Irish Folk Rock Abend im Frankfurter Nachtleben am 18.10.2018 mit den Paddyhats und den Scarlet Scallywags. Party- und Feierstimmung waren inklusive.

Bereits im Vorjahr war ich bei den Paddyhats im Nachtleben gewesen und da mir das, was sie machen so gut gefallen hat, wollte ich mir den neuerlichen Auftritt absolut nicht entgehen lassen.

Neues Album, neue Tour und immer noch sehr guter Irish Folk Rock. Dass sie damit erfolgreich sind, konnte auch durch die Besucherzahl an diesem Abend belegt werden, denn diese war deutlich größer, als noch vor einem Jahr. Hatte man noch relativ viel Platz im Kellerclub, so war es in diesem Jahr schon kuschliger.

Zu den Bildern des Abends

Doch es gab noch eine weitere Veränderung; besser gesagt Erweiterung, denn dieses Mal gab es eine Vorband. So wie ich mitbekommen hatte, war das sogar relativ spontan organisiert. So bekamen die Gäste im Nachtleben die Möglichkeit eine neue Band, die kurz vor ihrem ersten CD Release stand, also ihrer Debüt EP, zu sehen und zu hören.

Die Scarlet Scallywags eröffneten also den Abend mit etwas ruhigerem und emotionalem Irish Folk, der eine gute Einstimmung auf die Paddyhats darstellte. Und das nicht nur musikalisch. Die Vier, Benedikt, Patrick (der Bruder von John Schnee), Lea und Bianca, präsentierten sich mit ihrer Musik und sie hatten sichtlich Spaß und Freude dabei. Nach und nach tauten sie auch so richtig auf der Bühne auf und zwischen den Songs wurden die Interaktionen und Gespräche zu und mit den Gästen mehr.

Das sorgte hier und da für zusätzlichen Applaus und gemeinsames Lachen. Dabei zeigte sich insbesondere Patrick, als Spaßmacher, der nicht nur auf Kommentare aus dem Publikum einging, sondern auch ein Improvisationstalent ist. Text vergessen? Kein Problem! Einfach sagen und weitermachen. Menschlich, sympathisch, lustig und ehrlich.

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Ich bin froh, dass genau dieser Song auch auf der EP bei den fünf Titeln dabei ist, denn ich habe diesen tatsächlich schon einige Zeit in Schleife gehört. Ja, die EP gab es schon an dem Abend zu kaufen, obwohl sie erst zwei Tage später offiziell veröffentlicht wurde. Super Sache, dass sie die schon dabeihatten, denn so habe ich diese EP direkt mit den Autogrammen der Band bei mir.

Während der Pause hatte ich zudem noch die Möglichkeit kurz mit Benedikt zu sprechen. Leider nicht mit meinem Namensvetter Patrick, aka John Schnees Bruder. Schließlich haben wir Herbst, der Winter kommt also und da hat er bestimmt sehr viel zu tun. Nein, Spaß bei Seite. Benedikt sprach davon, dass sie sehr froh darüber sind, dass es so kurzfristig mit den Paddyhats geklappt hat, denn ein Auftritt wie dieser im Nachtleben Frankfurt wäre schon eine Nummer größer für sie gewesen. Die Band gibt es seit 2016 und sie haben auch schon in mehreren Clubs in NRW gespielt.

Wirklich sehr sympathische Menschen und ich bin froh, dass ich sie hören und sehen durfte. Wer weiß, vielleicht sieht man sich bald wieder mal. Schön wäre das bestimmt.

Viel Zeit blieb nicht, denn schon während des Gesprächs kamen die Paddyhats auf die Bühne und ich war wieder einmal erstaunt darüber, dass sieben Personen auf der kleinen Bühne Platz finden konnten.

Es ging direkt mit Vollgas, Rauch und Irland Flaggen los; keine Zeit für ein weiteres Aufwärmen. Direkt loslegen waren das Motto und die Devise. So war direkt Stimmung und Party auf und vor der Bühne zu sehen. Schnell wurde es dadurch den Musikern warm, aber auch der Kellerclub wurde wieder einmal langsam aber sicher zu einer wohltemperierten Sauna.

Auffällig war wieder einmal Ian Mc Flannigan, denn ich frage mich, wie viele Outfits er auf einer Tour so dabeihat. Bei einem der ersten Songs „Circus of Fools“ eilte er schnell von der Bühne und kam mit einem Mantel im Stil eines Zirkusdirektors, Hut, Gehstock und Megafon wieder zurück. Es gab noch weitere Songs, bei denen er sich ein entsprechendes sinngemäßes Outfit holte. Irgendwann macht er das bestimmt bei jedem Song.

Es wurde getanzt, gelacht, mitgesungen und wenn man nicht aufpasste, war man spontan Teil einer schunkelnden Reihe. So war es mir passiert. Häufig passierten diese Sachen in Eigendynamik bei den Gästen, aber auch die Aufforderungen Seitens der band funktionierten nach ein paar Übungen sehr gut. Arme hoch, mitsingen und den Donnerstagabend zu einem Samstagabend machen.

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Aber Mia durfte beim Song „Rockstar“ auch mal einen längeren Gesangspart einnehmen, bei dem die Herren nur den Refrain sangen. Mal eine schöne und sehr gut klingende Abwechslung.

Irgendwann später flogen auch einige aufgeblasene Wasserbälle durchs Nachtleben. Passend zum Song „Boys on the Green“. Dieser hat natürlich weniger mit Wasserball, dafür mehr mit Fussball zu tun. Irgendeiner der Gäste in meiner Nähe wollte schon „Will Grigg’s on fire“ anstimmen; kam aber nicht so wirklich durch damit. Die Bälle flogen immer wieder zurück auf die Bühne, aber das hatten die Musiker schon erwartet.

Die Zeit verging bei so viel Party und ausgelassener Stimmung, wie vor einem Jahr, viel zu schnell. Zum Abschluss gab es noch den wohl bekanntesten Song der Band „Barrels of Whiskey“, bei dem die Stimmung nochmals so richtig hochkochte und den Ruf nach einer Zugabe in der Folge laut werden ließ.

So gab es die Zugabe selbstverständlich und zwar mit den Songs „Green Blood“, dem Titelsong des aktuellen Albums, sowie einem der ältesten Songs mit „We are the O’reillys and the Paddyhats“. Wer da am Ende noch Energie hatte und nicht bester Stimmung war, hat gewiss irgendetwas falsch gemacht.

Wiederkommen nach Frankfurt ist Pflicht Paddyhats!

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Jenny & the Mexicats feierten ihr 10jähriges Jubiläum am 02.10.2018 im Nachtleben Frankfurt mit lateinamerikanischer Rockmusik

Wieder war es Zeit für ein etwas anderes Konzert, das ich besuchen wollte. Rockmusik, die mit lateinamerikanischen Rhythmen und Melodien angehaucht ist, das war das Ziel des Abends und es führte mich in das Nachtleben in Frankfurt, das bei meiner Ankunft kurz vor 21 Uhr recht gut gefüllt war.

Wenn es auch sonst eher früher als später losgeht im Nachtleben, war der Konzertbeginn dieses Mal etwas verspätet. Aber das lag mitunter auch daran, dass noch Gäste den Weg in den Keller fanden.

Was die Gäste betraf, war es bunt gemischt und eher der mittlere Altersbereich, der sich zu diesem Konzert einfand. Aber ich erkannte auch viele Menschen mit dem passenden lateinamerikanischen Aussehen für diesen Abend und es wurde auch viel geredet, vor allem spanisch wurde gesprochen.

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Es war irgendwie abzusehen, dass ich die Texte der meisten Songs nicht verstehen werden würde, aber ist das bei Musik so wichtig? Ich finde nicht, denn die Emotionen, die durch die Instrumente und den Gesang an sich übertragen werden, kann man trotzdem erkennen und spüren, gar fühlen.

So genoss ich zumindest die Musik und den schönen Gesang, wenngleich ich keine Ahnung hatte, was da eigentlich gesungen wird. Aber so traurig konnte es nicht gewesen sein, denn die Art der Musik war schon mehr in Richtung „Spaß und Freude am Leben haben“.

Den Spaß an der Musik und am Auftritt hatte insbesondere Jenny, die sehr häufig tanzte und lachte; ja sogar wenn das Mikro vor dem Mund war, sodass man ihr Lachen hören konnte. Sowas ist einfach sehr authentisch und zeigt auch, dass die Musiker ihre Musik leben und nicht nur zum Zweck spielen.

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Aber auch die anderen Musiker an ihren Instrumenten zeigten sich sehr lebhaft und auch während den Songs versuchten sie mit dem Publikum zu interagieren, zu reden, lustige Anekdoten aus ihrer Bandgeschichte zu erzählen. Leider meistens auf Spanisch und nur sehr wenig auf Englisch, weswegen ich eher weniger verstanden habe.

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Wobei Rock wohl nicht ganz so passend ist als Genre. Dieses wird nämlich als Flamenco, Indie Folk und Cumbia angegeben. Okay, gut, ich fand es rockig mit lateinamerikanischen Einflüssen. Und Jenny kann nicht nur tanzen und singen, sondern auch Trompete und Gitarre spielen. Ein Multitalent auf der Bühne mit sehr viel Charme. Ob lauter und energischer, oder etwas leiser und gefühlvoller, auf Englisch oder auf Spanisch.

Mich hat der gesamte Auftritt sehr beeindruckt, denn ich hätte nicht erwartet, dass mir diese Art der Musik doch so gut gefällt. Ich bräuchte nur noch Spanischkenntnisse und ein kleines Feuerchen der Tanzbewegungen wegen. Aber ansonsten war es wirklich ein toller Abend, der den Zuschauern gefallen und Spaß gemacht hat. Gute Musik und Unterhaltung, genau das wünscht man sich und bei Jenny mit ihren Mexicats bekommt man dies auch.

Flash Forward und Blood Command ließen die Gäste am 20.09.2018 im Frankfurter Nachtleben zu gutem alternativen Rock schwitzen

Nachdem ich eher gemütlich als eilig im Frankfurter Nachtleben ankam, hörte ich um zehn Minuten vor 21 Uhr bereits, dass Musik aus dem Keller kommt. Moment! Es sollte doch erst um 21 Uhr beginnen.

Kurz gefragt, wie lange denn schon gespielt wird und als Antwort hieß es dann, dass sie gerade angefangen hatten. Also nichts wie runter und feststellen, dass die Norweger „Blood Command“ bereits auf der Bühne Vollgas gaben.

Direkt zu den Bildern von Flash Forward & Blood Command im Nachtleben Frankfurt

BloodCommand200918-11Die Band hatte definitiv ein wenig Platznot auf der kleinen Bühne. Ihr Equipment war doch reichhaltig, aber das störte sie nicht im Geringsten ihre Show zu liefern. Wenn mal ein bisschen mehr Platz benötigt wurde, kamen die Musiker der Band einfach von der Bühne herunter und mischten sich unter die vielen Gäste des Abends, welche das auch sichtlich begrüßten und gut fanden.

Einer der Gitarristen stand auf einmal vor mir und wir wären fast beim Headbangen / Kopfnicken zusammengestoßen; aber das war schon genial, muss ich sagen.

Die Band spielt eine Mischung aus Hardcore, Punkrock und Deathpop. Ich hätte da so meine Schwierigkeiten dem Sound ein bestimmtes Genre zuzuweisen, aber es rockt schon sehr gut. Dazu kommt, dass die Künstler wirklich großen Spaß dabei haben ihre Musik zu präsentieren und auch die Nähe zu den Fans und Zuschauern zu suchen und zu finden.

BloodCommand200918-10Der Blickfang der Band ist definitiv die 24jährige Sängerin Karina Ljone, die aber nicht nur optisch auf sich aufmerksam macht, sondern auch mit ihrer energiegeladenen Stimme. Diese klingt live übrigens noch besser als auf CD. Nach dem Auftritt kam ich nicht umher, mir von der Band das aktuelle Album zuzulegen und es einige Momente später auch von allen signieren zu lassen.

Zwischen 30 und 40 Minuten standen sie auf der Bühne und gaben alles. Was mir persönlich besonders gut gefiel, war der Kontrast von Karinas Stimme zur musikalischen Gangart. Wobei man auch dazu sagen muss, dass sie sowohl laut und sehr kraftvoll als auch etwas ruhiger singen kann. Die passende Stimme und Gesangslage dafür hat sie allemal. Des Öfteren gibt es aber auch Hintergrundgesang von den Herren, was das ganze Bild und den Klang dieser Band sehr gut umschließt und in der Form zu einem Ganzen macht, das ich so eher noch nicht gesehen und gehört hatte. Ähnliches mit Sicherheit. Das hier so aber noch nicht.

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Die Temperaturen stiegen im Kellerclub bereits an und die Lüftung kam einfach nicht nach. So war es eine angenehme Sache, während der Pause nach Blood Command frische Luft schnappen gehen zu können.

Nachdem auf der Bühne ab- und aufgebaut wurde, kamen die Jungs von Flash Forward auf die Bühne und da waren Applaus und Jubel schon groß. Sinngemäß hieß es nun bei jedem Song ausrasten und Party machen. So zumindest würde ich das von außen betrachtet beschreiben, denn es wurde viel mitgesungen, mitgeklatscht, getanzt – sofern Platz dafür war – und vor allem geschwitzt.FlashForward200918-5

Die Musiker waren von Beginn an auf einer Wellenlänge mit ihren Fans und den Gästen im Nachtleben. Ihr alternativer Rock zeigt sich durch einprägsame Riffs und Melodie, die manchmal etwas härter und schneller ausfällt. Der Stil an sich ist jedoch stets erkennbar und bewegt sich auf, bzw. um eine Linie herum. Mal etwas schneller und lauter und manchmal etwas langsamer, ruhiger und gefühlvoller.

FlashForward200918-4Auch wenn sie leicht gesundheitlich angeschlagen waren, hinderte sie das keineswegs daran, 100% und mehr zu auf der Bühne zu zeigen. Passend dazu erwähnten sie, dass die Temperaturen im Kellerclub absolut dafür geeignet sind, um die Viren loszuwerden. In gewisser Weise hatte es auch etwas von einem Saunaclub. Es stand die Frage im Raum, wer den nächsten Aufguss machen würde.

Es sind diese kleinen Anekdoten zwischen den Songs, die sehr gut zeigen, dass es die Mitglieder der Band durchaus sehr gut verstehen mit dem Publikum umzugehen und dabei sowohl lustig als auch ernst sein können. So machte nicht nur die Musik Spaß, sondern auch das Miteinander an diesem Abend.

Ein wirkliches Highlight war ein Akustiksong, der unplugged von Stefan zwischen den sitzenden Fans gespielt wurde. Das Animieren zum Mitsingen der Gäste funktionierte auch hier tadellos. Teilweise wurden einige Textpassagen nur von den Fans gesungen. Anfangs noch etwas leise und wie Stefan anmerkte, noch zu schüchtern. Aber je weiter der Song fortschritt umso lauter wurde der Gesang der Menschen um Stefan herum. Es hat nur ein Lagerfeuer gefehlt. Dann wäre die Situation wie gemalt gewesen.FlashForward200918-8

Die Zeit lief schnell davon, aber es machte auch Spaß dem ganzen Treiben auf und vor der Bühne zuzusehen. Und am Ende wurde die band auch nicht einfach so gehen gelassen. Nein, die Zugabe wurde gefordert und auch von der Band mit zwei weiteren Songs erfüllt. Und beim obligatorischen Bild der band von der Bühne aus stand erneut die Frage im Raum, wer den nächsten Aufguss macht. Saunafeeling im Kellerclub Nachtleben.

Nach dem Auftritt waren beide Bands noch am Fanartikelstand und unterhielten sich angeregt mit den Gästen und Fans. Ob nun aus Norwegen, wie Blood Command, oder aus dem Ruhrgebiet; die Musiker beider Bands zeigten sich auf eine sehr sympathische Art ihren Gästen und Fans gegenüber. So klang der Abend langsam mit Gesprächen zwischen Künstlern und ihren Fans aus und es schien als wären alle mit dem Abend zufrieden gewesen.

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Die Südstaaten Country Rocker von High South brachten am 18.09.2018 ihr besonderes Flair in das Nachtleben Frankfurt

Wer mich kennt, kann sich durchaus wundern, dass ich mir Country anhöre und auch ansehe, wenn es möglich ist. Dazu muss ich sagen, dass mir diese Art der Musik sehr gefällt und zudem verfolgt sie mich schon seit Ewigkeiten, denn fast jedes PC oder Konsolenspiel, das mit Eisenbahnen zu tun hat, beinhaltet exakt dieses Genre. Es gibt einfach nichts, das mehr dazu passt.

Das Publikum im Nachtleben war an diesem Abend etwas älter als es sonst der Fall bei meinen Besuchen dort ist, aber das mag wohl auch daran liegen, dass die musikalische Note der Band häufig von den 1970er Jahren geprägt ist.

Aber kaum standen die drei Herren aus Nashville auf der Bühne, spielte das Alter so überhaupt keine Rolle, denn die Musik, die gespielt wurde, kam sehr gut an. Jeder der drei kann singen und Gitarre spielen. Hinzu kommt der Einsatz der Mundharmonika, der dem Auftritt immer wieder eine ganz besondere und spezielle Note gegeben hat.

Ein paar Bidler des Abnds: High South Nachtleben Frankfurt 18.09.2018

HighSouth180918-3Ich persönlich mag dieses Instrument, also die Mundharmonika sehr. Vor allem, wenn sie so gut und genial gespielt wird. Es gab mehrere Songs, bei dem mich dieser Part stets an die benannten Spiele erinnert hat, denn die Songs in jenen klingen einfach genauso. Sehr genial war schließlich der Song „Til the wheels fall off“, denn bei diesem spielte Jamey Garner die Mundharmonika so genial, dass deutlich zu erkennen war, dass er einen Zug imitierte. Gänsehaut pur für mich und Begeisterung noch dazu.

Insgesamt sind die Songs geprägt von Geschichten über das Leben, die Freiheit und natürlich auch die Liebe. Hin und wieder gibt es da leichte Ausreißer, wie zum Beispiel das Darstellen vom Kiffen. Aber das konnten sie sehr charmant und auch lustig rüberbringen. Die Gäste waren jedenfalls amüsiert und applaudierten. Übrigens war der Applaus nach jedem Song sehr ausgiebig und laut. Genau, wie es die Band auch verdient hat.

Dieser Südstaaten Country lädt förmlich zum Träumen und Genießen ein. Lässt man sich darauf ein und schließt die Augen, kann man sich durchaus in einer sonnigen wüste wiederfinden oder eben in einem typisch amerikanischen Country Club.HighSouth180918-9

Dass die Zeit bei so einer schönen Musik schnell vergeht, muss man eigentlich nicht erwähnen. Viel interessanter war es, dass der Auftritt aus zwei Teilen bestand, der von einer rund 15minütigen Pause unterbrochen wurde. Diese gehörte natürlich dazu, schließlich dürfen sich die Musiker auch mal eine kleine Atempause verschaffen.

Auch die rund 100 Gäste empfanden die Pause als sehr angenehm, denn es wurde mit der Zeit im Kellerclub wärmer und wärmer. Doch auch der zweite Teil des Abends war genauso schön wie der erste. Es war gewiss ein Auftritt, bei dem man auch sehr gut entspannen und abschalten konnte.

HighSouth180918-5Sehr gelungen war auch ein unplugged Song der Band, für den sie von der Bühne herunterkamen und direkt vor den Gästen spielten und sangen. Es klang mindestens genauso gut, wie verkabelt auf der Bühne. Der Sound der Mundharmonika gefiel mir bei dem Song übrigens noch einen Tick besser.

Ich bin nach diesem Abend definitiv ein Fan vom Mundharmonikaspiel von Jeremy Garner, denn das habe ich in dieser Form bisher noch nicht live gesehen.

Und so vergingen die gut zwei Stunden der wundervollen Musik, die einen für den Moment in eine andere Welt oder Zeit entführen konnte.

 

 

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Frau Ruth und Stillstand eröffneten mit Punkrock, guter Laune und Pogo auf der Tanzfläche den Start ins Wochenende am 07.09.2018 im Nachtleben Frankfurt.

Punkrock ist etwas, das ich selbst gerne mal als Abwechslung höre und mir dementsprechend auch ansehe. Zwar kannte ich nun keine der beiden Bands, die am vergangenen Freitag in der Batschkapp auftreten sollten, aber manchmal macht genau das den Reiz aus.

Bilder des Abends: Frau Ruth und Stillstand im Nachtleben Frankfurt – 07.09.2018

So fand ich mich kurz vor Beginn um 21 Uhr mit einigen anderen Menschen im Kellerclub ein. Schätzungen sind immer schwierig. Ich hätte natürlich auch durchzählen und jedem Anwesenden einen Zettel mit einer Nummer geben können, aber um die 80 Menschen insgesamt werden definitiv anwesend gewesen sein.

Nicht zu wenige und nicht zu viele Menschen. Und das war auch gut, denn als sich die Offenbacher Gruppierung „Frau Ruth“ auf der Bühne breitmachte und den Abend musikalisch einläutete zeigten die Anwesenden nach anfänglicher Schüchternheit, dass sie gewillt waren zu tanzen, zu pogen – kurz gesagt: zu feiern.FrauRuthStillstand070918-10

Zur FrauRuthStillstand070918-8Gitarre und zum Bass, sowie Drums und Gesang, gesellte sich hin und wieder auch eine Posaune und Keyboard. Gerade bei der Posaune fragte ich mich, ob das überhaupt zusammenpasst. Ich meine, Punkrock und Posaune? Geht das? Ja! Es geht und man konnte sie sogar relativ gut hören.

Insgesamt zeigten sich die Offenbacher sehr spielfreudig und forderten auch zum Mitmachen und vor allem Pogen auf. Die Menschen machten sehr gerne mit und hatten sichtlichen Spaß dabei. Doch auch die Band war mit Eifer dabei; insbesondere der Sänger und Gitarrist sprang über die Bühne, als gäbe es kein Morgen mehr.

Punkrock ist für mich etwas schwieriger zu beschreiben als die Genres Hard Rock bis Metal. Aber der Klang war klar, erinnerte mich an Bands, deren Namen mir nicht einfallen wollen. Passt vielleicht die Bezeichnung deutscher Standard Punkrock? Ich denke mal, dass man die Texte auch schnell aufgreifen und mitsingen könnte. Dennoch gab es auch Songs, die sich melodisch abhoben, da sie etwas ruhiger oder mit anderen Begleitinstrumenten gespielt wurden.

Den Gästen gefiel es jedenfalls so gut, dass die Band eine Zugabe geben durfte und damit über die rund 45 Minuten hinauskamen.

Der Auftakt war gelungen und es folgte eine kurze Umbaupause für den Hauptakt aus dem Odenwald. Wie lange die Pause dauerte, weiß ich gar nicht mehr, denn ich habe nicht wirklich darauf geachtet.

Aber dann war es soweit und die Band kam auf die Bühne. Stillstand! Und der Name ist absolut nicht Programm. Zum Glück, sonst wäre es komisch geworden. Aber es zeigte sich von Beginn an, dass die Band einen anderen Punkrock Stil spielt, als zuvor Frau Ruth.

Rein vom Hören würde ich sogar sagen, dass sie schon eine Annäherung in Richtung Hard Rock in ihrem Stil eingebaut haben. Es hatte für mich nicht diesen klassischen Standard Punkrock Stil, den ich zuvor bei den Offenbachern hörte.

Die Gäste, die schon aufgewärmt waren, sei es durch das Mittanzen bei Frau Ruth oder dem ein oder anderen Getränk an diesem Abend, feierten bereits die ersten Songs mit Klatschen und Pogo richtig mit. Da musste ich schon teilweise aufpassen, dass ich unverletzt aus dieser Nummer würde rauskommen (was mir auch gelang).FrauRuthStillstand070918-37

Auffallend war für mich auch, dass insbesondere der Sänger die Nähe zu seinen Gästen suchte. Sei es durch das Sprechen zwischen den Songs oder dem sehr nahe am Rande der Bühne stehen. Abklatschen und anstoßen mit den Fans war ebenso willkommen.FrauRuthStillstand070918-39

Irgendwie schon eine sehr coole Sache, finde ich. Zeigte es doch die Lockerheit, die an diesem Abend insgesamt dargeboten wurde. Ob von Seiten der Band oder den Fans, da machten einfach alle mit.

Für einen Song gab es auch einen Gastsänger, der aus dem Publikum dazukam und später bei dem Cover von Blietzkrieg Bop der Ramones, konnte sich auch der jüngere Bruder des Schlagzeugers beweisen. Zwar hatte er kleine Startschwierigkeiten, aber sobald es losging, war er voll in seinem Element, so wie auch der Rest der Band.FrauRuthStillstand070918-31

Überhaupt schienen die Odenwälder sehr viel Spaß an ihrem Auftritt im kleinen Kellerclub Frankfurts gehabt zu haben. Dies zeigte ihre Ausstrahlung auf der Bühne, die Späße, die sie mitmachten und nicht zuletzt die Musik. Ach ja, das wollte ich an dieser Stelle dann auch noch erwähnen: Ich selbst komme auch aus dem Odenwald. Aber das ist schon lange her mittlerweile. Mittlerweile habe ich tatsächlich schon mein halbes Leben in Frankfurt verbracht. Eine Randnotiz sozusagen.

Wie bereits erwähnt, hat die musikalische Auslegung schon eine etwas härtere Note, die mir übrigens genau deswegen sehr gut gefallen hat, ist aber ansonsten noch als Punkrock sehr gut zu erkennen.

Leider konnte ich nicht das volle Konzert bis zum Ende miterleben, denn am Folgetag gab es schon wieder frühe Verpflichtungen, aber die Jungs von Stillstand können gerne nochmal wiederkommen. Ihr Auftritt war in meinen Augen stark, gelungen und machte im kleinen Keller absolut Spaß. Andere Menschen würden wohl von Ekstase sprechen, jene, die auch beim Pogen mitgemacht haben. Zu denen gehörte ich nicht.

Und doch war es ein guter Start in dieses Wochenende. Zwanglos mit Spaß und recht guter Musik.

Ally the Fiddle & Canterra im Nachtleben Frankfurt. Zwei Bands mit interessantem Kontrast. Konzertbericht vom 30.08.2018

Es wurde mal wieder Zeit für Live Musik und der Kellerclub Nachtleben in der Frankfurter City eignet sich für den Einstieg in die neue Clubkonzertesaison hervorragend.

Gegen 20:30 angekommen hatte ich erstmal das Vergnügen mit Bekannten zu sprechen und so verstrich die Zeit bis zum Konzertbeginn doch recht schnell. Voll war es gegen 21 Uhr nicht, als Canterra aus Leipzig den Abend einläuteten.

Bilder: Ally the Fiddle & Canterra am 30.08.2018 – Nachtleben Frankfurt

Obwohl die Band bereits im Jahr 2006 gegründet wurde und schon zwei Mal zu Gast in Frankfurt war, kannte ich sie bisher nicht. So ließ ich mich also überraschen, was mich musikalisch erwarten würde.

Eine ganze Stunde durften sich Canterra auf der Bühne austoben. Sie spielen Symphonic Gothic Metal und haben mit Korinna eine Sängerin, die die harten Riffs und Klänge der Musik etwas entkräftet und teilweise eine vergleichsweise sanfte Art in die Musik hineinbringt. Dies wurde insbesondere beim Song „My Heart“ sehr eindrucksvoll präsentiert. Dieser ist insgesamt etwas ruhiger und eher eine Ballade.Canterra30082018-4

Ihr Stil hat mich durchaus an das frühere Nightwish erinnert. Zu den harten Riffs und Solos wirkt ihr Gesang beinahe operngleich. Der Kontrast ist also gegeben und macht Canterra, meines Erachtens nach, zu einer sehr guten Band in diesem Genre, denn man kann die Lead Guitar und auch Korinnas Stimme gut wiedererkennen.

Auch wenn es nicht voll war im Nachtleben, war es zu Beginn gut gefüllt mit knapp 100 Menschen. Die Bandmitglieder haben durchaus Vollgas gegeben. Man konnte ihnen das insbesondere daran ansehen, dass sie häufig ihre Positionen wechselten, die Nähe zum Publikum suchten und einfach mal auf der Bühne an ihren Instrumenten abgingen.

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Für mich persönlich ist die Musik von Canterra genau mein Fall. Sehr guter und harter Metal mit schönen Riffs und gelungenen Solo Einlagen, sehr gutem Gesang, der den Symphostil unterstreicht und Kontrast hineinbringt. Dazu kommt, dass es sehr melodisch ist, was für mich ein sehr wichtiger Faktor im Metal allgemein ist. Canterra bringen genau das mit und so kam ich nicht drum rum mir ihr Album „First Escape“ zu kaufen.

Die Stunde verging übrigens recht schnell und ich war auch überrascht, dass sie so lange spielen durften. Aber umso besser, so gab es den Abend mehr Live Musik – sehr gut.

Eine wirkliche Umbaupause war es im Anschluss nicht, da die meisten Sachen auf der Bühne geblieben sind. So war die Unterbrechung auch nicht besonders lange. Es war aber schon abzusehen, dass die angekündigte Eventdauer, die bis 23 Uhr vorgesehen war, definitiv überschritten werden würde.

AllytheFiddle30082018-1So dauerte es nicht lange, vielleicht 15 Minuten, ehe die fünf Herren und die bezaubernde Dame mit den endlos langen Haaren auf die Bühne kamen. Die Länge der Haare von Ally ist wirklich beeindruckend. Gedanklich hatte ich direkt hunderte von Fragen parat, wie man mit solch langen Haaren… aber das ist nicht das Thema.

Zu Beginn gab es ein paar kleine technische Schwierigkeiten, die aber ausgemerzt werden konnten. Die Besonderheit bei dieser Gruppe sind nicht im Speziellen die langen Haare, sondern die Art, wie die Violine in den progressiven Metal eingepflegt wird. Das habe ich so auch noch nicht gesehen und gehört.

Überwiegend ist es melodisch und von wenig Gesang geprägt, was Ally the Fiddle mit ihrer Band präsentiert. Aber ihre Einsätze an der Violine ersetzen diesen fast, denn der Fokus beim Zuhören bewegt sich sehr schnell auf den Klang dieses Instruments. Sie kann aber auch singen und das wirklich nicht schlecht.

AllytheFiddle30082018-10Ein anderes Instrument, das ich auch immer wieder bestaunte, war der Chapman Stick, den Rouven spielte. Dieses habe ich zum ersten Mal gesehen und gehört und auch das klingt sehr interessant. Rouven durfte auch ein kurzes Solo präsentieren, ehe es zu einem sehr späten Zeitpunkt an diesem Abend zu einem Duett mit ihm und Ally kam, die bei der Ballade überwiegend gesungen hat und einen sehr guten Abschluss dabei fand, da sie die Violine zum Einsatz brachte.

Viele Stücke waren vom neuen Album „Up“, das am 14. September erscheinen wird. Doch auch auf ältere Lieder wurde zurückgegriffen und dabei gab es auch ein wundervolles ausgedehntes Gitarrensolo.

Die gespielten Songs wirkten generell relativ lang – oder kam es mir nur so vor? Sie werden jedenfalls mal kräftiger und energischer, aber auch mal ruhiger und einfühlsamer gespielt. Somit kann ich aus meiner subjektiven Sicht durchaus sagen, dass die Musik sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Natürlich zeichnet sich progressive Metal ohnehin durch die entsprechend längeren Gitarrenriffs aus, die aber bei Ally the Fiddle häufige Unterstützung durch die Violine erhalten.

Durch diese Kombination erfährt man praktisch eine ganz eigene und sehr individuelle Interpretation dieses Musikstils. Dies gefiel den anwesenden Zuschauern und Fans sehr gut. Die Zeit verflog dabei abermals schneller als man hören und sehen konnte.

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Wann endete der ausgeschweifte Abend eigentlich? Irgendwann gegen Mitternacht war es wohl – ich habe da nicht auf die Uhr gesehen. So endete ein langer Abend mit zwei sympathischen Bands, die musikalisch einiges anzubieten und ganz unterschiedliche Interpretationen ihrer Musik haben.