Die Mischung machts. Get Even für die PS4 gespielt und zum Schluss gekommen, dass das Vereinen mehrer Elemente ein gutes Ergebnis erzielen kann.

Nun, dieses Spiel ist bereits etwas länger als ein Jahr auf dem Markt, aber ich kam erst kürzlich dazu, dieses auch mal zu spielen. Nein, es lag nicht fast ein ganzes Jahr bei mir herum, aber schon einige Wochen.

Wirklich viele Informationen über den Inhalt des Spiels erhält man auf der Rückseite nicht, aber im Nachhinein gesehen, ist das auch ganz gut so. Was genau gibt die Rückseite, bzw. die grundlegende Information zum Spiel her?GetEvenPS4-1

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WAS IST REAL?

Cole Black ist ein Mann mit Fragen… Zumindest wird ihm das gesagt.

Als er in einer alten verlassenen Anstalt aufwacht, ist seine einzige Erinnerung die versuchte Rettung eines Teenager-Mädchens, welches eine Bombe an die Brust geschnallt hat. Darüber hinaus… nur Leere.

Fest mit seinem Kopf verbunden, eine fremde Technologie – verwendet, um das menschliche Gedächtnis zu lesen und wiedergeben. Ein ungewöhnlicher Apparat der kontinuierlich seine Erinnerungen liest und immer wieder abspielt. Black reist in die Tiefen seines eigenen Geistes, um die Wahrheit seiner Vergangenheit herauszufinden. Es gilt zwei grundsätzliche Frage zu beantworten: „Warum war Black da?“ und „Wer war das Mädchen?“.


Mehr als die Grundlage für den Inhalt des Spiels erfährt man also nicht. Okay, also Spiel starten und schauen, was passiert. Es ist vorteilhaft, wenn man ein Headset bei diesem Spiel benutzt, um Geräusche besser zuzuordnen und wahrnehmen zu können. GetEvenPS4-3

Das Spiel steigt genau dort ein, als Cole Black – im späteren Verlauf auch einfach nur „Black“ genannt – das Mädchen retten möchte. In diesem Anfangspart hat das Spiel eine gewisse Shooter-Eigenschaft. Man verschafft sich entweder leise oder auch etwas lauter Zugang bis zum Mädchen und dann… nein, ich spoiler nicht.

In der nächsten Sequenz wacht Black irgendwo auf. Es stellt sich relativ schnell heraus, dass er sich in einer ehemaligen psychiatrischen Anstalt befindet, die eigentlich schon lange geschlossen ist und dennoch in Betrieb zu sein scheint.

Immer wieder taucht eine Person in den Fernsehern auf, die man nicht erkennen kann und sich als „Red“ bezeichnet. So gesehen gibt dieser Red knappe Anweisungen, was Black zu tun hat.

Für mich als Spieler war das Ganze ebenfalls nicht besonders aufschlussreich und ich kann sagen, dass ich durchaus einen gewissen Grad an Verwirrung mit Black teilte.

In der Folge durchsucht man mit Black die Anstalt, Gerät immer wieder in Erinnerungssequenzen und teilweise auch in Erinnerungen der Erinnerungen, die durch das Gerät auf dem Kopf hervorgebracht werden. Diese werden durchlebt als wären sie real. Es gab tatsächlich Momente, in denen ich auch nicht mehr genau wusste, ob es sich um eine Erinnerungssequenz oder dem Hier und Jetzt handelt. GetEvenPS4-4

Für die Untersuchung hat Black ein spezielles Smartphone in der Hand, das scannen kann. Aber nicht nur scannen ist möglich. Auch eine Wärmebildkamera, ein Licht, SMS-Eingang – Notizen, sowie eine Gebietskarte sind darauf enthalten. Man braucht tatsächlich all diese Funktionen, damit man vorwärts kommt. Das Licht ist übrigens nicht nur ein Licht, sondern lässt auch Fingerabdrücke, Fußspuren und Blut erkennen.

Mit diesen Mitteln geht es durch Erinnerungen, die Anstalt und den immer wiederkehrenden „Treffen“ mit dem ominösen Red. Die Story, die sich die Entwickler hierbei ausgedacht haben, ist durchaus sehr gelungen.

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Get Even ist kein Horrorspiel. Wer sich also auf Schockmomente freut, der wird hier enttäuscht. Die Basis ist das Spielchen auf psychischer Ebene. Insbesondere in der Anstalt hört man Musik, Klopfgeräusche, Rufe und Schreie oder auch Gesänge von Mithäftlingen und gelegentlich begegnet man auch welchen.

Ein nächster wichtiger Punkt in dem Spiel ist die Eigenschaft als Shooter. Black war ein ausgebildeter Agent und dementsprechend sind in vielen Erinnerungssequenzen auch Gegner zu eliminieren. Dabei bietet einem die Waffe auch die geniale Möglichkeit um die Ecke zu schießen. Zumindest mit der großen Waffe. Das wird in Verbindung mit dem Smartphone ermöglicht. GetEvenPS4-5

Überwiegend hat man es im Spiel aber mit Rätseln zu tun, die es zu lösen gilt. Das sind also die Elemente, auf die man bei Get Even trifft. Man könnte auch sagen, dass es eine Art Mystery Spiel ist.

Zwar gibt es deutsche Untertitel und die Menüführung ist auch in deutscher Sprache, aber die Sprachausgabe ist komplett auf Englisch. Wobei ich sagen muss, dass es trotz der komplexen Story, kein kompliziertes Englisch ist. Selbst die vielen Dokumente und Papiere, die man lesen kann, sind leicht verständlich.

Die Spielzeit kann durchaus recht lange sein, da die Story im Verlauf nicht zu knapp geraten ist. Erkenntnisse sind nicht immer die, die man erwarten würde, aber so macht sich das Spiel mit der Story interessanter, um weiterspielen zu wollen.

Dennoch habe ich persönlich nicht das Bedürfnis verspürt, dieses Spiel erneut zu beginnen. Aber als einmaliger und interessanter „Psychothriller“ ist es spielenswert.

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Rezension zum Buch „Die schwarze Dame“ von Andreas Gruber aus dem Goldmann Verlag. Spannende Neuauflage mit einem etwas anderen aber sehr neugierigem Ermittler

Vielen Dank an dieser Stelle an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die schwarze Dame“ von Andreas Gruber aus dem Goldmann Verlag der Random House Verlagsgruppe.

Genre: Thriller

Erschienen ist die Neuauflage dieses Thrillers am 18.12.2017. Auf insgesamt 362 Seiten kann man Ermittler Peter Hogart dabei erleben, wie er einen verzwickten Fall löst, den er so gesehen gar nicht lösen muss. Es aber aus seiner Neugierde heraus als Versicherungsdetektiv dennoch tut. Die Bezeichnung „Thriller“ hat dieses Buch absolut verdient.

Klappentext:

Auf der Suche nach einer spurlos verschwundenen Kollegin wird der Wiener Privatermittler Peter Hogart nach Prag geschickt. Doch die Goldene Stadt zeigt sich Hogart von ihrer düstersten Seite: Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest und hat binnen Stunden nicht nur eine Reihe äußerst zwielichtiger Gestalten, sondern auch die gesamte Prager Kripo gegen sich aufgebracht. Nur die junge Privatdetektivin Ivona Markovic, die gerade eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde untersucht, scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als die beiden bei einem Anschlag nur knapp dem Tod entrinnen, wird klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen geben muss. Und dass ihnen die Zeit bis zum nächsten Mord davonläuft

Eigentlich ist Peter Hogart in Prag um einen Versicherungsbetrug aufzudecken, denn das ist sein eigentlicher Auftrag. Dabei gerät er aber unfreiwillig in eine Mordserie hinein, in die auch seine spurlos verschwundene Kollegin verwickelt ist.

Durch seine Neugierde und etwas unkonventionelle Art an den Fall heranzugehen, schliddert Peter Hogart mehr ungewollt als geplant in Dinge, die für einen Versicherungsdetektiv eigentlich ein paar Nummern zu hoch erscheinen. Aber es ist nun mal seine spezielle Art, dass er, obwohl er um die Gefahren weiß, dennoch nicht davon ablässt.

Bei alledem gerät er an die verschiedensten Personen, wovon die meisten eher dem Prager Untergrund zuzuordnen sind. Aber es gibt dann doch eine Bekanntschaft, mit der er sich in die Aufklärung der Mordserie stürzt, obgleich ihm von mehreren Seiten, bzw. eigentlich allen Seiten, nahegelegt wurde, Prag wieder zu verlassen.

Er handelt anders und irgendwie auch nachvollziehbar, wenn auch der gesunde Menschenverstand der Aufforderung wohl nachgekommen wäre. Doch was er mit seiner Bekanntschaft ermittelt ist wahrlich mehr als unerwartet.

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Die Charaktere in diesem Buch sind sehr durchdacht und wirken meiner Meinung nach sehr authentisch. Irgendwie kann man die Entscheidungen von Peter Hogart durchaus nachempfinden; aber auch jene der anderen Personen. Insgesamt hat jede Figur, die einen längeren Part in der Geschichte einnimmt, eine spezifische und sehr interessante Rolle, die durch die Umgebung und Charaktereigenschaften, sowie deren Handlungen noch interessanter werden.

Auch die Art des Schreibens und Erzählens ist angenehm. Der Schreibstil wirkt abwechslungsreich und flüssig und trotz vieler ausschweifender Beschreibungen finde ich nicht, dass es dabei zu Langeweile kommt. Dadurch kommen die oben beschriebenen Charaktere noch besser zur Geltung.

Das Ganze wird durch die immer spannender werdenden Ereignisse, welche auch so nicht vorhersehbar sind, ständig im Spannungslevel erhöht. Es gibt zwar wiederkehrende Atempausen, aber die werden insbesondere zum Ende hin rar.

Letztlich ist es für mich ein Thriller, der auch wirklich einer ist und mit dem Handlungsablauf sehr lesenswert wird. Gerade die Tatsache, dass die Hauptfigur nicht aus den Reihen der Polizei kommt und eigentlich auch nicht an der Aufklärung dieser Mordserie beteiligt sein sollte und sich dennoch einmischt, ist eine Empfehlung wert.

Hidden Agenda für die Playstation 4

Mein erstes Spiel, das „PlayLink“ integriert hat. Hidden Agenda ist seit dem 22.11.2017 auf dem Markt und es handelt sich dabei um einen Thriller, dessen Handlung durch die getroffenen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst wird.

Doch was ist eigentlich dieses „PlayLink“?

Das Spiel benötigt eine App, damit es gespielt werden kann. Die Steuerung erfolgt nicht mittels eines Controllers, sondern über die App. In diesem Spiel ist es so, dass Entscheidungen oder schnelle Untersuchungen durch das Wischen auf dem Handydisplay ausgeführt werden. Dabei muss man durchaus schnell sein, denn die gestellten Aufgaben haben einen Timer, so dass man sich nicht ewig viel Zeit lassen kann. Zudem ist es in diesem Spiel so, dass man über die App noch mehr Informationen über Charaktere usw. erhalten kann, bzw. tatsächlich auch erhält.

Übrigens können bei Hidden Agenda bis zu fünf Personen am Spiel teilnehmen, ohne dass hierfür mehr als ein Controller benötigt wird. Wichtig ist, dass jeder die App auf seinem Smartphone installiert hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob Android oder iOS.

Nun hieß es also das Spiel einlegen, die App herunterladen und starten.

Man kann zu Beginn, sobald man Spiel und App gestartet hat, den Storymodus wählen oder aber, wenn man mit mehreren Spielern spielt, einen Wettkampfmodus. Letzteren konnte ich alleine natürlich nicht ausprobieren. Also blieb mir nur der Storymodus, welcher aber auch mit mehreren Personen gespielt werden kann.

Die Sprachausgabe und die Untertitel sind in Deutsch. Ebenso die Tutorials zur Bedienung der App. Sehr hilfreich und beim Schauen des Films, bzw. des Spiels, ist definitiv für Spannung und auch Nervenkitzel gesorgt.

Prinzipiell ist das Spiel ein interaktiver Film. Die Grundgeschichte wird dabei von den Entscheidungen, die der Spieler trifft (oder die Spieler, wenn mehrere spielen) beeinflusst und verändert.

Diese interaktiven Spiele bieten nicht sehr viel Spielraum für ausschweifende Erklärungen, Erläuterungen oder Beschreibungen, weswegen ich mich nur auf das Wesentliche beschränken kann, ohne zu viel vom Inhalt des Spiels zu verraten.

Im ersten Kapitel, in dem es um einen Serienmörder, seine Ergreifung und die Skepsis von einer Anwältin geht, darf man mit Becky Marnie (Polizeibeamtin im Morddezernat) und der Staatsanwältin Felicity Graves in das Geschehen eingreifen und mit Entscheidungen den ersten Teil dieser Story lenken. Die Skepsis einer weiteren Person Namens Lana, welche nur über ein Telefongespräch zu hören ist, bringt Staatsanwältin Feleicity dazu, an der tatsächlichen Schuld des Inhaftierten zu zweifeln. Beziehungsweise: man kann sie zweifeln lassen. Die Gespräche und die Herangehensweise in Gesprächen können an dieser Stelle tatsächlich einen ganz unterschiedlichen Ablauf erzählen. Dennoch wird sehr schnell klar, dass es entweder einen Nachahmungstäter gibt, oder der tatsächliche Täter noch auf freiem Fuß ist. Oder steckt da noch etwas ganz Anderes dahinter?

Das erste Kapitel habe ich tatsächlich zwei Mal gespielt, um mich davon überzeugen zu können, dass die getroffenen Entscheidungen maßgeblichen Einfluss auf das Geschehen haben. Und das haben sie tatsächlich.

Mehr zum Inhalt des Spiels möchte ich nicht erwähnen, da sonst der Spannungseffekt wegfallen könnte.

Die Grafik ist jedenfalls sehr gelungen und auf meiner PS4 Pro sehr gut. Ebenfalls sind Soundeffekte und der Ton im Generellen gut getroffen. In der deutschen Sprachausgabe wirken die Gespräche manchmal etwas verzerrt. Aber das kann auch ein subjektiver Eindruck sein. Ob das an der Synchronisation liegen könnte? Es ist zumindest denkbar.

Ich für meinen Teil mag solche Spiele seit ich mit dem Titel „Heavy Rain“ in Kontakt kam.  Daher kann ich dies guten Gewissens all jenen empfehlen, die diese Art der Spiele ebenfalls mögen, zumal der Preis für dieses Spiel (derzeit) mit unter 20 € mehr als human ist.

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Buch-Rezension zu „Targa – Der Moment, bevor Du stirbst“

Der Penguin-Verlag hat mich mit diesem Rezensionsexemplar sehr überrascht, denn ich hatte nicht wirklich damit gerechnet, als ich es angefragt hatte. Vielen lieben Dank hierfür.

Targa – Der Moment, bevor Du stirbst“ von Barbara und Christian Schiller (B. C. Schiller) aus dem Penguin Verlag der Random House Verlagsgruppe.

Genre: Thriller

Dieser Thriller auf insgesamt 395 Seiten erschien bereits am 10.07.2017 und ist ein interessantes Werk, das ich in ca. 6 Stunden gelesen habe. Die Geschichte schließt mit einem so genannten „Cliffhanger“ ab, der eine Fortsetzung verspricht.

Klappentext:

Niemand kommt dem Bösen so nahe wie sie.

Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.

Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.

Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?“

 

Bereits im Klappentext werden beide Hauptfiguren dieses Thrillers vorgestellt. Auf der einen Seite Targa Hendricks und auf der anderen Falk Sandman, der Serienmörder. Es ist aber gar nicht so schlimm, dass wir die beiden wichtigsten Personen schon kennen, bevor das Buch überhaupt aufgeschlagen wurde.

Das Buch ist unterteilt in drei Abschnitte. Im ersten erfahren wir grundlegende Dinge über Targa, ihr Leben und was sie so besonders macht. Aber natürlich erfahren wir gleichermaßen über Falk Sandman, wie er seine Opfer findet und auswählt und was ihn bei den Morden am meisten befriedigt.

Im zweiten Teil beginnt die Undercover-Ermittlung, die beide Hauptfiguren zueinander führt. Dass dies nicht ganz ungefährlich ist, ist dabei von Beginn an klar. Dennoch ist es faszinierend zu lesen wie sich Targa das Vertrauen des Serienmörders erarbeitet und durch ihre gefühlskalte Art, die Teil von ihr ist, Teil seiner perfiden Pläne und Gelüste wird.

Der Abschluss ist natürlich der spannendste Teil und hier überschlagen sich die Ereignisse beinahe, so dass der Leser mit und sogar um Targa zittern muss.

 

Targa führt ein eher unscheinbares Leben und wohnt in einem alten VW-Bus. Die meiste Zeit davon auf einem Campingplatz in Berlin. Es gefällt ihr und sie möchte auch gar nicht anders leben. Ihr treuer Begleiter ist ein großer gehörloser Hund, der ihr überaus wichtig ist. Das erkennt auch Falk Sandman und als sich beide schon vertrauter sind, entwickeln sich sogar kleine Psychospielchen zwischen beiden.

Es gibt zu dieser Haupthandlung noch eine Nebenhandlung, die sich um einen Schwerverbrecher dreht, der in einem Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert ist. Anfangs ist es unklar, wie dieser in die Geschichte passt, jedoch gibt es eine Verbindung zu Targa. Er schafft es sogar von der Insel, auf der sich das Gefängnis befindet, zu fliehen und findet Targa.

 

Beide Autoren haben einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, der sehr schön durch die Geschichte führt. Die Kapitel sind recht kurz, was die Story schnelllebig macht und es ermöglicht, auch mal nur ein paar Seiten zu lesen, wenn die Zeit knapp ist.

Zu Beginn gibt es einen kurzen Blick in die Vergangenheit, der sich im Verlauf als Targas Tag der Geburt herausstellt. Des Weiteren sind es drei parallel verlaufende Geschichten, die bis zum Schluss zusammenkommen und zu einer werden. Der Fokus ist selbstverständlich auf Targa Hendricks und Falk Sandman gelegt, während der Inhaftierte nur ab und an auftaucht.

Die relativ kleine Schriftgröße war anfangs etwas unangenehm für mich, aber daran kann man sich schnell gewöhnen. Die Spannungselemente, die diesen Thriller ausmachen, sind recht schnell vorhanden. Diese steigern sich kontinuierlich, bis sie am Schluss den Höhepunkt erreichen.

 

Mir gefiel diese Art des Thrillers mit der ungewöhnlichen Undercover-Agentin Targa Hendricks. Schreibstil als auch Idee der Story sind so gestaltet, dass man einfach weiterlesen muss. Ich war positiv überrascht und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, denn das Ende ist ein genialer Cliffhanger.

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Buch-Rezension zu „Neanderthal“

Ich hatte mich auf dieses Buch gefreut, weil es ein Thriller sein sollte und mir der Heyne Verlag dieses Rezensionsexemplar zukommen ließ. Vielen Dank hierfür an dieser Stelle. Doch dieser Thriller stellte sich für mich doch sehr ernüchternd dar.

Neanderthal“ von Jens Lubbadeh aus dem Heyne Verlag der Random House Verlagsgruppe.

Genre: Thriller, Roman

Dieses Büchlein, mit seinen insgesamt 526 Seiten, erschien am 13.11.2017. Meine Lesezeit muss tatsächlich mehr als 20 Stunden betragen haben. Warum und wieso erkläre ich noch. Dieser Thriller aka Roman ist kein einfaches Buch mit tiefgründiger Thematik.

Klappentext:

Waren sie die besseren Menschen?

Deutschland in naher Zukunft. Krankheiten, Schönheitsfehler und Suchtprobleme sind abgeschafft. Gesundheit ist das höchste Ideal, wofür sogar in das menschliche Erbgut eingegriffen wird. Eine Welt, in der sich Kommissar Nix nur schwer zurechtfindet. Als er eines Tages auf eine merkwürdig aussehende Leiche stößt, steht er vor einem Rätsel. Die Ähnlichkeiten des Toten mit Neandertalern sind einfach zu groß – diese aber sind seit Zentausenden Jahren ausgestorben. Oder doch nicht? Schon bald machen Nix und seine Kollegen eine grausige Entdeckung: Kann es sein, dass man Neandertaler geklont hat, um damit den Menschen zu optimieren? Und dass alle, die davon wissen, beseitigt werden sollen?

Die Jagd ist eröffnet.

Ich muss gestehen, dass mich dieser Klappentext sehr angesprochen hat und insbesondere die letzten vier Wörter, die sich auch auf dem Cover befinden: „Die Jagd ist eröffnet“. An diesen Worten hatte ich mich sozusagen aufgehangen und eine rasante Geschichte in Manier eines Thrillers erwartet. Doch das war dann nicht wirklich der Fall.

Zunächst ist der Leser mit Kommissar Nix unterwegs. Zum einen wegen der Leiche, die sich nach und nach als Neandertaler entpuppt, zum anderen um die utopische nahe Zukunft in Deutschland kennen zu lernen. Der gesellschaftliche Wandel mit dem Fokus, der bereits im Klappentext Erwähnung findet, der Genetik und Erbguteingriffe zur Optimierung der Menschen, wird einem sehr ausführlich erklärt.

Dieser Part ist natürlich nicht besonders spannend, aber dient natürlich dem Zweck diese nahe Zukunft verstehen zu können. Doch je weiter sich die Geschichte zieht, umso mehr begegnen einem Fremdwörter und Fachbegriffe aus der Genetik und Anthropologie. Für jemanden wie mich, der sich nur sporadisch mit den Themen auskennt und nur dadurch in Kontakt kam, dass es solche Serien wie „Autopsie – Mysteriöse Todesfälle“ und Dokumentationen über Knochenfunde gibt, ein schwerer Stoff. Es gab tatsächlich Wörter, die ich nachschlagen musste, da mir deren Bedeutung nicht auf Anhieb geläufig war.

Das spricht aber für die sehr gute Recherche des Autors Jens Lubbadeh, der seines Zeichens Wissenschaftsjournalist ist, was man durchaus sehr gut in diesem Buch erkennen kann. Für mich war es jedoch schon zu viel des Guten an Fachbegriffen.

Diese Komplexität in der Geschichte ist daher von Anfang bis zum Schluss gegeben. Denn neben dem Kommissar dürfen auch Wissenschaftler und – nennen wir sie mal Geheimdienstmitarbeiter, sowie Politiker vor.

Ich glaube, dass dieses Buch eine Nische füllt und gerade für jene Personen interessant ist, die sich für Genetik, Anthropologie und Urmenschen, wie den Neandertaler, interessieren. Für jeden anderen wird es schwierig, denn einen Thriller konnte ich über sehr lange Strecken nicht erkennen. Die Bezeichnung „Roman“ wäre deutlich angebrachter. Die erste richtige Spannung schleicht sich Seite 400 und folgende ein, was doch reichlich spät für ein Buch mit dem Genre „Thriller“ ist.

Die „Jagd“ erscheint mir mehr als eine Aufklärung dessen, was unter dem Projektnamen „Neanderthal“ passiert ist. Dort wurden tatsächlich Neandertaler geklont und erforscht. Eine Hetzjagd, wie ich es mir dachte, auf die Klone und Forscher, gab es zu keinem Zeitpunkt.

Auch das sind Gründe, warum ich sehr lange für dieses Buch brauchte, denn ich konnte nicht wirklich am Stück lesen. Es war mir einfach zu trocken und auch sehr langwierig. Sicher, die Story ist in sich interessant, jedoch wenn man einen Thriller erwartet und eigentlich nur eine längere Erzählung zu der gesellschaftlichen Entwicklung der nahen Zukunft in Deutschland erhält, doch eher schwere Kost. Unabhängig davon, dass dieses Gesellschaftsgebilde, in welcher jedes Laster wie Alkohol trinken und Rauchen zum Beispiel, verpönt ist und die genetische Struktur der Menschen schon vor der Geburt abgeändert wird um Krankheiten auszumerzen, dann erinnert mich das an eine dunkle Zeit der deutschen Geschichte, die in den 1930er Jahren begann. Interessant war dann zu lesen, dass dieser Vergleich auch durch Politik und Presse innerhalb des Buches aufgegriffen wird.

Eine andere Sache, die mich sehr enttäuscht hatte war, als eine Hauptfigur in der Geschichte ums Leben gekommen ist. Ich frage mich, wie man auf die Idee kommt, einen Absatz zu beginnen, in dem direkt steht, dass diese Person sterben wird und danach der Absatz fortgeführt wird, um die Geschichte bis zu dem Ereignis zu beschreiben. Das ist für mich übrigens das beste Beispiel dafür, wie man aus einer möglichen spannenden Passage eine doch sehr enttäuschende machen kann. Das entzieht sich meinem Verständnis von einem Thriller.

Wie dem auch sei, mein Fazit zu diesem Buch zusammengefasst:

Es ist eine interessante Geschichte mit einer nicht ganz unwahrscheinlichen Idee der nahen Zukunft in Deutschland. Dieses Gesellschaftskonstrukt, das sich um Gesundheit und Genetik, sowie deren Anpassungen dreht, ist eine makabre aber durchaus realistische Utopie.

Ein Thriller ist es für Normalsterbliche wohl eher weniger. Wissenschaftler oder Anthropologen, sowie Hobbywissenschaftler usw. werden sich hier in dieser Geschichte sicher sehr zu Hause fühlen. Jeder andere dürfte sich wahrscheinlich mit einigen Schwierigkeiten bis zum Ende durchkämpfen müssen, wobei es sich dann aber wieder lohnt.

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L.A. Noire für die Playstation 4

Bei diesem Spiel handelt es sich um ein Remake. Erstmalig erschien das Spiel am 17.05.2011. Den Titel kannte ich noch nicht, aber da es sich um einen Thriller in den 1940er Jahren handelt, und ich Thriller sowieso sehr mag, wollte ich es dann nun doch spielen.

Was steht denn auf der Rückseite der Hülle? Direkt einmal lesen, um herauszufinden, was mich da eigentlich erwartet:

Ein düsterer und erbarmungsloser Crime-Thriller im Los Angeles der 40er Jahre!

Mitten im Nachkriegs-Boom der Goldenen Ära Hollywoods findet sich der LAPD-Detective Cole Phelps ineiner Stadt wieder, deren Erfolg ihr zum Verhängnis wird. Korruption ist allgegenwärtig, der Drogenhandel explodiert und die Mordrate ist höher als je zuvor. Auf seinem Weg nach oben auf der Karriereleiter und bestrebt, das Richtige zu tun, muss Phelps die wahren Hintergründe einer Reihe von Brandstiftungen, finsteren Machenschaften und brutalen Morden aufdecken und sich der Unterwelt von Los Angeles und sogar Mitgliedern seiner eigenen Abteilung stellen, um ein Geheimnis aufzudecken, das die Stadt in ihrem verdorbenen Kern erschüttern könnte.

L.A. Noire kombiniert atemberaubende Action mit der echten Arbeit eines Detectives und schafft mithilfe einer bahnbrechenden Technologie, die jedes kleinste Detail der Mimik von Schauspielern erstaunlich genau abbilden kann, ein neuartiges interaktives Erlebnis. Löse brutale Verbrechen, Komplotte und Verschwörungen, die von realen Fällen im Los Angeles des Jahres 1947 inspiriert wurden – einer Zeit, in der die Stadt stärker von Korruption und Gewalt geprägt war, als jemals sonst in ihrer Geschichte. Verhöre Zeugen, suche nach Hinweisen und jage Verdächtige auf der Suche nach der Wahrheit in einer Stadt, in der jeder etwas zu verbergen hat.“

Das klingt doch schon hervorragend. Genau das, was Spannung verspricht. Hoffe ich jedenfalls. Aber erstmal muss ein Update heruntergeladen werden, das länger dauert als gedacht. Trotz starker Internetleitung ging dieses Update nur sehr schleppend voran, was dazu führte, dass 12 GB fast zwei Stunden dauerten.

Nach dem Starten des Spiels begrüßt mich ein schöner Hintergrund des Menüs. Dann mal keine Zeit verlieren und das Spiel starten. Während eines Introfilms, in dem Los Angeles vorgestellt wird, kann man sich schon mal von der recht guten Grafik überzeugen lassen. Sicherlich ist diese für den heutigen Stand der Möglichkeiten noch etwas hinterher, aber für ein Remake absolut in Ordnung.

Man beginnt als Streifenpolizist samt Partner. Die ersten Delikte sind überschaubar und dienen insbesondere dazu, die Steuerung und Inhalte des Spiels näher kennen zu lernen. Ob es nun das Autofahren, das Aufrufen der Karte, die Spurensuche oder eine Prügelei ist, alles wird im Bereich links oben des Bildschirms ausführlich und natürlich auf Deutsch erklärt.

Die ersten Fälle sind dabei eine Tatortuntersuchung, eine Verfolgungsjagd, das Auffinden eines mutmaßlichen Täters, eine Schlägerei und auch eine Schießerei. Im weiteren Verlauf nimmt ein Mordfall auf offener Straße viel Zeit ein, denn das Opfer muss untersucht und eine Zeugin befragt werden. Dabei kann man nach den Aussagen, die die Zeugin macht, den verständnisvollen Cop oder den bösen Cop spielen und sogar das Lügen unterstellen. Da dies praktisch noch ein Tutorialfall ist, werden einem diese Möglichkeiten erklärt und man kann diese austesten.

Dies führt sogar dazu, dass man sich im Verhörraum wiederfindet und dem Täter zu einem Geständnis bringen muss. Auch hier kann man guter Cop / böser Cop spielen, muss aber aufpassen, dass man das Richtige wählt, damit man zum Erfolg kommt.

Selbstverständlich sammelt man Informationen zu Personen, zu Hinweisen und zu wichtigen Orten in einem Notizbuch. Auf dieses kann man während der Untersuchungen usw. immer zurückgreifen und daraus die Ermittlungen gestalten. Auch Zielorte, die auf der Karte markiert werden und zu denen man sich begeben muss, stehen darin.

Der erste Eindruck des Spiels ist tatsächlich eine sehr authentische Polizeiarbeit aus den 1940er Jahren. Umfangreich und mit vielen Details, so dass man tatsächlich seinen Grips einschalten und viel überlegen und auch aufmerksam sein muss. Bis hierhin gefällt mir das Spiel sehr gut und nach Abschluss des Verhörs geht es mit einer Beförderung weiter.

Nun darf man die uniform ablegen und einen Anzug tragen. Die Beförderung bringt einen ins Verkehrsdezernat und da wartet schon der erste Fall. Dieser wirkt zu Beginn wie ein schreckliches blutiges Verbrechen, was sich nach der Ermittlung jedoch als ziemlich schlechte Inszenierung darstellt. Auch hier ist das Befragen das wichtigste Element neben der Spuren- und Hinweissuche. Zwar habe ich es nicht zu 100% geschafft, war aber doch ganz gut, so dass der Fall mit „Ausgezeichnet“ abgeschlossen wurde.

Der folgende Fall ist schwieriger, auch weil meine Befragungstaktik nicht sonderlich gut funktionierte, aber den Autodiebstahl konnte ich dann doch letztlich aufklären und dabei sogar eine rasante Verfolgungsjagd erleben.

Mein Eindruck von diesem Spiel ist sehr positiv. Es ist spannend und man muss sich wirklich richtig mit den Fällen und den beteiligten Personen auseinandersetzen. Zudem vergeht die Zeit während des Spielens, ohne dass es einem wirklich auffällt.

Man sammelt auch Erfahrung und steigt im Rang auf. Das gibt einem weitere Möglichkeiten Intuitionspunkte zum Beispiel zu erhalten, mit denen man hinweise anzeigen lassen und diese somit finden kann. Außerdem kann man bei Befragungen ebenfalls Intuitionspunkte einsetzen um eine der drei möglichen Befragungstaktiken zu streichen, damit man ein besseres Ergebnis erzielen kann.

Es ist definitiv ein tolles Remake, das Hobbyermittlern sicherlich viel Spaß machen wird, zumal man durchaus öfter mal zur Waffe aber auch zu den Fäusten greifen kann.Ich weiß nicht, was einen noch erwartet bei den Fällen und ob man weiter aufsteigt oder für andere Dezernate aktiv wird, aber ich lasse mich gerne noch überraschen.

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Buch-Rezension zu „Blutroter Sonntag“

Mein erstes offizielles Rezensionsexemplar, das man mir zukommen ließ. An dieser Stelle natürlich vielen Dank an den C. Bertelsmann Verlag aus der Random House Verlagsgruppe für dieses Rezensionsexemplar.

Blutroter Sonntag“ von Nicci French aus dem C. Bertelsmann Verlag. Der englische Originaltitel lautet „Sunday Morning Coming Down“. Übersetzt von Birgit Moosmüller.

Genre: Thriller, Krimi

Auf insgesamt 448 Seiten erstreckt sich diese spannungsgeladene Geschichte, die in sich abgeschlossen ist. Meine Lesedauer betrug ca. 10,5 Stunden. Wichtig ist zu sagen, dass dies der siebte Band um die Hauptfigur Frieda Klein ist, der aber unabhängig von den vorhergehenden Büchern gelesen werden kann. Erschienen ist es am 30.10.2017.

Übrigens ist Nicci French das Pseudonym für das Autorenehepaar Nicci Gerrard und Sean French.

Klappentext:

In dem gemütlichen Heim von Psychoanalytikerin Frieda Klein wird die Leiche eines Privatdetektivs gefunden … War Friedas Erzfeind und obskurer Beschützer Dean Reeve der Mörder? Dann überschlagen sich die Ereignisse: Jemand trachtet Frieda nach dem Leben, doch zuvor versucht er sie einzuschüchtern. Ihre Nichte Chloe, Freund Jack, der schwer krebskranke Reuben und Josefs kleiner Sohn – sie alle werden Opfer von Anschlägen. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber Frieda ist bald klar, dass die Verbrechen nicht Reeves Handschrift tragen. Doch wer ist der Unbekannte, der ihm nacheifert?
Ein atemloser Thriller, in dem Frieda sich von ihrer verwundbaren Seite zeigt – denn es sind alle bedroht, die sie liebt…

Wenn jemand nicht unbedingt selbst lesen, sondern das Ganze lieber als Hörbuch vorgelesen bekommen möchte, kann dies bei audible tun. Dort gibt es sogar eine Hörprobe zu diesem Titel.

Wie erwähnt, lässt sich dieser Thriller, auch ohne die vorherigen Bände zu kennen, lesen. Zwar ist es sicherlich hilfreich, die Hauptfiguren in der Handlung bereits zu kennen, jedoch ist dies keine Voraussetzung, um sich schnell in dieses Buch mit ihren unterschiedlichen Figuren hineinzufinden. Diese werden optisch und charakterlich bereits zu Beginn sehr gut beschrieben, so dass es keine Unklarheiten gibt.

Die Story beginnt schon mal relativ heftig. Schließlich wird eine zu verwesen beginnende Leiche unter dem Fußboden in der Privatwohnung von Frieda Klein, der Hauptfigur, gefunden. Ab diesem Moment beginnen die Ermittlungen, insbesondere in Richtung eines gewissen Dean Reeve, der bereits in früheren Büchern für jede Menge Sorgenfalten und unruhige Nächte bei Friede Klein gesorgt hat.

In der Folge werden Freunde von Frieda entführt oder auch ins Krankenhaus geprügelt, selbst ein weiterer Mord bleibt nicht aus. Ist es erneut Dean Reeve, der sich auf diese obszöne Art und Weise in das Leben von Frieda Klein mischt, oder doch ein Nachahmungstäter? Das wird im Verlauf der Geschichte gelöst. Dabei spielen die Fähigkeiten von Frieda als Psychoanalytikerin eine entscheidende Rolle.

Der Schreibstil, bzw. die Übersetzung, ist sehr gut und flüssig, was einem das Lesen der langen Geschichte erleichtert und nicht behäbig durch das Buch führt. Das ist sehr schön gelungen.

Die einzelnen Kapitel sind recht kurz und knackig gehalten. Auf diese Weise wirkt die Geschichte auf mich schnelllebig und führt auch dazu, dass man auch mal nur ein paar Seiten lesen kann, wenn die Zeit knapp bemessen ist.

Es ist ein klarer Verlauf in der Geschichte festzustellen, die auf mehrere Schauplätze verteilt ist. So handelt natürlich der Großteil von Frieda Klein, aber auch die Polizeiarbeit, die Arbeit von Journalisten und auch das Leben der Freunde, werden in separierten Stücken abgehandelt. Dies rundet die gesamte Geschichte ab.

Auch das Spannungslevel ist prinzipiell permanent vorhanden, da immer wieder etwas Neues passiert und sich die Ermittlungen und Friedas Gedanken stets um den Fall, bzw. die Ereignisse, drehen.

Manche Ereignisse mögen zu erwarten sein, während andere unerwartet über den Leser einbrechen. Das Ende war für mich ein erwartetes Ereignis, wenngleich der Schlusspunkt mit einem sogenannten Cliffhanger gesetzt wurde, der ein weiteres, spannendes Buch versprechen sollte.

Insgesamt fand ich diesen Krimi sehr interessant, ohne die vorherigen Bücher zu kennen. Es fiel mir leicht in die Geschichte herein zu finden und die agierenden Personen vor meinem geistigen Auge zu sehen. Selbst ein leichtes Hassgefühl gegenüber einer bestimmten Person im Buch konnte ich feststellen. Gelungen und lesenswert. Wie das wohl zu Ende gehen wird…?

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