Fee. mit Band beim STOFFEL – Stalburg Theater offen Luft – im Günthersburgpark Frankfurt am Main. Konzertbericht vom 01.08.2018

Sommer, Sonne, ein kleines Festival in Frankfurt und dazu eine wundervolle Musikerin mit Band: Fee.

Wem lesen zu anstrengend ist, gelangt mit einem Klick zu den Bildern:

Fee beim STOFFEL Stalburg Theater offen Luft am 01.08.2018 in Frankfurt

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Was genau ist nun dieses STOFFEL eigentlich?

Der Name ist schnell erklärt, denn dieser setzt sich wie folgt zusammen „Stalburg Theater OFFEn Luft“ – die Großbuchstaben zusammengefügt ergeben STOFFEL.

Auf der Bühne finden nicht nur feine musikalische Acts statt, sondern auch Kabarett, Lesungen, sowie Theaterstücke, die auch für Kinder sind. Ein abwechslungsreiches kulturelles Programm für Jung und Alt, das es dort gibt. Jeder kann hin, jeder kommt rein, denn der Eintritt ist völlig kostenlos.

Abgesehen von einer schicken kleinen Bühne, auf der die Künstler ihr Können unter Beweis stellen, gibt es natürlich auch Speis und Trank, sowie Dixi WCs. Viele Tische und Bänke sind aufgestellt und diese sind sogar überdacht. Aber man kann sich auch einfach irgendwo auf der Wiese breitmachen und sich von der Sonne kross braten lassen.

Während der künstlerischen Darbietungen laufen auch Personen mit roten Eimern durch die Gegend. Nein, keine neue unnötige „Ice Bucket Challenge“, sondern Spendentöpfe, besser gesagt Spendeneimer. Da kann jeder Besucher seinen Obolus (nicht Obelix) einwerfen und damit zur Erhaltung des schönen kleinen Festivals beitragen.

Fee Stoffel FFM 01.08.2018-5Dann war es auch schon 20 Uhr und die Band um Fee, als auch sie selbst, kamen auf die Bühne und das unter dem Applaus der vielen Gäste, die sich vor der Bühne versammelt hatten. Wie viele es waren? Gute Frage, nächste Frage. Ich würde durchaus auf 500 Menschen tippen, die standen, saßen oder lagen.

Kann man Fee in wenigen Worten beschreiben? Aber natürlich kann man das: talentiert, charismatisch, engagiert, bodenständig, sympathisch und bildhübsch.

Bereits von Beginn an hatte sie, zumindest von den vorderen Reihen, die volle Aufmerksamkeit. Aber während der ersten beiden Songs schaffte sie es mit ihrer natürlichen und, wie ich finde, charmanten ehrlichen Art noch mehr Menschen für sich zu begeistern und in gewisser Weise um den Finger zu wickeln. Dies lag aber auch an ihrem Gesang, der Musik und an ihrem Lächeln, das der Sonne durchaus Konkurrenz machen kann.

Fee Stoffel FFM 01.08.2018-20Während dem zweiten Song begann es leicht von oben zu tröpfeln, aber ein richtiger Schauer entwickelte sich nicht. Es passte irgendwie dazu, dass dieser leichte Wetterumschwung für ein kleines Missgeschick sorgte, denn auf einmal waren Text und Akkorde direkt zu Beginn des dritten Songs weg. Einfach nur menschlich und passieren kann das jedem. Auf die Frage in die Zuschauer, ob jemand den Text oder die Akkorde spontan kennen würde, konnte auch keiner antworten. Sie hat es aber wundervoll rübergebracht, sodass man ihr deswegen gar nicht mal böse sein konnte oder irgendetwas Anderes in der Form. Nun gut, ihre Band hatte ein klein wenig Schadenfreude. Siehe Bild.

Also was macht man, wenn gerade ein kleiens Textproblem besteht? Man macht einfach weiter und erfreut sich an dem schönen Regenbogen, den das Tröpfeln hervorgebracht hat.

Was man insgesamt während ihres Auftritts sehen und bemerken konnte, war ihre offene Art mit dem Publikum umzuegehen und natürlich auch das musikalische und gesangliche Talent, das sie hat.

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Ganzheitlich betrachtet ist ihre Musik ruhig und in Kombination mit der Band durchaus rockig. Es bleibt aber überwiegend bei einem eher softeren Rock, der insbesondere durch seine schönen Texte hervorsticht. Die Texte beziehen sich auf das Leben und sind manchmal fröhlicher, aber manchmal eben auch melancholischer und etwas traurig. Diese Emotionen überträgt sie auch sehr gut in die Songs, sodass melancholische Lieder auch von der Stimmlage her eher mit ruhigerer und etwas leiserer Stimme gesungen werden.

Ich persönlich finde, dass ihre Musik durchaus Alt und Jung erreicht. Sie ist sogar eine sehr schöne Abwechslung für Menschen wie mich, die sich zumeist im Bereich des Schwermetalls (Heavy Metal) befinden. Die deutschen Texte sind natürlich eine ideale Unterlegung zur Musik.

Während des Auftritts hat sich insbesondere der Bassist als Stimmungsmacher hervorgehoben, der einige Male das Mitklatschen angestimmt hatte und nebenbei sein Haar durch die Gegend warf. Fee Stoffel FFM 01.08.2018-37

Musik, eine Sängerin, sowie eine Band, die Musik lieben und leben und damit begeistern. Das ist Fee.

Augen schließen und genießen funktioniert bei den Liedern auch wunderbar, doch dann könnte man die Mimik von Fee verpassen, bei der man ihr den emotionalen Anteil der Musik und Texte ansieht. Auch sie schließt gelegentlich die Augen, schaut verträumt in die Ferne oder legt Energie und Kraft in die Stimme. So wird es auch nicht langweilig und wenn man sich darauf einlässt, vergeht die Zeit leider viel zu schnell.

Fee Stoffel FFM 01.08.2018-31Kurz stand die Gute auch mal für einige rein akustische Songs alleine auf der Bühne, ehe die Band während eines Songs dazukam und aus einem ruhigen Akustikstück ein rockiges machte. Dieser Moment war so genial, dass man auch sagen könnte, er hatte die Zuschauer wieder aufgeweckt.

Ja, wie?! Auftritt vorbei? Nein, das wollten die Zuschauer nicht und bestellten sozusagen gleich zwei Zugabesongs. Ergo kamen die Musiker auch zwei Mal zurück auf die Bühne. Bei dem vielen Applaus hatten sie auch keine andere Möglichkeit – der Applaus war übrigens wohl verdient.

Dann war aber wirklich Schicht im Schacht, aber auf der Bühne wurden von Fee noch Fanartikel und CDs verkauft, die auch signiert wurden. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen und nahm auch gleich ein Album mit. So kann ich die schöne Musik zur Entspannung auch zu Hause oder unterwegs hören und signierte Alben sind sowieso unbezahlbar.

Fannähe zeigte sie damit und so fand sie sich in in Unterhaltungen mit ihren Fans wieder. Eine sehr sympathische Sache, gerade in der heutigen Zeit. Ich finde, dass dies ihre Bodenständigkeit sehr gut gezeigt hat. Eine junge Frau mit Charme und Talent, die das wichtigste Element in ihrem Künstlerleben nicht vergisst: die Fans.

 

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Konzertbericht zu Sunrise Avenue vom 05.03.2018 aus der Festhalle Frankfurt. Ob Jung, ob Alt, ob Groß oder Klein, die Begeisterung der Fans war nicht zu überhören.

Die Frankfurter Festhalle war bereits sehr gut gefüllt als ich ankam. Ob Innenraum, erster Rang oder zweiter Rang, überall waren Menschen. Das war schon ein sehr schönes Bild. Wie viele wohl insgesamt an diesem Abend anwesend waren? Das lässt sich wohl nur schätzen, aber, wenn man die Ränge und den Innenraum zusammennimmt, dann könnten es um die 9.000 bis 10.000 Menschen gewesen sein, die sich versammelt hatten um der finnischen Band zuzujubeln.

Doch zunächst stand jemand anderes auf der Bühne. Tim Kamrad mit seiner Band war es, der den Abend schon vor 20 Uhr eröffnete. Wann genau er begonnen hat, kann ich nicht sagen, da er schon aktiv auf der Bühne war, als ich die Festhalle betrat.

Stilistisch waren die drei Songs, die ich noch hören konnte auch in Richtung Pop-Rock, so dass es sich sehr gut als Aufwärmprogramm zu Sunrise Avenue geeignet hat. Nun gehöre ich doch eher zu den Menschen, die es einige Spuren härter mögen. Zur Abwechslung darf es aber auch gerne mal ein bisschen ruhiger zugehen. Dem Großteil der Anwesenden gefiel die Darbietung von Tim Kamrad sehr gut, was durch den großen Applaus nach seinem Auftritt, bestätigt wurde.

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Ich habe mir zu Hause das ein oder andere YouTube Video von Tim Kamrad angesehen und angehört, um mir nochmal einen anderen Eindruck zu verschaffen. Dabei muss ich wirklich sagen, dass es bei dem Live Auftritt doch etwas peppiger und rockiger zugeht, als bei den Videos. Allein durch das Ansehen der Videos würde ich eher nicht zu einem Konzert von Tim Kamrad gehen, da es mehr Pop als Rock ist. Hingegen war der der Live Auftritt mit den Songs, die ich hören konnte, deutlich rockiger und lässt mich durchaus überlegen, ob ich nicht im September zu seinem Konzert in der Batschkapp gehe.

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Nach dem Auftritt von Tim Kamrad begann das große Warten auf die Finnen um Frontmann Samu Haber, der in Deutschland insbesondere durch seine Jurorentätigkeit bei „The Voice of Germany“ große Bekanntheit genießt.

Ich nutzte die Zeit um mich ein wenig in der Festhalle umzusehen, herumzulaufen und eine Cola zu trinken. In der Festhalle ist das immer recht einfach und sehr gut möglich sich außerhalb des Gedränges in der Mitte vor der Bühne aufzuhalten. Die Zeit verging allmählich und es war gegen 20:45 als die Lichter in der Festhalle erloschen und sich sämtliche Augen auf die Bühne richteten.

Der erste Lichtkegel fiel auf Samu Haber und schon gab es Jubel, Geschrei, Gekreische und sehr viel Applaus. Vorwiegend von den weiblichen Fans, versteht sich. Begonnen hat der musikalische Abend mit „Prisoner in Paradise“. Das war eine gute Wahl aus meiner Sicht, denn dieser Song beginnt eher ruhig und steigert sich allmählich in den typischen Pop-Rock Stil, den Sunrise Avenue haben. Was mir persönlich aber schon von Beginn an auffiel, war die Parallele zu Tim Kamrad. Denn die ersten Songs sind live deutlich rockiger und knackiger als es auf YouTube oder im Radio ist. Und das ist etwas, das mir durchaus gefällt.

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Den Fans gefiel es sowieso und so war es auch nicht weiter verwunderlich, dass stets von selbst mitgesungen und mitgeklatscht wurde. Selbst ich, der die Texte kaum kennt, konnte mir die Refrains recht schnell merken und mitsingen. Insbesondere beim Song „I help you hate me“ war aus meiner Wahrnehmung am meisten Mitsingen zu hören.

Aber auch auf der Bühne gab es immer wieder Bewegung und Leben. Natürlich haben hier die Lichteffekte und die fünf Bildschirme ihren Teil dazu beigetragen. Dort lief entweder das entsprechende Musikvideo im Hintergrund, oder auch mal ein schönes Karussell. Die meiste Zeit aber wurden die Musiker in schöner Großaufnahme gezeigt und selbstverständlich war Samu am meisten zu sehen. So hatten auch die Menschen weiter hinten etwas zu sehen und das sogar in sehr groß. Das empfinde ich als eine schöne und gut gemachte Lösung.

Samu war es übrigens auch, der immer wieder zu den Fans sprach und damit stets für Applaus, Jubel und natürlich weiteres Geschrei der Damenwelt entlockte.SunriseAvenue05032018 (9 von 11)

Während es weiter vorne eher fast nur das Mitklatschen war, bei dem mitgemacht wurde, war es weiter hinten, wo es etwas mehr Platz gab, auch so, dass sich die Fans tänzerisch gaben. Vielleicht konnte ich es weiter vorne auch nur nicht so genau sehen.

Jedenfalls ist mir durchaus aufgefallen, dass die Band einen gewissen Stil hat, den sie in fast jedem Song haben. Zumeist beginnt es eher etwas ruhiger, um sich dann nach und nach zu steigern und richtig rockig zu werden. Dabei ist es aber stets melodisch und sehr gut aufeinander abgestimmt, sodass auch ruhigere Passagen während der Songs durchaus oft vorkommen. Untermalt werden sie dann vom energiegeladenen Gesang Samus. Wie häufig er seine Gitarre gewechselt hat, konnte ich nicht mitzählen, es war aber sehr oft. Mal akustisch, mal elektrisch und von jeder Sorte auch noch mehrere Varianten. Auch nicht schlecht.

SunriseAvenue05032018 (10 von 11)Die Songs und auch der Auftritt machen als Zuschauer Spaß und Freude, denn Interaktionen mit den Fans gibt es viele. Ich empfand es nicht langweilig, sondern war von der wirklich sehr guten und überzeugenden live Performance überrascht und gleichermaßen beeindruckt. Klar, war ich mal näher an der Bühne um mehr zu sehen oder auch weiter hinten um von der tollen Akustik in der Festhalle zu zehren. Und so verging die Zeit überraschend schnell.

Das Konzert endete mit dem Titel „Fairytale gone bad“. Durchaus passend, da die ersten Worte im Text „This ist he end“ sind. Aber was wäre ein Konzert ohne Zugabe? Nachdem sich die Fans in Jubel und Applaus übertrafen, wurden noch zwei weitere Songs gespielt und so die gut 100 Minuten des Auftritts von Sunrise Avenue erreicht.

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Kurze Informationen zu Sunrise Avenue:

Genre(s):  Soft Rock, Pop Rock

Herkunft:  Espoo, Finnland

Gründung:  2002

Aktuelle Besetzung:

Gesang, Gitarre:  Samu Haber

Gitarre:  Riku Rajamaa

Bass:  Raul Ruutu

Keyboard:  Osmo Ikonen

Schlagzeug:  Sami Osala