Frau Ruth und Stillstand eröffneten mit Punkrock, guter Laune und Pogo auf der Tanzfläche den Start ins Wochenende am 07.09.2018 im Nachtleben Frankfurt.

Punkrock ist etwas, das ich selbst gerne mal als Abwechslung höre und mir dementsprechend auch ansehe. Zwar kannte ich nun keine der beiden Bands, die am vergangenen Freitag in der Batschkapp auftreten sollten, aber manchmal macht genau das den Reiz aus.

Bilder des Abends: Frau Ruth und Stillstand im Nachtleben Frankfurt – 07.09.2018

So fand ich mich kurz vor Beginn um 21 Uhr mit einigen anderen Menschen im Kellerclub ein. Schätzungen sind immer schwierig. Ich hätte natürlich auch durchzählen und jedem Anwesenden einen Zettel mit einer Nummer geben können, aber um die 80 Menschen insgesamt werden definitiv anwesend gewesen sein.

Nicht zu wenige und nicht zu viele Menschen. Und das war auch gut, denn als sich die Offenbacher Gruppierung „Frau Ruth“ auf der Bühne breitmachte und den Abend musikalisch einläutete zeigten die Anwesenden nach anfänglicher Schüchternheit, dass sie gewillt waren zu tanzen, zu pogen – kurz gesagt: zu feiern.FrauRuthStillstand070918-10

Zur FrauRuthStillstand070918-8Gitarre und zum Bass, sowie Drums und Gesang, gesellte sich hin und wieder auch eine Posaune und Keyboard. Gerade bei der Posaune fragte ich mich, ob das überhaupt zusammenpasst. Ich meine, Punkrock und Posaune? Geht das? Ja! Es geht und man konnte sie sogar relativ gut hören.

Insgesamt zeigten sich die Offenbacher sehr spielfreudig und forderten auch zum Mitmachen und vor allem Pogen auf. Die Menschen machten sehr gerne mit und hatten sichtlichen Spaß dabei. Doch auch die Band war mit Eifer dabei; insbesondere der Sänger und Gitarrist sprang über die Bühne, als gäbe es kein Morgen mehr.

Punkrock ist für mich etwas schwieriger zu beschreiben als die Genres Hard Rock bis Metal. Aber der Klang war klar, erinnerte mich an Bands, deren Namen mir nicht einfallen wollen. Passt vielleicht die Bezeichnung deutscher Standard Punkrock? Ich denke mal, dass man die Texte auch schnell aufgreifen und mitsingen könnte. Dennoch gab es auch Songs, die sich melodisch abhoben, da sie etwas ruhiger oder mit anderen Begleitinstrumenten gespielt wurden.

Den Gästen gefiel es jedenfalls so gut, dass die Band eine Zugabe geben durfte und damit über die rund 45 Minuten hinauskamen.

Der Auftakt war gelungen und es folgte eine kurze Umbaupause für den Hauptakt aus dem Odenwald. Wie lange die Pause dauerte, weiß ich gar nicht mehr, denn ich habe nicht wirklich darauf geachtet.

Aber dann war es soweit und die Band kam auf die Bühne. Stillstand! Und der Name ist absolut nicht Programm. Zum Glück, sonst wäre es komisch geworden. Aber es zeigte sich von Beginn an, dass die Band einen anderen Punkrock Stil spielt, als zuvor Frau Ruth.

Rein vom Hören würde ich sogar sagen, dass sie schon eine Annäherung in Richtung Hard Rock in ihrem Stil eingebaut haben. Es hatte für mich nicht diesen klassischen Standard Punkrock Stil, den ich zuvor bei den Offenbachern hörte.

Die Gäste, die schon aufgewärmt waren, sei es durch das Mittanzen bei Frau Ruth oder dem ein oder anderen Getränk an diesem Abend, feierten bereits die ersten Songs mit Klatschen und Pogo richtig mit. Da musste ich schon teilweise aufpassen, dass ich unverletzt aus dieser Nummer würde rauskommen (was mir auch gelang).FrauRuthStillstand070918-37

Auffallend war für mich auch, dass insbesondere der Sänger die Nähe zu seinen Gästen suchte. Sei es durch das Sprechen zwischen den Songs oder dem sehr nahe am Rande der Bühne stehen. Abklatschen und anstoßen mit den Fans war ebenso willkommen.FrauRuthStillstand070918-39

Irgendwie schon eine sehr coole Sache, finde ich. Zeigte es doch die Lockerheit, die an diesem Abend insgesamt dargeboten wurde. Ob von Seiten der Band oder den Fans, da machten einfach alle mit.

Für einen Song gab es auch einen Gastsänger, der aus dem Publikum dazukam und später bei dem Cover von Blietzkrieg Bop der Ramones, konnte sich auch der jüngere Bruder des Schlagzeugers beweisen. Zwar hatte er kleine Startschwierigkeiten, aber sobald es losging, war er voll in seinem Element, so wie auch der Rest der Band.FrauRuthStillstand070918-31

Überhaupt schienen die Odenwälder sehr viel Spaß an ihrem Auftritt im kleinen Kellerclub Frankfurts gehabt zu haben. Dies zeigte ihre Ausstrahlung auf der Bühne, die Späße, die sie mitmachten und nicht zuletzt die Musik. Ach ja, das wollte ich an dieser Stelle dann auch noch erwähnen: Ich selbst komme auch aus dem Odenwald. Aber das ist schon lange her mittlerweile. Mittlerweile habe ich tatsächlich schon mein halbes Leben in Frankfurt verbracht. Eine Randnotiz sozusagen.

Wie bereits erwähnt, hat die musikalische Auslegung schon eine etwas härtere Note, die mir übrigens genau deswegen sehr gut gefallen hat, ist aber ansonsten noch als Punkrock sehr gut zu erkennen.

Leider konnte ich nicht das volle Konzert bis zum Ende miterleben, denn am Folgetag gab es schon wieder frühe Verpflichtungen, aber die Jungs von Stillstand können gerne nochmal wiederkommen. Ihr Auftritt war in meinen Augen stark, gelungen und machte im kleinen Keller absolut Spaß. Andere Menschen würden wohl von Ekstase sprechen, jene, die auch beim Pogen mitgemacht haben. Zu denen gehörte ich nicht.

Und doch war es ein guter Start in dieses Wochenende. Zwanglos mit Spaß und recht guter Musik.

Ally the Fiddle & Canterra im Nachtleben Frankfurt. Zwei Bands mit interessantem Kontrast. Konzertbericht vom 30.08.2018

Es wurde mal wieder Zeit für Live Musik und der Kellerclub Nachtleben in der Frankfurter City eignet sich für den Einstieg in die neue Clubkonzertesaison hervorragend.

Gegen 20:30 angekommen hatte ich erstmal das Vergnügen mit Bekannten zu sprechen und so verstrich die Zeit bis zum Konzertbeginn doch recht schnell. Voll war es gegen 21 Uhr nicht, als Canterra aus Leipzig den Abend einläuteten.

Bilder: Ally the Fiddle & Canterra am 30.08.2018 – Nachtleben Frankfurt

Obwohl die Band bereits im Jahr 2006 gegründet wurde und schon zwei Mal zu Gast in Frankfurt war, kannte ich sie bisher nicht. So ließ ich mich also überraschen, was mich musikalisch erwarten würde.

Eine ganze Stunde durften sich Canterra auf der Bühne austoben. Sie spielen Symphonic Gothic Metal und haben mit Korinna eine Sängerin, die die harten Riffs und Klänge der Musik etwas entkräftet und teilweise eine vergleichsweise sanfte Art in die Musik hineinbringt. Dies wurde insbesondere beim Song „My Heart“ sehr eindrucksvoll präsentiert. Dieser ist insgesamt etwas ruhiger und eher eine Ballade.Canterra30082018-4

Ihr Stil hat mich durchaus an das frühere Nightwish erinnert. Zu den harten Riffs und Solos wirkt ihr Gesang beinahe operngleich. Der Kontrast ist also gegeben und macht Canterra, meines Erachtens nach, zu einer sehr guten Band in diesem Genre, denn man kann die Lead Guitar und auch Korinnas Stimme gut wiedererkennen.

Auch wenn es nicht voll war im Nachtleben, war es zu Beginn gut gefüllt mit knapp 100 Menschen. Die Bandmitglieder haben durchaus Vollgas gegeben. Man konnte ihnen das insbesondere daran ansehen, dass sie häufig ihre Positionen wechselten, die Nähe zum Publikum suchten und einfach mal auf der Bühne an ihren Instrumenten abgingen.

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Für mich persönlich ist die Musik von Canterra genau mein Fall. Sehr guter und harter Metal mit schönen Riffs und gelungenen Solo Einlagen, sehr gutem Gesang, der den Symphostil unterstreicht und Kontrast hineinbringt. Dazu kommt, dass es sehr melodisch ist, was für mich ein sehr wichtiger Faktor im Metal allgemein ist. Canterra bringen genau das mit und so kam ich nicht drum rum mir ihr Album „First Escape“ zu kaufen.

Die Stunde verging übrigens recht schnell und ich war auch überrascht, dass sie so lange spielen durften. Aber umso besser, so gab es den Abend mehr Live Musik – sehr gut.

Eine wirkliche Umbaupause war es im Anschluss nicht, da die meisten Sachen auf der Bühne geblieben sind. So war die Unterbrechung auch nicht besonders lange. Es war aber schon abzusehen, dass die angekündigte Eventdauer, die bis 23 Uhr vorgesehen war, definitiv überschritten werden würde.

AllytheFiddle30082018-1So dauerte es nicht lange, vielleicht 15 Minuten, ehe die fünf Herren und die bezaubernde Dame mit den endlos langen Haaren auf die Bühne kamen. Die Länge der Haare von Ally ist wirklich beeindruckend. Gedanklich hatte ich direkt hunderte von Fragen parat, wie man mit solch langen Haaren… aber das ist nicht das Thema.

Zu Beginn gab es ein paar kleine technische Schwierigkeiten, die aber ausgemerzt werden konnten. Die Besonderheit bei dieser Gruppe sind nicht im Speziellen die langen Haare, sondern die Art, wie die Violine in den progressiven Metal eingepflegt wird. Das habe ich so auch noch nicht gesehen und gehört.

Überwiegend ist es melodisch und von wenig Gesang geprägt, was Ally the Fiddle mit ihrer Band präsentiert. Aber ihre Einsätze an der Violine ersetzen diesen fast, denn der Fokus beim Zuhören bewegt sich sehr schnell auf den Klang dieses Instruments. Sie kann aber auch singen und das wirklich nicht schlecht.

AllytheFiddle30082018-10Ein anderes Instrument, das ich auch immer wieder bestaunte, war der Chapman Stick, den Rouven spielte. Dieses habe ich zum ersten Mal gesehen und gehört und auch das klingt sehr interessant. Rouven durfte auch ein kurzes Solo präsentieren, ehe es zu einem sehr späten Zeitpunkt an diesem Abend zu einem Duett mit ihm und Ally kam, die bei der Ballade überwiegend gesungen hat und einen sehr guten Abschluss dabei fand, da sie die Violine zum Einsatz brachte.

Viele Stücke waren vom neuen Album „Up“, das am 14. September erscheinen wird. Doch auch auf ältere Lieder wurde zurückgegriffen und dabei gab es auch ein wundervolles ausgedehntes Gitarrensolo.

Die gespielten Songs wirkten generell relativ lang – oder kam es mir nur so vor? Sie werden jedenfalls mal kräftiger und energischer, aber auch mal ruhiger und einfühlsamer gespielt. Somit kann ich aus meiner subjektiven Sicht durchaus sagen, dass die Musik sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Natürlich zeichnet sich progressive Metal ohnehin durch die entsprechend längeren Gitarrenriffs aus, die aber bei Ally the Fiddle häufige Unterstützung durch die Violine erhalten.

Durch diese Kombination erfährt man praktisch eine ganz eigene und sehr individuelle Interpretation dieses Musikstils. Dies gefiel den anwesenden Zuschauern und Fans sehr gut. Die Zeit verflog dabei abermals schneller als man hören und sehen konnte.

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Wann endete der ausgeschweifte Abend eigentlich? Irgendwann gegen Mitternacht war es wohl – ich habe da nicht auf die Uhr gesehen. So endete ein langer Abend mit zwei sympathischen Bands, die musikalisch einiges anzubieten und ganz unterschiedliche Interpretationen ihrer Musik haben.

Konzertbericht zu Otis vom 09.03.2018 aus dem Nachtleben Frankfurt. Der Geheimtipp in Sachen Southern Rock und Blues Rock, der eigentlich nicht so geheim sein sollte

Es war schon ein befremdlicher Freitagabend im Frankfurter Nachtleben. Gerade einmal 11 (das ist kein Tippfehler) Gäste fanden sich ein, um die Band aus Kentucky zu sehen und zu hören. Wie kann so etwas sein, so etwas passieren? Liegt es an der Band, oder der Promotion oder an ganz was Anderem? Es sind vermutlich viele Gründe, die hier zusammenspielen, und leider so ein Ergebnis geliefert haben.

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Bevor ich zum Konzertabend komme, möchte ich meine eigene Erfahrung schildern, denn es ist vielleicht nicht unwichtig, das Ganze im Zusammenhang zu sehen.

Vor einigen Wochen sah ich in den Terminen der Batschkapp, dass am 09. März 2018 eine Band mit dem Namen „Otis“ auftreten wird. Aber viel mehr als ein Bild gab es nicht an Informationen. Das ist schon unvorteilhaft. Also suchte ich nach weiteren Informationen und wurde auf die Schnelle nicht direkt fündig. Auch bei unserem größten Ticketanbieter gab es nur die Informationen über Ort, Datum und Zeit. Keine Bilder, keine Informationen, was die Band spielt. Okay dann mal YouTube. Aber auch hier ist es nicht so einfach, wenn man nur mit dem Begriff „Otis“ sucht. Aber man kann fündig werden und es gibt sogar ein offizielles Video:

Und wenn man weitersucht, findet man sogar noch eines:

Diese Verlinkungen zu Videos fanden sich aber in keiner der Veranstaltungen, nicht nur nicht bei der in Frankfurt. Wenn schon mit Informationen gegeizt wird, hätten sich wenigstens diese Verlinkungen angeboten, damit dem potentiellen Besucher ein Eindruck vermittelt werden kann.

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Ferner fand ich über eine Suchmaschine dann die Website der Band, welche aber auch nicht mit dem Begriff „Otis“ zu finden war, sondern erst mit dem Zusatz „Otis Band“. Dort gibt es dann endlich die ersehnten schriftlichen Informationen, wenn auch auf Englisch und weiterführende Links zu sozialen Netzwerken wie Facebook etc. (Linkliste am Ende des Beitrags)

Ich bin mir nicht im Klaren darüber, wo man hier das größte Versäumnis suchen und finden kann, denn so schwer ist es eigentlich gar nicht, diese Informationen bereit zu stellen.

Sei es die Promotion, das Management oder die Band selbst, wobei sich die Band im hiesigen Frankfurt bereits am Nachmittag in einem großen Laden für Musikequipment präsentierte und darüber noch ein oder zwei Gäste für das abendliche Konzert anlocken konnten.

Otis09032018 (51 von 58)Nun gut, sei es drum, das Vergangene kann man nicht rückgängig aber für die Zukunft besser machen, das steht fest. Ich war nun also tatsächlich der erste Gast des Abends im Kellerclub und war erschrocken über diese Tatsache. Da ich aber schon die musikalische Richtung kannte, und auch diese Art der Musik gut finde, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, direkt eine CD zu kaufen, die anschließend von den Bandmitgliedern auch signiert wurde.

Aber nicht nur das, ich wurde von allen Vier begrüßt und mir wurde gedankt, dass ich gekommen war. Eine persönliche Begrüßung, wow, aber in Anbetracht der Situation verständlich.

Mir bot sich die Möglichkeit mit der Band zu sprechen und wir sprachen auch darüber, dass es wirklich schwierig war an Informationen zu kommen. Also im Vergleich zu anderen Konzerten etc. zu denen es direkt auf der Eventseite usw. Informationen zur Band und deren Musik gibt. Sie entschuldigten sich dafür und waren ob dessen auch selbst sehr unzufrieden. Das kann ich durchaus verstehen.

Otis09032018 (20 von 58)Wir sprachen noch über die Musik, die sie spielen, welchen Einflüssen sie sich bedienen und dass es am Ende eine Mischung aus Southern und Blues Rock ist, die mal mehr in die eine, mal mehr in die andere Richtung tendiert. Sie wirkten auf mich sehr sympathisch und machten einen aufgeschlossenen und freundlichen Eindruck.

So wurde es langsam 20 Uhr und insgesamt fanden sich immerhin 11 Gäste zum Auftritt von Otis. Es waren also mit band und Personal 20 Menschen im Nachtleben, welches bekanntlich auch gut 250 Menschen, mit Personal und Band auch mehr als das, aufnehmen kann.

Die Band legte los und das mit voller Energie. Es begann schön rockig im Stil der Südstaaten, also Southern Rock. Zuerst etwas ruhiger und im Anschluss mit mehr Pepp. Diese Mischung aus zwei Gitarren, die den typischen Klang und das Flair des Southern Rock übertragen war da und gesanglich war es absolut passend.

Otis09032018 (26 von 58)Genauso wird auch der Blues Rock interpretiert. Kraftvoll, mit Energie und dem energischen Gesang mit lauteren und leiseren Parts, die vom Sänger Boone Froggett beherrscht werden. Auch seien Stimmlage passt sehr gut in den Stil des Southern und des Blues Rock.

Hinzu kommen immer wieder längere instrumentale Parts in den Songs vor, die insbesondere durch längere und wirklich schön melodische Parts bestechen. Untermalt werden diese immer wieder durch den kräftigen Bass, der sich insbesondere beim Blues bemerkbar macht und dem Ganzen einen raueren Unterton verschafft.

Es sind wirklich eingängige Melodien und Songs, die die Band spielt und diese laden auch gerne mal dazu ein, dass man die Augen schließt und sich dem Flair des Blues hingibt und ins Träumen verfällt. So ging es mir jedenfalls sehr häufig. Aber ich konnte auch sehen, dass andere Gäste gelegentlich ihre Augen schlossen und sich von der Musik tragen ließen.

Otis09032018 (37 von 58)Wer jetzt glaubt, dass die Stimmung zum Einschlafen gewesen wäre, der irrt. Auch wenn es nur 11 Gäste waren, so zeigten sie sich, vielleicht auch bedingt durch die geringere Anzahl an Besuchern, durchaus lautstark und honorierten die wunderschön melodisch gespielten Songs mit langem Applaus und Jubel.

Apropos Jubel: den gab es auch für den Drummer, als er ein flottes Solo aufs Parkett legte, das sich durchaus hören lassen konnte und durchaus zum Southern und Blues Rock passte.

 

Zwischendurch Steve Jewell Jr. Was er auf Deutsch sagen kann. Relativ wenig, aber darunter waren „Dankeschon“, „Ich liebe Dich“ und ganz wichtig „Schnitzel“. Das brachte nicht nur ihn selbst zum Lachen, sondern auch die Gäste und auch der Rest der Band konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Otis09032018 (12 von 58)Die Mitglieder der Band haben jedenfalls Spaß an der Musik und haben sich auch nicht durch die geringe Besucheranzahl unterkriegen lassen. Sie haben definitiv nicht einfach nur ihr Programm runtergespielt, sondern wirklich großen Einsatz gezeigt. Das machte sie für mich noch sympathischer als ohnehin schon und so verging die Zeit durchaus schneller als erwartet. Sie spielten viele Songs, mal mehr Southern und mal mehr Blues Rock, aber schön zusammenpassend. Es gab auch ein Van Halen Cover. Nach ungefähr 75 Minuten war dann auch schon Schluss.

Nein, nicht wirklich. Nun kommt das absolute Highlight, womit sich die Band gewiss in die Herzen der Gäste gebracht hat. Es wurde nämlich von fast allen gerufen „One more song“ anstelle von „Zugabe“. Und die Band erfüllte diesen Wunsch und spielte auch einen schönen langen Extrasong.

Damit konnte man wirklich nicht rechnen. Ich hätte es auch verstanden, wenn sie dies nicht gemacht hätten. Keiner wäre ihnen an diesem Abend böse deswegen gewesen.

Mir hat es so gut gefallen, dass sehr darauf hoffe, dass sie beim nächsten Mal in Deutschland mit deutlich mehr Besuchern rechnen können. Ein ausverkauftes ist also die Mission für das nächste Mal. „Mission Sold Out @ Frankfurt“ – ich hoffe, dass sich dann so viele wie nur möglich beteiligen werden. #otisbandmissionsoldout

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Linkliste:

Website: https://theotisband.com/

Facebook: https://www.facebook.com/otisheavyblues/

Twitter: https://twitter.com/OtisBand

Instagram: https://www.instagram.com/otisband/

Kurze Informationen zu Otis:

Genre(s):  Southern Rock, Blues Rock

Herkunft:  Glasgow (Kentucky), USA

Gründung:  nicht eindeutig zu ermitteln

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Gitarre:  Boone Froggett

Gitarre:  Steve Jewell

Bass:  John Seeley

Schlagzeug:  Andrew Gilpin

Konzertbericht zu Enemy Inside und Concept Insomnia vom 17.02.2018 aus dem Nachtleben Frankfurt – das erste Konzert von Enemy Inside im vollen Frankfurter Kellerclub

Schon wieder im Nachtleben und erneut gab es wunderbare Musik für die zahlreichen Ohren, die sich an diesem Samstagabend dort versammelt hatten. Es war so voll, wie lange nicht mehr. Aber das war auch verständlich, denn den allerersten Live-Auftritt in der Bandgeschichte von Enemy Inside aus Aschaffenburg, wollten sich viele nicht entgehen lassen. Auch ich nicht, schließlich klang die Beschreibung der Band und deren Musik sehr interessant.

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Doch begonnen hatte der Abend mit einer einheimischen Band aus Frankfurt, die es schon seit 2005 gibt. Bei ihnen ist der Name „Concept Insomnia“ wirklich Programm, denn bei dem Musikstil, den sie spielen, ist schlafen wohl kaum möglich. ConceptInsomnia170218 (6 von 9)Sie spielen Modern Progressive Metal, der sehr melodisch aber auch hart klingt. Starke Riffs, ein tiefer Bass, Solos und guter Gesang mit teils wechselnder Stimmlage sind bei ihnen an der Tagesordnung.

Die gut 40 Minuten ihres Auftritts waren durchaus sehens- und hörenswert. Ein leichter Nebel lag permanent in der Luft und auch das Spiel mit den Lichtern wirkte gut und passend zur Musik, auch wenn es das Fotografieren etwas erschwerte. Spaß hatten die vier Herren jedenfalls und Sänger Luke war auch zwischen den Songs für den ein oder anderen lustigen Kommentar aufgelegt. Ob er wirklich einen Kanal auf YouP**n hat, müsst ihr selbst herausfinden.

Besonders auffallend war für mich Gitarrist Dave, der mit schnellen und gut gespielten Solos an seinem Arbeitsgerät aufwarten konnte. Sowohl er als auch Bassist Phil unterstützen mit gutturalem Gesang bei den Songs, um die Härte, die sie präsentierten, in die Songs mit einzubauen. ConceptInsomnia170218 (5 von 9)Dazu passend ist Drummer Tobi mit seinen Rhythmuswechseln am Schlagzeug immer auf der Höhe.

Die Songs sind eher selten langsamer oder ruhiger, sondern spiegeln den Progressive Metal sehr gut wieder. Dass man dies doch recht gut erkennen, bzw. raushören konnte, lag an der guten Tonabstimmung. Man konnte den Gesang sehr gut hören, was meiner Ansicht nach viel ausmachen kann. Ebenfalls war der Klang der Gitarre schön und mir machte es Spaß zuzuhören. Doch auch anderen Gästen, sogar vielen, machte es sichtlich Spaß und so wurde brav applaudiert, mitgeklatscht und auch das „Hey“ mit Fauststoß war schon zu sehen.

Kurze Informationen zu Concept Insomnia:

Genre(s):  Progressive Metal, Modern Progressive Metal, Melodic Death Metal

Herkunft:  Frankfurt am Main / Altenstadt – Hessen, Deutschland

Gründung:  2005

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Luke

Gitarre:  Dave

Bass:  Phil

Schlagzeug:  Tobi

 

Schnell musste der Umbau auf der Bühne gehen, denn kaum waren Concept Insomnia von der Bühne, schwirrten die Bühnenarbeiter aus, um alles für den allerersten Live-Auftritt von Enemy Inside herzurichten. Es wurde währenddessen sogar noch ein wenig voller im Keller des Nachtlebens, weswegen ich gut und gerne von mehr als 200 Gästen an diesem Abend ausgehen kann. Damit hatte ich nicht gerechnet, muss aber sagen, dass die Resonanz, ob es nun Freunde, Familie, Bekannte oder Interessierte waren, sehr hoch war. Gruppenkuscheln war also inklusive, sozusagen.

EnemyInside170218 (17 von 21)Es dauerte nicht lange, bis die Aschaffenburger auf die Bühne kamen und loslegten. Von Nervosität oder Lampenfieber keine Spur. Oder es wurde gut kaschiert. Von Beginn an fiel Sängerin Nastassja Giulia deutlich auf. Sie ist kleiner als ihre männlichen Bandkollegen, aber bringt ihre Energie durch den Gesang hervorragend unter das Volk. Auch das gewählte Outfit und ihre Optik im Generellen lassen Vergleiche zu einer jungen Doro Pesch durchaus zu. Sie weiß sehr genau, wie sie mit dem Publikum umgehen muss, damit diese ihren Aufforderungen zum Mitklatschen, oder auch zum „Hey“ mit Fauststoß nachkommen.

EnemyInside170218 (10 von 21)Vielleicht war bei allen doch noch ein bisschen Aufregung zu bemerken, doch je länger die Musiker auf der Bühne standen, umso routinierter und befreiter wirkten alle. Das kann aber auch ein rein subjektiver Eindruck von mir sein, der nicht unbedingt stimmen muss, aber die Körpersprache könnte so zu deuten sein.

An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich für gewöhnlich die Songs einer Band nebenbei höre, wenn ich diese Berichte schreibe; doch das geht hier leider nicht. Eine CD ist zwar in Arbeit, aber noch nicht veröffentlicht und YouTube Videos gibt es leider auch noch nicht.

Der musikalische Stil bewegt sich zwischen Hard Rock und Modern Metal. EnemyInside170218 (5 von 21)Wobei die Band ihren Stil als Dark Rock bezeichnet. Ich finde, dass durchaus mehrere Elemente Einfluss nehmen und eine Kategorisierung in ein ganz spezifisches Genre schwerfällt, gar unmöglich ist. Aber es ist gut, wenn sich eine Gruppe aus mehreren Genres und Elementen bedient, denn dadurch wird, je nach Stärke der Einflüsse, ein eigener Stil geprägt. Dadurch fällt es mir schwer, Vergleiche zu anderen Bands zu ziehen. Was nicht negativ ist.

In erster Linie ist es natürlich der Gesang der Frontfrau Nastassja, die mit ihrer kraftvollen und zugleich weiblich sanften Stimme eine ganz besondere Note in die Lieder bringt. Sie kann sowohl weichen als auch harten Gesang abrufen und schafft dies auch im schnellen Wechsel.

EnemyInside170218 (12 von 21)Melodisch ist das Konzept von Enemy Inside durch und durch. Es gab keinen Song, der nicht mit sehr gutem Gitarrenspiel, Riffs und Solos, sowie schönem, dazu passendem Gesang, glänzen konnte.

Was an dem Auftritt der Aschaffenburger nur sehr schade gewesen ist, war, dass dieser aus organisatorischen Gründen, ebenfalls nur 40 bis 45 Minuten dauerte. Doch der Stimmung unter den Gästen tat dies keinen Abbruch, denn sie waren stets mit Stimme, Händen und Haaren da. Wieder einmal musste ich aufpassen, dass ich nicht aus irgendeiner Richtung von wehenden Haaren erschlagen werde. Aber so soll es doch sein. Es hat den Anwesenden so viel Spaß gemacht, dass die Band wenigstens noch eine Zugabe spielen konnte. Das war dann sogar ein Cover, das fast jeder kennen durfte. Und mit „Summer Son“ brachten sie noch einmal so richtig Stimmung in den Keller.

EnemyInside170218 (13 von 21)Es ist wirklich sehr schade, dass sie nicht länger spielen konnten, denn es machte wirklich Freude und Spaß zuzuhören und zuzusehen und, sofern man ein bisschen Platz hatte, mitzumachen.

Ich hoffe sehr, dass die Band bald erneut auftreten wird. Vielleicht in Aschaffenburg? Vielleicht eine CD Release Party? Da möchte ich doch dann bitte sehr früh Bescheid wissen, dass ich dabei sein kann. Enemy Inside haben an diesem Abend gewiss nicht nur mich als neuen Fan hinzugewonnen. Und das T-Shirt, das ich mir gekauft habe, werde ich selbstverständlich mit stolz geschwellter Brust zum nächsten Auftritt von Enemy Inside tragen.

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Foto by Eric van Reem

Kurze Informationen zu Enemy Inside:

Genre(s):  Hard Rock, Dark Rock, Metal, Modern Metal

Herkunft:  Aschaffenburg, Deutschland

Gründung:  2017

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Nastassja Giulia

Gitarre:  Evan K

Gitarre:  Dave Hadarik

Bass:  Dominik Stotzem

Schlagzeug:  Erik Frischkorn

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Konzertbericht zu Ram, Portrait und Trial vom 14.02.2018 im Nachtleben Frankfurt – Drei Mal Metal aus Schweden im Frankfurter Kellerclub

Was macht man an einem Valentinstag, wenn man keine „Valentina“ hat und diejenige, die es hätte werden sollen, einem an diesem Tag eröffnet, dass sie einen nicht mal mehr mit den Hintern angucken wird? Korrekt! Man widmet sich der Liebe zur einzig wahren handgemachten Musik, dem Heavy Metal. Dieser würde mir wohl kaum sagen, dass ich kein Fan mehr davon sein soll.

Ich war wirklich sehr froh an diesem Abend im Frankfurter Nachtleben sein zu können. Zwischen all den vielen Gleichgesinnten, die Leder und Nieten tragen, mit langen Haaren wehen (die ich auch gerne wiederhätte) und damit der Liebe zu dieser Musik ihren Ausdruck verleihen. Dort fühle ich mich wohl, dort bin ich mittlerweile wie zu Hause.

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Was machen eigentlich Schweden, wenn sie nicht gerade neue Möbel entwerfen und dabei Knäckebrot essen? Sie gehen auf Tour und geben Metalkonzerte!

Trial140218 (11 von 11)Es dauerte auch nicht lange, bis die erste Band auf die Bühne kam. Trial eröffnete den Abend und sie spielten klassischen Heavy Metal. Die Soundeinstellungen waren auch ganz okay, nur das Mikrofon des Sängers schien zeitweise etwas zu leise zu sein.

Trial140218 (6 von 11)Schöne kräftige Melodien, energievolle Gitarrenriffs und ein, wenn man ihn gut hören konnte, guter Gesang. In ihren rund 40 Minuten auf der Bühne zeigten sie eine musikalische Geradlinigkeit, die insbesondere durch das Gitarrenspiel geprägt wurde. Der Gesang trägt seinen Teil dazu bei. Linus Johansson, der Sänger, schafft es seiner Stimme abwechslungsreiche Elemente zu geben, die die harten Riffs entweder untermalt oder auch etwas entkräftet.

Die besagte Geradlinigkeit spiegelt sich durch die klassische Heavy Metal Gangart wieder und es finden sich neben den Riffs auch schöne Gitarrensolos. Dabei kann es sogar auch mal etwas ruhiger, also für Heavy Metal Verhältnisse ruhiger, zugehen. Auch diesen Wechsel schaffen die Schweden von Trial140218 (9 von 11)Trial meines Erachtens sehr gut.

Man konnte aber merken, dass diese Band noch nicht so bekannt ist, wie es Portrait oder Ram sind. Dennoch waren sie ein sehr guter Einstieg in den Abend, der den Gästen schon viel Freude bereiten konnte. Viele haben sich angetan gezeigt und sind auch den Aufforderungen zum Fauststoß mit „Hey“ gefolgt und an mancher Stelle flogen schon die ersten langen Haare wirbelnd durch die Luft.

Die Musiker haben jedenfalls sichtlichen Spaß an ihrer Arbeit. Sie stehen nicht nur herum und spulen ihr Programm ab, nein, sie liefern eine kleine emotionale Show, die dem Gesang und der Musik noch zusätzlichen Ausdruck verleiht.

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Genre(s):  Metal, Heavy Metal

Herkunft:  Trollhättan (die Stadt heißt wirklich so), Schweden

Gründung:  2007

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Linus Johansson

Gitarre:  Alexander Ellström

Gitarre:  Andreas Johnsson

Bass:  Andréas Olsson

Schlagzeug:  Martin Svensson

 

Die kurze Pause war schnell vorüber und schon ging es auch weiter mit der nächsten Band aus Schweden. Nun wurde es etwas dunkler, zumindest musikalisch, denn Portrait spielen Dark Heavy Metal. Wobei es sich auch bei ihnen überwiegend um Heavy Metal handelt. Das Dunkle findet sich wohl noch am ehesten bei der etwas tieferen Tonlage einer Gitarre, sowie dem generellen etwas schnelleren Spielstil der Band. Vielleicht aber auch an den Themen, die sie mit ihrer Musik, bzw. den Texten interpretieren.

Portrait140218 (15 von 15)Auf den ersten Hör (anstelle von Blick) könnte man durchaus eine Ähnlichkeit zu Trial feststellen, jedoch hören geübte Ohren deutlich heraus, dass viele Passagen in den Songs von einem wechselnden Rhythmus begleitet werden, die den schnelleren Spielstil wiederspiegeln. Insbesondere macht sich dies bei der Art und Weise, wie das Schlagzeug genutzt wird, bemerkbar.

Portrait140218 (10 von 15)Trotz oder gerade deswegen bleiben die Songs abwechslungsreich, sehr melodisch und werden bei Portrait stärker durch den Gesang von Per Lengstedt geprägt. Dieser versteht es sogar noch besser mit Gesten und Mimik zu arbeiten. Damit kam er sehr gut bei den Gästen an, die zwischen den Songs immer wieder lautstark „Portrait“ skandierten. Dies gefiel den Künstlern auf der Bühne sichtlich.

Es gab wohl kleine Veränderung an der Soundeinstellung, denn ab Portrait waren Instrumente und Gesang deutlich besser und klarer zu hören. Gerade beim Gesang war es nun super, so dass man sich beim Hören der Songs nicht nur auf die starken Riffs und das Gitarren, oder Schlagzeugspiel konzentrieren konnte.

Portrait140218 (11 von 15)Die Musiker und auch Per verstehen es sehr gut die Energie, die sie in die Musik packen auch auf der Bühne wiederzugeben und an die Fans weiterzureichen. Mir persönlich hat der Auftritt von Portrait an diesem Abend sogar am besten gefallen. Vielleicht brauchte ich es einfach ein bisschen härter, aber trotzdem noch melodisch, an diesem Abend. In musikalischer Hinsicht – das versteht sich doch von selbst.

Mir persönlich hat der Gesamtauftritt sehr gut gefallen. Abwechslungsreiche Musik, ein Sänger, der es versteht das Publikum zu ainmieren und natürlich die Zuschauer und Fans, die sich in Eigendynamik zu den Songs übten.

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Genre(s):  Metal, Heavy Metal, Dark Heavy Metal

Herkunft:  Kristianstad, Schweden

Gründung:  2006

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Per Lengstedt

Gitarre:  Christian Lindell

Gitarre:  Robin Holmberg

Bass:  Fredrik Petersson

Schlagzeug:  Anders Persson

 

Erneut eine kurze Pause und wieder war sie kurzgehalten. Doch die Zeit rannte unentwegt davon, so dass man sich zu Beginn des Auftritts von Ram schon etwas über die fortgeschrittene Zeit wundern konnte. Sie betraten um 22:45 die Bühne und damit war das schwedische Heavy Metal Bandtrio komplett. Auch Ram spielen Heavy Metal. Dass sich alle drei Bands durchaus unterscheiden, obwohl sie in der Basis dem gleichen Genre angehören, ist schon sehr faszinierend.

Ram140218 (10 von 10)Es ist für definitiv die Art des Gesangs, die einen großen Unterschied ausmacht. Oscar Carlquist hat eine sehr kraftvolle Stimme, mit der er energievolle tiefe aber auch laute hohe Gesangslagen treffen kann. Gerade die Nutzung der tieferen Gesangslagen spiegelt auch seine Energie wieder, die er in den Gesang legt.

Ram140218 (6 von 10)Auch die grundlegenden Gitarrenriffs prägt sich durch einen meist sehr schnellen Basisriff und einen weiteren melodischeren Teil durch die zweite Gitarre schnell ein. Dabei wechseln sich diese Passagen auch durch den sehr klassischen Heavy Metal Stil ab, was eine interessante Mischung darstellt. Dieser Stil scheint durch fast alle Songs zu gehen, die sie spielten.

Ram140218 (7 von 10)Hierbei kommen auch sehr gut gespielte Solos heraus, die einfach zum Mitmachen verleiten. Und genau das haben die Fans und Gäste zu später Stunde auch getan. Man musste schon aufpassen, dass man ganz vorne nicht von umherfliegenden Haaren erschlagen wird. Ob diese nun von den Musikern oder von den Gästen kamen, spielte dabei keine Rolle. Wehende Haare aus allen Richtungen. Ein toller Anblick.

Ich habe mich vor allem vom Gitarrenspiel eines der beiden Gitarristen in den Bann ziehen lassen. Das war für mich einfach nur faszinierend und so verging die Zeit auch bei Ram schneller als erwartet. Leider musste ich aus zeitlichen Gründen bereits nach ca. 45 Minuten gehen, aber habe mir sagen lassen, dass Ram noch über 20 Minuten auf der Bühne standen; also praktisch den nächsten Tag mit Heavy Metal eingeläutet haben.

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Genre(s):  Metal, Heavy Metal

Herkunft:  Göteborg, Schweden

Gründung:  1999

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Oscar Carlquist

Gitarre:  Harry Granroth

Gitarre:  Martin Jonsson

Bass:  Tobias Petterson

Schlagzeug:  Morgan Pettersson

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Konzertbericht zu Dinosaur Pile-Up und der Frankfurter Band Flood vom 08.02.2018 – Nachtleben Frankfurt – Punkrock, Metal oder einfach nur Grunge

Der kleine aber feine Kellerclub in der Frankfurter Innenstadt, der genau an der Konstablerwache gelegen ist, war das Ziel an jenem Donnerstagabend. Dort bin ich mittlerweile wirklich gerne, denn es ist gemütlich, nicht zu klein oder zu groß und die besondere Nähe zu den Musikern ist etwas sehr Schönes.

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Kurz vor 21 Uhr begann der musikalische Abend mit einer für mich bis dato unbekannten Band aus Frankfurt mit dem Namen „Flood“. Was sie genau spielten und ob sich das auch gut anhört, war mir zunächst nicht so ganz klar. Woher denn auch?

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Ken Young

Die ersten Songs gefielen mir melodisch als auch vom Gesang her und hatten durchaus den Klang von Hard Rock bzw. Metal. Genau meine Welt. Im Nachhinein stellte sich bei der Informationsfindung zu dieser Band heraus, dass sie „Nu Grunge“ bzw. „Post Grunge“ spielen. Grunge ist ohnehin eine Mischung aus Punkrock und Heavy Metal und die bekannteste Band, die diesen Stil prägte war niemand geringeres als Nirvana.

Der Stil von Flood ist meiner Meinung nach näher am Metal, wobei der Gesang von Ken Young in seiner Art etwas mehr an den Hard Rock Bereich kommt. Vielleicht kann man den Stil auch irgendwo zwischen Alice in Chains und Teilen von Disturbed einordnen, was gerade beim Gitarrenspiel von Axel Klein recht deutlich wird. Ken und Axel sind auch jene beiden Mitglieder der vierköpfigen Band, die den Stil prägen. zumindest aus meiner subjektiven Sicht.

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Axel Klein

Die Songs sind durchaus schnell aber haben auch ihre ruhigeren Passagen, in denen auch die Riffs von Axel und der Bass von Alexander Schaefer gut zur Geltung kommen. Auch das ein oder andere Solo war zu hören und zu sehen und dabei war festzustellen, dass Axel seine Arbeit an der Gitarre wirklich überzeugend beherrscht.

Auch wenn an diesem Abend vielleicht nur um die 70 Gäste da waren, hatten sie sichtlich Spaß an ihrem Bühnenauftritt und spielten voller Energie und Lust auf Musik. Auch einen besonderen „Privatfan“ hatten sie, der sich als Arbeitskollege des Drummers H.J. Neumert herausstellte.

Gerne hätte auch ich mehr als nur das übliche Kopfnicken aka Headbangen betrieben, aber eine Blessur am Fuß ließ das nicht wirklich zu.

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Alexander Schaefer

Dafür läuft ihre CD „Birth“, die in Eigenproduktion entstanden ist, bei mir auf dem Rechner rauf und runter. Die Songs auf der CD und die Live-Performance unterscheiden sich in der Qualität kaum voneinander, was ich sehr gut finde. Hilfreich war natürlich, dass der Sound auf der Bühne gut abgestimmt war. So habe ich selbst beim Hören der CD das Gefühl, als würden die Vier auf einer imaginären Bühne in meinem Wohnzimmer stehen.

Vielen Dank auch an die Mitglieder von Flood für die schönen Gespräche nach dem Auftritt – es sind wirklich sehr nette und sympathische Jungs, die in der Musikwelt definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hätten, wie ich finde. Aber vielleicht wird das noch. Ich drücke die Daumen dafür.

Flood Bandpic (1 von 2)
Von links: Ken Young, H.J. Neumert, Axel Klein, Alexander Schaefer

Kurze Informationen zu Flood:

Genre(s):  Nu Grunge, Post Grunge, Metal

Herkunft:  Frankfurt, Deutschland

Gründung: 2013

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Ken Young

Gitarre, Hintergrundgesang:  Axel Klein

Bass:  Alexander „Ali“ Schaefer

Schlagzeug:  H.J. Neumert

Facebook:  https://www.facebook.com/FLOOD.Band.Frankfurt/

Homepage:  https://www.flood-rocks.com/

DinosaurPileUp080218 (1 von 11)Nach den gut 40 Minuten guter Musik von Flood gab es eine kleine Pause mit Umbau- und Aufräumarbeiten auf der Bühne. Ich nutzte die Zeit auch dafür, um meiner Sucht zu frönen und hinaus zum E-Zigarette dampfen zu gehen. Dabei stellte ich fest, dass Treppen ein natürlicher Feind für Menschen mit Blessuren und Fußschmerzen sind. Was nimmt man nicht alles auf sich, um ein bisschen zu qualmen.

Nachdem ich also den beschwerlichen Weg zurück hinunter in den Keller hinter mich brachte (ja okay, ich übertreibe ein wenig 😀 ), dauerte es auch nicht mehr lange bis der Hauptakt des Abends die Bühne betrat. Dinosaur Pile-Up aus dem schönen Leeds in England machten dort weiter, wo Flood aufgehört hatten: mit starker Musik. DinosaurPileUp080218 (10 von 11)Ihr Stil ist aber näher am Punkrock und deutlich näher an Nirvana angelegt, was auch sehr schnell herauszuhören ist.

Aber nicht nur der musikalische Stil ist nahe an Nirvana, auch die Optik des Gitarristen erinnerte mich ein bisschen an Kurt Cobain. Beim Gesang ist es aber nicht mehr ganz so nahe, was mitunter an der höheren Gesangsstimme liegen dürfte.

Die stilistische Mischung aus schnellem Punkrock und etwas langsameren Elementen aus dem Überbegriff alternativem Rock münden bei Dinosaur Pile-Up in einem sehr guten Grunge, der sich aber melodisch vom klassischen Grunge etwas DinosaurPileUp080218 (9 von 11)abhebt und dadurch zum „Post Grunge“ wird.

Sie waren eine gute Stunde auf der Bühne und haben sich durchaus energiegeladen präsentiert, wenngleich es in Sachen Bewegung auf der Bühne eher überschaubar Zuging. Was aber auf der Bühne so ein bisschen fehlte, wurde durch die Fans wettgemacht, denn diese hatten sichtlich Spaß an der Musik und das zeigten sie durch Herumspringen, Mitklatschen, teilweisem Mitsingen und sogar beim Pogen. Ich hatte mich da schön herausgehalten, ein Fuß mit Blessur reicht auch vollkommen.

 

Insbesondere mochte ich das Gitarrenspiel, welches einen angenehmen, relativ tiefen Klang mit sich brachte. Zudem war es melodisch und auch der bass ist durchaus ein Hauptelement in den meistens Songs, der sehr gut herauszuhören ist.DinosaurPileUp080218 (11 von 11)

Wenn man Gefallen am Grunge oder auch an Punkrock hat, dann ist diese Band definitiv ein guter Tipp zumindest einmal in den musikalischen Stil hineinzuhören.

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Kurze Informationen zu Dinosaur Pile-Up:

Genre(s):  Grunge, Post-Grunge, Punkrock

Herkunft:  Leeds, England

Gründung:  2007

Aktuelle Besetzung:

Matt Bigland

Michael Sheils

Jim Cratchley