Special Teams ausschlaggebend für den 5:1 Erfolg der Löwen Frankfurt gegen die Lausitzer Füchse

Ein weiteres Mal hatten die Löwen die Tabellenführung inne und dieses Mal war es kein Kellerkind, sondern eine Spitzenmannschaft, die zum Gastspiel in Frankfurt antrat.

Mit den Lausitzer Füchsen aus Weißwasser kam ein Gegner in die Mainmetropole, der sich, zumindest nach Tabellenplatzierung, als ebenbürtig erweisen sollte. Zumindest in Teilen des Spiels war dem auch so.

Das Spiel verfolgte auch ein altbekannter Gast in der Eissporthalle zwischen den 5.228 Zuschauern: Pat Lebeau. Mehr als den Namen muss man doch nicht sagen, oder?!

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Zu sehen war, dass die Hausherren das Spiel, wie immer, offensiv gestalteten, aber im Abschluss noch erfolglos blieben. Das hätte sich in der ersten Überzahlsituation ändern können, aber eine unglückliche Strafe beendete diese frühzeitig. Bei 4 gegen 4 schienen die Gäste etwas effektiver zu sein und spielten ihre kurze Überzahl auch gut aus. Sogar so gut, dass mit Ende der Löwen-Strafzeit auch das Tor zum 0:1 fiel.

Frankfurt blieb dennoch spielbestimmend, fand aber im ersten Drittel noch keine Antwort und hätten beinahe im zweiten Drittel das nächste Gegentor hinnehmen müssen, doch Ilya Andryukhov rettete zwei Mal kurz hintereinander mit tollen Reaktionen und beließ es bei dem einen Tor Rückstand.

Dieser Rückstand wurde kurz darauf egalisiert. Mick Köhler ließ Franzreb im Tor der Gäste keine Chance bei seinem Schuss links vor dem Tor.

Das Spiel war nun offener, beide Seiten kamen zu Chancen. Während die Löwen bei eigener Unterzahl fast den Führungstreffer erzielten, hatten die Gäste in ihrer Überzahlsituation Schwierigkeiten eine gute Schussposition zu finden. Hier zeigten die Löwen ein sehr gutes Unterzahlspiel, das aggressiv, aber nicht übermotiviert aussah.

Gut eine Minute vor Ende des zweiten Drittels nutzte Tim Schüle die Spielertraube vor dem Tor, um einen seiner starken Direktschüsse von der blauen Linie abzufeuern. Mit Erfolg. Der Puck landete zur 2:1 Führung im Netz und diese wurde in das letzte Drittel mitgenommen. Ebenso eine Strafzeit von Daniel Spang.

Aber die Unterzahl wurde zu Beginn des letzten Drittels überstanden. Dafür zeigten die Löwen einige Minuten später, wie ein erfolgreiches Überzahlspiel aussieht. Mit Druck und guten Pässen landete der Puck bei Tim Schüle, der ein weiteres Mal von der blauen Linie einnetzen konnte.

Nur eine knappe Minute später fiel das 4:1 dem eine kleine Boxeinlage zwischen Frankfurts Meisinger und Weißwassers Adam folgte. Der Punktsieg ging wohl an Meisinger, denn er bekam zwei Minuten weniger aufgebrummt, was in eine weitere Überzahlsituation für die Löwen mündete.

Auch dieses konnte erfolgreich gestalten werden, so dass die Löwen binnen 2 Minuten und 11 Sekunden drei Treffer erzielten, die das Spiel entschieden.

Zwischendurch gab es noch einen Pfostenkracher und weitere gute Chancen auf Frankfurter Seite, während sich die Gäste im Verlauf des letzten Drittels immer mehr abmeldeten und keine eigenen Akzente mehr setzen konnten.

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 5:1 (0:1 2:0 3:0)

0:1 Jordan George ( Vincent Hessler , Anders Eriksson ) EQ 11:23
1:1 Mick Köhler ( Dalton Yorke , Tim Schüle ) EQ 30:53
2:1 Tim Schüle ( Dávid Skokan , Antti Kerälä ) EQ 38:58
3:1 Tim Schüle ( Brett Breitkreuz , Dávid Skokan ) PP1 48:40
4:1 Maximilian Eisenmenger ( Kevin Maginot , Eduard Lewandowski ) EQ 49:43
5:1 Matthew Pistilli ( Dávid Skokan , Tim Schüle ) PP1 50:51

Zuschauer: 5.228

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Wichtiger 4:1 Erfolg für die Löwen Frankfurt gegen den EHC Freiburg

Vor diesem Spiel fragten sich viele, auch ich, wie sich die Löwen präsentieren würden, denn in dieser Saison hat die Mannschaft so ihre Probleme mit den Teams aus dem unterem Tabellendrittel.

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Natürlich begannen die Löwen offensiv, wie immer. Aber es fehlte die letzte Konsequenz und so konnten die Gäste, die durchaus in der Lage waren mitzuspielen, den Führungstreffer für sich verbuchen. Der Puck wurde von der blauen Linie einfach mal aufs Tor gebracht, dort stand auch jemand etwas links versetzt vor dem Tor, ein Schuss und dieser war zum 0:1 drin.

Damit schienen die Bedenken, die viele vor dem Spiel hatten, bestätigt. Aber Frankfurts Spiel wurde besser. Einsatz und Kampf waren da und die Zuspiele funktionierten auch. So war der Ausgleich zum 1:1 nur gute drei Minuten später keine Überraschung.

Ab diesem Zeitpunkt nahmen die Hausherren mehr und mehr das Heft in die Hand und erspielten sich Chance um Chance. Doch das taten sie auch schon in vorherigen Spielen gegen die Kellerkinder. Im restlichen ersten Drittel fielen zwar keine weiteren Tore, obwohl sich die Frankfurter genügend große Chancen erspielten, aber dafür zeigten sie ein durchaus körperbetontes Spiel. Die Gäste versuchten hierbei mitzumachen, zogen aber häufiger den Kürzeren.

Im zweiten Drittel wurde das Tempo durch die Löwen angezogen und das führte auch schon nach wenigen Minuten zum 2:1. Die Pässe waren für die Gäste einfach zu schnell und direkt.

War es zuvor noch das Heft, hatten die Löwen nun einen Aktenordner in der Hand und nahmen Nemec im Tor der Gäste unter Beschuss. Dass da irgendwann ein Tor fallen musste, war abzusehen und das passierte auch. Ein Abstauber, bei dem der Goalie keine Sicht hatte, ließ Spieler und Fans jubeln.

Die Chance für die Gäste wieder heranzukommen war durch zwei aufeinanderfolgende Strafen gegen die Löwen gegeben. Doch selbige verteidigten sehr aggressiv, so dass die Freiburger gar nicht zum Zuge kamen und wenn doch, waren die Schüsse leichte Beute.

Das 3:1 hielt lange Bestand. Erst kurz vor Ende, als die Freiburger eigentlich den Torwart für einen weiteren Feldspieler rausnehmen wollten, gerieten die Gäste nochmals unter großem Druck. Anstatt mit einem Mann mehr zu agieren, zogen sie zwei Strafen und waren stattdessen mit zwei Mann in Unterzahl. Diesen Vorteil ließen sich die Löwen nicht nehmen und setzten den Schlusspunkt mit dem 4:1 durch Tim Schüle.

Dieser Sieg war sehr wichtig, denn an der Tabellenspitze bewegt sich viel. Nach diesem Spiel liegen zwischen dem Ersten und dem Sechsten gerade einmal sieben Punkte. Es kann sich also noch viel nach oben und nach unten bewegen in den letzten Spielen vor den Playoffs.

Löwen Frankfurt – EHC Freiburg 4:1 (1:1 2:0 1:0)

0:1 Josef Mikyska ( Sergej Stas , Brad McGowan ) EQ 04:56
1:1 Daniel Spang ( Mick Köhler , Mathieu Tousignant ) EQ 07:25
2:1 Antti Kerälä ( Mathieu Tousignant , Maximilian Faber ) EQ 23:17
3:1 Maximilian Eisenmenger ( Magnus Eisenmenger , Tim Schüle ) EQ 34:23
4:1 Tim Schüle ( Maximilian Faber , Adam Mitchell ) PP2 59:44

Zuschauer: 4.762

Befreiungsschlag aus der Krise (?) – Löwen Frankfurt schicken Gäste aus Crimmitschau mit 9:1 nach Hause

Ein Familientag in der Eissporthalle Frankfurt. Spielbeginn um 16 Uhr. Wie erwartet kamen viele Zuschauer, um sich das Spiel anzusehen. Doch was würde man sehen? Das war vor dem Spiel so offen, dass man eine Prognose auch mit einer Wahrsagerkugel hätte versuchen können.

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Auf die Frage vom Indianerhäuptling (ein Bekannter aus der Eissporthalle, seines Zeichens Fotograf. Man kennt ihn als „Mapache“ – zu finden hier: https://eishockey.mapache-photo.de/) meinte ich nur, dass das Ergebnis sozusagen in alle Richtungen offen ist.

Nach den letzten Ergebnissen und Eindrücken, von einem 8:1 gegen Ravensburg bis hin zu völlig glanzlosen und unmotivierten Auftritten, war wirklich rein gar nichts vorherzusehen.

Die über 5.000 Zuschauer sahen zu Beginn des Spiels eine Frankfurter Mannschaft, die zwar offensiv agierte, aber sichtlich verunsichert schien. Es passte, wie zuletzt, noch nicht alles; dennoch suchten sie ihr Heil im Angriffsdrittel. Dabei machten es ihnen die Gäste aus Crimmitschau aber auch relativ einfach, waren sie selbst auch nicht besonders gefährlich.

Nach knapp 11 Minuten landete ein Schuss vom linken Bullypunkt zur 1:0 Führung im Kasten der Gäste. Dan Spang, eigentlich Verteidiger, suchte den Schuss aufs Tor, fand ihn und hatte gewiss auch ein bisschen Glück bei diesem Tor. Dieses gab den Löwen merklich Sicherheit und so spielten sie offensiv weiter.

Wenige Minuten später fiel sogleich auch das zweite Tor für die Hausherren. Der Jubel von Kerälä belegte, wie gut das Tor tat. Als wäre eine schwere Last von den Schultern genommen.

Doch kurz vor Ende des ersten Drittels konnten die Gäste einen Break in Unterzahl fahren, der wohl die beste Chance im ganzen Spiel für die Gäste war. Aber der Treffer fiel nicht, denn Ilya Andryukhov im Frankfurter Tor konnte sich mit einer guten Reaktion auszeichnen. So ging es mit dem 2:0 in die Pause.

Kaum hatte das Mitteldrittel begonnen, klingelte es erneut. 3:0 in Überzahl. Die Erleichterung über erfolgreiche Offensivaktionen und Tore machte sich immer weiter bemerkbar. Und bei einer weiteren Überzahl konnte erneut getroffen werden. Lukas Koziol hatte das leere Tor vor sich, nachdem eine kleine Passstafette Verteidigung und Torwart verlud.

Nur Momente später hätte es 5:0 gestanden, aber die Schiedsrichter hatten eine Torwartbehinderung gesehen, welche stattdessen mit einer Zeitstrafe belegt wurde. Also hieß es weiter 4:0, jedoch mit Unterzahl für die Löwen. Diese spielten sie aber konsequent und großem Einsatz, so dass die Gäste fast gar nicht zum Zug kamen, vielmehr sogar aufpassen mussten, dass den Löwen nicht noch ein Treffer in Unterzahl gelang.

Aber aufgeschoben war nicht aufgehoben. Das fünfte Tor fiel dann doch, wenngleich sich die Schiedsrichter dem Videobeweis bedienen mussten. Wirklich gesehen hatte ich den Treffer auch nicht. Aber ein Hoch auf SpradeTV und LöwenTV für den Zusammenschnitt, denn da wurde ersichtlich, dass die harte Arbeit von Breitkreuz, beinahe schon fast im Tor, regelkonform war.

Der Drops war damit schon nach dem zweiten Drittel ausgelutscht und so sah das Spiel der Gäste im letzten Drittel dann auch aus. Sie fanden nicht mehr statt. So gesehen ein passender Aufbaugegner, an dem sich die Löwen auch im letzten Drittel austoben wollten. Es schien so, als spielten sie sich nochmal in einen kleinen Rausch, um die letzten Ergebnisse und den daraus entstandenen Frust mit Toren loszuwerden.

Bei doppelter Überzahl traf Koziol, kurz danach gelang Breitkreuz ein weiterer Treffer mit einem emotionslosen Schuss ins Netz und dem folgte ein weiterer Überzahltreffer von Adam Mitchell.

Beim Stand von 8:0 kann man den Gegner auch mal laufen lassen. Der Ehrentreffer gelang ihnen damit und die vielen mitgereisten Gästefans bejubelten diesen lautstark. Doch nur 24 Sekunden später stellte erneut Lukas Koziol den alten Abstand wieder her.

Es gab also Tore für die ganze Familie an diesem Tag. Doch wie dieses Ergebnis zu bewerten sein wird, zeigt sich wohl erst in den kommenden Spielen. Der letzte Kantersieg führte zu eher nicht so schönen Spielen und Ergebnissen.

Wir müssen uns überraschen lassen, aber werden auf das Beste hoffen.

Löwen Frankfurt – Eispiraten Crimmitschau 9:1 (2:0 3:0 4:1)

1:0 Daniel Spang ( Adam Mitchell , Antti Kerälä ) EQ 10:45
2:0 Antti Kerälä ( Adam Mitchell ) EQ 13:39
3:0 Maximilian Faber ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 21:05
4:0 Lukas Koziol ( Matthew Pistilli , Antti Kerälä ) PP1 27:34
5:0 Brett Breitkreuz ( Matthew Pistilli ) EQ 31:32
6:0 Lukas Koziol ( Matthew Pistilli , Daniel Spang ) PP2 47:28
7:0 Brett Breitkreuz ( Matthew Pistilli , Leon Hüttl ) EQ 50:05
8:0 Adam Mitchell ( Maximilian Faber , Eduard Lewandowski ) PP1 53:38
8:1 Patrick McNally ( Rob Flick , Patrick Klöpper ) EQ 57:23
9:1 Lukas Koziol ( Eduard Lewandowski , Dalton Yorke ) EQ 57:47

Zuschauer: 5.122

Die Bayer Giants Leverkusen geben sich im Spiel gegen die Dragons Rhöndorf keine Blöße und gewinnen mit 88:77

Wenn man schon einmal in der Nähe ist, dann darf ein Besuch in der eigenen Geburtsstadt einfach nicht fehlen. Und da bot sich das Basketballspiel der Pro B (2. Basketball Bundesliga) absolut an.

Meine Bilder zum Spiel gibt es hier

Genau gegenüber der BayArena befindet sich die Ostermann Arena, in der bis zu 3.500 Zuschauer Platz finden können. Zum Spiel kamen 1.148 Zuschauer, von denen gut und gerne um die 50 aus Rhöndorf waren und sich schon vor Beginn des Spiels lautstark bemerkbar machten.

Noch vor Beginn des Spiels wollte ich mir unbedingt noch ein kleines Andenken mitnehmen, schließlich habe ich den gewissen Bezug zu Leverkusen und per se eine Sympathie für Sportmannschaften aus Leverkusen. Gesagt und auch getan – es wurde ein T-Shirt.

Versorgt mit einem schicken neuen Kleidungsstück, das dem Wetter nicht entspricht, konnte ich noch sehen, dass man beim Basketball in Leverkusen mit den verschiedensten Leckereien versorgt wird. Donuts, Muffins, Kuchen und auch warmes Essen waren vorhanden. Wenn man da nicht fündig wird, weiß ich auch nicht.

Wenige Minuten später wurden zunächst die Gäste vorgestellt ehe im Anschluss die Heimmannschaft aufs Parkett kam.

Das Spiel konnte beginnen. Die Gäste starteten besser und gingen sogar mit zwei verwandelten Körben für je drei Punkte mit 0:6 in Führung. Das hatte ich zunächst anders erwartet, aber die Leverkusener zeigten sich unbeeindruckt und erspielten sich viele eigene Chancen und auch Rebounds, was letztendlich dazu führte, dass sie in Führung gingen und die Führung auch bis zum Ende des ersten Viertels halten konnten. 19:17 hieß es nach den ersten 10 Minuten.

Auch das zweite Viertel war von beiden Mannschaften gut geführt, so dass es weiterhin eng blieb bei den Punkten. Die Gäste aus Rhöndorf konnten dieses Viertel sogar mit 19:20 für sich entscheiden und hatten tatsächlich nur einen Punkt Rückstand zur Pause. Ich muss gestehen, dass ich das anders erwartet hatte, denn die heimischen Giants hatten bisher erst eine Niederlage, während die Drachen versuchen vom Vorletzten Tabellenplatz zu entkommen.

Die Tanzdamen – aka Cheerleader – hatten zwar während der Halbzeitpause keinen Auftritt, aber waren häufig in den Unterbrechungen auf dem Spielfeld um gut einstudierte Choreographien zu zeigen. Ich frage mich, wie häufig sie sich eigentlich während des gesamten Spiels umgezogen haben, denn sie waren alle paar Male in anderer Bekleidung zu sehen, ehe sie im Glitzeroutfit bis zum Ende durchhielten und weiter performten.

Weiter performen durften auch die Spieler im dritten Viertel des Spiels und in diesem zogen die Giants das Tempo richtig an und hatten insbesondere bei den 3-Punkt-Würfen eine hohe Quote. Der Gast aus Rhöndorf kam da nicht hinterher und musste das Viertel mit 34:19 an die Leverkusener abgeben.

Diese verwalteten im letzten Spielabschnitt fast nur noch und ließen sogar noch einige Punkte mehr für die Gäste zu. Es war aber zu keinem Zeitpunkt im letzten Viertel die Gefahr vorhanden, dass die Drachen noch einmal deutlicher herankommen könnten.

Nun sind „meine“ Leverkusener praktisch sicherer erster in der Pro B (Gruppe Süd) und können sich beinahe entspannt zurücklehnen, ehe sie Anfang März in die Playoffs gegen den Achtplatzierten der Gruppe Nord starten werden.

Auch in Leverkusen hat es mir sehr gefallen. Eine schöne Halle, gute Stimmung, freundliche Menschen. Nichts Anderes habe ich erwartet – es ist schließlich Leverkusen.

Mein Versprechen: ich komme wieder!

Die White Wings Hanau siegen im spannenden Verlängerungskrimi in Hagen mit 76:82

An diesem Samstag hatte ich mich auf den Weg nach Hagen gemacht, um mir das Auswärtsspiel der White Wings Hanau anzusehen. Das erste Auswärtsspiel für mich, um genau zu sein.

Die Halle in Hagen ist durchaus sehr ansehnlich und bietet Platz für 3.145 Zuschauer (Info aus Wikipedia). Zum Spiel kamen anschließend insgesamt 2.316 Menschen, die für eine sehr gute Stimmung und tolle Atmosphäre sorgten. Insgesamt empfand ich das ganze Umfeld als sehr freundlich und durchaus offen mit einem sehr angenehmen Umfeld für Basketball.

Bilder zum Spiel gibt es hier

Ganz besonders stach das Maskottchen der Hagener heraus. Sein Name ist Felix und es ist ganz klar und offensichtlich zu erkennen, dass sich darunter ein professioneller Entertainer versteckt, der seinen Job wirklich sehr gut erledigt und immer wieder Stimmung anfacht.

Ein paar direkte Begegnungen hatte auch ich mit ihm, denn ihm muss aufgefallen sein, dass meine Kappe mit dem White WIngs Logo darauf, ein gewisses gefundenes „Fressen“ für ihn darstellt. Erst dreht er mir die Kappe um, dann spielt er mit der Kapuze meines Hoodies aber am Ende zeigte er sich sportlich fair und es gab einen Handschlag auf das tolle und spannende Spiel. Felix ist sympathisch.

Ein Basketballspiel gab es natürlich auch noch zu sehen und das hatte es wirklich in sich.
Hagen begann stark und mit vollem Einsatz und überrannte die Hanauer zu Beginn beinahe. Sie zogen schnell auf 20:6 davon, ehe auch die Hanauer so langsam ins Spiel fanden und Punkte machten. Nach dem ersten Viertel stand es 25:17 während die heimischen Zuschauer und Fans jeden Punkt, jeden Treffer lautstark zelebrierten.

Das zweite Viertel endete mit 19:19 und auch auf dem Feld sah das Spiel nun deutlich ausgeglichener aus. Mal hatten die Haganer die Vorteile für sich und mal die Hanauer. Somit ging es mit einem Zwischenstand von 44:36 in die Pause und das Auftreten der Hanauer durfte durchaus Hoffnung machen, dass das Spiel noch ein wenig enger werden konnte.

Dies geschah im dritten Viertel auch tatsächlich. Die Gäste aus Hanau machten ein paar Flügelschläge, verkürzten, glichen aus und holten sich sogar die Führung in diesem Spiel. Dieses Viertel dominierten sie förmlich und zeigten eine sehr gute mannschaftliche Leistung. Hagen hingegen offenbarte Probleme beim Abschluss und produzierte zu viele Turnover. So ging das dritte Viertel mit 24:11 an die Hanauer.

 

So punktreich das Spiel bislang gewesen war, so punktarm zeigte sich das letzte Viertel. Nun wollte keiner zu kompliziert werden und auf Sicherheit spielen, was aber über eine lange Zeit keinem so richtig gelang, denn der Punktestand änderte sich für gefühlte fünf Minuten überhaupt nicht.

Dadurch schafften die Hagener eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit auch den Ausgleich zum 68:68 ehe die letzte Minute punktlos, trotz weiterer guten Gelegenheiten auf beiden Seiten, verstrich.
Dies bedeutete Verlängerung. Weitere fünf Minuten um eine Entscheidung in dieser spannenden und zu diesem Zeitpunkt offenen Begegnung zu finden.

Zwischendurch kamen auch immer wieder ein paar hübsche junge Damen auf das Parkett, um das Publikum mit einstudierten Tänzen zu unterhalten. Manchmal mit und manchmal ohne Felix, der einen ziemlich großen Akku und sehr viel Energie zu haben schien.

Das Spiel aber blieb kriminell spannend. Eine Minute vor Schluss war es weiterhin ein Kopf an Kopf Rennen. Die Hanauer konnten das Spiel letztlich für sich entscheiden, da sie sich als sicherere Freiwurfschützen zeigten, was in der letzten Spielminute den Unterschied machte.

Wow! Das erste Auswärtsspiel und gleich ein Sieg. Die Reise hat sich für mich gelohnt. Aber nicht nur wegen des Sieges der Hanauer, sondern auch, weil es in Hagen eine tolle Atmosphäre gibt, die man sich durchaus öfter antun könnte. Es war schön in Hagen.

Überraschende 3:4 Niederlage der Löwen Frankfurt gegen Bayreuth

Nach dem grandiosen Sieg am vergangenen Spieltag gegen Ravensburg, konnten die Löwen nun als Tabellenführer die Gäste aus Bayreuth empfangen. Aber das Spiel verlief anders, als von den meisten erwartet, denn die Gäste hatten eindeutig nicht vor, sich wie beim letzten Aufeinandertreffen in der Eissporthalle, abschießen zu lassen.

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Das Spiel begann zunächst, wie es fast immer bei den Löwen beginnt: mit Offensive und den ersten Chancen für die Hausherren, die aber erfolglos blieben. Die Gäste hatten nämlich von Beginn an eine gute Verteidigungsstrategie, um den Löwen nur die einfachen Chancen anzubieten, die im Endeffekt leichte Beute für den ehemaligen Frankfurter Torhüter Brett Jaeger waren.

So lauerten sie auf Fehler der Frankfurter und konnten nach gut sechs Minuten auch einen für sich ausnutzen. Die Zuordnung passte nicht und schon stand Benjamin Kronawitter allein vor dem Gehäuse der Löwen und konnte ungehindert einnetzen.

Nach dem Gegentreffer ergab sich wieder das vorherige Bild des Spiels, bei dem die Löwen aber deutliche Konzentrationsschwächen offenbarten, die sich in schwachen und ungenauen Zuspielen zeigten. Aber sie versuchten es weiter, konnten jedoch im ersten Drittel kein Tor erzielen und hatten auch im zweiten Drittel zunächst das Nachsehen bei ihren Chancen.

Während sich die Löwen also mit ihren Chancen äußerst schwertaten, zeigten die Gäste ein weiteres Mal mit dem 0:2, wie einfach Tore schießen sein kann. Wieder ein kleiner Fehler, wieder ein Konter, wieder ein Schuss in die lange Ecke des Tores und drin das Ding.

Jedoch hätte nur kurz darauf der Anschluss für die Löwen fallen können, dich es blieb zunächst beim 0:2. Dafür zeigten die Fans ihre lautstarke Unterstützung und das wiederum peitschte das Team so richtig an.

Es zeigte sich ein kleines Feuerwerk an Chancen, das nach 32 Minuten auch endlich zum Erfolg führte, als Dalton Yorke mit einer satten Rakete vom rechten Bullypunkt unhaltbar einnetzen konnte. Für mehr reichte es in diesem Drittel aber nicht und so begann im letzten Drittel der Sturmlauf der Löwen.

Dieser schnürte die Gäste häufig ein, brachte aber keine Erfolgserlebnisse mit sich. Schlimmer noch: in Unterzahl verteidigten die Löwen recht gut, bis ein Pass den freistehenden Rajala fand, der ungehindert zum 1:3 einschieben konnte.

Erneut standen die Fans hinter ihrer Mannschaft und nur zwei Minuten später gelang bei eigener Überzahl der erneute Anschluss zum 2:3 durch Kerälä, der mit seinem Schuss ebenfalls keine Gefangenen machte.

Bitter war hingegen das 2:4 rund drei Minuten vor Schluss. Ein langer und hoher Pass, oder mehr eine Befreiung, führte zu einem 3 auf 1 Konter, bei dem die Löwen-Verteidiger völlig übertölpelt wurden und zu weit von den Gegnern standen, als dass man den nächsten Treffer hätte verhindern können. Dazu muss man aber auch sagen, dass die Gäste ihre Aufgabe wirklich sehr gut machten und mit einfachen Spielzügen als auch Schüssen zu Erfolgen kamen.

Die ersten Zuschauer verließen bereits die Eissporthalle, als die Hausherren ein weiteres Mal in Überzahl und ohne Torwart, verkürzen konnten.

Aber dabei sollte es auch bleiben, denn die Gäste verteidigten weiterhin sehr gut und solide und ließen nur das zu, was Brett Jaeger auch entschärfen konnte.

Selbiger zeigte jedoch nach der Schlusssirene, wie schnell man seine gewonnenen Sympathien binnen nur weniger Sekunden wegwerfen kann. Dass sich ein Torwart nach einem Sieg freut, ist das Eine, zusätzlich noch verhöhnende Gesten in Richtung des Frankfurter Publikums zu machen, das ihn noch zu Beginn mit Applaus willkommen hieß, eine gänzlich andere. Nötig hatte er das gewiss nicht und ich befürchte, dass er bei seinem nächsten Gastspiel nicht mehr ganz so viel Applaus erhalten wird.

Löwen Frankfurt – Bayreuth Tigers 3:4 (0:1 1:1 2:2)

0:1 Benjamin Kronawitter ( Juuso Rajala ) EQ 05:51
0:2 Nicklas Mannes ( Ville Järveläinen , Mark Heatley ) EQ 27:02
1:2 Dalton Yorke ( Eduard Lewandowski , Carter Proft ) EQ 32:35
1:3 Juuso Rajala ( Simon Karlsson , Sebastian Busch ) PP1 50:02
2:3 Antti Kerälä ( Lukas Koziol , Tim Schüle ) PP1 52:13
2:4 Mark Heatley ( Juuso Rajala , Martin Heider ) EQ 56:47
3:4 Carter Proft ( Antti Kerälä , Tim Schüle ) PP1 57:59

Zuschauer: 4.528

8:1! Kantersieg der Löwen Frankfurt im Spitzenspiel gegen Ravensburg bringt Tabellenführung ein

Was war das für ein Spitzenspiel in der Frankfurter Eissporthalle zwischen den Löwen Frankfurt und den Ravensburger Towerstars, welche als Tabellenführer in die Mainmetropole reisten.

Mit über 5.209 Zuschauern war die Eissporthalle auch sehr gut gefüllt und das Spitzenspiel um die Tabellenführung konnte in den Abend starten.

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Die Löwen begannen sehr direkt, angriffslustig und hatten schnell die Kontrolle über das Spiel, welche sie über die gesamte Spielzeit auch nicht abgaben. Nur selten gelang es den Gästen sich aus der Umklammerung der Hausherren zu befreien. Sie bekamen einfach keinen Zugang in dieses Spiel und so fanden sie sich mehr in der Defensive wieder als selbst aktiv zu werden.

Mit dem aktiven Forecheckig gelang es den Löwen den Aufbau der Gäste oft zu stören und Pucks zu erobern. Das passierte auch vor der 1:0 Führung, als die Ravensburger den Puck verloren und die Löwen ganz kaltschnäuzig den Treffer erzielten.

Nur wenig später konnte der Spielstand in Überzahl auf 2:0 erhöht werden. Auch hier waren die Frankfurter gedankenschneller und nutzten dies zu ihrem Vorteil aus. Ein weiterer Beleg für diese Überlegenheit war das dritte Tor, welches aus meiner Sicht das schönste an diesem Abend war. Ein langer Pass fast über die gesamte Eisfläche, ein Querpass, ein Schuss und drin das Ding. Da liefen die Gäste erneut wieder nur hinterher.

Auch in den folgenden beiden Dritteln änderte sich nicht viel an der Überlegenheit Frankfurts. Sie wollten, kämpften, ackerten und behielten fast immer die Oberhand und trafen munter weiter. Michael Böhm im Tor der Gäste war definitiv nicht zu beneiden. Die beste Chance der Gäste war ein Pfosten / Lattentreffer kurz nach Wiederbeginn.

Das Spiel war nach dem 2. Drittel beim Zwischenstand von bereits 5:0 entschieden. Es war nach den gezeigten Leistungen beider Mannschaften nicht damit zu rechnen, dass sich die Gäste noch einmal herankämpfen konnten.

Dieser Eindruck bestätigte sich, als die Löwen bis zur 50. Minute mit 7:0 führten, ehe die Gäste zumindest den Ehrentreffer für sich verbuchen konnten. Doch den Schlusspunkt konnte Kevin Maginot mit einem Schuss von der blauen Linie zum Endstand von 8:1 setzen.

Löwen Frankfurt – Ravensburg Towerstars 8:1 (3:0 2:0 3:1)

1:0 Antti Kerälä ( Adam Mitchell , Mathieu Tousignant ) EQ – 6:22
2:0 Maximilian Faber ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 – 10:31
3:0 Carter Proft ( Eduard Lewandowski , Leon Hüttl ) EQ – 11:55
4:0 Eduard Lewandowski ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) PP1 – 32:21
5:0 Mathieu Tousignant ( Antti Kerälä , Maximilian Faber ) EQ – 37:00
6:0 Maximilian Faber ( Adam Mitchell , Daniel Spang ) PP1 – 45:41
7:0 Eduard Lewandowski ( Kevin Maginot ) EQ – 47:45
7:1 Olivier Hinse ( Daniel Pfaffengut ) EQ – 50:27
8:1 Kevin Maginot ( Leon Hüttl , Antti Kerälä ) EQ – 55:17

Zuschauer: 5.209