Buch-Rezension zu „Targa – Der Moment, bevor Du stirbst“

Der Penguin-Verlag hat mich mit diesem Rezensionsexemplar sehr überrascht, denn ich hatte nicht wirklich damit gerechnet, als ich es angefragt hatte. Vielen lieben Dank hierfür.

Targa – Der Moment, bevor Du stirbst“ von Barbara und Christian Schiller (B. C. Schiller) aus dem Penguin Verlag der Random House Verlagsgruppe.

Genre: Thriller

Dieser Thriller auf insgesamt 395 Seiten erschien bereits am 10.07.2017 und ist ein interessantes Werk, das ich in ca. 6 Stunden gelesen habe. Die Geschichte schließt mit einem so genannten „Cliffhanger“ ab, der eine Fortsetzung verspricht.

Klappentext:

Niemand kommt dem Bösen so nahe wie sie.

Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.

Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.

Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?“

 

Bereits im Klappentext werden beide Hauptfiguren dieses Thrillers vorgestellt. Auf der einen Seite Targa Hendricks und auf der anderen Falk Sandman, der Serienmörder. Es ist aber gar nicht so schlimm, dass wir die beiden wichtigsten Personen schon kennen, bevor das Buch überhaupt aufgeschlagen wurde.

Das Buch ist unterteilt in drei Abschnitte. Im ersten erfahren wir grundlegende Dinge über Targa, ihr Leben und was sie so besonders macht. Aber natürlich erfahren wir gleichermaßen über Falk Sandman, wie er seine Opfer findet und auswählt und was ihn bei den Morden am meisten befriedigt.

Im zweiten Teil beginnt die Undercover-Ermittlung, die beide Hauptfiguren zueinander führt. Dass dies nicht ganz ungefährlich ist, ist dabei von Beginn an klar. Dennoch ist es faszinierend zu lesen wie sich Targa das Vertrauen des Serienmörders erarbeitet und durch ihre gefühlskalte Art, die Teil von ihr ist, Teil seiner perfiden Pläne und Gelüste wird.

Der Abschluss ist natürlich der spannendste Teil und hier überschlagen sich die Ereignisse beinahe, so dass der Leser mit und sogar um Targa zittern muss.

 

Targa führt ein eher unscheinbares Leben und wohnt in einem alten VW-Bus. Die meiste Zeit davon auf einem Campingplatz in Berlin. Es gefällt ihr und sie möchte auch gar nicht anders leben. Ihr treuer Begleiter ist ein großer gehörloser Hund, der ihr überaus wichtig ist. Das erkennt auch Falk Sandman und als sich beide schon vertrauter sind, entwickeln sich sogar kleine Psychospielchen zwischen beiden.

Es gibt zu dieser Haupthandlung noch eine Nebenhandlung, die sich um einen Schwerverbrecher dreht, der in einem Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert ist. Anfangs ist es unklar, wie dieser in die Geschichte passt, jedoch gibt es eine Verbindung zu Targa. Er schafft es sogar von der Insel, auf der sich das Gefängnis befindet, zu fliehen und findet Targa.

 

Beide Autoren haben einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, der sehr schön durch die Geschichte führt. Die Kapitel sind recht kurz, was die Story schnelllebig macht und es ermöglicht, auch mal nur ein paar Seiten zu lesen, wenn die Zeit knapp ist.

Zu Beginn gibt es einen kurzen Blick in die Vergangenheit, der sich im Verlauf als Targas Tag der Geburt herausstellt. Des Weiteren sind es drei parallel verlaufende Geschichten, die bis zum Schluss zusammenkommen und zu einer werden. Der Fokus ist selbstverständlich auf Targa Hendricks und Falk Sandman gelegt, während der Inhaftierte nur ab und an auftaucht.

Die relativ kleine Schriftgröße war anfangs etwas unangenehm für mich, aber daran kann man sich schnell gewöhnen. Die Spannungselemente, die diesen Thriller ausmachen, sind recht schnell vorhanden. Diese steigern sich kontinuierlich, bis sie am Schluss den Höhepunkt erreichen.

 

Mir gefiel diese Art des Thrillers mit der ungewöhnlichen Undercover-Agentin Targa Hendricks. Schreibstil als auch Idee der Story sind so gestaltet, dass man einfach weiterlesen muss. Ich war positiv überrascht und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, denn das Ende ist ein genialer Cliffhanger.

[amazon_link asins=’3328101519,B077BY4KWJ‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’2e634b69-eff3-11e7-88d3-a19f340a28ec‘]

Werbeanzeigen

Buch-Rezension zu „Sonntags Tod“

Schon wieder ein Buch, das im Titel „Sonntag“ trägt. Das kann schon einmal vorkommen. Aber zunächst selbstverständlich vielen lieben Dank an den Heyne Verlag aus der Random House Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar.

Sonntags Tod“ von Carla Berling aus dem Heyne Verlag.

Genre: Krimi

Es ist ein Kriminalroman auf 269 Seiten, der mit einer Geschichte aufwartet, mit der man so nicht rechnet. Aufgelöst werden die Zusammenhänge von der Reporterin Ira Wittekind. Meine Lesedauer betrug ca. 6 Stunden. Das Buch erschien bereits am 13.11.2017. Die Erstveröffentlichung war jedoch schon am 27.09.2013.

Klappentext:

Lokalreporterin Ira Wittekind ist gerade erst in ihre westfälische Heimat zurückgekehrt, als eine schreckliche Nachricht sie erreicht: Ihre Schulfreundin Verena ist tot, ermordet von ihrem Mann Richard. Direkt nach dem Mord hat der angesehene Hotelier sich selbst das Leben genommen. Kurz darauf ist Ira Zeugin, als ein Toter in einer verwahrlosten Wohnung gefunden wird. Durch ein kleines Detail wird sie auf einen möglichen Zusammenhang zwischen den Todesfällen aufmerksam. Und ihr wird klar, dass hinter der idyllischen Fassade der Provinz ungeahnte Abgründe lauern…

Das erste Drittel in diesem Buch hat sich für mich als etwas schwierig dargestellt, da noch nicht viel passiert, aber sehr viele Menschen vorkommen. Die Hauptfigur Ira Wittekind ist bei der Beerdigung ihrer alten Schulfreundin, welche mitsamt ihrem Ehemann, begraben wird. Dass dieser erst seiner Frau und anschließend sich das Leben nahm ist weitläufig schon bekannt. Auf dieser Beerdigung begegnet sie alten Bekannten und Freunden aus ihrer Jugendzeit wieder.

Bis hierhin insgesamt tragisch, aber nicht ungewöhnlich. Erst als sie bei einer Reportage auf einen Toten, dessen Nachname Sonntag ist, stößt und sich dieser als der verschwundene Sohn einer ihr bestens bekannten Familie entpuppt, beginnen die verworrenen Zusammenhänge. Diese sind zu Beginn ihrer Recherchen noch lange nicht klar und lösen sich im Verlauf der folgenden Geschichte durch viele Ecken und Kanten auf. Dabei verläuft die Recherche und Suche bis zum Schluss der Geschichte, in welcher ungeahnte dunkle Geheimnisse schlummern und ans Licht gebracht werden.

Vielleicht mag es ein wenig gekünstelt wirken, aber könnte es diese dunklen Geheimnisse und eine Familie in dieser Form geben? Das ist durchaus denkbar. Jedenfalls beginnt dieser Krimi ab diesem Zeitpunkt spannender und interessanter zu werden. Dabei entstehen immer wieder Atempausen, die das ganze wieder abflachen lassen. Ein richtiges Spannungshoch gab es aus meiner Sicht jedoch nicht. Dafür ist die Verworrenheit so interessant, dass man selbst beim Lesen durchaus mal den Überblick verlieren kann. Wer hat da noch mit wem zu tun und was sind die Beweggründe und wie war das nochmal in der Vergangenheit? Alles das spielt mit rein und entwickelt sich zu einem interessanten Familienportrait.

Das Ganze spielt sich in Bad Oeynhausen ab. Eine kleine Stadt in der Nähe von Bielefeld. Die Autorin nutzt ihre Ortskenntnisse und auch den westfälischen Dialekt, was durchaus die Örtlichkeit des Geschehens noch ein kleineres Stück näher an den Leser bringt. Wobei ich hin und wieder eines der Dialektwörter googlen musste. Eine andere Sache, die sehr auffällig ist, ist der Punkt, dass häufig Alkohol konsumiert wird. Da habe ich mich schon gefragt, ob das nicht schon ein wenig zu viel des Guten sein könnte – oder die Beteiligten einfach nur trinkfest sind?!

Insgesamt ist es dadurch interessant, dass eine einfache Reporterin die Recherchen durchführt. Sie nutzt ihre Berufserfahrung aus, um an Informationen heranzukommen, obgleich sie natürlich den Vorteil hat, dass sie viele Personen befragen kann, die sie bereits seit Jahrzehnten kennt.

Auch der Schreibstil und die Wortwahl sind angenehm einfach, sodass man gut durch die Story geleitet wird. Das ist gerade im ersten Drittel des Buches ungemein wichtig, da es, wie bereits erwähnt, der ruhigste Teil in diesem Krimi ist.

Es mag mich zwar nicht vom Hocker gehauen haben, aber eingeschlafen bin ich auch nicht. Für mich war nicht das Spannungselement entscheidend, sondern die Verworrenheit und die Puzzlestücke, welche nach und nach zusammengefügt werden, das Element, was mein Interesse an dieser Story aufrecht hielt.

Der klassische Krimifan wird hier wohl nicht so glücklich werden. Wenn man sich jedoch für die etwas andere Art der Ermittlungen, bzw. Recherchen, mit dem Aufdecken von dunklen Geheimnissen innerhalb einer Familie interessiert, kann sehr wohl mit diesem Buch eine sehr gute Story lesen.

[amazon_link asins=’3453419936,B01N9EJNHD‘ template=’ProductGrid‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’382eff1f-df6e-11e7-b4cb-4d87136b4b00′]

Buch-Rezension zu „Blutroter Sonntag“

Mein erstes offizielles Rezensionsexemplar, das man mir zukommen ließ. An dieser Stelle natürlich vielen Dank an den C. Bertelsmann Verlag aus der Random House Verlagsgruppe für dieses Rezensionsexemplar.

Blutroter Sonntag“ von Nicci French aus dem C. Bertelsmann Verlag. Der englische Originaltitel lautet „Sunday Morning Coming Down“. Übersetzt von Birgit Moosmüller.

Genre: Thriller, Krimi

Auf insgesamt 448 Seiten erstreckt sich diese spannungsgeladene Geschichte, die in sich abgeschlossen ist. Meine Lesedauer betrug ca. 10,5 Stunden. Wichtig ist zu sagen, dass dies der siebte Band um die Hauptfigur Frieda Klein ist, der aber unabhängig von den vorhergehenden Büchern gelesen werden kann. Erschienen ist es am 30.10.2017.

Übrigens ist Nicci French das Pseudonym für das Autorenehepaar Nicci Gerrard und Sean French.

Klappentext:

In dem gemütlichen Heim von Psychoanalytikerin Frieda Klein wird die Leiche eines Privatdetektivs gefunden … War Friedas Erzfeind und obskurer Beschützer Dean Reeve der Mörder? Dann überschlagen sich die Ereignisse: Jemand trachtet Frieda nach dem Leben, doch zuvor versucht er sie einzuschüchtern. Ihre Nichte Chloe, Freund Jack, der schwer krebskranke Reuben und Josefs kleiner Sohn – sie alle werden Opfer von Anschlägen. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber Frieda ist bald klar, dass die Verbrechen nicht Reeves Handschrift tragen. Doch wer ist der Unbekannte, der ihm nacheifert?
Ein atemloser Thriller, in dem Frieda sich von ihrer verwundbaren Seite zeigt – denn es sind alle bedroht, die sie liebt…

Wenn jemand nicht unbedingt selbst lesen, sondern das Ganze lieber als Hörbuch vorgelesen bekommen möchte, kann dies bei audible tun. Dort gibt es sogar eine Hörprobe zu diesem Titel.

Wie erwähnt, lässt sich dieser Thriller, auch ohne die vorherigen Bände zu kennen, lesen. Zwar ist es sicherlich hilfreich, die Hauptfiguren in der Handlung bereits zu kennen, jedoch ist dies keine Voraussetzung, um sich schnell in dieses Buch mit ihren unterschiedlichen Figuren hineinzufinden. Diese werden optisch und charakterlich bereits zu Beginn sehr gut beschrieben, so dass es keine Unklarheiten gibt.

Die Story beginnt schon mal relativ heftig. Schließlich wird eine zu verwesen beginnende Leiche unter dem Fußboden in der Privatwohnung von Frieda Klein, der Hauptfigur, gefunden. Ab diesem Moment beginnen die Ermittlungen, insbesondere in Richtung eines gewissen Dean Reeve, der bereits in früheren Büchern für jede Menge Sorgenfalten und unruhige Nächte bei Friede Klein gesorgt hat.

In der Folge werden Freunde von Frieda entführt oder auch ins Krankenhaus geprügelt, selbst ein weiterer Mord bleibt nicht aus. Ist es erneut Dean Reeve, der sich auf diese obszöne Art und Weise in das Leben von Frieda Klein mischt, oder doch ein Nachahmungstäter? Das wird im Verlauf der Geschichte gelöst. Dabei spielen die Fähigkeiten von Frieda als Psychoanalytikerin eine entscheidende Rolle.

Der Schreibstil, bzw. die Übersetzung, ist sehr gut und flüssig, was einem das Lesen der langen Geschichte erleichtert und nicht behäbig durch das Buch führt. Das ist sehr schön gelungen.

Die einzelnen Kapitel sind recht kurz und knackig gehalten. Auf diese Weise wirkt die Geschichte auf mich schnelllebig und führt auch dazu, dass man auch mal nur ein paar Seiten lesen kann, wenn die Zeit knapp bemessen ist.

Es ist ein klarer Verlauf in der Geschichte festzustellen, die auf mehrere Schauplätze verteilt ist. So handelt natürlich der Großteil von Frieda Klein, aber auch die Polizeiarbeit, die Arbeit von Journalisten und auch das Leben der Freunde, werden in separierten Stücken abgehandelt. Dies rundet die gesamte Geschichte ab.

Auch das Spannungslevel ist prinzipiell permanent vorhanden, da immer wieder etwas Neues passiert und sich die Ermittlungen und Friedas Gedanken stets um den Fall, bzw. die Ereignisse, drehen.

Manche Ereignisse mögen zu erwarten sein, während andere unerwartet über den Leser einbrechen. Das Ende war für mich ein erwartetes Ereignis, wenngleich der Schlusspunkt mit einem sogenannten Cliffhanger gesetzt wurde, der ein weiteres, spannendes Buch versprechen sollte.

Insgesamt fand ich diesen Krimi sehr interessant, ohne die vorherigen Bücher zu kennen. Es fiel mir leicht in die Geschichte herein zu finden und die agierenden Personen vor meinem geistigen Auge zu sehen. Selbst ein leichtes Hassgefühl gegenüber einer bestimmten Person im Buch konnte ich feststellen. Gelungen und lesenswert. Wie das wohl zu Ende gehen wird…?

[amazon_link asins=’3570103161,3442745853,3442748267,3442749646,3328100105,3328100113,332810044X,3442477778′ template=’ProductCarousel‘ store=’padmanpl-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’4d9bfd07-d9f6-11e7-821a-0db5bd1e8014′]