Kleine Bühne, voller Club: Erdling und AnnA Lux boten den Gästen im Elfer Club Frankfurt Grund zum Feiern am 27.12.2018

Im Elfer Club, der sich im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen befindet, war ich bislang auch noch nicht gewesen. Jedoch gegenüber im Ponyhof. Der Elfer ist jedoch etwas größer und dazu geht es hinunter in den Keller. Dort findet sich ein Raum, der mit 100 Gästen gefüllt werden kann, eine Bar und natürlich die Bühne, auf der die Künstler kuscheln können.

Das Ambiente hat etwas. Schon aufgrund der Nähe zu den Musikern und dem Flair, den nur eine solche kleine Location bieten kann. Es war zwar nicht ganz ausverkauft aber ordentlich gefüllt, als AnnA Lux zur Bühne kamen und den musikalischen Abend starteten.

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Bereits vor neun Monaten hatte ich schon einmal das Vergnügen dieses Trio aus der Schweiz sehen und hören zu können. Damals noch im Vorprogramm von Megaherz. Damals gefiel mir ihr Stil schon und genau diesen haben sei auch erneut gezeigt.

In schwarzer Kleidung und kargem Licht war es schwierig die Gitarristin Lara überhaupt richtig zu erkennen, dafür stand Anna, die Dame für den schönen Gesang, sprichwörtlich im Rampenlicht während sie immer wieder ein paar Schritte auf der kleinen und vollgestellten Bühne umherging.

Wie schon damals in der Batschkapp empfand ich ihren Dark Rock Stil sehr angenehm. Absolut melodisch, gut gespielte Riffs, sehr gute Arbeit an den Drums und die Einflüsse aus dem Dark Wave in Verbindung mit dem klaren und gefühlvollen Gesang von Anna, welcher hin und wieder von Lara begleitet wird, runden das Konzept „AnnA Lux“ immer noch sehr gut ab.

Im Nachhinein und rückblickend betrachtet finde ich, dass die Drei ihr Niveau absolut gehalten und sogar verbessert haben. So eine Entwicklung ist wirklich schön zu sehen zumal bei den Songs auch Abwechslung vorhanden war. Zwischen relativ harten Klängen, gab es auch eine Ballade und ein Cover des Ärzte Songs „Wie es geht“. Das Cover hatte wirklich was, insbesondere dann, wenn man dies mit dem Original vergleichen kann. Letztlich hat Annas Stimme tatsächlich einen sehr guten Wiedererkennungswert.

Das Trio kam insgesamt gut an bei den Gästen, welche applaudierten und sich sichtbar über die Musik und den kleinen Interaktionen mit sich erfreuten. Leider gab es nur etwas mehr als eine gute halbe Stunde an Musik, aber für den Start in den Abend konnte es, aus meiner subjektiven Sicht, keine bessere Wahl als AnnA Lux gegeben haben.

Während der folgenden Pause nutzte ich die Zeit, um aus dem Keller zu gehen und meinem Dampfbedürfnis zu folgen, ehe ich mich einem kurzen und sehr angenehmen Gespräch mit Anna am kleinen Fanartikeltisch widmete. Übrigens spricht sie fast akzentfreies Deutsch, was doch sehr überraschend ist, wechselt aber genauso schnell ins Schweizerdeutsch oder in andere Sprachen. War es Französisch? Ich glaube schon, bin mir aber nicht ganz sicher. Bei Lara und auch Rico hingegen hört man sofort heraus: das sind Schweizer. Aber letztlich finde ich das doch sehr sympathisch, muss ich sagen. Selbstverständlich habe ich mir auch das aktuelle Album zugelegt, schließlich war die Gelegenheit da, dass sich das Trio auf selbigem mit Autogrammen verewigt. Sehr schön.

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Nach ein wenig Umbauzeit und dementsprechend noch einigen Minuten an Wartezeit kamen auch schon Erdling auf die Bühne. Sie kamen übrigens von der rechten Seite auf die Bühne. Dort stand ich auch und wäre beinahe von einer 8-saitigen schwarz-weißen Gitarre erschlagen worden. Es war knapp.

Aber nur wenige Momente später konnte es dann auch schon, ganz unfallfrei, losgehen. Den Fans war sofort anzumerken, dass sie absolut Lust darauf hatten, denn gejubelt wurde schon recht laut.

Die Münchener spielen ebenfalls Dark Rock und NDH, haben ihre zusätzlichen Einflüsse aus dem Industrial Bereich und einen Sänger, der stimmlich und vom Gesang her sehr gut zu dem Ganzen passt.

Mitklatschen, den Fauststoß mit „Hey“, sowie Arme ausbreiten und Flügelschläge imitieren waren häufig an der Tagesordnung, wurden mehrfach eingefordert und von den Gästen angenommen. Das Spiel zwischen Musikern und den Gästen funktionierte tadellos.

Hinzu kam der Einsatz von Nebel auf der Bühne, der selbige fast unsichtbar machte. Aber auch ein kleiner Schaumwerfer wurde eingesetzt und erfreute insbesondere eine schwarzhaarige Dame, die vorn an der Bühne stand und auf einmal eine recht wilde Frisur mit weißen Schaumsträhnen hatte.

Einige Songs vor Schluss wurden die Gäste gebeten sich zu setzen und auf Kommando hochzuspringen. Bis auf einige wenige Ausnahmen machten alle mit und zum Kommando flogen noch glitzernde Schnipsel durch die Luft, die dem Treiben noch das besondere Krönchen aufsetzte.

Die Show von Erdling hatte nebst der Musik absoluten Unterhaltungswert und kam dementsprechend in dieser Form sehr gut an. Es gab sogar, ungefähr zur Hälfte des Auftritts, noch ein Drum Solo, das sich durchaus hören und sehen lassen konnte. Das hatte ich nun so nicht erwartet, fand es aber sehr cool, dass auch so ein Part in der Show seinen Platz hat.

Ich muss gestehen, dass ich von der band selbst noch gar nicht viel kannte. Gerade einmal drei oder vier Songs, die ich auf YouTube gesehen und gehört habe. Dennoch war das Gesamtpaket auf musikalischer Ebene für dieses Genre sehr gut. Nicht zu extrem aber auch nicht zu wenig. Also nicht zu sehr in diesem dunklen Bereich angesiedelt, sodass auch Nicht-Goths ihre Freude an der Musik haben können. Es ist sicherlich nicht einfach diese Mitte zu finden, aber ich empfand, dass sich Erdling auf dieser Ebene befindet.

Es machte Spaß, die Zeit verging relativ schnell, irgendwo kreischten ein paar Mädels herum, die sich anscheinend ein paar Piccolos gönnten und Ups, da wurde ich auch einmal erwischt, als ich mit verschränkten Armen an der Wand lehnte und einfach nur genießen wollte. Da wollte ich einfach nur entspannt genießen und wurde also vom Gitarristen ertappt. Denn beim Song „Phoenix“ sollten die Gäste ihre Arme hochreißen und mit der Musik bewegen. Bei dem Blick, der mir zuteilwurde, blieb mir schon aus reinem Selbsterhaltungstrieb gar nichts anderes übrig, als mitzumachen.

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Großer Kampf wird nicht belohnt. Die White Wings Hanau unterliegen am Ende unglücklich mit 79:80 gegen PS Karlsruhe

Beinahe zu spät aber gerade noch rechtzeitig kam ich zum Heimspiel der Hanauer an diesem Abend. Die Mannschaft lief gerade ein und die Zuschauer waren auch schon gespannt. Einige Gästefans aus Karlsruhe waren ebenfalls mitgereist.

Das Spiel selbst begann dementsprechend zügig und beide Teams geizten nicht mit Punkten. Erst Hanau, dann Karlsruhe und am Ende des ersten Viertels erneut die White Wings. Dabei verteidigten die Gäste aus Karlsruhe sehr früh und stellten ihre Gegenspieler schon in der eigenen Hälfte. Dies führte zu einem schnellen Passspiel und guten Abschlüssen der heimischen White Wings.

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Diese profitierten auch immer wieder von Rebounds in der Defensive als auch in der Offensive. Die Gäste hingegen schienen noch einige Probleme am Korb selbst zu haben und so endete das erste Viertel mit 28:23 für Hanau.

Im zweiten Viertel ein ähnliches Bild. Nur Hanau kämpfte mit vollem Einsatz und Herzblut um jeden Ball. Dabei spielte es keine Rolle, ob dies in der Defensive oder aber in der Offensive von statten ging. Man konnte sehen und spüren, dass sie selbst die Punkte machen und den Gegner vom Punktemachen abhalten wollten. Das gelang auch sehr oft. Hin und wieder wurde jedoch vergessen die einfachen Würfe in Punkte umzumünzen.

Es reichte dennoch aus um die Führung bis zur Pause auf zehn Punkte auszubauen. Mit dem zwischenstand von 48:38 ging es zum Pausentee.

In der Halbzeitpause gab es eine wundervolle Aufführung einer Tanzschule. Im Dunkeln mit dem Spiel der Lichter an ihrer Kleidung war es ein absoluter Hingucker, der über mehrere Minuten die Aufmerksamkeit der Zuschauer einfing.

Mit dem Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Spiel beinahe völlig. Nun waren es die Gäste, die den Kampf annahmen und den Rückstand Stück für Stück reduzieren konnten. Steals, Blocks, Rebounds. Den Gästen gelang nun das, was die Hanauer in der ersten Hälfte auszeichnete. Aber beide Teams kämpften um die Punkte und dadurch blieb das Spiel auch über das dritte Viertel hinaus hochspannend.

Manchmal versäumten es beide Punkte zu machen und es ging aufregend von der einen in die andere Richtung. Jedoch verteidigten die Gäste sichtlich besser als die White Wings und konnten sehr häufig ihre Vorteile daraus ziehen.

Eine Minute vor Ende stand es 79:78 für Hanau. Die Minute wurde lang und länger und es fielen zunächst überhaupt keine Punkte mehr. Doch 13 Sekunden vor Ende hatte Woods die Gelegenheit für Hanau mit zwei Freiwürfen für eine Absicherung, gewiss noch nicht Entscheidung, zu sorgen. Aber die Nervosität stand ihm ins Gesicht geschrieben und so vergab er beide Chancen.

Dies war die Chance für den Gast, die Punkte für den möglichen Sieg zu machen, was auch gelang. Nach einer langen Zeit des Rückstands führten die Gäste nun mit 80:79 und nur noch vier Sekunden waren auf der Uhr. Dies reichte nicht mehr, um nochmal für Punkte auf Hanauer Seite zu sorgen und somit verloren sie dieses Spiel ganz unglücklich kurz vor Schluss mit gerade einmal einem Punkt unterschied.

Es mangelte den Hanauern sicherlich nicht an Einsatz, Kampfeswillen und Herzblut. Nur leider an den entscheidenden Punkten zum Ende raus. Kopf hoch und genauso weitermachen White Wings.

Die Fraport Skyliners verlieren zum Abschluss der Gruppenphase im 7Days EuroCup gegen Unics Kazan mit 65:72

Es war ein Abend und ein Spiel, das nur noch statistische Werte hatte. Der letzte Spieltag der Vorrunde im 7Days Eurocup zwischen den Fraport Skyliners und den Gästen aus dem russischen Kazan endete mit einem knappen 65:72 aus Sicht der Skyliners.

Vor dem Spiel stand bereits fest, dass beide Teams für die nächste Gruppenrunde qualifiziert waren. Kazan als Gruppensieger und die Frankfurter als Dritter. An diesen Positionen hätte sich bei keinem Ergebnis etwas verändert. Dennoch war es interessant zu sehen, wie sich der kleinere Frankfurter Kader gegen die Mannschaft aus Russland schlagen würde.

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Einige Spieler, die sonst einen Platz als Starter innehaben, wurden für die kommenden Aufgaben in Pokal und Liga geschont. Verständlich, wenn man bedenkt, dass das kommende Pokalspiel gegen Braunschweig einen höheren Stellenwert für die Skyliners hat.

Zum Spiel am frühen Mittwochabend kamen 1.350 Menschen und davon sogar einige russische Fans. Ob diese jedoch tatsächlich aus Kazan anreisten, kann ich nicht sagen. Jedenfalls machten auch sie Stimmung für ihre Mannschaft und jubelten lautstark.

Nachdem ich zuletzt einen Sieg, den ersten wohlbemerk, in Hanau für die Hanauer sehen konnte, hatte ich die Hoffnung, dass an diesem Abend die Frankfurter vielleicht auch einen Sieg einfahren können. Doch zu Beginn des Spiels liefen die Skyliners einem Rückstand hinterher, der mal größer und mal kleiner war. Aufopferungsvoll kämpfte die Mannschaft und konnte unter großem Jubel der Fans sogar ausgleichen. Aber am Ende konnten sie mit der Abgeklärtheit der erfahrenen Spieler aus Kazan nicht ganz mithalten.

Interessant fand ich es zu sehen, dass die zweite Hälfte von sehr vielen Fehlversuchen und Rebounds geprägt war. Auf beiden Seiten. So kamen im dritten Viertel gerade einmal insgesamt 22 Punkte zustande, davon 13 für die Frankfurter. Mit ein wenig mehr Glück am Korb wäre sogar eine große Führung drin gewesen.

Vielleicht klappt es, wie bei den White Wings in Hanau. Beim dritten Spiel der erste Sieg. Ob ich darauf eine Wette abschließen sollte?

Für einen weiteren optischen Leckerbissen sorgten die Damen des Dance Teams, die sich unter anderem in einem golden glänzend glitzernden Outfit präsentierten, das mich sehr an Lametta erinnerte. Die kurzen Auftritte in den Unterbrechungen sind wirklich sehenswert. Man kann durchaus erkennen, dass die Damen Spaß daran haben und eifrig an den Choreographien geübt haben. Sie erfüllen ihre Aufgabe wirklich sehr gut.

Weitere Bilder des Dance Teams gibt es hier

Apropos Aufgaben: die nächsten Gegner und Termine für die Zwischenrunde, die ebenfalls im Gruppenmodus ausgespielt wird, stehen bereits fest:

Lokomotiv Kuban Krasnodar (Heimspiel am 08.01.2019 um 19:15)
LDLC Asvel Villeurbanne (Heimspiel am 16.01.2019 um 19:30)
Ratiopharm Ulm (Heimspielterminierung noch offen)

Spiel gedreht und in der Verlängerung gewonnen. Die Löwen Frankfurt siegen 3:2 gegen Kaufbeuren

So positiv die Überschrift auch klingt, so verschenkt ist der eine Punkt, den man durch die Verlängerung an Kaufbeuren abgegeben hat. Ein weiteres Mal ist es das Thema Chancenverwertung. Obwohl die Statistik sagt, dass Kaufbeuren in diesem Spiel öfter aufs Tor schoss, schien mir die Qualität der Chancen, die die Löwen im gesamten Spiel generierten, die deutlich höhere zu sein.

Aber der Reihe nach, denn vor dem Spiel wurde der Frankfurter Torwart Bastian Kucis als Spieler des Monats November vorgestellt. Seine gute Fangquote hat die Experten wohl überzeugt.

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Dass Frankfurt und Kaufbeuren Tabellennachbarn sind, konnte man auch auf dem Eis erkennen, wobei die Gäste den besseren Start erwischten und in der 4. Spielminute in Führung gingen. Ich konnte zunächst gar nicht wirklich erkennen, wie der Puck ins Tor gegangen war, aber es schien auch für die Schiedsrichter nicht ganz eindeutig gewesen zu sein, die sich kurzer Hand dazu entschieden, sich das ganze nochmal beim Videobeweis anzusehen. Relativ schnell schien entschieden, dass das Tor gegeben werden konnte, da der Puck von der Kufe des Goalies ins Tor ging, somit regulär war.

Etwas kurios wurde es etwas später auf der anderen Seite, als der Puck zwar im Tor der Kaufbeurer landete, aber von einem der Hauptschiedsrichter in selbiges abgelenkt wurde. Es sollte eigentlich ein Schuss in die Rundung werden, dem der Schiedsrichter so nicht ausweichen konnte und damit ein Tor für die Refs erzielte. Selbstverständlich kann das kein Tor sein und das Regelwerk sieht dies auch so vor. (Regel 73 Absatz 2)

In den nächsten Minuten spielten die Löwen eine recht aggressive Unterzahl, bei der sie sogar den Konter versuchten. Jedoch ging der Puck verloren und es ergab sich eine 2 auf 1 Situation, die mit einem weiteren Treffer für die Gäste vollendet wurde.

Die Antwort darauf folgte in nur 14 Sekunden. Da feierten die Spieler aus Kaufbeuren noch das 2:0 aus ihrer Sicht und einmal nicht aufgepasst, netzte Carter Proft für die Löwen zum Anschluss ein.

Das Spiel verlief im ersten Drittel weiterhin auf Augenhöhe, aber weitere Treffer blieben aus.

Dafür brannten die Frankfurter zu Beginn des zweiten Drittels ein Chancenfeuerwerk ab, das so viele hochkarätige Möglichkeiten mit sich brachte, welche jedoch ein ums andere Mal vergeben wurden. Erst eigene Strafzeiten machten der Chancenproduktion ein Ende. Danach ging es aber munter weiter, doch zunächst ohne Torerfolg.

Glücklich war für die Löwen, dass der Gast aus Kaufbeuren in dieser Phase selbst kein Tor erzielte und somit das Auslassen der Chancen Frankfurts folgenlos blieb.

Erst kurz vor Ende des Drittels, als man schon fast nicht mehr damit rechnete, fiel der Ausgleich zum 2:2 in Überzahl. Es sah so aus, als könnte Kaufbeuren klären, doch blieb der Puck hängen und landete per schönem Pass bei Tousignant, der noch mutterseelenallein im Slot stand und den Puck gekonnt im Tor unterbrachte.

Bei all den qualitativ hochwertigen Chancen hätte es für Frankfurt durchaus zu einer Führung reichen können, mit der man den Sieg praktisch buchen hätte können. Häufig zeigten aber auch die Spieler ihre Unzufriedenheit und Frustration darüber, in dem sie fragende oder ungläubige Blicke schweifen ließen oder den Schläger gegen die Bande oder auf das Eis hämmerten.

Das letzte Drittel war indes spannend, weil beide Mannschaften ein offenes Spiel machten. Es gab Chancen für beide und je näher das Ende der regulären Spielzeit kam, umso gravierender war es, dass keiner das Tor treffen konnte. Auch hier ließen die Löwen wieder viel liegen.

So ging es in die Verlängerung, welche die Löwen aufgrund ihres guten Offensivdrucks für sich entscheiden konnten. Kaufbeurens Torwart wollte den Puck von hinter dem Tor über die Rundung spielen. Dieser landete jedoch bei einem Löwen, der schnell in den Slot spielen konnte, von wo der Siegtreffer nur noch Formsache war.

Das Spiel war gedreht, der Sieg eingefahren, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der eine Punkt, den sich Kaufbeuren erkämpfen konnte, doch ein Verlust für die Löwen darstellt.

Löwen Frankfurt – ESV Kaufbeuren 3:2 n.V. (1:2 1:0 0:0 1:0)

0:1 Jere Laaksonen ( Florin Ketterer , Alexander Thiel ) EQ 03:35
0:2 Jere Laaksonen ( Julian Eichinger ) PP1 09:02
1:2 Carter Proft ( Adam Mitchell , Mathieu Tousignant ) EQ 09:16
2:2 Mathieu Tousignant ( Maximilian Faber , Eduard Lewandowski ) PP1 39:31
3:2 Lukas Koziol ( Matthew Pistilli ) EQ 63:02

Zuschauer: 4.874

Ausgelassene Partystimmung am Samstagabend mit Serum 114 in der Batschkapp Frankfurt – Bericht vom 15.12.2018

Die Batschkapp war an diesem Samstagabend schon sehr gefüllt, als ich gegen 18:15 dort ankam. Eine etwas ungewohnte Zeit für ein Konzert, da es so früh beginnen sollte. Nur wenige Minuten später, nämlich um 18:30 begann der Konzertabend mit der Vorband „Zaunpfahl“.

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Die Gruppe, die eigentlich aus vier Personen besteht, an diesem Abend jedoch nur du dritt auf der Bühne stand (krankheitsbedingter Ausfall des Sängers), war mir bisher noch nicht bekannt.

Aber viele in der Batschkapp kannten sie. Das wurde in der guten halben Stunde des Auftritts auch ausgenutzt um bereits viel Stimmung in die Runde zu bringen. Mitklatschen und Textpassagen mitsingen wurde gefordert. Erst waren die Reaktionen etwas schüchtern, aber nach und nach wurde es lauter und man konnte merken, dass die Anwesenden Spaß hatten.

Mit gutem Punkrock konnten sie eindeutig punkten und obwohl ihnen ein Bandmitglied fehlte, konnten sie das wettmachen. An Energie fehlte es ihnen und insbesondere dem Bassisten, keineswegs. Reiner Punkrock ist zwar nicht ganz so meins, aber eine Abwechslung, die sich gut anhört, gefällt mir auch. Und das war mit Zaunpfahl eindeutig der Fall. Sie wirken sympathisch, beziehen das Publikum mit ein, haben Spaß und all diese Dinge sind zu sehen und zu hören und übertragen sich letztlich auch auf das Publikum. So muss es sein.

Nach ihrem Auftritt, der mit Applaus veredelt wurde, gab es selbstverständlich die Umbaupause, in der ich mir einen leckeren Bananennektar gönnte. Schmeckt übrigens wirklich sehr gut. Anschließend noch ein wenig dampfen in der Kälte und auf den Startschuss für Serum 114 warten.

Mittlerweile wurde es richtig voll in der Batschkapp, was ich tatsächlich so nicht erwartet hatte. Eine sehr positive Überraschung für mich, wie ich fand. Es dauerte auch nicht allzu lange, bis der Hauptakt des Abends die Bühne stürmte.

Lichter aus, Banner hochziehen lassen und mit dem Song „114“ ging es sehr passend los. Laut, kraftvoll und sozusagen die richtige Message für den Start in den Abend mit Serum 114. Laut war es aber auch von Seiten der Fans, die der Band zujubelten.

Alte Songs, neue Songs und stets wurde die band frenetisch bejubelt und beklatscht. Mitsingen, zujubeln, mitklatschen und auf Ansage springen funktionierten einwandfrei. Weiter hinten wurde sogar beinahe unentwegt getanzt. Die Stimmung war spürbar positiv und es glich einer wilden großen Party.

Die Jungs auf der Bühne hatten dabei sichtlich Spaß und Freude, nahmen das Publikum mit und glänzten bei ihrem Auftritt mit der härteren Variante des Punk Rock mit ihren einschlägigen Texten sehr. Einige Songs hätte ich wohl mitsingen können, weil ich sie seit längerer Zeit kenne und richtig gut finde. Wenn man manchmal ein bisschen zwischen den Zeilen liest, dann sind die Songs durchaus kritisch und politisch; so wie es oftmals beim Punkrock der Fall ist.

Während des ganzen Auftritts zeigten sich die Musiker sehr bewegungsfreudig. Insbesondere Esche schien ziemlich viel Energie und Lust auf Bewegung zu haben. Bereits während des ersten Songs sprang er von der Bühne, an uns Fotografen vorbei, stieg auf die Barrikaden und zeigte damit absolute Fannähe. Ich musste aufpassen, nicht von ihm umgerannt zu werden. Die Musiker haben Vorfahrt.

Es war wirklich ein cooler Partyabend mit einer Band, die es versteht Fans mitzunehmen und Party zu machen. Mit Musik und dem Auffordern zum Mitmachen. Ich war sehr angetan von dem Auftritt und habe mich richtig gefreut dabei gewesen sein zu dürfen.

Jeder braucht eine Injektion des Serums.

Sieg für Hanau! Die White Wings besiegen die Gäste aus Trier mit 81:66

So ein schöner Abend, der mit einem Sieg für die White Wings aus Hanau endete. Und ich muss dazu sagen, dass es endlich auch für mich der erste Sieg bei einem Basketballspiel war, bei dem ich vor Ort gewesen bin. Also der Sieg einer Mannschaft, für welche ich vor Ort war, um genau zu sein.

Bereits zwei Mal zuvor in Hanau und einmal bei den Skyliners im internationalen Geschäft, konnte ich nur die Gäste siegen sehen, die die Punkte entführten. Doch an diesem Abend, im dritten Anlauf in Hanau, war es endlich soweit: ein Sieg für die mir immer sympathischer werdenden White Wings.

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Vor dem Spiel hatten Christian Roth (american-sports.info) und ich noch eine kleine Wette ausgemacht. Es war folgende: gewinnen die White Wings, legt sich Christian eine Kappe selbiger zu. Ich hatte mir zuvor bereits Fanartikel Nummer 3 gegönnt, einen Fanschal. Kappe, T-Shirt und Schal. Die Sammlung wird größer.

Ich muss wirklich gestehen, dass ich schon langsam mit den White Wings mitfiebere. Wenn ein ball daneben geht ist das wirklich ärgerlich, aber wenn er mal für drei Punkte reingeht, jawoll, das ist super! Ich verstehe zwar immer noch nicht das ganze Regelwerk, aber die Basics reichen doch sehr gut aus, um im gesunden Maß mitfiebern zu können.

Es waren an diesem Abend reichlich Gäste aus Trier anwesend, die die Gegenseite hinter dem Korb bevölkerten. Fahnen, eine Trommel und ganz viel Grün waren dort versammelt. Ich meine herausgehört zu haben, dass es sich um rund 70 Gästefans gehandelt haben soll.

Respekt habe ich auch immer wieder vor den vielen Trommlern und Anstimmern, die fast ununterbrochen Einsatz zeigen. Ob jung, ob alt, ob männlich oder weiblich. Völlig egal, denn es wird angefeuert. Eine Schönheit ist übrigens auch darunter und nein, da gibt es jetzt kein Bild.

Kommen wir lieber zum Spiel selbst.

Die ersten Punkte im Spiel machten die Gäste, doch beflügelt ließen sich die Hanauer davon nicht beeindrucken und sorgten selbst für Punkte. Auch die Verteidigung stand sehr gut und Rebounds landeten in den Händen der Hanauer. So war es ein sehr ungewohntes Bild, als die Hanauer nach Punkten davonzogen.

Während sich die Hausherren auf das Punkten und Verteidigen konzentrierten, waren die Gäste häufig nicht gedankenschnell und zogen Fouls, welche die White Wings dazu einluden, munter weiter ihre Punkte zu machen.

Erstaunlich war für mich, dass das Spiel doch sehr körperlich geführt wurde. Scheinbar häufig im erlaubten Rahmen. Da verändert sich mein Bild, das ich vom Basketball hatte, doch zusehends. Während sich also die Hanauer solide zeigten und die Fehler des Gegners ausnutzten, ging das erste Viertel mit einem Zwischenstand von 26:11 zu Ende.

Gefoult wurde auf beiden Seiten und das störte den Spielfluss als auch das Erzielen der Punkte sehr. Häufige Unterbrechungen und teilweise (vor allem für mich) noch undurchsichtige Entscheidungen der Unparteiischen, ließen auch die ein oder andere Diskussion aufkommen.

Aber die Hanauer blieben dran und entschieden auch das zweite Viertel mit 14:12 für sich, was einen halbzeitstand von 40:23 bedeutete. Nicht übel dieser Vorsprung.

Während sich in der Halbzeitpause das Tanzteam der Patriots vom TSV Heusenstamm präsentierte, ging ich hinaus, um Dampf zu machen. Aber noch etwas zur Truppe aus Heusenstamm: viel Tanz gab es nicht, aber dafür gab es schicke Hebefiguren und einige der jungen Mädels flogen beinahe bis an die Hallendecke hoch. Das können sie echt sehr gut. Bilder gibt es hiervon keine, denn mir ist das mit unter 18-Jährigen und der DSGVO einfach zu schwammig. Abgesehen davon finde ich, dass das Präsentieren von den jungen Damen auf öffentlich zugänglicher Ebene nicht sein muss. Außer das läuft über den Verein selbst, aber das ist deren Sache.

Zurück zum Spiel und zum Weiteren Davonschreiten der White Wings. Das dritte Viertel war für beide Seiten sehr punktreich. Aber auch die 21 erzielten Punkte der Gäste wurden von den Hausherren mit ihren 24 erzielten Punkten übertroffen. Es war währenddessen auch zu bemerken, dass eine gewisse Unzufriedenheit und Frustration auf Seiten der Gäste aufkam. Aber nicht nur das, auch ein Spieler hatte zu viele persönliche Fouls und hat sich damit selbst aus dem Spiel genommen.

Mit dem zwischenstand von 64:44 ging es in das letzte Viertel hinein. Zunächst zogen die White Wings noch ein wenig davon, ehe sie versuchten für die Galerie zu spielen und mögliche einfache Punkte nicht machten. Manchmal wollte der Ball auch nicht und sprang wieder vom Korbrand weg und befand sich danach in den Armen der Trierer wieder. Diese kamen auch wieder näher heran.

Ich hatte schon die Befürchtung, dass die Hanauer den sicher geglaubten Sieg verspielen könnten, doch zum Glück für Hanau war ihre Defensive auf der Höhe und konnte eine Aufholjagd der Gäste im Zaun halten. Die nötigen Punkte wurden gemacht und damit die Gäste auf Abstand gehalten. Dies verlief bis zum Ende hin weiter und als die letzten Sekunden anbrachen, fühlte ich eine gewisse Erleichterung. Der Sieg, der ganz wichtige Sieg war eingefahren – der Endstand 81:66. Die Freude auf Seiten der Hanauer und ihren Fans war praktisch greifbar.

Christian musste nun auch seine Wettschuld einlösen und besorgte sich den entsprechende Cap der Wild Wings. Wobei „Schuld“ – das Geld kommt dem Team zugute. Also alles Bestens.

Nehmen lassen konnte ich es mir anschließend auch nicht, die Jungs, die sich den Sieg wirklich verdient hatten, abzuklatschen. Ziemlich groß diese Basketballer.

Mangelhafte Chancenauswertung begünstigt 2:3 Niederlage der Löwen Frankfurt gegen die Bietigheim Steelers

Der Besuch des amtierenden 2. Liga Meisters aus Bietigheim zum Gastspiel in Frankfurt am vergangenen Freitag versprach ein spannendes und interessantes Spiel. Dies wurde auch geliefert und 4.873 Zuschauer sahen ein packendes Spiel, das von beiden Seiten mit Körpereinsatz und vielen Torchancen gespickt war.

Aber zunächst wurde Frankfurts neuer Goalie, Ilya Andryukhov, vorgestellt und begrüßt. Für ihn war es natürlich ein großartiger Einstand, direkt gegen eine Spitzenmannschaft starten zu dürfen. Er war es auch, der in der Anfangsphase des Spiels die Chancen und Schüsse auf sein Tor entschärfen konnte. Damit konnte er sich schnell die Gunst der Frankfurter Fans sichern.

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Auch auf der anderen Seite stand ebenfalls ein Ilya im Tor, Ilya Sharipov. Auch dieser hielt, was zu halten war im ersten Drittel. Dieses endete trotz zahlreicher und guter Torraumszenen auf beiden Seiten mit 0:0. Dabei zeigte sich, dass beide Mannschaften durchaus körperbetont agierten und damit offensiv als auch defensiv Akzente setzen konnten.

Tore und interessante Szenen gab es dann im zweiten Drittel. Wobei sich hier die Schiedsrichter auch nicht mit Ruhm bekleckert haben. Das eigentliche 1:0 für Frankfurt wurde zurückgenommen, da kurz zuvor abgepfiffen wurde. Dabei lag, meines Erachtens nach, kein Grund zur Spielunterbrechung vor. Das war sehr bitter, denn nur wenige Momente später konnten die Gäste aus Bietigheim bei angezeigter Strafe gegen Frankfurt die 1:0 Führung erzielen, wobei hier durchaus auch eine Strafe gegen Bietigheim ausgesprochen werden können. Diese Entwicklung innerhalb weniger Momente war natürlich bitter und anstatt einer Führung, stand nun der Rückstand auf der Anzeigetafel.

Ein Weltuntergang war dies gewiss nicht und die Löwen taten, was sie konnten, um den Rückstand zu egalisieren, was auch zur Mitte des Drittels funktionierte, ehe nur drei Minuten später Alexander Preibisch die erneute Bietigheimer Führung erzielte.

Zwischendurch ging es mit kleinen Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten weiter. Es passte alles wunderbar zusammen. Ein körperliches Spiel, viele Chancen auf beiden Seiten, guten Defensivaktionen, schnellem Umschaltspiel und zwei gut aufgelegten Ilyas in den Toren.

Kaum begann das letzte Drittel, konnten die Löwen ein weiteres Mal ausgleichen und gleichzeitig damit eine weitere Sturm und Drang Phase einläuten. Doch die Chancen wurden, wie schon zuvor, liegen gelassen.

Die Gäste verstanden sich auf eine gute Defensive zu setzen und mit Nadelstichen die nötigen Akzente in der Offensive zu zeigen. Bei einer Überzahl konnten sie zum dritten Mal die Führung übernehmen, die auch bis zum Ende Bestand haben sollte, da sich die Frankfurter trotz weiterer guter Chancen die Zähne ausbissen.

Löwen Frankfurt – Bietigheim Steelers 2:3 (0:0 1:2 1:1)

0:1 Shawn Weller ( Matt McKnight , Norman Hauner ) EQ 24:47
1:1 Antti Kerälä ( Brett Breitkreuz , Matthew Pistilli ) EQ 30:17
1:2 Alexander Preibisch ( Matt McKnight , René Schoofs ) EQ 33:01
2:2 Adam Mitchell ( Carter Proft , Dalton Yorke ) EQ 41:30
2:3 Norman Hauner ( Tyler McNeely , Benjamin Hüfner )  PP1 53:42

Zuschauer: 4.873