Löwen gegen Löwen. Frankfurt gegen Bad Tölz. Der letzte Spieltag der Hauptrunde. Ein Spiel ohne großen Wert. Spielbericht vom 04.03.2018

Der 52. Spieltag ist der letzte Spieltag in der Hauptrunde und war somit das letzte Heimspiel vor den PlayOffs. Da die Frankfurter fest auf dem dritten und die Gäste aus Bad Tölz fest auf dem 13. Platz waren, hatte das Spiel für beide Mannschaften keinen besonders großen Stellenwert mehr. Vielmehr ging es darum, die Weichen in Richtung der PlayOffs, bzw. der PlayDowns, zu stellen und mit einer guten Form in diese gehen zu können. Bestenfalls mit einem Sieg.

Frankfurt verlor zwar die letzten vier Spiele, doch der dritte Platz ist schon seit Längerem gesichert. So konnte man vom Spiel keine besondere Spannung erwarten. Viel interessanter waren dagegen die Zwischenstände und Ergebnisse aus anderen Stadien, denn der Gegner für das PlayOff Viertelfinale wurde noch gesucht. Und da boten sich noch viele Mannschaften an, die den sechsten Tabellenplatz einnehmen konnten.

Zum ersten Drittel:

Die heimischen Löwen dominierten von Beginn an das Spiel. Aber im Vergleich zu den meisten anderen Spielen in der Hauptrunde mit angezogener Handbremse. Aber dies genügte auch, denn keine der beiden Mannschaften schien heute auf 100% zu spielen, was aber durchaus verständlich war.

Das 1:0 für die heimischen Löwen fiel in einer frühen Überzahlsituation. Der erste Schuss und auch der erste Nachschuss konnten noch abgewehrt werden, aber aller guten Dinge sind deren drei und so ging der dritte Schuss in dieser Situation ins Tor.LFECT04032018 (12 von 42)

Danach plätscherte das Spiel so ein wenig vor sich hin, ohne dabei ganz große Chancen auf beiden Seiten zu haben. Zwar gab es Schüsse, aber die waren eher etwas für die Statistik. Dem 2:0 für Frankfurt ging ein Fehler der Tölzer Hintermannschaft voraus. Der Pass in Richtung eigener Spielerbank war unglücklich getimt, denn in diesem Moment wollte ein Spieler wechseln. Das hätte unter Umständen zu einer Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis geführt. Doch die Frankfurter schalteten schnell und nutzten dieses Fehler mit einem schönen Pass vor das Tor aus, welcher im zweiten Versuch ins Tor ging, nachdem der erste noch den Pfosten grüßte.

Beim 3:0, nur kurze Zeit später, wurde ein Frankfurter Spieler im Slot vor dem Tor einfach vergessen, der völlig frei nach einem Pass von der Seite einnetzen konnte. Man konnte so langsam erkennen, dass sich bei den Gästen Frustration breitmachte, denn schließlich waren gerade einmal zehn Minuten gespielt.LFECT04032018 (18 von 42)

Das merkte man sehr gut beim 4. Tor der Frankfurter, bei dem der Tölzer Verteidiger nicht besonders gut aussah. Wieder einmal konnte ein Tor aus dem Slot erzielt werden, bei dem der Frankfurter Stürmer deutlich hartnäckiger zu Werke ging und damit erfolgreich war.

Kurz vor Schluss des ersten Drittels, also wirklich sehr kurz vor Schluss, nämlich nur drei Sekunden, konnten die Gäste auf 4:1 verkürzen. Sie waren in Überzahl und zogen die Box der Frankfurter in Richtung Bande heraus, was den Slot freimachte. Dort wartete bereits ein Tölzer, der den Puck entgegennahm und sich die Ecke praktisch aussuchen konnte. Das war dann auch der Pausenstand.LFECT04032018 (21 von 42)

Interessanter waren aber, wie bereits erwähnt, die Ergebnisse aus den anderen Stadien. Und nach dem Stand zur ersten Pause wäre der Gegner Bad Nauheim gewesen.

Zum zweiten Drittel:

Das Drittel begann für die Gäste denkbar schlecht mit zwei kurz aufeinander gezogenen Strafzeiten. So mussten die Gäste mit 3 gegen 5 in Unterzahl spielen. Die Gastgeber wirkten aber noch nicht so ganz wach, denn das Überzahlspiel wirkte behäbig. Dennoch gelang das 5:1 bei dieser doppelten Überzahl.

Im Anschluss schienen die Gäste an ihrer Ehre gepackt worden zu sein und generierten gute Chancen. Viele davon unter Mithilfe der Hausherren, die das Verteidigungsspiel vernachlässigten. Das 5:2 war schon eine recht kuriose Szene, denn das Tor wurde bei dem Konter der Gäste unabsichtlich verschoben. Normalerweise dürfte das unter diesen Umständen zu keinem Tor führen, wobei es die Möglichkeit gibt, auf ein technisches Tor zu entscheiden, wenn der Puck theoretisch, wenn das Tor nicht verschoben worden wäre, in das Tor gegangen wäre. So viele Konjunktive. Das technische Tor dürfte aber auch nur dann gegeben werden, wenn es sich um ein absichtliches Verschieben des Tores gehandelt hätte. Noch mehr Konjunktive. Sagen wir es mal so: Der Puck wäre reingegangen, das steht fest, nachdem ich die Bilder von Sprade.TV gesehen hatte. Die Schiedsrichter haben das Tor gegeben, also muss es ein technisches Tor gewesen sein. Letztlich aber war das absolut nicht spielentscheidend, sodass man diese Szene als kurios abhaken kann.LFECT04032018 (32 von 42)

Das Spiel verlief recht normal weiter. Die Frankfurter machten keinen schockierten Eindruck, aber hatten anscheinend auch nicht unbedingt vor mehr Kräfte als nötig zu investieren. So kamen die Gäste immer wieder zu Chancen und in Überzahl sogar zum 5:3, welches im Nachschuss nach einem Abpraller gefallen war.

Aber auf der anderen Seite gab es dann auch ein weiteres Überzahlspiel, bei dem eine schöne Einzelaktion, nach einem abgefangenen Pass, das 6:3 einbrachte. Keine Minute später fiel dann auch das 7:3, das ebenfalls durch eine sehr schöne Einzelaktion gefallen ist. Und mit diesem Spielstand ging es in die zweite Pause.LFECT04032018 (35 von 42)

Viele Tore in Frankfurt, doch weiterhin war es in den anderen Stadien spannender. Ein einziges Tor konnte den möglichen Gegner verändern. Nach dem Stand zur zweiten Pause wäre es Kassel gewesen, die im Viertelfinale auf die Frankfurter treffen würden. Doch es waren noch weitere 20 Minuten, oder auch mehr, zu gehen.

Zum dritten Drittel:

Im letzten Drittel passierte nicht mehr besonders viel. Es gab noch zwei weitere Tore in Überzahl. Einmal zum 8:3 und das zweite zum 8:4. Deutlich schöner und ansehnlicher war die Fanwanderung aus dem Gästeblock durch die Eissporthalle. Mit Fahnen und Gesängen ging es durch die Halle. Mit einem größeren und längeren Zwischenstopp in der Stehkurve der Frankfurter wurde sogar einmal ein einfacher Fangesang angestimmt, der von fast allen Zuschauern in der Eissporthalle angenommen wurde. Ein sehr schöner Anblick, dass sich zwei Fanlager ohne Streit und Anfeindungen begegnen können. So soll es sein. Das ist unser Sport. Das ist Eishockey.LFECT04032018 (40 von 42)

Löwen Frankfurt – Tölzer Löwen 8:4 (4:1 3:2 1:1)

Oh ach ja, da waren noch die anderen Spiele, die den Gegner für das Viertelfinale ausspielten. Kaufbeuren, Bad Nauheim, Kassel und Ravensburg standen in der Verlosung. Den sechsten Platz machten die Kassel Huskies klar, sodass sie der Viertelfinalgegner der Löwen Frankfurt sind. Wie es in diesem Jahr wohl ausgeht? Wir werden es erfahren. Bald. In den PlayOffs!

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Spielbericht zum DEL 2 Spiel der Löwen Frankfurt gegen die Ravensburg Towerstars vom 04.02.2018

Es war Familientag in der Frankfurter Eissporthalle, weswegen ein großer Teil der 5.311 Zuschauer aus Kindern bestand. Der bereits hohe Zuschauerschnitt wurde damit auf 4.757 nach oben gebracht. Es fehlen übrigens nur noch 111 Zuschauer, damit die Löwen die 100.000 Zuschauer Marke in dieser Saison knacken. Irgendwie passend zu der Zahl 111, dass das nächste Heimspiel am Faschingssonntag gegen den Tabellenzweiten SC Riessersee stattfindet.

Und wieder gab es neue Personalien in Frankfurt. Mit Maximilian Faber und Martin Schymainski sind ein Verteidiger und ein Stürmer von den Krefeld Pinguinen gekommen, die bereits schon am Freitag beim Auswärtsspiel in Dresden auf dem Eis standen.

Zum ersten Drittel:

Das erste Drittel wirkte insgesamt recht ausgeglichen, zumindest von der Optik auf dem Eis. Frankfurt begann, wie üblich offensiv, schien aber einige Abstimmungsprobleme zu haben. Über das ganze Drittel hinweg gab es Fehler beim Passspiel und des Öfteren auch Probleme bei der Zuordnung der Gegenspieler.

Es wurden in der Anfangsphase zwar Chancen erspielt, diese aber nicht genutzt. Das lag aber auch daran, dass sich die Ravensburger Defensive sehr gut auf die Löwen eingestellt hatte und somit die Räume für das gegnerische Offensivspiel verengte. Aber die Gäste zeigten nicht nur eine starke und disziplinierte Defensive, sondern fanden selbst auch Lücken in der Defensive der Frankfurter. Und diese Offensive begann, die sich bietenden Chancen zu nutzen, weshalb es zur Hälfte des ersten Drittels bereits 0:2 aus Frankfurter Sicht stand. Dieser Zwischenstand war durchaus verdient.LFRTS040218 (14 von 40)

Die Hausherren ließen sich nicht zu sehr davon beeindrucken und suchten, wie gewohnt, das Heil in der Offensive, benötigten aber viele Chancen und ebenso viele Anläufe um selbst zum ersten Torerfolg zu kommen. Erst viereinhalb Minuten vor Ende des Drittels gelang der Anschlusstreffer, der zwar etwas glücklich fiel, aber auch keinen Unterschied auf der Anzeigetafel machte. Das Drängen auf den Ausgleich konnte die starke Ravensburger Defensive in diesem Drittel noch abwehren. So ging es mit dem 1:2 in die erste Drittelpause.LFRTS040218 (19 von 40)

Zum zweiten Drittel:

Kaum waren beide Mannschaften wieder auf dem Eis, klingelte es auch schon nach nur 20 Sekunden im Netz der Ravensburger und das 2:2 stand auf der Uhr. Die Löwen agierten nach der Pause druckvoller und schienen wacheraus der Kabine gekommen zu sein und überrumpelten die gut aufgelegte Defensive.LFRTS040218 (20 von 40)

Die Rollen waren nun deutlicher verteilt: Frankfurt in der Offensive auf der Jagd nach Toren und Ravensburg sicher aus der Verteidigung herausspielend mit dem geduldigen Warten auf Konter.

Den Frankfurtern bot sich gegen Hälfte des Drittels die Gelegenheit ihr starkes Überzahlspiel auszuspielen. Doch dies war an diesem Abend nicht so stark, wie es sonst der Fall war. Es wirkte nicht zielgerichtet und viele Pässe fanden keinen Abnehmer. Ein Grund hierfür war aber auch die konsequent agierende Verteidigung Ravensburgs. In der Überzahl missglückte ein passversuch, der vom Schlittschuh eines Löwenspielers abprallte, und damit den Konter in Unterzahl für die Gäste ermöglichte, die diesen auch erfolgreich zur erneuten Führung nutzen konnten.LFRTS040218 (26 von 40)

In der Folge blieb es aber beim gewohnten Bild mit offensiven Löwen, die zwar viele Schüsse abgaben, aber kein weiteres Tor mehr in diesem Drittel erzielten. Ravensburg blieb weiterhin defensivstark und wartete auf weitere Kontersituationen.

Viel mehr passierte in diesem Drittel auch nicht mehr, sodass es mit dem 2:3 in die nächste Drittelpause ging.

Zum dritten Drittel:

Erneut waren es die Löwen, die wacher aus der Kabine kamen und nicht lange brauchten, um den 3:3 Ausgleichstreffer zu erzielen. Es war noch keine Minute in diesem Drittel vergangen, ehe die offensivstarken Löwen den Druck bereits hoch ansetzten und das Tor erzielen konnten.LFRTS040218 (31 von 40)

Zwar stand Ravensburgs Defensive weiterhin recht stabil, konnte sich in diesem Drittel aber nur selten befreien. Die Offensive der Ravensburger fand, wie auch schon im Drittel davor, nur sporadisch statt, da sich die Löwen auf Puckbesitz und das Kreieren von Chancen konzentrierten. Aber die vielen Chancen und selbst eine Überzahlsituation, brachten den gewünschten Erfolg im Offensivspiel noch nicht.

Beide Mannschaften spielten übrigens sehr fair und es gab nur wenige Strafzeiten. Am Ende hatten die Gäste sogar mehr Strafminuten auf der Uhr als die Löwen.  Das ist, gemessen an den 775 Strafminuten, die die Löwen bis hier hin in dieser Saison erhalten hatten, eher ungewöhnlich. Aber die Strafminuten 776 und – eine weitere Schnapszahl – 777 gab es noch in diesem Spiel und diese zwei Minuten wurden auch durch eine starke Löwenverteidigung unbeschadet überstanden.

Besser noch: mit Ablauf der Strafe konterten die Löwen und hatten nun den Spieler, der von der Strafbank kam, ebenfalls mit im Angriff, welcher sich mit einer Vorlage zum 4:3 auch auf der positiven Seite des Spielberichtbogens verewigen konnte. Die erste Führung der Löwen in diesem Spiel und diese sollte auch bis zum Ende Bestand haben, da keine weiteren Tore mehr fielen, obwohl Ravensburg mit Herausnahme des Torwarts nochmal alles versuchte – vergebens.LFRTS040218 (39 von 40)

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 4:3 (1:2 1:1 2:0)

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Hessenderby in der DEL2 zwischen den Löwen Frankfurt und den Kassel Huskies vom 19.01.2018

Vor diesem Derby war nicht klar, was die Zuschauer sehen werden würden, denn beide Teams hatten eine Negativphase in den letzten Wochen und siegten zuletzt vergangenen Sonntag. Die Formkurve zeigte bei beiden also nach oben, zumindest, wenn man die reinen Ergebnisse betrachtet.

Dennoch fanden sich 6.706 Zuschauer in der Eissporthalle ein, um sich dieses Spiel nicht entgehen zu lassen. Dabei war zu sehen, dass weniger Fans aus Kassel angereist waren, als sonst üblich.

Zum ersten Drittel:

Die Löwen begannen druckvoll und generierten mit ihrer Offensive, die zielstrebiger und wacher erschien als in den letzten Wochen, einige gute Chancen. Doch das erste Tor an diesem Abend machten die Gäste aus Kassel nach einem schönen Konter, dessen Abschluss von halblinker Position im Tor einschlug.LFKH190118 (11 von 51)

Anscheinend haben die Huskies die letzten Löwenspiele sehr gut analysiert, denn solche Gegentore sind viel zu oft gefallen.

Die kurz darauffolgende Überzahl der Löwen sah zwar gut aus, ergab Chancen, blieb aber ohne Erfolg. Bis zur Mitte des ersten Drittels kam es mir gefühlt so vor, als würden die Löwen einen Sturmlauf auf das Gästetor ausüben, sich Chance um Chance erspielen, aber das Tor nicht machten während die Schlittenhunde eine Chance hatten und diese eiskalt nutzten. Die Crux ist, dass es nicht nur gefühlt so war, denn die Schussstatistik des ersten Drittels steht mit einem Schussverhältnis 16 zu 5 für Frankfurt.

Die folgende Überzahl für Frankfurt sah gar nicht aus wie eine überzahl für Frankfurt. Das hat selbst die Linienrichter irritiert, die einfach mal auf Icing entschieden haben, als Kassel eine lange Befreiung aus dem eigenen Drittel schoss. Die Situation war irgendwie amüsant, schien der Linienrichter doch selbst irritiert.

Was folgte war zunächst aus Frankfurter Sicht nicht so amüsant. Die überzahl lief nicht. Dafür funktionierte Kassels Unterzahl in der Offensive so gut, dass das 0:2 ohne Bedrängnis fiel.

LFKH190118 (21 von 51)Immer noch in der gleichen Phase des Spiels, in derselben Überzahlsituation. Jetzt funktionierte sie besser und der Druck nahm auch zu, welcher mit dem 1:2 aus Frankfurter Sicht (endlich) belohnt wurde. Bis zum Ende des Drittels wirkte Frankfurt überlegen und ließ auch in der Defensive nicht mehr viel zu. Aber der Ausgleich fiel nicht und so ging es mit dem 1:2 in die Drittelpause.

Zum zweiten Drittel:

Es waren keine zwei Minuten in diesem Drittel gespielt, als sich Frankfurts Torwart vor Schmerzen auf dem Eis wandte. Es gab hierbei kein vorangehendes Foul, gänzlich keine Fremdeinwirkung. Dieser Anblick war nicht schön. Brett Jaeger, der in dieser Saison bereits eine lange Verletzungspause überstanden hatte, brauchte lange, bis er wieder auf den Beinen stand und weiterspielen konnte. Er wäre aktuell der dritte Torwart der Löwen, der mit einer Verletzung ausfallen würde. Vorsichtshalber machte sich der Ersatztorhüter, der 18jährige Jascha Strobel, neben dem Eis warm.LFKH190118 (30 von 51)

Apropos junges Gemüse. Auch neu auf dem Eis, mit der Rückennummer 77, war Dani Bindels. Der gebürtige Niederländer mit deutschen Pass spielte zuletzt für die DNL Mannschaft der Kölner Haie. Mit seinem Geburtsdatum hatte er eigentlich auch keine andere Wahl als bei den Kölner Haien unterzukommen. (11.11.1998).

Es dauerte nur wenige Sekunden ehe Kassel aus der sich bietenden Chance Kapital schlug und das 1:3 erzielte. Frankfurts Goalie sah nicht gut bei dem Gegentreffer aus und wirkte auch nicht so beweglich wie sonst. Man sah ihm an, dass er noch Schmerzen hatte. Doch er hat auf die Zähne gebissen und blieb im Tor, zeigte im späteren Verlauf sogar tolle Paraden und Saves. Den Schmerz schluckte er scheinbar herunter.

Es dauerte lange bis sich die Löwen aus ihrer Verunsicherung lösten, aber dann richtig. Es waren 34:22 Minuten gespielt als das 2:3 fiel und die Halle jubelte. Die Zuschauer bejubelten noch diesen Treffer, als nur wenige Sekunden, genauer gesagt 38 Sekunden, der Ausgleich erarbeitet wurde und fiel. Die Mannschaft der Löwen zeigte nun ein Feuer, das sie lange Zeit vermissen ließen. Kassel hingegen mühte sich in Defensivarbeit und kam nur noch selten aus dem eigenen Drittel.LFKH190118 (37 von 51)

Kurz vor Ende des Drittels nahmen sich die Huskies gleich zwei Strafzeiten, die zweite davon bei einer kleinen Meinungsverschiedenheit vor dem Tor. Die Zeit reichte aber nicht aus für Frankfurt um daraus noch in diesem Drittel Kapital zu schlagen. So ging es mit dem 3:3 in die zweite Pause.LFKH190118 (41 von 51)

Zum dritten Drittel:

Kassel verteidigte zu dritt mit Herz und sehr aufopferungsvoll. Den Löwen gelang es nicht aus den vielen sehr guten Chancen ein Tor zu erzielen. So verstrich die doppelte Überzahl ohne Torerfolge.

Ansonsten blieb dieses Drittel sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften waren darauf bedacht keinen Fehler zu machen und ich hatte den Eindruck, dass auch das nächste Tor das Spiel entscheiden würde. Es gab jeweils eine weitere Überzahlsituation für beide Mannschaften, doch auch diese wurden sehr gut verteidigt, sodass es mit dem 3:3 in die Overtime gehen musste. Immerhin der erste Punkt auf heimischem Eis in diesem Kalenderjahr.

Zur Overtime:

Die Löwen kamen in dieser Overtime nicht wirklich zum Zug. Dafür aber Kassel. Und die Huskies nutzten auch den zweiten Schuss auf das Löwentor und beendeten das Spiel mit 3:4 nach Verlängerung.  LFKH190118 (51 von 51)

Löwen Frankfurt – Kassel Huskies 3:4 n.V. (1:2 2:1 0:0 0:1)

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Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren – 12.01.2018

Bisher waren die Allgäuer aus Kaufbeuren ein Lieblingsgegner der Löwen. Zumindest, wenn man sich die Statistiken ansieht. Aber was sind schon Statistiken? Die derzeitige Form der Frankfurter ist ausbaufähig und seit der ehemalige Sportdirektor Rich Chernomaz freigestellt wurde, ist die Erfolgsspur in sehr weite Ferne gerückt.

Mit der Hoffnung auf ein gutes Spiel und vielleicht auch dem ersten Dreier im Kalenderjahr 2018 machte ich mich auf den Weg in die Eissporthalle, meinem zweiten zu Hause. (Die Stadt Frankfurt lehnte es übrigens ab die Eissporthalle als Nebenwohnsitz anzuerkennen. Natürlich war das damals nur ein Spaß, als ich diese Frage stellte; meinen Personalausweis musste ich dennoch verlängern.)

Zum ersten Drittel:

Das Spiel begann wenig spannend, wenig spektakulär und war insgesamt auch nicht besonders schnell geführt worden. Beide Mannschaften zeigten sich defensiv gut aufgestellt und so sah es zunächst nach einem recht ausgeglichenen Spiel aus. Chancen gab es auf beiden Seiten und optisch sah es zeitweise so aus, als könnten die Frankfurter mit ihrer leichten optischen Überlegenheit auch etwas anfangen. Doch wie zuletzt blieb der zählbare Erfolg auf der Anzeigetafel aus.

Dafür zeigten die Gäste wie einfach das Tore Schießen sein kann. Ein Konter, ein Schuss von der linken Seite und drin war der Puck. Die Löwen versuchten ihrerseits weiterhin auf ein Tor zu drängen. Doch das Spiel der Frankfurter war schon in diesem Drittel von Missverständnissen, Abseitspositionen, Fehlern in der Absprache und technischen Fehlern geprägt.

Auch die sonst starke Überzahl ließ zu wünschen übrig. Dafür konnten die Gäste direkt nach ihrer Unterzahl kontern und vier Sekunden vor Ende des Drittels auf 0:2 stellen. Erneut war es ein sehr einfaches Tor der Gäste, welche die halbherzige Verteidigung der Hausherren nicht verteidigen konnte oder gar wollte.

Zum zweiten Drittel:

Kaum hatte dieses Drittel begonnen, stand es auch schon 0:3. Erneut sehr sinnbildlich, denn die Verteidigung Frankfurts war einfach nicht vorhanden. Es begann ein Offenbarungseid der Frankfurter Mannschaft zu werden.  Zwar fiel nur wenige Momente das 1:3, welches laut bejubelt wurde, doch weitere Großchancen wurden nicht genutzt. Das Paradebeispiel hierfür war der Schuss, der an den Pfosten ging, obwohl das Tor leer war. LFESVK100118 (18 von 29)

Dafür konnten die Gäste weiterhin schier ungehindert ihre Angriffe fahren und profitierten hierbei immer wieder von groben Fehlern der Frankfurter. Dass das 1:4 erst in einer Überzahlsituation der Gäste, und nicht bereits früher fiel, war weniger einer guten Verteidigung, vielmehr der Ungenauigkeit bei den Torschüssen der Gäste, zu verdanken. Wenig später fiel auch noch das 1:5, welches wieder wunderbar herausgekontert und der Puck dieses Mal von der rechten Seite in das linke obere Toreck gedroschen wurde. Stimmung gab es nur noch im Gästeblock. Aber wer könnte den Gästefans das verübeln?LFESVK100118 (22 von 29)

Zum dritten Drittel:

Kaufbeuren verteidigte, setzte ein paar Konter und erzielte das 6:1. Wären sie konsequenter gewesen, hätte sich in Frankfurt auch keiner über ein 1:10 beschweren können. Selbst das heimische Publikum, das sonst hinter der Mannschaft steht, konnte sich in Sarkasmus nicht mehr zurückhalten. Es gab tatsächlich Applaus von den Rängen für das Tor der Allgäuer.

Die Löwen waren zahnlos, wirkten lustlos, planlos und ideenlos. Der Torhüter sogar hilflos. Der unbedingte Wille fehlte gänzlich. Von einer Mannschaft, bzw. einem Team, konnte man nicht mehr sprechen. Die Auflösungserscheinungen, vorne wie hinten, waren zu deutlich zu erkennen.

Das größte „Highlight“ in diesem Drittel für Frankfurt war der gewonnen Faustkampf von Clarke Breitkreuz, der damit ein vergebliches Zeichen setzte. Mehr als das Aufleuchten von ausglimmender kalter Asche, für wenige Momente, war es dann aber auch nicht.LFESVK100118 (24 von 29)

Die Zuschauer und Fans quittierten ihren Frust und ihren Unmut damit, dass sie dem Spieler des Tages der gegnerischen Mannschaft applaudierten, während der eigene Spieler gnadenlos ausgepfiffen wurde. Aber nicht nur dieser musste das gellende Pfeifkonzert hinnehmen. Beim Verlassen des Eises galten die Pfiffe für die gesamte Mannschaft, welche dennoch Andeutungen von Applaus in Richtung der Fans zeigten. Dies war definitiv kein höhnischer Applaus, aber man darf die Frage stellen, was derzeit eigentlich mit dieser Mannschaft los ist.

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 1:6 (0:2 1:3 0:1)

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Quo vadis, Löwen?

Dass die Spieler aus Frankfurt sehr wohl als Mannschaft mit großem Teamgeist auftreten können, haben sie in der ersten Hälfte der Saison eindrucksvoll bewiesen. Es wurden viele Tore geschossen und Spiele gedreht, die eigentlich schon verloren schienen. Wille und Einsatz, sich auch mal in Schüsse zu werfen, waren vorhanden. Davon hat man in den letzten Wochen immer weniger gesehen und bei diesem Spiel überhaupt nicht.

Auf der Facebook-Seite der Löwen Frankfurt hatte ich unter das Posting des Endergebnisses einen Kommentar geschrieben, den ich hier nun fast 1 zu 1 übernehme:

Ein schlimmer Abend, den man erstmal verdauen und sacken lassen muss.
Was wir gesehen haben war keine Mannschaft, kein Team mehr. Teilweise hat es gewirkt, als gäbe es keinerlei Absprachen innerhalb der Reihen, die auf dem Eis standen.
Wille? Vereinzelt ja, aber im Großen und Ganzen nicht vorhanden.
Lust? Zu Hause im Ehebett gelassen.

Die Mannschaft wird bejubelt, wenn sie erfolgreich ist, wenn sie siegen. Aber auch, wenn die Leistung, der Wille, Einsatz usw. stimmen, aber verloren wird.
Man kann verlieren, das ist völlig normal. Aber dann hat es mit Pech, mit unglücklichen Szenen oder ein paar entscheidenden Fehlern zu tun. Damit kann ich als Fan leben, das ist menschlich und normal.
Aber die Niederlagen in der letzten Zeit haben mit den Dingen wenig zu tun. Kollektives Schweigen wäre interessant gewesen. Das Auspfeifen kann man so oder so sehen. Der Frustration, die sich bei den Zuschauern und Fans breitmacht, muss auch irgendwie Luft gemacht werden. Ob die Spieler das wirklich verdient haben, lässt sich nur schwer beurteilen. Betrachtet man nur die Leistung auf dem Eis, dann durchaus. Wenn man aber das große Ganze betrachten könnte, wahrscheinlich nicht.

Was wir aber nicht wissen ist, was hinter den Kulissen abläuft. Was brodelt denn da so sehr, dass die Spieler nicht gewillt sind eine ehrgeizige Einstellung zu zeigen? Was läuft so sehr schief, dass sich ein Profisportler lieber in Alibiarbeit übt, statt Erfolg zu wollen?
Es fällt mir schwer zu glauben, dass die Spieler bewusst in Kauf nehmen, ihren Marktwert durch diese Auftritte massiv zu reduzieren. Es muss schon ziemlich gravierend sein, was sich im Hintergrund abspielt, dass eine solche Reaktion auf dem Eis erfolgt.

Falls sie wirklich gegen jemanden spielen, dann nicht gegen die Fans und Zuschauer, was das angedeutete Applaudieren von den Spielern in Richtung der Stehkurve belegen dürfte.

Für diesen Abend hätte ich mir gewiss Schöneres vorstellen können. Da bin ich sicherlich nicht alleine mit diesem Gedanken (wie ich schon lesen konnte). Mir blutet das Herz, wenn ich das sehe, was mir da auf dem Eis präsentiert wird. Nach dem 0:3 war ich frustriert, schöpfte kurz Hoffnung, welche sich beim 1:4 in Resignation umwandelte.

Aufregen hilft mir persönlich nicht viel. Das würde mir höchstens noch einen Herzinfarkt bescheren (in ein paar Jahren – nicht jetzt sofort). Es bleibt mir nur zu hoffen, dass sich das, was im Hintergrund abspielt, sehr bald auflöst und wir wieder vernünftige Spiele sehen können.

Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau – 05.01.2018 + Führung durch die Eissporthalle

Kein Spiel, wie jedes andere. Jedenfalls nicht für mich und ein paar andere Menschen, die an der Führung durch die Eissporthalle, unter der Leitung von Herrn Matthias Scholze, teilgenommen haben.

Wer sich direkt die 80 Bilder des Abends ansehen möchte, kann das hier tun:

Anklicken, um zur Galerie zur gelangen

Lasst sie brüllen – Fans4Club Crowdfunding Aktion

Die Führung, zu der es eine Sitzplatzkarte im Block K gab, habe ich mir über die Aktion „Lasst sie brüllen“ des Löwen Frankfurt e.V. ergaunert. Nein, natürlich ordnungsgemäß gekauft. Es handelt sich um eine Crowdfunding Aktion, die noch bis zum 05.02.2018 läuft und als Ziel 25.000 € hat. Unter https://fans4club.com/de-loewen gibt es viele Prämien und Artikel, die auch für den kleinen Geldbeutel geeignet sind, welche man sich gönnen kann.

Das eingenommene Geld soll der Startschuss zur Verbesserung der Jugendeinrichtungen des Löwen Frankfurt e.V. sein. Kabinen für die Spieler und Besprechungsräume für die Trainer sollen errichtet werden.

Als Fan des Frankfurter Eishockeys hatte ich mich dazu entschlossen ein paar Sachen zu erwerben. Darunter die Führung durch die Eissporthalle. Übrigens ist diese für Fans, so wie mich, eine wundervolle Erfahrung. Derzeit sind 8.437 € eingenommen, was 33% vom Ziel 25.000 € entspricht. Details dazu findet ihr auf https://fans4club.com/de-loewen. Vielleicht gibt es noch einige von euch, die von dieser Aktion gar nicht wissen, oder sich bisher nicht näher informiert haben. Für jene möchte ich diese Aktion ans Herz legen, denn es geht schließlich um die jungen Menschen, die wir in ein paar Jahren als Eigengewächse auf dem Eis sehen könnten. Und wenn wir als Fans dazu etwas beitragen können, dass dies auch eintrifft, dann hilft jeder Beitrag und bei dieser Aktion erhält man sogar noch schöne Gegenleistungen.

 

Führung durch die Eissporthalle Frankfurt

So früh war ich schon lange nicht mehr an der Eissporthalle zu einem Saisonspiel. Kurz vor 18 Uhr kam ich an der Eissporthalle an und habe mein hinterlegtes Ticket, welches es zur Stadionführung dazu gab, abgeholt. Zwar hätte ich diese nicht wirklich gebraucht, da ich nun mal Stehplatz Dauerkartenbesitzer bin, aber ich habe dafür bezahlt, also her damit. Dass da „Ehrenkarte“ anstelle eines Preises draufstand, habe ich nicht erwartet. Diese Eintrittskarte werde ich definitiv in Ehren halten. Sie ist schließlich etwas Besonderes.

Pünktlich um 18 Uhr war auch Herr Scholze da, der die Führung leitete, hat sich vorgestellt und dann begann auch die Runde mit der Gruppe. Ich glaube es waren um die 20 Menschen, die daran teilnahmen. Nachgezählt hatte ich nicht.

LFRTC05012018 (2 von 80)Der erste Halt war beim VIP Zelt der Löwen. Dort berichtete Herr Scholze davon, dass dies eine Lösung, aber nicht die optimale Lösung ist. Viel lieber hätten die Löwen (und auch viele Fans) die neue Arena, die schon seit gefühlten Ewigkeiten im Gespräch ist. Die neueste Information ist, dass es zu den interessierten Mietern und auch Unternehmen, die die Halle bauen würden, erneut weitere Verzögerungen gibt. Es war von der Stadt angedacht die Ausschreibung Ende 2017 zu starten. Dies passierte nicht und soll nun im Sommer 2018 der Fall sein. Warum, wieso und weshalb, können sich die Beteiligten, bzw. Interessenten, nicht erklären.

Weiter ging es über den P1, auf welchem die Wagen der Spieler, Schiedsrichter und des Rettungsdienstes, als auch die Busse der Gästemannschaften, stehen. Es ist verständlich, dass dies ein Sicherheitsbereich ist, gerade wenn ich an das letzte Heimspiel und dann an Schiedsrichter denke.  Auf Nachfrage wurde auch ein kurzer Überblick zu den Gehältern und Leistungen gegeben, welche die Spieler von den Löwen erhalten. Eine Wohnung, ein Auto und ein Gehalt sind für jeden dabei. Das Gehaltsgefüge reicht von einem Lehrlingsgehalt bis zu einem Saisongehalt von bis zu 50.000 €. Dieser Betrag ist aber eher auf die DEL gemünzt. Jedenfalls kamen wir über den Parkplatz zu einem Eingang, den wir betraten und kurz auf den Hallenmeister, Herrn Henning, warteten. (Ich hoffe den Namen habe ich mir richtig gemerkt – wenn nein, bitte darauf hinweisen)

LFRTC05012018 (3 von 80)Er führte die Gruppe durch die Technikräume, in welchen es durchaus sehr warm werden kann und auch ziemlich warm gewesen ist. Es wurden Details zur Stromversorgung und zum Notstromaggregat gegeben. Letzterer reicht nicht dafür aus, dass ein Eishockeyspiel stattfinden kann, jedoch aber dafür, dass die Notbeleuchtung erhalten wird, damit die Gäste auf sicherem Weg aus der Eissporthalle hinauskönnen. Darüber hinaus wurde das Kühl- und Belüftungssystem erklärt und welche Kosten insgesamt dabei entstehen. Ein teurer Spaß kann ich da nur sagen. Auch ein genauer Blick auf eine der Eisbearbeitungsmaschinen, auch Zamboni genannt, durfte nicht fehlen. Zum Abschluss dieser technischen Führung konnten wir noch einen Blick in die Werkstatt werfen.

Im Anschluss ging es an der Spielerbank der Gäste entlang, vor der Stehkurve vorbei bis hin zum Kabinenausgang. Dort standen wir als Gruppe Spalier für die Spieler der Löwen, die sich zum Aufwärmen auf das Eis begaben. Definitiv ein absolutes Highlight. Das war schon fantastisch als die Spieler der Reihe nach an uns vorbei auf das Eis liefen und man sie dabei abklatschen konnte. Gut okay, das kann man zwar auch machen, wenn man nicht an so einer Führung teilnimmt, aber dann steht man auch nicht in diesem Gang, der auf das Eis führt.

Kaum waren die Spieler auf dem Eis, begaben wir uns dorthin, wo sie herkamen, in die Kabine der Spieler. Was da so alles auf engstem Raum herumsteht. Die Schläger der Spieler, die ganze Ausrüstung und auch Sportgeräte, die im Gang ihren Platz haben. Was mich überrascht hatte war, dass die Kabine an sich sehr klein und beengend wirkt, wenn man bedenkt, wie viel die Spieler an sich tragen.

Zum Abschluss der Blick ins Lager, das auch so aussieht. Dort gab es für jeden der Teilnehmer noch eine Tüte mit ein paar Goodies der Löwen Frankfurt. Darunter zum Beispiel ein Puck, Aufkleber usw. Diese Goodietasche habe ich aber später an den Vater eines kleinen Mädels weitergegeben, da ich mir sicher war, dass sie insgesamt mehr damit anfangen kann als ich.

Vielen Dank Herr Scholze für die interessante Führung und die noch interessanteren Einblicke hinter die Kulissen der Löwen Frankfurt und der Eissporthalle.

Bekanntermaßen soll man aufhören, wenn es am Schönsten ist. Nun, das müsste ich an dieser Stelle eigentlich tun, aber da gab es im Anschluss dann doch noch das Spiel gegen die Eispiraten aus Crimmitschau.

Zum ersten Drittel:

4.562 Zuschauer konnten sofort sehen, dass sich die Löwen aus Frankfurt etwas vorgenommen hatten. Die Löwen übernahmen den Puck, kamen in die Offensive und der erste Schuss aufs Tor wurde abgefälscht und war im Netz. Gerade einmal 32 Sekunden waren gespielt und da stand es schon 1:0.LFRTC05012018 (31 von 80)

Crimmitschau fand über weite Strecken im ersten Drittel einfach nicht statt. Selbst bei einer 5 auf 3 Situation wirkten sie eher harmlos. Die Frankfurter hatten das Spiel und den Gegner unter Kontrolle, versäumten es aber aus den vielen Chancen den Spielstand zu ihren Gunsten zu erhöhen. Das lag insbesondere am Torwart der Gäste, der im ersten Drittel zum besten Spieler Crimmitschaus avancierte. Man muss aber dazu sagen, dass ihm die Frankfurter dabei halfen, denn häufig endeten die Angriffe mit Schüssen neben das Tor oder auf den Torwart. Nur selten musste er eine starke Parade zeigen.

So ging es mit dem 1:0 in die Drittelpause.

Zum zweiten Drittel:

Während des zweiten Drittels saß ich im Block „K“ und habe mir das Spiel von dort angesehen, in der Hoffnung, dass ich mal Löwentore in diesem Drittel sehen könnte.

Was ich sah war zunächst das gleiche Spiel wie im ersten Drittel auch. Frankfurt hatte das Spiel im Griff, aber vor dem Tor klappte auch weiterhin nicht viel. Die besten Chancen wurden der Reihe nach vergeben. Am Tor vorbei, auf den Torwart oder zu gut gezielt und die Latte oder der Pfosten standen im Weg.

Man kann also sagen, dass die Frankfurter aus ganz viel ganz wenig gemacht haben. Anders die Eispiraten aus Crimmitschau, die nach und nach in das Spiel kamen. Vermutlich auch begünstigt durch verzweifelnde Frankfurter, die immer öfter den Puck verloren.

LFRTC05012018 (59 von 80)Crimmitschau machte aus relativ wenig sehr viel. Insgesamt sogar drei Tore und alle bei numerischer Gleichheit auf dem Eis. Sie zeigten wie einfach es sein kann Tore zu schießen.

So hatte ich mir mein Block K Sitzplatzerlebnis nicht vorgestellt und bin nach Drittelende wieder zurück zu meinem gewohnten Stehplatz gewandert. 1:3 stand es also nach dem 2. Drittel.

Zum dritten Drittel:

Die Löwen wirkten rat- und lustlos. Das 1:4 nach nur wenigen Minuten in diesem Drittel war die Folge. Es bedurfte einiger Minuten ehe die Löwen sich wieder fingen. Es bedurfte einer 5 auf 3 Überzahlsituation für die Frankfurter um das zweite Tor des Abends zu erzielen. Zwar stand es nun 2:4 und es war noch genügend Zeit das Spiel auszugleichen, aber die Problematik vor dem Tor bei den vielen sich bietenden Chancen blieb erhalten.

So wunderten sich viele Zuschauer um mich herum, als kurz vor Ende der Frankfurter Torwart für einen weiteren Feldspieler das Eis verlassen musste. Optimismus sieht anders aus und auch ich war skeptisch, ob es einen Unterschied macht, wenn die Chancenverwertung derzeit eher unterirdisch ist. Quittiert wurde diese Maßnahme von den Eispiraten, die ihr 5. Tor an diesem Abend erzielen und somit das Spiel für sich entscheiden konnten. Gratulation nach Crimmitschau.LFRTC05012018 (80 von 80)

Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau 2:5 (1:0 0:3 1:2)

Dass die Defensive der Löwen nicht erst seit diesem Spiel nicht das Prunkstück ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Der Unterschied war, insbesondere zu Saisonbeginn, dass die Offensive das sehr häufig mit vielen Toren ausgleichen konnte. Aber das ist derzeit auch nicht mehr der Fall. Was ist da passiert? Was ist da los? Fehlt ein Knipser vor dem Tor? Eigentlich nicht, denn die Stürmer können es an sich. Aber nur die Spieler selbst könnten die Fragen beantworten, sofern sie selbst eine Antwort darauf haben sollten.

Es sieht so aus als hätten wir in Frankfurt nun die Phase in der Saison, in der es nicht so gut läuft. Lieber jetzt als in der entscheidenden Phase der Saison. Also Kopf hoch und weitermachen.

Zur Erinnerung: Die Bilder des Spiels sind dieses Mal in einer eigenen Galerie zu finden. Bitte hier klicken.