Ein deutlich sichtbarer Klassenunterschied – Bericht zum Spiel des FSV Frankfurt gegen den SV Waldhof Mannheim (1:5) vom 13.08.2018

Bereits vor dem Spiel war viel vor dem Stadion los. Ob es daran lag, dass ich etwas später da war als beim letzten Mal, oder war es, weil der Gegner aus Mannheim deutlich attraktiver ist, als es zuvor die Stadtallendorfer waren?

Jedenfalls hatten die Gäste eine große Menge Fans mit dabei. Sie bevölkerten auf der Nordseite des Stadions mehr als nur einen Stehblock, was gut und gerne 500 Menschen gewesen sein dürften. Dahingegen sah die Südseite nicht so dicht besetzt aus und dort standen die Fans des FSV Frankfurt. Vielleicht sollten sie sich auch mal mehr zusammenstellen und so einen stimmgewaltigen Block bilden. Die Mannheimer waren schon vor Beginn sehr laut. Wie sich das auf das Spiel auswirken würde, sollte sich zeigen.

Anstoß und der erste Ballbesitz war bei den Gästen. Die erste Chance entstand aber erst nach gut zwei Minuten. Ein Freistoß für die Gäste, der aber gut geklärt wurde. Bei der Kläraktion blieben zwei Frankfurter, darunter der Torwart, kurz liegen. Es sah nach einem leichten Zusammenprall aus, von dem sich beide einen kurzen Moment erholen mussten.

Zu Beginn des Spiels zeigten sich die Gäste bei eigenem Ballbesitz mit einem gesunden Drang nach vorne und ohne Ball mit Ansätzen von Offensivpressing. Dieses hatte in der 7. Spielminute zur Folge, dass die FSV Abwehr unter Druck geriet und den Ball kurz vor dem eigenen Strafraum verlor. Es folgte ein Pass auf die rechte Seite und ein schöner Abschluss in die linke obere Torecke. Der Ball war im Kasten. Vielleicht nicht unhaltbar, aber eben im Tor. Die Fans auf der Nordseite des Stadions jubelten lautstark. 0:1, der SV Waldhof lag in Front.FSVSVWM130818-4

Kurz darauf zeigte sich auch der FSV offensiv, aber richtige Chancen kamen da noch nicht zustande. Aber der Druck wurde größer und die Frankfurter wollten sich nicht unterkriegen lassen. Dafür waren die Nadelstiche der Gäste aus Mannheim etwas ausgereifter im Zusammenspiel. Eine halbe Flanke, bzw. ein halber Schuss, streifte das Aluminium des Mannheimer Tores sanft.

Wie im letzten Heimspiel gab es viele Ecken für die Frankfurter und erneut schafften sie es dabei, sich bei der kurzen Variante, selbst ins Abseits zu stellen. Das möchte noch geübt werden.

In der 22. Minute gab es einen Freistoß für die Gäste. Als dieser hereingebracht wurde, ertönte die Pfeife des Schiedsrichters und es gab Elfmeter und die gelbe Karte für Frankfurts N. Djengoue. Was da genau passiert war, hatte ich nicht gesehen. Der Elfmeter wurde locker getreten, der Torwart damit verladen, 0:2.FSVSVWM130818-10

Nun wirkte der FSV etwas verunsichert und nervös. Einfache Ballverluste. Aber bei der nächsten Offensivaktion gab es einen Freistoß für sie und die gelbe Karte wegen einem taktischen Foul für Mannheims Michael Schultz. Doch der folgende Freistoß landete in den Armen des Gästetorwarts.

Nun passte sich auch das Wetter dem Ergebnis an. Aus Frankfurter Sich zumindest. Es begann zu schütten.

Ein unnötiges Foul im Mittelfeld brachte Frankfurts Denis Mangafic eine gelbe Karte ein, die zu einem Freistoß und einer Chance für die Gäste führte. Doch es gab nur Eckball. Dieser brachte zwar nichts ein, aber das Offensivpressing zeigte weiter eine gewisse Verunsicherung bei den Frankfurtern, die zu einem schnellen Spiel gezwungen waren.

Für eine Weile fand das Spiel vor allem im Mittelfeld statt. Dabei war durchaus erkennbar, dass beide Seiten mit dem nassen Spielfeld und dem glitschigen Ball so ihre Problemchen hatten.

In der 37. Spielminute zeigte sich erneut das erfolgreiche Offensivpressing der Gäste, die einen Fehler beim Pass der Frankfurter ausnutzen konnten. Der Pass von halbrechter Seite in die Mitte des Strafraums fand einen Abnehmer und der hatte praktisch freie Platzwahl zum 0:3.

Fast dasselbe Spiel beim 0:4 in der 39. Spielminute: Die Hintermannschaft des FSV wirkte verunsichert und grob fahrlässig. Während die Mannheimer weiter ihr Offensivpressing spielten, fingen sie einen Pass ab, der erneut zu einem Tor führte. Dieses Mal ganz lässig in die untere linke Ecke des Tores.

FSVSVWM130818-11Langsam fing auch ich an mit Marco Aulbach im Tor der Hausherren Mitleid zu bekommen, denn er konnte bisher keine Bälle halten und wurde von seiner Abwehr mehr als nur im Stich gelassen.

Marco Koch kam für Denis Magafic bei Frankfurt in der 45. Minute. Ob eine Verletzung vorlag, oder sich Mangafic bereits nahe an einer weiteren Verwarnung befand, konnte ich nicht beurteilen. Kurz darauf wurde von den Frankfurtern ein Foulspiel im Strafraum gesehen, das aber nicht geahndet wurde. Meines Erachtens, mit dem Blick von der Tribüne aus, lag auch kein elfmeterwürdiges Foulspiel vor.

Wenige Sekunden später war dann auch Halbzeitpause und man musste feststellen, dass der FSV Frankfurt in dieser Partie deutlich unterlegen war und in der zweiten Halbzeit nur Schadensbegrenzung betreiben konnte. Spielerisch und auch auf taktischer Ebene waren die Gäste deutlich überlegen und profitierten vor allem von ihrem eigenen Offensivpressing, das die Frankfurter Hintermannschaft regelmäßig zu groben Fehlern zwang, welche gnadenlos ausgenutzt wurden.

In der Halbzeit wurde auch Jesse Sierck für Alban Sabah auf Frankfurter Seite eingwechselt.

Kurz nach Wiederbeginn ging es so weiter, wie es aufgehört hatte und wäre es keine Abseitsposition gewesen, hätte es erneut im Frankfurter Gehäuse geklingelt. Die Gäste wollten sich nicht auf dem großen Vorsprung ausruhen, das war direkt zu sehen.

Das Offensivpressing der Gäste war nicht mehr ganz so drängend, aber immer noch vorhanden. Frankfurt selbst fand aber keine Mittel eigene Chancen zu kreieren. Die Gäste warteten auf ihre Gelegenheiten mit schnellen Konterspielzügen für weitere mögliche Tore zu sorgen.

Die drei Punkte schienen für sie in der 57. Spielminute bereits gesichert zu sein, denn da fiel das 5. Tor für sie. Ein Pass in die zentrale Schnittstelle der Abwehr sorgte für einen Alleingang mit Torabschluss, den der arme Marco Aulbach erneut nicht verhindern konnte.

Kurz darauf wechselte Frankfurt bereits das dritte Mal und brachte einen Spieler, den ich nicht finden kann – oder mir die falsche Nummer notiert hatte. Jedenfalls wurde n. Djengoue ausgewechselt. Für ihn kam der Spieler mit der Nummer 20(?) aufs Feld.

In der letzten halben Stunde konnte es für den FSV nur noch heißen, ein größeres Debakel zu verhindern, während die Partystimmung im Gästeblock größer und größer wurde.

Der Ehrentreffer für den FSV fiel in der 62. Minute, als schon keiner mehr mit einem positiven Ereignis für die Frankfurter gerechnet hatte. Eine kurze Unachtsamkeit in der Hintermannschaft der Gäste und schon konnte Soultani auf der rechten Seite im Strafraum das rechte untere Eck anvisieren und zumindest den Treffer für die Ehre erzielen.

Nun wechselten auch die Mannheimer. Für Mete Celik kam Marco Meyerhofer in der 71. Minute.

Zu diesem Zeitpunkt verwalteten die Mannheimer das Ergebnis schon und suchten dabei immer wieder mal den Weg nach vorne. Defensiv mussten sie nicht viel machen, da sich der FSV häufig selbst im Weg stand oder einfach keine Idee mehr hatte den Weg in den Strafraum und vor das Tor zu finden. Gewiss war das bei dem Spielstand auch schon eine Kopfsache. Es wurde sogar in der 74. Minute eine Chance für das zweite Tor vergeben und das aus kürzester Distanz nach einer Hereingabe von der linken Seite.FSVSVWM130818-13

Ein weiterer Wechsel der Gäste wurde vollzogen. Für Valmir Sulejmani kam Gian-Luca Korte (75. Minute)

Gelbe Karte für Mannheims Kevin Conrad. Das Foul passierte auf halbrechter Position vor dem Mannheimer Strafraum. Aber auch der Freistoß war nicht präzise genug für den Stürmer Frankfurts.

Die Mannheimer hingegen hatten noch weitere Chancen, vergaben diese aber mustergültig. Es hätte gut und gerne auch 1:8 stehen können. Einmal rettete der Querbalken für die Frankfurter, damit diese Niederlage nicht zu noch einer höheren Blamage führte.

Auch den dritten Wechsel nutzten die Mannheimer und brachten für die letzten Sekunden M. nag für den Doppeltorschützen Jannik Sommer in der 89. Minute.

Der Schiedsrichter pfiff das Spiel auf die Sekunde genau pünktlich ab. Die letzten Minuten verliefen ohnehin ereignislos, da die Gäste aus Mannheim nicht mehr zwingend waren und gefühlt mehrere Gänge zurückschalteten und Frankfurt nicht konnte.

Der Klassenunterschied war definitiv sichtbar und Frankfurt konnte mit dem Ergebnis noch froh sein, da die Mannheimer Chancen für zwei Spiele hatten und durchaus mehr als fünf Tore hätten erzielen können.

Doch muss man auch sagen, dass der SV Waldhof Mannheim nicht das Maß ist, mit dem sich die Frankfurter vergleichen sollten. Sie haben andere Ziele, die es zu erreichen gilt.

Tore: 0:1 Sulejmani (7.), 0:2 Sommer (23./FE), 0:3 Sommer (36.), 0:4 Kern (39.), 0:5 Deville (58.), 1:5 Soultani (62.)

Zuschauer: 2.249

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Hitze pur beim Spitzenspiel der Bezirksliga Baden-Württemberg zwischen den Mannheim Bandits und der zweiten Mannschaft der Schwäbisch Hall Unicorns. Spiel- und Erlebnisbericht vom 04.08.2018

Auch bei diesen Temperaturen kann man sich auf den Weg machen, um ein Footballspiel zu schauen. Und genau das habe ich diesen Samstag getan. Ohne Auto aber mit Bahn ging es zum MTG Sportplatz nach Mannheim, denn dort empfingen die heimischen Banditen die zweite Mannschaft der Einhörner aus Schwäbisch Hall.

Zu den Bildern geht es hier:

Mannheim Umgebung, Aufwärmen, Einlauf und Banditaz 04.08.2018

Cheerleader Mannheim „Six Shooters“ 04.08.2018

Mannheim Bandits vs. Schwäbisch Hall Unicorns 2 – 04.08.2018

Der Weg zum Stadion war für mich als ortsfremde Person etwas irritierend. Ich stieg zwar an der entsprechenden Haltestelle aus, aber fand zunächst nur einen Sportplatz vor, auf dem zwar die gewohnten Feldlinien für Football waren, aber mehr auch nicht. Etwas ratlos irrte ich um diesen Platz bis ich einer Dame hinterher eilte, die eindeutig wissen musste, wo das Spiel stattfand. Mit ihrer Banditskappe und einem entsprechend roten T-Shirt führte sie mich, wenn auch unbewusst, in die richtige Richtung.

Hurra, ich hatte das Stadion gefunden, perfekt. Es wirkte für die Liga entsprechend. Ein schöner Sportplatz mit einer ausreichend großen Tribüne, die mit einem Sommerdach Schatten spendete. Doch zu allererst fielen mir die Schiedsrichter auf. Diese trugen doch tatsächlich kurze Hosen. Das war absolut empfehlenswert bei diesen Temperaturen und hatte ich bis dato auch noch bei keinem Spiel gesehen.MBSHU2040818-3

Nebst dem Umfeld, auf dem es Essen und Getränke, sowie eine Hüpfburg für Kinder und einen kleinen Pool gab, hat mich insbesondere die Masse an möglichen Fanartikeln beeindruckt. Ich wusste wirklich nicht, welche der vielen angebotenen Kappen ich mir zulegen sollte. Am Ende habe ich mich für die rote entschieden, die das schicke Vereinslogo vorne draufhat. Ich persönlich finde aber, dass das Logo der Banditaz, also der Damenmannschaft, noch einen Tick besser aussieht. Das liegt wohl am farblichen Kontrast zwischen Haaren und Hut beim Logo.

Nun konnte ich bereits das Aufwärmen der beiden Mannschaften verfolgen. Zu beneiden waren sie wirklich nicht bei diesen Temperaturen in voller Montur in der prallen Sonne. Da mussten sie nun aber durch. In der Zwischenzeit habe ich mich auf der Tribüne im Schatten aufgehalten und kurze schöne Gespräche mit den sympathischen Menschen dort geführt. So ziemlich alle Besucher, und es waren geschätzt zwischen 300 und 500, ächzten ob der Hitze.

Dem Treiben habe ich noch ein wenig zugesehen, ehe sich die Mannschaften so langsam bereitmachten, das Spiel zu beginnen. Ein schicker Helm wurde aufgeblasen, durch den die Spieler der Bandits hindurch aufs Feld liefen. Kurz vorher gab es ein bisschen Leben auf der Tribüne, denn einige Damen zogen sich auf einmal Trikots an. Zunächst dachte ich, dass es die Fantrikots sein mussten, aber weit gefehlt. Es war die Damenmannschaft, die Mannheim Banditaz, die ihre Jerseys überstreiften, um für die Herrenmannschaft Spalier zu stehen. Das hatte durchaus seinen Charme, muss ich sagen. Kurz darauf folgten die Schiedsrichter auf das Feld und wenige Momente, nach dem Münzwurf, konnte das Spiel auch losgehen. Mir haben diese paar Minuten in der prallen Sonne schon ausgereicht, um mich dafür zu entscheiden, dass ich die Bilder vom Spiel von der Tribüne aus machen würde, um keinen Hitzschlag zu riskieren. Für mich Weißbrot ist das mit der Sonne ja so eine Sache.

Auf dem Weg dorthin kam ich noch an den Cheerleadern vorbei, die ebenfalls in der prallen Sonne ihren Platz bezogen hatten, um dort für Stimmung zu sorgen. Auch nicht gerade beneidenswert, aber sie haben ihre Aufgabe mit Bravour gelöst. Sie hatten auch immer die Möglichkeit für eine Abkühlung, denn auf der Laufbahn war ein Wasservernebler aufgestellt. Und wenn das Lüftchen die richtige Richtung nahm, bekam man sogar auf der Tribüne etwas davon ab. MBSHU2040818-28Dass das Spiel von Beginn an schwierig und zäh werden würde, war ohnehin klar bei diesen Temperaturen, aber es bot sich auf beiden Seiten eine sehr ansehnliche Partie zweier in etwa gleichstarker Mannschaften. Dass sie sich mittlerweile gut kennen und aufeinander eingestellt sind, war ebenfalls zu erkennen. Zudem wollten die Mannheimer das Ergebnis aus dem Hinspiel, das sie mit 0:27 verloren, egalisieren.

Doch es lief zunächst überhaupt nicht nach Plan. Zumindest nicht nach dem Plan der Bandits. Die ersten Angriffsversuche verliefen im Sand und hinzukam, dass die Ballübergabe an den Running Back auch nicht gut funktionierte und damit die Gäste in die Offensive durften.

Diese hätte auch fast einen Touchdown produziert, doch ein Mannheimer war nicht nur zur Stelle, sondern hätte auch, mit ein bisschen mehr Glück beim Fangen, für eine Interception sorgen können. So nahmen die Gäste aus Hall die Chance für ein Field Goal und machten die ersten drei Punkte des Spiels. Nun waren es für Mannheim schon 31 Punkte, die sie machen mussten, um Platz 1 zu erobern. Keine leichte Aufgabe bei dem Gegner und den äußeren Bedingungen.MBSHU2040818-14

Man konnte sehen, dass sie Mannheimer dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen, denn ihre Offensive kam nah an die Endzone, musste den Ball aber abgeben. Warum es im Anschluss keine 2 Punkte für eine mögliche Safety gab, habe ich nicht gesehen und die Erklärung des Schiedsrichters akustisch nicht verstanden.

Für mich hieß es derweil immer wieder trinken, laufen, fotografieren, das Spiel beobachten und wieder von vorne. Die Spielzeit verlief übrigens recht schnell, denn beide Mannschaften wollten über das Laufspiel kommen und geizten mit dem Passspiel. Nun gut, wer will schon bei solchen Temperaturen weite Wege laufen?

Im zweiten Viertel war das Bild des Spiels sehr ähnlich. Gerade die Banditen legten noch einen höheren Fokus auf das Laufspiel mit ihrer Nummer 45. Ein Mann wie ein Bär, dem ich definitiv nicht im Weg stehen wollte, wenn dieser samt Ball in meine Richtung käme. Er war es auch, der sich durch die Abwehrreihe Halls durchkämpfen und für einen Touchdown sorgen konnte. Auch der Extrapunkt war gut und somit ging die Heimmannschaft mit 7:3 in Front.MBSHU2040818-33

Viel mehr passierte nicht in diesem Viertel und es ging mit dem 7:3 in die Pause. In dieser versorgten sich sehr viele Menschen mit noch mehr Flüssigkeit, was auch nötig war. Ich übrigens auch. Hunger hatte ich nicht, obwohl alles, was angeboten wurde, auch sehr lecker aussah. Vielleicht nächstes Mal. Unterdessen haben ein paar junge Damen versucht einen Gutschein einer Tanzschule zu ergattern. Dafür mussten sie nur den Football durch die Stimmgabel befördern. Oder anders gesagt: ein Field Goal schießen. Ein paar knappe Kicks gab es, doch der Gutschein wurde nicht vergeben. Vielleicht beim nächsten Heimspiel in der Aufstiegsrelegation.

Ab der zweiten Halbzeit sah man den Spielern auch die Belastungen durch die Hitze an. Das Spiel wurde deutlich langsamer und behäbiger. Zwar gab es immer wieder einzelne Aktionen, die schnellere Spielzüge beinhalteten, aber zu einem sehr großen Teil verlief sich das Spiel auf Augenhöhe. Dennoch blieb es qualitativ durchaus ein gutes Spiel für diese Temperaturen.  MBSHU2040818-50

Mal hatten die Mannheimer ein wenig die Nase vorne und scheiterten an der guten Defensive der Haller, mal waren es die Gäste, die sich nach vorne arbeiteten. Diese konnten mit einem guten Pass in die Endzone für ihren ersten Touchdown sorgen. Weitere 6 Punkte standen nun auf der Anzeigetafel, während der Extrapunkt abgeblockt wurde.

Die heimischen Banditen mühten sich und hatten entweder Pech oder eine Strafe gegen sich, die sie wieder zurückwarfen. Einige Male sah es gut aus, aber dann fehlte auch ein bisschen die Konzentration. Die Spielzeit lief herunter und wir befanden uns schon im letzten Viertel, als die Gäste aus Schwäbisch Hall für die Entscheidung sorgen konnten: ein schnelles Laufspiel führte zu einem Touchdown, der den Sieg in diesem Spiel und gleichzeitig auch den ersten Platz in der Tabelle bedeutete.MBSHU2040818-58

Kurz darauf war auch Spielende und die Unicorns feierten ihren ersten Platz und damit den direkten Aufstieg in Liga 5 in Baden-Württemberg. Doch die Banditen haben noch die Chance ihnen mit in die höhere Spielklasse zu folgen, denn sie treten in der Aufstiegsrelegation gegen die Offenburg Miners an. Es scheint auch schon so zu sein, dass die Spiele bereits terminiert sind. 09.09.2018 in Mannheim und 16.09.2018 in Offenburg. Ob das so schon stimmt, weiß ich nicht. Ich habe diese Spielansetzungen jedenfalls auf einer namhaften deutschen Footballseite gefunden.

Mir hat es übrigens auch sehr viel Spaß gemacht in Mannheim beim Football zu sein. Freundlichkeit wird auch dort großgeschrieben und auch die Qualität des Spiels war sehr in Ordnung. Wahrscheinlich ist diese bei angenehmeren Temperaturen noch besser.

Auch nach Mannheim würde ich gerne wiederkommen. Meine Güte, wo ich überall nochmal hinmöchte und zu manchen Teams überhaupt einmal hinmöchte. Viel vor die nächsten Jahre, viel vor.

Rückblick auf 2017 – Ausblick auf 2018

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich einen tollen und schönen Start in dieses Jahr. Insbesondere Gesundheit und Erfolg und ganz viel Kraft alles zu schaffen, das man sich vorgenommen hatte.

Nun bin ich also seit etwas mehr als vier Monaten Blogger und berichte von meinen Erlebnissen und dem, was mir so in den Sinn kommt.

Ich muss gestehen, dass ich mit einer solchen Resonanz darauf nicht gerechnet habe, denn in erster Linie wollte ich mein Erlebtes irgendwo festhalten. Ich bin wirklich sehr erfreut darüber, dass die Resonanzen da sind und dass sich das Ganze positiv entwickelt hat. Nicht einmal im Traum hätte ich mir das so ausgemalt. Selbstverständlich geht es auch besser und toller und größer. Aber auf dem Teppich bleiben und sich über die kleinen Erfolge freuen ist doch viel schöner, als große Ziele nicht zu erreichen. Vielen Dank an jeden einzelnen Leser und Abonnenten meines Blogs. Das ehrt mich wirklich sehr.

Rückblick auf das Jahr 2017 (privat):

Ich musste mich in 2017 mit vielen Ämtern herumschlagen und Termine wahrnehmen. Negative Nachrichten, Bescheide und Mitteilungen waren beinahe an der Tagesordnung. Also wenn sie dann einmal kamen. Ämter haben die Angewohnheit eine ewig lange Wartezeit als auch Antwortzeit zu haben. So vergingen viele Monate mit Hoffen und Bangen, finanziellen Engpässen und einigen Depressionen aufgrund dieser Situation.

Im Januar, ausgerechnet am 31.01.2017, als ich zum Sabaton Konzert wollte, hatte sich auch noch das Wasser in meiner Toilette dazu entschieden nicht mehr abzufließen und sogar den rückwärtigen Weg aus der Badewanne zu finden. Aus einem Abfluss wurde ein Einfluss, wenn man das so nennen will. Ein Glück war es keine große Sache am Ende, aber nun, es hat mich Unmengen an Zeit gekostet und das Konzert stand auf der Kippe. Der Mann des Sanitärservices konnte das Problem schnell beheben und ich zum Konzert. Wenn auch unter ziemlichen Stress. Aber es hatte sich gelohnt.

Das ewige Warten auf die Antworten der Ämter führte dazu, dass ich mich selbst beinahe aufgegeben hatte und tatsächlich Existenzängste bekam. Immerhin hat mich meine Katze immer wieder ablenken können, das war nicht unwichtig.

Aber seit August haben sich die Dinge verändert. Nach einer gefühlten Ewigkeit haben die langsamen Mühlen zu Entscheidungen gefunden und mir positive Bescheide zukommen lassen. Das war Balsam für die Seele. Aber es war nicht nur die finanzielle Sicherheit, die damit einherkam, sondern auch das Wegfallen der damit verbundenen Existenzängste. Es gab aber noch eine andere Sache, eine Person, eine Frau, die ich in diesem Monat kennenlernte und mir Lebensenergie gab. (Danke Dir)

Seither bin ich dabei mein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen und viel zu erleben. Das Wort Leben steckt ohnehin in „erleben“ also mache ich das auch. Konzerte, Eishockeyspiele, Footballspiele – also alles das, worüber ich hier schreibe. Die Idee mit dem Blog kam eher nebenbei und entwickelte sich mit der Zeit immer weiter. Und nun bin ich hier und lasse euch an vielen (aber nicht allen) Erlebnissen teilhaben, so gut ich sie eben beschreiben kann.

 

Rückblick auf das Jahr 2017 (Blog):

Warum dieser Blog „padmanpl“ heißt? Nun, ich wollte mich von Anfang an nicht auf ein Thema spezialisieren. Das hätte nicht gepasst. Also habe ich mir den Spitznamen, bzw. den Namen ausgesucht, mit dem ich ohnehin in einigen Online Spielewelten unterwegs bin. Außerdem kann ich mich damit identifizieren und das ist doch das Wichtigste, nicht wahr?

Es kamen auch immer wieder neue Themen dazu und mittlerweile habe ich wohl alles das, was mir für mich und für meine Leserinnen und Leser wichtig erscheint nun hier versammelt. Vermutlich ist immer noch nicht für jeden etwas dabei, aber die Interessen sind so unterschiedlich wie wir Menschen selbst.

Seit dem 22.08.2017 gibt es meinen Blog und ich bin stolz darauf, sagen zu dürfen, dass bis zum 31.12.2017 insgesamt 3.788 Besucher gezählt worden sind, die sich mit 11.683 Klicks / Hits auf Beiträgen verewigt haben.

Statistiken mag ich irgendwie, daher gibt es sie auch in diesem Beitrag wieder.

Aus 48 Ländern haben Menschen den Weg zu meinem Blog gefunden.

Die Top 5 Länder sind:

  1. (1) Deutschland
  2. (2) USA
  3. (4) Österreich
  4. (3) Frankreich
  5. (5) Vereinigtes Königreich (UK)

Die Top 5 der Besucher, die über andere Webseiten oder Suchmaschinen kamen:

  1. (1) Facebook
  2. (3) Google
  3. (2) All-About-Football.de
  4. (4) Twitter
  5. (5) WordPress Reader

Nun die Top 10 der beliebtesten Beiträge auf meinem Blog. Das haben also meine Besucher am liebsten gelesen:

  1. (neu) 757 – Serien Review: Die Geisterakten
  2. (1) 187 – Brother Firetribe – 18.10.2017 – Nachtleben Frankfurt
  3. (neu) 167 – Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse – 28.12.2017
  4. (3) 162 – Flogging Molly – 06.09.2017 – Batschkapp Frankfurt
  5. (2) 161 – Midge Ure – 27.09.2017 – Batschkapp Frankfurt
  6. (4) 138 – WWE am 11.11.2017 in der SAP-Arena Mannheim
  7. (6) 82 – Autoren im Interview: Nicole Schuhmacher
  8. (5) 79 – wXw – Fight Forever Tour – 30.09.2017 – Batschkapp Frankfurt
  9. (10) 66 – Extreme – 04.12.2017 – Batschkapp Frankfurt
  10. (neu) 65 – Five Finger Death Punch & In Flames – 06.12.2017 – Festhalle Frankfurt

 

Ausblick auf das Jahr 2018:

Ich hoffe, dass ich es irgendwie schaffe mal einen Kalender einzubauen, damit man auch mal sehen kann, wo ich mich möglicherweise so rumtreibe. Gegen nette Gespräche habe ich wirklich nichts einzuwenden. Obwohl das früher eher untypisch für mich war, mag ich es momentan Gespräche mit Fremden zu führen und neue Menschen kennen zu lernen.

Selbstverständlich wird es weitere Berichte zu den Löwen Frankfurt geben und es werden auch zwei besondere Beiträge dabei sein – vielleicht sogar mehr – aber das wird sich erst noch entscheiden.

Zu Konzerten werde ich auch im Jahr 2018 gehen und natürlich auch hiervon berichten. Viele Termine sind bereits bekannt und zu vielen besitze ich bereits ein Ticket. Hier und da könnte es sogar mal passieren, dass ich auf der Suche nach einer Fahrerin oder einem Fahrer sein werde, da ich selbst kein Automobil besitze und die Busfahrer der RMV lassen mich nicht ans Steuer. Schade. Jedenfalls werde ich auf meiner Facebookseite „padmanpl“ schreiben, wenn ich mal Chaffeurdienste in Anspruch nehmen müsste. (Wer weiß, vielleicht habe ich dann sogar eine Karte zu viel…) Im Zuge der Konzerte möchte ich auch nicht unterschlagen, dass eine Kooperation mit Konzert-Nerd eingegangen wird. Das hat für meinen Blog und mich Vorteile, aber auch für den Kooperationspartner. Ich freue mich schon sehr auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Gefressen wird auch im Jahr 2018. Die Snackboxen sind einfach zu interessant und manchmal irgendwie unheimlich. Und nein, ich habe nicht vor aufzugehen wie ein Hefekloß. Trotz der vielen Leckereien.

Da ich noch sehr viel Lesestoff habe und immer wieder neuer Lesestoff dazukommt, wird sich die Kategorie „Bücher“ weiter füllen. Viele spannende Titel warten bei mir noch sehnsüchtig darauf verschlungen und rezensiert zu werden.

Am Zocken komme ich auch in diesem Jahr nicht vorbei. Das gehört einfach dazu. Deswegen wird sich auch die Spiele- und Berichtesammlung zu PS4 Spielen vergrößern. Ob sie nochmals so vielfältig sein wird, kann ich jetzt noch nicht sagen.

American Football wird definitv viel mehr Kapazität einnehmen. Meine Planung sieht vor sämtliche Heimspiele der Samsung Frankfurt Universe zu besuchen als auch einige Auswärtsspiele. Aber nicht nur die Universe wird von mir besucht, denn in Hessen und gerade im Rhein-Main-Gebiet gibt es sehr viele Vereine, die es wert sind einmal besucht zu werden. Fest in meinem Terminplaner stehen die Rockets aus Offenbach, die Mannheim Bandits und Banditaz, und noch viel mehr Teams. Ich hoffe, dass es sich einrichten lässt und nicht zu viele Überschneidungen geben wird. Da ich nun auch fester Teil des Teams von All-About-Football.de bin, freue ich mich umso mehr weitere Bildergalerien und Berichte verfassen und sowohl auf diesem Blog, als auch auf „AAF“ veröffentlichen und die Seite mitpflegen zu dürfen.

Ein großes Highlight wird wohl der Besuch eines NFL Spiels in London sein. Geplant ist der 23.09.2018. Da spielen, wenn sich nichts ändert, die Jacksonville Jaguars gegen die Philadelphia Eagles. Vielleicht trifft man dort auch auf ein paar bekannte Gesichter?

Der Bereich „Interviews“ ist noch recht neu aber auch hier werden weitere Interviews folgen. Natürlich werden Autoren interviewt, aber es ist auch geplant, einige Spieler diverser Football-Teams zu einem Gespräch zu bitten.

Events gibt es natürlich auch im Jahr 2018. Je nach dem, wie es die Zeit zulässt, werde ich von Buchmessen und vom Wrestling berichten. Für ein Wrestlingevent der WWE am 21.04.2018 in der Batschkapp Frankfurt habe ich bereits ein Ticket und da freue ich mich schon sehr ein weiteres Mal Teil dieser tollen Veranstaltung zu sein.

Vielleicht gehe ich auch einmal zum Baseball. amerikanisch angehauchter Sport scheint mir irgendwie gut zu gefallen.

Auf ein erfolgreiches und spannendes Jahr 2018!

WWE am 11.11.2017 in der SAP-Arena Mannheim

Die Vorfreude begann schon Monate zuvor, als die Karten für die Show in Mannheim bestellt wurden. Mit der gleichen Vorfreude ging es auch am Samstag zur SAP-Arena, um die Athleten der größten Wrestling-Liga wieder einmal live zu sehen.

Natürlich habe ich auch Bilder von diesem Abend. Zwar nur mit der Handykamera und aus ein wenig Entfernung, aber sie sind okay. Zur Galerie

Doch der Abend war im Nachhinein betrachtet ziemlich ernüchternd gewesen. Keines der angesetzten Matche konnte mich überdurchschnittlich begeistern oder in seinen Bann ziehen. Wenn ich diese Show mit anderen vergleiche, bei denen ich schon gewesen bin, dann war diese die schwächste von allen.

Rückblickend frage ich mich, woran das gelegen haben könnte:

  • Waren die Athleten an Tag 4 der Deutschland-Tour müde?
  • Ist die Luft an Tag 4 bei den exakt gleichen Matchansetzungen raus?
  • Hatte ich zu hohe Erwartungen an die Show?

Die Matches waren lange nicht so intensiv und spannend, wie ich es mir gewünscht hätte und wie diese im Vergleich zu anderen Shows gewesen waren. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass versucht wurde mit lustigen und comedyartigen Elementen zu arbeiten, um die ständig gleichen Abläufe etwas attraktiver zu gestalten.

Dabei mag es durchaus lustig sein, wenn dies in zwei oder drei Matches vorkommt, aber muss es dann wirklich in jedem sein? Das war nicht, was ich mir von diesem Abend erhofft hatte.

Es war übrigens auch schwierig, sich in den Tagen zuvor nicht selbst mit den Matches und den Ausgängen selbiger zu spoilern. Dass es einen festgelegten Matchplan für die Tour gibt, ist nicht erst seit heute so. Aber anscheinend, so mein subjektiver Eindruck, ist das auch für die Athleten ermüdend, wenn sie mehrere Tage am Stück immer (fast) exakt das gleiche Programm abspielen müssen. Wäre es da nicht viel interessanter, aus dem vorhandenen Pool an verfügbaren Wrestlern verschiedene Matchpläne zu haben?

Durchaus sehr schade, denn an diesem Abend wäre mehr drin und möglich gewesen, als angeboten wurde. Vielleicht das nächste Mal, damit die Show dem Eintrittspreis wieder gerechter wird.

Dennoch möchte ich kurz die Matches beschreiben.

Match 1: Finn Balor vs. Bray Wyatt:

Nach dem tollen Einzug von Bray Wyatt hat dieser fürs Erste mehr Zeit ausserhalb des Rings verbracht als im Ring. Das kam natürlich nicht besonders gut beim Publikum an und als er sich anschickte das Match gänzlich zu verlassen, nahm Finn Balor das Mikrofon und forderte Bray Wyatt dazu auf seinen Mann zu stehen.

Das machte er dann auch und die beiden Athleten boten einen ansehnlichen Kampf, der ausgeglichen schien und keine größeren Vorteile für einen der beiden aufkommen ließ. Am Ende war es aber Finn Balor, der mit seinem Finishing Move und dem Pin das Match für sich entschied.

Match 2: Titus O’Neil und Apollo Crews vs. Curt Hawkins und Goldust:

Eine etwas ungerecht anmutende Ansetzung, wenn man sich die Wrestler so ansieht. Während Titus und Apollo im Prinzip nur aus Muskeln bestehen, sucht man diese Statur bei ihren Gegnern vergebens.

Sicher wird es schmerzhaft sein, wenn der hochgewachsene Titus O’Neil einem auf die Brust schlägt, aber muss man danach im Ring herumlaufen, als wäre man von einem Elektroschocker getroffen worden, lieber Goldust? Der Rest war hingegen recht amüsierend.

Es entwickelte sich ein schönes, recht intensiv aussehendes Match, als Apollo Crews der Aktive im Ring war und gegen Goldust und Curt Hawkins wirklich schöne Moves zeigte. Er schaffte es jedoch nicht zu einem schnellen Wechsel und das nutzten Goldust und Curt zunächst zu ihrem Vorteil aus. Doch als dann Titus O’Neil wieder an der Reihe war, räumte er einmal kurz auf und beendete das Match. Sieg für die sympathischen Muskelmänner.

Match 3: Enzo Amore vs. Kalisto (Cruiserweight Title Match):

Die beste Figur machte Enzo Amore bei seinem Einzug. Während des Matches selbst hatte er nur selten die Oberhand. Kalisto hingegen zeigte seine Beweglichkeit und schönen Sprungkicks, jedoch nur ganz selten einen seiner typischen Sprünge oder Flüge, für die man ihn kennt. Mit etwas Glück undseinem Größenvorteil gegenüber Kalisto konnte er diesen jedoch einmal richtig auf die Matte schicken und seinen Titel verteidigen. Schade für den armen Kalisto, der aber im Anschluss noch von den Fans gefeiert wurde.

Match 4: Samoa Joe vs. Jason Jordan:

Vermutlich war dies das ansehnlichste Match des Abends, wenn auch die spektakulären Szenen fehlten. Samoa Joe hatte zumeist die Vorteile auf seiner Seite, während das Talent und die Ringbeweglichkeit von Jason Jordan ab und an durchblitzten. Aber am Ende verzettelte er sich bei einem Pinversuch und da nahm in Samoa Joe in seinen gefürchteten Aufgabegriff, der auch zur Aufgabe führte.

Match 5: Braun Strowman vs. Kane:

Das hätte ein toller Kampf werden können. Wenn sich zwei kräftige Riesen gegenüberstehen und beide für ihre ausdauernde und recht harte Art bekannt sind, könnte ein schönes Match entstehen, wäre da nicht momentan die Rolle Kanes, der alles zerstören will oder muss.

So kam es nur zu wenigen Aktionen im Ring, ehe Kane einen Stuhl auspackte und damit auf Braun Strowman einschlug. Selbstverständlich wurde er dafür disqualifiziert, was ihn aber nicht weiter zu stören schien. Übrigens hatte er noch einen Tisch vorbereitet, durch welchen er Braun Strowman schicken wollte. Doch dieser befreite sich aus dem Griff und schmiss stattdessen Kane mit einem Powerslam hindurch. Das fanden die Fans toll und applaudierten hierfür.

Match 6: Bayley, Sasha Banks und Asuka vs. Nia Jax, Dana Brooke und Alexa Bliss:

Für dieses Match gab es eine Gastringrichterin aus den Reihen der Athletinnen, nämlich Alicia Fox. Sie hat ihre Aufgabe recht gut gemacht und war teilweise ein bisschen zu sehr motiviert. Als es mehrere Pinversuche hintereinander gab, hat sie einfach auch mal einen gemacht und erntete dafür fragende Blicke und Gesten, die sie mit einer beantwortete, die nach „Was denn, ich möchte auch?!“ aussah.

Es wirkte aber so, als hielten sich die Damen etwas zurück in ihren Aktionen. Erst Asuka nahm Fahrt auf und zeigte ihr Können gegen Nia Jax und Dana Brooke. Zurückhaltung kennt die Frau as Japan nicht und sorgte auch dafür, dass sie mit ihrem Hintern Alexa Bliss vom Ringrand schmiss. Letztlich sorgte sie damit für die freie Bahn zum Pin und somit auch zum Sieg für ihr Team.

Match 7: The Miz vs. Matt Hardy (Intercontinental Title Match):

The Miz übte sich in der deutschen Sprache und machte sich nicht unbedingt beliebt dabei. Die Fans forderten in den nächsten Minuten stets, dass Curtis Axel, der zur Miztourage gehört, anstelle von The Miz im Ring antreten sollte. Zwischendurch kam auch Matt Hardy in den Ring und es dauerte eine Weile, bis das Match starten konnte. Vorher musste Miz nochmals nachhaken, ob die Fans wirklich gegen ihn sind.

Es fehlte irgendwie der letzte Biss in diesem Match, wenn auch beide gute Aktionen im Ring zeigten. Bo Dallas, der zweite Mitläufer in der Miztourage, wurde vom Ringrichter zwischendurch sogar des Rings verwiesen. Dabei schien es als würden dem Referee die Pferde durchgehen. Nicht nur, dass es dramatisch aussah, als er auf Bo Dallas zeigte, nein er machte auch noch einen Purzelbaum im Ring, um dann in Richtung des Ausgangs zu deuten.

Jedenfalls kontne The Miz am Ende das Match für sich entscheiden, nachdem Curtis Axel den Ringrichter ablenkte und Bo Dallas, der eigentlich nicht mehr hätte da sein dürfen, Matt Hardy eine überzog.

Match 8: The Bar vs. The New Day vs The Shield – 3 Way Tag Team Title Match:

Eigentlich gehören The New Day zu SmackDown, aber sie waren tatsächlich da um beim Titelkampf um den RAW Tag Team Titel mitzumischen. Dieser wird aktuell von Cesaro und Sheamus (The Bar) gehalten. Einwechseln konnte jeder jeden, also es musste nicht zwangsläufig der eigene Tag-Team-Partner sein. Das passierte im Lauf des Matches auch immer wieder mal.

Jedes, der drei Teams, hatte zwischendurch mal Oberwasser und wurde kurz darauf vom nächsten abgelöst. Seth Rollins hatte dabei die längste Zeit im Ring, ehe er zu einem Wechsel kommen konnte. Zuvor wehrte er sich tapfer gegen Cesaro und Sheamus als auch gegen kofi Kingston und Xavier Woods (The New Day).

Kurz nachdem Dean Ambrose im Ring war, gab es ein kleines Durcheinander und es sah fast so aus, als könnte sich The Shield den Titel wieder zurückholen. Aber durch die Wechselregularien war es Cesaro, der sich raffiniert einwechselte und damit die Titelverteidigung einläutete.

Während The Bar nun eigentlich auf dem Weg in die Kabine waren, sprach Seth Rollins über Mikrofon, dass The New Day mit ihrer Einmischung bei diesem Titelkampf die Chancen für The Shield gründlich vermiesten, er aber dennoch Respekt vor ihrer Leistung hat. Daraufhin streckte er seine Hand aus, um das Zeichen des Respekts zu untermauern. Die Antwort war kein Handschlag, sondern ein Angriff auf The Shield.

Die Raw Superstars waren davon nicht angetan, sodass sich The New Day bald The Bar, die wieder zurückkamen, The Shield, Finn Balor und Samoa Joe gegenüber sahen. Fliehen war nicht mehr möglich und so kam es, wie es kommen musste: The New Day wurde nach Herzenslust vermöbelt. Selbst Braun Strowman kam noch einmal heraus, nachdem die Fans seinen Namen skandierten, um ebenfalls ein paar harte Fakten an The New Day zu verteilen. WWE111117 (120 von 120)

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Löwen Frankfurt – Adler Mannheim Vorbereitungsspiel 19.08.2017

Ein sonnig warmer Samstag, ein wolkenloser Himmel und Temperaturen, die zum Eis essen oder gar zum Grillen einladen.

Aber ein richtiger Eishockeyfan würde auch bei 40 Grad im Schatten in die Eishalle gehen, um sich dort ein Spiel anzusehen. Kurzum: Endlich wieder Eishockey!

Die Vorzeichen, als auch die Rollen, waren bereits vor Beginn des Spiels verteilt: die Adler, bereits seit ca. drei Wochen im Training, DEL Mannschaft und finanzielle Mittel, von denen andere Vereine nur träumen können, waren der klare Favorit gegenüber den Löwen, die erst seit ca. einer Woche im Training standen.

Viele Zuschauer strömten dennoch in die Eissporthalle, so dass es tatsächlich eine mit ca. 6.000 Zuschauern ausverkaufte Eissporthalle wurde. Derzeit ist die Kapazität um gut 1.000 Plätze reduziert, da es Renovierungsbedarf gibt.

Der erste Weg in der IMG_20170819_185447Halle führte mich zum vollen Fanartikelstand, an dem ich mir einen schicken neuen Schal und eine Kappe gegönnt habe. Das muss einfach sein. Im Anschluss gab es eine leckere Knusperstange und eine Cola zum Runterspülen. Mit vollen Händen konnte ich mir so dann das Aufwärmen beider Mannschaften ansehen.

Die Fans aus Mannheim sangen und feierten bereits lautstark, was die Stehkurve der Frankfurter aber erwidern konnte. An Stimmung fehlte es schon vor dem Spiel nicht.

Zur Soundanlage in der Halle sagen wir einfach mal: sie funktioniert.

Die Verging schnell und so wurde der erste Einlauf der Heimmannschaft gefeiert. Natürlich kamen kurz darauf auch die Mannheimer aufs Eis, welche standesgemäß mit Pfiffen und Buh-Rufen begrüßt wurden.

Was die Verteilung der Zuschauer / Fans betraf, würde ich sagen, dass es ca 60 zu 40 (Frankfurt zu Mannheim) gewesen sein müsste. Wenn nicht sogar noch näher beieinander.

Das Spiel begann und die Adler nahmen direkt das Zepter in die Hand. Das machte sich dann sogleich auf der Anzeigetafel bemerkbar. Gerade einmal 1:46 gespielt und da stand es schon 0:2 aus Frankfurter Sicht. Zwei individuelle Fehler und im Gegenzug zwei schön herausgespielte Tore durch David Wolf und Chad Kolarik für die Adler.

Zwar war damit zu rechnen, dass die Adler das stärkere Team sein würden; aber so schnell so deutliche Zeichen? Mir war schon etwas Bange, wenn das so weitergehen würde. Die Gästefans standen jedenfalls Kopf und feierten bereits lautstark.

Aber nach diesem Doppelschlag fanden auch die Löwen endlich ins Spiel und wehrten sich nach Leibeskräften. Beide Mannschaften hatten indes gute Chancen auf weitere Tore, doch die Torhüter konnten auf beiden Seiten weitere Einschläge verhindern. So ging es, begleitet von guter Stimmung beider Fanlager, in die erste Drittelpause.

Natürlich war die Stimmung im Lager der Mannheimer etwas besser, aber das sollte sich im Verlauf des zweiten Drittels ändern.

Dieses begann wie das erste aufgehört hatte: kämpfende Löwen und Adler, die scheinbar den Faden verloren hatten und etwas unkoordiniert wirkten. Daraus resultierend musste ein Mannheimer auf die Strafbank. Es waren bis dahin knapp drei Minuten in diesem Drittel gespielt und die Löwen hatten nun die Chance ihrerseits Kapital aus diesem Vorteil zu schlagen. Die Halle wurde lauter, jeder wollte jetzt dieses Tor und dann passierte es: CJ Stretch überwand Dennis Endras im Tor der Adler und es stand nur noch 1:2 aus Sicht der Löwen. Die Halle bebte.

Jetzt war es richtige Derbystimmung. Getragen von diesem Erfolgserlebnis stürmte die Mannschaft weiter und auch die Fans der Löwen standen lautstark hinter dem Team. Gut drei Minuten später war es wieder CJ Stretch, der vor Dennis Endras auftauchte und ihn erneut bezwang. 2:2 – da kochte die Halle und die Fans aus Mannheim wurden auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Teilweise schienen sie auch überrascht über diesen Zwischenstand.

Ab diesem Zeitpunkt wurde das Spiel hitziger. Chancen und Strafen auf beiden Seiten, die aus Nicklichkeiten resultierten. Ein Derby nun auch auf dem Eis. Und obwohl es bei diesem Spiel „nur“ um die so genannte goldene Ananas ging, gaben sich beide Mannschaften keine Blöße und wollten unbedingt das nächste Tor erzielen. Doch hatten beide Torhüter etwas dagegen bis zur 38. Spielminute. Einen abgefangenen Pass bei eigener Überzahl der Löwen im Angriffsdrittel, konnte Matthias Plachta im Alleingang zum 2:3 für die Adler einnetzen. Da waren auch die Fans aus Mannheim wieder hellwach und feierten dieses Unterzahltor. Dennoch wollten die Löwen das Spiel wieder ausgleichen, was in den letzten beiden Spielminuten des zweiten Drittels nicht gelingen sollte. Das Drittel war vorbei und auch dieses Mal begleiteten beide Fanlager ihre Mannschaften in die Kabine.

Das letzte Drittel ähnelte dem zweiten Drittel sehr. Vor allem die Löwen stemmten sich gegen die drohende Niederlage und erspielten sich gute Chancen. Doch jeder versuch fand seinen Meister bei Dennis Endras, der fantastische Paraden zeigte. Aber auch die Adler wollten das Spiel frühzeitig entscheiden. Dies gelang ihnen jedoch auch nicht, da sich oftmals Spieler der Löwen in die Schüsse warfen, um es dem eigenen Torhüter nicht so schwer zu machen. Kampfbetont und mit vollem Einsatz auf beiden Seiten verstrich die Zeit. Kurz vor Ende gab es schließlich noch eine Überzahlsituation für die Löwen, welche sie nicht nutzen konnten. in dieser hatten sie sogar den Torwart für einen weiteren Feldspieler ausgetauscht, was kurz vor Schluss mit einem Gegentor durch Christoph Ullmann bestraft wurde.

Am Ende hieß es 4:2 für die Adler aus Mannheim.

Die Zuschauer sahen ein kampfbetontes, tolles Spiel beider Mannschaften, welche aufopferungsvoll für ihre jeweiligen Farben kämpften. Es fühlte sich an wie zu DEL Zeiten, als beide Teams noch in der selben Liga um Punkte kämpften.

Ob beide Teams, insbesondere die Adler, wirklich schon auf 100 % waren, wird sich zum jeweiligen Saisonstart zeigen. Sicherlich haben beide Mannschaften noch Schwächen auszumerzen, aber es is noch Zeit bis die Saison beginnt.

Ich denke aber sehr, dass beide Mannschaften in ihrer jeweiligen Liga eine bedeutende Rolle spielen und mindestens den Einzug in die Playoffs schaffen werden.