*News* „The Ballad Singer“ – Erstes Making Of-Video zum narrativen Fantasy-Game

Das ehrgeizige Fantasy-Game „The Ballad Singer“ wird ab dem 27. September 2018 für Windows & Mac über Steam (Early Access) verfügbar sein. Die endgültige Spielversion ist als Patch für November 2018 geplant. Auf dem offiziellen YouTube-Kanal können Sie sich – sofern nicht schon geschehen – das erste Making Of-Video ansehen:

Weitere Episoden folgen in Kürze.

Das „erzählerische Grafikerlebnis“ des italienischen Entwicklers Curtel Games wurde von Rollenspielen, Bilderromanen und Spielbüchern inspiriert und lädt Spieler dazu ein, ihren eigenen Weg einzuschlagen. Dadurch werden herausfordernde, packende Geschichten erzählt, in denen Entscheidungen und Konsequenzen einen direkten Einfluss auf das Schicksal der Spieler haben. The Ballad Singer_Art_02

„The Ballad Singer“ bietet eine Fantasy-Geschichte, die erst noch geschrieben werden muss. Die Welt verändert sich und reagiert auf die Aktionen des Spielers, wobei jede Entscheidung einen Einfluss darauf hat, wie sich die Geschichte entfaltet. Dies erlaubt es den Spielern bis zu 1.700 Geschichten und 40 verschiedene Enden zu erleben. Jede einzelne Entwicklung und jede Nebengeschichte wird während des Abenteuers in diesem Fantasy-Universum vollständig erzählt und illustriert.The Ballad Singer_Art_01

„The Ballad Singer“ wird ab dem 27. September zum Preis von 19,99 Euro auf Steam erhältlich sein: https://store.steampowered.com/app/907380/The_Ballad_Singer

10 Jahre World of Warcraft. Wie man einfach nicht ganz davon loskommt. Meine kleine (Charakter)Geschichte aus 10 Jahren

Vor ungefähr 10 Jahren begann meine Reise durch Azeroth. Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen:

Krank zu Hause und vor der Glotze sitzend, kam da diese Werbung mit einem gewissen Mr. T, der seine Rede mit der Frage beendete „Und was spielst Du?!“. Nun, ich hatte darauf keine Antwort und aufgrund meines Krankheitszustands fantasierte ich mir zusammen, dass der gute Mr. T aus dem Fernseher heraussteigen könnte…

Soweit wollte ich es dann nicht kommen lassen und hab mir dann mal das Spiel zugelegt. Ohne Plan und Ahnung saß ich dann nach der Installation vor der ersten wichtigen Entscheidung: Welche Fraktion, welches Volk, welche Klasse?

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Mir hätte da aber schon jemand sagen müssen, dass man als M A G I E R den Stock in der Hand nicht unbedingt zum permanenten Verprügeln seiner Gegner zu benutzen hat. Das war tatsächlich so. Außer dem Kloppen mit dem Stock hatte ich ja nichts Anderes in der Aktionsleiste. Es war also nicht weiter verwunderlich, dass mir das nach kurzer Zeit zu öde wurde und ich das Spiel wieder habe links liegen lassen.

Einige Wochen später kam das Thema „WoW“ dann woanders auf und da gab es dann die pure Entrüstung als ich sagte, dass ich ja auch einen Magier, so einen Untoten, habe. Nein, um Gottes Willen, Du MUSST für die Allianz spielen; dort wo wir auch sind. Auf Nozdormu.

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Größtenteils war ich dann in dieser Welt auch wieder alleine unterwegs, aber eben nicht permanent. Überfordert war ich trotzdem immer noch von dem Ganzen. Schutz, Furor, Waffen, Talente, Werte?! Was bitte will das Spiel von mir? Ich lief tatsächlich herum wie ein bunter Vogel, was die Attribute betraf. Ja, ein Krieger mit Manareg und Intelligenz. Natürlich kann man nun sagen „ja, das brauchen Krieger auch“ – so gesehen nicht ganz falsch, was?

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Irgendwann, bei Level 40 ungefähr, brach ich erneut ab, da mir das ein weiteres Mal zu undurchsichtig wurde. Aber kurz vorher gab es noch ein Erlebnis, das ich bis heute noch weiß. Es war wohl relativ zum Ende des AddOns „Burning Crusade“. Okay, ich traf auf eine Spielerin, die mir ein wenig erklärt hatte. Dies und das und jenes. An einem Tag meinte sie aber, dass sie unbedingt irgendwohin muss, da es dort eine neue Tasche gibt. Tasche? Handtasche womöglich? Bitte was? Heute weiß ich, dass es sich um die Dolche und Giganta handelt. Shattrath.

Irgendwann kam dann auch das nächste AddOn heraus, das den Titel „Wrath oft he Lich King“ trug. Joa, also der Kerl da auf dem Titelbild war schon richtig Metal. Vielleicht einer der Gründe, warum ich dann doch weitergemacht habe.

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„Du musst Inis laufen, Du brauchst diese Teile.“ Aha okay – der Chef dieser Gilde hat mehr Plan als ich gehabt und mir wirklich sehr viel erklärt. Es ging also für mich los. Als Tank. Gleich so eine wichtige Rolle. Das lief anfangs eher schlecht als recht, aber mit der Zeit habe ich es dann hinbekommen.

Ich hatte also Blut geleckt, viel davon, sehr viel. So begann dann meine aktivere Zeit. Der Gildenchef, der seiner Zeit als Hexenmeisterin Finala in der Gilde „Ancient“ unterwegs war, hatte leider nicht immer die Zeit. Verständlich, da er sich in einer Progress Raidgilde aughielt. So passierte der erste Gildenwechsel mit gleich mehreren Leuten.

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Apropos Cheffe. Ganz amüsant war, dass er aus derselben Stadt kam. Wir wurden mit der Zeit auch außerhalb des Spiels sehr gute Freunde und das hat bis heute bestand, auch wenn er mittlerweile woanders ist.

Das Raiden begann. Oh Naxxramas. Der „Haigan Dance“ – na, wer kennt ihn noch? Anfangs habe ich diesen Boss gehasst, wie die Pest. Aber irgendwann hat man die Routine drin und kann die Abfolge auswendig. Es hatte tatsächlich mit den Leuten sehr viel Spaß gemacht. Keine Progress Raidgilde, aber man konnte etwas erreichen, was ich damals natürlich sehr toll fand.

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Nachdem sich meine Schamanin, mit dem Namen „Talesca“ (das wird später noch wichtig), als wahrer Glückspilz erwiesen hatte, war es tatsächlich auch so, dass ich mit diesem Charakter mit der Spezialisierung „Heilung“ meine ersten heroischen Bosse zerlegt hatte. Das war schon spaßig.

Zum Cataclysm Wechsel hatte ich eine erzwungene Auszeit und im Nachgang keine Lust auf meinen Krieger. Das Schurkengerät hatte mir zuletzt so gut gefallen, dass ich für eine Weile genau dieses als meinen Hauptcharakter spielte. Aber wirklich nicht lange. Das Experiment der eigenen Gilde schlug fehl. „In Vino Veritas“ verabschiedete sich schneller, als ich schauen konnte.

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Aber ich wollte dann doch wieder zum Krieger zurück. Aber definitiv nicht als Mensch. Die Draenei, insbesondere die weiblichen, hatten auf mich eine magische Anziehungskraft. Also war mir klar, was bei dem Volkswechsel herauskommen sollte: Draenei, weiblich.

Auf der einen Seite wollte ich einen Teil des alten Namens jedoch behalten. Es blieb das „Mel“ übrig. Aber die ersten Namen, die mir so einfielen, waren schon vergeben. Nun kam Talesca ins Spiel. Ich probierte einfach die Endung „esca“ aus und siehe da, das klappte. Nun hatte ich eine Talesca und eine Melesca.

In der Folgezeit führte es dazu, dass ich sämtliche Charaktere, die Draenei werden können, auch zu Draenei gemacht habe. Selbstverständlich weiblich. Man(n) möchte ja etwas zum Gucken haben, wenn man schon so lange vor der Kiste sitzt.

Für euch mal eine Auflistung mit Link zum Arsenal:

Melesca – Kriegerin

Talesca – Schamanin

Hellesca – Todesritterin

Kalesca – Jägerin

Selesca – Magierin

Silesca – Paladin

Sulesca – Priesterin

Chilesca – Mönch

Weitere Charaktere, die keine Draenei sind:

Haeredes – Dämonenjägerin

Mîreille – Schurkin

Fiovilia – Druidin

Talyndra – Hexenmeisterin

Nach einem kurzen Ausflug in die Gilde „natus iterum“ ging es ein weiteres Mal mit dem guten Kollegen in eine Gilde zusammen. „enProgresso“ und der Name war größtenteils Programm. Aber gegen Ende des AddOns verlief es sich erneut und auch ich nahm mir eine Auszeit von diesem Spiel.

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Erst kurz vor Pandaria kam ich wieder zurück, hatte noch ein paar Raids und zu Pandaria eine neue Gilde „Service not available“. Gute acht Monate lief es sehr gut und auch die Qualität der Spieler war so gut, dass wir zügig durch die Raids kamen. Zwar mit ein paar Startschwierigkeiten, aber der Kader nahm Formen an. Es kam aber mit der Zeit zu Spannungen innerhalb der Gemeinschaft, weshalb ein sehr großer Teil, darunter auch ich, kehrtmachten und mit „Rebirth“ neu starteten. Da wir fast den kompletten alten Kader zur Verfügung hatten, lief es auch sehr gut. Qualitativ konnten wir sogar noch zulegen.

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Es war in beiden Gilden lustig und zugleich ernsthaft. Eine tolle Mischung, die in meiner Rebirth Zeit zur besten Zeit meiner WoW Laufbahn wurde. Menschen, mit denen man richtig viel Spaß haben und auch noch etwas erreichen konnte. Gespräche, die zumeist mitten in der Nacht erst endeten. Wir hatten die Raids in Pandaria gut im Griff und fanden uns immer wieder auf den guten Gildenrängen wieder. Ja gut, dass Server, wie Nozdormu, mit der Zeit ausstarben, dafür konnten wir nun wirklich nichts. Aber bis heute blieb mir auch von hier eine Person erhalten, mit der ich mich gut verstehe. Legolas (die Sonderzeichen lasse ich mal weg) – oder aber Mister Jäger Worg. Es ist gut, wenn man auch andere Themen hat, über die man so sprechen kann.

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Häufig habe ich mich, ob dieser Tatsache, durch die Raids gezwungen und irgendwann war es dann zu Ende. Das war so Anfang bis Mitte 2015. Seither schaue ich regelmäßig ins Spiel hinein, habe aber nicht mehr vor so viel wie früher zu spielen.

Das aktuelle AddOn „Battle for Azeroth“ hatte ich mir schon im Vorfeld zugelegt. Dabei noch ein wenig in Draenor für den ein oder anderen Erfolg gearbeitet aber nicht mehr zwingend auf das Raiden geschaut. Zudem bin ich zu einer aktiven Gilde, in der sich noch ein paar Bekannte befinden, gewechselt. „Lux Aeterna“

Dort bin ich zumindest nicht alleine und bin auch nicht unbedingt gezwungen zu raiden usw. Denn ich habe für mich festgestellt, dass mir doch schnell langweilig wird im Spiel, obwohl die Story mal wieder sehr interessant gestaltet ist.

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Meine Interessen haben sich jedoch völlig verlagert. Was man an meinem Blog unschwer erkennen kann. Ich möchte einfach keine Verpflichtung eingehen, sondern viel mehr einfach nur ein bisschen spielen, wann mir danach ist. Dass dazwischen immer wieder größere Pausen liegen, ist dabei völlig in Ordnung. Ein „Casual“ zu sein reicht auch völlig aus, bei dem was die Entwickler an Möglichkeiten anbieten, die Raids trotzdem sehen zu können. Wenngleich man da kaum Expertisen benötigt und sich häufig mit einem Hammer auf den Kopf schlagen könnte, wenn man sieht, was da andere Mitspieler so kurioses treiben.

Aber wozu aufregen? Dann lieber ausschalten und sich an anderen Dingen des Lebens erfreuen.

Special thanks to: Finala, Tabeea, Haiihappen, Bsuff, Ciona, Elanis, Casimier, Aciderus, Légólás, Eyefinder, Yaani, Tamuil, Darinus, Apalachin, Krait, Zalvador, Chivera, Suleyka, uvm.

 

Pictures of you – eine The Cure Tribute Band beim STOFFEL – Stalburg Theater offen Luft. So stelle ich mir The Cure live vor – Bericht vom 10.08.2018

Erneut war ich beim STOFFEL – Stalburg Theater offen Luft im Günthersburgpark in Frankfurt um einen weiteren musikalischen Act zu sehen. Was das STOFFEL ist habe ich bereits vor einigen Tagen beschrieben, als ich Fee dort live sah, deswegen kürze ich das in diesem Bericht ein bisschen ab.

Das STOFFEL (Stalburg Theater OFFEn Luft) ist in seinem 15. Jahr und für alle Besucher kostenlos. Es gibt Essen und Getränke, einige Sitzplätze, die unter einem gespannten Dach sind und natürlich tolle Acts auf der Bühne. Lesungen, Theateraufführungen und selbstverständlich auch Musik.

Zu den Bildern des Auftritts:

Pictures of you – STOFFEL FFM 10.08.2018

Früh war ich da und habe aus der Ferne bereits gehört, dass Musik von der Bühne kommt. Das war glücklicherweise erst der Soundcheck der Band. Es klang aber schon mal gut und es waren auch schon viele Menschen da, die sich entweder sonnten oder einen Platz im Schatten für sich beanspruchten.

Während die Musiker der Band noch hier und da ein bisschen herumliefen, ihre Bekannten und Freunde begrüßten, hatte auch ich kurz die Gelegenheit Hallo zu sagen und freute mich schon auf den Auftritt, der um 18 Uhr begann.

PoYStoffel100818-3Eine Coverband von The Cure. Vielleicht sollte man an dieser Stelle kurz erwähnen, wer The Cure eigentlich sind, obwohl sie doch einen sehr hohen Bekanntheitsgrad haben. Jedenfalls sind The Cure in den frühen 80er Jahren zum Vorreiter des Genres Gothic Rock geworden. Einer ihrer bekanntesten Songs ist „Boys don’t cry“. Vielleicht geht spätestens hier bei der ein oder anderen Person ein Lichtlein auf.

The Cure kenne ich persönlich nur von den YouTube Videos, daher war es für mich durchaus spannend zu erleben, wie nah die Coverband an dieses Original herankommen würde. Und bereits von Anfang an war es musikalisch als auch gesanglich sehr nah an dem, was ich von den YouTube Videos kannte. Diese Coverband war also nicht schlecht, sogar echt gut. Das ist bei Coverbands immer so eine Sache, aber Pictures of you haben einen sehr guten Weg gefunden sehr nah am Original zu sein. Klar kann ich nicht sagen, dass The Cure live auch so klingen, dafür fehlt mir die Expertise die Band mal live gesehen zu haben, aber so in etwa stelle ich mir das schon vor. Abgesehen von der Bühnenshow, die bei der originalband gewiss vorhanden sein wird. Aber das ist nicht ausschlaggebend. Es muss klingen und das tat es.

PoYStoffel100818-40Auch bei der Optik ist der Sänger nahe am Original dran. Es fehlt vielleicht noch ein wenig der Lippenstift, um auszusehen wie Robert James Smith, aber das ist nur ein kleines Detail. Singen kann er jedenfalls sehr gut. Er bringt meines Erachtens das Melancholische in den Liedern auch sehr gut rüber, kann aber auch die kraftvolleren Varianten sehr gut.

Zur Musik an sich und zum Musikalischen muss ich nicht viel sagen, denn die Herren auf der Bühne setzen diesen Part sehr gut um. Es wird nicht irgendwie gecovert, sondern (ich wiederhole mich) sehr nahe am Original.

Zu Beginn wurden einige Songs gespielt, die ich persönlich nicht so gut kannte. Vielleicht habe ich diese mal gehört, aber die bekannteren Songs waren, wie üblich, für später vorgesehen.

Was ich sehr schön fand, war, dass die Musiker Spaß an ihrer Arbeit haben. Manch einer sogar so viel, dass er seine Rolle so gut interpretierte und mit Leidenschaft beim Gitarrenspiel zu erkennen war. Sowas sieht immer schön aus. Auch der Bassist hatte keine eingefrorene Miene und lächelte hier und da ein wenig.

PoYStoffel100818-33Vorurteile der Goth-Szene sind bekanntermaßen, dass ein permanent depressiv melancholischer Gesichtsausdruck vorhanden ist und Witze eher selten auf der Tagesordnung stehen. Vorurteile eben, die mit der Realität wenig zu tun haben; auch wenn es sicherlich Menschen gibt, die das 1 zu 1 umsetzen können.

Dennoch verging die Zeit sehr schnell, denn mir gefiel, was ich hören und sehen durfte. Die Band musste auch, der Anwohner wegen, eine Zwischenpause einlegen. In dieser wurde ich von der Band eingeladen, nach hinten zu kommen. Also in den Bereich „hinter“ der Bühne sozusagen. Das nahm ich natürlich an, war aber gleichermaßen sehr überrascht deswegen.

Dort hatte ich in der Pause die Gelegenheit mit den einzelnen Mitgliedern der Band zu sprechen und muss sagen, dass es sehr sympathische und freundliche, und keinesfalls traurig depressive, Menschen sind. Eine wirklich sehr offene Gruppe, das gefällt mir.

Einige Minuten später ging ihr Auftritt weiter und ich hatte nun die Gelegenheit diesen aus einer mir völlig neuen Position auf Bild festzuhalten. Dafür bedanke ich mich wirklich sehr bei der Gruppe, denn das war, ob STOFFEL oder nicht – völlig egal, ein sehr interessantes und tolles Erlebnis. Das wird mir wohl definitiv in Erinnerung bleiben, so als kleine Premiere für mich.PoYStoffel100818-44

So konnte ich in der Folge auch drei meiner Lieblingssongs von The Cure als Cover mitverfolgen und auch diese klangen fast wie die Originale, die ich von YouTube kenne. Die Songs sind übrigens „Pictures of you“, „Friday, I’m in love“ und natürlich „Boys don’t cry“. Der letztgenannte Song war auch gleichermaßen der Abschluss ihres Auftritts, der sich zeitlich etwas in die Länge zog. Ungewollt natürlich, denn zwischendurch passierte etwas, das sich kein Musiker, insbesondere kein Gitarrist bei einem Auftritt wünscht: eine Saite seiner Gitarre riss und bis das wiederhergerichtet war, vergingen ein paar Minuten. Die Ersatzgitarre war für ihn auch nicht das Wahre. Es klappte mit der fixen Reparatur, da die Menschen hinter der Bühne fleißig operierten.

Eine Zugabe durften, bzw. mussten sie noch spielen, ehe sie sich von den vielen Zuschauern verabschiedeten. Wieder ist es schwierig gewesen zu schätzen, wie viele Menschen dort waren, aber ich denke mit der Zahl 400 kann man sehr gut leben.

Nachdem ich mich von der Band verabschiedete, erfreute ich mich noch an einem T-Shirt der Band, das sich wunderbar in meine Band T-Shirt Sammlung einreihen und beim nächsten Auftritt der Band getragen wird – versprochen!

Facebook Seite der Band: Pictures of You

Wrestling in der Batschkapp Frankfurt: die wXw (westside Xtreme Wrestling) war am 21.04.2018 zu Gast mit der „We love Wrestling Tour“

Es ist nun schon über ein halbes Jahr her, als die wXw das letzte Mal zu Gast in Frankfurt war. Es war der 30.09.2017, und auch dort war ich vor Ort und habe davon berichtet. Hier geht es zum Artikel -> wXw Batschkapp 30.09.2017

Schon damals war ich begeistert und freute mich umso mehr auf diesen Abend, der mich auch nicht enttäuschen sollte. Die Batschkapp war ausverkauft und mein Sitzplatz in der ersten Reihe war ein klein wenig suboptimal, aber immer noch sehr gut. Ausverkauft bedeutet übrigens 450 Zuschauer.

Es gibt 72 Bilder von mir zu diesem Event – Klicke –>> H I E R <<–

Der Event aus Frankfurt wird ab dem 24.04.2018 auf dem offiziellen Videoportal der wXw zu sehen sein. Hier gelangt ihr dahin: Offizielle Video-Website: wXw now

IMAG1159Vielen ist die wXw vielleicht noch kein Begriff und ich erwähne es, so wie in meinem damaligen Bericht, gerne erneut: die deutsche Organisation „wXw“ also Westside Xtreme Wrestling, mit ihrem Sitz in Essen, ist die größte dieser Art Deutschlands. Aus dieser sind sogar bereits einige Wrestler hervorgetreten, die nun in der WWE ihre Brötchen und Hamburger verdienen.

Auch das hier erwähne ich sicherheitshalber auch nochmal: die Sitzreihen sind nicht durch eine Barriere vom Ringbereich getrennt. Dadurch ist man sehr nahe am Geschehen und wenn es passiert, auch Teil davon. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Wrestler in die Zuschauer geschubst wird oder vor ihnen liegt. Deswegen sollte man immer ein Auge auf das Geschehen haben, damit man weder sich noch einen Wrestler verletzten könnte.

Dann ging der Abend auch schon los und das mit einem sehr interessanten Match sogar. Gleich vier Wrestler durften sich in einem „Fatal4-Way“ Match messen. Gut, okay, in der wXw wird diese Matchart anders genannt, aber der Begriff aus der WWE dürfte hier gängiger sein. Eigentlich sollte es erst ein „Triple Threat Match“ sein, aber dies wurde kurzfristig geändert.

Der Erfurter Marius Al-Ani, besser bekannt als „Ninja Warrior“, Ivan Kiev und David Starr waren ohnehin für dieses Match angekündigt. Der vierte Mann im Ring wurde niemand Geringeres als Emil Sitoci, der dienstälteste Wrestler in der wXw.

IMAG1170Während zu Beginn noch alle im Ring standen und sich unkoordiniert prügelten, dauerte es auch nicht lange, bis die ersten aus dem Ring geworfen wurden. So ergaben sich sehr ansehnliche und technisch versierte Kämpfe, die oftmals von einem Rückkehrer unterbrochen wurden. Zwischenzeitlich gab es sogar eine „Headlock-Kette“ – ein sehr interessanter Anblick. Dieses Match der Vier kam sehr gut beim Frankfurter Publikum an. Die Wechsel der Ringhoheit waren schneller passiert, als man schauen konnte, bis ein weiteres Mal zwei der vier Akteure außerhalb des Rings waren. Es standen sich nun Ninja Warrior und Ivan Kiev gegenüber. Ein paar schöne Moves von beiden, doch dann packte Ninja einen Aufgabegriff aus, dem Ivan in der Mitte des Rings nichts entgegenzusetzen hatte und aufgeben musste. So gewann der Erfurter dieses aufregende erste Match und das Publikum jubelte.

Das war mal ein Auftakt nach Maß. Sehr wünschenswert. Das Publikum war da und wurde mitgerissen. So konnte und sollte es auch weitergehen.

Es folgte ein Match, das eine gewisse Ungleichheit in sich trug. „Dirty Dragan“ musste gegen den Adler der wXw „Absolute Andy“ antreten. Letzterer wird, bzw. wurde von Samoa Joe trainiert. Der Name kommt euch bekannt vor? Zurecht, er ist derzeit aktiver Wrestler der WWE.

IMAG1175Bevor dieses Match so richtig losging, war schon allein durch die Optik der beiden zu erkennen, wer die Vorteile auf seiner Seite haben sollte. So war es auch nicht verwunderlich, dass Andy in seiner dominanten Art und Weise Dragan aufforderte sich einfach hinzulegen und sich pinnen zu lassen. So käme dieser schmerzfrei davon. Doch weder Dragan noch das Publikum wollten das. Wenn auch Dragan so aussah, als wüsste er nicht so richtig, ob er nicht vielleicht doch darauf eingehen sollte. Letztlich begann dieses Match dann doch und Dragan musste sehr viel einstecken. Sowohl im Ring als auch außerhalb des Rings. Dabei bewies er aber Nehmerqualitäten und wehrte sich mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln. Nur hatten diese gegen die dominante Art von Andy kaum Wirkung. Dafür hatte er den Zuspruch und die Fans in Frankfurt hinter sich, die ihm zujubelten. Die Sympathien konnten nicht klarer verteilt sein. Doch am Ende musste er sich geschlagen geben und Andy gewann das Match nach einer Serie von kraftvollen Moves. Das Match war entschieden, aber Andy noch nicht fertig. Es gab somit also noch einen „Nachschlag“ für Dragan; im wahrsten Sinne des Wortes. Aber Emil Sitoci eilte seinem Zögling(?) zur Hilfe und musste selbst noch einstecken. Letztlich änderte dies aber nichts daran, dass es für Dragan vom Frankfurter Publikum Sonderapplaus gab.

Die Stimmung hielt sich also und das Publikum war weiterhin dabei. Der Spaß ging auch direkt weiter mit dem Match einer Veteranin gegen eine Dame, die von ihr als „Rookie“ betitelt wird. Melanie Gray gegen „Killer“ Kelly aus Portugal. Kelly ist erst rund ein halbes Jahr in der wXw, mischt aber schon gut auf.

IMAG1192War es vor rund einem halben Jahr noch mehr ein eher lustiges und spaßiges Match zwischen Melanie Gray und Session Moth Martina, wurde dieses Duell auf einem ganz anderen Level und Niveau ausgetragen. Beide Damen scheuten nicht davor, sich im Ring und außerhalb des Rings zu profilieren. Dabei war es insbesondere Melanie, die das Heft wutentbrannt in die Hand nahm und Kelly aufzeigen wollte, wer Chefin im Ring ist. Aber Kelly wusste sich zur Wehr zu setzen und es entwickelte sich ein sehr ansehnliches Match, das sehr viele technische und kraftvolle Elemente enthielt. Das Momentum wechselte sogar, aber Kelly hatte am Ende nicht das Glück auf ihrer Seite und musste sich Melanie an diesem Abend geschlagen geben.

Respekt an beide Damen, da ziehe ich meinen Hut vor der Leistung, die gezeigt wurde. Bitte zukünftig mehr davon.

IMAG1212Danach wurde es mal Zeit für einen Titelkampf an diesem Abend in Frankfurt. Es ging um die wXw Shotgun Championship. Titelverteidiger Bobby Gunns, der sogar dort raucht, wo es verboten ist, stellte sich seinem Herausforderer „Dunkzilla“ Mark Davis. Dieses Match hatte nicht so ganz das Flair der vorhergehenden gehabt. Das lag auch mitunter daran, dass Bobby so seine Schwierigkeiten mit dem bulligen Mark Davis hatte. Mehrere Clotheslines hintereinander weg und Dunkzilla stand immer noch recht unbeeindruckt auf den Beinen. Die körperlichen Vorteile machte sich Mark Davis des Öfteren zu Nutze und demonstrierte sie häufig. Um dem zu entgehen änderte Bobby seine Taktik und begann den linken Arm Dunkzillas zu bearbeiten. Vorwiegend mit Armbars und Aufgabegriffen. Diese zeigten auch Wirkung. Dennoch schien das Match lange offen, bis es Bobby gelang einen Superplex vom zweiten Ringseil zu zeigen, der dem Kampf das Ende setzte. So blieb und bleibt Bobby weiterhin der wXw Shotgun Champion.

Anschließend kam Alexander James in den Ring und redete, erzählte und sprach von der großen Gelegenheit, die ihm zustünde, gegen Ilja Dragunov um den wXw Unified World Wrestling Championship anzutreten. Dabei verhöhnte er Ilja mehrere Male und sagte, dass Ilja Angst vor ihm habe und deswegen nicht antreten kann oder will und aufgrund dessen eine „Verletzung“ vortäuscht. Dabei muss man sagen, dass Ilja anscheinend tatsächlich mit einer Verletzung zu tun hat, denn die wXw erlaubt es ihm nicht mit dieser Verletzung ein Match zu bestreiten.

IMAG1234Aber Ilja wäre nicht Ilja, wenn er das einfach auf sich sitzen lassen würde. Selbstverständlich kam er unter großem Jubel heraus und stellte sich Alexander. Dabei mussten ihn aber zwei Offizielle zurückhalten, denn wie erwähnt, wrestlen darf er nicht. Während ihn also zwei Offizielle zurückhielten, machte Alexander mit seinen Sticheleien weiter und kratzte an der Ehre des Russen. Dieser hatte schwer damit zu kämpfen, sich unter Kontrolle zu halten. Aber sein Temperament ging mit ihm durch, er schoss so schnell aus der Ringecke hervor, dass nicht nur die beiden Offiziellen, sondern auch Alexander überrascht waren und machte seinen bekannten „Torpedo“ – einen Shoulder block, der Alexander zu Boden warf. Dies feierten die Fans lautstark.

IMAG1259Ein weiterer Titelkampf stand an und da ging es um die wXw World Tag Team Championship. Die Titelträger „Monster Consulting“ bestehend aus Avalanche und Julian Nero trafen dabei auf die Arrows of Hungary. Beide Teams arbeiteten jeweils gut zusammen und hatten dadurch jeweils ihre Momente. Zu Beginn waren es Monster Consulting, die Oberwasser hatten. Nachdem außerhalb des Rings Avalanche gegen die Ringtreppe gedonnert worden war, konnten die Pfeile aus Ungarn Julian Nero bearbeiten und waren dem Titelgewinn schon sehr nahe. Aber Julian Nero wehrte sich, so gut er konnte. Doch die Tag Team Moves der Ungarn haben schon ihre Wirkung gezeigt. Nur gut, dass sich Avalanche wieder aufrappeln konnte und dann seinem Namen alle Ehre machte. Wie eine Lawine kam er über die Ungarn und begrub sie unter sich. Das war der Beginn vom Ende der Titelträume für die Ungarn, die sich im Anschluss an die Naturgewalt geschlagen geben mussten. Auch hier blieb der Titel bei seinen Besitzern und wechselte nicht.

Kurz vor dem Hauptkampf des Abends rief Pete Bouncer im Ring Da Mack aus, der sich weder zeigte, noch anderweitig darauf reagierte. Wer weiß, was da im Busch ist.

IMAG1288Jedenfalls kamen nun Zack Sabre Jr., der sein Comeback feierte, und Lucky Kid in den Ring, um das Hauptmatch zu bestreiten. Es war ein sehr technisch versierter Kampf zwischen beiden, der von den Fans auch entsprechend honoriert wurde. Kraftaktionen gab es wenige zu sehen, dafür interessante und lustige Einlagen von Lucky Kid, der damit seinem Gimmick und seiner Rolle absolut gerecht wurde und einigen abwechselnden Schlägen auf die Brust, bei dem einer so laut Klatschte, dass die Fans „Holy Shit“ riefen. Zu all diesen Spielereien und anderen technischen Aktionen wurden auch etliche Submissions gezeigt. Einige sahen irgendwie so aus, als würde es sich um eine Verknotung der beiden Kontrahenten handeln. In dieser Form schenkten sich beide wenig und ein normaler Pin schien unmöglich, da sich keiner die Blöße geben wollte. So war es am Ende ein Aufgabegriff von Zack, bei dem Lucky Kid nicht abklatschte, sondern so langsam verblasste; also drohte ohnmächtig zu werden. Das sah der Ringrichter und beendete das Match, welches Zack Sabre Jr. Somit für sich entschied.

Es war ein großartiger Wrestlingabend. Es wurde viel geboten und die Fans honorierten dies mit Jubel und Applaus. Es wird wohl keine Frage sein, dass ich das nächste Mal am 02.09.2018 wieder vor Ort sein werde.

Offizielle Website: wXw-Wrestling

Offizielle Video-Website: wXw now

Konzertbericht zu Cradle of Filth und Moonspell – 07.02.2018 – Batschkapp Frankfurt

An diesem Abend war die Batschkapp leider nur zur Hälfte geöffnet und es waren zwischen 600 und 700 Gäste zum Auftritt der beiden Bands gekommen. Dabei wurde auch viel portugiesisch unter den Gästen gesprochen. Warum portugiesisch? Nun, Moonspell kommen aus der Nähe von Lissabon und haben durchaus sehr viele Songs im Repertoire, die in Landessprache gesungen werden.

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Und mit Moonspell ging es auch pünktlich um 20 Uhr los. Die Bezeichnung „Vorband“ lassen wir bei dieser Gruppe weg, denn sie haben durchaus das Zeug und den Bekanntheitsgrad in der „dunklen Szene“, um selbst als Headliner touren zu können. Sie sind einfach schon seit Jahren mit Cradle of Filth befreundet und touren nicht das erste Mal gemeinsam.

Moonspell070218 (22 von 26)So kamen sie unter Applaus und Jubel auf die Bühne und eröffneten den harten Abend mit den ersten Songs des aktuellen Albums „1755“, was durchaus sofort zu einer dunklen Atmosphäre führte. Bereits zu Beginn mit einer Mischung aus orchestrischem Gesang, der düsteren Atmosphäre und der kraftvollen, sehr starken Stimme von Fernando Ribeiro, gingen dieser Bühnenauftritt und die Musik sofort durch Mark und Bein.

Auch das Bühnenoutfit, mit dem die Musiker selbige betraten, erinnerte mich an etwas sehr Düsteres. Dies untermalte die mitgebrachte Laterne, die Fernando mitbrachte. Irgendwie ein bisschen Undertaker (Wrestling Legende) – mit dem Outfit und seinem Gesang, der häufig gutturaler Natur ist, hat er mich und viele andere Gäste in den Bann von Moonspell gezogen.

Moonspell070218 (21 von 26)Die Mischung aus Dark und Gothic Metal kommt bei Moonspell sehr gut durch und rüber. Auch die Gitarrenriffs setzen sich schnell im Gehörgang fest. Zudem haben die Songs schnelle und langsam gespielte Passagen, die sich aber stets in das düstere, atmosphärische Konzept einfügen. Dabei verlieren sie ihre eigene Note zu keinem Zeitpunkt. Insbesondere die Songs vom Album „1755“ wirken mit den klassischen Zügen und einem leichten Hauch von Folklore sehr angenehm. Zwar habe ich kein Wort, von dem was gesungen wurde, verstanden, aber das ist wirklich relativ zu betrachten, denn die Energie, die mit dem kraftvollen Gesang einhergeht, überträgt sich auch so auf die Gäste. Teilweise hatte ich das Gefühl zu verstehen, auch wenn das wohl mehr durch das Einlassen auf diese interessante musikalische Mischung zurückzuführen ist.

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Wichtig war natürlich auch, dass Ton und Sound gut aufeinander abgestimmt waren, sodass Gesang und Instrumente recht gut zu unterscheiden waren. Das ist bei einer Band, wie Moonspell nicht unwichtig, da immer wieder langsamere Passagen mit sehr markanten Riffs eingespielt werden. Ebenfalls kommt auch der Bass sehr gut zur Geltung bei manchen Liedern und da ist es sehr hilfreich, wenn man eben diesen gut heraushören kann.Moonspell070218 (13 von 26)

Der Auftritt auf der Bühne war sehr lebhaft und es wurde sehr häufig zum Mitklatschen und zum „Hey“ mit Fauststoß aufgefordert, was auch jedes Mal sehr gerne angenommen wurde. Die Fans waren ohnehin sehr angetan und haben sich mit Headbangen schon die Zeit vertrieben. Mitgeklatscht wurde auch, wenngleich es manchmal eher schwierig war. Doch da half die Anleitung von Fernando und schon machten viele mit. So hat sich der lebendige Auftritt von der Bühne auf die Fans übertragen, die es ihrerseits aktiv zurückgeben konnten.

Wen wundert es da, dass eine knappe Stunde so schnell vergeht, dass man sich verwundert umsieht, wo die Zeit schon wieder geblieben ist.

Kurze Informationen zu Moonspell:

Genre(s):  Dark Metal, Black Metal, Gothic Metal

Herkunft:  Brandoa (bei Lissabon), Portugal

Gründung:  1989 als Morbid God – 1992 Umbenennung in Moonspell

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Fernando Ribeiro

E-Gitarre:  Ricardo Amorim

E-Gitarre / Keyboard: Pedro Paixão

Bass:  Aires Pereira

Schlagzeug:  Miguel Gaspar

Nachdem Moonspell mit gebührendem Applaus verabschiedet wurden, begann der Umbau bzw. das Abräumen auf der Bühne und meine Wenigkeit ging ein wenig frische kalte Luft schnappen, bzw. etwas E-Zigarette im Zelt dampfen. Ich hätte mir ruhig etwas mehr Zeit lassen können, denn der Umbau dauerte gut 30 Minuten, ehe es mit dem Betreten der Bühne von Cradle of Filth noch ein Stück weit härter zugehen sollte. Musikalisch natürlich.

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CradleOfFilth070218 (11 von 47)Die erste Überraschung, die mir, abgesehen vom wirklich harten musikalischen Einstand, auffiel, war, dass Sänger Dani Filth kleiner war als ich dachte. Das macht für seine Gesangskünste jedoch keinen Unterschied. Von diesen war ich ohnehin stark beeindruckt, denn er beherrscht viele unterschiedliche Facetten und Gesangslagen. Wobei es auch manchmal mehr schreien ist. Aber er schafft auch sehr schnelle Wechsel zwischen tiefem gutturalen Gesang und dem sehr hohen Schreien, sowie normalem Gesang. Das fand ich über den Abend hinweg sehr beeindruckend. Vor allem deswegen, weil er auch nach über eineinhalb Stunden immer noch Stimme hatte.

Aber nicht nur die unterschiedlichen Gesangslagen, sondern auch der Umgang mit dem Mikrofon dabei waren sehr interessant zu beobachten. Je nach dem, welche Stimm- und Gesangslage er gerade darbietet, wechselt er die Position des Mikrofons. Beim gutturalen Gesang ist es teilweise neben dem Mund und bei den hohen Schreieinlagen eher etwas weiter weg und in Höhe der Nase.

CradleOfFilth070218 (29 von 47)Als deutlich sanfteren Ausgleich zu Danis harter und kraftvollen Stimme, gab es immer wieder Songs, in denen die Keyboarderin Lindsay Schoolcraft, Gesangsparts hatte. Diese waren beinahe etwas zu leise aber gut hörbar und stellten einen sehr angenehmen Gegensatz zu Dani dar.

Gut, dass ich bereits durch Moonspell wusste, dass die Tonanlage gut abgestimmt ist, denn es ist schwierig bei einer Band, wie Cradle of Filth, einzelne Instrumente, abgesehen vom Schlagzeug, wirklich gut herauszuhören. Insbesondere dann, wenn härtere und schnellere Songs und Passagen gespielt werden. Es ist zwar kein wildes Draufhauen, wie es bei Thrash Metal öfter mal der Fall ist, aber dennoch kaum eine Chance das eine Instrument wirklich herauszuhören. Dafür sind sie aber bei den langsameren Passagen in längeren Songs wirklich sehr gut hörbar und sogar sehr melodisch. Da erkennt man sogar, wie gut der Umgang mit den Instrumenten wirklich ist.

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Aber auch die Bühnenoutfits und Show an sich waren sehr passend für diese Band. Viele wechselnde Lichter, aber immer wieder rötlich und ganz viel Nebel waren schon an der Tagesordnung.CradleOfFilth070218 (26 von 47)

Was das Mitmachen der Gäste und Fans betraf, kann ich nicht wirklich viel sagen. Selbstverständlich wurde nach den Liedern applaudiert und gejubelt, aber Mitklatschen und Mitsingen waren kaum möglich. Auch für den Fauststoß mit „Hey“ dazu, war die Art der Musik einfach etwas zu schnell. Dafür habe ich aber viele Haare herumfliegen sehen, wodurch ich schließen kann, dass sehr viele dem Headbangen verfallen waren.

Ja, man muss dieses Genre „Dark Metal“ schon mögen, sonst hat man bei solchen Bands kaum einen Zugang. Aber wenn man ihn hat, dann kann man sich durchaus beeindrucken lassen und Spaß an dieser härteren musikalischen Gangart haben.

Kurze Informationen zu Cradle of Filth:

Genre(s):  Dark Metal, Extreme Metal

Herkunft:  Suffolk, England

Gründung:  1991

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Dani Filth (Daniel Lloyd Davey)

Gitarre:  Richard Shaw

Gitarre:  Ashok

Bass:  Daniel Firth

Keyboard / Gesang:  Lindsay Schoolcraft

Schlagzeug:  Martin Skaroupka

Rezension zum Buch „Warriors of the Underground – Rebellion“ von Aleks G. – spannende Dystopie mit Panem Elementen

Facebook Gruppen sind durchaus auch ein Weg um auf Bücher aufmerksam zu werden. Insbesondere dann, wenn diese im Selbstverlag erscheinen und kaum beworben werden können. So kam ich zu dieser interessanten Dystopie einer finsteren Zukunftsversion unserer Welt, welche mit vielen Elementen, bzw. Parallelen aus den Tributen von Panem aufwartet.

Warriors oft he Underground – Rebellion“ von Aleks G. im Selbstverlag.

Genre: Dystopie, Fantasy

Das Buch erstreckt sich über 442 Seiten und behandelt eine nicht undenkbare Version der menschlichen Zivilisation nach dem nächsten großen Weltkrieg. Es erschien bereits am 27.08.2017 im Selbstverlag. Meine Lesedauer betrug ca. 9,5 Stunden.

Der volle Name der Autorin ist Aleksandra Gvozdenovic. Für mich persönlich ist dieser jetzt nicht so schwierig, aber „Aleks G.“ dürfte für jedermann einprägsamer sein.

Klappentext:

Wenn sie Dir alles nehmen, was Du hast, kämpfe bis zum bitteren Ende – kämpfe für die Freiheit!

Rose lebt mit ihrer kleinen Schwester im Untergrund, einer Welt voller Dunkelheit und Angst, Schmerz und Leid, Kälte und Hass. Wie jeder Dreier schuftet sie hart im Untergrund, um den Einsern und Zweiern an der Oberfläche ein luxuriöses Leben zu bescheren. Doch dann geschieht etwas, was ihr Leben aufrührt, und sie entscheidet sich dazu sich den Rebellen anzuschließen, einer Gruppe von Widerstandskämpfern, die sich gegen die brutale Herrschaft der Einser auflehnen. Rose bleibt nicht mehr viel Zeit, denn die Einser verfolgen bereits einen mörderischen Plan, um ihre Untergeordneten zu noch größeren Sklaven zu machen…

Bevor ich mich der eigentlichen Thematik in diesem Buch zuwende, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Autorin in diesem Buch auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitet und niederschreibt.

Die vielen Parallelen, die an die Tribute von Panem erinnern, sind deutlich, aber passen sehr gut zu dieser Geschichte, die keinen Abklatsch darstellt, sondern eine eigene Geschichte ist. Parallelen heißen schließlich nicht, dass eine 1 zu 1 Übernahme erfolgt.

Einige dieser Parallelen sind unter anderem, dass die neue Weltordnung die Menschen in drei Bevölkerungsgruppen unterteilt. Wobei die „Einser“ alle Rechte und allen Reichtum haben, den man sich vorstellen kann, während die „Dreier“ unter der Erde leben und niedere Arbeiten gegen einen Hungerlohn verrichten müssen. Eine weitere Parallele ist die weibliche Protagonistin, die eine jüngere Schwester hat, sowie auch das Zeichen der Rebellion, welche einen weißen Vogel darstellt, den man schnell mit dem Spotttölpel assoziieren kann und natürlich die Rebellion selbst.

Die Autorin hat einen sehr normalen und einfachen Schreibstil und lässt, in Form ihrer Protagonistin, auch gerne einmal Kraftwörter im Text auftauchen. Das entspannt den engen Blocktext, der anfangs ein wenig erdrückend wirken kann. Außerdem scheint die Autorin sehr viel Wert darauf zu legen die Umwelt als auch die Emotionen ihrer Hauptfigur bestmöglich zu beschreiben. Das gelingt ihr auch sehr gut und hat mich damit auch immer wieder in meiner eigenen Gefühlswelt erreichen können. Ob es nun mitfühlen, trauern oder hassen ist, immer wieder habe ich mich genau bei diesen Gefühlen ertappt.

Die Geschichte baut sich langsam auf und man wird von Beginn an in die erdrückende und durchaus auch sehr traurige Welt der „Dreier“ eingeführt, in welcher sich Rose Dalton, unsere Hauptfigur, zurechtfinden muss. Es mag während des Lesens zwar wenig spannend wirken, erfüllt aber den Zweck ein sehr gutes Bild vom Leben der Untergrundmenschen zu bekommen. Diese sind der forschen Unterdrückung und Willkür der Übergeordneten „Einser“ ausgesetzt, welche sich immer wieder neue Regeln und Gesetze einfallen lassen, um das niedere Volk malträtieren zu können. Selbst von spontaner Folter und auch Hinrichtungen wird Gebrauch gemacht, damit die armen Menschen, die das Tageslicht nur vom Hörensagen kennen, unterjocht werden.

Nachdem Rose zu allem Unglück auch beide Elternteile verloren hat, muss sie nicht nur für sich, sondern auch für ihre jüngere Schwester sorgen. Häufig muss sie dabei alles in den Hintergrund stellen und unter widrigen Umständen arbeiten, damit sie die brüchige Hütte erhalten und ein wenig Nahrung bekommen kann.

Über einen Zufall, der ihr das Leben rettet, kommt sie in Kontakt mit den Rebellen, denen sie sich nach langer Überlegung und viel Zweifel, anschließt.

Nun hat man als Leser einen sehr genauen Eindruck über die Lebensumstände der Menschen, die im Untergrund leben müssen und kann – so ging es zumindest mir – verstehen, was die Gründe für den Aufstand, die Rebellion, sind. Ab diesem Moment beginnt auch das Spannungslevel der Geschichte immer wieder anzusteigen und abzuflachen.

Während die Rebellen ihre Pläne schmieden und diese versuchen umzusetzen, erleben sie und Rose Erfolge, Rückschläge, aber auch Verluste. Insbesondere die Gefühlswelt, die die junge Rose umgibt, wird häufig beschrieben, was meines Erachtens nach, eine sehr bildhafte Darstellung der Situationen und Emotionen bietet.

Auch das Ende dieser Geschichte ist geschickt geschrieben, denn die Situation ist gewiss noch lange nicht abgeschlossen. So muss der Leser, ob er will oder nicht, auf den zweiten Teil warten. Bis dahin darf sich der Leser durchaus darüber Gedanken machen, ob diese beschriebene Welt, nicht vielleicht schon jetzt begonnen hat.

Auf jeden Fall eine tolle Dystopie, die mir Freude bereitet hat. Ich warte nun ungeduldig auf die Fortsetzung, denn schließlich habe ich Rose in mein Herz geschlossen und möchte ihr, wenn auch nur als Leser, bei ihrem weiteren Werdegang beistehen.

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Five Finger Death Punch & In Flames – 06.12.2017 – Festhalle Frankfurt

Lange ist es her, als ich das letzte Mal zu einem Konzert in der Frankfurter Festhalle gewesen bin. Einige Jahre mittlerweile als Billy Talent die Festhalle rockten.

Auf dem Weg zur Festhalle strömten immer mehr Menschen zum südlichen Eingang der Festhalle. Es war kurz vor 19 Uhr, als ich mich dann in die lange und breite Schlange am Einlass stellen konnte. Der Einlass begann übrigens bereits um 17:45. Nach einem langsamen Vorwärtskommen und der abschließenden Sicherheitskontrolle, verzichtete ich darauf meine Jacke bei der Garderobe abzugeben und ging direkt in den Innenraum, denn man konnte schon hören, dass da etwas los ist.

Die Vorband an diesem Abend stand bereits auf der Bühne. Diese hatte wohl bereits um 19 Uhr begonnen und insgesamt etwas mehr als 30 Minuten auf der Bühne verbracht und ihre Musik präsentiert. Es waren „Of Mice & Men“, die bereits die ersten härteren Metalklänge unter die zahlreichen Gäste in der Festhalle brachten.

Während die Band also ihren Metalcore spielte, ging ich langsam durch die Halle und an Menschen vorbei, um eine bessere Sicht auf die Bühne zu bekommen. Also besser gesagt auf die Menschen, die Musiker, die sich auf der Bühne befanden. Die Bühne selbst konnte man auch von ganz hinten sehen, aber dann wirkten die Musiker doch mehr wie große Ameisen.FFDPIF061217 (1 von 28)

Jedenfalls waren die Akustik und der Ton sehr gut, so dass ich während meiner Wanderung durch die Halle die Songs und die Musik sehr gut hören könnte. Auch der Gesang war zu erkennen, wenngleich dieser zumeist in schreiender Form stattfand, was das Verstehen des Textes eher erschwerte. Die Musik an sich aber gefiel mir und war wirklich in der ganzen Festhalle gut zu hören.

Mitklatschen oder Anderes wurde von der Band nicht eingefordert und anhand des musikalischen Stils hätte ich mich sowieso gefragt, wie das überhaupt hätte funktionieren sollen. Aber insbesondere bei den Gästen im vorderen Bereich schien die Band gut anzukommen.FFDPIF061217 (2 von 28)

Viel konnte ich von der band leider nicht sehen und hören. Lediglich 15 Minuten blieben mir nach meiner Ankunft, so dass eine bessere Einschätzung des Live-Auftritts nicht möglich ist.

Kurze Informationen zu Of Mice & Men:

Genre(s):  Metalcore, Nu Metal, Post Hardcore

Herkunft:  Costa Mesa, USA

Gründung:  2009

Aktuelle Besetzung:

Schreigesang, Bass, Klargesang:  Aaron Pauley

E-Gitarre:  Alan Ashby

E-Gitarre:  Phil Manansala

Schlagzeug:   Valentino Arteaga

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Die erste Umbauphase der Bühne begann und dauerte gute 30 Minuten. In der Zwischenzeit habe ich mich noch ein wenig weiter in der Festhalle umgesehen und dabei entdeckt, dass niemand in dieser verhungern oder verdursten muss. Auch die Auswahl an Getränken und Essen ist groß, so dass wohl jeder sitt und satt werden kann.

Im mittleren Bereich der Festhalle wurde es voller. Immer mehr Menschen kamen herein und befüllten die Festhalle. Es gab sogar einen abgegrenzten Bereich vor der Bühne, der sich als „Golden Circle“ erwies. Die Karten hierfür waren etwas teurer und dementsprechend war dort noch einiges an Platz übrig. Ausverkauft hätte wohl anders ausgesehen. Der Vorteil für mich war dadurch, dass ich auf halblinker Position eine sehr gute Sicht hatte, da kaum Menschen direkt vor mir standen.

Und dann ging es auch schon los: Das Logo von In Flames erstrahlte rötlich, denn es war auf einem durchsichtigen Vorhang bedruckt. Der Effekt war jedenfalls genial. Den ersten Song spielten In Flames sozusagen hinter diesem Vorhang, ehe er zum zweiten Song fiel und die Sicht gänzlich frei machte auf die Band.FFDPIF061217 (5 von 28)

Der Jubel und Applaus waren nach jedem Song groß und laut. Immer wieder kamen auch gut hörbare Sprechchöre auf, die „In Flames“ skandierten. Bei ihren insgesamt 80 Minuten auf der Bühne konnte die Band mit ihrem Melodic Death Metal überzeugen und begeistern. Die Schweden boten aber nicht nur tolle, harte Songs, sondern auch eine Bühnenshow mit Lichteffekten, die Epileptiker wahrscheinlich nicht überstanden hätten. Aber nicht nur Lichter schmückten den auftritt aus, sondern auch die Leinwände, auf denen wohl die entsprechenden Musikvideos zu den Songs abgespielt wurden. Das war schon sehr beeindruckend.

Der Drummer saß auf einem Hochsitz und thronte mittig über dem Rest der Band. Etwas weiter neben ihm stand noch der Keyboarder, ebenfalls auf seiner eigenen Empore. Leider erkennt man das auf meinen Bildern nicht besonders gut; man kann es allenfalls erahnen. Dennoch war es sehr gut in Szene gesetzt.

Häufig wurde durch die Band zum Mitklatschen und zum Fauststoß mit „Hey!“ aufgefordert, was sehr viele auch umgesetzt haben. Die Sprechchöre kamen immer wieder von selbst auf und auch auf die Aufforderung Lärm zu machen, kamen die Anwesenden immer wieder gerne nach.

Die kraftvolle Musik mit dem vielen gutturalen Gesang war übrigens auch von meiner Position aus sehr gut zu hören. Zwar stand ich noch etwas unter der ersten Etage, aber da ich nicht die „volle Dröhnung“ abbekam, war es sogar recht angenehm von der Lautstärke. Von der Tonqualität konnte ich aber keinerlei Einbußen erkennen. Auch die unterschiedlichen Instrumente waren gut zu hören, so dass das ein oder andere Solo, ob Gitarre oder Drums, wirklich gut war.

Fans und Musiker hatten sichtlich Spaß während des ganzen Auftritts und auch ich schloss mich immer wieder dem Headbangen und Mitklatschen an. Nach ungefähr einer Stunde dachte ich mir, dass ich mir das Ganze mal aus einer anderen Perspektive ansehe und anhöre. So wanderte ich bis ans andere Ende der Festhalle und stellte fest, dass die Musik und die Tonqualität auch im hinteren Bereich wirklich optimal sind. Nur die Sicht ist natürlich eingeschränkt. Für mich war das jedenfalls nicht so dramatisch, da ich bereits lange Zeit von einer recht guten Sicht auf Bühne und Band profitieren konnte.

Kurze Informationen zu In Flames:

Genre(s):  Melodic Death Metal

Herkunft:  Göteborg, Schweden

Gründung:  1990

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Anders Friden

Gitarre:  Björn Gelotte

Gitarre:  Niclas Engelin

Bass:  Bryce Paul

Schlagzeug:  Joe Rickard

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Die folgende Umbauphase dauerte gute 40 Minuten und die geschätzt 5.000 Gäste verteilten sich an die Getränke- und Essensstände, Toiletten, Fanartikelstände und auch nach Draußen zum Rauchen.

Das Warten auf den Beginn von Five Finger Death Punch zog sich irgendwie in die Länge und machte die Spannung auf das, was kommen würde, ungemein größer.

Und schließlich war es dann so weit: die Band war auf der Bühne, der Vorhang fiel und erneut gab es großen Jubel und noch mehr Applaus. Es war sogar lauter als noch bei In Flames, woraus ich schließen konnte, dass mehr Fans wegen FFDP da waren, als für In Flames selbst. Wieder stand ich Linksaußen und hatte eine sehr gute Sicht auf die Bühne und die Musiker. Zwar hinter der Absperrung für den halbvollen Golden Circle, aber immer noch sehr gut.FFDPIF061217 (17 von 28)

Vor mir stand übrigens ein richtiger „Metalhead“. Mit langen Haaren und dem entsprechenden Outfit. Bei ihm hatte ich schon vorher die Sorge, dass er sich bei dem ganzen Headbangen nicht ein Schleudertrauma einfangen würde, aber er wirkte weiterhin fit und für das Headbangen bereit. Er schien wohl sehr viel Übung darin zu haben.

Jedenfalls präsentierten sich FFDP voller Energie und mit Lust auf ihren Auftritt. Schöner starker Heavy Metal ließ die Festhalle beinahe erbeben und auch sie hatten eine bemerkenswerte Lichtershow bei ihrem Auftritt. Allerspätestens hier wäre auch der letzte Epileptiker umgefallen. Die Lightshow beinhaltete übrigens auch Laserstrahlen, die bis ans andere Ende der Festhalle reichten; so als würden sie die Luft durchschneiden.FFDPIF061217 (22 von 28)

Der überdimensionierte Totenkopf, der mittig den Hintergrund der Bühne zierte, passte perfekt zu dieser Band. Wie auch bei der vorherigen Band war der Sound so klasse, dass ich mich insbesondere bei dieser Band richtig wohl fühlte. Genau meine musikalische Welt.

Der Auftritt war fesselnd; insbesondere dadurch, dass die Band ihre bekanntesten Songs zum Besten gab. Dies lud förmlich zum Mitklatschen und Mitsingen ein, was auch immer wieder eingefordert und angenommen wurde. Ein großes Highlight für einige Fans war wohl, dass sie vor dem Song Burn Mo…. Auf die Bühne geholt wurden und sich das Spektakel von dort aus ansehen konnten. Bei diesem Song hat sich der Festhallenchor beinahe überschlagen, als der Titel nur durch sie mitgegrölt wurde.FFDPIF061217 (28 von 28)

Bei einem der ersten Songs wurde auch der Sänger von Of Mice & Men mit auf die Bühne geholt um einige Parts mitzusingen. Das kam sehr gut an.

Die Qualität des Tons und der Musik im Allgemeinen war weiterhin sehr hoch, so dass auch bei FFDP alles wunderbar zu hören war. Was also die Tonanlage betraf, war dieser Abend wirklich perfekt.

Natürlich gab es auch die etwas ruhigeren Stücke zu hören, die aber genauso energiegeladen aufgeführt wurden wie der Rest. Die Zeit raste förmlich davon, und ich entschied mich, die letzten Songs des ca. 65minütigen Auftritts weiter hinten im offenen Bereich anzusehen, bzw. anzuhören, um mich von dem lauteren Sound nochmal richtig beschallen zu lassen.

Es war wirklich ein Fest, das leider viel zu schnell zu Ende war und gerade bei FFDP nach einer Wiederholung schreit.

Kurze Informationen zu Five Finger Death Punch:

Genre(s):  Heavy Metal, Nu Metal, Alternativer Metal, Groove Metal

Herkunft:  Sacramento, USA

Gründung:  2005

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Ivan Moody

Gitarre:  Zoltan Bathory

Gitarre:  Jason Hook

Bass:  Chris Kael

Schlagzeug:  Jeremy Spencer

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