Konzertbericht zu Enemy Inside und Concept Insomnia vom 17.02.2018 aus dem Nachtleben Frankfurt – das erste Konzert von Enemy Inside im vollen Frankfurter Kellerclub

Schon wieder im Nachtleben und erneut gab es wunderbare Musik für die zahlreichen Ohren, die sich an diesem Samstagabend dort versammelt hatten. Es war so voll, wie lange nicht mehr. Aber das war auch verständlich, denn den allerersten Live-Auftritt in der Bandgeschichte von Enemy Inside aus Aschaffenburg, wollten sich viele nicht entgehen lassen. Auch ich nicht, schließlich klang die Beschreibung der Band und deren Musik sehr interessant.

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Doch begonnen hatte der Abend mit einer einheimischen Band aus Frankfurt, die es schon seit 2005 gibt. Bei ihnen ist der Name „Concept Insomnia“ wirklich Programm, denn bei dem Musikstil, den sie spielen, ist schlafen wohl kaum möglich. ConceptInsomnia170218 (6 von 9)Sie spielen Modern Progressive Metal, der sehr melodisch aber auch hart klingt. Starke Riffs, ein tiefer Bass, Solos und guter Gesang mit teils wechselnder Stimmlage sind bei ihnen an der Tagesordnung.

Die gut 40 Minuten ihres Auftritts waren durchaus sehens- und hörenswert. Ein leichter Nebel lag permanent in der Luft und auch das Spiel mit den Lichtern wirkte gut und passend zur Musik, auch wenn es das Fotografieren etwas erschwerte. Spaß hatten die vier Herren jedenfalls und Sänger Luke war auch zwischen den Songs für den ein oder anderen lustigen Kommentar aufgelegt. Ob er wirklich einen Kanal auf YouP**n hat, müsst ihr selbst herausfinden.

Besonders auffallend war für mich Gitarrist Dave, der mit schnellen und gut gespielten Solos an seinem Arbeitsgerät aufwarten konnte. Sowohl er als auch Bassist Phil unterstützen mit gutturalem Gesang bei den Songs, um die Härte, die sie präsentierten, in die Songs mit einzubauen. ConceptInsomnia170218 (5 von 9)Dazu passend ist Drummer Tobi mit seinen Rhythmuswechseln am Schlagzeug immer auf der Höhe.

Die Songs sind eher selten langsamer oder ruhiger, sondern spiegeln den Progressive Metal sehr gut wieder. Dass man dies doch recht gut erkennen, bzw. raushören konnte, lag an der guten Tonabstimmung. Man konnte den Gesang sehr gut hören, was meiner Ansicht nach viel ausmachen kann. Ebenfalls war der Klang der Gitarre schön und mir machte es Spaß zuzuhören. Doch auch anderen Gästen, sogar vielen, machte es sichtlich Spaß und so wurde brav applaudiert, mitgeklatscht und auch das „Hey“ mit Fauststoß war schon zu sehen.

Kurze Informationen zu Concept Insomnia:

Genre(s):  Progressive Metal, Modern Progressive Metal, Melodic Death Metal

Herkunft:  Frankfurt am Main / Altenstadt – Hessen, Deutschland

Gründung:  2005

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Luke

Gitarre:  Dave

Bass:  Phil

Schlagzeug:  Tobi

 

Schnell musste der Umbau auf der Bühne gehen, denn kaum waren Concept Insomnia von der Bühne, schwirrten die Bühnenarbeiter aus, um alles für den allerersten Live-Auftritt von Enemy Inside herzurichten. Es wurde währenddessen sogar noch ein wenig voller im Keller des Nachtlebens, weswegen ich gut und gerne von mehr als 200 Gästen an diesem Abend ausgehen kann. Damit hatte ich nicht gerechnet, muss aber sagen, dass die Resonanz, ob es nun Freunde, Familie, Bekannte oder Interessierte waren, sehr hoch war. Gruppenkuscheln war also inklusive, sozusagen.

EnemyInside170218 (17 von 21)Es dauerte nicht lange, bis die Aschaffenburger auf die Bühne kamen und loslegten. Von Nervosität oder Lampenfieber keine Spur. Oder es wurde gut kaschiert. Von Beginn an fiel Sängerin Nastassja Giulia deutlich auf. Sie ist kleiner als ihre männlichen Bandkollegen, aber bringt ihre Energie durch den Gesang hervorragend unter das Volk. Auch das gewählte Outfit und ihre Optik im Generellen lassen Vergleiche zu einer jungen Doro Pesch durchaus zu. Sie weiß sehr genau, wie sie mit dem Publikum umgehen muss, damit diese ihren Aufforderungen zum Mitklatschen, oder auch zum „Hey“ mit Fauststoß nachkommen.

EnemyInside170218 (10 von 21)Vielleicht war bei allen doch noch ein bisschen Aufregung zu bemerken, doch je länger die Musiker auf der Bühne standen, umso routinierter und befreiter wirkten alle. Das kann aber auch ein rein subjektiver Eindruck von mir sein, der nicht unbedingt stimmen muss, aber die Körpersprache könnte so zu deuten sein.

An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich für gewöhnlich die Songs einer Band nebenbei höre, wenn ich diese Berichte schreibe; doch das geht hier leider nicht. Eine CD ist zwar in Arbeit, aber noch nicht veröffentlicht und YouTube Videos gibt es leider auch noch nicht.

Der musikalische Stil bewegt sich zwischen Hard Rock und Modern Metal. EnemyInside170218 (5 von 21)Wobei die Band ihren Stil als Dark Rock bezeichnet. Ich finde, dass durchaus mehrere Elemente Einfluss nehmen und eine Kategorisierung in ein ganz spezifisches Genre schwerfällt, gar unmöglich ist. Aber es ist gut, wenn sich eine Gruppe aus mehreren Genres und Elementen bedient, denn dadurch wird, je nach Stärke der Einflüsse, ein eigener Stil geprägt. Dadurch fällt es mir schwer, Vergleiche zu anderen Bands zu ziehen. Was nicht negativ ist.

In erster Linie ist es natürlich der Gesang der Frontfrau Nastassja, die mit ihrer kraftvollen und zugleich weiblich sanften Stimme eine ganz besondere Note in die Lieder bringt. Sie kann sowohl weichen als auch harten Gesang abrufen und schafft dies auch im schnellen Wechsel.

EnemyInside170218 (12 von 21)Melodisch ist das Konzept von Enemy Inside durch und durch. Es gab keinen Song, der nicht mit sehr gutem Gitarrenspiel, Riffs und Solos, sowie schönem, dazu passendem Gesang, glänzen konnte.

Was an dem Auftritt der Aschaffenburger nur sehr schade gewesen ist, war, dass dieser aus organisatorischen Gründen, ebenfalls nur 40 bis 45 Minuten dauerte. Doch der Stimmung unter den Gästen tat dies keinen Abbruch, denn sie waren stets mit Stimme, Händen und Haaren da. Wieder einmal musste ich aufpassen, dass ich nicht aus irgendeiner Richtung von wehenden Haaren erschlagen werde. Aber so soll es doch sein. Es hat den Anwesenden so viel Spaß gemacht, dass die Band wenigstens noch eine Zugabe spielen konnte. Das war dann sogar ein Cover, das fast jeder kennen durfte. Und mit „Summer Son“ brachten sie noch einmal so richtig Stimmung in den Keller.

EnemyInside170218 (13 von 21)Es ist wirklich sehr schade, dass sie nicht länger spielen konnten, denn es machte wirklich Freude und Spaß zuzuhören und zuzusehen und, sofern man ein bisschen Platz hatte, mitzumachen.

Ich hoffe sehr, dass die Band bald erneut auftreten wird. Vielleicht in Aschaffenburg? Vielleicht eine CD Release Party? Da möchte ich doch dann bitte sehr früh Bescheid wissen, dass ich dabei sein kann. Enemy Inside haben an diesem Abend gewiss nicht nur mich als neuen Fan hinzugewonnen. Und das T-Shirt, das ich mir gekauft habe, werde ich selbstverständlich mit stolz geschwellter Brust zum nächsten Auftritt von Enemy Inside tragen.

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Foto by Eric van Reem

Kurze Informationen zu Enemy Inside:

Genre(s):  Hard Rock, Dark Rock, Metal, Modern Metal

Herkunft:  Aschaffenburg, Deutschland

Gründung:  2017

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Nastassja Giulia

Gitarre:  Evan K

Gitarre:  Dave Hadarik

Bass:  Dominik Stotzem

Schlagzeug:  Erik Frischkorn

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Five Finger Death Punch & In Flames – 06.12.2017 – Festhalle Frankfurt

Lange ist es her, als ich das letzte Mal zu einem Konzert in der Frankfurter Festhalle gewesen bin. Einige Jahre mittlerweile als Billy Talent die Festhalle rockten.

Auf dem Weg zur Festhalle strömten immer mehr Menschen zum südlichen Eingang der Festhalle. Es war kurz vor 19 Uhr, als ich mich dann in die lange und breite Schlange am Einlass stellen konnte. Der Einlass begann übrigens bereits um 17:45. Nach einem langsamen Vorwärtskommen und der abschließenden Sicherheitskontrolle, verzichtete ich darauf meine Jacke bei der Garderobe abzugeben und ging direkt in den Innenraum, denn man konnte schon hören, dass da etwas los ist.

Die Vorband an diesem Abend stand bereits auf der Bühne. Diese hatte wohl bereits um 19 Uhr begonnen und insgesamt etwas mehr als 30 Minuten auf der Bühne verbracht und ihre Musik präsentiert. Es waren „Of Mice & Men“, die bereits die ersten härteren Metalklänge unter die zahlreichen Gäste in der Festhalle brachten.

Während die Band also ihren Metalcore spielte, ging ich langsam durch die Halle und an Menschen vorbei, um eine bessere Sicht auf die Bühne zu bekommen. Also besser gesagt auf die Menschen, die Musiker, die sich auf der Bühne befanden. Die Bühne selbst konnte man auch von ganz hinten sehen, aber dann wirkten die Musiker doch mehr wie große Ameisen.FFDPIF061217 (1 von 28)

Jedenfalls waren die Akustik und der Ton sehr gut, so dass ich während meiner Wanderung durch die Halle die Songs und die Musik sehr gut hören könnte. Auch der Gesang war zu erkennen, wenngleich dieser zumeist in schreiender Form stattfand, was das Verstehen des Textes eher erschwerte. Die Musik an sich aber gefiel mir und war wirklich in der ganzen Festhalle gut zu hören.

Mitklatschen oder Anderes wurde von der Band nicht eingefordert und anhand des musikalischen Stils hätte ich mich sowieso gefragt, wie das überhaupt hätte funktionieren sollen. Aber insbesondere bei den Gästen im vorderen Bereich schien die Band gut anzukommen.FFDPIF061217 (2 von 28)

Viel konnte ich von der band leider nicht sehen und hören. Lediglich 15 Minuten blieben mir nach meiner Ankunft, so dass eine bessere Einschätzung des Live-Auftritts nicht möglich ist.

Kurze Informationen zu Of Mice & Men:

Genre(s):  Metalcore, Nu Metal, Post Hardcore

Herkunft:  Costa Mesa, USA

Gründung:  2009

Aktuelle Besetzung:

Schreigesang, Bass, Klargesang:  Aaron Pauley

E-Gitarre:  Alan Ashby

E-Gitarre:  Phil Manansala

Schlagzeug:   Valentino Arteaga

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Die erste Umbauphase der Bühne begann und dauerte gute 30 Minuten. In der Zwischenzeit habe ich mich noch ein wenig weiter in der Festhalle umgesehen und dabei entdeckt, dass niemand in dieser verhungern oder verdursten muss. Auch die Auswahl an Getränken und Essen ist groß, so dass wohl jeder sitt und satt werden kann.

Im mittleren Bereich der Festhalle wurde es voller. Immer mehr Menschen kamen herein und befüllten die Festhalle. Es gab sogar einen abgegrenzten Bereich vor der Bühne, der sich als „Golden Circle“ erwies. Die Karten hierfür waren etwas teurer und dementsprechend war dort noch einiges an Platz übrig. Ausverkauft hätte wohl anders ausgesehen. Der Vorteil für mich war dadurch, dass ich auf halblinker Position eine sehr gute Sicht hatte, da kaum Menschen direkt vor mir standen.

Und dann ging es auch schon los: Das Logo von In Flames erstrahlte rötlich, denn es war auf einem durchsichtigen Vorhang bedruckt. Der Effekt war jedenfalls genial. Den ersten Song spielten In Flames sozusagen hinter diesem Vorhang, ehe er zum zweiten Song fiel und die Sicht gänzlich frei machte auf die Band.FFDPIF061217 (5 von 28)

Der Jubel und Applaus waren nach jedem Song groß und laut. Immer wieder kamen auch gut hörbare Sprechchöre auf, die „In Flames“ skandierten. Bei ihren insgesamt 80 Minuten auf der Bühne konnte die Band mit ihrem Melodic Death Metal überzeugen und begeistern. Die Schweden boten aber nicht nur tolle, harte Songs, sondern auch eine Bühnenshow mit Lichteffekten, die Epileptiker wahrscheinlich nicht überstanden hätten. Aber nicht nur Lichter schmückten den auftritt aus, sondern auch die Leinwände, auf denen wohl die entsprechenden Musikvideos zu den Songs abgespielt wurden. Das war schon sehr beeindruckend.

Der Drummer saß auf einem Hochsitz und thronte mittig über dem Rest der Band. Etwas weiter neben ihm stand noch der Keyboarder, ebenfalls auf seiner eigenen Empore. Leider erkennt man das auf meinen Bildern nicht besonders gut; man kann es allenfalls erahnen. Dennoch war es sehr gut in Szene gesetzt.

Häufig wurde durch die Band zum Mitklatschen und zum Fauststoß mit „Hey!“ aufgefordert, was sehr viele auch umgesetzt haben. Die Sprechchöre kamen immer wieder von selbst auf und auch auf die Aufforderung Lärm zu machen, kamen die Anwesenden immer wieder gerne nach.

Die kraftvolle Musik mit dem vielen gutturalen Gesang war übrigens auch von meiner Position aus sehr gut zu hören. Zwar stand ich noch etwas unter der ersten Etage, aber da ich nicht die „volle Dröhnung“ abbekam, war es sogar recht angenehm von der Lautstärke. Von der Tonqualität konnte ich aber keinerlei Einbußen erkennen. Auch die unterschiedlichen Instrumente waren gut zu hören, so dass das ein oder andere Solo, ob Gitarre oder Drums, wirklich gut war.

Fans und Musiker hatten sichtlich Spaß während des ganzen Auftritts und auch ich schloss mich immer wieder dem Headbangen und Mitklatschen an. Nach ungefähr einer Stunde dachte ich mir, dass ich mir das Ganze mal aus einer anderen Perspektive ansehe und anhöre. So wanderte ich bis ans andere Ende der Festhalle und stellte fest, dass die Musik und die Tonqualität auch im hinteren Bereich wirklich optimal sind. Nur die Sicht ist natürlich eingeschränkt. Für mich war das jedenfalls nicht so dramatisch, da ich bereits lange Zeit von einer recht guten Sicht auf Bühne und Band profitieren konnte.

Kurze Informationen zu In Flames:

Genre(s):  Melodic Death Metal

Herkunft:  Göteborg, Schweden

Gründung:  1990

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Anders Friden

Gitarre:  Björn Gelotte

Gitarre:  Niclas Engelin

Bass:  Bryce Paul

Schlagzeug:  Joe Rickard

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Die folgende Umbauphase dauerte gute 40 Minuten und die geschätzt 5.000 Gäste verteilten sich an die Getränke- und Essensstände, Toiletten, Fanartikelstände und auch nach Draußen zum Rauchen.

Das Warten auf den Beginn von Five Finger Death Punch zog sich irgendwie in die Länge und machte die Spannung auf das, was kommen würde, ungemein größer.

Und schließlich war es dann so weit: die Band war auf der Bühne, der Vorhang fiel und erneut gab es großen Jubel und noch mehr Applaus. Es war sogar lauter als noch bei In Flames, woraus ich schließen konnte, dass mehr Fans wegen FFDP da waren, als für In Flames selbst. Wieder stand ich Linksaußen und hatte eine sehr gute Sicht auf die Bühne und die Musiker. Zwar hinter der Absperrung für den halbvollen Golden Circle, aber immer noch sehr gut.FFDPIF061217 (17 von 28)

Vor mir stand übrigens ein richtiger „Metalhead“. Mit langen Haaren und dem entsprechenden Outfit. Bei ihm hatte ich schon vorher die Sorge, dass er sich bei dem ganzen Headbangen nicht ein Schleudertrauma einfangen würde, aber er wirkte weiterhin fit und für das Headbangen bereit. Er schien wohl sehr viel Übung darin zu haben.

Jedenfalls präsentierten sich FFDP voller Energie und mit Lust auf ihren Auftritt. Schöner starker Heavy Metal ließ die Festhalle beinahe erbeben und auch sie hatten eine bemerkenswerte Lichtershow bei ihrem Auftritt. Allerspätestens hier wäre auch der letzte Epileptiker umgefallen. Die Lightshow beinhaltete übrigens auch Laserstrahlen, die bis ans andere Ende der Festhalle reichten; so als würden sie die Luft durchschneiden.FFDPIF061217 (22 von 28)

Der überdimensionierte Totenkopf, der mittig den Hintergrund der Bühne zierte, passte perfekt zu dieser Band. Wie auch bei der vorherigen Band war der Sound so klasse, dass ich mich insbesondere bei dieser Band richtig wohl fühlte. Genau meine musikalische Welt.

Der Auftritt war fesselnd; insbesondere dadurch, dass die Band ihre bekanntesten Songs zum Besten gab. Dies lud förmlich zum Mitklatschen und Mitsingen ein, was auch immer wieder eingefordert und angenommen wurde. Ein großes Highlight für einige Fans war wohl, dass sie vor dem Song Burn Mo…. Auf die Bühne geholt wurden und sich das Spektakel von dort aus ansehen konnten. Bei diesem Song hat sich der Festhallenchor beinahe überschlagen, als der Titel nur durch sie mitgegrölt wurde.FFDPIF061217 (28 von 28)

Bei einem der ersten Songs wurde auch der Sänger von Of Mice & Men mit auf die Bühne geholt um einige Parts mitzusingen. Das kam sehr gut an.

Die Qualität des Tons und der Musik im Allgemeinen war weiterhin sehr hoch, so dass auch bei FFDP alles wunderbar zu hören war. Was also die Tonanlage betraf, war dieser Abend wirklich perfekt.

Natürlich gab es auch die etwas ruhigeren Stücke zu hören, die aber genauso energiegeladen aufgeführt wurden wie der Rest. Die Zeit raste förmlich davon, und ich entschied mich, die letzten Songs des ca. 65minütigen Auftritts weiter hinten im offenen Bereich anzusehen, bzw. anzuhören, um mich von dem lauteren Sound nochmal richtig beschallen zu lassen.

Es war wirklich ein Fest, das leider viel zu schnell zu Ende war und gerade bei FFDP nach einer Wiederholung schreit.

Kurze Informationen zu Five Finger Death Punch:

Genre(s):  Heavy Metal, Nu Metal, Alternativer Metal, Groove Metal

Herkunft:  Sacramento, USA

Gründung:  2005

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Ivan Moody

Gitarre:  Zoltan Bathory

Gitarre:  Jason Hook

Bass:  Chris Kael

Schlagzeug:  Jeremy Spencer

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Eluveitie + Amaranthe – 06.11.2017 – Batschkapp Frankfurt

Ungewöhnlich früh begann der Montagabend in der Batschkapp, die bereits um 18:45 eine recht große Menschenmenge beherbergte, als die erste Band des Abends auf die Bühne kam.

Da es noch so früh war und auch die Dichte an Menschen vor der Bühne nicht all zu groß war, schlich ich mich Schritt für Schritt bis fast ganz nach vorne und hatte mal eine neue Perspektive auf das Geschehen vor mir. Für Gewöhnlich bin ich nicht so gerne in den vorderen Reihen, da es doch sehr beengend ist. Zwar habe ich keine Platzangst, aber meine kleine Wohlfühlzone möchte ich schon noch behalten. Ausserdem möchte ich mir die Partner zum Kuscheln noch gerne selbst aussuchen.

The Charm the Fury hatten eine halbe Stunde Zeit auf der Bühne um sich zu präsentieren. Ich war sehr neugierig darauf, was die Band spielen würde und ob es auch gut war. Die Niederländer mit der hübschen und sehr stimmkräftigen Sängerin Caroline Westendorp spielen eine Mischung aus Metalcore und Post-Hardcore, wobei sich immer wieder sehr melodische Passagen in die typische härtere Gangart des Metalcores einmischen.ELUAMA061117 (2 von 25)

Hierbei hilft es absolut, dass die Sängerin sowohl guttural als auch recht sanft singen kann. Aber sie kann nicht nur hervorragend singen, sondern auch animieren und entertainen. Ob sie nun das Publikum zum Mitsingen, Mitklatschen oder zum Zeigen der „Metalgabel“ aufforderte, es wurde angenommen und den Bandmitgliedern gefiel die Reaktion der Anwesenden.ELUAMA061117 (6 von 25)

Es machte mir sehr viel Spaß und Freude die Musiker zu sehen und zu hören. Die Tonqualität war super und so war die Mischung aus sehen und hören sehr gelungen. Leider sind 30 Minuten für eine Band, die selbst viel Freude beim Auftritt und deutlich mehr Energie aufbringen könnte als für 30 Minuten, einfach zu wenig. Gerne hätte ich sie noch ein wenig länger gesehen und gehört, denn die Kombination des Genres mit harten Gitarrenriffs, abwechslungsreichem Gesang und der Energie der Gruppe ist wunderbar. Ich finde auch, dass Carolines Gesang, der auch manchmal sanfter ausfällt, den grundsätzlich härteren Sound etwas mildert und insgesamt noch angenehmer zum Hören macht.

Kurze Informationen zu The Charm the Fury:

Genre(s):  Metalcore, Post-Hardcore

Herkunft:  Amsterdam, Niederlande

Gründung:  2010

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Caroline Westendorp

E-Gitarre:  Mathijs Parent

E-Gitarre:  Rolf Perdok

E-Bass:  Lucas Arnoldussen

Schlagzeug:  Mathijs Tieken

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Die Umbaupause auf der Bühne dauerte gerade einmal 20 Minuten. Da blieb keine Zeit um sich durch die größer gewordene Menge nach draußen zu quetschen. Den tollen Platz wollte ich auch nicht einfach hergeben, denn auf die nächste Band, Amaranthe, freute ich mich schon sehr. Endlich konnte ich auch sie einmal live sehen.

Und dann waren sie da: Amaranthe. Die sechs Mitglieder der Band kamen nach und nach auf die Bühne. Dabei hatte es der Bassist, Johan Andreassen, am schwersten, denn er kam mit zwei Krücken und einem Gips am rechten Bein auf die Bühne und konnte nur sitzend mitmachen. Aber er war da und das war was zählte. Hart im Nehmen – so muss das sein.

Jubel und Applaus waren groß bei den Gästen in der Batschkapp. Gewiss waren viele auch oder gerade wegen exakt dieser Band gekommen.

Da ging es auch schon direkt los mit der typischen Musik von Amaranthe. Insgesamt gibt es drei Sänger. Einer, der nur guttural singt, ein anderer für den normalen Gesang und die Augenweide Namens Elize Ryd, die durch ihren Gesang und ihre weiche Stimme ein interessantes und spannendes Gegenstück zum Hauptgenre, sowie zum gutturalen Gesang von Henrik Englund Wilhelmsson darstellt.ELUAMA061117 (8 von 25)

So abwechslungsreich wie der Gesang, ist auch die Musik, die von Amaranthe gespielt wird. Grundsätzlich bewegen sie sich im Bereich des Modern Melodic Metal, der durchaus mal härter und schneller aber auch mit balladenähnlichen Zügen geprägt sein kann. Manche Songs hingegen sind stark an Metalcore oder auch Melodic Death Metal angelegt, wenngleich die Übergänge hierbei recht fließend sind.

Auch bei Amaranthe war die Tonqualität super, so dass die Instrumente als auch die drei verschiedenen Sänger gut zu hören und zu unterscheiden waren. Die Technik funktionierte also. Aber wie es bei einem Live-Auftritt passieren kann, versagte für einen kurzen Moment die Stimme von Elize. Glücklicherweise aber nur in dem Moment, als sie sich während zwei Songs beim Frankfurter Publikum in der Batschkapp bedanken wollte. Das kann schon mal passieren und so machte sie es mit ihrem schönsten Lächeln in die Runde wett.

Übrigens hat die Dame meinen vollen Respekt, denn sie trug High Heels auf der Bühne, in denen sie herumlief, tanzte und sogar hüpfte. Darüber hinaus ist es sehr gut zu erkennen, dass sie Tänzerin war, bzw. es wohl immer noch ist. Sehr elegant sind ihre Bewegungen und dazu kamen ein paar Kleiderwechsel während des 70minütigen Auftritts der Band.

Häufig wurde zum Mitklatschen, Mitsingen, Springen und mehr aufgefordert, was das Frankfurter Publikum auch sehr gerne annahm und insbesondere von Elize mit einem Lächeln und dem Herzsymbol, das sie mit den Händen machte, honoriert wurde. Aber auch die Band zeigte, dass sich nicht zu schade sind selbst mitzumachen und so sprangen auch sie, tanzten und schüttelten ihre langen Haare auf der Bühne. Sie hatten also richtig Spaß.

Es wurde praktisch nach jedem Song applaudiert und gejubelt, teilweise sogar richtig gefeiert. Selbst ein Drumsolo wurde präsentiert und die Zugabe, vor der der Bassist erklärt hat, dass man ihn nicht so schnell loswerden könne, und trotz seines gebrochenen Beines immer noch Tritte in den Allerwertesten verteilen kann, beinhaltete vier weitere Songs.ELUAMA061117 (18 von 25)

Auch dieser Auftritt hat mir so viel Freude und Spaß bereitet, dass ich mich fragte, wo die Zeit nur geblieben sei. Amaranthe muss ich unbedingt mindestens noch ein weiteres Mal live sehen. So viel steht fest.

Kurze Informationen zu Amaranthe:

Genre(s):  Modern Melodic Metal, Metalcore, Melodic Death Metal

Herkunft:  Dänemark und Schweden

Gründung:  2008

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Elize Ryd

Gesang: Nils

Gutturaler Gesang:  Henrik Englund Wilhelmsson

E-Gitarre:  Olof Mörck

E-Bass:  Johan Andreassen

Schlagzeug:  Morten Løwe Sørensen

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Die nächste Umbauphase begann und auch diese dauerte lediglich 20 Minuten. In dieser Pause musste ich aber mal raus, denn drei Dinge waren nun wichtig: WC-Besuch, E-Zigarette dampfen und eine Cola trinken. Auch einen kurzen Besuch beim Merchandising Stand konnte ich mir nicht nehmen lassen. Dort habe ich mir dann ein paar sachen rausgeguckt, die ich nach dem Auftritt von Eluveitie kaufen wollte.

Apropos Eluveitie: kaum hatte ich mir die Sachen ausgesucht, schon wurde es dunkel in der Batschkapp und die Eidgenossen aus der Schweiz kamen auf die Bühne. Meinen guten Platz an fast vorderster Front war nun weg und wieder durch die Menge quetschen wollte ich  mich auch nicht. Also blieb ich praktisch in der Nähe des Merchandising Standes und habe mir den Auftritt von Eluveitie von etwas weiter hinten angesehen.

ELUAMA061117 (22 von 25)Leider sind die meisten meiner gemachten Handybilder nicht brauchbar und nicht so schön wie die vorherigen, daher gibt es leider nicht so viele Bilder. Dafür war aber die Tonqualität weiterhin hervorragend, so dass ich zwar etwas weniger gesehen, aber immer noch alles gehört habe.

Folk Metal aus der Schweiz mit vielen Bandmitgliedern, vielen verschiedenen Instrumenten und einem musikalischen Spektrum, das sich über mehrere Genres hinwegzieht. Und genau das haben sie auch in ihren ebenfalls 70 Minuten präsentiert. Es waren schnelle und sehr kraftvolle Songs dabei, die in die Richtung des Metalcores gingen, klassischer Folk Metal und auch ruhigere Songs und eine Ballade. ELUAMA061117 (24 von 25)

Auch bei Eluveitie ist die Abwechslung im Gesang und vor Allem die Vielzahl der eingesetzten Instrumente sehr wichtig, um der Band ihren Charakter zu verleihen und die härteren Genres, die angekratzt werden, etwas zu entkräften und zu entzerren.

Ich finde sogar, dass dies Live noch besser funktioniert als auf ihren CDs oder YouTube-Videos. Das kann nun sehr subjektiv von mir sein, aber so kam es mir vor. Und das hat mir sehr gefallen.

Auch sie haben häufig zum Mitklatschen animiert, wenngleich Mitsingen eher seltener der Fall war. Aber beim Lied „Call of the Mountains“ wurde aufgefordert und mitgemacht. ELUAMA061117 (23 von 25)

Bei dem ein oder anderen Song kann man sich durchaus so fühlen, als wäre man in enem Traumland, sobald man die Augen schließt. Sowas funktioniert aber nicht unbedingt bei einem Drumsolo, das es an diesem Abend ein zweites Mal gab.

Als Zugabe gab es anschließend noch zwei weitere Songs, die den Auftritt und den gesamten Abend zu einem perfekten Abschluss brachten.

Alles in Allem muss ich sagen, dass mir Eluveitie live sogar noch einen Tick besser gefallen als auf YouTube oder CD.

Kurze Informationen zu Eluveitie:

Genre(s):  Folk Metal, Metalcore, Melodic Death Metal

Herkunft:  Winterthur, Schweiz

Gründung:  2002

Aktuelle Besetzung:

Alain Ackermann – Drums

Chrigel Glanzmann – Vocals, Mandola & Mandolin, Tin & Low Whistles, Bagpipes, Bodhràn

Michalina Malisz -Session Hurdygurdy

Jonas Wolf – Guitars 

Rafael Salzmann – Guitars 

Matteo Sisti – Tin & Low Whistles, Bagpipe, Mandola 

Kay Brem – Bass

Nicole Anspenger- Fiddle 

Fabienne Erni – Vocals, Harp, Mandola

Wie fasse ich den Abend in wenigen Worten zusammen? Ich weiß es: bezaubernd schöne Frauen auf der Bühne, die wundervoll zu melodischem Metal gesungen haben. Kann man stehen lassen, oder?

Die Ausbeute am Merchandise Stand, an welchem ebenfalls eine hübsche Dame steht:

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Omnium Gatherum, Skalmöld und Stam1na – 25.10.2017 – Nachtleben Frankfurt

Aus irgendwelchen mir unerklärlichen Gründen schaffe ich es einfach nicht pünktlich zum Beginn, bzw. vorverlegten Beginn, eines Konzertabends im Nachtleben Frankfurt zu sein. Entweder wird früher angefangen oder ich bin einfach zu spät dran.

So ist es mir auch am 25.10.2017 ergangen, als ich mir das Band-Trio, das sich „The Arctic Circle Alliance“ bezeichnet, sehen und hören wollte.

Die erste Band des Tages waren Stam1na und von dieser hatte ich gerade einmal knapp zehn Minuten. Dass sie Trash Metal spielen, wusste ich schon vorher. Dieser ist deutlich melodischer, als man dies von anderen Thrash Metal Bands kennt.

Natürlich ist es schwierig einen 10-Minütigen Live-Auftritt zu beschreiben, dafür ist die Zeit einfach viel zu kurz. Ich war jedenfalls froh noch ein paar Minuten von dieser Band zu haben. Vermutlich waren sie ca. 45 Minuten auf der Bühne, wenn ich den Beginn des Konzerts mit der Uhrzeit abgleiche, zu der sie die Bühne verlassen haben.

Die Musik und der Gesang waren sehr gut (in der kurzen Zeit). Ich vernahm keine Übersteuerungen beim Bass oder anderweitig, so dass ich definitiv sagen kann, dass der Ton und die Instrumente gut eingestellt und abgestimmt waren. Mir haben die wenigen Minuten gut gefallen. Es war für eine Thrash Metal Band recht abwechslungsreich, was die musikalischen Nuancen betrifft. Ich hoffe doch, dass die Band noch ein weiteres Mal in Deutschland, in meiner Nähe sein wird, damit ich zu einem längeren Genuss ihrer Musik kommen kann.

Ich habe es übrigens versäumt ein Bild zu machen. Das war auch gar nicht so einfach, denn als ich ankam war die Hütte voll. Dementsprechend gehe ich von 200 und mehr Besuchern an diesem Abend aus.

Kurze Informationen zu Stam1na:

Genre(s):  Thrash Metal

Herkunft:  Lemi, Finnland

Gründung:   1996

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Gitarre:  Veli Antti Hyyrynen

Gitarre:  Pekka Olkkonen

Bass:  Kai-Pekka Kangasmäki

Keyboard:  Emil Lähteenmäki

Schlagzeug:  Teppo Velin

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Die Pause war kurz und reichte gerade einmal aus um sich einen leckeren Eistee Pfirsich von der Bar zu holen und dann ging es auch schon weiter.

Die isländische Band Skalmöld kam auf die Bühne und dann wurde es in über 65 Minuten Spielzeit richtig nordisch, denn Viking Metal stand auf dem Programm.

Zuvor sei gesagt, dass die Texte der Band ausschließlich in der Landessprache geschrieben und gesungen sind, was natürlich das Verstehen der Texte nahezu unmöglich macht, wenn man diese Sprache nicht kann. Aber (!) es geht doch vorwiegend um Musik. Diese ist durchaus vielfältig und wechselt sich zwischen den einzelnen Songs auch mit schnelleren und langsameren Passagen ab. Das Zusammenspiel aus kräftigen Gitarrenriffs und teilweise auch mit dem Keyboard spiegeln die Kraft und Energie des Viking Metals sehr gut wieder.

Der Gesang ist größtenteils gutturaler Natur. Etwas ungewohnt, aber auch nicht so extrem, dass man den Sänger nicht verstehen würde (zumindest akustisch). Er kann auch normal singen und der Hintergrundgesang, unter anderem vom Keyboarder, liefern bei einigen Songs durchaus ein gewisses episches Gefühl.20171025_205936

Es wurde viel mitgeklatscht, gejubelt, gegrölt und der Fauststoß wurde ebenso oft gefordert und umgesetzt. Was auch sehr häufig gut zu sehen war, waren die vielen Menschen mit sehr langen Haaren, die diese wunderbar beim Headbangen haben schwingen lassen. War ein echt toller Anblick.

Die Zeit verging überraschend schnell bei diesem Auftritt. Bemerkenswert war auch, dass sie so lange auf der Bühne durchgehalten und musiziert haben. Aber umso besser, mehr fürs Geld; naja, wenn ich pünktlich da gewesen wäre.

Kurze Informationen zu Skalmöld:

Genre(s):  Metal, Viking Metal

Herkunft:  Reykjavík, Island

Gründung:  2009

Aktuelle Besetzung:

Gesang, E-Gitarre:  Björgvin Sigurðsson

E-Gitarre:  Þráinn Árni Baldvinsson

E-Gitarre:  Baldur Ragnarsson

E-Bass:  Snæbjörn Ragnarsson

Keyboard, Oboe:  Gunnar Ben

Schlagzeug:  Jón Geir Jóhannsson

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Die folgende Pause war etwas länger. Genutzt habe ich sie um einmal rauszugehen aus der wärmer werdenden Sauna um ein wenig frische Luft zu schnappen und zu dampfen.

Kaum zurück, fanden sich nur wenige Augenblicke später Omnium Gatherum auf der Bühne ein und legten direkt fulminant los. Sie ließen von Beginn an keinen Zweifel daran, dass sie das härteste Musikprogramm des Abends darstellten. Omnium Gatherum kommen übrigens auch aus Finnland und nachdem letzte Woche bereits zwei finnische Bands im Nachtleben waren, stelle ich die Theorie auf, dass die Nordlichter diese kleinen „Sauna“-Clubs mögen.

Glücklicherweise handelt es sich bei ihrem Musikstil um Melodic Death Metal, so dass es zwar energie- und kraftvoll, aber auch mit schönen Gitarrenriffs unterlegt ist. Natürlich wird überwiegend guttural gesungen, was dem Genre entspricht. Und wenn man genau hinhörte, erkannte man auch, dass in Englisch gesungen wurde. Hey endlich mal auch Musik UND Texte, die zu verstehen sind.

Der gutturale Gesang des Sängers ist zwar sehr kräftig und entsprechend tief aber immer noch verständlich, was leider nicht immer der Fall in diesem Genre ist. Einige melodische Passagen haben mich sehr an Power Metal erinnert und passend dazu wurde der Gesang auch etwas weicher, bzw. sanfter, jedoch weiterhin guttural.

Zudem entschärft der Einsatz des Keyboards häufig den typischen Death Metal, was mir persönlich sehr gut gefällt. Dabei ist der Hintergrundgesang in normaler Tonlage und festigt das melodische im Stil von Omnium Gatherum.

Bei diesem Gesamtpaket kommt man nicht am Headbangen vorbei. Und die Band hat es auch synchron vorgemacht. Bis auf den Drummer standen sie in Reih und Glied und dann wurden die langen Haare geschwungen. Das war noch besser als der Anblick zuvor.20171025_223758

Trotz der ganzen Härte, die an diesem Abend geliefert wurde, war die Tontechnik immer auf der Höhe und es war weder zu laut, noch zu leise; sondern einfach nur ideal abgestimmt. Ob Gesang, Gitarren, Keyboards oder Schlagzeug, es war einfach alles sehr gut zu hören und zu unterscheiden. Was insbesondere bei Omnium Gatherum nicht die einfachste Übung gewesen sein dürfte, da die Songs sehr häufig die unterschiedlichsten Passagen beinhalten, welche mal sehr schnell, oder auch eher langsamer aber dafür knalliger waren.

Alles in Allem war dieser Abend abwechslungsreich, melodisch und bot richtig guten Metal für das Gehörorgan. Dieses Bandtrio ist einen Besuch absolut wert.

Kurze Informationen zu Omnium Gatherum:

Genre(s):  Melodic Death Metal

Herkunft:  Kotka, Finnland

Gründung:  1996

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Jukka Pelkonen

Gitarre:  Markus Vanhala

Gitarre:  Joonas Koto

Bass:  Erkki Silvennoinen

Keyboard:  Aapo Koivisto

Schlagzeug:  Jarmo Pikka

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Alestorm – 03.10.2017 – Batschkapp Frankfurt

Ein Feiertag, an dem das Fernsehprogramm eher langweilig als spannend ist und Shoppingtouren nur in einem Hauptbahnhof stattfinden können, ist der Besuch eines Konzerts die wohl beste Alternative. Also nichts wie ab in die Batschkapp und gute Musik sehen und hören.

Durch den Feiertag begann das Ganze auch etwas früher als gewohnt. Bereits um 19:20 Uhr gingen die Lichter aus und ehm Moment, was kommt da bitte auf die Bühne? Vier Gestalten in silbernen Outfits, die mir erstmal sehr suspekt erschienen.

Es handelte sich um die Band „Troldhaugen“ aus Australien. Rein vom Namen her hätte ich sie eher nach Skandinavien verlegt, aber das Internet belehrte mich eines Besseren. Aber mal zum Wesentlichen, zur Musik. Da liegt dann aber der Seelachs begraben. Diese Band kann man absolut keinem Genre zuordnen. In ihren gut 35 Minuten auf der Bühne spielten sie ein recht chaotisches aber irgendwie doch melodisches Set. Der Sänger wechselte oft zwischen Sprechgesang, Schreigesang und normalem Gesang hin und her. Und genauso sind auch die Songs, die sie spielen. An manchen Stellen gibt es musikalische Einspielungen, die das Musizieren kurz unterbrechen, dann wieder enden und schon geht es weiter. Die Genres, die sie in ihre jeweiligen Lieder einbringen, sind mit Elementen aus Power, Thrash, Black, Heavy und Folk Metal bestückt. Wahrscheinlich sind es sogar noch ganze andere Genres, die mit einfließen.

Der Sänger an sich schien zumindest so, als hätte er bei der ganzen Sache einen ziemlichen Spaß. Er machte sehr viele merkwürdige Gesichtsausdrücke, tanzte umher, machte einen Hüftschwung, der seinesgleichen sucht und hatte sogar mal eine Handpuppe als Co-Sänger angezogen. Er war jedenfalls sehr gut zu hören und zu sehen. Man merkte aber, dass die Batschkapp ob des musikalischen Chaos, das präsentiert wurde, zunächst irritiert wirkte. Anfänglich gab es wenig Applaus; wohl auch bedingt dadurch, dass keiner so recht wusste, ob ein Song nun vorbei ist oder nicht. Aber je länger es dauerte, desto mehr kam auch vom Publikum, die auch der einzigen Aufforderung zum Mitklatschen folgten. Wie viele Menschen genau bei einer vorherigen Aufforderung zum Bewegen des Hinterteils mitmachten, kann ich nur schwer beurteilen. Es war jedenfalls recht amüsant was auf der Bühne passierte, insbesondere durch das Tun des Sängers. Definitiv mal ganz was Anderes, das einem durchaus immer mehr gefällt, je länger es gehört wird.20171003_192301

Viel mehr kann ich zu diesem Stil nicht sagen, ausser, dass es am Besten ist, wenn man sich die Songs mal selbst anhört.

Kurze Informationen zu Troldhaugen:

Genre(s):  lt. Angaben der Band „Crab Slab Core“

Herkunft:  Wollongong, Australien

Gründung:  2008

Aktuelle Besetzung: (abgekupfert aus Facebook)

Reventüsk: Seafood Extender
Meldengar: Guitar
Grädenøk: Salt n Pepper Squidlips
Svarog: Fisherman’s Basket

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Nach diesem interessanten, lustigen und etwas verstörenden Auftritt dieser Band, gab es zunächst eine kurze Pause von ca. 15 bis 20 Minuten ehe die zweite Vorband des Abends ihr musikalisches Können auf der Bühne präsentierten.

Im Gegensatz zu Troldhaugen ist der Stil von Aether Realm deutlich geradliniger. Harte Riffs, schöne Solos und sehr viel gutturaler Gesang. Das passt auch zu einer Band, die Melodic Death / Folk Metal spielt. Der Stil ist jedoch teilweise so geradlinig, dass sich die Songs sehr ähneln. Abgesehen von einer Ballade, bei welcher der Sänger in Normalstimme gesungen hatte.

Mir fiel hier aber auf, dass das Mikrofon des Sängers nicht unbedingt gut eingestellt war, so war es für mich häufig sehr schwierig ihn überhaupt gut verstehen zu können, was bei gutturalem Gesang ohnehin schon etwas schwieriger ist. Das Mikro fiel sogar einmal herunter. Den Aufprall hörte man sehr gut. Aufheben und weitersingen als wäre nichts gewesen.20171003_202326

Immerhin gab es viele Interaktionen mit den Gästen in der Batschkapp, die vor Allem zum Fauststoß aufgefordert wurden. Aber auch das rhythmische Mitklatschen wurde nicht vergessen. Es schien vom Pegel her schon lauter geworden zu sein als es noch bei Troldhaugen der Fall war. Vielen gefiel das wohl ganz gut.

Ich persönlich höre zwar auch ab und an Melodic Death Metal, aber auch nur ausgewählte Songs. Für mich war das schon zu viel auf einmal, da auch die Tonabmischung für diese Band nicht optimal getroffen war.

Kurze Informationen zu Aether Realm:

Genre(s):  Melodic Death Metal / Folk Metal / Viking Metal

Herkunft:  Greenville, USA

Gründung:  2010

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Bass:  Vincent Jones

Gitarre, Gesang:  Heinrich Arnold

Gitarre:  Donny Burbage

Schlagzeug:  Tyler Gresham

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Nach der zweiten und letzten Umbauphase war die große Quietscheente schon bereit und nach einem kurzen Gespräch über E-Zigaretten draußen vor der Batschkapp, enterten die Herren von Alestorm kurz vor halb zehn die Bühne.

Bereits großer Applaus und viel Jubel kamen ihnen von den Zuschauern entgegen. Mit Keelhauled begann der Abend und es wurde bereits kräftig mitgesungen und mitgeklatscht. Der Sound war perfekt und auch die Lightshow war über die 90 Minuten des Auftritts von Alestorm genial.  Pirate Power Metal war angesagt und den Fans gefiel es wahrlich sofort. Die Band gab sich auch keine Blöße und hielt den Stimmungspegel permanent hoch.20171003_213022

Neue und alte Songs der schottischen Band wurden gespielt und bei den meisten brauchte weder mitsingen noch mitklatschen angestimmt werden, da das Publikum dies spontan selbst initiierte. Aber zum Springen wurde noch separat aufgefordert. Kein Problem, auch das wurde gerne angenommen und so sprangen sehr viele Gäste in der Batschkapp.

Eine richtig gute Power Metal Party entstand. Das lag wohl auch mitunter daran, dass die Texte durchaus häufiger mit Alkohol zu tun haben. Nichts desto weniger war die Qualität des Sounds wirklich perfekt, so dass die Keyboards und auch die Gitarren, gerade bei Solos, perfekt zu hören waren. Ebenso war es auch beim Gesang.

Schön war auch bei einem eher ruhigeren Song beinahe die ganze Batschkapp im Takt schunkeln zu sehen. Das müsste bei „Nancy the tavern wench“ gewesen sein. Zumindest beim Hören von Alestorm zu Hause, als ich diesen Bericht schrieb, sehe ich diese Menge an Menschen wieder vor mir, wie sie von links nach rechts schunkeln und zurück. Genauso ähnlich war es auch vor dem Song „Bar ünd Imbiss“. Da wurde ein Vorurteil, was uns Deutsche betrifft, mal so richtig ausgekostet. In dem Song geht es um Würste und Bier. Ja, Würste. Auf Englisch: „sausages“. Und das durften dann mal alle im Chor rufen. Aufgefordert und getan. Wie man also spaßig sein kann und solche Dinge für sich zu nutzen, wissen sie jedenfalls.20171003_221354

Auch das Teilen der Gäste nach links und rechts um zu einem Song die bekannte „Wall“ zu kreieren kam bei den Gästen sehr gut an. Ebenfalls waren viele Crowdsurfer zu sehen. Daran erkennt man den Partycharakter eines Konzerts von Alestorm.

Eine wirklich fantastische Live-Band, die genau wissen, wie sie mit dem Publikum umgehen müssen, so dass es eine Party wird. Ob es nun an der Songauswahl, den Interaktionen, dem klasse Sound und den genialen Lichteffekten ist. Für mich steht fest, dass ein weiterer Besuch von Alestorm definitiv Pflicht sein wird. Wenn bei einem Konzert die Zeit so schnell vergeht, dass bereits über eine Stunde vergangen ist, wenn man auf die Uhr schaut, dann macht es Spaß. Power Metal? Alestorm! Unbedingt.

Kurze Informationen zu Alestorm:

Genre(s):  Pirate Power Metal

Herkunft:  Perth, Schottland

Gründung:  2004 (als Battleheart)

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Keytar:  Christopher Bowes

E-Bass:  Gareth Murdock

E-Gitarre:  Máté Bodor

Keyboard:  Elliot Vernom

Schlagzeug: Peter Alcorn

Amorphis – 31.08.2017 – Batschkapp Frankfurt

20:00 Uhr: Licht aus, Spot an und die Bühne frei! Auf die Minute genau machten sich die Herren von „All will know“ auf die Bühne und binnen weniger Sekunden wurde es laut. Die bereits zu diesem Zeitpunkt gut gefüllte Batschkapp nahm es sehr gerne an und honorierten den Beginn des musikalischen abends mit Applaus und leichtem Jubel.

Wirklich gekannt habe ich diese Band nicht, obwohl sie scheinbar eine regionale Bekanntheit inne hat. All Will Know ist eine Zusammensetzung aus Darmstadt und Mainz.

AWK1Die Musik ist ihrem Genre entsprechend hart, aber melodisch. Während ihres Auftritts gab es laut vermischte Töne und Klänge, so wie ruhigre Passagen in den Liedern und auch hier und da ein schönes Gitarrensolo. Von den gespielten Songs konnte ich mir insbesronere „Counting Stars“ merken. Dieser gefiel und stach insbesondere dadurch hervor, dass alle besagten Elemente vorhanden waren.

Frank Richter, der für den Gessang gesorgt hat, ist definitiv ein Lob auszusprechen. Er beherrscht den gutturalen aber auch den normalen Gesang sehr gut. Zumindest nach dem zu urteilen, was die Tontechnik an diesem Abend angeboten hat. Diese war zwar nicht perfekt, aber sehr gut, so dass die unterschiedlichen Gitarren und der Gesang stets gut zu hören und zu unterscheiden waren.

AWK2Wirklich viel Interaktion Seitens der Band gab es nicht; aber das war auch nicht nötig, da das Publikum entsprechend positiv auf die Herren auf der Bühne reagiert hat. Es war sogar sehr gut zu erkennen, dass sich die Bandmitglieder durch die Reihe weg über das zahlreiche Publikum und die Resonanzen zu den Songs gefreut haben. Gerade Frank schien teilweise zu grinsen wie ein Honigkuchenpferd.

Zum Abschluss des 30 minütigen Auftrittes gab es noch das obligatorische Gruppenfoto, welches davor und danach mit Applaus begleitet wurde.

Kurze Informationen zu All Will Know:

Genre(s): Melodic Death Metal, Metalcore

Herkunft: Darmstadt und Mainz, Deutschland

Gründung: 2010

Aktuelle Besetzung:

Gesang, gutturaler Gesang:  Frank Richter

Gitarre, Hintergrundgesang:  Steffen Henneberger

Gitarre:  Jan Jansohn

Bass, gutturaler Hintergrundgesang:  Max Jänsch

Keyboard:  Felix Ü. Walzer

Schlagzeug, Hintergrundgesang:  Lukas Gröhl

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Nur eine kurze Umbau- bzw. Umräumphase begann, die gerade einmal 15 Minuten dauerte. Denn es stand noch eine weitere Band an, bevor es dann mit Amorphis zur Sache gehen sollte.

Mart1Nach und nach betraten die Mitglier der Band „Martyrion“ die Bühne. Die „kölsche Jungs“ bezeichnen ihre Musik selbst als postapokalyptischen melodic death metal. Als der Sänger oder besser gesagt „Growler“ David Schäfer dies über die Band erklärte, hoffte ich doch, dass Gesang und Musik wie zuvor in einem ähnlichen Stil bei All Will Know ausfallen würde. Aber leider ist dies nicht ganz der Fall gewesen.

Zwar ist die musikalische Ebene abwechslungsreich, schnell, langsamer und mit teils schönen ruhigeren Parts und dem ein oder anderen Solo geschmückt, doch der permanente gutturale Gesang erschwert es mir persönlich bei einer Dauerbeschallung dieses Genres Spaß zu empfinden.

Mart2Aus meiner Perspektive schien es so, als wäre ich nicht alleine mit dieser Empfindung. Die gesamte Stimmung schien etwas abzufallen. Selbstverständlich gab es nach jedem Song Applaus, aber auch der schien gedämpfter auszufallen als bei der Band zuvor. Wahrscheinlich lag es mitunter auch daran, dass David versuchte das Publikum zum Mitmachen zu animieren. Ob dies nun gelang oder nicht, kann ich nur schwer sagen und daher lasse ich es an dieser Stelle offen. Vielleicht hat es bei den Zuschauern weiter vorne an der Bühne gefruchtet.

Dennoch ist zu sagen, dass auch hier die Tontechniker eine sehr gute Arbeit geleistet haben. Melodien der unterschiedlichen Gitarren waren eindeutig zu erkennen. Auch die Musiker haben ihr Bestes gegeben. Jedenfalls sah es sehr danach aus.

Wirklich nichts gegen diese Band oder der Musikrichtung im Generellen, jedoch bleibt für mich persönlich festzuhalten, dass mir diese Art nicht so gut gefällt. Aber das ist Geschmackssache und kann nur subjektiv von jedem Einzelnen beurteilt werden.

Kurze Informationen zu Martyrion:

Genre(s): Melodic Death Metal

Herkunft: Köln, Deutschland

Gründung: 2006

Aktuelle Besetzung:

Gesang, gutturaler Gesang:  David Schäfer

Gitarre:  Felix Lüpke

Gitarre:  Marian Freye

Bass:  Hendrik Franke

Schlagzeug:  Jannik Baur

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Eine erneute Umbauphase begann, welche nun eine gute halbe Stunde in Anspruch nahm. Zeit genug um nochmal frische Luft draußen zu schnappen, das WC aufzusuchen und ein Getränk zu holen. In meinem Fall eine Cola mit Eiswürfeln ohne Ende.

Frisch und aufgeregt hieß es nun noch ein paar Minuten warten und dann sollte es mit Amorphis endlich losgehen. Mit mir warteten gut und gerne insgesamt 800 Menschen. (Ein geschätzter Wert)

Amo1Dann sollte das Spektakel beginnen und die Batschkapp erwachte zum Leben. Noch bevor überhaupt der erste Musiker auf der Bühne Stand gab es tosenden Applaus und Jubel und schließlich kamen sie nach der Reihe auf die Bühne, bis sie vollzählig waren. A-M-O-R-P-H-I-S | Da waren sie nun und schon ging es auch lautstark los. Frontmann Tomi Joutsen, der den gutturalen Gesang und natürlich auch normalen Gesang beherrscht, stand mit seinem faszinierend aussehendem Mikrofon auf der Bühne. Wobei „stand“? Der Gute war auf der Bühne viel unterwegs, gab das Headbangen vor, machte selbst mit und motivierte das Publikum ein ums andere Mal zum Mitmachen. Sei es das Klatschen, der Fauststoß oder zu einem späteren Zeitpunkt des Auftritts auch zum Mitsingen.

Das Faszinierende an und bei Amorphis ist die stete Abwechslung. Trotz der teilweise harten musikalischen Gangart und dem perfekten gutturalen Gesang, mischen sich immer wieder sehr klangvolle, melodische Parts mit ein. Die Klänge durch das Keyboard entschärfen meines Erachtens diese Härte wieder und bei ruhigeren Passagen in Songs lädt es förmlich dazu ein die Augen zu schließen und einfach nur zu genießen.

Der ganze Auftritt, das ganze Konzert, das Amorphis gegeben haben, war voller Energie und einfach nur eine riesengroße Party mit sehr guter Stimmung. Jeder Song wurde euphorisch gefeiert. Es ging nicht anders, man musste sich einfach mitbewegen, so es der Platz zuließ. Headbangen, mit den Beinen oder Füßen wippen, vollkommen durchdrehen; das alles habe ich in meiner näheren Umgebung beobachten können und habe selbst auch mitgemacht.

Amo2Rein vom Gefühl her würde ich sagen, dass sich Band und Publikum gegenseitig gepusht haben. Jeder hatte Spaß und Gefallen an dem was Amorphis angeboten hat. Nachdem Tomi auch noch sagte, dass es ihm bzw ihnen, mehr gefiele in so einer Lokalität Konzerte zu geben als auf großen Festivals war die Stimmung sogar für einen Moment so großartig, dass man beinahe das Dach der Batschkapp hätte wegfliegen sehen können. Zum Glück ist es aber fest verbaut.

Die Band fasziniert. Sie das erste Mal live zu sehen war grandios. Ich kann Amo3wirklich jedem, der Amorphis oder den Musikstil gut findet, nur empfehlen zu einem Konzert zu gehen. Die Zeit verflog nämlich wie im Fluge. Kaum, dass das Konzert begann, blickte ich einmal kurz auf die Uhr und stellte mit Schrecken fest, dass schon über eine Stunde vergangen war. Und es war nicht festzustellen, dass weder die Band noch das Publikum an Energie eingebüßt hätten. Während nun also die letzten Songs begannen, genoss ich einfach nur noch. Und um ca. 23:20 Uhr war dieser tolle Abend, dieses wunderbare Konzert, dann auch leider schon vorbei.

Man merkt, dass Amorphis auf eine lange Bühnenerfahrung zurückgreifen kann. Der Einsatz auf der Bühne, das „Spiel“ mit dem Publikum. Es passt perfekt zusammen. Die Tontechnik hat hier perfekte Arbeit geleistet. Wenn es mir möglich wäre Sterne zu vergeben, dann wären es deren 5 von 5 möglichen.

Kurze Informationen zu Amorphis:

Genre(s): Metal (mit vielen Sprüngen zu Subgenres)

Herkunft:  Helsinki, Finnland

Gründung:  1990

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Gutturaler Gesang:  Tomi Joutsen

Gitarre:  Tomi Koivusaari

Gitarre:  Esa Holopainen

Bass, Hintergrundgesang:  Niclas Etelävuori

Keyboard:  Santeri Kallio

Schlagzeug:  Jan „Snoopy“ Rechberger

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