8:1! Kantersieg der Löwen Frankfurt im Spitzenspiel gegen Ravensburg bringt Tabellenführung ein

Was war das für ein Spitzenspiel in der Frankfurter Eissporthalle zwischen den Löwen Frankfurt und den Ravensburger Towerstars, welche als Tabellenführer in die Mainmetropole reisten.

Mit über 5.209 Zuschauern war die Eissporthalle auch sehr gut gefüllt und das Spitzenspiel um die Tabellenführung konnte in den Abend starten.

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Die Löwen begannen sehr direkt, angriffslustig und hatten schnell die Kontrolle über das Spiel, welche sie über die gesamte Spielzeit auch nicht abgaben. Nur selten gelang es den Gästen sich aus der Umklammerung der Hausherren zu befreien. Sie bekamen einfach keinen Zugang in dieses Spiel und so fanden sie sich mehr in der Defensive wieder als selbst aktiv zu werden.

Mit dem aktiven Forecheckig gelang es den Löwen den Aufbau der Gäste oft zu stören und Pucks zu erobern. Das passierte auch vor der 1:0 Führung, als die Ravensburger den Puck verloren und die Löwen ganz kaltschnäuzig den Treffer erzielten.

Nur wenig später konnte der Spielstand in Überzahl auf 2:0 erhöht werden. Auch hier waren die Frankfurter gedankenschneller und nutzten dies zu ihrem Vorteil aus. Ein weiterer Beleg für diese Überlegenheit war das dritte Tor, welches aus meiner Sicht das schönste an diesem Abend war. Ein langer Pass fast über die gesamte Eisfläche, ein Querpass, ein Schuss und drin das Ding. Da liefen die Gäste erneut wieder nur hinterher.

Auch in den folgenden beiden Dritteln änderte sich nicht viel an der Überlegenheit Frankfurts. Sie wollten, kämpften, ackerten und behielten fast immer die Oberhand und trafen munter weiter. Michael Böhm im Tor der Gäste war definitiv nicht zu beneiden. Die beste Chance der Gäste war ein Pfosten / Lattentreffer kurz nach Wiederbeginn.

Das Spiel war nach dem 2. Drittel beim Zwischenstand von bereits 5:0 entschieden. Es war nach den gezeigten Leistungen beider Mannschaften nicht damit zu rechnen, dass sich die Gäste noch einmal herankämpfen konnten.

Dieser Eindruck bestätigte sich, als die Löwen bis zur 50. Minute mit 7:0 führten, ehe die Gäste zumindest den Ehrentreffer für sich verbuchen konnten. Doch den Schlusspunkt konnte Kevin Maginot mit einem Schuss von der blauen Linie zum Endstand von 8:1 setzen.

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 8:1 (3:0 2:0 3:1)

1:0 Antti Kerälä ( Adam Mitchell , Mathieu Tousignant ) EQ – 6:22
2:0 Maximilian Faber ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 – 10:31
3:0 Carter Proft ( Eduard Lewandowski , Leon Hüttl ) EQ – 11:55
4:0 Eduard Lewandowski ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 – 32:21
5:0 Mathieu Tousignant ( Antti Kerälä , Maximilian Faber ) EQ – 37:00
6:0 Maximilian Faber ( Adam Mitchell , Daniel Spang ) PP1 – 45:41
7:0 Eduard Lewandowski ( Kevin Maginot ) EQ – 47:45
7:1 Olivier Hinse ( Daniel Pfaffengut ) EQ – 50:27
8:1 Kevin Maginot ( Leon Hüttl , Antti Kerälä ) EQ – 55:17

Zuschauer: 5.209

Löwen Frankfurt verlieren das DEL2 Spitzenspiel gegen Ravensburg und die Schiedsrichter mit 4:7

Was hätte das für ein schönes Spitzenspiel werden können. Zwei Mannschaften, die derzeit auf einem Niveau spielen und offensiv, als auch defensiv überzeugen können.

Leider passten die Schiedsrichter absolut nicht zu dieser Spielansetzung, was sich im Fortlauf des Spiels leider sehr deutlich zeigte.

Dabei schlief ich erst noch eine Nacht darüber, um es trotz meines Fan Daseins neutraler zu betrachten, jedoch geht das einfach nicht, wenn Schiedsrichter so deutlich in das Spiel eingreifen und auf gewisse Dinge permanent hereinfallen. Dabei sah es anfangs noch gar nicht so sehr danach aus.

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Zum ersten Drittel:

Von Beginn an spielten beide Teams offensiv und das war auch über das gesamte erste Drittel hinweg schön anzusehen. Niemand, der sich nur hinten reinstellt und auf Konterspiel setzt. Nein, die Gäste haben ihrerseits den Hebel nach vorne gelegt und konnten aus einem schnell ausgespielten Konter das 0:1 erzielen. Da gab es nichts zu halten für Kucis im Tor der Löwen.

Aber es dauerte nicht lange, bis die Hausherren zurückschlugen. Nach nicht einmal fünf Minuten stand es 1:1 in diesem schnellen Spiel. Köhler war frei im Slot und zog einfach mit voller Wucht ab, nachdem der vorhergehende Schuss von der blauen Linie an einem Verteidiger hängen geblieben war.

Das Spiel war nicht nur schnell und offensiv, sondern auch in einem gesunden Rahmen für Eishockey körperlich. Das war insoweit okay und wurde auch von beiden Mannschaften so ausgeführt und angenommen.

Ähnlich war die Situation bei der erneuten Führung der Gäste, die in Überzahl zustande gekommen war. Ein Schuss von der blauen Linie blieb an einem eigenen Spieler hängen, der gedankenschnell handelte und den Puck ins Netz hämmerte. Das war schnell reagiert und gut umgesetzt.

Die Löwen waren kurz geschockt. So hatte es den Anschein und das bot den Gästen weitere Chancen und auch ein weiteres Tor zum 1:3. Sie blieben hartnäckig im Drittel der Löwen und beim Anspiel von hinter dem Tor war auf der linken Seite Pawel Dronia frei, der den Puck ins linke obere Eck drosch.

Während die Gäste etwas zurückschalteten und die Löwen kommen ließen, dabei jedoch gut verteidigten, wäre ihnen fast per Konter das vierte Tor gelungen. Doch Kucis bekam die Beine schnell genug zusammen, so dass der Puck nicht durch selbige hindurch rutschen konnte.

Nur wenige Momente später waren die Frankfurter in der Überzahl und trafen zunächst nur den Pfosten. Der Puck blieb aber im Drittel und bei den Löwen. Schüle durfte ein weiteres Mal Maß nehmen und dieses Mal traf er zum 2:3. Das war dann auch der Stand nach dem ersten Drittel. Und bis hierhin sah alles nach einem recht guten Eishockeyspiel aus, an dem beide Teams teilnahmen.

 

Zum zweiten Drittel:

Der Sturmlauf der Löwen war eröffnet und sie waren nicht nur optisch überlegen. Schuss um Schuss ging auf das Ravensburger Tor und sie wurden in ihrem Drittel festgenagelt. Aber den Löwen gelang der Treffer einfach nicht. Entweder hielt der Torhüter ganz gut, oder es wurde zu genau gezielt und der Puck traf erneut nur den Pfosten.

Es zeigte sich aber hierbei auch schon, dass die Gäste nun auch andere Mittel nutzten, um irgendwie wieder ins Spiel zu kommen. Schubsen, Cross-Checks, und noch andere Dinge vor dem Tor, die nach Abpfiff geschahen. Gute Schiedsrichter hätten an dieser Stelle schon vorgesorgt und irgendetwas davon mal geahndet. Häufig war es nämlich so, dass der Frankfurter Spieler nicht mal daran zu denken schien nach dem Abschluss auf den Torwart zu gehen.

Aber nun, die guten Schiedsrichter waren ausverkauft und so musste die Frankfurter Mannschaft damit leben.

Kurios und wirklich unverständlich wurde es ab der Mitte des Spiels. Frankfurt war bereits in Unterzahl. Die Strafe wegen Beinstellens kann man geben aber es sah auch sehr danach aus, dass der Ravensburger Spieler zu einfach das Gleichgewicht verlor.

Die Löwen spielten eine gute Unterzahl und kamen auch zu einem Konter, der aber deutlich behindert wurde, denn der Schläger des Frankfurter Spielers wurde sichtbar festgehalten. Es blieb ungeahndet. Jedoch nur wenige Sekunden später gab es die gleiche Szene, nur andersrum. Das wurde geahndet und so waren die Löwen nur noch zu dritt. Die doppelte Unterzahl überstanden sie, jedoch brachte diese Ungleichbehandlung die Gäste wieder ins Spiel, die aus der einfachen Überzahl Kapital schlagen konnten. So stand es 2:4.

Warum ein Ravensburger auf die Strafbank musste, war recht unklar. Es wurde Zeitspiel angezeigt, wobei ich ehrlich gesagt kein solches erkennen konnte. Natürlich ließ er sich ein wenig Zeit beim Wechsel in der Unterbrechung. Aber gleich eine Strafzeit? Das sah schon nach einer Art Konzessionsentscheidung aus.

Die Ärgernisse auf Seiten der Frankfurter wirkten sich sehr auf ihr Spiel aus. Trotz Überzahl lief einfach nichts mehr zusammen. Der Rhythmus war weg. Pässe klappten nicht mehr, die Zuordnung bei Puckverlust stimmte nicht und schon stand es per Konter 2:5.

Und im Anschluss wurde es wieder lustig in Schwarz-Weiß, denn es gab Strafen gegen die Löwen, die nicht nur mein Unverständnis hervorriefen. Zwei Zweikämpfe, zwei Ravensburger, die dabei an Altersschwäche oder Müdigkeit umfielen und zwei Mal wurde es geahndet. Erfahrene Schiedsrichter würden bei diesen Szenen ob der Versuche, eine Strafe zu schinden, eher nur Grinsen, aber mit diesem Schiedsrichterduo hatten die Ravensburger für ihre Fallobsttaktik Freunde gefunden. Auch ein erfahrener Spieler, wie Lewandowski, hatte davon irgendwann genug und gab seinem Gegenspieler einen richtigen Grund liegen zu bleiben. Ganz ehrlich? Richtig so.

Dennoch mehr als ärgerlich, dass aufgrund von Unerfahrenheit und fehlendem Blick für das Spiel, Seitens der Schiedsrichter, solche Strafen überhaupt erst entstehen können.

Die Strafen wurden ins letzte Drittel mitgenommen.

 

Zum dritten Drittel:

Die mitgenommenen Strafen führten zu einer langen Unterzahlsequenz, aus der die Gäste erneut ein Tor machen konnten. 2:6 stand es und bei dieser Gegner-Schiedsrichter-Kombination war an einen Umschwung aus meiner Sicht gewiss nicht zu denken.

Aber aufgeben kommt für Löwen nicht in Frage und so spielten sie weiter und kamen knapp eine Minute später zurück und erzielten das 3:6. In der folgenden Überzahlsituation waren die Löwen zwar druckvoll aber ohne weiteren Torerfolg. Dafür gab es nur etwas später Strafen gegen Frankfurt und auch eine gegen die Gäste. Letztere wurde schon fast höhnisch von den Fans beklatscht.

Der Versuch der Frankfurter Trainer, frühzeitig ohne Torwart mit mehr Angriffsdruck zu spielen, sah auch längere Zeit gut aus, jedoch konnten die Gäste einmal vernünftig kontern und das siebte Tor erzielen.

Und damit die Frankfurter auf keinen Fall noch eine Chance bekommen konnten, wurde ein Open-Ice-Check mit einer 5 Minuten Spieldauerdisziplinarstrafe belegt, da dieser angeblich gegen Kopf oder Nacken ging. Ich habe mir den Check mehrere Male auf Video angesehen und kam zum Schluss, dass der Check gegen die Schulter ging. Denn bei dem Tempo hätte der Ravensburger bei einem Kopftreffer nicht sofort wieder aufstehen können. Vielleicht mag ich mich da auch irren, aber es passt einfach zur unterdurchschnittlichen Leistung der Schiedsrichter, dass dieses Detail nicht beachtet wurde. (Ich sah mir das Video übrigens stark verlangsamt an, kann jeder, YouTube bietet diese Möglichkeiten an)

Interessanter war vielmehr, was danach passierte, denn die Frankfurter checkten ihre Gegner nun deutlich aggressiver und bei der Linie der Schiedsrichter bis hierhin, wäre das jedes Mal ein Vergehen gewesen, schließlich lagen Ravensburger auf dem Eis. Wie auch immer.

Die Löwen bewiesen jedenfalls, trotz Unterzahl, Kampfgeist und kamen sogar zum vierten Treffer, aber mehr wurde es auch nicht mehr. Den Schlusspunkt setzte Brett Breitkreuz mit einer Kampfeinlage gegen Pawel Dronia.

Und zum Abschluss:

Es wäre übrigens angebracht die „Divingliste“, welche zur letzten Saison in der DEL eingeführt wurde, auch in der DEL2 einzuführen. Ich habe in diesem Spiel so einige „Dives“ gesehen und musste leider feststellen, dass den Schiedsrichtern in diesem Spiel „Schwalben“ nicht bekannt zu sein scheinen. Ich sehe hier sehr großen Nachholbedarf beim DEB, dass auch solche Situationen gezeigt, geschult und umgesetzt werden. Es handelt sich schließlich um ein unsportliches Verhalten, auf die die Schiedsrichtergruppe in diesem Spiel sehr häufig reingefallen ist.

Oh und vielleicht mag mir ein Ravensburger diese Frage noch beantworten: Wie viele Schwalben machen eigentlich einen Winter?

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 4:7 (2:3 0:2 2:2)

0:1 Mathieu Pompei ( Andreas Driendl , Sören Sturm ) EQ 01:15
1:1 Mick Köhler ( Maximilian Faber , Daniel Spang ) EQ 04:42
1:2 David Zucker ( Sören Sturm , Robin Just ) PP1 08:34
1:3 Pawel Dronia ( Daniel Pfaffengut , Daniel Schwamberger ) EQ 09:46
2:3 Tim Schüle ( Adam Mitchell , Maximilian Faber ) PP1 19:32
2:4 Mathieu Pompei ( David Zucker , Ondrej Pozivil ) PP1 35:15
2:5 Robbie Czarnik ( Thomas Supis , Olivier Hinse ) SH1 36:24
2:6 Sören Sturm ( Robin Just , Andreas Driendl ) – PP1 42:34
3:6 Matthew Pistilli ( Mathieu Tousignant , Lukas Koziol ) EQ 43:26
3:7 Sören Sturm ( Robin Just , Andreas Driendl )EQ EN 53:13
4:7 Lukas Koziol SH1 55:15

Zuschauer: 4.564

Spielbericht zum DEL 2 Spiel der Löwen Frankfurt gegen die Ravensburg Towerstars vom 04.02.2018

Es war Familientag in der Frankfurter Eissporthalle, weswegen ein großer Teil der 5.311 Zuschauer aus Kindern bestand. Der bereits hohe Zuschauerschnitt wurde damit auf 4.757 nach oben gebracht. Es fehlen übrigens nur noch 111 Zuschauer, damit die Löwen die 100.000 Zuschauer Marke in dieser Saison knacken. Irgendwie passend zu der Zahl 111, dass das nächste Heimspiel am Faschingssonntag gegen den Tabellenzweiten SC Riessersee stattfindet.

Und wieder gab es neue Personalien in Frankfurt. Mit Maximilian Faber und Martin Schymainski sind ein Verteidiger und ein Stürmer von den Krefeld Pinguinen gekommen, die bereits schon am Freitag beim Auswärtsspiel in Dresden auf dem Eis standen.

Zum ersten Drittel:

Das erste Drittel wirkte insgesamt recht ausgeglichen, zumindest von der Optik auf dem Eis. Frankfurt begann, wie üblich offensiv, schien aber einige Abstimmungsprobleme zu haben. Über das ganze Drittel hinweg gab es Fehler beim Passspiel und des Öfteren auch Probleme bei der Zuordnung der Gegenspieler.

Es wurden in der Anfangsphase zwar Chancen erspielt, diese aber nicht genutzt. Das lag aber auch daran, dass sich die Ravensburger Defensive sehr gut auf die Löwen eingestellt hatte und somit die Räume für das gegnerische Offensivspiel verengte. Aber die Gäste zeigten nicht nur eine starke und disziplinierte Defensive, sondern fanden selbst auch Lücken in der Defensive der Frankfurter. Und diese Offensive begann, die sich bietenden Chancen zu nutzen, weshalb es zur Hälfte des ersten Drittels bereits 0:2 aus Frankfurter Sicht stand. Dieser Zwischenstand war durchaus verdient.LFRTS040218 (14 von 40)

Die Hausherren ließen sich nicht zu sehr davon beeindrucken und suchten, wie gewohnt, das Heil in der Offensive, benötigten aber viele Chancen und ebenso viele Anläufe um selbst zum ersten Torerfolg zu kommen. Erst viereinhalb Minuten vor Ende des Drittels gelang der Anschlusstreffer, der zwar etwas glücklich fiel, aber auch keinen Unterschied auf der Anzeigetafel machte. Das Drängen auf den Ausgleich konnte die starke Ravensburger Defensive in diesem Drittel noch abwehren. So ging es mit dem 1:2 in die erste Drittelpause.LFRTS040218 (19 von 40)

Zum zweiten Drittel:

Kaum waren beide Mannschaften wieder auf dem Eis, klingelte es auch schon nach nur 20 Sekunden im Netz der Ravensburger und das 2:2 stand auf der Uhr. Die Löwen agierten nach der Pause druckvoller und schienen wacheraus der Kabine gekommen zu sein und überrumpelten die gut aufgelegte Defensive.LFRTS040218 (20 von 40)

Die Rollen waren nun deutlicher verteilt: Frankfurt in der Offensive auf der Jagd nach Toren und Ravensburg sicher aus der Verteidigung herausspielend mit dem geduldigen Warten auf Konter.

Den Frankfurtern bot sich gegen Hälfte des Drittels die Gelegenheit ihr starkes Überzahlspiel auszuspielen. Doch dies war an diesem Abend nicht so stark, wie es sonst der Fall war. Es wirkte nicht zielgerichtet und viele Pässe fanden keinen Abnehmer. Ein Grund hierfür war aber auch die konsequent agierende Verteidigung Ravensburgs. In der Überzahl missglückte ein passversuch, der vom Schlittschuh eines Löwenspielers abprallte, und damit den Konter in Unterzahl für die Gäste ermöglichte, die diesen auch erfolgreich zur erneuten Führung nutzen konnten.LFRTS040218 (26 von 40)

In der Folge blieb es aber beim gewohnten Bild mit offensiven Löwen, die zwar viele Schüsse abgaben, aber kein weiteres Tor mehr in diesem Drittel erzielten. Ravensburg blieb weiterhin defensivstark und wartete auf weitere Kontersituationen.

Viel mehr passierte in diesem Drittel auch nicht mehr, sodass es mit dem 2:3 in die nächste Drittelpause ging.

Zum dritten Drittel:

Erneut waren es die Löwen, die wacher aus der Kabine kamen und nicht lange brauchten, um den 3:3 Ausgleichstreffer zu erzielen. Es war noch keine Minute in diesem Drittel vergangen, ehe die offensivstarken Löwen den Druck bereits hoch ansetzten und das Tor erzielen konnten.LFRTS040218 (31 von 40)

Zwar stand Ravensburgs Defensive weiterhin recht stabil, konnte sich in diesem Drittel aber nur selten befreien. Die Offensive der Ravensburger fand, wie auch schon im Drittel davor, nur sporadisch statt, da sich die Löwen auf Puckbesitz und das Kreieren von Chancen konzentrierten. Aber die vielen Chancen und selbst eine Überzahlsituation, brachten den gewünschten Erfolg im Offensivspiel noch nicht.

Beide Mannschaften spielten übrigens sehr fair und es gab nur wenige Strafzeiten. Am Ende hatten die Gäste sogar mehr Strafminuten auf der Uhr als die Löwen.  Das ist, gemessen an den 775 Strafminuten, die die Löwen bis hier hin in dieser Saison erhalten hatten, eher ungewöhnlich. Aber die Strafminuten 776 und – eine weitere Schnapszahl – 777 gab es noch in diesem Spiel und diese zwei Minuten wurden auch durch eine starke Löwenverteidigung unbeschadet überstanden.

Besser noch: mit Ablauf der Strafe konterten die Löwen und hatten nun den Spieler, der von der Strafbank kam, ebenfalls mit im Angriff, welcher sich mit einer Vorlage zum 4:3 auch auf der positiven Seite des Spielberichtbogens verewigen konnte. Die erste Führung der Löwen in diesem Spiel und diese sollte auch bis zum Ende Bestand haben, da keine weiteren Tore mehr fielen, obwohl Ravensburg mit Herausnahme des Torwarts nochmal alles versuchte – vergebens.LFRTS040218 (39 von 40)

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 4:3 (1:2 1:1 2:0)

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Löwen Frankfurt – Ravensburg Tower Stars – 05.11.2017

Vor der Deutschland-Cup-Pause gab es noch ein Heimspiel für die Löwen Frankfurt, bei dem die Tower Stars aus Ravensburg zu Gast waren.

Insgesamt waren an diesem Abend 4.100 Zuschauer in der Frankfurter Eissporthalle, die ein recht anstrengendes und wenig spektakuläres Spiel beider Mannschaften sahen.LFRTS051117 (3 von 58)

Zum ersten Drittel:

Insgesamt war dieses Drittel ruhig. Es passierte nicht wirklich viel. Ob das Spiel ausgeglichen war, lässt sich nur schwer sagen, da die Frankfurter vier Mal in Unterzahl spielen mussten. Zwar boten sich den Ravensburgern in den Überzahlsituationen gute Chancen, aber die Verteidigung der Frankfurter und insbesondere der Goalie waren höchst konzentriert und konnten hochkarätige Chancen verhindern.

Erst in der vierten Unterzahl Frankfurts, gelang es selbiger Offensive Akzente zu setzen. Dabei hatten sie, weiterhin in Unterzahl, die größte Möglichkeit ein Tor zu erzielen. Doch der über Umwege gelupfte Puck landete nur wenige Zentimeter hinter der Querlatte auf dem Tor.LFRTS051117 (13 von 58)

Auffallend war in diesem Drittel jedoch schon, dass die Schiedsrichter eine recht kleinliche Linie verfolgten, die aber nur zu Strafen gegen Frankfurt führte. Es hatte fast den Anschein, als wollten sie ein körperloses Spiel pfeifen wollen. So ist fast jede Strafe gegen Frankfurt mit einem großen Fragezeichen versehen. Checks und normale Zweikämpfe, auch an der Bande, sind in einem Eishockeyspiel nicht ungewöhnlich, wurden aber sofort per Strafzeit unterbunden.

 

Zum zweiten Drittel:

Auch in diesem Drittel kam kein wirklicher Spielfluss auf; dafür sorgten die Schiedsrichter mit ihrem Tun. Die fünfte Strafe in Folge gegen Frankfurt nach noch nicht einmal einer gespielten Minute in diesem Drittel, war abermals fragwürdig. Insbesondere, da diese vom Schiedsrichter angezeigt wurde, der gute 30 Meter von der Situation entfernt stand, während der direkt danebenstehende Schiedsrichter nicht einmal Anstalten machte, seinen Arm zu heben.

Aber die defensiv starken Löwen überstanden auch diese Unterzahl und durften kurz darauf, oh Wunder, selbst in Überzahl agieren. Da der Mannschaft jedoch die Bindung zum Spiel, auch aufgrund dieser vielen Strafzeiten, fehlte, mühten sie sich überwiegend in der Offensive, aber konnten keine größeren Chancen herausspielen und so war es nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Strafe gegen Frankfurt gegeben wurde.

In der nun sechsten Überzahl gelang es den Ravensburgern daraus Kapital zu schlagen und gingen mit 0:1 in Führung. Im Anschluss zeigten auch die Linienrichter, dass sie der „Linie“ der beiden Hauptschiedsrichter folgten, denn während ein klares Icing gegen Ravensburg nicht abgepfiffen wurde, wurde ein Icing gegen Frankfurt gepfiffen, bei dem, wenn man die Hybrid-Icing-Regelung genauer betrachtet, kein Pfiff hätte erfolgen dürfen.LFRTS051117 (20 von 58)

Trotz dieser Umstände versuchten die Frankfurter endlich ein vernünftiges Spiel auf das Eis zu bringen. Es gelang nicht wirklich. Zumal ein klares Foulspiel an einem Frankfurter, insbesondere, wenn man die körperlose Linie der Schiedsrichter als Maßstab nimmt, zu einer Strafzeit hätte führen müssen, einfach ignoriert wurde.

Die Zuschauer in der Eissporthalle hatten jedenfalls spätestens zu diesem Zeitpunkt ihren Unmut gegenüber der Schiedsrichterleistung lautstark betont.

Immerhin fiel das 1:1 kurz darauf. Das kam sehr überraschend nach einem Bullygewinn rechts vor dem Ravensburger Tor. Schnörkellos gespielt und den Puck versenkt.LFRTS051117 (22 von 58)

Erstaunlicherweise gab es keine weiteren Strafzeiten gegen die Frankfurter in diesem Drittel, wobei es aber welche gegen Ravensburg hätte geben müssen. (Und das sage ich nicht, weil ich Fan der Löwen bin. So viel Ahnung von Eishockey habe ich schon, dass ich die Szenen auch objektiv betrachten kann.) Aber weder ein Schläger im Gesicht eines Frankfurter Spielers, welcher dadurch eine kleine blutende Wunde davontrug, noch die wesentlich klarere Szene als ein Alleingang vor dem Tor mit einem Beinstellen beendet wurde, wollten die Schiedsrichter nicht als regelwidrig anerkennen.

Zu diesem Zeitpunkt war es auch mir mit der Objektivität vergangen. Mir ist schon klar, dass es für Schiedsrichter nicht leicht ist, ein schnelles Spiel zu pfeifen. Ich habe durchaus Respekt davor, denn die Entscheidungen müssen binnen Sekundenbruchteile getroffen werden.  Aber die Bezeichnung der „Unparteiischen“ kann ich dem Schiedsrichtergespann des Abends nicht geben, denn es war doch sehr offensichtlich, dass mit zweierlei Maß gemessen wurde.

Das Spiel war nämlich zu keiner Zeit übertrieben hart geführt worden. Es war auch deutlich zu erkennen, dass die Frankfurter, die gerne körperbetont und meistens auch im Rahmen der Regeln spielen, durch die Art und Weise der Schiedsrichter, die keine klare Linie in das Spiel bringen konnten, verunsichert waren. Man musste befürchten, dass eine zu direkte Berührung mit einer Strafzeit hätte geahndet werden können.LFRTS051117 (23 von 58)

Kurz vor Ende des zweiten Drittels gab es dann noch einen Videobeweis, denn der Puck landete im Frankfurter Tor. Zwar zeigte einer der beiden Parteiischen zwar an, dass es kein Tor ist, aber ließ sich zum Videoschauen überreden. Aber die Entscheidung wurde nicht verändert und so blieb es beim 1:1, das auch gleichzeitig der Zwischenstand nach dem zweiten Drittel war.

 

Zum dritten Drittel:

Zwar kamen die Schiedsrichter in diesem Drittel beinahe ohne Strafen aus, zumindest aus ihrer subjektiven Perspektive, aber die Löwen versuchten es weiter und begannen dem Spiel ihre Signatur aufzuzwingen. Die Verunsicherung war aber immer noch zu sehen. Sie zeigte sich bei manch einem Abspiel und insbesondere in der Defensive, wenn die Gegenspieler eher abgelaufen als gecheckt wurden.

Nach etwas mehr als zehn Minuten in diesem Drittel konnten die Frankfurter einen schönen Angriff ausspielen, der mit einem Pass in den Slot und schlussendlich mit dem Tor zur 2:1 Führung abgeschlossen wurde.LFRTS051117 (31 von 58)

Nun war es auch endlich mal ein Eishockeyspiel mit Chancen auf beiden Seiten und guten Aktionen. Tatsächlich konnten die Ravensburger einen ihrer Angriffe zum 2:2 Ausgleich im Löwengehäuse versenken. Es sah zwar mehr danach aus, als wäre der Puck durch Arbeit in das Tor bugsiert worden, aber Tor ist Tor und es wurde gegeben.LFRTS051117 (35 von 58)

Während die Frankfurter weiterhin ihr Heil in der Offensive suchten und weiterhin in der Körpersprache und beim Körperspiel verunsichert wirkten, waren es erneut die Schiedsrichter, die abermals ein klares Foulspiel gegen einen Frankfurter ignorierten.

So ging es zunächst mit guten Angriffen der Frankfurter und ebenfalls guter Gegenoffensive der Ravensburger weiter. Insbesondere der Frankfurter Torhüter zeigte heute eine überragende Leistung und konnte mit seinen Paraden den Rückstand verhindern.

Gut dreieinhalb Minuten vor Ende gab es mal wieder eine, aus meiner Sicht, sehr merkwürdige Strafzeit, aber dieses Mal gegen Ravensburg. Erneut war es nicht der Schiedsrichter, der näher an der Situation und somit den besseren Blick hatte, sondern der Schiedsrichter, der die Aktion eigentlich nicht hatte sehen können, da Spieler in seinem Sichtfeld waren.

Die daraus entstandene Überzahlsituation konnten die Frankfurter zur 3:2 Führung ausnutzen. Zwar versuchten die Ravensburger noch den Ausgleich zu erzielen und wechselten den Torhüter für einen weiteren Feldspieler, jedoch ohne Erfolg.LFRTS051117 (57 von 58)

 

Unter dem Strich stand nun der 3:2 Sieg der Frankfurter fest. Auch wenn es kein schönes Spiel war und insbesondere durch die unterklassige Leistung der Schiedsrichter geprägt wurde.

Löwen Frankfurt – Ravensburg Tower Stars 3:2 (0:0 1:1 2:1)

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