Ein knappes Ding zwischen der Frankfurter Universe und dem amtierenden deutschen Meister aus Schwäbisch Hall. Hitze und Spannung – mein Bericht zum Spiel vom 05.08.2018

Wieder ein heißer Tag, wieder ein Footballspiel. Es war zwar nicht ganz so heiß, wie noch einen Tag zuvor in Mannheim, aber alles über 30 Grad ist für mich Hitze. Aber so ein Spiel darf man sich nicht entgehen lassen, denn es war DAS Spiel der GFL Süd. Die beiden Top Teams trafen aufeinander. Wen interessiert da noch das Wetter, wenn es um Platz 1 in der Gruppe geht?

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Universe Cheerleader 05.08.2018

Frankfurt Universe vs. Schwäbisch Hall Unicorns 05.08.2018

Aber zuerst hieß es ankommen und die gewohnte Begrüßungsorgie abhalten. Mittlerweile, nach einem Jahr, kennt man doch mehr Leute, als man glaubt. Immer die gleichen Nasen. Aber es gibt dann doch immer wieder etwas Neues, auch wenn man meinen könnte, dass dies gar nicht möglich ist.

Zunächst fiel mir eine Person auf, neben der ich bereits am Vortag in Mannheim häufiger stand. Ebenfalls auch mal kurz „Hallo“ sagen und feststellen, dass es sich um einen Spieler der Unicorns handelt. Leider konnte ich ihn nirgendwo im Roster der Unicorns finden, deswegen weiß ich einfach nicht, wer er ist. Die Nummer, die er mir nannte, passt laut Roster auch nicht. Vielleicht löst sich dieses Rätsel noch mit der Zeit auf.

Das war aber noch nicht alles, was vor dem Spiel passierte. An diesem Spieltag war ich früh genug zugegen, um mir auch die Show der Cheerleader anzusehen, die wirklich toll aussah. Aufführung und Mädels natürlich gleichermaßen. Es ist schon bemerkenswert, dass sie für jedes Spiel etwas Neues auf Lager haben. „Standard“ gibt es nur an der Sideline, aber selbst da sind ihre einstudierten Choreos sehr abwechslungsreich.SFUCheers050818-9

In diesem Beitrag steht Cheerleaderin Sonja stellvertretend für die große Truppe, die die Universe Cheerleader sind. Wie viele sind es eigentlich mittlerweile? Um die 50? Wenn mal wirklich alle da wären, käme das wahrscheinlich hin. Jedenfalls ist Sonja keine der jüngsten der Damen und ihr tatsächliches Alter hätte ich auch nie erraten, nicht mal im Ansatz geschätzt. Nein, ich verrate es nicht, selber erfragen (was man als Gentleman aber nicht macht). Dass sie in den Fokus rückt, hat eine kleine Vorgeschichte. Es ging dabei um Bilder und das Dasein einer Cheerleaderin, nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht noch den ein oder anderen Schminktipp von ihr für mich, aber das vertiefen wir mal nicht.

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Sonja

Sonja, wie auch alle anderen Damen, haben an Spieltagen natürlich viel zu tun. Vom Styling bis hin zur Autogrammstunde über eine kleine Aufführung und dem Bereitstehen für Bilder mit großen und kleinen Fans, muss alles untergebracht werden. Und dabei beginnt ein Spieltag für die Damen sehr früh, so zumindest mein Informationsstand.

Aber trotz der relativ wenigen Zeit, sind die Damen zumeist guter Laune und freuen sich, dass ihnen auch außerhalb der Tanzaktivität viel Aufmerksamkeit zu Teil wird. Ich persönlich meine, dass das Lächeln, was alle beim Schreiben der Autogramme zeigen, nicht gespielt ist. Und wenn gerade kein allzu großer Andrang herrscht, kann man auch mit ihnen ein paar nette Worte wechseln. Das kurze Gespräch über Frisuren, Styling, Make-Up, sowie dies und jenes war schon sehr angenehm und bestätigte meinen Eindruck, den ich von ihr hatte: sympathisch, freundlich und offen.

Dann gab es noch ein kleines Highlight, denn bisher hatte ich noch keine einzige Autogrammkarte der Damen. Bis jetzt. Natürlich war nun jene von Sonja die allererste Cheerleader Autogrammkarte meines Lebens. Fantastisch! Aber auch von Astrik, Anna, Vinni und Anja ließ ich mir welche geben.

Man könnte wohl jetzt behaupten, dass ich mir nur jene meiner persönlichen „Favoritinnen“ habe geben lassen, aber nein. Alle Mädels sind toll. Aber auf der anderen Seite möchte man(n) auch nicht zu aufdringlich wirken. Ich bin doch schließlich schüchtern.

Erkennt man anhand der Autogrammkarten, welche der Damen meinen Blog (PadmanPL) kennt?Autogrammkarten-1

Anschließend war ich dann auch mal auf meinem Plätzchen und habe mich eingerichtet. Schön im Schatten auf der Tribüne. Von dort aus konnte ich mir dann die Pre Game Show der Massen an Cheerleadern ansehen, denn nicht nur die Universe Cheerleader und die Stunt Cheerleader waren zugegen, es gab auch Gastdamen, wenn man so sagen möchte, aus Wölfersheim. Die Red Angels Cheerleader wurden integriert und es sah, auch aus der Ferne, wirklich toll aus.SFUCheers050818-27

Normalerweise geht es im Anschluss direkt weiter mit der Vorstellung und dem Einlauf der Gäste, aber an diesem Tag war noch so viel Betrieb an der Tageskasse, dass der Spielstart um 15 Minuten nach hinten verlegt wurde. Insgesamt kamen 3.017 Zuschauer zu diesem Spitzenspiel und darunter auch sehr viele Fans aus Schwäbisch Hall. Das ist doch eher etwas selten, dass mehr als nur eine Handvoll Gäste für ein Spiel mitreisen.

Es gab zwischendurch noch eine interessante Information, die der Stadionsprecher erzählte. Die Spieler verlieren an einem Tag mit solchen hohen Temperaturen bis zu sechs Liter Flüssigkeit und dabei ist es unter dem Helm gut und gerne auch mal bis zu 80 Grad(!) heiß. Hirn Medium sage ich da mal.

Dann ging es aber auch mal los und das Spiel konnte beginnen. Der erste Frankfurter Drive endete tatsächlich mit einem Touchdown. Timothy Thomas konnte den Ball auf der rechten Seite fangen und in die Endzone bringen. Doch der Zusatzpunkt wurde vergeben, da die Haller Verteidigung blocken konnte.SFUSHU05082018-17

In der Folge sah man, dass sich beide Mannschaften sehr gut aufeinander eingestellt haben und insbesondere das Laufspiel unterbinden konnten. Wenn es dann mal doch klappte, ging es aber nicht weit. Das galt für beide Seiten.

Insbesondere die Defense der Universe zeigte sich hellwach und ließ auch Pässe nicht ankommen. Ein hoher Kraftaufwand, der sich bis dahin aber lohnte. Doch wieder gab es, wie zuletzt beim Eurobowl, ganz unnötige Strafen bei eigenem Ballbesitz. Dies hatte in der ersten Hälfte des Spiels zwar keine Folgen, aber anstelle von möglichen Punkten endete dieser Drive mit einem Punt.SFUSHU05082018-31

Etwas später, bereits im zweiten Viertel, gab es die Chance für einen Touchdown, dem eine Interception vorausging. Doch es gelang der Offensive nicht den Ball in die Endzone zu bringen und das bei nur einem Yard bis in selbige. Es ging sogar zurück, denn Halls defensive ließ sich davon nicht beeindrucken. So kam es, dass es nur für ein Field Goal zur 9:0 Pausenführung reichte.

Bis hier hin kamen die Gäste kaum zur Geltung und hatten noch keine Lösung für die überragend geführte Verteidigungsarbeit der Hausherren.

Doch in der zweiten Hälfte wendete sich das Blatt völlig. Entweder hatte die erste Halbzeit zu viel Kraft bei den Frankfurtern gekostet oder die Trainer der Gäste hatten sehr gut analysiert und ihr Spiel umgestellt.

Es waren gerade einmal 1:15 im dritten Viertel gespielt, als die Haller mit einem sehr guten Pass auf den freistehenden Jannis Fiedler zum Touchdown kamen. Da war die Defensive aus Frankfurt nicht mehr auf der Höhe und konnten die Punkte nicht verhindern. Schnell stand es 9:7 und das Spiel wurde nun so richtig spannend.SFUSHU05082018-47

Durch einen weiteren individuellen Fehler auf Frankfurter Seite, mussten sie den Ball aus der eigenen Endzone heraus punten, was für die Gäste ein gefundenes Fressen war. Schwupps standen sie wieder nahe an der Endzone, doch mehr als ein Field Goal sprang nicht dabei heraus. 9:10 war nun der Spielstand. Die Gäste hatten das Spiel gedreht und nun Oberwasser.

Mit weiteren Punts verlief das Spiel bis in das vierte Viertel. Ein verunglückter Punt brachte die Gäste erneut kurz vor die Endzone. Nun wurde es taktisch und es gab viele Auszeiten. Die Gäste wollten das Spiel nun entscheiden, aber kamen nicht zum erhofften Touchdown. Auch der erneute Versuch eines Field Goals schlug fehl. Es blieb beim 9:10 aus Frankfurter Sicht, die nun ihre Offensive zum Laufen bringen mussten, wollte man nochmal punkten.

Aber auch dieser Angriff wurde sehr gut verteidigt, sodass wieder einmal ein Punt herhalten musste. Die Zeit lief dabei gnadenlos herunter und ich fragte mich, ob der vergebene Extrapunkt nun zum Zünglein an der Waage werden sollte. Dieser eine Punkt.SFUSHU05082018-53

Gerade einmal 66 Sekunden vor Spielende bekamen die Frankfurter den Ball für einen weiteren Drive, welchen sie aber fast aus der eigenen Endzone heraus beginnen mussten. Dies lief aber mehr als unglücklich ab, denn die Gäste aus Schwäbisch Hall verteidigten so druckvoll, dass es zu einer Safety und zwei weiteren Punkten für sie kam. 9:12 und Frankfurt musste auch noch den Ball abgeben.

Dass der Meister die letzten Sekunden herunterlaufen ließ, war reine Formsache. Und so gewannen sie dieses denkbar knappe Spiel mit 12:9. Dabei wird das Geheimnis für diesen Sieg in der Kabinenansprache zur zweiten Halbzeit zu finden gewesen sein.

Wieder war es ein Spiel auf Augenhöhe mit dem schlechteren Ausgang für die Universe. Es sind immer noch die Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen. Viel fehlt nicht mehr und noch ist genügend Zeit, dieses letzte Bisschen aus der Mannschaft heraus zu kitzeln.

Ein heißer Tag und ein Footballspiel bei den Einhörnern in Schwäbisch Hall. Bericht zum Spiel zwischen den Schwäbisch Hall Unicorns und den Marburg Mercenaries vom 30.06.2018

Kaum Wolken am Himmel aber dafür Sonne satt. Hitze pur in der Sonne und doch machten wir uns in einem klimatisierten Auto auf den Weg nach Schwäbisch Hall. Wir, das sind Marc Junge (https://all-about-football.de/) und Christian Roth (https://american-sports.info/), wollten uns an diesem Tag das GFL Süd Spiel zwischen Schwäbisch Hall und den Mercenaries aus Marburg ansehen. Zwar liegt der Ort nicht gerade um die Ecke, aber den aktuellen Meister der GFL sollte man sich doch schon mal angesehen haben.

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Vor Ort angekommen, nach einer Fahrt mit einigen Umwegen, gestaltete sich zunächst die Suche nach einem Parkplatz als ein interessantes Unterfangen. Aber nur eine Nebenstraße weiter hatten wir das Glück parken zu können. Also auf zum Stadion, auf zum Meister. Endlich angekommen wurden wir schon freundlich empfangen und überhaupt sind die Menschen aus der Gegend scheinbar generell sehr freundlich. Dieser Eindruck bestätigte sich am Eingang, im Fanshop und auch sonst überall.

Nun mussten wir unser Equipment irgendwo abstellen und haben dafür einen Platz auf der Seite der Marburger gefunden, die langsam aber sicher zu einem sehr festen Bestandteil unserer Spielbesuche werden. In Gesprächen mit den Betreuern der Mannschaft als auch einigen Fans, kam der Begriff „Multifans“ in unsere Richtung. Der Begriff kann einen schon zum Schmunzeln bringen, denn es ist wahrlich so, dass wir Sympathien für mehrere Vereine im American Football hegen. In dieser Sportart ist das auch ohne weiteres möglich, schließlich steht der Sport im Vordergrund.

SHUMM300618-3So verging die Zeit bis zum Einlauf beider Mannschaften, denn Cheerleader kann man in Schwäbisch Hall nicht mehr bewundern, da diese abgeschafft worden sind. Irgendwie schade, schließlich gehören sie doch absolut zum Football dazu. Doch dann kamen beide Mannschaften auf das von der Sonne geflutete Spielfeld. Applaus und Jubel waren bei den knapp 2.000 Zuschauern schon groß und unter ihnen befanden sich auch viele Marburger. Man hatte das Gefühl, dass in Schwäbisch Hall der ganze Ort im Stadion versammelt sein könnte. Aber nun, der Ort ist dann doch noch einiges größer als es Platz im Stadion gibt.SHUMM300618-9

Das Spiel konnte nun losgehen und zu beneiden waren die Spieler definitiv nicht. Die Sonne brannte geradezu vom Himmel herunter und ich fühlte mich auch nicht besonders wohl in dieser brütenden Hitze.

Zu Anfang ging es noch und ich sah ein Spiel, das schleppend begann. Die Offensivbemühungen dauerten lange. Marburg hatte dabei den ersten Angriff im Spiel, der mit einem Punt beendet werden musste, da sich die Verteidigung der Unicorns nicht überlisten ließ. Im Gegenzug führte der erste Angriffsversuch der Hausherren auch gleichzeitig zu den ersten Punkten. Aber auch dieser Drive dauerte seine Zeit. Erst gut drei Minuten vor Ende des ersten Viertels kamen die ersten sieben Punkte auf die Anzeigetafel. Ob es der Hitze geschuldet war, oder den beiden Verteidigungsreihen, kann ich nicht genau sagen.

Während sich die Marburger im Gegenzug wieder nach vorne arbeiteten, bin ich von der Sonnenseite auf die Schattenseite des Spielfelds entschwunden. Die große Tribüne warf glücklicherweise genügend Schatten, der bis an den Spielfeldrand reichte. Auf meinem Weg dorthin bot mir ein Fan sogar Sonnencreme an. Nun, im Schatten brauchte ich diese dann nicht, aber schon sehr nett die Footballfreunde überall.

Im Schatten fühlte ich mich gleich besser und konnte die kämpfenden Marburger sehen, die ihrerseits zu Beginn des zweiten Viertels zu einem Touchdown kamen. Aber der Extrapunkt wurde geblockt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Jedenfalls war das Spiel zunächst eng und das spiegelte sich auch auf dem Feld bisher so wieder.SHUMM300618-25

Doch nun kam die Zeit der Hausherren, deren Offensive sich beinahe fehlerlos zeigte und nur wenige Pass- und Laufversuche brauchte, um zwei weitere Touchdowns mit dem jeweiligen Extrapunkt auf das Tableau zu bringen. Zwischendurch zeigte auch die Defensive erneut, dass sie durchaus ein Mittel gegen Silas Nacita gefunden hatten. Beziehungsweise gegen seine Lauf- und Passversuche. So zeigte sie sich auch im folgenden Angriffsversuch als standhaft.

Nicht ganz so standhaft, besser gesagt ballsicher, zeigte sich Halls Quarterback für einen Moment, der den Ball bei einem Laufversuch verlor und damit den Weg für einen weiteren Marburger Touchdown ebnete. Erneut war aber der Extrapunkt nicht gut, womit die marburger nur die 12 Punkte für beide Touchdowns auf der Anzeigetafel hatten. Kurz darauf war dann auch Halbzeit und aus der Sicht der Heimmannschaft stand es 21 zu 12.

Während der Pause wollte ich mir dann etwas zu trinken holen. Das läuft in Schwäbisch Hall etwas anders ab, als zum Beispiel in Frankfurt. Denn hier muss man zunächst an eine Kasse, damit man das, was man haben möchte, bereits bezahlen kann. Dafür erhält man einen Bon, den man an der entsprechenden Ausgabe – also ob Essen oder Getränke – einlösen kann. Ein bisschen umständlich, wenn viel los ist, wie ich finde. Aber auf der anderen Seite erhält man tatsächlich Glasflaschen, bzw. Gläser, ausgehändigt. Das ist durchaus nicht Gang und Gebe. Schon dann nicht, wenn man an die Sicherheit denkt und an das, was man damit anstellen könnte. Es ist aber auch gleichzeitig ein sehr großer Vertrauensbeweis in die Fans des Sports, denn bisher habe ich noch nicht gehört, dass in Schwäbisch Hall Flaschen geflogen wären. Also wirklich ein sehr großer Vertrauensbeweis von Seiten des Vereins. Dafür sind die Getränke gekühlt und gut, auch das Essen war sehr lecker. Ich selbst habe zwar nicht gegessen, aber Christian hat sich doch einen Burger gegönnt, den man selbst belegen kann. Das hat er auch gemacht und nach seiner Aussage war dieser vorzüglich – also eine klare Essensempfehlung von ihm hierfür. Übrigens sind die Fleischerzeugnisse, die zum Verkauf angeboten werden, von heimischen Erzeugern. Daume hoch hierfür.

Anschließend ging auch schon das Spiel weiter. Die kurze Halbzeitpause verflog einfach. Zwar brannte die Sonne mittlerweile nicht mehr ganz so extrem, aber ich blieb dann doch lieber auf der Schattenseite. Ich wollte nach dem Spiel nicht unbedingt „gut durch“ sein.

Schwäbisch Hall startete gut in die zweite Hälfte und sie kamen auch direkt wieder nahe an die Endzone. Doch dieses Mal hielten die Marburger gut dagegen und erlaubten lediglich die Chance auf ein Field Goal, das die Unicorns zur 24 zu 12 Führung nutzen konnten. Doch aufgeben liegt den Marburgern nicht und sie spielten ihre Offensive gut aus und profitierten von einem kleinen Stellungsfehler der Haller Hintermannschaft und kamen tatsächlich mit einem weiteren Touchdown und dem ersten verwandelten Extrapunkt auf 19 zu 24 heran. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass die Marburger durchaus eine Chance haben könnten, wenn keine Fehler passieren würden.SHUMM300618-21

Der folgende Angriffsdrive der Unicorns konnte aber nicht gestoppt werden, sodass sie zu Beginn des vierten Quarters einen weiteren Touchdown zum 31 zu 19 erzielen konnten. Die nächste Szene im Angriffsspiel der Marburger wurde zur Schlüsselsituation in diesem Spiel. Ein langer Pass von Nacita erreichte seinen Receiver, der den Ball auch fing. Doch als alle Spieler wieder mit den Füßen auf dem Boden waren, hatte auf einmal ein Haller den Ball in seinen Händen und konnte sogar noch ein gutes Stück in Richtung der Marburger Endzone laufen. Der folgende Touchdown war dann reine Formsache. 38 zu 19 stand es nun und in der Folge sah man, dass bei den Marburgern die Luft draußen war. Sie wehrten sich noch tapfer und verhinderten sogar noch einen weiteren Touchdown, während der Versuch eines weiteren Field Goals der Haller misslang. Den letzten Angriff, gut zwei Minuten vor Ende, knieten die Marburger bis zum Auslaufen der Uhr ab. Und damit endete auch das Spiel mit 38 zu 19 für Schwäbisch Hall.SHUMM300618-53

Es war ein gutes Spiel, das steht außer Frage. Sicherlich hat die Hitze ihren Teil dazu beigetragen, dass das Spiel hier und da ein bisschen Träge verlief. Doch die von Verletzungen und Ausfällen geplagten Marburger haben gut gekämpft und durchaus ein akzeptables Ergebnis erzielen können. Vielleicht haben sie Glück, dass zur entscheidenden Phase wieder einige Spieler an Bord sind.

Nach dem Spiel durften wir uns sogar noch die kleine Pressekonferenz mit beiden Trainern in der Business Lounge ansehen und anhören. Es gab aber meines Erachtens nichts Besonderes bei den Aussagen. Es wurde sich beglückwünscht, das Spiel analysiert und festgestellt, dass Schwäbisch Hall noch eine Nummer zu groß für Marburg war, die aufgrund ihrer Ausfälle auch nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Für mich ist Silas Nacita übrigens noch immer der MVP dieser Saison.

Es war ein schöner Spätnachmittag im Schwabenland mit einem guten Footballspiel. Der Spielort ist jedenfalls sehr angenehm für ein diesen Sport. Die Tribünen sind nicht zu groß oder zu klein und auch die freundliche Atmosphäre lädt für einen weiteren Besuch bei den Einhörnern ein.

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