Die Löwen Frankfurt siegen souverän und ungefährdet mit 9:2 gegen einen überforderten Gegner aus Bad Tölz

Die Spiele gegen Bad Tölz, ob zu Hause oder auswärts, sind irgendwie immer sehr torreich. Und dass die Frankfurter Löwen derzeit torhungrig sind, haben sie insbesondere in den ersten Heimspielen der Saison eindrucksvoll bewiesen.

Direkt zu den Bildern des Spiels

Zum ersten Drittel:

Über das ganze Drittel hinweg gab es nur ein Ziel, eine Richtung: das Tor der Tölzer Löwen. Optisch sah es so aus, als hätten die Gäste ihre Offensivabteilung im tiefen Bayern vergessen, denn offensiv waren sie nur sehr selten.

Die Frankfurter hingegen waren stets mit dem Zug nach vorne und verhinderten fast alle Angriffsversuche der Gäste, was das Bild des Spiels prägen sollte.

Früh gingen die heimischen Löwen auch in Führung. Bereits in der vierten Spielminute konnte Adam Mitchell aus kurzer Distanz, nach einem schönen Pass von hinter dem Tor, den Puck zum ersten Mal im Netz versenken.

Zwischen den weiteren Offensivaktionen der Frankfurter mischte sich ein kleiner Lapsus ein, der die Gäste zu einem Konter einlud. Dieser konnte nur auf Kosten eines Penaltys verhindert werden. Aber Sedlmayr vergab die Chance auf den Ausgleich.

Kurz darauf wieder das gleiche Bild: Frankfurt stürmt und spielte die Gäste fast schwindelig. Es dauerte jedoch bis zur 15. Minute, ehe das 2:0 und in der 18. Minute das 3:0, jeweils in Überzahl, fielen.

Es hätten durchaus mehr Tore bis zur ersten Pause fallen können, doch manchmal stand eben doch noch der Torwart im Weg oder es wurde viel zu genau an die Torstangen gezielt.

Zum zweiten Drittel:

Es stand die Frage im Raum, ob die Gäste aus ihrer Lethargie erwachen würden. Doch nach nur knapp einer Minute in diesem Drittel fiel schon das nächste Tor für die Frankfurter. Ein klassischer Abstauber durch Pistilli, der frei vor dem Tor an den Puck kam und diesen ohne Schnörkel im Tor unterbrachte.

Nanu? Die Gäste konnten doch offensiv sein und das Tor finden. Kyle Beach war der Nutznießer eines Fehlers in der Zuordnung und konnte den an diesem Tag spielenden Kucis im Tor überwinden. Das kam unerwartet und vielleicht hätte es der Startschuss in eine bessere Partie der Gäste sein können.

Das war aber nicht der Fall. Schon in der 28. Minute fiel das 5:1 für Frankfurt. Das Überzahlspiel funktionierte wieder einmal sehr gut.

Es war also gerade erstmal Halbzeit in dieser Begegnung und die Frankfurter hatten schon ihre fünf Tore erzielt, die in den ersten Saisonspielen stets für den Sieg reichten. Kurz hatte ich überlegt, ob es nun Zeit zu gehen wäre, denn das Spiel war ja entschieden. Fünf Tore, ein Gegner, der seine Offensivabteilung vergessen hatte und ein Spiel, das nur noch mehr oder weniger vor sich hinplätscherte. Wobei; kann man das so sagen, wenn das Spiel auf Eis stattfindet, dass es vor sich hinplätschert?

Jedenfalls passierte nicht besonders viel bis zum Ende dieses Drittels und ich befürchtete ein eher langweiliges als spannendes letztes Drittel. Diese Befürchtung wurde aber nicht bestätigt.

Zum dritten Drittel:

Voller Energie, fulminant und mit einem Drang zum Tor, als müssten die Hausherren einen Rückstand aufholen, ging es in das letzte Drittel. Nicht nur ich, sondern auch die Tölzer schienen davon überrascht zu sein, denn das 6:1 und das 7:1 waren zwei schnell herausgespielte und kompromisslos abgeschlossene Angriffe und das nach nicht einmal fünf Minuten.

Die Abwehrarbeit wurde trotz der recht massiven Offensive nicht vernachlässigt. Wenn auch Schüsse zugelassen wurden, waren diese zumeist mit freier Sicht für den Torwart oder aus einem schlechten Winkel, sodass die Schussstatistik der Gäste zwar echt gut aussieht, aber im Endeffekt auch nicht die Realität wiederspiegelt, denn in dieser waren es mehr oder minder verzweifelte Versuche aus der offensiven Übermacht vom Main zu entkommen.

Aber diese hatte noch zwei Argumente in Form von Toren anzubieten. Zunächst wurde der bemitleidenswerte Torwart der Gäste auch noch mit einem schönen Spin-Move von Proft düpiert, ehe Tim Schüle in der 56. Minute völlig emotionslos von der linken Seite in Höhe des Bullykreises abzog und zum 9:1 einnetzte.

Nun wollten die Fans und auch die Spieler das 10. Und die Gäste halfen, wenn auch eher ungewollt, bei den Versuchen mit. Gleich zwei Strafen kurz hintereinander brachte sie in doppelte Unterzahl, doch das 10. Tor für Frankfurt fiel nicht. Die Gäste kämpften, denn diese Blöße, diese Demütigung, zweistellig zu verlieren, wollten sie sich nicht zulassen.

Das Verteidigen klappte und es gelang sogar das ganz Unerwartete: das 9:2. Mehr als Ergebniskosmetik war es aber bis zum Schluss nicht mehr.

Kurz nach der Sirene gab es noch eine kleine Rauferei zwischen Yorke und Wehrs. Wie es angefangen hat, kann ich nicht sagen, aber ich glaube, dass da der Frust über diese Niederlage eine Rolle gespielt hat. Jedenfalls ging der Kampf ebenso souverän für Frankfurt aus, wie das Spiel selbst.

Löwen Frankfurt – Tölzer Löwen 9:2 (3:0 2:1 4:1)

1:0 Adam Mitchell ( Mathieu Tousignant , Eduard Lewandowski ) EQ 04:15
2:0 Tim Schüle ( Carter Proft , Bastian Kucis ) PP1 14:20
3:0 Tim Schüle ( Matthew Pistilli , Lukas Koziol ) PP1 17:26
4:0 Matthew Pistilli EQ 20:59
4:1 Kyle Beach ( Andreas Pauli , Johannes Sedlmayr ) EQ 22:48
5:1 Brett Breitkreuz ( Tim Schüle , Matthew Pistilli ) PP1 27:25
6:1 Mike Fischer ( Carter Proft , Maximilian Eisenmenger ) EQ 42:07
7:1 Mike Fischer ( Lukas Koziol , Tim Schüle ) EQ 44:21
8:1 Carter Proft ( Brett Breitkreuz , Maximilian Faber ) EQ 50:34
9:1 Tim Schüle ( Mathieu Tousignant , Adam Mitchell ) EQ 55:06
9:2 Andreas Pauli ( Florian Strobl , Tom Horschel ) EQ 58:23

Zuschauer: 3.657

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Löwen gegen Löwen. Frankfurt gegen Bad Tölz. Der letzte Spieltag der Hauptrunde. Ein Spiel ohne großen Wert. Spielbericht vom 04.03.2018

Der 52. Spieltag ist der letzte Spieltag in der Hauptrunde und war somit das letzte Heimspiel vor den PlayOffs. Da die Frankfurter fest auf dem dritten und die Gäste aus Bad Tölz fest auf dem 13. Platz waren, hatte das Spiel für beide Mannschaften keinen besonders großen Stellenwert mehr. Vielmehr ging es darum, die Weichen in Richtung der PlayOffs, bzw. der PlayDowns, zu stellen und mit einer guten Form in diese gehen zu können. Bestenfalls mit einem Sieg.

Frankfurt verlor zwar die letzten vier Spiele, doch der dritte Platz ist schon seit Längerem gesichert. So konnte man vom Spiel keine besondere Spannung erwarten. Viel interessanter waren dagegen die Zwischenstände und Ergebnisse aus anderen Stadien, denn der Gegner für das PlayOff Viertelfinale wurde noch gesucht. Und da boten sich noch viele Mannschaften an, die den sechsten Tabellenplatz einnehmen konnten.

Zum ersten Drittel:

Die heimischen Löwen dominierten von Beginn an das Spiel. Aber im Vergleich zu den meisten anderen Spielen in der Hauptrunde mit angezogener Handbremse. Aber dies genügte auch, denn keine der beiden Mannschaften schien heute auf 100% zu spielen, was aber durchaus verständlich war.

Das 1:0 für die heimischen Löwen fiel in einer frühen Überzahlsituation. Der erste Schuss und auch der erste Nachschuss konnten noch abgewehrt werden, aber aller guten Dinge sind deren drei und so ging der dritte Schuss in dieser Situation ins Tor.LFECT04032018 (12 von 42)

Danach plätscherte das Spiel so ein wenig vor sich hin, ohne dabei ganz große Chancen auf beiden Seiten zu haben. Zwar gab es Schüsse, aber die waren eher etwas für die Statistik. Dem 2:0 für Frankfurt ging ein Fehler der Tölzer Hintermannschaft voraus. Der Pass in Richtung eigener Spielerbank war unglücklich getimt, denn in diesem Moment wollte ein Spieler wechseln. Das hätte unter Umständen zu einer Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis geführt. Doch die Frankfurter schalteten schnell und nutzten dieses Fehler mit einem schönen Pass vor das Tor aus, welcher im zweiten Versuch ins Tor ging, nachdem der erste noch den Pfosten grüßte.

Beim 3:0, nur kurze Zeit später, wurde ein Frankfurter Spieler im Slot vor dem Tor einfach vergessen, der völlig frei nach einem Pass von der Seite einnetzen konnte. Man konnte so langsam erkennen, dass sich bei den Gästen Frustration breitmachte, denn schließlich waren gerade einmal zehn Minuten gespielt.LFECT04032018 (18 von 42)

Das merkte man sehr gut beim 4. Tor der Frankfurter, bei dem der Tölzer Verteidiger nicht besonders gut aussah. Wieder einmal konnte ein Tor aus dem Slot erzielt werden, bei dem der Frankfurter Stürmer deutlich hartnäckiger zu Werke ging und damit erfolgreich war.

Kurz vor Schluss des ersten Drittels, also wirklich sehr kurz vor Schluss, nämlich nur drei Sekunden, konnten die Gäste auf 4:1 verkürzen. Sie waren in Überzahl und zogen die Box der Frankfurter in Richtung Bande heraus, was den Slot freimachte. Dort wartete bereits ein Tölzer, der den Puck entgegennahm und sich die Ecke praktisch aussuchen konnte. Das war dann auch der Pausenstand.LFECT04032018 (21 von 42)

Interessanter waren aber, wie bereits erwähnt, die Ergebnisse aus den anderen Stadien. Und nach dem Stand zur ersten Pause wäre der Gegner Bad Nauheim gewesen.

Zum zweiten Drittel:

Das Drittel begann für die Gäste denkbar schlecht mit zwei kurz aufeinander gezogenen Strafzeiten. So mussten die Gäste mit 3 gegen 5 in Unterzahl spielen. Die Gastgeber wirkten aber noch nicht so ganz wach, denn das Überzahlspiel wirkte behäbig. Dennoch gelang das 5:1 bei dieser doppelten Überzahl.

Im Anschluss schienen die Gäste an ihrer Ehre gepackt worden zu sein und generierten gute Chancen. Viele davon unter Mithilfe der Hausherren, die das Verteidigungsspiel vernachlässigten. Das 5:2 war schon eine recht kuriose Szene, denn das Tor wurde bei dem Konter der Gäste unabsichtlich verschoben. Normalerweise dürfte das unter diesen Umständen zu keinem Tor führen, wobei es die Möglichkeit gibt, auf ein technisches Tor zu entscheiden, wenn der Puck theoretisch, wenn das Tor nicht verschoben worden wäre, in das Tor gegangen wäre. So viele Konjunktive. Das technische Tor dürfte aber auch nur dann gegeben werden, wenn es sich um ein absichtliches Verschieben des Tores gehandelt hätte. Noch mehr Konjunktive. Sagen wir es mal so: Der Puck wäre reingegangen, das steht fest, nachdem ich die Bilder von Sprade.TV gesehen hatte. Die Schiedsrichter haben das Tor gegeben, also muss es ein technisches Tor gewesen sein. Letztlich aber war das absolut nicht spielentscheidend, sodass man diese Szene als kurios abhaken kann.LFECT04032018 (32 von 42)

Das Spiel verlief recht normal weiter. Die Frankfurter machten keinen schockierten Eindruck, aber hatten anscheinend auch nicht unbedingt vor mehr Kräfte als nötig zu investieren. So kamen die Gäste immer wieder zu Chancen und in Überzahl sogar zum 5:3, welches im Nachschuss nach einem Abpraller gefallen war.

Aber auf der anderen Seite gab es dann auch ein weiteres Überzahlspiel, bei dem eine schöne Einzelaktion, nach einem abgefangenen Pass, das 6:3 einbrachte. Keine Minute später fiel dann auch das 7:3, das ebenfalls durch eine sehr schöne Einzelaktion gefallen ist. Und mit diesem Spielstand ging es in die zweite Pause.LFECT04032018 (35 von 42)

Viele Tore in Frankfurt, doch weiterhin war es in den anderen Stadien spannender. Ein einziges Tor konnte den möglichen Gegner verändern. Nach dem Stand zur zweiten Pause wäre es Kassel gewesen, die im Viertelfinale auf die Frankfurter treffen würden. Doch es waren noch weitere 20 Minuten, oder auch mehr, zu gehen.

Zum dritten Drittel:

Im letzten Drittel passierte nicht mehr besonders viel. Es gab noch zwei weitere Tore in Überzahl. Einmal zum 8:3 und das zweite zum 8:4. Deutlich schöner und ansehnlicher war die Fanwanderung aus dem Gästeblock durch die Eissporthalle. Mit Fahnen und Gesängen ging es durch die Halle. Mit einem größeren und längeren Zwischenstopp in der Stehkurve der Frankfurter wurde sogar einmal ein einfacher Fangesang angestimmt, der von fast allen Zuschauern in der Eissporthalle angenommen wurde. Ein sehr schöner Anblick, dass sich zwei Fanlager ohne Streit und Anfeindungen begegnen können. So soll es sein. Das ist unser Sport. Das ist Eishockey.LFECT04032018 (40 von 42)

Löwen Frankfurt – Tölzer Löwen 8:4 (4:1 3:2 1:1)

Oh ach ja, da waren noch die anderen Spiele, die den Gegner für das Viertelfinale ausspielten. Kaufbeuren, Bad Nauheim, Kassel und Ravensburg standen in der Verlosung. Den sechsten Platz machten die Kassel Huskies klar, sodass sie der Viertelfinalgegner der Löwen Frankfurt sind. Wie es in diesem Jahr wohl ausgeht? Wir werden es erfahren. Bald. In den PlayOffs!

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Löwen Frankfurt – Tölzer Löwen – 28.11.2017

An diesem Dienstagabend kam es zum Duell der Löwen. Die einen aus Frankfurt und die anderen aus Bad Tölz. Dabei waren die Vorzeichen aber eigentlich schon festgelegt, denn der zweite der DEL empfing den Aufsteiger und Tabellenletzten aus Bad Tölz. So gesehen waren die Rollen verteilt.

Zum ersten Drittel:

Das erste Drittel ist eigentlich sehr schnell erzählt, denn die Frankfurter machten das Spiel, zogen stellenweise das Tempo an und Bad Tölz schien mit dieser Spielweise überfordert zu sein. Die sichtliche Überlegenheit der Frankfurter machte sich dann auch auf der Anzeigetafel bemerkbar. Bereits nach vier Minuten stand es 1:0. Im Anschluss wurden mehrere hochkarätige Chancen ausgelassen, so dass das 1:0 für den Spielverlauf zunächst zu wenig schien. Zwar kamen die Tölzer auch zu Chancen, aber diese waren weniger zwingend und zumeist Schüsse aus der Ferne, die aber rigoros abgefangen wurden.LFTL28112017 (17 von 29)

Zwei Überzahlsituationen wurden von den Frankfurtern eiskalt ausgenutzt, so dass es kurz vor Ende des Drittels 3:0 stand. Aber es gab noch einen Konter, der 13 Sekunden vor Ende des Drittels mit dem 4:0 abgeschlossen wurde. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Drittelpause. Die 3.575 Zuschauer sahen also das erwartete Spiel und ich hatte schon Sorge um die armen Bad Tölzer, dass es ein böses Ergebnis für sie werden könnte.

Zum zweiten Drittel:

War das erste Drittel noch von Dominanz und klarer Überlegenheit der Frankfurter gekennzeichnet, haben selbige scheinbar vergessen, dass ein Eishockeyspiel mindestens 60 Minuten dauert. Vielleicht wurde auch eine Runde Valium verteilt, denn genauso müde und lustlos präsentierten sie sich in diesem Drittel. Unmotiviert, unkonzentriert, gefühlte zehn Gänge runtergeschaltet, die Verteidigungsarbeit beinahe eingestellt und ein Torwart, dem die Spielpraxis nach seiner Verletzung fehlte. Ihm kann man noch nicht mal einen Vorwurf machen. Es häuften sich Abspielfehler und auch die Puckkontrolle sah hier und da so aus, als wäre das Eishockeyspielen spontan verlernt worden.

So kamen die Bad Tölzer zum 4:1 Anschlusstreffer, wenngleich dieser noch etwas glücklich fiel. Aber es sah auch so aus, als hätten diese die Angst oder den Respekt vor dem amtierenden DEL2 Meister abgeschüttelt. Sie begannen nun schönes Eishockey zu spielen, was natürlich durch die miserable Vorstellung der Frankfurter in diesem Drittel begünstigt wurde. Bad Tölz spielte nun so, als hätten sie so oder so nichts zu verlieren. Und siehe da, das 4:2 ließ nicht lange auf sich warten und war zudem auch schön herausgespielt.LFTL28112017 (22 von 29)

Langsam begannen auch die Frankfurter Fans ihren Unmut zu äußern, denn es waren gerade einmal sechs Minuten in diesem Drittel gespielt. Bei der nächsten Überzahlsituation der Bad Tölzer, konnten sich die Frankfurter mit einem Konter befreien und das 5:2 erzielen. Das war auch gleichzeitig die beste Offensivaktion der Frankfurter in diesem Drittel.

Wer gedacht hatte, dass die zwei Gegentore für ein Aufwachen sorgen könnten, sah sich getäuscht. Denn das 5:3 und auch das 5:4 folgten nur wenige Minuten später. Das Spiel war auf einmal spannend geworden. Und das nicht, weil die die Mannschaften auf Augenhöhe spielten, sondern die Frankfurter den Gegner nach der 4:0 Führung aus dem ersten Drittel einfach unterschätzten und das Eishockeyspielen fast gänzlich einstellten. Mit dem 5:4 ging es in die zweite Pause und es lag eine Überraschung in der Luft.

Zum dritten Drittel:

Nachdem sich die ersten beiden Drittel mit Licht und Schatten im Frankfurter Spiel am besten beschreiben ließen, waren alle gespannt, wie das Spiel nun weitergehen würde. Den eingekehrten Schlendrian konnten die Frankfurter nicht mehr ganz ablegen. Aber sie zeigten nun wieder den fast gewohnten Offensivdrang, gegen den sich die Bad Tölzer vehement stemmten. Dabei waren die Frankfurter zunächst in Unterzahl, was sich auf dem Eis aber kaum wiederspiegelte.

Doch auch Bad Tölz musste eine Strafe nehmen, da sie wieder etwas überforderter waren. Somit kamen die Frankfurter zur dritten Überzahl in diesem Spiel, welche auch zum dritten Mal genutzt wurde. 6:4. Aber dieses Tor brachte die Ruhe ins Frankfurter Spiel nicht zurück. Wieder dauerte es nicht lange, bis Bad Tölz mehrere gute Chancen herausspielen und das 6:5 erzielen konnte. Aus der Ferne sah es so aus, als wäre der Puck ins Tor gearbeitet worden. Aber Tor ist Tor. Somit hatte auch der Torwartwechsel der Frankfurter zu Drittelbeginn nicht unbedingt das gewünschte Ergebnis gebracht, wobei man auch sagen muss, dass die Defensivleistung der Frankfurter ab dem zweiten Drittel nicht einmal mehr zweitligawürdig gewesen war.

In der Folge war das Spiel recht ausgeglichen und es gab Chancen auf beiden Seiten. Doch keine der beiden Mannschaften konnte aus den sich bietenden Gelegenheiten Kapital schlagen. Auch nicht in Überzahlsituationen. Die letzten Chancen hatten die Bad Tölzer, die kurz vor Ende noch ohne Torwart spielten. Aber die Uhr lief gegen sie und so konnten die Frankfurter den unerwartet knappen Sieg über die Zeit retten.LFTL28112017 (29 von 29)

Nichts desto trotz stehen am Ende des Abends drei Punkte auf der Habenseite der Frankfurter und am Ende fragt keiner mehr danach, wie diese geholt wurden. Doch ist es immer wieder erschreckend zu sehen, dass die Schwachstelle Frankfurts die Defensive ist. Sollte hier noch einmal nachgebessert werden? Diese Frage würde ich mit einem deutlichen „Ja“ beantworten.

Löwen Frankfurt – Tölzer Löwen 6:5 (4:0 1:4 1:1)

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