Löwen Frankfurt – EC Bad Nauheim 05.10.2018 (3:4)

Nachbarschaftsduell aka Hessenderby zwischen den Löwen Frankfurt und dem EC Bad Nauheim. Spielbericht vom 25.02.2018

Ganze drei Heimspiele musste ich aufgrund einer Blessur am Fuß ausfallen lassen. Zum Glück gibt es da noch Sprade.tv, aber eine Fernsehübertragung ersetzt die Stadionatmosphäre nicht. So war ich froh, dass ich pünktlich zu einem weiteren Derby fit sein konnte. Zumindest so weit, dass ich den Fuß wieder belasten und etwas länger stehen konnte.LFECN250218 (4 von 52)

Die Hauptrunde neigt sich dem Ende entgegen und der dritte Platz ist schon vor dem Spiel so sicher gewesen, wie das Amen in der Kirche. Vielleicht könnte der zweite Platz noch erreicht werden, aber da müsste sich der SC Riessersee eine spielerische Auszeit genehmigen, von der nicht auszugehen ist.

Dagegen steht der EC Bad Nauheim als momentan stärkstes Team gegenüber, das sich mit vielen Siegen in den letzten Spielen auf einen Tabellenplatz eingereiht hat, der die direkte PlayOff-Teilnahme sichert. Nämlich Rang sechs und das würde ein Derby im Viertelfinale bedeuten.

Doch so weit waren wir noch nicht, denn der 50. Spieltag musste erst noch gespielt werden.

Zum ersten Drittel:

Eine ausverkaufte Eissporthalle mit 6.770 Zuschauern, wovon doch sehr viele aus der Kurstadt Bad Nauheim kamen, erwarteten ein spannendes Derby.

Von Beginn an waren es die Gäste, die mit großem Einsatz und Willen das Spiel bestimmten und auch die ersten guten Akzente in der Offensive setzten. Die Löwen wirkten überrascht und nahmen recht schnell eine Strafe gegen sich, welche die Gäste mit ihrem starken Auftritt direkt zum 0:1 für sich nutzen konnten. Ein paar schöne und schnelle Pässe, sowie der Abschluss von halbrechter Position brachten die frühe Führung und großen Jubel bei den Anhängern aus der Kurstadt.

Diese waren von diesem Treffer beflügelt und spielten nun, wie es eigentlich die Frankfurter zu Beginn eines Spiels machen. Es dauerte auch nicht lange, bis das 0:2 für die Gäste aus identischer Position fiel. Den ersten Schuss konnte Löwen Goalie Karjalainen noch nach vorne abwehren, aber gegen den Nachschuss war er machtlos. Es waren gerade einmal etwas mehr als vier Minuten im ersten Drittel gespielt und die Gäste führten bereits mit 2:0. Durchaus verdient zu diesem frühen Zeitpunkt. Sie machten das Spiel, schnürten die Löwen in der Verteidigung ein und nutzen ihre Chancen.LFECN250218 (14 von 52)

Die Löwen waren nun gefragt, aber zunächst schien es nicht so, als würden sie den Weg zurück ins Spiel finden. Doch dann ein Schuss von halblinker Position, der abgewehrt wurde. Es gab einen Nachschuss und dieser war – war er im Tor? Oder doch nicht? Es gab großen Jubel und einen Videobeweis. Ich muss gestehen, dass ich von meiner Stehplatzposition nicht wirklich gesehen habe, ob der Puck drin war oder nicht. Erst als ich die Wiederholung auf Sprade.tv gesehen habe, war klar, dass die Entscheidung der Schiedsrichter, kein Tor zu geben, absolut korrekt war. Der Puck ging von Pfosten zu Pfosten und befand sich zu keinem Zeitpunkt hinter der Torlinie. Dass das die heimischen Fans anders gesehen haben, ist nachvollziehbar. Der Mannschaft aus Frankfurt tat diese Entscheidung jedoch überhaupt nicht gut. Sie wirkten nun gänzlich von der Rolle. Abstimmungs- und Absprachenprobleme, so wie Fehlpässe und unvollendete Angriffsversuche prägten das Spiel der Löwen in den folgenden Minuten. Die Nauheimer waren eindeutig näher am dritten Treffer als die Frankfurter am Anschlusstor.LFECN250218 (17 von 52)

Dass der Anschlusstreffer dann doch fiel, war mehr ein Zufallsprodukt, das „aus dem Nichts“ kam. Ein einfacher Schuss auf das Tor der Gäste wurde abgefälscht und fand den Weg ins Tor. Nur noch 1:2. Dieser Treffer gab ein wenig Auftrieb und die Löwen spielten nun wieder etwas stärker. Wenngleich noch nicht auf Augenhöhe mit den Gästen, das muss man dazu sagen. Es gab bis zum Ende des Drittels Chancen auf beiden Seiten, die aber ohne Torerfolge blieben. So ging es auch mit dem 1:2 in die erste Drittelpause.LFECN250218 (26 von 52)

Zum zweiten Drittel:

Die Frankfurter durften mit einem Überzahlspiel starten, doch dieses war an diesem Abend schwach. Die gewohnte Stärke bei mehr Spielern auf dem Eis verblasste mit jeder weiteren Überzahl an diesem Abend. Passend dazu wirkte es nicht wie ein Derby. Weder auf dem Eis, noch auf den Rängen. Ist das die Ruhe vor dem Sturm der Playoffs? Möglicherweise.

Jedenfalls zeigten die Gäste weiterhin, dass sie eher gewillt sind, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Sie waren weiterhin die stärkere Mannschaft, verteidigten aufopferungsvoll, fuhren Checks zu Ende und kämpften um jeden Puck. Das schmeckte den Löwen überhaupt nicht. Durch das Forechecking der Gäste ließen sich die Frankfurter immer wieder zu Fehlpässen verleiten.

Zwar spielten die Nauheimer nicht mehr ganz so offensiv, wie noch zu Beginn des Spiels, dafür war die Verteidigung stabil und die Qualität der wenigen Chancen deutlich größer. Der Nachteil bei dieser Spielweise sind die Strafen, die sich die Gäste immer wieder nahmen. Aber da die Löwen nicht besonders kreativ waren, konnten sie sich die Unterzahlspiele durchaus leisten.

LFECN250218 (35 von 52)Einer der bereits angesprochenen Fehlpässe führte schlussendlich auch zum 1:3 für die Gäste aus Bad Nauheim. Der Pass in den Slot, in welchem ein Bad Nauheimer völlig frei war, wurde perfekt gespielt und zum dritten Tor eingenetzt. Das war das Ergebnis des guten Spiels der Gäste.  Aber der Anschluss fiel nicht mal eine Minute später. Erneut ein Schuss, der nach vorne abgewehrt worden ist, Verkehr vor dem Tor produzierte und ein Spieler der Löwen schaltete am schnellsten und brachte den Puck ins Tor. 2:3 nur noch. Die Chancen in der Folge waren aber wiederum schwächer, so dass der Ausgleich nicht fiel. Mit dem Zwischenstand von 2:3 ging es in die zweite Pause.LFECN250218 (37 von 52)

Zum dritten Drittel:

Es war fast nur noch ein Spiel auf das Tor der Gäste, bei dem die Löwen viele wirklich gute Chancen herausspielten. Das Glück bei den Abschlüssen vor dem Tor fehlte jedoch. Die Gäste konzentrierten sich darauf zu verteidigen und eventuell mit einem Konter die Entscheidung zu finden.

LFECN250218 (49 von 52)Es reichte aber für keine der beiden Mannschaften in diesem Drittel noch ein weiteres Tor zu erzielen, womit das Spiel auch 2:3 endete. Der Jubel bei den Fans aus der Kurstadt war natürlich groß an diesem Abend. Aber in den PlayOffs werden die Karten neu gemischt. Und noch steht nicht fest, wer der Gegner für die Löwen sein wird.

Löwen Frankfurt – EC Bad Nauheim 2:3 (1:2 1:1 0:0)

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Eine Sache hat mich aber nach dem Spiel noch interessiert. Welche der drei hessischen Teams ist eigentlich das erfolgreichste in den vielen Derbys gewesen?

Löwen Frankfurt – EC Bad Nauheim: 1:2 n.V – 4:5 n.P. – 6:2 – 2:3

Frankfurt: 13:12 Tore 5 Punkte

Bad Nauheim: 12:13 Tore 7 Punkte

Kassel Huskies – Löwen Frankfurt: 4:5 – 4:3 n.V. – 4:3 n.V. – 5:1

Kassel: 17:12 Tore 7 Punkte

Frankfurt: 12:17 Tore 5 Punkte

Bad Nauheim – Kassel Huskies: 5:3 – 1:6 – 4:3 n.V. – 2:5

Bad Nauheim: 12:17 Tore 5 Punkte

Kassel: 17:12 Tore 7 Punkte

  1. Kassel Huskies 34:24 Tore 14 Punkte
  2. EC Bad Nauheim 24:30 Tore 12 Punkte
  3. Löwen Frankfurt 25:29 Tore 10 Punkte

Hier besteht definitiv Verbesserungsbedarf in Frankfurt in der nächsten Saison.

Löwen Frankfurt – EC Bad Nauheim – 10.12.2017

Das zweite Spiel an diesem Wochenende mit der Bezeichnung „Derby“ stand in Frankfurt an. Bereits am Freitag gastierte das Löwenrudel bei den Kassel Huskies und nahm einen Punkt mit nach Frankfurt. (Niederlage in der Overtime).

Nun kam mit Bad Nauheim ein weiterer Konkurrent aus Hessen in die Frankfurter Eissporthalle und die zahlreich mitgereisten Fans aus der Kurstadt machten die Derbystimmung um das Eis perfekt. Insgesamt waren an diesem Abend 6.770 Zuschauer in der Eissporthalle, was ausverkauft bedeutete.

Das Spiel musste 30 Minuten später beginnen, da das überraschende Einsetzen von Schneefall Mitte Dezember für ein kleines Verkehrschaos sorgte. So hatte ich noch genügend Zeit mit Christian Roth von American-Sports.info, der wieder auf Bilderjagd ging, zu sprechen, ehe ich mich auf meinen kuschligen Stehplatz begab und auf den Beginn des Spiels wartete.

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Quelle: american-sports.info

Zum ersten Drittel:

Dass das Spiel durchaus interessant werden sollte, zeigte sich bereits in der ersten Spielminute. Die Löwen wollten druckvoll beginnen und sich die ersten Chancen erspielen. Daraus wurde jedoch nicht viel, denn der erste Angriff endete mit einem Befreiungsschlag, der auf halblinker Position von einem Angreifer der Nauheimer aufgenommen und zum 0:1 im Netz der Löwen untergebracht wurde. Ganze 47 Sekunden dauerte es also bis zum ersten Tor in dieser Partie.LFECN101217 (7 von 39)

Während die Löwen fast im direkten Gegenzug den Ausgleich hätten erzielen können, es aber verpassten, zeigten beide Mannschaften gute Szenen in der Offensive. Eine Strafe gegen die Frankfurter bremste die Bemühungen ihrerseits jedoch aus und so mussten sie in Unterzahl agieren. Diese spielten die Nauheimer sehr gut aus und kamen schlussendlich auch zum schnellen Torerfolg. So hieß es nach noch nicht einmal fünf Minuten 0:2 aus Frankfurter Sicht.

Während sich die roten Teufel nun etwas zurückzogen, versuchten die Löwen nun mit ihrer Offensive den Spielstand zu ändern. Doch, wie bereits in den letzten Spielen schon gesehen, wurde zu kompliziert gespielt, sodass viele Chancen gar keinen Abschluss fanden oder einfache Beute für den Torhüter waren. Zudem arbeitete die Nauheimer Verteidigung sehr solide und hielt die Löwen von Großchancen ab. Doch bei einem kleinen Chaos und gutem Passspiel der Frankfurter, rutschte der Schuss durch die Beine des Nauheimer Torwarts und da stand es nur noch 1:2. Ein etwas glückliches Tor, aber der Puck war drin.LFECN101217 (12 von 39)

Die folgenden Minuten waren geprägt von Frankfurter Angriffsversuchen und guten Nauheimer Angriffen und Kontern. Das änderte sich knapp fünf Minuten vor Drittelende, als ein Spieler von Bad Nauheim mit großem Tempo in die Bande krachte. Was genau passiert ist, konnte ich nicht sehen, aber allein der dumpfe Knall und wie der Spieler auf dem Eis lag, weckte in mir Besorgnis. Bei aller Rivalität wünscht oder erhofft man sich keine schwerwiegende Verletzung bei einem Menschen. Glücklicherweise konnte er wieder aufstehen und das Eis selbst verlassen. Bis zum Drittelende mussten die Frankfurter nun in Unterzahl agieren, konnten diese Phase aber unbeschadet überstehen und hätten beinahe sogar noch den Ausgleich geschafft. Bad Nauheim spielte diese Überzahl etwas behäbig und kam nicht zu größeren Chancen. Nach Ablauf der Strafe war dann auch das erste Drittel zu Ende.

Zum zweiten Drittel:

Während sich die Frankfurter weiter in der Offensive übten und Chance um Chance auf den Ausgleich vergaben, entstanden in der Defensive Löcher wie in einem Schweizer Käse. Dass die Nauheimer diese Einladungen nicht annehmen, lag auch mit am Torwart der Löwen, aber womöglich eher am Überraschungsmoment der Chancen, die sich boten.

In einer Überzahlsituation sah man bei den Frankfurtern Licht und Schatten, aber sie kamen zum Ausgleich, welcher gefeiert wurde. Aber dieser Ausgleich hatte lediglich 9(!) Sekunden Bestand.  Die Löwen vergaßen anscheinend, dass das Spiel weitergeht und boten dem Angreifer aus Nauheim nur sporadischen Geleitschutz, der mit einem wuchtigen Schuss in den Winkel die 3:2 Führung für Bad Nauheim und somit den vorherigen Spielstand wiederherstellte. Das was sich die Löwen im Angriff mühsam erarbeiteten, wurde hinten durch Gedankenlosigkeit und der mittlerweile gewohnten Lethargie wieder zu Nichte gemacht.LFECN101217 (23 von 39)

Weiter ging es mit dem selben Bild: Frankfurt im Angriff und Nauheim beim Kontern. Wobei sich die Frankfurter im Vergeben von Chancen aufgrund der teilweise zu komplexen Spielweise selbst Steine in den Weg legen. Das wäre nicht ganz so dramatisch, wenn die Defensive und der aufgestellte Torwart auf der Höhe wären, aber das ist in den letzten Heimspielen immer wieder als ein großes Defizit aufgefallen.

Kurz vor Ende des Drittels gab es noch eine Strafzeit gegen die Löwen, in welcher das 2:4 fiel. Dabei wurde das Tor mit freundlicher Mithilfe eines Verteidigers der Löwen erzielt, der ungewollt eine mustergültige Vorlage auf den Nauheimer Stürmer spielte, welcher sich die Ecke des Tores nahezu aussuchen konnte.

Mit diesem Zwischenstand ging es dann in die zweite Pause und viele Löwenfans hatten fragende Gesichter, was denn aus den offensivstarken Löwen geworden ist, die man noch vor einigen Wochen bejubeln konnte.

Zum dritten Drittel:

Der Torwart bei den Frankfurtern wurde gewechselt. Dies ist seit ein paar Wochen schon eine feste Tradition. In diesem Drittel hatte Frankfurt das Heft in der Hand während Bad Nauheim, nach dem Verlust von zwei Spielern, auf dem Zahnfleisch lief. Zumindest hatte es diesen Anschein. Die Löwen agierten nun konzentrierter und zeigten in diesem Drittel eine geschlossen gute Leistung.LFECN101217 (27 von 39)

Warum sie damit erst im letzten Drittel angefangen haben, bleibt ein Rätsel. Offensive und Defensive zeigten sich nun von ihrer Paradeseite, während die sich bietenden Chancen erneut versiebt wurden. Zwar fielen die Tore zum 3:4 und zum 4:4 binnen der ersten zehn Minuten dieses Drittels, aber danach ließ der Offensivdrang etwas nach und die Chancen wurden abermals liegen gelassen. Wenige Sekunden vor Schluss hätte sogar noch das 5:4 fallen können, aber auch diese Großchance blieb ungenutzt. So endete die reguläre Spielzeit mit 4:4. Die Overtime musste also her, um einen Sieger zu finden.

Zur Overtime:

Viel ist da nicht passiert. Beide Mannschaften agierten bei 3vs3 mit äußerster Vorsicht aus der Defensive heraus und neutralisierten sich häufig. Die Minuten verstrichen ohne größere Ereignisse und damit brachten auch die zusätzlichen fünf Minuten keine Entscheidung. Das letzte Mittel, um einen Sieger zu finden, musste nun durchgeführt werden.LFECN101217 (32 von 39)

Zum Penalty-Schießen:

Das Ganze ist ein bisschen Können und ein bisschen Glücksspiel. Letztlich trafen zwei Bad Nauheimer, während die Frankfurter bei drei Möglichkeiten nur einmal trafen. Somit ging der dritte Punkt an Bad Nauheim.LFECN101217 (37 von 39)

Letztlich war das Unentschieden nach der regulären Spielzeit völlig in Ordnung. Bad Nauheim hat die sich bietenden Chancen besser genutzt und Kapital daraus geschlagen, während Frankfurt momentan bis zu 40 Minuten braucht um in ein Spiel zu finden.

Löwen Frankfurt – EC Bad Nauheim 4:5 n.P (1:2, 1:2, 2:0, 0:0, 0:1)

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