Die Stadthalle in Langen bebte unter dem melodischen Sound von Axel Rudi Pell am 30.10.2018

Da war ich also in Langen, das zwischen Frankfurt und Darmstadt liegt, um eine meiner musikalischen Favoriten endlich einmal zu sehen. Seit wie vielen Jahren höre ich eigentlich Axel Rudi Pell? Tatsächlich seit 2004 und nun, 14 Jahre später, kam ich endlich in den Genuss diese Band auch einmal live zu sehen mit dem Großmeister selbst an der Gitarre.

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Zum Glück war es nicht so kompliziert die Stadthalle in Langen zu finden. Dafür war es zunächst ein wenig irritierend. Nun gut, ich war noch nie dort gewesen und habe zunächst einmal den Weg nach unten Richtung Garderobe und Toiletten gewählt. Danach hinten herum, nach oben und siehe da, dort muss es sein. In der Räumlichkeit selbst war ich überrascht, dass der Raum insgesamt kleiner wirkte und war, als ich annahm. Dafür gab es weiter hinten leckeren Currywurst-Duft und Getränke. Die Cola für 3,50 € ohne Pfand – das ist mal ein fairer Preis. Aber noch wollte ich gar nichts trinken, ich bewunderte erstmal die schöne Bühne, die schon fein hergerichtet auf die Action wartete.

Und die ließ auch nicht lange auf sich warten: zwei Herren mit Akustikgitarren betraten die Bühne und das war auch der Start in den Abend. Chris Bay heißt der Künstler, der einen gewissen Surfer-Charme ausstrahlt und mit der Akustik-Gitarre zwar eher ruhigere Rockmusik spielt, diese aber mit Gefühl und Ausstrahlung. Okay, vielleicht liegt das mit dem Surfer-Charme auch daran, dass ich vor dem Konzert sein Video „Flying Hearts“ gesehen habe, in dem er an einem Strand ist.

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Die Songs strahlen eine gewisse Freude und irgendwie auch, ich kann es nicht anders als mit dem Wort Sonne beschreiben, aus. Deswegen vielleicht auch die Antizipationen des Surfers. Aber er kommt auf der Bühne auch freudig und mit Spaß bei seinem Tun herüber.

Zwar war es ein eher, im Verhältnis zu dem was noch kam, ruhigerer Start in den Abend, dafür jedoch ein gutes Aufwärmprogramm, bei dem er schon Erfolg dabei hatte, das Publikum mitzunehmen. Man sah ihn häufig lächeln und mit offenem Blick ins Publikum schauen. Sein Partner an der zweiten Gitarre, war eher etwas zurückhaltender, wenn ich das so sagen kann, erledigte seine Aufgabe aber auch sehr gut und spielte die zweite A-Gitarre mit leicht versteckter Leidenschaft.

Nach ihnen gab es keine große Pause. Es reichte gerade aus, um die gekaufte Cola auszutrinken. Die folgende Band durfte ich nun ein zweites Mal sehen. Bereits im Jahr 2017 waren The Unity in der Batschkapp im Vorprogramm von Edguy zu sehen. Damals haben sie mir schon sehr gut gefallen, denn mit ihrem Hard Rock und Metal, der kraftvoll und melodisch ist, treffen sie meinen Geschmack sehr genau.

Das war dieses Mal nicht anders. Es ging direkt knallhart los. Schlagzeug und schöne Gitarrenriffs zu Beginn, das ist mal eine Ansage und Gianba Manenti, der die Kraft durch seine Stimme repräsentiert, war nicht minder mit Energie aufgeladen.

Wieder brachten sie ein gutes Set mit, das mit Krachern und auch gefühlvolleren ruhigeren Passagen in den Songs gespickt war. Freude, Spaß und Leben auf der Bühne war von Beginn bis Ende zu sehen. Ob an den Bewegungen oder der Mimik der Musiker, man sah es ihnen einfach an, dass sie auf der Bühne zu Hause sind.

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Mit „Never Forget“ beendeten sie ihren Auftritt, was durchaus sehr passend war, denn der Song ist, ähnlich wie The Storm, sehr melodisch gehalten und vergessen kann ich The Unity jedenfalls nicht. Es ist einfach meine Musik und ich glaube, dass das Album bald auch den Weg in mein Wohnzimmer finden wird. Die Musik ist einfach stark. Ob sie im kommenden Jahr vielleicht schon ihre eigene Tour machen werden? Genial wäre es definitiv.

Nach dem gelungenen Auftritt gab es dann doch mal eine längere Umbaupause auf der Bühne, die man gut für Gespräche, Getränke und das ein oder andere Laster nutzen konnte. Ein wenig den Merchandise-Stand betrachten gehörte auch dazu.

Die Zeit verging dann aber doch recht schnell und es wurde Zeit für den Hauptakt des Abends. Ich war innerlich ganz schön aufgeregt und habe mich tierisch darauf gefreut, Axel Rudi Pell live sehen zu können. Dazu muss ich aber auch sagen, dass so etwas immer ein gewisses Risiko birgt. Ist die Band auch live so gut, wie auf den CDs? Werde ich womöglich entzaubert? Werde ich enttäuscht? Ich sage es direkt vorweg: nein ich wurde nicht enttäuscht und auch nicht entzaubert. Die Band und natürlich Axel Rudi Pell selbst, sind live mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser, als auf CD. Das ist meine persönliche Einschätzung.

Es ging also los, die Medieval Overture lief an, nach und nach kamen die Musiker auf die Bühne. Selbstverständlich unter Jubel und Applaus. Kaum waren alle da, ging es auch richtig los mit The Wild and the Young.

Natürlich war mein Fokus zu Beginn auf Axel Rudi Pell gelegt, schließlich mag ich sein besonderes Gitarrenspiel sehr. Man hört nicht nur auf CD, sondern auch live, sehr gut heraus, wie er „arbeitet“. Wenn man das auch noch sehen kann, ist das eine Art Fest für die Sinne. Dazu noch der super Gesang von Johnny Gioeli, der die Bühne komplett ausnutzte und bis zum Ende scheinbar keinen Energieverlust hatte.

Fantastisch ist es, wenn man fast alle Songs kennt und diese bereits mit den ersten Klängen erkennt und zu einem Großteil mitsingen könnte. Vom aktuellen Album gab es gerade einmal drei Titel, dafür aber eine bunt durchgemischte Liederpalette aus vielen Alben. Beim Song Oceans of time, der ruhiger ausfällt, konnte man durchaus ins Träumen verfallen. Fans der Band wissen ohnehin, dass gerade solche ruhigeren Songs auch sehr gut ankommen. Sie liegen ihnen und es ist auch nicht verwunderlich, dass Balladen eine Beständigkeit bei Axel Rudi Pell haben. Insbesondere finde ich seine Solos in diesen Songs atemberaubend. Die Melodie erzählt so viel mehr, als es Worte manchmal könnten.

Später lief er selbst sogar von der Bühne herunter und begrüßte die erste Reihe, während er von der einen zur anderen Seite ging und auch weiterspielte. Ja, der Mann hat es drauf.

Aber nicht nur er hatte seine besonderen Auftritte, auch der Drummer Bobby durfte bei einem Solo sein Können zeigen. Dies tat er während des Songs Mystica, als die Band die Bühne für seinen Auftritt räumte und ihn machen ließ. Sehr zur Freude der Fans, die nach Aufforderung auch klatschten und das „Hey“ zum Rhythmus riefen.

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Ferdy am Keyboard hatte auch sein Solo als Intro für die Songs Game of Sins / Tower of Babylon. Die Zeit rannte bei der tollen Musik einfach nur so davon und nach einem Medley, das mit einem Ausschnitt des Songs „Carousel“ endete, war das Hauptprogramm vorbei.

Doch was wäre ein sehr guter musikalischer Abend ohne die Aufforderung der Fans, dass eine Zugabe unabdingbar ist? Einfach nur ein sehr guter und kein gelungener Abend. Aber es wurde zu einem gelungenen Abend, denn die Zugabe gab es natürlich.

Mit dem Masquerade Ball und Casbah ging es weiter, ehe mit Rock the Nation ein passender Abschluss, fast eine Message, der Abschluss gefunden wurde.

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Metal a capella mit Van Canto in der Batschkapp Frankfurt – gute Laune, viel Rakka-Takka und Partystimmung inklusive

Auf diesen Abend hatte ich mich schon länger gefreut, denn seit einigen Jahren höre ich die Musik von Van Canto doch sehr gerne. Sie ist schon allein deswegen anders, weil es bis auf das Schlagzeug keine anderen Instrumente gibt. Die werden von den Bandmitgliedern eingesungen, wenn man so will.

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Doch bevor es mit dem A Capella Hauptakt losging, durften sich zwei weitere Bands präsentieren. Die erste davon, ein Duo aus Kaiserslautern mit dem Namen „MoonSun“, waren auch gleich voll dabei.

Direkt mit dem Publikum interagieren, begrüßen und zum Mitmachen auffordern. Insbesondere die junge Dame, gleichzeitig die Stimme und Sängerin des Duos, schien einen ganz besonders großen Bewegungsdrang zu haben. Meine Güte was lief sie hin und her, hüpfte und tanzte förmlich über die Bühne, während sie auch das Singen nicht vernachlässigte. So kann man sich das Fitnessstudio auch sparen.

Anfangs fand ich es doch ein wenig irritierend, dass nur zwei Personen auf der Bühne standen, denn ich hatte zuvor auf dem YouTube Kanal der beiden Mal reingehört, kurz für ein einziges Video und dachte es wären mehr Personen. Doch im Nachhinein, bei genauerer Betrachtung, fällt auf, dass die Instrumente gänzlich von Thomas Kolbin eingespielt und wohl auch gemischt wurden.

Doch wie macht er das auf der Bühne? Schließlich kann er kaum an den Drums und der Gitarre und dem Keyboard usw. gleichzeitig sein?! Nun, er stand mit einer Akustik Gitarre auf der Bühne, hatte aber auch ein Gerät dabei, das Loops aufnimmt (ich komme nicht auf den Namen). So konnte er auf der Gitarre Drums nachahmen, diese aufnehmen und abspielen lassen. Dies machte er auch mit anderen musikalischen Passagen, so dass doch der Eindruck einer ganzen Band entstand.

Sie spielen eine Art Mischung aus den Elementen Pop / Rock und Metal. Haben dabei eigene Songs als auch Coversongs im Repertoire. Am ehesten passt ihr Stil vom Auftritt und auch vom Großteil der Musik an sich in den Symphonic Metal Bereich.

Susannes Stimme ist sehr angenehm aber hat meines Erachtens noch nicht dieses kleine gewisse Etwas, das sie unverkennbar einzigartig macht. Aber gesanglich ist sie sehr gut. Sie könnte bestimmt ohne Probleme den Platz der Sängerin bei den Bands einnehmen, die sie covern. Darunter Nightwish, Within Temptation oder Evanescence.

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Die beiden haben bei ihren 30 Minuten, die sie hatten, einen guten Start in den Abend geliefert, bei dem sie den Großteil des Publikums in der halben Batschkapp durchaus mitnehmen konnten.

Nach einer kurzen Pause, in der ich mir natürlich das Dampfen nicht verkneifen konnte, ging es auch relativ zügig weiter. Nun gut, viel zum Aufräumen gab es ohnehin nicht.

Mit Evertale kam eine Band auf die Bühne, die ich zwar vom Namen her nicht kannte oder es mir nicht bewusst war, dass sie zu den Songs gehören, die ich hin und wieder auf einem Internetstream eines Power Metal Radios höre.

Oh ja, Power Metal ist absolut mein Fall und genau diesen spielen die Offenburger auch sehr gut. Tolle Riffs an der Gitarre, feine Solos, klarer und starker Gesang, der energiegeladen wirkt und ein Bass, der mit den Drums einhergeht.

Auch sie hatten einen gewissen Unterhaltungswert zwischen den Songs. Es wurde zum Beispiel die Frage gestellt, wer denn Gamer sei und da haben sich ganz schön viele gemeldet und ich natürlich auch. Aber mit dem Spiel, worauf sie einen Song bezogen, habe ich persönlich nicht so viel am Hut. Ging es um Warhammer? Ich meine schon, denn das würde zumindest zu dem Song passen. „Chapter 666 (We are the Hammer)

Die Songs waren aber insgesamt lang und in gewisser Weise auch episch, möchte ich doch meinen. Gerade der Gesang von Matthias Graf passt wirklich perfekt. Nicht zu hoch, nicht zu tief, aber klar und mit Kraft. Genau, wie es im Power Metal meiner Meinung nach sein muss.

Die Bandmitglieder haben auch gerne posiert. Also ich meine jetzt nicht, dass es Poser sind, nein sicher nicht. Aber sie haben bestimmte Positionen, Stellungen, wie auch immer (ich kann mich gerade nur noch um Kopf und Kragen reden) eingenommen, die in gewisser Weise zu diesem Genre und der musikalisch mitgelieferten Kraft, sowie Energie, passten.

Waren es fünf oder sechs Songs, die sie spielen durften? Ich bin mir da nicht sicher, aber im Endeffekt waren es für mich persönlich ein paar zu wenig. Aber nun gut, sie waren nicht der Hauptakt des Abends. Vielleicht ändert sich das irgendwann einmal, dann gäbe es mehr von dem guten Power Metal auf die Ohren.

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Das musikalische Level wurde dadurch gesteigert und damit konnte es nach der zweiten Pause auch zum Höhepunkt mit Van Canto selbst kommen.

Total blau kamen sie auf die Bühne. Blau als Lichtfarbe, nicht als Zustand. Jubel, lauter Applaus und auch hysterisches Kreischen waren zu hören, kaum, dass alle auf der Bühne waren.

Mit „If I die in battle“ machten sie exakt dort weiter, wo Evertale aufgehört hatten. Es war schon spannend für mich die Band live zu sehen und zu hören, denn durch das a capella, was die Gitarren ersetzt, hätte es auch durchaus schlimm werden können. Aber nun, die Wahrscheinlichkeit hierfür war eher gering. Schließlich ist die Band mit ihrem siebten Album auf der siebten Tour unterwegs und sie waren nun auch schon das siebte Mal in Frankfurt.

Wieso hat es eigentlich so lange gedauert, bis ich mir dann ein Konzert angesehen habe? Sehr merkwürdig, da ich die Band nun auch schon seit mehreren Jahren kenne und dies hätte eigentlich früher mitbekommen können. Wie dem auch sei, nun waren sie da und ich auch.

Irgendwie ist es sehr interessant und faszinierend – insbesondere live bei einem Konzert – sich das anzuhören und anzusehen, denn es fällt wirklich kaum auf, dass da keine Instrumente vorhanden sind; abgesehen vom Schlagzeug natürlich. Klar erkennt man, dass es sich nicht um E-Gitarren handelt oder einen Bass, aber andersrum gesehen fällt es wiederum nicht besonders ins Gewicht. Es gab sogar das ein oder andere „Gitarrensolo“ – oder wie soll man das nennen? Dafür waren diese aber so gut am Mikro eingesungen, dass es durchaus schwierig war, die Stimme vom Klang einer E-Gitarre zu unterscheiden. Da steckt viel Können dahinter.

Fast durchgehend haben die Musiker die Fans in miteinbezogen. Sei es durch das Auffordern zum Klatschen oder auch mitzusingen. Es war aber auch so, dass eigentlich nach jedem Song eine kurze Geschichte erzählt wurde, bzw. eine Mitmachstory erzählt wurde. Letzteres zog sich circa fünf Songs lang. Bei Rebellion ging es praktisch darum, dass die Schotten, also die Gäste der Batschkapp, die Engländer vertreiben sollten. Natürlich aus Offenbach und das ginge natürlich nur mit purer Lautstärke. Das Publikum hat geliefert. Im Anschluss ging es mit „To the Mountains“ zum Whiskey Sau… ich meine Trinken, in die Berge. Das half aber auch nicht so ganz bei der Selbstfindung, also blieb nichts anders übrig als den Bildungsweg einzuschlagen, nachdem man sich zwar gut, aber in Bezug auf die Selbstfindung eher mäßig beim Bardcall geschlagen hatte. Also Bücher lesen und den Drachen wecken gehen.

Dabei wurde wirklich viel gelacht und mitgemacht. Von der Stimmung her war es, wie ich fand, oberes Level. Immer wieder hat sich auch der Fanclub gemeldet, der ein „Rakka-Takka“ einstimmte, was dazu führte, dass sehr viele im Publikum mit dem folgenden Wort antworteten: Motherfu****

Unabhängig davon, dass es immer wieder angestimmt wurde, fand es immer seine Personen, die mitgemacht haben. Auch die Band hatte nichts dagegen und stimmte mit ein, dirigierte und fand es einfach toll. War es auch, schließlich hatte dieser Spaß seine ganz eigene Dynamik.

Auch als es kurze Zeit später schon Richtung Abschluss ging, war der Fanclub wieder hellwach. Es hieß, dass der Zettel, auf dem die Setliste stand, besagt, dass es kurz vor Ende ist. Da so etwas eher weniger populär ist, wurde spontan der „Lügenzettel“ eingestimmt. Und so gab es nach dem Song „Heading Home“ selbstverständlich noch eine Zugabe, die genauso frenetisch gefeiert wurde, wie der Hauptteil zuvor.

Zusammenfassend kann man durchaus sagen, dass der Abend für Musik, Unterhaltung und Spaß sorgte. Das ist ein großes Plus für die Band, die es zu jedem Zeitpunkt sehr gut verstanden hatte, die Fans zum Mitmachen zu bringen. Ich meine sehr viele erfreute und strahlende Gesichter gesehen zu haben, die in der Batschkapp einen tollen Abend erleben durften.

Ich wette, dass sich alle schon auf das achte Album mit der achten Tour freuen.

Legenden auf der Bühne: mein Konzertbericht zu Accept vom 04.02.2018 aus der Frankfurter Batschkapp – Heavy Metal as its best

Wer Rock und Metal hört, kommt an dieser Band aus Solingen einfach nicht vorbei. Sie sind eine feste Größe im internationalen Geschäft und auch nach fast 50 Jahren Bandgeschichte nicht von Bühnen und Festivals wegzudenken.

Zu diesem Abend gibt es auch eine eigene Bildergalerie: hier klicken.

Begonnen hatte der Abend jedoch zunächst mit der Vorband „Night Demon“ aus den USA. Pünktlich um 19:30 an diesem Sonntag kamen die drei Bandmitglieder auf die Bühne und legten direkt fulminant los.

Melodisch und mit starken Riffs glänzte Armand John Anthony, E-Gitarrist der Band, schon von Beginn an und bewies sofort, dass er das Gitarrenspiel, ob bei schnelleren oder langsameren Passagen, absolut beherrscht. Dazu passte natürlich, dass die Abstimmung der Tonanlage perfekt passte. Weder war es zu laut noch zu leise und die Instrumente, als auch der Gesang, ließen sich wunderbar heraushören.

In über 45 Minuten präsentierten sich die Jungs aus dem Sonnenstaat Kalifornien von ihrer kraftvollen und energiegeladenen Seite. Kaum ein Song wurde ohne entsprechende Solo-Einlagen präsentiert und auch Sänger und Bassist Jarvis Leatherby, konnte mit seiner kräftigen Stimme durchaus Stimmung in die bereits sehr gut gefüllte Batschkapp bringen.

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Den Stil, den sie spielen, erinnert richtig an „Old-School-Metal“ aus der Zeit des New Wave of British Heavy Metal, an deren Einflüssen sich die Band auch bedient und Parallelen zu Diamond Head, Metallica, Iron Maiden und weiteren Bands aufweist.

Es war also eine sehr passende Vorband an diesem Abend, die ganze 45 Minuten auf der Bühne verweilen und sich präsentieren durften. Wie schnell die Zeit dabei davonrannte, war schon beinahe beängstigend. Aber so ist das, wenn einem etwas gefällt. Auch die Gäste und Fans honorierten den sehr guten Auftritt mit Jubel und Applaus.

Kurze Informationen zu Night Demon:

Genre(s):  Heavy Metal

Herkunft:  Venture (Kalifornien), USA

Gründung:  2011

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Bass:  Jarvis Leatherby

E-Gitarre:  Armand John Anthony

Schlagzeug:  Dusty Squires

Die Umbaupause auf der Bühne dauerte ein wenig, ca. 35 Minuten ehe die Legenden die Bühne betraten. Zwischenzeitlich füllte sich die Batschkapp immer weiter, sodass ich vermute, dass diese so gut wie ausverkauft gewesen sein musste, denn es wurde eng und kuschelig. Doch als die Lichter ausgingen und Jubel, sowie Applaus aufkam, waren die Blicke auf die Bühne gerichtet und das Zwangskuscheln vergessen: Zeit für Accept!

Accept04122018p (31 von 46)Begonnen haben sie mit einem ihrer neueren Songs „Die by the Sword“, doch war ihr Auftritt eine Mischung aus neueren und etwas älteren Songs, aber auch Klassikern, wie zum Beispiel „Restless and Wild“ und „Princess oft he dawn“. Sie spielten überhaupt eine bunte Palette aus ihrem Repertoire und davon, inklusive der Zugaben, ganze 22 Titel. Somit hatte man das Vergnügen, die Legenden rund zwei Stunden auf der Bühne zu bewundern.

Bereits von Beginn an waren Euphorie, gute Stimmung und eine beeindruckende Atmosphäre auf und vor der Bühne zu erleben. Die Eigendynamik der Fans, die bereits bei Night Demon zu erleben war, führte sich auch bei Accept fort und kaum jemand wurde dabei müde, denn die Stimmung hielt sich tatsächlich von Anfang bis zum Schluss.

Accept04122018p (28 von 46)Auch bei Accept war die Zeit ein Sprinter, denn so schnell, wie sie verging, konnte man gar nicht schauen. Natürlich lag es insbesondere daran, dass Accept zu begeistern wissen und wie mit dem Publikum umgegangen werden muss, damit die Stimmung zu keinem Zeitpunkt abflachen kann. Sie haben eindeutig Spaß bei ihrer Arbeit auf der Bühne und lieben es zu entertainen. Ob dies nun durch Gesten passiert, oder durch die Aufforderungen zum Mitklatschen, oder durch wundervolle Solo-Einlagen an der Gitarre, es ist stets für Abwechslung gesorgt.

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Accept04122018p (42 von 46)Es gibt einfach Bands, und Accept gehören definitiv dazu, bei denen man nicht mehr als nötig sagen muss. Bzw. reicht es eigentlich aus, wenn man nur „Accept“ sagt und schon weiß jeder, der aus der Szene kommt, was Sache ist.

Kurze Informationen zu Accept:

Genre(s):  Metal, Heavy Metal, Power Metal

Herkunft:  Solingen, Deutschland

Gründung:  1971

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Mark Tornillo

Gitarre:  Wolf Hoffmann

Gitarre:  Uwe Lulis

Bass:  Peter Baltes

Schlagzeug:  Christopher Williams

Edguy – 19.09.2017 – Batschkapp Frankfurt

Mehr als überpünktlich gingen die Lichter in der Batschkapp aus. Nanu?! Auf meiner Uhr war es erst 19:58 – das ist mal ein Frühstart von der Band „The Unity“. Aber ein Frühstart, der lauter und direkter mit dem Schlagzeug nicht hätte sein können. Der Drummer hatte jedenfalls sehr viel Energie mitgebracht, die er anscheinend unbedingt an diesem Abend loswerden wollte.

Fulminanter Metal begrüßte die bereits zahlreichen Gäste in der Batschkapp, die ein weiteres Mal an diesem Abend ausverkauft war. Meiner Empfindung nach waren auch schon fast alle zur Vorband da. Zwar ist der Bandname „The Unity“ gewiss noch nicht weitläufig bekannt, da sich diese erst im Jahr 2016 zusammengestellt hat; jedoch dürften die Namen „Henjo Richter“ (Gitarre) und „Michael Ehré“ (Schlagzeug) in der Szene durch die Band „Gamma Ray“ ein Begriff sein. Diese beiden Herren haben „The Unity“ gegründet um ihrer Vision nachzugehen.20170919-IMG-20170919-WA0031

Der italienische Frontmann mit energiegeladener Stimme, Gianba Manenti, heizte den Gästen, Fans und Zuschauern schon richtig gut ein, in dem er sehr häufig zum Mitklatschen und zum Fauststoß aufforderte. Aber auch der Rest der Band war voll dabei und die Tontechnik hatte ganze Arbeit geleistet, denn alle Instrumente waren meiner Meinung nach sehr gut zu hören. Sehr viele der Gäste hatten sichtlich ihre Freude an dieser Gruppe und es wurde viel applaudiert und zugejubelt.

Hard Rock, Metal, Power Metal – das sind die Richtungen, die diese Band beherrscht und sehr schön interpretiert. Die Songs sind natürlich laut und kraftvoll, aber auch melodisch. Innerhalb der Lieder wechseln sich schnelle und ruhigere Passagen ab, wobei gelegentlich wunderbare lange, rein instrumentale Bereiche den Gesamteindruck abrunden. Insgesamt trifft die Band exakt meinen Geschmack und durfte sich ganze 45 Minuten lang auf der Bühne austoben. Insbesondere Michael Ehré nahm das mit dem Austoben sehr wörtlich.20170919-IMG-20170919-WA0033

Kurze Informationen zu The Unity:

Genre(s):  Hard Rock, Metal, Power Metal

Herkunft:  Dortmund, Deutschland

Gründung:  2016

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Gianba Manenti

Gitarre:  Henjo Richter

Gitarre:  Stef E

Bass:  Jogi Sweers

Keyboard:  Sascha Onnen

Schlagzeug:  Michael Ehré

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Zeit für eine Atempause und Umbauphase der Bühne. Wobei es beinahe so aussah, als sollte die Bühne einmal komplett renoviert werden in den gut 30 Minuten, die es dauerte. Während dieser Zeit konnte ich die Gesellschaft zweier alter Bekannter genießen – schöne Grüße an Christiane und Michael an dieser Stelle; es war sehr schön euch nach sehr langer Zeit mal wiedergesehen und gesprochen zu haben. So verging die Wartezeit doch recht schnell.

Die Uhr zeigte 21:20 an, als die Lichter der Batschkapp ein weiteres Mal ausgingen und somit den Hauptakt des Abends einläuteten: Edguy.

25 Jahre Power-Metal aus Fulda und eine ausverkaufte Batschkapp mit 1.500 Gästen, die sich drängten und (un)freiwillig mit einander kuschelten, um mit der Band zusammen einen tollen Abend zu verbringen. Die Stimmung war dementsprechend von Beginn an großartig und hielt auch tatsächlich bis zum Ende des Konzerts an.

Im Vergleich zu einer internationalen Band ist es gewiss einfacher für eine deutsche Gruppe mit dem Publikum zu interagieren. Und das machte Tobias Sammet (Gesang) sehr häufig. Insbesondere der Hinweis an das Publikum, dass möglicherweise ein Bootleg aufgenommen werden könnte, machte die Sache spannender. Denn er wollte unbedingt, dass die Anwesenden der Batschkapp jedes Mal, wenn das Wort „Frankfurt“ fällt, sehr lautstark jubeln; oder wie er es sagte „ausrasten“. Auch das funktionierte über den Abend hinweg hervorragend.

Ob die Band nun ältere oder neuere Songs spielte, wurde fast immer mitgesungen. Mitklatschen und Fauststoß, aber auch das alleinige Singen der Fans wurde oft angestimmt und sehr gerne angenommen. Während der Songs erzählte Tobias immer wieder kurze Geschichten über die Band von früher bis heute und prüfte gleichermaßen, ob die Stimmung noch da ist und fachte sie immer wieder neu an. Insbesondere das Wort „Frankfurt“ glitt ihm doch sehr häufig an diesem Abend über die Lippen. Hier und da aber auch ein paar lustige Erzählungen und ein paar Lacher waren garantiert. Er war aber nicht nur beim Erzählen und Anfachen der Stimmung auf der Höhe, sondern war ebenso gesanglich in Höchstform.20170919-IMG-20170919-WA0035

Es wäre aber nicht einmal im Ansatz die halbe Miete gewesen, wäre nur er in Höchstform gewesen. Auch der Rest der Band arbeitete und spielte voller Elan auf der Bühne. Schweißtreibende lange Songs, die melodisch und gesanglich im Einklang standen und dazu führten, dass die ersten Handtücher bei den Musikern nach nur zwei Songs benötigt wurden. Die Batschkapp war heiß. Metaphorisch und wörtlich gesprochen. Jeder Song wurde mit langem Applaus und großem Jubel gefeiert.

Zu Gute kam der Band natürlich auch, dass die Einstellungen des Sounds weiterhin großartig abgestimmt waren, so dass Gitarren, Schlagzeug, Bass und Gesang sehr gut zu differenzieren und hören waren. Abgesehen vom Ton war die Lichtanlage ein schönes Extraspielzeug der Band. Viele Farben und helle Lichter, die zusätzlich zur Standardbeleuchtung für ein wenig mehr an Effekten sorgten.

Ungefähr zur Halbzeit des Auftritts durfte Schlagzeuger Felix Bohnke ein Solo spielen. Dabei demonstrierte er seine Fähigkeiten und erntete großen Beifall nach seiner Aufführung, die definitiv durch Mark und Bein ging.

Die Herren auf der Bühne zeigten sich in ihrem insgesamt gut 90minütigen Auftritt von einer ihrer besten Seiten. So zumindest mein subjektiver Eindruck. Man mag vielleicht über die Auswahl der Songs diskutieren, aber das ist meines Erachtens nicht nötig. Wichtig ist, dass die Band auch nach 25 Jahren zeigt, dass sie Lust darauf haben auf der Bühne zu stehen und ihre Songs mit Freude spielen. Und genau das haben sie getan. Da war es nur selbstverständlich, dass es bei der großartigen Stimmung die gewünschte Zugabe zum Schluss gab.20170919-IMG-20170919-WA0037

Es war ein sehr gelungener Abend mit zwei tollen Bands, die Leidenschaft und Metal im Herzen und Geiste tragen.

Kurze Informationen zu Edguy:

Genre(s):  Power Metal

Herkunft:  Fulda, Deutschland

Gründung:  1992

Aktuelle Besetzung:

Gesang:  Tobias Sammet

Gitarre:  Jens Ludwig

Gitarre:  Dirk Sauer

Bass:  Tobias Exxel

Schlagzeug:  Felix Bohnke