Defensiv-, Wind-, Regen- und Wasserschlacht. Frankfurt Universe gewinnt das GFL Playoff Viertelfinale gegen die Berlin Rebels in letzter Minute

Was war das nur für ein denkwürdiger Tag?! Und das meine ich in vielerlei Hinsicht, denn so extrem früh, wie an diesem Tag, war ich auch noch nicht an einem Spieltag vor Ort gewesen. Gute drei Stunden vor Spielbeginn waren Marc Junge und ich schon an der PSD Bank Arena.

Es gab viele Leute zu begrüßen und Hände zu schütteln. Schon erstaunlich, wie viele Menschen mir mittlerweile bekannt sind. Nicht unbedingt immer mit vollem Namen, aber in der Großfamilie „Universe“ kennt man sich, bzw. lernt man sich mit der Zeit eben kennen.

Viertelfinale also und nach den Ergebnissen des Vortags, an dem es absolut keine Überraschung gab, stand auch fest, dass es das letzte Heimspiel in dieser Saison sein würde.

Zu den Bildern der Cheerleader

Zu den Bildern des Spiels

Möglicherweise waren deshalb so viele Wolken am Himmel, die immer wieder tränen weinten. Oder hatte das Unternehmen „Rosbacher“ schon seine Finger im Spiel? Mit ihrer tollen Aktion, die geprellten Dauerkartenbesitzer zu diesem Spiel kostenfrei einzuladen, war es ohnehin das Playoff Spiel von Rosbacher, wenn man so will. Nun ja, wenn man weiß, dass Rosbacher überwiegend für den Verkauf von Mineralwasser bekannt ist, dann könnte man wohl sagen, dass das Wasser von oben auch irgendwie passend dazu war.

Während sich der Vorplatz auch so langsam füllte und die ersten Gästefans ebenfalls eintrafen, gab es auf der LKW Bühne neben der Musik auch schon die ersten Interviews. Eine Cheerleaderin von den Stunt Cheers, Fernando Lowery und der Präsident der Berlin Rebels beantworteten die ihnen gestellten Fragen.

Nach einem kleinen Snack, einer Currywurst, liefen auch schon einige Spieler der Universe auf dem Vorplatz herum und auch ein lange Verschollener war dabei. Niemand geringeres als der zukünftige Profi-Wrestler (hehe) Randie! Einmal vorsichtig herzen, man möchte ihn schließlich nicht vor so einem wichtigen Spiel kaputtmachen, und darüber freuen, dass er zu seinem letzten Heimspiel für die Universe dabei sein konnte. Wohin seine Reise führen wird ist wohl noch offen. Aber ich vermute, dass er dem Football nicht fernbleiben wird.

SFUCheers230918-10Kurz darauf wurde es auch schon Zeit für die erste Darbietung der Cheerleader. Wieder einmal waren ganz viele da, die sich zunächst vor und dann teilweise auf der Ladefläche des LKW aufreihten, um ihre einstudierten Choreographien vorzuführen. Fast wäre ich den Damen noch im Weg gestanden, als sie sich auf ihre Positionen machten. Schnell weg, dachte ich mir, bevor mich noch eine von ihnen umrennt. Nun gut, auf der anderen Seite hätte ich dann wohl sagen können, dass ich von einer Cheerleaderin „flachgelegt“ wurde – kann auch nicht jeder behaupten – aber nein, das ist nicht passiert und ich konnte anschließend auch schon die ersten schönen Bilder des Tages machen.

SFUCheers230918-15Es gab sogar eine Tanzeinlage der Trainerin mit Wolf, die sich wirklich sehen lassen konnte. Wäre jemand so nett die beiden für „Let’s Dance“ anzumelden? Wäre mal ein Grund sich das anzusehen.

Während die Zeit schneller verstrich, als man vermuten konnte, wurde es auch allmählich ernst. Zum letzten Spiel der Saison durfte ich noch einmal Bilder am Spielfeldrand machen. Dafür musste ich natürlich ein schickes und total modisches Presseleibchen ausleihen und anziehen.

Bei weiteren Gesprächen rannte die Zeit weiter und der Wind machte sich deutlich bemerkbar, als dieser die Werbebanner von Rosbacher herumschob. Vermutlich würde jemand aus dem Norden sagen, dass es nur ein leichtes Lüftchen war, aber für die hiesigen geografischen Verhältnisse wurde es dann doch stets stürmischer.

Hatte ich übrigens schon erwähnt, wie toll die Aktion von Rosbacher war, den geprellten Dauerkartenbesitzern freien Eintritt zu diesem Spiel zu ermöglichen? Wirklich eine tolle Aktion!

Nach dem ersten Auftritt der Cheerleader vor der LKW Ladefläche haben sie sich bestimmt mit einem Glas frischem Mineralwasser von (natürlich) Rosbacher gestärkt und sich auch umgezogen. Im Militärlook kamen sie aufs Feld und haben im Anschluss mit dem Stadionsprecher Christian, der ebenfalls als Elite-Soldat gekleidet war und gleichzeitig den „Drill Instructor“ spielte, eine erneut sehr schöne und fein säuberlich einstudierte Pre Game Show.SFUCheers230918-42

Das übliche Prozedere ging von Statten und die Gäste aus Berlin rebellierten auf das Feld. Anschließend die lila Mannen. Anspannung stand in der stark wehenden Luft und es waren die Berliner, die zuerst den Ball bekamen.

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Aber vor dem Kickoff hatte ich noch eine Entdeckung auf der Tribüne gemacht. Ein Banner mit einem Slogan, der in den letzten Wochen immer öfter in den Sozialen Medien zu lesen war. #backtothefansSFUBR230918-4

Ich habe mir sagen lassen, dass eigentlich viele davon und andere, die auch als Danksagung für den Trainer Brian Caler gelten sollten, hochgehalten werden würden. Das wäre sicherlich eine schöne und sichtbare Geste für die Arbeit des Trainers und des Trainerteams gewesen. So beim letzten Saisonheimspiel. Aber es war wohl unnötigerweise gänzlich verboten worden. Warum auch immer. Persönlich finde ich es einfach nur schade, dass den Fans diese Möglichkeit rigoros genommen wurde.

Wie dem auch sei. Die Berliner hatten den Ball und nicht nur sprichwörtlich Rückenwind. Und der erste Drive der Gäste sah auch richtig gut aus, wenngleich die Defensive der Universe kurz vor der eigenen Endzone den Riegel zumachte und das Erzielen von Punkten verhinderte. Im Gegenzug zeigten aber die Gäste, dass auch sie verteidigen können und sehr gut auf das Spiel der Frankfurter eingestellt waren.SFUBR230918-15

Bei ihrem erneuten Angriffsversuch entschieden sich die Rebellen ein Field Goal zu erzielen, was auch gelang. Erneut verhinderte die Frankfurter Defensivabteilung ein besseres Ergebnis, dennoch lag Frankfurt zunächst 0:3 zurück. Kurz nach dem Field Goal war auch schon das erste Viertel vorbei. Das war mal flott, aber auch nicht besonders verwunderlich, denn beide Mannschaften versuchten überwiegend das Laufspiel in Gang zu bringen, denn Passwürfe waren ein kleines Lotteriespiel bei den Windstößen, die immer wieder ganz plötzlich in großer Stärke aufkamen.SFUBR230918-17

Ein paar Strafen hier, ein paar Strafen da. Dies auf beiden Seiten und in einem Rahmen, den man durchaus noch als normal bezeichnen konnte. Auch im zweiten Viertel änderte sich das Spiel nicht großartig. Doch in diesem waren es die Hausherren, die ein Field Goal erzielen konnten. Dieser Ausgleich wurde selbstverständlich gefeiert. Nur wenige Momente später war auch schon Halbzeit. Bei einem Spielstand von 3:3 klang es irgendwie mehr nach einem Fußball Ergebnis, als nach einem Football Halbzeitstand.

In der Halbzeitpause konnte man erkennen, dass es neben dem starken Wind auch immer dunklere Wolken am Himmel waren, die es Minute um Minute dunkler werden ließen. Eine Wetter App versprach ein nahendes Unwetter, das auch pünktlich, kurz nach Wiederbeginn ankam.

Das Spiel hatte kaum fortgesetzt, da öffnete der dunkle Wolkenhimmel seine Pforten und es kamen Wassermengen hinunter, die aus dem kompletten Spielfeld beinahe eine Seenlandschaft machten.SFUBR230918-36

Für mich war es dann mit der Fotografie vorbei gewesen. Mit meiner Anfängerkamera kann man da kaum mehr als Regenfäden fotografieren. Außerdem hatte ich keine Taucherausrüstung für Unterwasserfotografie dabei, die man zu diesem Zeitpunkt durchaus gut hätte gebrauchen können.

Irgendwo musste ich mich unterstellen und da entschied ich mich, die aufgestellten Zelte von Rosbacher zu nutzen. Immerhin war es dort nicht ganz so nass, aber dafür wurde es schon fast kuschlig, denn viele suchten ein Dach über dem Kopf. Abgesehen von dem medizinischen Personal, das dort untergebracht war, fanden sich viele Fotografen und auch Spieler unter diesem Notdach.

Das machte es ein wenig schwierig das Spiel zu verfolgen, aber viel passierte auch im dritten Viertel nicht. Dies war natürlich den Platzverhältnissen zuzuschreiben, die im Prinzip jede Sekunde schlechter wurden.

Vor allem sah man hochspritzendes Wasser und Spielertrauben, die gemeinsam badeten, wenn man so will. Geworfen wurde indes kaum noch und wenn, dann wurde nur selten mal ein Ball gefangen. Häufig flutschte das Bällchen durch die Hände oder wieder heraus. Es fehlte nur noch, dass der Ball dann jedes Mal sowas wie „Ätsch“ gesagt hätte.

Ein qualitativ hochwertiges Footballspiel, bei dem beide Mannschaften hätten brillieren können, war einfach nicht mehr möglich. Es gab nur noch Kampf, Wille und Schwimm- sowie Rutschkünste. Da war auch klar, dass jeder noch so kleine Fehler oder Ausrutscher entscheidend sein konnte.

Während das dritte Viertel ohne Punkte zu Ende ging, wuchs die Spannung im letzten Viertel. Wer würde den entscheidenden Fehler machen? Wer hat noch einen Geistesblitz in der Hinterhand?

Der Regen ließ allmählich nach, aber der Boden war nicht mehr zu retten. Es fühlte sich so an als würde man im Boden einsinken. Ob dies auch der Grund dafür war, dass ein Punt der Frankfurter völlig in die Hose ging und den Berlinern die Möglichkeit gab, kurz vor Frankfurts Endzone zu starten und punkten, kann man nicht so genau sagen.

Aber Frankfurts Verteidigung blieb standfest. Ein Pass wurde sogar abgefangen. Die Gefahr war also zunächst abgewendet. Doch im Gegenzug, als die Offensivabteilung Frankfurts an der Reihe war, funktionierte nicht viel. Überhaupt kein Raumgewinn und ein aus der Ferne betrachtetes klares Foulspiel durch die Berliner blieb ungeahndet. Letztlich musste gepuntet werden und das ging mal wieder nach hinten los. Der Snap zu hoch, der Ball flutscht über die Fingerspitzen und verlässt das Spielfeld. Da waren sie, die möglicherweise spielentscheidenden Punkte. Aber für die Gäste aus Berlin, die mit den zwei Punkten für die Safety kurz vor Schluss mit 5:3 in Führung gingen. Ganz bitter und sehr vermeidbar.

Wer nun dachte, dass die Spieler vielleicht die Köpfe hängen lassen würden, lag falsch. In der Teamzone wurde sich gegenseitig motiviert, die Defense wieder aufgebaut. Und vielleicht kam es auch bei einigen automatisiert in Köpfe, dass Playoffs sind. Nochmal alles geben. Nochmal die letzten Reserven aktivieren und aufs Feld bringen. Was es auch war, es funktionierte.

Während sich die Berliner bei ihrem Drive Zeit ließen und diese runterlaufen ließen, schienen sie in einem recht abgeklärten Modus zu spielen. Doch das, was sie brauchten, konnten sie nicht erreichen. Nämlich ein neues First Down. Das gewährte ihnen Frankfurts Defensive nicht. Dass die Rebellen den Punt auch gründlich vermasselten ließ die Fans im Stadion lautstark jubeln. Auch den Spielern Frankfurts konnte man den erhöhten Adrenalinpegel ansehen.SFUBR230918-38

Eine gute Feldposition nahe der Berliner Endzone und gute zwei Minuten Zeit für die Entscheidung. Um bloß nicht den Ball zu verlieren wurde nur gelaufen. Jedes Yard näher an der Endzone war wichtig. Ebenso wichtig, dass die Spielzeit so weit wie möglich herunterlief.

Einen Touchdown gab es nicht. Dafür war die Berliner Defensive zu gut auf das Laufspiel Frankfurts eingestellt. Es gab also nur magere Raumgewinne und so musste der junge Kicker Marius Duis aufs Feld und versuchen das benötigte Field Goal für drei Punkte zu erzielen.

Nervenflattern? Nervosität? Vielleicht innerlich, aber nach außen machte er einen ruhigen Eindruck. Anspannung pur vor diesem Schuss. Sie ließen sich Zeit, dann lief er an, der Snap war gut, der Ball stand senkrecht, wurde in Richtung der Stimmgabel gekickt. Exakt in diesem Moment hätte man auf der Haupttribüne eine Stecknadel fallen hören, die Fans hielten den Atem an. Nur ganz wenige Sekundenbruchteile später brach riesiger Jubel aus. Jeder konnte sehen, dass der Ball zwischen die Stangen ging und der Universe drei Punkte zur 6:5 Führung einbrachte. Und das 26 Sekunden vor Schluss.SFUBR230918-41

Aber noch war es nicht vorbei. Berlin durfte nochmal, auch wenn sie keine Auszeiten mehr übrighatten. Aber es lief nicht mehr viel zusammen. Zu einem Return kam es nicht, denn der Returner ließ den glitschigen Ballfallen und wurde umgenietet. So blieben den Berlinern nur 12 Sekunden um vom einen bis ans andere Ende des Spielfelds zu kommen. Der erste Passversuch war nicht komplett und so standen für das Vorhaben nur noch vier Sekunden auf der Uhr.

SFUBR230918-48Diese letzten vier Sekunden wurden von den Schiedsrichtern aber nochmal so richtig zelebriert. Zuerst wurde ein False Start für die Offense gegeben. Also wurde es nochmal wiederholt. Direkt im Anschluss gab es Gesprächsbedarf unter den Schiedsrichtern und die Berliner standen mit 12 Mann auf dem Platz und das änderte sich auch nicht. Anscheinend wurde die Uhr auf Ballfreigabe gestartet, das hat aber auch keiner so wirklich mitbekommen. Dann nahm der Hauptschiedsrichter den Ball in die Hand und zeigte das Spielende an. Und mit dieser Aussage brachen Jubelstürme los. Auf dem Spielfeld bei den Universe Spielern und natürlich auch auf den Rängen.

Diese letzten Sekunden seit dem Field Goal Kick zogen sich gefühlt Ewigkeiten in die Länge und ich muss gestehen, dass ich bei den Versuchen Bilder zu machen gezittert habe. Nervosität und Anspannung. Alles war da und fiel mit dem Spielende auch ab. Puh, meine Güte. Ich glaube ich bin am Ende ganz schnell gealtert.

Respekt und Lob an Marius Duis von meiner Seite, der mit seinen zwei sicheren Kicks den Sieg eingefahren hat.

Damit hat genau das funktioniert, was in anderen entscheidenden Spielen nicht so gut funktionierte, gerade wenn man an das Spiel gegen Braunschweig und Extrapunkte oder Field Goals denkt.

Doch an diesem Nachmittag klappte es und die Frankfurt Universe konnte den zweifachen Braunschweigbesieger besiegen. Apropos Braunschweig. Durch den Sieg sind die Frankfurter im Halbfinale und treffen am kommenden Samstag auf Braunschweig. Es wird Zeit für die Revanche und ob diese gelingt, wird sich ab 18 Uhr im Braunschweiger Eintrachtstadion zeigen.

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Platz 2 bestätigt. Heimrecht in den Playoffs. Frankfurt Universe siegt gegen die Kometen aus dem Allgäu am 09.09.2018

Seit dem letzten Heimspiel gegen die Wildkatzen aus Kirchdorf war viel passiert. Unter anderem der recht amüsierende Punktabzug bei den Frankfurtern wegen der Insolvenzgeschichte. Warum amüsierend? Nun, die abgezogenen vier Punkte taten nicht wirklich weh. Zwar gab es an diesem Spieltag für die Gäste aus Kempten die theoretische Möglichkeit noch den zweiten Platz zu erobern, aber dazu hätten sie mit 60 Punkten Differenz gewinnen müssen. Zumindest bestand diese theoretische Möglichkeit auf dem Papier.

Aber noch etwas ganz Wichtiges vorab:

Der Sponsor der Frankfurt Universe mit dem Namen „Rosbacher“ zahlt allen Dauerkarteninhabern den Eintritt für das Playoff Spiel gegen die Berlin Rebels am 23.09.2018! Das ist eine tolle Geste!

+++++ Vorher stand hier noch eine kleine Frage, die sich aber aufgelöst hat. +++++ Nach der Insolvenz gab es keine Dauerkarten im eigentlichen Sinn mehr +++++ Es sind also jene Dauerkartenbesitzer gemeint (über 700), deren Dauerkarte aufgrund der Insolvenz ihre Gültigkeit verloren hat!+++++

Frankfurt Universe Cheerleader vom 09.09.2018

Frankfurt Universe – Allgäu Comets 09.09.2018

Auch wenn es an diesem Sonntag zunächst grau und bewölkt war, wurde es ein sonnig warmer Nachmittag auf dem Gelände der PSD Bank Arena. Also perfektes Wetter für Football und vorher natürlich auch für die Cheerleader, die sich erneut mit einer schicken Darbietung auf und vor dem Truck präsentierten. Was die Mädels so alles an Klamotten und Outfits in ihren Schränken haben müssen?! Völlig irre, da kann ich nicht mithalten, ich habe nur unzählige Bandshirts, die grob gesagt, immer gleich aussehen.SFUCheers090918-1

SFUCheers090918-18An diesem Tag hatten die vielen Damen Unterstützung. Auch da passte die Kleidung hervorragend. Sogar beim Catwalk gab es die Note 1, das will mal was heißen.

Es ist aber wie immer so gewesen, dass die Zeit durch die Veranstaltung Außen rum so schnell verfliegt, dass man sich wundern muss, wo sie denn geblieben ist. Hier etwas essen, dort etwas trinken, anschließend noch den Cheerleadern bei ihrer Performance zusehen und schon kann man sich auf seinen Platz im Stadion begeben.

Für mich hieß das aber an diesem Tag auf das Feld. Kein bequemes sitzen, sondern Bilder am Spielfeldrand machen. Doch zunächst waren ein weiteres Mal die Cheerleader da, die sich in Windeseile umgezogen haben müssen um eine weitere neue Aufführung zu präsentieren. Jedes Mal finde ich es beeindruckend, dass sie immer mit etwas Neuem ankommen, das so super einstudiert ist. Den Applaus hatten sie sich, wie jedes Mal, selbstverständlich verdient.SFUCheers090918-54

Folgend lief es aber etwas anders ab, als sonst, denn viele Jugendspieler und ehrenamtliche Helfer liefen durch den bekannten Helm auf das Feld. Es waren so viele, dass das Spalierstehen bis in die Teamzone der Gäste ging. So viele Menschen, die in den verschiedensten Bereichen mit der Universe zu tun haben. Daumen hoch! Da es nun so viele waren, mussten einige die Position wechseln und es kamen die Spieler der Universe aufs Feld. Also die erste Mannschaft, die der GFL. Es waren so gesehen schon viele Spieler da, wenn auch Jugendspieler; aber Spieler der Universe. Erst im Anschluss kamen dann auch mal die Gäste auf das Feld. Es war also alles ein bisschen anders.SFUAC090918-5

Gewohnter verliefen dann der Münzwurf und der Beginn des Spiels. Die Gäste hatten, wie zu Anfang erwähnt, die theoretische Möglichkeit noch den zweiten Platz in der GFL Süd zu erobern, wenn sie die heimischen Frankfurter mit mindestens 60 Punkten mehr vom Platz fegten. Dass diese theoretische Möglichkeit kaum in der Realität umzusetzen war, zeigte bereits das erste Viertel.

Zwar gelang es den Gästen eine 7:6 Führung herauszuspielen, nachdem die Universe nur zwei erfolgreiche Field Goals produzierte, aber lange durften sie sich daran nicht erfreuen. Nun kamen die Spieler der Universe in Fahrt und setzen mit zwei Touchdowns den Spielstand auf 20:7 und im zweiten Viertel mit zwei weiteren Touchdowns sogar auf 34:7.SFUAC090918-26

Die theoretische Chance für die Gäste war also spätestens mit Ende der ersten Halbzeit ad acta gelegt. Sie taten sich schwer mit der Frankfurter Verteidigung und dem starken Laufspiel der Hausherren. Zudem landeten einige Pässe in den Händen gegnerischer Spieler.SFUAC090918-36

Das Bild des Spiels veränderte sich auch in Halbzeit zwei nicht und es wirkte auch nicht so, als würden sich beide Mannschaften auf Gedeih und Verderb bekriegen wollen. Wozu auch? Keiner wollte unnötige Verletzungen riskieren, schließlich stehen die Playoffs vor der Tür.

Doch auch so kamen beide Mannschaften im Verlauf der zweiten Hälfte zu Punkten.  Drei Mal durfte Frankfurt und ein Mal die Gäste aus Kempten. Das führte zu einem Endstand von 55:14. Ein sehr deutliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass der Zweite gegen den Dritten gespielt hat.SFUAC090918-42

Viel interessanter als das eigene Spiel, war vor allem das Ergebnis aus Braunschweig. Denn in der GFL Nord waren die Plätze 1 bis 3 noch gar nicht fix. Als das Spiel in Frankfurt schon längst vorzeitig entscheiden war, hörte ich bei den Durchsagen der Ergebnisse aus Braunschweig genau hin. Dort lief es knapp und endete ganz unerwartet mit einem 28:28. Braunschweig und Dresden konnten oder wollten nicht gewinnen. Somit blieben beide auf ihren Plätzen; Braunschweig auf 1 und Dresden auf 2 und Berlin konnte, trotz zweier Siege gegen Braunschweig, nicht über den dritten Platz hinauskommen.

Damit heißt es am 23.09.2018 um 15 Uhr: Frankfurt Universe vs. Berlin Rebels. Do or Die – siegen oder Saison vorbei. Womit sich der Kreis in meinem Bericht schließt und wir wieder am Anfang bei Rosbacher sind. +++++ Vorher stand hier noch eine kleine Frage, die sich aber aufgelöst hat. +++++ Nach der Insolvenz gab es keine Dauerkarten im eigentlichen Sinn mehr +++++ Es sind also jene Dauerkartenbesitzer gemeint (über 700), deren Dauerkarte aufgrund der Insolvenz ihre Gültigkeit verloren hat!+++++

Der erwartete Sieg gegen die Wildkatzen aus Kirchdorf. Bericht zum Spiel der Frankfurt Universe gegen die Kirchdorf Wildcats vom 19.08.2018

Es ist immer wieder schön an einem Wochenende, vorzugsweise einem Sonntag, zu einem Heimspiel der Universe zu gehen. Mittlerweile kann ich durchaus ein paar vorsichtige Vergleiche zu anderen Mannschaften und deren Heimspielangebote ziehen, aber bisher gab es bei noch keiner anderen Mannschaft eine so umfangreiche Aufstellung, wie es hier der Fall ist.

Versteht mich da bitte nicht falsch, denn bei Mannschaften, die in unteren Ligen spielen, ist das schlichtweg auch gar nicht in dem Umfang möglich. Willkommen ist man jedoch stets und ein Grundangebot an Verpflegung / Fanartikeln ist doch überall vorhanden.

Bilder: Frankfurt Universe Cheerleader vom 19.08.2018

Bilder: Frankfurt Universe vs. Kirchdorf Wildcats 19.08.2018

Aber ich meine durchaus auch andere GFL Mannschaften, bei denen es in der Theorie zumindest möglich wäre. Nur gibt es an manchem Standort nicht mal Cheerleader, da sie abgeschafft worden sind. (Liebe Grüße nach Schwäbisch Hall) Das finde ich persönlich sehr schade, denn gerade bei uns in Frankfurt sind sie eine sehr große Bereicherung vor und während des Spiels. Sicherlich gibt es auch noch an einer Vielzahl anderer Orte Cheerleader, aber die Masse, die die Universe Cheerleader vorweisen können, ist bisher unerreicht.

Es sind aber auch die Fans selbst, die dafür Sorge tragen, dass mehr als nur ein paar Imbissbuden herumstehen. Das Ganze ist also ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die zueinanderkommen. Ist es vielleicht genau das, was es in Frankfurt ausmacht? Unabhängig davon, dass es für den Verein eine schwierige Situation ist. Ich denke schon.

Zwar werde ich in dieser Saison noch den ein oder anderen Standort besuchen, daher ist das kein endgültiges „Urteil“ meiner persönlichen Erlebnisse und Wahrnehmungen, aber es dürfte schwierig werden, einen vergleichbaren Standort zu finden.

Das Gefühl unter Gleichgesinnten zu sein, die diesen Sport genauso lieben und sich von der selbst herbeigeführten schwierigen Lage des Vereins nicht davon abbringen lassen herzukommen, ist einfach ein schönes. Hier duftet es nach Würstchen und Burgern, dort sammeln sich Menschen um zu fachsimpeln und für das Auge sind die Cheerleader auch dabei, strahlen mit der Sonne um die Wette und geben freudig Autogramme oder tanzen auf, bzw. vor einem polnischen LKW Anhänger.SFUCheers190818-17

Es passt so wunderbar zusammen. Und dann wird einem bewusst, dass sich die Saison bald dem Ende nähert und nur noch ein reguläres Heimspiel auf dem Plan steht, ehe die Playoffs beginnen. Sehr wahrscheinlich gibt es da noch ein Heimspiel für Frankfurt. Also mindestens eines. Maximal zwei, wenn es zu Überraschungen kommen sollte. Da wird einem klar, dass man bald wieder sehr lange warten muss, bis es wieder losgehen wird. Ein Grund mehr solche Spieltage zu genießen.

Während die Zeit verstrich, konnte ich mir auch beide Mannschaften beim Aufwärmprogramm ansehen. Dabei fragte ich mich, ob alle Spieler aus Kirchdorf „Tom“ heißen. Eine kleine gedankliche Anspielung an das Logo des Vereins. (Welches ich übrigens bis zur nächsten Saison ändern würde, denn das wäre mir persönlich ein zu heißes Eisen, wenn ich an gewisse Rechteinhaber und solche Späße denke.) Ein guter Zeichner oder Photoshopkünstler bekommt da sicherlich etwas Tolles hin, das weniger nach bekanntem Cartoon aussieht. Bei der Ideensuche hilft es auch bei Google einmal „Wildcats Football“ in der Bildersuche einzugeben. Aber bitte kein „copy & paste“ veranstalten.

SFUCheers190818-20Nun ging es aber für mich auch langsam auf meinen Tribünenplatz, um mich ausbreiten zu können. Laptop, Kamera, E-Zigarette – was man eben so braucht.

Kaum waren ein paar Minuten vergangen, stand da ein Cheerleader auf dem Feld. Mit Mikrofon. Aber der Kleidung nach zu urteilen, war es eindeutig ein Cheerleader. Jedenfalls kamen anschließend die Massen an Cheerleaderdamen aufs Feld und zeigten wieder einmal eine tolle Pre-Game Show. Sie sind schon wirklich faszinierend aber kein Freiwild, das möchte auch mal gesagt sein.SFUCheers190818-53

Kaum war dies vorbei, kamen schon die Gäste aus Kirchdorf auf das Feld. Ganz wie gewohnt unter dem Applaus der Zuschauer. Im Anschluss natürlich die Mannschaft der Universe, für die die vielen Cheerleader Spalier standen.

Ich wünsche mir übrigens mal, dass zum Einlauf der Mannschaft, besser gesagt kurz davor, ein Song von Motörhead eingespielt wird. Titel „The Game“. Wenn dann noch ein großer muskulöser Mann (also nicht ich – aber ich wüsste da eine Person, die bestimmt jemanden kennt, auf den das Aussehen wohl passen könnte) auf das Feld kommen würde im Stil von Wrestler „Triple H“, dann wäre ich sowas von abgedreht glücklich, das könntet ihr euch gar nicht vorstellen.

Aber vor 1.409 Zuschauern (mit den ganzen Cheerleadern dazugerechnet bestimmt knapp 2.000) ging das Spiel auch mal los. Die Wildkatzen aus Kirchdorf durften zuerst einige Versuche wagen, die ersten Punkte zu erzielen. Aber es lief nicht so gut und das bedeutete sogar die erste Auszeit des Spiels, nach nicht einmal 90 Sekunden. Diese brachte auch nicht das gewünschte Ergebnis und so wurde gepuntet.

Die Frankfurter machten es ihrerseits etwas besser, kamen aber nicht an den wachen Kirchdorfern vorbei und mussten mit einem Field Goal Versuch abschließen, der erfolgreich die ersten Punkte auf die Anzeigetafel brachte. 3:0.FU-KW190818-17

Auch der zweite Angriffsversuch der Gäste blieb erfolglos, dafür zeigten sich die Hausherren nun zu Beginn des zweiten Viertels offensiv stärker und kamen zum ersten Touchdown durch Timothy Thomas, dem ein erfolgreicher Zusatzpunkt folgte. 10:0.FU-KW190818-23

Die folgenden Minuten wurden interessant. Zunächst war da der Kick Return von Kirchdorf, der erst in der Endzone Frankfurts endete. Ein toller Lauf, aber doch keine Punkte, weil da ein Block in den Rücken gesehen wurde. Schade für die Gäste, denn der Lauf hätte sich Punkte verdient. Stattdessen mussten sie von sehr weit hinten starten. Aber dieser Angriff endete mit einem Punt.FU-KW190818-25

Doch auch die Frankfurter kamen bei ihrem Angriff nicht über ein Field Goal Versuch hinaus, der aber knapp an der Stimmgabel vorbeiging. Zwischendurch zeigten sich beide Mannschaften auf einem Level in Sachen Fehlstarts.

Also wieder Kirchdorf. Doch bei einem Snap, der völlig in die Hose ging, verliert der Quarterback den Ball – Fumble! Der Ball wird von einem Frankfurter aufgenommen, der einfach in die Endzone spazieren kann. Eigentlich Punkte, wenn die Schiedsrichter nicht abgepfiffen hätten. Was genau da passiert war, dass man abpfeifen musste, war mir nicht ersichtlich. Aus meiner Position von der Tribüne und durch den Zoom meiner Kamera habe ich absolut nichts erkennen können, das ein Abpfeifen gerechtfertigt hätte. Und wenn der Frankfurter Spieler doch schon auf dem Boden gewesen sein sollte, dann wäre der Ballbesitz bei Frankfurt gewesen. Aber statt Punkte oder zumindest Ballbesitz, durfte Kirchdorf punten.FU-KW190818-33

Aus meiner Sicht eine überdeutliche Fehlentscheidung, die noch nicht mal Diskussionen zulässt. Sicher ist das alles für Schiedsrichter kein einfacher Job, aber in dieser Situation…

Nun gut, dann anders, dachte sich wohl auch Justin Rodney. Er bekam den Ball, lief an allen Gegenspielern vorbei, ließ sich nicht aufhalten und spazierte bis in die Endzone. Da waren sie dann doch die Punkte. Und weil es so ein toller Tag und viel Platz in der Endzone war, gab es als Zugabe noch einen Salto von ihm. Sah echt gut aus, aber bitte nicht bei sowas verletzen. Der Zusatzpunkt war Formsache.FU-KW190818-35

Viel passierte in der ersten Halbzeit nicht mehr. Nur der Spielausschluss von Jhonattan Silva Gomez für ein Targeting, das ich nicht als solches gesehen zu haben meine, war leider noch hinzunehmen.

Halbzeitpause. Und es duftete von überall nach leckerem Essen. Und auf dem Feld war eine der Cheerdamen zu sehen, die einen kurzen Beitrag für ihre Social-Media-Kanäle aufgenommen hat.SFUCheers190818-84

Das Spiel ging nur wenige Momente später weiter. Es dauerte auch nicht lange, ehe sich Timothy Thomas ein weiteres Mal in die Punkteliste des Tages eintragen lassen konnte. Freistehend fing er einen Pass und konnte in die Endzone gehen. Wahrscheinlich hätte er unterwegs noch Zeit für ein Instagram Live Video gehabt, oder sowas. Der Zusatzpunkt war auch dieses Mal perfekt.FU-KW190818-45

Für Kirchdorf lief es weiterhin eher mäßig. Der nächste Drive endete erneut mit einem Punt, der sogar von Fernando Lowery bis in die Endzone zurückgebracht werden konnte, aber auch dieser Return konnte nicht gewertet werden, denn es gab einen Block in den Rücken. Eine ähnliche Situation gab es in diesem Spiel schon einmal. Da war es Kirchdorfs Return, der aufgrund eines Blocks in den Rücken, nicht gewertet werden konnte.FU-KW190818-48

Es wurde im Anschluss auf beiden Seiten gepuntet, bis Frankfurt wieder im Ballbesitz war und erneut für Punkte sorgen konnte. Justin Rodney war es, der seinen zweiten Touchdown des Tages erlaufen konnte. Zwar gab es noch Flaggen auf dem Feld, die aber keine Änderung am Ausgang des Spielzuges bewirkten.

Folgend blieb Kirchdorfs Angriffsversuch erneut hängen und den Puntversuch nahmen sie mit in das letzte Viertel. Doch es wurde kein Punt, denn dieser war ein Fake und der Punter versuchte den Überraschungsmoment auszunutzen. Doch so überraschend, wie es erhofft wurde, war es nicht und die Frankfurter Verteidiger stoppten ihn sehr schnell.

Doch trotz der guten Feldposition gab es kein Vorwärtskommen für Sonny „PS4“ Weishaupt und auch der Field Goal Versuch war nicht erfolgreich. Man überließ unverrichteter Dinge erneut den Gästen den Ball, die sich aber selbst in Schwierigkeiten brachten und den Ballbesitz aufgrund eines Ballverlustes (Fumble) abgeben mussten.

Dieses Mal ließen sich die Frankfurter aber nicht die Butter vom Brot nehmen und Mister „Running Back to Back“ Andreas Betza tankte sich in die Endzone für einen weiteren Touchdown, dem ein erfolgreicher Extrapunkt folgte.FU-KW190818-64

Da stand es dann schon 38:0. Das Spiel war schon länger entschieden und man konnte auch sehen, dass sich doch ein gewisser Schlendrian in die Spielweise Frankfurts eingeschlichen hatte. Nicht mehr tun als unbedingt nötig. Und das bekam dann auch Sonny zu spüren, der mehrere Male eingesackt wurde. Da ließ man den Kirchdorfer Verteidigern zu viel Spielraum.

So kam Kirchdorf dann doch nochmal zum Ballbesitz und konnte sich einen Touchdown für die Ehre sichern. Dafür sorgte Clemens Erlsbacher nur wenige Sekunden vor Schluss und nach einer Auszeit, die für den 4. Versuch genommen wurde. Der Extrapunkt wurde genutzt und so kam es zum Endstand von 38:7.FU-KW190818-70

Die Punkte seien den Gästen aus Kirchdorf gegönnt, so ist es nicht. Schade ist nur, dass man die beste Verteidigung der Liga nun nicht mehr in Frankfurt, sondern in Braunschweig vorfindet.

Schluss; Ende und eine Runde abklatschen. Währenddessen habe ich noch ein wenig mit Michael gesprochen, der übrigens ein ausgebildeter Weißkopf, also Schiedsrichter, ist. Wenn also mal jemand einen guten Schiedsrichter braucht, den kann man nehmen!

Unerwartete Spannung beim hessischen Duell in der GFL Süd. Bericht zum Spiel der Marburg Mercenaries gegen die Frankfurt Universe vom 12.08.2018

Nach Marburg mit der Bahn. So hatte ich es vor. Dass dies eine Tour wird, die deutlich länger dauern sollte, als erwartet, hatte ich nicht gedacht. Aber an manchen Tagen ist man, wenn man sich auf die Bahn verlassen will, verlassen. Da sitzt man schön in einer Bahn, die Fahrt bis zum Hauptbahnhof sollte knapp 15 Minuten dauern, dauert dann aber gute 40 Minuten und man fragt sich, ob laufen nicht eine Alternative an diesem Tag gewesen wäre. So musste ich eine Bahn später nehmen und kam dadurch leider erst ungefähr 20 Minuten nach Spielbeginn im Stadion in Marburg an. Das erste Viertel lief aber noch.

Auf dem Weg zum Stadion konnte ich durch die Bäume leichte Blicke auf das Spiel erhaschen. Doch viel interessanter war aus der Ferne die Lautstärke der heimischen Fans. Diese jubelten nicht nur einmal. Da dachte ich mir schon, dass irgendetwas Positives aus Marburger Sicht passiert sein musste. Doch was genau, das konnte ich natürlich so nicht mitbekommen.

Bilder: Marburg Mascots und Universe Cheerleader 12.08.2018

Bilder: Marburg Mercenaries vs. Frankfurt Universe 12.08.2018

Dass es tatsächlich sogar Punkte waren, die Marburg gemacht hatte, sah ich dann auf der Anzeigetafel, nachdem ich endlich im Stadion war. Nanu? 9:0 die Führung für die heimischen Mercenaries? Okay?! Ich habe also doch etwas Interessantes verpasst.

Wenn man sich an das erste Spiel in Frankfurt zurückerinnert, bei dem die Marburger chancenlos waren und dominiert wurden, war das schon eine erste Überraschung. Das erste Viertel war dann auch schon so gut wie vorbei, nachdem ich mich platzieren und die üblichen Verdächtigen, ehm ich meine Bekannten, begrüßt hatte. Außerdem konnte ich sehen, dass sehr viele Fans der Universe angereist waren, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Doch nicht nur Fans waren da, nein, auch eine kleine Gruppe der Universe Cheerleader war vor Ort und tanzte auf der Gegenseite vor und für die Frankfurter Fans.

MMCuUC12082018-20Unter ihnen, an diesem Tag aber als Betreuerin für die tanzenden Mädels, auch eine recht neue junge Dame, die seit kurzem zum Cheerleaderteam dazugehört. Ich spreche hier von Julia, die einen ungewöhnlichen, bzw. interessanten Werdegang zur Cheerleaderin gemacht hat. Sie hat zuvor schon Sport betrieben, aber nicht Tanzsport. Bodybuilding war ihr Gebiet und das erkennt man teilweise auch noch. Zwar hatte ich ein wenig Angst ihr die Hand zu geben und nach dem Händeschütteln eine zerdrückte Hand zu haben, aber ich habe mich dann doch getraut. (Ja, ich übertreibe ein bisschen) Nur noch hierzu kurz: ihr Händedruck ist durchaus kräftig, aber dafür hat sie durchaus weiche Hände.

Sie ist freundlich, sympathisch und offen. Im Prinzip auch so, wie die anderen Damen der Universe Cheerleader. Sie war übrigens auch beim letzten Heimspiel im Cheerleader Outfit und hat getanzt. Mir ist sie erst auf den Bildern aufgefallen. Oh, ein neues Gesicht. Tänzerisch scheint sie schon sehr gut integriert zu sein. Zumindest stach sie, so mein Eindruck, nicht negativ aus der Gruppe hervor – und das ist gut. Weiter so Julia.

Das Spiel ging natürlich weiter in das zweite Viertel hinein und nun mussten sich die Frankfurter etwas einfallen lassen, denn der Rückstand musste schließlich irgendwie aufgeholt werden. Und daran arbeiteten sie auch.

Die Marburger, die in dieser Saison durchaus heimstark sind, hielten aber sehr gut dagegen. So dauerte es etwas, bis sich die Mannen von Brian Caler in die Endzone durchtanken und für Punkte sorgen konnten. Durchtanken passt wirklich sehr gut, denn Andreas Betza wäre wahrscheinlich auch durch meterdicke Wände gesprungen, um diese Punkte zu machen.MMSFU120818-5

Den Extrapunkt ließ man sich nicht nehmen und kam damit auf 9:7 heran. So langsam fand auch die Frankfurter Defensive besser ins Spiel und konnte sich in der Folge auszeichnen. Aber auch auf der Gegenseite blieb die Defensive der Hausherren durchaus standhaft und hielt die Offensive der Frankfurter sehr gut fern von der eigenen Endzone. So durfte Frankfurts Kicker, Marius Duis, den Versuch wagen ein Field Goal aus gut 50 Yards zu erzielen. Ein gewagter Versuch, aber das Ding war drin! Wow, meinen Respekt dafür. Und damit lag die Universe mit 9:10 in Front.MMSFU120818-32

Das war dann auch der Halbzeitstand, denn die Defensivreihen zeigten wieder gute Arbeit auf beiden Seiten.

Ein ähnliches Bild zeigte sich auch zu Beginn des dritten Viertels, denn die Marburger konnten sich zurecht Chancen in diesem Spiel ausrechnen und das zeigten sie auch auf dem Feld. Zwar kamen sie selbst nicht zu weiteren Punkten, ließen aber wiederum kaum Raumgewinne für die Frankfurter zu, die erneut in Form von Marius Duis ein weiteres Field Goal erzielen mussten. Auch dieses aus knapp 35 Yards war gut gekickt, so dass der Spielstand auf 9:13 erhöht wurde.

Das Ende des dritten Viertels war nicht mehr weit, aber es wurde nochmal sehr interessant. Zunächst konnte Frankfurts Defensive einen Pass abfangen und einen Touchdown dadurch erzielen. Kweishi Brown hatte abermals in einem Spiel mit seinem Gespür und seiner Aufmerksamkeit dafür sorgen können. Die angepeilten weiteren zwei Punkte gab es aber nicht. 9:19 und nun sah es eigentlich etwas sicherer für Frankfurt aus.MMSFU120818-36

MMSFU120818-41Doch im direkten Gegenzug hatten alle Frankfurter das Nachsehen, als Silas Nacita den Turbo anschmiss, die Frankfurter Verteidiger um kurvte und ungehindert, fast aus der eigenen Endzone heraus, für einen Touchdown auf der anderen Seite sorgen konnte. Da auch der Extrapunkt genutzt wurde, stand es nur wenige Momente später 16:19.

Zwischendurch bin ich immer wieder auch mal an den Cheerleadern Marburgs vorbeigeschlendert. Nicht nur, um das ein oder andere schöne Bildchen der jungen Damen zu machen, nein ich wollte auch mal schauen, ob ich diese Text vor dem „Defense go“ mal besser verstehen kann. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere Leser daran, dass mir dies bereits bei einem der vorherigen Spiele aufgefallen ist, dass da etwas von den Mädels angesagt wird, ich aber nicht verstehen konnte. Was ich heraushören und mir merken konnte ist, dass es definitiv ein ganzer Satz ist, der wie folgt zu Ende geht: „stand up, shout it out: Defense Go – Defense Go“ Und genau das ist Cheerleading. Gefällt mir durchaus.MMCuUC12082018-4

Nun wurde es aber auf dem Feld nochmal spannend im letzten Viertel. Ein knapper Spielstand, eine Marburger Mannschaft, die ihre Chance wittert und eine Mannschaft aus Frankfurt, die nicht den allerbesten Tag erwischt hat. Ja, das versprach Spannung; wenn auch unerwartet (das Ergebnis des Hinspiels noch im Kopf).

MMSFU120818-45Zunächst konnte aber Frankfurt glänzen und zwar mit einem wundervollen langen Pass in die Endzone, den George Robinson fing und in einen Touchdown verwandeln konnte. Der Extrapunkt war Formsache für Marius Duis. Also ich meine ja nur; wer aus 50 Yards treffen kann, der macht so einen Extrapunkt mit geschlossenen Augen auf einem Bein rückwärts – mit Salto. Damit stand es 16:26 und für den Moment schien es wieder etwas sicherer für die Men in Pu…, nein, in Orange.

In der Folge zeigten sich aber wieder die Defensivreihen in sehr guter Form und so wechselte der Ballbesitz einige Male, ohne, dass Punkte gemacht werden konnten. Erst ein Field Goal Marburgs beendete die punktlose Zeit und damit konnten sie auf 19:26 verkürzen.

Die letzten Minuten waren also nochmal spannend. Ich hätte den Mercenaries durchaus zugetraut, dass sie ein Touchdown und eine 2pt-Conversion versuchen würden, wenn es denn dazu käme. Das würde zu ihnen passen, ein Spiel so zu gewinnen. Gegen München, da waren es nur wenige Sekunden auf der Uhr, als sie das Spiel zu ihren Gunsten gedreht haben. Warum also nicht auch gegen Frankfurt? Die Chance war jedenfalls da.

Und sie war auch deswegen da, weil die Frankfurter bei ihrer eigenen Offensive nicht weit kamen. Vielleicht die Sensation vor Augen; vielleicht noch einmal etwas Überraschendes; aber das sollet nicht passieren, denn ein eigentlich gut geworfener Passversuch des Marburger Quarterbacks landete in den Händen von Joshua Poznanski, der diesen festhielt und die Interception kurz vor Schluss machte. Dadurch war der Kuchen gegessen, der Drops gelutscht. Erleichterung bei den Fans und der Universe selbst. Das hätte auch schiefgehen können.MMSFU120818-58

Die Mercenaries haben ihrerseits gezeigt, dass mit ihnen vor allem in Marburg zu rechnen ist. Respekt und Lob von mir für diese sehr starke Leistung.

Ein knappes Ding zwischen der Frankfurter Universe und dem amtierenden deutschen Meister aus Schwäbisch Hall. Hitze und Spannung – mein Bericht zum Spiel vom 05.08.2018

Wieder ein heißer Tag, wieder ein Footballspiel. Es war zwar nicht ganz so heiß, wie noch einen Tag zuvor in Mannheim, aber alles über 30 Grad ist für mich Hitze. Aber so ein Spiel darf man sich nicht entgehen lassen, denn es war DAS Spiel der GFL Süd. Die beiden Top Teams trafen aufeinander. Wen interessiert da noch das Wetter, wenn es um Platz 1 in der Gruppe geht?

Direkt zu den Bildern:

Universe Cheerleader 05.08.2018

Frankfurt Universe vs. Schwäbisch Hall Unicorns 05.08.2018

Aber zuerst hieß es ankommen und die gewohnte Begrüßungsorgie abhalten. Mittlerweile, nach einem Jahr, kennt man doch mehr Leute, als man glaubt. Immer die gleichen Nasen. Aber es gibt dann doch immer wieder etwas Neues, auch wenn man meinen könnte, dass dies gar nicht möglich ist.

Zunächst fiel mir eine Person auf, neben der ich bereits am Vortag in Mannheim häufiger stand. Ebenfalls auch mal kurz „Hallo“ sagen und feststellen, dass es sich um einen Spieler der Unicorns handelt. Leider konnte ich ihn nirgendwo im Roster der Unicorns finden, deswegen weiß ich einfach nicht, wer er ist. Die Nummer, die er mir nannte, passt laut Roster auch nicht. Vielleicht löst sich dieses Rätsel noch mit der Zeit auf.

Das war aber noch nicht alles, was vor dem Spiel passierte. An diesem Spieltag war ich früh genug zugegen, um mir auch die Show der Cheerleader anzusehen, die wirklich toll aussah. Aufführung und Mädels natürlich gleichermaßen. Es ist schon bemerkenswert, dass sie für jedes Spiel etwas Neues auf Lager haben. „Standard“ gibt es nur an der Sideline, aber selbst da sind ihre einstudierten Choreos sehr abwechslungsreich.SFUCheers050818-9

In diesem Beitrag steht Cheerleaderin Sonja stellvertretend für die große Truppe, die die Universe Cheerleader sind. Wie viele sind es eigentlich mittlerweile? Um die 50? Wenn mal wirklich alle da wären, käme das wahrscheinlich hin. Jedenfalls ist Sonja keine der jüngsten der Damen und ihr tatsächliches Alter hätte ich auch nie erraten, nicht mal im Ansatz geschätzt. Nein, ich verrate es nicht, selber erfragen (was man als Gentleman aber nicht macht). Dass sie in den Fokus rückt, hat eine kleine Vorgeschichte. Es ging dabei um Bilder und das Dasein einer Cheerleaderin, nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht noch den ein oder anderen Schminktipp von ihr für mich, aber das vertiefen wir mal nicht.

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Sonja

Sonja, wie auch alle anderen Damen, haben an Spieltagen natürlich viel zu tun. Vom Styling bis hin zur Autogrammstunde über eine kleine Aufführung und dem Bereitstehen für Bilder mit großen und kleinen Fans, muss alles untergebracht werden. Und dabei beginnt ein Spieltag für die Damen sehr früh, so zumindest mein Informationsstand.

Aber trotz der relativ wenigen Zeit, sind die Damen zumeist guter Laune und freuen sich, dass ihnen auch außerhalb der Tanzaktivität viel Aufmerksamkeit zu Teil wird. Ich persönlich meine, dass das Lächeln, was alle beim Schreiben der Autogramme zeigen, nicht gespielt ist. Und wenn gerade kein allzu großer Andrang herrscht, kann man auch mit ihnen ein paar nette Worte wechseln. Das kurze Gespräch über Frisuren, Styling, Make-Up, sowie dies und jenes war schon sehr angenehm und bestätigte meinen Eindruck, den ich von ihr hatte: sympathisch, freundlich und offen.

Dann gab es noch ein kleines Highlight, denn bisher hatte ich noch keine einzige Autogrammkarte der Damen. Bis jetzt. Natürlich war nun jene von Sonja die allererste Cheerleader Autogrammkarte meines Lebens. Fantastisch! Aber auch von Astrik, Anna, Vinni und Anja ließ ich mir welche geben.

Man könnte wohl jetzt behaupten, dass ich mir nur jene meiner persönlichen „Favoritinnen“ habe geben lassen, aber nein. Alle Mädels sind toll. Aber auf der anderen Seite möchte man(n) auch nicht zu aufdringlich wirken. Ich bin doch schließlich schüchtern.

Erkennt man anhand der Autogrammkarten, welche der Damen meinen Blog (PadmanPL) kennt?Autogrammkarten-1

Anschließend war ich dann auch mal auf meinem Plätzchen und habe mich eingerichtet. Schön im Schatten auf der Tribüne. Von dort aus konnte ich mir dann die Pre Game Show der Massen an Cheerleadern ansehen, denn nicht nur die Universe Cheerleader und die Stunt Cheerleader waren zugegen, es gab auch Gastdamen, wenn man so sagen möchte, aus Wölfersheim. Die Red Angels Cheerleader wurden integriert und es sah, auch aus der Ferne, wirklich toll aus.SFUCheers050818-27

Normalerweise geht es im Anschluss direkt weiter mit der Vorstellung und dem Einlauf der Gäste, aber an diesem Tag war noch so viel Betrieb an der Tageskasse, dass der Spielstart um 15 Minuten nach hinten verlegt wurde. Insgesamt kamen 3.017 Zuschauer zu diesem Spitzenspiel und darunter auch sehr viele Fans aus Schwäbisch Hall. Das ist doch eher etwas selten, dass mehr als nur eine Handvoll Gäste für ein Spiel mitreisen.

Es gab zwischendurch noch eine interessante Information, die der Stadionsprecher erzählte. Die Spieler verlieren an einem Tag mit solchen hohen Temperaturen bis zu sechs Liter Flüssigkeit und dabei ist es unter dem Helm gut und gerne auch mal bis zu 80 Grad(!) heiß. Hirn Medium sage ich da mal.

Dann ging es aber auch mal los und das Spiel konnte beginnen. Der erste Frankfurter Drive endete tatsächlich mit einem Touchdown. Timothy Thomas konnte den Ball auf der rechten Seite fangen und in die Endzone bringen. Doch der Zusatzpunkt wurde vergeben, da die Haller Verteidigung blocken konnte.SFUSHU05082018-17

In der Folge sah man, dass sich beide Mannschaften sehr gut aufeinander eingestellt haben und insbesondere das Laufspiel unterbinden konnten. Wenn es dann mal doch klappte, ging es aber nicht weit. Das galt für beide Seiten.

Insbesondere die Defense der Universe zeigte sich hellwach und ließ auch Pässe nicht ankommen. Ein hoher Kraftaufwand, der sich bis dahin aber lohnte. Doch wieder gab es, wie zuletzt beim Eurobowl, ganz unnötige Strafen bei eigenem Ballbesitz. Dies hatte in der ersten Hälfte des Spiels zwar keine Folgen, aber anstelle von möglichen Punkten endete dieser Drive mit einem Punt.SFUSHU05082018-31

Etwas später, bereits im zweiten Viertel, gab es die Chance für einen Touchdown, dem eine Interception vorausging. Doch es gelang der Offensive nicht den Ball in die Endzone zu bringen und das bei nur einem Yard bis in selbige. Es ging sogar zurück, denn Halls defensive ließ sich davon nicht beeindrucken. So kam es, dass es nur für ein Field Goal zur 9:0 Pausenführung reichte.

Bis hier hin kamen die Gäste kaum zur Geltung und hatten noch keine Lösung für die überragend geführte Verteidigungsarbeit der Hausherren.

Doch in der zweiten Hälfte wendete sich das Blatt völlig. Entweder hatte die erste Halbzeit zu viel Kraft bei den Frankfurtern gekostet oder die Trainer der Gäste hatten sehr gut analysiert und ihr Spiel umgestellt.

Es waren gerade einmal 1:15 im dritten Viertel gespielt, als die Haller mit einem sehr guten Pass auf den freistehenden Jannis Fiedler zum Touchdown kamen. Da war die Defensive aus Frankfurt nicht mehr auf der Höhe und konnten die Punkte nicht verhindern. Schnell stand es 9:7 und das Spiel wurde nun so richtig spannend.SFUSHU05082018-47

Durch einen weiteren individuellen Fehler auf Frankfurter Seite, mussten sie den Ball aus der eigenen Endzone heraus punten, was für die Gäste ein gefundenes Fressen war. Schwupps standen sie wieder nahe an der Endzone, doch mehr als ein Field Goal sprang nicht dabei heraus. 9:10 war nun der Spielstand. Die Gäste hatten das Spiel gedreht und nun Oberwasser.

Mit weiteren Punts verlief das Spiel bis in das vierte Viertel. Ein verunglückter Punt brachte die Gäste erneut kurz vor die Endzone. Nun wurde es taktisch und es gab viele Auszeiten. Die Gäste wollten das Spiel nun entscheiden, aber kamen nicht zum erhofften Touchdown. Auch der erneute Versuch eines Field Goals schlug fehl. Es blieb beim 9:10 aus Frankfurter Sicht, die nun ihre Offensive zum Laufen bringen mussten, wollte man nochmal punkten.

Aber auch dieser Angriff wurde sehr gut verteidigt, sodass wieder einmal ein Punt herhalten musste. Die Zeit lief dabei gnadenlos herunter und ich fragte mich, ob der vergebene Extrapunkt nun zum Zünglein an der Waage werden sollte. Dieser eine Punkt.SFUSHU05082018-53

Gerade einmal 66 Sekunden vor Spielende bekamen die Frankfurter den Ball für einen weiteren Drive, welchen sie aber fast aus der eigenen Endzone heraus beginnen mussten. Dies lief aber mehr als unglücklich ab, denn die Gäste aus Schwäbisch Hall verteidigten so druckvoll, dass es zu einer Safety und zwei weiteren Punkten für sie kam. 9:12 und Frankfurt musste auch noch den Ball abgeben.

Dass der Meister die letzten Sekunden herunterlaufen ließ, war reine Formsache. Und so gewannen sie dieses denkbar knappe Spiel mit 12:9. Dabei wird das Geheimnis für diesen Sieg in der Kabinenansprache zur zweiten Halbzeit zu finden gewesen sein.

Wieder war es ein Spiel auf Augenhöhe mit dem schlechteren Ausgang für die Universe. Es sind immer noch die Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen. Viel fehlt nicht mehr und noch ist genügend Zeit, dieses letzte Bisschen aus der Mannschaft heraus zu kitzeln.

Bericht zum Spiel der Frankfurt Universe gegen die Munich Cowboys vom 28.07.20108 – ein Spiel, das wie erwartet verlief und für mich ein kleines Jubiläum bedeutete

Die Zahl „42“ ist sehr bekannt und hat hinlänglich eine sehr große Bedeutung und stellt die Antwort auf fast alle wichtigen Fragen dieser Welt dar. Aber in Bezug auf diesen Bericht ist es die Anzahl der Tage, die man warten musste, bis die Universe wieder ein weiteres Saisonheimspiel bestreiten konnte.

Zu den Bildern der Universe Cheerleader

Zu den Bildern des Spiels

Abgesehen davon sollte das Spiel eigentlich vor der Sommerpause stattfinden, aber die Mitarbeiter der europäischen Zentralbank feierten an dem Tag ihr Bestehen oder einen guten Zinssatz oder sonst etwas dergleichen. Vermutlich gibt es dann im März 2019 eine erhöhte Geburtenrate der Mitarbeiterinnen der EZB.

Jedenfalls war an diesem Spieltag der Wettergott etwas gnädig und bedachte uns im Frankfurter Raum mit Wasser von oben und nicht ganz extremen Temperaturen. Dies musste ich ausnutzen um meine Wohnung ein paar Grad herunter zu kühlen. Hatte aber den Nachteil, dass ich nicht ganz so früh zum Spiel kam, wie es sonst der Fall ist. Somit habe ich auch das Grillen auf dem Parkplatz verpasst, was für mich persönlich eher weniger dramatisch war. Es soll aber schön gewesen sein und dem Flair des Footballs entsprochen haben. So wurde es mir von einem Fan erzählt.

Nach so viel Zeit war es dennoch wieder schön die liebgewonnenen Näsinnen und Nasen wiederzusehen und sich selbst wieder heimisch zu fühlen. Heimisch in einer Welt bei einer Sportart, die mir vor einem Jahr noch so fremd war. Warum ich dies extra hinzuschreibe? Nun, am 29.07.2017 war ich das allererste Mal überhaupt beim American Football. Es war das Spiel der Universe gegen die Marburg Mercenaries. Hier nachlesbar: Das erste Mal beim American Football

SFUMC28072018-3Seit diesem Tag hat sich sehr viel für mich verändert. Nicht nur, dass ich Football besser verstehe, es ist auch zu einem sehr festen Bestandteil meiner Freizeitgestaltung geworden. Ohne Football und ganz besonders ohne die Menschen, die die Universe aus Frankfurt ausmachen, inklusive dem Drumherum (dazu zählen auch die Sicherheitsbediensteten), könnte ich mir mittlerweile mein Leben wirklich nicht mehr vorstellen. Es ist nicht nur, dass ich so viele Mannschaften in den unterschiedlichen Ligen besucht und gesehen habe, sondern auch die Tatsache, dass man einen tollen taktischen Ballsport und auch fast überall einen sehr hochwertigen Tanzsport der Cheerleader präsentiert bekommt. Aber das wohl allerwichtigste Detail ist so ziemlich überall wiederzufinden. Ob nun erste oder fünfte Liga, nirgendwo lässt man sich die vergrößerte familiäre Grillfeier mit Sportangebot nehmen. Man muss nur aufpassen, dass man bei den ganzen leckeren Burgerangeboten nicht in die Breite wächst.

Es ist aber auch so, dass ich dieses Gefühl des Willkommen Seins in dieser Form so bisher auch nicht kannte. Jeder Zuschauer, jeder Gast, jeder Medienvertreter etc. ist willkommen und Vereine als auch Spieler (oder auch Cheerleader) freuen sich, wenn über sie berichtet wird, Bilder veröffentlicht werden, um damit diesen tollen Sport noch mehr Menschen zugänglich zu machen. Insbesondere in Frankfurt und Marburg, als auch in Darmstadt, bin ich aufgrund dessen sehr gerne. Und dann gibt es noch die Menschen, die man auch überall findet. Olli und seine Crew – sage ich einfach mal dazu (hey, das reimt sich).

Apropos Cheerleader. Um die Mädels auch mal ein wenig mehr hervorzuheben und ihre Leistungen auch zu honorieren, bin ich momentan dabei, mir etwas auszudenken. So eine Idee, die mir da durch den Kopf schwebt. Nein, die ist weder, dass ich für die Mädels tanze, noch mir ein Outfit anziehe und mit ihnen – das will niemand sehen, glaubt mir. Aber zu dieser Idee ein anderes Mal mehr, wenn sie etwas ausgereifter ist.SFUCheers280718-42

Nun habe ich schon viel geschrieben und was weiß man von dem Spiel? Noch nichts. Nun denn: die Ausgangslage war vor dem Spiel eigentlich ganz eindeutig, denn alles andere als ein Sieg der Frankfurter Mannschaft käme einem kleinen Weltwunder gleich.

Nicht unwichtig ist es auch zu erwähnen, dass 1.625 Zuschauer im Stadion waren, was eine leichte Steigerung zu den vergangenen beiden Spielen entspricht, bei denen der Trend eher rückläufig war.

Bevor ich von einem Spiel schreibe, das über weite Strecken gleich aussah, fasse ich es lieber in aller Kürze zusammen, denn die Gäste aus München, hatten bis auf zwei, drei gute Szenen kaum eine Chance gegen Frankfurts Defensive. Oftmals verliefen die Offensivbemühungen in die falsche Richtung. Dafür war der einzige Touchdown, den die Gäste erzielen konnten, wirklich sehr gut herausgespielt und durchaus sehenswert. Mehr aber eben auch nicht.SFUMC28072018-44

Der Klassenunterschied war insbesondere im Laufspiel der Frankfurter zu erkennen, die ein ums andere Mal sehr viele Yards machen und damit auch Punkte holen konnten. Nach drei von vier Vierteln stand es sogar 38:0, ehe es am Ende mit 45:6 ausging.

Eine sehr positive Entwicklung war aber bei den Kickern der Universe zu sehen. Da erinnere ich mich an die letzten Spiele, in denen der Extrapunkt häufig ausgelassen wurde, weil Snap oder Kick eher mit den Schulnoten 5 oder 6 zu bewerten waren.

Schön ist an dieser Stelle auch, dass mehrere (ehemalige) Jugendspieler ihre Chance auf einen Einsatz in der ersten Mannschaft bekamen. Darunter ein Kicker, der zwar in Fußballer Manier die Kicks ausführt, aber diese auch ins Ziel bringen konnte.SFUMC28072018-30

Ein nicht unwichtiger Faktor, denn bereits am kommenden Sonntag kommen die Einhörner aus Schwäbisch Hall in die PSD Bank Arena und da braucht man jeden Punkt, den man kriegen kann. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass bei einem Sieg, der höher als 10 Punkte ausfällt, durchaus Platz 1 in der Südgruppe winken kann. Ich hoffe, dass ich jetzt nicht irre mit meiner Aussage, aber das Spiel in Schwäbisch Hall wurde 7:17 verloren. Ach wisst ihr, habt einfach mehr als 10 Punkte Vorsprung zu Spielende.

Flag Football mal anders und aus einer anderen Perspektive. Bericht zum Spiel der Frankfurt Universe gegen die Ingolstadt Dukes vom 16.06.2018

Nein, es war natürlich kein wirkliches Flag-Football, aber da es so viele auf dem Feld gab im Verlauf des Spiels, habe ich den Einfall von Christian Roth als Beitragstitel dann doch übernommen. Die Idee kam schon im dritten Viertel, aber da es mit den Flaggen kaum ein Ende nahm, steht das also tatsächlich für das Universe Spiel vom Samstag.

Zu den Bildern der Cheerleader – hier klicken

Zu den Bildern des Spiels – hier klicken

Doch bevor es an das Spiel selbst geht, war es gestern vor dem Spiel doch ein wenig anders als sonst. Auf den Trainingsplätzen am Stadion fand zuvor ein Amateur Cup der vermutlich falschen Sportart statt und dort wurde noch fleißig gearbeitet und abgebaut. Somit war der Zugang zu Teilen der Haupttribüne nicht erreichbar. Zudem gab es ein paar organisatorische Problemchen, die aber sehr gut gelöst wurden. Da darf und muss man auch mal den Mitarbeitern der Security und allen anderen, die dazugehören, sowie den Betreuern der Mannschaft, ein großes Lob aussprechen. Auch wenn manches durch den Abbau des Amateur Cups anders lief, war doch alles easy.

Ansonsten war bis dahin noch alles wie gewohnt. Menschen hier, Gespräche da, gutes Wetter und eine leckere Currywurst. Eigentlich alles, wie immer. Mit der Ausnahme, dass ich an diesem Tag nicht auf der Tribüne sitzen, sondern mit einem kleidsamen orangenen Leibchen und Kamera am Spielfeldrand mein Unwesen treiben durfte. Ein bisschen aufgeregt war ich ob dieser Tatsache schon. Man mag zwar nun denken, dass das kaum noch der Fall sein dürfte und schon gar nicht mehr so extrem, wie damals beim Halbfinale in Braunschweig, aber es ist doch schon etwas ganz anderes, das erste Mal bei seiner Lieblingsmannschaft mit auf dem, bzw. am Feld zu stehen.CheersSFU16062018-3

Es war schon ein merkwürdiges Gefühl die Heimstätte, das Stadion, von innen zu sehen, zu fühlen. Da wirken die Tribünen und das Spielfeld schon anders. Die Mannschaften waren gerade dabei ihr Aufwärmprogramm zu beenden. Dieses fand tatsächlich auf dem Spielfeld statt, denn die Außenflächen waren noch weiter belegt. Ein Spielgerät, ein Football, verirrte sich in meine Nähe. Grundsätzlich hatte ich aus früheren Tagen, als ich noch aktiv im Vereinsfußball war (lange her), das Bedürfnis, diesen aufzunehmen und weg zu kicken. Aber nein, lieber dem Spieler zurückgeben, der auf diesen wartet. Joa, so kam es, dass ich meinen allerersten Football geworfen habe. 32,5 Lebensjahre habe ich dafür gebraucht, Wahnsinn, oder? Der „Pass“ auf Johannes Rübsamen war sogar vollständig, auch wenn er sich ein bisschen strecken musste. Es hätte peinlicher enden können.

Nach dem Aufwärmen war noch ein wenig Zeit, bis die Cheerleader, die an diesem Tag ihre schönsten Dirndl aus dem Schrank geholt hatten, und wirklich hinreißend darin aussahen, von der Tribüne herunter auf das Spielfeld kamen, um ihre Choreographie vorzuführen. Diese war, wie immer, wirklich hervorragend. Auch ihnen darf und muss man ein Lob aussprechen. Es sind immer so viele von ihnen da, die vor und während des Spiels mit ihren Auftritten, Choreos und Anfeuerungen nicht nur etwas fürs Auge bieten. Dass das kein Gehopse ist, was sie machen, konnte ich bereits im letzten Jahr bestaunen, als ich mir ein Training der Cheerleader angesehen hatte. Konzentration, Kondition und Ausdauer, Beweglichkeit und vor allem immer das schönste Lächeln zu zeigen, das ist bemerkenswerter und toller Tanzsport. Ich persönlich finde, dass Moni, Tinchen, Anna, Verena, Vanessa, Bianca, Astrik und all die anderen Damen definitiv eine Bereicherung bei jedem Spiel sind. Schließlich gehören Cheerleader einfach zum Football dazu. Meinen Respekt haben die Damen absolut.CheersSFU16062018-28

Nach den Damen stieg bei mir die Anspannung und auch die Aufregung. Zunächst liefen die Ingolstädter ein. Auch das war ein ganz anderes Gefühl. Obwohl es für mich gar nicht mehr so fremd ist, die Spieler so aufzunehmen, während sie an einem vorbeirennen, nahm ich das schon bei den Spielern der Gäste ganz anders wahr, als es zum Beispiel in Gießen der Fall war.SFUID16062018-3 Und wer kommt nach den Gästen? Richtig! Die Heimmannschaft. Die Mannen in lila der Universe. Glaubt ihr mir, dass ich innerlich noch aufgeregter war? Glaubt ihr mir, dass die Kamera in meiner Hand zu Beginn des Einlaufs leicht wackelte? Das könnt ihr ruhig, denn es war tatsächlich so.  Diese Aufregung ebbte zwar nach und nach ab, hielt sich aber noch eine Zeit lang.SFUID16062018-5

Das waren die schönen Dinge, nun komme ich zum Spiel des Abends. Ich weiß, wie das klingt und das ist auch bewusst so gewählt. Es dauerte etwas, bis das Spiel in die Gänge kam. Zunächst verloren die Frankfurter den Ball, stoppten im Gegenzug aber die Ingolstädter und konnten, nachdem schon einige Zeit verstrichen war, den ersten Touchdown im Spiel setzen. David Giron stand frei, fing und punktete. Der Extrapunkt wurde vergeben. Gut, kann passieren.

SFUID16062018-32Die Ingolstädter wollten den folgenden Kickoff zurücktragen, aber dann kam Randie. Randie schnappte sich den Ballträger und ich dachte schon, dass er zu einem German Suplex ansetzt, die Bewegung war dafür jedenfalls da. Vielleicht ist ihm dann eingefallen, dass er sich seine Wrestlingmoves für den Ring aufheben sollte. Aber er stoppte seinen Gegenspieler sehr gut und damit konnte die Defense aufs Feld kommen. Frankfurts Defensive war auf der Höhe und ließ die Ingolstädter nicht gewähren, so dass bei einem weiteren Angriff der Universe Andreas Betza (ich nenne ihn Mr. Running Back to Back seit dem marburg Spiel) in die Endzone für einen weiteren Touchdown laufen konnte. Aber erneut gab es keine Extrapunkte für Frankfurt. Das wollte noch nicht laufen, ob Kick oder Passversuch.SFUID16062018-38

Dafür zeigte sich Frankfurts Verteidigung erneut sehr stark zu Beginn des zweiten Viertels und konnte die fehlenden Punkte mit einer Safety reinholen. Ingolstadts Quarterback hatte auf einmal zwei große lila Mannen vor sich, die ihn nicht mehr aus der Endzone herausließen.

Im Anschluss begann das Flaggenspektakel. Frankfurts Offensive zeigte einige Unkonzentriertheiten und nahm sich ein ums andere Mal die Möglichkeit eine gute Offensive zu spielen. So endete der Angriffsversuch mit einem Punt. Immerhin funktionierte das Punten an diesem Abend sehr gut. Insgesamt kamen dadurch aber die Gäste aus Ingolstadt besser in dieses Spiel. Sie wurden praktisch durch die Fehler der Frankfurter aufgebaut. So war es fast eine logische Konsequenz, dass die Dukes ihrerseits zu einem Touchdown und damit auch zu den ersten Punkten des Spiels kamen. Dass hierbei Anthony Mella einmal das halbe Feld ablaufen konnte, war schon bezeichnend. Im Gegensatz zu Frankfurt gelang ihnen aber der Extrapunkt zum 14:7, was auch gleichzeitig der Halbzeitstand war, denn viel Erwähnenswertes passierte in der Folge nicht mehr. Höchstens noch ein paar Flaggen oder so.SFUID16062018-51

Für das dritte und vierte Viertel habe ich mir das Spiel nochmal in der Wiederholung angesehen, denn den offiziellen Spielberichtsbogen gab es noch nicht, oder ich bin zu doof diesen zu finden. Normalerweise konnte ich diesen bei vorherigen Spielen direkt auf der GFL Seite aufrufen. Alles halb so wild, ich habe schließlich Zeit.

Deswegen sieht das nun so in meinem Bericht aus (so lässt sich am besten darstellen, wie sich das ganze Spiel mit den Strafen verhalten hat):

  1. Viertel:

Kickoff Ingolstadt

Flagge 9 Sekunden: 15 Yards

23 Yards bis Endzone

– Toochdown – Flagge

Flagge bei 1:28 – 10 Yards – illegaler Receiver Downfield

  1. und 10 an der 13

Flagge bei 2:24

Halten 10 Yards

Flagge bei 3:36

Frühstart Offensive 5 Yards

Flagge bei 3:53

Frühstart Offensive 5 Yards

Pass in die Endzone – kein Touchdown

laut TV Bild wäre es aber okay gewesen – hatte ich auch am Feld so gesehen

Field Goal verpasst rechts vorbei

Ingolstadt durch Turnover an der eigenen 21 Yard Linie

Flagge bei 5:16 (Ingolstadt)

Block in den Rücken 10 Yards

Sack an der 10 Yard Linie Ingolstadt

Punt Ingolstadt – Return Touchdown Giron – FlaggeSFUID16062018-59

Flagge bei 6:29 Block in den Rücken? 10 Yards

  1. und 10 eigene 42 Yard Linie

Punt bis an Ingolstadts 11 Yard Linie

Safety Frankfurt SuleymanovSFUID16062018-61

16:7

Free Kick Ingolstadt

Frankfurt 1. und 10 eigene 43 Yard Linie

  1. und 10 Ingolstadts 38 Yard Linie
  2. und 10 ingolstadts 22 Yard Linie

Sack Ingolstadt – 32 Yard Linie

Flagge bei 9:22

Halten 10 Yards – abgelehnt

  1. und 20

Punt bis an Ingolstadts 4 Yard Linie

10:24 Boom – Spear! Suleymanov haut Ingolstadts QB mustergültig aus den Latschen. Ich stand bei dieser Situation ziemlich nahe dran und hörte, wie zwei Mal aus dem armen Ingolstädter Quarterback die Luft aus den Lungen gepresst wurde. Einmal beim Tackle selbst und das zweite Mal beim Aufprall auf den Boden. Gewiss hat er Sternchen gesehen und war kurz weggetreten. Positiv war aber, dass er nach kurzer Zeit schon wieder auf den Beinen stand und selbst hinauslaufen konnte.

Flagge bei 10:32

Horse Collar Tackle 15 Yards Strafe

  1. und 10 an der eigenen 30 Yard Linie Ingolstadt

Flagge bei 10:55

Face Mask 15 Yards

  1. und 10 an der eigenen 45 Yard Linie Ingolstadt
  2. und 10 an der gegnerischen 43 Yard Linie Frankfurt

Flagge bei 11:33

Halten 10 Yards Strafe (Ingolstadt)

  1. und 20 eigene 47 Yard Linie Ingolstadt

Trickspielzug mit Touchdown Ingolstadt, welcher aber nicht hätte gegeben werden dürfen. Da war schon ein Ingolstädter, der den Ball hatte, mit dem Knie am Boden.

Flagge bei 11:59

Auswechselfehler – Halbe Distanz Goal Line (5 Yards)

Kick gut

16:14

Frankfurt 3 Touchdowns verschenkt – insgesamt 21 Punkte

Strafen:

Frankfurt – 60 Yards

Ingolstadt – 20 Yards

  1. Viertel:

Free Kick Ingolstadt

Flagge bei 00:10

Face Mask 15 Yards (Ingolstadt)

Frankfurt startet an eigener 42 Yard Linie

  1. und 10 an Ingolstadts 45 Yard Linie
  2. und 10 an Ingolstadts 28 Yard Linie

Flagge bei 1:48

Intentional Grounding? wird von den Refs aber zurückgenommen

  1. und 10 an Ingolstadts 16 Yard Linie

Touchdown und dieses Mal zählt der auch. Hatte schon beinahe Seltenheitswert.SFUID16062018-64

Flagge bei 2:57

Frühstart 5 Yards

Snap zu hoch und die 2 Punkte wurden auch nichts.

22:14

Free Kick Frankfurt und Return an Ingolstadts 13 Yard Linie gestoppt. Randie will wrestlen, die Griffe sitzen schon sehr gut.

  1. und 10 an der eigenen 36 Yard Linie

Flagge bei 4:25

Persönliches Foul 15 Yards

  1. und 10 an der eigenen 47 Yard Linie

Flagge bei 5:11

Halten 10 Yards (Ingolstadt)

  1. und 18

Punt und Start Frankfurt an eigener 29 Yard Linie

  1. und 10 eigene 40 Yard Linie
  2. und 10 gegnerische 40 Yard Linie

Flagge bei 8:20

Face Mask 15 Yards

  1. und 16

Punt Frankfurt bis an Ingolstadts 18 Yard LinieSFUID16062018-68

Flagge bei 9:05

Halten (Ingolstadt) – Strafe abgelehnt

Flagge bei 9:26

Halten (Ingolstadt) – angenommen -> Safety

24:14

Free Kick Ingolstadt

Frankfurt startet an eigener 30 Yard Linie

Punt bis an Ingolstadts 42 Yard Linie

Ingolstadt kam nochmal heran mit Trickspielzügen, aber am Ende reichte es nicht mehr für Punkte.SFUID16062018-69

Strafen:

Frankfurt – 35 Yards

Ingolstadt – 25 Yards

Somit endete das Spiel 24:14 für Frankfurt. Wenn man die Strafen aus der ersten Halbzeit noch dazunimmt, dann wird deutlich, wie viel Raumverlust die Frankfurter an diesem Abend durch Unkonzentriertheiten und den daraus resultierenden Strafen produziert hat. Zwar hat Ingolstadt relativ gut und konstant gespielt, konnte sich aber gegen Frankfurts Defensive nicht durchsetzen, ansonsten wären mehr als die erzielten 14 Punkte möglich gewesen.

Für die Frankfurter heißt es in der nun folgenden Zeit, dass viel gearbeitet werden muss. Jeder Mannschaftsteil kann sich noch verbessern, sowie jeder einzelne Spieler. Vielleicht war die ein oder andere Strafe Seitens der Schiedsrichter unnötig gewesen, aber bei derart vielen persönlichen Fouls, muss einfach hinterfragt werden, woher dieses übermotivierte Verhalten kommt, dass alles andere als mannschaftsdienlich ist.

Auch letzte Woche beim Spiel gegen Braunschweig waren es solche Situationen, die die Gäste zum Punktemachen eingeladen haben. Ein spielstarker Gegner weiß das dann eben zu nutzen. Die Mannschaft kann in diesem Jahr gewiss sehr weit kommen und sich auch ohne Weiteres mit den Großen messen. Doch hierfür wird jeder einzelne Spieler in Bestform benötigt. Doch nicht nur die Bestform, sondern auch eine innere Ruhe und Beherrschtheit sind von Nöten, damit die Mannschaft nicht an oder durch das Fehlverhalten einzelner Spieler im Spiel zerbricht.