Punktgewinn für den FSV Frankfurt beim Spiel gegen den SV Elversberg am 22.09.2018

Vor dem Spiel konnte man keinen Favoriten ausmachen. Der FSV Frankfurt war nach zwei Siegen in Folge motiviert die kleine Serie fortzusetzen und Sieg Nummer drei zu erspielen. Doch der Gegner aus Elversberg wollte gewiss auch ein Wörtchen um die Punkte mitreden.

Einige Fans aus Elversberg, es werden ca. 40 gewesen sein, waren vor Ort, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Sie eröffneten mit dem Anstoß auch die ersten Fangesänge, ehe sich die heimischen Fans ebenfalls meldeten.

Einige Bilder zum Spiel gibt es hier

Die ersten Minuten waren ein Abtasten zwischen beiden Mannschaften, bei dem sich die Gäste aus Elversberg dem Tor als erstes näherten. Die Abschlüsse waren jedoch noch sehr ausbaufähig. Aber auch die ersten Offensivaktionen des FSV waren verbesserungswürdig. Beide Mannschaften mussten noch in das Spiel finden.

Die erste größere Chance hatte Elversberg in der 24. Minute, doch Aulbach im Tor des FSV konnte den Ball zur Ecke abwehren, die in der Folge ungenutzt blieb.

Praktisch im Gegenzug hatte auch der FSV seine Chance nach einem Freistoß aus zentraler Position, aber der Kopfball von links war zu schwach und zu zentral auf den Torwart geköpft.

  1. Minute gelbe Karte FSV, Soultani, für das Wegschlagen des Balles nach einem vom Schiedsrichter gesehenen Foulspiel. Der Freistoß von rechts brachte für die Gäste jedoch nichts ein.

Zwischenzeitlich waren die Einblendungen der Zwischenergebnisse aus den anderen Stadien teilweise interessanter als das schwerfällige Spiel zwischen dem FSV Frankfurt und Elversberg.

Fast unerwartet fiel dann doch ein Tor. In der 39. Minute kam Patrick Huckle zu seiner Chance und zog aus gut 22 Metern ab. Der Ball war leicht abgefälscht und zappelte im Netz.

  1. Minute: 1:0 Patrick Huckle

Nur wenige Momente später hätte der FSV sogar auf 2:0 erhöhen können, doch der Freistoß aus zentraler Position, ca. 25 Meter vor dem Tor, ging knapp links am Tor vorbei.

In der 45. Minute erhielt Marco Koch vom FSV noch die gelbe Karte für ein Foulspiel im Mittelfeld.

Mehr passierte nicht in der ersten Halbzeit. Zwar waren die Gäste die optisch aktivere Mannschaft, aber das Tor machte der FSV, wenngleich es ein wenig unerwartet und glücklich war.

Während die Elversberger schon geschlossen auf dem Platz standen und auf den Beginn der zweiten Halbzeit warteten, ließen sich Schiedsrichter und der FSV Frankfurt etwas Zeit.

Kaum begann die zweite Halbzeit bekamen die Gäste einen Freistoß von halblinker Seite aus ca. 18 Metern. Alles bereitete sich auf einen hohen Ball in den Strafraum vor, doch der Freistoß wurde direkt auf das Tor geschossen und war drin. Keine Chance für Aulbach im Tor des FSV.

  1. Minute: 1:1 durch Alban Meha

Die Gäste waren nun hellwach während die Spieler des FSV noch zum Teil mit den Gedanken in der Kabine zu sein schienen. Beinahe wäre den Gästen der Doppelschlag gelungen, doch zum Glück für den FSV war die Verteidigung zur Stelle.

Während sich die Gäste immer stärker präsentierten und das Spiel zu bestimmen schienen, tat sich der FSV schwer in diese zweite Halbzeit zu finden.

Den Gästen reichte das 1:1 nicht aus, sie zogen das Tempo etwas an und wurden spielbestimmender. Es gab eigentlich nur eine Richtung, in die das Spiel verlief, nämlich in Richtung des FSV Tores.

  1. Minute: Wechsel beim FSV Frankfurt für #11 Marco Koch kam #15 Robert Schick.
  2. Minute: Wechsel bei Elversberg für #10 Sinan Tekerci kam #22 Fernandez Suero.

Elversberg nahm wieder ein wenig das Tempo raus, ohne dabei die Überlegenheit zu verlieren. Zwar kam auch der FSV wieder in die Offensive, blieb dabei aber farblos.

  1. Minute: Wechsel beim FSV Frankfurt für #9 Arif Güclü kam #7 Ahmed Azaouagh. Auch Elversberg wechselte.

In der 74. Minute hatte der FSV eine Konterchance, nachdem die vorangegangene Ecke geklärt werden konnte. Leider zeigte sich die Abschlussschwäche wieder einmal, weshalb die Chance zur Führung vergeben wurde und der Schuss weit rechts am Tor vorbeiging.

In dieser Phase wurden die Frankfurter wieder mutiger und suchten selbst den Weg in die Offensive, was das Spiel interessanter machte.

  1. Minute: Gelbe Karte für #7 Ahmed Azaouagh (FSV Frankfurt)
  1. Minute: Wechsel beim FSV Frankfurt für #18 Vito Plut kam #14 Alexander Aschauer.
  2. Minute: Wechsel bei Elversberg für #30 J. Koffi kommt #19 Patryk Dragon.

Es passierte nicht mehr viel in der Schlussphase und so endete das Spiel mit dem 1:1 was für den FSV einen Punktgewinn bedeutet. Für Elversberg war es nach den Spielanteilen zu wenig.

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Torwart Aulbach der Garant für den 2:1 Sieg des FSV Frankfurt gegen Wormatia Worms am 08.09.2018

Samstag 14 Uhr und ein fast wolkenloser Himmel über Frankfurt. Nicht zu heiß und nicht zu kalt. Das war perfektes Fussballwetter für diesen Regionalliga-Südwest Spieltag.

An den Startformationen konnte ich erkennen, dass beim FSV leider nicht der Spieler mit der Nummer 34, der beim Testspiel gegen den FC Sankt Pauli wirklich eine gute Leistung zeigte, gar nicht im Aufgebot stand. Schade eigentlich, denn ich hätte es ihm durchaus gegönnt.

Es blieb abzuwarten, ob sich die gezeigte Verbesserung im Spiel vom Donnerstag nun auch an diesem Samstag zeigen würde.

Die Gäste eröffneten mit dem Anstoss das Spiel. Beide Fanlager machten auf ihren Seiten Stimmung.

Frankfurts Defensive zeigte sich aber noch nicht von der sichersten Seite in den Anfangsminuten. Fehl- und Risikopässe waren also noch nicht ausgemerzt worden. Aber beide Mannschaften versuchten offensive Akzente zu setzen, ohne dabei zwingend zu werden.

Die erste größere Chance gab es in der 10. Spielminute für den FSV Frankfurt durch einen Konter, dessen Flanke von rechts zwar einen Abnehmer fand, der den Ball aber über das Tor schickte.

In der 14. Minute gab es einen schwachen Abschluss aus 18 Metern durch den FSV. Noch in der gleichen Minute ebenfalls eine Chance für Worms aber Abwehr und Torwart konnten entschärfen.

Insgesamt schien sich das Abwehrverhalten mit Nähe zum Gegner und Körpereinsatz sichtlich gebessert zu haben. Die Frankfurter suchten die Zweikämpfe und nahmen sie auch in der Defensive an. Das war eine klare und sichtbare Verbesserung zu den letzten Spielen.

23. Minute: 0:1 – nach einem Eckball wurde der Ball zwar geklärt, kam aber wieder von links herein in den Strafraum. Dieser ging an einigen Spielern vorbei und erreichte rechts vor dem Tor den freistehenden Wormser Burgio, der den Ball unhaltbar ins Tor schoss.FSVFFMVfRWW080918-12

Dies war etwas bitter für den FSV, da sie bis hierhin eine gute Leistung zeigten, selbst hätten in Führung gehen können, aber erneut durch eine fehlende defensive Zuordnung ein Gegentor zuließen.

Kurz darauf hatte der FSV die Chance zum Ausgleich, aber den Schuss aus zentraler Lage, ca. 17 Meter vor dem Tor, konnte Keilmann abwehren.

Dass es in der Abwehr des FSV noch immer nicht ganz stimmte, zeigte sich in der 31. Spielminute als Sabah unnötigerweise vor Aulbach klärte, obwohl dieser hätte den Ball aufnehmen können. Glücklicherweise landete der Ball nicht beim Gegner.

In der 34. Minute fiel ein Tor für den FSV nach einer Ecke. Alles jubelte, während die Fahne des Linienrichters unten blieb. Es dauerte bis der Linienrichter die Fahne hob. An sich eine richtige Entscheidung, aber es gab viele Diskussionen. Am Ende entschied Schiedsrichter Zorn auf Tor für den FSV durch Plut.

34. Minute: Gelbe Karte für den Torschützen. Wirklich zu erkennen wofür es diese gab, war es für mich nicht. Aber auch um mich herum gab es fragende Gesichter zu dieser Entscheidung. Unterdessen waren die Gästefans natürlich nicht mit der Entscheidung des Tores einverstanden und machten dies in entsprechenden Sprechchören lautstark bekannt.

35. Minute: 2:1 für den FSV Frankfurt. Eine tolle Einzelaktion im Strafraum von Soultani, der sich zunächst gegen Mimbala durchsetzen konnte und den schnellen Torabschluss aus knapp vier Metern suchte und den Ball im langen Eck unterbringen konnte. Keine Chance für Keilmann im Tor der Gäste aus dieser kurzen Distanz.

Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Weiter ging es mit dem Anstoss durch den FSV Frankfurt. Die erste Chance hatte jedoch der Gast aus Worms in der 47. Minute, dessen Abschluss aber deutlich über das Tor ging.

50. Minute: Gelbe Karte für den Wormser Burgio für das Wegschlagen des Balles nach Schiedsrichterpfiff.

In der 53. Minute vergab der FSV eine große Chance zum 3:1. Auf der linken Seite im Strafraum freistehend vergibt der Spieler und haut den Ball unbedrängt über das Tor.

Es war in der Folgezeit deutlich zu erkennen, dass die Frankfurter mehr wollten, was sie in Offensivaktionen zeigten, die sie aber nicht zu Ende spielen konnten.

  1. Minute Wechsel beim FSV – Rose raus und Güclü rein.
  2. Minute Wechsel bei Worms Volz raus, Graciotti rein.
  3. Minute Wechsel bei Worms Glockner raus, Demir rein.
  4. Minute Gelbe Karte FSV: Mangafic für gefährliches Spiel.
  5. Minute Wechsel beim FSV Koch raus, Aschauer rein.

Frankfurts Offensivbemühungen endeten häufig mit einem ungenauen Pass in die Spitze, während sich die Gäste stetig steigerten und die meiste Zeit im Ballbesitz waren. Doch auch sie konnten lange keine eigenen zwingenden Chancen entwickeln. Es war der Frankfurter Mangafic, der in der 72. Minute seinen eigenen Torwart prüfte. Zum Glück bestand dieser die Prüfung aus kurzer Distanz. Bis dahin übrigens die beste Chance der Gäste in der zweiten Halbzeit.

  1. Minute Wechsel beim FSV Soultani raus, Becker rein.

79. Minute: gleich zwei große Chancen der Gäste werden von Aulbach zur Ecke abgewehrt. Bei der zweiten kam der Ball aufs Tor und konnte ebenfalls abgewehrt werden. Der folgende Distanzschuss ging über das Tor.FSVFFMVfRWW080918-20

Die Gäste hatten in dieser Phase den größeren Zug zum Tor, während der FSV größtenteils damit beschäftigt war die Führung zu verteidigen, ohne selbst in die Offensive zu kommen.

  1. Minute Wechsel bei Worms Mimbala raus, Jourdan rein.

Aulbach zeichnete sich immer wieder mit Paraden aus und verhinderte mehrmals den Ausgleich der angriffsstarken Gäste aus Worms.

  1. Minute: Gelbe Karte für Worms – Graciotti.

Spielende.

Tore: 0:1 Burgio (23.), 1:1 Plut (35.), 2:1 Soultani (44.)

Zuschauer: 1.057

Schiedsrichter: Justus Zorn

Ein deutlich sichtbarer Klassenunterschied – Bericht zum Spiel des FSV Frankfurt gegen den SV Waldhof Mannheim (1:5) vom 13.08.2018

Bereits vor dem Spiel war viel vor dem Stadion los. Ob es daran lag, dass ich etwas später da war als beim letzten Mal, oder war es, weil der Gegner aus Mannheim deutlich attraktiver ist, als es zuvor die Stadtallendorfer waren?

Jedenfalls hatten die Gäste eine große Menge Fans mit dabei. Sie bevölkerten auf der Nordseite des Stadions mehr als nur einen Stehblock, was gut und gerne 500 Menschen gewesen sein dürften. Dahingegen sah die Südseite nicht so dicht besetzt aus und dort standen die Fans des FSV Frankfurt. Vielleicht sollten sie sich auch mal mehr zusammenstellen und so einen stimmgewaltigen Block bilden. Die Mannheimer waren schon vor Beginn sehr laut. Wie sich das auf das Spiel auswirken würde, sollte sich zeigen.

Anstoß und der erste Ballbesitz war bei den Gästen. Die erste Chance entstand aber erst nach gut zwei Minuten. Ein Freistoß für die Gäste, der aber gut geklärt wurde. Bei der Kläraktion blieben zwei Frankfurter, darunter der Torwart, kurz liegen. Es sah nach einem leichten Zusammenprall aus, von dem sich beide einen kurzen Moment erholen mussten.

Zu Beginn des Spiels zeigten sich die Gäste bei eigenem Ballbesitz mit einem gesunden Drang nach vorne und ohne Ball mit Ansätzen von Offensivpressing. Dieses hatte in der 7. Spielminute zur Folge, dass die FSV Abwehr unter Druck geriet und den Ball kurz vor dem eigenen Strafraum verlor. Es folgte ein Pass auf die rechte Seite und ein schöner Abschluss in die linke obere Torecke. Der Ball war im Kasten. Vielleicht nicht unhaltbar, aber eben im Tor. Die Fans auf der Nordseite des Stadions jubelten lautstark. 0:1, der SV Waldhof lag in Front.FSVSVWM130818-4

Kurz darauf zeigte sich auch der FSV offensiv, aber richtige Chancen kamen da noch nicht zustande. Aber der Druck wurde größer und die Frankfurter wollten sich nicht unterkriegen lassen. Dafür waren die Nadelstiche der Gäste aus Mannheim etwas ausgereifter im Zusammenspiel. Eine halbe Flanke, bzw. ein halber Schuss, streifte das Aluminium des Mannheimer Tores sanft.

Wie im letzten Heimspiel gab es viele Ecken für die Frankfurter und erneut schafften sie es dabei, sich bei der kurzen Variante, selbst ins Abseits zu stellen. Das möchte noch geübt werden.

In der 22. Minute gab es einen Freistoß für die Gäste. Als dieser hereingebracht wurde, ertönte die Pfeife des Schiedsrichters und es gab Elfmeter und die gelbe Karte für Frankfurts N. Djengoue. Was da genau passiert war, hatte ich nicht gesehen. Der Elfmeter wurde locker getreten, der Torwart damit verladen, 0:2.FSVSVWM130818-10

Nun wirkte der FSV etwas verunsichert und nervös. Einfache Ballverluste. Aber bei der nächsten Offensivaktion gab es einen Freistoß für sie und die gelbe Karte wegen einem taktischen Foul für Mannheims Michael Schultz. Doch der folgende Freistoß landete in den Armen des Gästetorwarts.

Nun passte sich auch das Wetter dem Ergebnis an. Aus Frankfurter Sich zumindest. Es begann zu schütten.

Ein unnötiges Foul im Mittelfeld brachte Frankfurts Denis Mangafic eine gelbe Karte ein, die zu einem Freistoß und einer Chance für die Gäste führte. Doch es gab nur Eckball. Dieser brachte zwar nichts ein, aber das Offensivpressing zeigte weiter eine gewisse Verunsicherung bei den Frankfurtern, die zu einem schnellen Spiel gezwungen waren.

Für eine Weile fand das Spiel vor allem im Mittelfeld statt. Dabei war durchaus erkennbar, dass beide Seiten mit dem nassen Spielfeld und dem glitschigen Ball so ihre Problemchen hatten.

In der 37. Spielminute zeigte sich erneut das erfolgreiche Offensivpressing der Gäste, die einen Fehler beim Pass der Frankfurter ausnutzen konnten. Der Pass von halbrechter Seite in die Mitte des Strafraums fand einen Abnehmer und der hatte praktisch freie Platzwahl zum 0:3.

Fast dasselbe Spiel beim 0:4 in der 39. Spielminute: Die Hintermannschaft des FSV wirkte verunsichert und grob fahrlässig. Während die Mannheimer weiter ihr Offensivpressing spielten, fingen sie einen Pass ab, der erneut zu einem Tor führte. Dieses Mal ganz lässig in die untere linke Ecke des Tores.

FSVSVWM130818-11Langsam fing auch ich an mit Marco Aulbach im Tor der Hausherren Mitleid zu bekommen, denn er konnte bisher keine Bälle halten und wurde von seiner Abwehr mehr als nur im Stich gelassen.

Marco Koch kam für Denis Magafic bei Frankfurt in der 45. Minute. Ob eine Verletzung vorlag, oder sich Mangafic bereits nahe an einer weiteren Verwarnung befand, konnte ich nicht beurteilen. Kurz darauf wurde von den Frankfurtern ein Foulspiel im Strafraum gesehen, das aber nicht geahndet wurde. Meines Erachtens, mit dem Blick von der Tribüne aus, lag auch kein elfmeterwürdiges Foulspiel vor.

Wenige Sekunden später war dann auch Halbzeitpause und man musste feststellen, dass der FSV Frankfurt in dieser Partie deutlich unterlegen war und in der zweiten Halbzeit nur Schadensbegrenzung betreiben konnte. Spielerisch und auch auf taktischer Ebene waren die Gäste deutlich überlegen und profitierten vor allem von ihrem eigenen Offensivpressing, das die Frankfurter Hintermannschaft regelmäßig zu groben Fehlern zwang, welche gnadenlos ausgenutzt wurden.

In der Halbzeit wurde auch Jesse Sierck für Alban Sabah auf Frankfurter Seite eingwechselt.

Kurz nach Wiederbeginn ging es so weiter, wie es aufgehört hatte und wäre es keine Abseitsposition gewesen, hätte es erneut im Frankfurter Gehäuse geklingelt. Die Gäste wollten sich nicht auf dem großen Vorsprung ausruhen, das war direkt zu sehen.

Das Offensivpressing der Gäste war nicht mehr ganz so drängend, aber immer noch vorhanden. Frankfurt selbst fand aber keine Mittel eigene Chancen zu kreieren. Die Gäste warteten auf ihre Gelegenheiten mit schnellen Konterspielzügen für weitere mögliche Tore zu sorgen.

Die drei Punkte schienen für sie in der 57. Spielminute bereits gesichert zu sein, denn da fiel das 5. Tor für sie. Ein Pass in die zentrale Schnittstelle der Abwehr sorgte für einen Alleingang mit Torabschluss, den der arme Marco Aulbach erneut nicht verhindern konnte.

Kurz darauf wechselte Frankfurt bereits das dritte Mal und brachte einen Spieler, den ich nicht finden kann – oder mir die falsche Nummer notiert hatte. Jedenfalls wurde n. Djengoue ausgewechselt. Für ihn kam der Spieler mit der Nummer 20(?) aufs Feld.

In der letzten halben Stunde konnte es für den FSV nur noch heißen, ein größeres Debakel zu verhindern, während die Partystimmung im Gästeblock größer und größer wurde.

Der Ehrentreffer für den FSV fiel in der 62. Minute, als schon keiner mehr mit einem positiven Ereignis für die Frankfurter gerechnet hatte. Eine kurze Unachtsamkeit in der Hintermannschaft der Gäste und schon konnte Soultani auf der rechten Seite im Strafraum das rechte untere Eck anvisieren und zumindest den Treffer für die Ehre erzielen.

Nun wechselten auch die Mannheimer. Für Mete Celik kam Marco Meyerhofer in der 71. Minute.

Zu diesem Zeitpunkt verwalteten die Mannheimer das Ergebnis schon und suchten dabei immer wieder mal den Weg nach vorne. Defensiv mussten sie nicht viel machen, da sich der FSV häufig selbst im Weg stand oder einfach keine Idee mehr hatte den Weg in den Strafraum und vor das Tor zu finden. Gewiss war das bei dem Spielstand auch schon eine Kopfsache. Es wurde sogar in der 74. Minute eine Chance für das zweite Tor vergeben und das aus kürzester Distanz nach einer Hereingabe von der linken Seite.FSVSVWM130818-13

Ein weiterer Wechsel der Gäste wurde vollzogen. Für Valmir Sulejmani kam Gian-Luca Korte (75. Minute)

Gelbe Karte für Mannheims Kevin Conrad. Das Foul passierte auf halbrechter Position vor dem Mannheimer Strafraum. Aber auch der Freistoß war nicht präzise genug für den Stürmer Frankfurts.

Die Mannheimer hingegen hatten noch weitere Chancen, vergaben diese aber mustergültig. Es hätte gut und gerne auch 1:8 stehen können. Einmal rettete der Querbalken für die Frankfurter, damit diese Niederlage nicht zu noch einer höheren Blamage führte.

Auch den dritten Wechsel nutzten die Mannheimer und brachten für die letzten Sekunden M. nag für den Doppeltorschützen Jannik Sommer in der 89. Minute.

Der Schiedsrichter pfiff das Spiel auf die Sekunde genau pünktlich ab. Die letzten Minuten verliefen ohnehin ereignislos, da die Gäste aus Mannheim nicht mehr zwingend waren und gefühlt mehrere Gänge zurückschalteten und Frankfurt nicht konnte.

Der Klassenunterschied war definitiv sichtbar und Frankfurt konnte mit dem Ergebnis noch froh sein, da die Mannheimer Chancen für zwei Spiele hatten und durchaus mehr als fünf Tore hätten erzielen können.

Doch muss man auch sagen, dass der SV Waldhof Mannheim nicht das Maß ist, mit dem sich die Frankfurter vergleichen sollten. Sie haben andere Ziele, die es zu erreichen gilt.

Tore: 0:1 Sulejmani (7.), 0:2 Sommer (23./FE), 0:3 Sommer (36.), 0:4 Kern (39.), 0:5 Deville (58.), 1:5 Soultani (62.)

Zuschauer: 2.249

Spielbericht FSV Frankfurt – Eintracht Stadtallendorf 03.08.2018 – Das Spitzenspiel am zweiten Spieltag in der Regionalliga Südwest

Wer ein paar Bilder vom Spiel sehen möchte, klickt am besten gleich hier:

FSV Frankfurt – TSV Stadtallendorf 03.08.2018

Wie viele Jahre war ich eigentlich nicht mehr bei einem Fußballspiel im Stadion? Ob selbst als Spieler oder als Zuschauer. Als Spieler weiß ich es noch, denn das war beim VfR Würzberg im Odenwald. Das müsste im Jahr 2004 gewesen sein. Davor spielte ich für die SpVgg. Kickers 1916 Frankfurt und einmal sogar gegen den FSV Frankfurt im Hessenpokal. Wir haben, glaube ich, 0:8 verloren gegen den FSV, was damals aber zu erwarten war. Kreisliga gegen (was war das damals?) 4. Oder 5. Liga. Fast genauso lange war ich auch nicht mehr im Stadion bei einem Fußballspiel. Dank des Ergebnisarchivs der Eintracht aus Frankfurt, kann ich sogar das Spiel, das Ergebnis und auch das Datum nennen: 16.02.2007 – Eintracht Frankfurt – VfB Stuttgart 0:4.

So viel zu meiner persönlichen Vergangenheit. Nun 11,5 Jahre später finde ich mich im anderen Frankfurter Stadion wieder, das ich mittlerweile sehr gut kenne durch die Universe.

Gegenwart heißt auch, dass nach dem ersten Spieltag in der Regionalliga Südwest der Tabellenführer (FSV Frankfurt) den Zweiten aus Stadtallendorf empfängt. Man könnte es Topspiel nennen, aber nach einem Spiel und den Abschlussplatzierungen der letzten Saison, Frankfurt 14. Und Stadtallendorf 12., lassen wir das lieber mit dem Topspiel.

Auch wenn man auf die Schnelle keine direkten Aussagen bei beiden Mannschaften findet, welches Saisonziel genau auf dem Plan steht, geht es für beide Kontrahenten um die frühe Sicherstellung der Klasse. Je früher dies klargemacht werden kann, umso besser. Und genau daran werden beide arbeiten.

Vor dem Spiel ist es im Verhältnis zum Football bei der Universe eine ganz andere Atmosphäre. Natürlich kann man das so nicht vergleichen, da ein ganz anderes Umfeld mit Aktionen stattfindet. Es ist eher ruhiger, aber nicht zu voll. Ein kleiner Rahmen, ohne große Aufregung. Dass man bei der Security und beim Catering ganz bekannte Gesichter sah, hat mich doch schon gefreut, so war ich dann doch nicht ganz so fremd in der vertrauten Umgebung.

Das Wetter war natürlich sonnig und heiß. Da wollte ich auch in den schattigen Bereichen des Spielfelds nicht unbedingt stehen wollen. Da alles eher ruhiger und geruhsamer ablief, fand ich auch meinen Platz recht stressfrei und breitete mich dort aus.

Dann war es auch schon so weit und der Stadionsprecher stellte die Mannschaft aus Stadtallendorf vor. Es waren auch einige Gästefans da, was sonst beim Football nun eher weniger der Fall ist. Grob geschätzt würde ich sagen, dass es zwischen 60 und 80 Mitgereiste waren.

Während die Mannschaft des FSV vorgestellt wurde, liefen beide Teams ein und es gab das übliche Händeschütteln untereinander.FSVFFMTSVSAD-3

Dann ging es auch los, zwar mit ein paar Minuten Verspätung aber die Hitzeschlacht im Spitzenspiel konnte nun voranschreiten.

Zunächst passierte nicht viel, dafür waren aber die Gästefans sehr laut und feuerten ihre Mannschaft aus Stadtallendorf lautstark an. Vielleicht war meine Wahrnehmung hierbei auch etwas subjektiv, denn ich saß wesentlich näher an den Gästefans als an den lauten Fans des FSV.

Ich hatte das Gefühl, dass beide Mannschaften erstmal schauen wollten, wie der Gegner eingestellt ist. Die ersten kleineren Chancen hatten die Gäste. Aber Marco Aulbach im Tor des FSV hatte keine Probleme mit den unplatzierten und harmlosen Bällen, die auf sein Tor kamen.

Mit Ballsicherheit und Kurzpassspiel ging es der FSV etwas langsamer an und kam auch vor das Gästetor, aber ohne nennenswerte Chancen zu erspielen. Mehrere Eckbälle konnten nicht zu Torchancen genutzt werden. Und so vergingen die ersten 15 Minuten recht ausgeglichen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich besonders auszeichnen bis hier hin.

Während das Spiel weiterhin von beiden Seiten eher vorsichtig geführt wurde, schienen sich die Fans der Gäste entweder zu vermehren oder deutlich lauter zu werden. Müde wirkten sie nach gut 20 Minuten des permanenten Anfeuerns nicht.

Zwar hatte der FSV zur Mitte der ersten Halbzeit ein Eckenverhältnis von 6:1, aber diese wurden durch Abseitsstellungen und fragwürdige Pässe ins Niemandsland vergeben. Aufgrund der Temperaturen gab es auch die wichtige Trinkpause für die Spieler. Einmal auftanken bitte!

Kurz danach schien der FSV doch den Zug zum Tor zu finden. Die Strafraumszenen in Form von Pässen und Flanken wurden mehr, aber der Abschluss fehlte noch. Doch die Fans des FSV wurden von diesen Offensivbemühungen wach und auch die Haupttribüne honorierte die Versuche mit Applaus.

Auf der Seite der Haupttribüne kam es dann sogar zu einer kleinen Rudelbildung nachdem mit etwas mehr Körpereinsatz um den Ball gekämpft wurde. Nachdem sich diese auflöste, bekam Frankfurts Spieler mit der Nummer 15, Robert Schick, die gelbe Karte. Was er genau gemacht hat, konnte ich nicht beurteilen.FSVFFMTSVSAD-13

Es folgte die erste größere Chance des FSV, der ein misslungener Klärversuch vorausgegangen war. Zwar musste Allendorfs Torwart Hrvoje Vincek nicht eingreifen, aber knapp war es, denn der Ball ging nur wenige Zentimeter über das Tor.

Auf der anderen Seite gab es beinahe postwendend ebenfalls eine gute Chance durch einen Freistoß, dessen Abnahme aber unkontrolliert links am Tor vorbeiging. Da waren bereits 38 Minuten gespielt.

Großer Aufschrei der FSV Fans in der 42 Spielminute. Was war passiert? Im Strafraum kreuzen sich die Wege zweier Spieler. Vielleicht lag eine Berührung vor, das konnte ich nicht hundertprozentig erkennen, aber am Ende lag Frankfurts Spieler auf dem Boden. Fans und Spieler forderten natürlich einen Strafstoß und es gab erneut eine kleine Rudelbildung. Doch einen Elfmeter gab es keinen. Von der Tribüne aus gesehen hatte Marc Philip Eckermann eine gute Sicht auf die Situation, so dass ich denke, er hat alles richtig entschieden.FSVFFMTSVSAD-20

Kurz darauf erneut eine gute Chance für den FSV. Der Ball kam über links, doch der Abschluss ging links am Tor vorbei. Eine knappe Sache, bei der sich Gästetorhüter Vincek lang machen musste.

Kurz vor der Pause war der FSV deutlich besser im Spiel und wollte sich auch für die eigenen Offensivbemühungen belohnen. Doch in den gut drei Minuten Nachspielzeit passierte nicht mehr viel, sodass es mit dem 0:0 in die Pause ging.

Bis hierhin ein gerechtes Ergebnis, wobei ein 1:0 für Frankfurt auch okay gewesen wäre.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Spieler des FSV genau da weiter, wo sie aufgehört hatten: mit einer guten Torchance, bei der eine schöne Flanke vorausging. Doch der Abschluss war noch ausbaufähig. Sie blieben weiterhin offensiv und hatten nur wenige Momente später einen Freistoß aus ca. 30 Metern. Dieser wurde zwar von der Mauer geblockt, doch der nächste Freistoß folgte direkt, denn beim Kampf um den Ball wurde ein Frankfurter Spieler gefoult. Es gab auch die gelbe Karte – für wen war leider nicht ersichtlich für mich. Freistoß aus 17 Metern, halbrechte Position. Den flachen Schuss konnte Vincek parieren, aber der Ball sprang vor die Füße eines zu überraschten Frankfurters, der den Ball nicht mehr ganz kontrollieren konnte und ihn so rechts am Tor vorbeischob.FSVFFMTSVSAD-27

Aber auch die Gäste suchten ihr Heil in der Vorwärtsbewegung, denn diese war nun über längere Zeit eingeschlafen. Dabei kam eine gute Chance von halblinker Position heraus, die aber über das Tor ging.

In der 54. Minute wechselten die Gäste dann gleich doppelt. Passend zum Eckball frisches Personal. Aber auch diese Möglichkeit blieb ungenutzt.

Aber der FSV ließ sich davon nicht zu sehr beeindrucken, kreierte eine weitere Chance und hätte Vincek einmal nicht aufgepasst, wäre ein Frankfurter alleine auf sein Tor zugestürmt. Doch er konnte den verunglückten Ball wegschlagen, ehe es zum Alleingang kam.

Man konnte nach 60 gespielten Minuten durchaus sagen, dass das Spiel nicht langweilig war. Zwar definitiv kein Topspiel, aber beide Mannschaften waren hier für ein Tor gut, es musste nur noch fallen.

In Minute 62 fiel dann auch ein Tor und zwar für die Gäste. Doch Abseits! Die Verteidigung des FSV hat entweder gut aufgepasst oder Glück gehabt, dass die Gäste einen Tick zu früh in den Strafraum gestartet waren beim Freistoß.FSVFFMTSVSAD-30

Im Anschluss flachte das Spiel erstmal ein wenig ab. Beide Mannschaften schienen sich zu sortieren. Wer sich nicht sortieren musste, waren die Gästefans, die wieder mit lauten Gesängen dabei waren.

In der 67. Minute gab es dann auch zwei frische Kräfte beim FSV. Diese sollten den Offensivdrang wieder in Schwung bringen. 24 – > 7 und 26 -> 10

1.673 Zuschauer waren an diesem ersten Heimspieltag des FSV gekommen und sahen in der 71. Minute eine Konterchance des FSV, die aber etwas verschleppt wurde. Am Ende kam der Ball auf die linke Seite, doch der Abschluss war erneut sehr schwach und der Ball ging langsam in einem hohen Bogen rechts am Tor vorbei.

Mittlerweile hätten sich die Gäste über einen Rückstand nicht beschweren dürfen. Sie profitierten von der Abschlussschwäche, die die Offensivabteilung des FSV an den Tag legte.

In der 77. Minute sah Andreas Pollasch vom FSV Frankfurt die gelbe Karte für ein unvorsichtiges Einsteigen gegen seinen Gegenspieler. Nichts Wildes aber ein gefährliches Spiel.

Ein mit Wohlwollen gegebener Freistoß für die Gäste ging sehr weit links am Tor vorbei. Es passierte zu dieser Zeit nicht mehr besonders viel. Die Ruhe vor dem letzten Sturm?

Es war schon die 86. Minute als die Gäste das dritte Mal wechselten. Nur scheinbar wusste der auszuwechselnde Spieler erstmal nichts von seinem Glück. Vom Platz hat er es trotzdem geschafft. 30 -> 26

Für mich sah es so aus, als wären die Akkus auf beiden Seiten schon relativ leer. Die Hitze hatte viel Kraft gefordert. Schnell wurde und konnte kaum noch gespielt werden. Unkonzentriertheiten schlichen sich nun auch auf beiden Seiten ein. So verlief sich das Spiel im Mittelfeld ohne weitere Offensivaktionen, als bereits die Nachspielzeit lief. In dieser holte sich N. Djengoue vom FSV Frankfurt noch eine gelbe Karte ab, die er berechtigt bekam. Der daraus resultierende Freistoß aus halblinker, fast mittiger Position, ging knapp links am Tor vorbei.

Kurz darauf gab es noch eine Chance für den FSV: eine halbhohe Flanke erreichte fast den Angreifer in der Mitte, doch dieser wurde entscheidend gestört. Wechsel beim FSV: 18 ->19 und wenige Sekunden später ertönte auch schon der Schlusspfiff.

Der FSV hatte es mehrmals selbst in der Hand, bzw. am Fuß, das Spiel positiv für sich zu gestalten. Es lief zwar alles andere als optimal vor dem Tor, doch auch hinten bliebdie Null stehen. So trennten sich beide Mannschaften mit 0:0.

Das bedeutet für beide Mannschaften jeweils einen Zähler im Kampf gegen den Abstieg.

Wenn Piraten auf Titanen treffen. Saisonauftakt der Frankfurt Pirates gegen die Kassel Titans am 06.05.2018. Spiel- und Erlebnisbericht

Wieder Sonne satt, wieder ein Footballspiel und wieder ist es die Regionalliga Mitte (3. Liga), von der ich mir ein Spiel ansehe. Nachdem ich am Vortag bereits Darmstadt und Trier gesehen habe, waren an diesem Tag die Piraten aus Frankfurt und die Titanen aus Kassel an der Reihe. Das sind dann vier der fünf Mannschaften aus dieser Liga.

Zu den Bildern des Spiels: hier klicken

Zu den Bildern des Umfelds, des Einlaufs und der Cheerleader: hier klicken

Auf ging es für mich zum Sportplatz der Goethe Universität Campus Westend. Zwischendurch habe ich noch Christian Roth von American-Sports.info (https://www.flixpix.de/amspo/) getroffen und wir sind zusammen mit der U-Bahn zum Spiel gefahren.

Kaum dort angekommen, war zu sehen, dass das Spiel der U19 zwischen den Frankfurt Pirates und den Wetterau Bulls noch im vollen Gange war. Unglücklicherweise trugen beide Mannschaften schwarze Trikots und waren nur durch die unterschiedlichen Helmfarben zu unterscheiden. Das Spiel endete übrigens 26:0 für die Piraten.FPKTDEC060518 (1 von 25)

Als Erstes sah ich mich ein bisschen auf dem Gelände um und siehe da es gab sogar Kaffee und Kuchen. Selbstverständlich gab es auch Burger und Hot Dogs und dabei war interessant, dass man sich die Burger selbst belegen konnte. Auch nicht schlecht. Nachdem ich mich mit Flüssigkeit versorgt hatte, sah ich mir den kleinen Fanartikelstand an und gönnte mir eine Pirates Kappe. Irgendwie sammle ich Kappen und komme kaum an diesen vorbei. Anschließend hieß es ab in den Schatten, denn die Sonne brannte wieder so richtig.

Zum Glück stehen da noch hochgewachsene Bäume, unter denen ein angenehmer Schatten war. Bekannte Gesichter habe ich bei den Pirates nicht sofort gefunden und es waren auch recht wenige Zuschauer anwesend. Wenn ich das so mit Darmstadt vergleiche, ist schließlich die gleiche Liga. Aber siehe da, ein paar nette Menschen, die ich bereits am Vortag in Darmstadt kennenlernte, waren auch bei den Pirates. Dabei sollte es aber auch leider bleiben.FPKTDEC060518 (8 von 25)

Während die Jugendmannschaften mittlerweile ihr Spiel beendet hatten, wärmten sich beide Mannschaften auf dem Feld in der prallen Sonne auf. Unterdessen ließ ich die kleine Umgebung und die Atmosphäre auf mich wirken. Für mich war es irgendwie so, als wäre ein Spieltag der Frankfurt Pirates eine Art Family & Friends Veranstaltung. Es mag vielleicht auch daran liegen, dass die Pirates eine Art Schattendasein hinter der Universe fristen und so wenig Zulauf erfahren. Ob es an meiner lila Kappe, oder an anderen Gründen lag, weswegen ich mich eher weniger dazugehörig gefühlt habe, lasse ich offen, denn ich kann es nicht genau sagen.

Kurz darauf waren die Mannschaften auch schon bereit für das Spiel und die Frankfurt Pirates liefen auf das Feld. Nur noch wenige Momente bis zum Spielbeginn, bis zum Kickoff, der durch die Pirates erfolgte.

Kassel war also das erste Mal im Angriff, doch sie kamen nicht weit, denn die Defensive der Frankfurt Pirates konnte Raumgewinne unterbinden. So mussten sie den Ball abgeben und punten. Aaron Seward (Nummer 9) empfing den Punt für die Pirates, ließ den Ball zunächst fallen, nahm ihn dann aber doch noch auf und rannte ungebremst in die Endzone. Touchdown! Oder doch nicht? Nein. Es lag eine Flagge auf dem Feld, die dafür sorgte, dass nicht nur der mögliche Touchdown zurückgenommen wurde, sondern auch den Ballbesitz für die Titans bedeutete. Die Strafe war, nachdem was ich vernommen hatte „Running into the Kicker“. Der Spieler der Titans, der den Punt ausführte, wurde als umgerannt, einfach gesagt.

Der folgende Angriffsversuch der Kasseler verlief noch etwas schlechter, als der vorherige. Ein Passversuch wurde von Aaron Seward abgefangen und dieser holte nun den Touchdown nach, der vorher noch ungültig war. Der anschließende Versuch der Piraten, zwei weitere Punkte zu erzielen misslang, so dass es nun 6:0 stand.FPKTS06052018 (8 von 86)

Das Bild des Spiels blieb unverändert. Auch die nächsten Angriffsversuche blieben hängen, während es die Piraten besser machten und einen weiteren Touchdown erzielen konnten. Ein schöner Pass des Quarterbacks Andrew Mathews (Nummer 12) ging voraus und erreichte auch seinen Mitspieler, der die Endzone erreichte. Der anschließende Versuch, den Extrapunkt zu erzielen, blieb erfolglos, da der Ball geblockt wurde.

In der Folge vergaben beide Mannschaften ihre Angriffsversuche und das erste Viertel war zu Ende. 12:0 der Zwischenstand für die Piraten.FPKTS06052018 (22 von 86)

Auch im zweiten Viertel gab es kein Aufbäumen und keine erfolgreichen Spielzüge der Titans, was es den Frankfurtern einfach machte, stets näher an der Endzone des Gegners zu sein. Dass dies zwangsläufig zu weiteren Punkten führen würde, war abzusehen. Und so kam es auch. Ein wunderschöner Pass von Andrew Mathews wurde von Alexander Schwick (Nummer 84) gefangen, welcher problemlos in die Endzone laufen konnte. Im Anschluss funktionierte die 2pt Conversion und so erhöhten die Piraten auf 20:0. Die Zeit lief recht schnell herunter und durch die wechselnden Angriffsrechte kam es zu keinen weiteren Punkten mehr. So ging es mit 20:0 in die Halbzeit.FPKTS06052018 (44 von 86)

Obwohl das Ergebnis bis hierhin sehr einseitig aussah, war das Spiel von den Frankfurter Piraten lange nicht so dominant geführt worden, wie es die Darmstädter am Vortag vorgeführt hatten. Kassel hatte bislang noch nicht ins Spiel gefunden.

Während der Halbzeitpause gönnten wir, Christian und ich, uns ein leckeres Stück Käsekuchen, den ich an dieser Stelle absolut empfehlen kann. Esst Kuchen bei den Piraten – dort ist dieser sehr lecker.

Wichtige Mitteilung an alle Eltern, die ihre Kinder mit zum Spiel nehmen:

Liebe Eltern, es ist vorbildlich, dass ihr eure Kinder mit zu so einer Veranstaltung nehmt und sie somit draußen spielen können und nicht vor irgendwelchen Bildschirmen herumhängen. Ich finde das wirklich absolut richtig und toll, keine Frage. Aber bitte gebt auf sie acht und lasst sie bitte nicht am Spielfeldrand spielen. Vielleicht stört es das Spiel nicht einmal, aber es ist durchaus gefährlich für die Kleinen. Sollten sie von einem Ball getroffen werden, ist das noch harmlos. Was aber, wenn ein Fotograf, Schiedsrichter, oder auch Spieler, die Kleinen nicht bemerkt und über sie oder auf sie fällt? Ich möchte diese Szenarien nicht ausmalen, Sie nur bitten, sorgsam auf Ihre Kinder zu achten.

Schließlich ging das Spiel auf dem Feld in die zweite Halbzeit und die Piraten machten dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Weiterhin fiel es den Titans schwer einen Weg in das Spiel zu finden und so mussten sie einen weiteren Touchdown hinnehmen. Erneut war es das Duo Mathews und Schwick, das den Spielstand erhöhen konnte. Auch der anschließende Versuch für zwei Punkte war erfolgreich und so stand es schnell 28:0.FPKTS06052018 (58 von 86)

Im Anschluss hätte es kaum schlechter für Kassel laufen können: die Ballaufnahme nach dem Kick misslang völlig, so dass die Titans den Angriff an ihrer eigenen Endzone starten mussten. Die Defensivabteilung der Frankfurter zog Kapital daraus und ließ sich nicht zwei Mal bitten, den Ballträger der Titans in der eigenen Endzone zu Boden zu bringen und so weitere zwei Punkte für sich zu sichern. Das war eine so genannte Safety. 30:0 für die Piraten. Bis zum Ende des dritten Viertels passierte nicht mehr viel. Und im letzten Viertel durften auch Frankfurts Reservisten ihre Einsatzzeit genießen.FPKTS06052018 (60 von 86)

Das letzte Viertel war nun eine schwere Kost, da die Frankfurter nun auch nicht mehr als nötig machten, was man auch verstehen kann. Dafür zeigten sich die Titans aus Kassel an der Ehre gepackt und konnten sogar zwei Mal einen Pass abfangen (Interception). Einer dieser abgefangenen Pässe endete in der Endzone der Piraten, sodass Kassel ganz unverhofft zu den ersten Punkten kam. Leider stand ich bei diesem Touchdown viel zu weit weg, um zu erkennen, wer die Punkte erzielt hatte. Aber der versuch zwei weitere Punkte zu erzielen wurde von der Defensivabteilung der Frankfurter verhindert. 30:6 hieß es somit und nun versuchte Kassel ein wenig mehr, blieb aber trotz einer optischen, besseren Spielweise, erfolglos. So vergingen die letzten Minuten des Spiels, bis der Schlusspfiff das 30:6 besiegelte.FPKTS06052018 (73 von 86)

Nach der Verabschiedung ließen sich die Piraten von den Zuschauern zurecht für ihren ungefährdeten Sieg feiern und fiebern nun dem nächsten Spiel entgegen.