst nur den Pfosten. Der Puck blieb aber im Drittel und bei den Löwen. Schüle durfte ein weiteres Mal Maß nehmen und dieses Mal traf er zum 2:3. Das war dann auch der Stand nach dem ersten Drittel. Und bis hierhin sah alles nach einem recht guten Eishockeyspiel aus, an dem beide Teams teilnahmen.

 

Zum zweiten Drittel:

Der Sturmlauf der Löwen war eröffnet und sie waren nicht nur optisch überlegen. Schuss um Schuss ging auf das Ravensburger Tor und sie wurden in ihrem Drittel festgenagelt. Aber den Löwen gelang der Treffer einfach nicht. Entweder hielt der Torhüter ganz gut, oder es wurde zu genau gezielt und der Puck traf erneut nur den Pfosten.

Es zeigte sich aber hierbei auch schon, dass die Gäste nun auch andere Mittel nutzten, um irgendwie wieder ins Spiel zu kommen. Schubsen, Cross-Checks, und noch andere Dinge vor dem Tor, die nach Abpfiff geschahen. Gute Schiedsrichter hätten an dieser Stelle schon vorgesorgt und irgendetwas davon mal geahndet. Häufig war es nämlich so, dass der Frankfurter Spieler nicht mal daran zu denken schien nach dem Abschluss auf den Torwart zu gehen.

Aber nun, die guten Schiedsrichter waren ausverkauft und so musste die Frankfurter Mannschaft damit leben.

Kurios und wirklich unverständlich wurde es ab der Mitte des Spiels. Frankfurt war bereits in Unterzahl. Die Strafe wegen Beinstellens kann man geben aber es sah auch sehr danach aus, dass der Ravensburger Spieler zu einfach das Gleichgewicht verlor.

Die Löwen spielten eine gute Unterzahl und kamen auch zu einem Konter, der aber deutlich behindert wurde, denn der Schläger des Frankfurter Spielers wurde sichtbar festgehalten. Es blieb ungeahndet. Jedoch nur wenige Sekunden später gab es die gleiche Szene, nur andersrum. Das wurde geahndet und so waren die Löwen nur noch zu dritt. Die doppelte Unterzahl überstanden sie, jedoch brachte diese Ungleichbehandlung die Gäste wieder ins Spiel, die aus der einfachen Überzahl Kapital schlagen konnten. So stand es 2:4.

Warum ein Ravensburger auf die Strafbank musste, war recht unklar. Es wurde Zeitspiel angezeigt, wobei ich ehrlich gesagt kein solches erkennen konnte. Natürlich ließ er sich ein wenig Zeit beim Wechsel in der Unterbrechung. Aber gleich eine Strafzeit? Das sah schon nach einer Art Konzessionsentscheidung aus.

Die Ärgernisse auf Seiten der Frankfurter wirkten sich sehr auf ihr Spiel aus. Trotz Überzahl lief einfach nichts mehr zusammen. Der Rhythmus war weg. Pässe klappten nicht mehr, die Zuordnung bei Puckverlust stimmte nicht und schon stand es per Konter 2:5.

Und im Anschluss wurde es wieder lustig in Schwarz-Weiß, denn es gab Strafen gegen die Löwen, die nicht nur mein Unverständnis hervorriefen. Zwei Zweikämpfe, zwei Ravensburger, die dabei an Altersschwäche oder Müdigkeit umfielen und zwei Mal wurde es geahndet. Erfahrene Schiedsrichter würden bei diesen Szenen ob der Versuche, eine Strafe zu schinden, eher nur Grinsen, aber mit diesem Schiedsrichterduo hatten die Ravensburger für ihre Fallobsttaktik Freunde gefunden. Auch ein erfahrener Spieler, wie Lewandowski, hatte davon irgendwann genug und gab seinem Gegenspieler einen richtigen Grund liegen zu bleiben. Ganz ehrlich? Richtig so.

Dennoch mehr als ärgerlich, dass aufgrund von Unerfahrenheit und fehlendem Blick für das Spiel, Seitens der Schiedsrichter, solche Strafen überhaupt erst entstehen können.

Die Strafen wurden ins letzte Drittel mitgenommen.

 

Zum dritten Drittel:

Die mitgenommenen Strafen führten zu einer langen Unterzahlsequenz, aus der die Gäste erneut ein Tor machen konnten. 2:6 stand es und bei dieser Gegner-Schiedsrichter-Kombination war an einen Umschwung aus meiner Sicht gewiss nicht zu denken.

Aber aufgeben kommt für Löwen nicht in Frage und so spielten sie weiter und kamen knapp eine Minute später zurück und erzielten das 3:6. In der folgenden Überzahlsituation waren die Löwen zwar druckvoll aber ohne weiteren Torerfolg. Dafür gab es nur etwas später Strafen gegen Frankfurt und auch eine gegen die Gäste. Letztere wurde schon fast höhnisch von den Fans beklatscht.

Der Versuch der Frankfurter Trainer, frühzeitig ohne Torwart mit mehr Angriffsdruck zu spielen, sah auch längere Zeit gut aus, jedoch konnten die Gäste einmal vernünftig kontern und das siebte Tor erzielen.

Und damit die Frankfurter auf keinen Fall noch eine Chance bekommen konnten, wurde ein Open-Ice-Check mit einer 5 Minuten Spieldauerdisziplinarstrafe belegt, da dieser angeblich gegen Kopf oder Nacken ging. Ich habe mir den Check mehrere Male auf Video angesehen und kam zum Schluss, dass der Check gegen die Schulter ging. Denn bei dem Tempo hätte der Ravensburger bei einem Kopftreffer nicht sofort wieder aufstehen können. Vielleicht mag ich mich da auch irren, aber es passt einfach zur unterdurchschnittlichen Leistung der Schiedsrichter, dass dieses Detail nicht beachtet wurde. (Ich sah mir das Video übrigens stark verlangsamt an, kann jeder, YouTube bietet diese Möglichkeiten an)

Interessanter war vielmehr, was danach passierte, denn die Frankfurter checkten ihre Gegner nun deutlich aggressiver und bei der Linie der Schiedsrichter bis hierhin, wäre das jedes Mal ein Vergehen gewesen, schließlich lagen Ravensburger auf dem Eis. Wie auch immer.

Die Löwen bewiesen jedenfalls, trotz Unterzahl, Kampfgeist und kamen sogar zum vierten Treffer, aber mehr wurde es auch nicht mehr. Den Schlusspunkt setzte Brett Breitkreuz mit einer Kampfeinlage gegen Pawel Dronia.

Und zum Abschluss:

Es wäre übrigens angebracht die „Divingliste“, welche zur letzten Saison in der DEL eingeführt wurde, auch in der DEL2 einzuführen. Ich habe in diesem Spiel so einige „Dives“ gesehen und musste leider feststellen, dass den Schiedsrichtern in diesem Spiel „Schwalben“ nicht bekannt zu sein scheinen. Ich sehe hier sehr großen Nachholbedarf beim DEB, dass auch solche Situationen gezeigt, geschult und umgesetzt werden. Es handelt sich schließlich um ein unsportliches Verhalten, auf die die Schiedsrichtergruppe in diesem Spiel sehr häufig reingefallen ist.

Oh und vielleicht mag mir ein Ravensburger diese Frage noch beantworten: Wie viele Schwalben machen eigentlich einen Winter?

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 4:7 (2:3 0:2 2:2)

0:1 Mathieu Pompei ( Andreas Driendl , Sören Sturm ) EQ 01:15
1:1 Mick Köhler ( Maximilian Faber , Daniel Spang ) EQ 04:42
1:2 David Zucker ( Sören Sturm , Robin Just ) PP1 08:34
1:3 Pawel Dronia ( Daniel Pfaffengut , Daniel Schwamberger ) EQ 09:46
2:3 Tim Schüle ( Adam Mitchell , Maximilian Faber ) PP1 19:32
2:4 Mathieu Pompei ( David Zucker , Ondrej Pozivil ) PP1 35:15
2:5 Robbie Czarnik ( Thomas Supis , Olivier Hinse ) SH1 36:24
2:6 Sören Sturm ( Robin Just , Andreas Driendl ) – PP1 42:34
3:6 Matthew Pistilli ( Mathieu Tousignant , Lukas Koziol ) EQ 43:26
3:7 Sören Sturm ( Robin Just , Andreas Driendl )EQ EN 53:13
4:7 Lukas Koziol SH1 55:15

Zuschauer: 4.564

Zu spät zur Form gefunden. Die Löwen Frankfurt verlieren das Derby gegen Bad Nauheim mit 3:4

Bei keinem anderen Spiel sind so viele Einsatzkräfte von der Polizei anwesend, wie bei den Derbys gegen Bad Nauheim. Aber bislang ist meines Wissens nach noch nichts Schlimmeres passiert, abgesehen davon, dass vor einigen Jahren mal das Auto eines Löwen Spielers, der in Bad Nauheim wohnte, demoliert wurde. Lange her und hat mit diesem Spiel wenig zu tun.

Voll war es in der Eissporthalle mit 6.015 Zuschauern. Und sie sollten auch ein interessantes Spiel zu sehen bekommen, das mit einem Paukenschlag begann.

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Zum ersten Drittel:

Das Spiel hatte gerade erst begonnen und war noch keine Minute alt, nicht mal eine halbe, nicht mal 20 Sekunden und da hatte es bereits zum ersten Mal im Gehäuse der Löwen geklingelt.

Der Puck wurde in die Rundung gespielt und Felix Bick ging hinter das Tor um den Puck aufzuhalten, was aber nicht gelang. Dieser erreichte einen Nauheimer, der den Puck vor das Tor spielte und dort von Dustin Sylvester im Tor untergebracht werden konnte. Man muss auch dazu sagen, dass er es sehr einfach hatte, denn so behäbig, wie Bick in seinen Kasten zurückschlenderte, hatte er sozusagen das ganze Tor für seine alten Teamkollegen offengelassen.

Die Löwen wollten natürlich zurückschlagen, doch es gelang ihnen überraschend wenig und so kamen die Gäste stets besser ins Spiel und bestimmten dieses auch. In einer Überzahlsituation markierten sie zudem noch den zweiten Treffer in der neunten Spielminute. Diesmal war es Cody Sylvester, der aus mittlerer Position im Slot treffen konnte.

Das Frankfurter Spiel wirkte zerfahren, als hätte man die Spieler nach dem Sieg gegen Bad Tölz einmal ausgetauscht. Zwar war ein gewisser Offensivdrang zu sehen, aber die Vielzahl an Fehlpässen und generellen Ungenauigkeiten war erschreckend hoch.

Dies hatte auch den dritten Treffer für die Gäste in der 13. Spielminute zur Folge. Ein leicht abgefälschter Pass erreichte Marvin Ratmann im Zentrum, der nur noch in den Slot ziehen und einnetzen musste, während drei Löwen keine Anstalten machten ihn daran zu hindern.

Für Felix Bick war dies gleichzeitig das Ende seines Arbeitstages. Er machte eine unglückliche Figur in diesem Spiel und war maßgebend am 0:1 beteiligt. Für ihn war ab diesem Zeitpunkt Bastian Kucis im Tor, der bereits eine ordentliche Leistung gegen Bad Tölz zeigte.

Zwar versuchten es die Löwen immer wieder ihrerseits Akzente zu setzen, doch die Zerfahren- und Unentschlossenheit machte sich in den schwachen Abschlüssen weiterhin bemerkbar, mit denen Hendrik Hane im Gästetor keine Mühen hatte.

Zum zweiten Drittel:

Während sich die Gäste aus Bad Nauheim nun etwas zurückzogen und auf Konterspiel setzten, versuchten die Löwen weiterhin ihr Glück in der Offensive. Chancen für Tore gab es durchaus und bei einer doppelten Überzahl war die Möglichkeit da, selbst auf die Anzeigetafel zu kommen, doch zu der komplizierten Spielweise kam erstmals auch Pech dazu, ein guter Schuss von der blauen Linie knallte an die Latte. Insgesamt blieb das Überzahlspiel aber weitgehend ungefährlich.

Überzahlspiele gab es auf beiden Seiten. Auch die Gäste durften mal ran, wurden aber insbesondere vom guten Kucis von weiteren Treffern abgehalten.

Es schlich sich dann bei den Schiedsrichtern eine Phase ein, in der sie offensichtliche Vergehen einfach nicht ahndeten. Übrigens gilt dies für beide Seiten. Dass das irgendwann zu einer Eskalation führen musste, war irgendwie abzusehen. Frankfurts Erk hatte die Faxen dicke und revanchierte sich bei Nauheims Brandl für etwas. Dies in einer Form, die ich so auch noch nicht gesehen habe: er kam von hinten angerast, sprang fast auf den Rücken seines Gegenspielers und machte deutlich, dass er sich diese Sperenzchen nicht gefallen lässt.

So schnell, wie ein Linienrichter mit von der Partie war, hätte man meinen können, dass er mitmischen wollte. Jedenfalls hatte er große Probleme die beiden im Zaun zu halten. Eigentlich gelang es ihm gar nicht, erst als er Unterstützung bekam, konnten beide Spieler voneinander getrennt werden.

Wenige Minuten später hatten die Löwen ein erneutes Überzahlspiel, erst doppelt, dann einfach und schließlich fiel auch mal das Tor. Daniel Spang brach den Bann.

Doch mehr wollte in diesem Drittel nicht passieren.

Zum dritten Drittel:

Der Wille bei den Löwen war vorhanden, doch waren es weiter schlechte Abspiele, Fehlpässe und schwache Abschlüsse, die die Offensivbemühungen einschränkten.

Es dauerte bis zur 50. Spielminute, in der der extrem schmale Grat zwischen einem möglichen Jubel und Verdrossenheit erkennbar war: ein guter Schuss aus der Halbdistanz knallte abermals an die Latte. Der Puck sprang nach rechts und wurde auf die linke Seite gepasst. Dort an der Bande versprang der Puck aufgrund einer Unebenheit und wurde damit zum Spielstück eines Konters der Gäste, der zum 1:4 führte. Zwischen dem Lattenknaller und dem Tor lagen wahrlich nur wenige Sekunden.

Zwar sahen sich die Schiedsrichter die Szene nochmal auf Video an, aber sie entschieden korrekt und das 1:4 blieb auch so bestehen.

Kurz darauf waren beide Mannschaften mit jeweils einer Strafe belegt. Die Löwen nahmen eine Auszeit und nahmen sogar beim nächsten Angriff schon den Torwart heraus und konnten daraus Kapital schlagen und das 2:4 erzielen.

Nun klappte auch wieder mehr und es wurde einfacher gespielt, was sich gleich bezahlt machte.

Zu diesem Zeitpunkt war auch das Feuer bei den Fans entfacht, die nun stetig lautstärker wurden.

Die Löwen blieben offensiv und rannten weiter das Tor der Gäste an. Diese verteidigten so gut sie konnten und auch ihr Torwart hatte einen sehr guten Tag erwischt und konnte viele der guten Chancen, die mittlerweile besser herausgespielt wurden, entschärfen.

Es waren noch mehr als vier Minuten zu spielen, als Frankfurts Torhüter ein weiteres Mal das Eis verließ und die Löwen mit sechs Mann agierten. Der Druck auf Hane im Tor der Gäste wurde größer. Knapp zwei Minuten vor Ende war es Max Faber, der zum 3:4 einschob und die große Hoffnung auf eine unerwartete Wendung in diesem Spiel herbeiführte.

Aber bei dem Spielstand sollte es auch bleiben, denn zum Schluss verteidigten die Gäste so gut, dass ein geordneter Angriff für die Löwen nicht mehr zustande kam.

So gewannen die Gäste an diesem Abend verdient mit 4:3 und entführten die drei Punkte aus der Eissporthalle.

Löwen Frankfurt – EC Bad Nauheim 3:4 (0:3 1:0 2:1)

0:1 Dustin Sylvester ( James Livingston , Nicklas Mannes ) EQ 00:18
0:2 Cody Sylvester ( Dustin Sylvester , Radek Krestan ) PP1 08:04
0:3 Marvin Ratmann ( Steve Slaton , Garret Pruden ) EQ 12:07
1:3 Daniel Spang ( Eduard Lewandowski , Adam Mitchell ) PP1 36:39
1:4 Dennis Reimer EQ 49:31
2:4 Eduard Lewandowski ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) EQ 50:53
3:4 Maximilian Faber ( Eduard Lewandowski , Matthew Pistilli ) EQ 58:13

Zuschauer: 6.015