F1 2018 für die Playstation 4 -angespielt, warm gefahren und einen positiven Trend in der Entwicklung festgestellt

Passend zum Großen Preis von Belgien erschien am Freitag auch das aktuelle Spiel zur Formel 1 Saison 2018 von Codemasters.

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Pünktlich zum Erscheinungstag war das Spiel auch im Briefkasten. Da muss man Amazon doch mal loben, denn das war nicht immer der Fall. Man scheint dort aber gelernt zu haben, dass DHL nicht immer die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit hat, die man sich wünscht.

Bei meinen ersten Spielstunden konnte ich im Bezug auf die Grafik keine nennenswerten Änderungen, Verbesserungen oder Verschlechterungen feststellen. Gewiss wurden die aktuellen Details an den Fahrzeugen und auch des Halo-Systems sehr gut eingearbeitet, jedoch ist im Vergleich mit dem Vorgänger zu erkennen, dass die grundlegende grafische Struktur erhalten geblieben ist. Wobei ich aber die leichte Vermutung habe, dass sich Regen und Gischt leicht verändert haben. Dies kann aber auch nur ein subjektiver Eindruck sein.

Interessanter wird es meiner Meinung nach beim Sound, denn hier hat sich durchaus etwas verbessert. Die Autos klingen noch unterschiedlicher und sehr realistisch. Zumindest, wenn ich das mit dem Klang aus den TV Übertragungen vergleichen kann. Aber bei den historischen Wagen ist es doch sehr gelungen. Da habe ich mir mal testweise das ein oder andere Auto via YouTube in alten Rennen angehört und den Ton etwas vergleichen können. Das Ergebnis war für mich wirklich gut.

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Das Fahrverhalten der KI scheint sich im Wesentlichen wenig verändert zu haben, wobei ich dazu sagen muss, dass ich aktuell kaum mit Überrundungen zu tun habe. Daher kann ich nicht sagen, wie sich die KI hierbei verhält. Bei regulären Positionskämpfen zieht sich die KI nur selten zurück. Die Fahrer sind durchaus kampfeslustig, aber lassen einem auch genügenden Platz zum Überleben, sofern man sich selbst fair verhält. Dies konnte ich bei einer KI Stärke ab 70+ (bis maximal 110) durchaus feststellen. Das ist im Vergleich zu den Vorgängern durchaus eine positive Entwicklung, denn da hatte sich die KI nicht darum gekümmert, ob sich neben ihr jemand befindet.

 

Zeitfahren:

Die F1 Spielmodi können sich kaum großartig verändern; das dürfte von vorneweg schon klar sein. Aber auch in diesem Jahr hat man die Möglichkeit zwischen aktuellen und historischen Wagen zu wählen, deren Handling stets unterschiedlich ist und deren Sound auch immer anders klingt.

Dabei kann man durchaus gegen seinen eigenen oder auch gegen den nächst besten Geist fahren, um sich zu verbessern. Sicherlich kann man diesen auch ausschalten, wenn einen dies stört.

Event:

Passend zu jedem realen Rennwochenende gibt es hier eine vorgefertigte Aufgabe, die es zu meistern gilt. Dabei sammelt man Punkte, mit welchen man sich mit den anderen Spielern dieser Welt vergleichen kann. Dabei gilt auch, dass weniger Fahrhilfen und ein höherer Stärkewert der Gegner mehr Punkte einbringen.

Mehrspieler:

Für Personen, die sich gerne direkt mit anderen Spielern messen wollen, ist der Online Modus wohl genau der richtige. Einfach einer Sitzung beitreten, Team und Fahrer wählen und los geht es. Und wenn man dabei so viel „Glück“ hat, wie ich, dann wird man beim Überholversuch bei weit über 300 km/h einfach mal von der Strecke gedrängt.  Wenn man sowas nötig hat. Da finde ich doch persönlich, dass man solche Spieler melden kann, damit sie ein paar Tage vom Onlinespiel ausgeschlossen werden. Übrigens sind genau das die Gründe, die das Onlinespiel für mich unattraktiv machen.

Grand Prix:

Hier kann man sich sein eigenes Rennwochenende nach Belieben zusammenbasteln und dabei auch auf die historischen Rennwagen zurückgreifen. Mit oder ohne Qualifying? Welches Wetter und welche Tageszeit darf es sein? Wie viele Runden und wie stark dürfen die Kontrahenten sein? All das kann man auswählen.

Meisterschaften:

Punkte und Erfolge sammeln. Darum geht es hier bei den verschiedenen Meisterschaftstypen und Einladungsevents. Letztere begegnen einem auch immer wieder in der Karriere. Man kann hier sehr viele verschiedene Meisterschaften fahren. Ich weiß zwar nicht, ob es im Nachgang irgendwelche Belohnungen gibt, aber eine Herausforderung ist es so oder so.

Karriere:

Das Herzstück des Spiels. Im Grunde genommen sieht es nicht so aus, als hätte sich hier viel zum Vorgänger verändert. Doch wer genau hinsieht, der erkennt, dass man schon bei der Charakterauswahl, bzw. dem Avatarbild / Fahrerbild, auf weibliche Gesichter stößt.

Teamauswahl, Einstellungen für Training und Quali, sowie Gegnerstärke und Rennlänge treffen und schon wird man in der ersten Sequenz einer Neuerung im Karrieremodus vorgestellt. Die Neuerung heißt „Claire“ und sie kommt gelegentlich für Interviews bei einem vorbei.

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Doch die Antworten haben auch eine Wirkung. Sie beeinflussen den eigenen Charakter. Ist man eher fair oder eher egoistisch. Schimpft man mit dem Team oder lobt man auch mal eigene Abteilungen? Natürlich kann man, wenn verfügbar, auch auf andere Fahrer schimpfen.

Aber auch die Vorstellung des eigenen Arbeitsplatzes und der Bildschirme, die man einsehen kann, ist für Neulinge sicherlich eine sehr hilfreiche Sache sich zurechtzufinden.

Wichtig ist natürlich auch die Forschungsabteilung, denn dort kann man Verbesserungen entwickeln lassen. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt dieser Bildschirm, gerade zu Beginn, nicht so überladen. Die Tiefe dürfte jedoch nicht verloren gegangen sein, da diese einfach nur noch nicht angezeigt wird. Schließlich ist man auch noch nicht so weit in der Forschung. Die notwendigen Ressourcenpunkte erhält man durch die Teilnahme an Trainings, den Trainingsprogrammen, der Qualifikation und natürlich dem Rennen. Je besser man abschneidet, umso mehr Ressourcenpunkte erhält man.

Vielleicht wäre es eine sinnvolle Investition, die Haltbarkeit der Teile zu verbessern, denn wie auch in der Realität, stehen Einem hierbei nur begrenzte Mengen an Teilen über die Saison zur Verfügung. In meiner ersten Karriere musste ich bereits nach wenigen Rennen ein neues Getriebe einbauen, was mich satte 10 Startplätze kostete. Kein guter Deal, wenn man in einem schwachen Auto dank der lustigen Wetterverhältnisse auf Rang 9 kam.

Weiterhin gibt es natürlich die Rivalitäten, bei denen man seinen Ruf verbessern und auch Respekt verdienen kann. Der erste Rivale ist der eigene Teamkollege.

Fazit:

Alles in Allem hält Codemasters das Niveau des Rennspiels und konnte mit den kleinen Neuerungen in der Karriere einen klaren Trend in die richtige Richtung setzen. Es dürfte, gerade in der Karriere, noch ein wenig mehr sein – denn wohin mit dem hart erarbeiteten Geld aus den Verträgen, die man abschließt? Vielleicht wäre eine Art privater Bereich oder so etwas eine interessante Möglichkeit die Karriere noch zu vertiefen. Vielleicht ist der ein oder andere ein Partymensch, oder geht wohltätigen Aktivitäten nach? Vielleicht lädt man auch mal das Team vor Ort zu einem gemütlichen Essen ein? Werbeverträge, eine Marke initiieren oder sonst noch etwas. Es gäbe viele Möglichkeiten darüber hinaus, die eigene Karriere noch mehr personalisieren zu können.

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Durch die feinen Details beim Handling des Fahrzeugs ist es sogar manchmal mehr als nur reine Konzentration, sondern auch Arbeit, mit dem Auto um die Strecke zu kommen.

 

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Produkttest „Fast Wireless Charger“ von Ciscle. Ladestation für das kabellose Laden des Smartphones

Dieser Artikel enthält Werbung – die Bildquelle ist Amazon.de

Mal etwas Neues auf meinem Blog, das auch eine eigene Kategorie erhält: Produkttests. Eigentlich hatte ich nicht erwartet, dass ich dazu kommen würde, aktiv Produkte auf meinem Blog zu testen und zu rezensieren, aber warum nicht?

Erstmal ein paar Details:

Hersteller: Ciscle

Kostenpunkt: 20,45 €

Zu kaufen bei: Amazon.de (Werbelink)

Was versprochen wird: Schnellere Ladezeit als über Kabel

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Optisch ist es ein sehr schönes Gerät, das durch seine Form besticht und durch die verstellbare Handyhalterung auch verschiedenen Smartphonetypen und Größen ausreichend Platz bietet. Es wirkt auch schön verarbeitet und stabil.

Das Anschließen ist recht einfach, denn das USB Kabel, welches im Lieferumfang dabei ist, benötigt nur den passenden Stecker und angeschlosen, ist es bereit, seine Dienste zu verrichten.

Tatsächlich ist die Ladezeit auch kürzer ausgefallen, als ich es sonst gewohnt war.Kompatibilität

Testen konnte ich die Ladestation mit 2 Geräten:

Samsung Galaxy S7: Die Geräte von Samsung sind bereits von Haus aus dafür geeignet, kabellos geladen zu werden. Da dies mein altes Smartphone ist und der Akku gänzlich auf 0 war, testete ich zunächst dieses. Kaum auf die Station gelegt, begann auch der Ladevorgang. Ich war es bei diesem Gerät gewohnt, dass die Ladezeit recht lange ausfiel (mehrere Stunden). Nun gut, nach über 2 Jahren ein normales Vorkommnis durch den Verschleiß. Aber ich war doch sehr überrascht, dass der Akku nach nicht einmal 2 Stunden von 0 auf 100 geladen wurde. Das war definitiv schneller, als es sonst der Fall gewesen ist.

HTC U11: Die Geräte hier sind nicht von Haus aus auf das kabellose Laden ausgelegt. Da muss man ein klein wenig mit einem Gadget tricksen. Nach dem einfachen Anstecken des Gadgets funktionierte auch das Laden meines HTC einwandfrei. Die Ladezeit war in etwa gleich lange, wie auch bei der kabelgebundenen Variante. Vermutlich liegt dies aber an der Übertragung und der Weitergabe des Stroms durch das Gadget, weshalb ich annehmen kann, dass die Ladezeit eigentlich kürzer wäre.

  • Micro USBGadget für das HTC U11 und andere Geräte: Wie auch das HTC U11, haben andere Geräte einen Micro-USB Anschluss, über den auch das normale Laden über Kabel funktioniert. Diesen kann man aber auch nutzen, das Gadget anzuschließen und damit das kabellose Laden ermöglichen. Auch dieses Gadget gibt es bei Amazon.de (Werbelink) für 12,99 € und ist denkbar einfach anzuschließen: Einstecken, die Markierung mit dem Kreuz auf die Rückseite des Smartphones legen, Hülle darüber packen und schon sitzt es dort, wo es sein muss. Dieses Gadget, welches in mehreren Variationen verfügbar ist, erweitert die Kompatibilität der möglichen Geräte mit der Ladestation um ein Vielfaches.

Gewiss wirkt die Variante mit dem Gadget hier etwas unnötig, aber auf längere Sicht ist es durchaus nützlich. Schließlich sind die Akkus lange nicht mehr so anfällig, wie es früher noch der Fall war. Mittlerweile lassen sich die meisten Akkus auch problemfrei „zwischenladen“, was bedeutet, dass man nicht erst warten muss, bis dieser fast leer ist, um den Akku nicht zu schädigen. Dennoch ist dies aber die gesündere Variante für jedes Smartphone. Ich denke, dass das jedem klar sein sollte.

Alles in Allem gefällt mir dieses Gerät aber sehr gut. Es steht neben meiner Basisstation des Festnetztelefons und wenn das Smartphone aufliegt, sieht es einfach besser aus, als wenn es irgendwo auf einem Tisch herumliegt.

Zudem ist es preislich in einem fairen Bereich und sogar günstiger als manch andere Geräte.

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LadestationNachdem ich nun also den Vorteil bei der Ladezeit habe, ist ein weiterer, dass sich dieses Gerät automatisch in den Stand-by-Modus umschaltet, sobald das Smartphone aufgeladen ist, oder sich kein Smartphone auf der Station befindet. Das spart definitiv ein wenig Strom, denn wie oft habe ich schon vergessen das Ladekabel auch aus der Steckdose zu ziehen? Sehr oft. Meistens hat man dafür einfach nicht die Zeit, oder macht es einfach aus Bequemlichkeit nicht. Dieses „Kabelproblem“ ist damit also auch gelöst und ich spare dabei auch noch, zwar nicht viel, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.

Rezension zum Buch „American Football – Alles, was man wissen muss“ von Adrian Franke aus dem Meyer & Meyer Verlag. Das beste und informativste Buch zu dieser in Deutschland aufstrebenden Sportart

Vielen Dank zunächst an den Meyer & Meyer Verlag für das Rezensionsexemplar.AFAWMWM4

American Football – Alles, was man wissen muss“ von Adrian Franke aus dem Meyer & Meyer Verlag.

Genre: Sport und Sachbuch

Dieses Buch, das einem den Sport „American Football“ beschreibt und verständlich näherbringt, ist seit dem 22.01.2018 im Handel. Es hat insgesamt 200 Seiten, wovon ganze 37 Seiten ein Glossar mit Begriffserklärungen der Sportart sind.

Klappentext:

Jedes Jahr schauen mehr und mehr Zuschauer auch in Deutschland den Super Bowl. Aber seien wir mal ehrlich, ein Footballspiel zu verstehen, ist nicht so einfach! Oder wissen Sie, was eine „Shotgun“ oder die „Pistol“ mit Football zu tun haben?

Ziel des Buches ist es, diese und viele weitere Fragen zu beantworten und die Spielregeln zu begreifen. Erzählungen und Geschichten von Spielern gewähren zudem einen Blick hinter die Kulissen und rund um das Spiel.

Adrian Franke ist Redakteur beim online-Portal SPOX.com. Sein Kernressort ist die NFL; in den letzten drei Jahren hat er dort erfolgreich eine der größten deutschsprachigen NFL-Seiten mit einer sehr aktiven Community aufgebaut. Aktiv ist er außerdem in mehreren deutschen NFL-Podcasts genau wie auf Twitter.

Gewonnen hat mich der Autor des Buches bereits mit den ersten Sätzen der Einleitung, die genau das wiederspiegeln, was ich über Jahre gedacht habe und somit kein großes Interesse für diesen Sport aufbringen konnte.

Zitat: „Football? Nein danke. Das hat für meinen Geschmack viel zu viele Unterbrechungen, das dauert doch viel zu lange. Und überhaupt: Warum spielt nicht jeder Angriff und Verteidigung?

Wie gesagt sind es exakt diese Dinge, die auch mich über Jahre hinweg von diesem Sport ferngehalten haben. Zumindest bis August 2017.

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Adrian Franke beschreibt den Sport in diesem Buch sehr ausführlich und sehr bildlich. Damit meine ich nicht die Schaubilder der Aufstellungen, sondern tatsächlich seine Wortgewandtheit, die einem die vielen Begriffe erklärt.

Auch die Vorgehensweise das Spiel zu erklären ist sehr durchdacht. Von Grundsätzlichem, der Geschichte des Sports und seinen Ursprüngen, bis hin zur Erklärung der einzelnen Positionen und Aufstellungen als auch Taktiken in der Offensive und Defensive ist wirklich alles dabei, was das Spiel beinhaltet.

Gerade die Verbindung mit der historischen Entwicklung des Sports und anschaulichen Beispielen, sowie Zitaten von Trainern und Spielern, ist mehr als interessant.

Hinzu kommt, dass immer wieder aktuelle Beispiele für Positionen benannt werden. Damit meine ich, dass aktive Spieler, die diese Position spielen, benannt werden. Das führt sehr häufig (zumindest bei mir) zu einem „Aha!-Effekt“. Schließlich sind bestimmte Namen doch sehr geläufig. Cam Newton und Julian Edelman sind dabei nur zwei Beispiele. Beinahe für jede genauer beschriebene Position wird ein aktiver Spieler benannt – und genau das ist klasse. So bekommt man ein Bild vor Augen, das einen Spieler beinhaltet, den man bereits aus dem Fernsehen kennt.

Im Prinzip ist dieses Buch also eine Verbindung von mir (auf der Couch sitzend) und dem Fernseher, auf den ich blicke. Sozusagen die bisher noch fehlende Verbindung, um das, was im TV passiert und erzählt wird, verständlicher zu machen.

Auch der taktische Bereich, der viele Spielzüge und Formationen beinhaltet, ist sehr anschaulich und verständlich erklärt. Es sind dabei viele Dinge, die ich bereits mal gehört habe und nur schwer in Verbindung bringen konnte mit dem was ich vor mir sah.

Zwar habe ich bereits durch Madden NFL die meisten Lerneffekte zu Beginn gehabt, aber das hier ist ein Buch, das ich sicherlich noch sehr oft in den Händen halten werde. Und wenn es auch nur die hinteren Seiten des Glossars sind, das ich lesen und nachschlagen werde.

Es ist definitiv DAS Handbuch für American Football in deutscher Sprache.

Von A wie Abseits bis Z wie Zonenverteidigung ist wahrlich alles dabei, das häufig an Begrifflichkeiten fällt. Daher kann ich dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der sich gerne einen ersten oder aber auch einen tieferen Einblick in die Materie des American Football verschaffen möchte.

Rezension zum Buch „Die schwarze Dame“ von Andreas Gruber aus dem Goldmann Verlag. Spannende Neuauflage mit einem etwas anderen aber sehr neugierigem Ermittler

Vielen Dank an dieser Stelle an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die schwarze Dame“ von Andreas Gruber aus dem Goldmann Verlag der Random House Verlagsgruppe.

Genre: Thriller

Erschienen ist die Neuauflage dieses Thrillers am 18.12.2017. Auf insgesamt 362 Seiten kann man Ermittler Peter Hogart dabei erleben, wie er einen verzwickten Fall löst, den er so gesehen gar nicht lösen muss. Es aber aus seiner Neugierde heraus als Versicherungsdetektiv dennoch tut. Die Bezeichnung „Thriller“ hat dieses Buch absolut verdient.

Klappentext:

Auf der Suche nach einer spurlos verschwundenen Kollegin wird der Wiener Privatermittler Peter Hogart nach Prag geschickt. Doch die Goldene Stadt zeigt sich Hogart von ihrer düstersten Seite: Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest und hat binnen Stunden nicht nur eine Reihe äußerst zwielichtiger Gestalten, sondern auch die gesamte Prager Kripo gegen sich aufgebracht. Nur die junge Privatdetektivin Ivona Markovic, die gerade eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde untersucht, scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als die beiden bei einem Anschlag nur knapp dem Tod entrinnen, wird klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen geben muss. Und dass ihnen die Zeit bis zum nächsten Mord davonläuft

Eigentlich ist Peter Hogart in Prag um einen Versicherungsbetrug aufzudecken, denn das ist sein eigentlicher Auftrag. Dabei gerät er aber unfreiwillig in eine Mordserie hinein, in die auch seine spurlos verschwundene Kollegin verwickelt ist.

Durch seine Neugierde und etwas unkonventionelle Art an den Fall heranzugehen, schliddert Peter Hogart mehr ungewollt als geplant in Dinge, die für einen Versicherungsdetektiv eigentlich ein paar Nummern zu hoch erscheinen. Aber es ist nun mal seine spezielle Art, dass er, obwohl er um die Gefahren weiß, dennoch nicht davon ablässt.

Bei alledem gerät er an die verschiedensten Personen, wovon die meisten eher dem Prager Untergrund zuzuordnen sind. Aber es gibt dann doch eine Bekanntschaft, mit der er sich in die Aufklärung der Mordserie stürzt, obgleich ihm von mehreren Seiten, bzw. eigentlich allen Seiten, nahegelegt wurde, Prag wieder zu verlassen.

Er handelt anders und irgendwie auch nachvollziehbar, wenn auch der gesunde Menschenverstand der Aufforderung wohl nachgekommen wäre. Doch was er mit seiner Bekanntschaft ermittelt ist wahrlich mehr als unerwartet.

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Die Charaktere in diesem Buch sind sehr durchdacht und wirken meiner Meinung nach sehr authentisch. Irgendwie kann man die Entscheidungen von Peter Hogart durchaus nachempfinden; aber auch jene der anderen Personen. Insgesamt hat jede Figur, die einen längeren Part in der Geschichte einnimmt, eine spezifische und sehr interessante Rolle, die durch die Umgebung und Charaktereigenschaften, sowie deren Handlungen noch interessanter werden.

Auch die Art des Schreibens und Erzählens ist angenehm. Der Schreibstil wirkt abwechslungsreich und flüssig und trotz vieler ausschweifender Beschreibungen finde ich nicht, dass es dabei zu Langeweile kommt. Dadurch kommen die oben beschriebenen Charaktere noch besser zur Geltung.

Das Ganze wird durch die immer spannender werdenden Ereignisse, welche auch so nicht vorhersehbar sind, ständig im Spannungslevel erhöht. Es gibt zwar wiederkehrende Atempausen, aber die werden insbesondere zum Ende hin rar.

Letztlich ist es für mich ein Thriller, der auch wirklich einer ist und mit dem Handlungsablauf sehr lesenswert wird. Gerade die Tatsache, dass die Hauptfigur nicht aus den Reihen der Polizei kommt und eigentlich auch nicht an der Aufklärung dieser Mordserie beteiligt sein sollte und sich dennoch einmischt, ist eine Empfehlung wert.

Rezension zum Buch „Warriors of the Underground – Rebellion“ von Aleks G. – spannende Dystopie mit Panem Elementen

Facebook Gruppen sind durchaus auch ein Weg um auf Bücher aufmerksam zu werden. Insbesondere dann, wenn diese im Selbstverlag erscheinen und kaum beworben werden können. So kam ich zu dieser interessanten Dystopie einer finsteren Zukunftsversion unserer Welt, welche mit vielen Elementen, bzw. Parallelen aus den Tributen von Panem aufwartet.

Warriors oft he Underground – Rebellion“ von Aleks G. im Selbstverlag.

Genre: Dystopie, Fantasy

Das Buch erstreckt sich über 442 Seiten und behandelt eine nicht undenkbare Version der menschlichen Zivilisation nach dem nächsten großen Weltkrieg. Es erschien bereits am 27.08.2017 im Selbstverlag. Meine Lesedauer betrug ca. 9,5 Stunden.

Der volle Name der Autorin ist Aleksandra Gvozdenovic. Für mich persönlich ist dieser jetzt nicht so schwierig, aber „Aleks G.“ dürfte für jedermann einprägsamer sein.

Klappentext:

Wenn sie Dir alles nehmen, was Du hast, kämpfe bis zum bitteren Ende – kämpfe für die Freiheit!

Rose lebt mit ihrer kleinen Schwester im Untergrund, einer Welt voller Dunkelheit und Angst, Schmerz und Leid, Kälte und Hass. Wie jeder Dreier schuftet sie hart im Untergrund, um den Einsern und Zweiern an der Oberfläche ein luxuriöses Leben zu bescheren. Doch dann geschieht etwas, was ihr Leben aufrührt, und sie entscheidet sich dazu sich den Rebellen anzuschließen, einer Gruppe von Widerstandskämpfern, die sich gegen die brutale Herrschaft der Einser auflehnen. Rose bleibt nicht mehr viel Zeit, denn die Einser verfolgen bereits einen mörderischen Plan, um ihre Untergeordneten zu noch größeren Sklaven zu machen…

Bevor ich mich der eigentlichen Thematik in diesem Buch zuwende, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Autorin in diesem Buch auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitet und niederschreibt.

Die vielen Parallelen, die an die Tribute von Panem erinnern, sind deutlich, aber passen sehr gut zu dieser Geschichte, die keinen Abklatsch darstellt, sondern eine eigene Geschichte ist. Parallelen heißen schließlich nicht, dass eine 1 zu 1 Übernahme erfolgt.

Einige dieser Parallelen sind unter anderem, dass die neue Weltordnung die Menschen in drei Bevölkerungsgruppen unterteilt. Wobei die „Einser“ alle Rechte und allen Reichtum haben, den man sich vorstellen kann, während die „Dreier“ unter der Erde leben und niedere Arbeiten gegen einen Hungerlohn verrichten müssen. Eine weitere Parallele ist die weibliche Protagonistin, die eine jüngere Schwester hat, sowie auch das Zeichen der Rebellion, welche einen weißen Vogel darstellt, den man schnell mit dem Spotttölpel assoziieren kann und natürlich die Rebellion selbst.

Die Autorin hat einen sehr normalen und einfachen Schreibstil und lässt, in Form ihrer Protagonistin, auch gerne einmal Kraftwörter im Text auftauchen. Das entspannt den engen Blocktext, der anfangs ein wenig erdrückend wirken kann. Außerdem scheint die Autorin sehr viel Wert darauf zu legen die Umwelt als auch die Emotionen ihrer Hauptfigur bestmöglich zu beschreiben. Das gelingt ihr auch sehr gut und hat mich damit auch immer wieder in meiner eigenen Gefühlswelt erreichen können. Ob es nun mitfühlen, trauern oder hassen ist, immer wieder habe ich mich genau bei diesen Gefühlen ertappt.

Die Geschichte baut sich langsam auf und man wird von Beginn an in die erdrückende und durchaus auch sehr traurige Welt der „Dreier“ eingeführt, in welcher sich Rose Dalton, unsere Hauptfigur, zurechtfinden muss. Es mag während des Lesens zwar wenig spannend wirken, erfüllt aber den Zweck ein sehr gutes Bild vom Leben der Untergrundmenschen zu bekommen. Diese sind der forschen Unterdrückung und Willkür der Übergeordneten „Einser“ ausgesetzt, welche sich immer wieder neue Regeln und Gesetze einfallen lassen, um das niedere Volk malträtieren zu können. Selbst von spontaner Folter und auch Hinrichtungen wird Gebrauch gemacht, damit die armen Menschen, die das Tageslicht nur vom Hörensagen kennen, unterjocht werden.

Nachdem Rose zu allem Unglück auch beide Elternteile verloren hat, muss sie nicht nur für sich, sondern auch für ihre jüngere Schwester sorgen. Häufig muss sie dabei alles in den Hintergrund stellen und unter widrigen Umständen arbeiten, damit sie die brüchige Hütte erhalten und ein wenig Nahrung bekommen kann.

Über einen Zufall, der ihr das Leben rettet, kommt sie in Kontakt mit den Rebellen, denen sie sich nach langer Überlegung und viel Zweifel, anschließt.

Nun hat man als Leser einen sehr genauen Eindruck über die Lebensumstände der Menschen, die im Untergrund leben müssen und kann – so ging es zumindest mir – verstehen, was die Gründe für den Aufstand, die Rebellion, sind. Ab diesem Moment beginnt auch das Spannungslevel der Geschichte immer wieder anzusteigen und abzuflachen.

Während die Rebellen ihre Pläne schmieden und diese versuchen umzusetzen, erleben sie und Rose Erfolge, Rückschläge, aber auch Verluste. Insbesondere die Gefühlswelt, die die junge Rose umgibt, wird häufig beschrieben, was meines Erachtens nach, eine sehr bildhafte Darstellung der Situationen und Emotionen bietet.

Auch das Ende dieser Geschichte ist geschickt geschrieben, denn die Situation ist gewiss noch lange nicht abgeschlossen. So muss der Leser, ob er will oder nicht, auf den zweiten Teil warten. Bis dahin darf sich der Leser durchaus darüber Gedanken machen, ob diese beschriebene Welt, nicht vielleicht schon jetzt begonnen hat.

Auf jeden Fall eine tolle Dystopie, die mir Freude bereitet hat. Ich warte nun ungeduldig auf die Fortsetzung, denn schließlich habe ich Rose in mein Herz geschlossen und möchte ihr, wenn auch nur als Leser, bei ihrem weiteren Werdegang beistehen.

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Buch-Rezension zu „Targa – Der Moment, bevor Du stirbst“

Der Penguin-Verlag hat mich mit diesem Rezensionsexemplar sehr überrascht, denn ich hatte nicht wirklich damit gerechnet, als ich es angefragt hatte. Vielen lieben Dank hierfür.

Targa – Der Moment, bevor Du stirbst“ von Barbara und Christian Schiller (B. C. Schiller) aus dem Penguin Verlag der Random House Verlagsgruppe.

Genre: Thriller

Dieser Thriller auf insgesamt 395 Seiten erschien bereits am 10.07.2017 und ist ein interessantes Werk, das ich in ca. 6 Stunden gelesen habe. Die Geschichte schließt mit einem so genannten „Cliffhanger“ ab, der eine Fortsetzung verspricht.

Klappentext:

Niemand kommt dem Bösen so nahe wie sie.

Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.

Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.

Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?“

 

Bereits im Klappentext werden beide Hauptfiguren dieses Thrillers vorgestellt. Auf der einen Seite Targa Hendricks und auf der anderen Falk Sandman, der Serienmörder. Es ist aber gar nicht so schlimm, dass wir die beiden wichtigsten Personen schon kennen, bevor das Buch überhaupt aufgeschlagen wurde.

Das Buch ist unterteilt in drei Abschnitte. Im ersten erfahren wir grundlegende Dinge über Targa, ihr Leben und was sie so besonders macht. Aber natürlich erfahren wir gleichermaßen über Falk Sandman, wie er seine Opfer findet und auswählt und was ihn bei den Morden am meisten befriedigt.

Im zweiten Teil beginnt die Undercover-Ermittlung, die beide Hauptfiguren zueinander führt. Dass dies nicht ganz ungefährlich ist, ist dabei von Beginn an klar. Dennoch ist es faszinierend zu lesen wie sich Targa das Vertrauen des Serienmörders erarbeitet und durch ihre gefühlskalte Art, die Teil von ihr ist, Teil seiner perfiden Pläne und Gelüste wird.

Der Abschluss ist natürlich der spannendste Teil und hier überschlagen sich die Ereignisse beinahe, so dass der Leser mit und sogar um Targa zittern muss.

 

Targa führt ein eher unscheinbares Leben und wohnt in einem alten VW-Bus. Die meiste Zeit davon auf einem Campingplatz in Berlin. Es gefällt ihr und sie möchte auch gar nicht anders leben. Ihr treuer Begleiter ist ein großer gehörloser Hund, der ihr überaus wichtig ist. Das erkennt auch Falk Sandman und als sich beide schon vertrauter sind, entwickeln sich sogar kleine Psychospielchen zwischen beiden.

Es gibt zu dieser Haupthandlung noch eine Nebenhandlung, die sich um einen Schwerverbrecher dreht, der in einem Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert ist. Anfangs ist es unklar, wie dieser in die Geschichte passt, jedoch gibt es eine Verbindung zu Targa. Er schafft es sogar von der Insel, auf der sich das Gefängnis befindet, zu fliehen und findet Targa.

 

Beide Autoren haben einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, der sehr schön durch die Geschichte führt. Die Kapitel sind recht kurz, was die Story schnelllebig macht und es ermöglicht, auch mal nur ein paar Seiten zu lesen, wenn die Zeit knapp ist.

Zu Beginn gibt es einen kurzen Blick in die Vergangenheit, der sich im Verlauf als Targas Tag der Geburt herausstellt. Des Weiteren sind es drei parallel verlaufende Geschichten, die bis zum Schluss zusammenkommen und zu einer werden. Der Fokus ist selbstverständlich auf Targa Hendricks und Falk Sandman gelegt, während der Inhaftierte nur ab und an auftaucht.

Die relativ kleine Schriftgröße war anfangs etwas unangenehm für mich, aber daran kann man sich schnell gewöhnen. Die Spannungselemente, die diesen Thriller ausmachen, sind recht schnell vorhanden. Diese steigern sich kontinuierlich, bis sie am Schluss den Höhepunkt erreichen.

 

Mir gefiel diese Art des Thrillers mit der ungewöhnlichen Undercover-Agentin Targa Hendricks. Schreibstil als auch Idee der Story sind so gestaltet, dass man einfach weiterlesen muss. Ich war positiv überrascht und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, denn das Ende ist ein genialer Cliffhanger.

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Buch-Rezension zu „Neanderthal“

Ich hatte mich auf dieses Buch gefreut, weil es ein Thriller sein sollte und mir der Heyne Verlag dieses Rezensionsexemplar zukommen ließ. Vielen Dank hierfür an dieser Stelle. Doch dieser Thriller stellte sich für mich doch sehr ernüchternd dar.

Neanderthal“ von Jens Lubbadeh aus dem Heyne Verlag der Random House Verlagsgruppe.

Genre: Thriller, Roman

Dieses Büchlein, mit seinen insgesamt 526 Seiten, erschien am 13.11.2017. Meine Lesezeit muss tatsächlich mehr als 20 Stunden betragen haben. Warum und wieso erkläre ich noch. Dieser Thriller aka Roman ist kein einfaches Buch mit tiefgründiger Thematik.

Klappentext:

Waren sie die besseren Menschen?

Deutschland in naher Zukunft. Krankheiten, Schönheitsfehler und Suchtprobleme sind abgeschafft. Gesundheit ist das höchste Ideal, wofür sogar in das menschliche Erbgut eingegriffen wird. Eine Welt, in der sich Kommissar Nix nur schwer zurechtfindet. Als er eines Tages auf eine merkwürdig aussehende Leiche stößt, steht er vor einem Rätsel. Die Ähnlichkeiten des Toten mit Neandertalern sind einfach zu groß – diese aber sind seit Zentausenden Jahren ausgestorben. Oder doch nicht? Schon bald machen Nix und seine Kollegen eine grausige Entdeckung: Kann es sein, dass man Neandertaler geklont hat, um damit den Menschen zu optimieren? Und dass alle, die davon wissen, beseitigt werden sollen?

Die Jagd ist eröffnet.

Ich muss gestehen, dass mich dieser Klappentext sehr angesprochen hat und insbesondere die letzten vier Wörter, die sich auch auf dem Cover befinden: „Die Jagd ist eröffnet“. An diesen Worten hatte ich mich sozusagen aufgehangen und eine rasante Geschichte in Manier eines Thrillers erwartet. Doch das war dann nicht wirklich der Fall.

Zunächst ist der Leser mit Kommissar Nix unterwegs. Zum einen wegen der Leiche, die sich nach und nach als Neandertaler entpuppt, zum anderen um die utopische nahe Zukunft in Deutschland kennen zu lernen. Der gesellschaftliche Wandel mit dem Fokus, der bereits im Klappentext Erwähnung findet, der Genetik und Erbguteingriffe zur Optimierung der Menschen, wird einem sehr ausführlich erklärt.

Dieser Part ist natürlich nicht besonders spannend, aber dient natürlich dem Zweck diese nahe Zukunft verstehen zu können. Doch je weiter sich die Geschichte zieht, umso mehr begegnen einem Fremdwörter und Fachbegriffe aus der Genetik und Anthropologie. Für jemanden wie mich, der sich nur sporadisch mit den Themen auskennt und nur dadurch in Kontakt kam, dass es solche Serien wie „Autopsie – Mysteriöse Todesfälle“ und Dokumentationen über Knochenfunde gibt, ein schwerer Stoff. Es gab tatsächlich Wörter, die ich nachschlagen musste, da mir deren Bedeutung nicht auf Anhieb geläufig war.

Das spricht aber für die sehr gute Recherche des Autors Jens Lubbadeh, der seines Zeichens Wissenschaftsjournalist ist, was man durchaus sehr gut in diesem Buch erkennen kann. Für mich war es jedoch schon zu viel des Guten an Fachbegriffen.

Diese Komplexität in der Geschichte ist daher von Anfang bis zum Schluss gegeben. Denn neben dem Kommissar dürfen auch Wissenschaftler und – nennen wir sie mal Geheimdienstmitarbeiter, sowie Politiker vor.

Ich glaube, dass dieses Buch eine Nische füllt und gerade für jene Personen interessant ist, die sich für Genetik, Anthropologie und Urmenschen, wie den Neandertaler, interessieren. Für jeden anderen wird es schwierig, denn einen Thriller konnte ich über sehr lange Strecken nicht erkennen. Die Bezeichnung „Roman“ wäre deutlich angebrachter. Die erste richtige Spannung schleicht sich Seite 400 und folgende ein, was doch reichlich spät für ein Buch mit dem Genre „Thriller“ ist.

Die „Jagd“ erscheint mir mehr als eine Aufklärung dessen, was unter dem Projektnamen „Neanderthal“ passiert ist. Dort wurden tatsächlich Neandertaler geklont und erforscht. Eine Hetzjagd, wie ich es mir dachte, auf die Klone und Forscher, gab es zu keinem Zeitpunkt.

Auch das sind Gründe, warum ich sehr lange für dieses Buch brauchte, denn ich konnte nicht wirklich am Stück lesen. Es war mir einfach zu trocken und auch sehr langwierig. Sicher, die Story ist in sich interessant, jedoch wenn man einen Thriller erwartet und eigentlich nur eine längere Erzählung zu der gesellschaftlichen Entwicklung der nahen Zukunft in Deutschland erhält, doch eher schwere Kost. Unabhängig davon, dass dieses Gesellschaftsgebilde, in welcher jedes Laster wie Alkohol trinken und Rauchen zum Beispiel, verpönt ist und die genetische Struktur der Menschen schon vor der Geburt abgeändert wird um Krankheiten auszumerzen, dann erinnert mich das an eine dunkle Zeit der deutschen Geschichte, die in den 1930er Jahren begann. Interessant war dann zu lesen, dass dieser Vergleich auch durch Politik und Presse innerhalb des Buches aufgegriffen wird.

Eine andere Sache, die mich sehr enttäuscht hatte war, als eine Hauptfigur in der Geschichte ums Leben gekommen ist. Ich frage mich, wie man auf die Idee kommt, einen Absatz zu beginnen, in dem direkt steht, dass diese Person sterben wird und danach der Absatz fortgeführt wird, um die Geschichte bis zu dem Ereignis zu beschreiben. Das ist für mich übrigens das beste Beispiel dafür, wie man aus einer möglichen spannenden Passage eine doch sehr enttäuschende machen kann. Das entzieht sich meinem Verständnis von einem Thriller.

Wie dem auch sei, mein Fazit zu diesem Buch zusammengefasst:

Es ist eine interessante Geschichte mit einer nicht ganz unwahrscheinlichen Idee der nahen Zukunft in Deutschland. Dieses Gesellschaftskonstrukt, das sich um Gesundheit und Genetik, sowie deren Anpassungen dreht, ist eine makabre aber durchaus realistische Utopie.

Ein Thriller ist es für Normalsterbliche wohl eher weniger. Wissenschaftler oder Anthropologen, sowie Hobbywissenschaftler usw. werden sich hier in dieser Geschichte sicher sehr zu Hause fühlen. Jeder andere dürfte sich wahrscheinlich mit einigen Schwierigkeiten bis zum Ende durchkämpfen müssen, wobei es sich dann aber wieder lohnt.

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