*NEWS* DEL und DEL2 überarbeiten Regelwerk zur Saison 2018/19

Gerade habe ich meine Blicke über Facebook schweifen lassen, da kam mir der Beitrag der DEL / DEL2 in Sachen Regeländerungen vor die Nase.

Ich dachte mir, dass ich diese doch mal ansehe und meinen Lesern auch mal bereitstelle. Schließlich ist die Saison auch nicht mehr weit. Ich hoffe, dass die Verbreitung im Sinne der Obrigkeiten des deutschen Eishockey ist, damit mehr Fans zu Beginn der Saison auch mit den neuen Regeln und nicht nur den neuen Kadern ihrer Teams vertraut sind.

So ist also mein erster Beitrag zur neuen Saison mit Regeländerungen gespickt.

Der Originalbeitrag ist hier zu finden: Die neuen Regeln für die neue Saison – das Bildmaterial stammt selbstverständlich auch von dort.

Zur Saison 2018/19 haben die DEL und die DEL2 zahlreiche Regeländerungen eingeführt: Die offensichtlichste Änderung betrifft den Torraum, der zur Saison 2018/19 eine andere Form und andere Abmaße bekommt. Diese Anpassung wurde bereits hier vorgestellt. Weiterhin ist eine Verletzung eines Spielers kein Merkmal für eine Große Strafe. Es zählt einzig eine rücksichtslose Gefährdung des Gegenspielers. Eine vorliegende Verletzung ist jedoch häufig ein Zeichen für eine Rücksichtslose Aktion.

Die wichtigsten Regelanpassungen im Überblick:

Regel 19 – Markierung auf der Eisfläche – Kreise

*   Die äußere Gestalt und das Abmaß des Torraums wurde verändert

Regel 26 – Teamoffizielle und technische Ausrüstung

*   Technische Ausrüstung zu Zwecken des Coachings (z.B. Statistik) ist erlaubt

*   Jeglicher Gebrauch zur Beeinflussung eines Spieloffiziellen ist jedoch nicht zulässig

Regel 63 – Penaltyschießen zur Ermittlung des Gewinners

Das Heimteam beginnt im Shootout. Es findet kein Münzwurf statt.

Regel 116 – Übergriffe gegen Offizielle

*   Wenn ein Spieler aus Protest gegen eine Entscheidung eines Spieloffiziellen seinen Schläger gegen die Bande oder das Schutzglas schlägt wird dies mit einer Kleinen Strafe geahndet

*   Unanständige, lästerliche oder ausfallende Sprache gegenüber Spieloffiziellen wir mit einer kleinen Strafe geahndet

*   Ein Teamoffizieller, der Video-Technologie nutzt, um Entscheidungen eines Spieloffiziellen in Frage zu stellen, wird mit einer Bankstrafe belegt

*   Ein Spieler, der Video-Technologie nutzt, um Entscheidungen eines Spieloffiziellen in Frage zu stellen, wird mit einer Disziplinarstrafe belegt

*   Ein Spieler oder Teamoffizieller, der respektlos mit einem Spieloffiziellen umgeht oder physisch Einfluss ausübt, wird mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegt

*   Ein Spieler oder Teamoffizieller, der irgendeine Sache wirft oder Spieloffizielle mit Wasser bespritzt, wird mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegt

*   Ein Spieler oder Teamoffizieller, der gegen einen Spieloffiziellen absichtlich und rücksichtslos Gewalt anwendet oder ihn verletzt, wird mit einer Matchstrafe belegt

*   Ein Spieler oder Teamoffizieller, der einen Stock nach einem Spieloffiziellen wirft oder schwingt oder den Puck nach ihm schießt (auch ohne ihn zu treffen), wird mit einer Matchstrafe belegt

*   Ein Spieler oder Teamoffizieller, der Spieloffizielle bedroht, anspuckt, mit Blut beschmiert oder sie rassistisch oder ethnisch verunglimpft oder sexuelle Äußerungen an sie richtet, wird mit einer Matchstrafe belegt

*   Ein Spieler oder Teamoffizieller, der unmittelbar vor, während oder unmittelbar nach dem Spiel einen Spieloffiziellen mit unanständiger Gestik oder Aktion konfrontiert, wird mit einer Matchstrafe belegt

Regel 119 – Check gegen die BandeRegel 

Das IIHF-Regelbuch sieht für einen Check gegen die Bande als Strafuntergrenze eine Kleine Strafe nebst Disziplinarstraße vor. Abweichend davon kann in der DEL und DEL2 für dieses Vergehen eine Kleine Strafe verhängt werden.

Regel 141 – Faustkampf

Definition: Ein Spieler, der innerhalb einer ausgedehnten Konfrontation wiederholt einen Gegenspieler mit der Faust schlägt, sei es während des laufenden Spiels, nach dem Abpfiff oder irgendwann im Verlauf des Spiels.

*   Jeder Beteiligte erhält eine doppelte kleine Strafe (2′ + 2′) nebst Disziplinarstrafe oder eine Große Strafe nebst automatischer Spieldauerdisziplinarstrafe

*   Für das Ausziehen der Handschuhe wird keine weitere Disziplinarstrafe ausgesprochen

Alles was unterhalb der genannten Definition ist, gilt als übertriebene Härte (Regel 158)

Regel 149 – Behinderung

Zur Saison 2018/19 wurde ein neuer Tatbestand eingeführt:

Ein Spieler, der sich über die Bande seiner Spielerbank lehnt und

*   den Puck spielt oder

*   einen Gegenspieler auf dem Eis berührt oder

*   sich in irgendeiner Weise am Spiel beteiligt wird mit einer Kleinen Strafe belegt.

Regel 153 – Später Check

Definition: Ein später Check ist ein Bodycheck an einem Feldspieler, der sich in einer verwundbaren Position befindet, da er nicht mehr Puckkontrolle oder -besitz hat. Ein später Check passiert an einem Feldspieler, der sich des drohenden Kontakts bewusst oder sich dessen nicht bewusst ist.

Der späte Check stellt eine Form der Behinderung dar und wurde bereits in den vorangegangenen Spielzeiten entsprechend geahndet.

Mit der Einführung dieser Regel wurde auch ein neues Schiedsrichterzeichen vorgestellt. (Titelbild)

Regel 160 – Slew-Footing

Definition: Ein Spieler, der rücksichtslos von hinten gegen den Schlittschuh eines Gegenspielers tritt oder einen Gegenspieler rücksichtslos zurückzieht, während er gleichzeitig die Füße unter ihm wegkickt oder -schlägt.

*   Mindeststrafe wurde von Matchstrafe auf Große Strafe nebst automatischer Spieldauerdisziplinarstrafe abgesenkt

*   Im Fall einer rücksichtslosen Gefährdung, ist eine Matchstrafe auszusprechen

Regel 167 – Beinstellen

Definition: Ein Spieler setzt seinen Stock, Schlittschuh, Arm oder sein Bein gegen das Bein des Gegenspielers, wodurch er die Balance verliert oder fällt.

Neu ist, dass der Fall der Nutzung des Arms in der Regel aufgeführt wird und dass der Verlust der Balance ausreicht, um eine Strafe auszusprechen.

167 II: Wenn ein Spieler einen Gegenspieler mit Puckbesitz verfolgt, sich aufs Eis wirft und den Puck mit seinem Stock wegschlägt und dieser Gegenspieler deswegen in der weiteren Folge zu Fall kommt, wird eine Strafe wegen Beinstellens verhängt. Im Falle einer Breakawaysituation, wird die Kleine Strafe gegeben, jedoch kein Penaltyschuss zugesprochen.

Regel 168 – Unsportliches Verhalten

IV Ziff. 3: Gegen einen Spieler oder Teamoffiziellen, welcher in grober Weise gegen die Regeln der sportlichen Fairness oder Respekts verstößt oder eine Person gefährdet, kann der Spieloffizielle eine Spieldauerdisziplinarstrafe oder eine Große und automatische Spieldauerdisziplinarstrafe verhängen.

Regel 176 – Ablauf des Penaltyschusses

Nach einem Foul in einer Breakaway-Situation musste bisher der gefoulte Spieler den zugesprochenen Penaltyschuss ausführen. Ab der Saison 2018/19 steht es dem Coach des nicht fehlbaren Teams frei, einen beliebigen Feldspieler zu benennen, der der Penaltyschuss ausführt.

Merkmal für mindestens Große Strafe plus Spieldauerdisziplinarstrafe

Die Strafuntergrenze von Großer Strafe (5′) plus automatischer Spieldauerdisziplinarstrafe setzte bisher zwei „Entweder-oder-Merkmale“ voraus:

*   Der Gegenspieler erlitt eine Verletzung oder

*   Der Gegenspieler wurde rücksichtslos gefährdet

Ab der Saison 2018/19 ist die rücksichtslose Gefährdung das alleinige Merkmal.

Die finalen und überarbeiteten Regularien für den Spielbetrieb der DEL2 werden ab Anfang September auf der Homepage der DEL2 abrufbar sein.

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Rezension zum Buch „American Football – Alles, was man wissen muss“ von Adrian Franke aus dem Meyer & Meyer Verlag. Das beste und informativste Buch zu dieser in Deutschland aufstrebenden Sportart

Vielen Dank zunächst an den Meyer & Meyer Verlag für das Rezensionsexemplar.AFAWMWM4

American Football – Alles, was man wissen muss“ von Adrian Franke aus dem Meyer & Meyer Verlag.

Genre: Sport und Sachbuch

Dieses Buch, das einem den Sport „American Football“ beschreibt und verständlich näherbringt, ist seit dem 22.01.2018 im Handel. Es hat insgesamt 200 Seiten, wovon ganze 37 Seiten ein Glossar mit Begriffserklärungen der Sportart sind.

Klappentext:

Jedes Jahr schauen mehr und mehr Zuschauer auch in Deutschland den Super Bowl. Aber seien wir mal ehrlich, ein Footballspiel zu verstehen, ist nicht so einfach! Oder wissen Sie, was eine „Shotgun“ oder die „Pistol“ mit Football zu tun haben?

Ziel des Buches ist es, diese und viele weitere Fragen zu beantworten und die Spielregeln zu begreifen. Erzählungen und Geschichten von Spielern gewähren zudem einen Blick hinter die Kulissen und rund um das Spiel.

Adrian Franke ist Redakteur beim online-Portal SPOX.com. Sein Kernressort ist die NFL; in den letzten drei Jahren hat er dort erfolgreich eine der größten deutschsprachigen NFL-Seiten mit einer sehr aktiven Community aufgebaut. Aktiv ist er außerdem in mehreren deutschen NFL-Podcasts genau wie auf Twitter.

Gewonnen hat mich der Autor des Buches bereits mit den ersten Sätzen der Einleitung, die genau das wiederspiegeln, was ich über Jahre gedacht habe und somit kein großes Interesse für diesen Sport aufbringen konnte.

Zitat: „Football? Nein danke. Das hat für meinen Geschmack viel zu viele Unterbrechungen, das dauert doch viel zu lange. Und überhaupt: Warum spielt nicht jeder Angriff und Verteidigung?

Wie gesagt sind es exakt diese Dinge, die auch mich über Jahre hinweg von diesem Sport ferngehalten haben. Zumindest bis August 2017.

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Adrian Franke beschreibt den Sport in diesem Buch sehr ausführlich und sehr bildlich. Damit meine ich nicht die Schaubilder der Aufstellungen, sondern tatsächlich seine Wortgewandtheit, die einem die vielen Begriffe erklärt.

Auch die Vorgehensweise das Spiel zu erklären ist sehr durchdacht. Von Grundsätzlichem, der Geschichte des Sports und seinen Ursprüngen, bis hin zur Erklärung der einzelnen Positionen und Aufstellungen als auch Taktiken in der Offensive und Defensive ist wirklich alles dabei, was das Spiel beinhaltet.

Gerade die Verbindung mit der historischen Entwicklung des Sports und anschaulichen Beispielen, sowie Zitaten von Trainern und Spielern, ist mehr als interessant.

Hinzu kommt, dass immer wieder aktuelle Beispiele für Positionen benannt werden. Damit meine ich, dass aktive Spieler, die diese Position spielen, benannt werden. Das führt sehr häufig (zumindest bei mir) zu einem „Aha!-Effekt“. Schließlich sind bestimmte Namen doch sehr geläufig. Cam Newton und Julian Edelman sind dabei nur zwei Beispiele. Beinahe für jede genauer beschriebene Position wird ein aktiver Spieler benannt – und genau das ist klasse. So bekommt man ein Bild vor Augen, das einen Spieler beinhaltet, den man bereits aus dem Fernsehen kennt.

Im Prinzip ist dieses Buch also eine Verbindung von mir (auf der Couch sitzend) und dem Fernseher, auf den ich blicke. Sozusagen die bisher noch fehlende Verbindung, um das, was im TV passiert und erzählt wird, verständlicher zu machen.

Auch der taktische Bereich, der viele Spielzüge und Formationen beinhaltet, ist sehr anschaulich und verständlich erklärt. Es sind dabei viele Dinge, die ich bereits mal gehört habe und nur schwer in Verbindung bringen konnte mit dem was ich vor mir sah.

Zwar habe ich bereits durch Madden NFL die meisten Lerneffekte zu Beginn gehabt, aber das hier ist ein Buch, das ich sicherlich noch sehr oft in den Händen halten werde. Und wenn es auch nur die hinteren Seiten des Glossars sind, das ich lesen und nachschlagen werde.

Es ist definitiv DAS Handbuch für American Football in deutscher Sprache.

Von A wie Abseits bis Z wie Zonenverteidigung ist wahrlich alles dabei, das häufig an Begrifflichkeiten fällt. Daher kann ich dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der sich gerne einen ersten oder aber auch einen tieferen Einblick in die Materie des American Football verschaffen möchte.