Serien Review: Die Geisterakten – Ermittlungen zu paranormalen Vorfällen an Spukorten

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen nicht über Serien auf meinem Blog zu schreiben. Zumindest nicht als festen Bestandteil meines Blogs, denn dafür habe ich bei all meinen anderen Interessen nicht die Zeit, auch noch diese Rubrik sinnvoll einzubringen. Dennoch gibt es hier und da eine Ausnahme, denn was mich begeistert und / oder fasziniert, teile ich gerne mit.

Außerdem möchte ich den Personen, die am Projekt „Die Geisterakten“ mitwirken, meinen Tribut für ihre Arbeit, die sie nur als Hobby verrichten, in dieser Form, zollen.

Mehr durch Zufall als bewusst habe ich diese Serie über Amazon Prime gefunden. Im Nachhinein bin ich auch sehr froh darüber, diese Serie gesehen zu haben. Jedenfalls sprach mich die Kurzinformation zu der Serie an, so dass ich die erste Folge und innerhalb der nächsten Tage auch den Rest angesehen habe und nun etwas traurig bin, dass es noch keine weiteren Folgen gibt.

Und ganz am Ende könnt ihr sogar lesen, welche paranormalen Erfahrungen ich in meinem Leben bereits hatte.

Hinweis: Sämtliche Bilder in diesem Beitrag sind von der offiziellen Website der Geisterakten übernommen. Quelle: Die Geisterakten

 

Was sind die Geisterakten und worum geht es?

Das Team der Geisterakten setzt sich aus mehreren Personen zusammen, die in ihrer Freizeit(!) auf Geisterjagd (im weitesten Sinne) gehen. Sie suchen Orte auf, denen paranormale Aktivitäten nachgesagt werden. Dort nutzen sie mehrere technische Geräte um eben diese Aktivitäten belegen zu können, sofern es etwas zu belegen gibt.

Doch bevor sie diese Orte aufsuchen, wird selbstverständlich erstmal recherchiert. Was macht den Ort besonders? Was kann man darüber in Erfahrung bringen? Und so weiter. Die Ergebnisse dieser Recherchen werden zu Beginn einer Folge zusammengefasst erklärt, so dass der Zuschauer eine ungefähre Ahnung davon bekommt, warum ein Ort ausgewählt wurde und welche paranormalen Hintergründe es möglicherweise gibt.

Am Ort des Geschehens angekommen, werden sämtliche Gerätschaften aufgeteilt, platziert und für die Ermittlungen, sowie Messungen, genutzt. Darunter sind Audiorecorder, EMF Meter, eine Vollspektrum Kamera, Nachtsichtgeräte und auch ein so genanntes Portal.

Durch die Nachtsichtgeräte erlebt der Zuschauer die Folgen zumeist in einem grünlichen Farbton. So, wie man es von Nachtsichtgeräten kennt. Dennoch kann man die Personen und die Umgebung gut erkennen. Es ist sogar durchaus möglich bestimmte Erscheinungen zu sehen, bevor sie in der Wiederholung verlangsamt und vergrößert dargestellt werden. Wichtiger ist jedoch darauf zu achten, ob und wie ein EMF Meter auf Fragestellungen und die Anwesenheit des Teams reagiert.

Während man sich durchaus mit Skepsis an die Funktionalität solcher EMF Geräte wagen darf, ist es schon fraglich woher die elektrische Energie in freier Natur herkommt, die durch das EMF Gerät angezeigt wird. Insbesondere dann, wenn es nicht willkürlich, sondern auf gestellte Fragen reagiert.

Aber noch wichtiger als das Sehen ist das Hören. Durch die Audiogeräte, einer Spirit Box und einem Portal sind durchaus Stimmen hörbar. Wenngleich es sehr schwierig ist ohne den „Untertitel“ genaue Worte oder Sätze zu erkennen. Häufig, und vor allem dann, wenn man sich an die Art der Ermittlungen des Teams gewöhnt hat, kann man mit gutem Gehör auch direkt etwas erhören. Jedoch sind in den meisten Fällen die Untertitel, welche erst in der Auswertung, bzw. danach, hinzugefügt wurden, nötig, um das Gehörte auch in Worte zu fassen.

Es ist dabei insgesamt sehr erstaunlich zu sehen und zu hören, dass tatsächlich etwas passiert. Obgleich bei manchen Rückmeldungen die Frage gestellt werden darf, ob das erkannte Wort, oder die Wörter, bei der Auswertung korrekt erkannt worden sind. Andere sind hingegen sehr eindeutig. Aber wer oder was ist da eigentlich zu hören? Sind es Geister, Seelen, Dämonen oder gar andere Wesen oder Dinge?

Vermutlich wissen wir Menschen zu wenig darüber, um mit Bestimmtheit sagen zu können, dass es das Eine oder das Andere oder sonst etwas ist. Jedoch ist es sehr spannend die Ermittlungen zu beobachten, zumal es eine deutsche Produktion ist und keine amerikanische.

Ich selbst interessiere mich sehr für diese Thematik und schaue mir auch das Mystery-Programm eines Fernsehsenders an, wo es genau um diese Thematiken geht. Dort wird Geisterjagd und auch die Austreibung selbiger sogar professionell angeboten. Das ist hier zu Lande noch nicht wirklich verbreitet. Und nein, spirituelle Reinigungen oder Austreibungen finden bei den Geisterakten nicht statt. Wünschen würde ich es dem Team aber sehr, dass aus diesem Hobby ein konformer Vollzeitjob wird. Nicht nur, dass es noch mehr spannende Ermittlungen und Folgen geben würde, es wäre auch für Betroffene dieser Thematik sicherlich eine Hilfe. Denn in anderen Sendungen, die ich früher bereits gesehen habe, in welcher Personen von wirklich mysteriösen Erlebnissen berichten, wäre eine professionell tätige Truppe wohl eine große Hilfe. Dafür müsste das Team der Geisterakten wohl auch den weiteren Schritt mit den spirituellen Reinigungen machen.

Nun habt ihr die ganze Zeit vom Team der Geisterakten gelesen und fragt euch sicherlich, wer dahintersteckt. Ich könnte euch den Ball nun zuwerfen und sagen: schaut euch die Serie an, dann erfahrt ihr es, aber das wäre zu einfach. So beschreibe ich euch die Beteiligten aus meiner Sicht, wie ich sie in der Serie kennengelernt habe.

Wer sind die Personen hinter den Geisterakten?  

DanielEr ist der Kopf und Gründer der Geisterakten und zeigt auf ganzer Ebene sein technisches Verständnis. Bei den Ermittlungen wirkt er nach Außen häufig so, als erwarte er gar nicht, dass irgendwelche Dinge passieren oder Rückmeldungen kommen. Es scheint immer wieder durch, dass er rationale Erklärungen für die Geschehnisse, die auf Bildern, Kamera und Audiogeräten zu finden sind, sucht. Seine technischen Erklärungen klingen dabei durchaus logisch, aber auch er weiß manchmal keine rationale Begründung für Vorkommnisse. Zudem wirkt er sympathisch, ehrlich, aufgeschlossen und mit einer gesunden Skepsis ausgestattet. Immer wieder dichten ihm die Stimmen negative Dinge an, zumindest kommt es so rüber. Dennoch lässt er sich davon nicht einschüchtern und sucht hin und wieder die verbale Konfrontation. Meistens ist er aber ruhig und versucht eine vernünftige Konversation herzustellen.

MichaMitbegründer der Geisterakten und ein ebenfalls rational denkender Mensch. Er wirkt deutlich sensibler und scheint bei den Ermittlungen, bei welchen er dabei war, durchaus emotional auf seine Umgebung und Geschehnisse zu reagieren. Und wenn dies auch mit Stille passiert. Leider war er nicht in jeder Episode dabei, was auch verständlich ist, denn das Ganze ist eine Freizeitaktivität. Dennoch ist sichtlich zu erkennen, dass er ebenfalls mit Skepsis an die Sache herangeht und sich auch nicht zu viel zumutet, wenn er merkt, dass ihm nicht Wohl bei einer Sache ist.

Stephan-1Soweit ich verstanden habe, ist er ebenfalls Mitbegründer der Geisterakten. Er ist der Held des Teams, kennt keine Furcht und scheut auch nicht davor zurück, alleine in dunkle Keller zu gehen. Allein schon deswegen hat er meinen vollen Respekt, denn das wäre nichts für mich. Wie es dabei in seinem Inneren aussieht, verrät er oftmals und kommt dabei ebenso sympathisch rüber wie Daniel. Aber Stephan lächelt deutlich öfter und auch wenn er sich viel zutraut, überkommen ihn doch häufiger unwohle Momente und Emotionen. Auch er versucht rational an die Geschehnisse heranzugehen. Auffallend ist jedoch, dass er bei den Ermittlungen eine Art Liebling der Stimmen, Wesen, Geister, Seelen zu sein scheint. Sein Name fällt sehr häufig. Woran das genau liegt, kann er selbst nicht so ganz erklären. Möglicherweise kann es aber daran liegen, dass er für solche Phänomene offen ist und dadurch noch am Ehesten angesprochen wird.

LibbyEine kleine Hundedame, die sehr häufig an Ermittlungen teilnimmt. Ich glaube, dass sie zu Daniel gehört. Jedenfalls wird Tieren grundsätzlich ein feineres Gespür für paranormale Phänomene nachgesagt. Dies scheint sich auch in vielen Situationen zu bewahrheiten. Während Menschen weder etwas sehen noch bemerken, jagt die kleine Fellnase schon irgendetwas hinterher. Auf manchen Fotos kann man anscheinend auch erkennen, dass da etwas ist, wonach sie jagt. Außerdem scheint sie der Liebling der Stimmen zu sein, denn ihr Name fällt auch dann, wenn sie gar nicht da ist. Die Stimmen wollen Libby: mit ihr spielen, sie streicheln oder sie sogar beschützen. Doch auch manchmal möchte die kleine Fellnase einfach nur ihre Ruhe und schläft bei Daniel, Stefan oder eigentlich bei jedem. Auch Julia scheint für sie ein favorisierter Schlafplatz zu sein.

TEAM-JuliaDie Miss Rockabella, die ebenfalls offen für Paranormales ist. Optisch sticht sie definitiv in diesem Team sehr hervor. Mit ihren roten Haaren, Tattoos und Piercings ist sie schon ein kleines Kunstwerk. Sie ist sensibel, emotional und feinfühlig. Dennoch versucht auch sie eher rational zu denken, wenngleich dies etwas weniger ausgeprägt ist, wie zum Beispiel bei Daniel. Bei ihr fällt auf, dass sie durchaus etwas häufiger direkt erkennt, welche Worte möglicherweise gesprochen wurden. Also jene Worte, die aus dem Portal und anderen Audiogeräten zu hören sind.  Sie war nicht von Anfang an dabei, wurde aber sehr schnell durch ihre offene Art integriert und ist mittlerweile ein mehr als fester Bestandteil des Teams. Ich hoffe, dass das so bleibt.

TEAM-KatjaAuch sie kam etwas später dazu und ist nun fester Bestandteil des Teams. Vom Typ her ist sie am Ehesten mit Daniel zu vergleichen, finde ich. Skeptisch, rational eingestellt und zumeist ruhig ist sie an den Ermittlungen beteiligt. Dass auch sie feinfühlig ist, erkennt man insbesondere bei einer Folge sehr gut. Oftmals scheint auch sie etwas zu bemerken, aber dann wirkt es gelegentlich so, als ob sie sich etwas zurückhält. Möglicherweise ob der eigenen Einschätzung, ob wirklich etwas gewesen war, oder doch nur eine Einbildung. Es ist aber angenehm auch sie zu beobachten, denn durch die verschiedensten Reaktionen aller Beteiligten im Team, ist es immer wieder interessant zu sehen wer wie auf etwas reagiert. Ich denke aber, dass sie kaum schreiend wegrennen würde, sondern dann doch mehr fasziniert als panisch reagiert.

ViolaSie kam als Letztes dazu und hat einen unverkennbaren Ansatz eines bestimmten Dialekts. Nicht wirklich schlimm, eher noch goldig. Jedenfalls ist sie diejenige, die Veränderungen in der Umgebung als Erste und am Deutlichsten wahrnimmt. Sie wurde auch als Medium beschrieben in der Folge, in welcher sie erstmalig dabei war. Und dieser Begriff passt zu der sympathischen Dame. Bei ihr ist es wohl so, dass sie eigentlich keine Gerätschaften bräuchte, um zu spüren und fühlen, wenn sich etwas in der Umgebung verändert. In mehreren Folgen ist bei ihr der 7. Sinn aktiv und da kann man es ihr ansehen, dass sie teilweise aus dem Nichts eine Unruhe plagt, der sie auf ihre Art nachgeht. Man sieht sie auch gelegentlich mit geschlossenen Augen bei den Ermittlungen. Das hilft ihr wahrscheinlich sich noch mehr auf die Umgebung zu konzentrieren und zu fühlen, ob da etwas ist.

MichaelaSie ist zuständig für die Recherchen zu den besuchten Orten. Zwar kommt sie nicht vor der Kamera vor, ist jedoch ein immens wichtiger Bestandteil des Teams. Denn ohne Informationen zu den Orten, wären solche Ermittlungen wohl durchaus noch schwieriger. Zudem macht sie auch Nachforschungen, wenn bestimmte Ereignisse oder Namen erwähnt worden sind, um gegebenenfalls eine Verbindung herstellen zu können. Und tatsächlich gibt es solche Verbindungen zu einigen Fällen und Vorkommnissen.

AlexEr war ganz am Anfang dabei, ist aber jedoch relativ schnell inaktiv geworden. Es fällt mir schwer etwas über ihn zu sagen. Dennoch wäre es nicht gerecht, ihn nicht zu erwähnen. Er wirkte interessiert und war scheinbar, ob der ausgewerteten Ergebnisse, doch sehr überrascht. Vielleicht kehrt er wieder zurück.

VerenaAuch sie war in den ersten Episoden dabei und wirkte recht aufgeschlossen zu der Thematik, wenngleich sie doch eher die rationale Ebene bei den Ermittlungen bevorzugte. Dies ändert sich aber in einer Folge, in der man wohl hautnah miterleben kann, wie es um ihre Emotionen und ihrem Feingefühl steht, wenn mehr als nur Stimmen „ermittelt“ werden. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass sie derzeit inaktiv ist. Dennoch würde ich mir wünschen, dass sie auch wieder zurückkehrt, sofern es ihr möglich ist, da sie von ihrer Art ein gutes Mittelstück zu Julia und Katja darstellt.

Das ist das Team und die Geisterakten. Eine spannende Serie, die man mit Skepsis, Interesse, Neugierde und noch anderen Emotionen verfolgen kann. Ich hoffe, dass sich vom Team keiner auf den Schlips getreten fühlt, wenn doch – bitte umgehend auf meinen treten.

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Persönliche Begegnung mit Paranormalem

Während der Folgen und auch danach, habe ich immer wieder überlegt, ob ich in meinem Leben auch schon unerklärliche, paranormale Erlebnisse hatte. Aber da war nicht wirklich viel, über das ich berichten könnte. Zwei Dinge sind mir jedoch eingefallen, wovon ich aber nur eines bewusst erleben konnte. Das erste davon konnte ich nicht bewusst erleben, denn da war ich doch deutlich zu jung mit gerade einmal ein paar Tagen auf der Welt.

Aber es soll so gewesen sein, so erzählte es meine Mutter, die das Erlebnis mit meiner Großmutter hatte, dass ich im Schlafzimmer in meinem Kinderbett schlief und plötzlich anfing laut zu schreien. Nicht ungewöhnlich für ein Baby. Aber meine Mutter und Großmutter erschraken angeblich sehr, denn als sie die Tür zu dem Zimmer öffneten, lag ein stechender Verwesungsgeruch in der Luft. Meine Windel war definitiv nicht der Auslöser davon. Hintergrund hierzu: wenige Tage zuvor verstarb ein naher Verwandter, der sich wohl noch von mir verabschieden wollte.

Das zweite Erlebnis war dann schon etwas anders und ist in einer Sommernacht 2016 passiert. Ich hatte meine Katze noch nicht so lange und das arme Ding war sehr verängstigt und versteckte sich die meiste Zeit. Sie ließ sich auch nicht anfassen und fauchte mich sogar an. Jedenfalls war sie noch sehr jung. Ich schlief also in dieser besagten Nacht und wachte irgendwann auf. Es war noch dunkel und nur der Mond warf ein wenig Helligkeit in den Raum. Neben meinem Kissen ist immer etwas Platz und da lag sie, in voller Größe und ganz ruhig neben dem Kissen. Ich war überrascht, dass sie dort lag, denn eigentlich war es nicht so, dass sie die Nähe schon suchte. Ich wollte meine Hand in ihre Nähe legen und schauen, ob sie reagiert oder schläft. Und dann verblasste die Gestalt langsam bis sie schließlich nicht mehr da war. Es hat mich erstaunlicherweise nicht erschrocken oder in Angst / Panik versetzt. Ich war einfach verwundert. Jedoch fragte ich mich, wo die Kleine denn ist, wenn nicht neben mir? So stand ich auf und ging ins Wohnzimmer. Dort lag sie auf dem Kratzbaum und schlief. Sie atmete, das konnte ich sehen, denn ihre Flanke hob und senkte sich. Das war beruhigend zu sehen und zu wissen. Hatte sie geträumt und wünschte sich in meiner Nähe zu sein? Gar so sehr, dass dieser Wunsch in Form dieser – ich nenne es mal Erscheinung – erfüllt wurde?

Wer weiß, wer weiß…

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Buch-Rezension zu „The Wild Hunt“

Das Lesefieber, das mich seit der Frankfurter Buchmesse begleitet, führte mich am 31.10.2017 zu einem Buch, das nicht passender zu Halloween sein konnte, als dieses.

The Wild Hunt“ von Mario H. Steinmetz aus dem Papierverzierer Verlag in Essen.

Genres:  Horror, Fantasy, Paranormal

Auch dieses Buch enthält eine abgeschlossene Handlung auf 262 Seiten. Es erschien bereits am 27.10.2016 und meine Lesedauer betrug ca. 6 Stunden.

Klappentext:

Ein Serienkiller treibt in Louisiana sein Unwesen. Er überfällt Reisende und verschleppt sie in das Sumpfland des Atchafalaya Wildlife Refuge.
Als Sues Familie in die Fänge des Killers gerät, muss sie mit ansehen, wie ihre Familie brutal ermordet wird. Sie selbst kann in ihrer Not gerade noch in die Sümpfe entkommen.
Die Jagd auf den Serienkiller beginnt, dessen Morde mit einer Blutfehde zusammenhängen, die bis in die Zeit der amerikanischen Revolution zurückreicht.
Doch in den Sümpfen lauert noch etwas weitaus gefährlicheres als der Killer. Es ist kompromisslos, tödlich und absolut böse!

Es ist definitiv keine Geschichte für zart besaitete Personen, denn im Verlauf der Geschichte wird es durchaus auch mal blutig und die Beschreibung der Verletzungen usw. könnte in Verbindung mit einer lebhaften Fantasie recht ungesund sein.

Zum Glück gehöre ich nicht zu diesem Personenkreis und konnte diese Geschichte in vollen Zügen genießen.

Der Klappentext, um die junge Sue, beschreibt den Anfang des Buches auf den ersten 20 Seiten. Dass innerhalb dieser Anfangsseiten bereits ein recht hohes Spannungslevel erreicht wird, ist schon bemerkenswert: Verfolgungsjagd, Morde und die Flucht von Sue.

Mir fiel unweigerlich eine Aussage von Stephen King ein, der sinngemäß sagte, dass die Hauptfiguren einer Geschichte zuerst kennengelernt werden, ein Bezug zu ihnen aufgebaut wird und sobald sich der Leser an die Personen gewöhnt hat, wäre es eine noch größere Freude, diese in den Horrorgeschichten so richtig ranzunehmen.

Ja, Pustekuchen. Hier geht es direkt zur Sache. Danach darf man diese Aufregung verdauen und zu Luft kommen. Es entwickeln sich zwei Geschichten mit unterschiedlichen Charakteren, die parallel zu einander verlaufen.

In der einen haben wir den jungen Journalisten Mason, der sich für das Geschehen in dem kleinen Ort interessiert und sich durch die Mordserie eine Titelstory erhofft.

In der anderen finden sich Eric und Nina, die eigentlich nur auf der Durchreise nach New Orleans sind. Sie sind kein Paar, sondern Arbeitskollegen.

Während Mason durch sein journalistisches Interesse beinahe zwangsläufig in die Fänge einer Gruppe professioneller Jäger gerät, welche er als potentielle Verursacher der Morde ausfindig machte, geraten Eric und Nina eher zufällig zur Lafayette Familie und deren Anwesen in den Wäldern des Ortes.

Alle drei werden jedoch in etwas hineingezogen, das sie weder vorausahnen, noch sich jemals hätten vorstellen können. Diese Gruppe aus Jägern und die Familie der Lafayettes sind nämlich Erzfeinde und bereiten sich auf eine spezielle Mondnacht vor, in welcher sie ihrer Blutsfehde ein Ende setzen wollen.

Für Eric und Nina beginnt das ganze eigentlich noch recht angenehm. Es entwickeln sich im Lauf der Geschichte aber immer kuriosere Gegebenheiten. Durch Erzählungen der Familie, dass es Monster, sogenannte Rougarous (oder auch Rugaru geschrieben), gäbe, wird es noch viel undurchsichtiger. Die beiden sind durch diese Erzählungen und das merkwürdige Verhalten der Familie sehr irritiert und wollen eigentlich nur so schnell wie möglich weg. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen und so müssen sie bleiben und sich dem verrückten Wahnsinn, der sie erwartet, notgedrungen stellen. Und dabei stoßen sie auf Dinge, auf die sie lieber nie gestoßen wären.

Bei Mason verhält sich das, wie bereits erwähnt, ein wenig anders. Zunächst findet er seine Verdächtigen in der Gruppe der Jäger und stellt ihnen nach, um an Beweismaterial zu kommen. Seine Neugierde wird ihm aber zum Verhängnis und so muss er sich irgendwann in den Fängen dieser Jäger als potentielles, nächstes Opfer wiederfinden. Durch einen gewagten Deal gelingt es ihm vorerst am Leben zu bleiben. Doch auch diese Jägergruppe erzählt von diesen Monstern, was für Mason genauso verstörend ist.

Auch bei diesem Buch ist es vorteilhaft ein Supernatural Fan zu sein, denn dann weiß man, worum es sich bei diesen Rugarus handelt. Aber selbst wenn nicht, wird dies ausführlich in den parallel verlaufenden Geschichten der Hauptfiguren erklärt.

Ach ja, auch Sue kommt, wenn auch sehr selten, nochmal in der Geschichte vor. Sie ist schließlich währenddessen noch auf der Flucht.

Während sich das Spannungslevel also nach der knallharten Eröffnung des Buches immer wieder ein wenig zeigt und wieder abflacht, steigt es im letzten Drittel des Buches sehr hoch an und flacht fast gar nicht mehr ab. Da beginnt nämlich das blutige Aufeinandertreffen beider Erzfeinde und die parallel verlaufenden Geschichten finden zusammen.

Auch das Ende dieser Geschichte ist doch etwas, womit ich jedenfalls nicht gerechnet habe.

Fakt ist, dass der Autor diese drei Genres sehr gut in Szene setzt und mit diesen parallelen Handlungen eine Geschichte erschaffen hat, die sehr angenehm zu lesen ist. Der Schreibstil ist rund und ermöglicht es die Geschichte sehr fließend zu lesen.

Dieses Buch war übrigens ein Spontankauf. Mich hatte dieses Cover angesprochen. Die Augen blicken einen geradezu bedrohlich an. Aber auch der Klappentext war ebenfalls ansprechend, obwohl mir dieser Klappentext durchaus eine etwas andere Geschichte suggerierte, als ich im Endeffekt gelesen habe.

Dieser Spontankauf entpuppte sich als Glücksgriff, muss ich sagen. Paranormaler Fantasyhorror, der das Thema trifft und Menschen, die es gerne etwas härter und blutiger mögen, erfreuen wird.

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Buch-Rezension zu „Absolution“

Meine erste Buchrezension überhaupt. Ich gebe zu, dass ich mich absolut nicht darüber informiert habe, wie sowas aussehen soll. Aber vielleicht ist es auch einfach besser, wenn ich das schreibe, was ich denke und mir nicht unbedingt irgendwo etwas abschaue.

Nach der Buchmesse musste ich einfach anfangen mit dem Lesen der Bücher und so entschied ich mich für das erste Buch, das mir auf selbiger ins Auge fiel.

Absolution – Wie man eine Sünde überlebt“ von Jasmin Romana Welsch aus dem Sternensand Verlag in der Schweiz.

Genre: Fantasy / Urban Fantasy / Paranormal

Es ist eine in sich abgeschlossene Geschichte, was meine Wahl zum Lesestart vereinfachte.

Erschienen ist es bereits am 22.03.2016 mit 224 Seiten. Meine Lesedauer betrug hierfür ca. 4,5 Stunden. Die Geschichte ist spannend und es fiel mir schwer das Buch wegzulegen.

Doch zuerst der Klappentext, sprich die Information, die man auf der Rückseite finden kann:

Mein Name ist Sixten. Ich denke, ich war ein durchschnittlicher Absteiger: unterbezahlt, launisch und auf das Leben und die ach so verkommene Welt schlecht zu sprechen. Da war mein kleines Drogenproblem, diese nervenaufreibenden Sitzungen bei Doktor Mattson und mein Kumpel Nils, der seit der Grundschule nicht gelernt hat, länger als zehn Stunden sauer auf mich zu sein. Summa summarum war mein Leben Mist, aber unkompliziert genug, um den Pessimismus in die tägliche Routine einfließen zu lassen. Ich hätte genau so weitergemacht, wäre nicht alles plötzlich unwirklich geworden. Auf einmal soll ich ein Todsünder sein und der Sklave eines Dämons werden das behauptet zumindest die sprechende Katze, die will, dass ich sie Meisterin nenne. Vielleicht habe ich auch einfach Wahnvorstellungen von der Kokserei bekommen. So oder so, mein Leben braucht eine Kehrtwende. Dann muss ich mich eben damit abfinden, dass es Himmel und Hölle gibt, auch wenn ich bisher Atheist war. Ich war ja auch ein gefühlskaltes Arschloch und finde mich jetzt damit ab, dass ich die Dämonen-Katze, die meine Seele verschachern will, irgendwie mag. Einer von uns wird trotzdem verlieren. Am Ende bin ich vielleicht tot, verrückt oder clean, aber das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Allein diese Dämonen-Katze hat mich sehr neugierig gemacht. Vielleicht liegt es daran, dass ich Katzenbesitzer bin und ich meine kleine Mieze im Verlauf des Lesens mit anderen Augen gesehen habe.

Zu Beginn erfährt man recht viel über die aktuellen Lebensumstände der Hauptfigur Sixten. Ein Drogenabhängiger durch und durch. Jedoch mit Sympathiewerten, was mich durchaus überrascht. Während er sich immer wieder zudröhnt und von seiner Weltanschauung berichtet, dauert es einige Zeit bis ein spezielles Erlebnis dem anderen folgt. Eines davon ist natürlich das Auftauchen der Dämonen-Katze.

Irgendwie scheint eine Hassliebe zwischen beiden zu bestehen, obwohl stets an den Punkt gedacht werden muss, dass diese Katze die Seele von Sixten verkaufen möchte, bzw. unbedingt will um sich daraus ihren eigenen Vorteil verschaffen zu können. Diese sarkastisch ironische Beziehung zwischen beiden setzt sich fort und als ihnen dann noch eine weitere – nennen wir sie einfach mal paranormale Person – erscheint, beginnt das Abenteuer von beiden erst so richtig. Es bleibt übrigens nicht bei einer paranormalen Person.

So viel zum Inhalt an sich. Würde ich mehr darüber schreiben, dann bräuchte man sich das Buch kaum noch kaufen und das ist nicht Sinn dieser Übung.

Mich persönlich hat der Schreibstil beim Lesen gehalten. Auch die Wortwahl ist interessant und erfrischend umgangssprachlich. Da diese Geschichte in der Gegenwart geschrieben wurde, ist es mir sehr leicht gefallen mit meiner Fantasie, wie in einem Film, in das Buch hinein zu tauchen.

Zwar mag diese Story relativ trist und grau beginnen, wie es zu einem Drogenabhängigen passt, jedoch wird das Spannungslevel und die Intensität der Geschichte, je länger sie dauert, höher. Immer wieder musste ich lachen oder zumindest grinsen. Und das trotz des recht heiklen Themas für den Protagonisten Sixten.

Und das Ende, meine Lieben, das Ende ist raffiniert und genial. Dafür gibt es einen ausgestreckten Daumen nach oben. Also nicht nur für das Ende, sondern für die Geschichte, den Schreibstil, den Aufbau und die Wahl der Charaktere.

Es ist definitiv eine spannende und fesselnde Geschichte, die ich Fans der urbanen Fantasy guten Gewissens ans Herz legen kann. Doch auch wer sich für Paranormales interessiert, oder zum Beispiel Fan der Serie „Supernatural“ ist, wird sich hier sehr gut aufgehoben fühlen.

Mein Gefühl beim Kauf hat mich also nicht getäuscht. Nach dem Lesen war ich belustigt, zufrieden und entspannt. Mit einem Grinsen konnte ich das Buch wieder zurück ins Regal stellen. Klare Kaufempfehlung von mir.

Übrigens stammt das Titelbild von der Internetseite des Sternensand Verlags. (ich hoffe ihr habt nichts dagegen)

Bildquelle: www.sternensand-verlag.ch

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